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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-08-07"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 212</biblScope>
          <date when="1916-08-07">1916-08-07</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Fortdauer der Kämpfe im Westen.</p>
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          <p>Die Engländer nördlich der Somme zurückgewiesen. — Bei Thiaumont wird erbittert gekämpft — Fortschritte der deutschen Truppen in den Karpathen. — Ein feindliches Luftschiff brennend in die Adria gestürzt. Türkischer Angriff am Suezkanal.</p>
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          <p>Im Westen haben sich neue Kämpfe bei Pozieres entwickelt, die noch andauern. Von Ovillers bis zum Foureauxwalde Würben die Engländer unter großen Verlusten für sie, hei Maurepas die Franzosen abgechieseniUm die Trümmer des Werkes Thianmont to­ ben heftige Kämpfe, die noch nicht zum Ab­ schlüsse gekommen sind. Im Abschnitte von Fleury machten die Unfern erfolgreiche Ge­ genangriffe, bei denen fast 600 Franzosen als Gefangene in den Händen der Unsern blieben. Ebenso konnten die Unsern im Chapitrewälde weitere Fortschritte erzielen. Im Osten haben die Russen bei Tweten vergeblich versucht, die Tiina zu über-: schreiten. Bei Zaloeze, am Südflügel derHindenburgfront gelang es ihnen, über den Sereth vorzudringen. Nach dem Berichte un= z serer österr-Angar. Bundesgenossen sind sie bereits wieder zurückgeworfen. In den Kar­ pathen hat unser 'Gegenstoß weitere Erfolge gehabt. An der italienischen Front unternahmen die Italiener am Monte bei sei 'Busi einen Vorstoß 'mit sieben Regimentern, der von den österr.»nng. Truppen mit Erfolg abgewiesen wurde. Ebensowenig Erfolg hatte ein An­ griff von drei italienischen Kompagnien am Mücken. Ein italienisches Luftschiff stürzte Bei Lissa brennend in das Meer und sank, efjte die her­ beieilenden österr.-iung. Seestreitkräfte dieBesatzung retten konnten. Tie Türken Haben an der Kaukasusfront die Russen bei Bitlis und Müsch neuerdings weiter zurückgedrängt. Im Zentrum der'Stelluug gelang es den Türken, dem Vordringen der Russen Stand zu halten, so haß auch hier wohl bald wieder eine Besserung der Lage zu erwarten ist. An der ägyptischen Front kam es zu Fliegerkämpfen, die für die Türken erfolgreich verliefen. EnglischeKriegsschifse bombardierten bei Mühamedie die Tattelhaine. Am Suezkanal hat nach englischen Mel­ dungen eine Schlacht zwischen Türken und Engländern bei Romani, östlich von PortSaid stattgefunden, bei der natürlich die letzteren Sieger blieben. Ta die Türken angeblich mit 14 000 Mann auftraten, dürfte es sich um eine ernsthafte Aktion gehandelt haben, über die erst der türkische Bericht abzuwarten ist. Ter erste britische Seelord Valfonr hat s tm englischen Unterhanse über die Lage zur See gesprochen und hiebei auch die Seeschlacht am Skagerrak erwähnt. Er wär hierbei sehr bescheiden und meinte, Seeschlachten werden geschlagen, um die Herrschaft zur See zu er­ halten oder jjü bekommen. Beides sei bei Teutschland nicht der Fall. Das haben wir auch nicht behauptet. Aber eine zweite Schlacht am Skagerrak allerdings würde auch die englische Seeherrschaft ins Wanken brin­ gen. Tie Angelegenheit des Kapitäns Frhat mußte natürlich zu einer Hetze gegen Teutsche land herhalten und die Fahrt der "Teutsch^ land" war überhaupt nichts. Nun, die Ame­ rikaner denken gerade über letzteren Punkt etwas anders, trotz ihres anglophilen Gemütes. Sie sind eben noch zu wenig anglisiert. Herr Balfour hat also streng genommen für die deutsche Flotte Reklame gemacht, denn von der eigenen wußte er nur zu sagen, daß sie die Nordsee blockiere. Wie es mit die-' ser Blockade aussteht, das zeigen aber am deutlichsten die Fahrten der "Möwe" und der "Teutschland". Inzwischen hat sich: auch int englischen Volk, wie eine Meldung ans London besagt, die 'Erkenntnis durchgerungen, daß der deut­ sche Bericht über die 'Skagerrakschlacht richtig und der Jellicoesche Bericht zurechtgemacht ist. Auch die englische Regierung glaubt offenbar selbst nicht an einen englischen Sieg, denn sie verbot etnfe Tankadresse an die Admirale Jellieoe und Beatty.</p>
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          <p>Im Chäpitre-Walde machten wir gestern weitere Fortschritte. Hier sind an unveMundeten Gefangenen 3 Offiziere, 227 Mann in unsere Hände gefallen. Nordöstlich von Vermelles, in den Argonnen und auf der Combres-Höhe haben wir 'mit Erfolg gesprengt. Feindliche Patrouillen sind an mehreren Stellen abgewiesen. Eigene Unternehmungen sind bet Craonelles und auf der CombresHöhe geglückt. Lurch Abwehrfeuer würde ein feindliches Flugzeug nördlich von Fromelles, eines im Luftkamps nordwestlich von Bapaume abge­ schossen. | Schlich« Kriegsschauplatz. 'Zvmt des Genemlfeldmarschalls v. Hinvcnburg. , @ine südlich von Zarecze am Stochod vom Gegner noch besetzte Sanddüne wurde gesäu­ bert. Gegenangriffe wurden abgewiesen. 4 Offiziere, 300 Mann sind gefangen genommen, 5 Maschinengewehre erbeutet. Bei und nordwestlich von Zalocze haben die Russen das nordwestliche SerethUfer gewonnen. Krocht des Aeldmarschalleutnants Erz­ herzog Karl. Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer fanden Vorfeldkämpfe ohne beson­ dere Bedeutung statt. Die Erfolge der deut­ schen Truppen in den Karpathen wurden er­ weitert. Oberste Heeresleitung.</p>
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          <p>WTB. Wien, 5. August. Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz Tie in den Karpathen kämpfenden Streitkräfte der Heeresfront des Erzherzogs Karl hüben auch gestern Raum gewonnen. Es wur^ den 3 25 Russen gefangen genommen, 2 Geschütze erbeutet. 'Die Kämpfe dehnen sich bis in die Gegend von Telathn aus. Nordwestlich von Zalosce am Südflügel der Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg ist es dem Feinde an einigen Stellen gelungen, den Sereth wiederum zu überschrei­ ten. Er wurde gewürfen. An einigen Punk­ ten ist der Gegenangriff unserer Truppen noch im Gange. Weiter nördlich keine Ereignisse von Be­ lang. Italienischer Kriegsschauplatz. Im südlichen Teil der Hochfläche von Toberdo kam es gestern zu heftigen Kämpfen. Das feindliche Artilleriefeuer, das schon in den letzten Tagen an Stärke zugenommen hätte, setzte int Abschnitt des Monte bei' sei Busi! (Monfalcone-IRücken) um 10 U!hr vormittags mit größter Heftigkeit ein. Nach ununter­ brochen anhaltendem vierstündigem Massen­ feuer begannen um 2 Uhr nachmittags die ita­ lienischen Jnfanterieangriffe. Die ersten Ver­ suche des Gegners, aus seinen Deckungen vor­ zugehen scheiterten an der kräftigen Wirk­ ung der braven Artillerie. Trotzdem gelang es dem Feinde im Laufe des Nachmittags, an mehreren Punkten in unsere Stellungen ein­ zudringen. Bei der tapferen Haltung unserer Infanterie wurde er jedoch im Nahkampfe Der österr.-ung. Heeresbericht. I überall wieder hinausgewvrfen, so daß um I 7 Uhr abends die ganze Stellung wieder in unserem Besitze war. Um dieise Zeit ließ das Geschützfeuer nach und flaute bis zum An- j bruch der Dunkelheit völlig ab. Mindestens sieben italienische Regimenter waren an die­ sem mißlungenen Angriffe beteiligt. 230 Mann Wurden unverwundet gefangen, 2 Ma­ schinengewehre erbeutet. Ter Nordteil der Hochfläche und der Görizer Brückenkopf standen tagsüber gleichsaUs unter starkem Geschützfeuer. In Kärnten wurde auf dem Blöcken ein Vorstoß von drei italienischen Kompagnien, an der Tiroler Ostfront der Angriff einer Brigade gegen die Höhen nördlich von Paneveggio blutig abgewiesen. Unsere Flieger belegten Bassano erfolg­ reich mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der stellvertretende Chef des Generalstabe- &gt; d. Hoefer, Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, den 6. August. — Amtlich wird gemeldet: ^Heeresstont des Feldmarschallcutnants Erzherzog Karl. Im Gebiete des Capul scheiterten zahl­ reiche russische Angriffe. Südlich von Jab-^ loniea und von Tartarow schreiten die östertz-' ung. und die deutschen Truppen trotz heftiger Gegenwehr des Feindes vorwärts. Tie Ar-' mee des Generalobersten von Köveß wehrte südwestlich von Talethn starke russische Vor-' stöße ab. Weiter nördlich keine besonderen Er-' eignisse. Heeeesstont des Geitrralfcldmarschalls v. Hiudenburg. Beii Zalosce wird an den Westlhängen des Serethtales erbittert und wechselvoll ge-' kämpft. Tie verbündeten Truppen des Ge-) nevals Fath haben in den nunmehr siegreich abgeschlossenen Kämpfen bei Zarecze, südlich! von Stobhchwa, 4 russische Offiziere, 300 Mann und 5 Maschinengewehre eingebracht. 1 Italienischer Kriegsschauplatz An der Jsonzofront hielt das starke Ar­ tilleriefeuer gegen den Görzer Brückenkopf und die Hochfläche von Tvberdo mit unverminder­ ter Heftigkeit an. Vereinzelte Vorstöße gegen unsere Stellungen östlich von Redipuglia' und bei Selz wurden abgewiesen. Unter der gestrig gen Beschießung hatte die Stadt Görz stark zu leiden. Das Spital der Barmherzigen Brü­ der wuirde durch Volltreffer zerstört. Meh-&gt; rere Personen wurden getötet. An der Tiroler Oststont stehen unsere Höhenstellungen int Raume von Paneveggio andauernd unter heftigem Geschützfeuer. Ein­ zelne Vorstöße italienischer Bataillone scheid terten unter den schwersten feindlichen Ver-/ lüsten. Südlich des Valsugana brächte ein kurzer Vorstoß eigener Abteilungen 2 Offi­ ziere, 76 Italiener und 5 Maschinentzewehire ein. 1 Südöstlicher Kriegsschauplatz Keine besonderen Ereignisse. Der stellvertretende Chef des Generalstaber: v. Hvefer, Keldmarichalleutnant. * Ereignisse zur See. Wie n, 6. August. Amtlich meldet das Flottenkommando: Am 5. August fuhr ein von Südwest kom-' mendes feindliches Luftschiff in großer Höhe gegen die Insel Liffa. In der Nähe der Insel I fiel es brennend in die See und sank. Eine Torpedobootsflüttille, welche gleich zur Stelle war, konnte nur mehr einige Trümmer des­ selben, darunter Reste der Ballonhülle und einen Rertungsschlauch, bergen. Trotz langen Suchens konnte von der Besatzung niemand gefunden und gerettet werden. Flottenkommando.</p>
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          <p>Deutschlands große Kjraft. Nach dem Berl. Lokalanz. schreibt Lowat Fraser in der Daily Mail, Deutschlands große Kraft liege darin, daß es außerhalb seines Gebietes Krieg führe. Wir müssen also Boden gewinnen und können uns über die paar Quadratkilometer, die wir erobert haben, nicht erfreuen. Das ist nur ein kleiner Anfang. Rußland und Japan. Reuter erfährt, daß nach dem Abschluß des russisch-japanischen Vertrages noch ein be­ sonderes russisch-japanisches 'Abkommen zu­ stande kam, in welchem Rußland an Japan die südliche Hälfte der Eisenbahn Charbin-Cbangun verkaufte. Der Streit um Persien. Konstantinopel, 6. Aug. Nach ver­ läßlichen Nachrichten sind wesentliche Mein-, ungsverschiedeitheiten zwischen England und Rußland bezüglich Persiens aufgetaucht. Kurze Zeit nach der Kapitulation des Generals Townshend in Kut-el-Amara ließ England in Petersburg den dringenden Wunsch nach einer Entfernung der russischen Truppen aus der englischen Einflußzone in Südpersien durch»-' blicken. Man war offenbar in London darüber verstimmt, daß die russische Aktion zum Ent­ satz der englischen Truppen in Mesopotamien versagte. Ssasonow Willigte trotz großer Wi­ derstände, die von russisch-militärischer Seite diesem englischen Wunsche entgegengehalten wurden, erst zögernd, dann aber rückhaltloser ein. Stürmer suchte aber nach SsalsonowsSturz die Ausführung des von Ssasonow eingegange-, nen Versprechens zu durchkreuzen. Es ist kein bloßer Zufall, daß die englische Gesandtschäft in Teheran seit einigen Wochen ihren Som­ mersitz zum erstenmal in Jspahän aufschlug. Was Amerika ausfühirt. Tie Ausfuhr der Vereinigten Staaten hat in 'betn eben abgelaufenen Fiskaljahr mit 4 354 Millionen Dollar öine bisher ungeahnte Höhe erreicht. Es ist nun von Interesse, zu sehen, welche Waren zu dieser Steigerung hauptsächlich beigetragen haben. Nach einer Uebersicht der "Frankfurter Zeitung" waren es — wie zu erwarten — in erster Linie die reinen Kriegslieferungen. Wohl verzeich­ nen beispielsweise auch Weizen, Mehl, Fleisch usw. eine starke Aufwärtsbewegung. Aber die Steigerung der Ausfuhr dieser Waren steht immer noch in keinem Verhältnis zu der sprunghästen Entwicklung des Kriegsexpor­ tes. Tenn Eisen und Stahl wurden im Monat Juni 1914 für 251 Millionen Dollar, int Monat Juni 1916 für 618 Millionen ausge­ führt. Die Ausführ der Explosivstoffe betrug in den nämlichen Vergleichsmonaten 6 Mill. bezw. 473 Millionen. Die Automobil-Aus­ fuhr stieg von 33 aus 123 Millionen. J8£ie Baumwolle hingegen, für deren Abnahme vor­ wiegend Deutschland in Betracht Ente, ist int Werte der Ausfuhr von 610 Millionen agf 370 Millionen gefallen. In Friedenszeiten stand sie an erster Stelle und man begreift angesichts dieser Verschiebung des Zählenver­ hältnisses den Gegensatz, der sich während des Krieges zwischen dem Baumwolle erzeugenden Süden und dem Munition fabrizierenden Nor­ den der Vereinigten Staaten aufgetän hät.</p>
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          <p>Vom östlichen Kriegsschauplatz. Anarchistische Anschläge in Rußland. Ter Pester Lloyd berichtet von der russi­ schen Grenze: Tie Arbeit der russischen Kon­ servativen, die auf eine Herausforderung der Revolutionäre zu schärferer Betätigung ab­ zielt, stößt auf immer hartnäckigeren Wider­ stand der letzteren. Sie beginnen wieder jmt der Propaganda der Tat. Anschläge auf'mi­ litärisch wichtige Anlagen beginnen sich zu häufen. Nachdem in Odessa ein großes Ge­ treidemagazin der russischen Intendantur an­ gezündet und verbrannt war, perübten jetzt anscheinend anarchistische Banden einen An­ schlag gegen die Jschorawerke an der Newa. Das Unternehmen für Panzerstahlhärtung wurde vollständig zerstört, und zwei Naphtazisternen durch Feuer vernichtet.</p>
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          <p>Gegen italienische Lügenmeldungen. Wien, 5. Aug. Aus dem Kriegspresse­ quartier wird gemeldet: Tie in den amtlichen italienischen Tagesberichten vom 31. Juli und 1. August gemeldeten, angeblich abgeschlagenen östepr.k-ung. Angriffe bei Cattelletto und im Travignolotale haben nie stattgefunden. Da­ gegen wurden an beiden Stellen italienische Vorstöße und Annäherungsversuche durch, un­ ser Feuer erfolgreich abgewiesen. Ebenso un­ wahr ist die Behauptung, daß ein mit ungeheu-, reu Kräften geführter österreichisch-ung. An­ griff an der Forcella-Bois in der Nacht auf den 31. Juli mit schweren Verlusten abgewie­ sen wurde. -In Wirklichkeit griffen damals vier italienische Alpini-Bataillone unsere Feld­ wachstellung an, gerieten dabei in unser wirk­ sames Feuer und wurden schließlich, durch den Angriff einer Streifkompagnte in ihre alte Stellung zurückgeworfen, wobei 8 Offiziere, 120 Mann des 7. Alpini-Rgts. gefangen und 2 Maschinengewehre erbeutet wurden. Unsere Verluste betragen hierbei 2 Tote und 16 Mann Verwundete. Wenn also der italienische Tages­ bericht von ungeheuren österr.--png. Kräften und zahlreichen auf dem Gefechtsfelde zurück­ gelassenen Leichen spricht, so berichtet er die Unwahrheit. Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>Rumänien dementiert. Berlin, 5. Aug. Wie wir bestimmt er­ fahren, hat der rumänische Ministerpräsident Bratianu an die Gesandten Rumäniens bei den Mittelmächten ein Telegramm geschickt^ das alle Gerüchte, Rumänien wolle aus sei-' ner Neutralität herausgehen, auf das ener­ gischste dementiert. Zugleich« hät Herr Bra­ tianu darauf hingewiesen, daß es von Wert sei, die deutschen. Handelskreise über dieHaltung Rumäniens zu beruhigen. 2ier Munitionstransport wieder gesperrt. Aus Bukarest wird gemeldet: Laut Tep^ teatea hat die russische Regierung nach! Frei­ gabe von drei Eisenbahnzügen mit Munition die weiteren Transporte plötzlich eingestellt. Die russische Regierung hat der rumänischen mitgeteilt, daß weitere Lieferungen vorläuI fig unterbleiben müssen. Man führt dieseMaß-« £ nähme darauf zurück, daß Bratianu den EnI tentevertretern auf ihr Verlangen, den Durch­ marsch russischer Truppen durch rumänisches Gebiet zu gestatten, eine unbesriedigendcAnt-/ wort erteilt hät. Die Epoca meldet hiezu noch, daß der Staatssekretär des Kriegsministeriums Jliescu, dessen Auslandsreise bereits gemeldet wurde, sich in besonderer Mission nach! Petersburg begeben wird, um die Munitionsfrage end­ gültig zu regeln. (Z.) Allgemeine Truppenzusainmenziehung in Rumänien. T«er Bukärester Steagul meldet: Wir ererfahren von zuverlässiger Seite, daß anstelle der allgemeinen Manöver, auf welche verzich­ tet wurde, allgemeine Konzentrierungen für den 20. August angeordnet wurden. Am Balkan.</p>
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          <p>an der russiischen Front kein Ereignis, r— Kaukasusfront: Aus dem rechten Flügel griffen unsere vorgeschobenen Abteilungen den Feind an, der sich auf eine befestigte Linie auf den beherrschenden Höhen südlich von Bitq' lis zurückgezogen hatte, und besetzten dieGrä-« ben der ersten Linie des Feindes. Russische Truppen, die südlich von Musch, lagerten,wur-den ebenfalls aus ihren Stellungen vertrie­ ben und nach Norden zurückgedrängt. Im Laufe des Kampfes nahmen wir zwei Offiziere, darunter einen Kompagnieführer und 40Soldaten gefangen. Im Abschnitt von Oknott nur Scharmützel. Im Zentrum wurden Teilan-, griffe des Feindes gegen unsere Stellungen westlich von Erzindjan und Gümüschkane durch! unser Feuer aufgehalten. Im Norden im Küstenabschnitt des linken Flügels keine Tätig­ keit. Aegyptische Front: Von den Ge­ wässern von Muhämedie aus beischossen zwei feindliche Kriegsschiffe von neuem erfolglos die Tattelbaine von Ogratina östlich von Ka­ tta. Ein feindliches Flugzeug das über Bir Hassana, ungefähr 27 Kilomtr. südöstlich von! Jbne erschien, wurde duvch unser Feuer ver? trieben. Drei feindliche Flieger, die erfolge los Bomben auf unsere Truppen bei Katia abwarfen, würden durch einen Angriff Unserer Flugzeuge, die zu einem Kampf mit ihnen aufgestiegen waren, und durch das Feuer unserer Abwehrkanonen Vertrieb" a. — Kei­ nerlei Veränderung an den anderen Fronten. Site Kämpfe am Luezkaual. London, 5. August. Ter folgende Be­ richt wurde am 4. August 11, Uhr abends vom Oberkommandierenden in Aegypten ver­ öffentlicht: Seit Mitternacht vom 3. August! auf 4. August griffen die Türken in Stärke von 14 000 Mann unsere Stellungen bei Romani östlich von Port Said in einer Front von sieben bis acht Meilen an. Die Lage war bei Einbruch der Dämmerung am 4. August fol­ gende: Tie Türken hatten gegen unsere be­ festigten Stellungen nichts ausgerichtet. Auch an der südlichen Flanke, wo 4 bis 500 Ge«fangene gemacht wurden, "enttoMelte sich! der Kampf zu unseren Gunsten. Tie Kriegst' schiffe leisteten von der Bucht von Tina aus wertvollen Beistand. Zur Zeit der Absendung des Berichtes war der Kampf noch im (Sange. Die Türkei im Kriege. Ter türkische Bericht. Konstantinopel, 4. Aug. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: An der Jrakfront und in Persien</p>
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          <p>Veranlaßt worden. Ter Kampf zwischen ihm und Asquith! um den Vorsitz im Kabinett ist schärfer als je geworden und nimmt die Auf­ merksamkeit der politischen Kreise Londons völ­ lig in Anspruch. Selbst die Enttäuschung der auf die Somme-Offensive gegründeten Hoff­ nungen, wie die überaus peinliche Lage, die Ssasonows Sturz für England in Petersburg schuf treten dagegen in den Hintergrund. Tie Begehung des großen politrschen Fehlers von Casements Hinrichtung Hängt eng zusammen mit der bitteren KabinettsMde in London. Es ist offenes Geheimnis, daß Lloyd-George den Herren Churchill und Carson bereits erste Stellen in seinem Kabinett zugesagt hat. (Z.) Englische Bedrückungen. Nach privaten Gerüchten, die in Amster­ dam eingetroffen sind, mußten skandinavische Reeder die Charterpartien verschiedener Tam­ pfer ,die mit Viehfutter, Holz und Phoslphat für die Niederlande geladen waren, annulieren, da die englische Regierung den Schliffen nur dann Buttkerkohle geben will, wenn sie "für britische Häfen oder für Häfen der Verbünbeten bestimmt sind. Casements Marthrertod. ©er Nieuwe Courant schreibt anläßlich der Hinrichtung Casements: Wenn Menschen wie Casement, die überzeugt 'sind einer guten Sache zu dienen, hingerichtet werden, so ge­ schieht in der Tat nicht mehr, als sie erwarten mußten; aber sie werden dadurch auch not­ wendigerweise zu Märtyrern. Was den Fall Casements im besonderen betrifft, 'so hat es uns überrascht, daß man bei,der Verurteilung nichts von der sehr ernsten Beschuldigung hör­ te, die gegen den britischen Gesandten in Ghristiania erhoben wurde. Man weiß, daß die Beschuldigung, daß er Casement aus dem Wege räumen wollte, nicht aus der Luft ge­ griffen war; es ist dafür Material erbracht worden und es hätte dem britischen Prestige nichts geschadet, wenn man sich Mühe gegeben hätte zu beweisen, daß das Material wert-; los ist, vorausgesetzt, daß,es das ist. Wir fürchten, daß die britische Regierung ihre Tat noch bereuen wird. Tie Gefahr ist groß, daß man vor allem in Amerika sagen wird, daß Casement nicht gehängt wurde, weil er ein Verräter, sondern weil er ein Ire ist. '</p>
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          <p>diener, der seit langen Jahren "feine Person-! liche Bedienung übernommen hätte, erzählte mir, daß sich sein Herr am letzten Tage aller­ dings nicht wohl gefühlt hat und sehr un­ ruhig gewesen sei. Er hat den ganzen Tag das Haus nicht verlassen, hat aber in seinem Arbeitszimmer am Schreibtisch gesessen und geschrieben. Zu sich' genommen hat er nichts als eine Tasse Bouillon. Spät am Abend hat er seinen Diener zu Bett geschickt mit dem Bemerken, daß er selbst nicht zur Rühe gehen würde. Tas ist dem Diener nicht weiter aufgefallen, denn Herr von Retzbach hätte oft schlaflose Nächte, wenn ihm sein Herz zu schaf­ fen machte. Tann pflegte er gar nicht zu Bett zu gehen, sondern sich, wenn er müde wurde, nur kn einen bequemen Dehnsessel zu legen. Ter Diener hat ihm noch in seinen Schlafrock geholfen und berühigense Medizin gegeben. Tarauf hat Herr von Retzbach ihn entlassen. "Geh? nun zu Bett, Friedrich, Tu bist müde und ich brauche Dich nicht mehr. Ich! will noch einen Brief schreiben an Tvktor Haffner. Tiefer Brief soll morgen früh mit einem 'Boten in die Stadt gebracht werden. Ich'will Toktor Haffner morgen noch' sprechen in einer wichtigen Angelegenheit. Nun gute Nacht, Friedrich,." Das sind die letzten Worte gewesen, die man won Herrn von Retzbach gehört hat. Frie­ drich ist noch eine Weile draußen im Freien auf land ab gegangen, weil er Kopfweh ge­ habt hat. Er hat auch noch gesehen, daß sein Herr sich an den Schreibtisch gefetzt hät und hat geglaubt, dieser würde'nun'den gemerk­ ten Brief cm mich schreiben. Dazu ist es indessen nicht gekommen. — Fried,rich hat wohl nachts gegen zwei Uhr tfn Arbeitszimmer noch Licht bemerkt. Gleich Varaulf ist aber das Licht abgedreht worden und es ist im Schlafzimmer hell geworden. Eine Weile hat Friedrich noch, gelauscht, ob ihn jfein Herr etwa doch noch «rufen würd«. Ta er ab Sr nichts vernahm, ist er wieder eingeschlafen. Am Morgen ist es ihm aufgefaltten, daß das Licht im Schlafzimmer sei­ nes Herrn noch brannte. Er hat jedoch angenotmmen, daß dieser, wie manchmal, in seinem Lehnstuhl eingeschlummert und noch nicht wach gchvvrden sei. Aber schließlich hat ihn doch die Unruhe gepackt. Er hat sich leise ins Schlafzimmer geschlichen und fand seinen Herrn, wie einen friedlich Schlafen-' den, im Lehnstuhl sitzen. Er war tot. Fried­ rich hat mich dann, obwohl sich cher Brief, den Herr von Retzbach hatte an mich schrei­ ben wollen .nirgends vorfand, sofort holen lassen. Er wußte, daß sich von Herrn von Retzbach ermächtigt war, seine Beisetzung nach seinen niedergeschriebenen Bestimmungen an­ zuordnen. Unter diesen Bestimmungen be­ fand sich auch' die, daß bis zu feiner erfolg­ ten Beisetzung keiner seiner Verwandten nach Retzbach kommen darf und daß niemand die Beteiligung an seiner Beerdigung gestattet sein soll. Ohne Gefolge, ohne Blumen, nur Friedrich und lch durften seinem Sarge fol­ gen bis zur Gruft. Und der &gt;Pastor sollte nicht mehr als ein Vaterunser beten an' sei­ nem Grabe. "So Ist es auch geschehen nach seinem Willen, den wir zu ähren haben, so seltsam er uns auch erscheint. Tie letzte die­ ser schon vor Jahren niedergelegten Bestimmünzen betraf Jesu Testament. Es soll drei Tage nach seiner Besetzung zur selbenStunde eröffnet werden. Das ist also morgen, den achten August, vormittags zehn Uhr." Schweigend hatten die andern zugehört. "Hat denn der Arzt feststellen können, um welche Zeit der Tod erfolgt ist'?" fragte Jost von Billach nun. ; , 1 (Fortsetzung folgt.) &gt; ; . j j</p>
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          <p>I nach dem Berl. Lok.--Mnz. folgende Verän-t derungen erfahren: Heruntergeholt haben 1. Hauptimann Bölke 19 Flugzeuge, 2. Leutnant Wingeus 13, 3. Leutnant Hoehndorf 11, 4. Leutnant Mulzer 9, 5. Oberleutnant Frhir. v. Altharrs 8, 6. Leutnant Frankl 6, 7. Oberleut-' nant Ber'chthold 5, 8. 'Leutnant Leffers .5, 3. Leiatnant Baldamus 5, 10. Oberleutnant Walz 4 und 11. Oberleutnant Garlik 4 Flug­ zeuge. (Z.) Ei» Lustkampf. WTB. Berlin, 5. August. Vormittags wurde in der Nähe der flandrischen Küste ein feindliches Kampfflugzeug durchs eines un­ serer Seeflugzeuge nach längerer Verfolgung zum Kampf gestellt, zum Absturz gebracht und vollständig vernichtet. Tamit vernichtete "Leut­ nant zur See Bönisch das vierte /feindliche Flugzeug. Von seinem Seeflugzeug'aus zwang er vor einigen Tagen einen Gegner durch Maschinengewehrfeuer zur Notlandung dicht hinter der feindlichen Linie. Deutsche Flugzeuge üfrer Lemnos. Genf, 6. August. Nach einer "Progres"Meldung warfen deutsche Flugzeuge mehrere Geschosse auf die englisch-französischen Flug­ zeughallen der Insel Lemnos ab. Die Verfolg gung war ergebnislos. Der Luftkrieg. Tie Stieger tätig tcit im Westen war, wie gestern schon der Generalftabsbericht hervorgehoben hat, in der letzten Zerr außerordentlich rege. Zahlreiche feindliche Flieger wurden im Luftkampfe abgeschossen. Tie Liste unserer erfolgreichsten Flieger hat</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Erkenntnis der Wahrheit über die Skager,rak-Schlecht in England. Amsterdam, 6. Aug. fVom Korrespon­ denten des WTB.) Nach hier eingetretenen Nachrichten verbreitet sich in der englischen Bevölkerung mehr und mehr die 'Erkenntnis daß der deutsche Bericht über die Seeschlacht am Skagerrak richtig, der Jellicoesche Bericht dagegen zurechtgemacht ist. Zu dieser Erkennrmis hat besonders beigetragen die Anwei-, sung an die englische Presse, die Antwort der deutschen Admiralität auf den BerichtJel,lrcoes 'meist zu besprechen noch zu veröffenr-,' lichen ,sowie das kürzlich erlassene Regierungs--^ verbot einer von dem englischen Volk beabsich­ tigten Dankadresse an die Admirale Jellicoe und Beatty. Versenkt. Lloyds berichtet, daß die Goeletten "Ermenilde" und "Fortuna" und die Dampfer "Badger", "Chalan" und "Ivo" versenkt wur­ den. Tie Besatzungen sind in Sicherheit. Secolo meldet aus Viareggio: Ter Ree­ der Tavidi wurde benachrichtigt, daß ein ihm gehöriges mit Holz beladenes Schiff auf der Fahrt von Livorno nach Benghasi von feind­ lichen Unterseebooten versenkt wurde. Tie britischen Dampfer "Tottenham" und' "Savonien", der italienische Tampfer "Siena" und der griechische Dämpfer "Tricoutis" wur­ den versenkt. Tie norwegischen Dampfertrawler "Einar" und "Erling" sind nach Meldungen der britischen Admiralität am 31. Juli imIstittelmeer von einem deutschen Unterseeboot ver­ senkt worden. Zusammenstoß zwischen Tauchboot und Torpedojägeh. Clhristiania, 6. Aug. Am 2. August abends 10 Uhr kollidierten vor Newcastle 'e*n, englisches Tauchboot und ein englischer Tor­ pedojäger, der sofort zu sinken begann. Ein hinzueilender Kreuzer versuchte, das Schiff in den Hafen zu bugsieren. 'Ob dies geglückt ist, konnte der norwegische Tampfer, der dem Zu­ sammenstoß beiwohnte, nicht feststellen. Tas Geschick das Dampfers "Letimbro". Bern. 5. Aug. Ter Secolo meldet aus Trivolis: Nachdem man seit einigen Tagen über das Geschick des Tampfers "Letimbro" sehr beunruhigt war, wurden von veschiedenen Häfen aus Torpedoboote und Kundschaftsdam­ pfer aus die Suche geschickt. Tas Kriegsschiff "Guerrazzi" sichtete 110 Meilen vor Beng­ hasi ein Boot mit Ueberlebenden des Dam­ pfers, nach deren Angaben die "Letimbro" von einem österreichischem Unterseeboot ver­ senkt wurde. Tas Schiff führte etwa 120 Passagiere und 58 Mann Besatzung mit sich. An Bord befanden sich unter anderen der Commendatore Sälvadore. der Generalsekretär der Cvrenarka, sowie mehrere höhere italienische Offiziere, die heimreisten. Kampf zwischen Personenvampfer und U-Boot. &lt; Zur Versenkung des Dampfers "Letim­ bro" melden die Mailänder Blätter aus dem Bericht des Kapitäns noch folgende Einzel­ heiten: Ter Dampfer verfügte über zwei 5,7 Zentimeter-Kanonen. Zwischen dem Un­ terseeboot und de yrTamPfer fand ein regel­ rechter Kampf statt. Tie Schiffsgeschütze feu­ erten 24 Kanonenschüsse ab. Erst als ein Ge­ schütz unbrauchbar geworden wär, hißte der Kapitän die weiße Flagge.</p>
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          <p>ständig wiederholten Angriffe gestern gelun-' gen, vorübergehend in unsere Stellungen bei Bazentin-le-Petit einzudringen. Als sie durch sofortigen Gegenstoß wieder hinausgeworfen waren, zählte man in unserem* Graben im Abschnitte einer einzigen Kompagnie nMt we­ niger gls 200 englische Leichen. Tas ist nur ein Beispiel für den rücksichtslosen Einsatz mit welchem die Verbündeten ihre Kräfte verbrau­ chen ohne bisher einen entscheidenden Erfolg erringen Zu können. An der Sommefront, wo ich bis gestern geweilt habe, schätzt man die Opfer, mit denen die Verbündeten beim Be-/ ginne ihrer Offensive jedes genommene Torf bezahlt haben, auf durchschnittlich je 20 000 Mann Verlust. Tas kennzeichnet das Ver­ fahren, welches die Verbündeten gewählt ha­ ben "um uns aus den von uns eroberten Ge-, bieten Frankreichs hinauszudrängen. (Kb.) SB. Scheuermann, Kriegsberichterstatter</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Ter Kaiser nahm am Samstag auf der Durchreise von der Ost- zur Westfront kurzen Aufenkhält in Berlin. Se. Majestät sprach beim Reichskanzler vor und nahm dessenVortrag entgegen und daran anschließend die Borrräge der Staatssekretäre Tr. Helfferich und Graf Rödern sowie des Präsidenten desKriegsernährungsamtes von Batocki. (WTB.) Ten Orden vour lc merite erhielt Prinz Heinrich von Preußen, Befehlshaber der deut­ schen Ostseestreitkväite. llk. Arbeiter und Ernährungspolitik. Daß christliche und freie Gewerkschaften eine ge­ meinsame Versammlung veranstalten, gehört auch zu jenen Ausnahme-Erscheinungen, die der Krieg gezeitigt hat. Ohne in Utopien zu verfallen, 'darf man hoffen, daß, dieses Zusammenstehen in der Kriegsnot für die Fries denszeir wenigstens insoferne writerwirkt, als sie nun einmal bestehenden Gegensätze der politischen Ansichten sich künftig in Formen zur Geltung bringen werden, die mehr als bisher von gegenseitiger Achtung getragen sind. Zu der Veranstaltung waren zwei Vorstands­ mitglieder des Kriegsernährungsamtes er­ schienen, nämlich, — ebenfalls paritätisch aus­ gesucht — der Generalsekretär der christlichen Gewerkschaften A. Stegerwäld und der Leiter Des Zentralverbandes der Konsumvereine Tr. August Müller. Ter erstere betonte als Haupt­ redner, daß die Arbeiter-Vertreter im Kriegsernährungsamt ihre Ausgabe keineswegs dahin auslegten, daß "sie lediglich beruhigend auf sie ihnen besonders zugänglichen Kreise wirken sollen; vielmehr glauben sie berufen zu sein, der minderbemittelten Bevölkerung billige Nahrungsmittel sichern zu helfen. Ter weitere Inhalt der Rede läßt sich kurz dahtri zusammenfassen, daß wir die schwierigste Zeit Der Nahrungsmittelversorgung jedenfalls hin­ ter uns haben und daß fast in jeder Hinsicht eine zwar allmähliche, aber bcwdEji auch eine bemerkbare Besserung eintreten wird. Tie Leiden Redner legren übereinstimmend den Versammelten und der Presse nahe, zwischen Nord und Süd keine Gegensätze aufkommen zu lassen. Tie bisher vermißte einheitliche Regelung der Lebensmittelverteilung sei trotz der 'Schwierigkeiten, die ihr in dem verschie­ denartigen Landescharatter entgegenträten, auf dem Wege. Der Versammlung wohnten auch Vertreter mehrerer Ministerien, Mitglieder der Abgeordnetenkammer und der städtischen Kol­ legen bei. Sie schloß unter einmütiger.Zu­ stimmung zu den Ausführungen beider Redner. Tic Tonautonferenz. Die Abhaltung der aus deurschen Kreisen, besonders aus Bayern angeregten Donautonferenz ist für den 5. Sep­ tember in Budapest anberaumt worden. Nach den bisher erfolgten Anmeldungen zu schlie­ ßen, wird sich die Konferenz zu einer recht bedeutsamen Kundgebung der Zentralmächte gestalten und deren Beschlüsse von entscheiden-' dem Einfluß "auf die Entwicklung des wirt­ schaftlichen Verkehrs Mittel- und Osteuropas nach dem Kriege sein. Tie Vorarbeiten zur Konferenz werden von Budapest, Regensburg und Wien ans geleitet. Für die Tagung zeigt nur jn den direkt an der Tonau ge­ legenen Gebieten, sondern auch in ziemlich! weitab liegenden Gegenden, welche durch be­ stehende oder geplante Kanalverbindungen in irgend einer Beziehung zum Donauverkehre stehen, oder nach dem Kriege auf eine Einbe­ ziehung in diesen Verkehr reflektieren, leb­ haftes Interesse. Dieses Interesse kommt in den bisher schon erfolgten überaus zahlrei­ chen Anmeldungen aus Deutschland und Oester­ reich zu beredtem Ausdruck. In Budapest und in ganz Ungarn wird der Konferenz, ausge­ nommen in agrarischen Kreisen.,welche in dem Ausbau der Donau-Perkehrsstratze merkwür­ diger Weise eine Gefährdung ihrer Sonder­ interessen erblicken, mit den größten Erwar­ tungen begegnet und demenGprechend werden umfassende Vorbereitungen getroffen, um das Gelingen der Veranstaltung zu sichern. Ueber die Vertretung der an der Tonaufrage in hohem Maße interessierten Balkanstaaten, be­ sonders Bulgariens und Rumäniens, liegen vorläufig noch keine positiven Mitteilungen vor.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Audienz beim Königs. Ter König em­ pfing am Samstag vormittags halb 11 Uhr in Anwesenheit des Vorsitzenden int Mini-, sterrat, Staatsminister Grafen v. Hertling, u. des Kriegsministers Frhrn. Kreß von Kres­ senstein in gemeinsamer Audienz die folgen­ den Herren: Geheimrat Professor Tr. v.Gruber, Reichsrat Grafen Preysing-Lichtenegg-&lt; Moos, Reichsrat Frz. Buhl, die Landtagsabgeordneten Einhanser, Löweneck und Hübsch, die Reichstagsabgeordneten Dr. Pfleger und Weilnböck, Oberlandesgerichtsrat Rohrer, Kom­ merzienrat Seitz und Geh,. Kommerzienrat Fromm. Geheimrat Professor Tr. v. Gruber verlas eine Adresse, in der er namens der zur Audienz Erschienenen deren Auffassung über die Politisch-Militärische Lage darlegte und ihre von'patriotischer Sorge getragenen Wünsche vorbrächte. — Ter König mahnte in seiner Erwiderung zum Vertrauen in die verantwortlichen leitenden Stellen, da ver­ ständnisvolles einiges Zusammenwirken aller Stände und. aller Parteien in so ernster Zeit unerläßlich sei, und warnte davor, Spal­ tungen in das deutsche Volk zu tragen, um nicht das Turchhalten bis zu einem ehrenvol­ len Frieden zu erschweren. Als Höchstpreise für Brotgetreide hat das K. Staatsministerium des Innern beim Ver­ kauf vom Erzeuger für die Tonne inländischen Roggens, soweit er bis zum 31. März 1917 einschließlich zu liefern wäre, einheitlich im ganzen Königreich Bayern 230 Mark festge­ setzt. Für die Tonne inländischen Weizens ist der Höchstpreis um 40 Mark höher als der des Roggens. Gegen das Kurpfuschertum hat das stello. Generalkommando 1. Bayer. Armeekorps eine Bekanntmachung erlassen. llk. Tic 4. Wagentlasse. Tie Frage ob in Bayern die 4. Wagenklasse eingeführt wird oder nicht, interessiert auch außerhalb unseres Landes. Namentlich in Baden wartet man auf die Entscheidung. Die badische National­ liberale Korrespondenz veröffentlicht eine Zu­ schrift, die in Aussicht stellt, daß -Pie großherzogliche Regierung den Uebergang Bayerns zur 4. Klasse nachahmen würde, nachdem so­ wohl die bayerische Pfalz wie Elsaß-Lothrin­ gen, Württemberg, Hessen, Preußen und Sach­ sen diese Einrichtung längst besitzen. Tie Nationalliberale Korrespondenz selbst bezeich­ net jedoch die 4. Wagentlasse nur dann als annehmbar, wenn sie mit Sitzgelegenheit aus­ gestattet und auch in den Eilzügen eingeführt würde. Tenn der kleine Mann sei auch in­ teressiert am billigen Fernverkehr. 1,250,000 Mark Dpfertagertrag in Bayern ^ Ein überraschendes Ergebnis hatte derOpfer^ z tag in Bayern. Nach der bisherigen Zählung in München allein ergab die Sammlung über 400 000 Mark. In anderen Städten, ja selbst in den kleinsten Orten, waren die Einnahmen so groß, daß man auf rund 1,250 000 Mark Ertrag des Opfertages rechnen kann.</p>
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          <p>Allerlei. 18000 Zentner Brotgetreide verschwiegen. In der Grafschaft Camburg in Thüringen sind Maslsenklagen gegen Landwirte wegen un­ richtiger Angabe von Getreidevorräten durch­ geführt worden. Bei den Nachforschungen hat sich ein Mdhr von 18 000 Zentnern Brotge­ treide ergeben bei der verhältnismäßig ge­ ringen Anbaufläche von etwa 2260 Hektar. Kampf zwischen Schutzmann und Einbre­ chern!. In Berlin brachen drei Männer in eine Konditorei ein. Eine Frau, die den Vorgang bemerkt hatte, machte dem Schutzmann Tckmlpe von dem Einbruch Mitteilung. Ter Beamte drang kurz entschlossen ein, um die. Tiebe festzunehmen. Diese setzten sich aber zur Wehr, griffen den Beamten an und schlugen auf ihn ein. Tempe griff nun zur TienstpjAole, gab einen Schuß ab, traf einen der üLinbrechjer in den linken Oberarm und nahm ihn fest, während die beiden anderen entkamen. Ter Verhaftete wurde als ein 27 Jahre alter Kell­ ner Theodor Cbolewa aus Berlin festgestellt.. Vom Meere verschlungen. Aus Stolpmünde meldet der Berl. Lokalanz. über ein schweres Badeunglück: Bei der stürmischenSee ist der dortige Pastor Köipke, sein 12jahriger Sohn und das Kinderfräulein von der schwe­ ren See fortgerissen worden. Alle drei sind ertrunken. Gestrandet. Ter Berl. Lok.-Anz. meldet, daß bei den vorgestrigen Stürmen der Tarn-, pser "Stadt Stralsund" bei Arcona gestran­ det ist und viele Tampser beschädigt worden feien. Abgestürzter dänischer Fesselballon. Wäh­ rend des fürchterlichen Sturmes, der amTonnerstag herrschte, riß sich, in Kopenhagen ein Militärfesselballon los und trieb gegen den Sund. wo er abstürzte. Tie Insassen, einLeut-! nant und ein Unteroffizier dürften den Tod in den Wellen gefunden haben. (Z.) Fünfhundert Menschen verbrannt. Nach den letzten Schätzungen bei den Waldbränden in Ontario (Canada) sind fünfhundert Menschen umgekommen. Von einigen entlegenen Siede­ lungen sind noch keine Berichte eingetroffen. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Dol­ lar.</p>
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          <p>legiums wies bei ihrem Beginn die glück-, licherweise seltene Erscheinung auf, daß das "Haus" beschlußunfähig war. Ter größte Teil der Mitglieder war Nicht erschienen uttb mußte erst telephonisch herbeigerufen werden.</p>
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          <p>Lokales. Landshut, 7. August —* Das König - Ludwig-Kreuz wur­ de dem ehern. Beamtenstellvertreter Wolfgang Wilhelm der stellv. Intendantur hier verliehen. —* Den Heldentod fürs Vaterland starb der Kriegsfreiwillige Gefreite im 16. Jnf.-Mgt, Thomas Simet, Hausbesitzerssohn in Achdorf. Seine Brust schmückte das MilitärBerdienstkreuz mit Schwertern. —* Zum Leutnant d. R. wurde der mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnete Vizefeldwebel Herr Eduard Rauch, Magksträtsbeamker hier befördert. —* Beerdigung. Am letzten Samstag wurde im Ghrenfriedhose hier die Leiche des in die Heimat überführten Unteroffiziers und Ofsiziersafpiranten im K. 16. Jnf.-jRgt. Herrn Anton Mahr, Söhn des Herrn Gendarmeriestabsoberwachtmeisters Mahr hier, unter außer­ gewöhnlich zahlreicher Beteiligung zur letzten Rühe bestattet. Ter Veteranen- und Krieger­ verein und der Reabschulabsolventen-Verein schritten hem Sarge vorauf, der von Militär zum Grabe geleitet wurde. Dem Sarge folg­ ten nach den Angehörigen Herren Offiziere der «hiesigen Garnison und der Gendarmerie, Vertretungen des Magistrats, der Gendarme­ riebezirke, auch von auswärts und eine große Zahl von anderen Leidtragenden. HerrStadtpfarrer Frischeisen widmete dem gefallenen Helden einen ehrenden Nachruf. Kranzspen­ den legten unter Ansprachen nieder Herr Hof­ lieferant fLinnbrunner im Namen des Realschulabsolventenverbandes, Herr Magistratssekretär Tandl für die Magistratsbeamten und Herr Gastwirt Wicklmahr im Aufträge der städt. Kollegien. Reiche Kranz- und Blumen­ spenden zierten das offene Grab, über das die Ehrensalven hinwegdonnerten, als letzter Gruß an den Helden, der sein junges Leben im Kampfe für das Vaterland geopfert. —* Die Opfertag sortsetzung brachte gestern und zumteil schon am Samstag nach­ mittags einen Verkauf von Postkarten und Anhängseln. Junge Knaben und Mädchen durchzogen die Straßen und ihtzer Bitte um Abnähme dieser Dinge wurde gerne und willig Gchör gegeben, so daß wieder ein.schönes finanzielles Resultat zu erhoffen ist. —*Eine Serenade brachte gestern vor­ mittags halb 11 Uhr unsere Landsturmkapelle vor dem Rathause. Tie Veranstaltung war zur Unterstützung des Opfertages arrangiert und fand, schon im Hinblick auf ihre Sel­ tenheit eine große Zühörerschar. Bei dieser Gelegenheit stand unser Kriegswahrzeichen wie­ der der Benagelung offen. Es wurde hiervon auch reger Gebrauch gemacht., so daß das bereits 40 000 Mark übersteigende Resultat der Benagelung eine weitere Steigerung er­ fuhr. , —* Ins Hl. Geistspital wurden auf­ genommen die Kaufmannswitwe Frau Therese Reindl un3 Frau Johanna Schottenhammek von hier. —* Die Hofgartenschließzeit richtete sich bisher nach dem Gebetläuten. Ta zurzeit viele Fremde hier weilen, welche mit diesen Gepflogenheiten nicht vertraut sind und es daher schon des öfteren vorkam, daß Besucher des Hofgartens, wenn sie zur Stadt zurück­ kehren wollten, die Tore geschloffen fanden, hat der Magistrat nun bestimmte Schlußzeiten festgelegt. Es werden die Tore jetzt geschlos­ sen: in den Monaten November, Dezember und Januar abends hälb 6 Uhr, Oktober, Februar und März 7 Uhr, April, Mai, August, Septem­ ber halb 9 Uhr, Juni und Juli 9 Uhr. Wäh­ rend der Giltigkeit der Sommerzeit wird der Zeitverschiebung entsprechend die Schlußzeit eine Stunde später angesetzt. An den Toren des Hofgartens werden Eisentafeln angebracht, aus denen die jeweilige Schlußzeit ersichtlich ist. —* Di e Baum- und Gartenanlagen im HofDarten sollen nach einem in der vor­ letzten Magistratssitzung erstatteten Berichte von Soildaten betreten werden, die sich an* geblich nicht an die bestehenden Wege halten. In der 'letzten Sitzung wurde hierzu konstaq tiert, d&lt;rß der Hofgartenkommissär, Herr M.-M. Koihlndrorfer tatsächlich! einen Soldaten dort über ben Hang zum Prantlgartentore gehen sah. ''Die Vermutung, daß es ein Mann des Gefangenenlagers auf der Trausnitz war, konnte nicht bestätigt werden. Tie Hofgarten­ inspektion teilte dem Magistrate mit, daß sie die Beobachtung nicht gemacht hübe, daßSoldaten die Anlagen außerhalb der Wege be­ treten. Es seien dies junge Burschen, die sich, in dieser Beziehung gegen die bestehenden Vor­ schriften verfehlen. Ter Magistrat berichtigte daher, umsomehr als ein Wunsch des Kom-, mandos des Gefangenenlagers der Trausnitz hierzu vorlag, seinen in dieser Angelegenheit gefaßten Beschluß. —*Ueberfallen wurden heute nachts ge­ gen hälp 1 Uhr in der Nikolastraße zwei stabt# einwärts gehende Landwehrmänner. EinZivilist rempelte sie an mit den Worten: "Ich bin auch beim Militär gewesen." Plötzlich! sagte der Landwehrmann Hanfftengl: "Ich bin gestochen." Sein Begleiter zog nun das Seitengewehr und versetzte dem auch auf ihn mit einem Messer eindringenden Zivilisten mehrere Hiebe über den Kopf, worauf der Angreifer nach dem Rennweg zu davonlief. Hanfstengl wurde dann von seinem Begleiter zur Infanteriekaserne verbracht und, nachdem festgestellt war, daß er einen Stich in den Unterleib erhalten hatte, in das Garnisonslazarett überführt. --* Zwei Fahrräder hatte am 30. Juli hier ein unbekannter Dieb gestohlen. Gestern wurde nun hier der Täter in der Person des ledigen Taglöhners Franz Erlmeier von Loitzenkirchen festgenommen. Dieser hatte inzwischen auch noch zwei Handtäschchendiebstähle verübt und hierbei einem Dienstmädchen von hier ihre Geldbörse mit 40 Mark Inhalt und im Zuge nach Geisenhausen einem Mädchen 30 Mark entwendet. --* 50 Fohlen verteigert der Landw. Kreisausschuß am nächsten Mittwoch den 9. August mittags halb 11 Uhr auf dem Viehmarktplatz in Landau a. I. zu den üblichen Bedingungen. --* Der gestrige Sonntag war von herrlichem Sommerwetter begünstigt, wenn auch mehrmals die drückende Schwüle durch kühle erfrischende Luftströmungen angenehm unterbrochen wurde. Der Ausflugsverkehr nahm infolge dieser günstigen Witterung, besonders in den Nachmittagsstunden, großen Umfang an und in den Ausflugsorten entwickeltze sich alsbald reges Leben, so daß es dort talle Hände voll zu tun &gt;gab, um die Wünscche der Ausflügler zu erfüllen, von de­ nen arllerdings viele unerfüllt bleiben muß# ten, d,a die Auswahl der zur Verfügung ste­ hendem Eßwaren natürlich eine sehr geringe war. —* Einen vaterländischen bunten Abemd veranstaltet am 2. September der Humowist und Vortragskünstler Hans Heine im hiesigen Stadttheater unter Mitwirkung des Künstlers Karl Maxstadt, dessen Nichte .einer 'hervorragenden Opernsängerin und eines Klavierviirtuosen. Ter Magistrat überließ den Künstlern zu diesem Abend das Stadttheater zu ben üblichen Bedingungen.</p>
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          <p>Letzte Posten. "Ter Kampf um Fleurh—Thiaumont. Genf, 6. Aug. Aus den ergänzenden französischen Berichten über die letzten Kämpfe bei Fleurh—Thiaumonr, geht hervor, daß die groß angelegte Gegenoffensive General Nivelles den deutschen Ring um Verdun sprengen sollte. Tie Offensive war mit gewaltigen Mit»l reln und nach wochenlanger Vorbereitung unf ternommen worden. Tie Schlacht, die um Fleurh tobte, ist nach den Schilderungen der Pariser Blätter eine der blutigsten und fürch­ terlichsten des Ringens um Verdun. AmFreitag bei Tagesanbruch stürmten deutsche R^gi-menter vor, um das Dorf den Franzosen wie­ der zu entreißen, während die deutsche Ar-! tillerie dps Topf und die umgebenden frans 1 zösischen Schützengräben unter ein wirksames Feuer nahm. Nachdem tzie Außenstellungen des Gegners gefallen waren, gingen die Deut­ schen von Osten und Westen gleichzeitig gegen Fleurh vor. Die Franzosen verteidigten sich äußerst hartnäckig, mußten aber schließlich! wei­ chen und das unter so großen Opfern erstrittene Dorf wieder den Deutschen überlassen, die in ihrem Schwünge sogar bis zu dem im Süden von Fleurh gelegenen Bahnhöfe vorstießen. Rasch herbeigeholte französische Reserven ver­ mochten den Gegner wieder etwas zurückzu­ drängen. Ter größte Teil des Dorfes blieb aber fest in den Händen der Deutschen. (Z.) Tier letzte Zeppelinangriff auf England. Wie ein Londoner Gewährsmann berichtet, haben die letzten Zeppelinangriffe in England eine derart starke Wirkung und Erregung her­ vorgerufen, daß die Regierung aus allen Öst­ lichen Grafschaften Eingaben um Schutzmaßnähmen erhielt. Einige Städte wiesen be­ sonders darauf hin, daß alle bisherigen Abwehrmaßnahmen sich als nutzlos erwiesen hätten. Für die Admiralität waren die Zeppelinangriffe der letzten Zeit insofern eine neue Ueberraschung, als die deutschen Unterseeboote in der Nordsee die englischen Patrouillenfahrzeuge an den Tagen vorher und während des Angriffes fortwährend in Gefechte verwickelten, so daß die Wachtschiffe den Aufklärungsdienst meist nicht ausführen konnten. Auch die Verfolgung der Zeppeline durch Kriegsschiffe war nicht möglich, da sich die ausfahrenden Kriegsschiffe der Torpedierung ausgesetzt hätten. (Z.) Bratianus Reise auf sein Gut. Bukarest, 6. Aug. Bratianu ist zu einem längeren Aufenthalte auf seinem Gute dort eingetroffen. Die Libertatea erklärt hierzu, dies sei die beste Antwort darauf, wenn man erzähle Rumänien werde in den Krieg eintreten. (Z.) Der amerikanische Eisenbahnerstreik. Nach einer Havasmeldung droht der amerikanische Eisenbahnerstreik einen anarchistischen Charakter anzunehmen. Wilsons bisherige Vermittlungsversuche blieben ergebnislos. (Z.)</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Lanöshut, 4. Aug. (Viktualienmarkt.) Der heutige Viktualienmarkt war gut bestellt. 8—9 Stück Eier erhielt man um 1 Mark, dar Pfund Rindschmalz kostete im Großverkaus 1,80 bis 0,00 Mk., im Kleinverkauf 1,85 bis 0,00 Mk., Landbutter 1,50— 0,00 Mk., Molkeretbutter 1,75 bis 1,95 Mk., Schweinefett 1,80—2,00 Mk., junge Hühner und alte Suppenhennen 3,00—5,50 Mk., junge Hahnen 2.80—3,80 Mk., alte Hahnen 3,80—5,00 Mk., Gänse geputzt 10—13 Mk, Enten lebend — Mk., Enten geputzt 5,00—8,00 Mk., junge Tauben per Stück 80—90 dl., Kaninchen 1,20 - 2 Mk. Fische: Forellen per Pfd. — Mk., Hechte 1,35—0,00 Mark, Karpfen 1,20-0,00 Mk., Schleie 1,30 Mk, Ratten 1,30 Mk., Aitel 80 dl., Nerfling, Frauenftsch und Brachsen 80—00 dl., Waller 0,00 Mk., Huchen 0.00— 0,00 Mk., Barben — dl., Bürstltng — dl., Rotaugen und Nasen 35 dl., Weißfische 40—50 dl., Stockfisch bl., Krebse — Mk. Wildbret (Höchstpreise): Rehziemer 1,80 Mark, Rehschlegel 1,80 Mark, Rehbug 1,20 Mark, Einmachwildbret 60 dl., Wildenten 2,60 Mark, Halbenten 0,00 Mark. In den übrigen Artikeln keine Preisveränderungen.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 7. August 1916. Lust . . 19 Grad C. Wasser . 17 Grad C.</p>
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          <p>Der Landiv. Kreisausschutz von Niederbahern versteigert öffentlich, an den Meistbietenden am Mittwoch, den 9. August 1916 vorm. 7*12 Uhr in Landau a. Biehmarkttzlatz S SO Fohlen. Pferdeversteigerung. 't&amp;ex ßeigerxtn&amp;0&amp;eöirtcixtn&amp;en: 1. Stsigeruvgsberechtigt sind Landwirte und Gewerbetreibende aus dem Regierungsbezirke Niederbayern, die durch ein gemeindeamtliches Zeugnis vom Jahre 1916 nachweisen, daß sie für ihren Betrieb dringend eines oder mehrerer Pferde bedürfe». (Zeugnis mitbringen!) 2. Pufonen. die sich gewerbsmäßig mit Pferde- oder Viehhandel besessen, oder Handel mit Pferden im Nebenberuf oder den Weiterverkauf ihrer Pferde betreiben, dürfen an der Versteigerung nicht teilnehmen. Hierunter sind auch jene Personen zu verstehen, die sich in einer der bezeichneten Arten schon vor Kriegsbegtun betätigt haben. 3. Dl» Pferde werde» ohne jede Haftung der Heeresverwaltung oder des Sanfcro. Kreisausfchuffes für Krankheiten, GewährSfehler und andere Fehler, Alter und Geschlecht abgegeben. 4. Dt» erworbenen Pferde sind mindestens ein Jahr lang (vom Tage der Erwerbung an gerechnet) im eigenen Betriebe des Erwerbers zu verwenden. Eine Veräußerung der Pferde binnen Jahresfrist ohne Genehmigung des zuständigen Generalkommandos ist verboten. Im Falle der Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot hat d-r Besitzer des Pferdes außer einer Geldstrafe von mindesten» 200 Mark auch den allevsalsigen Mehrerlös an die Heeresverwaltung abzu­ liefern. 5. Wird ein Verkauf oder Tausch genehmigt, so darf der geforderte Preis den StetgerungSpreiS zuzüglich der nachweislich erwachsenen Kosten nicht über« schreiten. 6. Dt» Pferde sind von den Erwerbern sofort bar zu bezahlen und ab­ zuführen. Land»Hut, den 5. August 1916. i62s saufest*« Kreisarrs schütz tum Mefeerbayern</p>
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          <p>meschlacht verweilte und bis in die vordersten Stellungen gelangte, bezeichnet den Gesamt--, eindruck als gut. Die Schlacht sei das Grandi­ oseste und Furchtbarste, was man bisher er= lebte. Tie eigentliche Krise sei tmjiiber, das sei die einmütige, ausnahmslose Gewißheit der deutschen Truppen. Tie Absicht der gro­ ßen englisch-französischen Entscheidungsoffen­ sive sei nicht erreicht. Was jetzt durch tm*, mer neues Hineinwerfen feindlicher Truppen­ massen in die 'Schlacht bewirkt wird, ist nur wahnsinniges, zweckloses Opfern der Blüte ih­ rer Nation. Ein Durchbruch, unserer Stellun­ gen Hier ist endgültig ausgeschlossen. Ter Ge­ währsmann preist die klare Ruhe und Ent-( schlossenheit unserer Leitung, sowie den un­ vergleichlich wundervollen Geist der fechten-« den Truppen. (Z.)</p>
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