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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-09-01"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 237</biblScope>
          <date when="1916-09-01">1916-09-01</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die fünfte deutsche Kriegsanleihe. Lebhafte Artilleriekämpfe im Osten. — Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Bulgarien und Rumänen.</p>
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          <p>Zeichnet die fünfte Kriegsanleihe! Im Weste» thm es zu keinen größeren Zu­ sammenstöße». Vom Osten werden nur Artillleriekämpfe gemeldet. Nun wixd auch der Judaslvhm bekannt, den die (Entente Rumänien für feine Lossagung von den Mittelmächten versprochen errhielt. Ru­ mänien hat zugesagt erhalten: Abtre:tung eines Teiles von Beßaxabien, in der Gegrend südlich vom Tnjestss und westlich vom Kogrolnick. Die Grenze soll härt an Krischinew vornibergehtzch. Weiter^die Bukowina, das Banat mnd Trans­ sylvanien, sowie eine der kleinen Inseln, die den Dardanellen vorgelagert sind, jgier soll Rumänien das Recht erhalten, einte Kohlen­ station für seine Flotte zu errichten. Weiter ist Rumänien die Aufteilung 'Bulgariens zu­ gesagt worden. Aus dieser Austeilung soll Rumänien ebenfalls namhafte Gebietserwei­ terungen erhalten. Rußland verpflichtet ftcfji, eine größere Truppenmacht Rumänien zur Ver­ fügung zu stellen, um diese zum Angriff auf Bulgarien zu dirigieren. Tie Entente ver­ pflichtet sich!, Rumäniens finanzielle Erforder­ nisse während des Krieges in weitgehendem Maße zu übernehmen. Dieses Abkompien war zum Teil bereits im Juni im Grundriß fest­ gelegt. Ter Getreideverkauf an die Zentral­ mächte setzte Rumänien in die Lage, erstmalig die Finanzverhältnisse des Landes wesentlich aufzubessern und zweitens die arg zusämmentzeschmolzenen! Vorräte Btt Textilwaren und Chemikalien wieder aufzufrischen. Ter erste Judas hat seinen Lohn erhalten und sich dann gehängt. Auch der neue Judas wird seinen Lohn erhalten. Es frägt sich nur, in welcher Form. 1 Tie bulgarische Kriegserklärung an Ru­ mänien ist noch nicht erfolgt, doch soll der rumänische Geschäftsträger in Böfta bereits seine Pässe verlangt haben. Es dürfte da­ her in Bälde der Ausbruch der Feindseligkeiten auch zwischen Bulgarien und Rumänien zu er­ warten sein. 1 • Ae Heeresberichte. 9er deutsche Bericht. WTB. Berlin, 31. August. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westliches Kriegsschauplatz, r Im Frontabschnitt beiderseits von Armentieres entwickelte der Gegner rege Tätigkeit. Seine im Anschluß, an starken Feuerüberfall Der Krieg ist in ein entscheidendes Stadium getreten. Die Anstrengungen der Feinde haben ihr Höchstmaß erreicht. Ihre Zahl ist noch größer geworden. Weniger als je dürfen Deutschlands Kämpfer, draußen wie drinnen, jetzt nachlaffen. Noch müssen alle Kräfte, angespannt bis aufs Äußerste, eingesetzt werden, um unerschüttert festzustehen, wie bisher, so auch im Toben des nahenden Endkampfes. Ungeheuer sind die Ansprüche, die an Deutschland gestellt werden, in jeglicher Hinsicht, aber ihnen muß genügt werden. Wir müsse» Sieger bleiben, schlechthin, Otts jedem Gebiet, mit den Waffen, mit der Technik, mit der Organisation, nicht zu­ letzt auch mit dem Gelde! Darum darf hinter dem gewaltigen Er­ folg der früheren Kriegsanleihen der der fünften nicht zurückbleiben. Mehr als die bisherigen wird sie maßgebend werden für die fernere Dauer des Krieges; auf ein finanzielles Erschlaffen Deutschlands setzt der Feind große Erwartungen. Jedes Zeichen der Erschöpfung bei uns würde seinen Mut beleben, den Krieg verlängern. Zeigen wir ihm unsere unverminderte Stärke und Ent­ schlossenheit, an ihr müssen seine Hoffnungen zuschanden werden. Mit Ränken und Kniffen, mit Rechts­ brüchen und Plackereien führt der Feind den Krieg, Heuchelei und Lüge sind seine Waffen. Mit harten Schlägen antwortet der Deutsche. Die Zeit ist wieder da zu neuer Tat, zu neuem Schlag. Wieder wird ganz Deutsch­ lands Kraft und Wille aufgeboten. Keiner darf fehlen, jeder muß beitragen mit allem, was er hat und geben kann, daß die neue Kriegsanleihe werde, was sie unbedingt werden muß: Für uns eilt glorreicher Sieg, für den Feind ein vernichtender Schlag!</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 31. August. Mittags. (Großes Hauptquartier.) Westliches Kriegsschauplatz, r Im Frontabschnitt beiderseits von Armentieres entwickelte der Gegner rege Tätigkeit. Seine im Anschluß, an starken Feuerüberfall vorgehenden Erkundungsabteilungen sind ab­ gewiesen. Bei Roclincourt, nördlich von Arras, machte eine.deutsche Patrouille int englischen Graben eine Anzahl Gefangene. Beiderseits der, Somme Hält sich der Feuer­ kampf auf großer Stärke. Wie nachträglich! gemeldet ist, ging gestern früh südlich von Martinpuich! ein gegen die feindliche Stellung vorspringender Graben verloren. Im Maasgebiet herrschte, abgesehen von kleinen HandgranatenWmpsen bei Fleury, Ruhe. ’ r , Oestlicher Kriegsschauplatz. Westlich von Riga, im .Brückenkopf von Tünaburg, im Stochod-Bogen, südöstlich von Kowel, südwestlich von Luck und in einzelnen Abschnitten der Armee des Generals Grafen von Bothmer fanden lebhafte Artilleriekäm­ pfe statt. In den Karpathen haben wir bei der Erstürmung des Kukul 1 Offizier, 199 Mann gefangen genommen. Feindliche Gegenstöße sind hier abgewie!sen. Bei Durchführung von Angriffen auf militätische Anlagen von Luck und Torczhn schvssen unsere Flieger 3 feindliche Flugzeuge ab. Ein weiteres wurde am 29. August bei Listopady an der Beresina außer Gefecht ge­ setzt. , ■ . f Balkan-Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Bedeutung. Ter 1. Generalquartiermeisteri: i Ludendorff. ler östen.-W. Bericht. WTB. Wien, den 31. August. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz,. Auf den Höhen östlich von Herkules-Fürdö wurden rumänische Angriffe abgos.chlageu.Die im Czük-Gebirge kämpfenden k. u. k. Trup­ pen bezogen auf den Höhen westlich vonCzükSzyryda neue Stellungen. Sonst an der un­ garischen Front keine wesentliche Aenderung der Lage. An der russischen Front entfaltete bet Gegner an zahlreichen Stellen erhöhte Artil­ lerietätigkeit. . ! Italienischer Kriegsschmchlatz. und ! Südöstlicher Kriegsschauplatz. ' Keine wesentlichen Ereignisse. Der stellvertretende Chef des Generalstabesr v. H o e f e r, Feldrnarschalleutnant.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 31. August. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz,. Auf den Höhen östlich von Herkules-Fürdö wurden rumänische Angriffe abgos.chlageu.Die im Czük-Gebirge kämpfenden k. u. k. Trup­ pen bezogen auf den Höhen westlich vonCzükSzyryda neue Stellungen. Sonst an der un­ garischen Front keine wesentliche Aenderung der Lage. An der russischen Front entfaltete bet Gegner an zahlreichen Stellen erhöhte Artil­ lerietätigkeit. . ! Italienischer Kriegsschmchlatz. und ! Südöstlicher Kriegsschauplatz. ' Keine wesentlichen Ereignisse. Der stellvertretende Chef des Generalstabesr v. H o e f e r, Feldrnarschalleutnant.</p>
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          <p>Der bulgarische Bericht. Sofia, 31. Aug. Keine wesentliche Aenderung an der mazedonischen Front. Un­ sere Truppen haben die befohlenen Stellun­ gen erreicht und "besetzt und befestigen sich! darin. Ter Feind beschränkt sich nach den Niederlagen, die wir ihm beigebracht haben, und nachdem seine Offensive gescheitert ist, darauf auf der ganzen Front wirkungsloses Artilleriefeuer zu unterhalten. . Nur nörd­ lich des Ostrovo-Sees im Tale von Matnitza bemüht sich, de,r Gegner sich« durch vergebliche Gegenangriffe wieder in den Besitz, der ver­ lorenen Stellungen zu setzen und feine unhalt­ bar gewordene Lage zu verbessern. Aber alle seine Versuche wurden zurückgewiesen. JmTaHinos-See versenkten wir durch Artilleriefeuer zwei Tampfboote. Die feindliche Flotte beschost wirkungslos die Mündung des Mesta. Ein Luftgeschwäder griff die Brücke nahe des Bahnhofes Buk an. Schaden wurde nicht an­ gerichtet. Es sind auch, keine Menschenopfer zu beklagen. Irr türkische Bericht. Konstjantinopel, 30. Aug. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: Von der Jrakfront und persischen Frlvnt ist nichts Neues zu melden. An der Kaukasusfront wurden auf dem rechten Flügel Gegenangriffe, die der Feind an verschiedenen Abschnitten unternahm, um unser Vorrücken aufzuhalten, mit Ver­ lusten für ihn zurückgeschlagen. Im Zen­ trum werden die Schanzarbeiten des Feindes durch unser Artilleriefeuer gestört und seine Schützengräben vernichtet. Auf dem linken Flügel nur heftiges Jnfanterfefeuergefecht,Ein feindlicher Flieger, der von Jmbros aufstieg, um Seddil-Bah,r zu überfliegen, wurde durch üser Feuer vertrieben. An der Südostküste von Tscheame warf ein feindlicher Monitor etwa 20 Geschoste gegen zwei Punkte, ohne Wirkung zu erzielen. Er zog sich darauf zurück. Von den übrigen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden.</p>
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          <p>Der türkische Bericht. Konstjantinopel, 30. Aug. Das tür­ kische Hauptquartier meldet: Von der Jrakfront und persischen Frlvnt ist nichts Neues zu melden. An der Kaukasusfront wurden auf dem rechten Flügel Gegenangriffe, die der Feind an verschiedenen Abschnitten unternahm, um unser Vorrücken aufzuhalten, mit Ver­ lusten für ihn zurückgeschlagen. Im Zen­ trum werden die Schanzarbeiten des Feindes durch unser Artilleriefeuer gestört und seine Schützengräben vernichtet. Auf dem linken Flügel nur heftiges Jnfanterfefeuergefecht,Ein feindlicher Flieger, der von Jmbros aufstieg, um Seddil-Bah,r zu überfliegen, wurde durch üser Feuer vertrieben. An der Südostküste von Tscheame warf ein feindlicher Monitor etwa 20 Geschoste gegen zwei Punkte, ohne Wirkung zu erzielen. Er zog sich darauf zurück. Von den übrigen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden. Lischeä'eiabkmniuau zwischen .Holland und England. Haag, 31. Aug. Wie das Korrespondenz­ bureau erfährt, wurde in der Heringsfrage ein Abkommen erzielt, wonach Mindestens 20 Prozent des Fanges in Holland bleiben. Es dürfen 20 Prozent nach Teutschland gehen, die übrigen 160 Prozent dürfen nach allen Ländern ausgeführt werden, die nicht Feinde, Englands sind. Soweit die Ausfuhr weniger einbringt als den von Deutschland angebotenen Preis wird ein Zuschlag von 30 sh. für 115 Kilogr. bezahlt werden. TieserZuschlag kommt nicht für Heringe in Betracht, die über die für die Niederlande bestimmten 20 Prozent hinaus im Lande bleiben. Tiefes Abkom­ men gilt bis Ende der Fischereisaison, März 1917. Ten Schiffern wird der direkt zuge­ fügte Schaden vollständig vergütet. Tie Durchführung dieser Bestimmungen wird von einer Kommission überwacht. Tie Tätigkeit deir schwedischen Flotte. Stockholm, 31. Aug. Ter oberste schwe­ dische Flottenbesehlshaber hat neue verschärfte Bedingungen übex die Wachttätigkeit der schwe­ dischen Kriegsflotte in den ostschwedischen Ge­ wässern zwischen Lulea und Kalmar ausgear­ beitet, die schon am 1. September in Kraft treten. &lt;Z.)</p>
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          <p>hatten oder verwundet waren, kaltherzig ermoxdeten. Das Blatt bemerkt dazu einleitend; Umfangreiche Aktenbände geben Zeugnis von Gewaltakten und unerhörten Schandtaten an wehrlosen, teilweise schwer verwundeten deut­ schen Hegxesangehörigen, meuchelmörderifche Tötung vom Gefangenen, planmäßige, Ermor­ dung von toefyrlofen Menschen, grausame Ver­ stümmelung von unglücklichen Verwundeten, rohe Mißhandlung, gehässige Beleidigungen u. schamlose Plünderungen bezeichnen die Spu­ ren des französischen Heeres so oft sich seine Wege mit denen der deutschen Truppen kreuz­ ten. Nachdem die französische Presse durch maßlose Verleumdung gegen Teuischland ittti) nt er deutlicher die Absicht erkennen läßt, den deutschen Namen im Auslande zu erniedrigen, ja zu entwürdigen, soll aller Welt gezeigt werden, daß französische Kultur und Mensch«lichkeit nichts weiter ist als Prahlerei und Ei­ genlob und daß wahre Menschlichkeit nicht zu finden ist bei einem. Volke, das "in verblende­ tem Hasse sich selbst aller menschlichen Würde entäußert hat. Vom westlichen Kriegsschauplatz. m wm* KrieMWlstz Neue französische Schandtaten. Tie "Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht eine Reihe von Protokollen über eidlicheZeugenaussagen, aus denen hervorgeht, daß. fran- , zösiffche Soldaten größtenteils auf Geheiß ih- 1 xer Offiziere deutsche Soldaten, die sich, ergeben I</p>
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          <p>Gegen Rußland. 9(uB Riga. Tie "St. a. d. O." erhalten aus Riga auf Umwegen folgenden Bericht: o. st. Es sind schwere Zeiten, die wir hier durchleben, doch danken wir Gott, daß es nicht noch, schlimmer ist. Von drei Seiten umschließt uns "Me Front, die nächste auf eine Entfernung von 12 Werst bei Kekkau, dann Pläkanen bei Olai (15 Werst) und schließlich am Babbitsee zwischen Pupe und Aa. Um Kekkau und etwas weiter bei Uexküll geht der ewige Kampf. Mitunter ohreuzerreißend ist das Geknall, besonders stark am ersten Pfingfttag und vergangenen Sonntag, den 16. Juli. Meist geht ein beiderseitiger Artilleriekampf vor sich, oder wenn die Rüssen die Offensive ergreifen,, verteidigen sich die Teutschen. Da­ raus schließen wir, daß Me Teutschen ihre gut beseitigten Stellungen garnicht aufzuge­ ben gedenken. .{. Wenn es uns auch bisher an nichts fehlt, werden bodf die Kräfte auf­ gerieben und die Nerven bis auf das Aeußprste angespannt. Tag und Nacht Kanonendonner, meist nachts Bomben der Aeroplane, die einen aus dem Schlaf wecken, und schließlich die Verwundeten! An schweren Artillerietagen werden sie abends zahllos hereingefahren und irgendwo untergebracht. Daß es bei diesen Mengen an manchem fehlt, was zu sanitärer Behandlung notig ist, versteht sich von selbst und oft muß man Ohrenzeuge der Qualen sein, die die Verwundeten auszustehen haben. Rings um uns herum sind sämtliche Schul­ gebäude und das Polytechnikum in Lazarette umgewandelt; ich führe dies nur an, da sie in unserer nächsten Nähe sind, doch gibt es sonst, noch solcher Lazarette ungeheuer viele .... (Z.) Innere Zustände in Rußland. Tie der russischen Rechtspartei nahestehew de Zeitung Golosc Rosij teilt mit, daß Mitte September die Fragender Sessionsverlängerung der Reichsduma gelöst werden soff, Die Re­ gierung ist im Allgemeinen für eine Verlänger­ ung, weil ein Wahlkampf in dieser Zeit als ungünstliig betrachtet wird, in der Friedensverhandllungen angeknüpft werden könnten.— Ueber diie Aussichten der kommenden Session schreibt der demokratische "Tjen": Aus dem Schoße des Ministeriums kommt die Mitteilung daß. dort die Vorbereitungen für die kommen­ de Tumasession begonnen werden sollen. Man braucht nicht darauf hinzuweisen, daß diese Vorbereitungen den alten, kauzleimäßigen Weg gehen. Tie Minister machen jetzt eine Auf­ stellung aller Gesetze die den Paragraphen 87 durchführen sollen. Im allgemeinen wird nur gleichgültiges Material für die Tuma aus* gearbeitet. Auf allen Gebieten des russischen Lebens vollziehen sich die durchgreifendsten Verän­ derungen. Finanzielle und wirtschaftliche Fra­ gen drängen vorwärts, die Regierung merkt nichts davon. In Petersburg gewinnt die Pö- belhexrschaft täglich! mehr Boden. Fn dem bekannten Alexandrapark hatten sich 20 Ver­ brecher niedergelassen, die am Abend und während der Nackt den Verkehr unmöglich machten. Zwei Personen wurden ermordet, mehrere ausgeraubt. Durch Umzingelung ge­ lang es der Polizei, das Apachengesindel abzu­ fassen, das sich in den Wartesälen der Bahn­ höfe breit macht. Das Ministerium ordnete da­ her die Schließung der Wartesäle uitj) 11 Uhr abends an. Die chinesische Untersuchungskom­ mission stellte fest, daß das Wasser der Newa verseucht ist und der ünaÄKstige Gesundheits­ zustand der Hauptstadt fei auf Meise Ursache zurückzuführen. Tie Hauptstadt Jet dringend durch Epidemien gefährdet. Tie Kommission forderte daher die sofortige Reinigung dev Filtrieranlagen lind die Erneuerung der ClorDalkbestände. Ter Petersburger Stadthauprimann ließ bekannt geben, daß demnächst alle Automobile beschlagnahmt würden. TaruMl ist auch die Ausfuhr von Automobilen verboten.</p>
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          <p>hätten sie !sich besprochen, sagen alle: "Nur ins Feuer, nicht zur Kriegsarbeit!" Tie Flüchtlinge aus rumänischen GircnMebictcn. Bj u ld atzest, 31. August. Im Laufe der letzten Tage kämen aus den bedrohten rumä­ nischen Grenzgebieten ungefähr 5000 Perso­ nen an. Von der Regierung, sowie vom haupt­ städtischen Magistrat und auch, von zahlreichen Privatvereinigungen sind umfassende Maß­ nähmen getroffen worden, um die Heimat­ losen unterzubringen und zu verpflegen. Ver­ schiedene Banken und zahlreiche Privatperso­ nen spendeten ebenfalls namhafte Beträge.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Italienische Kriegspolitik. Bern, 31. Aug. Die Agenzia Stefani verbreitet aus der am Dienstag gehaltenen Mailänder Rede des Finanzministers Meda nur die allgemeinen nichtssagenden Redens­ arten, vergißt aber bezeichnenderweise die Stelle zu veröffentlichen wonach Meda äußerte, man müsse zugeben, daß jene die Wahrheit tref­ fen, die gesagt hätten, daß die italienische Neutralitätserklärung von 1914 die Kriegs­ erklärung Italiens 1915 im Keime in sich schloß. &lt;Z.)</p>
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          <p>Am Balkan. Seres von den Bulgare» besetzt. Ter Korrespondent der Times meldet aus Saloniki: Es wird behauptet, daß die Bul­ garen Seres besetzt haben. Tie bulgarischen Untertanen, die in dem besetzten Gebiet woh­ nen, empfingen Wie bulgarische» Truppen mit Musik und Glockengeläute und die mazedoni­ schen Komitakschis vereinigten sich mit den Bulgaren. (Z.) Essad Pascha greift ein. S a l o nik i, 30. Aug. (Havas.) Essad Pa(scha ist mit allen seinen Truppen in Sa­ loniki angekommen. Das Kabinptt Zaimis vor dem Rücktritt? Italienische Blätter berichten gerüchtweise, daß der Rücktritt des griechischen Minister­ präsidenten Zaimis unmittelbar bevorstehe.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Versenkt. Ter große finnische Dampfer "Wellamo", auf der Reise von Sundwall nach Gamla Kar- lebh (Finnland) unterwegs, ist in der Nähe der finnischen Küste versenkt.worden. Tie La­ dung bestand aus Stückgut von 596 Tonnen. Tie Besatzung ist gerettet. Bexlingske Tidende meldet aus Stock­ holm: Tie Besatzungen der beiden finnischen Dampfer."Wellamo" und "Sten 2", die, nach Xhlipa bestimmt, an der finnischen Küste von deutschen Unterseebooten torpediert und zum Sinken gebracht worden sind, sind in Gamla Karlebh in Finnland eingetroffen.</p>
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          <p>sind bielfe Gefahrenzonen durch Warnungs­ tafeln gekennzeichnet, und niemand, der im Hinterlande der Sommefront Zu tun hat, geht ohne Gasmaske aus. Tie Wirkung des Gases ist sehr verschieden. Neulich kam bei einer Division, bei der ich weilte, ein Hauptmann aus der vorderen Stellung zurück und erzähl­ te beiläufig während des Mittagessens, daß er in einem Graben einen leichten Gasgeruch wahrgenommen habe, doch so schwach, daß er gar nicht daran gedacht habe, seine Gasmaske aufzusetzen. Noch, bei Tisch! fühlte er, tose ihn eine wachsende Uebelkett beschlich^ und er lag dann einige Tage schwer krank zu Beth. Dagegen haben einige Krankenträger folgende Erfahrung gemacht: Sie hatten Verwundete, deren Gasmasken durch Granatsplitter durch­ löchert waren, durch eine mehrere hundert Meter breite, dick vergaste Zone zu tragend Ohne Zaudern legten diese aufopfernden Hel­ den der Pflicht den hilflosen Verwundeten ihre eigenen Gasmasken an und banden sich Taschentücher vor die Nase, die sie — fit venia — mit der ihnen in dieser ßlot allein^zur Ver­ fügung stehenden Flüssigkeit benetzt hatten. Diese tapferen Leute sind ohne die geringste Beschwerde durchgekommen. Pferde werden schon bei schwachem Gasgeruch unruhig. Sie suchen sich auf eigentümliche Art zu schützen, indem sie mit dem! Huf ein Loch in die Erde scharren *nb die Nüstern fest hineinpressen. Ter Feind schoß ziemlich, regelmäßig in unser Dorf, aber immer in das andere Ende. Nur Gasgranaten schoß, er bei Nacht in Alle Viertel. Deshalb harte jeder die Gasmaske Über dem Hauprende seines Bettes hängen, fodaß er sie, wenn Gasalarm erfolgte, im Finstern mit einem Griff zur Hand hatte. (Schluß folgt.)</p>
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          <p>"Ja, Väterchen, sag Mama, daß wir zum Tee sicher zu Haus sind. Wir gehen djiychj den Wald, nicht wahr, Schatz?" erwiderte Vhrista. Hans schien von diesem Waldspa­ ziergang nicht sehr entzückt. "Wird Mama nicht böse sein, wenn Ich sie nicht erst begrüße?" fragte er. Christa schüttelte zärtlich! lächelnd den Kopf. "Marma hört ja von Papa, daß Tu mit mir durch den Wald gehst. Ta bezähmt sie schon rhtre Ungeduld. Sie hat keine größere Freude, als wenn sie mich glücklich, weiß,." So mußte er mit ihr gehen und mußte sich auch, noch den Anschein geben, sehr er­ freut zu sein. Roch nie war es ihm so schwer geworden 8ls heute, den zärtlichen Bräuti­ gam zu spielen. Jmmtzr drängte sich AnneRoses süßes Gesicht zwischen ihn und die ungÄiebte Braut. "Warum bist Tu diesmal so lange nicht nach Langendorf gekommen, Schatz? Hattest Tu gar keine Sehnsucht nach, Deiner Christa?" fragte das junge Mädchen, als sie auf dem schmalen Fußweg durch, den Wald gingen. «Ich schrieb Dir doch, 'Christa, daß ich nicht eher wieder Urlaub bekommen konnte," antwortete er. "Aber nun bleibst Tu recht lange bei uns?" I "Vierzehn 'Tage habe ich Urlaub." ,',O, das ist wicht lange. Und dann kommt noch einmal eine lange Trennung für uns." Er legte seinen Arm um ihre Schulter und zog sie an sich. Aber seine Augen sahen wie suchend in die Ferne., "Diese Trennung werden wir auch über­ stehen, meine liebe Christa. Und dann wer­ den wir immer vereint sein. Sollst sehen, ehe Tu es Dich versiehst, ist unser Hochzeits5fcag herbeigekommen," sagte er rniit einem tiefen Seufzer. Christa hörte aus diesem Tone die zärt­ liche Sehnsucht heraus und drückte ihr er­ glühendes Gesicht an seinen Arm. "Ach, Liebster!" flüsterte sie. Ehpista war glücklich, weil sie an ihr Glück glaubte. Sie übertrug den Reichtum ihres eigenen Empfindens auf den Geliebten. Keine Ahnung trübte den Hellen Himmel ihres Glückes, daß Hans Rathenow sie nur begehrte, weil sie reich war. Er hatte es verstanden, sie von der Uneigennützigkeit seiner Liebe zu überzeugen. (Fortsetzung folgt.) "O ja, namenlose Sehnsucht. Tu nicht auch, Hans?" "Doch, doch,, das kannst Du Dir denken, Papas Braune ging mir viel zu langsam," erwiderte er. Aber sein Blick ruhte kalt aüs ihrem nicht sehr hübschen Besicht. Sie hatte wenig seine Züge und einen matten farblosen Teint. Ihr schwarzes Haar war nicht sehr stark utiö ver­ riet zu sehr die Kunst ihrer Zofe und den Einfluß der Brennschere. Ter Mund war ein wenig zu grüß) und nicht.schön gezeichnet Wirklich schön waren nur Christas große dunkle Augen, die das ganz schmale Gesicht beherrsch­ ten und die schmalen kleinen Hände. Auch, die etwas zu schlanke Gestalt war in der hübschen weißen Sommertoilette nicht reizlos. Alles in allem war Christa von Langendorf eine angenehme, sympathische Erscheinung'. Sie besaß große innere Vorzüge, die sie sehr wohl liebenswert erscheinen ließen. Aber sie er­ schien kaum einem Menschen weniger begeh­ renswert als dem Manne, der sie glauben machte, daß sein ganzes Herz ihr gehörte. "Na, Kinder, dann kann ich wohl voraus­ fahren und Mutter melden, daß Ihr ein biß­ chen langsam zu Fuße nachkommt?" fragte Herr von Langendorf lachend.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. 2toe Orden Pour le merite wurde dem General der Kavallerie z. D. v. Bernhards, Führer einer Armeegruppe, und dem Obersten Heye, Chef des Generalstabs einer Armeeab­ teilung, verliehen. ,</p>
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          <p>Merlei; Tödlicher Sturz. Beim Reinigen der Fen­ ster stürzte die in der Holzstraße in München wohnende Werkmeistersfrau Therese Authenrieder vom 4. Stock aus den geflüsterten Hofilvaum und blieb mit zerschmetterten Gliedern tot liegen. Merlei; Tödlicher Sturz. Beim Reinigen der Fen­ ster stürzte die in der Holzstraße in München wohnende Werkmeistersfrau Therese Authenrieder vom 4. Stock aus den geflüsterten Hofilvaum und blieb mit zerschmetterten Gliedern tot liegen. Tödlicher Unfall. Beim Nachhauseweg wurde der 15jährige Arbeiter Anton Ober in St. Geoxgen vom Pferde seines Dienstherrn abgeworfen und so schwer verletzt, daß er auf der Stelle tot liegen blieb. Vom elektrische« Strom getötet. Ter 9jähr. Sohn des zur Zeit tm Felde stehende« Landstuxmmannes Emil Rihm von Flommersheim bei Frankenthal kletterte an efitem elek­ trischen Hauptlettungsmaste hinauf, kam dabei mit den Drähten i» Berührung und stürzte brennend herab. Außer schweren Brandwun­ den erlitt er eine Gehirnerschütterung. Tas Kind ist den schweren Verletzungen erlegen. HZaldbräude sind in Nordontario (Amerika) durch Abbrennen von Wald bei der Urbarmachung entstanden. Es sind nahezu 70 000 Acres Forst abgebrannt, 300 Menschen sind umgekommen. Ter Schaden an Holz und anderem Eigentum wird auf mehrere Millio­ nen Tollar geschätzt. Das Feuer ist noch, nicht überall gelöscht.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Ncuhauscn, 39. Aug. (Blutvergiftung.) In Loham hatte sich vor wenigen Tagen der Tag­ löhner Kammer! einen rostigen Gegenstand in den Fuß getreten. Trotz Anrputation konnte Kammer! nicht Mehr gerettet werden. Zwei Söhne des Verstorbenen stehen tm Felde. RotteMbustg, 30. August. (Französische Truppen als Räuber.) Ter Bauerssohn Alois Reich! von Schaltdorf fiel am 30. Juli 1916 auf dem Felde der Ehre. Von den Effekten desselben kam nichts an die Eltern als eine (Brieftasche mit Karten und Briefschaften. Ta der Gefallene nach Annahme der Eltern im Besitze von mindestens 30 Mar? in bar und einer besseren Uhr gewesen sein mußte, ließ der Vater über den Verbleib des Geldes usw'. Erhebungen anstellen. Die Kompagnie teilte ihm folgendes mit: "Außer der Brieftasche Mit Inhalt wurde bei vem gefallenen In­ fanteristen Alois Reich! absolut nichts vorge­ funden. Vermutlich ist Reich! von den in unsere Stellung eingedrungenen Franzosen ausgeraubt worden, weil ein Unteroffizier dev Kompagnie, der den Infanteristen Reich! leb­ los aus einem Stollen herausgezogen hat, nach erfolgter Durchsuchung nur feststellen konnte, daß Reich! vollständig ausgeplündert war. Tie eingangs erwähnte Brieftasche war ihm ursprünglich von den Franzosen abgWrommen worden und dürften die Franzosen diesel­ be beim Rückzüge verloren haben, weil ein Infanterist unserer 6. Kompagnie dieselbe vor der Stellung gefunden urib an die 5. Kompag­ nie abgeliefert hat." f</p>
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          <p>Landsbut, 1. September. —* Das Eiserne Kreuz 1. Kl. wurde Dem Vizefeldwebel Herrn Seb. Wöllner, Kon­ torist von hier, für hervortzpgend tapferes Verhalten im Felde verliehen. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Unteroffizier int 16. Jnf.»Rgt.. Herrn Karl Wolfs, Hilfslehrer, .Sohn des Herrn Uhrma­ chermeisters und Optikers Wolfs hier verliehen. —* Das Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern wurde dem Unteroffizier Johann Schütz, des 7. Feld« artillerie-Regts., Sohn des k. Gestütswärters «. D. Johann Schütz, verliehen. —* Zwei Automobilkolonnen kamen gestern auf Geländefahrten hierher, die erste igegen 11 Uhr, die zweite 1 Uhr mittags. Nach kurzem Aufenthalte fuhren die Kolonnen, die aus Personen- und Lastautos bestanden, wie6er nach München zurück. —* A n Hopfenzupfern herrscht heuer Mangel. Ter Zustrom von Arbeitskräften in die Holledau, der mit großer Stärke einge­ setzt hatte, ist zu schnell versiegt und so herrscht an manchenPlätzen Mangel an Arbeitsftasten. Es erging daher der Ruf nach Ab­ stellung von solchen auch an hiesige Anstalten, Die dem Rufe sofort Folge leisteten und ihre jugendlichen Angehörigen zur Verfügung stell­ ten. —* Flüchtig gegangen ist bei einem Bauern jnt benachbarten Golding gestern ein dort beschäftigter russischer Kriegsgefangener^ —* Frucht und Blüten zu gleicher Zeit trägt ein Apfelbaum im Garten des Herrn Regierungssekretär Epplen an der Staatsstraße am Hofberg. —* ®er Vittualienmarkt zeigte heute eine starke Zunahme an Schwämmen, die tn falten Gattungen und großer Zahl vorhanden waren. Auch gab es Obst. in Massen zu gleich­ bleibenden Preisen. Es handelt sich allerdings fast ausnahmslos um Fall- und Frühobst. Ein Zeichen des herannahenden Herbstes bieten die heute zum erstenmale erschienenen tzagebukten. Auch reife Zwetschgen erschienen jetzt in größeren Mengen. An Eiern waren we­ nige vorhanden und daher schleunigst aus­ verkauft, Butter und Schmalz waren nicht Au haben. —* Der Karto ffelmarkt war heute zu Beginn nur mit zwei JjBägen befahren, Die schnell von Käufern umlagert waren. Erst später kamen noch weitere Zufuhren, dix ebenfalls rasch Käufer fanden. —* Gummisauger. Ter zunehmende Mangel an Gummisaugern bringt die Gefahr mit sich, daß. die Bevölkerung zu ungeeigmeten und gesundheitsschädlichen Ersahvor Dichtungen greift. Geeignete, gesundheitlich einwandfreie Ersatz-Gummisauger sind in den hiesigen Apotheken zu erhalten. —* Ueber den Zweck der Bestands­ aufnahme in den Haushaltungen herrscht vielfach Unklarheit. Tas Kriegsernährungs­ amt hat nicht die Absicht, allgemeine Vor­ schriften über etwaige Anrechnung vorhande­ ner Bestände zu geben, weil dazu das Vertei­ lungssystem in den einzelnen Gemeinden noch viel zu verschieden ist. Wie bei früheren ört­ lichen Bestandsaufnahmen obliegt die @ntfc scheidung über Anrechnung den Gemeinden. Es erscheint ausgeschlossen, daß die Gemet'nden hierbei kleinlich vorgehen Md kleinere Vorratsmengen anrechnen, die aus sparsamem Verbrauch in der vorangegangenen Zeit ange­ sammelt sein können. Tie Ausdehnung der Bestandsaufnahmen entspricht einem seit Mo­ naten in der Oeffentlichkeit lebhaft vertrete­ nen Wunsch, der sich, gegen vermeintlich weit verbreitete, tatsächlich, wohl nicht in sehr zahl­ reichen Fällen geübte unvernünftige Hamsterei einzelner Haushalte wendet. Sehr viel wich­ tiger und Deshalb auf sehr viel mehr Waren ausgedehnt ist die gleichzeitige Bestandsauß-; »rahme der Lebensmittel in der Hand des Handels, der öffentlichen Verbände usw. Hier ist es unbedingt nötig, endlich einmal einen Aaren Ueberblhk über die sehr verschieden ver­ Lokales. teilten Gesamtvorräte zu gewinnen. Tie Frage, ffvie das Fleisch in Konservengefäßen zu bewerten ist, ist aus dem ErläuterungsVermerk ans bett Anmeldesorsmstlaren dahin zu beantworten, daß das Bruttogewicht der Konserven Anzugeben ist. —* September. Obwohl der Beginn des Monats nicht selten in unseren Breiten noch! hochsommerlichen Charakter hat, gestaltet sich das Gesamtbild während dieser Jahreszeit int, allgemeinen doch schon ziemlich herbstlich.Tenn die Tage werden rasch kürzer, und die schon Ziemlich langen Herbstnächte wirken stark ab­ kühlend. Tas Wetter im September ist meist beständiger und gerade in diesem Jahre kann man hoffen, daß der September Vieles von dem gutmachen wird, was der Sowimfer mit seiner ununterbrochenen Veränderung ver­ dorben hat, und es liegt durchaus die Möglich­ keit vor, daß der erste Herbstmonat gns noch eine Reihe sonniger und milder Tage bringt.</p>
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          <p>Das König-Ludwig-Kreuz. wurde in Kiederbahern verliehen: dem Bezirksamtsdiener Joh. Höfling in Viechtach, dem Gendarmeriewachtmieister Mich. Penzkofer in Obernzell,dem Gendarmerie-Sgf Rich. Seuring kn Wurmannsqunk, dem Gendarmerie-Sgjt. Joh. Sporl in Schöllnach, dem Landwirt Gg. Straßer in Äst, dem Rentamts­ assistenten Frz. Wimmer in Vilshofen, bebts stöbt. Werkmeister Ludw. Bäumt in Kelheinp dem Eichmeister Jos. Claudius in Pässau, dem Tentisten Christ. Engelhardt in Pafsau, dem Göenzaufseher Frz. Gegenfurtner in Neurei­ chenau, dem Hafnermeister AIs. Kraus r'nPfeffenhausen, betn Gendarmen Seb.. Mehltreter in Eisenstein, dem Reallehrer Tr. Joh. Rai­ ter in Pafsau, dem Postadjunktem Gg. Neu­ meier in Regen, dem Kooperator Gg. Pfapsinger in Grafenau, dem Floßrneister Chr. Schafler in Tingolfing, dem Oberstudienrat Tr. Max Seidel in Passau, dem Offizianten Joh. Steps in Passau, der Oberin M. Pulcheria Glück des St. Joselphsspitals in Passau, der Tenöistensgattin Marke Hofmann in Passau, der Gutsbesitzerswtw. Ther. Kerber in Ritt­ steig, der Oberin Lehrerin Athanasia Moseä in Passau, der Gutsbesitzerswtw. Julie Oster­ münchner in Griesbach!, der MajorsgattinLucie von Reitz in Passau, der Lazarett-Oberinspekltovsgattin Laura Schaffert in Passau, dem Hauptmann Alois Kollmann in Straubing;, dem Hauptmann Heinr. Zftnlm&gt;erer in Passau.</p>
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          <p>Letzte Posten. bisherigen Erfolge zu zeitigen, und er ver­ langt deshalb, daß am Ende noch Franzosen übrig sind, um die Segnungen des Friedens genießen zu können. &lt;Z.) Tieir rumänische Aufmarsch. ^Stockholm, 1. Sept. Rumänien trifft alle Kriegsvorbereitungen gegen Bulgarien!. In Petersburg vorliegenden Berichten Zufolge hat der Aufmarsch des rumänischen Heeres an den Eisenbahnlinien nach Calafatu—Turn —Margarete—Zimnicea.—Giurgevo u. Oltemhta bereits begonnen. Tie Militärbehörden er­ klärten den Masisin-Kanal der das Sumpfge­ biet der Tonau durchschneidet, als Operations­ gebiet. 'Jeder PrivAtverkehr längs der Tonau­ stationen ist verboten. Tie rumänische Ge­ sandtschaft in Petersburg wandte sich an den Stadthauptmann zwecks Auslieferung der ru­ mänischen Militärpflichtigen. (S-) 3sie Wegnahme J&gt;c!t deutschen Schiffe tu Italien. Rotterdam, 1. Sept. Zu der Einzieh^ung deutscher Schiffe in Italien wird aus Paris gemeldet, daß die italienische Regierung beschloß, 30 deutsche internierte Schiffe von zusammen 142 000 Tonnen als konfisziert zu erklären. &lt;Z.) ' Tic Lage in Griechenland. Tie Times melden aus Athen: Tie rumiänische Kriegserklärung machte gestern grMen Eindruck. Selbst in den anrivenizelistischen Kreisen glaubte man, daß als Folge davon Griechenland ebenfalls in den Krieg hinein­ gezogen wird. Tie liberalen und nationalen Führer haben ihr Vertriauen zu dem Mi­ nisterpräsidenten Zaimis ausgesprochen. Man glaubt, daß. dessen Mehrheit imstande sein wird, die durch den neuen Gang der Ereignisse gebotenen Maßnahmen durchzuführen. TerGesundheitszustand des Königs ist erheblich gebes­ sert und er wird in den nächsten Tagen die Abordnungen enHrfangen können, welche die bei den Kundgebungen am Sonntag ange­ nommenen Entschließungen überreichen sol­ len. (3.) .Tie Luge in Persien. Stockholm, 1. Sept. Nach Berichten der Now. Wremja aus Teheran ist die Lage der ruffischen Heere ftt Persien trostlos anzu­ sehen. "Lite russische Ärmee verkomwt und ist von den türkischen Angreifern aufgerie­ ben und den furchtbaren Hitzwellen nicht ge­ waschen. In der. Wüste der Bussituskischen Felsen ist von der ganzen absterbenden Armee kein einziger Mann, der nicht an Malaria er­ krankt. Labet fehlt jeder Sanitätsdienst. Tie Zufuhr ist nur ganz unregelmäßig. Daher droht dort, wo die Konservenvorräte zu Ende gehen eine Hungersnot." (Z.) Der 'Kriegskorrespondent desselben Blat­ tes beklagt vornehmlich die Ueberlegenheit des türkischen Flugwesens. Tie Russen besitzen überhaupt keinen einzigen Flieger an dieser Front, weil die Aeronauten erklärten, infolge starker Luftströmungen sei das Fliegen un­ möglich. Tie türkischen Aeroplane sind sehr tätig und' täglich an der Arbeit. Ter Korre­ spondent beklagt ferner den angeblichen Frank­ tireurkrieg, den die Bevölkerung gegen die rjujfc fische Armee führt. Tie 'Perser hassen uns. Sie schlichen nachts in unser Lager, stahlen den Soldaten die Gewehre und dann schossen sie aus allen Gärten und Dächern. Man be­ fürchtet den Sturz der russophilen Regierung. Hiudenbnvgs Ernennung. Rotterdam^, 1. Sept. Sämtliche eng­ lische Blätter leitartikeln über dje Bedeutung! der Ernennung Hindenburgs zum General­ stabschef: Ter mklitärische Mitarbeiter der Times sagt: Hindenburg ist, wir müssen es eiwgestehen, die größte militärische Persönlichkeit dieses Krieges. Hindenburg wird Zeit brau­ chen, seine strategischen Pläne zu entwickelst. Man solle mit dem Urteil zurückhalten, bis feststeht, ob gewiffe Maßnahmen, die jetzt ge­ troffen wurden, von ihm angeordnet worden sind. (8.) Frankreichs Erschöpfung. Bern, 1. Sept. Während die Presse ein­ heitlich das Eingreifen Rumäniens in den Krieg als großen Sieg Briands feiert und die Miliiärsachverständigen über die ver­ mutliche weitere strategische Entwicklung fa­ bulieren, ist nur Clemenceau, der augenblick­ lich auf dem Lande ist, noch.einen Tag zurück und beschäftigt sich weiter mit den ernsten Folgen, die die von englischer Seite angekAwdigte Verlängerung des Krieges für Frästkreich haben Tann. Insbesondere ist er ein bischen darüber pickiert, daß man englffcherseits mit der Absicht umgeht, einige repräsentative Re­ gimenter nach Rußland zu schicken. Clemen­ ceau besteht darauf, daß jeder überflüssige englische Soldat an die Westfront gehöre. Frankreich habe ungeheuer viel getan, um die</p>
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          <p>Literarisches. Die Eisenbrant in Lappen geschlagen l Selbsterlebmsse nach persönlichen Berichten von Inhabern des Eisernen Kreuzes 1914, bearbeitet von General­ leutnant Friedrich Frh. von Dincklage-Campe (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co.. Berlin W. 57. Preis des Vierzehntagsheftes 50 Pfg.) Soeben erschienen Heft 11 — 18. "Wachtfeuer" (Architektur - Verlag "Der Zirkel" G. m. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg.) ist das neueste 98. Heft erschienen I Druck u. Verlag I. F. Rietfch, Landshut. Per| antwort!. Redakteur F. X. Wagner, Landshut.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Wrildje Mri-te». AussetzmV der Strafvollstreckung bei fran­ zösischen Kriegsgefangenen. Das Verordnungs­ blatt des K. B. Kriegsministeriums meldet: &lt;5L M. der König haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. August 1916 aus Gna­ den zu Bestimmen geruht, daß die Vollstreck­ ung aller Strafen, die während des gegenwär­ tigen Krieges von einem bayerischen Militär­ oder bürgerlichen Gericht gegen französische Kriegsgefangene — Militär- und Zivilperso­ nen (Artikel 13 der Haager Landkriegsord­ nung) wegen einer vor oder nach der Gefangennahme bis zum 1. September 1916 einschließlich, begangenen Straftat verhängt worden sind oder noch verhängt werden^ bis zum Friedensschluß auszusetzen ist. Tie durch, die Entschließung verfügte gnadenweise Aus­ setzung der Strafvollstreckung beruht aus einem mit der französischen Regierung getroffenen, tue ©egenfeftsgreft verbürgende» Abkommen. Zue Zeichnung der neue» Kriegsanleihe. Im litztdN Amtsblatte der Erzdiözese BaMberg erläßt das ersbischösliche Ordinariat an den Klerus und die Verwaltungen der Kir­ chenstiftungen eine Aufforderung zur regen Beteiligung an der Zeichnung für die fünfte Kriegsanleihe. Es heißt da: In den weite­ sten Bevölkerungsschichten in Stadt und Land muß rechtzeitig die Ueberzeugung gefestigt werden, daß es für jeden ausnahmslos höch­ ste vaterländische Pflicht ist, sich nach Kräf­ ten an den Zeichnungen zu beteiligen, ßla* meutlich, sind auch&gt; kleinere Zeichnungen un­ entbehrlich, um einen vollen Erfolg zu sicherm. Tieser Erfolg ist aber notwendig, sowohl um uns einem siegreichen Frieden näherzubringen, als auch, um die bestmögliche Ausrüstung und Versorgung unserer Krieger im Felde, die Für­ sorge für &gt;die Kriegsinvaliden, für die An­ gehörigen von Kriegsteilnehmern und für die Hinterbliebenen der Gefallenen zu ermöglichet Kricgsanlcihezcichnung. Ter Magistrat Ansbath hat die Beteiligung der städtischen Sparkasse an der Zeichnung der 5. Kriegsan­ leihe mit einem Betrage von 700 000 Mark einschließlich, der Sparer beschlossen. Ein Obstbaukurs für Obstbaum- und Srraftentoirrtet, Landwirte und sonstige Interessen­ ten findet bei der K. Lehranstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau tlt Veitshöchheim statt. Ter erste Teil des Kurses wird vom 11. mit 16. September, der zweite Teil vom 9. bis 28. Oktober abgehalten. Tie Teilnahme an diesem Kurse ist kostenlos. Bedürftige Teil­ nehmer aus dem Regierungsbezirke Unter­ sranken Können Beihilfen bis zum Höchstbe­ trage von 35 Mark erhalten. Gesuche "sind spätestens bis 5. September bei der Direktion der Lehrainstalt in Vorlage zu bringen. Tie Teilnahme an dem Kurse empfiehlt sich be­ sonders auch für Kriegsbeschädigte. Zar Massenspeisung hat Kommerzienrat August Röchling in Ludwigshofen der Stadt­ verwaltung die Summe von 100 000 Mark zur Verfügung gestellt.</p>
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