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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-09-12"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 248</biblScope>
          <date when="1916-09-12">1916-09-12</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Engl.-franz. Angriffe an der Somme gescheitert</p>
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          <p>Russische Angriffe durch bayerische Truppen am Stochod abgeschlagen. — Der Kanzler im Hauptquartier. — Die Schäden der Luftschiffangriffe in England. Im Westen tont gestern zum erstenmale im Heeresberichte die ^Einteilung der einzelnen Heeresabschnitte zum Ausdruck. 'Der Nordftilget untersteht dem Herzog Albrecht von Württemberg, die ©bmimfefrbnt .dem bayeri­ schen und die Maasfront dem deutschen Kron­ prinzen. Ob die 'Vogesenfront dem Oberkvmmando des deutschen Kronprinzen untersteht, oder eine eigene Front bildet, ist nicht ange­ geben. An der Sommefront folgten dem grö­ ssten englischen Angriff vom letzten Samstag Einzelvorstöste, die jedoch abgewiesen wurden. Auch französische Angriffe südlich der Somme wurden abgewiesen und in Berny sogar einige Häuser zurückgewonnen. , Im Osten wurden neue russische Angriffe, bei Stara-Czerwiszcze abgewiesen. Die Käm­ pfe-an der Zlota-Lipa und am Dnjestr erwie sen sich, wie jetzt konstatiert wird, als Versuch der Russen, auf 'Burzthn durchMbrechen und sich in den 'Besitz von Halicz zu fetzen. - In Siebenbürgen wurden rumänische An­ griffe nördlich von Orsowa zurückgewiesen'. Im Zentrum und &gt;aM! Nordflügel der Sieben­ bürgenfront dagegen gingen die Verteidiger etwas zurück. An der italienischen Front kam es an Monte Spil, Monte Desto, am Pasubio und am Monte Majo zu Angriffen der Italiener', die nur am Pasubio 'Anfangserfolge erzielen tonnten, die aber sofort durch Gegenangriffs wieder wertgemacht Wurden. In Griechenland gärt es im Volke, das die Bedrängungen durch die Entente herzlich satt hat. 'In Athen machte sich diese Stim­ mung durch Revolverschüsse gegen die franzö­ sische Gesandtschaft und Demonstrationen vor derselben Luft. Der bedrängte Zaimis erhielt dafür wieder einige Bedingungen zudiktiert, wie er im Aufträge der Entente sein Volk weiter zu knebeln hat. Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 11. September. Mittags. (Großes Hauptquartier.) 'Westliches Kriegsschauplatz. Fracht des Äeueralfeldmarschall Herhpg Albrecht von Württemberg. Nichts Neues. j Kracht des Gejntzralfeldmarschall.Kronprinz, j Rupprecht pan Bayern, i ; Dem grasten englischen.Angriffe vom 9.</p>
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          <p>Von den übrigen ^Fronten ist kein Er­ eignis von Bedeutung zu berichten. Der Feind machte am 8. Septemiber ei­ nen neuen Angriff bei Dobric, wurde aber durch die osmanischen Truppen und die Vertbündeten wiederum geschlagen, s Der Vizegeneralissimusl. zwei Divisionen. Es gelang ihm anfangs, in einem Teil unserer Stellungen Fuß zu fassen, aber durch Gegenangriffe unsererTruPpen wurde er in völliger Auflösung und Un­ ordnung wieder daraus geworfen. Unsere Stellungen blieben völlig in unserer Hand. Die Aufopferung unserer tapferen Trup­ pen war über jedes Lob erhüben.. Eine Ma­ schinengewehrabteilung leistete in ihrer Stel­ lung bis zum letzten Mann Widerstand und erst nach dem Tode aller Bedienungsmannschaf­ ten fielen die 'Maschinengewehre in 'die Land des Feindes. Ebenso wurden in einemKampfe Mann gegen Mann, der sich in der am wei­ testen vorgeschobenen Stellung abspielte, nur einige Zubehörteile unserer Gebirgsgeschütze vom Feinde genommen,, der Rest blieb in unse­ rem Besitze. Wir machten eine Anzahl Sol­ daten zu Gefangenen, darunter einen Haupt­ mann und erbeuteten ein Maschinengewehr und eine Menge Gewehre. Im Zentrum und auf dem linken 'Flügel fanden für uns günstiae Scharmützel 'statt.</p>
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          <p>Für 25 Milliontem Dollar Munition vcr[ l chchtet. Newyork, 11. Sept. (Durch Funkspruch vom Vertreter des WTB.) Die Newyork Ti­ mes veröffentlicht eine von der Universal Preß Association in Newyork verbürgte Nachricht, in der sie einen Brief des britischen Parla­ mentsmitgliedes King anführt, in dÄiN er sagt, daß, sich kurz vor dem 16. August die größte Explosion, von der man je hörte, hinter den britischen Linien in Frankreich ereignete. Ter Verlust an Munition werde auf 25 Millionen Dollar geschätzt. Kavallerie an der Somme. DDP. Bern, 11. Sept. Stegemann ur­ teilt im Berner Bund: Die Sommeschlacht ist noch 'keineswegs abgeschlossen und wird mit gesteigertem Eifer fortgeführt, obwohl sie an einen Zeitraum gebunden bleibt, der im Ope­ rationsplan keineswegs vorgesehen war. Schon im Juni hat General Lacroix davon gespro­ chen, daß die französische Kavallerie Gelegen­ heit finden wird, ihrer Bestimmung gemäß Ku Pferde anzugreifen. . 'Heute ständen fran­ zösische Kavalleriedivisionen östlich von Mont-didier bereit, um über die Straße Rohe— Peronne vorzkubrechen, wenn die deutschen Stellungen erstürmt seien, ein Ziel, das indes noch nicht erreicht ist. Aujchi die Engländer«, die in völliger Verkennung oer Lage tm Juki be­ reits die Kavallerie vorführten, sollen wieder Vom westlichen Kriegsschauplatz. bereit sein triefe nach vorn zu werden, wenn die Linie Camples—Bapaume erstritten ist. Auch dies wäre wohl neuerdings 5!ne Verjkennumg der Lage, da sich die Sommeschlacht nach Vereinheitlichung der Ententeoffensive unwidersprochen nur als eine Teilhandlung darstellt, so daß die von den Engländern und Franzlosen erstrittenen Erfolge nur noch _ int Lichte der allgemeinen Lage zu beurteilen sind. (8.)</p>
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          <p>Von der rumänischen Front. Zürich, 11. September. Die Kriegsbe­ richterstatter der Mailänder Blätter an der rumänischen Front berichten, daß die durch den Fall don Tutrakan neugeschaffene militärische Lage ein Zurücknehmen der r-rmänischen Trup­ pen in der westlichen Dobrudscha nötig mache. Die Hauptmacht der vereinigten russisch-rumä­ nischen Streitttäfte werde sich hinter Silistria konzentrieren. Aus Londoner Telegrammen über 'Bukarest geht hervor, daß die rumäni­ schen Truppen sich auf Bitina nordöstlich von Silistria zurückgezogen haben. '(m.) Der Bereiter sucht Spitduben. Die "Franks. Ztg." meldet aus Stockholm: "Ruskoje "Slowo" berichtet: Vier rumänische Beamte werden beschuldigt, daß sie Entente­ telegramme an Deutschland ausgeliefert hätten. Amtliche Stellen sind auf diese Spionage auf­ merksam geworden, weil per deutsche Gesandte auffallend gut über den Gang der Verhand­ lungen mit den Ententemächten unterrichtet schien. Allerdings wurden die wichtigsten Te­ legramme von Kurieren bis zur russischen GreNze gebracht und von dort d^eschiert. Das Telegraphenamt ist jetzt für den öffentlichen Verkehr gesperrt. .(Z.) Gegen Rumänien.</p>
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          <p>Die Besorgnis um Venedig. Bern, 10. September. Unter derUeberschbttst "Retten wir.Venedig" bringt der "Cor­ riere della Serp" .eine Zuschrift eines Abge­ ordneten, wonach österreichische Flugzeuge fast unfehlbar jede mondhelle Nacht nach Venedig kommen und die Bevölkerung in höchsten Schrecken versetzen. Um die Angriffe zu been­ digen, verlangt der Ahgeordnete Vergeltungs­ maßregeln, vor allem 'eine ernsthafte Bewerfung des Arsenals von Pola, worüber die Italiener erst einmal.erschienen seien. Ent­ schlossen vorgehend^ müsse man Pola, auch, wenn es einige Flugzeuge koste, ernstlich tref­ fen können. Der Untergang des Leonardo da Bittzi". Bern, 11. Sept. Die heutige italieni­ sche Presse enthält die amtliche Bestätigung der Mitte August durch die Meldungen frpnzö- sischer Blätter bekannt gewordenen Katastro­ phe des italienischen Panzerkreuzers "Leonardo da Vinzi", wonach dessen Untergang am 2. August abends erfolgte. D as verspätete amt­ liche Zugeständnis hat in der italienischen Presse grüßen Unmut erweckt. Der Secolo meint, daß sich das italienische Vo^k einen der­ artigen Beweis des Mißtrauens nicht gefallen .klaffen könne. 'Allgemein werde vermutet, daß das Schiff einem Anschlag zum Opfer gefal­ len Ist Der Corriere della Sera entschuldigt das verpätete amtliche Eingeständnis mit der Notwendigkeit einer vorhergehenden strengen Untersuchung über die Ursachen der Kata­ strophe. ! DäWcher Angriff auf Wolitti. Popolo d'Jtalia meldet aus Turin:Giolitti wurde auf offener Straße von einem Mitglied der revolutionärenPartei angefallen und auf das gemernste beschimpft. (3-) Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>epirus alsbald nach Aufhören der militäri­ schen Notwendigkeiten geräumt werden solle, (Z.)</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Die ZeppelinschÄden in England. In Bergen angekommene Mannschaften des norwegischen Dampfers "Jsdalem" berich­ ten über den letzten Zeppelinangriff aus Lon­ don: Als sie im Londoner Seemannsheiml nachts plötzlich durch den Kanonendonner er­ wachten, sei ihnen beim Oeffnen der Fen­ ster ein Flammenmeer entgegengeschlagen, das von den Zeppelinbomben und einem herab­ stürzenden Zeppelin stammte. TDan# London war auf den Beinen. Man schrie, heulte und rief Hurrja, als der Zeppelin explodierte. Ganz London lag unter den blendenden Streifen ungezählter Scheinwerfer. Von anderer Seite wird mitgeteilt, daß der beim letzten Zep­ pelinangriff angerichtete Schaden alles bisher erlebte übersteige. Was jetzt in London und längs der Küste zerstört ist, könne erst in vielen Jahren wieder aufgebaut werden. Ganze Be­ zirke vieler Küstenorte seien ein Trümmer­ haufen. Haag, 11. Sept. Bottomley verspottet in der Londoner Wochenschrift "John Bull" den amtlichen englischen Bericht über den letz­ ten Zeppelinangriff. Er gibt dem englischen Pressebureau den guten Rat, addieren zu ^ler­ nen, bevor es die nächste Verlustliste heraus­ gebe. Dabei deutet er, an, daß die zuletzt gegebenen Verlustzahlen mit 10 zu multipli­ zieren seien, und verrät weiter, daß Bomben in ein großes Trainlager fielen. Er fragt, was denn das Pressebureau zu der Mittei­ lung der Frau eines Dekans von Norfolk in der Zeitschrift "Trchch" sage, wonach gewisse Küstenstädte in Norfolk und Suffolk faktisch zerstört und von den Einwohnern verlassen worden seien. Das werde natürlich alles tot­ geschwiegen Wahrscheinlich in Rücksicht auf die Volksstimmung. Bottomley fährt fort: "Wir möchten zugleich in Gehorsam fragen, ob uns alles gesagt wurde, was kürzlich in der Nord­ see und im Firth- os- ForthssDistrikt passierte? Natürlich, Balfour mag nichts davon hören, über wir haben ,es gehört." (Z.)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Der "Desterro" freigegeben. Stockholm, 10. Sept. (Schwedische Te­ legraphenagentur.) In der russischen Ant­ wort aus den schwedischen Einspruch in der Angelegenheit des Dampfers "Desterro", die gestern überreicht worden ist, wird mitgeteilt, mmfiw P* «e»*e»«cher». daß der Befehlshaber des.Unterseebootes des Befehls enthoben und namentlich für denMißbrauch der schwedischen Flagge sWver bestraft worden sei. "Desterro" sei sofort freigegeben worden. Betreffs des Dampfers "Lissabon" und "Worms" bleibe die russische Regierung dabei, daß die Fälle dem Prisengericht unter­ breitet werden mußten. Schließlich teilt die russische Regierung mit, sie habe einen Sach­ walter ausersehen, der mit einem schwedischen Vertreter zusammen die Entschädigung für die Versenkung des Dampfers "Shra" fest­ stellen soll. Versenkt. Amsterdam, 11. S&gt;ept. Der norwegi­ sche Dampfer "Lindborg", von Rotterdam nach London bestimmt, ist gestern um 6 Uhr früh 15 Seemeilen nordwestlich vom Maas-Feuer­ schiff von einem deutschem U-Boot versenkt worden. Die Besatzung wmrde in ihren Boo­ ten von dem U-.Goot zum Feuerschiff ge­ schleppt und ist in Hoek van Holland gelandet London, 11. Sept. Nach einer LloydsMeldung ist der britische Dampfer "Torridge" (5036 Tonnen) zum Sinken gebracht worden. Reuter meldet: Der norwegische Dampfer "Pronto" '(1411 Tonnen) kst gesurften. Der schwedische Dampfer ,G«men" (2595 Tonnen) aus Stockholm ist gesunken. Die Mannschaft ist gerettet. Aufgebracht. Berlin, 11. Sept. Am 10. September morgens wurde in der Nordsee das holländische Motorschiff "Seemeeuw" mit Bannware aus der Fahrt von Rotterdam nach London aufge­ bracht. _ , ,</p>
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          <p>Prozlent) zugunsten des Zeichners nur bei den bis zum 30. ^Dezember 1916 geleisteten Zah­ lungen in Betracht. &gt;. Besondere Bedingungen gelten für die EinzMlungen auf Zeichnungen, die bei den Postanistaktew erfolgen. Hier kann die BollMhlung zwar auch schon am 30. September vorgenommen werden, sie.muß jedoch am 18. Oktober geleistet sein;, Teilzahlungen sind nicht tzarlässig. Für jede 100 Mark 5prozeNtige Reichsanlerhe (Zeichnungen aus , Schatzanwei­ sungen werden bei.der Post nicht angenommen/ müssen, falls die Zahlung am 30. September erfolgt, 95;.50 Mark.bezahlt werden und falls die Zahlung am ,18. 'Oktober erfolgt, 95.75 Mark. Der an.sich schon während des Krieges stark vergipöherte und erschwerte Betrieb bei den Postanstalten macht &lt;es unmöglich, die Ar­ beit bei der^Post dadurch wesentlich zu steigern, Latz dort auch,noch nach dem 18. Oktober Ein­ zahlungen angenommen werden.können. Da­ von durfte um Jo eher abgesehen werden, als es ja eine sehr große Anzahl von Zeichnungs­ stellen (Banken, Sparkassen, Versicherungsge­ sellschaften, Kreditgenossenschaften) im Reiche gibt, bei denen von dem Recht der Teilzahlung seitens des Zeichners Gebrauch gemacht werden kann. Wer über irgend eine Frage, die mit der Kriegsanleihe zusammenhängt, im Zweifel ist, wird an allen Stellen, an denen gcheichnet werden kann, bereitwilligst Auskunft erhal­ ten. Jedenfalls sollte niemand, etwa aus dem Grunde, weil er sich über den einen oder den anderen, Punkt nicht im Klaren ist, von der Beteiligung "an der Kriegsanleihe absehen. ßst die Pflicht erstes jede« Teutschen, a« »ent Erfolge der Zeich,rang &amp;wf die 5. Kriegs­ anleihe nach besten Kräften mitguwirken.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Der Reichskanzler weilt seit drei Tagen im Großen Hauptquartier. Ter König von Spanien über den Frie­ den. König Alfons von Spanien hielt einer Madrider Meldung zufolge anläßlich einesBankertes im Bilbaoer Sportklub eine Rede in der er u. a. sagte: Da die spanische Flagge nicht auf den Schlachtfeldern flattert, und jeder Spanier. B»e Notwendigkeit fühlt, dieses Sinnvild des Vaterlandes zu lieben und zu ehren, so habe ich diese Fahne auf dem Felde des Friedens und der Nächstenliebe aufgepflanzt. Indem ich es me, verdiene ich keine Lob­ sprüche, denn in meiner Eigenschaft als König von Spanien trete ich nur für ein Werk ein, das SpanienRuhm bringen muh und die Bil­ ligung jedes Spaniers findet. (Z.)</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Gewährung von Vorschüsse« an Staate* beamte für KistegsanleiheKeichUKngen. Um den Staatsbeamten in Bayern die Zeichnung der Wmnnenden Kriegsanleihe zu erleichtern, ist von den sämtlichen Zivilstaatsministerien in Uebereinstimmung mit dem Verfahren im Reich und in den größeren Bundesstaaten verfugt worden, daß den etatsmäßigen Staatsbeam­ ten, dann den Beamten im Sinne des Art. 1 des Beamten^esetzes ünd den 'Personen, die, ohne als Beamte im Sinne des Art. 1 B. G. erklärt zu sein, mit den Verrichtungen fdlcher Beamter ständig betraut sind, sofern sie ein Gehalt oder fortlaufenden Betzug aus der Kasse des Staates oder der k. Bank beziehen, zur Zeichnung der fünften Kriegsanleihe auf Antrag ein Betrag (Vorschuß) bis zur Höhe eines Viertels ihres jährlichen Gehalts oder fortlaufenden Betzlrges gewährt wird. Einp Tagung bayerischer Krankenkasse« wird zum 25. und 26. September born 1 "Bayer. Krankenkassenverband" (Sitz Passau) nach München einberufen. Unter anderem wird die Tagung Stellung nehmen zur Frage der Pensions- und Hinterbliebenenversorgung der bayerischen Krankenkassenangestellten, der Kriegsinvalidenfiirsopge, der Mitarbeit .der Krankenkassen bei Bekämpfung 'der Geschlechts­ krankheiten usw. Bei der großen Bedeutung der zur Behandlung kommenden Fragen für sämtliche Kassen (auch Nichtverbandskassen werden eingeladen) ist eine starte Beschickung der Tagung durch Vopstackdsmitglieder und Angestellte zu erwarten. Ter Magistrat Würzburg beabsichtigt in anberracht der im kommenden Winter wohl wieder fühlbar werdenden Petroleumnot die Einrichtung von großen geheizten und beleuch­ teten Lokalen, um 4n den Wintermonaten na­ mentlich der arbeitstätigtzn ärmeren Bevölke­ rung und den Heimarbeitern Gelegenheit zum abendlichen Aufenthalt zu geben. Erwyschite Flüchtlinge. Zn einem Walde bei Glonn wurden vier schlafende Männer um ein Feuer lagernd angetroffen. Die rasch herbeigeholte Gendarmerie von Jndersdorf weckte die Kerle auf und es entpuppten sich dieselben als entflohene kriegsgefangeneFranzstsen; einer trug die Uniform eines Alpen­ jägers, die anderen Zivilkleiderl. Sie waren aus dem Gefangenenlager Bayreuth entwichen. Proviant hatten sie reichlich bei sich. Sie wur­ den der nächsten Militärbehörde Ü6crge6en(</p>
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          <p>Allerlei. Plötzlicher Tod im Beichtstuhl. In der Franziskanerkirche in Würzburg wurde beim Verlassen des Beichtstuhles der 43jährige Franziskanerpatev Ladislaus Endres " von einem Schlagansafl betroffen und sank tot nieder. (LrtrnmAeist Die eineinhalb Jahre alte Tochter Katharina des Zimmermstrs. Eberl von Thonhausen, die bei jhren Großeltern in Wim­ pasing bei Mosburg weilte, schlüpfte in einem unbewachten Augenblick durch die Umfried­ ung der im Hofraume des grvßelterlichen An­ wesens befindlichen 'Wassergrube und ertrank.</p>
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          <p>teuer, wie den Fund herausbringen. Unser Fischer zog aus Leibeskräften an und siehe da. er merkte, daß an der losen Schnur, die er bald als die seine vom vorhergehenden Tage erkannte, sich auch an der Angel ein Fisch befinden müsse. Endlich brachte er sein An­ gelgerät und damit einen schönen Barben im Gewichte von zwei Pfund heraus. Der Fisch hatte sich an dem abgerissenen Angelzeug ge­ fangen und so harte der Fischer nicht allein seine alte Schnur mit Blei, sondern auch noch «inen willkommenen Fisch, der sich während der Nacht gefangen haben dürfte.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Protest. Kirche. Die Protest. Psarrstelle Wonsees 2, Dekanats Thurnau wurde vom 1. Oktober l. Jrs. an dem Psamamtskandidaten Adolf Aurnhammer, zur Zeit expon. Vikar in Kelheim, Dekanats Regensburg verliehen. Schuldijeujst. Ab 16. August c. wird Ent­ lassen auf Ansuchen: die Volksschullehrerin Therese Hofftnann in Neukirchen h. Bl.; ab 1. Sept. c. werden entlassen auf Ansuchen: die Schulverweseriu Kresz&gt;. Thalmahr in Reut, die Hilfslehrerin Rosa Leipold in Zeitlarn »'ent­ lassen wegen Uebertritt in den MünchnerVolksschuldienst: die Schulverweserin Walb. Saxinger in Straubing, die Hilfslehrierinnen Aman. Marschall in Weltenburg utfb Maria Wolf in Neßlbach; befördert zum Volksschullehrer: der Schulverweser Christian Weinmahr von Hengersberg, z. 'Zt. im Heere, in Kollnburg; zur Schulverweserin, die Hilsslehrerin MariaZimnterer von Steinbertz in Hankosen; versetzt auf Ansuchen: die Schulverweserin Therese Eidenbühler von Hankosen nach Lindkirchen; der Hilfslehrer Rupert Walk von Pinkofen, z. Zt. im Heere, nach Hengersbepg; die Hilfslehrertnnen Berta Eckmann von Hirschhorn nach Karls­ bach; Stephanie Gäch von Prag nach Neßl­ bach; Maria Graßl von Hochwinkl nach Mar­ tinskirchen; Maria Greis von Martinskirchen nach Loitzendors; Anna MörAnger von Loitzenborf nach Prag; Elis. Müller von Karlsbach mach Steinberg; Maria Reitmeier von Wartzienried nach Weltenburg; Anna Speckmaier von Hochbruck nach Straubi»g-St. *5ßeter, Amalie Wieland von Schönbrunn (Wolfftein) nach Hirschhorn; berufen die Hilfslehrer: Max Aschenbrenner von Wiesenselden nach Kelheim und Franz Dritter von Jggensbach nach Neu­ hausen (Landshut 2) beide z. Zt. im Heere; berufen als Hilfslehrer: die Schuldienstkandidateu: Alfons Huber von Beutelsbach nach Jggensbach; Alfons Klein von Essenbach nach Riggerding, Wendelin Mayr von Straubing nach Berg (Deggendorf), Max Mühlberger von Pfarrkirchen nach Wiesenselden, Wilh. Raum von Landshut nach Pinkofen, Otto Schreiner von Straubing nach Finsterau, Aug. StuckenBmiMs. Das Eiserne Kreuz als Schutzzeichen. Von der Westfront wird uns geschrieben: Verträumt liegt die kleine französische Stadt da, als gebe es keinen Krieg. Auf den Straßen spielen die Kinder harmlos und vergnügt, btr Kohlenmann ruft sein eintöniges "charbon". An den Krieg erinnern nur die» Feldgrauen, die aber von den Einwohnern längst nicht mehr als Feinde angesehen werden. Freundliche Grütze werden ausgetauscht, und manches Kind springt einem Soldaten, den es kennt, fröhlich entgegen Und noch eins erinnert daran, daß man sich tmmer noch im wilden Ringen bestndet: das dumpfe Donnern der Kanonen von der Front her, das plötzlich einsetzt und nach längerer oder kürzerer Dauer plötzlich aufhört An all das haben sich die Franzosen längst gewöhnt. Sie gehen rote "uch sonst ihrer gewohnten Beschäftignng nach und trösten sich über manche Unbequemlichkeiten und Entbehrungen gletchmütig mit dem Ausruf: "c'est la guerre'..." Da wird die friedliche Stille des heißen Sommeruachmitages jä unterbrochen durch ein allen nur zu bekanntes Geräusch: durch das Surren von Propellern! Alles stürtzt an die Fenster, auf die Straßen! Manche Frauen sogar tn der leichtesten Bekleidung. Flieger kommen! Die Gesichter der Leute nehmen einen verstörten Ausdruck an, und die Blicke scheinen zu berget dorr Landshut nach Mamming, sämtliche K. Zt. im Heere; berufen als Hilfslehrtzrinnen: die Schuldinstkandidatinnen Ther. Wergmeier von Straubing nach Hochwinkl, Rosa Fyrstl von Erlach nach Hochbruck, Maria Gistl von Straubing nach Schönbrunn (Wolfstein), Maximiliana Ring von Straubing nach Warfccttrteb, Therese Wällisch von Passau nach Zeitlarn (Arnstorf); ab 1. Oktober c. wird in den dauernden Ruhestand versetzt: der im seitlichen Ruhestand befindliche HauptleHrerEd. Machhaus von Malching auf Ansuchen und unter Anerkennung seiner Dienstleistung. Sre«)*»s. 11. Sept. (Holzversteigerung.) Die dahier im Gasthofe zur Post stattgesundene Blochholzversteigerung der K. Forstäm­ ter Mauth, Neureichenau, Spiegelau, undWokfstein brachten wieder ganz erhöhte Preist. Die Taxen von 17—24 Mk. her Festmeter wurden um 120—200 Prozent überboten und kommen in der Hauptsache einheimische Säge­ werke in Betracht. Von 11400 Festmeter ver­ steigertem Sägeblochholz mit einer Taxe von 250 000 Mark wurden rund 460 000 Mark erzielt. Ein Beweis, welch enormen Wert unsere Staatswaldungen in sich bergen. Die grotzen Holzversteigerungen beginnen erst in einigen Monaten. Staatsbauttertvaltung. Vom 16. Sept. an werden die Hilfstechniker des Kulturbauanrts Pfarrkirchen Karl Post, z. Zt. im Felde, jltm Bauassistenten bei diesem Amte, des Kultur­ bauamts Rosenheim Rudolf Frisch, z. Zt. im Felde, zum Bauassistenten bei dem Kulturbau­ amte Landshut, des Straßen- und Flußbau­ amtes Simbach Karl Mühlhuber, z. Zt. im Heeresdienst, zum Bauassistenten bei der Re­ gierung von Niederbahevn, K. d .I., des Land­ bauamtes Passau 'Gg. Praetorius, z. Zt. im Felde, zum Bauassistenten bei der K. Re­ gierung von Oberbahern, K. d. I. in etatsm. Eigenschaft ernannt.</p>
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          <p>rerschaft, der Banken und Presse und Vertre­ terinnen der Fvauenvereine an. Herr Rechts­ rat Costa begrüßte die Erschienenes und gab die Richtlinien für die Goldablieferung be­ kannt. Trauringe sind dom Ankäufe auszu­ schließen, es sei denn, daß es sich um Trau­ ringe Verstorbener handelt. Den Anlieferern von Goldsachen im Ankaufswert von minde­ stens 5 Mark soll eine künstlerisch schöne Pla­ kette als besondere Anerkennung ausgehän­ digt werden. Den Veräußerern goldener Uhr­ ketten wird als Gedenkstück an die große Zeit eine Uhrkette geschützten Musters aus Eisen gegen Erstattung des Selbstkostenpreises zur Verfügung gestellt. Doublierte und vergojdele Stücke sind vom Ankäufe ausgeschlossen Um Darbringern solcher Sachen eine leicht unangenehyr empfundene Zurückweisung zu er­ sparen soll ihnen Gelegenheit gegeben werden, derartige Gegenstände dem Vaterlandsdank für die Witwen imb Waisen der im Kriege Gefallenen zu spenden. Auch der ANkaus hoch­ wertiger Juwelen soll vorgenommen werden. Loch sind Wer edelsteinbesetzte Schmucksachen im Werte von weniger als 500 Mastk und ein­ zelne Steine oder Perlen im Handelswert von weniger als 200 Mark vom Ankäufe ausge­ schlossen. Da eine direkte Ablieferung dev Goldsachen an die ^Reichsbankfiliale hier we­ gen deren beschränkter l Raumverhältnisse 'nicht möglich ist, hat den Ankaus der Goldsachett die Bayer. Vereinsbankfiliale Landshut in dankenswerter Weise übernommen. Die Ge­ genstände werden von der Bank gegen Em­ pfangsbestätigung übernommen, dem hierfür aufgestellten vereidigten Taxator, Herrn Ju­ welier, Hoflieferant Rieger zugeführt und nach dessen Schätzung bei Einverständnis der Ver­ käufer von der Bereinsbank der Betrag zur Auszahlung gebracht. Als Termin für die Eröffnung der Goldsammlung wurde in LandsHut der 18. September bestimmt. Der Ehrenausschutz nahm noch einige Zuwahlen vor, worauf die erste Sitzung mit einem Apell des Herrn Rechtsrätes um tatkräftige Unter­ stützung des vaterländischen Unternehmens ge­ schlossen wurde.</p>
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          <p>Ohr trägt, und die reich gestickte Tracht trägt mit dazu bei, auch der häßlichsten der Frauen einen gewissen Reiz zu geben. Es ist ein kräftiger Menschenschlag. Ein langdauerndes Kindbett kennt dre bulgarische Frau nicht; oft genug muß sie einen Tag nachdem sie ihrem Kinde das Leben gegeben hat, wieder an die Arbeit. Das bulgarische Volk hat zu lange unter ftemden Joch gelitten, ohne Möglichkeit, die Segnungen euro­ päischer Zivilisation zu genießen. Diese Isolierung ist eine der Ursachen, weshalb es in manchem zurück­ geblieben ist. Aber ihr haben die Bulgaren auch die Erhaltung ihrer alten Tradition und ihr häusliches Leben zu batnlcn. Vor zehn Jahren ist in Sofia ein ethnographisches Museum gegründet worden, das die alten Erinnerungen bewahre» soll, ehe die neue Zeit sie verschwinden läßt. Dieses Museum gibt ein anschauliches Bild vom Leben des bulgarischen Volkes, seinen Trachten, Waffen, Schmucksachen, Werkzeugen und Arbeiten. Hier findet man auch eine besonders interessante Sammlung von Masken, sogenannte "Kourkeri", die man noch heute bei festlichen Gelegen­ heiten als eine Art Volksvergnügen benutzt. In ihrer wilden Phantasie erinnern sie an die Masken, sie wilve Völker bei ihren religiösen Zeremonien und Tänzen tragen Auch die Griechen feierten ja ihre Dionysfeste in Masken, die das göttliche Bild darstellen sollten. Es scheint sicher, daß sich diese Sitte aus der Bakanhalbinsel von dem religiösen Kult der Griechen herleitet. Ueber das Land der Bulgaren sind harte Prüfungen niedergegangen, was dem Volke half, sie zu ertragen, waren ihre Arbeitsamkeit, ihre Sparsamkeit, ihre Mäßigkeit und die geringen Ansprüche, die sie an das Leben stellen. Trotz dem Kriege ist der Bauernstand durchaus nicht verarmt; er befindet sich im Gegenteil in guten wirtschaftlichen Verhältnissen. Die ländliche Bevölkerung verfügt auch über gute Schulkenm niste. Sobald das Land selbstständig wurde, hatte die erste Regierung sofort in jedem Dorf Schulen eingerichtet, lödaß man jetzt nur noch etwa 6 6 /» Analphabeten unter den älteren Leuten findet. Die Bauern studieren fleißig ihre Zeitungen; in ihren Anschauungen find sie streng konservativ. Wenn die Kriegstrompete ruft, sind sie alle bereit, den ein jeder von ihnen hat eine Scholle zu verteidigen. Die Frauen haben gezeigt, daß sie nicht nur dem Manne helfen können; sie ersetzen ihn auch in der Feldarbeit vollständig. Das Erntejahr 1913, in dem die Erde ausschließlich von Frauen bearbeitet worden war, hatte sogar ein besseres Ergebnis, als das beste Friedensjahr, als das 1912 gilt. Die Männer, die draußen im Felde stehen, haben auch die Arbeit der Frau nach ihrem Wert wohl geschätzt. Das Vertrauen darauf, daß die Frauen während ihrer AbwesenheitHaus und Hof bestens bestellen, mag ihnen die sichere Zuversicht verleihen, die im Kampf gegen den Feind eine wesentliche Unterstützung bedeutet. Auch die Frauen kommen dazu in ihren schönsten, ungewöhnlich malerischen Nationaltrachten, Die bulgariscken Stickereien sind ja bekannt, nicht nur durch den frischen Farbenreichtum, sondern auch durch die wunder­ baren Kompositionen, die von den einfachen Bauern­ händen geschaffen werden. Proben dieser dekorativen Kunst sieht man besonders auf den Aermeln der weißen Bluse und auf den Hemdbrüsten der Männer. Auch die Strümpfe sind mit bunten Mustern auf dunklem Grunde verziert; das Hemd, das unter dem oft mit reichen Goldstickereien verzierten schwarzen Unterrock hervor lugt, wird meist von einer breiten Spitze eingefaßt Auf dem Rücken tragen die Frauen ihre feinen, langen Flechten mit bunten Bandrosetten verziert — reicht das eigene Haar nicht ans, so wird falsches zu Hilfe genommen. Die Häuser in den Bauerndörfern sind klein und anspruchslos, mit Ziegel- oder Strohdächern. Viele sehen recht verfallen aus, da die Männer, die sie instandhalten sollen, im Kriege sinv. Gedenk­ steine auf öffentlichen Plätzen mit den Namen der Gefallenen erinnern an die letzten beiden Balkankriege. In ihrer Stube sitzt die Bäuerin mit ihren Kindern um sich. Schön ist sie nicht, wie man überhaupt unter den Frauen der niederen Klaffe selten schöne Gestalten findet, während unter den Männern statt­ liche und prächtige Typen nichts Ungewöhnliches find. Doch auch in ihrer Einsamkeit schmückt sich die braun­ häutige Arbeitssrau mit einer Rose, die sie hinterm</p>
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          <p>Letzte Post«. Enver Pascha im deutschen Großen Hauptquartier. WTB. Berlin, 11. Sept. (Amtlich.) Ter stellvertretende Oberbefehlshaber der K. ottomanischen Armee und Flotte Enver Pascha ist im Großen Hauptquartier eingetroffen. En­ ver Pascha wurde durch Allerhöchste KabinettsOrdre a la Suite des Garde Füselier-Rgts. ge­ stellt. Tie vergebliche Offensive. Basel, 12. Sept. Oberst Egli urteilt in des Basler Machr., es könne keine Rede dem Hauptquartiere ein, an dem auch Iwanow und der rumänische Oberbefehlshaber mit sei­ nem Smbe teilnehmen werden. Die rumiänischen Offiziere haben namentlich die Aufgabe, die rumänischen Wünsche vorzubringen und den Zaren an &lt;Jein Versprechen zu erinnern, Rumänien jobtele russische Truppen zur VerWgnng stellen zu wollen, daß Rumänien ge­ gen jede feindliche, Invasion gesichert ist. WiescuchrMp im Petersburger Hafen. Stockholm, 12. Sept. Rußkoje Slovo zufolge entstand ein Riesenbrand int Peters­ burger Hafen, wo die Handelsschiffe gelöscht werden, wobei der,ganze für Petersburg auf­ gespeicherte Getreidevotzvat ein Opfer der Flammen wurde. Das Feuer brach um Mit­ ternacht bei dem.elektrischen Getpeidekran aus. Alle Petersburger Feuerwehren waren an der Löfcharbeit beteiligt. (Z.) Tie Lage in Griechenland. Genf, 12. Sept. Laut Lyoner ProgreS bereiten den Venizelisten in Athen eine Pro­ testkundgebung vor, weil die Regierung zö­ gere, eine den Interessen des Landes entspre­ chende Haltung einzunehmen. Die Antivenizelisten kündigten an, daß sie in diesem Falle am gleichen Tage und zur gleichen Stunde eine Gegenkundgebung unternehmen wür­ den. (Z.) I Gesunken. Lloyds meldet: Der britische Dampfev "Lexie" (3778 Tonnen) ist gesunken. Ter Aufruf best Nomaden zurückgenommen. Stockholm, 11. Sept. Die russische Ztg. Kawkas druckt einen Erlaß des Großfürsten Nicolajewitsch, in dem die kaiserliche Verord­ nung über die Heranziehung sremdstämMiger Völker zu Verteidigungsarbeiten für die Mohamedaner Kalkkastens zurückgenommen und die Bevölkerung ermähnt wird, sich ruhig zu verhalten. t davon sein, daß. den geringen deutschen Ter­ rainverlusten im Sommegebiet eine entschei­ dende Bedeutung beizumessen sei, namentlich wenn der Kraftaufwand, die Zeit und beson­ ders der Umstand in Betracht gezogen werde, daß den englisch-französischen Angriffen ein erreichbares Ziel fehle, das ausschlaggebende Wirkung haben könnte. • Auch heute könne weder Bcrpaume noch Peronne eine solche Be­ deutung beigemessen werden. Von einem wirklichen Durchbruche könne keine Rede sein. Da dränge sich von selbst die Frage auf, was die Fortsetzung der Schlacht an der Somme und die damit verbundenen Opfer für einen Zweck haben könnten. Ueber die Lage bei Verdun bemetzktOberst Egli: Die von den Franzosen im Raume nördlich von Verdun in der letzten Woche gemeldeten Erfolge hätten vorläufig nur ört­ liche und keineswegs weitergehende Bedeut­ ung. Sie könnten wohl die Linien des Geg­ ners ein Stück Lurückdriängen, aber nicht durch­ stoßen. (Z.) Tie Sommeschlacht. Laut schweizerischen Blättern berichtet der Secolo aus Paris, Haß 25 englisch-französische Divisionen für die Fortsetzung der Kämpfe an der Somme bereitstehen. Es sei daher vorläufig an ein.Abflauen der Kämpfe nicht zu denken. (Z.) Oesterreich ischcs Fliegeirbombarvement. Bern, 12. Sept. Laut Privatnachrichten aus Mailand soll am Montag vormittags ein österreichisches Flugzeug von Edolo kommend bis Sondrio gelangt sein. Es hat angeblich nur eine Bombe abgeworfen. (Z.) Ter italienische Schisfsverlust. Lugano, 12. Sept. In den letzten zwei Wochen wurden 15 große italienische Dam­ pfer mit'Kohlen,und Getreide versenkt, ebenso ein Dampfer^mit amerikanischer Munitions. Tie rumänische Köinigsfamilie von Bu­ karest abgereist. Berlin, 12. Sept. Verschiedene Blät­ ter geben die Meldung der Bukavester Moldawa wieder, Wonach die rumänische Königs­ familie Bukarest verlassen habe. Knnldgebungen gegen den Krieg. Ter Voss. Ztg. zufolge fanden in Ru­ mänien viele Kundgebungen statt, um die Ein­ berufung des Parlaments durchzufüWen. Es scheint, daß die Kriegsgegner eine starke Pro­ paganda zu entwickeln vermögen. .Russisch-rumänischer Kriegsrat. Nach einer Petersburger Meldung ruft die gegenwärtige Kriegslage an der rumäni­ schen Front in russischen wie in rumänischen Militärkreisen lebhafteste Beunruhigung her­ vor. Der Zar berief einen Kriegsrat nach</p>
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          <p>Handel tut) Verkehr. Nürnberg, 9. Sept. (Hopfenbericht.) In der zweiten Wochenhälfte wurden bei einer Zufuhr von 400 Ballen annähernd 200 Bal­ len schleppend verkauft. Der größte Teil des Umsatzes bestand aus Hallertauer in der Preis­ lage von 72—85 Mark. Bei lustlosem Ge­ schäftsgang und matter Stimmung sind die Preise nachgebend. Preise am 9. September für 50 Kilogramm: Markthopfen 60—80 Mk., Hallertauer prima 80—90 Mark, Hallertauer mittel 58—75 Mark, Württemberger (Tettnanger) 85—98 Mark. Handel tut) Verkehr. Nürnberg, 9. Sept. (Hopfenbericht.) In der zweiten Wochenhälfte wurden bei einer Zufuhr von 400 Ballen annähernd 200 Bal­ len schleppend verkauft. Der größte Teil des Umsatzes bestand aus Hallertauer in der Preis­ lage von 72—85 Mark. Bei lustlosem Ge­ schäftsgang und matter Stimmung sind die Preise nachgebend. Preise am 9. September für 50 Kilogramm: Markthopfen 60—80 Mk., Hallertauer prima 80—90 Mark, Hallertauer mittel 58—75 Mark, Württemberger (Tettnanger) 85—98 Mark.</p>
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          <p>"Und wenn es dreimal soviel kostet, die Reise wird ohne jede Einschränkung ge­ macht." : Mit inniger Befriedigung hatte Tante Jertchen bereits den letzten Rest der alten Schuld ihres Bruderjs abgezählt, und als das Geld fort tzar, hatte sie ein bißchen ge­ weint. Anne-Rose umarmte sie zärtlich. "Gott, es wird Dir furchtbar schwer, Dich von Deinem Sorgenbündel zu trennen, mein liebes Tantchen?" Da lachte die alte Dame schon wieder. "Wahrhaftig, Kind, beinahe hast Du recht. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wenn er einen langen Weg mit Bleisohlen an den Füßen spatzieren gegangen ist, muß er sich erst an leichteres Schuhzeug gewöhnen. Man hat förmlich Angst, daß man fortfliegt, so leicht ist einem zu Mute." Die Langendorfer hatten mit Hans von Rathenow ihren Gegenbesuch in Retzbach ge­ macht. Dieser hatte alle Mühe, seinen Aerger zu bezwingen, als er den herrlichen Besitz kennen lernte, der Anne-Rose ®ugefalten war. Man tauschte dann noch einige Besuche aus. Und bei einer Gelegenheit sprachen dann auch Bil­ lachs von Ihrer bevorstehenden Reise, von der sie erst im Mäch wiederkehren würden' RNEyerische 9WSten * Velden, 11. Sept. (Plötzlicher Tod.) Die 63 Jähre alte Austragsgütlerswitwe Elise Fi­ scher von Steeg bei Walkersaich weilte bei ihrer Tochter in Hubenstein aus Besuch. Auf dem Heimwege wurde sie von einetnf Herz­ schlag getroffen und abends auf dem Fuß­ wege in der Mähte von Mederhub als Leiche aufgefunden. .Taussirchen «. 93., 10. Sept. (Brand) In Brandstätt ist das Anwesen des Oekonomen Korber mit den Nebengebäuden vollständig niedergebrannt. Es ist dies innerhalb kurzer Zeit das zweite Großseuer. Die Ursache des Feuers ist unbekannt, doch vermutet man Brandstiftung. Pattzenpors, 11. Sept. (Aufgegriffene Franzosen.) Einem z. Zt. auf Urlaub be­ findlichen Larchwehrmanne begegneten gestern abends gegen halb 10 Uhr zwei Männer, die ihn um den AVeg nach Landshut fragten. An der Sprache meiste er sofort, daß es nur Franzosen sein konnten. In entgegenkommen­ der Weise erklärte er sich bereit eine Strecke mit ihnen zu gehen, um ihnen den allernäch­ sten Weg zu zeigen. Bei der Brauerei in Paötendorf angekommen schützte er grSßpn Durst vor und lud die Franzosen ein, auch ein Glas Bier zu trinken? sie folgten ahnungslos der Einladung. Er veranlaßte an unauffälliger Weise die Herbeiholung der Gendarmerie von Rottenburg, die auch bald eintraf und die beiden Franzosen verhaftete. Sie waren in Zivilkleidern und gaben an von Ingolstadt zu kommen und bereits sechs Tage unterwegs zu sein. Mit ^Proviant waren sie gut verk sehen, denn sie -trugen in ihren Rucksäcken ca. 60 Pfund Dauerwurstwaren, Zwieback, Diquöre etc. mit. &lt; Passau, 10. Sept. (Fischer-Glück.) Ein eifriger Jünger Petri hatte beim Angeln auf Grund im Inn das Malheur, daß er mit dem Blei an der nahen Ortspitze hängen blieb. Dabei blieb nicht allein das Blei, sondern auch ein Teil der teuren Schnur hängen und riß "xto. Als der Fischer gestern wieder am gleichen Platze angelte, zog er an seiner Angel mit eine Schnur heraus, welche sich fest um dieselbe gewickelt hatte. Nun war guter Rat wenig herzlicher Weise mit einander um. Daß sie einander äuswichen, so gut es ging, bemerkte der alte Herst allerdings nicht, aber er sah doch, daß sie sich nicht gerade Wik ,großer Vorliebe suchten und immer nur das Nötigste zusammen sprachen. Einmal gab der alte Herr seinem Schwie­ gersohn gegenüber seinem Befremden darüber Ausdruck. "Habt Ihr irgend etwas miteinander, Du und Lothar Retzbach? Cs fällt mir aus, daß'Ihr recht wenig intim miteinander seid. Habt Ihr Euch etwa gelzjankt?" fragte Langendors. Hans schüttelte Heftig den Kopf. "Durchaus nicht, Papa. Du bist nur sehr im Irrtum, wenn Du glaubst, daß wir sehr innig befreundet ’fm!b. IVir haben einfach ein paar Semester Bude an Bude gewohnt und zuweilen einen Schoppen miteinander ge­ trunken. Ta entsteht so eine Art Gewohnheitsfreundschask. Ties ist das weder ihm noch mir gegangen." (Fortsetzung folgt.) "O wie schade," sagte Christa, die sich sehr Esu Anne-Rose.hingezogen fühlte, "dann sind Sie also um die Weihnachtszeit nicht fn Retzbach?" "Stein, liebe Christa, sondern wahrschein­ lich in Kairo." "O, das tut mir leid. Ich hatte gehofft, Sie würden unser Hochzpitsfest mitfeiern. Ich hatte mich so sehr daraus gefreut." Christa war ehrlich betrübt. Aber ihr Verlobter war sehr froh, daß Anne-Rose nicht bei seiner Hochzärt mit Christa zugegen sein würde. Anne-Rose.fühlte etwas wie Erleichterung, daß sie dieser Hochztzit entgehen konnte. Sie hatte Ehrista gegenüber Jmrrter ein leises be­ drückendes Gefühl, als beteilige sie sich an einem Betrug, weil sie doch wußte, daß Hans Rathenow feine Braut nicht liebte. Aber sie hätte Christa atrch um keinen Preis die Wahrheit jagen Wunen, denn sie sah, wie glücklich diese sich fühlte als Braut des ge­ liebten Mannes. Mit Hans von Rathenow verkehrte sie in höflich konventionellem Ton, soweit es sich nicht ganz vermeiden ließ. Zum Erstaunen des Herrn von Langendorf gingen auch die beiden "Freunde" Hans und Lochar in sehr</p>
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