Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-09-15. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 251, 1916-09-15. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Feindliche Anstürme an der Somme abgeschlagen. — Ein russischer Sturmversnch in den Karpathen gescheitert. — Mackensens Vormarsch in der Dobrndscha. — Die griechische Ministerkrise. ────────── Im Westen kam es an der SoMme zu wiederholten feindlichen Angriffen von Ginchh bis zur Somme, die jedoch unter blutigen Verlusten fünden Feind abgeschlagen wurden^ Es konnte sogar bei Gegenstößen von den Unsern wieder Gelände gewonnen ffvtzrden.Auch rechts der Maas an der Souvilleschluchit wur­ den französische Angriffe abgeschlagen. Im Osten sind rMische Angriffe auf den Capul mißlungen. Die russischen Berichte wußten schon vor einigen Tagen zu berichften, daß die Russen den Capul besetzt hätten. Der gestrige Heeresbericht strafte diese russischen Meldungen kurz und bündig Lü­ gen. > In der 'Dobpudscha geht der Vormarsch der Armee Mackensen ununterbrochen weiter. Nach Schweizer Berichten sollen die Rumänen und Russen ihre Kräfte erst aus der Linie Czernawoda-—Constantza, dem alten Trojans­ wall sammeln. Vielleicht kommt dort auch noch die englische Reklamedivision hinzu, die auf dem Wege nach Rumänien sein soll. DieGreu» eitoten der Rumänen an der Zivilbevölker­ ung der Dobrpdscha entflammen den Haß der Bulgaren gegen "diese Mörderbande .auf das äußerste und es ist fein Wunder', wenn sie wenig Federlesens mit ihnen machen. An der mazedonischen Front wurden feindliche Angriffe abgeschlagen und Kavalla nun von den Bulgaren besetzt. An der italienischen Front wurde das Forame-Gebiet an der Tiroler Grenze vom Feinde gesäubert. , Italienische Flieger unternahmen einen Angriff auf Triest und Parenzo, richteten aber trotz Massenaufgebots nur geringfügigen Schaden an. Die HeeresSMe. Ser Sevtsche Bericht. WTB. Berlin, 14. September. Mittags. ^ Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz«. Front des Generalseldmarschall Kronprinz, Rupprecht cho« Bayer«. In der Schlacht an der.Somme beidersei­ tige Artilleüiekämpfe von großer Heftigkeit'. Wiederholte statte feindliche Angriffe zwi­ schen Ginchh und der Somme und an mehre­ ren Stellen südlich 'des Flusses sind blutig ────────── Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. Im Westen kam es an der SoMme zu wiederholten feindlichen Angriffen von Ginchh bis zur Somme, die jedoch unter blutigen Verlusten fünden Feind abgeschlagen wurden^ Es konnte sogar bei Gegenstößen von den Unsern wieder Gelände gewonnen ffvtzrden.Auch rechts der Maas an der Souvilleschluchit wur­ den französische Angriffe abgeschlagen. Im Osten sind rMische Angriffe auf den Capul mißlungen. Die russischen Berichte wußten schon vor einigen Tagen zu berichften, daß die Russen den Capul besetzt hätten. Der gestrige Heeresbericht strafte diese russischen Meldungen kurz und bündig Lü­ gen. > In der 'Dobpudscha geht der Vormarsch der Armee Mackensen ununterbrochen weiter. Nach Schweizer Berichten sollen die Rumänen und Russen ihre Kräfte erst aus der Linie Czernawoda-—Constantza, dem alten Trojans­ wall sammeln. Vielleicht kommt dort auch noch die englische Reklamedivision hinzu, die auf dem Wege nach Rumänien sein soll. DieGreu» eitoten der Rumänen an der Zivilbevölker­ ung der Dobrpdscha entflammen den Haß der Bulgaren gegen "diese Mörderbande .auf das äußerste und es ist fein Wunder', wenn sie wenig Federlesens mit ihnen machen. An der mazedonischen Front wurden feindliche Angriffe abgeschlagen und Kavalla nun von den Bulgaren besetzt. An der italienischen Front wurde das Forame-Gebiet an der Tiroler Grenze vom Feinde gesäubert. , Italienische Flieger unternahmen einen Angriff auf Triest und Parenzo, richteten aber trotz Massenaufgebots nur geringfügigen Schaden an. Die HeeresSMe. Ser Sevtsche Bericht. WTB. Berlin, 14. September. Mittags. ^ Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz«. Front des Generalseldmarschall Kronprinz, Rupprecht cho« Bayer«. In der Schlacht an der.Somme beidersei­ tige Artilleüiekämpfe von großer Heftigkeit'. Wiederholte statte feindliche Angriffe zwi­ schen Ginchh und der Somme und an mehre­ ren Stellen südlich 'des Flusses sind blutig Ministerkrise. zurückgeschlagen. Bei Gegenstößen ist teil­ weise Gelände gewonnen. Es wurden Ge­ fangene und Beute eingebracht. Front des deutsche« Kronprinzen. Rechts der Maas entspannen sich unter zeit­ weise sehr lebhafte» Feuertätigkeit jm Ab­ schnitte Thiaumont—Chapitrewald. Infan­ teriegefechte westlich der.'Souvilleschjlucht. . j Oestlicher Kriegsschamplatz^ Front des Generalfeldmarschalls 'Prinz Leopold von Bayer». Die Lage ist unverändert. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog ÄwL In den Karpathen ist ein russischer Sturmversuch auf den Capul mißlungen. West­ lich des Capul wird noch gekämpft. In Siebenbürgen feine Ereignisse von Be­ deutung. Balkankriegsschauplatz. Hperesfspoutt des Generalfeldmarschalls von Mackensen. ^ In der Dobrndscha sind die deutschen, bul­ garischen und .türkischen Truppen unter er­ folgreichen 'Kämpfen in weiterem Vordringen. Mazedonische Front. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderseits des Ostrowosees, an der Moglenafront und west­ lich des Wardar. Nördlich der Ceganska-Planina, sowie am Kukuruz ,und Koril wurden wiederholt starke feindliche Angriffe abgeschlrpgen. Kavalla ist bwl bulgarischen Truppen besetzt. t Ter 1. Generalquartiermeister': i , Ludendorff. 9er Den.-mg. Bericht. WTB. Wien, 14. September. Mittags. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz» Front gegen Rumänien. Mehrere feindliche Angriffe westlich und östlich pon Hermannstadt ^Nagy Szeben) wur­ den abgewiesen. An den übrigen Frontteilen keine Ereignisse. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen wird abermals heftig gekämpft. Nach ausgiebiger Artillerievorbe­ reitung, die sich zum Trommelfeuer steigerte, stürmte,der Feiud gegen mehrere unserer Stel­ lungen auf dem Kmotree, der Ludowa und ────────── Der öster.-ung. Bericht. Ministerkrise. zurückgeschlagen. Bei Gegenstößen ist teil­ weise Gelände gewonnen. Es wurden Ge­ fangene und Beute eingebracht. Front des deutsche« Kronprinzen. Rechts der Maas entspannen sich unter zeit­ weise sehr lebhafte» Feuertätigkeit jm Ab­ schnitte Thiaumont—Chapitrewald. Infan­ teriegefechte westlich der.'Souvilleschjlucht. . j Oestlicher Kriegsschamplatz^ Front des Generalfeldmarschalls 'Prinz Leopold von Bayer». Die Lage ist unverändert. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog ÄwL In den Karpathen ist ein russischer Sturmversuch auf den Capul mißlungen. West­ lich des Capul wird noch gekämpft. In Siebenbürgen feine Ereignisse von Be­ deutung. Balkankriegsschauplatz. Hperesfspoutt des Generalfeldmarschalls von Mackensen. ^ In der Dobrndscha sind die deutschen, bul­ garischen und .türkischen Truppen unter er­ folgreichen 'Kämpfen in weiterem Vordringen. Mazedonische Front. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderseits des Ostrowosees, an der Moglenafront und west­ lich des Wardar. Nördlich der Ceganska-Planina, sowie am Kukuruz ,und Koril wurden wiederholt starke feindliche Angriffe abgeschlrpgen. Kavalla ist bwl bulgarischen Truppen besetzt. t Ter 1. Generalquartiermeister': i , Ludendorff. 9er Den.-mg. Bericht. WTB. Wien, 14. September. Mittags. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz» Front gegen Rumänien. Mehrere feindliche Angriffe westlich und östlich pon Hermannstadt ^Nagy Szeben) wur­ den abgewiesen. An den übrigen Frontteilen keine Ereignisse. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen wird abermals heftig gekämpft. Nach ausgiebiger Artillerievorbe­ reitung, die sich zum Trommelfeuer steigerte, stürmte,der Feiud gegen mehrere unserer Stel­ lungen auf dem Kmotree, der Ludowa und dem Capul und wurde blutig abgewiesen. Im Cibo-Tal ist der Kampf noch im Gange. , Heeresfront das Generalfeldmarschalls ; Prinzen Leopold von Bayern. Unveränderr. , Italienischer Kriegsschauplatz. i Das, feindliche Geschützfeuer gegen die Karsthochfläche gewann zusehends an Starte. In Tirol setzten unsere Truppen die Säuber­ ung des Forame-Göbiets fort, nahmen bei Eroberung einer Höhenstellung ,44 Alpini, darunrer '2 Offiziere, gefangen und erbeuteten ein Maschinengewehr sowie ,namhafte Vor­ räte. Unsere "Stellungen .auf dem FaßnerKamm stehen unter anhaltendem Artilleriefeuer. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeu­ tung. Der stellvertretende Chef des Generalstabe» t v. H o e f e r, Feldmarschalleutnanr. Ereignisse zur See. Am 13. September nachmittags hat ein feindliches Flugzeug-Geschwader, bestehend aus 18 Caproni, unter Bedeckung von 3 Abweehrslugzeugen einen Angriff gegen Triest unternommen. Zur Unterstützung hielten fich int Golf 6 feindliche Torpedoboote und zwei, Motorboote auf. Es wurden zahlreiche Bom­ ben abgeworfen, jedoch nur sehr geringfügiger Sachschaden und gar kein militärischer ange­ richtet. Soweit bekannt, wurde ein Mann leicht verletzt. Linienschiffsleutnant Aanfield zwang im Lufrkampf .ein feindliches Abwehrflugzeug zum Niedergehen und Rückzug hin­ ter die feindlichen Linien. Eigene Flugzeuge und Abwehrbatterien erzielten Treffer auf feindliche Torpedoboote. 1 i i, i Zu gleicher Zeit erschien ein feindliches Flugzeuggeschwader über Parenzo und warf etwa 20 Bomben .ab. Außer der Zerstörung einer Feldhütte wurde kein Schaden angerich­ tet. Flottentommando. , 9er dulWische Bericht. Sofia, 13. Sept. Am .der rumänischen Front längs der Donau herrscht Ruhe. Das Vorrücken in der Dobrudscha dauert fort Dev Kommandant der dritten Armee meldet ergän­ zend: Unsere Offiziere, die gestern aus Silistria, Tutrakan und Umgebung zurückkehr­ ten und Augenzeugen der dortigen Ereig­ nisse waren, berichten, jbafc die rumänischen ────────── Truppen während ihres schmählichen ^Rückzu­ ges haarsträubende Ausschreitungen an der friedfertigen wehrlosen bulgarischen Bevölke­ rung verübt ^hatten. Es wurde die Leiche ei­ nes minderjährigen Mädchens gefunden, Zn zwei Teile zerrissen. D ie Antat geschah wahr­ scheinlich, nachdem das Kind vergewaltigt wor­ den war. An diesen Scheußlichkeiten der ge­ schlagenen rumänischen rpTPPen haben sich' auch einzelne russische Abteilungen beteiligt, die sich in Silistria befanden. Mazed vnische Front: Gestern star­ kes beiderseitiges Artilleri- und Jnfantertefeuer beim Ostrvvo-See, im Mogle na-Gebiet verstärktes Artillerie- und Jnfanteriefeuer u. Minentätigkeit. An einzelnen Stellen ver­ suchte der Feind vorzudringen, wurde jedoch durch Feuer zurückgetrieben. Im Barbartale und am Doiransee lebhaftes Artillerlefeuer. Beim Uutkvwosee sind zwei italienische Ba­ taillone eine Eskadron und eine Batterie vom Dorfe Butkowo bis Butkowo-Dsi-Maja vor­ gerückt. Unsere dort befindlichen Abteilungen griffen sie energisch an .und jagten sie in die Flucht. Bon unseren Truppen verfolgt, zog sich der Gegner gegen das Darf Butkowo zurück. Es wurden gefangen 1 "Offizier, 1 OfsiziersafpWvrt und 87 Mann. Bisher wur­ den bestattet 2 Offiziere und mehr als 70 Mann. Erbeutet wurden 200 Gewehre. Dies ist die zweite Begegnung mit den Italienern. Im Strumatale spärliches Artilleriefeuer, An der ägäischen Küste kreuzt wie gewöhnlich die feindliche Flotte. , Der tMIfdje Bericht. Ko nsta n ti nopel, 9. Sept. (Verspätet eingetroffen.) Amtlicher türkischer Bericht: In Euphtat-,Abschnitt wurde ein Ueberrunipelungsversuch vereitelt und der Gegner zur Flucht gelungen. Im,Tigris-Abschnitt unternahmen wir Fortdauernd mit Erfolg größere Gefechte und AufWrungsvorstöße unserer Patrouillen. Kau'kasusfropt: Die Ueberrumpelung die der Feind in der Nacht vom 8. auf 9. September gegen unsere Stellungen unter­ nahm, wurde durch unsern Gegenangriff voll­ ständig mit schwersten Verlusten für die Rus­ sen zurückgewiesen. Wein beim Sturm ge­ gen eine Höhe verlor der Feind 2000 Mann. auf dem linken Flügel nähmen wir die feind­ lichen Artilleriestellungen unter heftiges Feuer. Bon den übrigen Fronten ist kein Ereig­ nis zu melden. Rach den jüngsten Meldungen haben un­ sere Truppen mit Anterstützung der Deut­ schen und bulgarischen Truppen in der nörd­ lichen Dobrudscha zahlreiche, ziemlich starke ruffisch-rumänische Abteilungen zurückgeschla­ gen. Der Vizegeneralissimus. ────────── Der türkische Bericht. Truppen während ihres schmählichen ^Rückzu­ ges haarsträubende Ausschreitungen an der friedfertigen wehrlosen bulgarischen Bevölke­ rung verübt ^hatten. Es wurde die Leiche ei­ nes minderjährigen Mädchens gefunden, Zn zwei Teile zerrissen. D ie Antat geschah wahr­ scheinlich, nachdem das Kind vergewaltigt wor­ den war. An diesen Scheußlichkeiten der ge­ schlagenen rumänischen rpTPPen haben sich' auch einzelne russische Abteilungen beteiligt, die sich in Silistria befanden. Mazed vnische Front: Gestern star­ kes beiderseitiges Artilleri- und Jnfantertefeuer beim Ostrvvo-See, im Mogle na-Gebiet verstärktes Artillerie- und Jnfanteriefeuer u. Minentätigkeit. An einzelnen Stellen ver­ suchte der Feind vorzudringen, wurde jedoch durch Feuer zurückgetrieben. Im Barbartale und am Doiransee lebhaftes Artillerlefeuer. Beim Uutkvwosee sind zwei italienische Ba­ taillone eine Eskadron und eine Batterie vom Dorfe Butkowo bis Butkowo-Dsi-Maja vor­ gerückt. Unsere dort befindlichen Abteilungen griffen sie energisch an .und jagten sie in die Flucht. Bon unseren Truppen verfolgt, zog sich der Gegner gegen das Darf Butkowo zurück. Es wurden gefangen 1 "Offizier, 1 OfsiziersafpWvrt und 87 Mann. Bisher wur­ den bestattet 2 Offiziere und mehr als 70 Mann. Erbeutet wurden 200 Gewehre. Dies ist die zweite Begegnung mit den Italienern. Im Strumatale spärliches Artilleriefeuer, An der ägäischen Küste kreuzt wie gewöhnlich die feindliche Flotte. , Der tMIfdje Bericht. Ko nsta n ti nopel, 9. Sept. (Verspätet eingetroffen.) Amtlicher türkischer Bericht: In Euphtat-,Abschnitt wurde ein Ueberrunipelungsversuch vereitelt und der Gegner zur Flucht gelungen. Im,Tigris-Abschnitt unternahmen wir Fortdauernd mit Erfolg größere Gefechte und AufWrungsvorstöße unserer Patrouillen. Kau'kasusfropt: Die Ueberrumpelung die der Feind in der Nacht vom 8. auf 9. September gegen unsere Stellungen unter­ nahm, wurde durch unsern Gegenangriff voll­ ständig mit schwersten Verlusten für die Rus­ sen zurückgewiesen. Wein beim Sturm ge­ gen eine Höhe verlor der Feind 2000 Mann. auf dem linken Flügel nähmen wir die feind­ lichen Artilleriestellungen unter heftiges Feuer. Bon den übrigen Fronten ist kein Ereig­ nis zu melden. Rach den jüngsten Meldungen haben un­ sere Truppen mit Anterstützung der Deut­ schen und bulgarischen Truppen in der nörd­ lichen Dobrudscha zahlreiche, ziemlich starke ruffisch-rumänische Abteilungen zurückgeschla­ gen. Der Vizegeneralissimus. ────────── England der Feind! Berlin, 14. Sept. Die "Deutsche Ta­ geszeitung" entnimmt der "Deutschen und frech­ konservativen Zeitschrift" folgenden aus Kiel, September 1916, datierten Apfruf: Bitter ernst ist die Stunde. .Wohl blicken wir- dankbar und stolz auf die 'Erfolge, die unsere Wehr­ macht in einem zweijährigen Völkerrjngen ohnegleichen erzielte. Aber- alle Erfolge kön­ nen uns nicht den deutschen Frieden bringen, wenn sich' nicht die Erkenntnis durchgingt, daß Deutschlands Ehre und Größe von der bal­ digen Niederwerfung Englands abhängt. Ein Diese ging inzwischen mit langsamen Schritten ins Haus. Sie wußte nicht, warum ihr das Herz gar so weh, tast Es kam ihr nicht zum Bewußtsein, wie traurig sie aussah Das merkte auch nur Tante Jettchen mit ihren scharfen Augen. Anne-Rose ging auf ihr Zim­ mer. Und da saß sie lange still und sinnend in einem Sessel und ließ in Gedanken all die Stunden vorüberziehen, die sie gemeinsam mit Lothar verlebt hatte. Biele waren es nicht, aber sie hatten alle ein eigenes, tiefes Ge­ präge und ihr war, als kenne sie ihn schon seit langen Jahren. AIs sie sich endlich aus ihrem Sinnen mit einem recht tiefen 'Atem­ zuge aufiichtete, da dachte sie: "Wie gut, daß er für immer nach Retz­ bach kommen wird, sonst hätte miich das ganze Leben nscht mehr gefreut. Und es ist doch so schön, das Leben-" Mit glänzenden Augen sah sie in die Ferne und leise hauchten ihre Lippen: "Auf Wiedersehen — tm Frühjahr." • Nach Lothars Abreise war eine große Unrast über Anne-Rose gekommen. Sie trieb nun, selbst, hastiger als Tante Jettchen, zur Abreise. ! Es gab noch einige lauge Konferenzen mit Doktor Haffner, der beauftragt wurde, die nötigen Gelder an verschiedene Banken im Ausland anzuweisen. Auch sonst mußte eine hübsche Summe flüssig gemacht werden. Man mußte sich in Berlin für die Reise neu equipieren und verschiedene Anschaffungen machen. Das ging aber alles ganz glätt. Dann hätte Anne-Rose noch eine lange Unterredung mit Frau Brigitte 'Engel. Sie teilte dieser ihre Wünsche mit, welche ZimMer für sie und ihre Angehörigen hergerichtet wer­ den sollten und beriet mit der Haushälterin, in welcher Weise die Leute zu Weihnachten be­ schenkt werden sollten. Das machte Anne-Rose viel Freude und Frau Engel mußte mit Tante Jettchen ein wenig bremsen, weil.Anne-Rose leicht des Gu­ ten zu viel getan und die Leute zu sehr ver­ wöhnt hätte. Dann gab Anne-Rose Frau Engel noch Anweisung, dqß die beiden alten Me Herrin non MW. Roman von H. Courths-Wahler. 57i (Nachdruck verboten.) Lothar achtete nicht auf seine Umgebung. Er schloß die Augen und rief sich AnneRoses Bild zurück.; I ! L !> Diese ging inzwischen mit langsamen Schritten ins Haus. Sie wußte nicht, warum ihr das Herz gar so weh, tast Es kam ihr nicht zum Bewußtsein, wie traurig sie aussah Das merkte auch nur Tante Jettchen mit ihren scharfen Augen. Anne-Rose ging auf ihr Zim­ mer. Und da saß sie lange still und sinnend in einem Sessel und ließ in Gedanken all die Stunden vorüberziehen, die sie gemeinsam mit Lothar verlebt hatte. Biele waren es nicht, aber sie hatten alle ein eigenes, tiefes Ge­ präge und ihr war, als kenne sie ihn schon seit langen Jahren. AIs sie sich endlich aus ihrem Sinnen mit einem recht tiefen 'Atem­ zuge aufiichtete, da dachte sie: "Wie gut, daß er für immer nach Retz­ bach kommen wird, sonst hätte miich das ganze Leben nscht mehr gefreut. Und es ist doch so schön, das Leben-" ────────── den. Es müsse also doch ein Mittel geben, um diese Insekten ausrotten zu können. Die­ ses Lob auf Deutschland ist von der öffent­ lichen Meinung mit grohesm Unwillen aufge­ nommen worden. Man soll aber nicht glau­ ben, datz die russischen Arbeiter bescheidener wären. Bei Kriegsausbruch erklärten die Ar­ beiter, daß sie die Arbeit ebenso gut leiten könnten tote die deutschen Werkmeister. Da­ raufhin wurden alle deutschen Werkmeister ent­ fernt und verschickt Mld die russischen E^satztleute fingen ihre Arbeit wagemutig an. Jetzt sieht sich die Regierung genötigt, möglichst viele Deutsche wieder zurückzuschaffen, denn die russischen Arbeiter waren derartig ver­ ständnislos mit den Maschinen umgegangen, daß die meistern Betriebe unter ewigen maschi­ nellen Störungen zu leiden hatten. Man sah Nun ein, datz es so nicht weiter gelten konnte find mutzte notgedrungen ,zu dev mrtzliebiigen Matznahme, ,der^Wiedevanstellung der deut­ schen Werkmeister!, schreiten. Neulich stockte der Telegyaphtenverkehr zwischen Schweden u. Rußland, der durch das Kabel Nhstad—Stock­ holm, das bisher Tänisch-russisch war, geleitet wird. Es hat sich jetzt herausgestellt, datz das Kabel ganz von den Russen übernommen worden ist? diese hatten die unliebsame Stö­ rung durch ihre Unkenntnis in der' Handha­ bn rxg heraufbeschworen. Fapautisch-koreauische Verlobung. PetitParisien meldet die Verlobung des koreanischen Prinzen Li mit einer japanischen Prinzessin. ────────── Allerlei. Allerlei. Beim HLndewafchcht ist in Volkach der be­ tagte Ortsbürger Wachinger in den Main ge­ fallen und ertrunken. Erstochonl wurde in Mürzburg in einer Wirtschaft im Verlaufe eines Streites ein Sol­ dat von seinem Kameraden mit dem Bajonett'. Umfangreiche Untmschlagungen, die auf mehrere Jahre zurückreichen, hat der seit 25 Jahren tn der Schuhfabrik Qeimann in Schweinsurt angestellt Prokurist Pfänder ver­ übt. Ihre Höhe wird auf etwa 25 000 Mk., geschätzt. Pilzreichtum in Böhme«. Die letzten warimen Tage haben das Wachstum der Schwämme außerordentlich begünstigt. Täglich kommen Waggonladungen von Schwämmen auf die städtischen Märkte, besonders nach Prag und Wien, wo sie ein verhältnismäßig billiges Nahrungsmittel abgeben., ────────── Niederbayerische Nachrichten. MerWerische Nachrichten Güuptkofc«, 15. Sept. (Auszeichnung.) Dem Unteroffizier und Ofsiziersaspiranten der Feldartillerie, Herrn Otto Ortbauer, Sohn des Herrn Hauptlchrer Ortbauer hier, wurde für tapferes Verhalten vor betn Feinde das Mi­ litärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern verliehen. 1 Lampa« a. Js., J14. Sept. (Einbruch in die Postageutnr.) In der Nacht zum 9. September wurde iiu die Bahnagerrtur Simbach b. L. eingebrochen und aus der Schalterkasse ein Geldbetrag von 86 Mavk gestohlen. SchÄniberg, 14. Sept. /Diebstahl.) JnKniereut wurde ein Geldbetrag von 350 Mark gestohlen nebst einem qpf den.Taglöhner ~<äg. Mader Don Kniereut lautenden Mjilitärpaßs ────────── Lokales. Mal«. Landshut, 15 September —* Das Eiserne Kreuz wurde betn Landwehrmanne Michael Deutinger, Fuhr­ mann von hier. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Gg. Amler von Berg o. L. ver­ liehen. —* Das Militär-Berdienstkreuz 3. Masse mit Krone und Schwertern wurde betn Unteroffizier einer Fernsprechabteilung Herrn Karl Eisenreich, Sohn des Herrn Hofdenti­ sten Eisenreich hier verlieben. —* Das Fest der Silbernen Hoch­ zeit feiern heute die SchuhmachepmeistersEhegatten Franz und Anna Obevmeyer hier im Kreise ihrer Familie. —* Die Volkshauptschule St. Mar­ tin zählt im neubegonnenen Schuljahre 16 Abteilungen (Kurse) mit 822 Schülern, so datz durchschnittlich auf eine Abteilung 51 <3 l Die "Letpz. N. N." melden: Die allge­ meine Entrüstung über die^rumänischen Greu­ eltaten in der Dobrudscha wächst in Sofia la­ winenartig an. Alt urld jung verlangt, in die Armee eingereiht zu werden, um die Un­ taten zu rächen. Besondere Empörung herrscht über die Greuel an den Schulkindern, welche in die Schulgebäude gesperrt und lebendig verbrannt wurden. Die Oesfentlichkeit ver­ langt, die Regierung dürste sich nicht mit Protesten begnügen, sondern müsse unverzüg­ lich über die rumänischen Kriegsgefangenen Repressalien verhängen. Unter solchen Um­ ständen ist es begreiflich, wenn der. Krieg ge­ gen Rumänien in unerbittlicher Weise fort­ gesetzt wird. J8) ' Bulgarische Lbiegsbegeisterung. Sofia, 8. Sept. ((Verspätet eingetroffen.) Der Minister des Lnnern Popow bot seinen Rücktritt an, um Lieder in das Heer einzutre­ ten, ow er-,den Rang eines Oberstleutnants be­ kleidet. Der König mahm die Demission an und verlieh! dem Minister das Großkreuz des Zivilverdienstoridens. Die Leitung des Mi­ nisteriums des Innern übernimmt Mnisterpräsident Radeslawow. N,Versuchung dcT rumänischen Greuel. Sofia, 14. Sept. - Sämtliche .Vertreter der Neutralen in -Sofia erhielten eine Ein­ ladung zur Teilnahme an einer internatio­ nalen Untersuchung der rumänischen Greuel­ taten.