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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-09-15"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 251</biblScope>
          <date when="1916-09-15">1916-09-15</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
        </bibl>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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        <correction status="low" method="silent">
          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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      <projectDesc>
        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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    </encodingDesc>
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          <p>Kavalla von ven Bulgaren besetzt. Kavalla von ven Bulgaren besetzt. Feindliche Anstürme an der Somme abgeschlagen. — Ein russischer Sturmversnch in den Karpathen gescheitert. — Mackensens Vormarsch in der Dobrndscha. — Die griechische Ministerkrise.</p>
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          <p>Im Westen kam es an der SoMme zu wiederholten feindlichen Angriffen von Ginchh bis zur Somme, die jedoch unter blutigen Verlusten fünden Feind abgeschlagen wurden^ Es konnte sogar bei Gegenstößen von den Unsern wieder Gelände gewonnen ffvtzrden.Auch rechts der Maas an der Souvilleschluchit wur­ den französische Angriffe abgeschlagen. Im Osten sind rMische Angriffe auf den Capul mißlungen. Die russischen Berichte wußten schon vor einigen Tagen zu berichften, daß die Russen den Capul besetzt hätten. Der gestrige Heeresbericht strafte diese russischen Meldungen kurz und bündig Lü­ gen. &gt; In der 'Dobpudscha geht der Vormarsch der Armee Mackensen ununterbrochen weiter. Nach Schweizer Berichten sollen die Rumänen und Russen ihre Kräfte erst aus der Linie Czernawoda-—Constantza, dem alten Trojans­ wall sammeln. Vielleicht kommt dort auch noch die englische Reklamedivision hinzu, die auf dem Wege nach Rumänien sein soll. DieGreu» eitoten der Rumänen an der Zivilbevölker­ ung der Dobrpdscha entflammen den Haß der Bulgaren gegen "diese Mörderbande .auf das äußerste und es ist fein Wunder', wenn sie wenig Federlesens mit ihnen machen. An der mazedonischen Front wurden feindliche Angriffe abgeschlagen und Kavalla nun von den Bulgaren besetzt. An der italienischen Front wurde das Forame-Gebiet an der Tiroler Grenze vom Feinde gesäubert. , Italienische Flieger unternahmen einen Angriff auf Triest und Parenzo, richteten aber trotz Massenaufgebots nur geringfügigen Schaden an. Die HeeresSMe. Ser Sevtsche Bericht. WTB. Berlin, 14. September. Mittags. ^ Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz«. Front des Generalseldmarschall Kronprinz, Rupprecht cho« Bayer«. In der Schlacht an der.Somme beidersei­ tige Artilleüiekämpfe von großer Heftigkeit'. Wiederholte statte feindliche Angriffe zwi­ schen Ginchh und der Somme und an mehre­ ren Stellen südlich 'des Flusses sind blutig</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. Im Westen kam es an der SoMme zu wiederholten feindlichen Angriffen von Ginchh bis zur Somme, die jedoch unter blutigen Verlusten fünden Feind abgeschlagen wurden^ Es konnte sogar bei Gegenstößen von den Unsern wieder Gelände gewonnen ffvtzrden.Auch rechts der Maas an der Souvilleschluchit wur­ den französische Angriffe abgeschlagen. Im Osten sind rMische Angriffe auf den Capul mißlungen. Die russischen Berichte wußten schon vor einigen Tagen zu berichften, daß die Russen den Capul besetzt hätten. Der gestrige Heeresbericht strafte diese russischen Meldungen kurz und bündig Lü­ gen. &gt; In der 'Dobpudscha geht der Vormarsch der Armee Mackensen ununterbrochen weiter. Nach Schweizer Berichten sollen die Rumänen und Russen ihre Kräfte erst aus der Linie Czernawoda-—Constantza, dem alten Trojans­ wall sammeln. Vielleicht kommt dort auch noch die englische Reklamedivision hinzu, die auf dem Wege nach Rumänien sein soll. DieGreu» eitoten der Rumänen an der Zivilbevölker­ ung der Dobrpdscha entflammen den Haß der Bulgaren gegen "diese Mörderbande .auf das äußerste und es ist fein Wunder', wenn sie wenig Federlesens mit ihnen machen. An der mazedonischen Front wurden feindliche Angriffe abgeschlagen und Kavalla nun von den Bulgaren besetzt. An der italienischen Front wurde das Forame-Gebiet an der Tiroler Grenze vom Feinde gesäubert. , Italienische Flieger unternahmen einen Angriff auf Triest und Parenzo, richteten aber trotz Massenaufgebots nur geringfügigen Schaden an. Die HeeresSMe. Ser Sevtsche Bericht. WTB. Berlin, 14. September. Mittags. ^ Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz«. Front des Generalseldmarschall Kronprinz, Rupprecht cho« Bayer«. In der Schlacht an der.Somme beidersei­ tige Artilleüiekämpfe von großer Heftigkeit'. Wiederholte statte feindliche Angriffe zwi­ schen Ginchh und der Somme und an mehre­ ren Stellen südlich 'des Flusses sind blutig Ministerkrise. zurückgeschlagen. Bei Gegenstößen ist teil­ weise Gelände gewonnen. Es wurden Ge­ fangene und Beute eingebracht. Front des deutsche« Kronprinzen. Rechts der Maas entspannen sich unter zeit­ weise sehr lebhafte» Feuertätigkeit jm Ab­ schnitte Thiaumont—Chapitrewald. Infan­ teriegefechte westlich der.'Souvilleschjlucht. . j Oestlicher Kriegsschamplatz^ Front des Generalfeldmarschalls 'Prinz Leopold von Bayer». Die Lage ist unverändert. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog ÄwL In den Karpathen ist ein russischer Sturmversuch auf den Capul mißlungen. West­ lich des Capul wird noch gekämpft. In Siebenbürgen feine Ereignisse von Be­ deutung. Balkankriegsschauplatz. Hperesfspoutt des Generalfeldmarschalls von Mackensen. ^ In der Dobrndscha sind die deutschen, bul­ garischen und .türkischen Truppen unter er­ folgreichen 'Kämpfen in weiterem Vordringen. Mazedonische Front. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderseits des Ostrowosees, an der Moglenafront und west­ lich des Wardar. Nördlich der Ceganska-Planina, sowie am Kukuruz ,und Koril wurden wiederholt starke feindliche Angriffe abgeschlrpgen. Kavalla ist bwl bulgarischen Truppen besetzt. t Ter 1. Generalquartiermeister': i , Ludendorff. 9er Den.-mg. Bericht. WTB. Wien, 14. September. Mittags. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz» Front gegen Rumänien. Mehrere feindliche Angriffe westlich und östlich pon Hermannstadt ^Nagy Szeben) wur­ den abgewiesen. An den übrigen Frontteilen keine Ereignisse. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen wird abermals heftig gekämpft. Nach ausgiebiger Artillerievorbe­ reitung, die sich zum Trommelfeuer steigerte, stürmte,der Feiud gegen mehrere unserer Stel­ lungen auf dem Kmotree, der Ludowa und</p>
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          <p>Der öster.-ung. Bericht. Ministerkrise. zurückgeschlagen. Bei Gegenstößen ist teil­ weise Gelände gewonnen. Es wurden Ge­ fangene und Beute eingebracht. Front des deutsche« Kronprinzen. Rechts der Maas entspannen sich unter zeit­ weise sehr lebhafte» Feuertätigkeit jm Ab­ schnitte Thiaumont—Chapitrewald. Infan­ teriegefechte westlich der.'Souvilleschjlucht. . j Oestlicher Kriegsschamplatz^ Front des Generalfeldmarschalls 'Prinz Leopold von Bayer». Die Lage ist unverändert. Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog ÄwL In den Karpathen ist ein russischer Sturmversuch auf den Capul mißlungen. West­ lich des Capul wird noch gekämpft. In Siebenbürgen feine Ereignisse von Be­ deutung. Balkankriegsschauplatz. Hperesfspoutt des Generalfeldmarschalls von Mackensen. ^ In der Dobrndscha sind die deutschen, bul­ garischen und .türkischen Truppen unter er­ folgreichen 'Kämpfen in weiterem Vordringen. Mazedonische Front. Erhöhte Gefechtstätigkeit beiderseits des Ostrowosees, an der Moglenafront und west­ lich des Wardar. Nördlich der Ceganska-Planina, sowie am Kukuruz ,und Koril wurden wiederholt starke feindliche Angriffe abgeschlrpgen. Kavalla ist bwl bulgarischen Truppen besetzt. t Ter 1. Generalquartiermeister': i , Ludendorff. 9er Den.-mg. Bericht. WTB. Wien, 14. September. Mittags. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz» Front gegen Rumänien. Mehrere feindliche Angriffe westlich und östlich pon Hermannstadt ^Nagy Szeben) wur­ den abgewiesen. An den übrigen Frontteilen keine Ereignisse. Heerasfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen wird abermals heftig gekämpft. Nach ausgiebiger Artillerievorbe­ reitung, die sich zum Trommelfeuer steigerte, stürmte,der Feiud gegen mehrere unserer Stel­ lungen auf dem Kmotree, der Ludowa und dem Capul und wurde blutig abgewiesen. Im Cibo-Tal ist der Kampf noch im Gange. , Heeresfront das Generalfeldmarschalls ; Prinzen Leopold von Bayern. Unveränderr. , Italienischer Kriegsschauplatz. i Das, feindliche Geschützfeuer gegen die Karsthochfläche gewann zusehends an Starte. In Tirol setzten unsere Truppen die Säuber­ ung des Forame-Göbiets fort, nahmen bei Eroberung einer Höhenstellung ,44 Alpini, darunrer '2 Offiziere, gefangen und erbeuteten ein Maschinengewehr sowie ,namhafte Vor­ räte. Unsere "Stellungen .auf dem FaßnerKamm stehen unter anhaltendem Artilleriefeuer. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeu­ tung. Der stellvertretende Chef des Generalstabe» t v. H o e f e r, Feldmarschalleutnanr. Ereignisse zur See. Am 13. September nachmittags hat ein feindliches Flugzeug-Geschwader, bestehend aus 18 Caproni, unter Bedeckung von 3 Abweehrslugzeugen einen Angriff gegen Triest unternommen. Zur Unterstützung hielten fich int Golf 6 feindliche Torpedoboote und zwei, Motorboote auf. Es wurden zahlreiche Bom­ ben abgeworfen, jedoch nur sehr geringfügiger Sachschaden und gar kein militärischer ange­ richtet. Soweit bekannt, wurde ein Mann leicht verletzt. Linienschiffsleutnant Aanfield zwang im Lufrkampf .ein feindliches Abwehrflugzeug zum Niedergehen und Rückzug hin­ ter die feindlichen Linien. Eigene Flugzeuge und Abwehrbatterien erzielten Treffer auf feindliche Torpedoboote. 1 i i, i Zu gleicher Zeit erschien ein feindliches Flugzeuggeschwader über Parenzo und warf etwa 20 Bomben .ab. Außer der Zerstörung einer Feldhütte wurde kein Schaden angerich­ tet. Flottentommando. , 9er dulWische Bericht. Sofia, 13. Sept. Am .der rumänischen Front längs der Donau herrscht Ruhe. Das Vorrücken in der Dobrudscha dauert fort Dev Kommandant der dritten Armee meldet ergän­ zend: Unsere Offiziere, die gestern aus Silistria, Tutrakan und Umgebung zurückkehr­ ten und Augenzeugen der dortigen Ereig­ nisse waren, berichten, jbafc die rumänischen</p>
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          <p>Truppen während ihres schmählichen ^Rückzu­ ges haarsträubende Ausschreitungen an der friedfertigen wehrlosen bulgarischen Bevölke­ rung verübt ^hatten. Es wurde die Leiche ei­ nes minderjährigen Mädchens gefunden, Zn zwei Teile zerrissen. D ie Antat geschah wahr­ scheinlich, nachdem das Kind vergewaltigt wor­ den war. An diesen Scheußlichkeiten der ge­ schlagenen rumänischen rpTPPen haben sich' auch einzelne russische Abteilungen beteiligt, die sich in Silistria befanden. Mazed vnische Front: Gestern star­ kes beiderseitiges Artilleri- und Jnfantertefeuer beim Ostrvvo-See, im Mogle na-Gebiet verstärktes Artillerie- und Jnfanteriefeuer u. Minentätigkeit. An einzelnen Stellen ver­ suchte der Feind vorzudringen, wurde jedoch durch Feuer zurückgetrieben. Im Barbartale und am Doiransee lebhaftes Artillerlefeuer. Beim Uutkvwosee sind zwei italienische Ba­ taillone eine Eskadron und eine Batterie vom Dorfe Butkowo bis Butkowo-Dsi-Maja vor­ gerückt. Unsere dort befindlichen Abteilungen griffen sie energisch an .und jagten sie in die Flucht. Bon unseren Truppen verfolgt, zog sich der Gegner gegen das Darf Butkowo zurück. Es wurden gefangen 1 "Offizier, 1 OfsiziersafpWvrt und 87 Mann. Bisher wur­ den bestattet 2 Offiziere und mehr als 70 Mann. Erbeutet wurden 200 Gewehre. Dies ist die zweite Begegnung mit den Italienern. Im Strumatale spärliches Artilleriefeuer, An der ägäischen Küste kreuzt wie gewöhnlich die feindliche Flotte. , Der tMIfdje Bericht. Ko nsta n ti nopel, 9. Sept. (Verspätet eingetroffen.) Amtlicher türkischer Bericht: In Euphtat-,Abschnitt wurde ein Ueberrunipelungsversuch vereitelt und der Gegner zur Flucht gelungen. Im,Tigris-Abschnitt unternahmen wir Fortdauernd mit Erfolg größere Gefechte und AufWrungsvorstöße unserer Patrouillen. Kau'kasusfropt: Die Ueberrumpelung die der Feind in der Nacht vom 8. auf 9. September gegen unsere Stellungen unter­ nahm, wurde durch unsern Gegenangriff voll­ ständig mit schwersten Verlusten für die Rus­ sen zurückgewiesen. Wein beim Sturm ge­ gen eine Höhe verlor der Feind 2000 Mann. auf dem linken Flügel nähmen wir die feind­ lichen Artilleriestellungen unter heftiges Feuer. Bon den übrigen Fronten ist kein Ereig­ nis zu melden. Rach den jüngsten Meldungen haben un­ sere Truppen mit Anterstützung der Deut­ schen und bulgarischen Truppen in der nörd­ lichen Dobrudscha zahlreiche, ziemlich starke ruffisch-rumänische Abteilungen zurückgeschla­ gen. Der Vizegeneralissimus.</p>
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          <p>Der türkische Bericht. Truppen während ihres schmählichen ^Rückzu­ ges haarsträubende Ausschreitungen an der friedfertigen wehrlosen bulgarischen Bevölke­ rung verübt ^hatten. Es wurde die Leiche ei­ nes minderjährigen Mädchens gefunden, Zn zwei Teile zerrissen. D ie Antat geschah wahr­ scheinlich, nachdem das Kind vergewaltigt wor­ den war. An diesen Scheußlichkeiten der ge­ schlagenen rumänischen rpTPPen haben sich' auch einzelne russische Abteilungen beteiligt, die sich in Silistria befanden. Mazed vnische Front: Gestern star­ kes beiderseitiges Artilleri- und Jnfantertefeuer beim Ostrvvo-See, im Mogle na-Gebiet verstärktes Artillerie- und Jnfanteriefeuer u. Minentätigkeit. An einzelnen Stellen ver­ suchte der Feind vorzudringen, wurde jedoch durch Feuer zurückgetrieben. Im Barbartale und am Doiransee lebhaftes Artillerlefeuer. Beim Uutkvwosee sind zwei italienische Ba­ taillone eine Eskadron und eine Batterie vom Dorfe Butkowo bis Butkowo-Dsi-Maja vor­ gerückt. Unsere dort befindlichen Abteilungen griffen sie energisch an .und jagten sie in die Flucht. Bon unseren Truppen verfolgt, zog sich der Gegner gegen das Darf Butkowo zurück. Es wurden gefangen 1 "Offizier, 1 OfsiziersafpWvrt und 87 Mann. Bisher wur­ den bestattet 2 Offiziere und mehr als 70 Mann. Erbeutet wurden 200 Gewehre. Dies ist die zweite Begegnung mit den Italienern. Im Strumatale spärliches Artilleriefeuer, An der ägäischen Küste kreuzt wie gewöhnlich die feindliche Flotte. , Der tMIfdje Bericht. Ko nsta n ti nopel, 9. Sept. (Verspätet eingetroffen.) Amtlicher türkischer Bericht: In Euphtat-,Abschnitt wurde ein Ueberrunipelungsversuch vereitelt und der Gegner zur Flucht gelungen. Im,Tigris-Abschnitt unternahmen wir Fortdauernd mit Erfolg größere Gefechte und AufWrungsvorstöße unserer Patrouillen. Kau'kasusfropt: Die Ueberrumpelung die der Feind in der Nacht vom 8. auf 9. September gegen unsere Stellungen unter­ nahm, wurde durch unsern Gegenangriff voll­ ständig mit schwersten Verlusten für die Rus­ sen zurückgewiesen. Wein beim Sturm ge­ gen eine Höhe verlor der Feind 2000 Mann. auf dem linken Flügel nähmen wir die feind­ lichen Artilleriestellungen unter heftiges Feuer. Bon den übrigen Fronten ist kein Ereig­ nis zu melden. Rach den jüngsten Meldungen haben un­ sere Truppen mit Anterstützung der Deut­ schen und bulgarischen Truppen in der nörd­ lichen Dobrudscha zahlreiche, ziemlich starke ruffisch-rumänische Abteilungen zurückgeschla­ gen. Der Vizegeneralissimus.</p>
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          <p>England der Feind! Berlin, 14. Sept. Die "Deutsche Ta­ geszeitung" entnimmt der "Deutschen und frech­ konservativen Zeitschrift" folgenden aus Kiel, September 1916, datierten Apfruf: Bitter ernst ist die Stunde. .Wohl blicken wir- dankbar und stolz auf die 'Erfolge, die unsere Wehr­ macht in einem zweijährigen Völkerrjngen ohnegleichen erzielte. Aber- alle Erfolge kön­ nen uns nicht den deutschen Frieden bringen, wenn sich' nicht die Erkenntnis durchgingt, daß Deutschlands Ehre und Größe von der bal­ digen Niederwerfung Englands abhängt. Ein&lt;s hat der Krieg mit stets steigender Klarheit offenbart: England ist unser eMentlichster u. gefährlichster Feind. England bedroht unser Dasein und unsere Zukunft. .Einem solchen Feinde gegenüber wäre Schonung .Versündi­ gung, Verrat am eigenen Volke. Darum gilt es, zuerst England mit .allen uns gegebenen Kampf- und Machtmitteln zu Boden zu wer­ fen. Eher an Frieden zu denken, wäre töricht und gewissenlos zugleich. Unterzeichnet haben u. a. Henneberg, Mitglied .des preußischen Äbgeordnetenhäuses, ferner Dr. Reubert, .Mit­ glied des preußischen Herrenhauses, und von Thomsen, Admiral a la suite des Seeoffizierskorps. (Z.) 1 Eine holländische Probemobilmachung. Zürich, 15. Sept. Der Tagesanzeiger weiß, zu melden, däß in Holland demnächst eine Probemobilmachung sämtlicher Land- u. Seestreitkräfte stattfindet. (Z.) Zn Dänemarks Haltung. Berlin, 14. Sept. Die "Kreuzzßg." mel­ det aus Kopenhagen: Eine Firma in Holbeck auf Seeland, die feit Jahren in lebhafter Ge­ schäftsverbindung mit einer großen deutschen Firma stand, erhielt von letzterer vor einigen Tagen als Antwort auf eine Bestellung ein Schreiben, worin es heißt: Infolge ungünsth ger Gerichte, die betreffs der Haltung Däne­ marks in Umlauf sin/ und um picht ebenso wie mit der rumänischen Kriegserklärung eine unangenehm/ Täuschung zu erleben, müssen wir Sie bitten, in einer deutschen Bank Sicher­ heit für die Waren, zu stellen, die wir liefern sollen. k Das Holbecker Amtsblatt richtet daher an alle Geschäftsleute, die ähnliche Briese aus Deutschland bekommen, die Aufforderung, die deutschen Geschäftsverbindungen über die Lage in Dänemark aufzuklären, um schädlichen Fol­ gen entgegenzutreten. Hierzu bemerkt die Kopenhagener "Po­ litiken", derartige Schreiben seien in letzter Zeit auch Firmen in Kopenhagen zugegangen, sogar in so großer Zahl, daß es aussehe, als ob es sich um ein systematisch organisiertes Auftreten Handle. Nicht alle Briefe wlestn aus rumänische Verhältnisse hin, sondern er­ wähnten im allgemeinen die zrnsicheren Ver­ hältnisse, aber alle verlangten eine schnelle Abwicklung selbst alten Kunden gegenüber. Im übrigen hält auch "Politiken" für nützlich, daß dänische Kaufleute ihren deutschen Ge­ schäftsverbindungen mitteilen, daß jeder Ver­ gleich zwischen Dänemark und Rumänien unbe­ gründet feei, weil das ganze dänische Volk die Aufrechterhaltung^ der Neutralität wünsche!. Die .in entgegengesetzter Richtung gehenden Gerüchte seien nur dem Auftreten eines klei­ nen lärmenden Kreises von .Personen zu dan­ ken, die ohne politischen Einfluß Jeien, und die trotz ihres lärmenden Auftretens keine Aufmerksamkeit erregt haben würden, wenn es nicht gewisse politische Richtungen für zweck­ mäßig gefunden hätten, sich .mit ihnen aus innerpolitischen Rücksichten zu verbinden. (S.I Schwedische Repressalien. Ratio naltidende meldet aus Stockholm: Aus Finnland kommen Klagen über drohenden Kaffeemangel. Schweden hält gegenwärtig 10 Millionen Kilogramm Kaffee zurück, der für Finnland bestimmt war, wahrscheinlich well England allen Kaffee zurückhält, der na# Schweden bestimmt ist. Die Lagerausgaben der finnischen Einsuhrhäuser sind jetzt schon aus eine bedeutende Höhe angewachsen, dckß sie ein gemeinsames Vorgehen beschlossen ha­ ben. Amerika nnfo die Handels-U-Boote. Rewhork, 14. Sept. (Funkspruch vom Vertreter des WTB.) ."Evening World" sägt in einem Leitartikel über die Untersee-Handels­ boote: Die amerikanische Regierung wird wahrscheinlich nidjlt von Hrem festen und ver­ nünftigen Standpunkt abweichen. Ein Fracht­ boot ist ein Frachtboot, ob es über oder un­ ter Wasser fährt. . Großbritannien kann kaum erwarten, daß Amerika den rechtmäßigenHandel von seinen Küsten wegtreibt, nur um die britischen Nerven zu -Honen.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Bern westlichen 1 Me Tapferen vor Berdnu. Berlin, 14. Sept. Der deutsche Kron­ prinz hat als Oberbefehlshaber.in einem Ar­ meebefehl die Verleihung des Ordens Pour te merite an den .General v. Deimling und andere Befehlshabev zur Kenntnis gebracht. Es heißt darin: Ich gebe meiner aufrichtigen Freude darüber Ausdruck, daß diese Anerken­ nung der Tapferkeit meiner Braven im Kam­ pfe vor Beckdun durch die wohlverdiente Aus­ zeichnung ihrer) hervorragenden, bewährten Führer sichtbaren "Ausdruck gefunden hat.</p>
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          <p>Gegen Rußland. Gegen Rußland. Ans russischer Gewalt befreit. Ratio naltidende meldet ans Kristiania: Aus Kirkenes wird gemeldet: Drei aus Kola geflüchtete deutsche Kriegsgefangene , baten kürzlich einen Russen, ihnen den Weg nach Kirkenes zu zeigen. - Der .Russe führte sie nach Boriskleu, wo \fie in ein russisches Ge­ fängnis gesteckt wurden, v Ws man hiervon in Kirkenes erfuhr,, zogen schwedische und nor­ wegische Arbeiter nach Borisgleb und befrei­ ten die deutschen -Kriegsgefangenen .aus dem Gefängnis.</p>
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          <p>über Pferde, Esel und einen.großen AutomoLilpark; aber gegen Pferd und Esel führt die Tsetse einen erbitterten Vernichtungskampst und Automobile sind doch nur in beschränktem Umfange zu gebrauchen. Trotz der vielen Hindernisse, die,einem solchen Unternehmen entgegenstanden, haben die Engländer nach zuverlässigen Nachrichten, welche die "Kölnische Volkszeitung" aus Süd­ afrika erhalten hat, nach und nach 120 000 Mann aus ihrer südafrikanischen Kolonie näch Deutschostafrika geschickt. Die Folgen sind dann auch nicht ausgeblieben. Die sanitären Zustände bei der Armee Smuts spotten jeder Beschreibung; das ganze Hauptguartier und Smuts selbst waren von der Malaria befallen! Die Verluste von Februar bis August betragen 60 000 Mann. Wer Ostafrika kennt und weiß, welche großen Schwierigkeiten, sich der Bewegung und Unterhaltung so großer Truppenkörper ent­ gegenstellen, der wird nicht überrascht sein. Ostafrika nimmt seine Rache an der Vergewal­ tigung durch übles Gesindel aus Südafrikas Und vielleicht ist die Erfahrung, die Smuts in den letzten Monaten gemacht hat, noch nicht Die letzte und schwerste. (Unabhängige Nationalkorrespondenz.)</p>
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          <p>Stfftsfräuleins recht gut verpflegt wurden und es ihnen an nichts fehlte. Sie sollten bleiben, solange es warm MD sonnig war. Frau von Langendors und Christa hatten versprochen, sich auch ein wenig der beiden alten Damen anzunehmen. Als alles Nötige getan war, reiste Jost von Billach mit seinen Damen ab« "Nun sorgen Sie dafür, liebe Frau Engel, daß jeden Tag die Sonne hereingelassen wird und daß die Leute das Lachen und Sprechen wieder lernen. Ihr hochseliger Herr wivd vom Himmel herunter seine Freude daran haben. Sie können es mir glauben, jetzt tut es ihm Ieib t daß er nicht vernünftiger war auf unserer schönen Gotteswelt." ' So sagte Tante Jettchen zum Abschied zu der Haushälterin^ die ihr lächelnd versprach, das ihre zu fun. Die beiden Stistsfräuleins zerfloffen fast in Tränen und entließen die BillaHs mit innigen Segenswünschen und aufrichtiger Dankbarkeit. ^ "Nächsten Sommer sehen wir uni wieder!" rief ihnen Anne-Rose zu. Und als der ^Wa­ gen fortfuhr, fielen sich Holdchen und Binchen weinend in die Arme. r "Ach, Binchen, so alt mutzten wir werden' ehe wir diese lieben guten Menschen fanden," schluchzte Holdchen. Me Herrin non MW. Roman von H. Courths-Wahler. 57i (Nachdruck verboten.) Lothar achtete nicht auf seine Umgebung. Er schloß die Augen und rief sich AnneRoses Bild zurück.; I ! L !&gt; Diese ging inzwischen mit langsamen Schritten ins Haus. Sie wußte nicht, warum ihr das Herz gar so weh, tast Es kam ihr nicht zum Bewußtsein, wie traurig sie aussah Das merkte auch nur Tante Jettchen mit ihren scharfen Augen. Anne-Rose ging auf ihr Zim­ mer. Und da saß sie lange still und sinnend in einem Sessel und ließ in Gedanken all die Stunden vorüberziehen, die sie gemeinsam mit Lothar verlebt hatte. Biele waren es nicht, aber sie hatten alle ein eigenes, tiefes Ge­ präge und ihr war, als kenne sie ihn schon seit langen Jahren. AIs sie sich endlich aus ihrem Sinnen mit einem recht tiefen 'Atem­ zuge aufiichtete, da dachte sie: "Wie gut, daß er für immer nach Retz­ bach kommen wird, sonst hätte miich das ganze Leben nscht mehr gefreut. Und es ist doch so schön, das Leben-" Mit glänzenden Augen sah sie in die Ferne und leise hauchten ihre Lippen: "Auf Wiedersehen — tm Frühjahr." • Nach Lothars Abreise war eine große Unrast über Anne-Rose gekommen. Sie trieb nun, selbst, hastiger als Tante Jettchen, zur Abreise. ! Es gab noch einige lauge Konferenzen mit Doktor Haffner, der beauftragt wurde, die nötigen Gelder an verschiedene Banken im Ausland anzuweisen. Auch sonst mußte eine hübsche Summe flüssig gemacht werden. Man mußte sich in Berlin für die Reise neu equipieren und verschiedene Anschaffungen machen. Das ging aber alles ganz glätt. Dann hätte Anne-Rose noch eine lange Unterredung mit Frau Brigitte 'Engel. Sie teilte dieser ihre Wünsche mit, welche ZimMer für sie und ihre Angehörigen hergerichtet wer­ den sollten und beriet mit der Haushälterin, in welcher Weise die Leute zu Weihnachten be­ schenkt werden sollten. Das machte Anne-Rose viel Freude und Frau Engel mußte mit Tante Jettchen ein wenig bremsen, weil.Anne-Rose leicht des Gu­ ten zu viel getan und die Leute zu sehr ver­ wöhnt hätte. Dann gab Anne-Rose Frau Engel noch Anweisung, dqß die beiden alten Me Herrin non MW. Roman von H. Courths-Wahler. 57i (Nachdruck verboten.) Lothar achtete nicht auf seine Umgebung. Er schloß die Augen und rief sich AnneRoses Bild zurück.; I ! L !&gt; Diese ging inzwischen mit langsamen Schritten ins Haus. Sie wußte nicht, warum ihr das Herz gar so weh, tast Es kam ihr nicht zum Bewußtsein, wie traurig sie aussah Das merkte auch nur Tante Jettchen mit ihren scharfen Augen. Anne-Rose ging auf ihr Zim­ mer. Und da saß sie lange still und sinnend in einem Sessel und ließ in Gedanken all die Stunden vorüberziehen, die sie gemeinsam mit Lothar verlebt hatte. Biele waren es nicht, aber sie hatten alle ein eigenes, tiefes Ge­ präge und ihr war, als kenne sie ihn schon seit langen Jahren. AIs sie sich endlich aus ihrem Sinnen mit einem recht tiefen 'Atem­ zuge aufiichtete, da dachte sie: "Wie gut, daß er für immer nach Retz­ bach kommen wird, sonst hätte miich das ganze Leben nscht mehr gefreut. Und es ist doch so schön, das Leben-"</p>
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          <p>den. Es müsse also doch ein Mittel geben, um diese Insekten ausrotten zu können. Die­ ses Lob auf Deutschland ist von der öffent­ lichen Meinung mit grohesm Unwillen aufge­ nommen worden. Man soll aber nicht glau­ ben, datz die russischen Arbeiter bescheidener wären. Bei Kriegsausbruch erklärten die Ar­ beiter, daß sie die Arbeit ebenso gut leiten könnten tote die deutschen Werkmeister. Da­ raufhin wurden alle deutschen Werkmeister ent­ fernt und verschickt Mld die russischen E^satztleute fingen ihre Arbeit wagemutig an. Jetzt sieht sich die Regierung genötigt, möglichst viele Deutsche wieder zurückzuschaffen, denn die russischen Arbeiter waren derartig ver­ ständnislos mit den Maschinen umgegangen, daß die meistern Betriebe unter ewigen maschi­ nellen Störungen zu leiden hatten. Man sah Nun ein, datz es so nicht weiter gelten konnte find mutzte notgedrungen ,zu dev mrtzliebiigen Matznahme, ,der^Wiedevanstellung der deut­ schen Werkmeister!, schreiten. Neulich stockte der Telegyaphtenverkehr zwischen Schweden u. Rußland, der durch das Kabel Nhstad—Stock­ holm, das bisher Tänisch-russisch war, geleitet wird. Es hat sich jetzt herausgestellt, datz das Kabel ganz von den Russen übernommen worden ist? diese hatten die unliebsame Stö­ rung durch ihre Unkenntnis in der' Handha­ bn rxg heraufbeschworen. Fapautisch-koreauische Verlobung. PetitParisien meldet die Verlobung des koreanischen Prinzen Li mit einer japanischen Prinzessin.</p>
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          <p>Allerlei. Allerlei. Beim HLndewafchcht ist in Volkach der be­ tagte Ortsbürger Wachinger in den Main ge­ fallen und ertrunken. Erstochonl wurde in Mürzburg in einer Wirtschaft im Verlaufe eines Streites ein Sol­ dat von seinem Kameraden mit dem Bajonett'. Umfangreiche Untmschlagungen, die auf mehrere Jahre zurückreichen, hat der seit 25 Jahren tn der Schuhfabrik Qeimann in Schweinsurt angestellt Prokurist Pfänder ver­ übt. Ihre Höhe wird auf etwa 25 000 Mk., geschätzt. Pilzreichtum in Böhme«. Die letzten warimen Tage haben das Wachstum der Schwämme außerordentlich begünstigt. Täglich kommen Waggonladungen von Schwämmen auf die städtischen Märkte, besonders nach Prag und Wien, wo sie ein verhältnismäßig billiges Nahrungsmittel abgeben.,</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. MerWerische Nachrichten Güuptkofc«, 15. Sept. (Auszeichnung.) Dem Unteroffizier und Ofsiziersaspiranten der Feldartillerie, Herrn Otto Ortbauer, Sohn des Herrn Hauptlchrer Ortbauer hier, wurde für tapferes Verhalten vor betn Feinde das Mi­ litärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern verliehen. 1 Lampa« a. Js., J14. Sept. (Einbruch in die Postageutnr.) In der Nacht zum 9. September wurde iiu die Bahnagerrtur Simbach b. L. eingebrochen und aus der Schalterkasse ein Geldbetrag von 86 Mavk gestohlen. SchÄniberg, 14. Sept. /Diebstahl.) JnKniereut wurde ein Geldbetrag von 350 Mark gestohlen nebst einem qpf den.Taglöhner ~&lt;äg. Mader Don Kniereut lautenden Mjilitärpaßs</p>
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          <p>Lokales. Mal«. Landshut, 15 September —* Das Eiserne Kreuz wurde betn Landwehrmanne Michael Deutinger, Fuhr­ mann von hier. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Gg. Amler von Berg o. L. ver­ liehen. —* Das Militär-Berdienstkreuz 3. Masse mit Krone und Schwertern wurde betn Unteroffizier einer Fernsprechabteilung Herrn Karl Eisenreich, Sohn des Herrn Hofdenti­ sten Eisenreich hier verlieben. —* Das Fest der Silbernen Hoch­ zeit feiern heute die SchuhmachepmeistersEhegatten Franz und Anna Obevmeyer hier im Kreise ihrer Familie. —* Die Volkshauptschule St. Mar­ tin zählt im neubegonnenen Schuljahre 16 Abteilungen (Kurse) mit 822 Schülern, so datz durchschnittlich auf eine Abteilung 51 &lt;3&lt;f)Mev treffen. Neu aufgenommen (1.Schul­ jahr) wmrden 119 Knaben. Das 8. Schuljahr wird born 42 Schülern besucht. Die Knabenschule St. Nikola zählt insgestrmk 704 Schüler. —* Die Feier der Ewigen Anbe­ tung in der Pfarrkirche St. Martin war gestern von Gläubigen stark besucht. Beson­ ders das Hochamt und die Predigt mit Schlußandacht und Prozession sahen ein volles Gotteshäus. r " —* Ein Fahrrad hätte der Taglöhner Jvhann Graup von Denklingen (Schwaben) in feinem Heimatort gestohlen . Als er ge­ stern mit dem entwendeten Rade hierher kam, siel er der Schutzmannschaft auf, die ihn kontrollierte und da er ohne Ausweis war, festnahm. —* Der Viktualienmarkt stand auch heute wiederim Zeichen des Obstes. Vor allem Zwetschgen waren in großen Mengen vorhan­ den, was auch ein leichtes Nachgeben Tier Preise zur Folge hatte. Aepfel in allen Sor­ ten gab es ebenfalls in grotzen Massen, doch blieben hier die Preise, sowohl für.Fallobst, wie für bessere Aepfel auf gleicher Höhe, da starke Nachfrage herrschte. . Sichlwämme stan­ den tote in der letzten Zeit fast täglich viele Körbe zum Belaufe und fanden auch wil­ lige Abnehmer. Der Geflügelmarkt, der gut beschickt war, zeigte das gewöhnliche Bild. —* Der Kartoffelmarkt war sehr schwach befahren und es mußte die Schjutzjmannschaft wieder die Ordnung der erschiene­ nen zahlreichen Käufer in die Hand nehmen. Es macht sich hier nochl die geringe Menge der im städt. Verkaufe vorhandenen Kartoffeln fühlbar, die auch gestern wieder zu einer Be­ schränkung der Einzelabgab« aus 10 Pfund führte. Die nächste Zeit wird hier wohl Bes­ serung bringen. —* Marine-Opfer tag. Dem Baher. Landesverbände des Deutschen Flottenvereins ist die Erlaubnis zur' Abhaltung eines Op­ fertages in Form einer Sammlung von Geld­ spenden zugunsten der "Zentralstelle für An­ gelegenheiten freiwilliger Gaben an die Kai- M. Marine in Mel" am 1. Oktober ds. Jrs. im Königreich Bayern erteilt worden. Die Sammlung erfolgt auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen oder- an anderen öffentli­ chen Orten unter Vermittlung und Leitung der Organisationen des Deutschen Flotten­ vereins. Das Erträgnis der Sammlung fließt an die vom Reichsmarineamt eingesetzte Zen­ tralstelle für, Angelegenheiten freiwilkiger Ga­ ben an die Kaiser!. Marine in Kiel und wird verwendet zurj, Anschaffung von Liebesgaben, zur Tlntepstützung von Gefangenen und Kriegerfyauen der Marine, sowie zur Fürsorge für Hinterbliebene und für Invalide der Kriegsmarine nach Vereinbarung mit der Rativnalstiftung und dem Reichsausschuh . der Kriegsbeschädigtenfürsorge.</p>
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          <p>Literarisches. Literarisch«. "Wachtfeuer" (Architektur-Verlag "Der Zirkel" G. m. b. H., Berlin, Wilhelmstr. 48, Preis 20 Pfg ) ist dar neueste 99. Heft erschienen.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Bayerische Rachrichtea. 1 Eitnle RiefolutioN der batzeir. ZentrumsfttMiom. Die Zentvumsfraktiou des daher. Landtages trat am Mittwoch zu wichtigen Beratungen zusammen. Nach eingehender Aussprache wurde laut "Münch. Tagblatt" fol­ gende Resolution beschlossen: "Die Zentrums­ fraktion des baher. Landtages begrüßt es mit großer Freude, datz Feldmarschau v. Hindenburg an die Spitze der gesamten KriegsAhrung gestellt wurde. Sie setzt in ihn das vollste Vertrauen, datz nunmehr alle im§ zur Ver­ fügung stehenden 'Mittel gegen alle unsere Gegner ohne jede aridere Rücksicht als die der baldigen siegreichen TBeenbigüng oeS Krieges angewendet werden. In der,Ueberzeugung, datz zur baldigen siegreichen Beendigung des Krieges auch die Ausbringung der notwendi­ gen Mittel gehört, empfiehlt sie eindringlichst unseren Volksgenossen,, sich an dev neuen Kriegsanleihe nach besten Kräften zu betei­ ligen." (m.)</p>
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          <p>Aeastesaachrichtm. Schuldichtst. Gemäß Rgg.-Entschl. vorn 7. September Nr. '31697 hat der Bezirksoberleh­ rer Pausenberger von Zwiesel die Geschäfte des Bezirksoberlehrers für den Fortbildungsbezirk Regen ‘born 1. Oktober ds. Jrs. ab wieder zu "übernehmen. Dienstesnachrichten.</p>
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          <p>Letzte Posten. Letzte Posten Nufere griechische«, Gäste. Die Berl. Morgenpost meldet: Die Of­ fiziere des 4. griechischen Armeekorps, das, wie berichtet, sich in deutschen Schutz begab, wer­ den, wie wir hören, von ihren Familien be­ gleitet fein. Die Offiziere wollen dadurch verhüten, datz $re Frauen und Kinder dank der Entente verhungern. Diese Gefahr bestand in den Garnisonsorten des, 4. Armeekorps nicht nur für. die Soldaten, sondern auch für de­ ren Angehörige. Der Name des Generals, der ah der Spitze des griechischen Armeekorps gegenwärtig stteht, ist noch nicht bekannt. (Z.) Neutrale Friedensvermittluhg. Aus Zürich wird berichtet: Nach, guten schweizerischen Informationen ist ein neutraler Block, aber ohne Amerika, der Verwirklichung nahe. Die diesbezüglichen Verhandlungen sind günstig verlaufen. Der erste Schritt wäre der Versuch einer Friedensvermittelung. (Z.) Tie Berluste dc!r Südasritänter «tu der Somme. r I Rotterdam, 15. Sept. Der Volkstem wird ans Pretoria berichtet, datz bei der Juliofsensive an der Somme die 10 000 südafrika­ nischen Freiwilligen schreckliche Verluste er­ litten. Es wurden mehr, als 1000 Tote, Ver­ wundete und Vermißte der Südafrikaner in den Verlustlisten verzeichnet. Weiter teilt ein in Holland weilender Südafrikaner betn N. Rotterdamsche Courant mit, datz.nach den englischen Verlustlisten die südafrikanischen Truppen bei den Angriffen im Delvillewald allein 2000 Mann verloren häben. (Z.) Unibegrünbete Gerüchte über Holland. R o tt e r d a m, 15. Sept. Von befugter Seite wird wiederum versichert, datz alle Ge­ rüchte über eine holländische Probemobilisa­ tion, d. H. Zurückberufung der Urlauber, unnnbegründet sind. "Tie englische Hafensperre. Berlin, 15. Sept. Das Geheimnis der englischen Häfensperve wird nach Berichten verschiedener Blätter.auf einen ungewöhnlich starken Verkehr von Schiffen zurückgeführt, der zwischen den nordfrantzösischen und süd­ englischen Häfen stattfindet. Es wird ange­ nommen ,datz die vielen Schiffe mist bet Be­ förderung von Verwundeten und Toten von der norpfranzösischen Front nach England beschäftgit sind. C Tie griechische Krise. Ans Athen wird berschtet, datz die Ge­ sandten der Entente in erhöhtem Maße be­ müht sind, Griechenland zum Eingreifen ge­ gen die Zentralmächte zu zwingen. Die Ge­ sandten erhielten von ihren Regierungen die Befugnis, gegenüber Griechenland auch solche Forderungen zu bewilligen, von denen die (itt= tentemächte bisher nichts wissen wollten. So z. B. wurde Griechenland in Südepirns voll­ kommen freie Hand angeboten. (Z.)</p>
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          <p>Verräter an der xussischen Sache" worauf die Bulgaren ‘in Heller Wut antworteten "Was habt Ihr Kanaillen auf bulgarischer^ Boden zu suchen", worauf hie russische Brigade von den Bulgaren niedergemacht wurde. (Z.) Die Stimmunjg in Sofia. Die "Frankfurter Zeitung" meldet aus Sofia: Ganz Sofia ist, in aufrichtiger Freude über den Fall Silistrias, da nun'die ganze Neu-Dobrudscha dem Stammland einverleibt ist. Als der Ministerpräsident die Nachricht von den unglaublichen Greueltaten .der rumä­ nischen Horden du der wehrlosen Schuljugend an Frauen und Greisen in der Neu-Dobrudscha in ergreifender Weise vom Fenster seiner Woh­ nung der Sofioter Schuljugend .verkündete, antwortete die Menge mit einem Wutschreij. Es herrscht nur die tfne Meinung, daß Rutnänien dudch sein Eintreten in den Weltkrieg an der Seite der Alliierten dem Vierbunde den grüßten Dienst geleistet hat. (Z.&gt; l Die "Letpz. N. N." melden: Die allge­ meine Entrüstung über die^rumänischen Greu­ eltaten in der Dobrudscha wächst in Sofia la­ winenartig an. Alt urld jung verlangt, in die Armee eingereiht zu werden, um die Un­ taten zu rächen. Besondere Empörung herrscht über die Greuel an den Schulkindern, welche in die Schulgebäude gesperrt und lebendig verbrannt wurden. Die Oesfentlichkeit ver­ langt, die Regierung dürste sich nicht mit Protesten begnügen, sondern müsse unverzüg­ lich über die rumänischen Kriegsgefangenen Repressalien verhängen. Unter solchen Um­ ständen ist es begreiflich, wenn der. Krieg ge­ gen Rumänien in unerbittlicher Weise fort­ gesetzt wird. J8) ' Bulgarische Lbiegsbegeisterung. Sofia, 8. Sept. ((Verspätet eingetroffen.) Der Minister des Lnnern Popow bot seinen Rücktritt an, um Lieder in das Heer einzutre­ ten, ow er-,den Rang eines Oberstleutnants be­ kleidet. Der König mahm die Demission an und verlieh! dem Minister das Großkreuz des Zivilverdienstoridens. Die Leitung des Mi­ nisteriums des Innern übernimmt Mnisterpräsident Radeslawow. N,Versuchung dcT rumänischen Greuel. Sofia, 14. Sept. - Sämtliche .Vertreter der Neutralen in -Sofia erhielten eine Ein­ ladung zur Teilnahme an einer internatio­ nalen Untersuchung der rumänischen Greuel­ taten.</p>
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