Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1916-09-26. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 69. Jahrgang Nr. 262, 1916-09-26. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 69 Nummer 262 26. September 1916 ────────── Abschnitt Gardinal-Cima Busa Alta an, den . die feindliche Artillerie untertags heftig 'be? arbeitet Hatte. ■ Die Italiener wurden nach Erbittertem Nahkampse blutig abgewiesen. Auch gegen die Foreella di Coldose versuchten feindliche Truppen vorwärts zu kommen, 25 Alpini, darunter ein Offizier, fielen Wer in Gefangenschaft. Am Monte Cimone befin­ den sich verschüttete, noch» lebende Italiener in den Cavernen. 24 vermochten .sich selbst zu befreien und ergaben sich, die übrige« rufen um Hilfe, die ihnen aber wegen des Feuers ihrer Artillerie nicht gewährt wen­ den konnte und von der Annahme eines dem Feinde aus Gründen der Menschlichkeit angebo­ tenen örtlichen Waffenstillstandes abhängt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeu­ tung. £-er stellvertretende Chef des Generalstabesi o. H o e s e r, Feldmarschalleutnant. Der bulgarische Bericht. Sofia, 24. Sept. Amtlicher Heeresbericht. Mazedonische Front: Bei Flo­ rina hat sich die Lage nicht geändert. Ge­ stern, am 23. ds., wiederholte/der Feind nach einem langen vorbereitenden Artillerie- und Jnfanterreseuer und nach Bombenwürfen seine Angriffe auf die Höhe Kaimakalan. Feindfliche Abteilungen gingen vor und griffen nachl­ einander die rechte Flanke^ die linke Flanke und endlich die Mitte unserer Stellung an. Unerschütterlich ließen die Verteidiger den Feind auf 50 bis 60 .Schritt an ihre Gräben herankommen; dann wiesen sie ihn mit hef­ tigem Geweht- und Maschinengewehrfeuer un­ ter großen Verlusten für ihn ab. Im Moglenatal zu beiden Seiten des Wardar schwaches Artilleriefeuer. *8fon Fuße der Belasten Pla­ nina Ruhe. — An der Strumafront lebhaft tes Geschützfeuer. Mehrere feindliche Batail­ lone gingen gegen die Dörfer . Revolen,Dolno, Karadjovo und Gudeli vor. Sie wurden von unseren Truppen angegriffen und aujf das rechte Ufer des Flusses zurückgeworfen. An der Küste des Aegäischen Meeres herrschte Rühe. Rumänische Front: Längs der Do­ nau Ruhe. In der Dobrudscha Artilleriekampf und Jnfanteriegefechte von geringer Bedeutung. — An der Küste.des Schwarzen Meeres Rühe, i ,.M itteleuropa" mit realen Garantien her Zugehörigkeit der neuen Bestandteile. Ausge­ trieben sind in diesem neuen Reich djie Raubf und Mordbuben, die Brandstiftung und Völ­ kermord gewerbsmäßig bisher betrieben haden. Die großen Kulturstaaten Deutschland, Oesterreicfi-Ungarn, Bulgarien sind die starken Stützen dieses neuen Staatenbundes der gro­ ßen mitteleuropäischen Völkerfamilie. Niemals chiehr kann Mitteleuropa daun vom kleinsten Störenfried in ein entsetzliches Blutbad, ein Meer von Feuer gestürzt werden. Richt mehr müssen sich Deutsche, Oesterreichler, Ungarn, Bulgaren jedes Jahr von den vorgepeitschten Horden des Ostens bedrohen lassen. In ihre Sümpfe zurückgedrückt werden sie den Neuen Hindenburg-Wall, der gegenüber ihren Gren­ zen als Schutz und Schirm entsteht, ntmnterp mehr überschreiten. Wahrlich ein Werk des Schweißes der Er­ ben wert, ein großer Gedanke von großer Zeit geboren, der alle ferneren Kriegsmögflichkeiten auf europäischen Boden nach! menschf licher Berechnung int Keime erstickt, ein fest­ geschlossener Schutz- und Trutzbund, der ein für allemal die Möglichkeit abschneidet, daß gallische, moskowitische und englische Hinter­ list die kleinen Kläffer und Köter gegen uns bereit hält, uns jeder Dnode'z-Raubstaat uns den Revolver auf die Brust setzen sann, tote es sicher sofort wieder geschieht, wenn alles schön beim Alten bleibt und der Ruf "Keine Annexionen" Boden gewinnt. AM. nicht Annexionen, sondern NeuschöPsnng der Vereinigten Staaten von Mittel­ europa rrjit Eingliederung der drei Baltam-Raubftaaten, die ihre selbständige Exi­ stenz verwirkt haben und Angliederung von Belgien, Kurland, Polen, Albanien. Wenn dieses Werk gelingt, sind alle fürchterlichen -Opfer an Blut und &ut nicht umsonst gebracht! K. H. , Tie Frakti-onsvorstände beim Staats^ fekretär des Jtchrernf Berlin, 25. Sepü ^Neben den schon seit einigen Tagen stattfindenden Besprechungen zwischen dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Jagow und den Führern der ein­ zelnen Parteien ist auf Dienstag im Reichskamt des Innern eine weitere Konferenz zwi­ schen dem Stellvertreter des Reichskanzlers Staatssekretär Dr. Helfferich und den sämt­ lichen Fraktionsvorständen anberaumt. Sabel handelt es sich, wie das "Berliner Sageblatt" hört, im Wesentlichen nur um den Arbeitsplan des Reichstages, die Dauer der Tagung üsw,. (Z.) Tie Fntcriniprten in der Schweis. Bern, 2.% Sept. Der Armeearzt hat mit Genehmigung des politischen Departements über die Beschäftigung von mrermerrenKrtegsh gefangenen Vorschriften erlassen, wonach die Internierten in folgende Beschäftigungsklas­ sen eingeteilt werden: 1. Arbeitsunfähige, 2. teilweise Arbeitsunfähige, geeignet zur Ver­ wendung in Jnternierungsanstalten als Or­ donnanzen oder Friseure, Schneider, Schuster usw,., 3. teilweise Arbeitsfähige zur Verwen­ dung außerhalb der Jnternierungsanstalt, je­ doch nur für einen Teil des Tages (insbeson­ dere für Hilfe in der Landwirtschaft), 4. voll­ ständig Arbeitsfähige zur Verwendung auch außerhalb der Jnternieruugsorte geeignet und zwar für gruppenweise Verwendung (Ange­ hörige freier Berufsarten, Handwerker, Fchbrikarbeiter usw.), 5. Auszubildende, die in­ folge von Invalidität Sonett neuen Beruf er­ lernen müssen, "6. Studierende. Die Arbeits­ vermittlung erfolgt durch die Zentralkommifision und eine Anzahl von RegionalMom^ Missionen. Bei Kommandierung zur Arbeit ist unter allen Umständen nicht nur auf den Ge­ sundheitszustand, sondern auch aus Grad,Ste?klung und individuelle Befähigung der In­ ternierten Rücksicht zu nehmen. Auf inter­ nierte Offiziere finden diese Bestimmungen keine Anwendung». Auch Unteroffiziere kön­ nen nMt zur Arbeit herangezogen werdend. (34> Amerika fertigt T»uL-Tui>k,--Geschosse für unsere Feinde an! Berlin, 25. Sept. Die Voss. Ztg. be­ richtet aus der Newyorker Staatsztg. vom 10. Aug.: Ein Schlag ins Gesicht der Alliierten Humanitätshenchler und ihrer amerikanischen 'Mitbrüder ist, die 'Entdeckung, welche die Po­ lizei von Versetz .City gemacht fat. ' Tine ganze Waggonladung der völkerrechtswidrigen DumsDumt-Geschosse wurde unter den Muni­ tionsladungen, die die Kontrollstation in Cecancns passierten, gefunden. (Z.) ────────── Front sollte, wurde durch eine Dynamit? bombe in die Luft gesprengt. Von 400 mit? fahrenden Offizieren find nur sieben gänzlich unversehrt geblieben. Der Zug, dessen vor? derer Magen durch die Bombe völlig zerris­ sen wurde, wurde in die Höhe gehoben und stürzte im Bogen ten Bahndamm hinunter. Die gelegte Bombe ist rumänischen Ursprungs Das zweite Artillerieregiment, welche» in Jassi steht, ist stark der Begehung des Bey-, brechens verdächtig. Die Stimmung dieser Truppen wird als außerordentlich gereizt bezeichnet, so daß man nicht einmal gewagt Hätte sie unmittelbar an die Front zu bringen. Das Verhältnis zwiß schen dem Offizierskorps und den Soldaten, beinahe in der ganzen rumänischen Armee ist äußerst unharmonisch und soll hier und da zu schwersten Gehorsamsverweigerungen ge? führt haben. Die rumänische Heeresverwal­ tung entsandte eine eigene Untersuchungskomi­ mission, welche zunächst drei Leute, daruni-, ter zwei Unteroffiziere herausgriff und standrechtlich erschießen ließ. Seitdem ver? weigert das ganze Regiment den dienstlichen Gehorsam. - tS-) 1 Aufgerieben wurde in den Kämpfen in der Dobrudscha zwischen Mangalia und Azaplar an derSchwar? zenei-Meerküste eine vollständige serbische Di? Vision. Eine Attäke deutscher Reiterei gab ihr den Rest, nachdem sie sich im Bajonetts kämpfe tapfer gewehrt hatte. Nur einem ge­ ringen Rest gelang es, zu entkommen. ────────── Am Balkan. Eine neue griechische Note an Deutschland? AMen, 25. Sept. Wie verlautet, hat die Regierung eine neue Note wegen der Ge­ fangennahme einer griechischen Kompagnie in Florina durch die Bulgaren nach Berlin ge­ richtet. / Bon der mazedonischen Front. Bern, 24. Sept. Der Mitarbeiter des "Echo de Paris" in Saloniki drahtet seinem Blatte: Die bulgarische Offensive in Maze? donien in der zweiten Hälfte des August be­ gann an demselben Tage, an dem Rumänien das Abkommen mit der Entente unterzeichnet hat. Der Korrespondent gesteht zu, daß die plötzliche Offensive eine Aenderung von Sarrails Operattonsplan notwendig machte. Uebrigens sei es falsch, zu behaupten, daß die Bulgaren bei Llorina sich in Unordnung zu­ rückzogen. Sie leisteten zähen Widerstand und verfügten über eine starke von Deutschen be? diente Artillerie. Außerdem mache der Nach­ schub und die Verpffegung von Saloniki aus I auf dem eingleisigen Eisenbahnnetzstrang gro- 1 § ße Schwierigkeiten. Die Steigungen find teil? 8 weise so schlimm, daß die Züge geteilt und mit | zwei Maschinen bespannt werden müßten. I Aehnliche Ausführungen macht der "Radrcal" I in seiner militärischen Betrachtung: Man bitte | fe die Schwierigkeiten bet der gegen Monastir eingeleiteten Operation nicht verkennen. Das Gelände sei für die Verteidigung außerordent­ lich günstig und außerdem stark ausgebaut. Man könne nur langsam vorrücken,nnb nur mit großen umfassenden Bewegungen den Wi­ derstand brechen. Dazu brauche man aber Zeit. Französische HceressorgeN im Orient. Aus Paiis wird gemeldet: Die Parias menartische Marinemffsion beauftragte meh!rere Mitglieder, sich in Saloniki über den Zu­ stand der Orientslotte, sowie über die^erhälLnisse des Nachschubes und der Verpflegung des Expeditionskorps im Orient zu vergewissern,. Herabgestimmte Erwartungen. Der Korrespondent des Pariser Journal in Saloniki scheint den Auftrag erhalten zu haben, die abzuhoch' gespannten Hoffnungen der Franzosen auf Sarrails Offensive hrrabjznstimmen. Der Kamps sei zwar fetzt auf der ganzen Front eröffnet, aber man müsse sich vorstellen, daß diese sich über 180 Kilo­ meter erstreckt und daß die wirklich entscheüi denden Anstrengungen sich immer nur auf ge1 wisse Abschnitte beschränken. Man dürfe sich! nicht zum Opfer übertriebener Illusionen ma­ chen. Durch die bulgarischen Werschanzungen wird die Einnahme von Monasstir verhindert. Gelänge es, die Verschanzungem zu nehmen, dann würde es allerdings möglich sein, siegend in Sofia anzukommen. Gevviß werde die Aufgabe der Salonikiarmee dmrch die russi­ schen Donankorps erleichtert, aber es wäre kindisch zu glauben, daß man einen Zusamfmenbruch Bulgariens wie 1913; erleben werde. Griechenlands "Besch Ätzer". Sofia, 25. Echt. Echo de Bulgare schreibt zu den Übergriffen der Entente in Griechenland: Nietnais ist unter den Rationen die Fabel vom Wolf und vom Lamm mit sol­ cher Brutalität und solchem Zynismus illust­ riert worden. Man muß soffen, daß das griechische Volk den Wert des "Schützes der Entente!" begriffen hät und sich gegen neue Übergriffe der "Beschützer" sträuben wird. ────────── Die Russen in Persien. Die "Franks. Ztg." meldet aus Stock­ holm: Die Lage der russischen Armee in Per­ sien wird rusfischerseits als erßst, aber nicht als hoffnungslos bettachtet. Die "Nowoje Wremja" veröffentlicht eine optimistische Schis 1derung der Lage, die, sich durch den Rückzug von Hamadan gebessert hat. Der Berichterstatter richtet Ausfälle gegen den englischen Vizekonsul in Kaswin. " (Z) Die Kämpfe in Persien. Die Basler Nachr. melden: Rnßkoje In­ valid berichtet, daß in Persien heftige Kaval­ leriegefechte tobten. Die Reiterkämpfe feien sehr blutig und aufreibend. Den Türken sei es in den letzten drei Wochen gelungen,, beterächtlich i nP ersten vorzudringen. Der Feind erfreue sich der Unterstützung der ver­ räterischen Bevölkerung In den letzten acht Tagen wurden 34 Perser standrechtlich er>° schossen, weil >fie auf rusiche Truppen gefeuert hätten. . Die Türkei im Kriege. ────────── der Garnison mit ihren Damen waren an­ wesend. Die Retzbacher waren unter den ersten Gästen, die eintrafen. AnnessRose sah'in ihrer eleganten Toilette sinnverwirrend schön aus. Weitzer, weicher Seidenchiffon fiel duftig und leicht an ihrer herrlichen, jugendfchönen TZestält herab über ‘ein saltenloses Unterkleid von zartrosa Seide. Es war nur an den .Rändern und Säumen ritit einer schmalen Perlenbordure verzierh. Ein Gürtel mit Perlenstickerei hielt das duftige Gewand zusammen. Sie trug keinerlei 'Schmuck, als einen Strauß, Herrlicher La France-Rosen im G,üptel, sah aber aus, wie eine junge Märchechkönigin mit dem goldblonden, flechtenge­ schmückten Haupte. . Lothar hatte der Wem gestockt, als er sie so zuerst gesehen hatte, wie jte die Treppe in der großen Halle von Retzbach hernieder^ gestiegen war. : Auch er sah! sehr elegant und vorteilhaft aus in seinem tadellos sitzenden Frack. Dieses oft so unkleidsame Kleidungsstück schien eigens dazu geschaffen, seine schlanke, kraftvolle Ge­ stalt zur Geltung zu bringen. L . (Fortsetzung folgt.) "Hoho, Mein Junge, das "ist mir denn doch ein bftzchen sensitiv! Lothar hat dem alten Sonderling nie etwas zu Leide getan und seine Eltern konnten auch nicht dafür, datz sie sich so lieb hatten. Der junge Mann hat sogar uneigennützig gehandelt, datz er seine gute Stellung aufgab, um seinen Verwandten zu Hilfe zu kommen. Und wenn er die reizende Anne-Rose zur Frau begehren würde, könnte ich es ihm nicht verdenken. Ich! meine, die junge Dame ist liebenswert genug, datz einer fein Herz an” sie verlieren kann, auch ohne damit zu rechnen, datz sie die Herrin von Retzrbach ist, Lothar Retz dach ist nach! meinem Urteil nicht der Mann, der nur um Geld freit, aber ganz der Mann, eine Frau glüchlich zu machen. Wenn also Eure Beobcvchs tungen richtig sind und sich wirklich! ?twas Zwischen den bethen jungen Leuten anspinnt, dann jage ich mit Vergnügen Ja und Amen und finde, datz der liebe Gott noch immer ein gerechter Mann ist, der alles, was die Menschen verkehrt machen, wieder in die Reche bringt." Auf diese warmen "Worte seines Schwie­ gervaters konnte Hans nichts Feindliches mehr gegen Lothar vorbringen, ohne sich selbst bloß^ zustellen. Christa aber drückte innig seine Hand. Sie glaubte, seine tadelnden Worte gegen Lothar entsprängen seiner eigenen Ehrenhaf­ tigkeit, die sich dagegen wehrte, datz ein Mann' sich utn äußerer Vorteile willen um eine Frau bewarb. i "Ich glaube wirklich, datz Lothar Retzbach Annff-Rose liebt, Schatz. Seine Blicke^ wettn er sich unbeachtet glaubt, verrieten mir das," sagte sie begütigend.. Hans hätte ihr am liebsten seine Hand entzogen und seinem Aerger durch heftige Worte Lust gemacht, "Aber er mahnte sich selbst zur Vorsicht und zog Christas Hand an seine Lippen. .Hoffentlich hast Du recht, Christa. Ich! /sanktioniere eine Ehe nur, wenn sie aus ge­ genseitiger Liebe basiert," sagte er. ' Und diese Lüge ging ihm glatt über die Lippen. Er ließ es sich auch ruhig gefallen, datz seine Schwiegermutter ihm die Hand drückte und der Schwiegervater ihm wohl­ wollend auf die Schulter Köpfte. i r* ; r 1 In Langendorf wurde wähirend der An­ wesenheit Christas und ihres Gatten ein grotzes Gartenfest veranstaltet. Dazu waren mit allen anderen Nachbarn natürlich auch! die Retzbacher geladen. ; Auch die Dffiziere ────────── Der Krieg zur See. Mtofete ganze Kriegsflotte wieder frontbereiti. Die "Kruppschen.Mitteilungen" veröffent­ lichen folgenden Erlatz des Kaisers: "Die mit den Jnstandsetzungsarbetten der litt derSchlacht vor demSkagerrak beschädigten .Schiffe meiner Marine beauftragten Wersten, . die Kruppsche und andere, haben NWinem Rufe, mit voller Kraft die Wiederherstellung der Gefechtsfähigkeit der Schiffe zu betreiben, tat­ kräftig und zielbewutzt Folge geleistet. Hn überraschend 'kurzer Zeit ist die Panzerung ausgebessert, sind neue Schiffe aufgestellt und alle für die Kriegführung so wichtigen Appa­ rate und Instrumente ergänzt worden,, so datz die Flotte schon vorige Woche wieder einen jausholenden Vorstotz gegen den Feind hat auskjführen können. Ich spreche allen Ingenieuren, Werkmeistern pnd Werkleuten, Öse bei den kür Me Verteidigung des Vaterlandes so bedeu­ tungsvollen Arbeiten so kraftvoll mitgewirkt haben, meinen kaiserlichen Dank und meine höchste Anerkennung aus. Das Vaterland kann stolz sein auf solche Leistungen. Indem ich mir vorbehalte, nach Frreden'sschlutz Zeichen meiner Anerkennung zu verleihen, beauftrage ich Sie, dieses zur Kenntnis der beteiligten Wersten und Werke zu bringen und den Ausft hang an den Aushangsstellen zu veranlassen. Grotzes Hauptquartier, ,10. Sept. "1916. i gez. .Wilhelm I. R. ' An dxn Reichskanzler (Reichsmarineamt)." 1 . ; , (m) JI2 Fischdampfer versenkt.. Londpn, 24. Sept. (Reuter.) . "12 Fischdampfer aus Grimsby wurden in der Nordsee von einem Unterseeboot versenkt. Die Besatzungen sind gerettet. ────────── Bayerische Nachrichten. Kmegsanlcihezcichnuugen. Die Stadt In­ golstadt beteiligt sich an der 5. Kriegsanleihe aus Mitteln der Jtäbt. Sparkasse mit 500 000 Mark. — Die Stadt Lindau zeichnete den Be­ trag von 82000 Mark, die dortige Hospitahstistungsverwaltung 50 000 Mark. Ter Opfertag am 1. September erbrachte in Anterfranken 145.579 Mark. » Liebesgabenmarder. Eine Untersuchung der Poswerwaltung in Schweinfurt über nacht angekommener Soldatenpakete ergab, datz der beider dortigen Stadtpost als Annahmebeamh ter tätige Briefträger Andr. HM, Vater ei- '■ ne rgrotzep Familie, als Paketmarder ermiO I telt wurde. Eine vorgenommene Haussuch) i png betätigte betf Verdacht. Der ungetreue • Beamte, der flüchten wollte, ist bereits ber#> i haftet. . i Versammlung daher. Krankenkassrnange- i stellter. Der Deutsche Angestellten-Verband ' hatte für Sonntag eine Versammlung daher. ‘ Krankenkassenbeamten- und Angestellten nach : München einberufen. , Die Versammlung, "die ; autzerordentlich stark besucht war, nahm nacht j Anhören mehrere Vorträge über Standesfrw- 1 gen und ausgiebiger Aussprache einstimmig eine Entschlietzung an, in der eine dem ver­ antwortungsvollen Dienste entsprechende, an­ gemessene Besoldung, die Einführung einer geordneten Dienstzeit, Beseitigung der Sonn- ; tagsarbeit für den Bureaudienst, Gewährung I ‘eines jährlichen Urlaubes, sowie die Pensionsj- } ^ Versorgung der Kasfenangestellten und ihrer Hinterbliebenen gefordert wird. ────────── K. Kreisoberrealschule Passau zahlt 487 Schür­ fer. Die Oberklasse besuchen 55 Schüler; 24 stehen unter den Wassern 266 Schüler sind tmn Passau, 445 Schüler sind katholisch, 37 protestantisch, 5 israelitisch. — In die K. Prchparandenschule Passau wurden 23 Schüler neu aufgenommen. Die drei Kurse zählen zusam­ men 57 Schüler. —I» der Höheren Mädchens schule Niedernburg beträgt die Gesamtzahl der Schülerinnen 208; die dreiklassige Handels­ schule daselbst zählt 68 Schülerinnen. ────────── Deutscher Sparer noch ist es Zeit! Noch hast Du Gelegenheit, Dir die Vorteile der Kriegsanleihe zu sichern: hittigen Erwerb, hohen Zinsengenuß, größte Sicherheit, bequeme Cinzahlungsbedingungem, keine Nebenunkosten. Schluß: Oonnersitag, den 5. Oktober Auskunft erteilt bereitwilligst die nächste Dank, Sparkasse, Postanstalt. ────────── Dienstesnachrichten. von Schweinfurt in Landshüt, Joch. Moritz von Haidmühl in Passau, Karl Sturnn von Kitzin^ gen in Plattling; zum Wagenwchrter: Wagerpwärtergehilfe Frz. Reindl von Megensburg in Passau; zum Stationsdiener itrr Nebenbahns­ dienst Pius Seitz von Straubing in RegenÄburg. , ZustiMerwaltmig. ■ Der Rat am Land­ gerichte Straubing Gottfried Bocke wurde auf sein Ansuchen in.gleicher Diensteseigenschaft an das Landgericht Ansbach in etatsm. Weife verl­ fetzt; der Sekretär am Landgerichte Deggendorf Obersekretär Vogel wurde auf sein Ansuchen in gleicher Diensteseigenschast an das Landgericht München 1 in etatsm. Weise versetzt; der gepr. Sekretariatsaspirant und Gerichtsassistent am Amtsgerichte Berchtesgaden Ferd. Holzner zum Sekretär am Landgerichte Deggendorf in etatsr mäßiger Welse befördert; der Assessor bei dem Zuchthaufe Straubing Inspektor Philipp Reich zum Inspektor bei dem 'Zuchthause Ebrach in eratsm. Weise befördert; der Hauslehrer bei dem Zuchthause Straubing Lorenz Hußlein auf die Stelle des Hauslehrers bei dem Zeklengefängnis Nürnberg in etatsm. Weise ver­ setzt: der im zeitlichen Ruhestand befindliche Amtsgerichtsdiener Mich. Weinberger von Biechtach wurde als Landgerichisbote beim Landgerichte Landshut in etatsm. Weise wieder angestellt. TtaatseiseNbahüwerwaltung. In den dau­ ernden Ruhestand versetzt ab 1. Oktober c.: Wagenwärtergehilse Mich. Sabath in LandsHut; in den Ruhestand versetzt: Schaffner Jos. Hofbauer in Plattling für ein halbes Jahr; befördert in etatsnü Weise: ab 1. Sept. c. zum Oberstationsmeister: Stativnsmekster Joh. Enghofer in Pilsting; zum Oberlokomotivfüht rer: Lokomotivführer Egid. Härtl von Platts ling in Ingolstadt, Ludw. Menner von StraUsbing in Freilassing; zum Zugführer: Schaffs uer Jos. Hofmeister in Plattling; zumStaltionsmeister im Nebenbahndienst: Stationsdie­ ner Joh. Funk in Röhrnbach, Gg. Käfserlein ────────── .Z40 Meter; von Stein bis Wien '350 Meter; toott Wien bis Devenh 380 Meter; von Devenh bis 'Asonnh 300—380 Meter; von Asonny bis Konrarom 380—450 Meter; von Komarom bis Ujvidek 450 Meter; von Ujvidek bis Zimonh (Sernlin) 600 Meter; von Zimonh bis Drenkova 700 Meter; von Drenkova bis Orsova wechseln die Breiten, die Kataräktenkanäle sind auf '60 Meter Breite ausgesprengt; von Orsova bis TurwSeverin 500 1150 Meter; von TurrH-Severin bis Sulina treten Breiten Bon 700—7300 Meter auf. Es ist selbstverständKich, daß stellenweise größere Breiten auftre­ te W doch kommen für die Schiffahrt nur die oben; angegebenen in Betracht. —* Eine Zigeunerbande zog gestern wieder durch Landshut und machte am Gries Halt. Die Schutzmannschast Waffte «Der die ungebetenen Wiste rasch wieder werter, wo tes 60 Pfg.) ────────── Gewaltiger Artilleriekampf an der Somme. Vergebliche feindliche Angriffe an allen Fronte». — Lnftfchiffangriff auf Bukarest. — Amerika liefert Dnm-Dnm-Gefchotze. deckt. Sonderbarerweise.verlautet aber nicht, .daß der Wagen zurückgehalten wurde. Die Ladung wird also anscheinend ihlr Ziel errei­ chen und unsere Gegner werden diese Erzeug­ nisse amerikanischen Geschäftsgeistes auf un­ sere tapferen Feldgrauen loslassen könnenf.Was sagt Herr Wilson, der Schützer des Völker? rechts hiezu? Im Westen wurden wiederum feindliche Angriffe zwischen Combles-Rancourt und bei Bouchavesnes abgewiesen. Der gewaltige Artilleriekampf dauert noch an. An der Maas wurden französische Handgranatenangriffe bei Thiaumont und Vorstöße bei Souville ab­ geschlagen. r Im Luftkampfe hatten unsere Flieger wie­ der neun feindliche Flugzeuge, unsere AbsWehrgeschütze vier feindliche Flugzeuge herun­ tergeholt. i , 1 Feindliche Flieger haben über Lens.Bomjben abgeworfen, durch welche seichß französi­ sche Bewohner getötet, 28 schwer verletzt wur­ den. Auch über die Stadt Essen warfen feindliche Flieger Bomben, von denen eine in eine Schar spielender Kinder fiel, von de­ nen eines getötet wurde. Im Osten wurden die wieder eroberten Stellungen bet Manajcüv gegen russische An­ griffe behauptet, an der Zlvta Lipa, der Ratrajowka und in den Karpathen russische Vor­ stöße abgeschlagen. . In Siebenbürgen sind rumänische Vor­ stöße^ am Szunduck und Vulkanpaß geschei­ tert. ‘ , ■ r ' * ' r In der Dobrudscha hatten unsere Trupfpen in Kämpfen mit den Rumänen Erfolgs Eines unserer Luftschiffe bombardierte Buka­ rest. i s Die Stimmung in der rumänischen Artzmee scheint nicht allzu kriegsbegeistert zu sein. Rumänische Soldaten haben sogar einen mit 400 rumänischen Offizieren besetzten Zug in die Luft gesprengt. Außerdem verweigert ein ganzes Regiment den Gehorsam. An der mazedonischen Front wurden ser­ bische Angriffe auf den Kaimakealan und eng­ lische Vorstöße am Struma zurückgewiesen. An der italienischen Front wurden italie­ nische Angriffe an den Fassäner Alpen und den Forcella di Coldose abgewiesen. Auf dem! von den österreichisch-ungarischen Truppen ge­ sprengten Monte Cimone befinden sich noch lebende Italiener in unterirdischen Höhlen ver­ schüttet. Zu ihrer Befreiung wurde den Ita­ lienern ein örtlicher Waffenstillstand angebo­ ten. . • r Das fromme Amerika liefert Dum-DumfGeschosse an unsere Feinde. Das ist die neu­ este Entdeckung, die von Amerikanern selbst gemacht wurde. Ein Wagen mit solchen, sei­ tdem Völkerrecht Hohn sprechenden Geschlossen wurde an der amerikanischen Grenzstation ent­ ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz. Gittic Unterredung mit dem baherischen Kronprinzen. DDP. Berlin, 26. Sept. Kronprinz Rupprecht von Bayern gewährte dieser Tage dem amerikanischen Journalisten W. B. Hale eine Unterredung, an deren Schlüsse der KronsPrinz ausführte: Während der letzten Woche haben sie un­ sere Front gesehen und sie sind durch die ganze Gegend gekommen, die bis zu. unserer "Basis zurückreicht. . Dabei müssen sie die völlige Uneinnehmbarkeit unserer Stellungen und ünserer überreichlichen Vorkehrungen bemerkt hahaben. Wenn sie eine Mitteilung von dem was sie gesehen haben, ihren Freunden in England zukommen lassen können, so werden sie vielleicht der Sache der Menschlichkeit Sinen Dienst erwiesen haben. Es macht uns traurig, den furchtbaren Zoll von Leiden und Tod, der in dem Hauptbuchs der Geschichte aufgezeichsnet Ist, zu fordern, aber wenn unsere Feinde sich sin den Kopf gesetzt haben, noch einige Hektar mehr an b lutdurch trän item Boden zu besitzen^ so fürchte ich, werden sie einen bit­ teren Preis bezahlen müjfen. (Z.) Tie Ricftnschtacht im Westen. Bern, 24. Sept. Le Journal schreibt: Die deutschen Kriegsoperationen im Westen sind von einer großzügigen DefLnsivzJdee durchdrungen: nach Tunlichkeit nichts zurück­ zugeben ,aber was zurückgegeben wird, teuer zurückzugeben. Was die Zukunft anbelangt, so kann niemand prophezeien, ob der Krieg ein rasches Ende nehmen wird. (Z.) 'Tie französische Fugenverzirhung. Aus Paris wird gemeldet: Die parlamen­ tarische Heereskommission brachte einen Artztrag ein, baldmöglichst ein Programm der Korpserziehung der Jugendlichen vorzulegen und nötigenfalls eine Gesetzesvorlage über die Heranziehung Jugendlicher für die nationale Verteidigung auszuarbeiten. (Z.) Luxemburgs Vcvprovianitieruug gefähr, Mt? j Luxemburg, .25. Sept ..Aus den jetzt in der Luxemburgischen Kammer stattfindenden Verproviantierungsdebatten erhellt, daß Lu­ xemburg Infolge der systematischen Ausheb­ ungspolitik "Englands keine Einfuhr von "Le­ bensmitteln ans neutralen Ländern erwarten darf, 'daß England vielmehr ohne Rücksicht auf die unschuldigen Luxemburger Bevölker­ ung die Aushungerung Luxemburgs als Presfionsmittel.gegen Deutschland ausnützen will. Die enormen Kartoffelhöchstpreise. IIFrauken per Zentner müssen angesichts der mach gelnden Einfuhr aufrechterhalten bleiben, Schweinebestände in großem Umfange abge­ schlachtet und Vieh- und Fleischpreise ermäßigt werden. Vertreter der Konsumenten fordevten energische ,Maßnahmen seitens der Regie­ rung, die wegen ihrer bisherigen verfehlten Eingriffe heftig bekämpft wird. (Z.) ────────── Der Krieg mit Italien. Gute Beute. Wien, 24. Sept. Die Beute der Hee^essgruppe des Erzherzogs Eugen beträgt seit 15/ Mai bis 2. August e..im ganzen 49149 Mann, 320 Geschütze, 201 Maschinengeewehre, 126 Pferde, 6 .Kraftwagen, 600 Fahrräder, 25MÜnitionswagen. Bon ver Fsonzofronk. Die Basler Nachr. melden ans Mailand: Der Messagero berichtet, der Weg nach Triest sei völlig verrammelt. Die artilleristische Konzenttation und die Truppenstärke der Oesterreicher seien ganz enorm. ────────── befefts freiwillig bei Essex Idnbete. Der Befehlshaber des Luftschiffes Köpft« nachts an ein Bauernhaus, um Hilfe zu holen. -Der Bauer alarmierte den Flurwächter, der die ge­ samte Zeppelin-Mannschaft gefangen nahm. Nach den bisher erst spärlich eingetroffe­ nen Nachrichten aus London mutz der Angriff der Zeppeline auf die britische Hauptstadt von furchtbarer Wirkung gewesen sein. Besonders in den Londoner Vorstädten ist . viel Schaden angerichtet worden. Aus den östlichen und mittleren Grafschaften wird berichtet, daß eine Bahnstation und eine große Fabrik durch die Bomben vollständig zerstört wurden. Unter den Trümmern der Fabrik sollen viele Men­ schen begraben worden sein. ' (Z.> i ────────── Tages-Uebersicht. Zum ReichstagsvegiM. Datz der Reichsikanzler bereits am Donnerfftag die grotze Rede halten wird, während die Sprecher der Par­ teien erst am anderen Tage oder nach den Kommissionsberatungen das Wort ergreifen werden, glauben verschiedene Blätter als si­ cher annehmen zu dürfen. Die Tgl. Rdsch. meint u. a.: Die Bahn bis zu unserem Endlerfolg sei heute trotz aller .Gefahren und Bebrängntffe absehbarer als je. Das deutsche Volk sei tzewillt, sie zu 'Ende zu schreiten, in demselben Opfermut und derselben Ent­ schlossenheit wie bisher, trotzdem-es wisse, datz die nächsten Monate die schwersten sein wer­ den. Wer es kann seine.ganze Kraft erst ents­ falten äks freies Volk und ohne daj» Netz, das ihm ängMiches Mißtrauen Über seine Glie­ der gÄvorfen hat. Laudcsvcrrütcr. Vor dem auherordenh lichen Kriegsgerichte in Kiel wurden am 18. Ids. toe,gen Landesverrates die Witwe Hendt und ihre Tochter Erna zu je 15 Jahren Zuchts . haus, die zweite, erst 14jährige Tochter Luise zu .) erschlagen. PilzvergiftuuN. Nach dem Genusse von selbstgepslückten Schwämmen erkrankte die Fran des Bauern Jerzick in Rheingönheim an Ver­ giftungserscheinungen, denen die Iran nun­ mehr erlegen ist. Ein Sqhn mutzte in das Krankenhaus Ludwigshafen verbracht werden, wo er gleichfalls starb. Der Mann konnte gexettet werden. Auf dem Scharfschietzplatz bei "Ehingen, f den sie unberechtigt betreten habben, rächten Kinder eine Blindgängermine durch Werfen mit Steinen zurM^lofion. 4 Kinder wurden getötet. ! } ────────── Fahrzeit der elektrischen Straßenbahn. Ab Dreifaltigkeitsplatz: ────────── Inserate. ────────── Die öffentliche SchuHPöckenimpsung pro 1916 betr. 3« GMLtzheit des § 8 der Ä. Allerhöchsten Verordnung vom 24. Februar 1875, den Vollzug des Jmpfgesetzes vom 8. April 1874 betr., werden für die diesjährige Impfung nachstehende Impftermine bestimmt: Im Gewerbehavfe 1. Stock, Regierungsgasse: alle impfpflichtigen Kinder des Stadtteiles recht» der Jfar und zwar: am Donnerstag Sen 28. September nachmittags 3 Uhr, die Kinder mit den Buchstaben A mit H. am Donnerstag den 28. September nachmittags 4 Uhr, die Kinder mit den Buchstaben J mit Z. Im Haindtgarten: alle impfpfiichtigen Kinder des Stadtteiles links der Jfar und zwar: am Samstag de» 30. September nachmittags 3 Uhr, die Kinder mit den Buchstaben A mit H. am Samstag de» 30, September nachmittags 4 UIhr, die Kinder mit den Buchstaben J mit Z. Impfpflichtig sind: 1. Alle im Jahre 1915 geborenen und jene Kinder, welche in früheren Jahren von der Impfung befreit oder »och nicht mit Erfolg geimpft wurden (§ 1 Ziffer 1 des Jmpfgesetzes.) 2. Ferner können geimpft werden alle im Jahre 1916 geborenen Kinder, die das Alter von 3 Monaten erreicht haben. Bezüglich der gänzlichen und vorläufigen Befreiung von der Impfung fowie bezüglich der Jmpfkontrolle wird auf die Ausschreibung im Amtsblatte Nr. 49 verwiesen. Landshut, den 18. September 1916. gta&tuux&iftvat Bekanntmachung. ────────── Neue Ministetkrisc in Griechenlands Der Temps meldet: In Athen hält man eine neue Ministerkrise für unvermeidlichi.Um den Schwierigkeiten bei der Neubildung aus dem Wege. zu gehen, spricht man von der Berufung offizieller Persönlichkeiten, die nicht;bem Parlament angehören. König Kon­ stantin wird seinen Aufenthalt in Athen nicht weiter verlängern. Das K. Palais fei, be­ reits .geschlossen. ; i ■ I .B-eNizclos übernimmt die Leitung der i Revolution^ Daily News erfährt aus London pon ge­ stern, daß; Venizelos, der wiederholt ausgejfordert worden sei, nach Saloniki zu komsmen, geschlossen habe , sich dahin zu begeben um hie Leitung der revolutionär-nationalen Bewegung selbst in die Hand zu nehmenMehirere Führer der liberalen Partei sind bereits abgereist, v Versenkt. Lloyds meldet, daß der britische Dampfer "Dresden" versenkt worden ist. Letzte Posten. Bor dem Frieden? Die Dimes meldet vom Sonntag aus Newhork: Die Newhorker Tribune sagt, daß Deutschland in kurzer Zeit einen entscheidenden Versuch machen werde, Wilson dazu zu bewe­ gen, hie Vermittlung anzubieten, um den Krieg hem Ende zuzufügen. Die Zerstörung in Londons. Ueber die Zerstörung in London, die durch 'bett letzten Luftschiffangriff bewirkt wurde, bringen hie Blätter noch viele Einzelheiten, Ueber ,160 Häuser sollen zerstört oder beschä­ digt ^worden sein. Bei Lincoln wurde eine große, von der Regierung eingerichtete Mu­ nitionsfabrik mit Bomben geradezu überschüt­ tet;. Mehrere äußerst heftige Sprengschläge legten sie bald in Asche,