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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1916-09-06"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">69. Jahrgang Nr. 242</biblScope>
          <date when="1916-09-06">1916-09-06</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Bukarest von Zeppelinen bombardiert.</p>
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          <p>Die heißen Kämpfe an der Somme dauern an. — Die Vorstellungen des rumänischen Donaubrückenkopfes Tutrakan genommen. — Deutsche Seeflugzeuge über Constanza. Im Westen tobt die schwere Schlacht an der Somme noch weiter und unsere tapferen Streiter stehen dort, noch in Heistern Kampfe, Nördlich des Flusses 'wurden alle Angriffe siegreich abgewiesen, südlich des Flusses, wo die Franzosen ihre in 20 Kilometer breiter Front vorgetragenen Angriffe bis zum Orte Chilly ausdehnten, blieb dieser Ort in den Händen der Franzosen . Aber auch hier konnte der Gegner sich sonst keines Erfolges üuhmen. An der Maas wurden französische Angriffe restlos abgeschlagen. &gt; Im Osten haben unsere Truppenden Rus­ sen ihre anfänglichen Erfolge bei Brzezftnh wieder abgenommen. In den Karpathen entspannen sich, bei Zabie und Schipoth klei­ nere Gefechte. Weiter füdlich wurden starke russische Angrisfe bei Fundul und Moldowy blutig abgewiesen. &gt; Der dentsch-bulgarische Einmarsch' in dev ■ Dobrudscha ist anscheinend bis jetzt aus keinen ernsteren Widerstand gestoßen. Die Rumä­ nen und ihre Verbündeten, die Russen, scheinen einen derartigen überraschend schnellen Vor­ marsch an diesem Punkte nicht in Rechnung gezogen zu haben. Die Bulgaren ^haben die Stadt Dobric genommen. Zu ernsterenKämspsen kam es weiter nördl. wo deutsche u. bul­ garische Truppen die befestigte Vorstellung des Brückenkopfes von Tutrakan erstürm! haben!. Daß die Rumänen Hier ernsthaften Widerstand geleistet haben, ist ohne weiteres anzunehmen, handelt es sich doch hier um den nächsten,' Donauübergangspunkr vor • Bukarest, das üb­ rigens unsere Luftschiffe auch mit Bomben be­ legt haben. Auch die Erdöl-Anlagen von Ploesti wurden von Den Luftschiffen bom­ bardiert, während Seeflugzeuge die Stadt Constanza und dort befindliche russische leichte Streitkräste wirkungsvoll mit Bomben bewarjfen. An der italienischen Front kam es zu er­ bitterten Kämpfen um den Soramegipfel, der in die Hände der Italiener überging, von den österr.-ung. Truppen jedoch in kühnem Gegenangriff wieder zurückgewonnen würde. In Albanien überschritten die Italiener neuerdings die Vojusa, wurden aber alsbald von den österr.-ung. Truppen wieder über den Fluh zurückgeworfen. An der serbisch-griechischen Grenze kam es nur nördlich "des Ostrowosees zu schwachen Angriffen, die von den Bulgaren abgewiesen wurden. ' ! , In Griechenland herrscht noch, immer die größte Verwirrung. Tatsächlich hat in Athen die griechische Regierung nichts zu sagen, wähsrend die Entente Gewalttaten aller Art vorsübt. Vor allem haben es die Engländer und Franzosen apf unsere in griechischen Häfen liegenden Schiffe abgesehen, die sie sofort nach ihrer Ätzkunst vor Athen konfiszierten. Heute soll in Athen ein Kronrat stattfinden, der die letzte Entscheidung treffen wird. 1 1 Me Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 5. September. Mittags. ^Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die grohe Sommeschlacht dauert an. Un­ sere Truppen stehen zwischen Le Forest und der Somme in heisteM Kampfe. . Südlich des Flusses erwehrten sie sich des aus der 20 Kilometer preiten Front von Barleux bis füdlich von Ahillh anstürmenden Geg­ ners. Das Dorf Chillh ist perloren gegangen. Rechts der Maas sind neue Angriffe der Franzosen gegen unsere Linien östlich ,von Fleurh und gegen die am L September an der Souvilleschlucht gewonnenen Stellung abge­ schlagen. festlicher Kriegsschauplatz. Front pes Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. , Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog Karl. In hartnäckigem Kampfe haben deutsche Bataillone den mehrfach zum Gegenstoß an­ setzenden Feind südöstlich von Arzezbny wieder Vertrieben. An Gefangenen haben die ver­ bündeten Truppen in den Heiden lichten Ta­ gen 2 Offiziere, 259 Mann eingebracht. . / In den Karpathen entspannen sich an mehreren Stellen kleinere Gefechte. . Südwestlich von Zabie und Schipoth wird gekämpft. Starke russische Kräfte sind südwestlich von Fundul-Moldowh blutig abgewiesen. . . Balkan-Kriegsschauplatz. Teutsche ujtzd bulgarische Truppen er­ stürmtes» die befestigte Borstellung des BrükheWapfes von Tutrakan. Tie Stadt Dobrie ist vojw de» Bulgaren geitzommen. Bulgarische Kavallerie zersprengte russi­ sche Bataillone. , , -</p>
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          <p>Die Heeresberichte. I Deutsche Seeflugzeuge belegten Constanza, sbwie russische leichte Seestreitkräfte mit Bom­ ben. Nhrfcrv Luftschiffe haben Bukarest .und die Erdölatzrlagen von Ploesti mit gutem .Erfolg bombardiert. Ter 1. Generalquartiermeister!: ; [ , Ludendorff. Der Ssterr.-vsg. Bericht. WTB. Wien, den 5. September. —&gt; Amtlich wird verlautbart: , | festlicher Kriegsschauplatz. Jirout gegen Rumänien. Bei unveränderter Lage nichts von Be­ lang. ( Heeresfront des Generals der Kavallerie | Erzherzog Karl. Die Angriffe der Russen gegen bie Karlpatheirsronr rer iverivündeten dauern an. — Bei Fundul-Moldowy schlugen unsere Trup­ pen zahlreiche starke Vorstöße ab. Am oberen Czeremosc und südlich von von Brstrzec wirp heftig gekämpft. NordwestI lich von Körös-Mezö scheiterten alle Versuch« ! des Feindes, Raum zu gewinnen. Südwest!B lich von Brzezany wurde auch das letzte bort= | gestern verloren gegangene Grabenstück zurück­ gewonnen. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine Ereignisse von Bedeutung. Italienischer KriegsschauzKatz. An der Tiroler-Front ist stellenweise eine erhöhte Artillerietätigkeit eingetreten. — Im Rufreddo-Gebiet kam es zu erbitterten Kämpfen um den SorctzNe-Gipfel, den unsere Truppen vorübergehend verloren, durch küh­ nen Gegenangriff aber wieder zurückgewan­ nen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Italienische Truppen überschritten gestern früh bei Feras die Vojusa. Ein Angriff un­ serer Reserven gegen den Feindlichen linken Flügel warf den Gegner zurück. Das Feuer unserer Artillerie begleitete die auf das Süd­ ufer des Flusses weichenden italienischen KoI tonnen. Während des Kampfes schoß der Feld| Pilot Stabsfeldwebel Arigi einen feindlichen l Kampfflieger cro. xstn Insasse tot, der zweite 8 gefangen. _ Ler stellvertretende Chef des Generalstabesr v. H o e f e r, Feldmarsch alleutnanr. Der AlWislhe Bericht. Sofia, 4. Sept. An der mazedonischen Front keine Veränderung der Lage. Längs der ganzen Frotzt schwaches gegenseitiges Artil­ lerie- und Gewehrfeuers. Etwas lebhaftere Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 5. September. Mittags. ^Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die grohe Sommeschlacht dauert an. Un­ sere Truppen stehen zwischen Le Forest und der Somme in heisteM Kampfe. . Südlich des Flusses erwehrten sie sich des aus der 20 Kilometer preiten Front von Barleux bis füdlich von Ahillh anstürmenden Geg­ ners. Das Dorf Chillh ist perloren gegangen. Rechts der Maas sind neue Angriffe der Franzosen gegen unsere Linien östlich ,von Fleurh und gegen die am L September an der Souvilleschlucht gewonnenen Stellung abge­ schlagen. festlicher Kriegsschauplatz. Front pes Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. , Front des Generals der Kavallerie Erz­ herzog Karl. In hartnäckigem Kampfe haben deutsche Bataillone den mehrfach zum Gegenstoß an­ setzenden Feind südöstlich von Arzezbny wieder Vertrieben. An Gefangenen haben die ver­ bündeten Truppen in den Heiden lichten Ta­ gen 2 Offiziere, 259 Mann eingebracht. . / In den Karpathen entspannen sich an mehreren Stellen kleinere Gefechte. . Südwestlich von Zabie und Schipoth wird gekämpft. Starke russische Kräfte sind südwestlich von Fundul-Moldowh blutig abgewiesen. . . Balkan-Kriegsschauplatz. Teutsche ujtzd bulgarische Truppen er­ stürmtes» die befestigte Borstellung des BrükheWapfes von Tutrakan. Tie Stadt Dobrie ist vojw de» Bulgaren geitzommen. Bulgarische Kavallerie zersprengte russi­ sche Bataillone. , , -</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 5. September. —&gt; Amtlich wird verlautbart: , | festlicher Kriegsschauplatz. Jirout gegen Rumänien. Bei unveränderter Lage nichts von Be­ lang. ( Heeresfront des Generals der Kavallerie | Erzherzog Karl. Die Angriffe der Russen gegen bie Karlpatheirsronr rer iverivündeten dauern an. — Bei Fundul-Moldowy schlugen unsere Trup­ pen zahlreiche starke Vorstöße ab. Am oberen Czeremosc und südlich von von Brstrzec wirp heftig gekämpft. NordwestI lich von Körös-Mezö scheiterten alle Versuch« ! des Feindes, Raum zu gewinnen. Südwest!B lich von Brzezany wurde auch das letzte bort= | gestern verloren gegangene Grabenstück zurück­ gewonnen. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine Ereignisse von Bedeutung. Italienischer KriegsschauzKatz. An der Tiroler-Front ist stellenweise eine erhöhte Artillerietätigkeit eingetreten. — Im Rufreddo-Gebiet kam es zu erbitterten Kämpfen um den SorctzNe-Gipfel, den unsere Truppen vorübergehend verloren, durch küh­ nen Gegenangriff aber wieder zurückgewan­ nen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Italienische Truppen überschritten gestern früh bei Feras die Vojusa. Ein Angriff un­ serer Reserven gegen den Feindlichen linken Flügel warf den Gegner zurück. Das Feuer unserer Artillerie begleitete die auf das Süd­ ufer des Flusses weichenden italienischen KoI tonnen. Während des Kampfes schoß der Feld| Pilot Stabsfeldwebel Arigi einen feindlichen l Kampfflieger cro. xstn Insasse tot, der zweite 8 gefangen. _ Ler stellvertretende Chef des Generalstabesr v. H o e f e r, Feldmarsch alleutnanr. Der AlWislhe Bericht. Sofia, 4. Sept. An der mazedonischen Front keine Veränderung der Lage. Längs der ganzen Frotzt schwaches gegenseitiges Artil­ lerie- und Gewehrfeuers. Etwas lebhaftere</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Nimkecich und die bulgarische Kriegs­ erklärung. Genf, 5. Sept. Tie bulgarische Kriegs­ erklärung an l^utnänien, das Ueberschreiten der rumänischen Grenze durch bulgarischeTruppen, die laut einer in Paris etngetcoffemen Meldung bereits den am Kreuzpunkte der rumänisch-bulgarischen Eisenbahnlinien gelege­ nen Platz Dobric besetzten, riefen im französi­ schen Publikum Ueberraschung hervor. Petit Parisien und Le Journal verhehlen ih!r Be­ fremden über die ^ in Daris herrschende Un­ gewißheit in bezug auf die Vorgänge, die sich auf dem neuen Kriegsschauplätze vorbereite­ ten nicht. Le Journal schreibt: Endlich! ent­ schließt man sich in Paris, die bulgarifthje Kriegserklärung, die schon seit Freitag vorlag zutzjstgeben. Man ist erstaunt, daß die fran­ zösische Regierung während 36 Stunden keine Informationen hierüber besaß. Es bedurfte der Veröffentlichung der bulgarischen Kriegs­ erklärung, um unsere RegieEng von derAugeuscheinlichkeit der Tatsache zu überzeugen. (Z.) Flecktyphus tut der französischest Armee. Am st er da m, 5. Sept. Wie aus Lon­ don, berichtet wird, herrscht in Marseille bei mehreren Korps der französischen Armee sehr stark der Flecktyphus. Tex Sanitätsdienst er­ weist sich als unzureichend. Tie Regierung hat mehrere neutrale Staaten um Entsew ; düng. von Ambulanzen ersucht. Aerzte sind i aus Amerika und Japan unterwegs. •</p>
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          <p>Gegen Rußland. Die russische Niederlage in Wolhynien. z Berlin,». Sept. Von der wolhhnischen i Tfte Zarin im russischen Hauptquartier. Petersburg, 5. Sept- Tie Kaiserin von Rußland ist mit ihren Töchtern nach dew Hauptquartier abgereist. &lt;Z.) , Großfürst Nikolajewitsch soll 'nach dner Meldung russischer Blätter zum Oberbefehlshaber der rikssischen Balkanarmee, die zum Kampfe gegen die Bulgaren und Türken bestimmt ist, ernannt werdest. Rußlands Rechtsparteien gegei» einen meiteren Winterfeldzug. Polnische Blätter melden, daß die rus­ sischen Rechtsparteien gegen einen eventl. Win­ terfeldzug arbeiten und sich auf Vorbereitun­ gen für Friedensverhandlungen einschränken, da ein neuer Winterfeldzug für Rußland eine wirtschaftliche Katastrophe im Innern herauf­ beschwören würde. (Z.) I Fronf wird, gemeldet: Bei den Kämpfen, die sich zwischen dem 31. August uttd dem 3. September in der Gegend von Swinjuchh und Szelwow abgespielt haben, haben die Russen ungeheure blutige.Verluste erlitten. An Ge­ fangenen find bisher dort 12 Offiziere und 1600 Mann eingebracht. Fünf russische Di­ visionen herben vergeblich versucht, die Frvnb der Verbündeten auf dem nur i5 Kilometer breiten Frontstück durchzubrechen. Nach! vor­ sichtiger Schätzung liegen rund 17 000 Tote vor/ unseren Stellungen, zum Teil noch in Rei­ hen ausgerichtet, wie sie zum .Sturm vor­ gingen. Bemißt man die Zahl der von den Russen zurückgebrachten Verwundeten nur dreimal so hoch wie die der Toten, so kommt man zu einem russischen Gesamtverlust von mindestens 70 000 Mann, und das an drei Kampftagen allein. An der siegreichen Ab­ wehr der russischen Massenangriffe waren "die deutschen Truppen des Generals Litzmann in vorderster Linie beteiligt, Magdeburger,West­ falen, schlesische, sächsische und Thüringer Jä­ ger. (Z.)</p>
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          <p>auch «die ersten Verwundeten gesehen. Er ist überzeugt, daß die Rumänen Dum-DumiGvschosse gebrauchten. Petroszenh befindet sich seit dem ,31. August in der Hand der Rumänen. (3-) Die diplomatische!»« Vertreter des Bierbunds iW ^Bukarest. Wien, 5. September. Es besteht begrün­ dete Veranlassung, anzunehmen, daß die Frage der Heimkehr der deutschen, österreichisch-urig^, bulgarischen und türkischen Gesandtschaften aus Bukarest demnächst 'geregelt werden wlrd. Die Gesandtschaften werden wahrscheinlich im Aus­ tauschwege über Bulgarien nach Hause besöch dert werden. , RumäWi-ens Handelskrieg. Lugano, 6. Sept. Durch. ein Dekret des Königs von Rumänien werden alle fi­ nanziellen, kommerziellen und indurstielken Unternehmungen von Angehörigen feindlicher Staaten in Rumänien unter Sequester gestellt. Gegen Rumänien. Die .Kämpfe ist der Dobrudscha. Genf, 5. Sept. Die bulgarische Besetz­ ung von Dobric dem Kreuzungspunkte der rstf mänisch-bulgarischen Linien veranlaßt diePariser Presse, namentlich das Journal, den Wünschen Ausdruck zu geben, daß die nächste Zukunft Beweise eines 'zielbewußten tim# nisch-russischen Zusammenwirkens bringen wer­ de. Bisher konnte man, weil die Peters­ burger und Bukarester Nachrichten äußerst spärlich waren, nur vermuten, daß gegen ein Weitergreisendes deutsch-bulgarisches Manöver' Anstalten getroffen würden. Der in Kron­ stadt weilende rumänische König werde dort, wie verlautet, Bratianus Vorschläge zur Um­ gestaltung des Kabinetts prüfen, stZ.) Haag, 5. Sept. Der N. Rotterdamsche Courant schreibt: Das wichfigste Ereignis an allen Fronten ist der deutsch-bulgarische Angriff in der Dobrudscha. Was Mit Recht in Erstaunen setzen kann, ist die Tatsache, daß die deutsche Heeresleitung auch für die­ sen Kriegsschauplatz Truppen zur Verfügung hat. Man muß sagen, daß an die deutschen Truppen so ungeheure Ansprüche gestellt we# den, daß von einem Neberschuß an Mann­ schaften natürlich nichjt gesprochen werden kann. Ader die Sendung der deutschen Trup­ pen in die Dobrudscha beweise, welch große Bedeutung die deutsche Heeresleitung der Auf­ rechterhaltung der Verbindung mit der Türkei beilegt. Den Bulgaren ist das Terrain wohl­ bekannt, denn es ist das Gebiet, ba$ tnan ihnen geraubt hat. &lt;Z.) , Die LfMahme von Petroszeny. Budapest, 5. Sept. Der fiaupttnann der Grenzpolizei von Petroszenh berichtet, es sei !den Rumänen gelungen, Petroszenh zu überrumpeln, weil sie in Bauerntracht über die Berge kamen und plötzlich um 3 Uhr morgens vor der Stadt erschienen, wo sie mit Gendarmen in Kampf gerieten. Hier habe er</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Jlaliesrßsche Kommentare zur Lage. Lugano, 4. September. Die "Tribuna" schreibt, in Athen dürfe niemand qnders herr­ schen als die Entente. "Jdea Nazionale" er­ hofft keineswegs viel von dem Staatsstreich der Venizelospartei. "Giornale d'Jtalia" be­ grüßt die Erkrankung des griechischen Königs als den günstigsten Zeitpunkt, den griechischen Körper von den deutschen Mikroben zu reini­ gen. "Corrrere della Sera" bestätigt die Ge­ fahr, die Griechenland für die .Entente da# stelle. Leider habe der Schwager des Kaisers noch immer zuviel Prestige im Lande, sodah bei der Verstocktheit des griechischen 'Volkes, das für den moralischen und.materiellen Ruin Griechenlands keinerlei Verständnis habe, kei­ nerlei revolutionäre Lösung der Lage zu er­ hoffen Jet. Griechenland sei und bleibe ein heimtückischer Gegner, den die Entente um jeden Preis außer Gefecht setzen müsse. fZ.) Die KrHegserklärichrtz RnmänicWs ein Werk SoWninos. Lugano, 4. September. Die "Jdea Na­ zionale" bestätigt, daß es die Entente tatsächslich vor allem Sonnino verdankt, wenn RusMänien an ihrer Seite in den Krieg getreten sei. Als Rumänien, so sagt das Blatt, nach! dem Scheitern der Dardanellen-Expedition die Intervention an den mazedonischen Vorstoß der Verbündeten knüpfte, da war es Sonnino, der im Bunde mit den.französischen Staatstmännern die Saloniki-Expedition ins Werk setzte. Das Ausbleiben der rumänischen In­ tervention im Jahre, 1915 war der Consulta keine Ueberraschung, denn Italien, das sich int Frühjahr dem Dreibund gegenüber in dem­ selben Verhältnis befand wie Rumänien, wutzte, daß Rumänien damals noch nicht los/chla,gen konnte, später aber unbedingt losschla­ gen werde. Sonnrri» enortitj brachte es fertig, den letzten und anscheinend ganz unbesiegbaren Widerstand des Königs zu überwinden und hinwegzuräumen. (Z.)</p>
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          <p>ständigung gepflogen. Es handelte sich um etwa 20 Schiffe, darunter mehrere große Ueberseedampser. In Eleusis sei der Sekretär der österr.-ung. Gesandtschaft verhaftet wor­ den, ebenso die Tchitschen Hoffman» und Hipp, sowie der Grieche Carasteidi. Auch der ru­ mänische Militärattache, ein Freund jgoffp manns, fei verhaftet, dann aber wieder frei ges­ taffelt worden. Es gehe das Gerücht, er sei mit dem rumänischen Gesandten Filidor nach Bukarest abberufen worden. In Athen sei alles ruhig, es sei auch keine Bewegung bot* auszusehen. (Z.) Ter Abschlag auf den österr.-uNgai". vktesajudtschaftssetrctär in Athen. Daily Telegraph meldet aus Athen: Der öftrer.sung. Gesandtschaftssekretär in Athen un­ ternahm am Sonntag Mit zwei Beamten eine Autofahrt nach, Eleusis. Plötzlich bemerkten sie, h/atz, sie von einem Automobil der Al­ liierten 'verfolgt wurden. Das letztere for­ derte sie auf, zu stoppen. Das öftrer. Auto tat.es nicht, worauf das andere Fahrzeug, das sich als ein englisches entpuppte, Schüsse aus den verfolgten Wagen abgab. Der öftere. KrafHvagen hielt und seine Insassen wur­ den für gefangen erklärt. Kavas, der Gefandtschaftssekretär, äst verwundet. (Z.)</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Tiirbei ti^ib Tvutschland. . Konstantinopel, 5. .Sept. Hier wur­ de eine türkischf-deutsche Landwirtjchjaftsgesellschast gegründet. Präsident ist Kammerprä­ sident Hedecht Ail Bei, Vizepräsident Acker­ bauminister Achmed Nessimis Bei.</p>
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          <p>Russische Fliegcrverlnftc. Schweizerische 'Blätter melden ans .Pe­ tersburg: "Rußkoje Slowo" berichtet, daß seit Beginn der russischen Offensive an der Kampf­ front ‘24 Kampfflieger den Tod gefunden ha­ ben, darunter zwei bekannte französische Re­ kordslieger, die von deutschen Piloten in Wol­ hynien abgeschossen wurden. 9er Stieg m See. Die fctznvlicheu Verluste a« Handels-Schisscst. Bern. 5. Sept. Nach einer Aufstellung des Bureaus Veritas in Paris beläuft -sich die Zahl der int Monat Juni durch KriegserviK nilsse verlorene gegangenen Handelsschiffe auf 60 mit insgesamt 103 075 Tonnen. Auf die Handelsflotte der Alliierten kommen vierFünfrel dieser Verluste, nämlich 49 Schiffe mit 81601 Tonnen, Italien hat von den feind­ lichen Unterseebooten 'tmt meisten zu leiden gehabt: es verlor 12 Tampfer und 13 Segel­ schiffe mit rund 37 000 Tonnen. Tie Verluste Englands im Juni Betragen 13 Tampfer mit 28 399 Tonnen. (Z.) Versenkt. Amsterdam, 5. Sept. Wie die Blätter melden, ist der englische Tampfer "Rievaul Abbey" (1166 Sonnen), bet am Samstag von Rotterdam aussuhr, am Sonntag vormittags in der Ilordsee versenkt worden. London, 4. September. Lloyds berich­ tet, daß die norwegischen Dampfer "Gotthärp" (1462 Bruitoregistertonnen) und "Sedesdal" (1476 Bruttoregisterionnen) versenkt worden sind. ' f Angeschwemmte Minen. Haag, 5. Sept. Im vergangenen Monat August würden 62 Minen angespült. Davon waren 46 englischer, 10 deutscher und 6 unbe­</p>
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          <p>Sein fortgesetztes Anstarren war ihr unan­ genehm. 'Vielleicht konnte sie ihm das zu verstehen Leben. So erhob sie sich ruhig. "Bittzesehr, es wird mich interessierten, die Fasanerie; zu sehen," sagte sie und ging mit ihm. &gt; Der &lt; Diener;, der den Tisch abräumte, sah der neuen Herrin von Retzbach neugierig nach. "Tunnerlitzchen, das ist eine sehr schöne junge Darme. Da kann unser gnädiges Fräu­ lein-nicht nt ft," dachte er und "stieß sich bei feinet ■ Arbeit gemütlich Zeit. Ruhiig schritt Anne-Rose neben Hans von Rathenovv her. Sie ahnte nicht, daß die Fa­ sanerie nttstdestens eine Viertelstunde entfernt lag und daß ,maw durch "den abgelegenen Teil des i Parkes gehen mußte, um dorthin zu ge­ langen. ,Sie war über sich selbst erstaunt, daß'sie so ruhig und gleichgültig weben dem fDlanree 'fein konnte, der einst jhr junges, tinfc erfahrenes 'Herz betört Hatte. Aber sie war froh'über diese Ruhe, so froh, .daß sie keinerjlei-Schmerz mehr empfand bei dem Gedanken, daß 'er sie verraten hatte, aber daß auch ihre -Liebe nicht die rechte war. Vielleicht wäre - ihre Liebe tiefer und stärker geworden, wenn er ihr ein wahres Empfinden entge­ gengebracht hätte, und wenn «^wirklich dep Damit gingen auch die beiden Herren äst. Anne-Ro&gt;se , hatte unwillkürlich eine Bewe­ gung gemacht, als wollte sie ihren Vater zu­ rückhalten. Aber dann biß sie die Lippen zusammen,und ließ die Herren gehen. Weder Lothar noch Tante Jettchen hätten Anne-Rose mit Hans Rathenow allein gelassen, nur der ahnungslose Jost ging fn aller Ruhe davon. ■ So saßen sich die beiden jungen Leute einen Moment'schweigend gegenüber. Hans frohlockte. Sein Schwiegervater hatte Thm eine herrliche Gelegenheit geschaffen, sich mit Anne-Rose guszusprechen. Ein Diener kam, um den Teetisch abzu­ räumen. Hans erhob sich schnell. "Mein gnädiges Fräulein, Herr von Langendorf hat recht, die Fasanerie ist sehr sehens­ wert. Darf ich Sie dahin Mhren?" Anne-Rose &gt; war das Alleinsein mit ihm sehr unangenehm, aber es ließ sich nun Nicht mehr umgehen, und so konnte es ihr gleich sein, wo sie die Zeit dieses Alleinseins mit! ihm verbrachte. Sie fühlte sich auch! ganz sicher -und ruhig. Mochte Hans Rathenow sagen, - was er wollte, sie jmürde ihn in seine Schranken c zurückweisen! Und vielleicht war es gut, wenn es zu einer Aussprache tiMant. Mlcknn -gewvsen wäre, für den sie ihn im jugendlichen Ueberschwang gehalten hatte. Aber nun war sie frei von ihm geworden, ganz frei. Und das war ein Gefühl der Tankbavkeit in ihr, daß sie sein wahres Wesen erkannt! hatte, ehe es zu spät war. Nur -eins bohrte noch leise int tiefsten Winkel - ihres Herzens — die Scham, daß sie ihn -an jenem Abend heimlich geküßt hatte. Sie -harte es wohl getan, weil sie sich als seine ■ Braut fühlte, für ihn aber war es nur ein leichtsinniger Flirt. Sie gehörte nicht zu den Mädchen, die leicht über ‘foMjl einen heimlichen Kuh hinweggehen. Er erschien ihr wie eine Schmach, die einen Schatten auf ihre Reinheit -wa^f. Langsam gingen sie nebeneinander her und 'waren bald unter den Bäumen den neu­ gierigen 'Blicken des Dieners entschwunden. Sie tauschten nur einige oberflächlichieRedenAarten. -Hans zwang sich zwch immer zur Ruhe, um 'sie nicht vorzeitig zu erschrecken. Aber er -war int Fieber. Diese günstige Gelegen­ heit chatte ihm per HrmNtel geschickt und er war 'sticht willens, sie ungenützt verstreichen zulassen. . * (gortfeSung folgt)</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Die fctznvlicheu Verluste a« Handels-Schisscst. Bern. 5. Sept. Nach einer Aufstellung des Bureaus Veritas in Paris beläuft -sich die Zahl der int Monat Juni durch KriegserviK nilsse verlorene gegangenen Handelsschiffe auf 60 mit insgesamt 103 075 Tonnen. Auf die Handelsflotte der Alliierten kommen vierFünfrel dieser Verluste, nämlich 49 Schiffe mit 81601 Tonnen, Italien hat von den feind­ lichen Unterseebooten 'tmt meisten zu leiden gehabt: es verlor 12 Tampfer und 13 Segel­ schiffe mit rund 37 000 Tonnen. Tie Verluste Englands im Juni Betragen 13 Tampfer mit 28 399 Tonnen. (Z.) Versenkt. Amsterdam, 5. Sept. Wie die Blätter melden, ist der englische Tampfer "Rievaul Abbey" (1166 Sonnen), bet am Samstag von Rotterdam aussuhr, am Sonntag vormittags in der Ilordsee versenkt worden. London, 4. September. Lloyds berich­ tet, daß die norwegischen Dampfer "Gotthärp" (1462 Bruitoregistertonnen) und "Sedesdal" (1476 Bruttoregisterionnen) versenkt worden sind. ' f Angeschwemmte Minen. Haag, 5. Sept. Im vergangenen Monat August würden 62 Minen angespült. Davon waren 46 englischer, 10 deutscher und 6 unbe­ kannter Herkunft. Die Gesamtzahl der seit Kriegsbegsnn angespülten Minen beträgt 1279, von denen 702 englischen, 62 französischen, 229 deutschen und 286 unbekannten Ursprunges sind.</p>
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          <p>Berlin, den 4. September 1916. (Unberecht igter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Neue russische Uerluste bei Smniuchy. Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegs berich terstatters. Armee.Linsingen, den 3. September. Nach der schweren Nieder-lage am 1. Sep­ tember hielten sich die Russen am nächsten Tage an der angegriffenen Front SwiniuchhCzelwow ruhig. Tie 'Verluste der Russen, deren ungeheuerliche Größe überall von un­ seren Gräben deutlich zu beobachten war, sind inzwischen auch durch! Gesangenenaussagdn be­ stätigt worden. Viele Kompagnien zählen da­ nach nur noch 20 bis 30 Mann. So war der Ruhetag durch Erschöpfung geboten, heute begannen- dann neue Angriffe, nachdem die Artillerie vom Vormittag an die Stürme ener­ gisch vorbereitet harte. Die AngrWfsfront wurde diesmal um ein paar Kilometer weiter nach Norden verschoben, um an andeverStelle den Durchbruch zu versuchen. Zwei der besten russischen 'Korps, ein sibirisches und die /ei­ serne Schützendivision" sind wieder eingesetzt. Es gelingt den Wellen, die von der eigenen russischein Artillerie aus den Gräben geschos­ sen werden, um sie zum neuen'Angriffe zu zwtngen, an ein paar Stellen in unsere Front einzudringen. In erbitterten Nahkämpfen werden die Eingedrungenen von deutschen u. österr&gt;ungar. Truppen restlos niedergemacht. Die Kampfwut der Magdeburger, Westfalen if. Km aunfiMi»&lt;ni«i *■»-«■» i» .c i *.**e*iL. . ifiMWtn i v «p— /• Berlin, den 4. September 1916. (Unberecht igter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Neue russische Uerluste bei Smniuchy. Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegs berich terstatters. Armee.Linsingen, den 3. September. Nach der schweren Nieder-lage am 1. Sep­ tember hielten sich die Russen am nächsten Tage an der angegriffenen Front SwiniuchhCzelwow ruhig. Tie 'Verluste der Russen, deren ungeheuerliche Größe überall von un­ seren Gräben deutlich zu beobachten war, sind inzwischen auch durch! Gesangenenaussagdn be­ stätigt worden. Viele Kompagnien zählen da­ nach nur noch 20 bis 30 Mann. So war der Ruhetag durch Erschöpfung geboten, heute begannen- dann neue Angriffe, nachdem die Artillerie vom Vormittag an die Stürme ener­ gisch vorbereitet harte. Die AngrWfsfront wurde diesmal um ein paar Kilometer weiter nach Norden verschoben, um an andeverStelle den Durchbruch zu versuchen. Zwei der besten russischen 'Korps, ein sibirisches und die /ei­ serne Schützendivision" sind wieder eingesetzt. Es gelingt den Wellen, die von der eigenen russischein Artillerie aus den Gräben geschos­ sen werden, um sie zum neuen'Angriffe zu zwtngen, an ein paar Stellen in unsere Front einzudringen. In erbitterten Nahkämpfen werden die Eingedrungenen von deutschen u. österr&gt;ungar. Truppen restlos niedergemacht. Die Kampfwut der Magdeburger, Westfalen if. Km aunfiMi»&lt;ni«i *■»-«■» i» .c i *.**e*iL. . ifiMWtn i v «p— /• Ungarn ist durch das Wissen um den neuen Feind besonders aufgestachelt, und die Si­ birier und Schützen müssen .die rumänische Hinterlist büßen. Vor den Hügeln von Wojnin liegen rausende von russischen Toten bor der Front, und in den Gräben häufen sich die Leichen, auch der heutige russische An­ griff wurde so eine sehr schwere Niederlage. Keinen Meter Graben erzwangen die ungeheu­ ren Opfer. r (Äß.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>da die von uns geforderte klare und ein­ deutige Erklärung der von Heilmann und Haenisch für ihre Ansicht reklamierten Partel­ instanzen, da sonst der ganze Friedensaufruf des Parteivorstandes au einer bloßen Geste würde, die bei den Genossen alles andere als freudige Anerkennung finden müßte. Kiese unumwundene Erklärung gegen jede annektionistische Neigung wäre um so dringlicher,^ als Haenisch selbst darauf hinweist, daß aus den Reihen der Mehrheit niemals ein Widerspruch gegen das von Haenisch, Heilmann und ande­ ren vertretene Programm der territorialen und militärischen .Machterweiterung Deutschs lands erhoben worden sei. . J$.) 70 :«|euje Schiffährtsgesellschastc« wurden "Tidens 'Tagn" zufolge im letzten Halbjahr in &gt;Norwegen gegründet. Die /Gesellschaften haben ein Kapital von 130 Millionen Kronen. Japan und China. Der japanische Ge­ sandte überreichte der chinesischjen Regierung am Samstag eine Note, in der die Bestrafung der für die Vorfälle in Changchiatung vevankwortlichen Personen und Maßregeln zur Verhütung einer Wiederholung solcher Zwi­ schenfälle gefordert werden. — Der Rotterdamer "Maasbode" veröffentlicht eine Mel­ dung der "Central News" aus Tokio, wonach chinesische Truppen in der Mongolei neuer­ dings auf Japaner gefeuert haben. Beide Parteien hatten Verluste.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Der "Pour fc m-erite" wurde dem kgl. bayerischen General der Infanterie, Ritter von Xylander, kommandierender Generaleines Armeekorps, verliehen. Ajn Begiftung gestorben. An den Fol­ gen von Vergiftungserscheinungen starb im Krankenhause in Münchberg der Fabrikbau­ meister der Aktienfärberei Knab pnd Linhardt, Johann Greim. Er hatte mit seiner Frau zum Abendessen Kartoffeln und Wurst geges­ sen. Im Befinden seiner Krau pnd des Dienst­ mädchens, die mit erkrankt sind, M eine 'Ver­ schlimmerung eingetreten.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. 1 Berlin, dne 5. Snptember 1916. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Die Schlacht bei Swinmchy. Von unserem zum Ofiheere entsandten Kriegs­ berichterstatter. Aus dem Felde, den ,4. September. Die Gefangenenzahl har sich gestern auf 1600 Mann und 12 Offiziere erhöht. Mit die­ sem Ergebnis schloffen die drei Tage der Schlacht von Swinirichjy ab. Eine vorsichtige Schätzung kommt äuf über 17 000 russische Tore vor unseren Stellungen. Wenn man dazu nur dreimal soviel Verwundete zählt, errech­ net man mit den Gefangenenzahlen über 75 000 Mann russische Verluste bei den fünf angreifenden russischen Divisionen. Die 2 Schützendivisionen, das 4. sibirische Korps, die 15. Division des 8. russischen Korps dürsten nach dieser vernichtenden Niederlage sich! von der Festigkeit der deutschen und österL.-ungar. Front in Wolhynien gründlich überzeugt ha­ ben. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>gen in ein glotzäugiges Rüsseltier, dessenLeiwwcchrdbackeu sich bei jedem Atemzuge in ko­ mischer Weise ausblühen. Dagegen ist unser Stahlhelm schlechthin schön und wohl geeig­ net, den 'Künstler zu erfreuen. Als mir das erste Mal vor Verdun eine Stur'm truppe auf dem Wege zum Gefecht mit den neuen Stahl­ helmen über den wettergebräunten Gesichtern begegnete, glaubte ich einer Schar von Rit­ tern aus der Zeit Kaiser Maximilians zu be­ gegnen, aus der Hochblüte der Waffenschmied­ kunst, wo, wie heute, die Teutschen ihreKriegsbanner von Flandern bis zum Land Friaul trugen. Tiefer Krieg, der mit einem Duell der technischen höchst entwickelten Vernichtungs­ mittel begonnen hat, hat in zwei Jahren die Rumpelkamlmlern der WaffeuMuseeu um- und umgekehrt und alles daraus hervorgesucht, was Menschen jemals int Kämpfe gegeneinander verwendet haben. Das begann mit den Wurfpfeilen ,welche die französischen Flieger auf dem Vormärsche verwendet und die sie später noch, aus die Ziegeldächer von Metz ge­ schüttet haben. Ter Grenadier brachte seinen Namen wieder zu wörtlicher Gültigkeit und warf Handgranaren, wie böt der Belagerung von Prag. Indische Truppen int Arrois schos­ sen mit Armbrüsten, und Franzosen in der Champagne benutzten den Flitzbogen, (den in Europa zuletzt die kirgisischen Hilfsvölker Ruß­ lands gegen Napoleon 1. verwendet hatten,) um Keine Explosivkörper in unsere Schützengrä­ ben zu schleudern. Als die Wurfminen an Bedeutung gewannen, kamen Ballisten und Katapulte auf, ganz ähnlich den^römischen, bis die alten Belagerungsmörser aus den Zeuglhäusern geholt wurden, um sehr schnell den in immer größeren Kalibern entwickelten Präzfsionsminenwerferu Platz 'zu machen. Stinktöpse und Erstickungsgase kamen wieder auf, wie sie einst die Straßburger verwendet haben, um das unbezwingbare Raubschloß Schwaneck zur Uebergabe zu zwingen. Eigene Minier!truppen wurden auf beiden Seiten aus Berg­ leuten gebildet, wie ehedem in den Kämpfen zwischen Venedig und den Türken. Morgen­ stern und Keule erwiesen sich im Grabenkampfe wieder als verwendbar. Alle halb vergessenen Trutzmittel der Vergangenheit wurden wie­ der hervorgesucht, und die notwendige Folge war, daß man sich auch- auf die Schutzmittel der Vergangenheit wieder besann. Ziemlich früh traten bei den Franzosen ftählerine Schilde auf, die Kops und Leib der Sturmtruppen schützen sollten. Auch die Schildkröte Caesars trat wieder in Erscheinung, nur gus Stahl­ platten gebaut .und mit» dem Zwecke, betrt Pionier mit der Drahtschere das Herankrietchen an die Drahtverhaue zu ermöglichen. Mawche dieser Neuschöpfungen alter Ausrüstungs­ stücke haben allerdings gegen die Schrecken des modernen Krieges nicht lange bestehen sönnen. Dagegen hat sich allgemein der stäh­ lerne Helm wieder bei allen an der Westfront Kämpfenden Heeren eingeführt. 4 Ta wir Menschen bei allem Gestalten an überlieferte Ausdrucksformen mehr gebunden sind, als wir uns selbst meist bewußt sind, so kann es nicht in Erstaunen setzen, daß alle Völker bei dem Uebertragen des Kapitels "Stahlhelm" aus der Waffengeschichte in die praktische Kriegführung auf alte Vorbilder zurückgegriffen haben. Tie Franzosen, die zu­ erst mit ihrem Stahlhelme antraten, haben eine Form aus der Entartungszeit der Eisenrüstung gewählt, einen Reiterhelm aus dem 17. Jahrhundert, die ihnen nahelag, da die französischen Feuerwehren diesen Helm auf dem Umwege über die Ausrüstung der späteren Stadtknechte noch! heute tragen. Ter französi­ sche Helm ist ausdruckslos und sehr mindernwertig; sein Hauptwert beruht In dem Sichertheitsgefühl, das er seinem Träger gewährt. Ter englische Stahlhelm wiederholt eine Form aus der,Frühentwicklung der Wehrt Es ist der "Eisenhut", wie man ihn aus den ältesten Holzschnitten sieht und wie er als stehende Figur in die Heraldik übergegangen ist. ßei feiner Wahl mag hauptsächlich der Gedanke möglichst einfacher und billiger Herstellung leitend gewesen sein. Er bietet überall breite Angriffsflächen, und seine Zuverlässigkeit steht im Mißverhältnis zu seinem durch eine untF stänolicye Polsterung vermehrten Gewicht. Unt= fer deutscher Stahlhelm lehnt fictji in der Form an die sog. "Schaltern" der Maxim Uiauszeit an, wo die Waffenschmiedekunst zu ihrer höch­ sten Entwicklung gediehen, die Vereinigung von Schönheit und Zweckmäßigkeit am vollen­ detsten .gelungen war. Bei der Gleichzeitigsteit des Auftretens alter Formen bei Fvauzv&gt;en und Engländern 'habe ich geglaubt, daß dieses Zurückgreifen aüf den reichen Formenischatz, mit dem für uns der Ränke des "letzten Ritters" verbunden ist, absichtlich gewesen fei. Ich oin aber eines anderen belehrt Wochen, als ich neulich den Erftnüer unserer Stahl­ helme durch Zufall kennen lernte, der mir darüver Folgendes mitgeteilt hat: Lange be­ vor bei Franzosen und Engländern ein Mensch an den Stahlhelm dachte, wurde von einem unserer namhaftesten deutschen Mediziner aus Grund seiner Erfahrungen in Kriegslazaretten Die Schaffung eines gepanzerten Schädelunü Nacken'schutzes angeregt, um die im Arv­ sauge des KwiegeS BejonberS häufigen Hirn­ verletzungen durch. Schrapnelle und Granat­ splitter zu vermindern. Der Arzt wandte sich an den nachmaligen Erfinder des Stahlhel­ mes, einen Hauptmann, der als Professor einer unserer technischen Hochschulen die Geschoß­ wirkungen auf Panzerplatten besonders stu­ diert hat. Tie Grundlage der Arbeitech denen die zuständige militärische Stelle' sofort die notwendjge Ausmerkfamteit zuwendete, waren die Angaben des Arztes, aus Denen hervor­ ging, welche Teile eines besonderen Schutzes ueöurften. Eine gewisse Bindung war durch das Gewicht des Helmes gegeben, der nicht | zu schwer werden durste. Taun wurde bie 1 Form gewissermaßen technisch, errechnet. Sie mußte so fein, daß sie an jeder Stelle, wo auf die Helmwandung ein Geschoß trais, dieses mög­ lichst zum Ricochieren veranlaßt wurde. Ter spezifische Widerstand der Wölbmng gegen ein Eindringen mußte möglichst groß sein. Ein Eindellen der Oberfläche durch stIchraPnellkrvgelu oder Granatsplitter in bestimmter Tiefe durfte noch zu keiner Verletzung des Schädels führen. Tie Polsterung mußte bequem und leicht, die Lüftung gut sein. Tie Industrie mußte mit den vorhandenen Anlagen ümlftanöe | fein, den Helm schnell und einfach in jeder bvI stellten Menge herzustellen. Itus diesen Vor­ aussetzungen wurde der Helm konstruiert. Es wurden dann umfangreiche Beschießungsoer­ suche vorgenommen, deren Erfahrungen mitverwertet werdpn konnten. Taun, als Tech­ niker und Mediziner zu der Ueberzeugung gekommen waren, daß die Vorbedingungen alle tn möglichstem 'Umfange gelöst waren und daß der nun vorliegende Helm den Kämpfern im vorderen Graben den denkbar besten Schutz gewährte, wurde der Helm von der Heeres­ verwaltung abgenommen. Erst später, als bie Form in der angege­ benen Weise festgestellt worden war, hat der Schöpfer des Helmes, der sich- nie mit Wafservgeschichte abgegeben hat, bei einem Besuche des Nürnberger Germanischen Museums 'be­ merkt, daß sich fein Helm in der äußeren Ge­ stalt den Maximiliansschallern näherte. Es ist immerhin bemerkenswert, daß unabhängig von einander die Genialität des heutigen Tech­ nikers und p ie auf jahrhundertelanger Ueber­ lieferung vorwärtstastende Waffenschmiedekunst in ihrer besten Zeit diese reine schöne Zweckform gefunden haben. Ter ganze Helm wirkt so stolz-ritterlich, daß er uns jetzt schon, nach kurzer Gewöhnungszeit, wie ein Sinn­ bild deutschen Soldatengeistes anmutet . Im Anfange ist er nicht allenthalben mit ungeteilter Freude begrüßt worden. Leute, die es gut meinten, bedauerten das Abgehen von dem überlieferten Bilde des deutschen Krie­ gers. Sie waren der Ansicht, daß man den preußischen Pickel hätte beibehalten sollen,wohl ohne zu wissen, daß der Pickel aus Not­ wendigkeit allmählich auch von bett alten Hel­ men im Verlaufe des Krieges verschwunden ist, die dadurch nicht weniger als stattlich mehr anssahen! Tie kämpfende Truppe war für den Stahlhelm sehr dankbar und würde sich heute nicht mehr von ihm trennen wollen. ! Verwundete, die zurückgebracht werden, mögen ihren Stahlhelm nicht hergeben. Las erleb» 1 liche Mehrgewicht wird dadurch ausgeglichen, daß die Lüftung viel besser ist, als bei dem alten Lederhelm. Und das Gefühl der Sicher­ heit, das unser Stahlhelm den Sturmtruppen und den Kämpfern im vorderen Gräben ver­ leiht, ist wohl begründet. Tenn er hat seit seiner Einführung etwa fünfzig vöm hun­ dert der Kopfverletzungen verhütet und Un­ zähligen durch seine feste Wölbung das Le' ben, die Gesundheit, die Vernunft gerettet. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>AMtsberg, 4. Sept. (Schwerer Unfall.) Die 17 Jahre alte Tochter des Bauern Waldmannstetter in Großmuh käm mit dem rechs ten Fuß in das Räderwerk der Göppelmaschine, wodurch ihr der Fuß derart zermalmt wurde, daß er abgenommen werden mußte. Neustadt a. D., 4. Sept. (Blutvergiftung) Tie Ehefrau des Bauern Aman in Bad Gögt gingen verletzte sich vor ca. 14 Tagen durch einen rostigen Nagel am Fuße. Es tratBlutvergiftung ein, der die bedauernswerte Frau nun unter gräßlichen Schmerzen erlag. Straubipg, 6. Sept. (Ertrunken.) Der seit 28. August von seinem Truppenteil abgängige Landsturmmann' Ludwig Dörfner des hiesigen Ers.-Batl.. wurde letzten Samstag bei Deg­ gendorf als Leiche aus der Donau geborgen. Dörfner war von einem Sonntagsurlaub in seine Heimat Hunderdors nicht mehr zurück­ gekehrt. Ob ein Unfall oder Selbstmord dort liegt, bedarf noch der Aufklärung. Jeden­ falls steht jetzt schon fest, daß dienstlicheGründe für den Selbstmord nicht mitbestiwtnend wa­ ren. ' ! | i , i Seggchiporf, 5. Sept. (Schlaganfall.) Als vorgestern nachmittags der Bankier August Maier, Direktor der Bayer. Handelsbank, Fil. Deggendorf, sich geschäftlich! nach Langenisarhofen mittels Fahrrades begab, wurde er dort plötzlich vom Herzschlage gerührt und war so­ fort eine Leiche. Herr Bankier Maier war als rühriger Finanzmann in weitesten Krei­ sen bekannt. Zwipscl, 4. Sept. (Großfeuer.) Gestern vormittags 10 Uhr kam in der am'Bahnhöfe Klingenbrunn der Lokalbahn Zwiesel—Grafen­ au von Sägewerksbesitzer Graf auf Schwartzencberg in Sachsen errichteten Dampfschineidsäge aus unerklärliche Weise Feuer aus, welches das ganze Werk in kurzer Zeit vollständig einäscherte. Bei dem Umstande, daß dasWerk mit denn Bahnhöfe Klingenbrunn ganz ein­ sam mittten ito Walde und von der hochgele­ genen Ortschaft Klingenbrunn dreiviertel Sftunden entfernt liegt, konnte Hilfe nur sehr verspätett geleistet werden. AMtsberg, 4. Sept. (Schwerer Unfall.) Die 17 Jahre alte Tochter des Bauern Waldmannstetter in Großmuh käm mit dem rechs ten Fuß in das Räderwerk der Göppelmaschine, wodurch ihr der Fuß derart zermalmt wurde, daß er abgenommen werden mußte. Neustadt a. D., 4. Sept. (Blutvergiftung) Tie Ehefrau des Bauern Aman in Bad Gögt gingen verletzte sich vor ca. 14 Tagen durch einen rostigen Nagel am Fuße. Es tratBlutvergiftung ein, der die bedauernswerte Frau nun unter gräßlichen Schmerzen erlag. Straubipg, 6. Sept. (Ertrunken.) Der seit 28. August von seinem Truppenteil abgängige Landsturmmann' Ludwig Dörfner des hiesigen Ers.-Batl.. wurde letzten Samstag bei Deg­ gendorf als Leiche aus der Donau geborgen. Dörfner war von einem Sonntagsurlaub in seine Heimat Hunderdors nicht mehr zurück­ gekehrt. Ob ein Unfall oder Selbstmord dort liegt, bedarf noch der Aufklärung. Jeden­ falls steht jetzt schon fest, daß dienstlicheGründe für den Selbstmord nicht mitbestiwtnend wa­ ren. ' ! | i , i Seggchiporf, 5. Sept. (Schlaganfall.) Als vorgestern nachmittags der Bankier August Maier, Direktor der Bayer. Handelsbank, Fil. Deggendorf, sich geschäftlich! nach Langenisarhofen mittels Fahrrades begab, wurde er dort plötzlich vom Herzschlage gerührt und war so­ fort eine Leiche. Herr Bankier Maier war als rühriger Finanzmann in weitesten Krei­ sen bekannt. Zwipscl, 4. Sept. (Großfeuer.) Gestern vormittags 10 Uhr kam in der am'Bahnhöfe Klingenbrunn der Lokalbahn Zwiesel—Grafen­ au von Sägewerksbesitzer Graf auf Schwartzencberg in Sachsen errichteten Dampfschineidsäge aus unerklärliche Weise Feuer aus, welches das ganze Werk in kurzer Zeit vollständig</p>
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          <p>Letzte Posten. Sie Eifnberufmtg des Reichstages. Nchh weiteren Informationen soll der Reichstag bestimmt am 26. September wieder zusammentreten. Csnfe Frievcnspetition der Schweiz. Bern, 6. Sept. Dem schweizerischen Bunhespräsidenten wurde am Montag vom schwei­ zerischen Sekretär der neutralen Konferenz eine Volkspetition überreicht, die von den Ge­ meindebehörden und Vereinen, sowie von vie­ len Präfekten aus 344 Gemeinden der Schweiz im Namen von 240147 Bürgern unterzeichnet war. Die Petition richtet anöden Bundesräl die dringende Bitte, die Jnitiatjve für dje Einberufung einer Konferenz neutraler Staa­ ten zu ergreifen Me den kriegführenden Re­ gierungen, sobald die Umstände es gestatten', ihre Dienste zur Vermittlung anMtbieten und einen Waffenstillstand vorzuschlagen. (Z.)</p>
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          <p>Tätigkeit Herrschte nördlich des Ostrovo-Sees And im Aale der Moglenitza, wo einige schwache Angriffe durchs Feuer zurückgewiesen wurden. Die feindliche Flotte bescho ßdie Befestigungen nördlich von Kavalla, wo auch feindlicheFlugp .geuge Bomben abwarfen, ebenso wie auf die Dörfer Starovo, Haznator und den Bahnhof von Anguista. Mehrere Einwohner, darum ter Frauen und Kinde# wurden getötet oder verwundet. Im Norden überschritten ant "2. September unsere Armeen die Grenze an per Dobrudscha, wobei sie vorgeschobene Abteilun­ gen des Feindes kräftig zurückdriickten. Un­ sere Armeen Eckten cytf Kourtbounar vor und bemächtigten sich dieses Punktes nachl.ei­ nem entscheidenden Kampf, wobei 165 Soli­ daten und 2 Offiziere zu Gefangenen gemacht! wurden. Der Feind ließ, 100 Tote und eine große Anzahl Gewehre und AusEstungsgegentftiänbe zurück.; eine unserer Abteilungen bei­ setzte die Stadt Akkadinlar. Der Vormarsch wird auf der ganzen Front fortgesetzt. Prinz Joachim von Preußen der in Kassel zu einem mehrwöchigen Erhol­ ungsurlaub weilte, hat sich nach Wiederher­ stellung seiner Gesundheit nach dem Kriegs­ schauplatz begeben. &lt;Z.) Englands Druck auf Holland. Rotterdam, 4. September. Der parlch mentarische Korrespondent des ententefrvundlichen Amsterdamer "Handelsblad" schreibt in der Zeitschrift "Onze Eeuw": Wenn die Kam­ mer wieder zusammentritt, wird sie die auswärtige Lage, nicht verbessert, sondern.im Ge­ genteil für uns kritischer finden, da die Tent denz der englischen Maßnahmen dahin geht, Holland aus seiner Neutralität herauszudrängen. Da dies auf militärischem Wege nicht gelang, wird es jetzt auf wirtschaftlichem Wege versucht. Unser Recht, Handel Zu treiben Mit wem wir wollen, Wird tatsächlich von Eng­ land verneint, d. H. das gute Recht unsere# seits neutral zu bleibest. sZ.)</p>
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          <p>Lokales. —'* Ein Verwundetentransport 68 Mann Leichtverwundete aus dem Westen, kam gestern nachmittags hier an. 7 Mann wurden ins hiesige Kolonnenhaus verbracht, während die übrigen in die Lazarette in Nerv­ markt, Frontenhausen, Dingolfing und Pat­ tendorff überführst wurden. —* Zupr Schulbeginn an den Volks­ schulen! verweisen wir unsere Leser auf die Bekamntmachung der LokalschulkomMission im Jnseraitenteil der heutigen Nummer. , —* Der Viktualienmarkt war heute nahezm ausschließlich mit Obst und 'Schwämtmen bkestellt, von denen große Mengen vorhan­ den pvaren. Der gesuchteste Artikel waren Zweffckhgen, von heuen zwar viele vorhanden waren,, deren Preise aber wohl eben infolge der starken Nachfrage nicht weichen wollen. Der (Keflü gelmarkt war nur schwach bestellt. —* Der Kartoffelmarkt hatte heute nur zswei Wagen an Zufuhren auf^utoeffen: Bei beern Massenzustrom an Interessenten kam es zu einem beängstigenden Gedränge!.Schließ­ lich klonnten auch nichit alle Kaufsliebhaber versorgt werden. Das lag allerdings in der Hauptffache nur daran, daß einzelne Käufer einen ganzen Zentner und mehr der gesuchten Ware verlangten und erhielten. Bei der gegenwÄrtigen Stockung in der Kartoffelzufuhr wäre im Interesse der Versorgung, gerade der ärmeren Bevölkerung nur zu wünschen, daß der Magistrat möglichst bald seinen Kar'toffeliverkaius wieder eröffnen würde. Damit wiäI re d ie Jagd nach Kartoffeln, die gegenwärtig $ hier herrscht, mit einem Schlage beseitigt. Landshut, 6. September —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Herrn -Oberveterinär d. R. Aeorg Regler, Sohn der Kaufmannswitwe Frau Regler hier, verliehe^. Herr Regler ist bereits mit dem Militär= : Werd ienstorden ausgezeich net. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen im 16. Jnf.-Regt. Herrn Seb. Biberger, Sohn des Schwaigers Herrn 'Bi­ berger ,tn Piflas, verliehen. , —* Datz Eiserne Kreuz wurde dem Gefreiten des 16. Jnf^-Rgts. Joses Graser, Techniker, Sohn des Herrn Bautechnikers Ah. Graser hier, unter Beförderung zum Unter­ offizier verliehen. Zwei Brüder des AuÄgezeichneren "stehen außer ihm noch im Feld, von denen einer bereits mit dem Eisernen Kreuze geschmückt 'ist. Dem Vater wurde Kür Heimatherdienst vor kurzem das Ludwigskreu^ verliehen. —* (Sin 17jähriger Inhaber des Eijsernen Kreuzes. Der 17 Jahve alte Fahnenjunker-Unteroffizier int Grenadier-Rgtz. Nr. 123, Herr Willfried von Kirschbaum, Sohn des Herrn K. stiegierüngsdirektors von Kirsch­ baum hier, erhielt 'für hervorragende Tapfer­ keit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz. —* Das Militär-Verdien st kreuz 3. Klasse mit Schwertern wurde hem Gefreiten trn 7. Feldartillerie-Regiment Herrn Fr. X. Spiegellmeier, Bäcker von hier, verliehen. 7*- *Ä)as König Ludwigkreuz wurde dem S«anitätsunteroffizier der LandwehrKarl Kotter des 'Reservelazaretts Landshnt verlie­ hen. —* -Von Sr. M. dem König wurde ge­ stern Herr'Regierungspräsident, Exzellenz! ti" Prachew in Audienz empfangen. —* Zum Leutnant wurde der Fähnrich Otto Bauch im 2. Schweren Reiter-Rgt. be­ fördert . f</p>
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