Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-01-24. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 19, 1918-01-24. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Ter Gaulois schreibt: I Wir brauchen nicht erst zu sagen, mit welcher I Entrüstung die unglaubliche Nachricht von der I Kraftloserklärung der fischen Anleihen in | der ganzen zivilisierten Welt aufgenommen werden wird, aber bei uns wird sie den stak­ sten Eindruck erwecken. Frankreich! hat ohne ^U rechnen, sein Geld an '/tufluitb gegeben. Durch dieses Geld ist Rustland vor dem Kriege vorwärts gekommen, hat es fern ungeheures Eisenbahnnetz ausgebaut, seine Naturschätze ausgebeutet, Industrien geschaffen, seine Wirt­ schaftslage und sein Münzsystem verbessert und nun vollendet die Ataximalistenregierung mit ihren Verhandlungen mit dem Vierbund den Verrat und bedroht Tausende von französischen Familien mit betn 1 Ruin. Rußland befindet sich ln der schrecklichsten, schmäh!! Wen Krisis. I Es ist aber nur eine Krisis. Eines Tages werI den der Patriotismus und die Ehrliebe der 1 russischen Herzen wieder ausleben und sich 1 schaudernd von den Taten der Leute abwenden, I die offenbar von Zerstörungswahnsinn besalI len sind. Wäre es anders, dann würde das vormals erhabene Reich Peters des Großen ewiger Schande anheimfallen. ' « Vom westlichen Kriegsschauplatz. ────────── Die Heeresberichte. ────────── Französische Vorstöße abgewiesen. Die FraNionssührer beim Kanzler. — Hiudenvurg ««S Ludendorff ins große Haupchnartier abgereist. — Kronrat in London. ────────── » I WTB. B erlin, 23. ^muar 1918. , flEtelci Hauptquartier.) •Seilt*»* Krtegtzschanplu«. MEt *t* Ge»er-«lfel»«arschallS KrEPriN, «»pprecht »*» «atze*». ' An der ganzen flandrischen Front war am Nachmittag der Feuerkampf gesteigert. Auch südlich, Non der Scarpe lebte die Gefechtstätig.keit wieder aus. Bei St. Quentin wurden bei erfolgreicher Durchführung -zahlreicher Er­ kundungen Gefangene eingebracht. Front Ui deutsch«» Krouprttche». Nördlich von Souain und nordöstlich von Avoeourt folgten nach! starker Feuerwirkung sranOsische BdrstVße. In hestigen Känchfen wurde der Feind Zurückgeschlagen. "Eigene Jnsanterieabteilungen drangen östliche Non Malancvurt in die feindlichen Gräben und kehrten mit einer Anzahl Gefangener zurück. Zwischen Beaumont und Ornes nahm die Artillerietätig­ keit am Abend zu. , 1 veiltcher • «UMfftaMl«*’ KW» Neue». M»ArPs«isch« Kr-»r. Di« Lage ist unverändert. Ftalicnifcher Kriegsschauplatz. Zu beiden Seiten der Brenta Avtillerie^ampf. '' T«r 1. Generalauartier meiste«: Ludendorff. | WTB. Berlin, den 23: Januar. Amtli­ cher Abendbericht:. Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der deutsche Bericht. ────────── Der österr.-ung. Bericht. ' WTB. Wien, den 23. Januar, mittags. Rrnti"« wird »erlaurdarrr Beiderseits der Brenta war die Avtillerietätigkeit lebhafter als an den letzten Ta­ gen. i Ter Chef des GeneralstabS. ! Hindeuburg und Luvend orff beim Kaiser. WTB. Berlin, den 23. Januar. (Amtlich Zum militärischen Vortrag beim Kaiser sind Generalfeldmarschall von Hiwdenburg und der Erste Generalquartis-meister Ludendorff heute früh in Berlin eingetroffen. , ────────── Aus Rußland. Eroberung von Poltawa durch Bvl| schchviki-TruPPen. !Petersbu rg, den 23. Jan- Tie von Charkow und Poltawa abgesandten Abteilun­ gen des Sowjet lieferten eine Schlacht gegen die Truppen der Rada von Kiew. Tie Trup­ pen der Rada wurden vollkommen geschlagen. Tie Stadt ist in den Händen der Abteilungen der Sowjets. In der vereinigten Sitzung der Soldaten-, Arbeiter- und Bauern»:,äte wurden die Vertreter des ausführenden Zentralaus­ schusses von Charkow mit Begeisterung be­ grüßt. In Poltawa herrscht allgemeine Fpeude. 1 Ter Aufruhr in Sebaßopol. Ueber den Matrosenaufruhe in Sebastopol teilen Qdefsaer Blätter ergänzend mit: Als der Aufruhr losbrach,, weigerte sich der Kapi­ tän Klinow, der sich, mit dem Stab an Bord des Kriegsschiffes aufhielt, sich lebend zu er­ geben. Er sprang über Bord, als die Matrosen ihn ergreifen wollten. Tie Matrosen bemannten "I einige Boote, retteten den gewußtlosen Kapi| pitän, brachten ihn wieder zum Bewußtsein I und erschossen ihn dann. Tote und Verwundet« wurden durcheinander ins Wasser geworfen, nachdem man sie ausgekleidet und geplündert hatte. Wie verlautet, soll der Chef der Schwarzenmeerflotte Admiral Nemetz abgesjetzt und durch einen von den Matrosen gewählten Oberkommandierenden ersetzt werden. Eine Republik! Grüften. Aus Stockholm wird gemeldet: Laut "Nasch Wjelk" beschloß Grusien, sich, als selbständige Re­ publik zu erklären. Tie in Petersburg lebenden Grusiner eröffneten ein eigenes Konsulat zur Verteidigung des Lebens und Eigentums ihrer Landsleute. An der Spitze des grusinischen Volksrates in Tiflis steht Ramschwtli. — Ter Volksrat veröffentlichte an der Kaukasussront Aufrufe zum Bildung grusinischer Regimenter, die sofort den Schutz der Grenzen gegen die aus Persien aus der fruchtbaren MughaN-Ebene vorrückenden und Baku, bedrohenden Schckazevennen übernehmen sollen. ' Eine Nnic« der Großrusscu. Ter Couriere della Sera berichtet, der Prozest des Auseinanderfallens des mvskowitischen Reiches mache rasche Fortschritte. Aus Moskau wird gemeldet ,daß die Stadt gegen­ wärtig das Zentrum einer bedeutenden Be­ wegung zur Organisation der großrussischen • Bevölkerung bildet, weicht letztere einen Teil des russischen Staatenbundes bilden soll. Es wurde eine Union großrussische,: Männer for­ miert, unter welcher Männe,: figurieren, Mp aus der Anarchie hervc»:gegangen sind und die beabfichrigen, eine Regierung und ein Par­ lament nach dem Muster der ukrainischen Rada zu bilden. Als Häupter der Union iverden genannt: ein gewisser Libinin, Advokat, und ein Journalist namens Tarduoff. Ungefähr in einem Monat soll der Kongreß zur Ausar­ beitung der Verfassung zusammentreten. In allen Städten und Dörfern bilden sich- Zweig­ stellen der Union. , Ssraichfrcihcit in RuMarrd. I Aus Stockholm wird berichtet: Nach dem "Wetschernh Czas" wird in den nächsten Ta­ gen von der Petersburg«: Räteregijerung eine Verordnung erlassen werden, wodurch das Ver­ bot der Benutzung der deutschen, türkischen und der übrigen feindlichen Sprachen als Hede-, Schreib- und Unterrichtssprache« aufgehoben wird. I • 1 1 1 ────────── -'tbiehirug körrigstrener Offiziere in Griechenland. ! ' Von der Schweizer Grenze wind berichtet: Die Agenoe Helleniq'gue meldet aus Athen: Durch königlichen Erlast sind wegen kövigsireuet Gesinnung gegen König Konstantin 58 Obersten, 59 Oberstleutnante, 75 Majore, 116 Hauptleute, 93 Oberleutnante und 23 Leutnan­ te der .verschiedenen Waffengattungen, die Gen­ darmerie einbegriffen, aufjjer, Tiienst gestellt oder aus der griechischen Armee ausgestosten wor­ den. 1 i ────────── Aus neutralen Ländern. 1 ' Me Teuerung in Norwegr». Ch r istiania, den 23. Jan. In einer Massenversammlung der norwegischen Arbeiter­ partei wurde gestern von den 300 anwesenden Personen einstimmig beschlossen, im 1 Hinblick aus die Teuerung und die drohende Hungersnot und auf die deshalb nötige Steigerung der einheimischen Produktion die Einstellung ijedes Militärdienstes- und die Umwandlung der Militärindustrte zum Vorteil der Steigerttng der Produktion zu verlangen. ────────── treten. Wie auch in Zukunft die Stellung Japans gegenüber Deutschland bestimmt sein Vtnrb, einen Boden für eine antideutsche Orten- tierung wird es in Japan nicht geben. Eine deutschfreundliche Orientierung hat ihre Vsrtreter unter den angesehendsten Staatsmännern. (WTB.) Japan im Kriege. 1 Tie Stimmung in Jap«« beleuchtet oeutlich eine Rede des japanischen (Generalleutnants Tanaka, die er am 20. Mai 1917 in Shanghai hielt. Generalleutnant Tauaka, der als rechte Hand des japanichenKriegsministers gilt, führte folgendes an: Für uns Japaner ist es nicht ausreichend, den Herois­ mus der Teutschen nachzuahmen. Wir müssen nrchr tun. Wir müssen uns sorgfältig mit bet: Prüfung der Gründe beschäftigen, die diesem Volke die Möglichkeit geben, so mächtig zu sein, datz es so glänzend diesen furchtbaren Krieg führt, und wir müssen alles mögliche tun, um Teutschland in feiner kunstvollen Or­ ganisation, seiner Einigkeit und Vaterlandslie­ be nachzuahmen. Möchten die japanischen Sol­ daten den deutschen Kämpfern nacheifern, und die japanischen Kulis die deutschen Arbeiter in ihrer ehrlichen Pflichterfüllung und Vater­ landsliebe nachahmen. Möchten sie diesen Mu­ stern in allem ihrem Streben folgen. Wir be­ finden uns gegenwärtig im Krieg mit den Mit­ telmächten. aber es wird der Tag des Friedens kommen und dann wird es die Pflicht des ja­ panischen Volkes sein, die Hand wahrer Freund­ schaft den mächtigetr Germanen entgegenM- ────────── Der Krieg zur See. 9er Stieg zur See. Versenkung aus Geleittz iige«. Berlin, den 233. Jan. (Nichtamtb.)Kaum ein Tag vergeht ohne Latz Versenkungen aus Geleiklzügen, auch aus stark gesicherten, geludbet lverden. Man nimmt sogar wahr, daß aus ein und demselben Geleikzüg mehrere Dampfer herausgeschossen werden, während früher meist nur ein Schiff des Zuges dem Eingriffe zum Opfer fiel. Tiefe Steigerung un­ serer Erfolge zeigt, dast auch! das Geleitsy­ stem nicht das von unseren Feinden ersehnte unbedingt zuverlässige U-Boot-Abwehrmittel bietet. — Auch wenn wir kein einziges Schiff verloren hüben, schreibt Journal o f Commerce, Ist der Schissbaunummer vom 27. Dezember bedeuten die Geleittzhge eine Vergeudung des Frachtraumes. TenN ehe sich ein zuweilen bis auf 20 und mehr Schiffe belaujfendes Handels­ geschwader ant gemeinsamen Treffpunkt verfdmtnelt, und seine Reise zurücklegt, verrinnt viel unnütze Zeit. Tie Geschwindigkeit des lang- famften Schiffes ist mastgebend für den ganzen Zug. Im Hafen entstehen neue Verzögerungen u durch Warten und diejenigen Transporte, die mangels von Entladeeinrichtungen nicht sofort gelöscht werden können. — Ter französische Berpflegungsminister Boret schätzte im Senat ant 18. Tezember die Verminderung derTrans!portmöglichkeit durch Geleitzüge auf 20 Pro­ zent. — In den Times vom 28. Tez,. schreibt der Vorsitzende der Khedifischen SchisfahrtsgeseUfchaft, dast die Notewndigkeit, in Geleitzügen zu fahren, die auf eine Reise >zu verwendende Zeitspanne verdoppelt. England die N-B»otsgefahr. Nach, dem "Nieuwe Rotterdamschen Cour." erklärte das liberale Unterhausmitglied Ge­ orge Lambert in einer Rede in Ton inton, dast die Verluste der englischen Handelsflotte infolge des U-Bootkrieges unverändert fortdauern. Im Dezember wurden 30 Prozent mehr Schiffe versenkt, als im November. Jtm letzten Jahre seien dreieinhalbmal so viel englische Schiffe gesunken, als gebaut wurden und nicht nur die Schisse, auch ihre Ladungen seien verloren. Unterdessen hätten die Teutschen noch größere U-Boote gebaut. Alle patriotischen Engländer hofften, dast die Reorganisierung der Admira­ lität die Folge haben werde, dast man der UBootsgefahr Herr werde. Tie Lebensmittel­ versorgung in England sei eine sehr ernste Sa­ che geworden. Tie Lebensmittel seien die Vor­ aussetzung dafür, datz die Armee und die Na­ tion am Leben bleiben. Lambprt drang zumi Schluß aus eine größere Sparsamkeit im Ver­ brauch von Lebensmitteln. ────────── Tages-Uebersicht. I Blutiger Bruderzwist. Ueber eine Ver­ sammlung der Unabhängigen in Nürnberg, auf welcher der Aibg. Ledebour sprach, bringt die "Fränkische Tagespost" einen Bericht, der das Verhältnis der beiden sozialistischen Parteien beleuchtet. U. a. heistt es in dem Bericht: "Einigen Erfolg hatte Ledebour. Einer seiner tapfersten Anhänger ging gegen den Genossen Treu vor, nicht mehr mit beim Wort, sondern mit der Tat, nachdem der Versuch der ta!pss;en Unabhängigen, die Meinungsfreiheit in der Volksversammlung hu meucheln, indem sie Treu niederzübrüllen suchten, mißlungen war. Wenn die Unabhängigen einen Redner nicht niederschreien können, scheint es wohl die beste Methode zu sein, ihn hinterrücks am Kragen feit packen und so niederzureisten, daß sein blutiger Hals eine Erinnerung an die von der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei exemplifizierte Redefreiheit bleibt." Der "B. Kurier" knüpft an diesen bericht die Frage: Wo haben denn die Unabhängigen diese Ver- sammlungsunarten gelernt, wer waren bisher ihre politischen Erzieher? l. Kunsthonig oder Zucker? Im Dezember- l hesre der "Leipziger Bieirenzeimng" erwähnt L. Müsebeck das Bestehen eines blühenden Schleichhandels mit Zucker in Berlin und zwar hu wahren Wucherpreisen. Ter Zentns; wurde mit 350 Mark und mit 400 Mark gehandelt. £ Tabei gelang es den Behörden sestzustelljen, dast dieser Zucker aus Kunsthonigsabriten stammte, die entgegen der Vorschrift ihr Kunsterztzugnis etwas dünner und flüssiger herstell­ ten un bfoen so eingesparten Zucker zu obigen Preisen zur Ausbesserung ihrs; Gewinne ver­ wandten. Ta drängt sich denn doch mit aller Macht die Frage aus: Brauchen wir den Kunst­ honig überhaupt zur Ernährung? Ter Mei­ nung des Verfassers nach würde der um 40 Prozent billigere Zucker unter allen Umstän­ den vom Standpunkte des Verbrauchers aus vorzuziehen sein. 'Ausstrichmittel kann 'jede Hausfrau, die sie zu benötigen glaubt, selbst herstellen. Ebenso Jitvertzucker. Was bleibt da noch Übrig, was zugunsten des Kunstgepansches spräche? Gegen die Erzeugung von Kunsthonig gerade im jetzigen Augenblick spricht auch der Verbrauch von Brennstoffen zu des- sen Herstellung. Aus allen diesen Gründen ergibt sich! die Forderung: Gerade jetzt ist ein Gesetz, das die Herstellung eines Ersatzmittels" aus einem vorhandenen, mindestens ebenso wertvollen Rohstoffe , unter Verbrauchs bet;, knappen Brennstoffe verbietet, das Gebot der Stunde. Wir Bienenzüchter haben diesen geßetzlichen Schutz vor dem Fälschungsmittel eines der wertvollsten Und köstlichsten Naturerzeug­ nisse schon seit langem vergeblich erstrebt. Jetzt kommen aber für den Staat schwerwiegende u oj- ——... . soziale Punkte hinzu, die die schleunigste Schafjung eines solchen Schutzgesetzes gebieterisch fordern. Große Zahlen unsers; Tapferen, die die Heimat vor dem vernichtenden Einbruch der Feinde mit ihrem Blute und unter Aufopfer­ ung ihrer Gesundheit und Zukunft schützten, haben jetzt, da sie als Kriegsbeschädigte zu uns zurückkehrten, die Bienenzucht zu ihrem neuen Lebensberus gewählt, voy dem sie erhoffen, dast er ihnen eine bescheidene Ta seins möglich keil gew ähren möge. Ihnen die Wege zu ebnen ist unsere, ist des Staates Pflicht. Dürfen wir bei ihrem schweren Kampfe ums Dasein ihnen ein so schweres Hindernis im Wege stehen lassen, wie es die vielen, zum größten Teil noch erst während des Krieges entstandenen Kunsthonigfabriken bedeuten? Ter Zahlwert, oder besser gesagt, die Zahlkraft unseres Geldes ist im Lande selbst gang) gewaltig gesunken. Darf der Staat da dulden, dast ein vorhandenes äußerst wertvolles Nahrungsmittel in mehr als überflüssiger Weise um 40 Prozent ver­ teuert wird, ganz besonders für die Wenigs; bemittelten Klassen, denen der Preis für die Marmelade und dergleichen erst recht zu teuer ist? Wer Kinder hat, kann sich mittags beim Essenrichten leicht selbst einen honigähnlichen Ausstrich Herstellen, der nicht viel mehr wie ein Pfund Zucker kostet und wir anderen werden wohl aus vielen Gründen den appetitlicheren reinen Zucker der käuflichen Schmiermasse vor­ ziehen. Es handelt sich! rum Ueberslust nicht einmal um eine alte, längst bestehende, blühende Industrie, auf die aus sozialer Fürsorge für die dorr beschäftigten Arbeiter Rücksicht genommen werden müßte. Also fort mit bemi Kunsthonig und her mit dem Schntzgesetz. ' Ter polnische Reichstag. Wie die "Gazetta Wierzorna" aus Warschau berichtet, ver­ öffentlicht das Prestbureau des polnischen Mi­ nisteriums folgende Mitteilung: In einer ge­ meinsamen Sitzung des Regent schastsrates und des Miniflerrates wurde einstimmig die mög­ lichst rasche Einberufung des polnischenReichstages als notwendig erkannt. Demgemäß wird die Regierung dem neuen Staatsrat schon in der ersten Sitzung den Entwurf einer Wahl­ ordnung für den Reichstag unterbreiten. ' 1 Tic handelspolitische« Verhandlungen mit Orstcrrcich-Ungartt. Auf eine Anstage an den Reichskanzler ist im Reichstag die Antwort eingegangen, dast bisher nur vorläufige, noch nicht abgeschlofiene Besprechungen mit öster­ reichisch-ungar. Vertretern über die zukünftige 1 Handelspolitik zwischen Deutschland und Oe- ichUngarn,^°lgt sind. Es sei selbsiver- ständlich, dast bei den Verhandlungen auf eine Wahrung aller beteiligten Interessen gebüh­ rend Rücksicht genommen ist. ────────── zu erleichtern und insbesondere die Ausführ­ ung 'Dion Kleinwohnungen zu ermöglichen, nö­ tigenfalls durch» Gewährung von Vorzugsprei­ sen. » Ein Konflikt ist in Tillingen zwjischen der Presse und dem Stadtmagistrat ausgebrochen. Tie "Schwäbische Donauzeitung", die für Heuer amtliches Organ ist, hatte im Verfolg eines von der Vereinigung nordschwäbischer Zeitungsverleger gefaßten Beschlusses dem Stadt­ magistrat mitgeteilt, daß, im$t diesem Jahre eine Einschränkung des seither gewährten ho­ hen Rabattes für die magistratischen Bekannt­ machungen eintreten müsse. Tas hat den Herrn Bürgermeister: veranlaßt, anzuordnen, daß in Zukunft eine Verständigung der Presse über die Sitzungstermine des Magistrates un­ terbleibt. Vielmehr werden die Sitzungster­ mine im Durchgänge des Magistratsgebäudes angeschlagen, wo sich die Presse jederzeit infor­ mieren kann. Tie befden Dillinger Zeitungen haben sich daraufhin solidarisch erklärt und unterlassen die Berichterstattung über die Ma­ gistratssitzungen. f Eine Versammlung der VaterlaNvspartei, die zur Feier der Reichsgründung einberufen worden war, ist nach den Vorgängen in an­ deren Städten nunmehr auch in München ge­ sprengt worden. Unter den Tumultuanten, deren Treiben sicher kein anständiger Mann billigen wird, gleichgültig, welcher Partei er angehören mag, befanden sich, auch hier zahl­ reiche Kriegsbeschädigte und Feldgraue. Ob dieser Umstand Weiterungen zur Folge haben wird, bleibt abzuwarten. Es wäre aber jeden­ falls bedauerlich, wenn das Vorgehen einzel­ ner ungezügelter Elemente Konseg Menzen aus­ löste, unter welchen andere zu leiden hätten. Selbst die "Münchner Post" meint, daß der Skandal vermieden worden wäre, wenn man nicht eine so provozie sende Persönlichkeit wie die des Herrn v. Gruber auf das Podium gestellt hätte. Mag das so oder anders sein - ein Zwang zum VersamMlungsbesuch, hat ja für niemanden vorgelegen! — so müssen wir doch, ohne für die Avt der Werbetätigkeit der Vaterlandspartei selbst einzutreten, daraus ver­ weisen, daß eine solche Verwilderung der poli­ tischen Sitten dem Ernst der Stunde in keiner Weise gerecht wird und daß es bei allem Recht einer Meinungsverschiedenheit als un­ verantwortlich bezeichnet werden muß, wenn dem Ausland derartige Skandalstücke zumBestett gegeben werden, weil sie dort natürlich ganz falsche Schlüsse zeitigen, i Hunderttausende setzen täglich im "Nahtkampf oder Trommelfeuer ihr alles, ihr hoffsnungdurchglühtes Leben freudig an des Bwterlandes Ehre. Wer sich das vor Angen hält, kann bei der Abgabe von Gold und Geschmeide unmöglich zaudern. ────────── Bedenkliche Vorgänge im Mittelschulwesen. der Tinge verbundene Ausfall von staatlichen Lehrstellen im Zusammenhang mit der ohne­ hin gerade auch» aus dem Gebiet des höheren Lehramtes bestehenden Ueberfüllung die Besörderungsverhältnisse in demselben noch, trost­ loser zu gestalten droht als sie ohnehin sind. > So wenig man es also den Ordensgesell­ schasten an sich verdenken sann, wenn sie die Gunst der Zetten zur Ausdehnung ihrer Besitzund Einflußsphäre benützen, so unzweifelhaft ist es, daß dem Staat die Pflicht obliegt, seine Interessen und die wohlberechtigten Interes­ sen des höheren Lehrerstandes nach Kräften zu wahren, zum mindesten aber eine Entwick­ lung der Tinge, die diesen Interessen aufs handgreiflichste ztöviderläuft, nicht auch noch wohlwollend zu fördern. Es wird bei der Beratung des Kultus­ etats Sache vor allem — keineswegs ausschließ­ lich — der liberoein Partei sein, auf diese be­ denklichen Vorgänge nachdrücklich hinzuweisen und den Kultusminister, der doch wohl auch ein Staatsminister ist, energisch an seine Psljicht zu mahnen, die staatlichen Rechte und Bedürf­ nisse auch in dieser Hinsicht, nachdrücklich zu wahren und sich ja nicht etwa ihre Vertretung aus rein fiskalischem, also grob materiellem, Interesse abkaufen zu lassen. 1 Taß die Währung dieser Pflicht nicht das geringste mit Kirchensetndschast und Bruch des konfessionellen oder parteipolitischen Burg­ friedens zu tun hat, liegt auf Ger Hand. Denn Wahrung des guten Rechts ist nie und kann logischer Weise nie Feindseligkeit gegien irgend jemand andern sein, auch nicht gegenüber dem­ jenigen, von dem die Beeinträchtigung, die ja keine beabsichtigte zu sein braucht, ausgeht; sie ist lediglich! ein Werk der Verteidigung und der Selbstbehauptung, das als solches nieman­ dem verwehrt sein kann, das zu den elementaren Mens»chenrechten gehört und immer dann aus­ geübt werden muß — mild in der Form», aber nachdrücklich in der Sache — wenn eben Veranlassung däzu gegeben wird. Aus Fachkreisen schreibt man den Regens­ burger Neuesten Nachpichten: ! Durch» die Zeitungen ging dieser Tage eine Meldung, wonach» der Redemptoristen-Orden be­ absichtigt, das Luitpoldproghmnasium mForchheim vom Staat zu übernehmen und unter Apsbau dieser Anstalt zu cinemVollghmnasium! seine Unterrichtstättgkeit an dieser Anstalt aus­ zuüben. 1 Tiefe beabsichtigte Umwandlung einer staatlichen in eine Ordenslehranstalt stellt keine vereinzelte Erscheinung dar; sie ist nur ein Glied einer Kette von Vorgängen gleicher Art, in denen sich ein planmäßiges Vorgehen von seiten der Ordensgesellschasten auswirkt. So hörte man vor einiger Zeit bereits von dem gleichen Vorgang in Tirschenreuth, wo die "Vä­ ter vom heiligen Wort in Steil" auf Grund königlicher Ermächtigung ein humanistisches Gymnasium zu errichten und den Unterricht daran !zu übernehmen gedenken. ' Was diese Vorgänge zu bedeuten haben, wird erst dann vollkommen klar, wenn man sich die Tatsache vergegenwärtigt, daß der Staat es zur Zeit für nötig hält eine humanistische j Lehranstalt nach der andern wegen mangeln­ den Besuchs aufzulassen oder ihre Auflassung in Aussicht zu nehmen. So sind namentlich» in Franken in den letzten Jähren eine Reihje von Proghmnasien eingegangen (Usfenheim, Wunsiedel, Tinkelsbühl) und von humanisti­ schen Vollghmnasien stehen, soviel man bis 'jetzt weiß, Güntzburg und Burghausen aus der Proskriptionsliste — kuvz, bei: Abbau un­ seres staatlichen humanistischen Bildu-gsorganismus ist stützt im Gange und wird voraus­ sichtlich immer stärker in Gang komMen. Und da zugleich» von allen dazu berufenen staatli­ chen Organen — so erst vor kurzem von seiten des Justizministeriums — vor dem trotz des Krieges noch» immer viel zu starken Zustrom! zur Beamtenlaufbahn, insbesondere denjenigen Sparten derselben, welche akademische Ausbil­ dung zur Voraussetzung haben, dringend ge­ warnt werden muß, so leuchtet von selbst ein, daß diese sich so auffällig häufenden Gründun­ gen von humanistischen Ordensbtkdungsanstalten eine außerordentliche unzeitgemäße Erschei­ nung darstellen, die ganz unmittelbar gegen das staatliche und damit überhaupt gegen das öffentliche Interesse verstoßen. Und ist es nicht ein ganz unhaltbarer Widerspruch, wenn der­ selbe Staat, der eine Reihe von solchen A!nstalten wegen Unterfreqguenz aufhebt, zugleich seine Zustimmung zur Gründung von Privat­ anstalten gibt, durch» die seinen eigenen wirk- • samer Wettbewerb gemacht wird? Es fomtn't i noch hin'zu, daß der mit dieser Entwicklung * ────────── Niederbayerische Nachrichten. ■ Teggcnvorf, den 22. Jan. (Ein schwerer Unfall) ereignete sich gestern abends in Hels­ kam bei dem Billerschen Sägewerk . Gerade in dem Augenblicke, als zwei bespannteSchlitten der Gebrüder Biller die Bahnübevfahpt über querem wollten, kam der nach Metten fah­ rende Lokalbähnzlug an der kritischen Stelle an und prallte aus das Fuhrwerk auf. Tie Folge war, daß. die zwei Schlotten total zer­ trümmert wurden und eines der wertvollen zwei Pferde schwere Verletzungen erlitt, wäh­ rend das zweite Pferd ohne besonderen Scha­ den davonkam. Auch» der das Fuhrwerk lei­ tende Baumann wurde s»o unglücklichi zur Seite ────────── Wahlbruderschaft. ' "Aber nichts für Tim/itri," flüsterte Christo Stanitschew. - "Eines nach dem andern," gab der Richter wieder auf franzLsisch zurück. "Es wird zu viel für ihn t s6. Am nächsten Tage wars. Am Abend. Aleko Manolow trat ins Haus. Nadeschda kam ihM entgegen. "Was macht die Kleine?" fragte er., Tie Frau senkte den Kopf. "Schwach, müde ist sie, zum Sterben müde." "Bei Sinnen?" "Fast nie und wenn fies ist, . . "Unsinn, sie wird leben, sie wird gesund. Mit siebzehn Jahren stirbt man an einer Auf­ regung nicht. Ja, wenn die Adern alt und morsch sind, tote bei Buk. Mit ihm ftehts übel -" "Aleko!" Er führte die erschrockene Fi:au zur Bank und setzte sich neben sie. "Tas Verhör hat ihm den Rest gegeben. Jetzt schläft er und ich habe Mnch auf eine stunde sortschleichen können. Habe dir ja auch was zu sagen —" "Was?" In heftiger Spannung fragte fies. "Nach dem Verhör sagte m!ir Christo, daß wir Dimitris Freilassung erwai:ten dürfen." . "Vater!" Sie schrie es jubelnd und brach dann in- Tränen aus. "Gott sei gepriesen, ich habe ihm unrecht getan. Seine Hand ist rein. Ich segne ihn!" "Wann wird er kommen?" ' "Tas sagten sie nicht, wußten sie wohl selbst kaum. Alles will seine Zeit haben, auch beim Gericht." "Holst du ihn? Hole ihn, Vater!" "&eme Stunde früher wird er deshalb frei, und Buk braucht mich Mehr als Mmitri." Da fügte sie sich. "Was wars mit deM Verhör? Was woll­ ten sie von Buk Wofkowitsch?" "Es hängt mit TiMittis Befreiung 'zu­ sammen. Ta drinnen haben sie den Mörder. Zwo Kara heißt er —" ^ a ta!" "Kara, der Sohn Mirkos ,der Enkel Tanilos —!" "Heiliger Gott, Allerbarmer! Vuks Vater: ’ soll Danilo Kara erschlagen haben!" "Ja, — ob ers tat ,ist dem Allwissenden allein bekannt, aber Vuk stand unterm Blut­ banne der Sippe Kara. Wohin er auch flüch­ ten mochte, er stand unter ihm! Greise und Ein Balkan-Roman von A. Winkler» , Tannenberg. » 55] l 1 (Nachdruck verboten.) Ter in GrimM zitternde Mann stöhnte: "Gut also, Richter, Herr, dann ists-tso!""Und dann verlorst du sie'? Vielleicht wurde sie dir gestohlen?" "Nun, Herr, wenn du alles vorher weißt —" v /n "Gut, gut, ich kann müf} in »deine Lage denken. Wie man dich in sie /gebracht hat, ist schändlich! s "Aber sie sollen mich kennen lernen! Ja, es ist schändlich, was fyxe reichen Herren, um einer alten Flinte willen, an mir armem Wan­ ne taten. Ich will mich rächen, j>as will'ichi! Rache ist ein hesliges Recht!" Sloiven hütete sich, den Schreienden zu unterbrechen. "Nehmt meine Sandalen ab, in die Sohlen ist eingenäht, was sie mir gäben. So, nun kann ich abrechnen mit den feinen Herren — —." Sein Gesicht glühte. > 1 Slawen hefahl: "Nimm die Sandalen ab, Freund. Etwas wäre erreicht —" ' *>• ────────── Letzte Posten. Hinderrbnrg vo« Berlin abgereist. ' WTB. Berlin, 23. Januar. (Amtlich.) 'Generals eldmarschall tum Hindenburg und 1. Generalq«quartiermeister General Ludendorfs "kehrten heule abends in das Große Hauptquar­ tier zurück. Nene N-BoolS-Erfolge. WTB. Berlin, 23. Januar. (Amtlich.) Neue U-Bovtserfvlge aus dem nördlichenKriegs-, schaulplatz: 18 000 Brutts-Registertonnek. Tie Wehrzahl der Schisse, die lies beladen waren, wurde im Aermelkanal trotz stä».kster feind­ licher Abwehrmahnahmen jeder Art versenkt. ' Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Sfic Fraktionsführer beim Kanzler. 1 B erlin, 23. Jan. Gestern fand im Reichskanzlerpalais eine Zusammenikunst der Vorstände der Reichstagsparteien statt, denen der Staatssekretär von KÜHIman» auss übli­ chen Bericht über die bisherigen Ergebnisse der Verhandlungen in Brest-Litowsk erstattete. Daran schloß sich eine sehr eingehende Er­ örterung der Lage und es sei laut "Lokalanzei­ ger" beschlossen worden, heute im Hauptausschutz den Erklärungen des Reichskanzlers eine gründliche Aussprache folgen zu lassen. Wie bisher, war aurfj, der Füh»-er der unabhängigen Sozialdemokraten, Abg. Haase, erschienen. Heu­ te vor Beratung des Haulptausschusses werden voraussichtlich die Vorsitzenden der Pa,leien nochl einmal von Exzellenz von Radowitz empjangen werden und es wird in parlamentari­ schen Kreisen mit dem Zusammentritt des Aeltestenausschusses vor der Sitzung gerechnet. Gctreivebezüge aus Rußlano und der Ukraine. . Tie leitenden Persönlichkeiten der Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte begeben sich! nach der "Neuen Freien Presse" dijesp Woche nach Berlin, um dort über eine gemein­ same Organisation von Getreidebezügen aus Rußland und der Ukraine mit den deutschen und ungarischen Berufsgrulppen zu beraten. ' Tier Streik in Oesterreich beigelegt. > Wien, 23. Jan. (K. K. KorresP^Bs.) Nachdem schon vorgestern und gestern in Wien die Arbeit größtenteils wieder aufgenommjen wurde, wird heute in allen Betrieben aus­ nahmslos gearbeitet, sodah die Ausstandsbewegung unter der Wiener Arbeiterschaft been­ det ist. Auch, die aus der Provinz vorliegen­ den Nachrichten melden, daß überall die Ar­ beiterschaft größtenteils zur 2ti:6ett zurückkehr­ te. Während der ganzen Tauer der Ausstands­ bewegung kam es nirgends zu nennenswerten Zwischenfällen. Prag, 23. Jan. Nach. 24stündiger Avbeitsruhe wurde heute die Avbeit in den Be­ trieben wieder aufgenommen. . ' Kronrat in London. i B erlin, 23. Jan. Laut "Berl. Tagbl." findet am Montag in London ein außerordent­ licher Kronrat stcktt, um zu den Vorgängen in Petersburg Stellung zu nehmen, durch die auch englische Staatsangehörige in ihren Rechten verletzt wurden. I Ainklage gegen Roosevelt. 1 Bern, 23. Jan. "Petit Parisien" meldet aus Washington: Senator Stone hielt im Se­ nat eine große Rede und beschuldigte Roossetocti und die republikanischen Führer, die Po. Ittif der Vereinigten Staaten während des Kru­ ges ausschlaggebend zu beeinslussen, um sich der Regierung zu bemächtigen. Lcbcnsmittelbeschränkung in England. London, 23. Jan. (Reuter.) Tie neuen vom Lebensmittelkontrolleur veröffentlichten Bestimmungen beschränken den Verkauf von Fleisch, Brot, Zucker und Fett und schlagen auch zwei fleischlose Tage für die Woche in Hotels, Speifehäusern usw. vor, nämlich. Tienstag mtb Freitag in London und Mittwoch und Freitag in der Provinz. | ────────── Literarisches. "Die Plastik", illustrierte Zeitschrift für di, gesamte Bildhauerei und Äildneret und ihre Be« zkehungen zu Architektur und Kunstgewerbe. Hera», gegeben von ^lex. Heümeper, Bildhauer und Küsst, schrifisteller, München. Monatlich ein Heft mit vchr Kanstdrucktafeln und einem Bogen Text. Pret» vtertehährltch 3 Mark. Einzelnes Heft 1.20 Mark. Der Verlag von Gg. 2B. Caao«ei), Munch:n. "Der Vortrupp", Halbmonatsschrift für das Deupchtum unserer Zeit. Herausgegeben von Dr. jur. Hermann Di. Pvp.rr, Hamburg, und Kapi änleulnant a. D. Hans Pausche, Berlin. 33er» anrwortlicher Schnfleetter: Dr. phil. R. Kraut, Hem» bürg. Verlag von Alfred Janssen, Hamburg Preis: Jährlich 8 Mark, vierteljährlich 2 Mark. Gnzemummer 40 Pfg. Tie Illustrierte Kriegs-Chronik des T«. heim hat vor ähnlichen Unternehmungen einen großen Vorzug: sie folgt den Ereignissen ge­ radezu auf dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Chronikstil die Ereig­ nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist eS also später einmal leicht, durch Nachblättern jede errrzelne Wasfenlar des großen Kriegest fefljustellen. (Verlag von Velhagen und Kla» ftng in Bielefeld und Leipzig. Preis des Hef­ tes 60 Pfg.) ────────── Vermischtes. Wechselstuben