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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-01-03"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 2</biblScope>
          <date when="1918-01-03">1918-01-03</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Der deutsche Bericht. ' WTB. B erlin, den 2. Januar 1917. x«xu»touartte£.) We «li» er «rie Gr»««! M Mtzsmsprtm ünpprtß)t »»# Batzen», Bon Tixmuiden bis zur Boelle lvar die -Artillerietatigkeit von mittags an'in einzelnen Abschnitten gesteigert. Nördlich und südlich ton Lens lebte sie in Verbindung mit erfolgreichen Erkundungen vorübergehend auf. AuS Arischen Lens und St. Quentin! nahm das Feuer zeit ceilig an Stärke zu. ' Tie Zahl der in den letzten Tagen südlich von Marcoing gefangenen Engländer hat sich aus 500 erhöht. Front 9t# toatfAe» Krouprrntzen. - Nördlich von Profites und beiderseits von Ocnes erhöhte Gesechtstätigkeit. Evkundungsvorstötze führten an mehreren Stellen der Front zur Gefangennahme einer Anzahl Franzosen. S&gt; S11A &lt; t KrieL»schsuPll«K. ElfS&amp;S Neues. Mazedonische Front Keine besonderen Ereigniss«. Ftalienifcher Kriegsschauplatz. Tiie Feuertätigkett i'var aus der Hochfläche ton Asiago und im Tombagebiet zeitttvilig Gesteigert. Ter 1. Generalquarttermeistert stuvendorff. WTB. Berlin, den 2. Januar. Amt­ licher Wendbericht: Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.</p>
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          <p>Allerlei. Erdbeben. Reuter meldet aus Ne rhork: Nach einem Telegranchn aus San Ion in Quatemala rird die Zahl der bei dem Erd­ beben in der Stadt Quatemala getöteten aus 1000 geschätzt. &gt; ".Hamster aus de» Lüften" besuchten in der letzten Woche Dreimal Bad Steben. Sie »raren gesührt von einem früher dort bedien­ stet gelesenen Kellner und benützten die kurze Zeit einer "Panne"" dazu, um von einem Schie­ ber bereit gehaltene Gänse usr. in nordöstlicher Richtung mitzunehmen.</p>
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          <p>Erhöhte Artillerietatigkeit im Westen. Beratungen beim Kaiser. — Der beutsch-rusfische Wirtschastsausschutz. - Eine ukrainische Delegation bei den Friedensunterhandlungen. - Eine große Friedenskundgebung in Peters­ burg. — Rußland und Finnland.</p>
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          <p>Die Heeresberichte.</p>
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          <p>Glückwjüusche zwischen Herr und Marine, i Anläßlich des Jahreswechsels fand zwschen dem Chef des Generalstabs des Feldheeres und dem Chef des Adminiralstabs der marine nachstehender Telegrammwechsel statt: Admiral v. Holtzendorff, Admiralstab Ber­ lin: Zum Jahres! techsel sende ich EnererEv* zellenz und der kaiserlichen Marine die herz­ lichsten Glüchrstinsche. Der gemeinsame Waf, sengang gegen Oesel und Tagö har oas Band, i Mischen Marine und Heer noch fester ge* ; knüpft. Tie Wirkungen unseres U-Bootlkrieges brachten unserer Westfront eine wiesentliche Ent­ lastung. So werden wir Hand in Hand int kommenden Jahre Imst Gottes Hilfe die sieg­ reiche Entscheidung erkämpfen. ton Hindenburg. Generalseldmarschall von Hindenburg, Gr. Hauptquartier: Euerer Exzellenz danke ich fsl»; die an mich gerichteten und der Marine gewid­ meten Worte und Wünsche zum Jahres, rech fiel I von Herzen. Es rrird 'uns ein weiterer Uwi sporn zur äutzersten Anspannung aller 15:aff | sein, zu rissen, datz der U-Bootkrieg den uni Per gleich lichen Kämpfern der hart bestürmten 1 Westfront eine wesentliche Entlastung brachte, Möge das neue Jahr dem deutschen Volke die Früchte seiner herrlichen Siege und seines tap seren Heeres zur Reise bringen! von Holtzendvrfs. Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 2. Januar mittags. Waffenstillstand. ' Ans der Hochfläche von Asiago, im Gebiete des Monte Tomba und an der unteren Piave entwickelten sich zeitweise Artilleriekämpfe. Am 26. Dezember früh wurde unsere Beßatzung au» der Bgnnshellung Zensjon ohne Berlusle aus das östliche Piaveufer zurückgenommen .Ter Gegner der diese Räümiung erst am 31. Dezember bemerkte, hielt bis Au diesem Tage die verlassenen Deckungen fortgesetzt unter Artillerie- und Minenseuer. Unverändert. Ter Chef des Generalstabs. Telegrammaustausch z-vji scheu König Ludwig und Kaiser Wilhelm. W S. M. dem Kaiser. Dir unb 1 der Kaiserin bringe ich mit Marie Therese zu»: Jahreswende die ttefempsnndenen Glück- und Segensj.vünsche dar.. Wieder geht ein Jahr härtester Kämpfe für unser liebes Vaterland zu Ende, erfolg­ reich an heldenmütiger Abwehr überwältigender Uebermacht, an siegreichen Vorstützen gegen un­ sere Feinde und an zäher Ansdauer und Arl beit im Innern. Gleichwohl will der Wahn, * Deutschland und seine Bundesgenossen nieder-ringen zu 'können, bei unseren Hauptseindeu noch nicht endgültig schwinden. Ihre Schuld, ist es, .renn trotz der ton stns schon vor Jahresfrist erklärten Verständigungsbereitschaft Generalseldmarschall von Hindenburg, Gr. Hauptquartier: Euerer Exzellenz danke ich fsl»; die an mich gerichteten und der Marine gewid­ meten Worte und Wünsche zum Jahres, rech fiel I von Herzen. Es rrird 'uns ein weiterer Uwi sporn zur äutzersten Anspannung aller 15:aff | sein, zu rissen, datz der U-Bootkrieg den uni Per gleich lichen Kämpfern der hart bestürmten 1 Westfront eine wesentliche Entlastung brachte, und ttotz des Friedenswillens, her im Osten l f zutage tritt, das Blut- und Zerstürungsl rer? I noch seinen Fortgang nimmt. Deutschlands | Fürsten und Freie Städte und das ganze deutI sche Volk werden wie bisher in Einigkeit und I Entschlossenheit zusammenstehen, bis uns un| ser gutes Recht auf Leben und Geltung, auf | Weiterentwicklung in ehrlicher Arbeit erstritiI len ist. Datz dieses glückliche Ende des groI tzen Kampfes für Deutschland und seine treuen 1 Bundesgenossen erreicht wird, ist unsere sel| senseste Zuversicht. Gott gebe Dir und Deinem Hause hiezu seinen Schutz und Beistand. gez. Ludwig. — Ter deutsche Kaiser antwortete hierauf mit nachstehendem TelegrasmiM: | S. M. dem König ton Bayern. Herzlichen i Dank und wärmste Erwiderung Eure,: freundI lichen Neujahrs! wünsche von Viktoria und mir.1 Wir können mit Tan? zu Gott aus das ver| slossene Jahr zurückblicken, das uns neben , heldenhafter Verteidigung unserer Grenzen int Verein mit unseren treuen Verbündeten glätt» zende Siege und den Keim des Friedens gegen Osten gebracht hat. Er wird Uns auch« im neuen Jahre in unserer gerechten Sache zu« Seite stehen und den bösen Willen der Feinde, die noch immer an ihreiw frevelhaften Ver­ nich tnngsvorsatze festhalten, zu brechen wissen. Mit Dir vertraue ich fest aus unser deutsches Volk, datz es auch diese letzte uns auferlegte Prüfung bestehen und die Palme des Sieges in diesem grötzen Kampfe usm&gt; Freiheit und Recht erringen wird. Gott schütze Dich, unb Dein treues Bayernpolk itn neuen Jahre! 1 ! !. ! ! , I I j i « I gez. Wilhelm'. 26c Entente möchte ein f ormelles , ; Frieden sänge tot. Ter "Daily Telegraph" meldet aus Stc; &gt;v hork: Aus den letzten Meldungen aus Washiirgton geht hervor, datz, «renn die Mittelmächte ein formelles Friedensangebot aus der allge­ meinen Grundlage des Verzichtes von Ertoer ungen und Entschädigungen machen würden, die Vereinigten Staaten und die Verbündeten eine Anfrort erteilen würden, damit die Deutscheu jedes moralischen Vorteiles beraubt ,xer= den, den sie durch Stillschweigen der Verbümdeten erlangen ! würden. Für den Fall, datzj ein scharf umrissenes Angebot vorliegen würde, Äre man dafür, eine Antwort M^Mben. di« die Stellung der Verbündeten int einzelnen, angeben würde. Man sagt, datz Wilsons Entschlutz unwandelbar sei, sich nicht an den Friedensverhandlnngen zu beteiligen, solange kein hinreichender Grund besteht für die AnnaLSWe, datz Deutschland bereit fei, auf seine militäri­ schen Ziele zu verzichten. Wenn die vorlie­ genden deutschen Friedensanträge darüber eine besttmmte Versicherung enthielten, werde die Regierung in Washington zu den ersten ge­ hören, die aus die Einberufung einer Friedens­ konferenz dringen würde.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. . Frankreichs Hanvelsschifsahrt ruiniert. Progreß de Lyon meldet, daß im Pariser Ornate r regen des Ankaufes iniiernierter feindlicher Schis, e in Brasilien eine heftige C’ene stattfand. Ter Senat verrarf das Pro­ sit, 320 Millionen für den neuerlichen An­ kauf von Handelsschissen auszugeben, -reit der frühere Minister Monzie mit Brasilien schlechte Geschäfte machte. Manzie entschuldigte sicht damit, daß er angesichts der jäh verminderten Transporte die harten Bedingungen Brasiliens akzeptieren mußte. Frankreich mietete die in­ ternierten Schisse gegen Abnahme der ganzen Kaffee-Ernte von zwei Millionen Säcken.Buisfnn tadelte den hohen 'Kaffeepreis, den die Regierung bezahlte. Sie müsse dem Parlament ufklärung geben, die Kommission konsta­ tierte schließlich, daß die bisherigen gänzlich verfehlten Maßnahmen der Handelsmarine die Reeder zum alleinigen Nutzen Englands und li-unerkkas ruinierte.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Italienische Senatoren für den Frieden. In der geheimen Sitzung des italienischen Senats soll die deutsche Antwort in BreshLitowsk der Gegenstand ernster Auseinander­ setzungen gewesen sein. Einige Senatoren hät­ ten das energische Ersuchen an die Regier­ ung gerichtet, den sch reizerischen Bundesrat itin seine Vermittlung in der Friedensfrags sofort zu bitten. In der über den Antrag herbeigeführten Abstimmung blieben die An­ tragsteller in der Minderheit.</p>
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          <p>Am Balkan. Beriizelos für Gebietsabtretungen an Italien. Ter Messagiero veröffentlicht eine Unter­ redung des Teputierten Raimondo mit Venizelos, aüs der hervorzuheben ist, daß Venizelos erklärte, Griechenland werde leinen Widerspruch erheben, ,renn Valona, sowie die Inseln Stampalia und Rhodos im Besitze Italiens ver­ bleiben.</p>
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          <p>Aus Rußland. • Großartigkeit der Kundgebung vom 1. Mai und I bereist von neuem die Einigkeit der Arbeiter, I Soldaten, Bauern und Matrosen. Tie Revolu? tionären zeigen dadurch die krastvoUe Entschlos| senheit, dem allgemeinen Frieden und berat | Sozialismus zum vollen Siege zu berfelfen. I Das auf die Straße gegangene Volk richtet | einen letzten energischen Aufruf an die Temo: Tratten Europas, damit sie sich der Arbeit ; für den allgemeinen Frieden anschließen. Tie­ fer Appell muß gehört werden. Tic deutsche MarinÄkommission in Petersburg. Laut Berl. Loc.-Anz. hatte der Führer der dentsechn Marinskommission eine Unter­ redung mit Trotzki. Am Freitag nachraittagsl hat die erste Beratung z rischen den Vertre­ tern Deutschlands und des russischen Marine­ stabes über die Einzelheiten des Wafsenstill!standes auf dem Meere stattgefunden. Kämpfe in Irkutsk. Tias Reutersche Bureau meldet ans Charbin: Während der Kämpfe in Irkutsk ermo, bete die Rote Garde den französischen Konsular­ agenten und zwei andere Franzosen. Tie Stadt brennt. Tie Becölkerung leidet Hunger. Tie Maximalisten erhalten Verstärkungen aus Krasnojarsk. " ' Friedenskundgebungen in» Petersburg. Am Sonntag fand in Petersburg eine Massenkundgebung zu Ehren des Erfolges der Friedensverhandlungen statt. Tie Kundgebung begann um 10 Uhr vormittags und dauerte vis 5 Uhr nachmittags. Es nahmen .mehrere hunderttausend Arbeiter, Sowaten und Ma­ trosen teil. Tier Zug setzte sich von der Umtgebung Petersburgs aus in Beregung. Ter Ra riZkli-Prospekt bildete ein Meer von Roten Fahnen und Schildern mit Ausschristen. In geordneten Reihen marschierten die Arbeiter: aus jeder Fabrik mit der Roten Garde an de»: Spitze, alle Militärs mit Musik und Waffen. Ukrainer, die sich in Petersburg befinden, nah­ men auch an der Kundgebung teil. Tie Auf­ schriften zeigten in der größten Mehrzahl Ve, « 'trauen in die vollständige Aufrechterhaltung der Sorbets, die dem Land den Frieden schenffen. Insbesondere wird ein allgemeiner de­ mokratischer Friede verlangt, mit einefm! Aus­ ruf an die eurvpäischen Völker, von ihren Re­ gierungen die Teilnahme an den FriedensbeIsprechungen zu erlangen. Unter anderen , vstd besonders eine Zuschrift bemerkt, in der er­ klärt .rtjtrb, man wurde nur eine solche verfas­ sunggebende Versammlung anerkennen, die mit den Sowjets und den Volkskommissaren zusasmjmengehen würde. Biele Aufschriften sprechen sich gegen die Teilnahme der Führer und Freunde der Bourgeoisie an der veigassung!gebenden Versammlung aus und forderten Maßnahmen gegen die Umtriebe und Sabotage­ versuche, die gegen die Macht der Sowjets ge­ richtet würden. Tie Kundgebung glich,, an</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Tie furchtbaren englischen Verluste. " i Nach den amtlichen Feststellungen haben die Verluste der Engländer eine erneute Stei­ gerung erfahren. Ta die Verluste erst nach einigen Wochen,in den amtlichen Listen erschei­ nen, geben uns die nachstehenden Zahlen ein« Bild von den im November erlittenen Verlu­ sten. Vom 10. bis 20. November 1917 be­ trug der Gesamtverlust 41 34 r 3 Mann, der Ta­ gesdurchschnitt also 4134 Mann. Vom 20. bis 30. November verloren die Engländer insge­ samt 43 768, täglich also 4376 Mann. Sie haben in der letzten Dekade des November mithin täglich 242 Mann mehr als Verlust gemeldet, als in der z reiten Dekade des No­ vember. Tie Verluste vom 20. bis 30. No­ vember umfassen: an Toten 356 Ossiziere, 9272 Mann; an Verwundeten und Vermißten 1129 Offiziere, 22 011 Mann. Eine englische Offensive zur See. Im Matin erklärte General Civrieux im Anschlüsse an den Wechsel im Posten des ersten Seelords: Man werde vielleicht bedeutsame Nachrichten von der See erhalten, bevor noch der geraltige Zusammenstoß zu Lande erfolgt. Tie britische Hochseeflotte dürfte unter ihrem neuen Oberbefehlshaber vollgültige Proben ih­ rer ungebrochenen Leistungsfähigkeit abgeben. Bald werde es sich zeigen, wie die deutsche I Flotte die ihr allzu lange gerührte Ruhe zu I nutzen verstand.</p>
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          <p>Aus Amerika. | Die hölzernen Schiffe — ein Blusf. | Einem Amsterdcchner Blatte zufolge er$ fährt die Times aus Washington: Konteradmi» ral Bv vles teilte in der Senatskommission für | Schiffahrtsangelegenheiten mit, daß der Plan, tausend hölzerne Dampfschiffe zu bauen, unaus­ führbar sei, da man nicht über genug geeig­ netes Holz verfüge.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. | Eine Jahresabrechnung für 1917. 1 So unangenehm die am Morgen des 24. I Dezember in Deutschland bekannt gewordene I Nachricht von der Versenkung breiei: englischer I Zerstörer für die Btwten auch gewesen sein 1 mag, so erfreulich ist diese Botschaft ant Weih| nachtstage für uns, die wir hieraus eine neue I Eintragung auf den Posten: "Kriegsschiffsver| lüfte unserer Feinde im Jahre 1917" machen i können. Erst Mitte Dezember erfuhren wiu bei der Versenkung des französischen Krenzc, s 1 "Chateaurenault", daß damit die Gejamtver* lüfte unserer Feinde an Kriegsschiffen seit dem I 1- August 1914 auf über 1 Million Tonnen Wasserverdrängung angerachsen sind. Ohne die jetzt in den Hoofden, der holländischen Bucht der Nordsee, vernichteten "3 Zerstörer betragen die Kriegsschiffsverluste unserer Gegnei: im letz­ ten Jahre 196 000 Tonnen. Taoon entfallen auf England 97 655 Tonnen Frankreich 37 926 " Rußland 34 380 " Japan 17 050 während sich der Rest auf Italien, Portugal. Rumänien und die Vereinigten Staaten von Nordamerika verteilt. Neben den vielen vernichteten kleineren Einheiten, wie Zerstörern, TorpedokMvten, UBoot-Jägern, Kanonenlst'jpten, Hilfskreuzern u. s. w. haben unsere Feinde eine erkleckliche An­ zahl von größeren Schiffen eingebüßt, sie aus folgender Verlustliste hervorgeht: Zrei Großkampfschifse "Vanguard" (engl.) 19 600 Tonnen und "Danton" (sranz.) 18 400 Tonnen; drei Linienschiffe "Cornraliis" (engl.) 14 200 Tonnen, "Peresvjet" (russ.) 11 900 Ton­ nen und "Slava" (russ.) 14 600 Tonnen; drei Panzerkreuzer "Drake" (engl.) 14 300 Tonnen, "Kleber" (sranz.) 7700 Tonnen und "Tsukuba" (japan.) 14 000 Tonnen. Außerdem fielen den Tovpedos unserer U-BSote fünf geschützte Kreu­ zer zum Opfer, von denen "Ariadne" (engl.) mit 11150 Tonnen und "Chateaurenault" mit 8000 Tonnen an der Spitze marschieren. Mithin haben die feindlichen Kriegsflot,ten einen Jahresverlust für 1917 von insge­ samt 13 Linienschiffen und Kreuzern zu bulchen. Tiefes Ergebnis wiegt um so schwerer, 'wenn man bedenkt, daß die deutsche Kriegsflotte im vergangenen Jahr nicht ein einziges grö­ ßeres Schiff über 1500 Tonnen eingebüßt hat.</p>
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          <p>fen. Tie Richtigkeit dieser Anschauung hat zur Voraussetzung, daß die Güterherstellung sich in den Händen einiger «reuiger befindet, und daß diesen Wenigen die große Masse derjenigen, die verbrauchen und verzehren, vollkommen un­ interessiert" gegenübersteht. Nichts ist falscher, als solche Auffassung. Ge riß, es gibt ganz ir ent ge, die an der Güterherstellun'tz und an der Belegung der Waren nicht beteiligt find, i Man faßt sie gewöhnlich unter dem Namen der "Festbesoldeten" zusammen. Aber schon den Umkreis dieser Menschenklasse zieht man viel zu eng. Tenn wirklich Festbesoldete, bei denen der Rahmen ihres Einkommens ein für allemal sestgespannt ist, sind nur die Beamten des Reiches, der Staaten, der Gemeinden und der öffentlichen Körperschaften. Alle anderen Staatsbürger einschließlich der kaufmännischen und technischen Angestellten im Handel, in der Industrie und in der Banhrelt sind lebhaft an der Herstellung der Güter und am Güte» umlaus beteiligt und mit ihrem Einkommen von deren Ertrag — nach oben ymd nach« unten — abhängig. Man mag die jetzt herrschenden Zustände für, falsch, man mag sie für eine Verkehrung dessen halten, «mS eigentlich sein sollte. Aber man mutz i.niü ihnen rechnen. Und so wie die Tinge liegen, ist die 'Einsicht unausbleiblich, daß, von dem Wohl und Wehe unserer Pro­ duktion, von dem schnelleren oder langsameren von dem regelmäßigen oder unregeümjäßilgen Pulsschlag unseres wirtschaftlichen Schaffens die Daseinsbedingungen der allermeisten MeM schen abhängen. Was nützt die fürsorglichste Konsumentenpolitik, «ras nützen die billigsten Preise für Kleider, Gebens- und Genutzmittel, i renn die Wirtsachst nicht blüht, wenn die 1 Löhne und Gehälter niedrig sind? Wer auch das Billigste nicht kaufen kann, wird mit seinem Schicksal unzufriedener sein als jener, der auch bei teueren Preisen aus dem Ertrag seine,' Arbeit sich nicht nur das Notwendigste kaufen, sondern darüber hinaus noch Luxus leisten kann. Cs gibt eben keine Kvnsumentenpolitik im Sinne des Schlägl rjortes. Wer sein Haupt­ augenmerk darauf richtet, das alle Welt bilrig , einkaufen kann, der handelt genau so tte der! jenige, der Wohltätigkeitsanstalten schasst, die dem Menschen im Elend Zuflucht bieten sollen, anstatt zu verhindern, daß die Menschen ins Elend geraten. Für den Konsumenten ist am besten gesorgt, 'renn er reichliches Einkommen hat. Und reichliches Einkommen kann nur ge­ währt werden, wo der lebendige Organismus der Wirtschaft gesund ist, Irenn die Produktion blüht, «Lernt der Handel gedeiht und die Technik sich entfalten kann. Tenn gerade aus solchem allseitigenBemühen ergibt sich auch die stärkste Versicherung gegen die Ueberteuerung. Nue aus der. Fülle des Gedeihens strömt die Fülle ' der Waren. Und nur durch die Fülle dee- Wa- ren entsteht jene Verbesserung der Picoduktionstechnik, die als Gegen! vert gegen Teuer­ ungen aus dem einen Gebiete Verbilligungen in anderen «richtigen Verbranchsgegenständen schasst. Was macht es ans, daß hie und bfct die Preise selbst wichtiger Waren steigen, wenn auf der anderen Seite aus einem reichentfalte­ ten Gewerbe die Organisationen der Arbeitneh!mer^höheren Anteil am 'Prodpktionserwag von den Organisationen der Avbeitgeber erreichen! Lohnerhöhungen um 10 oder v. H. sind für den Einzelnen viel «richtiger als dir Gestal­ tung der Warenpreise, normale Zeiten vor­ ausgesetzt. Wo aber künstlich die Preise niedrig gehalten ..rerden, da kann sich keine reiche Wirt­ schaft gestalten, da mutz schließlich Lohrermäßi­ gung, Arbeitslostgstit und Unterkonsumfähig­ keit geboren «.rerden. i Man übertrage einmal diesen Gedankengang auf die Kriegswirtschaft und insbesondere aus unsere jetzt so zeitgemäßen Ernährungssrgaen Es ist so verständlich, daß das Volk «wäh­ rend des Krieges verlangt, von den Lebensmittellieseranten nicht übers Ohr gehauen zu 'rerden. Wo immer der Nahrungslnsittelwucheic sich zeigt, muh er auf das schärfste bekämpft «werden. Aber der billige Einkauf allein kann nicht für die Regelung des Großen und Ganzen ausschlaggebend.sein. Tie landwirtschaftliche Erzeugung an sich stellt einen großey, volks««rirtschaftlichen Wert dar. Diese Erzeugung kann nicht durch militärischen Befehl komsmändiert, sie mutz durch die wirtschaftliche Auf­ sicht aus Profit geregelt sein. Und gerade im Hinblick auf die Jahre des Ueberganges vom Kriege zum Frieden ist es notvendig, die landrirtschaftliche Erzeugung zu heben. &gt;Es kommt darauf an, 'daß nachher möglichst viel landrirtschaftliche Waren aus den Markt kom­ men. Nun «.rollen wir heute übex die Mittel und Wege dazu nicht streiten. Ter eine wird dies der andere das empfehlen. Man kann sicher verschiedene Verfahren anwenden. Aber ein Gedankengang mutz unter allen Umstän­ den vermieden werden, weil er unzweifel­ haft zum Mißerfolg führt: die Idee, daß allein das Interesse des Konsumenten maßgebend ist. Diese Phrase ist tatsächlich, nicht die Quelle schöpferischer Gedanken für die Aujforstung der neudeutschen Wirtschaft, sondern gerade sie ist eine Keuke, mit der man Deutschlands Zukunstswirtschast sicher totschlägst. Die Teile ei­ nes rirtschaftlichen Ganzen .können nur ge­ deihen, wenn auch das Ganze gedeiht. Und zum Ganzen gehört der Produzent ebenso wie der Konsument. Denn wir alle sind Produ­ zenten. Wir alle mit ganz venigen Ausnah­ men: die mit Recht Festbesoldete heißen. Und das Einkommen dieser Ausnahmen mvtz eben von Zeit zu Zeit einer Prüfung daraufhin unterzogen werden, ob es noch angemessen der neuen Gestaltung der Tinge genannt' rerden darf. I ,' K Aus solcher Betrachtung, die sich bemüht, den Blick aufs Ganze zu lenken, Wunen wir auch wichtige Lehren für die Umformung un­ serer zukünftigen großen Politik gewinnen. Wir haben eben auch in politisch^ Beziehung gewissermassen das Schlagwort von der reinen Kvn­ sumentenpolitik gedankenlos angewandt. Wir zankten uns um die innere Einrichtung unseres Hauses. Aber «wir vergaßen dabei das Haus zu sichern. Tie Rüstung hatte ein Loch. Weil es eben nicht nur auf das Militärische, Tech­ nische und Finanzielle ankommt. Wir hatten das Politische ganz vergessen. Wer hat sich bei uns bor dem Kriege um «die Fragen der äußeren Politik gekümmert? Wer hat daran ge­ dacht, daß die Kraft und die Mach«t eines Landes in seiner Weltstellung liegt! Es genügt nicht, die Reichtümer, die ins Land komtznen, zu verteilen und sich darum zu streiten, wer es am billigsten bekomimtt, sondern diese Macht mutz draußen im Tßrrjmelplatz der Nationen er­ worben werden. Wenn ein Volk so den Blick nach außen richtet ,so komtnt die richtige innevpolitksche Organisation man möchte beinahe sagen von allein. Tenn Weltpolitik kann ein Staat nur auf Grund einer gesunden innerpolitischen Gestaltung treiben. Und so wenig wie wir jetzt unser Streben lassen sollen, die Ergebnislse dieses Krieges innerpolitisch auszunützen, so so sehr müssen wir anderseits gerade in den nächsten Monaten und darüber hinaus dann in allen Zeiten uns vor Augen halten, datz Teutschlands Wirtschaft und Teutffchlands staatliches Wohl nur gedeihen und gesichert wer­ den kann, wenn das Volk mitarbeitet an sei­ ner außenpolitischen Machtstellung. Asts den Kolonien kommt die Wirtschaftskraft. Aus un­ serer Stellung zu der politischen Umwelt wächst die staatliche Macht. 'Das mögen wir beden­ ken, wenn unsere Krjeger in der Heimat wieder Anker zu dauerndem Aufenthalte werfen. Siegreich hatten die deutschen Waffen den Russen im Osten, den Franzosen und Englän­ dern im Westen im Jahre 1916 standgehalten. Aüf beiden Fronten .raren die Tnrchbruchsive».suche der Feinde gescheitert. Rumänien war ge­ schlagen, der grüßte Teil des rumänischchen Königreiches «von unseren und der Verbündeten Heere besetzt, unsere Verbindung mit demBalkan nicht mehr bedroht. Teutsch land stand in unerschütterlicher Kraft und Stärke unerreicht da. Am 12. Dezember «mächte der deutsch^ Kaiser oen Feinden ein Friedensangebot. Es wurde höhnisch zurückgewiesen, dem Teutschen Reiche als Schwäche ausgelegt, was aus dem Gefühl der Stärke heraus gesprochen woedW war.</p>
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          <p>Wahlbruderschaft. Ein Balkan-Roman von A!. Winkler! Tannenberg. (Nachdruck verboten.) ,,Hm. Wo warft du die Nacht?" "In der Grotte am Hause "Allein?" "Nein, Richter —" "Stasi Orloff hat bekannt, bei dir gewet sen zu sein. Deine Mutter gabs an. Ist das f richtig? Stasi selbst kann nicht vernommen werden, aber deine Mutter sagt, daß fies be­ kannt habe und jetzt bor Scham und Aufregung i krank ist —" * Einen Augenblick sah Timitri die Brücke vor sich, die zur Freiheit führte, einen Augen­ blick lockte es ihn, über sie dem ganzen Wirr­ warr zu entschlüpfen. Es mar nur ein Augen­ blick. "Das Mädchen hat die Unwahrheit ge­ sagt -" Slawen blickte überrascht aus. "Was? Wie käme sie dazu, sich selbst r mit einer Lüge blotzzustellen?" \ "Täs weiß ich nicht —" i Slot ren trat ernst und gemessen da­ zwischen. l "Nadeschda Manolow, beuge dich, dem Ge­ setz. Ich hoffe, es «rirb dir den Sohn wieder­ geben, schuldlos und rein. Jetzt verlangt es, datz wir ihn in unserer Gewalt halten —"! Timitri löste sich sanft aus der Mutter Arneen. "Ja, ich werde wiederkommen, schuldlos und rein, sei fest, Mutter, und tzlaube an mich." Tann neigte er sich an ihr sOhr und flüsterte: "Wenn du Mara siehst, sage auch ihr, daß ich schuldlos bin an ihres Bruders Tode, — sags ihr!" Tie Mutter versprachs und trat zurück. Sie hatte die tiefste Bedeutung des Auftrages nicht begriffen, sie nahm ihn, mit ihre&gt;v« eige­ nen Schmerze "vollauf beschäftigt, harmlos hin. Ter Vater wär herangeü'eten. "Willst du nicht noch jetzt reden?" "Nein!" "Tann schütze dich Gott, 'renn du schuld­ los bist und wende sich von dir — wenn . * Er kam nicht zum «Schlüsse des Satzes. Nadeschda riß ihn zurück, daß er taumelt«. . (Fortsetzung folgt.) "Wer war denn wirklich bei dir, Timitri Manolow?" 1 "Darauf verweigere ich die Anttvort." "Ist es dir klar, daß du dich damit schtver belastest?" "Es ist möglich, aber ich kann nicht an­ ders —" i "Daß ich dich festnehmen muß, bis sichs geklärt hat?" Timitri schrak zusamjmien. "Meine Unschuld mutz sich Herausstellen, ohne datz ich eine Nichtswürdigkeit begehe, ich antworte nicht." Nochmals und wieder drang Slawen in Timitri, einen Widerstand aufzugeben, der ihm verhängnisvoll werden müsse. Erfolglos. Ter Richter beschlagnahmte das Ge­ wehr und sprach Timitris Verhaftung aus. Als man ihn über den Hausflur führte, drang von oben das Schreien der fiebernden Stasi. Sie rief Dimitris Namen, so «reh, so klagend, so angstgehetzt, dah es ihm in die Seele schnitt. j Sein Schritt stockte, sein Aiuge sch reifte hinaus. Aber die Mutter kam und lrarf sich an seine Brust, um Abschied zu nehmen. Es J schien, als wolle sie sich, jetzt stoch seiner Der- • Haftung widersetzen. t .8*</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Frnktionsberatnngen in BerlW. Unter dem Vorsitz,' 'des. Staats seikretärs von Kühl­ mann fand am Meujahrstage eine Bettung mit allen Fraktionen des Reichstages statt. Im Laufe der Konferenz forderten die beiden Vertreter der Sozialdemokraten, dev Abg. Scheidemann und Ebert, die möglichst umge­ hende Einberufung des Reichstages. Ein Alufruf an die Landwirte. Zur Jah­ res rende richten der Kriegsausschuß, bei: deut­ schen Landwirtschaft, der Deutsche Landwirt­ schaftsrat, "die Vereinigung der deutschen Bau­ ernvereine, der Reichsverband de»: deutschen landichrtschaftlichen Genossenschaften, der Bund der Landwjirte, die Teutsche Landwirt schaftsgosellschaft und der Generalverband der deutschen Raiffeisengenofsestschasten einen Aufruf an die deutschen Landrirte, in dem es u. a. heißt: "Zu der gewaltigen letzten Krajtanstrengung ist nicht nur das Durchhalten draußen notrendig, ist nicht nur die Nerwenkrast unsere,: kämpfensden Helden erforderlich, ist nicht nur die,:estlose Herstellung jdon Munition, Granaten und Waffen unentbehrlich, sondern ebenso auch das Turchhalten im Innern. Die fortgesetzte Her­ vorbringung von Lebensmitteln und ihre rest­ lose Ablieferung an . alle . bedürftigen Kreise des Volkes draußen und drinnen sind zum endgültigen Siege und zur Gewinnung eines ehrenvollen Friedens, der unserem Volke die Zukunft sichert, die dringendsten Aufgaben der Heimat und insbesondere' unserer LaNdvirte. Cs handelt sich um Sein oder Nichtsein unseres Volkes! Wir richten deshalb an alle deutschen Landwirte die herzliche Bitte, das "Vaterland nicht im Stich zu lassen. Jeder Zentner Hafer, jeder Zentner Brotkorn, jedes Pfund Shitter, jedes Pfund Fett, und jeder Liter Milch, die der Lande,irt mehr als bisher abgibt, helfen zum Siege."" Tie Freud« der Perser. 3&gt;er. Abgeordnete des persischen 'Parlaments Tagizadeh hat an den Herrn Reichskanzler folgende Drahtung gesandt: Im Namen des gesckwten persischen Volkes beehrt sich das Komitee der persischen Nationalisten in Berlin seine enthusiastischen Tankbarkeitsgesühle der Kaiserlich Deutschen Regierung aus Anlaß der "wohlwollenden und »wirksamen Unterstützung, die ihm bezüglich der Räumung des persischen Bodens von fremden Truppen zuteil wurde, zum Ausdruck zu bringen. Unsere Dankbarkeit ist umso größer, als der ganze Artikel 10 des Wafsenstillstandsoertrages lediglich von dem Gesichtspunkt der Achtung der Freiheit, Selbständigkeit und ter­ ritorialen Unversehrtheit des neutralen per­ sischen Reiches geschlossen worden ist. Wir hoffen, daß diesem wohlwollenden Akte, der an und für sich ein leuchtendes Beispiel dafür ist, daß das Teutsche Reich der wirkliche Ver­ teidiger der Freiheit der Söffer ist, rettete Schritte folgen werden, die unerläßlich, sind für die vollständige Selbständigkeit Persiens und seine Befreiung von den Fesseln, die sich mit den Prinzipien der Freiheit nicht verein­ baren lassen.</p>
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          <p>Lokales. Landshut, den 3 In um. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Fähnrich des 12. Jnsanterie-Regts. Herrn Deisinger, Sohn des Herrn Gefängnisvervalters Teisinger hier, verliehen. —* Das König Ludwig-Kreuz wurde verliehen an Frl. Else Kissenberth und den j Proviantamtsarbeiter Lorenz Grillmaier. 1 —* Holz. Buchen- und Nadelscheithokz« u. Prügelholz wird pom Magistrat wieder ab­ gegeben. Anmeldungen haben in Zimmer 25, Eingang Fleischbankgasse zu erfolgen. —* Reichsreisebrotmarken gelten t noch in ihrer bisherigen Form. Tie bereits ani gekündigten neuen Marken kommen erst, wenn die alten ausgebraucht sind. —* Die Zweimarkstücke sind seit 1. Januar außer Kurs gesetzt. Die Frist für die Einlösung bei den Reichs- und Landeskassen läuft bis zum 1. Juli 1918. —* Ein Brand brach heute Nacht gegen 3 Uhr in der Brotfabrik Mähe,: in der "Altstadt aus. Tos Feuer verbreitete sich schnell und äscherte die Bäckerei mit Nudelfabrik vollstän­ dig ein. Auch die rückwärtigen Teile des Wohn­ hauses i urden vom Feuer ergriffen. Tie Vor­ räte an Mehl und fertigen Waren fielen teils dem Feuer zum Opfer, teils wurden sie durch Wasser ' zerstört. In große,: Gefahr standen die Be rohner des dritten Stockwerkes, die mit Kindern aus einem Dachfenster in die Mansar­ denwohnung des Nachbargebäudes flüchten mußten, da ihnen der Weg über die Treppen versperrt rar. Auch die ang, enzenden Ge­ bäude wurden stark bedroht und zumteil auch von den Flammen ergriffen, sodaß die Feuer­ wehr einen schweren Standpunkt hatte und durch mehrere Privathäuser an der Schivmfgasse und vom Martinssriedhofe aus, teils über mehrere Dächer hin reg angreifen mußte. Auch von der Altstadt aus erfolgte der Angriff, sowohl direkt zum Feuerherd als auch durch mehrere Nachbarhäuser, sodaß sowvhl das Ma­ terial wie die durch den Krieg stark gelichteten Reihen der Feuevrehr voll in Anspruch genotrtirot waren. Tank der ausgiebigen Hilfeleistung der hiesigen Garnison, die nicht nur die Platzabsperrung übernahm, sondern auch Mannschaften als Helfer der Feuerr«ehr ab­ stellte, gelang es nach ca. dreistündigen ange­ strengten Bemühungen, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Im Laufe des Vormit­ tags mußte jedoch noch wehrmöls neu auf­ lebendes Feuer bekämpft werden. Asch Brand­ platze erschienen noch ,röhrend der Nacht Herr Oberbürgermeister Host at Marschall mit Herrn Rechtsrat Ambros, der Garnisonsälteste Herr Oberstleutnant Unterbirker. Ter Besitzer des Brandobjektes, Herr Bäckermeister Mayer, ist infolge desa usgestandenen Schreckens schwer erkrankt, ebenso dessen Gattin. Herr Mahee erlitt außerdem bei Löschoersuchen eine Schnitpverletzung am Fuße. Ter Brand soll de.N Ver­ nehmen nach in der Nudeltrocknerei entstanden sein. Ter Schaden ist bedeutend, doch läßt sich derselbe noch nicht genau feststellen. Cr itirb jedenfalls durch die gegensi: artige Teuerung j J aus dem Saut rarste sich noch fühlbarer gestal­ ten. —* D i e Rodelbahn am Hofberg ift[ wieder in Betrieb und von Sportliebhabern, auch stark besucht. Nur das junge männliche Clement ist sparsamer vertreten, als dies in t früheren Jahren der Fall war. -* C in ungenannt sein »vollendet Gönner hat der städt. Volksküche einen Be-^ trag von '200 Mark zum Ankauf von BolkÄküchenbilletts übergeben.</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. -* C in ungenannt sein »vollendet Gönner hat der städt. Volksküche einen Be-^ trag von '200 Mark zum Ankauf von BolkÄküchenbilletts übergeben. Stimmen ans Dem PMKim. ( Redaktion übernimmt für Einsendungen unter diese Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) 'Wer hat auszufwieichen? Vorgestern ging eine Frau vom Rennweg zur Stadt. Sie befand sich auf dem rechten Fußsteig, also, selbst bei Anlegung des streng­ sten Maßstabes au* dem richtigen Wege. Ta kam ihr eine Schraigerin mit ihren: Milchwälgelchcn entgegen. Obwohl nun im Stadtgebiet das Fahren mit Wägen aller Art 'auf den Geh­ steigen verboten ist und obrvhl die S^waigerin streng genommen auf der falschen Seite fuhr, zäang sie die Frau zum Ausweichen, sogar unter Anwendung von Gewalt mit der Be- hauptung, der Gehsteig gehöre den Schwaigern. Tie Schwaigerkn scheint mtt ihrer Behauptung noch nicht an den Richtigen gekommen zu sein. Vielleicht findet sie ihn noch! F. Tös "Fett". Zu dem gestrigen Artikel üoer diesen Ge­ genstand im "Kurier für Niederbahern", den ich voll und ganz unterschreibe, möchte ich noch eine Anfrage anfügen: Wie fornh.t es denn, daß nicht alle Geschäfte in der Lage frören, Margarine von so zweifelhafter Güte abgeben zu müssen. Es soll in -mehreren Geschäften nur Butter in der vollen AnteilAmenge abgegeben svorden sein. Wie hängt dies mit einer "gerechten"" Verteilung zusalrwen. Eine Hausfrau.</p>
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          <p>Vermischtes. (Sin "deutscher Barbar". "Ich, Unterzeichneter, Louis Crombez, wohnhaft in Mons: Rue du Goupernement 19, erfülle eine Pflicht der Dankbarkeit, wenn ich die kaiserlich deutsche Armee von einer auf­ opfernden Tat des Soldaten Wilhelm Hoepp in Kenntnis setze, der zurzeit in der titue du Gouvernement 16 wohnt. A!m! Sonnabend, den 17. ds. Mts., war meine Schwester in eine (Ci sterne gestürzt, und da hat dieser Mann allein mit Lebensgefahr an ihrer Rettung gearbei­ tet. Tiefer Soldat hat bei dem Vorfall eine Energie, eine Selbstperleugnung und eineMenschenliebe entfaltet, die allen Lobes wert sind, und da es mir leider nicht «zukommt, ihm eine ehrenvolle Belohnung zuteil werden zu lassen, die seiner Aufopferung gerecht wird, erlaube ich mir, ihn dringend der geneigten Beachtung der kaiserlichen Armee zu empfehlen, damit er die Auszeichnung erhält, die er sich durch seine so energische verdienstliche und men­ schenfreundliche Tat verdient hat. Mons, den 23. November 1917. L. Crombez."" Dieses Schreiben ist der deutschen Behörde von belgischer Seite aus eigenem Antriebe über­ reicht worden und spricht für sich selbst. Cs ist nur eins von den zahlreichen Beispielen, wie der deutsche Soldat auch in Feindesland in einfacher Selbstverständlichkeit seinenMen- J schenpslichten gerecht wird, und Itie er durch , seine Selbstlosigkeit diejenigen beschämt, die j ihm alle nur erdenklichen Greuel und Untaten i andichten wollen. — Der obengenannte Soldat k Wilhelm Hoepp, Pionier, ist von Berus Buch- I bindet und wurde am 2. Tez. 1894 in Kaisers­ lautern als Kaufmannssohn geboren.</p>
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          <p>außerordentliche Maßnahmen zu außerordent­ licher Zeit nicht gerade ins Kleinlichste durch­ gefeilt sind. Für Ictttgje Reden in solchen Din­ gen hat das Volk kein Verständnis mehr. Es wird nichts schaden, i Uenn solche Maßnahmen und Bestimmungen auch einmal etwas mit dra­ konischem Oel durchtränkt sind, und wenn das Verfahren gecjen die Schuldigen im Stand­ rechtstempo durchgeführt wird. Unter den Vc,:schlägen des Beirates des Kriegswucheramtes, wie sie durch eine offiziöse Verlautbarung so­ eben bekannt geworden sind, erscheinen übri­ gens auch solche, die geefgnet sind, eine scharfe Grenze zwischen dem reellen und dem un­ reellen Handel zu ziehen, was im Interesse des ersteren nur zu begrüßen ist. Ter Buchfüh­ rungszwang z. B. ist etwas, wodurch dem un­ reellen Handel seine bisherige Freiheit ganz er­ heblich beschnitten wiirde, die er, sehr auf Kosten des Rufes des deutschen Handels überhaupt, lange genug mißbraucht hat. Es wäre nur gut, wenn der reelle Handel vielmehr als bis jetzt in den Maßnahmen der Behörden und int Voll­ zug ' der gegen den Kriegswucher geschaffenen Gesetze den eigenen Schatz erblicken wollte. Das Wort "Kriegswucheramt" hat ja «Pi ritz aus den ersten Blick etwas nicht gerade Ein­ ladendes; wer sich aber die Mühe nimmt, seine .Tätigkeit genauer zu betrachten, der wird bald erkennen, daß es nicht nur eine Behörde ist, die rein kriminelle Aüsgaben hat, sondern, daß es auch nach der positisven Seite dem wirtschaft­ lichen Leben unserer Zeit dient. Seiner kauf­ männischen und auch seiner Verwaltungsab­ teilung obliegst gerade nach dieser Richtung so manches, was nach Klärung des Sachver­ haltes, nach Erstattung /von Gutachten zu be­ sonderen allgemeinen Maßnahmen, zu neuen oder zur Aenderung bestehender Vorschriften usw. führt. Es ist also durchaus nicht gesagt!, daß alles, was Pom Kriegslvucheramt behan­ delt wird, sofort nach dem Staatsani ralt schreit. Es scheint vielmehr ein ganz richtiges Prinzip zu sein, wo es mögliche ist, das Hauptgericht auf das Vorbeugen und Verhüten zu legen. Es ist auch ganz irrigs, wenn man in den kaufmännischen Revisoren des AMtes, wie es so häufig oeschieht, Polizeibeamte erblickt; das sind diese Organe nicht, sondern es sind ledigß lich Sachverständige, die zum Schweigen ver­ pflichtet sind und keinerlei polizeiliche Befug­ nisse besitzen. Bei dieser Gelegenheit sei übri­ gens auch eine andere falsche Auffassung von den Aufgaben des Krieoswucheramtes richtig gestellt. Es wird gerne als Strafbehörde ange­ sehen: es ist aber Verwaltungs- bez« ". Poli­ zeibehörde und hat auf Gerichtsurteile nicht den geringsten Einfluß. Aüch den kriminellen Kleinkram" behandelt es nicht, der nach wie vor Sache der örtlichen Polizeibehörde ist; an diese sind die Anzeigen zu pichten. Das Kriegtzwticheramt behandelt nur die allerj nichtigsten Fälle selbst, hauptsächlich diejenigen, die grö­ ßere Zusammenhänge haben. Was oben schon von der wünschenswerten Stellungnahme des reellen Handels zu dem AMte gesagt wurde, das gilt ebenso vom verbrauchenden Pub.likum. Seinem Schutze vor alleM dient es, Und darum soll gerade der Verbrauche»' unter Zurücksetzung des "Nur-Jch"-Standpunktes den behördlichen Maßnahmen mehr Verständnis als bisher entgegenbringen, immer dessen einge­ denk, daß er letzten Endes nur sich selbst schädigt, wenn er durch Bieten und Gewähren von Ueberpreisen den Volksaussaugern Vor­ schub leistet und dadurch zum Hehler jener lichtscheuen Sorte von "Mitbürgern" Wird.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Straubing, 2. Jan. (Zu Oberveterinären) wurden die Veterinäre d. R. Dir. Joseph Schütz upd Tr. Reinhard Oeller von hier befördert.</p>
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          <p>Dienstnachrichten. Staatsersenbahnvevwlaltung. In den dau­ ernden Ruhestand versetzt unter Anerkennung seiner Dienstleistung: Streckenwärter Wolsgang Ferstl Bm. Neufahrn; versetzt in etatsm.Weise aus Ansuchen: Bahnmeister Johann Ficht! von Wilsbiburg nach Bm. 3 Landshut. ,</p>
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          <p>Stadttheater. Während bei unseren Feinden die Chau­ vinisten alles an 'deutsches Wesen mahnende ängstlich fernhalten, hört der duldsame Teut­ sche heute nochj reite ehedem französische Musik und Dichtung und Arar zeitgenössischer Auto­ toren mit ehrlicher Bewunderung. Wir besitzen in der dramatischen Literatur selbst eine so reiche Ausl vahl an hervorragenden Autoren und Werken, daß wir ein Abschwenken nach Fremdem wirklich nicht nötig haben. So er­ lebte am letzten Samstag das vieraktigckSchauspiel "Ter Hüttenbesitzer" des produktiven Franzosen George Ohnet an unserem Theater eine erfreulich günstige Wiedergabe, in die sich allerdings jener Wehrmutstrvpfen mischte. Trotz alledem können wir Ohnet die Anerken­ nung geschickter Dramitisierung und gewand­ ter Tialogbehandlung nicht versagen Herr Oberspielleiter Kaspar hatte wieder mit ge­ wohnter Hingebung seines Amtes gewaltet und so dem Werke die alte Bühnen virksamkeit ge­ wahrt. Neben einer vortrefflichen, Fleiß und Verständnis oerratenden Inszenierung übet:? nahm er auck noch die umfangreiche Titelrolle und überzeugte dadurch aufs Neue nicht mir von seiner Vielseitigkeit, sondern kCtud) oon seinem schauspielerischen Können. Her Thilipp Terblay gehört Izur Gattung der sogenann$ ten schweren Helden des Konversationsstückes, ] für die Herr Kaspar vielleicht nicht so ganz | Erscheinung und Organ besitzt, doch müsseü I wir feiner künstlerischen Leistung in dem hier | neubesetzten Fache auch bei strengeren MaßI stabe volle Anerkennung zollen. Was wir an I ihm aufrichtig bewundern, ist seine Gewissenf Hastigkeit, sein nachahmenswertes Streben, die - Sorgfalt, welche er jeder der ihm zugewiesenen ] Partie ob groß ob klein zu /.endet. Eine Pa­ tz raderolle für die erste Liebhaberin ist die I Claire, die nicht nur die Ausgabe har mit I hübscheer, eleganter Erscheinung zu repwäsen, tieren, sondern vor allem in seelischem Cwpsintz I den den Worten des Dichters Ausdruck und $ Glaubwürdigkeit verleihen soll. Tie Besetzung I mit Frl. Eiselt gewährleistete diese Bedingun­ gen im hohen Maße. Dabei kämpfte sie eine «kleine Indisposition tapfer nieder und blieb stets Herrsn der Situation. Tieausgezeich­ nete Wiedergabe dieser beiden Rollen war für den Erfolg des Abends bestimmend. Nebenher gab es fast durch vegs lobenswerte Darbietun­ gen. Frau Fischer !rar eine im Glücke wie im Unglücke sich beherrschende adelsstolze Mar­ quise, Herr Brückner gerann als ba: treu­ herzige, ehrliche Oktave viele Sympathien, .rührend seine Partnerin Frl. Walte»: als Su­ sanne in kindlicher Naivität wirkte! Herrn Weigels Herzog hätte man mehr aristokratische Grandezza gewünscht, sonst hielt er sich in dem ihm fernliegenden Fahrwasser recht Wal­ ker. T«ie gleißnerische, rachsüchtige Athenais : gestaltete Frl. Mikulska äußerst glaubhaft in Erscheinung und Spiel. Tas gleiche gilt von dem Emporkövimling Moulinet, den Herr Böhme in richtiger Weise ohne naheliegende Uebertreibung charakterisierte. Tas Ehepaar Present (Frl. Laschinger und Her»: Baer )vervollständigten die adelsstolze Gesellschaft im Hause derer von Beaulieu. Ruhe ünd Beson­ nenheit lag in dem alten Freunde des Hau­ ses Bachelin des Herrn Oberdorse»-, etras zu singend im Tone Welt sich der alte Gobert des Herrn Köhler. Tas für ein Schauspiel überraschend gut besetzte Haus Zeigte nicht mit Beifall und Blumen, letztere hätten auch den beiden Hauptdarstellern gebührt. Hoffentlich wird der gute Besuch auch für eine weitere Pflege des Schauspiels gedeutet. Tas Interesse ist vorhanden und bedarf nur des Wiederee? Weckens. Hg.</p>
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          <p>Letzte Posten. e U-Bootserfolge. f WTB. 'Berlin, den 2. Januar. Amt­ lich. Ttutzch, unsere Unterseeboote wurden im englischen Kanal und im atlantischen Ozean neuerdings 4 Tanipser, 3 Segler und 2 Fi­ schersahrzeuge versenkt, i , Der Chef des Admiralstabs der Marine. &lt; Internierung der Teutschen, Dcsterrcicher st ! und Ungarn in Italien. \ 1 Rom, den 2. Jan. T«ie Epvca berichtetr Ter Minister des Innern hat strenge Vorschrif­ ten für die Internierung aller noch in Italien befindlichen Teutschen, Oesterreicher und Un­ garn erlassen. Nach Ablauf einer fünftägigen Frist werden die feindlichen Staatsangehörigen nach den vier Provinzen Aquilea, Aselino, Benevento und Casenza verbracht und interniert werden. T«ie Mliertcn Mollen antworten. Berlin, den 2. Tez. Asts englischen Re­ gierungskreisen teilen /verschiedene Blätter mit, die Alliierten würden demnächst eine neue amtliche Erklärung über die Kriegsziele ver­ öffentlichen. Rußland und Finnland. Petersburg, 1. Januar. (P. Tel--As&gt; In seiner Ant rort für die Bestimmungen der sinnländischen Regierung bezüglich! der Aner­ kennung der finnländischen Republik bringt der Rat der Regierungskommissäre in volle»: Uebereinstimmung «mit betn Grundsätze des frei­ en «Selbstbestimmungsrechtes denk ausführenden Hauptausschuß Finnlands in Vorschlag: 1. Die Anerkennung der vollen Unabh!ängigkeit der sinnländischen Republik, 2. in Uebereinstim­ mung mit der finnländischen Regierung die Einsetzung eines Sonderausschusses von Ver­ tretern beider ^Parteien zw.' Ausarbeitung der­ jenigen Maßnahmen, die sich aus der Tren­ nung Finnlands von Rußland ergeben. ' Aus dem yleichstag. Berlin, 2. Jan. Wie die "Germania" hört, wird der Hauptausschuß sich, mindestensmit starker Mehrheit hinter die Reichs, egievung stellen, die in ihrem Friedensprogramtmj die Richtlinien der Reichstagsmehrheit verkün­ det hat. Beratungen beim Kaiser. Berlin, 2. Januar. (Amtlich.) Heute Nachmittag empfing der Kaiser den Reichsijkanzler, Hindenburg, Ludendorsf, bett Staats­ sekretär Graf Rödern und den StaatsseÜ:etär von Kühlmann zu gemeinsamem Vortrag. Nach Brest-Litowsk abgereist. Berlin, 2. Januar. Staatssekretär von Kühlmann ist heute Nacht mit seiner Beglei­ tung wieder nach Brest-Litowsk abgereist. Mit bet# gleichen Sonderzug haben sich *bte türki­ schen und bulgarischen Teilnehmer nach dem Orte der Friedensverhandlungen begeben. Ter Bunbesratsausschutz. Berlin, 2. Jan. Tie "Nordd. Mg. Ztg." schreibt: Unter betn Vorsitze des bahher. Ministerpräsidenten v. Tandl fand gestern vor­ mittags im Reichskanzlerhaus eine Sitzung des Bundesratsausschusses für auswärtige Angele­ genheiten zur Besprechung der politischen Lage statt. Eine ukrainische Telegation. Brest-Litowsk, 2. Jan. In BrestLitowsk ist eine ukrainische Deputation ein­ getroffen, um an den Friedensverhandlungen teilzunehmen. T!er deutsch-russische WirtschaustsauEchüß. Petersburg, 2. Jan. In der ersten Sitzung des deutsch-russischen Wirtschaftsaus­ schusses wurde bestimmt, zuerst über die Ein­ richtung des Posb-, Telegraphen- und Eisen­ bahnverkehrs zu verhandeln. Für diese beet Gegenstände würden Unterausschüsse gebildet»</p>
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          <p>Inserate.</p>
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