Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-10-02. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 269, 1918-10-02. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 71 Nummer 269 2. Oktober 1918 ────────── Die Schlacht im Westen tobt weiter. Auf der Kanzlersuche. — Die Lage in Bulgarien. — Aus Palästina. ────────── JNrtor ßSr Kfefrr*fo>»gm. J ' ben. Ter Einmarsch deutscher und vsterreich- . uneingeschränktes Bekenntnis zur Frie..ungarrscher gruppen in der Hauptstadt übt . densentschlteßung des Reichstags vom 19. Juli im allgepreinen eine gute Wirkung aus. Tem Vernehmen nach steht die Bildung eines prorisortschen Kabinetts bevor, in dem auch mehrere Generale einen Platz erhalten sollen; mit der Leitung des Kabinetts soll Peschow betraut werden, der im Ministerium Radoslawow Unterrrchtsminister -rar und der in der Sobranje über eine beträchtliche Anhänger­ schaft verfügt. Tie von der Entente zu erken­ nen gegebenen Friedensbedingungen haben vie- § le abgeschreckt und es besteht, nach der gegen* toartigen Stimmung zu schließen, wenig Aus­ sicht, daß, sich in der Sobranje eine Mehrheit für sie finden wird. Bcnizelos in Saloniki. Nach einer Meldung aus Lugano ist Venizelos am 28. Sept. nach Sofia abgereist. Tie griechischen Zeitungen begleiten b>a Berichte über die Friedensvorschläge Bulga­ riens mit höhnischen Bemerkungen, die her­ vorheben, es handle sich um neue Ränke, durch die sich die Verbündeten aber nicht beirren lassen sollten. Aus Bulgarien. Berlin, 1. Oktober. In Bulgarien zeigt die weitere Entwicklung, wie angebracht die Warnung vor einem Optimismus gewesen ist. Ter Abschluß des Waffenstillstandes ist tat­ sächlich zustande geklommen und von der So­ branje genehmigt worden. Wahrscheinlich ent­ hält der Wassenstillstands'oertrag auch bereits die Bedingungen für einen Präliminarfrieden. Damit scheidet Bulgarien zunächst aus dem Kriege an unserer Seite aus. Welche weitere Entwicklung die Tinge dort nehmen werden^ läßt sich zurzeit noch nicht sagen, cha dort nrcht nur politische, sondern auch militärische Umstände in Betracht kommen und die Dinge im Flusse kind.' Bekanntlich rollen andauernd weitere deutsche und österreichisch-ungarische Divisionen nach Bulgarien und werden dort bereits ausgeladen. Von militärischer Seite wird die Lage nicht so bedrohlich, beurteilt, wie sie zunächst gefahrdrohend erscheinen mag. Tic Bedingungen des Waffenstillstandes wurden gestern aus Zürich gemeldet: Von amt­ licher Seite des Verbandes wird mitgeteilt: Bulgarien hat die Waffen gestreckt. Der Ver­ trag ist in Saloniki unterzeichnet worden. Ter griechische Ministerpräsident Venizelos hat den Vertrag mitunterzeichnet. Tie Hauptbedingungen lauten: Tie vom den Bulgaren besetzten griechischen und serbi­ schen Provinzen werden Griechenland und Ser­ bien zurückerstattet. Tie Besetzung erfolgt so­ fort. Sofia wird den Ententetruppen über­ geben, alle bulgarischen Eisenbahnlinien wer­ den von der Entente besetzt. Bulgarien muß vollständig demobilisieren. f Die Ncbcrgabe von Sofia r ist in den Bedingungen der Entente enthalten. Damit decken sich aber die Meldungen nicht, nach denen dort bereits deutsche und österreichische und ungarische Truppen angekommen seien. Man »vird also gut tun, noch einige Tage sich zu gedulden, bis die Verhältnisse sich mehr ge- klärt haben. Jedenfalls hat der politische und 8 18 Jahre alte Mechaniker Heinrich Niederhuber -trt ffj-rttom tun* mitY4 +,rti4Mio QttfrrtmrrtM't-' > -Mn** OTW«**,jt;✓»** I ────────── JNrtor ßSr Kfefrr*fo>»gm. J ' ben. Ter Einmarsch deutscher und vsterreich- . uneingeschränktes Bekenntnis zur Frie..ungarrscher gruppen in der Hauptstadt übt . densentschlteßung des Reichstags vom 19. Juli 1917; - ‘ l Bereitschastserklärung, einem Völkerbund beizutreten; Wiederherstellung Belgiens; i > Autonomie Elsaß-Lothringens; Aushebung des Artikels 9 Satz 2 der Reichsoersassung und vor allem i schnellste Durchführung des gleichen Wahl­ rechts in Preußen. i 1 Vor kurzem lasen wir ein ähnliches Pro­ gramm, nur noch etwas erweitert, als das MindestprvgraMm per Sozialdemokratie für ihre Teilnahme an Der Regierung. Tie Herren Sozialdemokraten haben also etwas handeln lassen, aber ihr Programm bleibt Trumpf. Tamit Ist auch der neue Kurs gezeichner. Den Der Reuchswagen mit Unterstützung 'von Zen­ trum mnd Fortschritt gehen soll. i 1 Tiefe Parteien werden daher das neue Ministerium bilden, "unter Beiziehung der Na­ tionalliberalen" die in letzter Stunde ihr Pro­ gramm , dem der Mehrheitsparteien angepaßt haben. Ter Reichstag tritt am nächsten Dienstag zusammen, 'um das Programw der parlamen­ tarischen Regierung entgegenzunehmen. Ueber die Män.ner dieser Regierung ist eine Entschei­ dung noch nicht getroffen. Genannt werden Fehrenbach und von Paher, auch Gras Roedern I und Tr. Sols als Kanzler und für die anderen Aemter Rechenberg und natürlich Erzberger', Fischbeck,. Pachnicke, Ebert, Legien, Scheidemann, Frhr. v. Richthosen und 'Greif Brockdorff-Pamtzau. Auch. Prinz Max von Baden ist unter 1 den Empfohlenen für einen der frei gewordenen Posten. Reichskriegssteiiergesetze 1918. Tatausgebe mitalshabetischem Sachverzeichnis. München 1918.- (S. H. Beck'iche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck. Preis gebunden Mk. 3.50 In der bekannten kleinen roten Sammlung von Tertausgaben Deutscher Reichsgesetze liegen bereits die setzt in Kraft tretenden neuen Stteuergesetze vor. Der Band enthält das Gesetz üboer eine außerordentliche Kriegsabgabe für das Jahrr 1918 (zuerst als Gesetz über die Kriegs­ steuer derr Gesellschaften bekannt geworden) , das Gesetz gegen die Steuerflucht, das Umsatzsteuergesetz, das Gesetz best. Aenderung des Reichsstempel-und Wechselstempel-Gesetzes, sowie der Post und Tclegraphengebühren, außerdem das Wein—und Schaum­ weinsteuergesetz, das Gesetz betr. Besteuerung von Mineralwässern, das Gesetz über die Errichtung eines Reichsfinanzhofs und über die Reichsaussicht für Zölle und Steuern. Von einer Aufnahme des Bier­ steuergesetzes und des Gesetzes über das Brantweinmonopol ist im Hinblick auf den speziellen Charakter dieser Gesetze in der vorliegenden Ausgabe mit Recht Abstand genommen. Bei der Bedeutung der neuen Gesetze für Behörden, Industrie, Handel, überhaubt für alle Besitzenden ist der Beck'schen Ausgabe, der zur schnelleren Orientierung ein Sachverzeichnis beige­ geben ist in den weitesten Kreisen große Verbreitung gewiß. Tages-Uebersicht. Was im Reiche werden fall, das weiß noch niemand. Fest steht nur, daß der bisherige Regierungsträger ausgeschieden ist und ba|, die übrigen Regierungsmitglleder, die Staatssekre­ täre bereit sind, von ihren Posten zu 'scheiden. Also eine Regierung auf Abruf. Das hat uns in diesen kritischen Tagen noch gefehlt. "Es soll nun eine neue Regierung gebildet werden l ben. und zwar aus Parlamentariern. Ein Pro- | als daß in unserer heutigen ernsten Zeit der > gramm für dieselbe ist auch schon fertig. Es f Geist und Wille zum Ausharren, wie er auch ' lautet: I & ! ! i in den Reden der feindlichen Staatsmänner do- ' ────────── Allerlei. klärt haben. Jedenfalls hat der politische und 8 18 Jahre alte Mechaniker Heinrich Niederhuber -trt ffj-rttom tun* mitY4 +,rti4Mio QttfrrtmrrtM't-' > -Mn** OTW«**,jt;✓»** I ────────── Niederbayerische Nachrichten. Sitzung des lanvw. Kreisausschusses vor» 1 Niederbaherr» ' I dom 19. September 1918. I ’ ,, Der 1. Vorsitzende Exzellenz Tr. v. Pra­ cher eröffnet die Sitzung unter Begrünung der erschienenen Mitglieder. , In den Ausschuß der Landespserdroer­ sicherungsanstalt werden die seitherigen Vertrjeter Herr Stadlberger, Gutsbesitzer 'in Eggersham, Herr Oekonomierat Geiger in Lam und Herr Oekonomierat .Pausinger, Herrngiersdvjrf, wiedergewählt. > | i Die Jahresrechnungen des landw. Kreis­ ausschusses für 1917, sowie die Pserderechnung für 1917 werden nach Vortrag des Referenten Landesökonomierat Bjittermeier genehmigt; dem Rechner wird Entlastung erteilt. v Dem Kommunalverband Re^en wird zum Bezug von Saatkartosfeln im Frühjahr 1918 ein Zuschuß von 1000 Mark bewilligt. Die Gerichte des Kreissekretärs über die Abgabe von 140 ukrainischen Pferden und über die Uebernahme von Brustgeschirren zur Ver­ teilung an Landwirte dienen zur. Kenntnis. Mt den vom Referenten gemachten Vorschlä­ gen besteht Einverständnis. ,, Landwirtschaftsreferent i Regierungsrat Auer regt die Uebernahme der landwirtschaft­ lichen Winterschulen aus den landw. Kreisaus­ schuß an. Bisher waren die Städte, der Di­ strikt oder die lcmdw. Bezirksvereine die Un­ ternehmer. Der landw. Kreisausschuß schließt sich "dieser Anregung an; .Beschlußfassung Über den Gegenstand wolle in der höchsten Sitzung erfolgen. , . i i I Verschiedene Wünsche und Anregungen werden entgegengenommen und den zuständi­ gen Stellen unterbreitet werden. i Mederbayer. Schwurgericht* i 1 Straubing, 30. Sept. Am heutigen Vormittage wurde am hiesig gen Landgerichte durch den ernannten Vor­ sitzenden k. stellv. Landgerichtsdirektor Schassteck von hier die 2. Schwurgerichtstagung für dieses Jahr mit einer längeren Ansprache an die sämtlich erschienenen Geschworenen eröff­ net. Am heutigen ersten Sitzungstage kaMen drei Fälle folgen Kindstötung zur Aburteilung. sind wir nicht nur uns und unseren Helden, g Ende Februar h. Js. hatte die 20Wr. Dienst­ sondern auch, den Tomlmienbett Generationen s ' crrx ~ rc --- ^ - i - r —”■ schuldig! (Lebh. Beifall.) I ! ' Für weitere Kriegsteuerungszulagen ar» die städtischen Beamten und Lehrer hat der Magisttat Bamberg nach den Grundsätzen der o.vm Staate an seine Beamten bewilligten Zu­ lagen 140 000 Mark genehmigt. «MWKW MWM , Sitzung des lanvw. Kreisausschusses vor» 1 Niederbaherr» ' I dom 19. September 1918. I ’ ,, Der 1. Vorsitzende Exzellenz Tr. v. Pra­ cher eröffnet die Sitzung unter Begrünung der erschienenen Mitglieder. , In den Ausschuß der Landespserdroer­ sicherungsanstalt werden die seitherigen Vertrjeter Herr Stadlberger, Gutsbesitzer 'in Eggersham, Herr Oekonomierat Geiger in Lam und Herr Oekonomierat .Pausinger, Herrngiersdvjrf, wiedergewählt. > | i Die Jahresrechnungen des landw. Kreis­ ausschusses für 1917, sowie die Pserderechnung für 1917 werden nach Vortrag des Referenten Landesökonomierat Bjittermeier genehmigt; dem Rechner wird Entlastung erteilt. v Dem Kommunalverband Re^en wird zum Bezug von Saatkartosfeln im Frühjahr 1918 ein Zuschuß von 1000 Mark bewilligt. Die Gerichte des Kreissekretärs über die Abgabe von 140 ukrainischen Pferden und über die Uebernahme von Brustgeschirren zur Ver­ teilung an Landwirte dienen zur. Kenntnis. Mt den vom Referenten gemachten Vorschlä­ gen besteht Einverständnis. ,, Landwirtschaftsreferent i Regierungsrat Auer regt die Uebernahme der landwirtschaft­ lichen Winterschulen aus den landw. Kreisaus­ schuß an. Bisher waren die Städte, der Di­ strikt oder die lcmdw. Bezirksvereine die Un­ ternehmer. Der landw. Kreisausschuß schließt sich "dieser Anregung an; .Beschlußfassung Über den Gegenstand wolle in der höchsten Sitzung erfolgen. , . i i I Verschiedene Wünsche und Anregungen werden entgegengenommen und den zuständi­ gen Stellen unterbreitet werden. i Mederbayer. Schwurgericht* i 1 Straubing, 30. Sept. Am heutigen Vormittage wurde am hiesig gen Landgerichte durch den ernannten Vor­ sitzenden k. stellv. Landgerichtsdirektor Schassteck von hier die 2. Schwurgerichtstagung für dieses Jahr mit einer längeren Ansprache an die sämtlich erschienenen Geschworenen eröff­ net. Am heutigen ersten Sitzungstage kaMen drei Fälle folgen Kindstötung zur Aburteilung. ────────── Dienstesnachrichten. Bahndieust. Vom 1. Oktober 1918 aft wurde in gleicher Diensteseigen sch äst auf An­ suchen in etatsmäßiger Weise versetzt: der Bahn­ verwalter der Eisenbahndirektion Regensburg Johann Raumer in Deggendorf an die Bauinspektion Plattling. | i i I ────────── Sekte 3. SJtevt au mnommnen M bm ?en Tie MF.^Eor der Freiw. Feu/rwehren. Me Musik intonierte die Königshhmne §err Bürgermeister Tr. Herterich gab in aner­ kennenden Worten seiner Befriedigung über die Klusrüstung und Leistung der Wehr Ausdrück aus deren ferneris Blühen und Gedeihen er Heil" schloß. Damit fand der feierliche Mt em würdiges Ende. Sntereffenten zugeteilt werden. Damit wird diesen Gelegenheit geboten sein, noch heuer djen £5e£e£“ ® e6ou “ n ® * m " < W en am ! —* Gestohlen wurden vorgestern nachts aus einer hiesigen Wirtschaft 6 Stühle, 6 Fenstervorhange, ein Heuwägelchen und Kegelkarten. Der Dieb ist noch! nicht ermittelt. , j i —* Der Verkauf des Hotels "Kronprinz^ ^steril von anderer Seite berichtet. Diese Meldung entspricht, wie uns mitgeteilt wird, Nicht den Tatsachen. , f I ^er Brand, der am ^Sonntag im be­ nachbarten Obergangsofen beim Bauern Steer entstanden ist, soll dmvh, einen dort bediensteten russischen Kriegsgefangenen verursacht wor­ den sein, weshalb dieser in Hast genommen sei. .Das ist nicht richtig. Tie Brandursache ist nicht geklärt. Für eine Festnahme des Russen besteht, wie wir erfahren, kein Anlaß. I | T* Ausstellung preisgekrönter Wöbelentwürse. Aus dem in Nürnberg veranstalteten Wettbewerb zur Erlangung vor­ bildlicher Entwürfe von Wohnungseinrichtun­ gen gelangen 98 preisgekvönte Arbeiten auf iljrer Wanderfahrt durch, verschiedene baher. Städte auch in Landshut zur Ausstellung und können in der Zeit vom 5. bis 7 .Oktober 1918 in der Zweigstelle der Baher. Landesgewerbe­ anstalt, Altstadt 28, unentgeltlich! berichkigk werden. Jedermann, der sich, für die Bestrebun­ gen unseres modernen Kunstgewerbes und ins­ besondere Wohnkunst und Innendekoration in- _ teressiert, wird ausdrücklich auf diese seltene Veranstaltung aufmerksam gemacht. , V Mieter schütz. Unterm 23. Septem­ ber hat der Bundesrat verschiedene zum Teil bedeutsame Aenderungen der Meterschutzver­ ordnung vom 26. Juli 1917 beschlossen und zugleich den Reichskanzler ermächtigt, die Mieterschutzverordnung in neuer Fassung bekannt­ zugeben. Die "Bekanntmachung zum Schutze der Mieter" ist nun in der neuen Fassung er­ schienen. Die betreffende Nummer des Reichs­ gesetzblattes (Nr. 128) ist aber erst am 28. Sep­ tember den Behörden zugegangen und es konn­ te deshalb, sollte nicht eine höchst nachteilige Verwirrung enfftehen, von einer sehr wich­ tigen Bestimmung der neuen Mieterschutzverordnung zum 1. Oktober nicht mehr Gebrauch Lokales. —* Eine Ehrung für der dt ante Mit­ glieder schloß sich an die letzte .Wchlußübung der Freiw. Feuerwehr an. Die SWehr ver­ sammelte sich im Gerätehaus. Rach i einem ein­ leitenden Musikstück begrüßte Herrr Vorstand K.-R. Koller Herrn Bürgermeister: Dr. Het­ terich, der zum erstenmale in der Witte der Freiw. Feuerwehr erschien. Es wurden sodann künstlerische "Ehrendiplome für verdienstvolle Tätigkeit im Feuerwehrdienste an drei Mitglie­ der der Wehr verliehen und zwar an die Herren Wolfgang Zenner, Wagenbauer (46 Jahre Dienstzeit), Johann Niederecker, Schuh­ machermeister, und Michael Schießl, Schuhma­ chermeister. Die Ehrung "schloß mit einem be- ────────── gemacht werden. NM Paragraph 6 der Veriordnung können nämlich! die Landeszentralbehörden für den Bezirk einer Gemeindebehörde, in dem sich- nach ihrem- Ermessen ein beson­ ders starker Mangel an Wohnungen geltend macht, anordnen, daß die Vermieter 'von Wohnväumen ein Mietverhältnis rechtswirksam nur mit vorheriger Zustimmung des Einigungsam­ tes kündigen können, insbesondere, wenn die Kündigung zum Zwecke der Metsteigerung er­ folgt. Wird eine solche Anordnung erlassen, so wird die Rechtslage sür Mieter und Vermie­ ter wesentlich! ge-ckndert; nicht der Meter Hai dann das Einigungsamt anzuicusen, sondern der Vermieter; denn et hat die Zustimmung des Einigungsamtes zur Kündigung herbeizu­ führen. Für den Kündigungstermin 1. Oktober ist die Bundesratsverordnung zu spät erschie­ nen. Tenn wenn die Landeszentralbehörde jetzt nM eine Anordnung in bezeichnetem Sinne er­ lassen würde, so wüUen weder Mieter noch Ver­ mieter, woran sie sind. Eine großss Zahl von Kündigungen ist bereits ergangen, aus diese könnte die Anordnung keine Anwendung fin­ den. Und bei den Kündigungen, die erst noch ergehen sollen, könnte die Vorschrift, die vor­ herige Zustimmung des Einigungsamtes zu er­ holen, nicht eingehalten werden, da sonst der Kündigungstermin versäumt würde. S0 must es einstweilen in allen Gemeinden bei der bis­ cherigen Rechtslage verbleiben: Ter Meter must, wenn er mit der Kündigung nicht einverstan­ den ist, das Meteinigungsamt anrufen, und zwar unverzüglich, nMdem ihm die Kündi!gung zugegangen ist. Im Fall einer Mietpreis­ steigerung mutz der Mieter, wenn er mit der Steigerung nicht einverstanden ist und die Ent­ scheidung des Meteinigungsamtes herbeifüh­ ren will, die geforderte ^.Steigerung ablehnen und dadurch! bett ' Vermieter zur Kündigung nötigen. Tann must! er das Meteinigungsamt unverzüglich! anrufen, i ' —* Jägerhalle. Hans Blädel, Rudolf Schmid, Alfred Sigl, die bekannten WüMener Komiker mit den Vortragskünstlerinnen Mar­ tha Frank und Irma Wanda nebst einer erst­ klassigen Salonkapelle gastieren mit ihren neu­ esten urkomischen Schlagern Sonntag den 6. Oktober nachmittags und abends in der Jäger­ halle zu einem einmaligen Gastspiel. 1 —* Zur M Iderung der Fettnot. Am meisten leidet unsere Ernährung durch! die Fett­ not. Sie zu mildern, ist von ungeheurer Be­ deutung — und sie kann gemildert werden. Der große Blütenreichtum unserer LaubhäuMe in diesem Frühjahr ist bekannt. Unsere Eichen und Buchen tragen gegenwärtig eine Befruch­ tung, wie sie kaum alle 100 Jahre vorkommt, und zwar ohne Unterschied des Alters. 60jähr. Buchenstämme wollen unter der Last ihrer Früchte brMen, genau wie Jungholz oder alte Bäume. Die Frucht der Buche (Eckern oder Buchekn) enthält über 28 Prozerch»Fett, d'as Dkmischter. ' Das tönende Alphabet. In einer Londoner wissenschaftlichen Gesellschaft wurde ein Instrument vorgeführt, das Blinde in den Stand setzen soll, auf gewöhnliche Art gedruckte Buch­ staben durch Uebertragung der Buchstabenformen in Töne zu lesen. Das Instrument wird von seinem Erfinder Dr. E. Fournier d 'Albe"Optoph "uogenannt. Es verdankt seine Erfindung mittelbar der Tatsache daß vor 45 Jahren in der Arbeit der transatlantschen Kabelstation in Valentia an der Irischen Küste eine Störung bemerkt wurde, deren Ursache in dem auf der Station gebrauchten Selen lag. Die weiteren Untersuchung führte zu der Entdeckung, daß Selen in bestimmter Art zum Tönen gebracht wird; wenn cs dem Licht ausgesetzt wird. Auf dieser Grundlage hat Dr. Fournier weiter gearbeitet. Seine Methode besteht darin, intermetierendes Licht auf die Typen eines gewöhnlichen Buches oder einer Zeitung zu werfen, die mit der Vorderseite nach unten über dem Instrument liegen. Das reflektierte Licht wird auf einer Selentafel aufgefangen, die eine Reihe von Tönen einem Telephon übermittelt, die den verschiedenen Formen der Buchstaben entsprechen. Bei der Vor­ führung wurde eine junge Blinde, die das tönende Alphabet gelernt hatte, einer Prüfung unterzogen indem sie einen Teil von Dantes "Inferno" zu lesen als gutes Del bekannt ist, und in der Haupt- Aim beste» für die Seinen sorgtwer sein Gewi sMe aus oleinsaurem Glyzerin besteht, wenig Palmitin und Stearin enthält, alst» auch; schwer ranzig wird. Es gibt Buchen, die gegenwärtig 8 bis 10 Zentner Eckern tragen. Die Oelausbeute hält sich! so um 20 Prozent. NM den forstamtlichen Feststellungen tragen Buchen auf einer Fläche von 20 000 Hektar Samen. Tie Bucheckern sammlung, die jetzt bald beginnt, wird durch die Staatssorsten'oerwaltung, die Bayer. Lebensmittelstelle und die Bayer. Sam!melhilse mit Hilfe der Schulen durchgeführt. Für die öffentlichen Sammlungen sind _ die Staats-- und Privatwälder freigegeben. Das Kilogramvr Bucheckern wird mit 1.40 Mark bezahlt, wozu noch! ein "Bezugschein aus 6 Prozent Oel lomMt, das sich! der Sammler ne­ ben seiner Fettrahion gegen Bezahlung der Kosten sichert. Eine andere Art der Bezahlung ist folgende: Der Sammler liefert eine Menge BMeckern ab, erhält dafür bte übliche Be­ zahlung und außerdem, einen Schlagschein auf die gleiche Menge Eckern, die er für seinen Be­ darf aitif seine Kosten schlagen lassen darf, i —* Der Zweigverein des Kath. Frauenbundes Landshut beginnt sein Mnterprogram mit einer Generalversammlung. Für diese umd nun auch weiteren Kreisen Anregung zu bieten, Ihat der Frauenbund den Herrn Reichsrat § Frei Herrn von Cramer Klett zu einem Vortrag gewon| nett. Der Redner, der durch die Macht seines Wortes * an vielem Orten eine zahlreiche Zuhörerschaft begei­ stert hatt, wird hoffentlich auch in unserer Stadt ein zahlreichles Publikum anziehen. Der Vortrag findet Mittwoch abens 8 Uhr im Leidrrersaal statt. Der Eintritt ist frei, auch Herrn sind herzlich willkommen. —* Auf dieweittragende Bedeu­ tung dersicheren und vollständigen Einb ringung der Ernte in Winterkartosfeln und Futterrüben sind durch eine besondere Entschließung des K. Staatsministeriums des Innern die Distriktsverwaltungen und Gemeinde­ behörden sowie die gemeindlichen Arbeitsämter aufmerk­ sam gemacht werden. Es wird darin betont, das die Beschjassung der hierfür erforderlichen Arbeitskräfte nunmehr r die vortrmglichste Aufgabe der Distriltsverwaltungssbehörden und der Gemeinden ist. Antrags auf Abistellung militärischer Arbeitertruppe sind an die Wirtschaftsstellen zu richten. Eben so ist für die Abordnung von Jungmanntruppe Borsorge getroffen. MderWrische Nachrichten. Niederalteich 28. Sept. (Die Errich­ tung eines Benediktinerklosters) in \ Niederalteich und zwar zunächst unter der Leitung ! eines Priors unter gleichzeitiger Beriethung der Rechts« l fähigkeit, dann die Erwerbung des NachlassoermögenS des Geistlichen Rates und Gymnafialprofeffors Franz Xaver Knabenbauer und der Ankauf des bisherigen ' Wohlmutheschen Brauerei—und Gutsbetriebes zu Zwecken der Klostererichiung wurden genehmigt. ────────── Niederbayerische Nachrichten. Niederalteich 28. Sept. (Die Errich­ tung eines Benediktinerklosters) in \ Niederalteich und zwar zunächst unter der Leitung ! eines Priors unter gleichzeitiger Beriethung der Rechts« l fähigkeit, dann die Erwerbung des NachlassoermögenS des Geistlichen Rates und Gymnafialprofeffors Franz Xaver Knabenbauer und der Ankauf des bisherigen ' Wohlmutheschen Brauerei—und Gutsbetriebes zu Zwecken der Klostererichiung wurden genehmigt. dem Staate borgt. Zeichnet Krieg r anleihe! Geld und Sieg beenden dein Krieg. Zeichnet t _ 1 Kriegsanleihe! • ; ────────── Letzte Posten. s Prinz Max von Bade». ■ Berlin, 1. Oktober. Die Kandidatur des Prinzen Max von Baden wird nach dem "Berl. Tagebl." seit langem von Mtgliedern der Lin­ ken mit großer Ueberzeugungskrast empfohlen. NM außlen Lin würde die Ernennung des Prinzen nur günstig wtrkezg können, denn die Rede, die er Als Präsident der 1. badischen Kammer im Dezember vorigen Jahres hielt, habe iüberall einen Luten Eindruck hervor­ gerufen. i ■; r Tie Frage der Kriegsentschädigung, t i Berlin, 1. Oktober. Tast und Roosevelt leiten in der öffentlichen Meinung der Ver­ einigten Staaten eine energische Propaganda sür eine Kriegsentschädigung ein. Bisher hat sich die amerikanische Regierung gegen eine Entschädigung int Sinne einer Bestrafung der WttelmMte ausgesprochen. , , Generalstreik ;n Zürich, i Zürich, 1. Oktober. Im Anschluß an den Ausstand der Bankangestellten wurde heute in Zürichs ein allgemeiner Ausstand der Arbeiter­ schaft durchgeführt, der auch auf einige städt. Betriebe (Straßenbahnverwaltung) übergriff. Der Ausstand wurde heute beendet, nMdem die Forderungen der Bankangestellten angenommen worden waren. Die Arbeit wird morgen wie­ der ausgenommen. , ( ^ i ;' ! I ; i , vlättekstimWe«. ) : ' Berlin, 1. Oktober. Der Reichstagsab­ geordnete Hausmann schreibt im "Berl. Tage­ blatt": Prinz Max von Baden hat dem Vize­ kanzler von Payer erklärt, daß er den Kanzler­ posten nur annehmen würde, wenn er das volle Vertrauen der Meh rheittzparteien sür sein PrvI gtatrnn besitzen würde, da er kein Koalitions­ ministerium, sondern nur ein Mehrheitskabi­ nett bilden könnte. Der Abg. Hausmann wird vor seinem Vertrauensvotum das Programm des Reichskanzlers abwarten und die Mehrheitsparteien werden sich, ihrer Verantwortung bewußt sein. Der "Vorwärts" sagt unter der Ueberschrtst "Auf der Kanzlersuche": Die Ver­ handlungen über die Nachfolgerschaft des Gra­ sen Hertling haben bisher nur ein neg Jives Resultat gehabt, nMdem der Reichstägspräsident Fehrenbach und der Vizekanzler die An­ nahme des Amtes definitiv abgelehnt h; ?i en. Als dritte Kandidatur ist nunmehr die des Prinzen Max von Baden aufgetaucht. Die Parteiführer werden sich! heute mittags mit ────────── ihm besprechen. Die Lage ist um'so schwieriger, Da sie zu raschem Entschlüsse drängt. Man Muß nur an die Vorgänge im Westen, dis Unterzeichnung des Waffenstillstandes zwischen Bulgarien und der Entente, an den bedrohten Zustand der Türkei und andere besorgniserre­ gende Erscheinungen denken, um zu erkennen, -Sati das Reich nicht lange im Uebergangszustand zwischen zwei Regierungen hängen blei­ ben darf. Auf der anderen Seite ist aber bte Entscheidung, die die Parteien zu treffen ha­ ben, voll verhängnisvoller Schwere. Mögen sie sich im Reichstag deffen bewußt fein, wie toiel nach Innen und Außen von dem Gelingen ihres Versuches abhängt. Der Reichstag ist bor die Ausgabe gestellt, aus sich selbst heraus eine starke, einheitliche und aus tatkräftigen Persönlichkeiten bestehende Regierung zu bil­ den. ' : - i Tier Zweite russische Goldtransport. I Berlin, 1. Oktober. Dem Vernehmen nach! ist der zweite Goldtransport von Ruß­ land an der Grenze eingetroffen und hon Be­ amten der Reichsbank übernommen worden. ( Das preußische Wahlrecht. ,> j Berlin, 1. Oktober. In der heutigen Sitzung der 17. Kommission des Herrenhauses wurde nach kurzer Aussprache unter Abkehr nung der Anträge auf Einführung eines Be­ rufs- oder Gruppenwahlrechtes dem gleichen, allgemeinen und direkten Wahlrecht nach! der Regierungsvorlage unter Htnzusügung einer Zusatzstimme für ein Alter ton 40 Jahren zugestimmt. Weiterberatung wurde sodann auf morgen vertagt. r ' Aus Palästina. | : Palästina, 30. Oktober. Eine große türkische Streitmacht hat bei Znia, südlich von Amman kapituliert. Es wird gemeldet, daß es sich um 10 000 Mann handle. | Fahrzeit der elektrische» Sttatzeabah». Ab DreifaltigkeilSPlatz r Vorm. Nachm. Abend» 9.10 bi» Depot w» ────────── Warum die Kriegsanleihe an der Spitze der mündelsicheren Wertpapiere steht. Warum die Kriegsanleihe an der Spitze der mündelsicheren Wertpapiere steht. i samMengedrängt, so groß und stark wie Deutsche lands ganze Militärmacht in der Frfedenszeit gewesen ist. Ausgerüstet ist sie gewesen mit allen Krtegsmitteln und Vernichtungswerkzeu­ gen, welche diese schreckliche Zeit erfunden hat. Und trotzdem: Sie haben die Entscheidung, die den müden, irregeleiteten Böllern in Frank­ reich, Italien und England versprochen war, nicht erringen, nicht einmal einen Durchbruch! erreichen können. So also wissen wir: Sie zwingen uns nicht auf die Knie; ihr 'Vernich­ tungswille zerschellt, und ihren Sklavensrieden können sie uns nicht auferlegen. ■ Wer Kriegsanleihe zeichnet, legt aber nicht nur fein Geld sicher und vorteilhaft an, er hilft auch! den uns aüfgezwungenen Verteidi­ gungs-Krieg führen, er hilft also unsere volks­ wirtschaftlichen Güter und Errungenschaften uns erhalten, er hllft Deutschlands Bestand und Ausstieg sichern. Mit diesem stolzen Be­ wußtsein unvergänglich! gelohnt zu werden, schätzt mancheiner höher ein als die Zinsen! Und so oft uns später tot tiefsten Innern die Erinnerung packt an Deutschlands größte Zeit, so oft dürfen wir uns sagen: Wir haben nicht gefehlt, als auch die innere Front trotz aller Anfechtungen sich als unzerbrechlich er­ wies. - z r , ■ t !. r Druck u. Verlag I. F. Rietsch. Verantwortlicher Schriftleiter F. T. Wagner. Beide in Landshut ────────── sind wir nicht nur uns und unseren Helden, g Ende Februar h. Js. hatte die 20Wr. Dienst­ sondern auch, den Tomlmienbett Generationen s ' crrx ~ rc --- ^ - i - r —”■ schuldig! (Lebh. Beifall.) I ! ' Für weitere Kriegsteuerungszulagen ar» die städtischen Beamten und Lehrer hat der Magisttat Bamberg nach den Grundsätzen der o.vm Staate an seine Beamten bewilligten Zu­ lagen 140 000 Mark genehmigt. «MWKW MWM , Sitzung des lanvw. Kreisausschusses vor» 1 Niederbaherr» ' I dom 19. September 1918. I ’ ,, Der 1. Vorsitzende Exzellenz Tr. v. Pra­ cher eröffnet die Sitzung unter Begrünung der erschienenen Mitglieder. , In den Ausschuß der Landespserdroer­ sicherungsanstalt werden die seitherigen Vertrjeter Herr Stadlberger, Gutsbesitzer 'in Eggersham, Herr Oekonomierat Geiger in Lam und Herr Oekonomierat .Pausinger, Herrngiersdvjrf, wiedergewählt. > | i Die Jahresrechnungen des landw. Kreis­ ausschusses für 1917, sowie die Pserderechnung für 1917 werden nach Vortrag des Referenten Landesökonomierat Bjittermeier genehmigt; dem Rechner wird Entlastung erteilt. v Dem Kommunalverband Re^en wird zum Bezug von Saatkartosfeln im Frühjahr 1918 ein Zuschuß von 1000 Mark bewilligt. Die Gerichte des Kreissekretärs über die Abgabe von 140 ukrainischen Pferden und über die Uebernahme von Brustgeschirren zur Ver­ teilung an Landwirte dienen zur. Kenntnis. Mt den vom Referenten gemachten Vorschlä­ gen besteht Einverständnis. ,, Landwirtschaftsreferent i Regierungsrat Auer regt die Uebernahme der landwirtschaft­ lichen Winterschulen aus den landw. Kreisaus­ schuß an. Bisher waren die Städte, der Di­ strikt oder die lcmdw. Bezirksvereine die Un­ ternehmer. Der landw. Kreisausschuß schließt sich "dieser Anregung an; .Beschlußfassung Über den Gegenstand wolle in der höchsten Sitzung erfolgen. , . i i I Verschiedene Wünsche und Anregungen werden entgegengenommen und den zuständi­ gen Stellen unterbreitet werden. i Mederbayer. Schwurgericht* i 1 Straubing, 30. Sept. Am heutigen Vormittage wurde am hiesig gen Landgerichte durch den ernannten Vor­ sitzenden k. stellv. Landgerichtsdirektor Schassteck von hier die 2. Schwurgerichtstagung für dieses Jahr mit einer längeren Ansprache an die sämtlich erschienenen Geschworenen eröff­ net. Am heutigen ersten Sitzungstage kaMen drei Fälle folgen Kindstötung zur Aburteilung.