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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-10-22"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 289</biblScope>
          <date when="1918-10-22">1918-10-22</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die deutsche Antwort.</p>
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          <p>der Volksvertretung nicht vor. In diesem Ver­ hältnis ist ein grundlegender Wandel eingetre­ ten. Tie neue Regierung ist in vülligerUebereinstimmung mit den Wünschen der aus dem gleichen, allgemeinen, geheimen und gerechten Wahlrecht hervorgegangenen Volksvertretung gebildet. Tie Führer der großen Parteien des Reichstages gehören zu ihren Mitgliedern.Auch, künftig kann keine Regierung ihr Amt antre­ ten oder weiterführen, ohne das Vertrauen der Mehrheit des Reichstages zu besitzen. Die Verantwortung des Reichskanzlers ge­ genüber der Volksvertretung wird gesetzlich aus­ gebaut und sicher gestellt. i 1 | Die erste Tat der neuen Regierung ist I gewesen, dem Reichstag ein Gesetz vorzulegen, durch das die Verfassung des Reiches dahin geändert wird, daß zur Entscheidung über Krieg und Frieden die Zustimmung der Volksvertre­ tung erforderlich ist. Die Gewähhr für dieTauer des neuen Systems ruht aberr nicht nur in den gesetzlichen Bürgschaften, sisondern au,f;, in dem unerschütterlichen Willen t des deutschen Volkes, das in seiner großen Mehrheit hinter diesen Reformen steht und beeren energische Fortführung fordert. ' 1 . Die Frage des Präsidenten, mit wem er und die gegen Deutschland Verbündeten Re­ gierungen es zu tun haben, h&gt;irb somit klar und unzweideutig dahin beantwortet, daß, das Friedens- und Waffenstillstandsangebot ausgeht von einer Regierung, die frei von jedem willkürlichen und unverantwortlichem Einfluß, getragen wird von der Zustimmung der überwältigenden Mehrheit des deutschen Volkes. ( I ’ &gt; ' Berlin, 20. Oktober 1918. 1 1 &gt; gez. Sols Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Ein Angriff der Engländer auf 20 Kilometer Breite bei Le Cateau abgewiesen. — Deutsche Gegenangriffe bei Bouziers. - Die neuen Staatssekretäre beim Kaiser. — Eine neutrale Kommission. — Kein Materialmangel in Deutschland. Die deutsche Antwort. ' Die deutsche Antwort auf die omeriftmi» ftije Note vom 14. ds. lautet wie folgt: 1 i ' WTB. Berlin, den 21. Oktober. Amtlich: ‘ Tie deutsche Regierung ist bei der Annah­ me des Vorschlages zur Räumung der be­ setzten Gebiete davon ausgegangen, daß das Verfahren bei dieser Räumung und die Be­ dingungen des Waffenstillstandes der Beurtei­ lung militärischer Ratgeber zu überlassen sei und daß das gegenwärtige Kräfteverhältnis an den Fronten den Abmachungen zu Grunde zu legen ist, die es sichern und verbürgen. Tie deutsche Regierung gibt dem Präsi­ denten anheim, zur Regelung der Einzelhei­ ten eine Gelegenheit zu schaffen. Sie vertraut darauf, daß der Präsident der Vereinigten Staaten keine Forderungen gutheißen werde, die mit der Ehre des deutschen Volkes und mit der Anbahnung eines Friedens der Gerechtig­ keit unvereinbar sein würden. 1 Tie deutsche Regierung legt Verwahrung ein gegen den Vorwurf ungesetzlicher und un­ menschlicher Handlungen, der gegen die deut­ schen Land- und Seestreitkräfte und damit ge­ gen das deutsche Volk erhoben wird. Zerstörungen werden zur Deckung eines Rückzuges immer notwendig sein und sind insoweit völ­ kerrechtliche gestattet. Die deutschen Truppen haben die strengste Weisung, das Privateigen­ tum zu schonen und für die Bevölkerung nach Kräften zu sorgen. Wenn trotzdem Ausschrei­ tungen vorkommen, werden die Schuldigen be­ straft. Die deutsche Regierung bestreitet auch,, daß die deutsche Marine bei Versenkung vonSchfffen Rettungsboote nebst ihren Insassen absicht­ lich vernichtet hat. Tie deutsche Regierung schlägt vor, in allen diesen Punkten den Sach­ verhalt durch neutrale Kommissionen aufklären zu lassen. &gt; Um alles zu verhüten, was das Frie­ denswerk erschweren könnte, sind aus Veran­ lassung der deutschen Regierung an sämtliche. Unterseebootskommandanten Befehle ergangen, die eine Torpedierung von Passagierschiffen ausschließen, wobei jedoch! aus tejluischen Gründen eine Gewähr dahin nicht übernommen werden kann, daß dieser Befehl jedes in See befindliche Unterseeboot vor seiner Rückkehr erreicht. i r Als grundlegende Bedingung für denF rie­ ben bezeichnet der Präsident die Beseitigung jeder auf Willkür beruhenden Macht, die für 'sich unkontrolliert und aus eigenem Belieben den Frieden der Welt stören kann. Darauf' antwortet die deutsche Regierung: Im Teut­ schen Reiche stand der Volksvertretung ein Ein­ fluß, auf die Bildung der Regierung bisher nicht zu. Tie Verfassung sah bei der Entschei­ dung über Krieg und Frieden ein Mitwirken</p>
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          <p>' Im übrigen blieb die Gesechtstätigkeit beiderseits der Maas in mäßigen Grenzen, i LüdZstllcher Kriegsschauplatz: An der Morcüva schlugen wir erneuteTeilangrisfe der Serben ab. , i , Der 1. GeZ-erallmarttermerper r Ba&amp;eaborf f. WTB. Berlin, 21. Oktober. Amtlicher «Abendbericht: I Der Feind beschränkte sich, an der Kampf­ front auf Teilangrifse, die bon uns abgewie­ sen wurden. Unser Gegenangriff gegen die born Feinde besetzten Höhen auf dem östlichen Msneufer beiderseits von Bouzier ist in gutem Fortschreiten. , , , : f , Staatrsekretär Fischbeck über die Kriegsanleihe: Deutschland wird niemals eine Regierung haben, die nicht einmütig hinter der Kriegs­ anleihe steht.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 21. Oktober, mittags. Amtlich wird gemeldet: Aus dem italienischen Kriegsschauplätze kei­ ne größeren Kampfhandlungen. I * Beiderseits der südlichen Morawa wurden serbische Teilangriffe abgewiesen. Im Gebirge westlich von Zajecar macht sich, serbischer Druck stärker fühlbar. , 1 1 ' Ter Ehef des GeneralstabeS. i Tie litauische Frage. ; Gestern vormittags hat, wie aus Berlin gemeldet wird, der Reichskanzler das Präsi­ dium der litauischen Taryba empfangen. Prinz Max teilte den Herren mit, daß, das Teutsche Reich dem litauischen Volke selbst die Rege­ lung seiner Verfassung und seiner Beziehun­ gen zu den Nachbarvölkern überlassen wolle. Ueber die staatliche .Zugehörigkeit Litauens müsse die Bevölkerung selbst entscheiden. Tie Reichsregierung beabsichtige daher nicht, selb­ ständig eine Entscheidung über die Grenzen Litauens und Polens zu treffen. Tie Umwand­ lung der Militär- in eine Zivilverwaltung fei bereits in die Wege geleitet. Obwohl die Reichsregterung den Wunsch, habe, die gesamten deutschen Truppen baldmöglichst aus Litauen zurückzuiehen, sei sie auf vielfache Wünsche doch bereit, Truppen und Verkehrsmittel einst­ weilen im Lande zu belassen. 1 , ’</p>
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          <p>die England leiteten. Das Parlament scheine außerstande, die Minister zu einer deutlichen Erklärung ihrer Politik zu nötigen. Ehe das geschehen sei, wisse man nicht, was Wilsons Alliierte glaubten oder wünschten. Hätte Eng­ land Führer gehabt, die ihre Ziele und Be­ dingungen wie Wilson klar formuliert hätten, so wäre der Krieg längst beendet. NoelBuxton sagte, seine Freunde wollten Wilsons Po­ litik und nichts als diese. Gegen eine Ernied­ rigung der militärischen Führer Deutschlands sei nichts einzuwenden, wenn aber dem deut­ schen Volke eine Erniedrigung zugesügt werde, gehe man einem neuen Kriege entgegen. , | ! Gegen die Habsburger. Der Rotterdamsche Courant meldet aus London: Die englische Presse ist der Ansicht, daß das Manifest des Kaisers von Oesterreich zu spät fönte. Die Times verweist auf die Aussprüche der Alliierten über Polen, Böh­ men, die Südslawen, die Rumänen und Ita­ liener und gelangt zu dem Schlüsse, daß dieses Programm mtt der Beibehaltung der Habsbur­ ger Dynastie unvereinbar sei. , Amerikanische Diktatur, i ' Gen f, 21. Okt. Eine seltsame Auffas­ sung von der Bedeutung des Rechts im Kriege hat der amerikanische Richter Landio bei der Begründung eines Urteils gegen Mitglieder der sozialistischen Partei der Industriearbei­ ter der Wett ausgesprochen: "Im Frieden er­ laubt das gesetzliche Recht der steten Mei-, nungsäutzerung sich dagegen auszusprechjen, daß man in den Krieg zieht oder sogar den Krieg vorberettet, aber wenn der Krieg einmal evklärt ist, hört dieses Recht auf". Friedenswetten. Bern, 21 .Oft. Bei Lloyds wird auf Friedensschluß bis 31. März nächsten Jahres mit sechs Viertel und bis 31. Dezember ds. Jrs. mit vierSechstel gewettet. ! i Lansdowne über Waffenstillstand und ; Ariedensderhandlnugen. Bern, 21. Okt. Nach den Daily News fand in der Efsechhalle in London eine stark besuchte Versammlung statt, die das Lansdowne-Komite einberufen hatte.Die Bersamjmlung nahm einstimmig eine Entschließung an, welche besagt, es sei im Interesse Englands, einen ehrenvollen Frieden auf Grund der von Wil­ son vorgeschlagenen und von Deutschland an­ genommenen Bedingungen zu schließen. Es sei! zu hoffen, baß ein Waffenstillstand, der an­ gemessene Bürgschaften vorsehe, schleunig ver­ einbart werde. Der Vorsitzende Huah Bell sagte, die Bedingungen Wilsons Itipett einen Spielraum für Verhandlungen frei. Ein Frie­ den aus Grund von Verhandlungen sek das, was sie immer erstrebt hätten. George flansbury führte aus, er hübe Vertrauen tu dem guten Glauben WtlsonÄ aber nicht bfe flaute Das Friedensangebot.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. | Die Times üben die Lage an dev Westfront. 1 Kopenhagen, 21. Okt. Tie Times be­ richten über ibte Lage an der Westfront: Tie deutschen Heerre ziehen sich, mit der größten Schnelligkeit zzurück. Sie bereiten sich« anschei­ nend auf eineen langen Weg vor. Sie werden Rückzugskünstller und die übliche Räckzugsart sei fast unmöglich. Zuweilen ^sei es auch- sch-wierig, die Fühlung mit dem Feinde aufrecht zu erhalten, weil größere Truppenkontingente sich nicht allzuweit von ihren Zusuhrlinien ent­ fernen dürfen. Tie Räumungsbewegungen des Feindes find eine Folge der langen Siegesreihe der Aliierten, doch das relative Glück, das er weit von einer Demoralisierung entfernt ist.</p>
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          <p>Aus Rußland. ( Eilte Niederlage der Bolschewik!. Schanghai, 21. Okt. Reuter meldet: Im Ural wurden 8000 Bolschewist, welche auf Jekaterinburg vorrückten, von v den Tschecho-Slo­ waken und sibirischen Streitkrästen schwer ge­ schlagen und zurückgetrieben. 1000 Bolschewist wurden getötet. 3 Panzerzüge, 11 Lokomotiven und 60 Maschinengewehre erbeutet. L ,</p>
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          <p>Ententistksche KnütteHclde« in Rumänien | Bukarest, 20. Okt. Zwei bekannte Skandalmacher, Mirca Leca und Bacologlu, die sich schon während der rumänisfhen Neutralität als ententtsttfche Agenten und Knüttelhelden betätigten, zerschlugen in der Druckerei des Jassher konservativen Blattes "Laschul" die Fensterscheiben und das TPuckereimaterial. Als die beiden Ruhestörer verhaftet und gemäß, den Besttmmungen des Belagerungszustandes den Militärgerichten übergeben wurden, erhob der Abgeordnete Trancu-Iassy in der Kammer Widerspruch. Ter Ministerpräsident Marghi--&gt; loman trat in schärfster Weise gegen jedweden Versuch der Ruhestörung unb gegen alle jene di« Ruhestörer verteidigen, auf. Auch im Senat wurde die Sache zur Sprache gebraM und 'strengste Maßregeln gegen die Störer der öß .fentttchen Ruhe verlangt. Der Kriegsminister 'General Herjen erklärte, daß der Ministerpräsident bereits bk notwendigen Mrßreg«n Aus Rumänien. ergriffen habe. Die Regierung sei wachsam und sorge, daß die Ruhe des Landes nicht gestört werde, insbesondere jetzt, wo mehr als jemals Ruhe notwendig sei. ,</p>
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          <p>Aus Amerika. Amerikanische Krregskrcdite. \ Base l, 21. Okt. Nach einer Washing­ toner Meldung nahm das Repräsentantenhaus die »Vorlage über einen Kredit von 6 Milliavden Dollar für die Ausstattung und Unterhal­ tung eäner amerikanischen Armee von T&gt; Mil­ lionen Mann einstimmig an.</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. f 1 Ansprüche der Entente an Holland. r «' Genf , 21. Okt. Aus dem Haag liegt hiev eine Meldung vor, die besagt, die Entente beanspruche von Holland den Verzicht aus 600 Quadratkilometer zu Gunsten Belgiens, näm­ lich auf das südliche Scheldeufer von Ant­ werpen bis zur See. Dafür soll Holland die Integrität seiner Kolonien zugesichert erhallen. , Norwegischer Appell an die Entente. &gt; Ter norwegische Privatdozent, früherer Berliner Korrespondent von "Tidenstagn",Fre­ derik Paasche, der bereits gestern im "Dagbladet" ein eindringliches Mahnwort an die norwegische Presse wegen ihrer parteiischen Haltung während der gegenwärttgen Friedens­ bewegung gerichtet hatte, schreibt heure in einem Briese an "Verdensgang" unter dev Ueberschrist: Ein Dolch im Gewände: Gerade die norwegischen verbandssreundlichen Blät­ ter, die über den Verdacht der Parteinahme für Deutschland doch, gewiß erhaben seien, soll­ ten bei passender Gelegenheit auch gegen dis Maßnahmen der Alliierten, wenn diese Grund dazu geben ,ihre Mißbilligung offen zum Aus­ druck bringen, wie sie dies oft dem siegreichen Deutschland gegenüber getan hätten. Gerade deshalb könnten solche norwegische Stimmen in «den Ententeländern sehr auf Beachtung reihpnen. Eine solche Gelegenheit sei jetzt Wilsons' zweite Note gewesen, zumal die Ententepresss dem Präsidenten in überschwenglicher Weise sekundierte durch die Erhebung übertriebener Forderungen wie Auslieferung der deutschen Hochseeflotte, was bebenstich, nach« Konkurrenz­ neid schmecke. Noch! sjhlimjmer sei, daß, dasWvrt ^"Rache" immer lauter ertöne. Bedenstich, sei auch die offen ausgesprochene Hoffnung, daß, die deutsche innerpolittsche Front zusammenibrechen möchte, wie die militari sich«. Dabei hofft man offenbar auf die Herkunft des Briefes des Prinzen 'ME. Sei e&amp; etwa kine Aeußer­ ung der rechtschaffenen, ehrlichen Diplomatte, diesen Brief, der als Privatbrief einen ganz besonderen Hintergrund hat und außerdem ge­ stohlen sei, jetzt zu diesem Zwecke auszunützen 3 Ein krästtges Mahnwort seitens der Nationen die außerhalb der Kriegspsychose stünden, sei deshalb am 'Platze. Zu diesem Appell fühle er, Paasche, sich, umsomehr berechtigt, als er im­ mer Deutschland vor Unterdrückung anderer 'gewarnt habe, auch in den Tagen des Siegesübernmtes. Die gegenwärtige Stimlmung in den En­ tenteländern zeige erneut, daß. jedes Volk im Siegesrausch der Gefahr eines maßlosen Uebermutes ausgesetzt sei. TM-UkbttslU Prinz! Alexander Wo« Hohenlohe «Her bett deutschen ShstentweMel. Der Korrespondent der holländischen Zeitung "Nederlanda" hatte eine Unterredung mit dem Prinzen Alexan­ der von Hohenlohe und empfing Von ihm einen Brief, worin der.Prinz ihm aus Ragaz unterm 15. Okt. mitteilt, daß derjenige, der an der Aufrichtigkeit der inneren Umkehr Deutschelands zweifelt sehr unrecht täte. ! Neue Kriegskrevite. In unterrichteten parlamentarischen Kreisen verlautet, daß in der zweiten NovemberhäHte dem Reichstage ein neuer Kriegskrebft in Höhe von 15 Mil­ liarden Mark zugehen wird. ; , &gt; l</p>
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          <p>ages-Übersicht. Prinz! Alexander Wo« Hohenlohe «Her bett deutschen ShstentweMel. Der Korrespondent der holländischen Zeitung "Nederlanda" hatte eine Unterredung mit dem Prinzen Alexan­ der von Hohenlohe und empfing Von ihm einen Brief, worin der.Prinz ihm aus Ragaz unterm 15. Okt. mitteilt, daß derjenige, der an der Aufrichtigkeit der inneren Umkehr Deutschelands zweifelt sehr unrecht täte. ! Neue Kriegskrevite. In unterrichteten parlamentarischen Kreisen verlautet, daß in der zweiten NovemberhäHte dem Reichstage ein neuer Kriegskrebft in Höhe von 15 Mil­ liarden Mark zugehen wird. ; , &gt; l</p>
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          <p>ginnen .Davon fei er durchs die deutsche Erklä­ rung des rücksichtslosen Unterseebootskrieges am 31. Januar 1917 abgeschreckkt worden, der Ame­ rika in den Krieg gedrängt habe. Von seiten einer dem früheren Reich,skanzler b: Bethmann Ztg. jetzt dazu geschrieben: In Wirklichkeit haben sichl die Dinge in jenen kritischen Tagen folgendermaßen -zugetragen: Zn den auf die Senatsbotschaft ° (22. Januar 1917) folgenden Tagen lie ßWilson dem Grasen Bernstorff durch­ einen Vertrauensmann sagen, daß. Präsident Wilson sich- erneut bemühe, den Frieden zu­ stande zu bringen. Für diesen Zweck werde von besonderer Wichtigkeit sein, genaueres Wer die deutschen Friedensbedingungen zu erfahren. Das Telegramm des Grasen Bernstorff hierüber ging in Berlin am 28. Januar ein. Damals war der uneingesch.vänkte Unterseebootskrieg be­ reits beschlossen und alle Vorbereitungen für seinen am. 1. Februar festgesetzten Beginn ge­ troffen. Einen Gegenbefehl zu erteilen, war eine technische Unmöglichkeit. Graf Bernstorff wurde umgehend hiervon verständigt und be­ auftragt, der amerikanischen Regierung bei der Uebergabe der Note zu sagen, bas) die deutsche Regierung die Absicht Wilsons auf das wärmste begrüße und zur Förderung dieser Absicht die ^Friedensbedingungen dem Präsidenten zur ei­ genen persönlichen Information bekannt gebe. Das Friedensprogramm wurde in dem Tele­ gramm an deck Grafen Bernstorff eingehend Entwickelt .Graf Bernstorff wurde ferner be­ auftragt, Wilson zu sagen, daß der uneinge­ schränkte Unterseebootskrieg aus technischen ^Gründen nicht abgestoppt werden könne, daß !aber die Reichsregiernng bereit sei, den Be­ fehl zur Einstellung des Unterseebootskrieges lzu geben, sobald es Wilson gelungen sei, eine Erfolgversprechende Grundlage für die FrieDensberhandlungen zu sichern. Die amerikani!sche Regierung beantwortete trotz dieser Eröff­ nung die Erklärung des Unterseebootskrieges mit dem Abbruch- der diplomatischen Beziehun­ gen. Der Vorwurf der Zweideutigkeit gegen die deutsche Politik kqnn daher nicht ausrecht erhalten werden. Ebensowenig berechtigt ist der gleichfalls erhobene Vorwurf, daß die politi­ sche Leitung die "anderen entscheidenden Jnistanzest" nicht unterrichtet habe. Selbstverständ­ lich war die politische Leitung auch! ükber diese .Fragen mit den militärischen Stellen in dau­ ernder Fühlung .Dieser Tepeschenwechßsel ist! in 'vollem Wortlaut auch den Mitgliederrn des Hauptausschusses des Reichstages am 31. Ja­ nuar 1917 in einer Geheimsitzung nnitgeteilt worden. i I ' i ’ "Doch," entgegnete Jnken, und wie Trauer gitterte es in ihrem! Ton. "Es ist meine neue Welt." I t l ' Der Fremde stutzte. Welch, seltsame Spra­ che! &gt; I I li 1 ! "Seht, Herr," sagte Jnken, stehen blei­ bend und nach Norden iveisend, "das sind die Ringhügel. Dort liegen der berühmte Seekönig Ring und seine Kinder begraben. Alle Hügel, die ihr sehen könnt, sind nichts als Gräber." 1 l ' ' "Sie liegen schon iMt Heideduft," gab der Fremde sinnend zurück und sah träumerisch, in die grauen Mädchenaugen. Was kümmerte ihn der alte Seekönig, den er nicht einmäl dem- Namen nach, kannte! ! i "Und dort bei dem Leuchtturm auf dem roten Riss," fuhr Jnken eisttg fort, "sind die Brönshügel. Dort soll der alte Friesenkönig Bröns samt seinem goldenen Wagen, genau an. der Stelle, wo er im Kampfe gefallen, be­ graben sein. Maiken Laken hat es oft erzählt und Maiken Laken weih, alles." , , &gt; "Ihr hört wohl gern 'Sagen und Märchen, schönes Kind?" , . i 1 i , | (Fortsetzung folgt.) , | . ^ 2iic Kaiserin begeht heute ihren 60. Ge­ burtstag. Der hohen Frau, die mit Hingebung im Dienste der Barmherzigkeit und der KriegsWohlfahrtspflege tätig war, werden heute die aufrichtigsten Wünsche im deutschen Volke ent­ gegengebracht. I , V Keine dänische Forderung. Laut Berl. Lok.-Mnz. ist keine dänische Note betreffend die nördlichen Bezirke Schleswig-Holsteins an Deutschland gerichtet worden. Prags deutsche HochDnlen verlegt. Die "Bohemia" meldet, daß das Professorenkolle­ gium der deutschen Universität und der techni­ schen Hochschule mit Rücksicht auf dje Entwick­ lung der politischen Verhältnisse über die Ver­ legung der deutschen HochHchjusen aus Prag be­ rieten .Eine Verlegung nach! Deutschs-Böhmen werde ins Auge gefaßjt. i [ ( 1 Galiziens Abtrennung. Einige Bltäter bringen eine Meldung des Kurier Lodzanny, wonach eine Liquidationskommission eingesetzt werden soll, die die Abtrennung Glaziens von Oesterreich durchzuführen hat. 1 \ | Eine "gemeinnützige" Gesellschaft. Ter Geschäftsabschluß! der Mecklenburgischen Fischhandelsgesellschaft nt. b. H. ergab bet einem Stammkapital von 110 000 Mk. einen Rohge­ winn von 800 960 Mk., der in einem Jahre er­ zielt wurde. Davon sind 30 559 Mark abge­ schrieben, um das Inventar auf 1 Mk. einzu­ setzen, an Unkosten gehen 156 799 Mk., an&gt; Provisionen 13153 Mk. ab. Der Reingewinn betrug also 600 349 Mk., wovon 5 Prozent des Stammkapitals als Dividende verteilt, der Rest dem Reservefonds überwiesen worden ist. — Die Gesellschaft ist auf Grund der Bundes­ ratsverordnung vom 25. Sept. 1914 u. 4.Nvv. 1915 als gemeinnützige Gesellschaft errichtet worden. Dje "gemeinnützige" Gesellschaft häuft einen schönen Reservefond an, während das Volk nach billigen Fischen ruft . I l Beschießung Sebenicos durch, eineu irr­ sinnigen Matrose«. Amtlich wird aus Wien, gemeldet: In einer der Batterien, die denKa-. nal von Sebenico (Dalmatien) schützen, setzte ein geisteskranker Matrose, nachdem er durch Gewehrschüsse die nächste Umgebung bedroht und verjagt hatt«, ein Schnellseuerge schütz in Tätigkeit und feuerte damit eine größere An­ zahl von Schüssen auf die Umgebung und die ^ Stadt Sebenico ab. Der entstandene Sachschaden ist gering. Es ist der Tod eines Matrofett und die Verletzung eines Infanteristen uttbj U einer Frau zu beklagen. Ter rasende Matrose, 8wurde festgenommen, bevor es ihm gelang, weiMteres Unheil zu stiften. 1 M Bethmann iHottwcg und Wils ins Friedens^! »Vermittlung. Der Reichstagsabgeocdnete von 8sSchulze-Gaevernitz hatte behauptet, Wilson haMbe im Jonuar 1917 den Frieden vermitteln wolMlen .Deutschland und England hätten ihm ihre Frieden sfoot schlüge unterbreitet, worauf WilHollweg nahestehenden -Seite wird der Frks. son im Begriffe stand, die Vermittlung zu be­ Allerlei. Ein Postmarder. Drei Monate Gefäng­ nis erhielt in Usfenheim der beriji. Oberstations­ meister Blank in Herrnberchtheim wegen Un­ terschlagung von zahlreichen Feldpostpäckchen. Einbruch in ein Postamt. Im Postchnt 3 in Augsburg wurde nachts eingebrochen und verschiedene Postpakete geraubt. Von dem Ein­ brecher fehlt bis jetzt noch&gt; jede Spur. ; &gt; Ein großer Brand entstand im Ostflügel der Lehrerbildungsanstalt in Eichstätt. Das Feuer vernichtete diesen Teil der Anstalt und die anschließende Peterskrrche, deren brennender Turm aus das Schiff der Kirche stürzte, so daß die Kirche ausbrannte. Das AllerheiltgsteMeßjgeräte und andere wettvolle Gegenstände konn­ ten gerettet werden. Es wird Brandstiftung vermutet. , i i , Eisenbahnunfall. Zwischen Burgthann und Oberfertteden ist der Güterzug 7024 auf den Güterzug 1970 aufgefahren. Es entglei­ sten 10 Wagen, i t , 1 i ' \ 3 Kinder innerhalb 24 Stunden verloren. In Winterling bei Bamberg starben dem Oekonomen Joseph Jgl innerhalb 24 Stunden drei Kinder im Alter von 17, 12 und 1 Jahr an der. Grippe. i i s t f Ein Lazarettzug verunglückt. Auf dem Bahnhof Uerdingen (Rhvinprov.) fuhr ein ein­ fahrender Leichtkrankenzug infolge falscher La­ ge der Weiche aus einen ausfahrenden Güter­ zug. 7 Soldaten und 1 Zugbediensteter wur­ den getötet, außerdem 7 Soldaten schwer, 21 leicht verletzt. Der Materialschaden ist erheb­ lich. Die Schuld trifft nach den bisherigen Feststellungen jin erster Linie den Weichensteller, weil er nicht aus die falsche Lage der 'Weischje achtete. Niederbayerische Nachrichten. Passau, 22. Oktober. (Ein gräßlicher Unglückssall) trug sich am Sonntag ftüh- am Bahn-, hos in Erlau zu. Bei der Einfahrt des von Lauzenberg kommenden Zuges in die Station geriet der 14jährige Schüler! der 3. Klasse der hiesigen Oberrealschule Rudolf Weiß, ein Sohn der Kantineninhaberin Frau Weiß in Erlau (früher in Eggendobl) so unglücklich unter die Räder des Zuges, daß ihm beide Füße abgefahren wurden.' Ter Verunglückte starb aus dem Wege ins Krankenhaus. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut. Vorsitzender: Bürgermeister Dr. H e r t e r ich. Freitag, den 18. Ottober. ' Der Realschulabsolbenten-V'e'r'^ band will einen Tanzkurs im Hotel Bernlochner abhalten. Als Tanzlehrer fungiert Herr Bankbeamter Suttner. Wird für die Dauer vom 20. Ottober bis 15. Februar genehmigt. Das gleiche Gesuch richtete der Gewerkschastsverein an den Magistrat für einen Tanzkurs int iPrantlgarten. Wird ebenfalls fü,r Versunkene Welten. Ein Roman dvn der Sn fei Sylt von ' ' Sinnt) Wothe. . 6 (Nachdruck verboten.) Ter Fremde sagte es hastig, und eilte sich-, dew Mädchen, das schon einige Schritte voraus war, zur Seite zu bleiben. "Ja. Herr." 1 "Ist KeitnM noch, weit?" fragte der Mann. Jnken blieb mit finster gerunzelter Stirn stehen und sah ihrem Wandergvsährten prüfend in das leicht gebräunte Gesicht. Es war weder schön noch häßlich!- Eine große, etwas gebo­ gene Nase und ein Paar blaue, kritisch- blickende Augen waren das Ausfallendste in diesem Ge­ sicht. -Schlichtes, dunkelblondes, etwas gelijchftetes Haar und &gt;ein kleiner, dunkelblonder Schnurrbart gaben dem Gesicht etwas bescheiden Bürgerliches. Die Gestalt war Wer mittel­ groß und schlank. i t i Jnken hatte das alles mit klarem Blick intl Augenblick erfaßt und ihr Antlitz wurde freundlicher. ( ( , ' "In einer Stunde könntet Ihr in Keitum sein, Herr," sagte sie gelassen und faßte den großen Strauß blühender Heideblumen, den sie in den Armen trug, fester. I "Ist das auch, euer Weg?" &lt; Jnken neigte das blonde Haupt. &gt; "Erlaubt ihr, daß ich! mit euch gehe?" , Jetzt lachte Jnken. Ein köstliches, herz­ erfrischendes Lachen, das ganz. seltsam von den roten Lippen klang, weil die Augen nicht mit­ lachten. 1 ! I "Der Weg ist für alle da, Herr." "Ich meinte, ob es euch nicht stött," fragte der Fremde artig, "wenn ich mit euch über die Heide gehe?" r~ i t Ter Mann, er mochte vielleicht dreißig Jahre zählen, der jetzt tapfer an Jnkens Seite schritt, sah wohlgefällig zu dem Mädchen her­ über. Die sichere, kühle, Werlegene Art der Friesentochter entzückte sein Auge. "Seid ihr in Keitum zu Hause?" fragte er im Weitergehen. I I "Nein, Herr." 1 I I 1 "Also ihr wohnt nicht da?" Es klang { wie leise Enttäuschung in seiner Stimme. , t</p>
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          <p>die Dauer vom 20. Oktober bis 15. Februar genehmigt, doch muß für Absonderung des Lo­ kales von den Wirtschaftsräumen Sorge ge­ tragen werden. i i f i Ern Baugesuch des Hammerschjmiedmersters Köllner für eine Zaunanlage an der Gabelsborgerstraßss wird genehmigt. ' - , Zur Erbauung eines Zweifamilien­ wohnhauses an der Exerzierplatzstraßss wird dem Privatier Herrn Josef Schreiner die Bewilltgung erteilt.</p>
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          <p>Vermischtes. "Ctt Imi« trompe." Als unlängst der deutsche Kaiser durch das Elsaß, fuhr, besuchte er auch! ein Feldlazarett aM Fuß der Vogesen. In lebhafter Unterhal­ tung mit Verwundeten und Kranken ging er von Bett zu Bett und kam so arrch zu einem verwundeten Franzosen, den eine deutsche St rei­ fe gefangen hatt«. Ter Kaiser plauderte eini­ ge Mnuten mit ihm in fließendem Französisch über Heimät, Familie und Beruf. Dann verließ er den Saal. Ein Offizier fragte den Verwun­ deten, PB er wisse, wer mit ihm gesprochen habe. "Ein höher General," meinte der Fran­ zose. "Es war der Kaiser," sagte der Offizier. Ueber das Gesicht des Franzosen ging ein gro­ ßes Verwundern. Tann fragte der Offizier: "Haben i©te ihn sich so vorgestellt?" Der Kran­ ke schwieg eine Weile und sagte dann leise: "On m'a trompe." (Man hat mich getäuscht.)</p>
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          <p>unzweiselhaftes Geständnis seiner Reichstreue abgeben. Aber es handelt sich eben ums Gan­ ze, um die Zukunft des deutschen Volkes, die durch solche zersetzende Bestrebungen qjtfS schwerste gefährdet wird, und um das zu ver­ hüten, muh endlich einmal hie Wahrheit ge­ isagt werden. Nur die bayerische Regierung hat allem Anschein nach, bis jetzt nichts' ge­ sehen und gehört, obwohl sie durch ihre Be­ zirksämter von der Stimwung einwandfrei un­ terrichtet sein müßte. Die Staaksregierung solle daher sofort im weitesten Sinne das Volk darüber aufklären, welche Vorteile die Eini­ gung der deutschen Stämme auch, uns Bayern brachte und wie es um unsere Zukunft bestellt tüöre, wenn Deutschland wieder in Kleinstaa­ terei zerfallen müßte. Helsen wir selbst die Zersplitterung unserer Einheit herbeizuführen und zerstückeln wir damit selbst unseren Körper, Iso haben Frankreich und England ihr Kriegs­ ziel erreicht; mit Ruhe und Frieden ist es vor­ bei, deutsches Blut wird wieder gegen deutsches Blut fließen, fremdes Recht wird bei, uns herr­ ischen und Ausbeutung bis zum Weißbluten wird die Folge sein. Nur dann, wenn ein ge­ einigtes Deutschland in den Völkerbund eintritt, wird der Völkerfriede verbürgt und besteht für uns die Möglichkeit, uns in langjähriger Friedenstätigkeit aus dem Unglück, in dem wir uns jetzt befinden, wieder kraftvoll emporzu­ arbeiten. ) 1 (II IV Sport. , Tas Retourspiel der Spieloereinigung Kandshut gegen die Fußballmannschaft der Fliegerschule Schleißheim an vergangenen Sonntag gestaltete sich zu einem spannenden Kampfe, aus dem die Flieger mit 4:3 als Sieger hervorgingen. Nach kaum 10 Minuten Spiel­ zeit konnten die Landshuter den ersten Erfolg Huchen, welchem jedoch, innerhalb 2 Minuten der Ausgleich seitens der Flieger folgte. In wechselvollem Spiele gelang es den Fliegern noch zweimal einzusenden und mit 3 :1 für letz­ tere ging es in die Halbzeft. Die zweite Spielhälfte sah die Einheimischen fast ständig' über­ legen und nur der vorzüglichen Arbeit des Tormanns der Flieger war es zu verdanken, daß, Schleißheim nicht mft einer Niederlage das Spielfeld verließ, zumal auch noch, seitens der Spielvereinigung 2 Elfmeter ungenutzt blie­ ben. Mt dem Resullat 4:3 trennten sich die Gegner. Den Einheimischen hätte schließ,lichj der Sieg gebührt. Schleißheim war diesmal in voller Stärke aus dem Man erschienen, konnte aber trotz schönen Kombinationsspiels Nicht recht durftpringen, da sich! die Landshutev der Spielweise zu sehr anschmiegten. Jter einheimische Sturm aÄeitete sehr gut. Das bisherige starke Drängen deS ehemaligen Mttelstürmers wurde vermißt. Der nunmehrige Rechtsaußen ist besser. Der linke Däuser besitzt . Noch zu wenig Technik, macht das jedoch durch j aufopferndes Spiel wett. Mittel- und rechter ' Däuser taten ihr bestes. Der Rechte müßte 'sich mehr aus Spielerdeckung verlegen. Tie Verteidigung bot altbekanntes Spiel. Der rech­ te Verteidiger ließ nach Halbzeft etwas nach, wogegen der linke hiefür stark aufkam. Dev Tormann hätte als Stürmer besser entsprochen, seine Aufstellung ins Tor war entschieden ein Mißgriff. i 1 ' , St. I Stimmen uns betn Publikum. &lt;$U Redaktion übernimmt für Einsendungen untex dies« Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) ! Berechtigte Urlanberwünschie. Als größte Härte mußte es empfänden wer­ den, daß die aus dem Felde nach der Stabt Landshut beurlaubten Soldaten fett 1. Oktober 11918 weder Weißbrot- noch Mehlmarken, son­ dern lediglich Reisebrotmarken zugewiesen er­ halten. Der Feldsoldat ,der Jahre hindurch sein Leben urtd seine Gesundheit für dieHeimat eingesetzt hat, muß während der ganzen Ur,laubsdauer vom schwarzen Brot leben. Für diesen sind also die ohnehin karg genug be­ messenen BerPslegungsWe der hingen Be­ völkerung noch zu gut. Nur dann, wenn ersich von seinen sauer verdienten Döhnungspfennijien xftl ärztliches Zeugnis leisten ftmit, das auf i</p>
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          <p>(Die Redaktion übernimmt für Einsendungen untex dies« Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) ! Berechtigte Urlanberwünschie. Als größte Härte mußte es empfänden wer­ den, daß die aus dem Felde nach der Stabt Landshut beurlaubten Soldaten fett 1. Oktober 11918 weder Weißbrot- noch Mehlmarken, son­ dern lediglich Reisebrotmarken zugewiesen er­ halten. Der Feldsoldat ,der Jahre hindurch sein Leben urtd seine Gesundheit für dieHeimat eingesetzt hat, muß während der ganzen Ur,laubsdauer vom schwarzen Brot leben. Für diesen sind also die ohnehin karg genug be­ messenen BerPslegungsWe der hingen Be­ völkerung noch zu gut. Nur dann, wenn ersich von seinen sauer verdienten Döhnungspfennijien xftl ärztliches Zeugnis leisten ftmit, das auf i Erholungsbedürftigkeit lautet, können ihM auch Mehl- und Weißbrotmarken zugewiesen wer­ den. Der Dienst scheint sohin bei den maßgeben­ den Stellen keine Würdigung zu finden, da dort dessen Jahresurlaub nicht einmal als Er­ holungsurlaub erachtet werden kann. Es wäre nur zu wünschen, daß sich, diese Herren zwecks leichterer Erlangung der Einsicht hierüber an die Front begeben möchten, i I ' , ; i t Ein Feldsoldat. Stimmen aus dem Publikum.</p>
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          <p>, T«ie netten Staatssekretäre beim Kaiser. ) • 1 Berlin, 21. Oktober. Ter Kaiser! em­ pfing heute nachmittags jn Gegenwart des Reichskanzlers die neuernannten Staatssekre­ täre Scheidemann, Gräber, Erzberger^ Hautz­ mann, Trimborn und Bauer und die Unterstaatssekretäre Dr. David, GieSberts, Robert Schmidt und Tr. August Müller. • ; , I 2 er Eindruck der Antwort. Berlin, 21. Oktober. Das "Berl. Tage­ blatt" schreibt: Der Eindruck, den die Form und der Inhalt der deutschen Antwort an Wil­ son in Reichstagskreisen hervorgerufen hat, kann als günstig bezeichnet werden. Hervorge­ hoben wurde insbe sonders die Ehrlichkeit deS deutschen Friedenswillens, der zum Ausdruck kam. Am "Vorwärts" liest mgn: Aus der deut­ schen Antwort an Wilson spricht ein völlig veränderter Geist. Was gleiche geblieben ist, ist nur der Wille zur nattpnalen Selbsterhal­ tung. t x ; Kein Materialmangel. Berlin, 21. Oktober. Der Kriegsmini­ ster empfing heute den Direktor Gtollberg der "Nordd. Allg. Ztg." .Im Verlause der Un­ terredung kam das Gespräch, aus die neuer­ lichen Behauptungen der ausländischen Presse, Deutschland sei aus Mangel an Kriegsmaterial zum Frieden gezwungen. Der Kriegsminister erwiderte: Ich kenne die Presse unserer Gegner zu gut, um nicht zu wissen, daß sie mft solchen falschen Behauptungen die Friedenssehnsucht der feindlichen Völker — penn in jedem Volk brennt ja die Hoffnung auf Frieden — ab­ schwächen will. Trotz des Ansturm,es der Geg­ ner konnten alle Anforderungen beer Front an Munition, Geschützen und Kriegsmaaterial ohne Unterbrechung voll erfüllt werden. Unsere Ma- Letzte Posten. terialreferven, unsere Munitionserzeugung und? die Ferttgung von Gewehren, Geschützen uni» Kriegsgerät sind für die Deckung der Ausfälle der letzten Wochen mehr als ausreichend. Was also die Ententearttkel sagen, sind wiederum bewußte Fälschungen unserer Gegver. Teutsche land wird nie aus Mangel an Kriegsmaterial Frieden zu schließen brauchen. Die augenblick­ liche Ueberlegenhett des Gegners liegt beson­ ders im Gebrauch der Tanks. Es wird bereits seit längerer Zeft tatkräftig daran gearbeitet, diese als wichtig erkannte Waffe in genügender Zahl herzustellen, sodaß wir hinreichend Hilfs­ mittel zur erfolgreichen Fortführung des Krie­ ges haben werden, falls wir gezwungen sein soMen, den Ärteg fortzusetzen. 1 : ' Eine neutrale Kommission. Berlin, 21. Oktober. Tie neutrale Kom­ mission zur Untersuchung der Verwüstungen im Rückzugsgebiet.ist zusammengesetzt aus dem spanischen Gesandten Marquis Vtllalbar, dem holländischen Gesandten von Vallenhoven und folgenden Delegierten der Reliefkommission: Ter Spanier Saura, der Niederländer Lan­ genberg und der Belgier van Bree. , Explosion in Berlin. i Berlin, 21. Oktober. Bei der Explo­ sion in Berlin am.Anhalter ^Bahnhof in der Maschinenfabrik Dessau sind 70 Personen ge­ tötet und etwa 50 schwer oder leichter verletzt worden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß diese Zahlen sich noch, um einige Opfer erhöhen werden, da die Ausräumungsarbeiten unter! militärischer Hilfe noch, im Gange sind. Djxe Ermittlungen über die Entstehungsursache führten noch zu keinem bestimmten Ergebnis. : 1 Zugszusammensto ß. i Wien, 21. Oktober. Die Südbahndirek­ tion teilt den Blättern mik: Henke Nachk fuhr der gestern abends von Wien abgegangene Schnellzug beim Einsahvtssignal in Kapfen­ berg aus den eben vorbeifahrenden Güterzug, wodurch die rückwärtigen Wagen entgleistenDie Lokomotive des ans der Station ansfahrendon Personenzuges wurde umgeworfen. Bon. dem Schnellzug wurde der Dienstwagen, ein Personenwagen und der Packwagen zertrümmert und gerieten in Brand. Vom Zugsperffonal der drei Züge wurden mehrere Personen verletzt. Unter den Passagieren wurden bis­ her 15 Tote und 50 Verletzte gezählt. ! ■</p>
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          <p>Bekanntmachung. Für die am 21. Oktober 1918 beginnende fleischlose Woche wkd als Ersatz für die' entfallende Flekschmenge auf die . . SlksttvkMkev^MdVM abgegeben. . 7 Die Bäcker haben die Reservemarken zusammen in. einem Umschlag, mit wahrheitsgetreuer Angabe er Markenzahl wieder einzuliefern am 4. Novemer 1918. ^ LandShut, dry 18. Oktober 1918. Stadturagistrat Laudshut. Dr. Herterich. - s»2?</p>
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          <p>Obstbestellungen wolley umaehend bei dir städtischen Gemüse» und Obstverkaufsstelle persönlich angebracht werden. :: c&gt; i i * io - _" " rl Landshut, de» 21. Oktober 1918. Stadtmagiftrat Laudshut. - - Dr. Herterich. .,"2934 Bekanntmachung.</p>
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