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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-10-31"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 298</biblScope>
          <date when="1918-10-31">1918-10-31</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Oesterreich räumt die besetzten Gebiete. — In Ungarn die Republil ausgerufen? TentschSfterreichische Kundgebungen tu Wie». -- Kaiser Karl aus Wien abgereist. BertzältuiSwahl in Bagern. Die Umwälzung in Oesterreich-Ungarn.</p>
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          <p>Darum zeichne! Der üfterr.-iig. Stricht. WTB. Wien, den 30. Oktober, mittags. Amtlich wird gemeldet: FtaltcutfÄer Kriegsschauplatz. | An der Tiroler Front nur geringe Ge­ fechtstätigkeit. Zwischen Brenta und» Piave ha­ ben feindliche Kräfte Asolone und dden Monte Pertica mit liebevmacht angegriffern. Unsere dort mit beispiellosem, Heldenmut und Söl-datentrene kämpfenden Truppen haben alle An­ strengungen des Gegners zunichte gemacht. In der venezianischen Ebene stteßpu Engländer jmb Italiener weiter vor. Es gelang ihnen unter Einsatz aller Kampfmittel ihre Einbruchsstellen nördlich und südlich! Montello wesentlich zu erweitern. , 1 Unserem mehrfach zum Ausdruck gebrachten Entschluß zur Herbeiführung eines das Bölkerrrngen abschließenden Waffenstillstandes und Friedens Rechnung tragend, haben unsere auf italienischem Boden Mmpfenden Truppen das besetzte Gebiet geräumt. : s ’ ■ s ‘ Baltankricgsschauplatz: •' ' Ter Ostflügel unserer in Serbien operie­ renden Streitkräste hat bereits den Uebergang aus das nördliche Tvnauufer vollzogen. Ter Rückmarsch an der Save und EEema geht weiter planmäßig vor sich. Ter Feind drängt nirgends nach. Die Nachhuten unserer albanischen Streitkväfte hatten nur vereinzelte Banden abzuweh­ ren. i Tier Chef des Generalstabs. Die Heeresberichte. Sa dentsHe Stricht. 1 ' WTB. Berlin, den 30. Oktober 1918. jEcofote Hauptquartier.) : AeersSgrnptze be» Ge«eralfekv««rfchall» *r»*yrhta «npyrecht Vs» Batzer» ' In der LhSmündnng zwischen LYs und Schelde bei "Famare und Englefontaine wurden heftige Teilangriffe des Gegners abgüviejen. . Tas englische Feuer gegen die Vorstädte I von Tournai und die Ortschaften der Schplde- I Niederung forderte wieder erhebliche Opfer un- r ter der Zivilbevölkerung, r j &gt; Heeresgruppe des deutsche» Kroupriurem. Am Oisekanal scheiterten am frühen Mor­ gen heftige feindliche Angriffe. Nach starkem Artille riekamips nahm der Franzose zwischen Nizy — Le Comte und der Aisne unter Einsatz zahlreicher Panzerwagen seine Angriffe wieder auf. Tie in den schwe­ ren Kämpfen der letzten Tage bewährtenTrnppen der Armeen der Generale von Bernhardt und von Below haben auch gestern wieder vollen Erfolg in der Abwehr errungen. Sie schlugen den Feind aus der 18 Kilometer breiten Angrisfsfront völlig zurück. ! In den Kämpfen am Nordrand von Kleine quentin zeichnete sich! das brandenburgischeLeibGrenadier-Rgt. Nr. 8, östlich, von Benogne das westphälische Jnf.-Rgt. Nr. 43 und auf den I Aisnehöhen das meklenburgische Füsilier-Rgt. I Nr. 90 besonders aus. , , I Teile der Stellung nordwestlich vonHerph, die vorübergehend verloren gingen, wurden int Gegenangriff wieder genommen. 1 In den Abendstunden stieß der Feind wie­ derholt zu heftigen Teilangriffen vor, die überall vor unseren Linien scheiterten. 1 Ter Franzose hat gestern schwere Verluste erlitten .Zahlreiche Panzerwagen wurden zer­ stört. . 1 Beiderseits von Vouzier und östlich der Aisne zeitweilig Artilleriekampf. Wir schossen gestern 27 feindliche Flug­ zeuge und 6 Fesselballone ab. St. Torr errang in den letzten Tagen seinen 31. bis 34., SäU Frommherz seinen 30. Luftsieg. ' " &gt; I Ter Chef des Generalstabes des Feldheeres. S WTB. Berlin, 30. Oktober. Amtlicher Abendbericht: \ r r 1 An der Oise sind heftige Angriffe der i Franzosen gescheitert. An' der übrigen West- j front keine größeren Kämpfe. 1 ! : . _! i Wer voitt, d»ß es zumFriciden kommt, der zeichne Rriegsanlei he. Und wer will, daß der Frieden mög» liehst gut wird, der zeichne erst recht Kriegsanleihe»</p>
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          <p>unmöglich zu imiojjjen und die Fortsetzung des Krieges zu sichern. In der englischen Presse wird mit Unterstützung von Northcliffe der frevelhafte Versuch gemalt, die Fortsetzung des Krieges zu erreichen, indem man zu sch-vertz Bedingungen durchzusetzen versucht. 1 , ,</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Tas gut versorgte Belgien. &lt; Nach einem Lyoner Funksprujtz vom! 27. Oktober beginnt in dem besveiten Belgien wie­ der das gewöhnliche Leben einzusetzen und Bel­ gien erholt sich mit außerordentlicher Schnellig­ keit. Besonders bemerkenswert ist nach denMitteilungen des Funkspruches die Menge von Waren- und Lebensmitteln die man in allen Läden sieht. Auch aus dieser letzteren Tatsache geht wieder einmal hervor, daß die Märchen von den deutschen Plünderungen reine Er­ findung sind. Belgien ist, wie jedermann weiß, mit Lebensmitteln stets besser versorgt geweLsen, als wir selbst,</p>
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          <p>Aus der Ukraine. 3 m neuen ukrainischen Kabinett 1 ( macht sif eine der Entente besonders zugeneigte Stimmung geltend. Der letzte Ministerrat hat beschlossen, in Paris, London und Washington Gesandtschaften zu errichten.</p>
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          <p>, 2tv ZusamMensichluß Dieutfjchj-Böhmens. 1 Wien, 30. Ott. In der gestrigen Beratung der deutsch-böhmisck en Abgeordneten, die im 1 niederösterreichischen Landtag stattf anderst bte Konstituierung Deutsch-Böhmens oollzogen worden. Cs waren sämtliche deutschfböhmischen Abgeordneten ohne Unterschied der.Partei antocfcnb ^ i ^ i t i Zum Landeshauptmann der Provinz Bölhmen, die ihren vorläufigen Sitz in Reichen­ berg haben wird, wurde der Abgeordnete Pa­ cher gewählt ,als sein Stellvertreter sungiert der deutsch-sozialdemokratische Abg. Seliger. Es war ursprünglich beabsichtigt gewesen, die Kon­ stituierung Deutsch-Böhmens aus dchltfchchöhimischBm Robert und ßrioctt in Äussig vornehmen zu lassen. Tie sich überstürzenden Ereignisse in Prag haben aber die Veranlassung gegeben, die Konstituierung sofort und zwar in Wien stattfinden zu lassen. ,</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Kühl,«ran« als FriedensnuteMn-ler. Von "recht gut rlnterrischteter Seite" wird dem B&gt;erl? Lok.-Anz. mitgeteilt, daß, an maßgebenderStelle. beabsichtigt sei, an Spitze der von Deutschland, zu den Friedensbesprechungen zu entsenden-1 den Unterhändler den früheren Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Kühlmann zu&gt; stellen. i 1 t ' , . Erzberger im Kriegspresseamt. Nach der Morgenpost hat der Reichskanzler amDienstag eine Verfügung unterzeichnet, durch, die das Kriegspresseamt dem Staatssekretär^ Erz­ berger unterstellt wird. 1 Weitere Reformen t« den Reichslanden. Dem Reichstag wird demnächst neben dem Gesetz über einen neuen 15 Milltardenkredit, der noch nötig ist, auch wenn der Friede zustande kom­ men sollte, noch ein Gesetzentwurs für Elsaß? Lothringen unterbreitet werden, der die Vor­ aussetzungen sür die staatsrechtliche Umgestal­ tung der Reichslande durch, die eigene Ini­ tiative der elsatzi-lothringischen Volksvertretung bringen sott. &gt; Eine konservative Kundgebung. Die deutschkonservative Partei des Reichstags hat dem Reichskanzler zu den Waffenstillstandsoerhandlungen eine Eingabe überreicht, in der laut Teutscher Ztg. der Kanzler gebeten wird, die Verhandlungen abzubrechen, wenn in der bevor­ stehenden Antwort der feindlichen Mächte Be­ dingungen gestellt werden, die eine völlige Un­ terwerfung und Mehrlosmachung bedeuten. Fer­ ner wird gebeten ,in Aussicht zu nehmen und schon jetzt alle Vorbereitungen zu treffen, daß., die Reichsleituug beim Abbrühe der Verhand-! hingen alle verfügbaren Kräfte der Heimat I an die Front bringt und die Heimat selbst j zum nationalen Verteidigungskampse aufruft.; Tie Eingabe fährt fort: Mit Befriedigung Ija-j ben wir erfahren, daß. entsprechende Matznaht- &gt; men bevorstehen .aber diese Maßnähmen wer­ den nur dann zur voNen Wirksamkeit gelan­ gen können, wenn sie von drem Geiste des Opfermutes und der Freiwilligkeit getragen sind .Schließlich! sprechen wir den Wunsch aus, Eure Großh. Hoheit wolle Seine Majestät den Kaiser bitten ,daß er sich im Einklang nri* der bestehenden Reichsregierung an die Spitze des Aufrufes und des Verteidigumgskgmpfes stellt. Das Bedürfnis nach einer einheitlichen Führung, vor allem aber die Treue zumKaiser und König sind in Heer und Volk sine leben­ dige Kraft, die voll eingesetzt werden muß. In Mekienburg' hat die Regierung vor einiger Zeit veröffentlichen lassen, daß dem bevorstehenden Landtage eine Versmssungsvorlage zugehen werde, die auch, das allgemeine direkte und geheime Wahlrecht enthalte. Ta feit dieser Zeit nichts geschehen ißt, wird in einer Zuschrift an das Berl. Tgbl. bter Rücktritt tritt des Staatsministers Tr. Lamgfeld ver­ langt, dem man Verschleplpungs'oersujche zu­ traut. 1 Freilassung des Mörders Stüngkhs. Den Zeitungen zufolge sicht die Enthafttung Fried­ rich Adlers, des Mörders des Miintsterpräskdenten Stürgkh, unmittelbar bevor. | Bismarcks "Gedanken und Erinnerungen". Die Teutsche Ztg. regt an, um Btsmärcks po­ litische Ziele dem deutschen Volke iin derStunde der Not wieder vor Augen zu ftühven, nun­ mehr den bisher zurückgehaltenen dritten Band der "Gedanken ugnd Erinnerungen," zu verösisentlichen. "Ter dritte Band", schreibt das Blatt, "ist zurückgehalten, wie ver-lautet, weil er mit der Begründung für den Abgang Bis­ marcks auch die Kritik an der Pollitik enthält, die auf unverantwortliche höchstper-sönltche, wie jbie Einflüsse namhafter Vertreter der jetzigen -Mehrheitsparteien ausgebaut, zweifellos den in­ neren Grund für die jetzige Katastrophe bildet. ,Konnte man verstehen, da Runter normalen ^Verhältnissen der Veröffentlichung jenes driö | ' ^ ^ j | |V»VV IHUr jten Bandes vielleicht berechtigte Bedenken ent­ gegenstanden, so fallen diese doch weg in einer Zeit der Umwertung aller Werte, wo Deutsch­ land si chentscheiden soll, ivafsen-, wehr- und Ehrlos sich dem Machtgebot des Präsidenten iWilson zu fügen". — Dieses Verlangen ist sgevechtfertigt. Die Veröffentlichung dürste das Treiben mancher Faktoren aufdeckern, welche un­ sere Politik in die Bahnen gelenttt Laben, die uns jetzt zunr Verderben gewordeen sind.</p>
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          <p>öertreten toütctt. X0e3)icittbttt tourben hierbei außer der Lage des Wehres und der Linien­ führung des Kanales insbesondere auch die bei Aufnahm« der Bauarbeiten zu treffenden Maß? nahmen sowie die Frage der. Unterkunft und Verpflegung der Arbeiter. Tie Besprechung hatte das erfreuliche Ergebnis, daß in allen Fragen volle Einigkeit erzielt wurde. Es wird das Wehr bei Attenbach unterhalb der Eisen­ bahnbrücke errichtet werden, und der Kanal auf dem linken Annufer nach, Tüging geführt, wohin die Fabrikanlage zu stehen kommt. Die Äusmündung 'des Kanales in den Inn wird bei Dorfen erfolgen. Mit Rücksicht aus» den große nMangel an Aluminium) der noch, aus lange Zeit hinaus bestehen wird, um W Hin­ blick auf die bei der Demobilmachung notwen­ dige «Schaffung von Arbeitsgelegenheit muH m|t btm Bau dieser für die Ensivicklung Bayerns so bedeutungsvollen Anlage so rasch als mög­ lich begonnen werden, und es ist deshalb beavfichtigt, die Vorarbeiten an der Weh-rstelle be­ reits binnen Turpem In «Angriff zu nehmen. «8eg*n di« OsmMcrzeit, bezw. deren Wie­ dereinführung hat sich der Magistrat MünihSn ausgesprochen. .&gt; ' Mfliö. Sandrhat, K tn 31. Otiobtv. —* Auf dem Felde der Ehre fiel der Feldetelephonist beim Stabe eines Jäger-Bat. Herr Karl Lücz) der jüngst« Sohn der K. BetriebS-Oberexpeditorswitwe Frau Lurz Hier.Ter gefallene Held war mit dem« Eisernen Kreuze ausgezeichnet. &gt; i ! &gt; 1 1 —* Das Bürgerrecht wurde gegen Ge­ bühr verliehen: dem Pens. Zugführer Herrn Jos. Popp und dem stöbt. Förster Herrn Andfi, Getdl von hier. i l i « ! ,f —* Ein Berwundetentranspo rt kam gestern hierher. Von 112 Verwundeten und 6 verwundeten Offizieren wurden 11 nach Pattendovf verbracht. Die übrigen duuch, die sreiw. AaniMskolvnne in die hiesigen Lazarette über­ führt. | i f *i ( ' ' , l i ' ■} —* Zur letzt« n Ruhe bestattet wurde am Dienstage sin! stöbt. Ehrenfriedhose Herr Oberleutnant Habs Muser des 2. Schw. ReiterRats. Der mit Blumen reich, geschmückte Sarg wurde von Reitern der Ersi-Eskadron zum Grabe geleitet, über das drei Salven dem tap­ fere» Offizier zur letzten Ehre Htn'weghallten. In dem überaus zahlreichen Trauergefolge be­ fanden sich Herr Bürgermeister Dr. Herterijtz, mit Mitgliedern der beiden stöbt. Kollegien, Herren Offiziere und Beamte. Herr Stadtpfar­ rer Frischeisen widmete dem »erblichenen einen, ehrenden Nachruf, i 1 i I 1 &gt; —* Todesfälle. Im Schwabinger Kran-, kenhaus in München starb im 19. Lebensjahre</p>
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          <p>.Jnken erhob sich schnell. Eine helle Rötel ies flutete über ihr Antlitz und stolz abwehrend ful traf ihn ihr Blick. "Sv sage, was du weißt," ries sie fast laut. 1 v t &gt;. 1 * "Werd' ich au*,; Jnken, werd' ich auch. Wollt' Ihr es glauben," fuhr er dann zui Bruder und Schwägerin gewandt fort, ""daß Jnken mit einem fremden Manne über die Heide geht, mit einem Manne, der im Helhoog wohnt?" f _ ! Jetzt sprang auch Vierret empor. Ihr Auge traf flammend das der Schwester. "Du bist mit Dilles Stöben Wer die Heide gegangen? Sprich! Mit hartem Druck umspannte ihre Hand In­ tens Arm. « &lt; 1 ’ t "Nein, laß mich los, ich habe ihn gar nicht gesehen." 1 ( Mit einem erleichternden Ausatmen ließ Merret den Arm sinken. "Wer war der Fremde?" fragte sie hart. ' "Ich weiß es nicht," gab Inten unsicher zurück. "Ich wußte nützt, daß er auf den Helhoog wollte, als er mich nach be»m« Wege ftagte, da nahm ich ihn mit. Er heißt Tam Erichs und scheint ein Schiffsarzt zu sein, der früher mit Ditlef Stöben in die weite Welt Gefahren ist. Das ist alles, was ich von ihm -neben dem dunklen Schatten des Unheils, ben Sorge, des Kummers. 1 i "Ich danke dir," so lag es in den Augen des blassen, jungen Weibes. &gt; "So ein Unfug," schalt Jens, in das Ge­ spräch siitz mischend, "ivenn meinst, daß die Hel, die Todesgöttin, sich! vor dem Hollun­ der fürchtet, so bist du arg im Irrtum. Laß die Hände davon, Jnken, sage ich dir. Ob an den Hecken Rosen oder Hollunder blühen, wird dem Gevatter Tod ganz gleich sein. Ein or­ dentlicher Christenmenfch wie du, Jnken, sollte nicht so abergläubig sein und solchen alten Hcidenglauben haben. Wenn ich morgen ins Pastorat gehe, will ich's dem Herrn Pastor er­ zählen, der wird dir den Unsinn schon aus den: Kopse treiben." . «v Zuken schwieg. Sie hielt das blonde Haupt gesenkt wie ein gescholtenes Kind. "Laß sie, Jens," wehrte Merret. "Wich alle glauben an die alten Sagen und Bräuche unserer Heimat. Ich- weiß, daß Jnken es gut gemeint, als sie da drüben an der Hecke den Hollunder pflanzte, und ich danke dir, Jn­ ken." (Fortsetzung folgt.) "Rein," lachte Uwe Jürgens aus, "aber einen Zaun. Wer stand denn heute, als ich (heimkam, an der Hecke und starrte in den Helhooggarten. He?" "Ich," gab Jnken zurück und hob den blonden Kopf, den ein kleines rotes, gesticktes Sammetkäppchen bedeckte, das die blonden Zöpfe nur leicht verhüllte, hoch enchor, "aber ich starrte nützt in den Garten, sonderv ich pflanzte an der Hecke." ",Was pflanztest du denn?" höhnte Uwe noch immer und sah grollend in das frische Mädchenantlitz, das fitz jetzt zu dem kleinen Olf, der die Hände nach Jnken ausstreckte, nie­ derbeugte. | ! "Hollunder," gab sie ernst zurück. "Es fit ein heiliger Baum? er bannt den Tod, der von da drWen herüberweht." Eit: Zittern lief durch! Merrets Gestalt. Sie streckte die Hände wie hilfesuchend nach der jungen Schwester aus. So standen die beiden blonden Frauen und hielten sich bei den Händen, die eine im grauen Gewände der Sor­ ge, die andere im roten Gewand mit gelben tat,** «Mt«n 1-ni.ä Kz»a sofüotthA ftsii'Fvmha ctpftptt zwischen dem Helhoog und betn Düfhovg keine Brücke gibt." &gt; i</p>
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          <p>Sandrhat, K tn 31. Otiobtv. —* Auf dem Felde der Ehre fiel der Feldetelephonist beim Stabe eines Jäger-Bat. Herr Karl Lücz) der jüngst« Sohn der K. BetriebS-Oberexpeditorswitwe Frau Lurz Hier.Ter gefallene Held war mit dem« Eisernen Kreuze ausgezeichnet. &gt; i ! &gt; 1 1 —* Das Bürgerrecht wurde gegen Ge­ bühr verliehen: dem Pens. Zugführer Herrn Jos. Popp und dem stöbt. Förster Herrn Andfi, Getdl von hier. i l i « ! ,f —* Ein Berwundetentranspo rt kam gestern hierher. Von 112 Verwundeten und 6 verwundeten Offizieren wurden 11 nach Pattendovf verbracht. Die übrigen duuch, die sreiw. AaniMskolvnne in die hiesigen Lazarette über­ führt. | i f *i ( ' ' , l i ' ■} —* Zur letzt« n Ruhe bestattet wurde am Dienstage sin! stöbt. Ehrenfriedhose Herr Oberleutnant Habs Muser des 2. Schw. ReiterRats. Der mit Blumen reich, geschmückte Sarg wurde von Reitern der Ersi-Eskadron zum Grabe geleitet, über das drei Salven dem tap­ fere» Offizier zur letzten Ehre Htn'weghallten. In dem überaus zahlreichen Trauergefolge be­ fanden sich Herr Bürgermeister Dr. Herterijtz, mit Mitgliedern der beiden stöbt. Kollegien, Herren Offiziere und Beamte. Herr Stadtpfar­ rer Frischeisen widmete dem »erblichenen einen, ehrenden Nachruf, i 1 i I 1 &gt; —* Todesfälle. Im Schwabinger Kran-, kenhaus in München starb im 19. Lebensjahre Lokales. nach kurzer- Krankheit die Säuglingspflegerin Frl. Johanna Schmid, die jüngste Tochter der Frau Privatiers Schmid, der früheren Be­ sitzerin des^MariÄoaberls" in Berg o. L. — Gestern! bejjffrö hier Herr Uhrmachexmeistjex Heinrich S^mer na,chl kurzer Krankheit. oB!r kurzem erst legte er nach, jahrzehntelanger Tä­ tigkeit fein Amt als Uhrmacher von St. Martßn nieder. Wem stets liebenswürdigen und dienst­ bereiten Manne wird fein zahlreicher Bekann­ tenkreis stets ein ehrendes Gedenken bewahren. —* Beschlagnahmt wurden gestern am' hiesigen Bahnhöfe 50 .Pfund Schweinefleisch u. 86 Kilogramm Mehl, die von Tingolfing nach Münchena usgesührt werden sollten. —* Der Lshrlingsprüfung in den vermischten Geiverben haben sitz. hier 1 Buch­ binder, 1 Photograph und 3 Buchdrucker un­ terzogen. i ! 1 , | 1 { | I 1 M —* Die Trauerserenade des Krieger­ bundes St. Rikola findet morgen nachmittags 1 Uhr am Bismarckplatz, die der stöbt. Mi­ litärischen Vereinigungen nachmittags 3 Uhr im stöbt. Friedhose statt. Bei der letztere,: wird Herr Justizrat Dir. Schreiner dje An­ sprache halten. i ! i 1 ! j —* Eine Bußandacht hat der Blschps von Regensburg in seiner Diözese angeordnet. Diese findet in der Pfarrkirche St. Nikola morgen (Allerheiligen) abends 7 Uhr statt. 1 j —* Sporterfolge. Bei den aM letzten Sonntag in München stattgefundenen großen Wettkämpfen um die Meisterschaft des SportVerbands Apollo München errang ein Mitglied der Hiesigen Fußhallvereinigung 2 Preise. In: Stemmen der 1. Klasse (Schwerge­ wicht) errang sich! Herr Jos. Wnrmdobler den 1. Preis und die Meisterschaft des S.VM. München (Silberner Pokal). Bei den Ringkämpsen der 1. Klasse blieb Wnrmdobler in der Vor- und Zwischenrunde ebenfalls siegretztz und kam bei den Entscheidungen auf den 5. Platz. Die Konkurrenz war für die jetzige Zeit ein« feiten ftairte. | ! [ 1 ■ —* Z:ur Wohnungsfrage. In der gest­ rigen Mcagtstratssttzung wurde bekannt gegeben, daß bei Beratung der Errichtung von Klein­ wohnungen in der stöbt. Schrannenhalle das GemeindekollegsilM dem Magistrate die Akten wieder zugehen ließ, um die Frage zu prüfen, Hb für Landshut ein Erlaß über den Handel mit alten Möbeln und ein Ausfuhrverbot für sol­ che notwendig sei. In der Magstratssitzung wur­ de gestern betont, daß eine Umfiage ergeben, habe, daß München, Nürnberg und Bamberg ein Ausfuhrverbot erlassen haben und inAugsburg ein solches vorbereitet sei. Der hiesige Gewerbeverein und das Handelsgremium spra­ chen fitz, gegen ein solches Verbot aus. Der Magistrat verwies die Beschlußfassung in die geheime Sitzung, i i '' 1 1 1 i —* Die Spiritusverteilung findet nächste Woche statt. Es gelangen 1444 Liter ge­ gen ebensoviel Marken zur Abgabe. Für die Folge werden Landshut nur noch 700 Liter zu­ gewiesen, das ist nicht einmal die Hälfte des bisherigen Quantums. Herr städt. Baurat Scheller erümhnte dahier in der letzten Magistratssitzung das Publikum zu größter Spar­ samkeit, da bei der neuen Zuweisung erst Ende Dezember wieder Spiritus ausgegeben werden könne. Er hoffe zwar, daß es gelingen werde, für die Stadt wenigstens 1000 Liter zu erhal­ ten, allein dies fei noch! nicht sicher. , —* Allerheiligen feiern wir morgen zum sünstenmal im Weltkrieg. Wir ziehen hin­ aus in die Friedhöfe, an die Gräber unserer Lieben, um dort, fern boimi Getriebe des AlltagLche inige Stunden dem Gedenken an un­ sere Toten und vor allem auch jener Helden zu weihen, die in diesem männermordenden Völkerringen ihre Treue zum Vaterlande mit dem Tode besiegelt haben, die, wenn auch iyc Leib in fremder Erde putzt, uns dennoch unver­ geßlich bleiben werden. j &gt; —* Stadttheater. Am Allerheiligentag gelangt nachmittags halb 4 Uhr und abends halb 8 Uhr das Schauspiel "Leonore" oder die Grabesbraut von Carl Holte: zur Darstellung. Ter Inhalt des Stückes entspricht dem Ernst des Tages. Ter Dichter Lenau hat das' Schick­ sal der Pfarrerstochter Leonore welche seiner berühmten Ballade entnommen ist, bildet den Inhalt des ergreifenden Stückes.</p>
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          <p>mand sagen kann, was die nächsten Tage brin­ gen werden. Tie Bewegung hat heute Vor­ mittag mit einer größeren Kundgebung dev Wiener Studentenschaft eingesetzt. Unter dem brausenden Beifall der Menge feierte der Abge­ ordnete Renner die Einigst von Bürger und Soldat, von Arbeiter und Bauer. Im Nchmen des Nationalrates teilte der Präsident Binkhoser mit, daß die Nationalregierung Morgen die gesamte Verwaltung übernimmt. (Zwi­ schenruf: Ohne Habsburg!) Auf Geheiß des Abgeordnetenhauses wurde die kaiserliche, schwarz-gelbe Fahne aus dem Mast vor dejmj Parlamentsgebäude eingezogen. Niemand küm­ mert sich um die gemeinsame Regierung oder das Ministerium LqmMasch. Gras Andrassi) kann jede Stunde fallen. Der Kaiser soll! sich in Gödöljö befinden. Er habe 18 Waggons Einrichtungsgegenstände und wie es heißt auch! die Juwelen der Schatzkammer mitgenommen. Chaos in Ungarn. 1 Berlin, 30. Oktober. Nach einer Mel­ dung der ,.Voss. Ztg." aus Budapest hat dort Der Mlitärrat die Herrschaft übernommon und die Republik ausgerufen. Ter ungarische Na­ tionalrat wird sich der Diktatur zu fügen ha­ ben. Mittwoch versammelte sich, eine vieltau­ sendköpfige Menge auf dem Giselaplatz vor dem ungarischen Nationalrat. In geschlossenen Kolonnen sogen 4 Regimenter Soldaten heran und schwuren dort dem Nationalrat die Treue. :2 Mitglieder des Militärrates wurden verhaf­ tet. Ter Zug bewegte sich! dann in eine der Vorstädte, wo das Militärgefichngnis gestürmt wurde. Sämtliche der dort in Hast befindlichen jMilitärsrväflinge und wegen politischer Ver­ gehen verhaftete Personen wurden befreit. , Artilleriekämpse an der Tvnau. ' Berlin, 30. Oktober. Ter Lhoner Funk­ spruch vom 25. ds. veröffentlicht einen amt­ lichen Bericht des bulgarischen Ministeriums des Innern über die Beschießung der Städte Born und Widdin durch deutsche Monitore und durch die aus dem rumänischen Dvnauufer aüfgestellten Batterien. Die bulgarische Regierung so fügt der Funkspruch hinzu, protestiert mit der äußersten Energie gegen die gänzlich un­ gerechtfertigten Operationen auf dem bulgari­ schen Gebiet. — Die Franzosen scheinen zu vergesse n, daß sie und nicht wir aus bul­ garischem Gebiet stehen. Unsere Operationen werden ihnen vielleicht weniger ungerehiserftigt vorkommen, wenn sie sich daran erinnern wollen, daß starke französische Streitkräfte die Städte Lom und Widdin besetzt halten und von da aus Angriffe gegen unsere auf dem rumäni­ schen User stehenden Truppen unternahmen und das Feuer gegen unsere Tvnauboote eröffneten. I i t Aus Tirol i 1 kommen energische Proteste gegen das Friedens­ angebot Andrasshs. Man erwartet, daß der! "Tiroler Nationalrat" sich zwar zum Frieden bereit erklärt, , aber nur im Einvernehfmpn Mit Deutschland. i ' i ■ ' i ' Ein unabhängiges Armenien. Lugano, 30. Okt. In Rom traten Ver­ treter des armenischen Volkes zusammen, um die Bildung eines unabhängigen armenischen Staates zu verkünden.</p>
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          <p>Druck u. Verlag I. I. Mersch. Verantwortlicher ’WdsdftMter F. Z. Wagner. Beide ln LandsWt.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Gniragnng int GefellfchaftSregister: - Firma "F. I. Sommer, Maschinenfabrik in Landshnt". Die Prokura des Karl Sommer wurde gelöscht. Hngo Wittmann, Brauereibefitzer in Landshut wurde als Prokurist eingetragen. LandShnt, 28. Oktober 1918. 3021 kgl. Amtsgericht.</p>
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