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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-10-08"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 275</biblScope>
          <date when="1918-10-08">1918-10-08</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Tie Auffassung in Washington. Berlin, 6. Okt. "Associated Preß" teilt dem Lok.-Anz. zufolge mit, daß. weder bei dem amerikanischen Ministerium! des Aeuß^rn, noch in der Schweizer Gesandtschaft bis heute mit­ tags ein Friedensvorschlag des Prinzen Max von Baden eingelaufen sei. Wenn die .Note eintrifft .wird die Antwort durch, den glei­ chen Kanal erfolgen .Man glaubt, daß, die deutsche Regierung bis jetzt noch. keine genügend klar bestimmte Ankündigung unternommen hat, die zur Eröffnung von Besprechungen berechtigt sei. Man wiederholl, es bestehe nur geringe Wahrscheinlichkeit, daß man dem Vorschlage ernstliche Aufmerksamkeit widmen werde, so­ lange Deutschland Teile von Frankreich und Belgien besetzt hält. Es wird wiederholt, daß Deutschland jetzt nur aus militärischer Not­ wendigkeit eine diplomatische Tugend mäche. Das einzige Sonntagsblatt Londons "Evening", vertritt die gleiche Ansicht wie Washington. Auch die französischen Nachrichten, die inLonbon eintrafen, bewegen sich in gleicher Linie. ettva von den Ansichten der anderen Verbün­ deten Presse abfallenden Gedankengang über die deutsche Friedenskundgebung zu verhindern. 2tc französische Presse zum Friedens- i' i Angebot. ■ ' Paris, 6. Okt. Zu dem Friedensange­ bot der Zentralmächte bringt die Agence Havas eine längere Auslassung, in der es heißt: Das Anerbieten Deutschlands und seiner Verbünde­ ten auf Herbeiführung eines Waffenstillstandes und den sofortigen Eintritt in Friedensoerhandlungen, das Wilson von Oesterreich-Un­ garn als treuen Vollziehungsbeamten gemacht worden ist, ist ein abgekartetes Manöver zwi­ schen den Mittelmächten und ein Teil des gan­ zen vorgesehenen Planes der Friedensoffen­ sive. Obgleich, die französische Regierung noch nicht amtlich Stellung genommen hat, kann man unschwer voraussehen, welche Aufnahme sie sich vorbehält; unter den gegenwärtigen Umständen kann die Antwort nur in einem Nein bestehen. Die Meldung schließt: Um ihr Ziel zu erreichen .fürchten die Feinde nfcht, sich unter die Führung des 'verehrungswür­ digen Namens Wilson zu stellen, indem sie sich bereit erklären, eine Erörterung anzunehmen auf der Grundlage, die er in so beredten Worten niedergelegt hat. Aber Wilson selbst hat im voraus aus die heuchlerischen Bitten geantwortet, -als er am 27. September 1918 int Einverständnis mit den Alliierten ausge­ sprochen hat, daß mit Handeln und Kompromis­ sen kein Frieden erreicht werden könne, daß, jeder Steg der Alliierten über Deutschland die -Völker dem Frieden näher bringe, allen Völkern Sicherheit gebe und für imMer pje Wiederkehr eines so unversöhnlichen Ringens unmöglich Machen werde sowie daß, die Welt den Endsieg der Gerechtigkeit und Aufrichtig­ keit wolle. Die einzige Antwort, die das Frie­ densangebot der Mittelmächte verdient, ist die unserer Vorfahren int Konvent. Man der- j handelt nicht mit einem Feinde auf dem Boden I des besetzten Vaterlandes. f 1 | Holland und der. Friede. 1 Haag, 7. Okt. Heute mittags fand ein außerordentlicher Ministerrät statt, an dem auch die Königin teilnahm und der die Bemühun­ gen Hollands zum Gegenstand hatte, eine etwa stattfindende Friedenskonferenz nach, dem Haag zu ziehen. &gt; &gt; l i ; !/ ! Kein Waffenstillstand ohne Kapitulation? , Wie Havas dem Berl. Tgbl. zufolge mel­ det, lehnt die französische Presse jeden Waf­ fenstillstand ohne vorherige Annahme der Be­ dingungen äb, die die militärischen Führer für die Sicherheit der Armee unentbehrlich halten. Die Blätter erklären ,es liege 'kein Grund vor, die Zektralmächte anders zu be­ handeln als Bulgarien .Die Frage des Waffenstillstandes sei in erster Linie eine Frage mi­ litärischen Charakters. Das Journal schreibt: Den Teutschen, den Österreichern und den Tür­ ken antworten wir wie den Bulgaren: Kein Waffenstillstand vor der vollständigen Kapi­ tulation. Die übrigen Blätter, soweit sie Ha­ vas zitiert, drücken sich, ähnlich aus.</p>
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          <p>Aus der Ukraine. Tie Berhamdluugen zwischen Rumänien I f u»nd der Ukraine . werden nur Vorverhandlungen sein, da die rumänischen Delegierten nur Vollmachten für wirtschaftliche Verhandlungen haben und die Ukraine in etrfter Linie die Anerkennung der Selbständigkei t* ihres Territoriums seitens Ru­ mäniens anstrebt.</p>
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          <p>Am Balkan. Anschlag auf den österreichischen Generalgo uvcrncitr in Belgrad. Wien, 17. Okt. Am 3. ds. wurde gegen den Generalgouverneur Generalobersten Frhrn. von Rhemen ein Anschlag versucht. Tie 25 Jahre alte Be lgrader Einwohnerin VLeoposava Bossinovic wollte dem Generalgpuverneur vor dessen Wohnung ein Bittgesuch, überreichen, wo­ bei sie einen geladenen Revolver in der Hand hielt. Ehe sie davon Gebrauch, machen konn­ te, wurde sie entwaffnet und den Militär­ behörden übergeben .Tie Erhebungen ergaben, daß ös sich- um die Tat einer hochgradig hysteri­ schen Frau handelt. ! - . *</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Mkegjert-od« ! ' ,r Köni gsberg, 7. Okt..Der Fliegerleut­ nant Rumey, -welcher bisher 44 feindliche Flug­ zeuge zum Absturz gebracht hat, ist mit seinem Flugzeuge tödlich abgestürzt. Rumeh war von Beruf Dachdecker. Wegen seiner hervorragen­ den Leistungen als Kampfflieger wär er zum Offizier befördert und mit dem Orden Pour le merite ausgezeichnet worden. Er war ge­ borener Königsberger. , . ;</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Beschießung von Coimbra durch deutsche t Tauchboote. ’j Gens, 7. Okt. Nach! eine« Haoasmeldung aus Lissabon beschossen zwei deutsche Untersee­ boote Coimbra. Als sie vvn der Festung aus angegriffen wurden ,ergriffen sie die Flucht. (Nachdem über angerichteten Schaden usw. nichts gemeldet wird, scheinen dieselben ziem­ lich umfangreich zu sein, da Havas im gegen­ teiligen Falle stets die Wirkungslosigkeit des Angriffes meldete.)</p>
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          <p>rikani scheu Front nach, der Champagne hin frei geworden. Seit dorgestenr haben diese fvisch eingesetzten französische Divisionen mehrfach, nach, starker Artillerievorbereitung und unter Tankeinsatz südlich, von Dixmuiden den Durch­ bruch zu erzwingen versucht, sind aber hör der Abwehr und den Gegenstößen bayerischer und rheinischer Bataillone restlos gescheitert. Hei der Tanlabwehr, die vorgestern aus schma­ ler Angrisssbreite den Feind 12 abgeschossene Sturmwagen kostete, haben sich&gt; Geschütze eines rheinischen Feld-Art.-Rgts. ausgezeichnet,. In der Gegend Ge^uwe haben sächsische Truppen nicht nur alle Vorstöße der Engländer vereitelt, sondern diesen in Gegenangriffen einen Stütz­ punkt entrissen. 1 An der Dt. Quentinsront hatten borge-' stern die Gegenstöße gegen die feindlichen Ein­ bruchstellen überall vollen Erfolg. Mit Aus­ nahme der Lormisfer-Ferme kam alles, was dem Feinde die schweren und verlustreichen Angriffe der Vortage eingebracht hatten, wie­ der in unseren Besitz. Erneute Tankangriffs ge­ gen Le Catelet scheiterten. Bei einem Gegenan­ griff, der den Feind über Montbrehain bis öst­ liche Ramicourt zurückwarf, ritt englische Ka­ vallerie zur Attacke auf. S.ie wurde im Ar­ tillerie- und Kaschinengewehrseuer furchtbar' zusammeng&lt;cho&gt;seu. Zusammengefaßte deutsche Schlachtgeschwader griffen am Nachmittage auf der Rümerstraßv und von Magnh-la-Fosse vor­ gehende feindliche Reserven mit Bombenwürfen und Maschinengewchrfeuer an. Seit gestern morgens sind nördlich der Oise neue starke Angriffe im Gange .Aus dem Damenwege rich­ teten Franzosen und Italiener während des ganzen Tages starke Angriffe zwischen dem Stabecken und der Aisne gegen unsrere Kanal­ stellung, die weit über den Rahmen der bis­ herigen VvrpostenUmpse in dieser Gegend hin­ ausgingen. Keiner dieser Angriffe führte bis in unsere Hauptwiderstandslinie. Wo der Feind nicht schon durch unser Artillerie- und Maschinengewehrseuer niedergehalten wurde, schlu­ gen ihn Schleswig-Holsteiner und Württemb erger im Nah kämpfe zurück. Das Ziel des An­ griffes war nach Angaben der Gefangenen Truch geivesen .Für den Fall des Gelingens hatte man den Italienern Ablösung oerspro- chen. Der Feind hatte schwere Verluste und verhielt sich nachts ruhig. In dcr Champagne hat der Feind fortge­ setzt und gleichzeitig in und östlich der Argonnen angegriffen .Seine Sturmmassen wurden meist durch unser Abwehrfeuer zerschlagen. An der vorgestern von uns zurückgenommenenSchle-, sierhöhe kam er bis gegen unsere Hauptwider­ standslinie vor, wurde aber durch Gegenstoß zum Stehen gebracht. Die Angriffe waren sehr schwer. Rücksichtslos warf der Amerikaner öst­ liche der Argonnen seine Massen ins Feuer. Im Waldgebirge selbst schlug sich die württembergische Landwehr mit bewährtem Heldenmut. In der ^Champagne dauerte der Ansturm bis zur . Mcht au. Hier verfolgte ein lippisches Ba­ taillon den Feind 500 Meter weit im Gegenstoß über unsere Widerstandlinie hinaus und nahm ihm 8 Maschinengewehre ab. Westlich der Maas setzt der Amerikaner seine schweren Angriffe fort. Hier sind die Kämpfe noch in vollem Gange. Bis weit in das Hinterland sinken die Maastalortschasten unter den schiveren ame­ rikanischen Granaten in Asche. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter</p>
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          <p>I Tie Grippe in Italien. In Turin wur-: den alle öffentlichen Lokale und Kirchen wegen' der Grippe geschloffen. 1 ! Schwere Diebstähle. Tie Firma PaulLöwenthal in Berlin setzte für die Herbeischaffung der durch einen Einbruch in der Sams- Allerlei. tagnacht entwendeten Waren im Werte von 300 0000 Mark eine Belohnung von 30 000 Mark aus. Ein unbekannter Dieb hat auf dem Berliner Hofpostamte einen Geldbrief entwen­ det. Ter Inhalt bestand aus Reichsschatzan­ weisungen. Für die Herbeischaffung der Pa­ piere hat die Berliner Oberpvstdirektion eine Belohnung von 5000 Mark ausgesetzt.</p>
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          <p>folgte Regelung, nach welcher der Berechnung I der Uebergangsabgabe für das nach Bayern 1 einzuführende Bier für die Zeit vom 1. August * 1917 bis zum 30. September 1918 eine Mn- ; destmenge von 9,5 Kilogr. zu Grunde zu legen ist, bleibt auch- nach dem 30. September 1918 bis aus weiteres in Kraft. Reichskanzler a. Ti. Graf Hertling ist ge­ stern in .München eingetroffen und nach Ruhpolding weitergereist, wo er Erholungsaufent-. halt nintmt. ,■ 1 i ' i</p>
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          <p>Lokales. Landrhut, ben 8. Oktober. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Gefreiten der Artillerie Herrn Simon Lang Lagerist von hier, verliehen. —* Den Heldentod starb nach- 48monatiger treuer Diensterfüllung vor dem Feinde der Gefreite im 7. baher. Feld-Art.-Regt. Herr Franz Xaver Spieglmeier, Bäcker von hier. Seine Brrrst schmückte Vas Eiserne Kreuz und das Militär-Verdienstkreuz. i —* Oberstleutnant a. $i. Nikolaus Düts ch, Mitkämpfer der Kriege 1866 und 1870/71, ein Bruder des 1913 verstorbenen 2. Bürgermeisters von Landshut Josef Tütsch, begeht am 8. Oktober den 75. Geburtstag. —* 50jähr. Dienstjubiläum. Ter ©efj. Kanzleisekxxtär und Registrator am'Bah. Generalstab Roedel beging am 5. Oktober sein 50jähriges Dienstjubiläum. '"Dem verdienten Beamten wurde das Ehrenkreuz des Ludwigs­ ordens anläßlich' dieser Feier verliehen. Roedel kam 1876 zum 4. Jägerbataillon nach Lands­ hut, "1893 wurde er Kanzlist bei der Inten­ dantur des 1. Armeekorps. ' —* Käse erhalten wir morgen Mittwoch ein Viertelpfund gegen Käsemarke 1. i —* D-Zug 22, der um 5 Uhr 38 Min. abends von Regensburg hierher kommen und um 5 Uhr 40. Mn. nach München weitergehen soll, verkehrt vorerst nicht. Wir haben dies auf unserem Eisenbahnfahrplan berichtigt und bitten unsere Leser, anstelle des bisherigen den heute abgedruckten Fahrplan auszuschnei­ den. , —* Die Heimgarten an läge 4 unter­ halb des Friedhofes wird nunmehr eröffnet. Der "Magistrat erläßt heute die Aufforderung, daß sich Interessenten um Parzellen melden sollen. Es hat dies den großen Vorteil gegen­ über den bisherigen Anlagen, daß die Pächter von Grundstücken in der Lage sind,, diese noch im Herbst für den nächstjährigen Anbau vor­ zubereiten. 1 1 —* Die Mehl- und Brotpreise sind neu festgesetzt worden. Es betragen die Preise für Backmehl 40 Mark für den Doppelzentner und für 60proz. Weizenmehl 70 Mark für den Doppelzentner. Tie Kleinverkaufspreise betragen 23 Pfg. für Backmehl und 40 Pfg.. für Kochmehl. Ter Brotpreis wurde aus 23 Pfg. für das Pfund Schwarzbrot und 6 Pfgi 1 für ein Krankenbrot festgesetzt. M —* Das Friedensangebot,dasTeutsthjland und Oesterreich-Ungarn an Wilson gerichtet haben, ist bisher ohne Antwort geblieben. Was bisher über die zu erteilende Antwort aus Ententeländern' zu uns herüberklang, ist wenig ermutigend. Es wird daher gut sein, sich keinem aüzugroßen Optimismus hinzuge­ ben. Daß bei den Ententemächten die Neigung bestehen sollte, von" uns demütigende Bedin­ gungen zu verlangen, ist nicht von der Hand zu weisen. Zn diesem Falle aber werden wir, wie auch Prinz Max in seiner Rede sagte, unsere Kräfte verdoppeln müssen, weil wir dnan um unser Leben als Nation Ar kämpfen haben. Nicht ein besiegtes Deutschland hat um Frieden gebeten, die Friedensliebe Teutschlands persucht, den Völkern das zu geben, wonach sie alle jochzen: den Frieden. Herrn Wilson und die Entente würde eine schwere Verantwortung treffen, wollten sie den furcht­ baren Kriegsbann weiterhin auf der Welt und damit auch auf ihren eigenen Völkern belassen. —* Das Rosen kranzfest, das amSonntag in den Pfarrkirchen der inneren Stadt in Verbindung mit feierlichen Kriegsandachten ge­ feiert wurde,.sah dichtbesetzte Gotteshäuser. In St. Jodok fand nachmittags eine Prozession durch die Jodoks-, Maximilians-, Podewilsf und Ludwigsstrahe statt, an der sich zahlreiche Gläubige beteiligten. | —* Die Dienstmädchenfrage gestaltet sich immer brennender und deshalb bedürfen' auch! die Tienstmädchenheime der besonderen^ Sorgfalt und Pflege .Aus diesem Grunde wur-/ de das Heim des Vereines weiblicher Dienst-! boten in Landshut, untere Freyung Nr. 600/ den Schwestern der Martenanstalt in München 1 anvertraut, welch letztere bereits über 60 Jahre mit bestem Erfolge für Dienstmädchen wirkt. Es werden im hiesigen Heim die Dienstmädchen freundliche und familiäre Aufnahme finden. Herrschaften und Dienstmädchen können sich! mit vollem Vertrauen an das Dtenstmädchenhettu wenden. * i ----- i ! —* Wtadtt heater. Am Mittwoch den' 9. ds. fündet die letzte Wiederholung des mit so großem Beifall aufgenommenen Lustspiels "Das Extemporale" statt. Freitag gastiert An-! na Tenggs Bauerntheater mit "Im Pfarr-' Hof". In Vorbereitung befindet sich- für @onn= tag die Operette "Hoheit tanzr Walzer". Das Herrenpersonal ist durch Engagement des vor-' jährigen ersten Charakterspielers und Ober­ spielleiters von Regensburg, Heinrich Koller, sowie durch Engagement des Operettenbussos Hermann Warndal ergänzt. Das Damen Per­ sonal wird im Lause ds. Mts. ebensalls ent­ sprechend ergänzt werden, womit die zurzeit herrschenden Besetzungsschwierigkeiten behoben sein werden, sodaß die neu erworbenen Stücke: Rose von Stambul, Schwarzwaldmädel, Drei alte Schachteln usw. in Angriff genommen werden können.</p>
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          <p>Stadttheater. "Die -Hoflieferantin", eine neue "Operet­ te" von Leo Walter Stein, Musik von Hugp Hirsch, suchte sich, vorgestern unser Stadtthea­ ter aus zum Tummelplätze niedrigkomi scher Possenreißerei mit reicher Uebertreibung und Haschen nach- lächerlichjen Effekten. Ter Name Operette machet mich lachen, denn es fehlen alle Voraussetzungen hiefür als wirkliche So­ logesangspartien, Chö-re und in der Haupt­ sache die diesen Begriff rechtfertigende Musik. Tie bekannte Wiener 'Soubrette Peppi Glöck­ ner hat in München damit ausverkaufte Häu­ ser erzielt. Es gehört eben die unnachahm, liche humorvolle Kunst einer Glöckner dazu, um die von den Autoren vorgesetzten bitteren Pillen überzuckern zu können. Uns wollte das Medikament infolge des starken Mangels an Süßstoffen nicht über die Lippen. Das was wir aus unserer Bühne zu sehen bekamen, 'stellte die geduld des Auditoriums auf eine harte Probe. Der Mantel der christlichen Näch­ stenliebe ist eben in der langen Kriegszeit 'sehr fadenscheinig geworden und vermochte auch, nicht annähernd die verschiedenen Blößen und ^Mängel zu decken. Es mußte der Theaterlei­ tung doch, schon längst ausgefallen und zu Ohren gekommen sein, daß das hiesige Thea­ terstammpublikum den Veranstaltungen im,mer mehr ferne bleibt und daß selbst die an­ spruchsloseren neueren Besucher eine unzwei­ deutige abfällige Kritik üben. Die derzeitigen Darbietungen stehen in feinem Verhältnisse zu den Heuer ziemlich! ansehnlichen Platzpreisen. Wir haben es in der Hauptsache mit Anfän­ gern zu tun, die, in Haupt- oder bedeutenden Rollen beschäftigt, das künstlerische Niveau un­ serer seither gut akkredidierten Bühne erheb­ lich- herabdrücken und so den Bettieb für späterp Zeiten ungemein erschweren. Wir erheben hijemit Heuer znM zweitenmale energischen Ein­ spruch- gegen derartige unkünstlerische Vorstel­ lungen und müßten bei Fortbestand dieser Ver­ hältnisse unsere Besprechungen auf das Min­ destmaß einschränken. Vielleicht findet die Di­ rektion noch, Mittel und Wege, die heurige Spielzeit wenigstens einigermaßen auf die frü­ here Höhe zu bringen, wir verkennen feinesfalls die SchwierilÄeiten, die sich derzeit in den Weg stellen. Mach- ist Polen nicht ver­ loren. ' ' 1 Hg. 1</p>
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          <p>Letzte Posten. Neue N-BootAerfolge. WTB. Berlin, 7. Oktober. (Amtlich.)' Deutsche und österrerchischi-ungarMe U-Boote vernichteten im Mittelmeer neuerdings 30 000 Wruttoregistertonnen Schiffsraum. Die TMw|)fer wurden aus den Wegen von Gibraltar nach&gt; Südsrantreich und nach- den östlichen Kriegs- . Schauplätzen aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. i ; : Ter Ehef des Admiralstabes der Warst», j i Roch nicht weit genug. Berlin, 7. Oktober. In Londoner Krei­ sen, die man gewöhnlich, als maßgebend und wohlinformiert anzusehen pflegt, ist man laut Telegramm der "Nordd. Allg. Zig." der An­ sicht, daß.Teutsch land einen Schritt ,in der guten Richtung gemacht habe, aber noch nicht weit ge­ nug gegangen sei. , ! ■ , -Tic Auffassung der englischen Regierung. ' Rotterdam, 8. Oktober. Reuter mel­ det aus London dom 7. über die Auffassung der englischen Regierung: Man wird bei der Beurteilung der Lage, die durch die Rede des deutschen Reichskanzlers geschossen wurde, so. lange man den amtlichen Text noch nicht in Händen hat, die größt« Vorsicht walten lassen müssen. Ter Hauptpunkt ist, daß, sin deut­ scher Reichskanzler zum erstenmal zugibt, daß das deutsche Volk die Lage zu begreifen begin­ ne. Zn diplomatischer Hinsicht wird nun Prä­ sident Wilson den nächsten Schritt tun müs­ sen. Präsident Wilson hat seine Ziele deutlich abgegrenzt und so weit man feststellen kann, sagte der Kanzler, daß Teutschland damit über­ einstimmt. Es ist aber klar, daß verschiedene Garantien zu geben find. Was man augen­ blicklich sagen kann, ist, daß die Erklärungen des deutschen Reichskanzlers das bedeutungs­ vollste sind, was 'bisher von Teutschland er­ gangen ist. 1 ' i : ; V 1 König Ferdinand in Koburg. i IKvburg, 7. Oktober. Ter ehemalige Kö­ nig von Bulgarien traf mit seinem Sohne, dem Prinzen Cyrill, und mit großem Gefolge mit Hofsonderzug hier ein, um hier dauernden • Aufenthalt zu nehmen. • x Tie Blutopfer der Entente. Berlin, 7. Oktober. Tie Blutopfer der Entente in den letzten schweren Schlachten an der Westfront, die durchweg zu Abwehrerfol­ gen der Teutschen führten, machen fiidEjl im Ententelager empfindlich bemerkbar. Wenn auch noch mit weiteren starken Angriffen zu /rechnen ist, so steht doch heute bereits fest, daß Foch das für diesen Herbst gesteckte Ziel, die Durchbrechung der deutschen Linien und einen entscheidenden Steg nicht erringen wird. Daher setzt die Ententeproipaganda in doppelt ver­ stärktem .Maßo ein, um! durch übertriebene Mel­ dungen deutscher Verluste die Zuversicht der eigenen Truppen zu Mrken und die Moral der deutschen Soldaten zu zermürben. Soweit die Zusammenstellung der deutschen Verluste an Vermißten und Gefangenen bereits vorliegen, Übertreffen die Ententemeldungen die Wirk­ lichkeit um ein Vielfaches. Mn schlagenderer Beweis als diese Feststellung ist jedoch! die Tat­ sache, daß die angeblich so geschwächten und de­ moralisierten deutschen Truppen bem Ansturm der überlegenen englisch-französisch-amecikaniMen Heere noch immjer standhalten. , ! DhrnÄvcrzicht des rumänischen Kronprinzen. 1 I Wien, 7. Oktober. Die "Neue Freie Presse" meldet aus Czernowitz: Prinz Carol hat seinen Eltern seinen unbeugsamen Ent­ schluß 'kundgetan, auf den Thron zu verzichten.! Der König und die Königin bemühten sich, die Heirat des Kronprinzen für nichtig erklären i Lu lassen und es heißt, der König habe der. Gattin des Kronprinzen 20 Millionen Lei als ‘ Abstandssumme angeboten, was aber die junge &gt; Frau zurückgewiesen habe.</p>
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          <p>(zum Ausschneiden). Giltig ab 1. Oktober 1918. Abfahrt ne» Laadshat »ach: München; Vormittags 6 15 fl 01 D Nachmittags 12 30 4 47 8 46 D 9 05 , (nur an Somiu. Friertasen.) Regensburg—Hof: Vormittags 5 40 8 11 D 9 54 Nachmittags 1 18 D 2 50 7 10 8 38 D Neumarkt st/91. - Mühldorf i. Ob.: Vormittags 4 47 IO 50 (nur an Werktagen) Nachmittags io\q nur an Sonnu. Feiertage«) 410 9O8 Plstttling—Ersenstern-Pstffst«. Vormittags 8 15 Eisenstein Nachmittags 3 55 9 10 Eisenstein Plattling Rottenbnrg: Vormittags 8 40 Nachmittags 7— Maast in Landshnt m: München r Vormittags 7 24 ob Freising 8 07 D 9 38 Nachmittags 1 14 D 2 36 6 55 8 33 D ll 21 (nur an Sonn« u. ’ Feiertagen). Regensbnrg—Hof. Vormittags 8 03 8 58 D Nachmittags 3 46 8 18 8 38 D Nenmarkt a/R.—Mühld,orf i. Ob.; Vormittags 7 35 9 28 Neumarkt r Nachmittags l 31 8 20 Plattling-Eifenstein—Paffst«: Vormittags 7 32 ll 59 Plattling Eisenstein Nachmittags 8 25 Eisenst. Rottenburg: Vormittags 751 Nachmtttags 203 Eisenbahnfahrplan</p>
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        <head></head>
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          <p>Noch keine Antwort. Englische und französische Stimme» lauten ablehnend. — Fortdauer der Angriffe bei St. Quentin und zwischen Argouneu und Maas. - Kampfpause in der Champagne. Thronverzicht des Kronprinzen von RumSaien.</p>
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          <p>Kampfpause gegen Eure Linien an. In wo­ chenlangem Ringen vielfach ohne Ruhe müßjt Ihr ausharren und dem an Zahl weit über­ legenen Feinde die Sttrn bieten. Darin liegt die Größe der Aufgabe, die Euch, gestellt ist, und die Ihr erfüllt. Truppen aller deutschen Stämme tun ihre Schuldigkeit und verteidigen auf fremdem Boden heldenhaft das Vater­ land. Hart ist der Stand meiner Flotte, um sich den vereinten feindlichen Seestteitkräften gegen­ über zur Geltung zu bringen und in unermüd licherArbeit die Armee in ihrem' Kampfe zu unterstützen .— Mt Stolz und Bewunderung sind die Augen der Heimat auf die Taten des Heeres und der Marine gerichtet .Ich sage Euch meinen und des Vaterlandes Dank. Mtten in das schwerste Ringen fällt der Zusammenbruch der mazedonischen Front. Eure Front ist ungebrochen und wird es weiter blei­ ben. ' . Ich, habe im Einvernehmen mit unseren Verbündeten mW entschlossen, dem Feinde nochmals den Frieden anzubieten. Doch nur zu einem ehrenvollen Frieden werden wir die Hand reichen, das schulden wir den Helden, die ihr Leben für das Vaterland gelassen ha­ ben, das schulden wir Unseren Kindern. Ob die Waffen ruhen werden, steht noch dahin. Bis dahin dürfen wir nicht erlahmen. Wir müssen, wie bisher, alle Kraft daran setzen, un­ ermüdlich! dem Ansturm des Feindes standhal­ ten. Tie Stunde ist ernst; aber wir fühlen uns im Vertrauen auf unsere Kraft und Got­ tes gnädige Hilfe stark genug, unsere geliebte Heimat zu verteidigen. gez. Wilehm. Die Heeresberichte. Ser tauf# Sam. ' 1 WTB. Berlin, den 7. Oktober 1918, Mrcch-eS Hauptquartier.) ®r@iii#e* Sr8e*#?Äe*l»l#s. HrseesgniPPe »es GeneralfeldmarschaUS Kronprinz Rupprccht Bayer«. In Flandern und vor Cambrai ruhiger Tag. ' l i Heeresgruppe »cs Generalobersten v. Bahn. Nördlich, von St. Quentin dauern die schweren Kämpfe seit Mitte September fast um unterbrochen an. Trotz wiederholten Einsatzes frischer Verbände hat der Feind hier bisher keinen nennenswerten Erfolg erzielen können. Auch gestern sind seine Angriffe, die sich am Vormittag nordöstlich! von Le Chatelet und beiderseits von Lesdin entwickelten und ant Nachmittag auf breiter Front nördlich von St. Quentin vorbrachen, gescheitert. Ter Feind, der am 'Sommekanal zunächst auf Essignh le Petit Boden gewann, wurde durch! erfolgreiche Gegenstöße u. nächtliche Unternehmungen wie­ der bis aus Raumcourt zurückgedrängt. ; ! Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Ter Feind folgte gegen unsere neuen Stel­ lungen an der Aisne und Suippes zwischen Pontavert und Bezancourt stark nach, und stieß vielfach im Angriffe gegen sie vor. Kämpfe entwickelten sich! bei Pontavert, Berry au 6ac, beiderseits der Straße Reims —Neuschapelle und bei Bezancourt. Ter Feind wurde überall abgewiesen. An einzelnen Stellen halten sich! kleine Abteilungen aus dem nördlichen Suippesuser. Mit starken Kräften griff der Gegner an der Arnes und westlich! von Etienne an. Auch! hier blieben feine Angriffe in unseren Gegen­ stößen ohne Erfolg. ' An der Schlachtfront in der Champagne trat gestern nach/ lOtägigen erbitterken Käm­ pfen Gefechtspause ein. Oestlich, von St. Etienne, bei Orfeuik und Artreux wurden Teilangriffe, an vielen Stel­ len der übrigen Front starke Erkundungsvor­ stöße abgewiesen. Heeresgruppe v. GaUwitz. Zwischen den Argonnen und der Maas 'setzte der Amerikaner seine heftigen Angriffe fort. Das Infanterie-Regiment Generalseid­ marschall von Hindenburg Nr. 147, das schon westlich der Maas in erfolgreicher Abwehr und im Angriff entscheidend dazu beitrug, den Durchbruch des Feindes zu verhindern, schlug auf den Höhen östlich, der Asre den Feind zurück. Gefreiter Kleinowski tat sich hierbei besonders hervor. , ; \ s , I Ter Schwerpunkt der feindlichen Angriffe lag auchi gestern zu beiden Seiten der von Charpentrh auf Romagne führenden Straßen. Tie dort seit Tagen im Kampfe stehenden elfaßj-lothringischen und westMischen Regimen­ ter brachten den mehrfachen Ansturm des Fein­ des völlig zu Scheitern. Der Amerikaner er­ litt wiederum schwerste Verluste. Eex 1. #e »etalcpiarüetmetsier • WTB. Berlin. 7. Oktober. Amtlicher Abendbericht: ' I " ■ I &gt; Oertliche Kämpfe nördlich der Scarpe. Nördlich, von St.' Quentin und zwischen Argonnen und Maas haben sich! in den Abend­ stunden feindliche Angriffe entwickelt. In der Champagne ruhiger 5Tag. , ! Darum zeichne! Bericht der Adllliklllstaber. ¥ ’ 9Um »-Boonrerfokge. ! WTB. Be rlin, den 4. Okt. Amtlich. Im Sperrgebiet um England versenkten unsere Un­ terseeboote 23 000 Tonnen, darunter zwei Tank­ dampfer. i I 1 ( t Ter Chef des Admiralstabes der Marine. ! Ar österr.'Wg. Bericht. WTB. Wien, den 7, Okwber. mittags. Amtlich Wird gemeldet: Italienischer Kriegsschauplatz. Unverändert. Albanien: In Albanien neuerliche Nachhutkäntpfe am Skumbi. . !' &gt; Im südlichen Grenzgebiet Altserbiens keine größeren Kampfhandlungen. Ter Chef des Generalstabes. Ein Erlaß »es Kaisers an Heer un» | Flotte. WTB. Berlin, 6. Okt. Amtlich. S M, der Kaiser hat nachstehenden Erlaß an das deut­ sche Heer und die deutsche Marine gerichtet: An das Teutsche Heer und die deutsche Marine! Seit Monaten stürmt der Feind un­ ter gewalttger Krastanstrengung fast ohne</p>
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          <p>Aus Rußland. Aus Xnlieib. Kämpfe bei Wologda. Stockholm, 6. Okt. Südlich von Beresnik kam es zu gewaltigen Kämpfen zwischen den Bolschewiikistreitkväften und den englischen und französischen Streitkrästen. Tie Führung der Ententestrceitkräste hat General Falle über­ nommen. Weiter nördlich an der Murmanküste haben die Weißgardisten die Stadt Lktinskaja besetzt.</p>
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          <p>Aus Amerika. Amcri ikantfch« Friedenssehnsucht? Gens, 66, Okt. In den amerikanischen Truppenlagerrn scheint die Kriegsbegeisterung, die die Vereinigten Staaten ersaßt hat, merk­ lich abgekühlt zu sein. Man hat dort den ein­ zigen Wunsch, daß der Krieg bis Weihnachten zu Ende sei. Wie die englische Wochenschrift "John Bull" berichtet, trägt eine Baracke des großen amerikanischen Lagers in Devonshire die Aufschrift: Entweder sind wir zu Weih­ nachten im Himmel, in der Hölle oder zurück in Newyork. ,</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Englische Pressechautpagne. ; " Das Amsterdamer Allg. Handelsblad melI bet ausLvndon, daß. der liberale Abgeordnete I und politische Freund Lloyd Georges SirHenrh ! | Talziel, zusammen mit anderen Interessenten ^aus der politischen und Geschältswelt die United Newspaper Limited von der Familie Frank Llohds angekauft habe. Die United New'Paper Limited geben die Daily Chronicle, die Lloyd Weekley News und andere patriotische Schrif­ ten heraus .Als Kausssumme werden 1 600 000 P fund Sterling genannt. Nieuwe Rotterdamsche Courant glaubt daran einen neuen Beweis dafür zu sehen, daß es eine beschlofseneiSache sei, Neuwahlen abzuhalten.</p>
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          <p>, 27. Kapitel. Psingstfreude lag über dem Walde. Der weißstämmigen schlanken Birken zartgrünerBlätterschmuck wurde vom leichten Winde be­ wegt. Reizvoll leuchtete das Blau pes Him­ mels durch das grüne Blättergewölbe der ra­ genden Eichen und mächtigen Buchen, aus dem der jubelnde Gesang "der Vögel erklang. Ter Herr, der in Erichs Begleitung ging, atmete tief die würzige, belebende Waldluft ein, und seine eingefallene Brust weitete sich. Er nahm den Hut ab, und ließ, sein graues Haar im Winde spielen. "Erich, hier muß män gesunden — und Frieden finden !Dein Reich! ist schön! Auchi deine Mutter hat ihn hier gefunden?" "Sie hat ihn hier gesucht ,Vater — ge­ funden?" Erich schüttelte den Kopf. Dem an­ deren traten die Tränen in die Augen. Er blieb stehen und sah seinen Begleiter an. . "Erich wir haben uns nun ausgesprochen — wir sind versöhnt, — du trägst keinen Groll mehr gegen mich! ?" "Nein, Vater! Das alles liegt hinter mir, und wir wollen nicht mehr darüber sprechen. Ich- bin ja nicht der am meisten verlierende Teil gewesen! Um unserer Mutter willen bin ich froh, daß si alles noch so fügt, daß der Abend ihres Lebens sie entschädigt für alles, was sie hat leiden müssen!" i | Wortlos drückte Graf Ottokar Allwörden ihm die Hand ,in scheuem Glück auf ihn blikkend, der sein Sohn war. Schweigend gingen sie dann nebeneinander — jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. I Erich war noch tief ergriffen durch- das Wiedersehen mit seinem! Vater .Er hatte bald in dem früh Gealterten ,der an Graf Rüdigers! Seite das Coupe verlassen, den Mann erkannt/ welcher vor sechzehn Jahren im großen Prunk-1 saal des Schlosses Lengefeld ihn und die Mutter! mit leeren Worten abgespeist,i mit Worten/ die sich tief in das Herz des vierzehnjährigen Knaben gegraben und ihn zu dem eisernen, un-1 beugsamen Charakter geschmiedet hatten, der er jetzt war. — — - i ; | Doch in dem ergreifenden Augenblick, ba, der Legationsrat ihm den Vater zuführte, und' jhre Hände ineinander ruhten, ihre Augen­ paare ineinander blickten — in diesem Augen­ blick schwand jede Bitterkeit, die er noch gehabt und wich einem heiligen ,erhabenen Gefühl, dem er durch das Wort "mein Vater" Aus­ druck verlieh. Tränen umschleierten seine Au­ gen, undeutlich nur sah er, wie sein Vater sich- auf Rüdiger stützte, von seinen Gefüh­ len überwältigt— unfähig, ein Wort zu spre­ chen. Ottokar Allwörden schaute nur — er konnte es noch nicht fassen, daß dieser Herrstiche Mensch sein Sohn war, und auch! sein Sohn sein wollte! Welche unverdiente "Gnade sdes Himmels. I Der Legationsrat blieb auf der kleinen Station bis zum nächsten Zuge, der ihn Mei­ ster führen sollte nach Breckewitz, zur Frau Pa,stor Lohfing, um von da die beiden jungen .Mädchen Jüstta und Lori wieder nach- Hause zu holen. Erich hatte ihn in alles eingeweiht, und jetzt war der Augenblick gekommen, da Jutta erfahren durste, wem sie ihr Herz ge- schenkt! Ihre Liebe hatte die Probe bestanden und sollte nun belohnt werden. — — i Das Forsthaus war in Sicht. Erich hemm&gt;te seine Schritte. . "Ta, Vater, ist unser Haus. Gehe hinein! Die Mutter erwartet dich-!" j Er blieb zurück, Diese Stunde gehörte nur. den beiden. Langsam, schiver, wie von einer großen Last gedrückt, näherte sich! Ottokar Allwürden dem Hause. Vor der Türe blieb er plötzlich | gebückt stehen — wie von Furcht erfaßt — dann 1 aber straffte sich seine Gestalt unter einem I schnellen Entschlüsse und er ging hinein. i | (Fortsetzung folgt.) |</p>
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          <p>Sport. Hockey-Wettspiel. Das am Sonntag den 6. Oktober zwischen der 1. Mannschaft des Landshuter Hockey-Klubs und der 1. kombinier­ ten Mannschaft des akademischen Sportklubs Mürechen ausgetragene Retourspiel sah die Landshuter mit 2 :1 siegreich. Halbzeit 1:0. Einer zu Beginn des Spieles sich bemerkbar machenden Verteidigung folgte bald starkes Drängen der Landshuter. Namentlich! das Münchner Tor sah gefährliche und spannende Augenblicke.</p>
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          <p>Druck ii. BerliA 3 8. Rktsch. verantwortliche» 1 «Hrfftleiter g. $. Wagner. Helfe En BantoW 1</p>
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          <p>Bekanntmachung. Die Vrotnnb Mehllibgabepttise Landehut-Stadt betragen des Kommunalverbandes nunmehr: 94% Rosgenmehl und Mrizenmrhl (ge« mischt als Backmehl bezeichnet) 40 MN. der Dztr. 60% Melzenmehl (Kochmehl) 70 MN. der Dztr. Die Preise verstehe» sich brutto für netto ab, Lager. Der KlelnverkaufshöchstpreiS beträgt für das ackmehl 23 üfg., für das Kochmehl 0 Mg. pro Pfund. , Der Höchstpreis für Drot beträgt 23 Pfg., für das Pfund und 6 Pfg» für das Stück Kranken«' brot. Landshnt, de» 7. Oktober 1918. Stadtmagistrat Landshnt. Dr. Herterich. 2779</p>
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          <p>Bekanntmachung. Gegen die abgelieferte Käsemarke Nr. 1 am Mittwoch den 9. Oktober" '/.Pfund Mse abgegeben werden. L a » d s h u t, den 7. Oktober 1918. giaöttxux&amp;ißvat. 7 Dr. Herterich.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Auf der Spitalwiese zwischen Friedhof u. Scheide» mandelfabrtk soll eine wettere HemMen-Anlage errichtet werden. Gemäß Magistralsbeschlusses vom 27. vorig. Mjs. werden Interessenten aufgefordert antrage auf Pachtung von Parzellen binnen 1 Woche beim Stadt­ bauamt Bauhofstraße 6, einzureichen. Lands Hut, den 2. Oktober 1918. Stadtmagiftrat LaudShut. Dr. Herterich.</p>
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          <p>Stellv. Generalkommando 1. Bayer. Armee, korps. Bekanntmachung. Am 1. Oktober 1918 tritt eine Bekanntmachung Nr. W. I. 761/10. 18. st. R. A. betreffend Beschlagnahme von Web«, Trikot-, Wirk-«. Strickgarnen aus Kunstwolle in Kraft. r Die Bekanntmachung ist öffentlich ange­ schlagen und kann bet den K. Bezirksämtern und den Stadtmagistraten, sowie bei den Han­ dels. und Handw«ckskammern eingesehen Wer­ den. I i 7 : , ; München, den 28. September 1918. Der Kommandierende General: v. Martini. 2767</p>
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          <p>K. Stellv. Generalkommando 1. Bayer. Armee­ korps. Bekanntmachung. Am 1. /Oktober 1918 tritt eine NachtragsBekanntmachung Nr. W. M. 57/10. 18 K. R. A. zu der Bekanntmachung Nr. W. M. 57/4. 16 K. R. A. 31. 5. 16 betreffend Bestandserhebung von tierische« und pflanz­ lichen Spinnstoffe« usw. in Rittst. Die Nachtragsbekanntmachung ist öffentlich an­ geschlagen und kann bei den K. Bezirksämtern und Stadtmagtstraten, sowie bei den Handels- und Hand­ werkskammer» eingesehen werden. München, den 28. September 1918. Der Kommandierende General: v. Martini.</p>
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          <p>Stellv. Generalkommando 1. Bayer. Armee­ korps. Anzeige. Am 1. Oktober 1918 tritt eine Anordnung betreffend die ~ BtsMiW« ton KritWtsW«« tu Krast. Die Anordnung kann bei den K. Bezirksämtern und den Magistraten der unmittelbare» Städte einge­ sehen werden. . München, den 28. September 1918. 5 Der Kommandierende General: ! v. Martini. 2766 ”</p>
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          <p>Hosrat Lammaschj und die Siidsiawrn.Hofrat Lammasch, der schon heute als der kom­ mende Ministerpräsident bezeichnet wird, ver­ handelte gestern mit tschechischen und südsla­ wischen Parteiführern. Ein Rede Terndurgs. Ternburg führte in einem Vortrage in Chemnitz aus, einleitend "die umwälzende Aera betonend: Alte über­ lebte Zustände haben uns an den Rand des Ab­ grundes geführt. Wilsons 14 alte und 5 neue Punkte können von Deutschland angenommen werden. Indessen sind wir nur bereit, einen gerechten und keinen demütigenden Frieden an­ zunehmen. Wird uns der nicht gewährt, bleibt uns nichts übrig, als die nationale Verteidi­ gung bis ans bittere Ende . &lt; In einer Kundgebung der Vaterlandspartci heißt es laut Deutscher Ztg.: Tie Teut­ sche Baterlandspartei erblickt in der Verhandlungsgrnndlage, die die Regierung anzunehmen sich bereit erklärt hat, das notivendige Er­ gebnis einer schwachen und ziellosen Leitung seit Beginn des Krieges. Uns aber, und al= t len Gesinnungsgenossen erweckt sie die heiilge 1 Pflicht, mit äußerster Kraft alles zu tun, um das deutsche Volk zur Kenntnis der ihm dro­ henden Gefahren zu bringen und wenn nötig zur höchsten Widerstandskraft anzuspornen. Weberstreik in England. Wie in der Schweiz eingetroffene Meldungen besagen, dau­ ert entgegen anders lautenden englischen Nach­ richten der Streik der Weber in Lancashixe an. In 2000 Spinnereien stehen 59 Millionen Spindeln und 80 000 Webstühle still. DieZahl der Streikenden ist auf über 300 000 ge [stiegen. König Ferdinand vvii Bulgarien wird seinen dauernden Wohnsitz in Koburg neehmen. Es werden bereits alle Vorkehrungen frür sei­ ne Uebersiedelung nach dort getroffen.. Tages-Uebersicht.</p>
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