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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-11-14"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 311</biblScope>
          <date when="1918-11-14">1918-11-14</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Thronverzicht König Ludwigs III.</p>
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          <p>Beschlagnahme des preußischen Kronsideisommißvermögens. — Die Verbrüderung im Westen. Ein Ausruf Hindenburgs. Amerikanische Lebensmittelzufuhr. Thronberzicht König Ludwig III. E.H. München, st2. Nov. Tem Ministerium des,Volksstaates Bayern ging folgende Erklärung zu: Zeit meines Lebens habe ich, mit dem Volke und für das Volk gearbeitet, die Sorge füt das Wohl meines geliebten Bayern war mein höchstes Streben. Nachdem.ich in­ folge der Ereignisse der letzten Tage nicht mehr; in der Lage bin,d ie Regierung weiterzuführenstelle ich, allen Beamten, Offizieren und Sol­ daten die Weiterakbeit unter den gegebenen Verhältnissen frei und entbinde sie des mir geleisteten Treueides. &gt; , Anis,-13. Nov. 1918. Ludwig!. f * Tiefer Kundgebung wurde folgende Ant­ wort erteilt: Ter Ministerrat des Volksstaates Bayern nimmt den ThronverziM Ludwigs IU. zur Kenntnis. Es steht dem ehemaligen Kö­ nig und seiner Familie nichts im Wege, sich wie jeder andere Staatsbürger frei und unange­ tastet in Bayern zu bewegen, sofern er und seine Angehörigen sich, verbürgen, nichts gegen den Bestand des Volksstaates Bayern zu un­ ternehmen. i , Ter Ministerrat des Volksstaates Bayerv: Kurt Eisner, Auech, von Frauendorfer, Jafse, Roßhaupter, Timm, Unterleitner. Stlotz Anis ist ein Besitztum des Grafen Ernst Moy. Es liegt am Nordsuße des Untecsberges, im Krongut Salzburg, in Mitte eines kleinen Sees.</p>
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          <p>holen könnte, wandte sich, das 8 Uhr-Blatt an den Aktionsausschuß des Arbeiter- und Solda­ tenrates und erhielt von diesem in zuvor­ kommender Weise die Zusicherung militärischen Schutzes der Redaktion und des Truckereigebäudes. 1 r ' ' ' Plünderungen ii% Berlin. Berlin, 13. Nov. Zu dem Verbot des Arbeiter- und Soldatenrates betreffend Re­ quisitionen schreibt der Berliner Lokalanzeiger, daß Plünderungen und Raubzüge in den letzten Tagen erfolgten. Besonders im Westen Ber­ lins und in den westlichen Vororten sind in den letzten Wichten Plünderumgen durch bewaff­ nete Banden ausgeführt worden. Eine BolMpwitifnhrcrin in Ticutfchland. Berlin, 12. Nov. Der Telegraphen Union wird aus Zürich, gemeldet, daß die Bolschewikiführerin Balabanowa, die von bett. Schweizer Behörden ausgewiesen wurde, nach Teutschland abgereist ist. i Einfall polnischer Legionäre in Posen. 1 Berlin, 12. Nov. Es liegen, der "Voss. Zeitung" zufolge, verläßliche Nachrichten vordaß sowohl in Oberschchesien. als auch im posenschen Gebiet Legionäre unnd undisziplinierte Verbände eingebrochen sind: und raupend und plündernd Besitz von den Oruschaften ergreifen. Ter Rat der VolksbeauftrAgten hat gemein­ sam mit dem Arbeiter- und Soldaten rat ener­ gische Maßnahmen beraten, um die deutschen Volksgenossen in diesem Gebiet zu beschützen. Aus dem Reiche. Der Aufenthalt des früheren deutsch!:« &gt; Kronprinzen. , ' WTB. Berlin, 12. Nov. Tie Meldung^ dag Id er frühere Kronprinz sich, mit dem Ex­ kaiser nach, Holland begaben happ, i% wie das WTB. meldet, nicht richtig. Ter frühere Kron­ prinz befindet sich, bei den Truppen an der Front. • Gemeinsame Beerdigung der Rcvolutionsovser. Berlin, 13. Nov. Tie Revolutionsopfer Berlins sollen gemeinsam im Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain beerdigt werden. v Anmaßungen der Spärta'kusgirulppv. Berlin, 13. Nov. Gestern Morgen er­ schien bei der Schristleitung des Berliner Ta­ geblattes eine angebli,ch,e Abordnung der Spar­ takusgruppe im Kraftwagen mit den üblichen Maschinengewehren. Sie verlangte Uebergabe der Druckerei und des Papiervorrates zwecks Herausgabe der Roten Fahne. Mit der Mög­ lichkeit rechnend, daß die Spartakusgruppe ihr Verlangen auch, bei anderen Blättern wieder­</p>
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          <p>heute; eine Auslösung gemäß den Bestimmun­ gen der Verfassung ist niijjt erfolgt, kann bei Beseitigung der verfassungsmäßigen Gewalten auch, nicht geschehen. Tie Vertretung der Kam­ mer der Abgeordneten muß daher gegen die ge­ waltsame Störung der Arbeit der gesetzlichen Volksvertretung feierlich, Verwahrung einlegen. Der Zeitpunkt dieser Erklärung ist bedingt durch, technische Schwierigkeiten und Verhält­ nisse, die ni.tit in der Person des Unterfertig­ ten liegen, v. 'Fuchs, Präsident der Kammer der Abgeordneten." i i Tie Fortschrittliche Volkspartci zur Lage. Ter geschäftsführende Ausschuß der Fort­ schrittlichen Volkspartei hat gemeinsam mit den Mitgliedern der Reichstags- und Landtagsfrak­ tion der Partei einen Aufruf erlassen, in dem Protest gegen die WaffensÄlstandsbedingungeu erhoben wird. ®ie innere Neugestaltung solle sich, in wahrhaft demokratischem Sinne ent­ wickeln. Tie Volksregiernng dürfe sich, nun auf eine Volksabstimmung stützen. Aufgabe einer so geschaffenen Volksregiernng sei es, jede wie immer gestaltete Diktatur zu verneinen und ,tn sozialer Hinsicht, speziell' auf dem Gebiete der Kriegshinterblichenen und Kriegsbeschädig­ ten zu sorgen. Tie Kriegsgewinne müssen verfi+färft herangezogen werden, im übrigen müß­ te die Besteuerung nach! dem Gesichtspunkte der Leistungsfähigkeit erfolgen. Aufrechterhal­ tung des Lebens Und Eigentums sei unbedingt nötig, ebenso Sicherstellung der Ernährung.</p>
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          <p>Die Friedensfrage. Tic Frievenskonserenz soll m Bcrsaitt.'s stattfinden. Ter Nieuwe Rotterdamsche Courant mel­ det aus Paris, daß große Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, daß die Friedenskonferenz in Versailles stattfinde. &gt; Englische Absichten aus Krupp. In der "Daily News" schreibt General Maurice, es sei wahrscheinlich!, daß mit der Besetzung von Tüfseldorf, Köln und Mainz wahrscheinlich auch Essen den Engländern über­ lassen werden müsse. 1 Ein Lern»ittlungsgesulch| an den Paipst. Ter Erzbischof von München hat durch die Nuntiatur den hl. Vater gebeten, er» möge sein internationales Ansehen als Papst. mit allem Nachdruck bei Wilson und den anderen Regierungen dahin gellend inaHen, daß dre Blockade ausgehoben und die Zufuhr von Lebensmitteln aus dem Auslande ermöglicht wer­ de, weil andernfalls für unser Volk die Gefahr einer schweren Hungersnot immer näher rückt.</p>
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          <p>Ungarn. Aus Polen. Republik Polen. WTB. Warschau, 12. Nov. Morgens gegen 10 Uhr wurden die öffentlichen Gebäude, worin die deutsche Zivilverwaltung amtiert, von den Delegierten der polnischen Verwaltung mit Beschlag belegt und die Räumlichkeiten ge­ schlossen. Nur die Gebäude der Verlag sverwaltung (Teutsche Warschauer Zeitung) würde nach, einer Besprechung von Mitgliedern des deutschen Soldatenrates mit Pilsudski für den Gebrauch, wieder freigegeben. Aus den Stra­ ßen werden seit den Morgenstunden die deut­ schen Offizierce, Soldaten und Beamten von Polnischen Legionären und Studenten in Ver­ bindung mit dder Bevölkerung entwaffnet. Da­ bei kam es zur mehreren Zwischenfällen. Im allgemeinen ist es hier ziemlich, ruhig. Nur hie und dg fallen auf den Straßen scharfe Schüsie. Tie Mil^z ist jetzt mit Gewehren bewaffnet. Starke Legionärpatrouillen ziehen unaufhör­ lich,'durch die Stadt, wie man sagt, wegen der in Warschau in Erscheinung getretenen bolschewikischen Bewegung. Sin Erlaß des Re­ gentschaftsrates ruft die Vertreter aller Par­ teien zur Bildung einer nationalen Regier­ ung auf. In einem Aufruf des deutschen Soldatenraies wird mitgeteilt, daß die deutschen Soldaten sich, vom Kampfe der polnischen Par• teien völlig fernhalten werden und nur den Wunsch, haben, in ihre Heimat zurückzukehren. Eine englische Abordnung in Warschau. Warschau, 12. Nov. Tie polnischen Be­ hörden berich,ten, daß in Lublin unerwartet eine englische Abordnung eingetroffen ist unb sich, mit dem polnischen Militärkommando . in Verbindung gesetzt hat. Nach, einer mehrstün­ digen Konferenz sind die Engländer, die über die Bukowina gekommen waren, abgereist. Der Rückzug der Armee Mackensen. Wien, 12. Nov. Nach, Budaipester Mel­ dungen bereitet sich, die ungarische Regierung ünter dem Eindruck der scharfen Worte und energisch,en Drohungen des Generals Franchet gegen den Bolschewismus zu schärferem Vor­ gehen gegen die in Ungarn herrschende Anar­ chie vor. Ter neue ungarische Kriegsminister Nikolaus Bartha bereitet militärische Maß­ regeln gegen die Anarchie und gleichzeitig ge­ gen den Einbruch der Tschechen und Serben vor. Mackensens Armee aus Rumänien ist bereits auf dem Marsche. Ueber Kronstadt sind 20 000 Mann, über Hermannstadt 35 000 Mann, über Orsova 10 000 Mann und über den Szurdukpaß sind 4000 Mann marschiert. Tie aus Serbien zurückkehrenden deutschen Truppen haben gegen "bie nachdrängenden Ser­ ben die Eisenbahn aufgerissen. Ueöerdias hat General Fraivtet die aus Serbien in Ungarn eingetroffenen Truppen zurückkommandiert. Tie Armee Mackensens soll auf ihrem Rückzug bis­ her keinen Widerstand gefunden haben.</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. Holland und Rußland. 1 ! Tie holländische Regierung hat an die rus­ sische Regierung das Ersuchen gerichtet, ihrer Gesandtschaft in Moskau einen Zug zur Verfü­ gung zu stellen, damit diese Rußland verlassen könne. Ursache zu dieser Maßnahme ist angeb­ lich, das Vorgehen der russischen Regierung ge­ genüber dem holländischen Gesandten, der da­ durch an der Ausübung seiner Geschäfte behin| dert würde. i ' ,</p>
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          <p>Aus Rußland. Trotzki zurückgetreten. ” Helsingfors, 12. Nov. Trvtzki ist nach, * Petersburger Meldungen als Kriegsminister zui rückgetreten und durch, Tnkljaski ersetzt worden..</p>
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          <p>England. Ein britiMss Kriegsschiff versenkt. WTB. L v n d v n, 12. Nov. (Reuter.) Tie Admiralität berichtet, daß das britische Kriegs­ schiff "Britania" am 9. Nov,. in der östlichen Mnfahrt an der Meerenge von Gibraltar tor­ pediert und versenkt wurde. 39 Offiziere und 673 Mann wurden gerettet, 40 Personen sind ertrunken. , !</p>
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          <p>Aus Amerika. Die Ausnahme der Waffenstillftandsannahme in Newyort. Haag, 12. Nov. Aus Newhork wird ge­ meldet: Tie Annahme der Wassenstillstands­ bedingungen wurde hier etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang bekannt. Tiefes Bekannt­ werden löste eine ungeheure Stimmung aus. Tie Freiheitsstatue, die während des ganzen Krieges im Dunkeln lag, wurde beeluchtet und Sirenenklänge kündeten dem Bürger an, daß etwas außerordentli, ches sich zugetragen habe. Tie Straßen Belebten sich, mit frohen Menschen^ die alle die erfreuliche Tatsache besprachest. In den Kirchen stürben noch am gleichen Abend Gottesdienste abgehalten. Wilson will «4^1 Europa kommen. Ein Pariser Telegramm bestätigt aus Grundlage einer Londoner Information der "Evening Sun", daß Wilson zu den Friedens­ verhandlungen persönlich nach Europa kommen werde. ( &lt; 1 !</p>
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          <p>wucherischer Preise 'künftig mit dem Tode be­ strast werde. i ! ! i ' !</p>
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          <p>' Z«er Wert -er Wjasv. Wolle wird auf lange Zeit hinaus einer der teuersten Artikel in Deutschland Bleiben, und das Schaf muß unter allen Umständen für die Wollerzeugung gehalten werden; seine Verwertung als Fleische tier hat zurückzutreten.. Seit Jahresfrist ist, 1 eine unendliche Menge Schafe aus den Groß- 1 betrieben in mittlere und kleinere Betriebe abgewandert. Das ist an sich kein Fehler/ wenn die Großbetriebe durch verstärkte Auszucht die eigenen Bestände baldigst wieder auf-' füllen, und wenn in den kleinen und mitte ( leren Betrieben eine planmäßige S,t,äferei eingerschtet wird und die entfallende Wolle vor-! schriftsmäßig zur.Ablieferung gelangt. Es be-, steht nun aber die große Gefahr, daß in Erp)' mangelung von Hausschlachtschweinen und we-j gen Fehlens der Kataster im Lande in den nächte sten Monaten tausende von Schafen entweder! mit oder ohne Erlaubnis abgeschlachtet wer-! den. Ten zuständigen 'Behörden kann nicht! dringend genug geraten werden, mit der Schlachterlaübnis der Schafe so sparstun als. nur irgend möglich zu sein und die volle An­ rechnung aus die Fleischkarte, gerade bei Scha­ fen, zu verlangen. Ferner muß das Vorhan­ densein der .Schgse periodisch durch Stichprv-s ben na chgeprüft werden. Würde in dieser Be-, ziehung nichts geschehen, so werden wir mit ; Strecken im nächsten Frühjahr bei der Vieh-! zählung den gewaltigen Absturz erfahren, und■ es wird bei der an und für sich langsamen' Vermehrung derSchafe nicht möglich sein, die-! fett Ausfall wieder einzuholen. Wenn das! Schaf jetzt, nachdem die Schweinebestände rui-! niert sind, ebensälls dem Untergange geweiht^ wird, so wird neben dem Ausfall der kostbaren, Wolle mtlt; die Tungkrajt des Bodens schwer beeinträchtigt werden. l Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Unter dem Vorsitz des KreiKanwasttS 88R. Pausinger fand am Dienstag in Himdshut nach, vorhergegangenem Gottesdienst in der Se­ bastianskirche für die verstorbenen Vereinsmit­ glieder die diesjährige, unter Berücksichtigung der schwierigen Abkommens- und Verkehrsverhältnisse sehr gut besuchte Kreisverbmndsversammlung der laudw. Genossenschjaft en Niederbaherns der Münchper Organisationr statt. | Nach, Erledigung des rein geschäftlichen Teils, aus dem hervorgehoben werden will, daß anfangs dieses Jahres dem Kreiswerbande ■336 Genossenschjaften Mit 30000 Mitgliedern angehörten, die 1917 einen Umsatz Won 330 Millionen Mark erzielten und dabei sich, mit '.einem Gewinn von 400 000 Mark begnügten, ermahnte der Vorsitzende und der Regierungs-, werkreter in eindringlichen Worten, die Ab-' lieferungspslscht restlos zu erfüllen utnb damit' dem christlichen Gebot der Nächstenliebe Rechte Inung. zu tragen. . "" ' ' | ; | I Ein Referat behandelte die Anpa ssung der ^Darlehenskassenvereine und ihrer 3einträte an ■die Anforderungen der Zeit vom wirtschastli-! chen Gesichtspunkte aus. ij Ten politischen Zeitverhältnissem wurde' durch, folgende einstimmig angenommene 9te=| solution Rechnung getragen, die dem neuen 1 -Ministerium unterbreitet wird: ; i j "Tie heute in Landshut versammelten Ver­ treter der niederbayerisichpn landwirtschaftlichen! .Genossenschaften werden allen ihrem Einfluß! 'aufbieten, daß das slachje Land Arbwits- und! .Lieferpflicht bis aufs Letzte erfüllt. I Sie erwarten aber, daß durch, baldige Wahl.! einer Volksvertretung auch, der Wille der Land-! bevölkerung zum Ausdruck kommen kann und! mit ihr die Volksstaatsverfassung llegal feste* 'gelegt wird." &lt; ■ ; Handel und Verkehr. Lanvslhiut, 8. November. (Viktualienmarkt.) Ter Heutige Viktualienmarkt war sehr schwach, bestellt. 15 geputzte Gänse mit Jitng per Psd. 3.60 Mark, ohne Jung 4.25 Mark waren schnell vergriffen, Kaninchen ca. 60—80 Stck. fanden weniger schnelle Abnahme, dagegen wa­ ren ca. 20 Körbe Aepsel, 15—50 Psg. per Pfd., waren schnell vergriffen. Weißkraut 30 Wa­ gen, 100 Köpfe je nach Größe 25—30 Mark, per Pentner 6—8 Mark; Ateißrüben 8 Wagen und mehrere kleinere Wagen diverse Gemüse zu den Höchstpreisen, ebenso mehvere Körbe Zwiebeln, wenig eßbare Schwämme und einzelne Gebrauchsgegenflände war alles, was den Mstrkt bald beendete. t « r I f Die landwirtschaftl. Genossenschaften Niederbayerns zur Lage.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. * Velden a. 'B., 12. Nov. (Ertrunken) Ge-! stern vormittags wollte der 2 Jahre alte Kna-! Be Georg des Müllers Josef Waldmger in der' benachbarten Bachmühle zu seinem Bcater gehen? der in der Säge beschäftigt war. 'Tas Kind, mußte auf einem schmalen Steg die i neben dem' elterlichen Anwesen vorbeifließende ?Vil«s über-, queren. Es stürzte hierbei in den Bach, und ertrank. Kurze Zeit davauf fand der Vstter das. Kind am Mühlrechen als Leiche. ) Passau, 12. Nov. (Sicherheitsmaßnah- ) men.) Ter Stadtmagistrat hat im Einverneh­ men mit dem Arbeiter-' und Soldatenrat zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit beschlossen, daß der Ausschank von Wein und sonstigen alkoholischen Getränken bis auf wer- teres verboten wird und daß jugendlichen Per­ sonen beiderlei Geschlechts ab 5 Uhr ajbjmbS der Besuch, von Mrtschaften und Auskochge­ schäften, sowie das Herumstreunen verboten ist.</p>
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          <p>—* Feldlpostsendungen jeder Art nach | der Westfront werden dorVufig nicht mehr an­ genommen. Noch! aufgelieferte Sendungen iverden an die Absender zurückgegeben. ! i i —* In den Kro nlprinzlichts!pielen erregt der erste Film der Maria Fein-Serie, das Gesellschaftsdrama "Edeltvild", das lebhafteste Interesse aller Besnier. Tas Lustspiel "Dich­ ter i;t der Not" und Naturaufnahmen ergänzen das Programm, das nur noit bis morgen zur Vorführung gelangt. I 1 —* Vortragsabend Theo Kasuar. Ter infolge der politischen Ereignisse ausge­ fallene literarisch^ Abend findet nunmehr be­ stimmt morgen Freitag, den 15. November abends 8 Uhr im Bernlochnersaal statt. Zum Vortrage gelangt das religiöse Trflmia "Ter König der Juden". Es fei nochmals darauf hingewiesen, daß das Trama in rein -christli­ chem Sinne gehalten ist. ' —* Das Konzert des Violinvirtuosen Hermann Friedrich, Gothe muß auf unbestimm­ te Zeit verschoben werden. 5 —* Für Bruchleidende. Im Interesse der vielen Bruchleidenden sei an dieser Stelle nochmals ganz besonders auf das Inserat des Herrn Ph. Steuer Sohn in heutiger Nummer hingewiesen. - , 1 i ■ &gt; &gt; - - ! ■ —*Del aus Bu checkern. Die ganz außer Uebung gekommene Oelgewinnung aus Bucheneckern ist jetzt wieder an vielen Orten aufgenommen worden. Die beste Zeit zum Sammeln der Bucheckern ist Ende Oktober und Anfang November, wenn einige starke Nachtfröste eingetreten sind, welche die Bucheckern zum Abfallen bringen. Beim Sammeln ist darauf zu achten, daß nur gute Samen ohne Fruchtfächer genommen werden. Wurmstichige und taube Samen sind nicht verwendbar. Nach dem Trocknen sind die Bucheckern zu enthülsen, weil sie im enthülsten Zu­ stand bedeutend mehr Del ergeben. Das Enthülsen geschieht in der Mühle, oder, wenn es sich um kleine Mengen handelt, dadurch, daß die Bucheckern bei mäßiger Hitze auf dem Ofen getrocknet und dann leicht mit Wasser besprengt werden. Die Hülsen springen dann auf und können leicht entfernt werden. Die Buchenkerne werden gemahlen und unter bestän­ digem Rühren zu einem Brei erhitzt, der Brei ist mit Wasser schwach zu spritzen, weil dieser Vorgang öltreibend wirkt. Hierauf wird der Oelbrei in ein Tuch gewickelt und gepreßt. Ein Kilogramm Buch­ eckern ergibt 0,10—0,20 Liter Del, die OelauSbeute ist nämlich von der Reinheit und dem TrocknungSgrade des Oelgutes und nicht in letzter Linie von der Geschicklichkeit des Oelers abhängig. Der Oelkuchen, der nach dem Pressen als Rückstand verbleibt, kann an das Vieh verfüttert werden. Das Bucheckerö! selbst ist gelblich und fließt dick. Es hat eine Gärung bis zu zwanzig Tagen durchzumachen, während der es sich klärt und das trübe Del sich am Boden des Gefäßes niederläßt. Wie die Erfahrung lehrt, ist der Oelgehalt der Bucheckern in trockenen Jahren größer als in feuchten Jahren.</p>
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          <p>Tam Erichs beflügelte feine Schritte, sein Herz begann plötzlich zu klopfen. "Tam, Tam", beschwtchtete er sich selber "du hast wohl den Taterich", aber er ging noch eiliger, und im nächsten Augen­ blick stand er atemlos vor Jnken Boolje, dis erschreckt zu ihm aufsah. In Hast erhob, sie sich, ergriff nach dem weißen Helgoländer, der im Sand lag, und zog ihn über die blonden Flechten. Tam Erichs lüftete grüßend feinen Panama. "Das nenne ich Glück haben, mein Freulitn", sagte er artig; denn die Tatsache, daß Jnken nicht die Landestracht, sondern ein hellblaues Leinenkleid trug, daß sie wie eine Dame erscheinen ließ, wandelte seinen Ton, "da sind wir nun die allernächsten Nachbarn, und doch müssen wir stundenlang gehen, um einander zu begegnen." Jnken stand unschlüssig und verlegen. "Ich wollte das Meer sehen", stotterte sie wie zur Ent­ schuldigung. "Ich auch, gab Tam Erichs nicht ohne Selbstironie zurück, dann aber lachte er leise auf. "Me gütig ist das Schicksal, daß ich nun nicht allein nach Keitum zurück muß." Die grauen Augen des Mädchens wurden kühl und abweisend. Sie wandte sich kurz und ging durch den hohen Sand den schmalen Pfad hinab, der hernieder nach Westerland führte. Sie sprach kein Wort, aber ihr ganzes Wesen war ein Protest gegen den Mann, der so selbst verständlich, als ge­ höre er zu ihr, ihr auf dem Fuße folgte. Srin Auge labte sich an den kraftvoll graziösen Bewegungeu der prachtvollen Gestalt, die so leicht, so stolz und sicher vor ihm hinschritt. Sie verstand es aber besser, in dem weichen Dünensand vorwärts zu kommen als er, der Neuling in dieser Welt war, und so kam es denn, als sie die Strandstraße von Westerland erreicht hatten, ein ganzes Stück Weges voraus war. Das sah ja fast au» wle Flucht! Und er als Verfolger? ..Tam Erichs, du bist verrückt', sprach er zu sich selbst. Erst hast du not, von einer schönen Frau loszukommen, und dann läufst du wle ein feuriger Jüngling einem hübschen Friesenmädchen nach. Pfui, Tam, schäme dich!" Tam Erichs stand wieder an Jnkens Seite, die ihren großen Strauß silbergrauer Stranddistel», den sie bisher getragen, ohne daß er Gelegenheit gefunhätte, ihn ihr abzunehmen, wie zum Schutze empor­ hob. Die einfach abwehrende Haltung des Mädchen» entwaffnete den Doktor vollständig. Er zog noch einmal seinen Hut und sagte: Sie haben nicht zu fürchten, mein Freulein, daß ich Ihnen gegen Ihren Willen meine Gesellschaft aufdrängen will. Da ich aber annehme, daß Sie noch heute nach Keitum zurück wollen und der Abend nicht mehr fern ist, so hielt ich es für meine Pflicht, eine sehr angenehm« Pflicht, Ihne» meine Begleitung anzubieten. Beschien Sie, daß ich Sie verlasse, so soll es sofort geschehen. Ich möchte Sie jedoch herzlich bitten, mir zu erlauben, mit Ihnen den Heimweg zu machen, da ich Sie gern etwas Wichtiges fragen möchte." "Ich wüßte nicht, Herr, was Ihr mir zu sagen hättet. Ihr wißt, daß es zwischen Helhoog und Düshoog keine Gemeinsamkeit gibt," Tam Eaichs lächelte und behauptete seinen Platz an JnkenS Sette, die langsam die noch ziemlich belebte Straße entlang schritt. "Eben weil ich das weiß, möchte ich Sie fragen, mein Fräulein, ob Sie und ich, also wir beide, uns nicht zusammentun wollen, das Gespenst, das den Düshoog vom Helhoog trennt, zu bahnen?" Die grauen Mädchenaugen blickten den Arzt fast erschrocken an. "Nein, Herr, das ist ein nutzlo­ ses Bemühen." Es klang fast wie ein Seufzen." Sie bogen jetzt in die stillere, alte Dorfstraße von Westerland ein. Die Dächer der Friesenhöfe schillerten wie grauer Samt und die roten Ziegel glänzten in der versinkenden Sonne. Still war es auf der Straße. Feierabend. Glockentlang schwebte von der roten Backstetnkirche am Ende des Dorfes, dicht an der Heids, hernieder. ! i I : i (Fortsetzung folgt.) ! ; I \j</p>
        </div>
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          <p>lebhaften Dankbarkeit. Obgleich wir schon Gelegen­ heit halten, die Gefälligkeit der deutsche» Militär­ ärzte zu würdigen, so müssen wir doch Ihnen gegen­ über noch größere Hochachtung empfinden, nicht nur für den Berus des Arztes, sondern auch für das Heer und Volk, dem Sie angehören." Dies Zeug­ nis ist die richtige Antwort auf die Verleumdungen, wie sie jüngst wieder Camille Mauclair gegen die deut­ schen Militärärzte vorgebracht hat. Fischbrot in Norwegen. Brot ist jetzt überall in Europa knapp, und in allen Ländern sucht man nach Streckungsmttteln, Auf einen Ausweg der sich gut bewähren soll, sind die Norweger gekommen, wie aus Christiania berichtewird. Man verkauft jetzt dort ein neues Brot, das zu 20 0 /° aus Fischen und 8O 0 / 0 aus Mehl besteht. Die Fische, die es ja in Norwegen noch verhältnist mäßig zahlreich gibt, werden sauber gewaschen, gekocht fein gewiegt, bis eine Art Mus entsteht. Dieses wird mit dem Mehl vermischt und im Ofen wie das gewöhnliche Brot gebacken. Das Brot soll "außer­ ordentlich wohlschmeckend sein: es wird in Brotlaiben zu 810 gr und zum gewöhnlichen Brolprets verkauft. "Der Vorteil dieses Brotes," schreibt der Norake Jnteltgensenler, "besteht darin, daß man dies neue Brot bereizts für 12 Abschnitte der Brotkarte erhält während man das gewöhnliche Brot 14 Abschnitt, hingeben muß." Eine "Lnftambnlanz Die Parisex Blätter berichten mit großer Genugtuung von einer "Luftambulnnz", die die letzte Neuheit in der Fliegerschule von Lovefield in Texas sein soll. Es handelt sich darum, daß ein Flugzeug, das von einem geschickten Führer gesteuert wird, mit einem Artzt, der mit allen Erfordernissen zur Ausübung seines Berufs ausgerüstet ist, aufsteigt, wenn die Flugschüler Probe­ slüge unternehmen. Mit guten Gläsern ausgerüstet, beobachtet die Lustambulanz den Flug des Anfängers, und wenn dieser etwa plötzlich unfreiwillig zur Erde hinabsaust, so geht auch das Hilfsflugzeug hinab und landet unmitelbar in seiner Nähe, sodaß der Artz,, falls seine Kunst nötig geworden sein sollte, sofort zur Stelle ist. Durch diese schnelle Behandlung der Verwundeten sollen bereits etue Anzahl Flugschüler gerettet worden sein . . . Die französischen Blätter erzählen dies als eine "wunderbare Leistung der Organisation", Nur L'Oeuore ist skeptisch und fragt, ob der Artz nicht auch sein Organisationstalent praktischer beweisen könnte, wenn er ruhig auf der Erze bliebe und seiue etweigen Kunden dort erwartete. Und wenn nun einmal die "Luftambulanz" aus der Höhe herabstürtz, werden dann auch die Flieger herunter­ kommen um den Artz zu pflegen ? Vermischtes. Unsere Soldaten als Retter feindlicher Landeseinwohner. Eine Liste von Rettungstalen unserer Soldaten, die mit der Rettungsmedaille belohnt wurden, ent­ hält sieben bemerkenswerte Fälle in denen die Geret­ teten nicht Kameraden und Landsleute, sondern Angehörige der feindlichen Nationen waren—größten­ teils aus den besetzten Gebieten. Belgier, Franzosen, meist Kinder—und die Retter Soldaten aller Grade, vom Oberstabsarzt bis zum Armierungssoldaten. Unter den heutigen Ereignissen sind dies nur schlichte, unauffällige Begebenheiten, die aber beredter Zeug­ nis dafür ablegen, wie der deutsche Soldat es im vierten Krbegsjahr nicht verlernt hat, im Feinde den Mitmenschen zu achten, wie reines Menschheitsempftnden so stiark und ungetrübt in ihm erhalten blieb, daß er sein eigenes, vielbedrohtes Lebe» noch freudig aufs Spiel fetzt, wenn es gilt, einen Menschenbruder vor dem Tode zu bewahren. Wer Befürchtungen über die verrohenden Einflüsse des Krieges hegt mug dies zur Kenntnis nehmen. Deutsches Platin. Bis jetzt kam kein deutsches Platin auf den Markt. Das lag aber nicht etwa daran, daß dieses Metall in Deutschland überhaupt fehlt, es waren vielmehr dort, wo es auftritt, nur ganz geringe Mengen vorhaben, für die man bis vor kurzen keine lohnende Methode der Gewinnung kannte Nun hat, wie die Umschau berichtet, Bergingeneur Karl Schrei­ ber ein Aufbereitungsverfahren ausgearbeitet, mit dessen Hilfe es gelingt, auch aus Gesteinen, die einen nur ganz geringen Platingehalt aufweisen, das wert­ volle Metall zu gewinne». Die kristallinnen Ton­ schiefer und die Quarzlager des Sauerlandes sowie die vulkanischen Gesteine des hohen Westerwaldes führen außer Silber und Gold auch Platin, und zwar bis zu 22 Gramm in der Tonne, so in den Gruben von Wenden. Nach dem Schretberschen Verfahren wären diese Gesteine noch durchaus ab­ bauwürdig. Durch dis lohnende GewinnungSmethsde könnten also die an sich sehr geringen Mengen Platin, die in Deutschland vorkommen, reichlicher ausgenützt werden. , Ein framzöstscher Brief an einen deutschen Arzt. Die "Cazette des Ardennes" veröffentlicht fol­ genden Brief eines französischen GemetnderateS, der in einem Ort des besetzten Gebietes Maire ist: "Hauleville, 5. D. Herrn Dr. Wannenwetsch, Ober­ arzt der Feldrekcutendepots: Vor Ihrer Abreise erlauben Sie mir, Ihnen den ausrtchtigre» Dank meiner Gemeindemitglieder auszusprechen für die Sorge, die Sie uns mit unermüdlichem Eifer in dieser Zeit des Elends und der Seuchen in Abwesenheit des Zivilarztes gewidmet haben. Jederzeit haben Sie gütig unsere vielen Kranken betreut und alle Familien beruhigt. Keiner Ihrer Patienten ist gestorben... Dagegen haben folgende gefährlich Krankgewescne Ihnen Gesundheit und Leben zu danken. (Folgen 13 Namen.) Da Sie kein Honorar annehmen, so I nehmen Sie wenigstens das schriftliche Zeugnis unserer</p>
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          <p>lionen hilfloser,Menschen m Anarchie und Hun­ ger zurück. - i Englische Ansichten. , Amsterdam, 12. Nov. (Reuter.) "Evening Standard" schreibt: Wir haben keine Ge»^ fühle der Rachsucht gegen das neue Teutsch- I land. Wir hoffen, daß es ihm gelingen wird, das Andenken an die Schlechtigkeiten des ge­ stürzten Deutschlands zu verwischen. Wer das neue Teutschchand muß für die Verbrechen des alten in denkbar weitestem Sinne Genugtuung leisten .— "Star" versteigt sich! zu dem Ausspruch!, die Well sei, erstaunt über die Milden Großmut und Ritterlichkeit der Waffensttllstandsbedingungen. In diesen "Garantien" fin­ det sich, keine «Spur von Rachsucht. Schweizer Maßnahmen gegen die ; Revolution. Bern, 12. Nov. Eines der leitenden Schweizer sozialdemokratischen Blätter, die "Berner Wacht" ist von einem Bataillon In­ fanterie besetzt und stillgelegt worden. ' Branting für uns. , | Stockholm, 12. Nov. Laut "Sozial­ demokraten" hat Branting das Telegramm der deutschen Sozialdemokratie an ihn an Henderson, «Satin, Vanderfield unter Hinzufügung einer zustimmenden Erklärung weitergegeben. Ententekonsercnz Wer die Friedensfragen. Rotterdam, 13. Nov. Wie der Pariser Berichterstatter des "Nieuwen. Rotterdamschen Courant" berichtet, werden die Ministerprä­ sidenten der Alliierten binnen kurzem in Ver­ sailles zusammentreten, ym die verschiedenen Friedensfragen zu besprechen. ~ Beamten-Parlament. Zu der von Prof. Tr. Baumann einberufenen Versammlung« zur Gründung eines Bürgerrates teilt der "Bayer. Beamten- und Lehrerbund" mit, daß die Bil­ dung eines eigenen Beamtenrates (Beamten­ parlament) bereits in die Wege geleitet und vom Staatsminister des Aeußern anerkannt worden ist. Tas Beamtenparlament wird in Zukunft im Odeonssaal zu München tagen; die Zusammensetzung des .Parlaments wird sich, aus der Wahl der für die Geschästsabteilungen der gesamten Staatsverwaltung uyd der Staats­ betriebe zu errichtenden Beamtenräte ergesben. Tie unmittelbare Beziehung des Beamtenparla­ ments zur Staatsregierung ist bereits sichergestellt. Tie Umbildung des Bayer. Beamtenund Lehrerbundes zu einer vollständig neuzeit­ lichen Beamtenvertretung ist in die Wege ge­ leitet. Es ist demnach, zu empfehlen, daß die Beamten sich, nicht nach anderer Richtung fest­ legen. Letzte Posten. Aufruf Hindenburgs. i 1 MünHen, 12. Nov. Bei der Funk­ station München wurde folgender Funkspruch aufgefangen: Funkspruch, 1 Uhr mittags. Funk­ sprach, an alle, besonders an die Heeresgruppe Mackensen. Ich, stehe nach wie vor an der Spitze der Obersten Heeresleitung, um die Truppen in Ordnung gefestigt in die Heimat zurückzuführen. Ich, erwarte, daß alle Kom­ mandos, Behörden, Offiziere, Unteroffiziere u. Mannschaften auch weiterhin ihre Pflicht tun. Ties ist allen Truppen bekannt zu geben. &gt; Dez.: von Hindenburg. , Site Besetzung des linken Rheinnfers. WTB. Berlin, 12. November. (Amtlich.) Aus den linksrheinischen Landesteilen wird ge­ meldet, daß die Bevölkerung durch, Gerüchte beunruhigt wird, denen zufolge die Alliierten beabsichtigen, bei der Besetzung dieser Gebiete die wehrpflichtige deutsche Bevölkerung zu in­ ternieren. Tem gegenüber sei. festgestellt, daß diese Befürchtung gänzlich haltlos ist. Auf Seite der Entente bestehen für eine solche Maß­ regel nicht die geringsten Gründe. Ser Kronprinz in Holland. Haag, 12. Nov. Hollands Nieuwe Büro berichtet, daß der ehemalige deutsche Kron­ prinz in Maastricht eingetroffen sei und sich an die Königin gewendet habe, ihm ein ein­ sames Häuschen anzuweisen, in dem er die Gastfreundschaft Hollands genießen könne. Nachrichten von der Grenze besagen, daß der Kronprinz in VrKnhosen interniert wurde. ; Weitere Thronverzichie. Meiningen, 12. Nov. Nachdem 40 Sol­ daten am 10. November sn das Sch.loß ein­ gedrungen waren und den Herzog aufgefordert hatten, dem Throne zu entsagen, unterschirieb dieser ein ihm vorgelegtes Schriftstück und füg­ te der Unterschrift hinzu: "Gott segne das Land Meiningen." Tie Soldaten ließen den zufällig anwesenden Prinzen Ernst rufen und verlangten auch von ihm, daß ex dem Thron entsage. Als er sich, weigerte, wollten die Sol­ daten den Prinzen verhaften; doch, gelang es dem Zureden eines Flügeladjutanten, sie da­ von abzubringen. Darauf entfernten sich, die Soldaten. Sie Berb-rü-errrrig im Westen. Paderborn, 12. Nov. Ter Arbeiter­ und Soldatenrat meldet: Tie Besatzungen der heute nachmittags 1 Uhr 30 Min. von der Front in die Heimat zurückgekehrten Flugzeu­ ge melden, daß in den sranzösischjen Schützen­ gräben von der belgischen Grenze bis Mons die rote Fahne gehißt ist und daß die Teutschen Truppen sich! mit den Franzosen verbrüdert haben, i-, AbsiWen auf Helgoland Berlin, 13. Nov. Ter deutschen Wafsenstillstandsdelegation ist- ein Zusatz zu dem Vertrage zugegangen, in welchem "mit Rück­ sicht auf die neuen Ereignisse" den. Bedingun­ gen des Waffenstillstandes ein Passus hinzuge­ fügt wird des Inhalts, daßj, falls diie näher be­ zeichneten Fahrzeuge nicht in den bezeichneten Fristen übergeben werden sollten, die Regier­ ung der Verbündeten und der Vereinigten Staaten das Recht haben, Helgoland' zu besetzen, um ihre Uebergabe zu sichern. Tie Frist für die Uebergabe Iber zahlrei­ chen Schiffe läuft am 18. ds. Mts. ab, ist also außerordentlich kurz, sodaß es mach Lage der TinAe Ausgeschlossen Erscheint, die Schiffe bis dahin abzugeben, zumal auch, bei. den Mann­ schaften infolge der Drohungen gegten die deut­ sche Marine, besonders die Untersetibootswannschasten, Befürchtungen eingetretem sind, daß | sie in den Händen unserer Feinde nicht so bes handelt werden dürften, wie sie nach, einem | vierjährigen hart durchgesochtenen Kriege zu ' erwarten berechtigt sind. Teutsche Kriegsschiffe für die «Entente. Berlin, 13. Nov. Folgende «Schiffe müs­ sen u. a. abgeliefert werden: Bachern, König/ Großer Kurfürst, Kronprinz Wilh-elm, König Albert, Kaisen, Kaiserin Hin'denbiurg, Terfslinger, Von der Tann, Tresden, Molt'ke, Frank­ furt, Wiesbaden, Emden, Königsberrg. Sie sol­ len bestimmungsgemäß o|ml 18. Movember, 5 Uhr vormittags, mit vermindertem Munition und Besatzung abfahren. Ter "Bercliner Lokal­ anzeiger" bemerkt dazu, daß sich,, unter den Schiffsnamen solche befinden, dom denen be­ kannt ist, daß ihre Träger schon seit langer Zeit gesunken sind. Es dürfte sich, also um Neubauten für die gesunkenen Schiffe handeln. Beschlagnahme des preußischen Krons Vermögens. Berlin, 12. Nov. Tue preußische Re­ gierung erläßt folgende Bekanntnnachung be­ treffend die Beschlagnahme des l| preußischen Kronfideikommißvermögens: SämtMche zu ihm gehörige Gegenstände werden hiedurrch mit Be­ schlag belegt. Tie Verwaltung wirid dem preu­ ßischen Finanzministerium übertragen. Tas nicht zu dem Kronfiderkommißvermögen gehö­ rige, im Sondereigentum des Königs und her kgl. Familie stehende Vermögen wird hiedurch nicht berührt. , . * i Ein freies Hannover. ' ' Berl in, 13. Nov. Tie deutsch-hannover­ sche Reichstagsfraktion erläßt an alle Han­ noveraner einen Aufruf, in dem sie "im freien Teutschland ein freies Hannover" fordern. Un­ ter den gleichberechtigten deutschen Bundes­ staaten muß auch, Hannover die ihm gebührende Stellung einnehmen, i 1 | • Sie Gpartakusgrrlppe wird selbständig. Berlin, 12. Nov. Tie Spartakusgrup­ pe, die bisher der unabhängigen sozialdemo­ kratischen Partei angehörte, beabsichttgt, sich in einer öffentlichen Versammlung, die am Don­ nerstag, den 14. ds., in den Sofiensälen in Berlin stattfindet, als selbständige polljischp Partei zu konstituieren. Vermutlich, werden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg als Red­ ner auftreten. ' , Amerikanische Lebensmittelzufuhr. 1 Washington, 12. Nov. (Reuter.) Hoover ermahnte die Amerikaner zu weiterer Spar­ samkeit im Gebrauche von Weizen und Fetten, um die Lebensmittelversorgung Europas zu erleichtern. Zu diesem Zwecke müsse Nord­ amerika 20 Millionen Tonnen Lebensmittel gegen ein normales »Quantum von 6 Millionen liefern. Er schilderte die Hungersnot in eini­ gen europäischen ständen, deren Behebung auch die Kraft Amerikas übersteige. @r erklärte, eine Gruppe von Hasardspielern, die sie ver­ schuldet, fei jetzt feige geflohen And ließ Mh-</p>
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          <p>Oesterreich. Putsch« t« Wien. Berlin, 13. November. Ter Wiener Korrespondent der Morhenpost berichtet: Um halb 5 Uhr stürmten Rotgardisten und Arbeiter das Parlament mit Gewehrschüssen. Fenster und Türen wurden zertrümmert. Tie Rotgar­ disten drangen in die Halle und feuerten blind­ lings scharfe Schüsse.in die einzelnen Gänge hinein. Sie drangen "schließlich bis zum Her­ renhaussaale vor, wo sich, die deutsch-österrei­ chische Nationalversammlung zur Beratung zu­ sammengefunden hatte und trieb diese aus­ einander. Im Augenblick, als ich, int Zimmer des Präsidenten das Telesvnat aufgab, Wa­ ren die Es äffe verstummt. Tie Rotgardisten wurden ausgehalten. -Es ist wieder Ruhe ein­ getreten. Tie Zahl der Opfer ist nicht bekannt. Tas Parlament ist von tausenden von Men­ schen umringt. ' Anschluß Fiumes an Italien. Lugano, 12. Nov. Tie Stadt Fiume teilte den Ententemächten mit, daß sie ihren Anschluß an Italien vollzogen habe. Das neue SüdslawenreWr Haag, 12. Nov. Aus Paris wird gemel­ det: Emutag morgens haben Vertreter der ser­ bischen Regierung und des Nattonalrates von Zagreb (Agram) ein Dokument unterzeichnet, das die Gründung des freien Staates der Ser- ben, Kroaten und Slowenen bestätigt. Der neue Staat wird 12 Millionen Bewohner ha­ ben. / ' p |</p>
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          <p>Meusck,önau (2. Stelle); zu Schulverwesern die Hilfslehrer Johann Gierl toon Wildenranna, zurzeit im Heere, in Labecweinting, Marian iSpitzenberger von Prehing in Edenstetten; ver­ setzt auf Ansuchen: der .Hauptlehrer Joseph Gras von Leibersdorf nach; Oberlindhart, die Volksschjullehrer Ludwig Pfeifer von Loitzendorf, zurzeit im Heere, nach Hohenau, Lud­ wig Huber von Aschpllshausen nach Rotkhalmünster (2. Stelle); berufen: als Hilfslehrer, der Schulamtsbewerber Hugo Thhrvff Von Ortenburg, zurzeit im Heerei nach; Wildenranna; als Hilfslehrerinnen Die Schulamtsbewerberin­ nen Julian« Kreul von Straubing nach, Lang­ furth, Maria Leipold von Vilshofen nach,Kumreut, Karolina Renner von Landshut nach, Niederumelsdors; snt lassen aus Ansuchen die Schulverweserin Anna Wolf von Niederumelsdorf, die Hilfslehrerinnen Paula Koller von Kumreut, Amalie Wieland von Hirschhorn^wie­ derangestellt: der im zeitlichen Ruhestand 6e= fhtto%:r&lt;e Hilfslehrer Karl Jakob, vormals in Seifriedswörth, als Hilfslehrer in Prehing; die im zeitlichen Ruhestand befindliche Hilsslehrerin Babette Steininger, vormals tn Ascholtshausen, als Hilfslehrerin in Hirsch Horn; in den zeitlichen Ruhestand versetzt: die Wolksschullehrerin Mathilde Stöcklein von Bodenmais auf Anfachen bis 1. Mai 1919; in den dauernden Ruhestand versetzt: der Haupt­ lehrer Johann Bayer in Wetzelsberg auf An­ fachen; ab 1. Januar 1919 wird versetzt auf Ansuchen: der Volksschullehrer Johann Kand­ ier von Rogglfing nach, Amsham.</p>
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