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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-11-26"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 323</biblScope>
          <date when="1918-11-26">1918-11-26</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Die Entente droht.</p>
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          <p>die in Berlin dev neuen Reichsleitung viele Schwierigkeiten machen und die Rationalversammlung zu hintertreiben oder doch! auf un­ bestimmte Zeit, möglichst lange, zu verzögern suchen, findet überall im Reiche Ablehnung. Der Reichskanzler Ebert hat seiner Ueberzeugung dahin Ausdruck gegeben, daß "für Deutschland die gesetzgebende Versammlung eine Lebensnotwendigkeit ist", und der Staatssekretär Scheidemann bezeichnete es "als ein Unglück, wenn nochj diel Zeit verstreichen würde, bis die Konstttuante zusammentreten kann." Tiese Mahnungen und Warnungen zweier hervorragender sozialdemokratischer Führer sollten doch, alle Sozialisten beherzigen, auch die Unabhängigen. Es sollte allgemein erkannt und anerkannt werden, daß die Bestrebungen de Spartatusgruppe und eines großen Teiles der Unabhängigen,' schlechthin eine Katastrophen­ politik bedeuten. Nicht nur in Bayern, Württemberg und Waden erfahren die Bestrebungen der Spartakusleute Ablehnung, auch! im Norden und bei der Armee. Tie Arbeiter- und Soldatenväte Nordwestdeutschlands, die in Bremen tagten forderten nach Abschluß der Demobilisierung baldmöglichst die Natwnalversammlung. Ter Vollzugsausschuß des Mainzer Arbeiter- und Soldatcurates fordert in einem Telegramm an dieRei, sregierung die baldigeEinberufung der Nationalversammlung. In Kiel haben 800Ver trauensleute aller Formationen und Schiffe ihrer Entrüstung über die letzten Handstreiche ber Spartakusleute Ausdruck gegeben und die Anmaßung des sogen. Berliner Vollzugsrates verurteilt, der neben oder über der Regierung femen Willen durchsetzen und dem deutschen Volke auszwingen will. Tie gleiche- Versammlunß so ebert die Einberufung der NationalVersammlung. Ter Soldatenrat der 4. Armee protestierte telegraphisch^ int Namen von500 000 Frontfoldaten gegen die von der Spartakusgruppe geplante Errichtung eines Frontsolda tenrates in Berlin. Tie Front habe ihre eige­ nen Frontsoldatenräte gew,ählt, deren vornehm­ ste Forderung die Einberufung der National­ versammlung ist. Ter Mainzer Arbeiter- und Soldatenrat forderte die baldige Einberufung dieser Versammlung. Ter Vollzugsausschuß des iSoldatenrates bei der Obersten Heeresleitung erließ einen Aufruf an die Arbeiter- und Sol­ datenräte der Heimat, in dem sie auf das schärfste Einspruch erheben gegen alle Bestre­ bungen, die dahin führen, das Zustandekommen der von der jetzigen Regierung geforderten Na­ tionalversammlung zu hintertreiben. In Bad Ems findet am 1. Dezember eine Tagung aller Frontsoldatenräte statt, in der dieser Wunsch jedenfalls auch, nachdrücklich vertreten wird. Interessant ist im Vergleichs zu den Trei­ bereien der Unabhängigen und besonders ihres extremsten Flügels in Berlin die Wahl, die " , rr ... in Dresden zum allgemeinen Arbetter- und Die Konferenz der Einzelstaaten. — Amerikas Abrüstung. — Die Italiener in Innsbruck. Die Auslieferung des Kaisers. - Das "Gehalt" Kaiser Karls. Der Terrorismus der Radikalen, | Soldatenrat am Sonntag stattfand. Aus 88 473 Stimmen für die Mehrheitssozialdemokratie trafen 5500 Stimmen für die Unabhängigen. Viel Geschrei und wenig Wolle. Aber das Geschrei der Spartakusaner hat die Aufmerk­ samkeit des Auslandes viel mehr auf uns ge­ lenkt, als die ruhig verlaufene Umwälzung. Tas Ausland und auch das feindliche traut uns nicht mehr und das wird in den Friebensbedingungen zum Ausdruck kommen. Hier muß Klarheit geschaffen werden, schon um die große Gefahr des Einmarktes feindlicher Truppen, die zum "Ruchestiften" kommen würden, hrntanzuhalten. Ln diesem Bestoven muß alles ohne Unterschied zusammen arberten, was noch, nicht dem Bolschewismus verfallen rst. Wie aber die Wahl in Tresden zeigt, ist die Anhängerschaft des Radikaltsmus in Deutschland gottlob keine allzugroße. Tte Gefahc ihrer Agitation ist aber darum nicht allzugering einzuschätzen. Es heißt aus der Hut zu sein, um der drohenden Gefahr rechtzeitig vorzubeugen, der EÄefahr, die erst endgiltig gebannt sein wird, -wenn das Volk in den Wahlen zur Nationalverrsammlung sein Veto gegen diese bolschewistischhen und terro­ ristischen Treibereien eingelegt: hat. Air beut Reiche ' Für die Nationalversammlung. Krefeld, 24. Nov. Nachstehendes Tele-</p>
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          <p>schau-, Karolinen- und anderen deutschen Jpsein im pazifischen Ozean (d. h. Flottenstütz-, punkte gegen Amerika); 6. auf Gegenseitigkeit beruhende Gleichberechtigung der japanischen Bürger der ganzen Welt, die stich, gegen das' amerikanische Einwanderungsvervot für Japa­ ner richtet. j , , Wilson an Bord des Kaiser Wilhelm". I Genf, 24. Nov. Wilson, der sich am 4. Dezember an Bord des jetzt "Agamemnon" genannten früheren deutschen Tampsers "Kai­ ser Wilhelm" einschifft, wird während seiner achttägigen Pariser Anwesenheit bett Palast des Prinzen Murat bewohnen. Nach, dem "Nieuwe Rotterdamschen Cour." erfahren die "Times" aus Washington, daß die Reise Wilsons nach! Europa in Amerika nicht.sehr populär ist. Sogar einige Demo­ kraten sind dagegen. Die "Newyork Times" sch,reiben: Wilson würde dann von dem ame­ rikanischen Volke abgeschieden sein, was durch­ aus zu verurteilen sei, abgesehen davon, daß die amtlichen Auslassungen Wilsons über die Frei­ heit der Meere außerordentlich, problematisch seien, weil sie von den Alliierten nicht ange­ nommen würden. Wenn Präsident und Volk nicht die Möglichkeit hätten, ihre beiderseiti­ gen Auffassungen 'seltnen zu lernen, so köfinte es" vorkommen, paß die Ergebnisse, zu denen Wilson in Paris möglicherweise gelangt, und die dann im Friedensvertrag Ausdruck fän­ den, vom Senat bertoorfen würden. Der Ar­ tikel in der "Newyork Times" ist insoferne von Bedeutung, als durch, ihn die zunehmende Beunruhigung der Völker über die Undeutlich­ keit einiger Friedensbedingnngen des Präsi­ denten und über das Stillschjveigen des Präsi­ denten über diese Bedingungen zum Ausdruck gelangt. Tie Blätter enthalten u. a. viele spekulative Betrachtungen über die Bedeutung des Ausdruckes "Freiheit der Meere", und kom­ men dabei zu den verschiedensten Schlußfol­ gerungen. f t Vor den Friedensverhandlungen. Amerikanische Beivichterstatter über die 1 FriedensveirhanÄlungen. I 1 Nach, betn Nieuwe Rotte rdamschen Cour, wird dem "Taily Telegraph" aus Newyork gemeldet: Tie Vereinigten Staaten haben für | die Berichterstattung über die FriedensverhandI langen umfangreiche Maßnahmen getrochfen. Das Komitee for Pwblie Information, dem die Leitung dieses Nachrichtendienstes überI tragen ist, wird dafür sorgen, daß nicht nur 1 die Vereinigten Staaten, sondern die ganze ! Welt über die Verhandlungen, an denen die [ Vereinigten Staaten beteiligt sind, unterrichjl tet werden. Ta die Regierung in Washington jetzt die Verwaltung der amerikanischen End­ punkte der transatlantischen Kabel in Händen hat, und Telegramme über die Friedensver­ handlungen vor allem, mit Ausnahme der bis plomatischen Chiffre-Telegramme den Vorrang haben werden, so wird die Berichterstattung ausgezeichnet eingerichtet sein. Tire Vorhut der amerikanischen Berichterstatter ist bereits nach Europa unterwegs. Tie Hauptmacht wird erst jetzt zusammengestellt und wird auf dem­ selben Tamljpfer, wie der Präsident, die Fahrt über den Ozzean antreten, i ! Tliei deutschte Krsedensgrseilschafi protestiert Wegen die Waffenstillstandsbedin gungen, weiche allen Voraussetzungen für eine [Verständigung Hohn sprechen und appelliert an alle, welche die Idee eines durch Recht gesicherten Friedens vertreten haben. Von ihnen fordern die deutschen Pazifisten, daß sie jetzt zu ihrem Worte stehen. Ter hervorragendste und mähtigste von ihnen sei Präsident Wilsson. Trotz seiner Einwilligung in die unge­ heuerlichen Wassenstillstandsbedingungen wol­ le man die Hoffnung nicht aufgeben, daß er an seinem wiederholt so feierlich, verkündeten Programm, an das er mit seiner politischen, Ehre unwiderruflich, gebunden sei, festhalte. Tie Kundgebung appelliert uicht an den Edel­ mut, sondern an die wirklichen und dauerndest Interessen der Sieger: ein wirklicher Friede, die Aufrichtung einer neuen, die ganze Welt umfassenden und dauernden Frieden verbür­ genden Rechtsordnung sei sonst unmöglich; je nach, Gestaltung des Friedens werde Teutsch,land eine stete Gefahr für den Weltfrieden oder eine starke Stütze desselben sein; kurzsicht» tiger Mißbrauch, der heutigen Macht könne al­ les verderben. &lt; Mitnmaufräumung vor Amerika. Tas Reuters,che Bureau meldet aus Bal­ timore: Tas Marine-Tepartement hat mit der Aufräumung der deutsäen Minen an der Küste des Atlantischen Ozeans begonnen. Man hat dabei aus der Höhe von Telaware angefangen und setzt die Arbeit in nördlicher Richtung fort. I Japans Friepensschrderungen. Berlin, 25. Nov. Aus diplomatischen Kreisen in Washington verlautet, der "B. Z. am Mittag" zufolge, daß die japanischen Fribdensdelegierten sechs grundlegende Klauseln vorlegen werden: 1. Uebereinstimmung mit Englands Ansichten über die Freiheit der Mee­ re; 2. Sympathie mit den Plänen der Verbün­ deten zum Schutze kleinerer Nationen; 3. An­ erkennung von Japans Handel, finanziellem und industriellem Einfluß in China (wo Ame­ rika den Vorrang will); 4. dauernde Besetzung von Kiautschou; 5. Protektorat über die War­</p>
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          <p>gemeinsames Vorgehen mit den Offizieren wur­ de abgelehnt. Bolschewistische Tendenzen wer­ den nicht verfolgt. I Tie veutsjchst Hilfe für Oesterreich. , &gt; Wien, 24. Nov. Nach» Mitteilungen der aus Berlin zurückgekehrten deutfch^-österreichtfchen Abordnung zur Erlangung retchsdeup scher Hilfe in der Ernährungsnot wird Teutfchsland seine früher eingegangene, Verpflichtung auf Lieferung von 10 000 Tonnen Mehl für November voll erfüllen und die deutschtz-österrerschchsche Bitte für Lieferung von 33 000 Ton­ nen für Tezember tunllchst berücksichtigen. Für Kohlenlieferungen an Teutschj-Oesterreich wur­ den wichtige Abmachungen erzielt. Trotz dieser Aushilfe, die die Oeffentlichcheit aufs dankbar­ ste anerkennt, bleibt die deutsch^österreichische Lage höchst kritisch.</p>
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          <p>Böhmen. rfchechirche gensüv in T&gt;entsch&gt;-Vöhn,en. Neichenberg, 25. Nov. Tas tschechischst Nftlitiär-Stationskommando verhängte über das "Haidaer Wochstnblatt" die militärische Zensur und drohte diese der Wernsdorfer Tageszeitg. an. Tie Landesregierung ersuchte den deutsch? österreichischen Staatsrat um schärfsten Protest bei der tschechischen Regierung angesichts sol­ cher Knebelung der Preßfreiheit.</p>
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          <p>Italien. Ti» deutest Botschaft ln Nom. Bern, 25. Nov. Eine von Salandra und Barzilai und einer Anzahl Nationalisten un­ terzeichnete Entschließung verlangt, die ita­ lienische Regierung solle den Palazzo Cassa? relli, den Sitz der deutschen Botschaft in Rom, unverszüglichl als italienisches Staatseigentum erklären. \ ,</p>
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          <p>Amerika gegen Jtalijen. Laiba«ch, 24. Nov. BMtern zufolge lief gestern abends im Hasen Bakar (Bukari) der amerikanischst Torpedozerstörer Tisraeli ejn. Ter mit jubelnder Begeisterung empfangene Kommandant Assh hatte mit Vertretern des Ortsnationalrates eine Unterredung» in der er sagte, Amerika betrachte Fiume als eine süd­ slawischst Stadt, in der Italien nichts zu su­ chen habe. Tie Entente habe Wohl Italien die Bewilligung zur Besetzung Istriens, nicht aber auili zur Besetzung Fiumes gegeben. Assh übernahm namens Amerikas das Protektorat über die südslawischst» Kriegsschiffe in Bakar Portore. Der amchMnißchst 'SchifMSü während ! des Krieges. &gt; Haag, 25. Nov. In der Zeit vom 6. April 1917, das ist der Tag des Eintretens Amerikas in den Weltkrieg bis 1J. November 1918, dem Tage des Waffenstillstandes, wurden auf amerikanischen Werften rund 3000 Fahr­ zeuge mit einer Gesamttonnage von über 3 Millionen Brutto-Registertonnen gebaut. Tie Mehrzahl dieser HHifse waren Küstenfahrer, botiji wurden auch etwa 1000 Stahlschiffe und Hochseeschiffe fertiggestellt. 1 j 1 Amerikas DeemaW. Rotterda m, 25. Nov. NaH dem Rotterdamfchen Courant berichtet der Daily TeClegraph aus Newyork vom Tonnerstag: Trjotz des Gerüchtes über die Einschränkung der Rü? stungen im Anschlüsse an die Errichtung des Völkerbundes ist der Marinesekretär Tantels in der Marinekvmmission des Repräsentantenhauses für die Durchführung des Flottenpro­ gramms für die nächsten drei Jahre eingetre­ ten. Er sagte, die Vereinigten Staaten dürf­ ten dadurch! England fast einholen. Tie Erseignisfe de^ letzten drei Jahre hätten die ver­ antwortlichen Personen in Amerika davon überzeugt ,daß die Seemacht den Krieg ge­ wonnen habe. 1 Amerika.</p>
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          <p>Eie Schweiz gegen die Anstifter des Land- s | 1 streike». i i i Bern, 24. Nov. Auf Veranlassung der Bundesbehörden hat der Armeeauditor nun? mehr gegen die sämtlichen 37 Un terzeichner des Aufrufes des Oltener Aktiontzkonnitees vom 11. ds. militärische Strafuntersuchumg wegen Anstiftung zur Meuterei erhoben. Vüer außer­ ordentliche Untersuchungsrichter werd-en die Un­ tersuchungen in Zürich, Bern, Luzerm und Lau­ sanne führen. Stegemann über das deutschst Gestr. H. Stegemann schreibt im Bernew "Bund": Es gibt wohl kein kriegsgeschjichtlüches Bei­ spiel für den deutschen Rückzug, dem Rückzug eines Heeres, das 50 Monate als Ausfalltruppe einer belagerten Festung kämpfte und die größ­ ten Siege an seine Fahnen heftete. Umschlos­ sen, auf der Walstatt allstingelaffen, nachj Auf­ hören aller Rohstoffe und Verwaktmngsnnttel, enüvafsnet vom Glacis, das es ami Sanibre, Schelde und Maas behauptet, um über den Rhein abziehen zu müssen: dieses imehr und mehr zum Volksheer gewordene Heer hat keinen Grund, g eseükten Hauptes abzuziehen:. ' Terstvr oder Tstmokratie. 1 Kopenhagen, 24. Nov. Umter dem Titel "Terror oder Demokratie in Terutschland" beschäftigt sich "Politiken" in einem Leitartikel mit den sicheren Gefahren, die Teutsch land von allen Seiten bedrohen, wenn die jetzige Regierung ihren Einfluß verliert oder von dem Revolutionswirbel weggefegt wird. Ta eine Aus neutralen Ländern. Reihe baherischstr Zeitungen offen erklärt, daß sich Süddeutschland terroristischen Befehlen aus Berlin nichch unterwerfen werden, glaubt das Blatt, daß folchst Anzeichen in terroristischen Kreisen nicht wirkungslos bleiben werden. Ti« Bedingungen, die die Entente für die öeben&amp;» Mittelzufuhren stelle, würden sichstr dazu bet? ' tragen, die Macht der Terwristen zu schwächen und einer ruhigen und nüchternen Auffassung der Lage den Meg zu ebnen.</p>
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          <p>Eine Abfuhr Lcdebonrs. , Am Sonntag tagte im Saal der Philharmonie in Berlin eine stark besuchte Abschiedsversammlung britijschstr Gefangener und ihrer deutschen und amejrikanischstn Freunde. Ledebour, als letzter Red­ ner der Versammlung, evkljärte: England und Frankreich! sind jetzt im Begriffe, ein Verbrechen zu begehen, indem sie Soldaten nach, Rußland schicken, um dort den Sozialismus im Blute zu ersticken und das russischst Volk unter das Joch des Kapitalismus zu bringen. (Lebhafter Widerspruch! bei den Engländern.) Tas ruffi­ sche Volk brachte ungeheure Opfer an Gut und Blut, um der Entente zu ermöglichen^ ihre Ziele zu erreichen. Soll das der Lohn für das russische Volk sein? Rußland ist eine freie Republik. (Englischst Zurufe: Rußland ist nicht frei, es wird von einer gewalttätigen Minderheit beherrscht! Weitere Zurufe: Sind Sie ruffischstr Bolschewik?) Ledebour schloß: Tas ist eine Lüge. Tie Zeitungen lügen. Rußland ist frei und kein anderes Volk hat das Recht, sich in seine inneren Angeleg esnheiten zu mischen. .(Beifall, Widerspruch, Tumult.) Aus dem Partcilebien. Ter geschchstssührende Ausschuß des nationalliberalen Landest Vereins in Sachsen hat beschlossen!, an die Berliner demokratischst Partei sowie oft die 1',deutschst Volkspartei die Bitte zu richten, sich zu vereinigen. Solange dies nicht geschehen sei, würde das liberale Bürgertum Sachsens aufgefordert, stch&gt; beiden Parteien sernzuhatz. ten, bis eine einheitlichst großdeutsche demojkratischst Partei gebildet sei, die auf den Or­ ganisationen der beiden bisherigen liberalen Parteien aufgebaut sei, die die Interessen des Bürgertums beim Aufbau des neuen Reiches wahre. t Eine deutschst Franeupartei tft in Grün­ dung begriffen. Ter Werbeausschuß wird in einer Reihe öffentlicher Versammlungen, deren erste am Donnerstag in Berlin stattfindet, ihre Ziele bekanntmachen. Tie Kommunalwahlen in Preußen sind bis auf weiteres ausgeshpben. Tages-Übersicht.</p>
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          <p>Allerlei. Gesunkener Tmupfstr. Ter Dampfer "Cam­ pania" der Cunard-Linie ist vor einigen Tagen in der Nähe von Fort Farth untergegangen.</p>
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          <p>Auch Jens Jürgens sah diese Augen, und da zitterle in den seinen wieder der Blick auf, der si, neulich so erschreckt und mit Entsetzen erfüllt hatte Wie hatte sie auch nur diesen Blick an Jens Jürgens vergessen können? Weil ein anderer dämo­ nisches Augenpaar sie bannie, weil sie hilflos, ver­ wirrt geradezu hineinstarrte ln diese Augen wie das Blitzfeuer. Und plötzlich war ein flammender Blitz­ strahl gerade in den Holzstoß hineingefahren, und eine helle Feurrgarbe war plötzlich zum Himmel aufgeloht . . . dann war das Feuer erloschen; Nacht hatte die Erde umfangen. Merret stand, das ausgelöste Goldhaar um Schulter und Schläfe, wieder am Fenster. Ihr Auge suchte vergeblich das Meer, des Ufer. Es irrte bis hin zu den Opferhügeln, wo zum Wedafest die flackernden Feuer brannte». Sie sah nichts als schwarze' undurchdringliche Nacht und hörte nichts cts das Brausen der Wellen. Und doch hatte sie gemeint, einen Ruf zu vernehmen. Sorgte sie sich um den Fremden, den Gast des Helhooge, den Uwe so arg zugerichtet? Aber der war doch wieder auf dem Wege der Genesung. Sie hatte ihn doch selbst, den Arm in der Binde, schon mehrfach vorübergehen sehen. Einmal sogar war es ihr gewesen, als sie an der Wetßdornhrcke stand, als wollte sie der Dockior anreden. Sie war aber schnell he Haus zurück­ getreten, und der Fremde war, grüßend den Hut ziehend, wortlos vorübergegangen. Und dann— dann war noch etwas Seltsames geschehen. Im Gasthof zum Frieseuhatn, da war ein merkwürdiges Paar eingezogen, ein dicker, kugel» runder Mann mit bartlosem, gutmütigem Gesicht, und eine elegante schöne Frau. Die schöne Fra« war mit dem dicken Mann und auch ohne Ihn oft in den Helhoog gekommen, und oft war sie auch mit Tam Erichs und Dtt;ef Stöven lachend und plaudernd am Düshoog vorübergegangen. Und Merret hatte er plötzlich bei dem vernehm­ liche» Rauschen ihrer Seidenröcke wie ein Fieber gepackt und ihre Zähne hatten hart aufeinander­ geschlagen. Wie aus weiter Ferne hatte sie die Stimme der Fremden herüberklingen hören: "Ei, ei, Kapitän, was haben Sie für gefährlich» Nach­ barschaft ! Sind alle Frtesinnen so blond und schön?" Und Merret hatte sie ertappt, wie sie oft hinter dem Fenster oder an der Hecke im Garten stand und wartete, ob Ditlef Stöven mit der schönen Frau vorübergehen würde. Zuweilen hatte sie beide auch gesehen, anscheinend heiter und plaudernd, und die Fran hatte so silberhell gelacht. Und Dttlef Stöven war ihr merkwürdig ftemd erschienen, so gleichstehend mit der vornehmen Frau dort, die so leicht und sicher sprach, so herzbetörend lacht». Rein, Dttlef war nicht mehr von ihrer Weit, er gehörte einer anderen an, die ihr auf ewig verschlossen, nach­ dem sie Jens Jürgens Frau geworden war. . i i Worystzina IW) Versunkene Welten. i , Mt Roman von de« Insel vhll van , I I | «nutz Wüth«. ' I I 24 | | ' , (Nachdrack verboten.) fingen an, überall ihre Frelervifilen zu machen. Tanz und Spiel waren überall zu Hause, und Lust und Freude in jedem Hof. Nur der Düshoog lag still, wie der fremdartige Helhoog daneben. In der Schenke aber, ,,Zum Friesenhain", wohin Jens Jürgens sie doch zum Tanz geschleppt, da war ihnen Dttlef Stöven begegnet. Merret hatte ihm fassungs­ los nachgesehen. Damals hatten Jens Jürgens Augen sie so wunderlich angeblickt. Wie hätte sie es nur vergeffen können? Und dann noch einmal, als das Weda, das Frühlingsfest, auf der Insel gestiert wurde. Die ganze Insel stand in Blütenschnee. Die Seefahrer halten ihr Abschtedssest und Merret stand wie einst vor langen, langen Jahren, als Dilles auszog, dabei und schaute nach den althetbnischen Opferhügeln, von denen die Birkensruer erstrahlten. Lenzeswärm» lag in der Lust, und am Himmel grollte doch schon heimlich ein Lenzgewitter. Und plötzlich trafen sie zwei Augen, herrische Augen, wie Blitzstrahlen die Schatten der Vergangenheit »er­ hellend.</p>
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          <p>Literarisches. Ito Mnstriortt «rttgsckLhrantt ve» D«. heim Hat-vor ähnlichen Unternehmungen einer großen Vorzug: sie-folgt den Ereignissen qeradezu aus dem Fuße. Für jeden Tag findet der Leser in knappem Ehronikstil die Ereig. nisse der verschiedenen Kriegsschauplätze kurz verbucht. Dem Besitzer dieses Werkes ist et. «Uso fttifctet einmal leicht, durch Nachblättern jede einzelne Waffentat des großen Krieges festzustellen, (»erlag von Belhagen und ßlo sing in Bielefeld und LeipziA. Kreis de» Hef­ te» 60 Kfg-j 4 I Taxfreie Wort. Frankfurter HalbMonat»,! schrifi für Fortschritt auf En Gebieten de« ' geistigen Lebens. Herausgegeben von War! Henning» 15. Jahrgang. Heft 19/20. Frank­ furt a.'ffiS. Neuer Frankfurter Verlag ®. « b. H. Kreis vierteljährlich 2 Mark. Ter »et. , lag gibt auf Wunsch Krobehefte grattS ab.</p>
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          <p>Tie bÄrgerlijchen Parteien des Landtages haben gegen die Ausschaltung des Landtages protestiert und sich; bereit erklärt, unter Zufrückstellung alter parteipolitischen, konsessionehlen, sozialen und wirtschaftlichen Gegensätze an allen vaterländischen Bestrebungen der neuen Regierung mitzuwirken im Kampfe gei­ gen die Ernährnngsschwierigkeiten, dje Arbeits­ losigkeit und die Wohnungsnot, bei der De­ mobilmachung und am rücksichtslosen 'Kampfe gegen alle terroristischen Bestrebungen, über unser Vaterland den Bürgerkrieg heraufzwbesichwören. Sie bertangte die rascheste Wahl der Nationalversammlung. t Zuweisung von Bettuchjtungsmitteln. Für den Monat Dezember wird eine etwas höhere Petroleummenge als im Vormonat den Konpmunalevrbänden zugeteilt werden. Die Zu­ weisung an Kerzen wird der des Vormonats gleich, sein. Tie verfügbaren Bestände an Kar­ bid haben fisch, erfreulicherweise erheblich er­ höht, so daß nach, Mitteilung des Reichswirt­ schaftsamtes außer einer erheblich größeren Ver­ teilung für den Monat Dezember auch eineNachIteferung für den Monat November nach, er­ folgen kann. Gegen die Bergesell^chMnng der Betriebe in Handel und Gewerbe hat der Bayer. Handelskammertag in seiner Delegiertenkonferenz vom 22. ds. Mts. einstimmig eine Resolution gefaßt, die auf außerordentliche Schäden, die das deutsche Wirtschaftsleben dadurch erleiden müßte, hinweist. Aach, gegen die Kürzung der Arbeitzeit wird nicht zum mindesten auch im Interesse der Arbeiter in dieser Entschließung Stellung genommen. Bayerische Nachrichten. Nückkrhr der Bayern. Am Sonntag sind in Traunstein von Serbien kommend die er­ sten bayerischen Feldtruppen eingerückt. Es toaren dies der Stab, das 1. und 2. Bataillon -des 1. Jägerregiments,, die 1., "2. und 3. Rap» fahrerkonchagnie und die Maschinengewehrkom^ pognie des bayerischen Radfahrerbataillons. Tie Trappe war in bester Ordnung und in voller Uebereinstimmung mit ihren Offizieren. Doch litt die Truppe sehr unter der Kälte, da sie, meist aus offenen Wagen, schjvn fünf Tage unterwegs war. Leider hatte sie in Ungarn die Pferde der Fuhrwerke zurücklassen müssen, jedoch gelang es ihrem einmütigen Zusammenxtvirfen, eine entehrende Entwaffnung rviedeyyolt zu verhindern, so daß die Truppe in votter Ausrüstung einschfestlich Maschinenge!to Obren und Feldküchen auf bayerischem Bo­ den ankam. Mannschaften des Alpenkorps be­ richteten, daß djeseS Korps in Ungarn etwa 3000 Pferde zurücklassen mußte. An» dem BanÄvesen. , Tie Bayerischst Landwirtschjastsbank und die Süddeutsche Bo? denkreditbank haben einen Betriebs- und Jnteressengemeinschastsvertrag abgeschlossen, zu dem ausgesprochenen Zwecke, allmählich die Ge» schäfte der erstgenannten Bank abzubauen und euf die Süddeutschst Bodenkreditbank zu über-, nehme». 1 Schwindler am Wchk. Im Lande sind -Leute am Werk, die unter Vorgabe, Mitglieder des Arbeiterrates zu sein, sich! Gelder erschwin­ deln wollen. • Sie behaupten z. B., BeitrittKgelder für den Arbeiterrat erheben zu müssen. Bor diesen Schwindlern wird aus das ein­ dringlichste gewarnt. • In verdächtigen Fällen ist sofort die Polizei zu benachirichtigen und die Verhaftung dieser Leute zu veranlassen. Tie Mitglieder des Arbeiterrates sind mit einer Legitimation versehen, die neben der mit Prä­ gestempel durchstempelten Photographie des In­ habers die Unterfdjjrtft des Vorstandes des Ar^»eiterrates (Beck) und die des Wnistevpräfibenten Eisner enthält. Es liegt nicht in den Befugnissen der Mitglieder, Beitrittsgelder etc. für Wh Arbeiterrat einzutreiben. Ter Anwaltsvrpein Münfhjen hat eine Ent­ schließung angenommen, in der er volle Gleichsberei ttigung der geistigen Arbeiter und Aostnahme ihrer Vertreter in den. Arbeiterrat fort dert. I Ter Ärztlichst Bez irisverein Nürnberg hat zur Lage Stellung genommen und fii.fi auf den Boden des neuen Volksstaates gestellt. Die Nürnberger Aerzteschaft fordert: 1. berufliche Selbstverwaltung, 2. Schaffung eines eigenen Ministeriums für Eolksgesuudheitspflege mit einem Arzt als Spitze. Mitberatung und Mittentfcheidung der Aerzteschaft in allen sozialen u&lt;d Gesundheitsfragen. 3. MitbestimmungHreft bei der Anstellung der Referenten für das gesamte Medizinal- und Fürsorgewesen. 4. Anerkennung der wirtschaftlichen Organi» Kation. Abschluß von Kvllstktivverträgen. Freie «rztwnhV. * ■ !' [ p ^ j</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. * Hohenthann, 24. Nov. (Ein Brand) entstand vorgestern bei dem Bauern Sebastian ginnet in Hochxeuth bei Türkenfeld, während der Bauer mit seinen Leuten mit Treschpn be­ schäftigt war.. Ter Brand äscherte die Scheune, die beiden Stallungen, die Schupfe und einen Teil des Tachstuhies vom Wohnhaus ein. Etz ist mit Sicheirheit anzunehmen, daß der Brand durchs.Heißlaufen und Entzünden eines Sterns* Missionslagers entstanden ist. Ter Schaden be­ ziffert sich auf ungefähr 100 000 Mark, welcher jedoch zum Teil durch Versicherung gedeckt werden wird. | 1 Pom unteren batzer. Wald, 23. Nov. (Die Unsicherheit ans dem Lande) wächst in dem hart an dem unteren bayerischen Walde äugten^ zenden Mühlviertel. Vielst Tlebstähle kommen vor. Ein Tvppelraubmord hält die Gemüter jetzt in großer Aufregung, nachdem in Nieder­ waldkirchen im HvlzhäusÜSchuster-Anwesen un­ bekannte Männer eindrangen und d^i Bruder der Besitzerin erschlugen, und die Besitzerin er­ schossen haben. Was von den Unholden geraubt wurde, muß erst die Untersuchung ergeben.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Schuldienst. Die 2. Volksschullehrerstelle in Kötzlarn, Tistriktsschplinspektion Rvtthal!münftec ist erledigt. @nStag für Bewerbungen: 15. Dezember c. s ! , I ! ' Stadttheater. Tie bÄrgerlijchen Parteien des Landtages haben gegen die Ausschaltung des Landtages protestiert und sich; bereit erklärt, unter Zufrückstellung alter parteipolitischen, konsessionehDie Samstagsvorstellung brachte eine Neu­ einstudierung der Ascherschen Operette "Ter Soldat der Marie", die wie schjon im Vorjahr auch, Heuer wieder ein äußerst dankbares, bei* sallsbereites Auditorium fand. Neben den bestbewährten bekannten Leistungen Frl. Mikulskas (Marie) und Herrn Weigels Wonneber­ ger waren besonders Rühmenswert Frau Caro­ la Galsters stimmschäne Marianne und Herrn Varndals lebens- und liebelustiger Prinz. Herr Koller hätte seinen Mume mehr in fernkomi­ schem Stile geben dürfen, Herr Kaspar, der Tarsteller vom Vorjahre lebt immer noch in angenehmer Erinnerung. Frl. Kühne als Marrette ließ stimmlich, wie darstellerisch man­ chen Wunsch offen. Drollig wirkte die Elfriede der Fr. Burkraf. Schließlich sei noch gedacht der Inszenierung des Herrn Weigel und der ziemliche abgerundeten musikalischen Einstudier­ ung des Herrn Kapellmeisters Bader. Hg.</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. (Oie Sedaktts» übernimmt für Ginfenvrmgen unter die m Subtil betn Publikum gegenüber teilte Sernahr-orhrng Zum Empfängst nuferer Truppstn werden zurzeit die Vorbereitungen beraten. Es soll hierzu angeregt werden, Zigarren und Zigaretten als Liebesgaben zu sammeln und hierfür Sammelkisten in den Geschäften aufzu­ stellen, wie dies früher schon für. ähnliche Zwecke geschah. Ebenso soll die Errichtung einer Telegrammannahmeftelle am Bahnsteig angeregt werden, damit die Soldaten ihre Heimkehr an ihre Angehörigen eb. durch, Teslegramm sofort 'zu melden vermögen. F. mar?, Laudshul, b$n 26 November. —* De r Voran schlag für den Kreishaushalt für Niederbayern für das Jahr 1919 schließt mit , • 0 565 945,12 m in Einnahmen und Ausgaben ab. ; , Hiervon sind 2 916 523.43 Mark (gegen 2 452 425,22 Mk. im Vorjahre) ans Kreis­ umlagen aufzubringen. Tie Umlagensumme hat damit eine Erhöhung um 464 098:21 Wk. er­ fahren. Trotzdem soll die Kreisumlage mit i 47 Prozent gleich, dem Vorjahre bleiben, da sich dasSteuersoll des Kreises von 5 217 926 Mark im Vor­ jahre auf 6 205 369 M. erhöht hat. Die all­ gemeine Rücklage (Kreisreferve) ist mit 378 993 Mark 83 Psg. gegen 200 607,63 AM im Vor­ jahre in den Haushaltplan eingesetzt. —* Zur Nationalversammlung meint der Redner der letzten Volksversamm­ lung im Bernlochpersaale, der Präsident der provisorischen Nationalversammlung in Bay­ ern, Schmitt,, daß der Ruf nach ihr von der Reaktion ausgehe, weil sie hoffe, dadurch, wie­ der an die Wacht zu gelangen und alles wie­ der über den Hansen, zuwerfen, was jetzt geschaffen ist. Er meinte, erst müßten die Er­ rungenschaften der Revolution gesichert wer­ den. Was einen reaktionräen Umsturz betrifft, haben wir gestern sichjvn betont, daß die Be­ hauptung Schmitts nicht ans unsere Partei, die "Teutsche Volkspartei" zutreffen kann, weil sich, diese bereits voll und ganz aus dem Standpunkt des neuen "freien Volksstaates" gestellt hat. Schmitt irrte aber auch im ersten Punkte seiner Darlegungen. Nicht nur die "Re­ aktion" verlangt den baldigen Zusammentritt der Nationalversammlung. Ein vielleicht noch besserer Kenner der Verhältnisse im Reiche als Schmitt, der Unterstaatssekretär Genosse Tavid gab auf einer Versammlung des Vollzngsansslchnffes des Mainzer Arbeiter- und S-oldatenrates einen Ueborblick über die allge­ meine Lage. Er wandte sich, scharf gegen bol­ schewistische Methoden, und betonte nachdrück­ lich die Notwendigkeit eines möglichst raschen Zusammentrittes der Nationawersammlung,wo­ durch, allein die revolutionären Errungen­ schaften vor inneren und äußeren Gesahrehr gesichert werden könnten. Am Schluffe des Be­ richtes über diese Versammlung heißt es bann: "Seine Ausführungen fanden lebhaftesten Bei­ fall und allgemeine Zustimmung." Genosse Schmitt wird also noch etwas umlernen müs­ sen. —* Im Reservelazarett hier starb ein russischer Kriegsgefangener. —* An Käse erhalten wir von morgen ab für die Käsemarke 2 je 100 Gramm. —* T,as Fußballspielam letzten Sonn­ tag, das in Landshut stattfand, endete mit 3:2 für Landshut, das Spiel in Regensburg mit 3:1 für die Regensburger Mannschaft. —* Abbau der Bezugsscheinipsticht. Tie Bezugsscheinpflicht für 'Web- und Wirk­ waren soll nach, ünd nach abgebaut werden. Tie Reichtzbefleidungsstefle hat eine Liste von Waren aufgestellt, die von jetzt ab ohne 23ep zugschein zu erhalten sind. Darunter befin­ den sichi Handschuhe, ungefütterte Bettüberdekken, Rips, Waffel- und Steppdecken', Wachs­ tuch,, Gamaschen, Schlafröckst für Männer, Hemd«</p>
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          <p>Brüste, Pelzgarnituren» Korsetts^ Gürtel, abge- I 'patzte, gewebte und abgestutzte bedruckte Tische .zeuge, Kragen, Manschetten ustv. —* Die Ersatzeskadron des Reiter­ regiments besuchte am -Samstag nachmittags der 1. Vorsitzende des Vollzugs-Ausschusses des Generah-Soldatenrates bion- Bayern, Herr Fritz Sauber. In einer Rede Wilderte er in be­ redten Worten wie das Volk und insbesondere der Soldat bisher unter der Willkürherrschgft .zu leiden gehabt hatten. "Tie Ketten sind ge­ sprengt, nun soll es anders werden", setzte er seine Ansprache fort, "unter der ZwangsHerrschaft konnte es nicht mehr weitergehen, das alte Regime war morsch,, es fiel wie ein Kartenhaus -zusammen". "Wir Soldaten des freien Volksftaates haben eine traurige Erb­ schaft übernommen. Tie Misten der Temob,-Abt. jim Kriegsministerium waren so gut wie leer. $n acht Tagen mutzten wir unter den schwierig­ sten Verhältnissen auch, in dieser Hinsicht Neues schaffen." Tann sprach Herr Sauber mahnende Worte: Es müsse unter der Mannschgft unbe­ dingt die Einigkeit gewahrt werden. Ten Un? teroffizieren des Friedensstandes erklärte Herr Sauber, sie könnten beruhigt in die Zukunft sehen, die neue Regierung werde sich, ihrer sicherlich mehr annehmen, als es die alte ge­ tan hat. Indem Herr Sauber noch, kurz die in­ neren -Einrichtungen der Neuorganisation des Kasernenbetriebes beschrieb und hestehendeMitz- ' Verständnisse beseitigte, schloss er seine Aus- 1 Führungen mit den Worten: "Tliejenigen, die setzt glauben, im Trüben fischen zu dürfen^ werden sich, täuschen?" Mit allseitigen, stür­ mischen Bravorufen wurden die Ausführungen des Herrn Sauber entgegengenommen. Es spra­ chen noch Herr Leutnant Berg von Schleitz­ heim und eine Anzahl Kameraden; um 4 Uhr wurde die Versammlung geschlossen. Landrat von Niederbayern. Gestern vormittags 10 Uhr trat der Landrat von Niederbahern zu seiner heurigen Sitz­ ung zusammen. ; - [ - 1 1 Se. Exzellenz Herr Regierungspräsident von Pracher, der mit Herrn Rat Hammer und Herrn R.-R. Braun zum erstenmale wohl seit Bestehen des Landrates —, int Frack erschienen war, eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, in der er u. a. der aus dem Landrate seit dem Vorjahre ausgeschiedenen .langjährigen Landratsmitglieder Hofrat Marschall und Hof­ rat Kinskofer, gedachte, Exzellenz hob die drin? jgende Notwendigkeit des einträchtigen ZusamMenarbeitens Aller namentlich, von Stadt und Land gerade in der gegenwärtigen Zeit her­ vor und emstfahl einige wichtige Forderun­ gen des Kreisvoranschlags für soziale Fürsorge der besonderen Würdigung des Landrats. Hieraus begrüßte Se. Exzellenz die Herren Landräte einzeln. Herr L.-R. Rock-Zwiesel als Alterspräsident nahm die Wahl des Präsidiums vor. Es wurde Herr L.-R. Mittermeier wieder zum Präsidenten und Herr L.-R. Geiger-Lam als Schriftführer gewählt. i Herr Präsident Mittermeier übernahm so­ dann die Leitung. Er gedachte ebenfalls der aus dem Landrate ausgeschiedenen Herren L.-R. Marschall und Kinskofer unter eingehender Würdigung der Verdienste derselben um die von Ihnen vertretenen Städte und um den Landrat. i - , Tie Ausschüsse wurden hierauf einftimsMig wiedergewählt und als Vorsitzende bezst. Schriftführer bestimmt dieLandräte: 1.Ausschutz Pfannenstiel, Schadenfroh; 2. Ausschuß: Leeb, Brunner; 3. Ausschutz: Stadelberger, Münsterer. ' ■ 1 • Als Aenderung der Geschäftsordnung wur­ de beschlossen, auf die Vorlesung der Einläufe vor, daß der Staatsrat sich, veranlaßt sah, Müssen den Präfidiumsmitgliedern das Recht in die Tebate einzugreifen zu gewähren, doch! ohne Stimmrecht und nach Schluß der Debatte, in den Vollversammlungen, wenn ein Regihchungsbertreter nochmals das Wort ergreift, die Debatte als wieder aufgenommen zu erachten. Tamit schloß die erste Sitzung? die nächste chiurde auf Mittwoch, halb 10 Uhr anberaumt.</p>
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          <p>Letzte Posten. Auf der Konferenz der EiuMlstaatcu, die in Berlin gestern begonnen hat, erklärte der Volksbeaustragte Ebert, daß das Wahlgesetz für die Nationawersammlung schon morgen im Kabinett zur Beratung gestellt werde. Jetzt solle das Provisorium beschlossen werden, das bis zum Zusammentritt der NationalbersämänfZlung notwendig sei. Tr. Sols sprach, über auswärtige Politik, Erzberger über die Fragen des Wafsenstillstandes. Ter bayer, Minister^ Ipräsident Eisnex griff beide als Vertreter eines gestürzten und abgewirtschafteten Regimes an und bekannte ftch, zur Reichseinheit und zur, Nationalversammlung. In der anschließenden Besstmchjung kam allgemein der Gedanke zum Ausdruck, daß die Nationalversammlung mög?lichst bald einzuberufen sei und vorher gls Provisorium ein Reichssträsidium geschaffen werden müsse. ' ; , ( Tie Entente droht. i B-erlin, 25. Nov. Tie französischen Blätter melden: Wie allgemein bekannt, weriden die alliierten Regierungen nur mit einer solchen deutschen Regierung Frieden schließen, die die Mehrheit des deutschen Volkes vertritt. Man hält es für nicht unwahrscheinlich, daß es in Teutschland zu größeren Unruhen kommt. Sollten. die Bolschewisten in Teutschland die Oberhand gewinnen, so würde eine Besetzung größerer Ortschaften Deutschlands einschließlich, Berlins und anderer größerer Städte Teutsch^ lands unvermeidlich, sein. 1 - Tie Italiener in Innsbruck. Innsbruck, 25. Nov. (Wiener K.-B.) Am Samstag abends rückten mehrere Bataillo­ ne italienischer Infanterie mit Gebirgsartil­ lerie und Automobilkolonnen, darunter einige Panzerautomobile, sowie mit Kavallerie: und Radfahrern in Innsbruck ein. Mit der Bahn kam eine Abteilung Alstini an. Am Sonntag folgten weitere Jnsanterietrustpen, Train und leichte Artillerie. Auch die Dörfer der Ums gebung Innsbrucks und die Stadt Hall er­ hielten italienische Besatzungen. 24e Auslieferung des Kaisechs. London, 25. Nov. (Reuter.) Ter Stadhrat von Testtfort, der über 100 000 Bürgetr ver­ tritt, nahm eine Resolution an, in der ener­ gisch, der Meinung Ausdruck gegeben wurde, daß sofort Schritte unternommen werden sol­ len, um die Auslieferung des Kaisers und eine gerichtliche Untersuchung herbeizuführen. Sein Aufenthalt in Holland fei als eine shjwere Bedrohung der Alliierten anzusehen. &gt; Berbindung, rot tdech WafftnMlstands' f kommission. i Berlin, 25. Nov. Zwischen der Wassens stillstandskommisston in Be Mn und der in Ssta ist ein Postkurierdienst eingeführt worden. Tie durch, den Kurier beförderte Post beschränkt fM'i aus gewöhnliche und eingesch riebeneTiensts 6riefe, einschließlich etwaiger Drucksachen, Kar­ ten sowie auch, gewöhnlicher Feldpostbriefe bis 50 Gramm und Feldpostkarten. Alle bis 5 Uhr nachmittags dem Postamt Berlin C. 2 zugehenden Sendungen werden votzr dem jeden Abend kurz nach, 9 Uhr abfahrenden Kurier mitgenommen. Tie Postanstalten erhalten eine Anweisung wegen der Uebersreisung der bei &gt;ihnen eingelieferten Sendungen für 1 die Waffenstillstandskommission an 'das KabinettsPostamt. , f i Tas "GehM" Kaiser Hajrls. Wien, 25. Nov. T'ie Zeitung "Ter Abend" hat Aften veröffentlich^, aus denen hervorgeht, daß sich: der frühere Kaiser Karl in seiner Eigenschaft als Armeeoberkommanfdant den Betrag von jährlich, 1.5 Millionen Kronen hat auszahlen lassen. Tie Bewilligung dafür wurde Ende Mai 1918 vom Zahlamt des Kriegsministeriums mit rückwirkender Kraft gegeben. Aus diese Weise hat er sich, dann nod), 2.5 Millionen Kronen nachzahlen lassen. Ei« Torpedoboot gesunken. ~ Berlin, 25. Nov. Nach einer Reutermel­ dung vom 22. November soll einer unserer kleinen Kreuzer bei UeberfAHrung nach: Eng? land aus eine Mine gelaufen und gesnnkchr sein. Tas WTB. erfährt von zuständiger Stel­ le, daß es sitz 'Nicht um einen Kreuzer, sondern, um ein Torpedoboot handelt, von dessen B«)satzung beim Untergang leider 2 Mann getötet, 3 weitere schwer Verivundet werden. I Ein Dementi. WTB. Berlin, 25. November. (AmtlichiGegenüber den Mitteilungen in der hollnäüch scheu Presse Über Maßnahmen von den Stellen des Feldheeres gegen die Arbeiter- und Solda­ tenräte wird amtlich, mitgeteilt: Nach den dienstzlichen Feststellungen hat General Sixt von AHnim den ihm zugesch,riebenen Befehl gegen die, Soldatenräte nicht gegeben. Auch hat kein Offizier seines Stabes eine Rede gegen die Neuerung gehalten. In Jülich, ist der Arbeitersund Soldatenrat nichjt beseitigt. ' Amerikas Abrüstung. i Washington, 25. Nov. (Reuter.) Tcoker teilt mit, daß das Kriegsdepartement di« Verminderung der amerikanischen Expedttionsftruppen um die Hälfte ihrer jetzigen Stärke zu fordern beabsichtigt, so daß ungefähr 30 Divisionen, zurückbleiben werden. ! II Befreiung unserer Konsuln. Berlin, 25. Nov. Tie russische Regier­ ung hat sich, nun doch entschlossen, die Ausp­ reise unserer bereits seit dem 6. November abberufenen Generalkonsulate in Moskau und Petersburg aus Rußland nicht länger zu ver­ hindern.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Im Gesellschaftsregister für Landshut Bd. I Nr. 63 wurde am 6. November 1918 folgende neue Gesellschaft eingetragen: Allgemeine Klektrlzltüts ° Bangesellschaft Mit beschränkter Haftung, mit dem Sitze in Landshut. Geschäftsführer ist: Walter von Riedheim, Ingenieur in München, Häberlstr. 14/0. Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschafts­ Bertrag ist am 24. Oktober 1918 errichtet Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Jnstallationsbüros und der Ver­ trieb ton eleklrischen Erzeugnissen aller Art, und zwar hauptsächlich in Bayern und Württem­ berg ; außerdem Projektierung und Aussührung elektrischer Licht- und Kraftanlage» im An­ schluß an UeberlandSzentralen und städtische Elektrizitätswerke, Gutsanlagen mit eigenem Betrieb, Zrntralbau. Weiter übernimmt die Gesellschaft die Lieserun; von Dynamomaschinen, Umformern, Elektro.Motoren, Beleuchtungskörpern, sowie aller gewerblichen uno landwirtchastlichen Maschinen. f Die Gesellschaft besitzt eine eigene ReparaturwerkstStte und Anker-Wtcklerei. Das Stammkapital beträgt 50,000 Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer vertreten, doch können auch mehrere Geschäftsführer ausgestellt werden Sind mehrere Geschöitsführcr bestellt, so wird die Gesell­ schaft durch mindestens zwei Geschäftsführer oder durch einen GerschästSsührer und einen Prokuristen vertrete«. Die Zeichnung sür die Gesellschaft geschieht in der Weise, daßß die Zeichnungen zu der geschriebenen oder auf mechanischem Wege hergestellten Firma der Gesellschaft ihre NamenSUnterschriste» beifügen. LandSHUt, den S. November 1918. 3280 Amtsgericht. Bekanntmachung.</p>
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          <p>Zur Einhebung der Grund- und HanSsteuern, «reisumlage», Ttenerzn- schlage, U-rfalluerstcherungabeit' Lg«, prot. Kirchensteuer u*b -Umlagen für * »"6 II. Halbjahr 191* «erden für die Pflichtige« der Gemeinden «chdorf und f «erg ». «. folgende Lage festgesetzt: $ Ach darf, Mittwoch, de» 27. November 1918 f Berg o. L-, Donnerstag, den 28. November 1918. 1 Hiezu wird folgendes bekanntgegeben: - | I. An den festgesetzten Tagen werden Zahlungen im Äentamte Zimmer Nr. 3 f von dem zur Einyebung und Quitlungsleistung berechtigten Sekretär Seilet | entgegengenommen. II. Zahlungen können außerdem erfolgen: 1. Durch Einzahlung oder Ueberweisung auf das Girokonto des Rentamts bei der Bayer. Staatsbank Landshuk, , 2. auf schriftlich n Antrag des Pflichtigen durch Vermittlung der Staatsbank zu Lasten f efneä Kontos bet dieser oder emer anderen Bank, die bei der Bayer. Staats- I bank ein Konto unterhält over mit ihr an einer gemeinschafti chen Avrechaungsstelle teilnimmt, g, durch Einzahlung oder Ueberweisung auf das rentamtltche Postscheckkonto Nr. 1692 beim Postscheckamie München, 4. durch Einzahlung mittels Postanweisung. $ Bei Zahlungsleistungen dieser Art muß auf den Absch 'ilteit der Zahlkarten, Ueber- t Weisungen ui d Postonweiiungen jeweils Name, Wohnort und Wohnung des Pflicht gen, i ferner Gattung der Zah ung genau ar gegeben werden, da sonst eianahmtlche Buchung nicht \ Möglich ist und die Annahme verweigert werden müßte. | IU Wird an den bestimmten Erhebnngstagen Zahlung nicht geleistet, so wird die § Beitreibung der Rückstände mittels Anmahnung der Pflichtigen auf deren Kosten | erfolgen | IV Die Rentamtsdiener und Hilfsboten sind zur Annahme von Zahlungen rur j ' gegen gleichzeitige Uebergabe von Quittungen, die von dem vorbezeichneten $ Sekretär a.sgestellt wurden, ermächtigt. | Zur seidsiänd'gen Quittung-leistung find die Rentamtsdiener und Hilfs- | boten nur befugt, wenn timen tm Bollstreckungsverjahren zur Abwendung der 1 Zwangsvollstreckung Zahlung angeboten wird. | SBicb außerdem an die Rentamtsdiener und Hilfsboten seitens der Pflich- i tipen Zahlung geleistet, so geschieht dies auf Wag und Gerahr der Pflichtigen, f V. Nach § t)7 der Geschäftsanweisung für die Rentämter vom 4. 6 1963 Fin. Rin Bl S. 306 sind iür die Einzahlungen die Stunden von 8—12 Wb* vormltags und von Ä-B Uhr nachmttags bestimmt Am letzte«Tage jeder Woche sind die Kassenziwmer sür die Abwicklung von Kassegeschäften Mit den Parteien bereits um 4 Wh* geschlossen. 8«a«Ftmt, den 23. November 1918. 3281 gsUwt atnU Bekanntmachung.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Bchitzehr mit Waffen. Zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit ergeht folgende Anordnung: 1 1 § l. ! r Ablieferung! von Waffen. 1 Sämtliche Schüße, Stich- und Hiebwaffen, ferner Munition aller Art, Handgranaten und Explosivstoffe, die seit 1. November 1918 aus militärischen Beständen auf irgend eine Weise unrechtmäßig in den Privatbesitz von Militär? oder Zivilpersonen gelangt sind, oder bei Plün­ derungen von Waffenjlädjen entwendet wurden, sind ohne weitere Aufforderung Tis längsseits Freitag, den 29. November 1918, abends 6 Uhr auf der Polizeiwachje abzuliefern. Bei Zuwiderhandlungen sind Haussnchfungen durch militärische Kommandos unterFührung von Poltzeimannschnsten und Gendarme­ rie zu gewärtigen. 1 i § 2. - i JührunS von SUjutzjwaffe«. Es ist verboten, Schußwaffen jeder Art ohne besonderen Erlaubnisschein (Waffenschein) zu führen (bei sich, zu tragen). . ' Dieses Verbot gilt nicht: 1 ! i 1. Für die SicherheUsorgane des Staai, tes und der Gemeinden hinsichtlich der zum Tienstgeb rauche benötigten Schust' ! Waffen; i 1 " &lt; i -2. Für Militärlpersonen hinsichtlich der zum Dienstgebräuche benötigten Schust! i Waffen. ' ' Waffenscheine werden bis auf weiteres nur für die Inhaber von Jagdkarten und Schntzgewehrscheinen hinsichtlich der landesüblichen Jagdwaffen ausgestellt. i Zuständig zur Ausstellung des Waffen­ scheines ist die Distriktspolizeibehörde desWohnsitzes des Antragstellers. i Ter Waffenschein ist in der Regel auf die Tauer eines Kalenderjahres zu begrenzen und muß die genaue Bezeichnung der gestat­ teten Waffe, eine genügende Personenbeschxcibung und die Untershxist des Inhabers enthal­ ten. Ter Inhaber des Waffenschseines hat die­ sen stets bei sich! zu führen und den Sicher­ heitsbeamten auf Verlangen vorzuzeigen. Ter Waffenschein kann bei mißbräuchlicher Verwen­ dung entzogen werden. &gt; I &gt; § 3. Handel mit Sjchmßiwaffrn und Munition. Ter gewerbsmäßige .Handel mit Schüße Waffen und Munition ist bis auf weiteres nur in offenen WasfengeschMen und nach näherer Regelung durch, die Distriktsipolizeibehörde des Wohnsitzes des Antragstellers erlaubt. Jeder sonstige Handel mit S'nßwafsen und Munition ist verboten; ebenso ist ver­ boten, Schußwaffen oder Munition an anders entgeltlich, oder unentgeltlich zu überlassen. § 4. 1 1 &gt; Geltung der Bo!r,schleiften. Vorstehende Vor schiften haben bis auf weiteres ausschließliche Geltung. München, den 20. November 1918. ewmimftermi» des Stinern: gez Auer. Der Minister für militärische Angelegenheiten : gez. Roßhaupter. 3278</p>
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          <p>Konstituante und der Erhaltung des Reimes. Als Sitz der Konstituante soll Frankfurt a. M- gewählt werden. , i &gt; ' Bcrgebliches Beginnen. &gt; Berlin, 24. Nov. Unter der Ueberschxift "Achtung, militärische Gegenrevolution! Sitzt von Armin — der deutsche Alexejem!" gibt der "Vorwärts" eine Meldung holländischer Blätter aus Aachen wieder, wonach der Ober­ kommandierende der nach, Aachen zurückgekehr­ ten 4. Armee, Sixt von Armin, bett Befehl er­ lassen hat, daß, alle roten Fahnen von den T,äs­ chern verschwinden müssen. Er sehe es als die Aufgabe der bürgerlichen Parteien an, sich »ficht mit den Arbeiter- und Soldatenrätew tzu vereinigen, sondern danach, zu streben, die Revolution zu vernichten; die Arbeiter- und sSoldatenväte müßten davongejagt werden, um die alte Ordnung des alten Teutschen Reiches wieder herzustellen. Ter "Vorwärts" bemerkt dazu, der Getteral wird sich wundern, welche Wirkungen sein tolles Treiben im Reich, aus­ üben wird. Jedenfalls soll er wissen, daß jeder Versuch,, das militärische Kaisertum wie­ der aufzurichten, auf den einigen Widerstand aller Sozialisten stoßen wird, daß sie alle be­ reit sind, gegen den Widerstand des alten in Blut und Schmutz zusammengebrochenen Sh- . stems bis aufs letzte zu kämpfen. , , j Tas Vorgehen eines einzelnen Offiziers hat selbstverständlich, nicht die geringste Be­ deutung für die Gesamthaltung der deutschen Offiziere, die ohne Zweifel an den bisher kund­ gegebenen Grundsätzen festhalten werden. "Neues" von den Spartaiüsteuten. Berlin, 23. Nov. Bei dem Putschver­ such, der Spartakusleute aus das Berliner Pox slizeipräsidium handelte es sich., wie nachträglich [festgestellt wurde, auch, darum, die kürzlich, ver­ hafteten Urheber des verursachten Millionen­ raubes auf dem fchtesischen Bahnhof in Berlin zu befreien. Dieser Versuch, ging nämlich von der Spartakusgruppe aus und diese Gruppe betrachtet die von ider Polizei dabei festgenom­ menen Personen als "politische Märtyrer", de­ ren Befreiung das Ziel ihrer nächtlichen An­ griffe aus das Polizeipräsidium war. Leider t Ittxtr es den Spartakusleuten tatsächlich gelun- | gen, einige dieser gemeingefährlichen Elemente • zu befreien und damit zu einer Erhöhung der allgemeinen Unsicherheit beizutragen. Es wird höchste Zeit, daß gegen das ver­ brecherische Treiben der Spartaktsgruppe ener­ gische Abwehrmatznahmen getroffen werden, i Konferenz deutMpr Finanzmtuister. | Berlin, 25. Nov. Wie der "Berl. LoL!Anz." erfährt, wird sich, an die heutige ReichÄtonferenz iu der nächsten Zeit eine weitere Konferenz der Finanzminister der einzelnen deutschen Freistaaten anschließen, in der über | die neuen Steuerpläne Beschluß gefaßt — we­ nigstens eine einheitliche Grundlage geschaf­ fen werden soll. Ter Zeitpunkt dieser neuen Konferenz, die voraussichtlich ebenfalls in Ber­ lin stattfinden wird, ist noch, nicht festgesetzt. Lebensmittet für TjeutßUaud. Berlin, 25. Nov. Tie "Pol. Park. Nächst ritten" schreiben dem "Berliner Tageblatt" zufolge: Ten energischen, Protesten der erbit­ terten öffentlichen Meinung Deutschlands über die Fortsetzung der Hungerblockade scheint jetzt doch ein getoiffer Erfolg beschieden zu sein. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der Lebens­ mittelversorgung Deutschlands durch die Re­ gierungen der Entente auf Wilsons Anregung Hin jetzt endlich- praktisch nähergetreten wird. , Zur BorAesjchlichte der Nevolution. Berlin, 25. Nov. Zur Vorgeschichte der Revolution sprach, Sonntag abends Ledebpur sin einer j)on den Unabhängigen einberufenen Wersammlung. Am 5. Nov. wurde in seiner jPartet über die Möglichst beraten, am an­ deren Morgen mit einem Generalstreik loszu­ schlagen. Am Freitag erfuhren wir, daß einige von uns, u. a. Täumig, auf dem Wege znm Reichstag verhaftet worden seien. Wir ver­ muteten dasselbe von Liebknecht und Barth. Erst unter dem Eindruck dieser Verhaftungen beschlossen wir, schon am Samstag morgens loszugehen. Während unserer Beratungen glaubte Barth seinerseits, daß wir inzwischen i verhaftet wären, und wirkte seinerseits im glei] ichen Sinne aus die Fabriken. Wäre der KontI flikt nach, unserer Absicht schon am 5. November ! ausgebrochan, so wären manche MißverständI Nisse vermieden worden. Tann erst auf die Nachrichten von der Wasserkante und aus Süd­ deutschland hin sah die andere sozialdemokra­ tische Fraktion ein, daß es für sie höchste Zeit sei, den Anschluß zu erhalten. Erst Samstag morgens sind deshalb S heidemann, Ebert und Braun an mich, mit dem Ersuchen herangetre­ ten, wenn der Putsch, gelingen sollte, mit ihnen ein Kabinett zu bilden.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Gemäß Magistratsbeschlusses vom 22. Novbr. c. werden für dt« Wintermonate mit sofortiger Wir­ kung die D.enststunden in den magistratische» Büros, einfchl. Arbeitsamt an den Montagen mit Freitagen von 8—12 1 /* und 2-5 Uhr, Kassa­ stunden von 8—12Vj und 2—4 Uhr an den Sams­ tagen von 8—1 Uhr festgesetzt. Kassastunden von 8—12 Uhr. An den Sonntagen ist für unaufschtebliche, dringende Dienstgeschäft nur ein Tage! dienst von IO 1 /* bis gil 1 /« Uhr auf Zim. Nr 2 und im Arbeitsamt eingerichtet. Bet der LIchtwerkedtrektkon und der Lebensmittelstelle (Rostngaffe) find die Bürostunden täglich von 8—12'/» und 2—5 Uhr festgesetzt. Beim Stadtbauamte, Schlachthof u. Lethanstalt verbleibt es bei der bisherigen Regelung. Land sh nt, den 26. November 1918. Stadtmagistrat Dr. Herterich. 3290</p>
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