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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-11-28"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 325</biblScope>
          <date when="1918-11-28">1918-11-28</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Erzberger gegen Eisner.</p>
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          <p>Reich zum Frieden komme, eine ebenso ungMchlid"e, wie unzulässige Einmischung in die Po­ litik. Sobald von der Nationalversammlung ge­ sprochen wird, fühlt sich Kurt "Etsner" per­ sönlich beleidigt. Fast hat es den Anschein, als ob die in der letzten Zeit sich! bildenden separati­ stischen Bestrebungen im Süden einep be­ sonderen Einfluß auf den "ReschsfreundEisfter" haben würden. Ganz sonderbar mutet im Zu­ sammenhang damit folgende Meldung an. Zürichs,26. Nov. Tie Zürcher Morgenzeitung meldet aus Paris aus angeblich! durchs­ aus informierter Quelle: Tas Ziel der fran­ zösischen Politik sei die Verlegung des Schiverp unkt es der deutschen Politik nach Süden, wes­ halb man dem Anschluß Deutsch-Oesterreichs erst nach! der Errichtung' eines selbständigen Süödeutfchlands und nur an dieses zustimmen könne. ' • i_ i ' i Ter daher. Gesandte in Bern verkehrt mit Vertrauensleuten Clemenceaus, die fran­ zösische Regierung will den Schwerpunkt der deutschen Politik nach Süden verlegen. Hier aber sitzt Kurt "Eisner", also eine Person, an die sich vieler Leute Hoffnungen knüpfcchn, eine Person, die bts-heute es, wie vor einigen Tagen bisher unwidersprochen in der Presse behauptet wurde, fertig' gebracht hat, unter einem Pseudonym, einem Schristfiellernamen, ein Land zu regieren. Warum legt Herr "Etsner "denn seinen Technamen heute nicht ab, wo er sein Ziel erreicht, wo er an der Spitze Bayerns steht, mit der Aussicht auf die Herrschaft in Süddeutschland. Warum hüllt er seinen wahren Namen Koschhnski in geheimnisvollen, allerdings deutsch klingenden Schleier. Tie daher. Gesetze sind Noch, in Kraft. Nach ihnen aber ist Kurt "Eis­ ner" der Strafe verfallen, sobald er sich im polizeilichen Melderegister unter diesem Na­ men einzeichnet. Tie Unterzeichnung einer Ur­ kunde mit falschem Namen aber macht die Ur­ kunde ungiltig. 1 | ■ * Wenn wir uns genötigt sehen, zu deft schärfsten Mitteln zu greifen, so ist es der Gedanke, daß auch eine Revolution unter den Sozialisten Bayerns Männer hätte sindssn kön­ nen, denen Bodenständigkeit und Kenntnis der baher. Eigenart die nötigen Eigenschgsren zur Leitung der prov. Regierung verliehen hätte. Außerdem muß die imimjer mehr ablehnende Haltung "Eisners" zur, Frage der deutschen Nnd daher. Nationalversammlung und die mini? bestens zweifelhafte Haltung in Frage der Meichseinhert Bedenken einflößen. ' Wir aber wollen Klarheit und Wahrheit. Aus diesem Drange heraus muß intimer wieder die Forderung auf Einberufung der National­ versammlung ertönen. Nicht die Tiktatur, son­ dern den Volksstaat hat die Revolution ver­ heißen. Wir nehmen die Machthaber heute beim Wort. Wir fordern, daß sie die Mitarbeit des ganzen Volkes am Staate möglich! machen, daß es nur freie Bürger im freien Staate gebe.</p>
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          <p>uns Vertretern der Ostfront keine Gewähr, daß die Interessen der Gesamtheit richtig vertreten werden. Wir fordern deshalb: 1. den unver­ züglichen Zusammentritt des Reichskongresses der Arbeiter- und Soldatenräte; 2. sofortige Zulassung der von den geschlossenen Armee­ gruppen der Ost- und Westfront zu entsenden­ den Delegierten für die Entscheidung aller für vas nette Deutschland grundsätzlichen und mi­ litärischen Fragen. Im Verfolge dieser Erklä­ rung blieben vier Telegierte der Ostfront, in Berlin zurück, um beim Auswärtigen Amt. dem Kriegsminister usw. die Interessen ihrer im Osten aus der Heimkehr befindlichen Kameraden zu vertreten. i ; Tie Ablieferung deutschen EifenbahnMaterials. Rotterdam, 27. Nov. Nach Reuter har Deutschland der Entente mitgeteilt, daß die im Waffenstillstandsabkommen festgesetzte Ablieferung von Lokomotiven uni) Wagen sehr schwierig geworden sei, da das rollende Ma­ terial sich&gt; in einem sehr schlechten Zustande befinde. Staatssekretär Tr. Sols ersuchte da­ her, das Tatum der Uebergabe auf den 1. Februar 1919 hinauszuschieben. von der Sache nichts zu wissen. Ehe Militär eintraf fuhren zwei Lastkraftwagen, besetzt mit Matrosen und Soldaten bis an die Zähne be­ waffnet, vor. Bevor es zum Aeußerften kam, j näherte sich, ein Radfahrer, der den Insassen der Automobile etwas zuflüsterte. Ties hat1 te zur Folge, daß die beiden Lastkraftwagen j mit ihren Besatzungen wieder umkehrten. i Gegen Erzbemer, Sols, Tavid und I SWivemann. Mü nHen, 27. Nov. Ter Vollzugsausschuß des Arbeiter-, Soldaten- und BauernratesMün,.chen hat nachstehendes Telegramm an bey Voll­ zugsausschuß des Arbeiter- und Soldatenrates Berlin heute abgesandt: I i Ter Vollzugsausschuß des Arbeiter-, Sol« baten- und Bauernrates entnimmt aus den Verhandlungen der Konferenz der Vertreter der deutschen Republiken mit Entrüstung die unerhörte Tatsache, daß noch immer die fönt» promittiertesten Vertreter des bisherigen Sy­ stems, die Herren Erzberger, Solf, TavÄ und Scheidemann den entscheidenden Einfluß be­ sonders in der auswärtigen Politik ausüben. Wir verlangen die sofortige Beseitigung dieser l konterrevolutionären Elemente und fordern den j Arbeiter -und Soldatenrat in Berlin auf, mit allen Mitteln den Sturz einer Regierung heribeizuführen, die weiterhin solchen Personen ei­ ne entscheidende Stellung einräumt. Besorgnis vor einer Gegenrevolution. Berlin, 27. Nov. In einer Versamm­ lung der Arbeiter- und Soldatenräte GroßBerlins teilte der Volksbeaustragte Emil Bahr mit, Pas Kabinett habe gestern abends der Obersten Heeresleitung den Befehl gegeben, fidji von Kassel nach Berlin zu verfügen. Es habe ferner die sofortige Absetzung des Generals Eberhard verlangt. Zur Stunde sei noch keine Antwort der Obersten Heeresleitung eingelau­ fen, doch hoffe man, daß die militärischenSteklen getreu ihrer Zusicherung, sich dem Willen der Regierung beugen werden. Weiter führte Bahr tmii! aus, daß eine Ge­ genrevolution im Werke sei, wie die Prokla­ mation mehrerer Generäle und ihr Verhalten gegenüber den Arbeiter- und Soldatenräten sowie den roten Fahnen zeige. "Teshalb brau­ chen wir noch Munition? Wir sind nicht feige genug, uns ruhig hinopfern zu lassen." 2iic Ostarmee gegen den Berliner Bollzugsrat. Berlin, 27. Nov. In Berlin versammelte Delegierte der großen Soldatenräte der 8. und 10. Armee, der Etappe am Bug, des Militävgouoernements Litauen, sowie des 3. Armee­ korps, sämtliche aus dem Osten, in Vertre­ tung von 360 000 Kameraden, haben am 25. November dem hiesigen Boflzugsrate folgende Entschließung vorgelegt: Tie einseitige Zusam­ mensetzung des Berliner Vollzugsrates bietet</p>
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          <p>Die Kämpfe in Ostgalizieu. In Ostgalizien haben die Polen neuer­ dings Erfolge über die Ukrainer errungen. Ueber bje letzten Kämpfe wird gemeldet: Krakau, 26. Nov. Tie Polen haben den Ukrainern Krakau entrissen. Tazu wird ge­ meldet, daß die zurückziehenden ukrainischen Abteilungen nach einem Artilleriekamps das Landtagsgebäude in Brand steckten, nachpem sie zuvor Petroleum in tute Säle geschüttet hatten. Das Landtagsgeoäude wurde größten­ teils eingeäschert. Furchtbare Judenprogrome in Lemberg. Ueber die Judenverfolgungen in Lemberg liegen jetzt nähere Nachrichten vor; sie erregen Grauen. &lt;|£ wird gemeldet: 1 Wien, 27. Nov. Hier aus Lemberg ein­ getroffene Reisende berichten über große Judenprogrome vom 22. bis 24. Novemberr. Ahn 22. ds. ^begannen ausgedehnte Plünderrungen der jüdischen Geschästsläden und Häluser:. Pol­ nische und ungarische Geschäfte bliebem ver­ schont. Tie Plünderer, unter denen siG viele Frauen befanden, sollen unter dem Befehl von Offizieren der polnischen Legion gestanden sein. Am 23. ds. brannte das ganze Judenviertel in Lemberg. Tie Juden dursten ihre Häuser nicht verlassen; wer quf der Straße erschien, wurde niedergeschossen. Tas Wasser wurde ab­ gesperrt, um Löscharbeiten zu verhindern. Ter Tempel wurde angezündet. Tas ganze Juden­ viertel ist zerstört. Hunderte von Leichen jüj- Oesterreich. ; bischer Frauen, Männer und Kinder find aus den Straßen aufgeschichtet. Am Morgen des 24. ds. wurden viele Leichen mit Lastautos weggeschafft. Jüdische Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren wurden geschändet und aus den Fenstern auf die Straße geworfen,, wo sie tot liegen blieben. Am 24. November wurde dem Progrchn, das für alle Zeiten eine Schmach für Lench berg bilden wixd, durch! Verhängung desStandrechts Einhall getan. Seitdem ist es verhält­ nismäßig ruhig geblieben. Unter Aufsicht gestellt. , Wien, 27. Nov. Von amtlicher Wiener Seite wird erwogen, alle Personen unter Auf­ sicht zu stellen, deren Schuld am Ausbruch des Weltkrieges bereits feststeht, ebenso die Gra­ fen Bevchtold, Czernin und mehrere Gesandte und höhere Beamte des Kriegsministeriums, die sich, an Kriegslieferungen beteiligt haben. Auch der frühere Kaiser, die Erzherzöge Friedrich, Eugen und Peter Ferdinand sollen dieses Schicksal teilen. Ferner dürften eine Anzahl der bekanntesten Heerführer unter Auf­ sicht gestellt werden. Tie militärffche Unter­ suchung dürste General Arzenberg führen.</p>
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          <p>Ungarn. 32 Millionen Kronen von LnftWWeH» gestohlln. i ! Budapest, 26. Nov. Aus der Filiale der österreichisch-ungarischen Bank wurde an­ läßlich! des Rückzuges der Truppen der grüßte Teil des Geldbestandes nach, Ujpidet gebracht. 32 Millionen Kronen, die auf den Weiters traspvrt warteten, wurden bei der Uebergabe von zwei Flugzeugführern gestohlen. Tie bei­ den Flieger haben das Geld auf dem Luftwege entführt, ohne daß man bisher «gend eine Spur von ihnen entdecken kotzmte. Tas ungarische katholische GMkopat mit dem Fürstprimas Czernoch, an der Spitze richtete an den Ministerpräsidenten Karolhi ein Schreiben, in welchem es erklärt, daß die Kirche zur Verwirklichung! der demokratischen Besitzreform den hiezu geeigneten Grundbesitze der Regierung zur Verfügung stelle. &gt;</p>
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          <p>klamationen lan die Soldaten und ruft sie unter die Fahnen, um d.en uuterbvoicheuen Krieg »nun­ mehr zu Ende zu führen.</p>
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          <p>Ach, Unsinn, Doktor, der Junge ist aus Furcht vor der Strafe, die ihn ob des Ueb «falle» gegen Sie trifft, ausgerückt. Das ist alles! Ich wollte Sie nicht unnütz damit behelligen, deshalb schwieg ich bi» jetzt; es tut mir leid, daß ich nicht noch i5,8k $ äs .«.M. Lippen weit zurückgelehnt in dem bequemen Rohr, feffel und starrte vor sich hin. In seinen blauen Augen flackerte eine fieberhafte Unruhe; aber er bezwang sich und sagte anscheinend gleichgültig: "Also Sie glauben nicht, daß das Paar zusammen verschwunden ist?* "Sicher nicht Doktor die Booijemädchen tun das nicht." Tam Erichs atmete hörbar auf. Eine Weile faßen die beiden Männer im Schweigen. "Ich möchte wohl wiffen, wo Jnken ist", nahm der Dok­ tor nach einer Weile die Unterhaltung wieder auf. "Sie kennt doch das Festland gar nicht . . ., ich meine, sie müßte doch auf der Insel sein." Er sah stageud in das Gesicht des Kapitäns, der undurchdringlich ernst in die Ferne schaute. "Ihr solltet nicht so viel an da» Mädchen denken, Doktor," gab Dilles ©tönen zurück, dann ging er ine Hau». Tam Erich» war allein. Der Abend kam, lautlos, schattenhaft. Ihr solltet nicht so viel an da» Mädchen denken", wiederholte der Doktor Dtt- U{8 Worte. Das war es ja eben. Warum dachte er so viel an Jnken Bootje? Was ging ihn eigent­ lich das blonde Friesenmädchen an? Nicht», rein gar nichts! Damals, als sie selbstverständlich an , seiner Seite blieb, da ihm ein Leid geschah, als sie ihn so ruhig und zart, so bestimmt in den Helhoog führte, damals hatte er die Empfindung gehabt, als wäre Jnken Bootje immer mit ihm gegangen. Und darum hatte er auch so fest und sicher am anderen Tage darauf gerechnet, Jnken wieder an seiner Seite zu sehen. Er war überzeugt, sie würde kommen, nach feinem Ergehen fragen, sich vielleicht seiner Pflege annehmen. Er dachte gar nicht an die Möglichkeit, daß es anders fei» könnte; und als dann Jnken Bootje nicht kam, da empfand er eine grenzenlose Bitterkeit. War sie schließlich anders als andere Frauen, die er kannte? Nein, er selber hatte sie unbegriffenerwetse mit all den Tugenden ausgestattet, die er, bltrder Narr, bei Jnken Bootje zu sehen meinte. Würde wohl Jnken Bootje, wie er sie zu kennen glaubte, auf und davon gegangen sein, ohne sich auch nur um ihn zu kümmern, wo sie wußte, daß er ihretwegen Schmerzen litt? Freilich, einige Tage nach Jnken» Verschwinden hatte plötzlich ein altes rätselhafte» Weib an seinem Lager gestanden. Erschreckt hatte er unwirsch nach ihrem Begehr gefragt. Da hatte sie heimlich vor sich hin gekichert, und die großen leuchtenden Zähne ! hatten ihn wie die ein«» Raubtiere» angeblitzt: "Ich komme von List Damit Ihr es wißt",— hatte sie, sich im Kreise herumdrehend, gesungen. "Schön Jnken läßt fragen, Ob Ihr habt zu klagen, Ob hellen die Wunden? Sie wäre gebunden In weiter Ferne, Doch grüßt sie Euch gerne." "Wo ist Jnken Bootje?" hatte er ganz laut geschrien, den Arm der vorübertanzenden Frau fest ergreifend und zusammenpressend. "Gib Antwort, Wetb!" Da hatte die Alte sich hohnlachend seiner Hand entwunden und an der Tür hatte sie mit einer tiefen grotesken Verbeugung, bet der ihr da» wilde graue Haar lang über die Schulter fiel, gekichert: "Wo die weißen Dünen ragen Und die Möven leise klagen, An dem alten KöntgShafen — will ich schlafen." Mit einem Satze war Tam Erich» von seinem Lager in die Höhe gesprungen, doch war die Alte verschwunden. Er aber hörte ihr Kichern noch lange durch die Gänge de» Helhoogs klingen. (Fortsetzung folgt.) ' . | I</p>
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          <p>Vor den Friedensverhandlungen. Mrlängerung dos Waffenstiklstandes. Bern, 26. Rov. Lackt "Echo de Paris" rechnet man in Pariser parlamentarischen Kreisen mit einer Verlängerung des Wafsenstillstandes. l Aus englische^ Quelle wird gemeldet, daß Londoner politische Stellen mit dem Ab­ schluß des Pväliminarftiedens anfangs 'Feb­ ruar rochnem Ms dahin wird der Wassenstilhstandsvertrag verlängert.</p>
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          <p>England. Tie Blockade. Rotterdam, 26. Nov. Lord Robert Cecil erklärte in einer Rede, daß diejenigen^ die im Kriege stch&gt; Verbrechen zuschulden fom? men ließen, bestraft werden müssen. Beson­ ders bezöge sich» das auf diejenigen, die sich Grausamkeiten gegenüber schutzloser! Kriegsge­ fangenen erlaubt haben. Tie Bestrafung der internationalen Verbrechen sei die Gruftdla? ge des.ganzen Gedankens des Völkerbundes. Weiter sagte Cecil, daß die Gegensätze zwi­ schen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus­ geglichen werden müßten. Bezüglich der Blokkade gab Cecil zu, daß Fehler begangen wor­ den seien, aber die allgemeine Politik wäre recht gewesen. Niemals in der Geschichte der Welt sei eine Blockade erfolgreicher gewesen.</p>
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          <p>Böhmen. Prager Nachrichten. P r a g, 26. Nov. In der achten Sitzung der Nationalversammlung wurde die Ernäh­ rungsdebatte fortgesetzt. Es folgte sodann die Debatte über Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot,. Auszahlung der Unterstützungsbeträge, Regel­ ung der Preise für Lebensmittel, für Rohstoffe, für Jndustrieartikel und landwirtschaftliche Ar­ tikel, sowie Ergänzungswahl für die Aus­ schüsse. Tie Straßenbeleuchtung in Prag funLtioniert bereits wieder in den meisten Stra? ßenzügen. . , , '</p>
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          <p>Frankreich. Französisch^ Sozialisten für Annexion. Paris, 26. Nov. In der am Sonntag abgehaltenen Sitzung des Vollzugsausfchjusses der radikalen und radikal-sozialistischen Par­ tei sprach» sich d« Präsident der Kammer!-, kommission für Auswärtige Angelegenheiten, Franclin .Bouillon, für die vollständige Be­ zahlung der Kriegskosten durch» Teutschland, die Wiedergutmachung der verursachten Schä­ den, die Rückkehr Frankreichs in seine Gren­ zen vom 'Jahre 1814 mit Einschluß des Saar­ beckens und für eine große Anzahl politischer und wirtschaftlicher Garantien auf dem lin­ ken 3tl)einufer gns, welche Frankreich gegen jede Invasion endgültig sch»ützen solle. Ter frühere Adjunkt im Bürgermeisteramt von Mühhausen, Titz, unterstützte die Ansichten Francltn Bouillons.</p>
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          <p>Die Lage im Osten. j i In Petersburg ist es zu neuen Straßen,kämpfeA gekommen, die einen weiteren Um­ fang zu nehmen drohen. Ueber den gegenwär­ tigen Stand der Bewegung liegt folgende Meli düng vor: i ' 1 Stockholm, 26. Nov. Aus Zarstzoje Selo wird gemeldet, daß es in Petersburg zu Kämpfen zwischen Arbeitern und deutschen Of­ fizieren gekommen ist. Tie entstandene Be­ wegung greift aus die dort gewählten Fabrik­ ausschüsse mehr und mehr über. Weiße Garde sammelt sich, 6ei Narwa zum Angriff auf Pe­ tersburg. , i Es scheinen sich überall in Rußland ent­ scheidende Kämpfe mit den Bolschewisten vor­ zubereiten. i Eine internationale Bopmunvsschpst über : 1 Rußland. 1 Daß sich, die Ereignisse in Rußland immer mehr zuspitzen und von der Entente znm An­ lasse für ein Einschreiten genommen werden sollen, geht aus nachstehender Meldung her)vor: - • » ( i i • Zürich-, 27. Nov. In der Londoner City herrscht die Meinung, daß die Ereignisse zu einer Art internationaler Souveränität über Rußland drängen. Unter internationaler Vor­ mundschaft würden die Russenwerte die ge­ suchtesten Werte des Weltmarkts werden. T&lt;as heißt nichts anderes, als daß auf Rnßlavnd die Ueberwachung Aegyptens durch Englamd in internationaler Aufmachung a,ngetonnbt werden Jots. , ; Rußland.</p>
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          <p>Allerlei. Batermord. In Mehlmeisl bei Kemnath kamen zjvei vom Felde heimgekehrte Bolbap ten mit ihrem Vater in Streit, in dessen Ver­ lauf der alte Mann von einem seiner Si hpe erschpssen wurde. ; I</p>
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          <p>rrrt schwere Verletzungen, daß er sofort ins Krankenhaus nach, Strauvintz, verbracht werden mußte i i Passau, 27. Nov. (Flüchtlinge aus Teutsch^Wöhmen) kamen gestern hier an, darunter eilst Professor, mehrere Hochschüler und Arbeiter. |@te suchten hier Unterkommen und gehen nach Hinz weiter. Ueber ihre unfreundliche Be­ handlung bei Magistrat und Bezirksamt Passau führten die deutschen Flüchtlinge bitter Klage, dagegen lobten sie das freundliche Ver­ hallen aller militärischen Behörden. — Im Winterberger Bezirk verhaften die eingefallenen Tschechen deutsche Beamte, nehmen Geiseln mit jund pressen Weller die deutsche Jugend ins tschechische Heer. !■ I : Passau, 27. Nov. (Einführung des Acht^ stundentages.) Tie gestern im Bayer. Hof ver­ sammelten Arbeitgeber größerer Betriebe in Passau haben beschlossen, noch im Laufe des Monats Tezember den Achtstundentag einzufüh­ ren. I Passau, 27. Nov. (Ten 1 L-Uh r-Ladenschjluß sän Sonn- und Feiertage^) wünschen die Passauer Friseurgehilfen und sie haben deshalb eine Eingabe beschlossen. Bisher ist 2-UhrLadenschluß. Tie Geschäftsinhaber sollten nicht erst die Eingabe lange abwarten, sonderet diese herechtigte soziale Forderung von sich aus ab sofort beschließen. ; ( i , ( Entlassung und Beurlaubung. Soweit nicht die Aufrechterhaltung der Sicherheit im Lande und die geordnete Turchjßührung der Demobilmachung eine Zurückbehal­ tung erfordert, werden alle Angehörigen des iBesatzungsheeres sofort entlassen mit Aus­ nahme der Heeresängehörigen, die in deft Jahren 94, 95, 96j, 97, 98 und 93 geboren fitjb. ( Auch. von diesen werden di,e Geburtsjahrjgjänge 94 bis 97 beurlaubt, sobald es die Verhältnisse gestatten; überdies ist auch! ihre lEn t l a s s su n g vorgesehen, sobald die dem Heimatheere zufallenden Aufgaben ihre Zu­ rückbehaltung nicht mehr erfordern. Eine Beurlaubung! der Jahrgänge 98 und 99 könnte nur in Aushahmefällen in Frage kommen. , l ", Allgemein — ohne Aücksicht auf ihren Jahrgang — werden serners entlassen: Beamte, Sicherheitsbeamte (Gendarmen. Polizeibeamte, Schutzleute), Angestellte und Vorarbeiter im Staats- oder Kommunaldienst, einschließlich der Beamten und Angestelltes «n den Arbeitsämtern und Arbeitsvermittlungssstellen, Arhellersekretäre, ferner Angestellte in Staats-Postdienst ,in Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerken, im öffentlichen Verkehr (Tram­ bahn, Güterspedition), im Bergbau; Angestellte der .Staats- und Privatbahnen, die vor ihrem Eintritt ins Heer im Staats- oder Privatbahn­ dienst gestanden haben; ferner die links des Rheins beheimateten Heeresangehürigen, Gesuche um Urlaub für Angehörige des Besatzungsheeres oder nur UrlaubsverMngerung für bereits beurlaubte Leute sind an die zuständigen Ersatz-Truppenteile zu rich­ ten. ' ' . I Gesuche um Entlassung solcher Leute, die nicht unter die allgemein zu entlasse^den Heeresangehürigen fallen, prüfe» und ent­ scheiden die stellt). Generalkommandos. Sie ffind deshalb diesen zuzuleiten. In gleicher Weise ist zu verfahren, wenn aus besonderen Gründen eijrte Beschleunigung des Entlassungsverfahrens für solche Leute an­ gestrebt wird, die ohnehin zur Entlassung ste­ hen. ( i i 1 Ueberdies ist Verfügung getroffen, daß in Heuen Fällen, in denen das Entlassuugsverfahren durch, Schwierigkeiten in der Regelung der Wersorgungsansprüche sich! verzögert, wenn nö­ tig durch, vorläufige Beurlaubng eine beruf­ liche oder geschäftliche Schjädigung der zu Ent­ lassenden vermieden werden soll. Ta gegenwärtig ein dienstlicher Verkehr tntt den auf dem Heimmarsch befindlichen Feldstellen und Feldtruppenteilen nicht mög­ lich, ist, sind auch die Urlaubs- und Entlaffungs- gesuche für Angehörige des Feldheeres den Ersatztruppenteilen oder stellv. Generalkomman­ dos zuzuleiten, dtp sie nach; Ankunft der be­ treffenden Leut aus dem Felde weiter behan­ deln. ; ' i ; , Urlaubsgesuche, die von den Soldaten selbst gestellt werden, sind an Pie einschMgigqnKäsernenräte zu richten. , , •</p>
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          <p>auf den Standpunkt, daß neue, nicht im Etat vorgesehene Zuschüsse nicht mehr zu gewähren seien. Die Hauptposition der Sitzung bilde­ ten die Kosten der Handwerkskammer für Wie? derbayern, die heuer mit 16 850 Mark statt 9000 Mark im Vorjahre vorgesehen sind. Tie übrigen Beträge gehören für Zwecke der Lan­ deskultur, Fischzucht, Handwerk und Handeü Arbeitsämter, landw. Schplen und Gesund­ heitspflege u. a. 1 ' i ; (2. öffentliche Sitzung.) i Mittwochs 27. November 1918. Tie erste Arbeitssitzung umfaßte, tote all­ jährlich,, alle jene Punkte, die stets wieder^ kehren, für die daher eine Debatte nicht SU erwarten ist, und sonstige minderwichtige Tin­ ge. Auch, Heuer wurden 51 solche Punkte aüf die Tagesordnung gesetzt und in knapp drei­ viertel Stunden durchberaten. Es wurde alles genehmigt, mit Ausnahme von drei Neugesuchen um Zuschüsse für Vereine und das "Bayer- $ kand". Hier stellten sich! Ausschuß und Plenum Lokales. 8tt#b* t) ui, ben 28 November —* Weihnachtstruppensammlung 1918. Infolge Erkrankung des Sammlers und sonstiger eingetretener Umstände halber konnte die Haussammlung, im 7. Distrikt bis jetzt nicht 'durchgeführt werden, weshalb zur­ zeit ein Sammler mit der Durch,führung der Sammlung in diesem Distrikt betraut wird. ES dürfte ferner interessieren, daß die Kom­ mission am 26. Nov. 1918 den Beschluß faßte, in Anbetracht der veränderten Lage insbeson­ dere bei dem Umstande, daß die Truppen in ihre Garnisonen zurückkehren, den gesammelten Be­ trag zum Zwecke des würdigen Empfanges der zurückkehrenden Helden unserer Garnison zu&gt; verwenden, was.auch, sicher im Sinne der Spender gelegen sein wird. - j —*&gt;Vom Nervench,ock befallen wurde ge­ stern auf der Straße ein Soldat. Er wurde von Kameraden zur Polizeiwache geführt, wo er ftch wieder erholte. Tie Freiw. Sanitätskolonne verbrachte ihn in seine Wohnung. , r . — * Spektakel machte heute nacht ein hie­ siger Hausierer in seiner Wohnung und vor dem Hause,f odaß die Schutzmannschast ainschretten mußte. " —* Wegen Uhren- und Schuhdieb­ stahl wurde die Taglöhnerin EmeNe WiwMger von Türnaich, gestern hier fe!stgenonv^ toon heute an für alle Nichtreifenden gesperrt. ■ —* In der städt. Volksküche wurden neue Preise festgesetzt, die im Anzergkenteil zu ersehen sind. , 0 Wohnungsinhabeer ergeht bte Aufforderung, freiwillig Räume zzur Ver­ fügung zu stellen zur Behebung beer Woh­ nungsnot. Näheres im Anzeigenteil. ®. e r P en sion s s o n d für technische Schulen m Niederbayern für das Jahr 1917 schließt bei 32 289.03 ^atf Einnahmen unv 28 612.70 Matk Ausgaben mit einem Aktivrest von 3 676.33 Mark ab. Das Reinvermögen beträgt 91 394.73 Mark. —* Die 8. ordentliche Mitglieder^. Versammlung des Landesverbandes für Säuglings- und Kleinkinderfnrsorge in Bay­ ern, die am 1. und 2. Tezember in Landshut stattfinden sollte, ist bis aus weiteres ver­ schoben worden. Ter Zeitpunkt der Versamm­ lung wird in der Tagespresse und in den Blättern für Sänglingssürsorge bekannt gege­ ben werden. , , —* Der &amp;a^bejugi ist von halb 11 Uhr mittags bis 4 Uhr nachmittags und von 10,15 llhr abends bis 5,45 Uhr früh, gesperrt. —* Im Weltkino brachte der Prvgramm-wechsel ein ergreifendes sünfaktiges Trama »Fesseln der Nacht", sowie das reizende Suffp Mel in 3 Allen "Ballzauber". Beide Stücke, die nur noch, heute und morgen zur Vorführung gelangen, werden gewiß jeden Besucher" be­ friedigen. i ', i Landrat von Niederbayern.</p>
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          <p>Letzte Posten. Graf Ezprnin gegen Faffe. Wien, 27. Nov. Tie Blätter veröffent­ lichen eine Erklärung des Grafen Czernin wesgen des angeblichen amerikanischen Friedenssangebotes und sagen: Herr Jaffe hat unter Zitierung eines Briefes von mir die Behaup­ tung aufrecht erhalten, daß ein Friedensan­ gebot Amerikas durch, einen Vertrauensmann Wilsons erfolgte und von mir abgelehnt wursde. Es handelt sich. in diesem Falle um den Großindustriellen Teinl, welcher seine Mjllshilfe zur Förderung der Friedensfrage anbot, sich, aber nicht als Vertreter einer feindlichen Regierung legitimierte. Meine Tarstellung ist demnach, richtig. 2!ie Wahle» zur Nationalversammlung. ' Berlin, 27. Nov. Tie Verhandlungen über die Vorlage des Reichsamtes des Ur­ nern betreffend die Wahlen zur Nationalver­ sammlung, nehmen, wie das WTB. hört. an­ ten Fortgang. , ! t Von der Flvtte. Berlin, 27. Nov, Bon zuständiger Mel­ le wird dem WTB. mitgeteilt: Für die in den heimischen Gewässern befindlichen KriegÄschtffe ist jede Veränderung ihres Standortes von der Genehmigung des englischen Flotten­ chefs abhängig. Eine große Zahl der in Tanzig lregenden Hilfskriegsschiffe haben mit der Ab­ rüstung begonnen. Tie Abrüstung ist sehr schwierig, weil die Besatzungen zum Teil die Arbeit verweigern. ‘ r 1 Ter NückmavM ' 1 Frankfurt a. M., 27. Nov. Tie 5. Arsmee unter dem General von der Marwitz in Stärke von ungefähr 500 000 Mann, hat bis­ her ihren Rückmarsch programmäßig und in bester Ordnung fortgesetzt. ! . Gegen die Revolution. ; Köln, 27. Nov. Einem Telegramm des Nachrichtenbüros des Arbeiter- und Soldaten­ rates zufolge, mehren sich bei, dem Türchmarsch, der heimkehrenden Fronttruppen die Provokationen gegen die Arbeiter- und Sol­ datenräte. Offiziere votn Infanterieregiment 65 hielten aufhetzende Ansprachen an das Pu­ blikum. Tas Infanterie-Regiment 28 ließ beimPassieren des Domes die Katserhymne spie» len. Tas Telegramm weist auf die Gefahr hin, daß gewalttätige Elemente eingreifen' und durch, ausbrechenden Kamps der Turchmarsch behindert wird. ' ' ‘ Die Pfalz. ! ; : y Ludwigshafen, 27. Nov. Ter "Ps. Kurier" in Neustadt a. H. berichtet in einem Attikel über die Verhandlungen der pfälzi­ schen Teputierten bei der Regierung in Mün­ chen u. a.: Aus den bisherigen Unterhandlungen mit der Regierung hatten wir den Eindruck gewonnen, daß man in der Regier­ ung des Volksstaates Bayern bereits mit dem Verluste der Pfalz zu rechnen scheint und ge­ neigt ist, sie ihrem Schicksal zu überlassen^ wenn sie nicht zum Handelsobjett gemacht werden will. Hierzu wird der Corr. Hofs-? mann vom Ministerium des Äeußern mitge­ teilt: Tiefe Meldung ist ein gemeiner Schwin­ del. Tie Teputatton unter der Führung dess Herrn Abresch ging von uns mit Tankesworten, weil wir uns mll allen Kräften für die Pfalz einsehen wollen. Sollte jetzt das Ge­ genteil behauptet werden, so kann der Zweck! einer solchen Lüge nur sein, daß gewisse Ele­ mente sich, c^rschicken, sich aus irgendwelchen geschäftlichen^oder sonstigen Rücksichten von Bayern loszusagen, um damit den Vorwand dieses Abfalles _gu entschuldigen. j ! j</p>
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          <p>Bekanntmachung. Mit Wirkung vorn Montag, den 2. Tezenybev 1918 ab gelten bis auf weiteres für die Wdt. Volksküche Landshut folgende Preise: &lt;t&gt; für Minderbemittelte: , i Wochenabonnements (für 6 Wahlzeiten) : 1,70 Wk. b) für die Nebrigen: 1 1 f ' ' Woch enabonnements (für 6 Wahlzeiten) - ! i 2,30 Mk. 1 5 1 Für Wochenabonnements sind imsge, ' ' samt 4 Fleifchmarken und 4 Reichsreise' j b rotmarken abzuliefern. ' 1 c) Ferner werden Tageskarten ausgegeben ' - zum Preise von 40 Pfg. An den ! i Fleisch- und Knödeltagen betragen die 1 ' ' ^Preise 50 Pfg. I . Bis auf weiteres sind bei den Tageskarten an den Fletfchtagen 2 Fleischmarken, bei den Tageskarten für Knödeltage 2 Reichsreisebrot-! marken oder 2 Semmelmarken abzugeben. I II.' ! , Minderbemittelte erhalten Ausweise auf Nimmer Nr. 2 des Rathauses (8—12 Uhr). j i.M I im. 1 f ( ^ ; 1 Abonnements- und Tageskarten sind ab 2. Mezember an der Kassa der städt. Bolks'küchje er* Wltlhchj. 1 | ! ! ' 1 f . , &lt;;iv. ; ' 1 ' Tie seitherigen Volksküchenmarken verlie­ ren von diesem Tage ab ihre Giltigkeit. , -.! I .[ 1 [ j - f »V» ' i ' 1 l Tie Volksküche zu Landshut ist nunmehr in stöbt. Leitung übergegangen. Tie bisherigen Er­ fahrungen lassen erhoffen, daß, die Gäste auch! künftighin Ruhe und Ordnung bewahren. Ten mit der Leitung der Volksküche betrauten Dr« Mnen ist Gehör zu schenken. 4101 Landshut, den 25. November 1918. Sradtmagisirat. I. A.: Costa.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Freifahirt auf den Eisenbahnen besitzen die Mitglieder des prov. daher. Parlamentes. Gegen die Fremdenftnt, welche neuer­ dings, nach, Bayern kommt, ermächtigte der Staatskommissar für Demobilmachung die Ge­ meinden, Vorkehrungen zu treffen.</p>
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