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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-11-04"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 301</biblScope>
          <date when="1918-11-04">1918-11-04</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>der 'Amerikaner feine Angriffe fort. Sie haben bei Tailly und Wer VillerÄ-devantz-Dun etwas Boden gewonnen, int übrigen wurden sie abge­ wiesen. Heftige Vorfeldkämpfe westlich der Mosel. , , Leutnant Buckler errang seinen 35. Luftsieg. i Ter 1. GLneralquartiermeister: in " Groener. * WTB. Berlin, 3. November. Amtlicher; Abendbericht: ( VorfeldWmPfe vor unseren neuen Linien zwischen Aisne und Maas. An der übrigen Front feine größeren Kampfhandlungen, , 1</p>
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          <p>Garnisonen des HedschasF des Affir, des Tjemen, Syriens und Mesopotamiens. Uebergabe der von den Türken in Tripolis und der Chrenaika besetzten Forts. Die deutschen und öster­ reichischen Untertanen, sowohl Militär wieZivil, werden im Verlaus eines Monats aus-allen türkischen Stellungen entlassen. Die türkischen Kriegsgefangenen bleiben zur Verfügung der Alliierten. ' j &lt; T ie Türkei ist verpflichtet, alle Beziehun­ gen mit den Mittelmächten abzubrechen. Im Falle von Unordnungen in den arme­ nischen Wilajets behalten sich, die Alliierten das Recht vor, einen Teil zu besetzen. Die Feindseligkeiten werden am 31. Oktober mit­ tags 12 Uhr eingestellt. ( 1 ( enteilte trugen i» Konstanttaoprl. Berlin, 2. Nov. Meldungen der "Voss. Ztg." aus Bukarest berichten, daß die deutschen Marinetruppen und deutschen Hilfsflchifse den Hafen von Konstantinopel verlassen haben. rrJ Konstantinopel ist bereits eine Abteilung eng­ lischer und französischer Soldaten gelandet wor­ den. i f 1 i , I Die Türkei im Kriege. Die WaffenftillstandsbeSingungen für die Türkei. Bern, 3. Nov. Die ententistische Neue Korrespondenz teilt mit: 1 [ Die Waffenstillstandsbedtngungen der En­ tente für die Türkei sind folgende: , i Oejfnung der Dardanellen und des Bos­ porus mit freiem Zugang zum Schwarzen Meer. Besetzung der Forts, Wegräumung der Mi­ nen. Alle Kriegsgefangenen der Verbündeten, ebenso die in Konstautinopel internürtenArmenier werden den Alliierten bedingungslos au&amp;= geliefert. Unverzügliche Demobilisierung der türkischen Armee mit Ausnahme jener Be­ stände, die zur Ueberwachung der Grenze und zr:r Aufrechtserhaltung der inneren Ordnvng nötig sind. I ' ' , Uebergäbe aller Kriegsschiffe in Öfen tür­ kischen Gewässern oder in Gewässern, die von der Türkei besetzt finiv und ihre Internie­ rung in türkischen Häfen. Die militärisch^ Be­ setzung des Taurus durch die Alliierten, un­ verzügliche Zurückziehung der tützKschenTnippen aus dem Nordwesten PersienL Tie Ka­ bel ustd Telegraphen und die Funkenstationen, die Eisenbahnen mit Einschluß des Stückes des Transkaukasus, das gegenwärtig unter derKvntrolle der Alliierten stellt, werde» unter die Kontrolle der Alliierten gestellt, Uebevgabe der</p>
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          <p>und fuhr unangefochten davon. Das leere Ge­ spann fand mans päter am Weißenseer Weg wieder. Tie Ladung, 87 Pakete, ist spurlos verschwunden. 1 &gt; . 1 BWsche MchrWen. ; Reu-TIeutschAnd und das Gebot der Stun­ de. Reichs- und Landtagsabg. Müller^Meü ningen sprach am Sainstag in Münzen über dieses Thema. Er bezeichnete Klarheit und * Wahrheit als das erste Gebot der Stunde. XLn= { ser herrliches Volksheer kann die lieb erzeug-, ung haben, daß der deutsche Reichstag in seiner erdrückenden Mehrheit hinter ihm steht. Ludendorsfs hohe militärische Verdienste feien nie vergessen, doch sei sein Abgang eine politische! Notivendigkeit gewesen. Unsere militärische und&gt; politische Lage ist bitter ernst, aber nii# ver-f zweiselt. Der größte Fehler war die Täuschung' über die militärische und maritime Kraft des! amerikanischen Volkes. Jetzt heißt es für dasc Volk, selbst mitarbeiten am! Volksstaat. In ber Armee sei beste Behandlung, mehr Recht unbi bessere Fürsorge die erste Bedingung für eins weiteres militärisches Aushalten. Klare Ziele! bieten uns heute die 14 Richtpunkts Wilsons. ^ Wenn nach dem Kriege aufgedeckt wird, wie man im Westen und Osten die Sympathie für! Deutschland verwirtschaftet hat, wird einSchrei^ der Entrüstung durch ganz Deutschland gehen, und man wird die Schuldigen zur Rechenschaft' ziehen. Das Beklagenswerteste ist der Abgrund zwischen Nord und Süd. Diese Kluft muß über­ brückt werden. Mit Entschlossenheit sehen wir den Möglichkeiten an der Südgrenze entgegen, doch müssen alle militräis'len Spielereien im Auslande aufhören und alle Truppen, die jetzt! für rein höfische Zwecke verwendet wurden, aus den Randstaaten herausgezogen werden. Ter Bolschewismus würde uns das grüßte Unheil der Welt bringen. Tie Heimat müsse sich! in dem Schwure finden, sitz der Brüder an der Front würdig zu erweisen. Er schloß: Und wenn die Welt voll Teufel wär, es soll uns. dock) gelingen! Das Reich! muß uns doch blei-? den! I I t MÜKöMkW MKMtss I Straubing, 1. Nob. (Besitzwechsel.) Eines? der grüßten Grundbesitze um Straubing, das' Schloßgut der Frau Lang in Falkenfels, wur- r de an die Gebrüder Sattler, Fabrikbesitzer in. Niederwiesa in Sachsen verkauft. Als Kraus-. schilling iverden 650 000 Mark genannt. ! TeMeudorf, 1. Nob. (Postmarder.) Ter mit' einer nwnatlichen-Rente von 37,50 Mk. voM Militär entlassene ledige Mühlbursche Josef Maier wurde bei der Postagentur Gotteszell mit einem Taglohn von 2 Mk. (!) angestellt., Er unterschlug Postanweisungen und beraubte Feldpoflpakete. In der ^Verhandlung entschuld</p>
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          <p>digte er sich mit seiner Notlage, durch« die I schlechte Bezahlung. Tie Strafkammer verur­ teilte ihn zu 1 Jahr und 2 Monaten Gefäng­ nis. ! i i , i i Teggendors, 30. Okt. (Raubanffall.) Drei schulpflichtige Knaben im Alter toen 13 bis 14 Jahren überfielen vor einigen $a&lt;gen abends einen Realschüler, dem sie die Taschenuhr ab­ nehmen wollten. Der angegriffene Knabe setzte sich, mutig zur Wehr und müßten ssich die ju­ gendlichen Gauner mit dem Raub einiger Klei­ nigkeiten begnügen. Ter RädelsführEr, ein fau­ lenzender Taglöhnerssohn, hat sich inner­ halb weniger Wochen des zweiten Rmubanfalles schuldig gemacht. ! i i~ i ! i ■ [ | j Pfarrkirchen, 28. Oktober. (Neues Not­ geld.) Tie 50- Pfennigscheine, von denen als erste Serie 10 000 Stück angefertigt worden waren, sind nach kürzester Zeit vollständig aus dem Verkehr verschwunden, sodaß weitere 10000 .Stück angefertigt werden mußten, dwch scheinen^ lsie sich ebenso schnell zu verkriech,en wie die! erste Ausgabe. Demnächst gelange:« auch, 25=' «Psennigscheine zur Ausgabe. | &gt; P,arrckivchen, 2. Nov. (Entsprungen) ist 'auf dem Transport in der Nähe von Psarrf-s jUrchen der Münchener Schleichhändler Wtteomeier. &gt; | Passau, 30. Okt. (Kriegsnotgelid) wird hier 'in einigen Tagen zur Ausgabe gtelangen. Es werden vorerst 40 000 Scheine zu 5 Mark aus­ gegeben. i Niederbayerische Nachrichten. Straubing, 1. Nob. (Besitzwechsel.) Eines? der grüßten Grundbesitze um Straubing, das' Schloßgut der Frau Lang in Falkenfels, wur- r de an die Gebrüder Sattler, Fabrikbesitzer in. Niederwiesa in Sachsen verkauft. Als Kraus-. schilling iverden 650 000 Mark genannt. ! TeMeudorf, 1. Nob. (Postmarder.) Ter mit' einer nwnatlichen-Rente von 37,50 Mk. voM Militär entlassene ledige Mühlbursche Josef Maier wurde bei der Postagentur Gotteszell mit einem Taglohn von 2 Mk. (!) angestellt., Er unterschlug Postanweisungen und beraubte Feldpoflpakete. In der ^Verhandlung entschuld</p>
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          <p>Lokales. MOeMWAkL Brandversicherungsanfialt. D:er technische Sekretär Thomas Derber in Zwiessel wurde in etatsmäßiger Weise zum! Brandmersicherungskomniissär an seinem derzeitigen Dienstsitze be­ fördert. i , , &gt;, t 1 Landshut, den 4. November. —* Den Hel dentod für das Vater­ land starb der Schütze einer Wasstinengewehrj Abteilung Herr Willy Platiel, Cohn der Fajmilte Joseph tylatiel uno der Schütze Herr Heinrich, Bauer, Sohn 'des Landhturmmannes Bauer, ZiMmernmnn von hier. , I —* In sranzüsischer Gefcangenschsift befindet sich der als vermißt genmelbete Herr Max Buchenrieder von hier, ebeenso der als vermißt gemeldete Vizefeldwebel 'Chr. Müller, Sühn des Herrn Lazarettinfpekto rK Müller hier. i —*Der Schluß desKrieg-strtduums sah! gestern in der Pfarrkirche St. Jodok eine große Schar von Gläubigen. j i 1 —* Zum Stehlen schlich sich am Samstag itne 17jährige Schwaigerstochter in ein Haus an der Litschengasse. Sie wurde jedoch, beobach­ tet und der Polizei übergeben. —* Gestohlen wurde am Gamstast abends einem Lehrer der Umgebung in der oberen Altstadt sein Fahirrad. Als Täter soll ein Reiter in Betracht kommen. | - &lt; . —* Ein Streit entstand gestern abends 10 Uhr in einem Hause der Steckengasse zwi­ schen dem Mietgeber und einer Mietspartei. Die Polizei mußte einschreiten und den Streit schlichten. i | , i i 1 ' i 1 —* Festgenommen wurde der im Zen­ tralpolizeiblatt wegen Diebstahls zur Verhaf­ tung ausgeschriebene Taglühner Johann Mösl von Wimpasing bet Mühldorf. I l —* Eingebrochen wurde heute Nalcht in der Gastwirtschaft.zum Prantlgarten und aus einem Kasten 250 Mark und verschiedene an­ dere noch nicht feststellbare Sachen entwendet. —* Für rhythmisches Turnen und Bewegungskunst soll in der nächsten Zeit hiere in Kursus begonnen werden. Die Leiterin iFrl. Vondermühle war bereits in derselben Meise in Augsburg mit gutem Erfolg tätig. —* Etwas von unseren Klckiegsgesell schönsten. Der Bayer. Landesztg. wird 'geschrieben: Ter Handelsgärtner Ernst Hang sin Laudshut betreibt auch eine Sauerkrautfabrik und beliefert damit hauptsächlich! Mi,litäranst,alten. Es wurde ihm genehmigt, 10 000 Zentner Weißkraut einzuschneiden. Sämtliches Kraut hätte er sich in der Nachbarschaft beschaf­ fen können, davon 8000 Zentner allein vom nahen Erding. Als er nun um Erlaubnis hierzu bei der Gemüseverteilungsstelle in München nachsüchte, wurde sie ihm verweigert und ihm mitgeteilt, daß er von Düsseldorf aus beliefert werde. Ausgerechnet aus unserem Industriezen­ trum, das doch sicher selbst nicht zu viel hjat, ! soll das in dieser Beziehung reiche Niederbahern beliefert werden. Als ob wir in Niederbahern nicht selbst genug Kraut hätten. Hohe Fracht, Eisenbahnüberhäusung, rasche Geschäfts­ abwicklung usiv., alles das spielt bei diesen Gesellschaften anscheinend keine Rolle. .Schlägt ein solches Verfahren nicht allem kaufmän­ nischen Empfinden ins GeWt. Sicher ist aber, daß dieser und ähnliche Vorfälle auch, dazu beitragen, daß wir vorzeitig zusammenbrachen ! und damit den Krieg verspielten. [ * Wiederausgabe des Stlb ergeld e s. Wie von maßgebender Seite mitgeteilt wird, hat sich das Reihsbankdirektorium ent­ schlossen, die in der Kriegszett mehr und meiste aus dem Verkehr gezogenen StlbermüNzen jetzt wieder auszugeben. Ta es sich insgesamt um einen Betrag von über 100 Millionen Mark handelt, hvsft man' auch durch, diese Maßnah­ me der gegenwärtigen ZahlungsMtttelknappheit wirksam 'entgegentreten zu können.</p>
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          <p>AM besten für die Seinen sorgte wer sei« Geld dem Staate borgt. Zeichnet Kriegsanleihe!</p>
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          <p>Tie Kuriere der russische« BoWaft. Tie Zahlendorfer Tgsztg. weist auf den KurierVerkehr d er russischen Botschaft in Berlin Mn. Es wird behauptet, daß bei Herrn Josse wähirend seiner Berliner Amtsführung bereits nicht weniger als 300 bis 400 Kuriere aus Peters­ burg und »Moskau eingetroffen seien. Wo sie geblieben, wisse man nicht. Auch» sei ein utwsangreicher Waffenschmuggel aus 'Rußland i:mi Gange, insbesondere würden HandgrstMten ein­ geführt. H I 1 . N I j L f ! i ! Tie Schuh- und Ledermesse in Leipzig, die im Herbst 1913 zulmj ersten- und letztenmal stattfand, soll im Frühjahr 1919 während der Messe vom 2. bis 8. Würz erneuert werden. Tages-Uebersicht.</p>
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          <p>Handel und Verkehr. Landshut, 31. Oktober. (Viktualienmarkt.) Der heutige Viktualienmarkt war in der Haupt­ sache bestellt mit Weißkraut, 10 Wagen, per 100 Köpfe 22—30 Wart je nach, Größe oder per! Zentner 6 Mark, Weißrüben, 14 Wagen, peir 20 Liter 70 Pfg. oder der Zentner 1.90 Mark. Au­ ßerdem waren viele Keine Wagen mit Blau­ kraut, Wirsing und sonstigen Gemüsesorten vorfHanden. Ter übrige Bestand des Marktes Wa­ den einige Körbe mit Aepfeln, 1 Korb Birnen und Zwiebeln, 10 Stück geputzte Gänse, 4 En­ ten zu den bekannten Höchstpreisen, ebenso ca. 30 Kaninchen, zum Teil''Schlachttiere. Alles fand schnelle Abnahme. Blumen, Mooskränze etc. für Gräberschmuck waren wie jetzt täglich» Zu haben. Einige Gebrauchsgegenstände bildeten den Restbestand des Marktes, der bald beendet war.</p>
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          <p>Oesterreich-Ungarns Unterwerfung. Tie WaffeustMstandsvedinguugen für Oesterreich-Ungarn. — Die Waffenstillftandsvedi«gungen für die Türkei. - Fortdauer der Kämpfe im Westen. — Der Kaiser und die neue Zeit. — Neuordnung in Bayern. — Die Serben haben Belgrad besetzt.</p>
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          <p>Der ßftcrr.-ang. Rricht. ! ' WTB. Wien, den 2. Nov. An der ita­ lienischen Gebirgsfront werden unsere Trup­ pen in planmäßiger Durchführung der Räu­ mung smaßnähmen die Stellungen wie zu Be­ ginn des italienischen Krieges beziehen. In der Venetianischen Ebene ist die Rück­ bewegung über den Tagliamento im! Gange. Tie -Räumung des gesamten serbischen Ge­ bietes steht unmittelbar bevor. i , » 1 WTB. Wien, den °3. November 1918. Amtlich wird gemeldet: Auf den iitalienischen Kriegssichauplätzen haben unsere Truppen auf Grund des abge­ schlossenen Waffenstillstandes die Feindseligkei­ ten eingestellt. Die Verlautbarung der Wassen­ stillstandsbedingungen erfolgt gesondert. ' Der Chef des GenecalstabS. - 1 ' Neue Entcntcpiäne. 1 Rotterdsa m, 2. Nov: Die Blätter beschäftigten fi|f| lebhtaft mit den Bedingungen, die Oesterreich! und Ungarn für den Waffen­ stillstand gestellt werden sollen. Taiky Expreß bezeichnet es als deren wesentlichste, daß die Alliierten freien Durchmarsch^ durch österreichi­ sches Gebiet forderten. Wenn Bayern einem An­ griff ausgesetzt sein wird, werde der Tiruck der süddeutschen öffentlichen Meinung Preußen zum Frieden um jeden Preis zwingen. Daily Mail erklärt, eine neue Front erstehe für Deutsch­ land und das nördliche Tirol. In einigen Wo­ chen werde englische Hilfe die proallierte Be­ völkerung in Rußland erreichen. Der MarineKorrespondent der Times erwjägt die Mög­ lichkeit einer Besetzung Odessas und die Ver­ bindung mir Polen zur Bedrohung der deut­ schen Ostfront. 1 l 1 Nie Türkei i« WM Die WaffenftillstandsbeSingungen für die Türkei. Bern, 3. Nov. Die ententistische Neue Korrespondenz teilt mit: 1 [ Die Waffenstillstandsbedtngungen der En­ tente für die Türkei sind folgende: , i Oejfnung der Dardanellen und des Bos­ porus mit freiem Zugang zum Schwarzen Meer. Besetzung der Forts, Wegräumung der Mi­ nen. Alle Kriegsgefangenen der Verbündeten, ebenso die in Konstautinopel internürtenArmenier werden den Alliierten bedingungslos au&amp;= geliefert. Unverzügliche Demobilisierung der türkischen Armee mit Ausnahme jener Be­ stände, die zur Ueberwachung der Grenze und zr:r Aufrechtserhaltung der inneren Ordnvng nötig sind. I ' ' , Uebergäbe aller Kriegsschiffe in Öfen tür­ kischen Gewässern oder in Gewässern, die von der Türkei besetzt finiv und ihre Internie­ rung in türkischen Häfen. Die militärisch^ Be­ setzung des Taurus durch die Alliierten, un­ verzügliche Zurückziehung der tützKschenTnippen aus dem Nordwesten PersienL Tie Ka­ bel ustd Telegraphen und die Funkenstationen, die Eisenbahnen mit Einschluß des Stückes des Transkaukasus, das gegenwärtig unter derKvntrolle der Alliierten stellt, werde» unter die Kontrolle der Alliierten gestellt, Uebevgabe der</p>
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          <p>Siet Tirol?* Nationalrat. ( ' In nsbruck, 3. Nov. Das hiesige Militär­ kommando ist seit gestern dem Tiroler Na­ tionalrat als Exekutionsrat unterstellt. Es führt die militärischen Agenden tat Auftrage des Nationalrats fort. Die politischen Behörden übergeben Ijeute ihre Agenden dem National­ rate .Tann erfolgt die Beeidigung aus die nette Volksregierung. | Ungarns Kapitulation. 1 Wien, 2. Nov. Aus Budapest wird ge­ meldet: Ter ungarische Nationalrat hat eine Plenarversammlung abgehalten. Der neue / Kriegsminister Linder teilte mit, daß die un­ garische Regierung sich! entschlossen habe, den Soldaten am der Front den Befehl zugehen zu lassen, daß die ungarischen Soldaten so­ fort die Waffen strecken sollen. Es sollen Ver­ handlungen gepflogen werden. Bei diesen sollen die Unterhändler Forderungen stellen, daß, falls Teile Ungarns besetzt werden, dies nur von französischen Truppen geschehen dürfe, i ! In der Sitzung des ungarischen Staatsrats nahm Graf Karolhi das Wort und teilte mit, daß die ungarische Regierung mit Rücksicht auf die Stimmung im Lande sich mit der Entschei­ dung der Frage beschäftigen müsse, welche Staatsreform in Zukunft gelten soll. AufGrund des neuen Wahlrechts soll eine Konstituante einberufen werden, die bestimmen soll, ob Un­ garn Republik ober Königreich werden soll. Entwaffnung deutscher Soldaten ist i Budapest. 1 Wie der Bukarester Berichterstatter der Voss. Ztg- der soeben in Breslau eingetroffen ist, mitteilt, sind in Pest die reichsdeutslchssn Soldaten, die dort in Eisenbahnzügen zur Ver­ teidigung der Südgrenzen Ungarns eintrafen, vom ungarischen Mlitär entwaffnet worden. Rücktransport deutscher Truppe« durch! I 1 1 Ungarn verhindert. 1 Beörlin, 2. Nov. Wie der Tgl. Rdsch. aus Wien gemeldet wird, wurde von Ungarn die Durchfuhr von Transportmitteln nach Deutschlande ingestellt.Dadurfh wird fürTeutschila»d der Abtransport von 500 LokonMiven und 5000 Waggons auS Rumänien unmöglich. Auch wird dadurch, der Rücktransport zweier deutscher Armeekorps, die zurzeit noch auf dem Balkan kämpfen und den ungarischen Boden verteidigen, unmöglich. Auf dem Ostbohnhvs in Budapest war eine Weiterreise deutscher Mllitärpersocken unmöglich gemacht. Ein Zug npr deutschen Soldaten, bi* für die BaHnrsront bestimmt waren, wurde oui dem Bahn­ hof entwaffnet. Die deutsche KvtUjaft hat da­ gegen in Budapest schärfste« Protest einge­ legt. i i_ i 1 ' Wne Republik Ungar»? B u da p e st, 2. 0tdo. Da» Ministerium KarKhi hat nach einem nur 24ftitoblgen Bestand, 1 durch die unverkennbare Stimmung Int ganzen z Lande tpgfowtwn, vom ttogäti W Entbindung Aus Oesterreich-Ungarn. Nr. 301 von dem geleisteten Eid gefordert, was der &lt; Monarch gewährte. Dann folgte ein Minister­ rat, der beschloß, die Frage ob König oder Republik durch eine Volksabstimmung entschei­ den zu lassen. An dem Ausgang dieser Ab­ stimmung ist nach den anhältenden Kundgeb­ ungen im ganzen Land nicht mdjte zu zweifeln. 1 Tire TscheWn. ^ . Wien, 3. Nov. Die Blätter melden aus Prag: Tie Tschechen hüben sämtliche deutschen Eisenbahnzüge in Böhmen an der Grenze be­ schlagnahmt, das Bahnpersonjal zurückgeschickt, Lokomottoen und Wagen dagegen zurückbehal­ ten. I i Anschluß Vorarlbergs an die Sjchßveiz? i 33 st fei, 2. Nov. Die Vorgänge in Oester­ reich haben dazu geführt, daß in Vorarlberg seit einigen Tagen Unterschriften für eineVolkspetition gesammelt werden, die den Anschluß des Landes von Bregenz bis zum Arlberg an die Schweiz verlangt. Es hat sich auch bereits ein Volksrat gebildet, der die Funktionen der Staatsverwaltung übernommen hat. In Liech­ tenstein macht Mi eine ähnliche Bewegung gel­ tend.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Reu-TIeutschAnd und das Gebot der Stun­ de. Reichs- und Landtagsabg. Müller^Meü ningen sprach am Sainstag in Münzen über dieses Thema. Er bezeichnete Klarheit und * Wahrheit als das erste Gebot der Stunde. XLn= { ser herrliches Volksheer kann die lieb erzeug-, ung haben, daß der deutsche Reichstag in seiner erdrückenden Mehrheit hinter ihm steht. Ludendorsfs hohe militärische Verdienste feien nie vergessen, doch sei sein Abgang eine politische! Notivendigkeit gewesen. Unsere militärische und&gt; politische Lage ist bitter ernst, aber nii# ver-f zweiselt. Der größte Fehler war die Täuschung' über die militärische und maritime Kraft des! amerikanischen Volkes. Jetzt heißt es für dasc Volk, selbst mitarbeiten am! Volksstaat. In ber Armee sei beste Behandlung, mehr Recht unbi bessere Fürsorge die erste Bedingung für eins weiteres militärisches Aushalten. Klare Ziele! bieten uns heute die 14 Richtpunkts Wilsons. ^ Wenn nach dem Kriege aufgedeckt wird, wie man im Westen und Osten die Sympathie für! Deutschland verwirtschaftet hat, wird einSchrei^ der Entrüstung durch ganz Deutschland gehen, und man wird die Schuldigen zur Rechenschaft' ziehen. Das Beklagenswerteste ist der Abgrund zwischen Nord und Süd. Diese Kluft muß über­ brückt werden. Mit Entschlossenheit sehen wir den Möglichkeiten an der Südgrenze entgegen, doch müssen alle militräis'len Spielereien im Auslande aufhören und alle Truppen, die jetzt! für rein höfische Zwecke verwendet wurden, aus den Randstaaten herausgezogen werden. Ter Bolschewismus würde uns das grüßte Unheil der Welt bringen. Tie Heimat müsse sich! in dem Schwure finden, sitz der Brüder an der Front würdig zu erweisen. Er schloß: Und wenn die Welt voll Teufel wär, es soll uns. dock) gelingen! Das Reich! muß uns doch blei-? den!</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Brandversicherungsanfialt. D:er technische Sekretär Thomas Derber in Zwiessel wurde in etatsmäßiger Weise zum! Brandmersicherungskomniissär an seinem derzeitigen Dienstsitze be­ fördert.</p>
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          <p>Ein Roman von der Insel Sylt von v Annh Wothe. | 16 (Nachdruck verboten.) 1 "Jnken Bootje ist eine Feine," lachte er dann rauh. "Was meinst, Merret, sollen wirf fragen, wenn Uwe Jürgens sie freien will? Ich däjhte, es wäre nicht Brauch auf der Insel, daß die Jungfräulein aller guten Sitten zum Trotz umstoßen, was die Alten und ^Erfahre­ nen usmachen. Jfti habe es Pidder Bootje in die Hand versprochen, als er sich so schwer! .zum Sterben anschickte, daß Uwe und Jnken ein Paar werden sollen! Das ist ein gutesTlinst, sage ich dir, Merret, das Freien meine M und Jnken wird nicht schlecht dabei fahren." 1 , "Aber wenn Jnken nun doch nicht mast, Jens?" 1 j - i , «Nicht mag," fragte Jens stirnrunzelnd' und streckte sich! dabei aus der Ofenbank zum Mittagsschlummer aus. «Wie Bannst du nur so unverständig reden! Ein Mädel, das nichts hat, muß froh! sein, wenn ein Mann tote UMe es freien will. Und ist Uwe nicht ein prächtiger Bursche? Hat er ntytjjt Geld und Gut für zwei? Ist er nicht mein Bruder und uns treu gesinnt? Kannst du Jnken in bessere Hände wünschen?" | i i i ) ! ( i (| j Versunkene Welten. "Nein, Jens, ich möchte Inken nur nicht beeinflussen, frei soll sie wählen nach ihrem Herzen." "Das soll wohl sein," entgegenete Jens, sich behaglich auf die andere Seite legend und nach ein paar kräftige Züge aus seiner Pfeife näh mend, ehe er die Augen zum Mittagsschlummer schloß, "das soll wohl sein." . r ' Merret preßte die Lippen aufeinander und verließ lautlos die Stube. Die Art, wie Jens .Jürgens über ein Menschenschicksal entschied, trieb ihr das Blut tzdiß durch, die Adern. Sie schritt über den Hausflur, an der.finster blicken­ den Kressen vorüber, hinaus in den Garten! Wie lange war Merret hier nicht gewesen! Und doch drängte es sie hinaus, hin zu den .Rosenhecken. Hl 1 , } 1 Als sie das letztemal hier war, Hätten sie nur ganz winzige Knaspen gehabt und jetzt stand sie in voller Blüte. Die zweite Blüte war es wohl schon und bald würde der Herbst die letzten zarten Kelche grausam entblättern und dann würden öde und kahl die dornigen Zweige gespensterhaft in die graue Luft ragen und der Sturmwind würde darüber hin brausen. ' Als sie das letztemal den Weg an den Ro­ senhecken entlang schritt, da war plötzlich, ein Schatten auf ihren Weg gefallen. Wie sie er­ schreckt aussah, gewahrte sie fernab im Helhoog- garten eine dunkle Gestalt, die unbeweglich zwischen den hohen Bäumen stand und nach ihr blickte. Sie fühlte den Blick, den eisig-kalten Blick Ditlef Stövens, wie er so über sie hinwegsah. als hätte er sie nie gekannt, wie einen 'körper­ lichen schmerz. Fast hätte sie aufgeschrien. Aber sie bezwang hich, sodaß sie äußerlich, getcksfen Dem Düs Hoog zuschreiten 'konnte. Ta drinnen aber floh sie wie gehetzt in ihre Kam­ mer," da stand sie mit fliegendem Atem und klopfenden Pulsen. Warum floh sie Dilles Stö­ ben? Merret lächelte. Wie töricht sie doch! wari! Monatelang hatte sie den Garten gemieden. Nur des Abends, wenn die Sonne sank, dann war sie oft durch die Weißdornhecke, die den Garten nach dem Watt begrenzte, geschlüpft, itfoi rastlos den Strand entlang zu wandem, weitab und weit Über den Düshoog hinaus. Nie hatte sie Ditles Stöben gesehen. Wenn aber der Sturm heulte und die Wogen hetzte und die grünen Wellentäler tief aushöhlte, daß sie sich! aufbäumten und sich donnernd überstürzten, dann stand Merret oft weltverloren am Strande, dort, wo per Morsumkliff hoch auf­ ragte über die brandenden Wellen, dann war es ihr zuweilen, als müsse sie ganz tief unten im Meeresgrunde eine Zauberinsel suchen. ! 1 i (Fortsetzung folgt.) , , i .</p>
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          <p>Auszug aus den Zivilstandsregistern des Standesamtes Landshut. Sterb feälle. 25. Oktober: Johann Münsterer, Metzgermeisterskind, 6 Jahre alt? Therese Fellermeier, ehem. Taglöhsterin 79 Jahre alt; Alois Königs­ bauer, Fuhrmann, 40 Jahre alt? Maria Thlanner, ; Spitalpsründnerin, 70 Jahre alt; Elisa­ beth Schierl, StationsgeWsenskind, 3 Wochen alt? 26. Okt.: Georg Hartl, Fabrikarbeiterslind 2 Jahre alt? Johann Stöcker, Hausmeister, 48 Jahre alt? 28. Okt.: Mathilde Reiber, Samen­ händlerin, 56 Iahte alt? 29. Okt.: Rosina Ertl, Kassierin, 26 Jahre alt? Elisabeth Kibinger, Zugjührerstochter, 36 Iahte alt; Eugenie Ma­ thilde Huber, Hauswirtschaftslehrerin, 19 Jahre alt? 30. Okt.: Erna Ring, Schlossergehilfensj« kind, 1 Jahr alt; Johhnn Selmeier, Schwaiger, 63 Jahre alt. i [ i , - , 1 I i Aus dem Felde der Ehre gefallen: Gefreiter, Bäckergehilfe, Frz. Lav. Spieglmeier, 36 Jahre alt. ( { , | 1 ' K. Oberleutnant, Prokurist, Hans Häuser, 31 Jahre alt. ff! i f m L/l i , f Gefreiter, Schwaiger, Georg Heim, 32 Jah­ re alt. i l I 1 l i i ' l i fl', 1 Infanterist, Hafnergehilfe, Wilhelm Platiel, 19 Jahre alt.</p>
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          <p>werde er in der Schweiz neihwen. Tie Herren möchten dies ihiren Amtsgenossen mitteilen und darüber weiter beraten. | ' - , ; Belgrad von den Serben beseht. , ( Paris, 3. Nov. Reuter meldet amtlich: Tie Serben haben Belgrad besetzt, i &gt; Teutsch-tschechische Feindseligkeiten in Böhmen?. 1 Wien,- 3. Nov. Nach, Meldungen aus Böhmen sollen bet Leitweritz und BöhmischKeipa deutsch-österretzchische und tschechische Re­ gimenter gegeneinander aufmarschieren. , i I 12000 Italiener sreigelusse«. i I Wien, 3. Nov. In Siegmundsherüerge, drei Stunden von Wien, hat angeblich der tschechische Oberst Buresch, der das Kommando über das dortige große Gefangenenlager von Italienern innehatte, gestern nachmittags dem&gt; italienischen Obersten Männer das Kommando übergeben. Die italienischen Gefangenen (1200 Offiziere und 12 000 Mann) sind über die österreichisichen Wachmannschasten hergefallen, haben ihnen Waffen und .Munition abgenvmmen und die .Mannschaften mißhandelt. Letzte Posten. Die Wasjenstiüstandsbcdin. gongen für Ocstcrrcich-Ungarn. i Wien, 3. Nov. Amtlich, wird verlautbart: Die von den Italienern gestellten WasfenstiWstandsbedingungen lauten: Sofortige Einstel­ lung der Feindseligkeiten zu Lande, Wasser und in der Lust, i I I ( ( , f 1 t i 1 Zurückziehung aller Einheiten, die an der Front von der Nordsee bis zur Schweiz operie­ ren. i [ " l 1 i i l fl' i Zurückziehung der öfterreichiMungachschen Kräfte innerhalb eines vom Oberkomman­ do der alliierten Kräfte an den verschiedenen Fronten zu bestimmenden Termines jenseits einer bestimmt festgesetzte» Linie. | I , | Die Verbündeten werden das ab solute Recht haben , ^ - l [ j , [ ! o) Einer freien Bewegung für ihre Truppen jeder Straße oder Eisenbah,» oder Wasserweg des österreichischen Gebietes- und des Gebrauches der nötigen österreichisthf-ungarischenTr!ansportmittel, i i I | 1 b) mit den verbündeten Kräften alle jene strategischen Punkte in Oesterreichs-Ungarn für die den Alliierten notwendig erscheinende igelt zu besetzen, zu dem Zwecke, dort zu wohnen oder die Ordnung ausrecht zu erhalten, 1 f ; c) zur Requisition gegen Bezahlung zu­ gunsten der verbündeten Heere, wo im'mjer sie sich, befinden, | I , ( [ \ &gt; vollständiger Abzug aller deutschen Trup­ pen innerhalb 15 Tagen, nicht nur von der italienischen und Balkanfront, sondern vom ga«ren österreichisch-ungarischen Territorium, und die Internierung aller deutschen Truppen, wel­ che Oesterreichs-Ungarn an diesem Tage nicht verlassen haben. | i " l ! t i Sofortige Entsendung ohne Gegenseitigkeit aller Kriegsgefangenen, fl. { , I Eine sofortige Einstellung jeder Feind­ seligkeit zur See und genaue Angabe des Auf­ enthaltsortes und der Bewegung aller öster­ reichisch-ungarischen Schisse. 1 , " i Uebergäbe von 15 österreichischj-ungarischen U-Booten, die von 1910 bis 1918 gebaut wor­ den sind, und aller deutschen U-Boote, die sW in den österreichisch-ungarischen Gewässern be­ finden an die Alliierten. , - ’ , ' Vollständige Abrüstung und Demobilisation aller anderen österreichisch-ungarischen UBoote, die unter der Ueberwachung der Alliier­ ten bleiben müssen. i . t Uebergabe von 3 Schlachtschiffen, "3 leichten Kreuzern, 9 Torpedobootsze rstörern, 1 Mnenleger, 6 Donaumvnitvren mit ihrer Bewaffnung Besatzung und Verpflegung an die Mliierten. » Freiheit der Schiffahrt aller Schisse der Kriegs- und Handelsmarine der alliierten und der verblündeten Mächte in der Adria. | i ' Aujrrechterhaltung der Blockade seitens der alliierten: und der Verbündeten Mächte unter den gegenwärtigen Bedingungen. ! | Besetzung aller Land- und Seebefestigun­ gen und der zur Verteidigung von Pola einge­ richteten Inseln durch die Alliierten. | I Rückgabe aller von Oesterreich-Ungarn den alliierten und den verbündeten Wichten wegge­ nommenen Handelsschiffe, i i i Verbot jedweder Zerstörung von Anlagen oder Material vor der Räumung, Uebergabe oder Rückgabe. i ( t 's 1 Rückgabe aller Gefangenen der verbünde­ ten Mächte, sowie der Kriegs- als auch? der Handelsmarine ohne Verpflichtung auf Gegen­ seitigkeit. | (: I . , | ? ■ i i. . ‘ I J 1 &lt; I ' Reue U-Bootse «folge. WTB. Berlin, 3. November. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 46 000 Brutto-Negistertonnen. ß® handelt sich fast durchwegs um tiefbeladene, nach Englischen Häfen einlaufende Dampfers, darunter 2 Tankdampser. i l t Ter Chef des Admiralstabes der Marine. . !' Rücktritt des Kaisers Karl? I I Wien, 3. Nov. Kaiser Karl versammelte heute die Mitglieder des Staatsrates in einer Audienz in Schönbrunn. 'Er teilte ihnen mit, daß die Bedingungen für den Waffenstillstand an der italienischen Front eingetroffen seien und gab sie bekannt. Gerüchtweise verlautet, daß der Kaiser im Zusammenhang, damit die Absicht erklärt habe, abzudanken, da er als bisheriger Bundesgenosse Kaiser Wilhelms Be­ dingungen, wie sie von der Entente gestellt werden, nicht annehmen könne. — Das "Bert. Tageblatt" bringt eine ähnliche Meldung, der wir entnehmen: Nachdem der Kaiser fisch ein­ gehend erkundigt hatte, wie es um Me mili­ tärische Sicherheit des Landes, Niederösterrchchs und der Stadt Wien bestellt sei, erklärte er, efcj beabsichtige, zurückzutreten. Seinen.Wvhstsstz</p>
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          <p>Aachminister noch l 4 Mnister rchNe Portefeuille aus dem 'Parlament ernannt werden sollen, j Ferner Haben die Parteiführer sich aus die allgemeinen 'Richtlinien über die ResorlmI j der Kamlmer der Reichsräte und die Einfüh- ) rung der Vertzältnsiwahl im ganzen König- i reich unter Zugrundelegung von acht Regie­ rungsbezirken als Wahlkreisen geeinigt.</p>
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          <p>Für die bei der Berechnung sijh erge­ benden Reste an Stimhnjen werden für das Land den betreffenden Parteien nach der aus den einzelnen Abgeordneten sich, berechnenden Mimwen-Durch schnittszahl weitere Abgeordnete (Landesabgeordnete) zugetellt. | 1 1 Sobald nach der neuen Friedensvolkszählung die in den einzelnen WclMkreisen aus dene inzelnen Abgeordneten treffende Bevölkerungszahl sich um 20 Prozent erhöht hat gegenüber der Beoölkerungszahl, die im Lan­ desdurchschnitt (Zählung von 1900) auf den einzelnen Abgeordneten sich berechnet, hat eine entsprechende Erhöhung der Zahl der Abge­ ordneten in dem betreffenden Wahlkreise statt­ zufinden. ( ( s 3. Bei der Festsetzung^er Voraussetzungen der Wahlberechtigung (Art. 3 des Lw.Ges.) soll a die Entrichtung der Steuer in Wegfall Ifontmen, b) für die Kriegsteilnehmer dasWahlalter auf das zurückgelegte 21. Lebensjahr fest­ gesetzt und c) die StaatsangehÄrigkeitsfrist auf 6 Monate herabgesetzt werde«. &gt; ' 4. Art 36 Abs. 1 des LandtagÄvahlgesetzes ist aufzuh!eben. 1 l ' ! 5. Das neue Wahlgesetz ist mit möglichster Beschleunigung dem Landtag vorzulegen. i 2 .Gestaltung der ReichisratKkauchuer. i , il. Tie Zahl der Mitglieder der Reichsratskam'mer h!at eine ergiebige Vermehrung, insbes. durch Vertreter der Gemeinden, der Hochschu­ len .und der wichtigsten Berufs- und Erwerbs^ stände tzu erfahren. I | &gt; Das Berufungsrecht, der Krone für die Vertreter wird aus Grund einmännigen Vor­ schlages duM die beteiligten öffentlich-rechtl. Körperschaften oder Wertretungskörlper ausgem. 2. Von den Prinzen des König!. Hauses sollen künftig nur der Kronprinz und die vom König in einer Höchstzahl von 5 berufenen Prinzen der KamMjer angehören. ! ; ' i 3. Weitere Ernennungen erblicher Restchjsräte finden nicht mehr statt. Die dertmallgen bleiben. , i | | 1 _ ' 4. Die Befugnisse der ReichsratÄkaMmer sollen insofern eingeschränkt werden, als ein Gesetzentwurf, der von der KamMer der Adgeordneten zweimal Angenommen, von derKammer der Reichsräte aber. zweimal akbgelehnt worden ist, nach nochmaliger (dritter) AlnnaGüe durch die Kammer der Abgeordneten als zu­ standegekommen zu gellen hät und der König!. Sanktion zu nnterbreiten ist. Zwischen der zwei­ ten Abstimmung der Kammer der Reich,sräte u. der dritten der KamMjer dev Abgeordnelten muh eine Zwischenzeit von 6 Monaten liegem. _! i 8. Ginjährige Finauzperteve. ’ 1 Die Frage der Einführung einjähriger Fi­ nanzperioden für den Staat wird 6et Gele­ genheit der Ueberprüfung des Geschäfltsgangsgesetzes für den Landtag zur Besprechung und Erledigung komMjen. Für die Staatsreigierung find hierbei nicht entgegenstehende grundsätzli­ che, sondern nur Zweckmäßigketts-&lt;Äw«igungen ^maßgebend, i t i " i i 4. Gemeinde-, Distrikts- und Landnatsf- | i i i Wahlen. ^ * , I Das Verhältnis-Wahlversähren würd auch zur Einführung gelangen | , '&lt; a) bei den Gemeindewahlen in &lt;Gemeinden bis zu 500 Einwohner, wenn es die Ge­ meindeversammlung beschließt und in Gemein­ den Über 500 Einwohner gesetzlich, b) bei den Wahlen zum Distrillsrat und c) bei den Wah­ len zum Landrat. 1 l 1 I [ 5. Vorrechte des Standes und der Geburt. Die Staatsversassung ist in Bezug aus die Vorrechte des Standes und der Geburt zu überprüfen. { ' * i ; ; 6. Parlamentarisierung. ' 1 1. Als Staatsminister können nuur Per­ sonen berufen werden, die das Vertraiuen der Kammer des Landtages besitzen. Vorschfläge zur Neubesetzung von Staatsministerien sstnd deM König nach! vorgängigem BenehMen mit den Kammern des Landtages zu unterbreiten. [ Auch zu seiner Geschäftsführung bedarf das Ministerium das Vertrauen des Landtages. 2. Neben den mit der Führung eines Mnisteriums betrauten Staatsministern sind auch solche 'ohne abgegrenzten Wirkungskreis insbe­ sondere zur Beratung und Beschlußfassung Wer Regierungsangelegenhieten von allgemeinerBedeutung im Gesckmtstaatsministerium zu be­ rufen. Diese Mnister sollen nicht Beamte iM Sinne des Boamtengesetzes werden, können ihiren Berus (außer den eines Staatsbeamten) bei­ behalten und erhalten nur eine jährliche im Staatshaushalte festgesetzte Dienstanswtmdsentschädigung unter Beibehaltung der Aufwands­ entschädigung als Landtagsab geordneter. ' I Neuordnung in Bayern. llcberciukomMen der Parteien der dayrjr. | 1 , Abgeorduetenkamjmer. j t Bei den zwischen den Vertretern der Par­ teien der Kamimer der Abgeordneten gepflo­ genen Besprechungen über die Gestaltung der politischen Verhältnisse einigte man sich« Wer die folgende« grundsätzlichen Gesichtspunkte: ! 1. Landtagswahlrecht. [ 1. Für die Wahlen zur Kammer der Abge­ ordneten wird die V erh gl t n i sw a hl auf Grund von Listen eingeführt. 1 ( i ' 2. Tie Wahl erfolgt in 8 Wahlkreisen und , I I i I ! ' i , , , 1 Beamte,die zu Staatsministern ohne ab-' gegrenzten Wirkungskreis berufen werden, wen­ den zu diesem Zwecke ohne Gehall beurlaubt A die Worrückungsverhältnisse und Pensionsrechte bleiben ihnen gewahrt. 1 i * 1 1 Die auf Grund des Vertrauens des Land­ tags berufenen Staatsmini,ster, denen die FÄH-' rung eines Mnisteriums übertragen ist/sollen nicht Anspruch auf Rutziegahtt und Hinterbüebenensürsorge nach! dem Beamtengesetz erhalten, ausgenommen bei Ruhestandsversetzung infolge von Krankheit oder Unfall. 1 &lt; f Hatte jedoch ein solcher Staatsminister aus einem früheren öffentlich-rechtlichen Dienstver­ hältnisse einen Anspruch aus Ruhegehalt und Hinterbliebenenfürsorge erworben, so steht ihm! dieser Anspruch gegen den Staat zu und zwar in der Höhle, in der es ihm zustünde, wenn jenes öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis nicht gelöst worden wäre. Der König kann i'fjto in­ nerhalb des nach den Vorschriften für unwi­ derrufliche Beamte zulässigen Höhstbetrages efc v nen höheren Betrag zuweisen. t 1 Den Staatsministern, die bereits srühvr Im Amte waren, bleibt der Anspruch auf Rühe­ gehalt und Hinterbliebensürsorge nach Maßgabe der tnsrpertg»* gefeyttchen Bestimmungen ge­ wahrt. . I 1 t ( ( I i ! 1 Das Mnisterverantwortlichkeitsgesetz, Be­ amtengesetz etc. sind in diesem! Sinne zu ändern» [ Z. Neu zu errichten ist ejht i Ttaatsmi'nisteriwm! fite soziale Fürsorge, f dem die einschlägigen Angelegenhleiten aus dem/ Wirkungskreise des Staatsministeriums des K. Hauses und des Aeußern und des Innern zuzuweisen wären. , 1 4. Bei der bevorstehenden Neubildung des Staatsministeriums sollen mit Abgeordneten besetzt werden, i [ | I Mi I £1 M a) Das Staatsministerium der Justiz — liberal i l , i i b) das StaatsministerinM der Finanzen Zentrum M ! ( i I 1 c) das Staatsministerium für Verkehrsängelegenlheiten, «—Zentrum . i i d) das neu zu errichtende Staatsministe­ rium für soziale Fürsorge — Sozialdemo krjat. Außerdem sollen zu den 4 Staatsmini­ stern ohne abgegrenzten Wirkungskreis Abge­ ordnete oder Vertrauensmänner der Parteien berufen werden und zwar je einer der Zen­ trums-, liberalen, sozialdemokratischen und freien Bereinigungs- (Bauernbunds-) Partei. Dem Ministerium für soziale Fürsorge sind Z Abteilungsvorstände beizugeben und zwar 1 Staatsrat als erster Vertreter des Mi­ nisters aus der Zentrnmspartei, i ! 1 Staatsrat aus der sozialdemokrjattschew Partei und i ( f ( ! , » , 1 1 Ministerialdirektor aus der liberälen Partei. ! I ' , i 1 t ' Die Bestimmungen bezüglich der Pension etc. der parlamentarisch«: Mnister im 1 Haupt­ amt gelten sinngemäß auch! für diese Personen.</p>
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          <p>Erlaß des Kaisers zur Verfassungsreform. WTB.Berlin, 2.Nov. (Amtlich.) Ter Kai­ ser hat 'bei dem Jnkvafttrete» der Verfassungs­ änderungen folgenden Erlaß an den Reichskanz"ler gerichtet: \ "Eurer Großh. Hoheit lasse ich in bet Anlage den mir zur Ausfertigung vorgelegiten Gesetzentwurf zur Abänderung der Reichs­ verfassung und der Gesetze betreffend dieStellvertretung des Reichskanzlers vom 17. März 1887 zur endgültigen Veröffentlichung wieder zugehen. t Ich habe den Wunsche bei diesem für die weitere Geschichte des deutschen Volkes so bodentungsovllen ISchritt zum Ausdruck zü brin­ gen, was mich bewegt. Vorbereitet dur fji eine Reihe von Regierungsakten tritt jetzt eineNenordnung in Kraft, welche grundlegende Reichste von der Person des Kaisers auf das Volk überträgt. Damit wird eine Periode abgeschlos­ sen, die vor den Augen künftiger Geschlechter^ in Ehren bestehen wird. Trotz allen Kämpfe zwischen überkommenen Gewalten und empor­ strebenden Kräften hat sie unserm Volk jene gewaltige Entwicklung. ermöglicht, die sich, in den wunderbaren Leistungen dieses Krieges un­ vergänglich offenbart. j In dem surchtbarsen Sturm der vier Kriegsjahre aber sind alte Formen zerbrochen, nicht um Trüjmmer zu hinterlassen, sondern um neuen Lebensgestaltungen Platz zu machen. Nach den Vollbringungen dieser Zeit hat das deutsche Voll den Anspruch!, daß ihm keinRecht - vorenthalten wird, das eine freie und glückI liche,Zukunft verbürgt. Dieser Ueberzeugung verdanken die jetzt im Reichstag angenomme­ nen und erweiterten Vorlagen der Verbünde­ ten Regierungen ihre Entstehung. Ich aber trete diesen Beschlüssen derVollsbertretimg mit Imeinen hohen Verbündeten bei, in dem festen Willen, was an mir liegt, an ihrer vollen Auswirkung mitzuarbeiten, über­ zeugt, daß ich damit dem Wohle des deutschen Volles diene. Des Kaisers Amt ist Dienst am Volke. 'I &lt;ii 1 Go möge die neue Ordnung alle guten Kräfte "frei machen, deren unser Voll bedarf, um die schweren Prüfungen zu bestehen, die über das Reich verhängt sind, und um aus dem Dunkel der Gegenwart mit festem Schritt eine helle Zukunft zu gewinne«. , Berlin, 28. Oktober 1918. ; Wilhelm I. R. « x &gt; Wax, Prinz von Baden."</p>
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