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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-12-10"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 337</biblScope>
          <date when="1918-12-10">1918-12-10</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Die Reichsfinanzlage. Verlängerung des Waffenstillstands? — Ruhe in Berlin. - Die Franzosen in Mainz.</p>
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          <p>'' Unter diesem schönen Titel schreibt "Tie Freiheit", das Organ der Unabhängigen über die Berliner Ereignisse in einem Leitartikeln Darin wird die Sache so dargestellt, als be­ triebe "die ganze Presse vom "Vorwärts" über die liberale bis zu den alldeutschen Zeitungen" Tag für Tag eine infame Hetze gegen die völlig harmlosen Spartacus-Leute. Tas sei der Grund zur Ermordung' von Unschuldigen. "Tiefe Leu­ te" trügen "in erster Linie die Verantwortung, gegen dieses Gesindel mutz alles, was zur Re­ volution hält, sich zur Wehr setzen und ihnen ihr lichtscheues Handwerk legen". Ferner werden die Militärbehörden Berlins angeklagt, und dank kommen "die Renegaten der Revolution" an die Reihe: "die Waltz, Colin Roß, Gerhard, Edler, Spiro, Willner, das Gesindel, das sich an die Reihen der Revolutionäre einzuschlei­ chen gewußt hatte". Es ist gar nicht zu leug­ nen, daß sich in die Reihen der Revolutionäre sehr viele zweifelhafte Persönlichkeiten einge­ schlichen haben. Fraglich- ist nur, ob all die von der "Freiheit" genannten Personen zu dchz schlimmsten Einschleichern gehören, und ob nicht mindestens ebenso üble, oder üblere Schma­ rotzer und Abenteurer heute noch dort stehen, wo die "Freiheit" liebevoll den Mantel über alle Sünden deckt. Tie "Freiheit" fordert, daß der "Besudelungskampagne" ein Ende gemacht werde, und sie warnt vor allem die Rechtssotzialisten und ihre Presse. Im Namen der Frei­ heit, der an der Spitze des unabhängigen Blat­ tes prangt, wird gefordert, daß niemand die Unschuldigen Spartacus-Leute weiter kränken dürfe. ! | i L ! ■ ' ( | i i Wenn schon die "Freiheit" derart tobt, sa ist es nicht zu verwundern, daß die"Rote Fahne" der Spartacusleute noch einigeGrade wilder sich gebärdet. Sie trägt die Ueberschriften: "Arbeiter! Aus zum Wasfenstreit! Heraus aus den Betrieben! Protestiert gegen das Blut­ bad!" Ihr Leitartikel endet mit dem Appell: Gesindel. "Energie, Geschlossenheit! Festigkeit! Es f Verlangen gestellt, weil alles andere zu spät gilt zu handeln! Tas blutige Verbrechen mutz S kommt. i geahndet, die Verschwörung der Wels, Ebert, Scheidemann muß mit eiserner Faust nieder­ gemacht, die Revolution gerettet werden. Nieder mit den Wels-Ebert-Scheidemann und Genossen! Tie ganze Macht an die A.- und Si.-Räte! 1 &lt; Ans Werk! Auf die Schanzen! ZumKampf! Nieder mit den blutbesudelten feigen Veranstal­ tern des Putsches! &gt; . Hoch die Revolution!" &gt; I Aber die unabhängige "Freiheit" findet, daß die Spartacusleute harmlose Lämmer seien. ( i | i i I "Ter Rat der Volksbeauftragten, der so­ fort alles getan hat, um die Mitglieder des jVollzugsrates zu befreien, die Antastung ih­ rer Freiheit sowie das entsetzliche Blutvergie­ ßen in der Chauffeestraße zu sühnen, ist ent« schlossen, gegen jede Verübung von Gewalttä­ tigkeiten vorzugehen, von welcher Seite sie jauch kommen?' i t ! ! I ■' ‘ &gt; ! l So lesen wir in einer amtlichen Ver­ öffentlichung, zu den öbigen Vorgängen. Tas ist also alles, was die offizielle Reichsregierung gegen den unerträglichen Terror zu tun sich getraut. Unter diesen Umständen ist es freilich nicht zu verwundern, wenn die Regierungen der Entente nichts mit der deutschen "Volksvertre­ tung" zu tun haben wollen, wenn sie dieselbe schneiden. Tatz dies der Fall ist, bestätigt fol­ gende Meldung: j . Wie die Voss. Ztg. meldet, haben die 'Regierungen der Entente seit vier Wochen also seit Beginn der Revolution, jeden direkten diplomatischen Verkehr mit der Reichsregie!rung oder mit einzelstaatlichen Regierungen Teutschlands vermieden, auch! «ine Mitteilung darüber, daß die Entente die deutsche Schiff­ fahrt in der Ostsee nichtmehr zulassen wird, ist in Berlin nicht eingegangen; wohl aber hat man die dänische Regierung davon benachjrichtigt. 1 Tatz die Entente auch mit den Organen der Regierung, den Arbeiter- und Soldatenräten in allen besetzten Gebieten kurzen Pro­ zeß gemacht hat, ist bekannt. Es droht aber auch noch die Gefahr, daß diese auchi noch den Vor­ wand abgeben müssen, um der Entente zum Einmarsch in Teutschland zu verhelfen. Aus dieser Not heraus sandte die Teutsche demokratische Partei (in die auch die Teutsche Volksparter eingetreten ist) an (giert unb^aafe ein Telegramm, in dem die sofortige, keine Stunde mehr aufzuschiebende Einberufung des Reichstages, der auf demokratischer Grundlage gewählten Vertretung des deutschen Volkes, mit 8 der alleinigen Tagesordnung: Legalisierung des gesetzlosen Zustandes gefordert wird. Nur die Bestätigung der bestehenden Regierung als vom Willen des ganzen Volkes getragen, könne Hel­ sen. Auch das Armee-Oberkommando 3 hat in einem Funkspruch "An alle Soldaten" dieses "Energie, Geschlossenheit! Festigkeit! Es f Verlangen gestellt, weil alles andere zu spät gilt zu handeln! Tas blutige Verbrechen mutz S kommt. i Tie Auffassung wird von jedem wahren Vaterlandsfreund als richtig anerkannt wer­ den müssen .Tie Frage ist nur die, ob die ge­ genwärtige Reichsregierung die Macht hat, mit der nötigen Energie das Reich aus seiner ver­ zweifelten Lage zu befreien. Tie amtlicheVeröffentlichung zu den letzten Berliner Ereignis­ sen lassen trotz der energischen Sprache die Hoffnung hierauf völlig schwinden.</p>
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          <p>sie aw 4. Januar zur allgemeinen Einsicht aufgelegt werden. Tie Listen müssen vom 4. bis 6. Januar ununterbrochen — also auch am Sonntag den 5. Januar — von morgens 8 | Uhr bis abenbß 7 Uhr aufliegen. Etwaige Ein“ spräche sind so rasch zu verbescheiden, datz sie bei Abschluß der Listen am 10. Januar insi gesamt erledigt find. i i Tie von den militärischen Stellen her­ gestellten Wählerlisten müssen am 3. Januar in den Händen der Gemeindebehörden sein, da| mit diese sie mit den von ihr hergestellten Listen zur allgemeinen Einsicht auflegen kön­ nen. i Tas Wahlrecht ist allgemein, gleich!, ge­ heim und unmittelbar. Gewählt wird nach der Verhältniswahl, wobei das ganze Land einen Wahlkreis bildet. Tie Zahl der Abgeordneten beträgt 180; seither waren es 163. Von den Abgeordneten werden 163 in einem Wahlgang in den bis­ herigen 133 Wahlkreisen, die als Stimmkreise gelten, aus Grund von Wahlovrschlägen ge­ wählt; 17 Abgeordnete werden aus die ein­ zelnen Wahlvorschläge nach, dem Verhältnis ih­ rer Stimmenzahl verteilt. , Wahlberechtigt in ihrer Wohnsitzgemeinde sind alle Personen männlichen und weiblichejn Geschlechts, die am Wahltage das 20. Lebens­ jahr zurückgelegt haben und das bayerische^ Staatsbürgerrecht besitzen. Ausgeschlossen sind Entmündigte, unter vorläufiger Vormundschaft Stehende und die der bürgerlichen Ehrenrechte Entkleideten. Wählbar zum Abgeordneten ist j eder wahl­ berechtigte Staatsbürger männlichen und weib­ lichen Geschlechts vom vollendeten 25. Lebens­ jahre an. : | Tie 133 Stimmkreise werden in Stim'mf bezirke zerlegt, die möglichst mit den Gemeindebezirken zusammenfallen müssen, so ferne nicht bei größeren oder aus mehreren Ortschaften bestehenden Gemeinden eine Unterabteilung an­ gezeigt ist. Tann ist die Einteilung in Bezirke, Tistrikte oder Ortschaften zugrunde zu legen. Kleinere Gemeinden können mit anderen zu einem Wahlbezirke vereinigt werden. Ein Stimmbezirk soll durchschnittlich! 2500 Einwoh­ ner, höchstens 3500 Einwohner, nach der Volkszählung von 1910, umfassen. Tie Wahl beginnt morgens 8 Uhr und endigt abends 7 Uhr. j Ländes-Wahlkommissar ist der Präsident des Berwaltnngsgerichtshofes, der die Wahl leitet und die Ergebnisse feststellt. Spätestens am 18. Januar wird im Sitzungssaal« des Ver­ waltungsgerichtshofes die Ermfttlung vorge­ nommen. i ( | ; 1 Wenn in der Pfalz zu der angegebene« Zeit keine Wahl möglich sein sollte, kann der Landtag die bisherigen Abgeordneten als Ver­ treter der Pfälzer Wähler im Landtage an\ erkennen und durch den Präsidenten eijpbe! rufen. i i i ; , • I Die Wahlen zum bayerischen Landtag. München, 9.. Tez. Im amtlichen Teil der Bayer. Staatsztg. wird heute die Be­ kanntmachung des Ministeriums des Innern über die Wahlordnung für die Wahlen zum neuen Bayerischen Landtag veröffentlicht. Tie Wahlen finden bekanntlich am 12. Januar 1919 statt, Tie Gemeindebehörden ha­ ben die Wählerlisten so zu beschleunigen, .datz</p>
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          <p>Flugblatt des Arbeiter- und Soldatenrates, soll der Plan der rheinischen Großindustriellen sein, die Arbeiter durch die Ententetruppen süchtigen M lassen. In dem Flugblatt heißt es u. a.: Sie fließen über von wahrer Vaterlandsliebe ünd Kriegsergebenheit, die Herren Großkapitalisten. Sie konnten während jener blutigen Tage alle schmähen und beschimpfen, die nicht willens wären, alles freudig auf dem Altar des Vaterlandes zu opfern und nicht ihr Al­ les einzusetzen, und sich die Knochen zerschie­ ßen lassen wollten im Interesse der Herren Thhssen und Stinnes bis zum letzten Mann. Die Herren Großindustriellen wollten den Kampf fortsetzen und nicht eher Frieden schifteKen, als bis insgesamt alle Feinde niedergerun­ gen und zu einem deutschen Frieden bereit seien. Die Herren Industrie-Barone im Rhein­ land und Westfalen, damit ihre Profite noch größer wurden, wollten sie die Arbeiter zur Schlachtbank hetzen. ^ 1 . ' Herr Martens. , , Berlin, 9. Tez. Nach betn Berl. Lok.!Anz. wird nach- der bisherigen Untersuchung über die 'versuchte Verhaftung des Vollzugs­ rates. die am Freitag unternommen wurde, tn deit Kreisen, die sich die Besonnenheit des Ur­ teils gewahrt haben, dieser Verhastungs'Lersuch nicht als ein gegen die Revolution ge­ richteter Putsch! angesehen. Soweit die Betei­ ligung der Soldaten in Frage kommt, scheint es sich lediglich darum gehandelt zu haben, daß diese Leute sich in dem guten Glauben befanden, im Aufträge der Regierung zu handeln und für sie eintreten zu müssen, wozu sich die Regi­ menter ja verpflichtet haben. Wenn als Fühder der Mannschaften übrigens der Name eines Herrn Martens genannt wird, so handelt es sich tnehr um einen Narrenstreich», als um einen gegenrevolutionären Putsch. Dieser Herr, ein amerikanischer Bürger -deutscher Abstammung, hat während des Krieges hier einen Weltbund der Wahrheitsfteunde gegründet. Er tvollte den Präsidenten Wilson stürzen und dann b*e Revolution in Amerika entfachen. Aus dem Reiche. j Vsr kn Sriedeisoerhüll-iWell. Zur Verhaftung von Thyssen und Stinncs. | Roosevelt über Großbritannien und , Mülheim a. Ruhr, 9. Tez. Nach einem I 1 Frankreich.</p>
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          <p>Aus Bayern. Aus betn Schulprogramm des Bayer. , Lehrervereins. i Die Schule ist Staatsangelegenheit; dar­ aus ergibt sich über das Verhältnis von Schule und^Kirche folgendes: 1. Maßgebend ist der Grundsatz der Glau­ bens- und Gewissensfreiheit. 1 2. Tie Schule ist von der Kirche unab­ hängig. i I i 1 3. Tie Schule ist als weltliche Anstalt nach den Grundsätzen der beruflichen Selbst­ verwaltung von weltlichen Berufsgenossen zu leiten. i 1 i 1 4. Tie Kirche hat für die Seelsorge an den Schulkindern volle Freiheit. 5. Kein Kind darf gegen den Willen seiner Eltern zum Besuche des Religionsunterrichts ünd kein Lehrer zur Erteilung des Religions­ unterrichts gezwungen werden. 6. In den staatlichen Schulen ist jede re­ ligiöse Ueberzeugung auf das gewissenhafteste zu schonen. i ' 7. Ter Staat ümerstützt die Kirche bei ihrer Fürsorge in der religiösen Jugenderzie­ hung durch die Ueberlassung von Schulrüumen chnd Schulstunden. ' ! ■ 1 ; ' 8. Dem Lehrer bleibt das Recht, sich! an der religiösen Unterweisung durch freien Vor­ trag mit den religiösen Gemeinschaften zu be­ teiligen. I ( - ^ ' l ( | ■ 1/ ! | 9. Bei der Anstellung von Lehrern an Orten mit geschlossener religiöser Gemeinschaft »der einer ausgeprägten Mehrheit des Be­ kenntnisses ist auf die Zugehörigkeit des Leh­ rers zur betreffenden Kirche Rücksicht zu neh­ men. , I ; i . I [ I I { ! Li ^ 1 U</p>
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          <p>Nach einer Reutermeldung aus Newyork sagte Roosevelt in einer Rede über Die Arbeiten der Friedenskonferenz, man müsse ohne Zau­ dern die Nottvendigkeit anerkennen, daß Groß­ britannien die größte Flotte der Welt besitze und daß die Vereinigten Staaten unm.ttelbar nach England in zweitem Range stehen müßten. Gleichzeitig brauche Frankreich, eine stärkere Ä litärmacht als die. Vereinigten Staaten. Tie Freiheit der Meere sei eine Phrase, die alles oder nichts bedeute. Würde man sie auslegen, wie man das in Deutschland tue, so .vücde dies durchaus unheilvoll fein. Man dürfe nicht zu einer Auslegung kommen, durch die die briti­ sche Flotte für den Fall eines künftigen Krieges gehindert wäre, nochmals die gewaltigen Dienste zu leisten wie in diesem Kriege. Was b ! e Vereinigten Staaten getan haben, tonne nützt mit den Leistungen Englands, Frankreichs und Italiens verglichen werden. , ; Bis zum letzte«! Heller! ! Rach einer Reutermeldung erklärte Stirb Ehurchill in einer Rede in Tundee u. Wir werden die Teutschen bis zum letzten Heller alles bezahlen lassen, was sie Böses verschuldet haben. Es geht nach dem Grundsatz: Auge um Auge, was ihre Tonnage, ihr Gpld, ihre Obli­ gationen oder anderen Werte anbetrifft. Wir werden jede Form der Entschädigung, vermei­ den» die in Deutschland servile ArbeitIoediagungen schaffen könnte, da solche 'SeöInnungen die Löhne in unserem eigenen Lande drücken würden. Wir .werden auf der Friedenskon­ ferenz auf keine Weise eine Verringerung un­ serer der Verteidigung gewidmeten Skestrwtkräste dulden. Wir haben nicht die Absicht, Uns aus irgendwelchen an uns gelangenden Argumenten oder Appellen zu irgend welchen , Ej nschvän kungern zu verstehen, die uns die Han'de binden würdden und die die britische Flotte der Borherrscharft zur See berauben würde, die sie sowohl verdient und so trefflich verwendet hat. _ i i Vor den Friedensverhandlungen</p>
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          <p>Böhmen. Plünderungen in Prag. 1 f Prag, 9. Tez. Zurückkehrende TschechoSlowaken plünderten vier Branntzreinläden.Tie Miliz feuerte. Ztvei Mann wurden erschossen.</p>
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          <p>Ungarische VokkSgerichft. i Budapest, 9. Tez. Tie Regierung hat ein Gesetz ins Leben treten lassen über die Volksgerichtsbarkeit. Paragraph 1 besagt: Die Strafgerichtsbarkeit in wichtigeren Angelegen­ heiten, auf jeden Fall in Pressestraftaten und politischen Straftaten versieht das Schwurge­ richt. Bei Vaterlandsverrat entscheidet das Schwurgericht auch über die Anklageerhebung.. Geschworener kann jeder im Besitz des Gemeindewahlrechts Befindlicher werden. Ungarn.</p>
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          <p>Belgien. Belgische Wünsche nach Dem Rhem. Das Belgische Tagblatt will am liebsten eine 25 Jahre dauernde belgische Rheinbesetzung wodurch das römische vae vietis nach tnodernen Begriffen in Anwendung gebracht und in betn Rheinlanden der Wunsch erweckt werden soll, lieber sich an Belgien anzuschließen, als dau­ ernd für es zu arbeiten. I i</p>
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          <p>Frankreich. Frankreichs Znckerernte. ! &gt; Genf, 9. Dez. Laut Informationen sind die weiteren Aussichten für die französische Zuckererzeugung sehr ungünstig, besonders im Hinblick des Tazukommens der befreiten Ge­ biete, zu denen auch Elsaß-Lothringen, gerech­ net wird. Frankreichs eigene Luckererzeuguog , ist feit 1914—15 von 331 799 Tonnen schon im darauffolgenden Jahre auf weniger als die Hälfte heruntergegangen. Nach einem kleinen Aufschwung 1917 sank sie 1918 wieder erheb­ lich. Als Ursachen werden angegeben die gro­ ße Trockenheit und das zeitweilige Vorrücken der deutschen Truppen. «'Information meint, die Teutschen seien allem Anscheine nach noch genügend mit Zucker versorgt. Es müsse von ihnen eine Einschränkung ihres Verbrauches zu Gunsten Frankreichs verlangt werden. OhneBedenken könne man von den Teutschen die un­ verzügliche (!) Lieferung von 200 000 Tonnen Zucker als.Gegenleistung für die ihnen ver­ sprochenen Lebensrnittel fordern.</p>
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          <p>Haldane übet die Vorgeschichte des Krieges. Ter frühere Kriegsminister Haldane sagte über die Vorgeschichte des Krieges laut Nieuwe Rotterdamschen Mourant: Wir haben am Mon­ tag, den 3. August 1914 um 11 Uhr mobilisiert^ 36 Stunden bevor wir den Krieg erklärt haben.' Tie Mobilisation war keine Kriegserklärung. Wir konnten auch im Frieden mobilisieren, um bereit zu fein. In den wenigen Stunden tziach der Kriegserklärung war mit Hilfe der Flotte das Expeditionskorps über dem Kanal bevor irgend jemand etwas wußte. Tas Detachement erreichte den Kpnzentrationsplatz innerhalb 9 Tagen. Tas war das Ergebnis der damaligen Frage, für welches Ziel ist eine Expedition notwendig. ' | England.</p>
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          <p>Amerika und das Kriegsende. ; Nach einer Newhorker Meldung ist bisher kein ernstlicher Nachteil durch die Aufhebung der Kriegsbestellungen entstanden. Ter erste Teil der heimkehrenden Soldaten wird biet; Woche erwartet. Tie Rückkehr aller Trup­ pen wird acht bis neun Monate beanspruchen. Tie Kontrolle über das Eisenbahnwesen wird noch zwanzig Monate nach dem Friedensschluß und diejenige über die Schiffahrt noch! wah­ rend fünf Jahren andauern. I l Amerikas Kriegskredite. Ter amerikanische Pressedienst in der Schweiz meldet aus Washington: Nach« dem Be­ richt Mac Adors haben die Vereinigten Staa­ ten während des Krieges folgende Kredite ge­ währt: Belgien 192,5 Millionen Dollars, Frankreich 2445 Millionen Dollars, Griechen­ land 1570 000 Dollars, Kuba 15 000 Dollars, Großbritannien 3345 Millionen Dollars, Ita­ lien 1210 Millionen Dollars, Liberia 5 Mill. Dollars, Rumänien 6 666 000 Tollars, Ruß­ land 325 Millionen Dollars, Serbien 12 Mill. Dollars. In Bar wurden außerdem folgende Vorschüsse geleistet: Belgien 173 383 000 Toll. Kuba 1 Million Dollars, Frankreich 1079 Mil­ lionen Tollars, Großbrittannien 3606 Millionen Tollars, Italien 1011 Millionen Tollars, Ruß­ land 187 729 750 Tollars, Serbien 10 Mill. Tollars. Tie gesamten an fremde Regierungen gewährten Kriegskredite belaufen sich auf 8171756,666 Tollars und die Barvorschüsse auf 7 098114 750 Tollars. Amerika.</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. Französische Kriegsgefangene in Tänemarl. Kopenhagen, 9. Tez. 1200 Franzosen die aus deutschen Kriegsgefangenenlagern in Helsingfors eintrafen, wurden vom Publikum mit Blumen und Erfrischungen begrüßt. 12 englische Kriegsgefangene trafen aus Teutschjland in einem Fischerboote ein. t | 1 i i</p>
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          <p>Die Reichsfinanzlage. Berlin, 9. TW. Staatssekretär des Reichsschatzümtes Schiffer hielt gestern abends in der Her lelskammer in Berlin einen Vortrag über Teutschlands Finanzlage nnd Steuerpoli­ tik, in der er u. a. ausführte: Tie erste Frage ist: Wie ist unsere Finanzlage? Die Antwort darauf kann nur lauten: unübersehbar. Im­ mer wieder ist im Reichsschatzamt versucht wür­ den, einen Ueberblick über den Steuerbedarf des Reiches zu gewinnen. Wenn der Krieg im Herbst zu Ende gegangen iväre, so hatte man zuletzt im Frühfahr gerechnet, würde der Steuerbedarf des Reiches sich auf 14 Milliarden Mark, der der Einzelstaaten und Gemeinden sich auf 5 Milliarden Mark belaufen haben, zusammen also 19 Milliarden, was einem Mehrbedarf" von 14 Milliarden gegenüber der Friedenszeit entsprochen hätte, wovon 12 WlIttti i'it aus das Reich und 2 Milliarden auf die tälp &lt;r anten und Kommunen entf wä­ ren. Diese ganze Berechnung N'vl- durch idl' Ereignisse in Scherben geschlagen worden «Tie Aufmachung eines geregelten Finanzlproigrammes jetzt und für die Zukunft ist zunächst ^unmöglich. Eines wissen wir nur vorläufig: Wir leben von der Hand in den Mund. Alles ist unsicher, sicher ist nur der Ruin, wenn es so weiter geht, wie es jetzt getrieben wird. sWir vergeuden Geld durch eine unsachgemäße Staatswirtschaft und wenn auch! nicht etwa die 1800 Millionen Mark, von denen in letzter Zeit so viel die Rede war, in die die Taschen der neuen Regierungsorgane geflossen sind, so ist i doch ratsächlich sehr viel Geld vergäudet worden. ?Wir müssen atinten, gerechte Verteilung der ^Arbeitskräfte wird für die Folgte eine der iv-ichjiiigsten Au''oben sein. Gehr hoch stand früher jdas Ansetzen des deutschen Wirtschjastslebens rund damit sein Kredit. . .Es ist tief traujrig, wenn man jetzt hört, daß Bankkredite ge« rkündigt und deutsche Wechsel zurückgewiesen kwerden. Wenn unsere Kreditfähigkeit erschütrfter ist, so besteht auch die Gefahr, daß wir seinen Frieden der rohen Gewalt bekommen .daß wir einen Frieden bekommen, der sich «darauf aufbaut, daß im Lande die ReichsunjNicherheit fortbesteht. Wir müssen Ruhe und ^Ordnung, Recht und Gesetze schaffen nicht blos |aus politischen, sondern aus finanziellenGrünjs den. Wegen der Unübersichtlichkeit der Verhält­ nisse lassen sich keine Steuerprogramme ent[toecfen, sondern nur Steuerbefprechungen. Es [ ist! -indessen nicht möglich!, schon jetzt Steuer­ gesetze zu erlassen. Tazn sind ein Znsammenj| wirken mit den Bundesstaaten, Beratungen mit sämtlichen Interessenten und vor allem die Stimmen der Allgemeinheit, wie sie durch I die Nationalversammlung dokumentiert wird, ' erforderlich. Ein neues Kriegssteuergesetz wird insbesonders unter rückwirkender Kraft von 1914 ab die großen Kriegsgewinne restlos er- fassen, die kleinen Ersparnisse hingegen nach Möglichkeit schonen. Neben der Kriegssteuer wird eine Vermögensabgabe kommen, die sich nicht nur nach! der Verschiedenheit der Ob§ jekte, vb Bargeld, Wertpapiere, Grundbesitz ° oder Fabrikanlagen, richtet, sondern auch! nach der Verschiedenheit der Subjekte, Alter, nnb? Arbeitsfähigkeit. Bei der Steuerzahlung wird die Kriegsanleihe eine größere Rolle spielen j als bisher .Es wird möglicherweise bei der. Vermögensabgabe die Zählung in Kriegsanleihe' zur Pflicht gemacht werden, ein Beweis dafür,: welche Sicherheit der Kriegsanleihe beigem#! feit wird und fpie man darauf bedacht ist, ihren &gt; Kursstand zu heben. Ueber weitere direkteSten-' ern erwähnte der Redner eine Anpassung der! Besitzsteuer an die Vermögensabgabe, den Ans^i! bau der Einkommen- und Ergänzungssteuer, r Sodann wird an eine Betriebsstener gedacht,! an eine Kapitalrentenstener, wie sie in ciniq gen Bundesstaaten bereits erhoben wird, und! an den Ausbau der Erbschaftssteuer. Für in«? direkte Steuern nannte der Staatssekretär als! steuerlich zu erfassende Objekte in erster Li-!, nie den Tabak, die Zuckersteuer wird erhöht! werden müssen. Im Grundstückumsatz wird an! Stelle der jetzigen vielafchen Besteuerung eine] freilich mit Erhöhung verknüpfte Vereinfach-! uttjg zu treten haben. Bor ajlent aber wird [ die Umsatzsteuer eine wichtiges Steuerobjekt bil-&gt; den .Zur Sicherung aller dieser Abgaben wird' eine sehr peinliche Rechitsaufficht erforderlich ' sein. Hohe Strafen werden gegen Steuerveri- j fei)fangen festgesetzt werden müssen. Gegen die Steuerflucht werden fester über die bisherigen Anordnungen hinausgehende Bestimmungen ge-' troffen werden. Für die Bankguthaben wird' eine Anzeigelpslicht statuiert werden, die auf die Zeit vor der -Revolution zurückgehen. Alle Steuern, so groß ihre Last auch ist, werden freilich näht ausreichen, um dem Reich die Tragung der Lasten zu ermöglichen, vielmehr wird eine unmittelbare Besteuerung' des Rei­ ches im Wirtschaftsleben notwendig sein, wie wir sie jetzt bereits haben durch den Besitz von Eisenbahnen, durch die Post, Bergwerke und die Beteiligung an dem Stickstoff- und Afaminiumgewinn. So betrachtet, ist die So­ zialisierung nichts Neues. Tiefe wird freilich nicht unebgrenzt und schiematffch durchgeführt. Tie Regierung hat wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß die Sozialisierung nur schirittkweise durchgeführt werden kann, daß keineExperimente durchgeführt werden und induviduell geprüft werden wird, ob die in Frage kommenden Projekte reif sind oder nicht. Aus­ geschlossen sind von vorne herein die Ge­ biete der Ein- und Ausfuhr und der Industrie, deren technische Umbildung tjocfj nicht abge­ schlossen ist. Ferner eine Konfiskation ohne Entschädigung. Als Monopol kommen vielleicht das Versicherungswesen, die Wasserkräfte,Tei­ le der elektrischen Versorgung usw. in Betracht. Am Schlüsse Betonte der Staatssekretär, daß es im eigenen Interesse der Feinde liege, uns nicht zu vernichiten, denn der Schuldner fanfn nur etwas leisten, freun ihm die Wögli# keit gegeben ist, sich neu zu entfalten. Was uns zu tun übrig bleibt, ist die Erfüllung unserer Pflicht im Interesse von Teutschlands Zukunft, .ii, ! : , i ; !</p>
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          <p>—* Die Weihnachtsferien beginnen Heuer am Freitag, den 20. Dezember nachmit­ tags und enden mit dem 8. Januar 1919. —* Von einer Operation in München zurückkehrend, erkrankte gestern eine Frau im Auge. Sie mußte von der freiw. Sanitätsko­ lonne ins hiesige Krankenhaus verbracht wer. den. l !</p>
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          <p>ihr nicht. Ich! muß fahren!" Eine starre Ent- I schlossenheit stand in Merrets Gesicht. 1 "Bleib, bleib bei mir", drängte Jnken, "geh mit mir, kehre nie zurück in das Haus, das dir zum Kerker geworden ist". Wer Merret preßte die Lippen aufeinander und sprach kein Wort. Wie fiel der Schwester Leid als bitterer Tropfen in Jnkens Seligkeit! Wer TamErichs kam zurück, und als Jnken die Arme um sei­ nen Hals legte, da lachte schon wieder die Sonine in ihrem Herren. Auch Tam Erichs riet entschieden ab, jetzt bei, dem Sturm über das Meer zu fahren. Tam Erichs Anerbieten, sie zu geleiten, lehnte sie bestimmt ab. Mutter Lettjens brachte die Seezungen, und um die Mte nicht zu kränken, versuchte Merret, einige Bissen hinunterzuwürgen.Pier Lettjens aber entkorkte eine Flasche Wein und Merret trank hastig in großen Zügen das ge­ reichte Glas leer .Da kehrte ihr die Farbe in die Wangen zurück und das Blut kreiste wiesder warm durch die Adern. Ein Geldgeschenk, das Merret den alten Eheleuten anbot, wies Pier Lettjens entschieden zurück. "Wir tatens nicht um Lohn", sagte der Alte stolz, und das ergraute Weiblein nickte dazu und strich sich verlegen mit der Hand Wer die Schütze. "Bleibt", sagte Merret, als Tam Erichs und Jnken sich anschickten, j/ie zur Reede zu | begleiten, "es ist genug, daß ich allein naß &lt; werde. Bleibt", Wiederholte sie dringlicher, als das junge Paar ihr doch zur Seite aus dem Hause schritt. Da faßte Jnken Tam Erichs bei der Hand und zog ihn zurück. "Merret muß allein sein," flüsterte sie halblaut, dann aber warf sie sich der Schwester laut auf­ weinend an den Hals Und küßte sie heiß. "In Eure Hand, Tam Erichs", rief Merret feierlich, "lege ich« Jnkens Geschick!" Ter.Sturm verschlang seine Antwort.Mer­ ret war schon weit von der Hütte. Tapfer ausschreitend, sahen die Zurückgebliebenen noch eine.Weile ihre hohe Gestalt gegen Wind und Sand ankämpfen, dann verschwand sie hin­ ter den Dünen. "Es ist Wahnsinn", murmelte Tam Erichs, "bei diesem Wetter. Wir hätten sie zurückhalten müssen!" Titlef Stöven war, als er sich von Tam Erichs getrennt, langsam Wer die Dünen mit ihren wilden Tälern hinweg gewandert, wo das.Meer ihm in initiier Lust zu den Füßen brandete. "Das gibt Sturm!" frohlockte Ditles. Sein kundiges Auge blitzte hell aufflakkernd über die Flut. Sturm! Tas war es, was ec brauchte. Tie breite Brust Titlef Stövens dehnte sich im Winde. In tiefen Zügen atmete er die erquickende, salzige Luft. Er nahm den Südwester vom Haupte und ließ den Wind um die heiße Stirn fegen. Wie wohl das tat! tmmammammmmmmmmm■■ ,,, «ihm ■■ ü Sgüiir«aMnaaBisiaa i Doch welches Trugbild seiner erregten Ein» f ne schreckte ihn plötzlich! aus seinen düsteren I Gedanken auf? Es war, als krampse eine eisige | Hand sein Herz zusammen, als er zufällig den ] Blick nach List zurückwandte und ihn über I die welligen Dünenketten schweifen ließ. | Stieg es da nicht herauf zu ihm aus | dem moorigen Gelände? War es nicht wie I einst, wenn er hier oben auf den Dünen I wartend stand, als stimme eine Frau imStur1 mesgebraus so sicher und Whn, so fest und 1 treu ihm entgegen wie in alten Tagen? — War I das nicht Merret, die dort mit dem Winde I kämpfte? Ter schwarze Helgoländer beschattete | ihr Gesicht, so daß er es nicht erkennen konnte!, § ihre Gestalt aber, die hätte er unter Taü1 senden erkannt. - &gt; I Titlef Stöven duckte sich unwillkürlich!, als I wollte er sich verbergen. Sie durfte ihn hier I nicht stehen sehen auf den Tünen, sie würde I umkehren, und das mußte verhindert werden. 1 Eine wilde Lust kam plötzlich über ihn, ihr I zu begegnen, sie durch seinen Anblick zu quä­ len, ihr Furcht einzuflößen, Furcht vor ihm, dem sie treulos geworden, dem sie das ganze Leben zerstört. Ein, tiefer Groll Wer seine Inkonsequenz, die ihn hieß, Tam Erichs beizustehen, kam über ihn. Er haßte die Bootjes, und er wollte ihnen nicht nützen. | f &gt; Mi / I i M-rrtsetzung ftift) i I U-U</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. ! I Protest -er Presse. Zu den Angriffen Lluf die Pressefreiheit in München wurde fol­ gende Entschließung gefaßt: "Ter Landesver­ band als berufsmäßige Vertretung der Press« In Bayern gibt seiner Empörung darüberAus* druck, daß in einem freien Volksstaat fort­ gesetzt die Freiheit der öffentlichen Meinung in unerhörter Weise vergewaltigt jverden kann und spricht die Erwartung aus, daß solche Ausschreitungen nicht nur nicht mehr geduldet werden, sondern daß auch gegen ihre Urheber und Vevüber mit der ganzen Strenge der ein­ schlägigen Gesetze eingeschritten wird. TerLandesverband stellt an die Regierung des Bolksstaates Bayern die Forderung, künftig dafür Borge zu tragen, daß die von ihr wie von der Reich sregi ent ng wiederholt versprochene Freiheit der Presse, die ein Volksrecht, nicht ein Recht Einzelner ist, nicht durch Handlun­ gen beeinträchtigt wird, wie es in letzter Zeit leider geschehen ist, durch, Handlungen, zu denen allerdings durch gewisse Reden verantlrvrtlicher Personen beständig aufgereizt wird. Für ein Volk, das seine Meinung nicht ungehindert in der Presse zum Ausdruck bringen kann, ist die Freiheit nichts weiter als eine leere Phrase. Ein Staat, der seinen Bürgern nicht die Freiheit der öffentlichen Meinung gewähr­ leisten kann, ist nur ein Zerrbild eines freien Pvlksstaates". 1 ! ; 1 1 Gefangcncntransportc. Ta- Ministerium für militärische Angelegenheiten teilt mit: Dem Wernehmen nach sind in Norddeutschland Land-flhmnleute, welche mit Transporten von Kriegs­ gefangenen beauftragt waren, Avangswrise ent­ waffnet wvrden. Tie glatte Durchführung von Gefangenentransporten namentlich ip der heu­ tigen Zeit verlangt die Bewaffnung der we­ nigen mit dem Transport beauftragten Solda­ ten. Die eigenmächtige Entwaffnung seitens unbefugter Personen kann große Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sm Ge­ folge haben. Das Begleitpersonal von Gefan­ genentransporten mutz deshalb unter allen Um* Minden im Besitz seiner Waffen belassen wer­ den.</p>
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          <p>Dingolfing, 9. Dez. (Zum Morde in Ebenjthal.) Bei der Setion der ermordeten 31 Jahre alten Söldnersgattin Johanna Rettenbeck ergab ? ssich, daß der Tod durch, eine Schußwunde er-- | folgte . i [ ' : , I ! Gangkofen, 8 .Dez. (In der Predigt) be­ handelte am letzten Sonntag der Prediger in der Pfarrkirche die Trennung von Staat und Kirche. Ein anwesender Zuhörer unterbrach, den Prediger mit Zwischenrufen und Androhung der sofortigen Verhaftung. Mamlmrg, 8. Tez. (Besitzwechsel.) Das jHatndlsche Schloßgut mit Brauerei Rahenhofen ist an Herrn Zierer in Burghausen um 260 000 Mark übergegangen. - ^ i Freyung, 9. Tez. (Feuer.) In derWerkWtte des Holzwarenfabrikanten Pöltl inAnnathal.) Bei der Sektion der ermordeten 31Jahre gebrochen .Tie zwei aus Holz erbauten Ge­ bäulichkeiten, wie Maschinen und sämtliche Werkzeuge sind verbrannt. Ter Schaden beMuft sich auf 8000 Mark. , - } } Wk PostkL I ! ! SSie Franzosen in Mainz. ! : ' Frankfurt a. M., 9. Tez. Tie "Frkf: Nachrichten" melden aus Mainz: Heute nach-, mittags 2.13 Uhr Zvgen die ersten größeren französischen Formationen in Mainz ein. Tyn Franzosen wurde von der Bevölkerung ein Kühler Empfang zuteil. | ; , t 1 Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Letzte Posten. I ! ! SSie Franzosen in Mainz. ! : ' Frankfurt a. M., 9. Tez. Tie "Frkf: Nachrichten" melden aus Mainz: Heute nach-, mittags 2.13 Uhr Zvgen die ersten größeren französischen Formationen in Mainz ein. Tyn Franzosen wurde von der Bevölkerung ein Kühler Empfang zuteil. | ; , t 1 1 Verlängerung des Waffenstillstand cd. Berlin, 9. Tez. Wie die "Nordd. Allg. Zig." hört, beginnen die Besprechungen über die 'Verlängerung des Waffenstillstandes in Trier am 12. Dezember. Das Blatt erfährt weiter, daß die Rheinschiffahrt freigegeben wird. Sie steht Unter der Kontrolle der heute in Köln eingetroffenen interalliierten Echifffahrtskommiffion. , , , &gt; ; j</p>
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          <p>i Teutsche Werte tn Italien. ' ! Der von Italien mit Beschlag belegte deut­ sche Besitz &lt;m Juwelen, Werttiteln, Waren und Gebäuden hat einen Gesamtwert von vier Wklliaxben Lire. Italien.</p>
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