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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-12-17"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 344</biblScope>
          <date when="1918-12-17">1918-12-17</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Ein französischer Protest.</p>
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          <p>Deutsch-Tiroler Wünsche. — Aus Böhmen. - Von der Mackensen-Armee. — Revolution in Bulgarien? Eine geschlossene Front des Bürgertums? Es gibt politisch ungeschulte und ununtevrich stete Kreise, in deren Begreifen es noch nicht patzt, datz sich! das Bürgertum nicht zu einer einzigen Partei zusammengeschlossen hat. Sie vermeinen, datz die größte Begeisterung und Iber stärkste Schwung ausgelöst würde, wenn alles, was nicht gerade sozialistisch ist, in einer einzigen Partei zusammengefaßt wäre. Neu in das öffentliche Leben eingetreten, oder nctdf einer langen Periode politischer Interesselosig­ keit und Untätigkeit wieder in das öffentliche Leben zurückgekehrt, verzweifeln diese Kreise über die vermeintliche Unfähigkeit, von der bas "Bürgertum beherrscht wird und sind un­ glücklich, daß sich, nicht alles nach den einfachen Rezepten entwickelt, zu welchen sie aus kürze­ ster Ueberlegung gekommen sind. Sie lassen Leinen Unterschied gelten zwischen Bayerischer inlto Teutscher Volkspartei, für sie gibt es nur Bürger, die sich! derzeit ihrer Haut zu wehren haben und deswegen am besten täten, unbeschadet ihrer sonstigen Meinungsverschie­ denheiten eine gemeinsame Organisation zu bilden. Es ist deshalb doch! wohl geboten, zur Auf­ klärung all jener, die das politische Allheit mittel in ihrem Wissensschatze fühlen, nur die ' wichtigsten Gesichtspunkte anzuführen, die es verhindern und unmöglich! machen, nur ein engeres Zusammengehen der beiden Volksparleien ins Auge zu fassen. Tie Bayerische VoMspartei ist in ihrem Kern das Zentrum und bleibt das Zentrum, auch! wenn in Aufrufen und Artikeln gesagt wird, es handle sich! um eine völlig neue Partei. Ter Zentrumscharak­ ter wird sich, noch früh genug ergreifen zur Ueberraschung jener, die in gläubigem Vertrau«n gemeint haben, daß ihre Beteiligung eine wesentliche Wandlung dieser Partei herbeisüh•ren könnte. Tie Teutsche Volkspartei, wird Kn der Hauptsache gebildet aus Liberalen und Demokraten. Ter heute am stärksten in die Augen springende Punkt, an dem sich die Geifter scheiden, ist die Frage nach der künftigen Gestaltung des Teutschen Reiches. Ueber die Spartakuswirtschaft in Berlin Hat sich&gt; in der Bayerischen Volkspartei ein PaMkularismus entwickelt, der in schillern­ de» Farben an die Patriotenliga erinnert, die wir 1871 glücklich überwunden zu haben glaub­ ten. Ter Führer der Bayerischen Volkspartei, .'dessen Persönlichkeit suggestiver wirkt als das geschriebene Programm, tritt offen für die Schaffung eines neuen Rheinbundes ein unter "Abkapselung" des protestantischen Nordens öst­ lich d er Weser. Tie Teutsche Volkspartei will bis Einheit des Reiches unbedingt erhalten,, sie will fein Großpreußen, aber ein Grotzsdeutschland, das unter Einschluß Oesterreichs nicht etwa auf das Niveau des alten, unfähi­ gen Teutschen Bundes zurücksinken, sondern einig und geschlossen nach, innen und außen wirken soll. Tatz. in Fragen der Kulturpolitik -richt vereinbare Unterschiede der Auffassung bestehen, sei nur nebenbei «rwähnt. Diese Un­ terschiede müßte« sich, Wer kurz oder lang offenbaren, selbst wenn für den Augenblick eine Verkleisterung gelänge.. Wir polemisieren hier nicht gegen eine uns fremde Anschauung, wir stellen nur Tatsachen fest Tie Teutsche VolksPartei fühlt sich, insbesondere berufen, jede po­ litische Reaktion zu verhindern. Sie hat kei­ nen Teil an der Revolution und lehnt es ab, sich! nachträglich mit den Revolutionären soli­ darisch, zu erklären. .Sie tritt aus den Boden der einmal gegebenen Tatsachen, weil jedes andere Verhalte« die Gefahr eines Bürger­ krieges in sich! schließt. Sie verlangt die bal­ digste Schaffung meines gesetzlichen und geord­ neten Zustandes durch die Nationalversamm­ lung und erachtet die heutige Gewaltregierung cils illegitim. Wer ste will die errungenen ittzolksrechte nicht wieder preisgeben. Sie hat nur das Bestreben, durch! eifrigste Mitarbeit an bier politischen und staatsbürgerlichen Erzieh­ ung des Volkes die besten Voraussetzungen zu schaffen für bett richtigen Gebrauch dieser Frei­ heiten. Dir Bayerische Vvlkspartei soll nach den Worten des Reichsparteilers b. Bethmann .der Sarmuelort der rechtsstehenden Elemente s ein. Was in diesem Geständnis enthalten liegt, isst ohne viel Kopfzerbrechen zu erraten. Nun noch! zu der praktischen Frage: was wäre das Ergebnis.einer engeren oder loseren Verbindung der Teutschen und der Bayerischen Wr'llspartei? Eine Verschmelzung ist ja gänz­ lich!! ausgeschlossen, und die naiven Nichtzentru msleute, die heute glaubest, der Bayerischen Bol "kspa riet durch, ihren Beitritt ein anderes Gesticht geben zu Wunen, werden in absehbarer Zeit reuig und enttäuscht wieder umkehren. Theo retisch! denkbar wäre eine gemeinsame, paritätische Kandidatenliste oder die Verbin­ dung der getrennten Listen. Tie Wirkung wäre einmal die, datz die Sozialdemokraten von Dr. Lewin bis Auer den Ruf ertönen lie­ ße», die "eine reaktionäre Masse" bedrohe die politischen Errungenschaften; datz die bis heute doch weit auseinandergehenden Sozialisten sich gleichfalls zu einem festen Block zusammen­ schlössen. und datz für die Nationaloersamm­ lung eine noch, ernstere Gefahr bestünde als zurzeit. Sodann aber, — und das ist das weit­ aus wichtigere — störe damit zu rechnen, datz nicht alles, was heute zum Bürgertum gerech­ net wird, der Parole einer Verbindung mit der Bayerischen Volkspartei Folge leistete. Es ist nun einmal anzunehmen, datz ein großer Teil selbst unter den heutigen Umständen lieber noch! rot als schwarz wählte. Was wäre dann dem gesamten Bürgertum genützt? Ist es nicht besser, wenn die beiden großen bürgerlichen Parteien — alles andere ist ja nur Splitter — getrennt zur Wahl aufmarschieren?. Es geht Keine Stimme verloren bei der Pro­ porzwahl! Eine Verbindung der Listen rettete höchstens ein bis zwei Mandate. Wenn es im Parlament um Rechte und Interessen des Bür­ gertums geht, versteht es sich wohl von selbst, daß die beiden VoMparteien auf einer Seite stehen. Wenn es sich! freilich um politische oder kulturelle Freiheiten handelt,, dann wird' die Deutsche Volkspartei unter Umständen mit der Linken zusammengehen müssen, dann netto!» lich, wenn die reckktionären Einflüsse des alten Zentrums in der Bayerischen Volkspartei sich allzu stark geltend machen sollten. Eines wäre gewiß, möglich.: daß die bei­ den bürgerlichen Parteien ihre unumgängltchen Auseinandersetzungen in einem rein sachlichen Tone hielten. Wenn das in Zukunft wenigtstens geschähe, würden wir" den Settensprung des Dr. Heim im Bischofshos zu Regensburg nachsehen können. Das heißt nicht, unleugj» bare Unterschiede auslöschen zu wollen, aber dem Ernst und der Lage gerecht zu werden, und es wäre ein ernsthafterer Vorschlag als der politischer Träumer oder Schaumschläger, die es für möglich! ausgeben, das Bürgertum in einer einzigen — natürlich, der Bayerischen! — Volkspartei zusammenzupferchen.</p>
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          <p>Me deutsche WaffeustillstandsLommisftoir als offizielle Vertreterin. t Genf, 15. Tez. Wie "Echo de Paris" er­ fährt, wird die Waffenstjillstandskommission, die in Trier tagt, ihre Tätigkeit dort fortsetzen auch! während der Erneuerung des Waffenstillstandsvertrages. Sie wird das einzige Organ fein für die amtlichen Beziehungen zwischen den Teutschen und den Franzosen bis zur Unter­ zeichnung des Präliminarfriedens. Erst von diesem Augenblicke an wird eine VerjwältungKsommtffton für feie besetzten Gebiete errichtet, [♦et der die amtlichen Vertreter der deutschen Negierung beglaubigt werden. I Tie Besetzung der neutralen Zone. Coblenz, 15. Tez. Heute nachmittags ist eine weitere, zur dritten Armeegruppe ge­ hörige amerikanjische Division hier eingetrof­ fen. ! j Die künftige Universität Stratzpnrg. Berlin, 16. Tez. Wie b t e "Tägliche Rundschau" unmittelbar aus Straßburg erfährt, wurdee ine aus hervorragenden Vertretern der Pariser Universität und Akademie gewählte Vertretung damit beauftragt, an Ort und Stelle die Organisation der Straßburger Universität zu übernehmen. Es besteht der Plan, Stratzp bürg.,zur bedeutendsten Universität Frankreichs auszugestalten, und man will, daß Straßburg die Rolle einer Grenzuniversität, die sie früher erfüllte, wieder aufnehme, weshalb man auch Schweizer und deutsche Studenten zulassen will, die sich in Straßburg in der französischen Kul-tur einweihen lassen wollen. Aus dem Reiche.</p>
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          <p>Haussuchung vor und verhafteten schließlich den Chefredakteur dieses Blattes und den Bru­ der eines gewesenen Reichsratsabgevrdneten.</p>
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          <p>Revolution in Bulgarien. 1 &lt; Berlin, lt&gt;. Te^. Nach, in Klausenburg einzetrofsenen Nachrichten ist in Bulgarien die Revolutiön aüsgebrochen. Arbeiter und Bau­ ern griffen an dielen Stellen die Besatzungstcuppen an und machten einen großen Teil der englischen und italienischen Truppen nie­ der. i i f ' 1 i ; Am Balkan.</p>
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          <p>Vor den Friedensverhandlungen. Ein amerikanisches Friedensprogramm. Ter "Matin" berichtet aus Newhork: Ter Senator Lodge, Führer der Republikaner, hat lim Senatsausschuß für auswärtige Angelegen­ heiten folgende 21 Ariedensbedingungen einge­ bracht: 1. Herausgabe aller Gelder und sonstigen erhobenen Entschädigungen durch die Mittel­ mächte. i 2. Wiedergutmachung aller Schäden durch die Mittelmächte an privatem und öffentlichem Besitz einschließlich der Seeschäden. 3. Entschädigung für alle ermordeten und verwundeten Zivilpersonen. 4. Tie Kriegskosten sind von den Mittel­ mächten zu tragen und müssen zuerst Belgien, Frankreich! und Serbien zurückgezahlt werden. Tie öffentlichen und privaten Hilfsquellen der Mittelmächte werden zu dieser Ersetzung h»rangezogen und ihre Finanzen werden bis zur völligen Bezahlung von den Verbündeten über­ wacht. | 5. Elsaß-Loth ringen wird an Frankreich» zurückerstattet. 6. Tos Jrredenta Italiens wird an JtaIten zurückgegeben. 7 .Tie Gebiete unter türkischem Regime werden befreit uyd dem Protektorate der Ver­ bündeten unterstellt. 8. Tie Dardanellen kommen unter di« Kontrolle der Verbündeten. 9. Serbien, Albanien, Rumänien und Grie­ chenland bekommen einen Gebietszuwachs, der den Volkswünschen, den Rassen- und Sprachverhältnissen angepaßt ist. 10. Polen, Tscheche-Slowaken und Süd­ slawen werden unabh»äugig und erhalten die-, fettigen Gebiete, in denen sie die Mehrheit be­ sitzen. 1 I 1 I 11. Nordschleswig entscheidet Über seine Zugehörigkeit selbst. Luxemburg wird unab­ hängig oder mit Belgien oder Frankreich! ver­ einigt, entsprechend den Wünschen der Bevöl­ kerung. 1 12. In Rußland wird die Ordnung wieder hergestellt. Maßnahmen zur Sicherung gegen einen neuen deutschen Einfluß werden ergriffen. 13. Tie deutschen Kolonien werden nicht zurückgegeben. 14. Ter Nordostfeekanal und die Insel Helgoland kommen unter die Kontrolle der Alliierten. 15. Tie Verträge von Brest-Litowsk und Bukarest werden annulliert. 16. Tie Kriegsmarine der Mittelmächte Wird den Verbündeten ausgeliefert. 17. Entwaffnung der Mittelmächte. 18. Besetzung von Teilen des feindlichen Gebietes bis zur vollen Herausgabe und Wie­ dergutmachung, siehe 1 bis 8. ' 19. Aburteilung und Bestrafung nicht nur des Kaisers, sondern aller für den Krieg und die Verletzung der Haager Abmachnngen ver­ antwortlichen Personen. i 20. Internationales Schiedsgericht und Völkerbund. Tie Mittelmächte werden zum Völkerbund jedoch! erst zugelassen, wenn sie alle Verpflichtungen des Friedensvertrages er­ füllt und freie Einrichtungen im Innern ge­ sichert haben. 21. Ueberwachtingi der Rohstoffe durch die Verbündeten bis zu der Zulassung der Mittel­ mächte zum Völkerbund. » Wie der .Mattn" hiezu weiter aus ftlekvf? hock erfährt, sind diese Bedingungen, die sich wie esn Hohn auf einen Frieden des Rechts und der Gerechtigkeit ausnehmen, vom Se­ natsausschuß für auswärtige Angelegenheiten , bereits geprüft worden. Große nationale VerI einigungen, die alle amerikanischen patrioti| scheu Gesellschaften umfassen, haben sie ein« | stimmig angenommen. Wird Herr Wilson mit« 1 tun?!?</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Nerchsarbcitslascnverficherung. Wie die "M.-Augsb. Abendztg." hört, ist eine Reichs­ arbeitslosenversicherung in Vorbereitung. Don Bayern aus ist die Forderung gestellt worden, daß diese Arbeitslosenoersicherrmg so gehalten sein soll, daß jeder, der nicht mindestens 5000 Mark Jahreseinkommen hat, gesetzlich! verPflichtet ist, dieser Versicherung beizutreten. Höchst unsichere Zustände herrschen zurzeit in Neuulm. Keine Nacht vergeht ohne Ern-- j bräche. So wurden in einer Nacht aus einer Stallung der Bespannungsabteilung 2 Pferde 1 gestohlen. Auf der Insel wurde eingekrochen, wobei den T'ieben ein Ueberzieher und ein Soldatenmantel zur Beute fiel. In einxm Z;garrengeschäst stahlen Tiebe 9000 Zigaretten, ! 15 Kisten Zigarren, eine goldene Halskette, 2 Broschen, einen goldenen Ring, sowie Bargeld. : I I | ! I 1 i ! Massenversammlungen in Berlin. Tie 1 deutsche demokratische Partei hielt am Soun- j tag acht Versammlungen in Berlin ab, in denen die Schwäche und die Unsicherheit des jetzigen Systems getadelt wurde. In drei sozialdemo­ kratischen Versammlungen gaben Ebert, Schei­ demann und Landsberg Erklärungen ab, daß die Regierung nicht nur den Wunsch habe, die , Nationalversammlung früher zu verlegen, (19. j Januar), sondern daß sich ihre Bemühungen auch, gegen die Teutschland drohende Gefahr der Anarchie richten werden. Fünf weitere Versammlungen der Sozialdemokraten galten der Gewinnung von Beamten. — Auf dem Tempelhofer Felde hatten sich ungefähr 1000 15- bis 17jährige Jungen und Mädchen, da­ runter noch/ Schulkinder, angesammelt, die in einem geschlossenen Zuge nach dom Abgeordne­ tenhaus zvMen und dort eine Demonstration veranstalteten. Tte Forderungen, die einem Mitglied des Vollzugsrates unterbreitet wur­ den, bewegten sich» in der Hauptsache auf Aus­ übung des Wahlrechtes schon vom 18. Lebens­ jahr ab, sechsstündiger Arbeitstag für afle Ar­ beiter unter 18 Jahren, Mitbestimmungsrecht in der Staatsverwaltung und Abschaffung des Züchtigungsrechtes. BeoorstehMve weitgehende Berkchrsein schränk,ing. Tie Ablieferung unseres rollenden Materials gemäß den Bedingungen des Waffen­ stillstandes wird Weitgehende Beschränkungen des Verkehrs zur Folge haben. Unter anderem ist, wie zu Kriegsbeginn, mit der völligen Ein­ stellung' des Personenverkehrs zu rechnen. Sozialdemokratisch^ Mehrheiten. Bei den Wahlen im freien Staate Anhalt wurden, wie in der gestrigen Reichskonserenz der Arbeiter­ und Soldatenräte mitgeteilt wurde, 23 So­ zialdemokraten, 12 Demokraten und 2 Kon­ servative gewählt. Auch» in Mecklenburg-Strelitz haben die Sozialdemokraten die Mehrheit errungen. Sie verfügen dort über 21 Sitze ge­ genüber 20 der bürgerlichen Parteien. Zunahme des Streiks int Ruhrgebiet. Im Ruhrgebiet betrug die Zahl der streikenden Bergleute für die gestrige Morgen- und Mstttagsschicht zusammen über 20000 Mann, was einen Förderaussall von mindestens 16000 Tvnnen täglich» ergibt. An einzelnen Zechen ist zwar die Arbeit wieder ausgenommen wor­ den, jedoch hat sich dafür der Streik an anderer Stelle wieder ausgedehnt. Abschaffung des Religionsunterrichts in' den preußischen Schulen. T»er Erlaß des preu­ ßischen Kultusministers, der den Religionsun­ terricht in den Schulen unmöglich zu machen versucht, ist taffächlich erschienen. Er verbietet das Schulgebet in sämtlichen Schulen und erklärt eine Verpflichtung der Schüler seitens der Schule zum Besuch des Gottesdienstes und an­ derer religiöser Veranstaltungen als unzulässig. .Keine Schulfeier dürfe mehr religiösen Cha- nrfj». &gt; &gt;■;«. rotier tragen. Religionslehre sei kein Prü­ fungsfach» mehr. Kein Lehrer sei mehr ver­ pflichtet zur Erteilung des Religionsunterrich­ tes oder zu irgend welchen kirchlichen Ver­ richtungen, auch nicht zur Aufsicht beim Got­ tesdienst.- Kein Schüler dürfe 'mehr zum Be1 such» des Religionsunterrichtes gezwungen wer« I den.</p>
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          <p>Allerlei. Gefährliches Geschenk. Eine Person, an­ scheinend ein Soldat der Eisenbahnkompagnie, hat in Moosburg Sprengkörper in Kistchen veräußert und verschenkt in der Meinung, es sei Karbid. Es stellte sich» nun heraus, daß er nicht Karbid, sondern hochexplosive Dyna­ mit- und Nitroglyzerinkörper abgegeben hat. 1567 Tage Krieg. Nimmt man den 28. Juli 1914, das Tatum der Kriegserklärung OesterreichPUntzarns an Serbien, als ersten und den 11. November 1918 als letzten Kriegstag, so» kommt man aus eine Kriegsdauer von 1567 Tagen oder 224 Wochen. Vier Kinder durch, explodierende Grana­ ten getötet. Aus Höchst a. M. wird berichtet: In Eschborn wurden vier 6- und 11jährige Knaben durch» explodierende Granaten, Me durchziehende Artilleristen in leichtsinniger Weise fortgeworfen hatten, getötet. Ueber einen näich»tlichen Angriff auf die Hafenwache in Bamberg berichtet das "B. V."» der vorgestern von mehreren noch nicht ermit­ telten Zivilpersonen ausgeführt wurde. Auf die ersten Angriffe erwiderten die Posten mit scharfen Schüssen. Es entstand nun ein gegen­ seitiger Feuerwechsel, der etwa eineinhalb Stunden dauerte und erst beendet werden konnte, nachdem von der Fliegeradteilung ezne Verstärkung der Posten eingetroffen war. Die Angreifer beabsich»tigten offenbar zu stehlen und die ihnen unbequemen Posten aus dem Weg zu räumen. [ Raubiiberfall. In Grünthal bei Nürn­ berg drang nachts eine vermummte Bande, in die Geschäftsräume der Elektrofabrik Conradth ein, knebelte den Wachmann und raubte 40 000 Mark an dort aufbewahrten Lohngel­ dern. / Einbruch». Ins Gerätemagazin des Stadt­ theaters Regensburg wurde von bisher unermittelten T»ieben eingebrochen und u. a. eine wertvolle Salon-Möbelgarnitur aus Mahagoni­ holz gestohlen. Nette Zustände. Von Kaufliebhabern, die an der Pferdeversteigerung auf dem Truppen­ übungsplatz Grafenwöhr teilgenommen haben, wird berichtet, daß während der Versteigerung ein solches Durcheinander herrschte, daß nicht, weniger als 25 Pferde mit ihren Liebhabern durchgebrannt sind. Verbrannt. In seiner Wohnung in Bay­ reuth wurde der Schneidermeister Lauterbach als Leiche aufgefunden. Es wird vermutet, daß beim Auffüllen durch» Spiritus die Klei­ der des Verunglückten in Brand gerieten. Lau­ terbach» hatte noch das angebrannte Zündholz in der Hand.</p>
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          <p>Frontsoldaten in der Samstagnacht das Rat­ haus besetzt haben und in den Sitzungssaal ein­ gedrungen seien, wo sie die weiteren Ver­ handlungen des Soldatenrats der Garnison ver- : boten hätten. 3 mißliebige Führer des Sol- i datenrates seien verhaftet worden. Vertrauensmänner der Teutschen Volks­ partei! Ueber den Krieg hat die politische Or­ ganisation so argen Schaden erlitten, daß sie zum Teil völlig neu aufgebaut werden muß. Besondere Lücken weist das Netz der Vertrau­ ensmänner auf, die insbesondere in den kleinen Orten und auf dem Lande die Werbearbeit für die Partei besorgen. Angesichts der unmittelbar bevorstehenden Wahlen zum baherischen Land­ tag und zur deutschem Nationalversammlung sollte sich. jeder Gesinnungsgenosse in denTienst unserer Sache stellen. Vor allem handelt es sich darum, die Flugblätter der Partei unter die Wähler und Wählerinnen zu bringen. Wir richten daher an alle Parteifteunde, nament­ lich« auf dem Lande, die dringende Aussordeirung, uns ihre genauen Anschriften umgehend zur Verfügung zu stellen. Wir werden sodann veranlassen, daß ihnen das gesamte Werbe­ material der Partei kostenlos zugestellt wird. - Tie Verlags-Abteilung der Teutschen Volks­ partei 'in Bayern, München, Finkenstraße 3. Verfügungen des Kultus« und Anstizminisleriums. Wie die "M. N. N." hören, ist in den nächsten Tagen eine Verfügung des Kul­ tusministeriums zu erwarten, tutmad) 1 die geist­ liche Schulaufsicht ausgehoben und an ihrer Stelle die Fachaussicht eingeführt wird. — Ueber die Rechtspflege im Volksstaat Bayern hat das daher. Justizministerium Richtlinien allgemeiner Natur herausgegeben. Darnach sind die dringend notwendige Reform des Strafprozesses, die Schaffung eines freien Ar­ beitsrechtes und weitreichend gesetzlicher Shjutz der wirtschaftlich Schwachen einige der vor­ dringlichsten gesetzgeberischen Notwendigkeiten. Ten durch, soziale Not und die Kriegszeiten in Bedrängnis geratenen Schuldnern ist jede ge­ setzlich, mögliche Nachsicht zu gewähren; im Strafvollzug soll jede unnötige Härte vermie­ den werden. Seine vornehmste Aufgabe er­ blickt der neue Justizminister darin, die richsterliche Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten. Tas Zentralkomitee des Bayer. Lanveshilfsvercins vom Roten Kreuz hat eine Eingabe an das Ministerium für soziale Fürsorge ge­ richtet, in der dargelegt wird, daß der Landes­ hilfsverein beabsichtigt, nach Beendigung der Temobilisierungsarbeiten seine Abteilungen u. seine ganze Organisation entsprechend den durch, den letzten Krieg bedeutend erweiterten Aufgaben unter Berücksichtigung der neuen po­ litischen Lage entsprechend auszubauen und zeitgemäß umzubilden. Die Verhandlungen hierüber würden sobald als möglich unter­ breitet. I WeihrrnrhtspaketberLehr. Das Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten hat für den Weihnachtspaketverkehr eine Reihe von Be­ stimmungen erlassen, wonach für die Zeit vom 16. bis einschließlich 24. Dezember im inneren bayerischen Verkehr und im deutschen Wechsel­ verkehr folgende Beschränkungen eintreten: Zur Beförderung unter Wertangabe bis 100 Mark und über 1,00 Mark sind von Privatpersonen nur solche Pakete anzunehmen, die, abgesehen von den den Inhalt betreffenden Mitteilungen, ausschließlich bares Geld oder Wertpapiere, Ur­ kunden, Gold, Silber, Edelsteine oder daraus gefertigte Gegenstände enthalten. Pakete mit anderem Inhalt sind während der angegebenen Zeit von der Versendung unter Wertangabe ausgeschlossen. Tas Verlangen der Eilzustel­ lung ist für die bezeichneten Tage bei gewöhn­ lichen Paketen, die von Privatpersonen her­ rühren, reicht zugelassen. Zur Beförderung als "dringend" werden während der angegebenen Zeit Pakete von Privatpersonen nicht ange­ nommen. Auf den amtlichen Verkehr, d. i. auf Pakete, die von Behörden abgesandt werden, finden die Beschränkungen keine Anwendung. Tie Pakete müssen fest und dauerhaft verpackt und mit einer dauerhaften, deutlichen und vollständigen Aufschrift versehen sein. — Tas Verkehrspersonal ist angewiesen, auf schoneüde Behandlung der Pakete nachdrücklich zu achten. Tie Pakete dürfen nicht geworfen wer­ den, den Sendungen mit lebenden Tieren ist größte Sorgfalt zuzuwenden. — Ferner ist an­ geordnet, daß der Bahnhofsdienst sorgfältig überwacht werden muß. Wegen der mit die­ sem Tienst verbundenen Gefahren sollen neu eingestellte Aushelfer darin nicht selbständig beschäftigt werden. LiÄttWerischk RMUe» Elektrizitätsversorgung von Mcdrrbahern und Oberpfalz. Ein dem Ministerium des In­ nern vorgelegter Entwurf bezielt die gemein­ same Versorgung dieser Kreise mit Elektrizi­ tät. Zur Besprechung in der Sache werden die Ausschüsse der beiden Landräte und Ver­ treter der beteiligten Körperschaften ins Mini­ sterium des Innern eingeladen werben. Altheim, 17. Tez. (Eine öffentliche Volks­ versammlung) findet morgen Mitttvoch abends halb 7 Uhr in der Brauerei Münsterer in Alt­ heim statt. Herr Redakteur Brack der deut­ schen Volkspartei in Bayern wird über das Thema "Tas Gebot der Stunde" sprechen. Males. La«d»h«t, de» 17. Dezember —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Wachtmeister Herrn Franz Beyerl von hier ver­ liehen.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Elektrizitätsversorgung von Mcdrrbahern und Oberpfalz. Ein dem Ministerium des In­ nern vorgelegter Entwurf bezielt die gemein­ same Versorgung dieser Kreise mit Elektrizi­ tät. Zur Besprechung in der Sache werden die Ausschüsse der beiden Landräte und Ver­ treter der beteiligten Körperschaften ins Mini­ sterium des Innern eingeladen werben. Altheim, 17. Tez. (Eine öffentliche Volks­ versammlung) findet morgen Mitttvoch abends halb 7 Uhr in der Brauerei Münsterer in Alt­ heim statt. Herr Redakteur Brack der deut­ schen Volkspartei in Bayern wird über das Thema "Tas Gebot der Stunde" sprechen.</p>
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          <p>wirt und Gesverbetreibende, der mit einem ge­ meindlichen Ausweis versehen ist, welcher über seine Bedürftigkeit Ausschluß gibt, die beson­ ders darnach' zu ermessen ist, wie viel Pferde er abgeliefert hat. Pferdehändler, gewerbsfmähige sowohl als solche, die den Pserdehandel nebenberuflich! betreiben, sind von allen Ver­ steigerungen ausgeschlossen. Sollte si h ein sol­ cher bei der Versteigerung einsinden, ober nach­ weisbar sich&gt; vertreten lassen, oder sollte er mit aufgekauften Scheinen Pferde zu ersteigern suchen, so ist derselbe dem Bersteigerungslüter zu melden, bezw. festnehmen zu lassen. Alle Beobachjtungen von solchen oder ähnlicher, Schiebereien und Schwindeleien sind sofort an den Bauernrat München, Landtagsgebänoe zu melden, (Tel. Nr. 25 331, Nebenstelle 54X Wir fordern die Bauern und Geschäft-l-Ute an), uns in der Sache zu unterstützen, sonst- rst es unmöglich', den Ansprüchen jener gerecht zu im 'n, die Pferde an die Heeresverwaltung geliefert haben. Alle Pressemitteilungen hier­ über lassen bis jetzt Klarheit über diese Ver­ fügung vermissen. Es gibt keine Sonderbestim­ mungen und Begünstigungen mehr, es gibt keine Abgabe von Pferden zum Schjätzungspreis, es gibt nur mehr Versteigerungen, die unter der Leitung des Bauernrates stattfinden. Ter Schwindel, der mit den Pferden und somit an nationalem Gut stattgefunden hat, war zu arg. '.Er muß um jeden Preis hinangehalten werden. - "' i —* Die Frauenversammlung, die ge­ stern abends im Bernlochnersaal durch die Deut-' fche Lolte^artei abgehalten wurde, zeigte das! rege Interesse, das die Frauenwelt heute an der Politik nimmt. .Ter Saal war dicht be-! setzt. Tie beiden Rednerinnen, Frau Krämer-, München und Frl. Rheinstrom-München, fan­ den mit ihren Referaten lebhaften Beifall. Tie Diskussion zeitigte allerdings verschiedentlichI unerfreuliche Momente, die heute schon erken-! neu lassen, mit welcher Schärfe die Gegner! von links den Wahlkampf zu führen gedenken. Näherer Bericht folgt. \ —* Dentsche Volkspartei in Bay­ ern (Teutsche demokratische Partei). Morgen' Mittwoch abends halb 8 Uhr im Hotel Bernds lochner (Turnerzimmer) Zusammenkunft und! Besprechung. — Heute Tienstag abends halb, 8 Uhr Ausschußsitzung im Sterngarten. f —* Die ftittbt. Anlagen werden neuer-, dings wieder durch Schüler stark beschädigt. Tie Hofgarteninspektion führte hierüber beim Magistrat Beschcherde. Dieser beschloß, an sämtliche Schulvorstände ein Schreiben zu rify ten, auf die Schuljugend einzuwirken, daß die Anlagen geschont werden müssen. Ebenso wur­ de die Polizeiinspektion zur schärfsten Kon­ trolle aufgefordert. —* Eine K u h wurde vorgestern bei esnem Gastwirt beschlagnahmt. Die Beschaffenheit des Tieres geht am besten aus dem Preise von 370 Mark hervor, den der Käufer für das Tier angelegt hatte. i -* Gemäldeausstellung. Herr Prof. Max Kuhn, unser einheimischer Künstler, hat in den Auslagefenstern der Lebensmittelstelle in der Rosengasse eine Weihnachtsausstellung sarbenfrischer, stimmungsvoller £&gt;e$= und Aqua­ rellgemälde eingerichtet. Hübsche Motive mt§ Landshut und Umgebung, Pleinting, Vilshofen, Hilgartsberg, Windorf u. a. präsentieren sich in geschmackvoller Anordnung und dürften Interessenten für die nahende Weihnachtszeit willkommene Gelegenheit für Geschenkzwecke bieten. , l j 1 —* Das letzte Konzert der Lieder­ tafel ließ erkennen, daß über der Wahl des neuen Dirigenten ein glücklicher Stern leuchktete. Herr Lehrer Probst hat uns zwar bei Antritt seines Amtes in bescheidener Weise ge­ beten, in unseren Konzertberichten seiner nicht zu erwähnen, da er nicht sich, sondern nur der idealen Sache der Liedertafel dienen wolle. Heute fürs erstemal aber wollen wir ihm doch! sagen, daß er unsere Erwartungen voll erfüllt und sich nicht nur als ein vorzüglicher Orichesterdirigent, sondern auch als ein ausgezeichineter, feinsinniger Chormeister erwiesen hat. Tas haben auch! Orchester und Chor gefühlt, die unter seiner Leitung! Vorzügliches leisteten und umsomehr Anerkennung verdienen, als sie noch« in "Kriegsstärke" vertreten waren. Ten Glanzpunkt des Abends bildete das "Begrabene &gt;Lied" von Bleyer-Olbersleben, in dem gemischi'ter Chor und Orchjester in musterhafter Weste zusammenwirkten und so die endlich' geglückte ' Verschmelzung des Musitvereins mit der Lieder­ tafel verkörperten und uns die Hoffnung er­ weckten, daß durchs diese Vereinigung das musi­ kalische Leben Landshuts eine wesentliche För­ derung erhält. Am schönen Verlauf nahmen jaber auch' hervorragenden Anteil die Solisten. ^Tie'Stimme der Konzertsängerin Elisabeth H. May aus München, einer jugendsrischen, sym­ pathischen Erscheinung, klingt überaus ein­ schmeichelnd und gefällig und spricht in allen ^Stimmlagen leicht an. Was sie besonders aus­ zeichnet, ist ihr-seelenvoller, von wahrem Em­ pfinden geleiteter Vortrag, der besonders in den Liedern von Schubert und Hugo Wolf die Zuhörer begeisterte. Aber auch' das Sopran­ solo des "Begrabenen Liedes" lag bei ihr in besten Händen und trug zum glanzvollen Er­ folg der Aufführung wesentlich' bei. Ihr Part­ ner, Herr Seminarlehrer Berthold, erfreute ' nicht nur durch seinen wohlgebildeten Bariton 'und seinen gediegenen Vortrag, sondern auch als Komponist seines "Gib Friede, o Herr", eines zeitgemäßen Liedes mit Klavier- und Violinbegleitung. Tas Violinsolo hat in feiner Weise Herr Seminarlehrer- Merkt durchgeführt, während die Klavierbegleitung sämtlicher Lie­ der unserer trefflichen Pianistin Marte Schäffner-Zieske anvertraut war, die mit gewohnter Schmiegsamkeit, Geschick und Verständnis für Begleitung sich ihrer Aufgabe erledigte. Tie Liedertafel aber hat, treu von ihrem Schwesterverein unterstützt, ihren angekündigten Zweck erreicht und mit ihrem so schön verlaufenen Konzert ihren Mitgliedern, die den Saal bis zum letzten Platze füllten, einige Stunden erhe­ bender Erbauung unsern schweren Tagen geboten. 1 &gt; —* Stadttheatec. Heute Tienstag den 17. ds. findet die Erstausführung von Sudermanns Drama "Ter Katzensteg" statt, in welchem die neuengagierte erste Liebhaberin Frl. Hilde !Bruns-Tornow von dem Teutschen Theater in Minsk sich! dem hiesigen Publikum in der Rollte der Regine vorstellen wird. Tie Rolle des Woleslaiv liegt in den Händen des 1. Liebhabers Herrn Alfred Beuttler. Mit Rücksicht auf die vielen Verwandlungen be­ ginnt die Vorstellung bereits um halb 7 Uhr. Tie Spielleitung hat Herr Tir. Tr. Oueden^ feldt. — * Pferde. Um eine gerechte und plan­ mäßige Verteilung der Pferde zu ermöglichen, wurden die Bezirksämter angewiesen, eine Li­ ste zu erstellen, die darüber einen Ueberblick verschafft, wieviel Pferde in den betreffenden Bezirken ausgehoben wurden. Nach! diesen Li­ sten wird die Pferdevertchlung proportionell vorgenommen werden. In sämtlichen Bezirks­ ämtern sollen in nächster Zeit Versteigerungen abgehalten werden. Steigern kann jeder Land­</p>
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          <p>Jeus Jürgens bestimmte, als er sie nicht da­ heim fand, das Kind, das er unbeaufsichitigt glaubte, mit htnauszunehmen auf das Meer. Sie strafen, sie so strafen, daß er das eigene Kind zum Opfer brachte, nein, das konnte Jens Jürgens nicht. Sie, sie allein war schuld, daß ihr Kind, ihr geliebtes Kind, jetzt da draußen in Nacht und Graus auf dem Wasser war. Wäre sie nicht heimlich davongegangen, hätte sie ihr Kind nicht nnbeschützt zurückgelassen, als sie dem Rufe der Schwester folgte, ihr klei­ ner Olaf wäre noch bei ihr. . . . Merret schüttelte Fieberfrost. Ihre Zäh­ ne klappten hörbar auseinander. Tie nassen Kleider jagten Schauer um Schalter über ihren Leib. Sie hatte den ganzen Tag nichts ge­ nossen, ihre physischen Kräfte waren völlig erschöpft, aber sie dachte nicht daran, von der Stelle zu weichen. Ihre Augen bohrten sich förmlich in die Nacht. Nirgends ein Zeichen, nirgends ein Licht! Ueberall todesgraue Ein­ samkeit und der heulende Sturm. Ta, plötzxltch flammte in weiter Ferne ein Licht ans. Grün stieg es empor, dann erlosch! es wieder. Und Merret lachte unter Tränen. So hatte ihr Ditlef einst in alten Tagen ein Zeichen gege­ ben, wenn er seine Heimkehr von weiten Seesahrten kündete. Tie alten Tage wurden le­ bendig und ließen sich) von den nfeuen mit ihren tiefen Schatten nicht ntehr verdunkeln. I Gefunden? Sollte das grüne Licht iteue Hoffnungen in ihr Herz strahlen? Hatte Titlef Jens Jürgens gefunden? Und plötzlich kroch! noch eine andere Angst zu ihrem Her­ zen. Wenn die beiden Männer, die sich! so tief haßten, sich! jetzt gegenüberstanden, vielleicht im Kampfe? Sollte Ditlef Stöven den Tod­ feind retten, dessen Leben ihm sein Glück nahm? Und wenn Titlef Stöven nur ausgezogen war, um Jens Jürgens zu vernichten, sie frei zu machen von dem ungeliebten Manne? Merret schauderte. Wohin verirrten sich ihre Gedanken! Nein, Ditlef Stöven weicht nicht um Haaresbreite ab vom ehrlichen Weg, daß wußte sie.. Aber Jens Jürgens, wenn er Ditlef Stöven da draußen auf dem Meere traf. wenn er vielleicht mit ihm und den Wellen rang? Jens Jürgens würde Ditlef Stöven unngchsichtlich töten, wenn er ihm im Wege war . . . Am Strande wurde es lebendig. Aus den kleinen Friesenhäusern kamen sie jetzt in Scharen herbei mit kleinen, schwach leuchtenden Laternen, die Menschen voll Neugier und Teilnahme. "Schiff in Sicht." kündete Klaas Fedderfen "bald werden sie hier fein," Merret sagte kein Wort, aber ihre Seele jauchzte. Und doch folterte sie unausgesetzt die marternde, furchtbare Angst. Noch nahm ihr Auge nur dunkle Stellen im Nebel wahr. Da endlich ein zitternder Lichtschein, der näher und näher auf den brodelnden Wasiermaffen kam. Es war Dltlef Stövens Boot, das ein anderes im Schlepptau führte. Wieder stockte Merrets Herzschlag. "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigem," betete sie wieder, aus dem harten Stein in die Knie sinkend und verzweifelt, die Hände ausstreckend. Wenn Jens Jürgens tot war, dann lebte auch ihr Kind nicht mehr. Mit schweren, zitternden Gliedern erhob sie sich Immer wieder warfen die Wellen das Boot zurück, aber, immer wieder setzten die braunen Schiffer ihre gan­ ze Kraft ein im Kampf mit den wütenden Natur­ mächten. In atemloser Spannung verfolgten die am Strande Versammelten das mühevolle Ringen der Bootsleute. Jetzt hob eine Riesenwelle die bei­ den Fahrzeuge spielend empor und schleuderte sie niederstürzend gegen den Strand. Hundert hilf­ reiche Hände griffen zu. Ein Jubelruf grüßte Dit­ lef Stöven am Strande. Der Kapitän winkle stumm mit der Hand. (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Gerichtssaal. Landgericht Landshut. , , Verurteilt wurden: die Tienstmagd Amalie Pollingec von Mailing wegen Tiebstahls i. R.-zu 5 Monaten Gefängnis, der Schneider Andreas Sagstetter von Einfiicft wegen schweren Tiebstahls zu 2 Jahren Gefängnis, , ; der Schuhmacher Johann Huber von Schwaben wegen Tiebstahls zu 1 Jahr 2 Mo­ naten Gefängnis, ; i die Hilfsarbeiter Sebastian Waitl, Ignaz Banister und Lorenz Weiß, sämtliche von Mün­ chen, wegen Tiebstahls zu je 4 Monaten Ge­ fängnis. j ■ ; i s Stadttheater. Erstaufführung am 15. Tezember 1918: "Ter lustige Ehemann", Operette in 3 Akten von Brammer und Grünwald, Musik von Ed­ mund Ehsler. Ich. habe die Novität seinerzeit schon im Gärtnerplatztheater gesehen und schon damals am Libretto herzlich! wenig Gefallen gefunden, wcchrend die Musik mehr Melodik als Originalität ausweist. Nur eine glänzende Ausstattung vermag der Operette zur üblichen Anzahl Aufführungen zu verhelfen. Letzteres kann natürlich! nur an großen Bühnen erreicht ioerben, und so bleibt der Provinzbühne ledig­ lich, die Turchschnittsoperette, die in ihrer lu­ stigen Ehebruchsepisode mit versöhnlichem Ausgang und dem Gewürz billiger Witze kaum ■eilten Tauererfolg bringen wird. Ten Titel­ helden stattete unser trefflicher Buffo Herr IBürndal mit all dem ihm in so reichpm Maße zu Gebote stehenden liebenswürdigem Charm aus, der ihn so rasch zum Liebling des Publi­ kums machte. Tas bekannte "Weinlied" brach­ te er dank seines geschilpten Sptechgesanges zu hübscher Geltung. Eine elegante Erscheinung b-ot Frl. Lakome als Heloise. Schade, daß sich der Wohkklang ihrer Stimme in der Mittellage nicht auch aus die hohen Töne erstreckt. Ten Hausfreund Gras Setztol vermochten die Au­ toren nicht sehr sympathisch, in die Handlung hinzufügen, besser meinte es der Vertoner da­ mit, was der Vertreter der Partie Herr Tr. -Quedenfeldt gut zu Gehör brachte. Tie übri­ gen Personen haben lediglich! den Zweck, die Empfangsabende der Tame des Hauses verschö­ nern zu helfen und amüsanter zu gestalten, so die Ehepaare Basewitz und Zimt, Frl. M5kkukska—Herr Weigel und Frl. Fernandez—Herr Beutler, der Lyriker Nachtigall des Herrn Ele­ mente und die, wenn etwas übertragener gehal­ tene, weit humoristischer wirkende Luciende des Frl. Kipper. Für drastische Komik sorgte Herr Koller als Pipelhuber und auch als Spielleiter tat er das Seine. Nicht vergessen möchte ich. den famosen, beweglichen Tr. Rosenrot des Herrn Sadik, der als gesuchter Anwalt keinesfalls den Kopf, höchstens die Nasenspitze verlor. Herr Kapellmeister Bader verlieh der gefälligen uMjsrk Eyslers das nötige Tempo und sorgte auch! für eine dezentere Begleitung als bisher. Tie Anhänger der Operette hatten sich! in dichten Scharen esngefunden und quittierten die Tarhietungen mit gewohntem Beifalle. Hg. Gerichtssaal. ! Amtsgericht LaUdÄhnt. [ (Sitzung vom 12. Tezember.) Tie Kontoristin Ottilie Zinagl dahier führte in mehreren Fällen mit einem Max Färber von Stuttgart Eier, Butter und Mehl laus, um dieselben in München weiter zu ver­ äußern. Ta angenommen wurde, daß diesel­ ben einen gewerbsmäßigen Schleichhandel treijten, wurden beide verurteilt und zwar di« tSmogl zu 3 Wochen Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe, Färber zu 3 Monaten Gefängnis jund 100 Mark Geldstrafe. Auch! wurde der Wrlös fÄr die abgenommenen Waren eingezo&amp;n. &lt; ! ! i . ■ I * | .■ l 1 Tie Fabrikarbeiterinnen Amick Weinberg«: ^chNd Anna Bauer dahier arbeiteten bei der Firma Scheldemandel und nahmen nach und nach, bereits 3 Zentner Leim an sich. Tiefen Leim liehen sie durch! die Hausiererin Walburga Esterl unter dem Vorgeben, daß die Ester! die­ sen Leim bei Geschäftsleuten aus dem Lande zusammenkauft, an eine hiesig« Schreinersgat. tin verkaufen. Tieft verkaufte den Leim zu dem Höchstpreise von 2.50 Mark das Pfund, so daß der Wert des gestohlenen Leimes fast 600 Mark ausmachte. Wegen Tiebstahls wurden die Weinberger und die Bauer, sowie wegen Hehlerei die Esterl zu je 1 Woche Gefängnis verurteilt. Ter Obsthändler Gregor Beck dahier ver­ kaufte Zwetschgen und Pflaumen über dem Höchstpreis; er verlangte nämlich 45 Pfennig für das Pfund Zwetschgen und 60 Pfennig für das Pfund Pflaumen. Wegen Höchistpreisüberschreitung' wurde Beck zu 20 Mark Geld­ strafe ev. 4 Tagen Gefängnis verurteilt.</p>
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          <p>'Die Stebaftten übernimmt für Einsendungen um« dies« Subtil dem Publikum gegenüb« keine Verantwortung.) BvMversammluüg!. 1. Tas Auftreten einiger radaulustiger Soldaten bei der gestrigen öffentlichen Volks­ versammlung hat gezeigt, daß es unbedingt notwendig ist, daß bei derartigen Veranstaltun­ gen zum Schutze aller doch gleichberechtigten Bürger gegen Uebergriffe rauflustiger schlechter Elemente Polizeiorgane in größerer Anzahl vertreten sind. Es war gestern, obwohl es dringend notwendig gewesen wäre, nicht ein Schutzmann zu sehen. ES würde sich, bei gro­ ßen Versammlungen auch! zweifellos empfehlen, wenn von Seiten des Garnison-Rates Organe ausgestellt würden, die speziell dafür sorgen, daß die Soldaten Ruhe und Ordnung halten und vor allem die jetzt fo vielgepriesene Rede­ freiheit nicht stören, i 2. Ist das Freiheit und Gleichberechtigung aller, wenn in öffentlicher Volksversammlung Mitbürger, die in ruhiger Form ihr Mißfall len gegen Redner, die nach, ihrer Anschauung eine reine Hetze darstellen, von Elementen, de­ nen man von vornherein ansieht, daß sie nur als Ruhestörer auftreten wollen, in bet um* verschämtesten Weise belästigt und sogar be­ droht werden? Glauben diese Element» viel­ leicht gar, auf diese Weise für die Partei Kurt Eisners werben zu müssen? Ist das der Fall, dann steht es schlecht um die jetzige Re­ gierung. Gin.LandÄhuter. 1 Stimmen aus dem Publikum.</p>
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          <p>Letzte Posten. Aus der Wasftustillstandskomm i ffion. Berlin, 16. Tez. In der Sitzung der internationalen Waffenstillstandskommission teilte General Nudeau mit, daß seit 5 Tagen keine Kokszüge aus Westfalen in Lothringen eintreffen und ersucht um Aufklärung. Zu­ gleich wurde ftanzösischerseits an die deutsche Verpflichtung erinnert, die feindlichen Kriegs­ gefangenen während der Tauer der Hetmbesörderung zu verpflegen. Ter deutsche Vor­ sitzende führte dann den Nachweis, daß die in der Nähe der Kathedrale von Laon gefun­ denen Minen nicht bon deutscher Seite gelegt sein können. Er betonte ferner, daß die Be­ handlung der übergebenen Kommandos nach, tote vor sehr viel zu wünschen übrig lasse. Auch! die Organisation der Uebergaoe von Set­ ten der Entente ist so mangelhaft, daß schon jede Nachforschung zum Nachteile Teutschhands abgelehnt werden müsse. Zum Schluß wurde eine Note überreicht, in welcher gegen das Verbot der Verbreitung rechtsrheinischer Zei­ tungen im besetzten linksrheinischen Gebiet Einjpruch erhoben wird. 1 Deutsch-Tiroler Wünsche. 1 Wien, 16. Tez. Las Tiroler Volksparlchment wendet sich« im Wege der Wiener Nunticytuc in einer Eingäbe an den Papst, tooryt ge­ böten wird, den ganzen Einfluß des hl. Stuhles bei den • Möchten diesseits und jenseits des Ozeans geltend zu machen/ um bie Erhaltung Teutsch-TinW zu ermöglichen. j Ein Äpmrnti. \ / Berlin, 17. Tez. In der ausländischen! Presse ist die Nach,richt verbreitet worden, daß die deutsche Regierung die Ausweisung bey Teutschen aus Elsatz-Lothringen mit der Droh­ ung beantwortete, sämtliche Elsaß-Lothringer; aus Deutschland auszuweisen. Dem gegenüber: ist festzustellen, daß diese Meldung! auf freier Erfindung! beruht und anscheinend nur dazu bestimmt ist, die beteiligten Kreise zu beun­ ruhigen. 1 Ans Böhmen. Prag, 16. Tez. Vecernik schreibt über die deutsch-böhmische Frage: Innerhalb der tschechischen Nationen gibt es imperialistische: Elemente, welche die Besetzung! Teutsch-Böhmens, tote bie Eroberung eines feindlichen Ge­ bietes auffassen und den deutsch-böhmischen Gebieten eine zentrale tschechische Regierung aufztoingen wollen. Tas tschechische Proletoriat wird alle Wittel anwenden, um das Verhältnis! der beiden Nattonen recht zu gestalten, denn eine Vergewaltigung der deutschen Minoritä­ ten würde nur zu einer Jrredenta führen. Tas Selbstbestimm ungsrecht muß für alle gelten u. die sozialistischen Vertreter in der National­ versammlung werden eine diesbezügljche Ak­ tion unternehmen. Prag, 16. Tez. Tschecho-flowaftsche Truppen haben Trautenau und Grulich ünd an der niederösterreichjischen Grenze Nikvlsburg und Krusbach besetzt. , ! , &gt; Von der Mackensenarmee. B u d a p e st, 16. Tez. Das ungarische Corrrespondenzbüro verbreitet die Meldung, daß Generalfeldmarschall von Mackensen nach der Konferenz mft dem Ministerpräsidenten Kä-rvlyi sich« mit Vorbehalt der nachträglichen Genehmigung der deutschen Regierung einver­ standen erklärte, daß seine Armee die Waffen niederlege. Er selbst habe sich« Mt seinem Stabe in Foth einquartiert und angekündigt, daß er seinerseits Ungarn erst dann zu verlas­ sen wünsche, «wenn sämtliche deuffchen Solda­ ten heimgekehrt sein werden. i Eine noüvcndiKe Abschütte lang. ' WTB. Berlin, 16. Tez. Amtlich, wird mitgeteilt: Nach! Zeitungsnachrichten soll das Mitglied der preußischen Regierung, Adolf Hvffmann, in einer öffentlichen Versammlung? geäußert haben: "Wenn bie Wahlen zur Na­ tionalversammlung nicht eine sozialistische Mehrheit ergeben, würde die konstituierende, Nationalversammlung ebenso wie in Rußland mit Waffengewaft auseinandergetrieben wer­ den.» ■ i/ i 1 ■ 1 : | i Tie preußische Regierung fft infolge Er­ krankung des Herrn Adolf Hofsmann nicht im der Lage, festzustellen, ob diese Aeußerung ge­ fallen ist. Sollte sich, Herr Hvffmann in diesem oder einem ähnlichen Sinne geäußert haben, so erklärt die Regierung demgegenüber, daß sie auf dem Boden der Demokratie steht und den durch! das Ergebnis der Wahlen zur Na-, tionalverfammlung zum Ausdruck gebrachtem Willen des Volkes respektieren wird.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Die Abgabe der ( Carbisvezugsmarlen t für den Monat Dezember erfolgt von Mittwoch, den 18. bis einschließlich Samstag, de» 21. Dezem­ ber 1918, jeweils vormittags von 8—11'/, Uhr gegen Vorlage der Lebensmittelkarte. Die Abholungszeiten müssen unbedingt einge­ halten werden. Die zustehende Carbidmenge ist spätestens bis zum 30. Dezember bet der Verkaufs­ stelle abzuholen. Land-Hut, den 17. Dezember 1918. SISdt. Leuchtmittelversorgungsstelle: Scheller, stabt. Baurat. 355«</p>
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