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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-12-31"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 356</biblScope>
          <date when="1918-12-31">1918-12-31</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Kämpfe in Wien.</p>
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          <p>nicht besaß (was noD viel schlimmer ist), das ist ihre schwere, schchvre Versündigung an der deut­ schen Revolution, an der deutschen Temokratie und an der deutschen Zukunft. Tarum kann das Urteil des deutschen Vol­ kes über die revolutionäre sozialistische Re­ gierung nur lauten: "Gewogen und zu leicht befunden." Tarum Muß beim Eintritt in das neue Jahr, das uns nach! wenigen Tagen bereits die Wahlen zur konstituierenden Nationalver­ sammlung bringen wird, das deutsche Volk sich eine neue politische Führung suchen, die den "Neubau des deutschen Staates auf der Grundlage der Temokratie". den wir als den zweiten von Uns zu besch reitenden Weg erkannlten, auszuführen imstande ist. Nur dieser Neubau vermag uns aus der Schande unserer Tage wieder herauszuführen, nur er vermag uns die Möglichkeit zu eröffnen, daß wir dochj noch eine Zukunft in der Welt haben, die uns gestattet, nicht nur ein Vasall bevorrechtigter Völker zu sein. ( Sv ist trte bevorstehende Entscheidung des 19. Januar 1919 in der Tat eine Entscheidung von weltgeschichtlicher wie von volksgeschicht­ licher Bedeutung. Niemand wird es dem deut­ schen Volke verargen, wenn es heute zu aller­ erst an seine eigene Zukunft batst. So ehrlich und selbstlos wir uns an der neuen Weltorgani­ sation beteiligen wollen, so sehr wollen wir gerade in ihr Teutsche bleiben, die wissen, daß sie besondere Anlagen und Fähigkeiten be­ sitzen, und daß sie besondere Aufgaben zu er­ füllen haben. Schaffen wir am 19. Januar keine Mehrheit der ehrlichen Temokratie für die Nationalversammlung, so wäre auch&gt; dann nochs nicht der letzte Tag des deutschen Volkes gekom­ men, aber die Prüfungszeit wäre abermals um ein gutes Stück verlängert, während die ande­ ren Völker, Engländer und Amerikaner vor­ an, darangehen, sich! das neue Weltbild nach ihren Wünschen ünd Hoffnungen zu gestalten. Taran wollen wir alle denken! Wenn wir das aber tun, dann wird ein heiliges Feuer der Vaterlandsliebe uns alle durchglühen und, von ihm getrieben, werden wir den Weg finden, der atjs Schande und Not zu Hoffnung, Wietderaufrichtung und neuem Stolze führt: Dien Weg der Temokratie! Von T&gt;r. Johannes Rathje. ’ : In tiefer Sorge und Not schreitet das Deutsche Volk über die Schwelle des neuen Jähe­ res. In Schimpf und Schände versunken durch den unglücklichen Ausgang des Krieges, den die alten Machthaber aus ihrem Gewissen haben, treiben in unseren großen Städten und Jndustriebezirken, voran in Berlin, von bösen Gei­ stern besessene Agitatoren ihr Unwesen, da­ mit uns noch der letzte Rest von politischer, wirtschaftlicher und sittlicher Widerstandskraft genommen werde. Wie mag man aus dieser tiefen Demütigung noch, einmal wieder die Kraft zu neuem Ausstieg finden werden! Tas itft die Frage, die sich! Hunderttausende und aber Hunderttausende der besten Teutschen vorlegen. Und wenn ihnen und uns auch! oft der Mut schwinden möchte, diese Frage zu beantworten: toic müssen um unseres Vaterlandes und un­ seres Volkes willen einen Ausweg finden, wir müssen hindurch! Zur Rettung, wir müssen uns als Volk behaupten, wir müssen wieder Willlen und Kraft zu neuem Ausstieg finden. Wie kann das geschehen? Nur, indem wir zwei Entschlüsse fassen und die durch! sie getretenen Wege mit rücksichtsloser Energie be­ schreiten und zu Ende gehen. Ter eine Weg führt ab vom alten Teutsch^ land. Keine Wahnsinnstat der spartakstischen Agitatoren darf uns jemals verführen» Ge­ danken Raum zu geben, als ob eine Wiederein­ setzung der alten Gewalten in ihre Rechte möglich/ ober auch nur nützlich wäre. Niemals Dürfen wir vergessen, daß das alte System die Ursache für unseren militärischen und polisttschen Zusammenbruchs gewesen, daß es Bei dem ersten Ansturm der Revolution wie ein Kartenhaus rühmlos zusammengestürzt ist. In dieser Beziehung muß das deutsche Volk die Re­ volution vom 9. November 1918 als e t ne historische Tat begreifen und ansehen lernen, der es sich zu beugen und mit der es die Zukunft zu bauen gilt. Ist es nötig, uns die Sünden der alten Machthaber in die Erinnerung zu­ rückzurufen? Uns foihtft, die harte Lehre der vier Kriegsjahre mit ihren bitteren Enttäusch^ ungen bleibt uns allen unvergessen. Ter zweite Weg, den wir gehen mii[fen, heißt Neubau des deutschen Staates auf der Grundlage der Temokratie. Tas und nichts anderes ist Uns auch von der Regierung, die in den Stürmen der Revolntionstage das Stech erruder des Reiches ergriff, verheißen worden. Laß wir, anstatt in diesem Neubau mitten drin zu stehen, uns vor das Gespenst völliger staat­ licher und wirtschpstltcher Auslösung gestellt sehen, daran trägt die sozialistische Regierung eine schwere Mitschuld. Sie hat vergessen, daß auch&gt; die freieste Temokratie nur auf dem Grun­ de gesetzmäßiger Ordnung bestehen kann. Sie hat vergessen, daß eine in Revolutionszuckun­ gen getretene Temokratie, die die Folgen eines Unglücklichen Krieges auf siich&gt; zu nehmen ge­ zwungen ist, diesen Grund mit eiserner Ent­ schlossenheit ausreicht erhalten muß. Taß sie dies vergaß, oder daß sie diese ^Entschlossenheit Gegenströmung in Wien. — Drohende Schließung der schlesischen Kohlengruben. — Revolten in Riga. — Die Schulden Frankreichs. Das neue Jahr.</p>
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          <p>feiet Schriftsteller Bruna Jakob. Für den Fall, daß eine solche Einigung unmöglich! sein soll­ te, will man eine niederhefsische Republik schas­ sen. 1 i Sie "erdolchte" deutsche Armee. Nach der "Neuen Züricher Ztg." erklärt der englische General Maurice in den "Daily News": Tie deutsche Armee war vor dem Kriege die erste Europas. Bei dem Wassenstillstand befanden sich die Truppen der Alliierten und des Feindes an der Westfront im Verhält­ nis fünf zu dreieinhalb. Tie deutsche Armee ist von der Zivilbevölkerung von hinten erdolcht worden. Das Verhalten der Matrosen der deutschen Flotte kann man nur mißbilligen. Sie zogen es vor, zu rebellieren und dem Feind ihre Schisse auszuliefern, statt dem Feind zu trotzen. Sie waren es, die .Paris ret­ teten.</p>
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          <p>Vor den Friedensverhandlungen. Der Waffenstillstand gefährdet? Genf, 29. Dez. Nach der "Humanite" er­ klärte Pichon in der letzten Kammerkqm'mission für Auswärtige Angelegenheiten, daß die En- f tente Befürchtungen hege, zur Kündigung des | Waffenstillstandes gezwungen zu sein. | Wilsons Forderungen. | Berlin, 29. Tez. Ter "Vorwärts" gibt | folgende Information wieder: Wilson habe | amerikanischen Vertretern in Paris in Gegen- | wart von amerikanischen Truppensührern und von Oberst House erklärt, daß Amerika niemals Annexionen am linken Rheinuser dulden wer­ de. Teutsches Land müsse deutsch! bleiben. Grenzvevänderungen könnten nur im Austrage der Bevölkerung vorgenommen werden. Wil­ son rechnet damit, daß die Alliierten in dieser Frage keinen anderen Weg einschlagen werden. Wegen Teutschlands Ernährung habe Wilson der Abordnung den Auftrag gegeben, aus­ führlich zu 6erti#en. Ergäbe sich wirklich die Notwendigkeit der Versorgung, so würden die ersten Sendungen in den ersten Januartagen im Mittelmeer eintreffen. Tie letzten Nachrichten über die Berliner Ereignisse befriedigten aller­ dings nicht. Tie deutschst Regierung müsse klar zeigen, daß sie Temokratie und nicht Anar­ chie wolle. Es Mine, daß die Regierung die notwendigen Organisationssragen nicht erlebt* qen könne. Aus mehreren Berichten gehe her­ vor, daß die Organisation in den besetzten Ge­ bieten nicht den Abmaiungen entspreche. Teshalb hätten die militärischen Führer den Auf­ trag erhalten, überall einzugreifen, wo bte deutsche Verwaltung nichts bessern könne. Stimmen zur Friedenskonferenz. Im "Secolo" äußert sich der Historiker Gulielmo Ferrero über die Liga der Nationen und die Gefahren des Sieges, wobei er zu dem Schluß fontmt, daß, der Vieroerband un­ ter allen Umständen aus der Friedenskonferenz eine stabile, längere Zeit dauernde Neuordnung Europas beschließen müsse. Wenn der Vterverband heute seinen "Gegnern einen Gewalt­ srieden aufzwinge, die während des Krieges gemachten Versprühungen als wertlose Papier­ fetzen behandle, gerate er in bte Gefahr, daß chm durch innere und äußere Schwierigkeiten das gleiche Schicksal widerfahre, das er den Zentralmächten bereite. Sofern Europa int Jahre 1919 nicht einen dauernden Frieden zustanbebringe, tvctbe dem Weltkrieg bte Weltrevolution nachfolgen. _____</p>
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          <p>Frankreich demobilisiert. Genf, 30. Tez. Wie Havas meldet, hat die französische Regierung die Demobilisierung der gesamten Territorialarmee beschlossen, bte bis 5. Februar beendet sein soll. | Frankreich.</p>
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          <p>• Bataillon besetzt worden. Tas Kommando der r Besatzungstruppen für Süddalmatien und MonI tenegro wurde vom französischen General Veral ; f übertragen. Die baldige Besetzung von Ragusa s 5 durch französische oder sranzöstschs-serbische 1 Truppen gilt als wahrscheinlich. Oesterreich. Die Franzosen in Eattaro. ! Nach BerWen des Blattes "Jugo-Slawo" ist die Stadt Cattaro durch ein französifchies</p>
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          <p>Rußland. Revolten in Riga. t 1 Riga, 30. Tez. Ter Versuch einer Mtlitärreoolte lettischer Kompagnien gegen die provisorische lettländifche Regierung wurde durch die regierungstreue Landeswehr mit Feu! erunterstützung englischer Schisssariillerie unI terdrückt und die Meuterer verhaftet und abk geurteilt. Riga ist ruhig. ,</p>
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          <p>Türkei. Englische Sccsolvatcn in Konstantinopel. Reuter meldet aus Athen: Ten griechischen Blättern wird aus Konstantinopel telegra­ phiert, daß das britische Oberkommissariat we­ gen der Zustände in der türkischen Hauptstadt die Landung einer Abteilung Seesoldaten vom britischen Geschwader angeordnet hat. - , Letzte Nummer im Quartal Unsere Postabonnenten werden gebeten, wenn dies nicht ffjmt geschehen ist, umgehend die Erneuerung des Abonnements auf den "Kurier für Niederbayern" bei ihrer Postanstalt vorzunehmen. Ter "Kurier für Niederbayern" wird auch im Tosen des politischen Streites in ruhiger und sachlicher Form die Interessen des freiheit­ lich gesinnten Volkes aller Stände vertreten. Er wird unbeirrt durch Einflüsse &gt; von links oder rechts den vorgezeichneten Weg gehen, wird Warmer und Streiter sein im Kampfe für die i Freiheit des Volkes, den Wiederaufbau und die Entwicklung einer gesunden Volkswirtschaft sein, die allein es uns ermöglichen kann, die schweren Schäden des Weltkrieges wieder zu heilen. Wer in diesem Kampfe Mitstreiter sein will, der bestelle den "Kurier für Niederbayern".</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Eine Konferenz zur Behebnng der Erriälch rnngsschmierigtcitcn ‘ findet gegenwärtig zwischen der bayerischen und der Württembergischen Regierung in Stuttgart statt. Als Vertreter Bayerns nehmen die Mi­ nister Eisner und Auer, sowie Ministerialrat Geh. Rat Dr. von Graßmann daran teil. , &gt; Ter preußische Erlaß über den Religtonsl- , , unterricht aufgeschoben. t : ’ Berlin, 27. Dez. Mit Rücksicht aus die lebhaften Bedenken, die gegen den Erlaß über den Religionsunterricht vom 29. November gel­ tend gemacht worden sind, ordnet der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbil­ dung Häntsch an, daß die Durchführung des Erlasses überall dort, wo sie auf ernste Schftief rigkeiten stoßt, bis zur Entscheidung durch die preußische Nationalversammlung zu unterblei­ ben hat. ! Ter Austritt der Unabhängigen. I Berlin, 30. Tez. Die bisherigen unab­ hängigen Volksbeaustragten Haase, Tittmann und Barth stellen in der "Freiheit" ausdrücklich fest, daß die Unabhängigen von keiner Seite aus dem Kabinett hinausgedrängt wurden. Es trat vielmehr im Zentralrat deutlich die Ab­ sicht hervor, sie im Kabinett zur Mijtarbestt festzuhalten. Sie traten jedoch aus eigener Initiative aus dem Kabinett aus, als ihre Ueberzeugungstreue und ihr Pflichtgefühl gegen­ über dem revolutionären Proletariat diesen Schritt erforderte. &gt; , Streik in Lberfchlesien. ! Oppeln, 29. Tez. Ter Stteik in Ober­ schlesien greift immer weiter um. sich. Von 63 Sternkohlengruben streikten am 28. ds. bereits 12. Taß der Streik nicht organisiert ist, be­ weist der Umstand, daß über die Forderungen unter den Arbeitem vollkommen Unklarheit herrscht. , Prinz Max von Baden — demokratischer ; Kandidat. Wie der Voss. Ztg. aus Heidelberg gemel­ det wird, ist dort von der deutschen demo-kratijschen Partei Prinz Max von Baden als Kandi­ dat für die deutsche Nationalversammlung aus­ gestellt worden. Teutscher Bauernbund. Ter Deutsche Bauernbund hat sich, an die Teutsche Volkspartei itf Bayern angeschlossen. Tas ist hoch erfreulich, weil es zeigt, daß die Führer des Bauernbundes politisches Verständ­ nis haben. Gerade in den katholischen Teilen Frankens, wo der Bauernbund stark im Zu­ nehmen Begriffen ist, ist der Anschluß an die Deutsche Volkspartet sehr bedeutsam. Kein Wunder, daß Tr. Heim darüber sehr ungehal­ ten ist und in einer Versammlung in Würzburg sich sehr erregt darüber ausspray!. Was die neue Regierung zu tun hat? ! fragt der "Vorwärts". Die Regierung konnte sich in der alten Zusammensetzung mit den wichltigsten Fragen nicht beschäftigen, weil sie die Berliner Partejikrakehle ftiänbig in Anspruch nahmen. Dem muß ein Ende bereitet wer­ den. Die Not unseres Volkes schreit zum Hinch mel. Tie Arbeitslosigkeit wächst. Tie Ernäh­ rung ist gefährdet. Es gilt, Arbeit und Brot zu schaffen, soweit tote es nur irgendwie möglich ist. Zaubern kann auch eine sozialistische Re­ gierung nicht. Tas können nur die Spartakus­ demagogen. Aber was geschehen kann, um zu ordnen und zu Helsen, das muß geschehen. Wir wollen nicht revolutionäre Redensarten, wir tedten revolutionäre Taten.</p>
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          <p>Holzpritschjeu in Ställen. In den ländlichen Gegenden herrscht eine ziemlich! große Knappheit an Streumaterial für die Ställe. Aus einen Ausweg aus dieser Not ist nun der Wirtschastsinspektor Golta gekom­ men, der im "Landboten" über seine Erfahrun­ gen mit Holzpritschen zur Streustrohersparnis Mitteilungen macht. Er benutzt solche Holzpritschen schon seit längerer Zeit und ist mit ihnen immer zufrieden, sowohl bei spärlicher Streu, als bei vollkommenem Wegsall des Streustrohes. Im letzteren Falle war bas Vreh immer noch leichter sauber zu halten, als Bet der reichlichsten Streu, und fühlte sich auf dem Pritschenlager sehr wohl. Vor allem brauchte es nicht auf dem kalten und harten Pflaster zu liegen. Die Pritschen werden her­ gestellt, indem man aus zwei Meter lange Lat­ ten 1.5 bis 2 Poll starke und 1 Meter lange Bretter dicht nagelt. Tie Bretter müssen un­ gehobelt bleiben und sind möglichst mit Karbolineum oder heißem Teer zu streichen. Zwi­ schen den Brettern müssen Fugen bleiben. Ti« Pr:tschen sind gut handlich und können in strohrerchen Jahren aufbewahrt werden, um, wenn Streuknappheit eintritt, wieder Verwen­ dung zu finden. Allerlei.</p>
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          <p>getretenen Diifziplinarftraseiy sowie die Lö- . sichung der "Einträge in den tQualifikationM alten zu verfügenft , I « Entlassung von å))iilitiirarliciterti. Tce Mitglieder Vaith und Hübfch der·Teutschen Tsemokratifschsen Partei im·pro’o. Nationalrat Bayerns haben folgende kleine Anfrage eingebracht: » · · Jn mehreren 9Jtilit-arbetrieben, m denen zurzeit die Arbeit ruht, sollen Arbeiter mit bis, zu Hjzjhkkgek Dienstzeit entlassen worden sein, während jüngere Leute mit weniger als Zjszhxiger Dienstzeit offenbar weiter in. den Betrieben bleiben dürfen. Tit! es Mk) VII DIEsen letzteren um Arbeiterräte handelt, wird der Anschein erweckt, als ob bei Entlasfungen und Wiedereinftellungen nicht die Lange der Tietkfkt zeit, sondern die Rücksicht auf Ehrenamtpr eme Rolle spielen würde. Die Regierung wird um Stellungnahme zu diesen Vorgängen ersu-cht. Dcmotratischi gesinnte Lehrer nnd Seht-erinnert. Von dem Ausgang der Landtagswahlen hängt für uns alles ab! Wir müssen verhindern, daß. wieder eine Mehrheit der Reaktion in den Landtag einzieht. Beteiligung am Wahlstumpf« ist darum Pflicht für Uns-»Alle! « Wirkt aufklärend, leistet politische Kleinardeiiz unterstiitzt die sreiheitldlie Preise- spendet zum Wahlfondl Wendet Euch um Aufschluß und Werbematerial an den unterfertzgk ten Wahlausschußl Wahlspenden nimmt entgegenk Hauptlek rer Karl Hönig, München, Mariahilfsstr 9J3. . Poftscheckkonto 13414. « » Wahlausfchuß ’» s demokratisch gesinnter Lehrer. » I. Noth, «« München 9, Aignerftr 60JL Auslandsware und Kriegsswsitcliergefckw Von Bezirksamtmann Dr. Jaev b, Vorstand des Bauer. Kriegswucheramts Jn Handelskreisen besteht teilweise die irrtiimuche Auffassung, daß. durch die Kr1egssvuchergefetze unsere Versorgung mit Aus-landsware gestört knerde Daß« DSM Ukskpt sp ist, geht aus dem Vertrag 20 der Verordnung gegen blsreistreiberei vom 8. Mai 1918 hervor. Hienachi kann das Reichswirtsfchtaftsamt Ausnahmen von den Höchftpreifen und von den Vorschriften für die Bemessung von Preisen und Vergütungen für Gegenstände des« täglichen Bedarfes und des Kriegsbedarfes, die aus dem Auslande eingeführt werden, zulasfen. Jene Bestimmung hat den Zweck, im Interesse der Allgemeinheit eine ausreichende Versorgung zu ermöglichen; das Jnteresse des Einfuhrhandlers ist dabei jedoch nicht maßgebend. Verneint das Reichswirtschaftsamt das öffentlüche Jnteresse und erteilt infolgedessen die Ausnahmebewiilliguüg nicht, fo haben auchs die Verwalttungsbehörden und die Gerichte im allgemeinen ’keine Veranlassung, solche Einfuhrgeslchäfte bei der Preisprüfung anders zu behandeln wie · andere Geschäfte, ausgenommen ganz besonders gelagerte Fälle. Um diesen Standpunkt richtig zu beurteilen, muß man bedenken, daß« die höheren Preise der Einfuhrwaren ihre Wirkung auch auf die Jnlandsware haben, und das; eine ungeregelte Einfuhr zurzeit mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Zsvischen den etwa siksljs wider«ftreitenden öffentlichen und privaten Jnteresk sen wird in jedem Cinzelfalle mit größter Sorgfalt der Ausgleich gesunden werden müssen.</p>
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          <p>Pfcttraihf 29. Ttez (Erine Wsählerverfamw lung) fand heute Nachmittag im Sttunglrnahrk schien Gast-hause hier statt. Herr Schriftleixter Wagner-Landshut erläuterte in eingehender Rede die Ziele der Treutsschien Volkspartei. Jn der Diskussion sprach« der Herr Bencfiziah der »in vielen Punkten seine Uebereinstimmung mit dem Redner kundgab und zur Neuregelung des Verhältnisses von Kirche und Staat Gesichtspunkte entwickelte, die wieder vom Referenten anerkannt wurden. Herr Stanglmayr sprach für Einigung ·der bürgerlichen Parteien, ließ. sich aber von der Unrichtigkeit des Weges überzeugen. Herr Kandidat Vesl stellte sich den Wählern vor und griff auch mehrmals« in die Diskussion ein. Herr Hauptlehrer Dachs sprach» zur Fachaufsisshit in der Schule und zur Trennung von Kirche und Schule und unterstrich die bereits vom Referenten gebrachte Forderung der Erhaltung der Religion in der Erziehung, die aber nicht zu einem Gewissens«zwang krerden dürfe. Tsie Versammlung wurde um 7 Uhr abends nach- 4ftündiger Dauer geschlossen . « Sinibuskhs a. II, 27. Des. (Familienträgö- H« die) Tsie Bauerngutsbesitzerseheleute Josef u. Rosina Pach in Moos, SEltern von fünf unversorgten Kindern, lebten schon lange Zeit in Streit. Ter Mann war von hochpathologik scher Eifersucht befallen. Die Frau hatte bereits gegen ihren Mann das Kuratelverfahren eingeleitet. Zwischen den Gatten kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf Pach seiner Frau mit einem Revvloer einen Schuß in den Kopf beibrachte, so daß sie nach einigen Stunden verschied. Nach der unglüclkfeligen Tat ergriff ihn Reue, worauf er sich eine Kugel in die Stirn jagte. Pach dürfte nicht mit dem Leben davonkommen . Niederbayerische Nachrichten. Die Pflicht. jedes Wählers ists, seine Stimme abzugeben. Jeder freiheitlich gesinnte Mann, jede gleischk gesinnte Frau wählt · Deutsche Volkspartei in Bauern. Siegen die Gründung von Bürger-wehren sprach fishs der Landes-Arbeiter- und Soldatenrat aus. Weitere Anträge fordern die Entwaffnung »der Bourgeoifie und der Offiziere und Zusammenschluß. der Arbeiter smsit den Soldaten. Minister Auer verteidigte seine Stellung zu der Bürger-wehe Fechenbafckjs vertrat den Standpunkt, daß die politische Maslzt nicht an die Arbeiter- und Soldatenrätc übergehen darf, sondern eine Regierung auf ftaatsrechtlilchser Grundlage gebildet werden muß. Zur Befehl-IIgewalt im daher. Heere wurde beschlossen, daß alle Offiziere mit vierfünftel Mehrheit von den Soldaten bestätigt werden müssen. Trr .H-ohmanti, der Vorsihende der Tentschien Volkspartei in Bayern Deutsche Demokratische Partei) hat sich— zur« Freude seiner Parteih genossen nunmehr bereit erklärt, eine Kandik datur für die Landtagswahl zu übernehmen. Er ist: im Wahlkreis Teggendorf aufgestellt. »</p>
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          <p>heit erfreute. Lite Gattin und 5 Kinder betrau­ ern den Heimgang des treubesorgten liebevol­ len 'Gatten und Vaters. —* Als Kandidaten der Bayerischen ,Wolkspartei wurden fite unseren Wahl­ kreis Landshut-Vilsbiburg ausgestellt: Groll K. ''Nutsbesitzer in Essenbach und Lindner Tr., Rechtsanwalt in Vilsbiburg. ' —* Als sozialdemokratische Kan­ didaten sür den Wahlbezirk Landshut-Vils­ biburg wurden fite den Landtag die Herren Bäckermeister Karl Mayer-Landshut und Gem.Bev. Hartl-München, sür die deutsche Na­ tionalversammlung Herr Gastwirt Holl--LandÄhut ausgestellt. 1 —* Jahresschluß feiern finden in den den hiesigen Kirchen statt: um 3 Uhr bei Hl. Geist, 5 Uhr bei St. Nikola, 6 Uhr bei St. Jodok und halb 7 Uhr bei St. Martin, in der protestantischen Pfarrkirche um 5 Uhr. i Der Wand kalender des Jahres 11919 wird in der ersten Nummer des neuen Jahres zum Abdruck gebracht. , —* Wilde Gerüchte durchschwirrten am Sdnntag die Stadt Landshut ebenso wie andere Städte im Lande. Tie besiirchteten Ereignisse traten aber nirgends ein. Tie Ruhe wurde in keiner Stadt gestört. ^ ' * Die Polizei ist seit gestern durch 24 gediente Unteroffiziere verstärkt worden, die bei Tag und Nacht mit der S^utzmannschast den Sicherheitsdienst in unserer Stadt ver­ gehen. ; ! t ! 1 f _ *Ein Schwein wurde aus dem Stalle eines Schwaigers am Rennweg gestohlen. 1 ' —* Die Polizeistunde ist am heutigen Shlvesterabend aus 1 Uhr früh festgesetzt wor­ den. - ' —* An Fett erhalten wir von heute an bis auf weiteres nur noch- 50 Gramm. ' —* Deutsche Volkspartei in Bay­ ern (Teutsche Temokratisjchje Partei). Am Donnerstag abends halb 8 Uhr Zusammen­ kunft im Turnerzimwier des Hotel Bernlochner itttt Besprechung und 95erfl£,t «6« bim Gang der Wahlvorbereitungen. i —*Hochwasser derJsar. Herr Baurat Simon schreibt uns: Der Bericht über das Letzte Hochwasser in Ihrer Zeitung könnte dre Vermutung auskontwen lassen, als ob der Mel­ dedienst vom hiesigen Straßen- und Flußbau­ amte vernachlässigt worden Wäre. Tiefes hat gm 14. ds. Mts. die stündliche Zunahme des Hochwassers und das voraussichtliche bedeu­ tende Weitersteigen gemeldet. Tie Meldung gründete sich aus die eigene Beobachtung des hiesigen Straßen- und Flußbauamtes, während das Straßen- und Flußbauamt München ver­ säumt hatte, das bedeutende Steigen des Flus­ ses im Lause des 13. nach- Landshut mitzu­ teilen. Ta nämlich der Scheitel der Hochwasser­ welle den Weg München—Landshut in 23 Stunden zurücklegte, am 14. abends der WirketPegel bereits 180 zeigte, mußte der Zsarpegel in München-Bogenhausen bis Freitag abends bereits bedeutend gestiegen sein. ! —* Stadttheater. Aus die heute nach­ mittags 4 Uhr stattfindende Kindervorstellung ""gßte Kein Else das Christkind suchen ging" sei nochmals hingewiesen. Mitbwjoch nachmit­ tags findet eine Vorstellung von "Ter Vogelbär Mer" statt (nicht wie irrtümlich! angegeben "PMenblut"). Abends geht die "FörsterchriM" in Szene.</p>
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          <p>j Esin deutscher Seeroman von G. Elfter. 2 z lNaghdruck verboten-n) Ter erste Steuermann geht nach« vorn. Ein kleiner schsvarzeu eiserner Dampfey der ,,A·sfeeouradeur« liegt da, zischsend und fauchend. ,,Fertig, Kapitän?« fragt der Steuermumi- ’ it« IJHLE »All right«, ertönt die Antwort aus der Tiefe von dem niedrigen Dampfer her. s - »Na,wsyl . V s Ein gellender Pfiffc kräftiger fauchst und -zi»sichst der kleine Schleppdampfeu die Schraube weicht rauschend in das Wasser, der Tumpfer seht sich« in Bewegung, die Trosfe, die ihn mit der Bark verbindet, ftrafft sichv dasSchifif beginnt langsam sich( in Bewegung zu sehen. , » Auf dem Kais haben siichs indessen Menschen angesammelt, Verwandte und Freunde der Aäannsschaft Hüte und Mützen werden geschwenkt. Ein dreimaliges Hurra ist der Abt Ætkedsgruß der Matrofen, dann rauscht die Vark den sichs immer mehr ausbreitenden Was«serstrom hinab, dem offenen Meere zu. Weik Die Seemannsbraut. ter und weiter entschwindet die Küste, die Stadt. der Hafen; die Schiffe werden immer un«deutlicher, jetzt verschwinden die letzten Umrisse, ein letzter Blick der Küste zu, —- in unigeheurem Kreise dehnt fichi das Meer, über dem sichs der wolkenlose Himmel Wölbt. Aber jetzt ertönt auch« wieder die rauhe Stimme des ersten Steuertcnanns . ,,Segel löst« s Die Matrofen eilen in die Wanten un klettern empor zu den Raaen. - T; es. ,,Leg aus l« - s Die Segelfalten der Zugringe fallen. ,,Laß fallen i« ; s Die breiten weißen Fläichien fallen rauschend herab. z ( ,,Marssclisraten vor! —- Hifz Marssegelkl I lStraff werden die großen Flächen der Segel auchi unten gespannt. - « , ,,Laßt die SschslepskTrosfe lösen, Bahnfen«, wandte saht der erste Steuermann an seinen jüngeren Kameraden, »wir können jetzt unsere Fahrt alleine machen« » «« i . Der zweite Steuermann eilte mit mehreren Matrofen zur Troffe Rasichi wird diese gelöst: und dann über Bgrd geworfen ;die Matrofen des kleinen Tampfers halten sie auf. I: Trke »Nhmphe«, das schftnucke Barkfchsiffs war frei und wiegte sich stolz auf den grünen Wogen Schwer drehen sich die Vorraaen, bis die Segel im frischen Winde flattern. Trie,,Nhni1phe« scheint still zu stehen, doch» nur einen Augenblick, dann folgt sie willig dem Ttrucke der Segel und beginnt langsam das« Wasser zu teilen. Majeftätischl neigt sich» die ,,Nymphe« auf die Seite, schäumend brechen sich« die Web; len an dem Bug, der eilends die Wogen durchsfchneidend eine lange Furche weißen Schaumes zurückläßt. - « Der erste Steuermann geht zur Kajüte des Kapitäns um diesem Meldung zu machen. Henning Bahnsem der junge zweite Steuermann« geht auf dein Achterdeck auf und ab, die Segel und den Himmel beobachtend Zuweilen wirft er einen Blick auf den Mann am Steuer, doch dieser, ein alter Matrofen der schon seine sünfmidzwanzig Jahre aus dem Wasser fährt, kennt den Kurs, er steht da in seiner sicheren Ruhe wie ein Bild aus Stein. Die übrigen Matrofen sind auf dem Vorderdeck beschäftigt. Als Henuing Bahufeu vom Großmaft zurückkehrte, fah et an dem Eingang der Treppe, welche zur Kapitäiissskajüte führte, ein junges Mädchen stehen: im einfachen, staubgraiieu Jaclettaozuge Der Wind spielte in ihrem reichen blonden Haar« daß es in kleinen, krauses: Löckchen ihr frisches Gesicht umrahmte (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. (Die Redaktion Ü6emmmt ffti Einsendungen am« dies« ' Rubrik dem Publikum gegenüber keine Berantmormng.) ; Von entlassenen Kriegern ] geht uns folgende Zuschrift zu: 1. Was gedenkt der Arbeiterrat und wohhlöbliche Magistrat sür uns Zurückgekehrten zu tun; will er uns noch länger das Pflaster von Landshut zusammentreten lassen, oder will er uns Arbeit und Brot verschaffen? f 2. fragen wir an, ob wir uns selbst. Helsen ! müssen?! j I 3. ob man in Landshut durch andere Städ- } te nicht informiert ist?! — Stickt Tienstknechte &gt; f und Mägde himaus aus das Land, die in den i Fabrik-rn mtb Bebr-i-bswerffWi-ten sich einge- 1 bürgert haben während des Krieges, dann gibt f es sür uns Einheimi'che Arbeit und Wohnungen I genug, undd er Landmann hat seine Arbeits- j fräste wieder zurück. I. Ti. ; )</p>
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          <p>I Gegenströmung in Wien. Wien, 30. Tez. In letzter Zeit mehren sich in bürgerlijtzen Wiener Kreisen die Stim­ men, welche gegen einen Anschluß Teutsch-Oesterveichs an Deutschland sprechen. Nicht nur in den Leitartikeln, sondern auch in vielen Zu­ schriften von auffallend übereinstimmendejm Ge­ sichtspunkt aus wird der Eindruck einer wohl­ vorbereiteten, zielbewußt geleitetenStimmungsmache erweckt, hinter der die Voranstellung säst ausschließlich! wirtschaftlich,er Gesichtspunkte die I Arbeit maßgebender industrieller Kreise vermu­ ten läßt, die von einem Anschluß an Teutschjland eine Schädigung ihrer Interessen besüychjten. I i Kämpfe ttt Wien. ' Berlin, 30. Tez. Wie das WTB. aus Wien erfährt, sind am 28. ds. im Laufe des Vormittags mehrfach. Zusammenstöße erfolgt. Tie militärische Gewalt ist der Bürgertwehr übertragen worden. Die Zahl der Todesopfer beträgt, wie das Preffebüro des Soldatenrates mitteilt, etwa 30. , &gt; : Die Schulden Frankreichs. ' 1 Pa r is, 30. Tez. (Havas.) In der Kam­ mersitzung stellte bei Besprechung des proviso­ rischen Kredits Stern fest, daß die Schulden Frankreichs 162 Milliarden Francs betragen. Wenn man hiezu die übrigen Kriegsausgaben, wie Schadenersatz u|n. hinzurechnet, so ergibt sich nach den Berechnungen Sterns sür Frank­ reich eine Gesamtausgabe von 250 Milliarden, die einen jährlichen Zins von 12.5 Milliarden ausmachen. England schjätze seine Forderungen aus 200 Milliarden, Belgien aus 20 Milliar­ den. Tie Alliierten hätten also das Rechts von Teutschland 470 Milliarden zu fordern. I , Drohende Schließung der schlesischen | ! 1 Kohlengruben. ' Oppeln, 30. Dez. Wie der berg- und hüttenmännische Verein mitteilt, hat der ©reit in Oberschlesien bolschewistische Formen ange­ nommen. Tlie Verwaltungen der oberschlesischen Gruben sind fest entschlossen, ihre Be­ triebe einzustellen, wenn die Bergleute nicht innerhalb zweier Tage die Arbeit vollz-ähligwieder ausgenommen haben, da nur Kohlen für etwa 2 Tage vorhanden sind, um die Wassevhaltungsmaschinen in Betrieb- zu erhalten. Zum Schutze der Werke trafen starke Trnppenabteilungen iin einzelnen Orten ein. In Schlesien. 1 i Kattvwitz, 30. T,ez. Oberschlesien steht im Ausruhr. Seit Wochen und -Monaten schwel­ te es unter der Oberfläche. Nun brennt der Ausruhr lichterloh.' An vier Ecken wurde der Brand entfacht: Polen, Bolschewisten, Kleri­ kale und Spartakusleute haben die Arbeiter systematisch hearbeitet, sie hin- und hergeworsen zwischen den verschiedenen Agitationszielen. Mit einer Explosion hat sich! nunmehr die Spannung entladen. — Zu besonders wilden Ausschreitungen kam es aus der Gottes-SegenGrube und Antonienhütte. Tort ergriffen die Ausständigen eine Anzahl mißliebiger Beam­ ten, steckten sie in einen teerbeschmierten Kar­ ren, fuhren sie aus die Straße und warfen sie in den Schmutz. Tie Beamten, die die Was­ serhaltungsmaschinen und elektrischen Anlagen der Gottes-Segen-Grube bedienten und besetzt hielten, wurden durch junge Spartakusleute gewaltsam entfernt. Die wichtigen Maschinen wurden zum Stillstand gebracht. Tie ganze Laurahüttengegend ist dadurch ohne Wasser und Licht. Vor allem wird das Bergwerk, in dem das Wasser schon ziemhich hoch steht, ersaussen. Wenn nicht unverzüglich! regierungstreue Truppen itt den Jndustriebezirk geschickt wer­ den, so ist mit der Lahmlegung aller Betriebe durch einen kleinen bolschewistischen Teil per Arbeiter, die die anderen terrorisieren, zn rechnen. ; i i i 3m Rnhrreoter. D u i § 6 u r g, 30. Tez. Nach lang andau­ ernden Verhandlungen im Rathause zu Mül­ heim a.R., an denen auch- der Minister Strobel, Unterstaatssekretär Giesberts und Arbeiterfüh­ rer Hue teilnahmen, wurde eine Einigung mit den Streikenden erzielt. Letzte Posten.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Justrzdicust. Ter Berichtsassistent außer Dem Status Bei dem Amtsgericht« Hengersberg Max Altinger wurde in den Status dieses Gerichts eingerückt; der Mtlitäranwärier Karl Hartl, derzeit Anshilssschireiber am Amtsge­ richte Teggendorf zum Gerichtsasststenten bei dem Amtsgerichte Viechtach in etatsmäßiger Eigenschaft ernannt? der Gerichtsassistent bei dem Landgerichte Landshut Johann Riedhamgner auf sein Ansuchen in gleicher TieusteseigeuSchaft in etatsmäßiger Weise an dasAmtsgericht Weilheim versetzt; der Gerichtsassistent Bei dem Amtsgerichte RottenBnrg Joseph Geist an das Amtsgericht Moos-burg und der Gerichtsa'sijlent Lei dzm Amtsgerichte Moosburg Martin Bind! ■km das Amtsgericht RottenBnrg, jeder auf sein Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschast in etatsmäßiger Weise versetzt. ; Forsidienst. Vom 1. Januar 1919 an wird in gleicher Tiensteseigenschast in etats­ mäßiger Weise der Forstamtsassistent August Nchleich in Klingenbrnnn nach- Ergoldsbach- ver­ hetzt. t Rcntamtsvienst. Zum Rentamtssekretär in etatsmäßiger Weise Besördert wurde der Rentschmtsassistent Franz Wimwer in Vilshoseu; zum Meutamtsassistenteu in etatsmäßiger Eigen ischast ernannt der Rentamtsinzipient Karl Kauhuber von Zwiesel bet dem Rentamts Mhbnberg.</p>
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          <p>! 288. Frau Kätchen SschM mit Familie. : s 289. Herr Alois Faistenhammer, Holz- undKohlengeschäst. 290. Herr Kaufmann Aug. Blank mit Familie. 291. Herr Johann Jngerl, WaMermeister mit Familie. j ! ( 292. Herr Hans Wünsterer, Wetzgermeister und Frau. ; ! f : 293. F rau Marie Bttemel und Famitte. 294. Herr Kostamtsdirektor Zahler mßt IFchmilie. ; -i 1 i r 295. Herr Matthias Gschulder mtt Familie. 296. Herr Kaufmann Josef Eibeler und Frau. 297. Herr Peter Platte!, Stadtßischer mtt Fa­ milie. ! f - | i,_ i 1 . 298. Herr K. Fattermeier, Schneidermeister mit Familie. \ i . &gt; [ | 299. Familie Göttl, Gastwitt. ‘ 300. Herr Max Kneitinger, ZnckerwarenMndler und Frau. &gt; i &gt; 301. Herr Apotheker Pröls und Famitte. 302. Herr Lorenz Gandorfer Kaufmann und Casetier mit Familie. 303. Frau Kreisschulinspektor Stock mit Sohn. 304. Herr Privatier Huber mtt Tochter und Nichte. ii ' i z 305. Herr Wilhelm Haberstroh, Waschinenfalbritant. [i &gt; i r ; 306. Frcku Frieda Taxberger, Kausmannswihve. 30.7 Herr Ludw. Huber, Wag isttatssekretär und ' Frau. ; i ; ' i f 308. Herr Eugen Rupp, Magistratssekretär und . Frau. Inserate. Neujahrswunschenthebungen 1919. 194. Herr I. Wvls, Ratdiener, mit Frau, obere Altstadt 9. 1 195. Herr Karl Baier, Metzger und Wurstsabrikant. ! 196. Herr Karl Schrastetter, Schmiedmeister mit Frau. I 197. Herr Arvldv Bonometti mit Frau. 1 198. Frl. Lina Geiger, Musiklehrerin. : 199. Herr Bäckermeister Bücherl mit Familie, Regiernngsstrckße. 200. Herren Gebr. Kleiter, Brotfabrik und 1 Kunstmühle. 201. Herr M. Pointner, Kriegsblinder, Bür: stengeschäst, mit Frau. ' &gt;? 202. Herr Hutsabrikaut Sax mit Frau und Töchter. 1 1203. Herr M. I. Hossmann, Bürsteufabrikant, mit Familie. 204. Familie Buchenrieder, Cementwarenfabrifant. 1 205. Herr Förster Seidl mit Familie. ! 206. Herr Postverwalter Ecker mit Familie. 207. Herr Xaver Huber, Restaurateur, mit Familie. 208. Herr von Teuk, Geheimer Rat, m. Frau. 209. Herr Heinrich von Zabuesnig, Buchdrukkereibesitzer, mit Familie. ! 210. Herr Benefiziat Reßl und Frl. Schwester. 211. Herr Medizinalrat Tr. Späth. 1 212. Herr W. Baumeister, Telikatessen. : ' 213. Frau Th. Hiergeist, Telikatessen. ' r 214. Herr Wilhelm Wengenroth u. Familie. 215. Frau Anna Dörfler. , 216. Herr Hosrat Tr. Wein. 217. Herr Joses Wieland, Metzgermeister mit Familie. * 218. Herr Alois Pöschl, Tabakfabrikant, mit Frau . 1 - &gt; - ! 219. Herr Baurat Beck und Frau. &gt; ! 220. Herr Simon Neumaher, Privatier. &gt; 221. Herr Fritz Schwerdtl, Häute- und Fellhandlung. I i i 222. Herr Oberregierungsrat Giehrl mit Fa; millc . ! I " 1 ■ f * \ 223. Herr Tr. Wolf, Ghmnasialprosessor mit Frau. 1 f 224. Herr Ghmnasialprosessor Hilgärtner mit 1 Frau. , I : 225. Herr Kreiskassesekretär H. Spörlein mit Frau. ! ! 1 ' i , ' 226. Herr Karl Kleinmair, Goldschmied und i . »«**• I v ! .1 ! uiLi L. LJ 227. Herr Rechtsrat Costa mit Frau . 228. Herr Braumeister Attenkoser msi Frau und Tochter. ; 1 229. Frau Marie Heller, Wagenbauerswitwe mit Familie . ■ ! 230. Herr Privatier Jos. Mtierwallner und Frau. y 231. Herr Gottfried Mitterwallner, Wachswarensabrikant mit Familie. 232. Herr Geistl. Rat. Jos. Kauth, Stadtpfarirer in -Landshut-St. Jodok. 233. Familie Joh. Hahn, Glockengießermeister. 234. Frau Hedwig Klein, Messerschmiedmeisterswitwe. - j 235. Herr S eb. Agerer, Wetzgermeister mit Fa­ milie. , 236. Herr Krieger, Bindermeister mit Familie. 237. Herr Sigmund Kahane undFamilichSchuhgeschäftsinhaber. i 238. Herr Hermann Fahrmbacher, 1. Vorstand des Gemeindekollegiums mit Frau. 239. Herr Josef .Meier ,Privatier, HosmarkAich mit Familie. - i - . 240. Herr Joses Kaufmann und Frau. ’ 1 y j 241. Herr Xaver Fries, Restaurateur mit Frau. 242. Frau Kommerzienrat Weiß. h 243. Herr Alois Baier, Werkmeister. 1 ’i 244. Herr Schreinermeister Bader mit Familie. 245. Herr Heinrich Holzner, Pflasterer Meister m i t F rau. . 1 : i \ J 246. Herr Hans und Therese Schuht 247. Herr und Frau Apotheker Tilg, Löwen­ apotheke. i ! 1 248. Herr Albert Steinherr, Optiker mitFrau. 249. Familie Sanier, SchwimwsttMlstr. 250. Herr Mühlendirektor Max Wagner mit Familie . - ; , ■ ’ 251. Herr Paul Weiß und Familie . ' 252. Frl. B. Schwaiger, Altstadt 33. 253. Herr Hans Liebett, Schneidermeister. 254. Herr Obergeometer Gareis mit Familie. 255. Herr Spänglermeister Hirthamimer. 256. Herr Karl Landauer, Spänglermeister mit Familie. I l 257. Bankkassier Hümmer mit Familie. 1 1 258. Herr Forstrat Egerer mit Familie. 259. Herr Anton Jotz» i&amp;fytofftvmeVftex mit Familie. ’ ; &lt; , [ 260. Frl. Wallh Teubler. f I 261. Herr Landgerichtsrat Bayer und Frau. 262. Herr Hasnermeister Winkler mit Frau. 263. Herr Apotheker Hintermeier mit Familie. 264. Herr Kaufmann Joses Hasinger mit Frau. 265. Herr Michael Sshpiarz, techn. Sekretär und Famrlie. j - . &gt;' l 266. Herr Anton Nösch, Kaufmann mit Fa­ milie. i i I 267. Herr Martin Schneider, Malermeister mit Familie. 1 l 1 268. Herr Philipp Ernst, Baumeister mit Frau. 269. Herr Hans Ernst, Baumeister und Frau. 270. Frl. Sinnt Ernst. i 271. Herr Oberregierungsrat Beichhold und Familie. I 1 , 272. Herr Landstallmeister Beichhold und Fa­ milie. ii- I 273. Herr Tr. Josef Koller mit Frau. 1 ! 274. Herr Julius Kindscher, ^chlossermeister mit Frau. j 275. Herr Georg Neumeier, Schneidermeister. 276. Herr und Frau August Wetzstein, Uhrenund Goldwaren. 1 277. Herr Eduard Schaumburger, Uhrmachjevmeister. i ■ • 278. Herr Anton Oberhoser, Landgerichtsdirek­ tor mit Familie. | 279. Herr Eberhard Zorn, Landgerichtsrat mit Familie. ! &gt; &gt; 280. Herr Karl Hauser, Landgerichtsrat mit Familie . &gt; - i 281. Herr I .G. Schlag, Kanzleirat. 282. Herr Eduard Kantner, Metzgermeister mit Familie. ' ' &gt; 283. Herr Kommerzienrat Bartmann und Fa1 mitte. ! I ! 284. Herr Regierungsrat Leupoldt mit Frau. 285. Herr Schneidermeister Pfeffer mit Fa­ milie . I 286. Herr Regierungsdirektor von Kirschbaum 1 mit Frau. : 1 ; j, 287. Herr Jakob Endres, Kaufmann mit FaI mitte, j I i : i , i</p>
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          <p>Die Abgabe der Brennstoffgutscheine für bett Monat Dezember 1918 behufs Beschaffung billigerer Kahlen erfolgt ab Donnerstag den 2. Januar 1919 jeweils vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von 2—Vs5 Uhr bei der Koksabgabestelle des Gaswerke» und zwar für die Bewerber mit den Anfangsbuch­ staben : A mit F am Donnerstag den 2. Januar, G mtt L am Freitag den 3. Januar, L mit R am Samstag den 4. Januar, S mit Z am Dienstag den 7. Januar. Die Abgabe der Gutscheine erfolgt nur gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und nur an Personen über 14 Jahre. Die Abholungszeiien müssen unbedingt einge­ halten werden. Wer seine» Gutschein in der vorge­ schriebenen Zeit aus wichtigen Gründen, nach ent­ sprechenden Ausweis nicht abholen kann, erhält den­ selben in der Zeit vom 8.—11. Januar vormittag» 8-12 Uhr. Landshut, ben 31. Dezember 1918. Stadt. Ortskohlenstelle Landshut Scheller, städt. Baurat. 3780 Bekanntmachung.</p>
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          <p>Die GeWstsverttilmg Sei dem Amtsgerichte Lavdshvt für das Geschäftsjahr lflie. I. Amtsgerichtsdirektor Leiendecker. 1. Allgemeine Dienstaufsicht. 2. Bürgerliche Rechtsstreitigkeiten mit den Anfangsbuchstaben R bis Z des Beklagten oder Schuldners, soweit nicht unter II 1 und IV 4 anders bestimmt ist. 3. Einzelne richterliche Unterfuchungshandlunzen. 4. Rechtshilfe in Strafsachen mit Ausnahme jener in Jugend­ fachen. 5. Hlnterleguugswefen und Beglaubigung von Urkunden. 6. Personen« standssachen. II. Amtsgerichtsrat Dr. Hoffman«. 1. Mahnverfahren, Sühneversuche, Aufgebotsverfahren, Mietsstreitigkette«, Mietseinigungsamt für den Landbezirk und OffenbarungSeidr. 2. Bürgerliche Rechtsstreitigkeiten mit den Anfangsbuchstaben A bis Q des Beklagten oder Schuldners, joweit nicht unter IV 4 anders bestimmt ist. 3. Rechtshilfe in Nachlaß- und Teilungsfachen, bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, Konkursen und Vormuudschaftssachen. 4. Verrichtungen nach §§ 132, 176 B. G. B. und §§ 163 bis 166 F. G. G. IU. Oberamtsrichter Kraus. 1. Herstellung der Listen für den Schöffen- und Geschworenendienst. 2. Forstrügesachen und vor das Schöffengericht gehörende Strafsachen, soweit nicht unter IV 3 anders bestimmt ist. 3. Strafbefehls und Strafvollstreckung, soweit nicht unter IV 3, VI 5 anders bestimmt ist. 4. Konkurse. IV. Obrramtsricht-* Stoffedt. 1. Vormundfchaftsfachen. 2. Sonstige Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und des Gebührenwefens. 3. Strafsachen gegen Jugendliche und einschlägige Rechtshilfe. 4. Entmündigungsverfahren. V. Oberamtsrichter Dr. Kriener. 1. Nachlaß- und Teilungssache». 2. Regißerfachen. VI. Amtsrichter Muggenthaler. 1. Grundbuchwesen und Rechtshilfe in Grundbuchsachen. 2. Zwangsver­ steigerungen und Zwangsverwaltungen des unbeweglichen Vermögens. 3. Schätzungsverfahren nach Art. 42 ff. des Bayer. Kostengesetzes und Fest­ stellung des Bestehens von Realgewerbeberechtigungen. 4. Strafsachen der wegen Uebertretungen Festgenommenen. Vernehmungen gern. § 128 R. St. P. O. Ordentliche Sitzungstage sind: a) für bürgerliche Rechtsstreitigkeiten: Dienstag und Freitag jeder Woche; b) für Strafsachen: Montag und Donnerstag jeder Woche. c) für Forstrügefachen: der letzte Samstag jeden Monats. L a « d s h u t, den 30. Dezember 1918. Dev Vorstand des Amtsgerichts. Bekanntmachung.</p>
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          <p>wigshasen a. Rh. in etatsmäßiger Eigenschaft ernannt. Ter Konrektor am Realgymnasium Würz bürg Tr. Vinzenz Wachter wurde zum Rektor der Kreisoberrealschule Passau in etatsmäßiger Weise ernannt; der Reallehrer an der Fachschule sür Glasindustrie und Holz­ schnitzerei in Zwiesel Karl Jaeger auf sein Auf­ suchen in gleicher Tiensteseigenschjast in etatswäßiger Weise an die Kreisrealschule II in Nürnberg versetzt; sodann wurden verliehen: der Titel und Rang eines Oberstudienrats: dem Rektor des humanistischen Gymnasiuws Lands­ hut Joseph Brandl; der Titel und Rang eines Studienrats dem Gymnasialprosessor am hum. Gymnasium Landshut Hans Kießling; der Titel und Rang eines Ghmnasialprosessors demGYmsnasiallehrer Franz Kuno Fischer an der KreiHoberrealschule Passau. &gt; Lehrerbildungsanstalten. Ter Präparandenlehrer Oskar Winter der Präparandenschule Pfarrkirchen, zurzeit verwendet an der Präjparandenschule Cham, wurde in gleicher Tiensteseigenschast an die Lehrerbildungsanstalt Lauingen, der Präparandenlehrer Friedrich! Thorwarth der Präparandenschule Pfarrkir­ chen in gleicher Tiensteseigenschast an das Leh­ rerseminar Würzburg, der,Seminarlehrer Aug. Schoenhuber der Lehrerbildungsanstalt Speher auf sein Ansuchen in gleicher Tiensteseigensschaft an das Lehrerseminar Straubing versetzt. Dienstesnachrichten. Mittelschulen. Ter M zeitlichen Ruhestand befindliche Reallchrer Max Schröfl, zuletzt an -der Realschule Deggendorf, wurde wegen nachjgewiesener Fortdauer der Tienstunsähigkeit auf ein weiteres Jahr im Ruhestande belassen. Ter Rektor der Kreisoberrealschule Passan Ober» jfludienrat Tr. Camfll Full wurde auf sein Anjstuhen wegen nachgelviesener Tienstunsähigkeit imtet Anerkennung seiner Dienstleistung in den dauernden Ruhestand versetzt. Ter Assistent Um der Realschule Landshut Alois Glogger wur­ de zum Reallehrer an der Oberrealschule Lud­</p>
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