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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-12-09"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 336</biblScope>
          <date when="1918-12-09">1918-12-09</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Sicherung der Ruhe und Ordnung. Putschversuche in München. — Die Ruhe in Berlin wieder hergestellt. - Die Franzosen haben freie Hand.</p>
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          <p>Plein pouvoir! 1 ' Ein Gewährsmann der "Teutschen Jouriralpost" hatte eine Unterredung mit einem höheren Offizier aus dem Stabe des Marschalls Fach. Ter Franzose erklärte, daß man in 14 Tagen i,n Berlin zu sein hoffe. Tie franzö­ sische Armeeleitung werde fidji nicht eines Tri­ umphes begeben, den die Teutschen 1871 in Paris bis zur Neige ausgekostet hätten. Auf die Frage, ob Foch durch- Teutschland gegen den russischen Bolschewismus aufmarschieren wolle, meinte der Franzosei Foch werde kaum aus halbem Wege stehen bleiben, nur weil es den Teutschen gefallen habe, jetzt eine Re­ publik auszurufen, die morgen in Bolschewis­ mus und übermorgen wieder in Cäsarismus übergehen könne. Auf den Hinweis aus die Nationalver­ sammlung, welche den Terror von links und rechts niederhalten solle, meinte der Franzose: "Das müssen sie unseren Pazifisten und anderen Weltbeglückern sagen". Wir sehen ihre soge­ nannte Revolution nur als die größte Köpeinickiade aller Zeiten an. Weil in Kiel ein Dutzend Schiffsheizer Angst vor einem neuen Zweikampf der deutschen Flotte mit der eng­ lischen h atte, und die Konjunktur für dieMeuterer günstig war, haben Sie die Revolution infolge der Ereignisse in Bulgarien, der Tür­ kei und Oesterreich, der Zurücknahme der West­ front, der massenhaften Desertionen und in­ folge der Einziehung ihrer feige davongelau? fenen Reklamierten, vor allem aber dank ihrer Etappe, haben sie ihre sogenannte Republik. Sie wundern sich, daß wir mit Zorn und Wut bis an den Hals gefüllt sind. Gibt es wirklich solche Phantasten bei Ihnen in Teutschland, die int Ernst glauben, man brauche jetzt nur auf ihr verändertes politisches Verhältnis hinzuwei­ sen, um das alles vergessen zu machen? Ihre sogenannten Pazifisten mögen, genau wie sie es schon während des ganzen Feldzuges ta­ ten, die Hände hochheben und versichern, daß sie den Krieg nicht gewollt hätten. Wir Milijtärs haben uns den tatsächlichen Stand der Tinge vor Augen zu halten und damit zu rechi­ nen. Im übrigen scheint es uns so, als ob auch bei Ihnen nur die Schwachen und Feigen die Pazifisten waren, diese Leute, die aus Angst vor den "Tranchees", auch bei uns immer zum Frieden rieten. i Ihr Kaiser war nach Unseren Informa­ tionen während des ganzen Krieges immer nur ein Gefangener seines Generalstabes, über dessen Schreckensregiment in Mezieres-Charleville wir ein sehr interessantes Werk in Hän­ den haben. Es entstammt der , Feder eines dor­ tigen Abbes, der vom ersten Augenblick der Be­ setzung an Tagebuch geführt hat und dem durch« seine intimen Beziehungen zur GesamtbevM kerung nichts Wesentliches entgangen ist. Ihren "Guilleaume" hielten wir für den Harmlose­ sten. Wir hatten ein ganz anderes Bild von ihm vor dem Kriege, als wir es jetzt haben. Ter Franzose erklärte schließlich noch, daß man in allen besetzten Gebieten, also eventuell r auch in Berlin, die Arbeiter- und Soldatenräte rücksichtslos beseitigen und allen Streik- und Putschversuchen gegenüber mit den schärfsten Mitteln vorgehen werde. Unsere Hoffnung aus ein Eingreifen der Amerikaner sei eitel, die französische Heeresleitung habe sich, Plein pouvoic ausbedungen. Tie Franzosen erklären also offen, daß sie sich zu Ruhestiftern in unserem Lande be­ rufen fühlen und hierzu auch freie Hand ha­ ben. Vielleicht gibt diese Erklärung ünseren Berlinern doch endlich zu denken, wohin uns ihre Politik führt. r-</p>
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          <p>Belgien. Tie Holländer in Belgien. Amsterdam, 7. Tez. "Het Volk" mel­ det, daß in Antwerpen eine systematischeHetze gegen die dortigen Holländer geführt werde. Ein holländischer Tiamantenhändler sei er­ schlagen worden. , Belgische Annexionsipläne gegen Holland. In Belgien beginnen die Pläne zu einer Erweiterung des Gebietes aus Kosten Hollands allmählich, feste Gestalt anzunehmen. Eine Tepes.che meldet: Rotterdam, 7. Tez. Ter Verband für ISchifsahrt in Brüssel hat Vorschlage auf territtoriale Veränderungen zwischen Holland und Belgien gemacht, deren Durchführung die "ge­ rechten Ansprüche" Belgiens befriedigen und den "Frieden garantieren" soll. Zu diesen For­ derungen gehören: 1. Ter Scheldearm "Westerschelde" muß belgisch ewrden; 2. Holländisch-Flandern zwischen dem hol­ ländischen Scheldearm und dem belgischenScheldearm muß zu Belgien kommen; 3 .Tas holländische Gebiet zwischen dem Maasbecken und dem Gebiete von Maastricht muß belgisch werden; 4. Als Entschädigung soll im JnteresseHollands die Kanalisation der Maas zwischenVise und Venloo in Uebereinstimmung mit den Be­ schlüssen der offiziellen englischen Kommission durchgeführt werden. — Holland wird, trenn es ernst mit diesen Projekten wird, kaum auf Hilfe bei der En­ tente zu rechnen haben. Im Gegenteil, es steht zu erwarten, daß auch England die Gelegenheit benützen wird, seine Pläne in bezug auf Ant­ werpen zu verwirklichen. Ter freie Rheinstaat. Trier, 7. Tez. Tie in weiten Kreisen der hiesigen Bevölkerung einsetzende Bewegung für die Lostrennung der Rheinlande von Preu­ ßen hat eine Kölner Kundgebung am Dienstag abends mit Freuden begrüßt und folgendes Telegramm an Justizrat Trimborn in Köln gesandt: Tie Führer der Bewegung für den freien Rhoinstaat in den triersschen Landen be­ grüßen begeistert die Kölner Kundgebungen. Me werden, stie seit Monaten, an dem erstreb­ ten Ziele weiterarbeiten, Hand in Hand mit Köln. ’ ' i Anschluß, an die Schweiz. Karlsruhe, 6. Tez. Bisher haben 7 badische Gemeinden, beschlossen, für die Antzliederung an die Schweiz einzutreten. Eine Abordnung dieser Gemeinden wird in den näch­ sten Jagen dem Schweizer Bundesrat ihre Wünsche persönlich! vortragen. Ein Protest Montenegros. Zürich, 8. Tez. Nach, einer Haoasnote dementiert die kgl. Regierung hon Montenegro die von Wien eingetroffene Nachricht, derzufolge die große Skupschtina beschlossen habe, König Nikolaus abzusetzen und Montenegro mit ''^Serbien zu vereinigen. Tie kgl. Regierung weist daraus hin, daß einzig ein auf gesetz­ lichem Wege vom Volke erwähltes nationales Parlament das Recht habe, einen Beschluß über die Souveränität des Staates und die Dyrrastie zu fassen. Konstitutionell existiert die große Skupschtina nicht. Andererseits ist es unmöglich, gegenwärtig das nationale Parla­ ment zu versammeln, da ein großer Teil des­ selben .noch in den österreichischen Gefängnis­ sen Zurückgehalten wird, oder in derFremde in alliierten oder neutralen Ländern weilt. Tiirtei. Beunruhigende Lage in der Türkei. Zürich, 8. Tez. Nach! einer Meldung der Agence d'Athenes ans Konstantinopel scheint die Lage in der Türkei wenig zu beruhigen. Man stellt in Konstantinopel unter den türki­ schen Elementen eine gewisse Erregung fest und befürchtet sogar Ehristenmorde im Jn- nem des Reiches. Tie Jungtürken, die in der . An die Landarbeiter. Ter Staatssekretär Hanptstadt znrückgeblieben sind, bilden Komi- ' des Reichs-Arbeitsamtes gibt bekannt: An die tees, um die Lage zn meistern und die Rech- J vom Kriege heimkehrenden Landarbeiter und te der Ottomanen zu verteidigen. Die getros- i an alle, die vor dem Kriege auf dem Laude feueu Maßnahmen können die Christest tm In- | tätig waren, ergeht erneut der dringende Ruf, nem vor der Fortsetzung der Unterdrückung nicht schätzen, so wenig wie gegen andere Even­ tualitäten. Wenn nicht rechtzeitig eingegriffen werde, könne man aus neue Taten von Seiten der Türken gefaßt sein. 1 V 1 1 Portugal. Ci« Anschlag auf den lportugiesischen Präj- , sidenten. Amsterdam, 7. Tez. Reuter berichtet aus Lissubon daß ans den Präsidenten der portugiesischen Republik ein Pistolenschuß ab­ gefeuert wurde. Tie Kugel ging fehl. Der Täter wurde verhaftet. Aar Nkmralkv LSadera. In wichtiger Mission. 1 Basel, 8. Tez. Zn der Landung eines deutschen Doppeldeckers bei Basel erfahren die Basler Nachr. norfjü Es hat sich herausge­ stellt, daß die Insassen als Zivilflieger mit einem Paffe versehen in wichtiger Mission auf dem raschesten Wege aus Deutschland um 7 Uhr abends Bern erreichen woUten und absichtlich bei Basel niedergingen, da sie fürchteten, bei dem nebeligen Wetter Bern zu verfehlen. Das mit dem deutschen Abzeichen versehene Flug­ zeug war ein unbestäffnetes Schulflugzeug.</p>
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          <p>Die Pressefreiheit. erhielt am Freitag nachts in München eine eigenartige Auslegung. Nach Versammlungen der Kommunisten im Schwabingerbrän, Kolos­ seum, Matthäser und Odeon, in denen Mühsam, Schröder, Sauber und Fechenbach auftraten, zo­ gen die Teilnehmer vor die Gebäude der Zei­ tungen. ©Sie besetzten den Bayer. Kurier, den Erich MWhsam dem technischen Personal als Eigentum' überwies. Eine herbeieilendeSchntzwache besetzte die Redaktion, die aber von Eisner wieder befreit wurde. Hierauf zogen die Temonstranten vor die Münchener Neuesten Nachrichten und besetzten auch diese. Dann ging es zur Münch.-Augsburger Abend-Ztg. Als das Tor widerstand, wurde eine Handgranate gegen dasselbe geschlendert, aber ohne Erfolg. Durch eine Seitentüre drangen dann Teilneh­ mer ins Gebäude und besetzten die Redaktion. Ebenso erging es der Münchner Zeitung. Hier­ auf Zogen die Temonstranten vor die Wohnung des Ministers Auer und zwangen diesen zur schriftlichen Abdankung. Zum Schlüsse wurde _ _ ^ Eisner eine Ovation gebracht. Dieser bergig- | Vereinigung getroffen hat. Es ist nötig, zu te die Leute, zeigte sich aber mit ihrem Vor­ gehen nicht einverstanden. Er wies auch, darauf­ hin, daß die Feinde, wenn in Bayern die Ruhe gestört werde, einmarschieren würden. Noch in der Nacht begab sich Eisner zu Auer. Es herrschte volles Einvernehmen, daß die er­ preßte Erklämng Auers nichtig sei. So sieht also die Preßfreiheit im Volks­ staate Bayern aus. Von größtem Interesse aber ist, daß die Unabhängigen den Terror jetzt sogar gegen die Anhänger der Mehrheitssozialdemokraten und deren Führer Auer anwenden. Tas zeigt am z deutlichsten, wohin der Weg geht und welche f Gefahren uns bedrohen. sagen, wie sie vom göttlichen Licht erleuchtet werden müssen, um sich, ihrer Aufgabe aufs beste zu entledigen. Tas Rundschreiben ordnet Gebete an, da­ mit ein wirklicher Friede gegründet wird und daß christliche Gmndsätze und die Gerechtigkeit die Geleitsteme des bevorstehenden Kongresses seien. ! Bayerische Nachrichten. Sicherung der Ruhe und Ordnung. Tie Ansschreitungen in der Nacht vom Freitag haben die Regierung zu nachstehender Bekanntmachung veranlaßt, die am Samstag Diese Vorgänge aber zeigen auch, daß die , a6eni) angeschlagen wurde: Münchener Terroristen zu jeder Gewalttat fähig sind. Damit gewinnt aber erneut die Frage Bedeutung, ob die -kommende baher. National­ versammlung in München die notwendige Frei­ heit der Entschlüsse finben wird. Mit HandI gmnaten und Maschinengewehren wurde jetzt I in Bayern lange genug Politik gemacht. Tsytt-WersichtTie obersffilesische Kohle. Tie PragerRegiernng erklärte, die Durchfuhr ober schlesischer Kohle durch Böhmen und Mähren erlauben zu wollen. , i 1 ■ ; - i |</p>
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          <p>nicht in die Städte und Industrie-Bezirke zu gehen, wo es an Wohnungen fehlt und die Ar­ beitsgelegenheit knapp ist, sondern aufs Land, wo eine durchgreifende Umgestaltung der Besitz^verhältnisse im Gange ist, wo hunderttansende von selbstständigen Banemstellen geschaffen werden sollen. Tie Ausnahmegesetze gegen die Landarbeiter sind aufgehoben. Für die Herftelyfang der nötigen Wohnungen für Pachtland ^-wird durch, das Gesetz gesorgt. Wer sich auf kidie Landwirtschaft versteht und teer Arbeit aus dem Lande sucht, wende sich 1. an seine alte Stelle oder 2. an den Arbeitsnachweis sei­ nes Hetmatbezirkes ( ein solcher Arbeitsnach­ weis befindet sich in jeder größeren Stadt — oder endlich, 3. an seine Gewerkschaft. Würdelose Frauen. Wie die Blätter be­ richten, spielten sich, beim Abtransport der im Offiziersgefangenenlager Heidelberg internier­ ten französischen Offiziere zum Bahnhof em­ pörende Szenen ab, indem würdelose Frauen und Mädchen den Franzosen das Geleit zur Bahn gaben und schamlose Weiber sich, nicht scheuten, mit ihnen Arm in Arm zu gehen. Es erfolgte eine Reihe von Verhaftungen. Tie Na­ men der Personen werden bekannt gemacht und der Verachtung der Oeffentlichkeit preis­ gegeben. I Tvr Mannheimer Zwischenfall. Ter fran­ zösischen Regierung wurde das Bedauern aus­ gesprochen Über den Zwischenfall, der sich vor einigen Tagen im Mannheimer Kriegsgefange­ nenlager ereignete, und bei dem ein deutscher Wachmann drei französische, ihn neckendeKriegsgefangene erschossen hat. Tie Stadt Mann­ heim erklärte sich bereit, den Hinterbliebenen der drei Opfer entsprechende Entschädigung zu. zahlen. Ten zuständigen Stellen ist bisher noch nicht bekannt, ob wegen des Vorkommnisses' Mannheim und Heidelberg besetzt werden. Ter Papst über den Frieden. ( WTB. Bern, 5. Tez. Tie "Agenzia Stetfani" meldet aus Rom: Ter "Osservatore Ro­ mano" veröffentlicht ein päpstliches Rund­ schreiben, in dem die Freude über die .Been­ digung des Blutvergießens und an der Zerstörnng zu Wasser, zu Lande und in der Lust durch, den Waffenstillstand und die Aussicht auf den Frieden ausgedrückt wird. In kurzer Zeit werden sich, die Abgesandten der verschie­ denen Nationen zu einem Kongreß versammeln, um der Welt einen gerechten und dauerhaften Frieden zu verschaffen. Es werden alle große und schwere Aufgaben haben, und verst-ickelte Entscheidungen treffen, wie sie bisher keine nem des Reiches. Tie Jungtürken, die in der . An die Landarbeiter. Ter Staatssekretär Hanptstadt znrückgeblieben sind, bilden Komi- ' des Reichs-Arbeitsamtes gibt bekannt: An die tees, um die Lage zn meistern und die Rech- J vom Kriege heimkehrenden Landarbeiter und te der Ottomanen zu verteidigen. Die getros- i an alle, die vor dem Kriege auf dem Laude feueu Maßnahmen können die Christest tm In- | tätig waren, ergeht erneut der dringende Ruf, Tages-Uebersicht. Tie obersffilesische Kohle. Tie PragerRegiernng erklärte, die Durchfuhr ober schlesischer Kohle durch Böhmen und Mähren erlauben zu wollen. , i 1 ■ ; - i | sagen, wie sie vom göttlichen Licht erleuchtet werden müssen, um sich, ihrer Aufgabe aufs beste zu entledigen. Tas Rundschreiben ordnet Gebete an, da­ mit ein wirklicher Friede gegründet wird und daß christliche Gmndsätze und die Gerechtigkeit die Geleitsteme des bevorstehenden Kongresses seien. ! Bayerische Nachrichten. Sicherung der Ruhe und Ordnung. Tie Ansschreitungen in der Nacht vom Freitag haben die Regierung zu nachstehender Bekanntmachung veranlaßt, die am Samstag Diese Vorgänge aber zeigen auch, daß die , a6eni) angeschlagen wurde:</p>
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          <p>forderlichensaW unnajchjsichtlich, von der Waffe Gebrauch %n machen. Die Re^flterung erwartet aber bort dem an sich ntf higen und friedliebenden Sinn der Münchlner Bevölkerung, daß zu diesem äußersten Mittel nicht geschritten zu werden braucht. 1 , [ München, den 7. Dezember 1918. , j Regierung des Polksstaates Bayern ' | Kurt Eisner, Auer, to. Frauendorfev, HoffI mann, Jafse, Roßhaupter, Timm, Unterleitner. ! Dürr, Stadtkommandant. ' | , j Staimer, .Polizeipräsident. A ,| ! Ter Wttisterrat für Auer. 't München, 7. Dez. Amtlich wird mitge­ teilt: "Ter Ministerrat des VolksstaatesBah1 ern spricht seine tteffte Empörung Über den auf den Minister Auer nächtlich! verübten Ueberfall aus .Tie von ihm erpreßte ErMrung , * ist selbstverständlich mift und nichtig und der i Minister bleibt Mitglied der Regierung. , f I pf Tic Regierung des Bolksstaates Bayern. ! I t I. A.: Ter Ministerpräsident Kurt Eisner."^ i Tie Münchner KasernMe. f i stellten auf einer Versammlung fest, daß die Wahl von 8 Mitgliedern des Soldatenrates ungiltig ist, weil fte in der Revolutionsnacht aus eigener Machtvollkommenheit war. Es handelt sich um Kohlschmidt, Schröder und '* Sauber. Infolge dieser Feststellung trat der ganze Soldatenrat zurück, so daß dieser neu?- ' gewählt werden muß. ■ r Keine Sonderzüge mehr? Im Verkehrs'. Ministerialblatt wird amtlich, bekannt gegeben: Tie Dienstanweisung für die Türchsührung von Sonderzügen "Allerhöchster und HöchsterHerr^ 1 ■ . schäften" wird mit sofortiger Wirksamkeit auf­ gehoben. L L 1| 1 TiemobilmachMg . Eine Verfügung desM-' • nisters Roßhaupter besagt: Tie Angehörigen | der Jahrgänge 1894 und 1895 des Besatzungss-^ 1 und Feldheeres sind zu entlassen. ' I Unzuverlässige Gewalten. Bei einer Ausr spräche über den Handstreich gegen den "Frän­ kischen Kurier" führte OberbürgermeisterGeßsj ler aus, daß einTE der militärischen Schutzs­ wache unzuverlässig ist; so mußte z. B. am Güsl terbahnhos Nürnberg die ganze Schutzivache I verhaftet iverden, da sie dort selbst gestohlen i hat. In der gleichen Sitzung stellte M&gt;°R. VerI sen fest, daß der Leiter des Handstreiches ge?gen den Kurier ein Mann war, der "mit einer sehr schweren Vergangenheit belastet ist." Landtag und Räte. Wie die "M. A.-ALtg." meldet, werden dem zu wählenden Landtz» tag die bestehenden Arbeiter-, Soldaten und "r Bauernräte nicht eingegliedert werden. Es i. kann sich vielleicht die Notwendigkeit ergeben, jg daß die Räte als Nebenparlament nach! der Wahl des Landtags weiter bestehen bleiben, ein Ineinander von Rat und Landtag kommt aber nicht. — Für Bayern hat sich nunmehr aujch ein Handwerker- und jGesverberat gebildet, Es ist ein Handwerker- ünd Gesrerbeparlament gebildet worden, das eärä 200 Köpfe umfaßt. ‘ Für Vas Bäckerei» «uv Konvitoreigewerve bringt eine am 15. Dezember in kraft tretend« Verordnung des Rates der Volksbeauftragten vom 2 .Tezember wichtige neue Vorschriften. Ten Arbeitgebern wird untersagt, wegen Ein­ führung des Achtstundentages Lohnabzüge zu machen. Bei Stücklohn erhöhen sich die Lohn­ sätze so weit, daß in 8 Stunden Arbeitszeit der bisherige Tagesverdienst erzielt wird. Tie für die Wehlverteilung zuständigen Kommunalverbände haben Fachausschüsse zu errichten, die aus einem unparteiischen Vorsitzenden und je drei Beisitzern aus dem Kreise der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestehen. Dies« Faichgussichüsse sollen von den zuständigen Behörden vor dem Erlaß wichtiger Anordnungen gehört werden. Sie haben bei, der Regelung des Lehr­ lingswesens mitzuwirken und Mißstände auf diesem Gebiete, nötigenfalls unter Anrufung der Gewerbeaufsichtsbeamten, zu beseitigen. Aujch. im übrigen können sie Wünsche und An­ träge, die fijchj aus das Bäckerei- und Kon­ ditoreigewerbe beziehen, zur Kenntnis der Be­ hörden bringen. 1 , &gt; 1 l 1 Kriegsbeschädigte. Es wurde von verschie­ denen Seiten festgestellt, und bereits tu einer Versammlung der Ortsgruppe Nürnberg und , Fürth des Bayer. Bundes Kriegsbeschädigter 1 mit Verbitterung zum Ausdruck gebracht, daß bei Abbruch der Rüstungsindustrie und der da­ mit verursachten Entlassung der Arbeiter auf die Kriegsbeschädigten in keiner Weise Rück­ sicht genommen wird. — Tiefes Vorgehen er­ regt nscht nur in den beteiligten Kreisen der Kriegsbeschädigten, die oft unter aller Anspan­ nung ihrer Kräfte bemüht waren, sich! in einen neuen Beruf einzuarbeiten, sondern auch! bei allen denen, die Sorge für unsere Soldaten tragen, welche das Unglück hatten, ihre gesunden Glieder im Kriege einzubüßen, berechtigte Em­ pörung .— Ter Staatskommissar füre Demobil­ machung erwartet, bevor er zu gesetzlichenWaßnahmen schreitet, daß alle Industriezweige, die Arbeiter entlassen müssen, die größtmöglich^! Rücksicht auf Kriegsbeschädigte nehmen und diese auf keinen Fall in prozentual!! höherem Maße entlassen als sonstige Arbeiten: oder An­ gestellte. Tie Tankespflicht unseren Kriegsbe­ schädigten gegenüber muß auch in Zukunft die vornehmste Pflicht jedes Teutschen bleiben, und gerade die Industrie, der das tapfere Aus­ harren unseres Heeres allein die ungestörte Weiterarbeit »vährend der Kriegsjahre ermög­ lichte, muß sich! dieser Pflicht besonders bewußt sein. I 1 "" I 1 / 11 [ Ueber vie Abgäbe boitt Entlässungsanziigen mt militärische Mannschaften besagt eine AnAnordnung des Ministeriums für militärisch^ Angelegenheiten: Tie erst in den letzten Mona­ ten neu eingezogenen Wannschoftesi werden größtenteils noch im Besitze eines bürgerlichen Anzuges sein. Tie Abgabe von Entlassungsan­ zügen an sie beim Ausscheiden aus dem Heere ist deshalb fortan auf vie Fälle zu beschrän­ ken, in denen der Kasernen- und Salvatchirat die Mitgabe eines soljchjen Anzuges aus be­ sonderen Gründen für notwendige eralchtet. Als sohchje Gründe sind anzusehen: Fehlen eines bürgerlichen Anzuges sowie Bedürftigkeit. Von Zurückforderung der sjchpn entlassenen Mann­ schaften bisher mitgegebenen @ntlaffung§mi8ti ä ge ist abzusehen. [ [ | &lt; } | &lt; [ | Medrrblnierischt RmWM. 1 Passat», 5. Tez. sTruppenankunst.f Heute nachts sind 1500 Wann der Mackensen-Armee hier am Bahnhof angekommen und nach Erhalt warmer Suppe durch die Mahnhofmission Pas­ sau wieder weiter gefahren, j , ; i j i . Stimmen M hm Publikum. Di,Redaktion übernimmt für Einsendungen um« dies« i Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) ' 1 MV bei uns? | i I 1 I Don Wien und anderswo berichten fast täglich die Zeitungen, daß angesichts der kata­ strophalen Heiz- und Lichtnot die Kinos, Thea­ ter, Konzerte und andere Ähnliche "Vergnügun­ gen" gewisser Kreise gesperrt werden mußten, ja daß selbst der normale Reiseverkehr bedeu­ tend eingeschränkt werden muß. Es ist, als ob damit doch die Presse auch bei uns die Schwer­ hörigen und Kurzsichtigen eindrücklich! machen möchte, ihren Eigennutz und -Wällen endlich entsprechend zurückzuschrauben. Wan mutz es als schwerstes Unrecht bezeichnen, wenn wieder­ holt Sparsamkeit nur von den "Schulpalästen" und anderen Unterrichtsanstalten, welche die Jugend vom verderblichen Straßenverkehr ab­ ziehen, begehrt wird, indes der "Genuß" sogar int Einverständnis mit den einschlägigen Behör­ den unter Anführung nichtssagender Entschul« digungsgründe weiterhin sein einseitiges In­ teresse verfolgen will. | i 1 ; ! j fl. | s 56E i Land »Hut, den 9. Dezember. —* Vom 16. bayer. Infanterie-Re­ giment traf heute nachts ein Telegramm an Herrn Bürgermeister Tr. Herterich ein, nach! welchem das 1. Bataillon 16. Jnf.-Regts. ant Tienstag oder Mittwoch hier eintreffen wird. Das Bataillon zählt 25 Offiziere, 500 Mann und führt noch 110 Pferde und 50 Fahrezuge mit sich. i 1 ( i ' : ' —* Ins Hl. Geistspital wurden aufge­ nommen: die Wmhmacherseheleute Johann und Johanna Niederecker, die Näherin Anna Brun­ ner und die WagenwjärterÄwiitwe BarbaraZwick. —* Errichtung von Volksgericht e n. Das Ministerium der Justiz gibt bekannt:</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. Di,Redaktion übernimmt für Einsendungen um« dies« i Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) ' 1 MV bei uns? | i I 1 I Don Wien und anderswo berichten fast täglich die Zeitungen, daß angesichts der kata­ strophalen Heiz- und Lichtnot die Kinos, Thea­ ter, Konzerte und andere Ähnliche "Vergnügun­ gen" gewisser Kreise gesperrt werden mußten, ja daß selbst der normale Reiseverkehr bedeu­ tend eingeschränkt werden muß. Es ist, als ob damit doch die Presse auch bei uns die Schwer­ hörigen und Kurzsichtigen eindrücklich! machen möchte, ihren Eigennutz und -Wällen endlich entsprechend zurückzuschrauben. Wan mutz es als schwerstes Unrecht bezeichnen, wenn wieder­ holt Sparsamkeit nur von den "Schulpalästen" und anderen Unterrichtsanstalten, welche die Jugend vom verderblichen Straßenverkehr ab­ ziehen, begehrt wird, indes der "Genuß" sogar int Einverständnis mit den einschlägigen Behör­ den unter Anführung nichtssagender Entschul« digungsgründe weiterhin sein einseitiges In­ teresse verfolgen will. | i 1 ; ! j fl. | s 56E i Land »Hut, den 9. Dezember. —* Vom 16. bayer. Infanterie-Re­ giment traf heute nachts ein Telegramm an Herrn Bürgermeister Tr. Herterich ein, nach! welchem das 1. Bataillon 16. Jnf.-Regts. ant Tienstag oder Mittwoch hier eintreffen wird. Das Bataillon zählt 25 Offiziere, 500 Mann und führt noch 110 Pferde und 50 Fahrezuge mit sich. i 1 ( i ' : ' —* Ins Hl. Geistspital wurden aufge­ nommen: die Wmhmacherseheleute Johann und Johanna Niederecker, die Näherin Anna Brun­ ner und die WagenwjärterÄwiitwe BarbaraZwick. —* Errichtung von Volksgericht e n. Das Ministerium der Justiz gibt bekannt:</p>
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          <p>und Beheizung ihre BÜrvstunden auf 8 bis | 12 Uhr und halb 1 bis 3 &gt;U!hr festgesetzt. ; , —* Das Bezirksamt Lands Hut hat infolge der Kohlennot und zur Einsparung von Beleuchtung die durchgehende Arbeitszeit von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags ein­ geführt. , ; ' i . ; i;! —* Im Weltkino erregt das vieraktjge ^ Liebesdrama einer Schlangenbändigerin "Ter:U weiße Schrecken" Gruseln und Bewunderung. i!; Außerdem gleiten noch das dreiaktige Lustspiel gf "Fräulein sind Sie meine Frau", sowie der Trickfilm "Ter Clown und der Esel" über die l* weiße Wand. Das sehenswerte Programm ge- P* langt nur noch heute und morgen zur Vor-1 führung. [} ! , - i i lj , —* Vom Sta dttheatckr. In der letzten Wagirstatssitzung stand ein Gesuch des Herrn |j ; Thea Kaspar um Uebernahme der Tireklion in der nächsten Spielzeit zur Beratung. Im j ä Anschlüsse hieran teilte Herr Bürgermeister Tr. M Herterich mit, daß beim Bezirksoerband Mn-: . schien und dem Zen t ras fünft le cm t München eine i Reihe van Klagen über das Landshuter Stadt- f ;• Ctheater eingelaufen seien. Es waren Meierei'! Vorwürfe, jweLchje zum größten Teile auftzerrn ^ Theo Kaspar zurückgingen und sich, gegentzerrn r Direktor Dr. Quedenfeldt richteten. Es wurde j i behauptet, daß das hiesige Stadttheater nur ein j| ausgesprochenes Operettenpersonal hätte und l ] ■ Herr und 1 Dame Sichjauspielpersonal seien. ! Drei Abgesandte der Münchner Künstlervereinignng haben die Angelegenheit unter Bei- | ziehung des Herrn Bürgermeisters und des V Theaterkommissärs Herrn M.-R. Kohlndorser untersucht und unter Ausschaltüng der . Auf Grund der Verordnung vom 19. November 1918 (Staatsanzeiger Nr. 276) wird im Ein­ verständnis mit dem Ministerium für militäri­ sche Angelegenheiten für die Landgerichtsbezirke München I, Nürnberg und Fürth je ein Volksgertcht mit dem Sitze tu München, Nürnberg und Fürth errichtet. Tie Bolksgerichte treten sofort in Tätigkeit. ; ! I c; 1 &lt;—■* Zum Empfang der Truppen. Wenn seinerzeit unsere Truppen zurückkehren, worüber noi&amp;i Mitteilung gemacht wird, so soll! sich die Bevölkerung doch unter allen Umstän­ den vom Bahnhofsgebiet fernhalten, da sonst eine geordnete Ausstellung nicht möglich ist. Tie Bevölkerung soll vielmehr ;buM;j Spalier­ bildung in den Straßen, welche die Truppen bei ihrem Einzüge berühren, (Seligenthalerstraße, Zweibrückenstraße, Altstadt) den Trup­ pen den Willkomm erweisen. Tie Fahrstraße muß unter allen Umständen freigehalten wer­ den, auf den Brücken sind auch die Gehsteige frei zu halten. Um einen würdigen Empfang zu ermöglichen, wird bestimmt erwartet, daß den Maßnahmen der Ordnungsmannschäft wil­ lig und sofort Folge geleistet wird. ; | —* Reservefond der Lebensmittel­ stelle. Bei der Beratung der bereits mitge­ teilten Bwtpreiserhöhung wurde darauf, hin­ gewiesen, daß Landhsut immer noch, unter dem Bvotpreis vieler anderer Kommunalverbände (bis zu 27 Psg.) sich befindet. Wenn Mttv Januar die Abrechnung der Mehlverteilungs­ stelle ergeben sollte, daß der Wehlpreis niederer gehalten werden könne, sterbe dies am Brot­ preis wieder abgeglichen sterben. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß dem Kommunalvevband vorgÄvorfen werde, daß er Ueberschußjwirtschaft treibe. Ter Uebcrschuß betrage setzt rund 120 000 Mark. Tavon komme evtl, die noch nicht vergütete Frühdruschprämie mit 37 000 Mark in Mzug&gt;. Ter verbleibende Rest fei MM viel, ioenn man bedenke, daß große .Städte heute sschjon Aufkäufer nach Dänemark senden zu NotftandseinWufen. Bei den greifen, die für svlchje Käufe gefordert werden, die aber vielleicht in der Not des Volkes begrün­ det sind, ist die Reserve sicher nicht als hoch! anzusehen. Für solche Zwecke müsse aber diese Summe Mer gestellt iverden. : 1 i—.* Ein« B eruf sberatungsstelle für Jugendliche wurde auf Anordnung der tftew gierung beim hiesigen Arbeitsamte errichtet. -* Deutsche Volkspartei in Bay­ ern (Teutsche Temokratische Partei). Schon lange vor Versammlungsbeginn strömten ge­ stern mittags Scharen von Männern und Frauk­ en zum Bernlochnersaal, der zur festgesetzten Zeit einschließlich, des Nebenfaales und der Ga­ lerie bW Mm letzten Plätzchen besetzt war. Ter 2. Vorsitzende, Herr Privatier und Gemeindebevvllmächitgter Schimid begrüßte die Teilnehmer j und den Redner, Herrn Dp. Hvhmann-Winchest, 1 der sodann in glänzender Rede die Ziele der Teutschen Volkspartei bis ins kleinste Detail darlegte. Wachten sich, zu Beginn der Rede noch Zwischenrufe bemerkbar, so hatte der Redner die Zuhörer schnell in seinen Bann gebracht. Tie hautlose Stille im Saale wurde nur an besonders markanten Stellen von Beifallskund' gedungen unterbrochen, die mit elementarer Wucht am Schluß der Rede zum Ausdruck ka­ men. Nur in der ansthließenden Diskussion, deren Leitung die 3. Vorsitzende FrauProfessor Hummek übernahm, samt es bei einem Redner, der zu stark vom Thema abschweifte, zu Kund­ gebungen, die sich aber nur gegen die Abirrung des Redners richteten. Taß die Ziele der Teut­ schen Volkspartei hier dollen Anklang gefun­ den haben, beweist am besten der Verlauf der Versammlung, aber auch die zahlreichen An­ meldungen £on Mitgliedern aus der Teilneh­ merschar heraus.- Tie lebhaften Beifallskund‘ gedungen für den Redner, vor allem bei seinem Schlußwort, haben den Beweis erbracht, daß auch in Landshuts Bevölkerung der Geist der Freiheit, der wahren Demokratie Eingang ge­ funden hat, daß sie gewillt ist, mitzukämpfen in unseren Reihen gegen jede Reaktion von rechts und links. In diesem Sinne ist uns die gestrige Versammlung der beste Beweis, daß der Weg, den sich die Teutsche Volkspartei zum Ziele gesteckt hat, der richtige ist, daß unser Kampf für die Freiheit des Volkes im freien Volksstaak aus die Mithilfe unserer Bevölker­ ung rechnen kann. Ueber den Vortrag desHerrn Tr. Hohmann werden wir morgen berichten. I —* Einbruch wurde gestern vormittags in der Wvhnunge iner hiesigen Krämerin ver­ übt und hierbei eine goldene Tamenuhr mit kleingliedriger Kette und ein goldener Ring (fünfteilig) mit 5 Brillantsplittern entwendet. —* Tödlich vom Schlage gerührt wurde heute früh 6 Uhr in der Martinskirche der 72 Jahre alte Spitalite Josef Gernhardiwger. Tie Leiche wurde in das städt. Leichenzhaus verbracht. s —* .Kleider im Werte von ca. 800 Mark wurdem gestern durch Einbruch« us der Woh­ nung eines hiesigen Postsekretärs entwendet. —* 3000 Mark wurden bore iitiger Seit einem hiesigen Hausmeister aus seinem Koffer entwendet. Einer der Täter, der Walerlehrking Lippl, konnte in Ingolstadt festgenommen wer­ den. Er besaß noch ca. 1000 Mark von der Beute, die er mit einem Kameraden Herlmann Feiler geteilt haben will. Ter letztere konnte bis jetzt nicht ermittelt iverden. —* Die öffentliche Bewi rtschaftung der getragenen Uniformen ist aufgehoben, eben­ so die Beschlagnahme von Gasttvirtsfräschp. Gastwirtschaften und Wäscheverleihinstituto kön­ nend «her wieder frei über ihr Eigentum ver­ fügen. i, i ' —* Die Handwerkskammer in Nas­ sau hat im Interesse der Ersparung von Licht Direktion das ganze Theaterpersonal eich vernommen. Es wurde dabei festgestellt, daß Herr Tr. Quedenfeldt ein bebeutenb größeres ' Schauspielpersonal engagiert habe, als män | für Landshuter Verhältnisse erwarten konnte. , Es ivurde auch! behauptet, Tr. ^Quedenfeldt ha- £ be einen Portier als Künstler engagiert. Ter *$ Herr Bürgermeister meinte dazu "und wenn H einer früher Schilossergeselle gewesen sei, so M müsse man sagen, Arbeit entehre nicht". Auch. , die Behauptung der Bezahlung schlechter Ga-^ gen (100 Mk.) wurde widerlegt. Es werdeniA Gagen von 280—450 Mark für Herren uniinF 250—320 Mark für Tarnen bezahlt. Nur An- y fäuger haben geringere Bezahlung. Auch! der Vorwurf rigorosen Vorgehens ivurde wider­ legt, ebenso einer zu starken Ausnützung. Für Abstecher seien genügende Diäten bezahlt wor­ den. Tie Münchener Künstler erklärten in ih­ rem Protokoll, das dem Magistrat zur Ver­ fügung gestellt wurde, daß sie froh wären, wenn an jeder MiUchjener Bühne gleich günstWBerhältnisse herrschen würden. Tie öffentlicheKG rung sei erfolgt, da es im Interesse der Stadt liege, unberechtigte Angriffe auf unser städti­ sches Institut zurückzuweisen. Herr M.-R.Kohlndorfer erklärte, daß die Künstler des Theaters</p>
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          <p>er gedankenvoll. "Geht eine Welt in Trümmer, baut sich ein« neue wieder auf- Nur die Glocken klingen über das Meer und künden von den versun­ kenen Welten die ich einst gesehen, ich, Pier Letijens." Stilen haschte nach seiner Hand. "Wo ist Merret, Vater Pier?“ fragte sie ängstlich. "Sie ging in die Dünen, dich zu suchen," er­ wiederte die Alte. Masten Take» lachte hell auf. "Ja, sie fand auch dort des versunkene Glück," trillerte sie. Dann aber begann sie zu fingen, seltsame, alte halbverklun­ gene Lieder, die einst Jnken in Kindertagen gehört zu haben meinte. Der Sang der Alten mischte sich mit dem Sturmlted des Meeres, das donnernd herüberklang. "Wir müssen Merret suchen, bei dem Wetter findet sie kaum den Weg hierher," schluchzte Jnken auf, sich angstvoll an Tam Erichs klammernd. Ehe er antworten konnte, ging die Tür auf, und in ihrem Rahmen stand, bleich, mit nassen Kleidern und wirrem Haar, die hohe Gestalt Meeretr. Mit einem jubelnden Schrei stürzte ihr Jnken an die Brust. "Du kommst, du kommst," lachte fie unter Tränen. "O, habe Dank, daß ich dir sagen kann, wie glücklich ich bin! Sieh',- Merret," eiferte sie, nun ganz mit ihrem Glück beschäftigt, ohne die tiefe Erregung, die heiße Seelenqual zn merke», die in "Dl« Liebe macht Euch dar Herz so weich, St« nimmt be« Stolz, Euer Königreich, Schön Merret, schön Merret im Sturmgebraus Vergißt ihren Mann, ihr Kind, ihr Hau»." | "Halt's Maul, Stile", gebot Pitter Leihen» und hob sein besonnenes altes Gesicht zu dem stein« den Manu empor, der mit Jnken tu feine Hütte trat. Es war ein Wägen und Fragen darin, ein genaues Prüfen, dann flog eine warme Freundlichkeit über die eingefallenen Wangen nnb er bot Tam Erichs mit Herzlichkeit die braune, knöcherne Hand. "Will­ kommen, Herr, im Listland. Seit gegrüßt von Pier Lettjenr." Die lang« dürre Gestalt reckte sich hoch auf und in die verblaßte» Augen trat ein stolzes Leuchten. "Er glaubt, daß er ein König sei," flüsterte Jnke« Tam Erichs zu. "Das glauben si, alle, die Listländer." "Warum sollt« er nicht?" gab dieser zurück. "Jeder, der sich so fühlt und danach lebt, ist König in seiner Art. Ni« sah ich mehr Würd« und Hoheit, nie größer« Güte und Menschlichkeit, als im diesem alten Gesicht." Und er neigt« sich tief vor betn alten Ftschersman« tu der dürftigen Kleidung und sagte ernst: "Ich banse Euch, Pier Lettjens, für alles, was Ihr meiner Braut, Jnkeu Bootje getan." "Braut sagte der Alte nickend, und sein hage­ res Gesicht mit dem wallenden weißen Bart strahlte noch feierlicher als vorher. "Braut!" wiederholt« der Schwester Antlitz zuckte. "Da steht der Man», A den ich mir zum Gefährten erwählt habe. Nu», weißt du, warum ich nie Uwes Weib werden kann, denn ich liebe nur den einen, Tam Erichs." Mt großen, entsetzten Angen starrte Merret den blonden Kopf der Schwester fest gegen ihrer Brust gepreßt, auf den Doktor. "Der Gast de, Helhoogs," schrie sie auf. "Im Helhoog lauert der Tod." "Nicht also, Frau Merret, entgegnete Ta« Erichs, zu den Frauen tretend und frei und offen in Merrets leichenblasses, verstörtes Antlitz blickend. "Eure Phantasie spielt Euch arge Streiche. Seh! mich an, schaut mir ins Auge, und dann sagt mit, ob Ihr glaubt, daß ich Jnkeu glücklich machen kann. Ich bin Euch fremd, und die Tatsache, daß ich im Helhoog wohne, jagt Euch Furcht ein. Ihr seht den Helhoog wie etwas Feindseliges an, Frau Merret, und doch weiß ich, daß der Helhoog für Euch, rote für jeden Schutzsuchenden, ein Hort des Friedens fein wird, wenn er dort Einlaß begehrt." "Ueber dem Helhoog waltet der Tod," entgeg­ nete Merret mit blaffen Lippen, tief erschauernd. $ Ich liebe ihn über alles," flüsterte Jnkeu der Schwester zu. "Set gut Merret und hilf mir me' Glück bauen. \ MM LI MoMetzuns folgt,j i j UJi i.</p>
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          <p>der Münchner Kommission ohne jede Beeinflußung erklärten, daß, sie keinen Grund zur Klage gegen Direktor D. Quedenfeldt hätten, daß das beste Einvernehmen zwischen Direkition und Künstlerschgft bestehe. Jetzt sei auch ein Künstlerrat gebildet. Ueber das Gesuch, des 'Herrn Kaspar ging hierauf der Magistrat zur Tagesordnung über. ! $ —* Das Bürgerrecht wurde demKriegs- ( iteilnvhmer Herrn Bauamtsassistenten Laub- " imamt gebührenfrei verliehen. —* Zur Möbelbewirtschjaftung regte das Gemeindekollegium vor einiger Zeit die Erlassung von Vorschriften an, die nunmehr dom Magistrat fertiggestellt sind und in der Letzten Sitzung genehmigt wurden. ; —* Erwerbslosenfürsorge. Tie ge- ' mündlichen Vertretungskörper haben für die Stadt Landshut die Einführung einer ErwerbsLosensürsorge nach Maßgabe der staatl. Mnstersatzung beschlossen. Ausgehend von dem Grundsätze, daß der Arbeitsnachweis das Fun­ dament der Erwerbslosenfürsorge zu bilden habe, wird das städt. Arbeitsamt mit der Er­ werbslosenfürsorge verbunden. Mit der GesamtLeitung wurde Magistrats-Sekretär Karl be­ traut. Referent ist R.-R. Costa, Tie Ge- . sschästsräume sind bis aus weiteres im städt. jLethamt untergebracht. ' 1 —* Tätigkeitsbericht der Kommission zur Unterstützung bedürftiger Angehöriger von jins Feld gezogene Kriege pro Monat Oktober ,1918. Im Monat Okotber betrugen die lau­ fenden Ausgaben die Summe von 19 218.71 Mark. Tie Zahl der bisher zur Empfangnah­ me reichsgesetzlicher Unterstützung angemelde­ ten Fälle betrug: 2415, bisher 2388, Meh­ rung 27 Fälle. Eingewiesen wurden: 2075, bisher 2055, Mehrung 20 Fälle. Abgewiesen Wurden 340 Fälle. Tie pro Monat Oktober an reichsgesetzlichen Unterstützungen ausbezahl­ ten Beträge beziffern die Summe von 46 475 Mark 80 Pfg. bei 2075 Fällen. Die Leistungen an freiwilligen Spenden betrugen 12 480.40 Mark bei 1061 Fällen. Die bekanntgewordenen Unterstützungen der Arbeitgeber beziffern die Summe von 4500 Mark ohne Gehälter für das nicht dem Arbeiterstande angeh örtge Per­ sonal. Tie von der Stadt an Angehörige städt. Arbeiter, welche ins Feld gezogen sind, ge­ währten Unterstützungen betragen pro Monat Oktober die Summe von 2400.32 Mark.</p>
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          <p>Allerlei. ■ | Fünf Millionen unterschlagen. B er l i n, 7. Tez. Ter langjährige Ange­ stellte des Bankhauses Bleichröder, Richard Gericke ist wegen Unterschlagung von nahezu 5 Millionen Mark verhaftet und dem Untersu­ chungsrichter vorgeführt worden. Die Verhaf­ tung steht im Zusammenhang mit der Affäre des gewesenen Rennstallbesitzers Stempel, des­ sen Stall vor einigen Tagen aufgelöst wurde. Tie Kohle als Lebensnerv dejr Wirtschttfi. Der moderne Mensch, war in ruhigen Zei­ ten gewöhnt, alle Erru ngen sich asten unseres Wirtschaftslebens als selbstverständliche Not­ wendigkeit zu betraMen, an deren Stocken oder Aufhören er keinen Augenblick daichte. TerKrieg hat uns aus dieser behaglichen Ruhe aufge­ schreckt und uns gezeigt, auf einer wie weit verzweigten und komplizierten Grundlage der Komfort unseres Lebens aufgebaut ist und wie abhängig wir auch, heute noch von den Kräf­ ten und Schätzen der Natur sind. Besonders deutlich, zeigt dies das drohende Gespenst der .Kohlennot, das bereits mehrmals in diesen Schreckensjahren vor uns auftauchte und jetzt ün besonders greifbare Nähe gerückt ist. Ter Mensich, früherer Zeiten wußte nicht, welch, un­ geheure Ma.lt in der Kohle liegt. Selbst in England, dem, klassischen Land der Kohle, hat man erst langsam ihren Wert eingesehen. Be­ reits zu Anfang des 14. Jahrhunderts wurden hier Versuche gjemacht, den Steinkohlenberg-., bau einzuführen, aber int Volke bestand ein ' starkes Vorurteil dagegen, und das englische I Parlament richtete im Jahre 1316 eine Mit- ! Mrist an ben König, den Gebrauch dieses neuen i schädlichen und sündhaften Brennmaterials gänzlich, zu untersagen. Auch während der Re­ gierung der Königin Elisabeth bestand noch, die Verordnung, daß während der Tauer der Par­ lamentssitzungen in London keine Kohles ge­ brannt werden dürften. Allmählich, wurden aber diese Vorurteile überwunden, und man kann wohl sagen, daß England einen großchr Teil seiner Weltstellung, die es heute einnimmt, der Steinkohle verdankt. Benjamin Franklin hat es ausgesprochen, daß "Steinkohle undKcknäle England erst zu dem gemacht haben, was es ist". Im 19. Jahrhundert hat sich, bann' immer deutlicher herausgestellt, daß die Stein­ kohlen und nach, ihnen die Braunkohlen ist ihrer Verbreitung und Verwertung die maßge­ benden Faktoren für die Kultur und den Han­ del aller Nationen und Länder sind. TerGrund dafür liegt in den eigentümlichen Kräften der Kohle, die ein Brennmaterial darstellt, das so viel Wärme und eine solche Heizwirkung lie­ fert, wie kein anderes Brennmaterial bei glei­ chem Gewicht. Wo Steinkohlengruben sind, da herrschen Industrie, Arbeit und Reichtum. Rach jedem Punkte, wo Leben und Tätigkeit geisti­ ger oder materieller Art sich, entwickelt, sendet die Kohle Lisch, tnnd Wärme zu gedeihlicher För­ derung. Wo nur immer eine Maschine webt, pumpt, zieht, drückt; hebt, sägt oder hämmert') wo eine Lokomotive oder ein Dampfer dahin­ fliegt und Raum und Zeit verspottet, da hat die Kohle ihre Hand im Spchle. Von ihr, hängt die Produktion des nützlichsten und wich­ tigsten aller Metalle, des Eisens, abl, wird die stärkste, der in den Dienst unserer Wirt­ schaft gestellten Naturkräste, die Elektrizität,, gespeist. Ter ungeehure Aufschwung der eng­ lischen Industrie durch die Kohle im 18. Jahr­ hundert wurde auch für Deutschland ein Vor­ bild, das zur Nacheiferung anreizte. Zwar wußte man bei uns schpn im 18. Jahrhundert, daß reiche Kohlenlager vorhanden waren, aber man legte keinen, besonderen Wert aus die Ausbeutung dieser Schätze. Lieferten doch un­ sere ausgedehnten Forsten zusammen mit den stets vorhandenen Massen von Tors ein äußerstbilliges Brennmaterial. Wozu sollte man also mühsam aus der Erde Tiefen hervorholen, was in unseren Wäldern und .Mooren von selbst nqchwuchs? Das, was zu Anfang des 19. Jahr­ hunderts noch, an Kohlen für die Industrie gebraucht wurde, lieferten die überall zer­ streuten Kohlenbrenner in ausrei,chpndemMaße. Echt als unsere Großindustrie stich, zu euch wickeln anfing und Holz und Tors nicht mehr ausreichten, da besann man sich auf die in der Erde verborgen liegenden Stütze von Brenn­ material, und als der Siegeszug der Dampf- | Maschinen und der Eisenbahnen begann, wur- de der Steinkohlenbergbau in TeurMand in immer steigendem Maße ausgebaut. Damals schrieb Maurus Jokai, seinen vielgelesenenRoman "Schwarze Diamanten", der die Kohlen als die Juwelen der Gegenwart verherrlicht, und seitdem hat man erkannt, was wir heute wie­ der so deutlich, fühlen, daß die Kohle der Lebensnerv unserer Wirtschaft ist, dessen völ­ lige Abschneidung den Tod unserer Industrie herbeiführen müßte. i : i ■ Hundert Jahre "Stille Nacht, heilige Nacht". Mag auch aus dem ganzen deutschen Vaterlande der Truck der Ereignisse und die Rot der Zeit lasten, die schöne alte Weihnachtsfreude werden sie nicht aus den Herzen von Graß Klein verscheuchen können. Wieder werden die alten Weihnach'tslieder über dem geschmückten Tannenbaum emporsteigen, und wieder wird unter diesen Liedern das altehrwürdige "Stille Nacht, heilige Nacht" am innigsten und hell­ sten klingen. Und am Heiligabend dieses Jahres werden gerade 100 Jahre verflossen sein, seit­ dem dieses Weihelied "Stille Nacht" von dem Vikar Joseph Mohr gedichtet wurde. Ter Leh­ rer Franz Gruber hat um die zum Gemeingut des Volkes gewordenen Verse die süße, ver­ traute Melodie geschlungen, und am 24. Tezember 1818 wurde in der St. Nllolauskchche in Oberndorf bei Laufen an der Salzach das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" von andächtigen Menschen zum erstenmale öf­ fentlich gesungen, j i , s Wir kämpfet» gegen jede Reaktion, ! [ aber auch gegen die Herrschaft der Straße. \ 1 Teutsche Volkspartei in Bahern. (Teutsche Temvkratische Partei.) Schriftliche Anmeldungen zum Ortsvier^ein Landshnt werden erbeten an den 2. Vor­ sitzenden Herrn Privatier Schwid, Schwtmmschiulstraße, an die 3. Vorsitzende Frau Prof. Hummel, Gabelsbergexstraße, oder an den Kas­ sier Herrn techn. Eisenbahnsekretär Schwarz. Einzeichnungslisten liegen in den beidchr Ex­ peditionen des "Kurier für Niederbahern" auf. Auswärtige Leser unseres Blattes wollen sich, bei der Geschäftsstelle der Teutschen Volks­ partei in München,' Finkenstraße 9, anmelden. i Zu schriftlichen Anmeldungen wolle un­ tenstehender Schein benützt werden. : Deutsche Dolkspartei in Bayern. (Ortsverein Landshut.) [ s</p>
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          <p>I Ruhe irr Berl in. &gt; Berlin, 8. Tez. Tie für heute angesag­ ten Kundgebungen sind nach den bis gegejk 2 Uhr nachmittags vorliegenden Nachrichten ruhig verlausen. Ter "Vorwärts" schreibt dazu: Ter gestrige Tag ist einer der stolzesten der deutschen Sozialdemokratie. In 14 überfüll­ ten Versammlungen hat das Berliner arbeiten--, de Volk über Ruhe und Ordnung seinen Willen kundgetan. Tiefe Kundgebungen haben das arbeitende Volk in Berlin mit neuem Mut und Zuversicht in seine gerechte Sache und in seinen eridgültigenSieg erfüllt. | , ; Tie Räumung des russischen Gebietes. Berlin, 8. Tez. Ter Vollzugsrat des' Berliner Arbeiter- und Soldatenrates hat an die rilffische Regierung folgenden Funkspruch, gerichtet: Wir haben mit Befriedigung Kennt­ nis davon genommen, daß die Sowjetregierung alles aufbietet, um einen Zusammenstoß mD den deutschen Truppen Zu vermeiden und bit­ ten, auch weiterhin mit Entschiedenheit Sorg« Zu tragen, daß russische Truppen erst nachrücken^ wenn die deutschen Truppen bereits fort sind, damit Reibungen auf alle Fälle vermieden wer­ den. Wir sprechen nochmals unsere Freude, über das angekündigte Erscheinen der Telegation aus. i : ■ : ! Ein englisches Kriegsschiff gesunken. Tas englische Kriegsschiff "Kassandra" ist, ant 4. Tezember um Mitternacht in der Ostsee; auf eine Mine gestoßen und eine Stunde später gesunken. 11 Mann werden vermißt, wahr­ scheinlich. wurden sie durch die Explosion getötet,Alle Übrigen Offiziere Und Mannschaften wur­ den durch Zerstörer gerettet. [ Letzte Posten. i ! China und Tibet. l Haag, 8. Tez. Rach einer Reutermeldung! aus Shanghai meldet die Tailh News, daß' der Friede zwischen China und Tibet gefchios« s«rist. , ; . II L ' / - 1 $</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. 1 Passat», 5. Tez. sTruppenankunst.f Heute nachts sind 1500 Wann der Mackensen-Armee hier am Bahnhof angekommen und nach Erhalt warmer Suppe durch die Mahnhofmission Pas­ sau wieder weiter gefahren, j , ; i j i</p>
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