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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-02-14"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 36</biblScope>
          <date when="1918-02-14">1918-02-14</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Ein französischer Angriff gescheitert.</p>
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          <p>Nancy mit Bomben belegt. — Lloyd George und Orlando zu den Kriegszielen. — Die Angst der Entente vor Offensiven der Mittelmächte.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. 9er deitsche Bericht. ! WTB. Berlin, den 13. Februar 1918. Wesche« Hauptauartier.) »*i#e»T*«w#us. »««t he« »e»en»lf-w««efch«N» «r*«»-», W*W»e#t «atzer«. und Front M dentsche« Kronpringe«. ' Starke Erkundungsabteilungen, die der Feind nördlich, von Lens und nördlich vom Omignonbachi ansetzte, wurden im Nahkampfe abgewiesen. _ : ' Im übrigen blieb die Gefechjtstätigkeit auf kleinere Erkundungen und Artilleriefeuer ln einzelnen Abschnitten beschränkt. 1 «Imei* ves Ge«eralfclvmarschalls Herzog Albrecht vom Württemberg. , ! Nach heftiger Feuersteigerung zwischen Flireh und der Mosel stietzen mehrere französisch^ Kompagnien bei Remenovtllers, int Westteil des Priesterwaldes gegen unsere Linie vor. Nach, kurzem Kampfe wurde der Feind unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Gesängen« blieben in unserer Hand, • - i Am Sudelkopf und am Hartmannsweiler­ kopf Artillerie- und Minenkamps. In Vergeltung feindlicher Bombenabwürfe auf Saarbrücken am 5. Februar griffen unsere Flieger gestern abends die Festung Nancy mit Erfolg an. l MaKch»o»ische ghroe». Bei Monastir und am Wardar Artillerieund Fliegertätigkeit. i Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Meues. " D«« 1. SeJRetcrl lmartiermeiAss l f. WTB. Berlin, 13. Februar. Amtlicher Abendbericht: ' Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. 9er jftrrr.4ig. BMI. ' ! WTB. Wien, den 13. Februar. Mittags. HWW«-* tot« fjemltwat, ; Keine Kampfhandlungen von Bedeutung. L ; ; ä** 'Sites des Merreralstab». 9er WMifche Bericht. WTB. Sofia, 11. Februar. Amtlicher Heeresbericht: » | ! Mazedonische Front: In der Umgegend von I Bitolia bet 'Tvbropolje nahm das ArtillerieI jener zeitweilig an Heftigkeit zu. Westlich, und ■ östlich, des Wardar aus beiden Seiten mehrere Angriffe und Feuergesechjte. Im Strumatal am Butkovosee und östlich, Pom Torfe KpoPripu zerstreuten wir durch, unser Feuer mehre»:« starke englische Erkundungsabteilungjen. : 1 Dobrudschafront: Waffenstillstand. 9er tSrAsche VMl. K dn j^ ! n:vy pel, 12. Februar. Amt­ licher Heeresberfb,. vom 11. Februar: i In der Bucht von Tschaudarli wurde ein feindliches Boot durch unsere Küstenartillerie erfolgreich, beschossen. Darauf wurden die In­ sassen, ein Kapitän und drei Mann, gefangen. Sonst keine besonderen Ereignisse.</p>
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          <p>Tie Entente trab das Ende de» Krieges im Oste«. Aus Lugano wird berichjtet: General Cadorna, der nach, Rom uzrückberufen wurde, äußerte vor seiner Abreise hon Versailles, der dortige Kriegsrat habe die militärische Rück­ wirkung des Friedenszustandes an der russi­ schen Front schon im voraus in Rechnung gezogen. Tie Entente behalte trotz der Verfchsebung großer deutscher Streitkräste nach der Westfront und der Alpenfront noch- das zahlen­ mäßige Ueöergewhcht. Auch ein mögliches Frei­ werden der Armee Mackensen infolge wahr­ scheinlicher Wassenstreckung Rumäniens sei be­ reits in Rqchjnung gestellt und alle Gegen­ maßnahmen getroffen. Tie italienische Presse tröstet sich mit der Hoffnung auf die zu bil­ dende russisch« Revolutionsarmee und aus Zwi­ stigkeiten zwischen der Ukraine, Rumänien und Bulgarien. An Wilson. In der Nordd. Allg. Ztg. wird über die Antwort Wilsons an den Grafen Hertling und Graf Czernin ausgesührt: Ter neue Ton in den Aeußerungen des Präsidenten der Verei­ nigten Staaten sei entschieden ein FirtschrM Sachlich bietet jedoch die Botschaft nichts Neues. Nicht wir und unsere Bundesgenossen sind es, die dem Feinde Hindernisse bereiten, sondern die eigenen Bundesgenossen Wilsons. Herr Wilson muH sich zuerst an seine Bundesge­ nossen wenden ,um sie für sein Programm zu gewinnen, von dem sie bisher nichts wis­ sen wollten. Es wäre Izu wünschen, wenn Prä­ sident Wilson, der angeblich nicht den Wunsch, hegt, sich in die europäischen Angelegenheiten einzumischen, oder als Weltschiedsrichter in den europäischen territorialen Zwistigkeiten aufzu­ treten, sich im Lause der Zeit wieder rückhaltlos zu dem früher von den.Vereinigten Staaten als geheiligt angesehenen Grundsatz der M,onroe-Tvktrsn bekennen würde. Bisher lausen sei­ ne PorschMge aus nichts anderes hinaus, als die Welt zu einem angelsächjsischen Frieden zu zwingen. Das würde keinen Dauersrieden, ftMdern die Vorherrschaft Englands und der Ver­ einigten Staaten bedeuten. - -</p>
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          <p>8. Ae Leitung der Liquidation der An­ leihen hat der Oberste Volkswirtfchaftsrat. { 9. Die Ausführung ist Aufgabe der Staats­ bank. 10. Tie Feststellung der Minderbemittel­ ten erfolgt durch 'besondere Kommissionen. Die­ se haben das Recht, Ersparnisse in vollem Be­ trage zu annullieren, die nichrt aus dem Wege der Arbeit erworben sind, selbst wenn diese die Summe von 5000 Rubel nicht übersteigen. I Ueber die Nationalisierung der Handels­ flotte wirb folgende Mitteilung beröifentsidjfJ: Alle Schiffsunternehmungen, die Aktien­ gesellschaften, Handelshäusern und Großunter­ nehmern gehören, werden durch ein Dekret des WoMrates als nationales Eigentum der Re­ publik erklärt. Eine Ausnahme bilden näher bestimmte 'Keine Fahrzeuge. Ferner wird das Projekt eines Dekrets Über die Konfiskation der Wien kapitale von früheren Privatbanken veröffentlicht. Temgernäß weiden alle diese Kapitale in vollem Um­ fange konfisziert und der Volksbank der rus­ sischen Republik übergeben. Alle Bankaktien werden annulliert und jede Dividendenzahlung eingestellt. — Unter der Bezeichnung "Volks­ kommissariat für Finanzen'' wird ein Finanz­ kollegium gegründet. \ Stic Bolschewili und der Friede. Aus Gens wird berichtet: Kaminew erklär­ te dem finnischen Korrespondenten des Rewckork Herald: Tße Entente habe durchs die Ermutigung der Sonderbestrebungen Finnlands, der Ukraine und Rumäniens Fehler auf Fehler gemacht, die sich jetzt bitter rächen. Auch Wilson und Lloyd George sündigten, weil sie Rußland nicht verstehen. Ter bolschewistische Abgesandte Kanrinew, der in besonderem Austrage seiner Re­ gierung nach England und Frankreich reisen : soll, sagte dem Stockholmer Vertreter des Kvpenhagener Blattes, "Sozialdemokraten" über den Friedensschluß mit Rußland: Es liegt russischerseits eine Friedenserklärung vor. Da­ durch hat Rußland durch seine Vertretung er­ klären lassen, daß es den Krieg nicht fortsetzen will und kann. Es liegt aber darin keineswegs eine Aufgabe der russischen Frievensgrundsätze und auch keine Anerkennung des dentfichjeN Standpunktes. Wir haben «ns freie Hand vor­ behalten für eine allgemeine Frirsenskonferclnz, die kommen muß. und wir werden dort für un­ sere Friedensgrundsähe eintrete». Kaminew teilte schließlich! mit, daß Trotzki seinen Ent­ schluß nicht eigenmächtig gefaßt habe. Ter Be­ schluß seiner Friedenserklärmig und der De­ mobilisierung des Heeres sei in der letzten Sitzung des Arbeiter- und Soldatenrates ge­ faßt worden, der Trotzki beiwohnte. — Ein Londoner Telegramm besagt übrigens, daß die "Tckily Mail" die englische Regierung eindring­ lich aufforderte, Kaminew die Erlaubnis zur Landung in England zu verweigern. Vom Schneider zum Botschafter. ' Rach dem Echo de Paris" hat die maximalrstische Regierung den früheren Londoner . Schneider Holzmann zum Botschafter Rußlands in Paris ernannt.</p>
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          <p>Finnlands Freiheitskampf. Die Kämpfe in Finnland. Stockholm, den 13. Febr. Die weihen Korps in Wasa telegraphierten unter dem 11. ds.: Lebhafter Kamps zwischen Maenharju und i '' Sankt Andre. Der Feind griff heftig die Stel­ lung der weihen Garden an. Tausend rote Gardisten verließen Tammersdorf in der Rich­ tung nach Rumovsbi, plünderten in unglaub­ licher Weise alle Bauernhöfe und töteten und plagten die Einwvhner. Unter den Mordtaten der roten Garden ging diejenige des Vize­ präsidenten des Landtages Jsttzmans unter be­ stialischen Formen vor sich. Ter Terrorismus der roten Garden in der Hauptstadt slchjeink immer mehr zuzunehmen. Andererseits behaup­ tet man in unkontrvllierbarer Weise, daß der Minister des Aeußern Sirola und der Minister des Innern Haapalainen von verzweifelten weißen Gardisten getötet teert*» ftten«</p>
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          <p>Polen gegen Rußland. Rücktritt des polurfjchsen Ministeriums? ! WTB. W ar sA au, 12. Febr. Ten Blät­ tern zufolge fand gestern eine mehrstündige "Sitzung des Ministeriums unter dem Vorsitz des Regentschaftsrates statt. Gegenstand der Erörterung waren die letzten politischen Ereig­ nisse, besonders der Friedensvertrag mit der Ukraine. Abends überreichte der Minister­ präsident Kucharzewski dem Regentschaftsrat j die Demission des Kabinetts. Ter "Gazetta Poronna" zufolge überreicht Kucharzewski dem Regentschaftsrat heute in dieser Angelegenheit eine motivierte Erklärung.</p>
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          <p>Aus Rumänien. Ei» rumänW»es Fricvensl-Ministerku m? 1 Wie ein Amsterdamer Blatt berichtet, wird aus Jassy gemeldet, daß die Mitglieder des von Aperescu gebildeten rumänischen Kabi­ netts zum ersten Male Persönlichkeiten seien, die bisher keine Rolle in der rumänischen Politik gespielt haben. 1 Bratianus Schjwinvelmanöver. Aus Jassy wird gemeldet, daß der zu­ rückgetretene Ministerpräsident Bratianu nie­ mals wieder ins politisch&gt;e Leben zurückkehren wird, 1 ba er — abgesehen von dem Fiasko seiner Politik — durchs Schwindelmanöver auf das schwerste kompromitiert worden ist. Vor Eintritt Rumäniens in den Krieg hatte nämhichf Bratianu als.Hauptaktionär einer der größten rumänischen Schiffahrtsgesellschaften alleTmnpfer und Schleppschiffe dieses Unternehmens an Rußland verkauft, obgleich- sich die Ver­ waltung dagegen sträubte. Tie Abtretung der rumänischen Schiffe wurde geheimgehalten, ihr Verschwinden wurde damit begründet, daß sie im Schwarzen M-eer und in der Donaumündung aus Minen gelaufen und gesunken seien. Von den großen Summen, die Bratianu für den Schisssverkauf als Vermittlungsgebühr er­ hielt, wurden mehrere BuMmester Blätter besto­ chen, die auf Veranlassui^Bra.ianus erdich­ tete Nachrichten über die Versenkung der ru­ mänischen Tampfer durch Minen veröffentlich­ ten. Tie neuen Enthüllungen über die Schwin­ deleien des früheren Ministerpräsidenten haben in der Moldau große Erbitterung hervorgprusen und den aus politischjen Gründen notwen­ digen Rücktritt Bratianus beschleunigt.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Italiens Kriegsziel-Arrtum. ! Ans Bern wird berichtet: "EPoca" schließt sich jetzt der Forderung des "Secolo" an, Svnnino sollte das Zensurverbot hinsichtlich des. Londoner Abkommens ausheben und erklärt, wenn man in Italien endlich dieses Dokument diskutieren könne, wie dies in allen Ländern längst möglich sei, werde man einsehen, daß es unmöglich sei, an den Kriegszielen festzu­ halten, ohne nicht gleichzeitig Lesterreich-Un-l gärn zerstückeln zu wollen. Eine Einheitszeitung für Italien. i Aus Lugano wird berichtet: Mussolini, der Setter des "Popolo d'Jtalia" und Oberhaupl der Piazza, dessen Anregungen die Re­ gierung stets auf das Pünktlichste nachzukom­ men pflegt, verlangt kategorisch die sofortige Aufhebung sämtlicher Blätter ohne Ausnahme. Air ihre Stelle soll für die Tauer des Krieges ein unbedingt im Treuste der Kriegssache stehen­ des, von einem absolut ententistischen Komitee geleitetes Einheitsorgan treten.</p>
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          <p>Aus Amerika. Wilson hat jetzt auf die Reden Hertlings und des Gra­ se''. Czernin geantwortet. Er sucht natürlich stls einziges Element des Hindernisses des Welt­ friedens in den deutschen Mlitaristen. Im übrigen 'hält er Hertlings Antwort als -unbe­ stimmt und verwirrend. In seinen längeren Ausführungen gegpn dessen Rede meint er dann, Amerika sehe keinen Ausweg zum Frie­ den, bevor die Ursachen* des Krieges entfernt sind und eine Wiederholung so gut wie unmögili,ch, gemacht worden ist. Tiefer Krieg fand sei­ nen Ursprung in der Verachtung des Rechts der Keinen Rationen und Nationalitäten, die der Einheit und der Mchchjt entbehren, um ihre Forderung nach einer eigenen, autonomen Po­ litik zu bestimmen. Es müßten jetzt Uebereinkommen getroffen werden, die etwas Aehnliches für die Zukunft unmöglich machen, und diese Uebereinkommen müßten gestützt werden aus die vereinigten Kräfte aller Nationen, die das' Recht lieb haben und bereit find, es um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Das ist sicher richtig. Nur hat Wilson vergessen zu sagen, wer die kleinen Völker in diesem Kriege bedrückt vergewaltigt und teilweise unterjocht haf. Rach einem Lob auf den Grasen Ezernin stellt er folgende Prinzipien für den Frieden auf. 1. Jeder Teil einer endgültigen Lösung muß begründet sein auf die Gerechtigkeit in jedem Einzelfall und aus 'einer derartigen Re­ gelung, die die meisten Aussichten für einen dauernden Frieden bieten. f 2. Tie Völker und Provinzen dürsten nicht von einem Fürsten an einen anderen Fürsten "übergeben werden, als ob sie nichts anderes wären, wie Bauern in einem Schach­ spiel, nämlich in dem großen" Spiel des Gleich­ gewichts der Mächte, das für immer in Mitztvebft gebracht worden ist. ' 3. Jede territoriale Regelung, die in die­ sem Krieg in Betracht kommt, muß iiml Interes­ se und zum Vorteil der betreffenden Völker ge­ schehen und nicht als ein Teil der Regelung oder des VergleichD der einander bekämpfenden Staaten. 4. Alle wohlbegründeten nationalen Be­ strebungen werden, soweit es geht, befriedigst werden, insofern es möglich ist, sie ohne Schwie­ rigkeiten fortbestehen zu lassen, oder sofern nicht neue hervorgerufen werden, die ^später den Frieden in Europa und dadurch m der ganzen Welt wieder stören könnten.</p>
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          <p>Aus Südamerika. Aitch Argentinien. 1 Ttie "Neue Züricher Zeitung" berichtet: Die Agencia Americana teilt mit, der argentini­ sche Botschafter in Washington, Dr. Noon, werde sich dieser Tage nach: Buenos Aires bega­ ben in der Absicht, seine Regierung von der Notwendigkeit des Kriegseintrittes Argpntlrniens aus Seite der Vereinigten Staaten zu 'überzeugen. I</p>
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          <p>in dem eventuell aujchi eine Ledigensteuer Platz sinden soll. &gt; _ ‘ ,</p>
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          <p>Allerlei. Kampf mit einem Berbrejcher. Ter Sträf, fing Lauterbajchj, der aus der Gefangenenanstalt LWenäu entsprungen war, wurde an der Bahnlinie Crailsheim—Nürnberg von einem Hilfsausseher gestellt. Beim Torfe Volkers­ dorf wollte der Sträfling dem Hilfsaufseher die Pistole aus der Hand reißen. Im &gt; Verlauf des Handgemenges kam der Hilfsaufseher in Gefahr, er gab auf 'Lauterbach! einen Schuß ab, sodaß letzterer bald daraus verschied.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Seine Königliche Hoheit Generalfeldmars^jall Kronprinz Rnipprecht von Bayern hüt das Protektorat über den Bayerischen Lustfährerdank E. V- zu übernehmen geruht. Wie bekannt sein dürfte, hat seinerzeit Seine Khnigliifß Hoheit das Protektorat über die, vom Bayerischen Luftsährerdank 1$. V. im Monat März zur Eröffnung gelangende Teutsche Luftkriegsbeute-Äusstellung (Telka) ebenfalls übernommen. ' Kleinwohnnngsvan. Um der dringenden Not an kleinen Wohnungen abzuhelfen, stellte der Magistrat München den Betrag / von 1 Million Mark zux Herstellung von 10Ö Kleinhäusern zur Verfügung, i Tlie Ursache des Eisenbahnunglücks bei Schleißheim ist' nun geklärt. , Es handelt sich! um 30 Kilogramm vulkanisierte Lösung, wel­ che von der Continental Caoutschvuc und Gutta-Percha-!Co. in Hannover dem Unteroffizier Winkelmann zur Beförderung übergeben wor­ den ist. Tie Landw. Hentratgenoffensjchäst des Batzer. Bauernvereins hat den Betrag von einer Million Mark anläßlich! des Goldenen Ehejubiläums Ihrer Majestäten des Königs und der Königin für dauernde wohltätige und - gemeinnützige Einrichtungen zugunsten ihrer Mitglieder und Ber Landwirtschaft bereit ge­ stellt. i - 2ks König Ludwigkrenz wurde an die Bezirksoberlehrerstochter Frl. Frieda Nothaas in Nerrmarkt (Ops.) verliehen.</p>
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          <p>Haunersdorf, den 14. Febr. (Aufgefundene Leiche.) In einem Walde bei Haingersdorf wur­ de kürzlich! das Gerippe einer männlichen Lei­ che aufgefunden. Man vermutete ein Verdres­ chen, doch sählt jeder Anhaltspunkt hierfür. Niederbayerische Nachrichten. Rach vorgefundenen Papieren und Kleidungs­ stücken zu schließen, handelt,e§ sich um einen flüchtig gegangenen'Kriegsqefängenen. Tier Kopf war von Ameisen zerfressen; in den Kleidern fand man Lebensmittel und einen Kochappa­ rat. Es ist möglich^, daß der Flüchtende im Tikkichit von einem Schlaganfall überrascht wurde oder im. Schlafe erfroren ist. Frontenhansen, 10. Febr. (Von Tobsucht befallen) wurde (in vergangener Nach) der Söld­ ner Zettl im nähen Steinberg. Ter Bedauerns­ werte demolierte die gesamte Hauseinrhchtung und fWug auch sämtliche Fenster ein. Nachk dem er auch, die sich ihm Nähernden. Personen mit der Axt bedroht hatte, konnte er nur mit Mühe überwältigt werden. Es erfolgte die Verbringung ins Krankenhaus Tingolfing, von wo aus Zettl in die Heilanstalt Teggendorf ver­ brächt wurde, s Tieggenvorf, 11. Febr. (Lebensrettungj.') Aus dem Eise des Winterhafens war gestern der 8 Jähre alte Knabe Frz. Schürid von Ufer eingebrochen und befand sich in.großer Lebens­ gefahr, da er bereits unter die Eisdecke getrie­ ben wurde. Der Schneiderlehrling Karl Reithmaher rettete den Won halb bewußtlosen Kna­ ben vom Tode des Ertrinkens. , .</p>
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          <p>sie in der Stunde der Entscheidung als deutsche Frau auchj dieses Opfer bringen. Tie Eltern der in Betraichst kommenden hiesigen Gymna­ siasten haben nun am nächsten Samstag abends 5einviertel Uhr Gelegenheit sich durch einen Vortrag des Herrn KonrMvrs Himmler im Physiksaal des Gymnasiums über den Ministerialerlaß aufklären zu lassen und an der an­ schließenden Diskussion zu beteiligen. Bes der Wichtigkeit der Sache ist ein möglichst vollständeges Erscheinen der Geladenen erwünscht. — Tauschhandel mit Lebensmit­ te ln. Seit einiger Zeit wird sn der Presse und in Versammlungen, besonders aus Kreisen landwirtschaftlicher Interessenten, immer drin­ gender darüber. Klage geführt, daß die' Land­ wirte diele der für sie besonders notwendigen Gegenstände des persönlichen und wirtschaft­ lichen Bedarfs (besonders Petroleum, Schuhe, Kleider, Stoffe, Leder und landwirtschaftliche Geräte) nur gegen Hingstbe von Lebensmit­ teln (Schmalz, Butter, Eier, Mehl usw.) er­ werben können. Diese Erscheinung ist in mehr­ facher Hinsicht bedenklich; sie erschwert nicht nur die Versorgung der Landwirte mit den nötigsten Bedarfsgegenständen, sondernde öff­ net auchi dem Schleichhandel Tür und Tor und gefährdet damft die Erfassung der landwirt­ schaftlichen Erzeugnisse für die öffentliche Be­ wirtschaftung in hohlem Maße. Das Kriegs, Ministerium hat daher, einer Anregung des Staatsministeriums des Innern folgend, eine Kriegszustandsanordnung erlassen, die Alle, welche es unternehmen, die gewerbsmäßige Ab­ gabe von Gegenständen des notwendigen ^der wirtschaftlichen Bedarfs an die Bedingung der Lieferung von rationierten Lebensmitteln zu knüpfen^ mit strenger Strafe nach, Maßgabe des Kriegszustandsgesetzes bedroht.</p>
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          <p>Die Nebelfrau. Roman von Annh.Wothe. 14] 1 Machdruck verboten.) AIs ich fleht, kaum fünf Jahre alt und so traurig war um mein Mitterchen, das von uns gegangen, da brachte mir eines Tages mein Vater auf seinen Armen ein kleines, blondhaariges Friesenkind, das er an der Torfstraße gefunden, als es ganz selbständig seine ersten Gehversuche anstellte. Auch diesem Kin­ de war die Mutter gestorben, und ich sollte es als Spielzeug haben. Dorret hatte niemand, als ihren alten Großvater, Ekke Thornsen, der sich nicht viel um sie kümlmerte, von dew die Leute erzählten, er sei geistig krank und meines Vaters Feind, i Ich weih es nicht, ob etwas Wahres daran war. Aber niemals fahl ich meinen Vater in das Friesenhaus gehen, in dem der Alte weilte, nie durste ich die Schwelle der Wiedingharde, so heißt das Haus, das Ekke Thornsen bewohnt, überschreiten. Niemals kam Ekke Thornsen in. den Gorlingshos, aber Dorret war immer dort zu finden, immer bei mir. Wir Welten und lernten zusammen. Sie war mir wie eine Schwester. Unzertrennlich! trugen wir Leid und • Freud der Kindheit, und ähr Herz bangt nun, daß mir jetzt Weh! geschieht. Ekke Thornsen sa hich oft vor ferne, wenn wir als Kinder spielten. Tann lächelte er zuweilen vor ft|dj| hin und sah! unseren Spielen 'zu. Aber nie kam er Näher, nie zeigte er, daß er wüßte, daß Dörret Eigentlich zu uns gehörte und int Gorlingshos zu Hause war, obgleich! sie bei ihm wohnte und schlief. H l i s iEin seltsames Kind und ein seltsames Verhält­ nis, rntgegnete Graf Timm, mit der braunen Hand über feine offene Stirn streichelnd, als wollte er einen unangenehmen Gedanken banne». Sie hat so etwas Stolzes, Herrschendes in ihrer Erscheinung, das gar­ nicht zn ihrer einfachen Tracht paffen will. Sie stammt auch von den alten friesischen Köni­ gen, lächelte Undine matt. Das sagt man auch von nnB, Undine. Ein freies, altes KöntgSgeschlecht, zogen unsere Väter einst auf goldenen Schiffen über das Meer, und wo ihr Fuß rastete und sie Hütten bauten, da pflanzten sie als Grundfesten zum Wohle eines freien und starken, Volkes ein mahnendes Zeichen ihrer Wefenart auf das rief einen jeden zu: Gerechtigkeit, Einigkeit und Hoffnung, In jeder Friesenstube finden wir noch heute das Symbol. Dort an der schwarzverhangenen Wand die weibliche Gestalt tm weißen Marmor, das Schwert der Gerechtigkeit und die Wage haltend, zeigt mir noch immer den alten, getreuen Frtefensinn. Da drüben auf dem Sims die Gruppe der Müller mit ihren Kindern kündet, daß Liebe und Einigkeit hier eine Heimat gesunden, uud hier auf dem Konsol am Fenster kunstvoll geschnitzt aus Elfenbein, sehe ich die Hoffnung, den Anker in der Hand, sich mir trö­ stend neigen. Soll es nur ein Symbol bleiben, Undine? Ich weiß, die Zeit ist schlecht gewählt und Ihr Herz ist voll Trauer und Kummer um einen unersetzlichen Verlust, aber gerade in dieser ern­ sten Stunde, Undine, möchte ich, nein, muß ich Sie fragen, ob Sie mir nicht das Recht geben wollen, Ihr Leben freundlicher z» gestalten? Wenn ich auch Ihnen nicht den Gorlingshos wiederbringen kann, wenn auch meine Mittel sich nur in bescheidenen Grenzen bewegen so ist es doch genug, um meiner zukünftigen Gattin ein sorgenfrei­ es Dasein zu bereite», und darum will und muß ich Sie heute fragen, Undine: Wollen Sie mein Weib werden? Wollen Sie mir ein Recht geben, mit Gut und Blut für Sie einzutreten und Sie frei zu machen von dem Joch, das hier im Gorlingshos auf Ihnen lastet? Das Weib eines Seefahrers hat zwar anch nicht immer ein ruhiges, glückfrohes Dasein, aber es schließt denoch tausend wonnige Heimlichkeiten ein, wenn zwei sich von Herzen gut sind und wissen, daß nichts sie trennen kann, wenn auch Länder und Meere zwischen ihnen liege». Haben Sie Bertraeu zu mir, Undine, können Sie mir gut sein? (Fortsetzung folgt.) ; . . J</p>
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          <p>Rußland in englischem Urteil. WTB. Amsterdam, 12. Febr. Reuter zufolge sprechen sich die englischen Blätter über den Friedensschluß mit Rußland dghin aus, daß bie* russische Regierung ein Opfer der Tiplomatie der Mittelmächte wurde. Letzte Posten. auf Aaland unter^den russische Truppen eine I völlige Revolte ausgebrochen fei. Tie Solda- I ten ziehen umher und verhaften die ihnen mißliebigen Bewohner. Sie verwenden dabei Bluthunde, um die fliehenden Opfer aufzu­ spüren. In Mariahamm soffen sie ein ent­ setzliches Blutbad angerichtet haben. 2000 rus­ sische Soldaten, die aufxAaland liegen, wurden mit Munitioy^und Maschinengewehren versehen während die Bevölkerung Aalands vollkommen -wehrlos ist. Auf den Inseln zwischen Aaland und der schwedischen Küste herrscht Panik. Orlando zu den Kriegszielen. Rom, 1-3. Febr. Nach einer Meldung der Agenzia Stesani hielt Wnisterpr ätzident Orlando gestern in der Teputiertenkammer eine Rede, in der er auf die früheren Ausführungen des Kabinetts über den Krieg und die einmütige Zustimmung der nichl gegen den Krieg einge­ nommenen Parteien verwies. Er sagte sodann, man müsse den Krieg mit allen Kräften fort­ setzen und Italien müsse seine Kriegsziele nach den Erfahrungen dieses Krieges noch bestimm­ ter als vorher ausreicht erhalten, nämlich die Einigung aller Italiener und die Erringung »gesicherter Land- und Seegrenzen. Italien stehe vor der Frage: "Sein oder Nichtsein" Es sei also eine Beleidigung, ihm ejin Streben nasch, Vorherrschaft oder nach Unterdrückung anderer Völker zu unterschieben. Ter Feind sei also an der Verlängerung ebenso wie an dem Ausbruch des Krieges schuld. Wan sieht an dieser Rede, daß die Italie­ ner noch nichts gelernt haben.) i ; Eine englisch»: Riesen-Kriegsanleihe. i' Berlin, 13. Febr. Im März wird laut "Lokalanz." eine neue große Kriegsanleihe in England ausgeschrieben. Es handelt sich dies­ mal um 40 Milliarden Schilling. England ist genötigt, so heißt es tm "Daily Chronsrcle"^ den Geldbedarf auch für zwei andere alliierte Staaten aus sich, zu nähmen, i $!it Fnycht vor neuen Offensiven der Mittelmächte. B ern, J3. Febr. Die französische Presse weist jetzt mit aller TemWskeit aus die bevor­ stehende Offensive der Mittelmächte an der Westfront hin. Tie meisten Blätter enthalten diesbezügliche Aussätze militärischer Wtarbeiter. Ter "Matin" hätt angesichts der enormen Frontverkürzung int Osten eine österreichischungarische Offensive in Verteilen für nicht aus­ geschlossen. Site engtitzchjen Milliarden. Haag, 13. Febr. Tie "Times" schreibt: Tie Vorschüsse der Alliierten an Rumänien betragen vier Milliarden Lei. Rumänien hat keines seiner Kriegsziele erreicht. T&gt;ie außer­ ordentliche Höhe der Vorschüsse an Rumänien erregte schvn lange das Befremden und ckErstaunen der englischen Finanzwelt. Weitere Hilfstrnppen für Italien. WTB. Bern, 12. Febr. Ter "Corriere della Sera" schließt sich der Mahnung des "Manchester Guardian" an, der interalliierte ■ Generalstab solle Italien nicht vErnachlässt»;en tmd fordert für den Frühling weitere ! hilsstruppen, da Italien nicht genügend Trup­ pen habe, um die Mannschaften der vordersten Linie häuftg zu wechseln. Tie Entente müsse Die italienisch^ Front, namentlich den Rücken Frankreichs und die Verbindung mit demOrient verteidigen. Tie Kosaken für die ukrainische Zentralrada. Stockholm, 13. Febr. Ter in Peters­ burg ersfeinenden Zeitung "Tziennik Naroda" zufolge kam in Kiew eine Kosakenabordnung mit Kuschnarew an der Spitze an, um das Kosakentum bei der ukrainischen Zentralrada zu vertreten. Vcnetnntg des verstorbenen Snitans )&lt;bv «k Hamid. i WTB. Konstant inopel, 12. Februar. Tie Bestattung des ehemaligen Suftans Abd ul Hamid fand heute im Mausoleum seines Großvaters, des "Sultans Mahmud statt. Ter Leichenzug, der vom alten Serail ausging, war der eines regierenden Herrschers. , , i. Neue U-Bootserfolge. WTB. Berlin, 13. Februar. (Amtlich,.) Tuych Vernichtung von 33 000 Brutto-RegisterTonnen erlitt der Transportverkehr unsecex Feinde im östlichjen Mttelmeer eine empfind­ liche Einbuße. I Der Chef des Admiralstabes der Marine. England und der Friede mit der Ukraine. \ L ondon, 13. Febr. (Prtpat.) DemReutersjchsen Bureau wird mitgeteilt, daß die eng­ lische Regierung sich nicht für gebunden hält, den zwischen Oesterreich-Ungarn, Deutschland Und den anderen 'Unterzeichnern mit der Ukrai­ ne geschlossenen Frieden anzuerkennen. Asqnith zu den engli-jshjen Kricgslzieeul. London, 13. Febr. (Unterhaus.) In der Adreßdebatte brachte Asquith seine voll­ ständige Uebereinstimmung der Friedenszieler­ klärung Lloyd Georges zum Ausdruck. Er verlangte keine Auskunft über die militärischjen Angelegenheiten, richtete aber an den Premier­ minister die Anfrage, über die Erweiterung der Vollmachten des Versailler Kriegsrates. Lloyd George führte in seiner Antwort aus, in den jüngsten Reden der Staatsmänner der feind­ lichen Staaten fei nichts zu erblicken, wonach die ^Mittelmächte bereit ivären, einen Frieden mit gerechten und vernünftigen Bedingungen zu schließen. Tie englische Regierung gehe nicht im geringsten von ihrer Kriegtzzjielerklärung ab, die vom Lande als billig, gerächt und mäßig anerkannt worden seien. Wenn kein besserer Beweis dafür vorliege, daß die Mittelmächte bereit wären, sie in Erwägung zu ziehen, sei es für England die bedauerlich^ Pflicht, Vorbereitungen zu treffen, die not­ wendig sind, um das Völkerrecht in der Welt auszurichten. s { i 1 ; | | ! ' { f Von den Aklanvsinjeln. S tockholm, 13. Febr. Stockholms Tagbladet erfährt mt§ zuverlässiger Quelle, daß</p>
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          <p>Fahrzeit der elektrischen Straßenbahn.</p>
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          <p>toten. Mb 1. 'Februar 1918 wurden befördert Hum VoMW^tllehrer: der Schulverweser Alois Sedlmayr von Neulirshpu (Pfarrkirchen), z. Zjbn Heere, in Altreichenau; befördert zum Schul­ derweser: der Hilfslehrer August Merklein von 'Ranfels, z. Z. im Heere, in Neukirchen (PfarrÄrchen); befördert zu Schulverweserinnen: die Hilfslehrerinnen Rosa Ferazin in Hohenwarth, Elisabeth Mittermeier tn Oberaichhach, Katha­ rina Rasthofer in Tirnaich,, Rosa Rieger in Hinterskirshen, Amalie Stromer in Bodenkirshen, Kornelia WLllisch in Mietraching, sämttiite an ihren Tienstorten, Emilie Graf von Wschvltshausen in Roßbach, Anna Gritsch von HafelbüsH (Mstterfels 1) in Blaibach,' Mathilde Hosmann von Ruhmannsfelden in Vilslern, Unna Kerfthibaum von Jandelsbrunn in Ob'erjiglbach!, AUna Klein von Vilshofen in Thanberg, Frida Lehnet von Tietelskirchen in Frau­ enbiburg, Jda Lieyert von Vilshofen in Lud­ wigsthal, Karoline Röck von Kumreut in Hirsche 6a s v" Anna Wolf von Niederumelsdorf in Kollbü|f,., Magdalena Zieglmeier von Tünzling in Willing; versetzt auf Ansuchen: der VolksschuLIchrer Joseph Siebzehnriebl von Altreichenau ncytz Attenhausen, die Schulderweserinnen Thetcfe Breitenacher von Hirschbach nach NeUbach, Katharina Fahnmiiller von Ludwigsthal naM Eggstetten, Anna Meier von Straubing-St. Peter nat: Aufhäufen, Maria Putz von Roßbach «alt, Ruderting, Anna Räder von Oberiglbach ncyh Inkofen (Rottenburg 2); die Hilfslehrer­ innen Anna Auer von Wetzelsberg nach Straubing-St. Peter, Luise Nachtigall von Enzers- ! darf nach Vilshofen, Karolina Riedl vonZandt nach Ruhinannsfelden, Ottilie Waldhör von Frohnstetten nah, Vilshofen; berufen: die Hilfs­ lehrerinnen Maria Ertl von Frauenbiburg nach Tietelskirhen, Franziska Günther von Wil­ ling nachj Enzersdorf, Frida Hirtl von Eggstet­ ten nach! Niederummelsdors, Anna Kanzlsperger von Aufhäufen nach Tünzling, Emilie Kell­ ner von Thanverg nach Jandelsbrunn, Paula Koller von Ruderting nach! Kumreut, Aloisia, Mayer von Inkofen '(Rottenburg 2) nach; Hasel­ bach, (Mitterfels 1), Barbara Plöderl von NeW6cuti nach Frohnstetten, Therese Schneider von Blaibach- nach Wetzelsberg, Hedwig Spietzl von KoNbach) nach Zandt, Barbara Steininger von Vilslern no)ti Asch oltshausen: berufen alsHilfslehrer: der Schulamtsbewerber Georg Reiter, von Tingolfing, z. Z. im Heere, nachj Ranfels.</p>
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          <p>Verlosungen. Prcustischj-Süddeutsche Klassenlotterie. In der Nachmittagszichung vom 12. Febr. fiel der Haupttreffer von 60 000 Mark auf die Nummer 9028. (LHne GewWr.) ,</p>
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          <p>Vermischtes. hielt. Um die Sach, möglichst zu beschleunigen, setzte der Magistrat die Summe von 500 Frs. aus, um dem reichen Sammler, der übrigens auf ganz breite Weise tn Besitz de» Schlüssel» gelangt war, da» langentbehrte Stück abzukaufen. Dies ist geschehen, und Avignon atmet endlich erleichtert auf. Der Weltkrieg tobt weiter, aber was schadet das? Die Bürger von 'Avignon leben tn seligem Frieden, denn sie haben ihren Schlüffe! wieder. Aus Ser Geschichte -es Miueukrieges unter -er Erde. Die meisten Waffen des modernen Nahkampfer find keineswegs ganz neuartige Eifiadnngen, sonder» ha­ ben, wenigstens tn ihrem Prinzip, ein mehr »der weniger ehrwürdiges Alter. Dies gilt auch für den Minenkrleg und die Minenarbeil deren Geschichte Hguptmann a. D. Oefele im Prometheus bespricht. Die ganze Zeit des AltettumS und Mittelalters hin­ durch, lange vor Etnführung der Feuerwaffen, wurde beim Kampf um befestigte Plätze mit großer Energie der Krieg unter der Erde geführt, Da die vor der Mauerbefestigung angelegten Gräben nicht selten die Benützung der Angriffstürme und Mauerbrecher unmöglich machten, war man früher vielfach daz« gezwungen, den Angriff wenigstens teilweise unter die Erde zu verlegen Gewöhnlich suchte man die Mauer von einem unterirdisch vorgetriebenen Stollen aus zu untergraben und zum Einsturz zu dringe». Der Ver­ teidiger mußte diese bedrohliche Arbeit dev Gegners erst durch Horchen feststellen und dann Gegevstolle» vortreiben. Eine andere Art de» MineükrtegeS in ältester Zeit bestand darin, daß die Angreifer unter der Erde in das Innere des befestigten Orte» zu ge­ langen suchten, indem sie unter der Mauer hinweg einen breiten Stollen anlegten. Der Verleidiger wiederum ging dem Angreifer ebenfalls unter der Erde mit- einem Minengang entgegen. Darum waren Handgemenge, ja sogar langausgedehnte Kämpfe tm Dunkel unter der Erdoberfläche keine Seltenheit. Bis zum 15. Jahrhundert war diese Art de» Kriege» unter der Erde üblich. Zum ersten Male wurde tm Jahre 1420 b i der Belagerung von Melum diese Kampfart durch unterirdische Ritter, Kämpfe resetzi, indem man in dem entsprechend erwettette Mtnenengang bei Fackelschein ritterliche Lanzen­ gefechte unter der Erde auSkämfpen ließ, die oft tage­ lang währten. Der Charaklrr de» Minenkampfes wurde durch Einführung des Schwarzpulvers natürlich wesentlich geändert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann man das Schteßpulorr auch als Sprengmitttel zu verwenden. Die Angreifer näherten sich zuerst den Mauern der belagerten Festung in Laufgräben und gingen dann mit Sprengmtnen unter der Erde vor. Die unter ndie Mauer gelegten Ladungen von Schießpulver wurden durch Zündschnüre oder Lunte« zur Explosion gebracht, sodaß eine Bresche in der Mauer entstand und der Sturm ermöglicht war. Diese tiefen natürlich Gegenminen hervor. Der An­ fang zur Entwick ung des seither technisch so ungeheuer vervollkommneten Mtnenkrteges war geschaffm. Im späteren Mittelalter legte man die Gegenminen gleich beim Bau der FestungSumwallung als sog. " Schlacht­ minen" an. Um den gegnerischen Angriff zu jeder Zeit und von jeder beliebigen Stelle aus durch Mtnenfprengungen stören zu können, war ei» ganzes System von Mnnstollen tn das die Befestigungen um­ gebende Vorgelände getrieben. Da man die Minen« ladungen damals noch nicht zweckmäßig zu bemessen ver­ mochte, unternahm man stets mögltchststarke Sprengun­ gen sehr tiefeSprengtrichter hervorriefen. Dies gereichte meist demAngreiser zum Vorteil; weil er jeden derarti­ gem Trichter mochte er nun von ihm selbst oder durch den Verteidiger hervorgerufen worden seht, als Deklang beim unterirdischen Angriff benutzen konnte. Zu Beginn des 18. Jahunderts gelang es endlich, die Sprengladungen richtig zu berechnen. Run ge­ brauchte man die schwachgeladenen "Quetschminen", die nur unterirdische Wirkung hatten und den geg­ nerischen Minenstellen eindrücken sollten, bevor er für eine Sprengung ausgenutzt werden konnte, sodaß jetzt die Vorteile hauptsächlich dem Verteidiger zugute kamen. Im weiterem Verlaufe des 18. Jahrhunderts steigerte man die Sprengwirkung beS Schwarzpukvers, indem man durch Ersetzen dc» Salpeters durch eine Mischung mit Kaltumchlorat ein regelrechte» Spreng­ pulver erzeugte. Besonder« wichtig war dann im 19. Jahrhundert die Verwendung der sog. "brisanten* Sprengstoffe, die nach allen Selten gleich wirken, Erst mit der Etnführung der großen gezogenen Ge­ schütze am das Jahr 1860 trat der Miuenkampf zurück, am dann im modernen Stellungskrieg wieder zu neuer, vielfach erhöhter Bedeutung zu gelange». Der Schlüffe! von Avignon. Eine romantische Geschichte, die die Gemüter der Bürger der historischen Krönungsstadt Avignon be­ wegte, hat jetzt ihren Abschluß gefunden. Die Bür­ ger von Avignon waren stets sehr stolz auf die ruhmreiche Vergangenheit ihrer Stadt, sie waren stolz auf die Sammlungen ihres Museums Caloei, und sie roartit stolz auf. eines seiner wertvollste» Stücke, das Türschloß der Burg von Grignan. Im Jährt 1900 willigte der damalige Bürgermeister von Avigno» ein, das berühmte Türschloß, den Stolz des Ealoet-Mufeums, für die Weltausstellung herznleihe». So wurde das Schloß aus Avignon entführt, und die Bürger waren sehr traurig darüber, denn sie fürchteten, daß irgendein Unglück sie für immer ihres Schatzes berauben könnte. Ihre Aengste waren zum | Teil auch gerechtfertigt. Auf der Ausstellung wurde i der zu dem Schloß gehörige Schlüsiel, ein Meister­ werk der Schmledekunst, gestohlen. Vergeblich fetzte «an alles in Bewegung, um den Schlüffe! wieder zur Stelle zu schaffen, er war und blieb verschwun­ den. Dieser Tage aber entdeckte einer der bekannte­ sten französischen Schmledekünstler in einer Zeitschrift, die Bilder aus einer Prlvatsammlung veröffentlichte, die photographische Abbildund des berühmte» Schlüs­ sels. Als dies bekannt wurde, geriet ganz Avignon ln die größte Aufregung. Der Stadtrat mürbe sofort zusammengetrommelt, man erörterte nicht erst lauge sie Frage, wie der Fall rechtlich läge, den» die Hauptsache war ja, daß man den Schlüssel zurücker-</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Verteilung von SchokolaSe. Die gestempelten Reservemarken G, welche zum Bezug von ^Schokoladenfür Kinder bis zum 4. Lebensjahr bestimmt sind, können in den einschlägigen Geschäften eingelöst werden, Äandshut, den 13. Februar 1918. Stadtmagistrat Laudshat. Marschall. 431</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Französische Friedensfrage«. , ; Tie führende sozialistische Organisaljon Frankreichs des Seineverbandes beschäftigte sich, vergangenen Sonntag mit der Vorbereitung zu dem für den 17. ds. Mts. einberufenen Lan­ deskongretz. Tie regierungstreue sogenannt« Mehrheitsrichtung erlitt bet dieser Satzung eine vernichtende Niederlage, i</p>
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