Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-02-22. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 42, 1918-02-22. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Kühlmauu nach Rumänien abgereist. ────────── Ser MW Bericht. Kon sta ntjnvpek, 20. Febr. Amtlicher Bericht: Die Heeresberichte. Mitteln beladen, Flugzeuge und sonstiges un­ übersehbares Kriegsgerät. i Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. " / ■ ± Der 1. Generalauartiermeifter: : - Kadend yr,>. ^ m . MTB. Berlin, 21. Februar. Amtlicher Abendbericht: Der Vormarsch hu Osten dauert an. Deut­ sche Truppen sind in Minsk eingerückt. 1 Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. i 1 t i | Irr 8st«r.-W. Bericht. ; WTB. Wien, den 21. Feöruar. Mttagsl. CM: --t-itö scstitW*; * Auf der Hochfläche von Asiagv und östlich der Brenta Artilleriekämpse. Tie Truppen der Heeresgruppe Linsingen sind im weiteren Vor, rücken und !haben Rvwnv besetzt. ! Ter Chef des Generalstabs. Set Mpifäe $er$St (Sofia, den 19. Februar. AMtlicherBericht: Mazedonische Front: An der gesamten Front mäßige Feuertätigkeit. Oestlich desWardar und beim Butbovosee Perjirgten wir durch Feuer mehrere englische Erkundungsabteilungen. M beMe Bericht. ' l 'WTB. Berlin, 21. Februar 1918. Kroßes Hauptquartier: M ' . WeWlicher 1**6$$ SÄ» We»sEeV««rsch«rl» ÄmepriHi WttVimnfct tMn Suteni. und AroM W# deutsM-« Mro«pritt8ett. Vielfach Artillerie- und Minenwerfertätigkeit. ! Ein Vorstoß in ' den Argvnnen hatte Erfolg. «iumt* vr» EdetteralkkwmKrstttaNs fische Friedensangebot. Tie Nachricht von der völligen Kapitula­ tion der großrussischen Regierung hat in Paris große Bestürzung erregt. Man zweifelte nicht, daß die Maximaliften durch ihren Widerstand! die deutsche Regierung und die Heeresleitung zwinge.» würden, Maßnähmen militärischer Axt gegen Rußland in großem MaWabe durchzu­ führen und daher größere Bestände nach, Ruß­ land schicken.zu müssen .Es wird jetzt beabsich­ tigt mit Rußland jede Beziehung abzubrechen. Clemenceau sei gewillt, den sranzösischerrBotschaster in Petersburg abzuberufen. Einige so zialistische Deputierte sprachen bei Clemenceau bor. um ihn, wenn möglich, von tiefem Vorha­ ben abzuhalten . Clemenceau habe jedoch den Sozialisten einen ablehnenden Bescheid erteilt. Albert Thomas hat den Auftrag erhalten, in London mit der englischen Regierung Fühlung zu nahmen, um die grundsätzliche Stellung­ nahme gegenüber den Maximalisten vorzube­ reiten. Vom westlichen Kriegsschauplatz. ────────── Gerücht von neuen Umwälzungen in Peters­ burg. Aus Genf wird berichtet: Petersburger De, peschen der Pariser Blätter schildern die wach­ sende Panik im Smolny^Jnftttut infolge der Unftcherhett des Erfolges des von dem Volks­ rat beschlossenen Friedensangebotes und der von den ukrainischen Truppen erzielten Fort­ schritte. Trotzki und Lenin zeigen sich nicht öffentlich. ────────── Finnlands Freiheitskampf. Russische Greueltaten in Finnland. I l Wie Aftonbladet aus Finnland erfährt, wurden in Helsingfors wieder mehrere Männer jin hervorragenden Stellungen von roten Gar­ disten erschossen. Darunter befindet sich Frhr. «Erd von Born. Nach dem gleichen schwedischen Blatte sind in Helsingfors Ermordungen noch immer an der Tagesordnung. Auch diejenigen Arbeiter werden verfolgt, die unter Protest gegen die Gewalttaten aus der sozialdemokrati» scheu Partei ausgetreten sind. So wurde kürz» ffch ein Schuhwacher zu Tode gefoltert. Stic Lage auf Aaland. Aus Stockholm wird berichtet: Tie Lage auf Aaland verwickelte sich ln den letzten Ta­ gen immer stärker. Me "Stockholms Tagblad" born Marineminister erfährt, trat besonders durch die Ankunft von 500 Weißen Gardisten eine ivesentltche Veränderung ein, da dieselben einerseits der Bevölkerung Aalands nicht sehr willkommen sind, andererseits an Stärke hinter den Russen zurückstehen. Außerdem trafen durch ihr Erscheinen angelockt auch Rote Gar­ disten ein. Es befinden sich 'jetzt also vier verschiedene Parteien auf der Insel: Rufst-, sche Truppen, Weiße Gardisten, Rote Gardisten und Schweden, die seit gestern gleichfalls durch Truppen verstärkt wurden. Außerdem nimmt bekanntlich auch der Vertreter der Bolschewik^ Regierung in Stockholm, Verovskia, an den Revhandlnngen teil. Tie schwedische Mission steht in telegraphischer Verbindung mit der finnischen Gesandtschaft in Stockbvlm. Gleichfalls nach dem Stockholms Tiagblad dauern die SctnMeftafelten zwischen den Weißen Gardisten und russischen Soldaten fort. Dabei ziehen erstere den kürzeren, da die Russen von Ihren Befestigunaen auf Aaland die ganze' Insel be­ schießen können. s Stic Schweden auf Jsiafonb. Stockholm, 21. Febr. Es verlautet, daß von der schwedischen Festung OskarDrederiksburg viele Matrosen nach Äalaud abgegangen auch ein Panzerkreuzer fei ausgeschickt worden. 1 ────────── Din Angriff anf £ £ Sicherrmgstrnppe« ( ' in d er Ukraine. Wie von zuverlässiger Sette berichtet wird wurde in der Ukraine ein Angriff auf die Sicherungsdetachements, die im Interesse der Durchführung des Getreideexportes aufgestellt wurden, unternommen, i Sie Ukraine und Polen. Ter Mitarbeiter der Mener "Neuen Fr. Presse" hatte eine Unterredung mit dem Mist­ gliede der uttainischen, Friedensdelegation Sedrjnk, der u. a. erklärte, daß die Forderungen der Polen bezüglich des Ehvkmer Landes wohl zu weit gingen. Aber die Ukrainer wollten auch in dieser Frage Entgegenkommen bewei­ sen und es der Bevölkerung Ehvlms anheim­ stellen, durch Plebiszit zu bekunden, tzn welchem Staat sie gehören wollen. Bovansfetznug je­ doch wäre dafür, daß die zahlreichen ufratni, fdjen Landwirte, die von den Russen verschleppt und Vertrieben wurden, oder }ene< bie im russi­ schen Heere dienten, in das Chvlmer Gebiet zurückgekehrt seien. I r Sie wirtschaftlichen Verhandlungen mit der Ukraine. Berlin, 21. Febr. Im Hauptansschntz des Reichstages, der heute vormittags zusam- Aus der Ukraine. * mentrat, wurden die mit dem Friedensvertrag mit der Ukraine zusammenhängenden wirt­ schaftlichen Fragen beraten. StaatssekreVLr v. Kühlmann wohnte, begleitet von zahlreichen Kommissären, der Sitzung bei. Zunächst gab der Unterstaatssekretär von Körner einen all­ gemeinen Ueberblick über die mit der Ukraine getroffenen wirtschaftlichen Abmachungen. Ein Handelsvertrag sei nicht möglich gewesen, wohl aber ist ein Handelsprovisorium abgeschlossen worden,- das unseren Interessen durchaus ge­ recht wird. Für die Verhandlungen mit Oester reich-Ungarn zur Herbeiführung einer wirt­ schaftlichen Annäherung haben wir völlig freie Hand behalten. Besondere Abmachungen wur­ den getroffen für den Austausch der wichtig­ sten Erzeugnisse der Ukraine mit Deutschlands Jndustrieprodukten. Tie in der Ukraine lie­ genden Vorräte seien sicherlich sehr groß. ────────── Aus Kurland, Livland und Esthland Ans Esthland. ' Nach Meldungen aus Reval wurden die baltischen Barone in Esthland von dem Sow jet der Arbeiter und Soldaten für außerhalb des Gesetzes stehend erklärt und verhaftet. Nach einer Depesche machte der Volks beauftragte für Justiz den Sowjet von Reval darauf aufmerke . sam, daß es nicht zulässig sei, Ben gangen Stand ohne Prüfung der persönlichen Ver-, gehen außerhalb des Gesetzes zu stellen. Tier Volksbeaufttagte verlangte eine eingehende Un­ tersuchung und et,n Verfahren, welches den,revo­ lutionären Vorstellungen mebr entspräche. Tie russische Revolution werde nicht den Weg.der Ausrottung ganzer menschlicher -Kategorien I verfolgen. . Sie bestrafe Personen, die gegen die I revolutionären Interessen verstoßen, aber ihr j Hauptziel bestehe ist der Vernichtung von Ein- I richtungen. welche die Arbeitermassen unter- | jochen. " I ────────── mänischen Behörden bisher die beiden Lager in Tvbrowatz und Sipvte besichtigt worden seien. Erfreulicherweise wurde dabei festgestellt, daß die Lage unserer Kriegsgefangenen in beiden Lagern, auch in ^hygienischer Beziehung, günstig sei, und daß dort keine Epidemien herrschen. Tie Zahl der deutschen Gefange­ nen beträgt einschließlich der Invaliden 3450. Tie in letzter Zeit über die Zustände-in rnmänp. schen Gefangenenlagern, namentlich über das Lager von Siponte, bekanntgewordenen, höchst beunruhigenden Nachrichten erwiesen sich somit als vorläufig unzutreffend. Ueber frühere Vor­ gänge in rumänischen Gefangenenlagern müs­ sen weitere Ermittelungen und Feststellungen abgewartet werden. Sie Verhandlungen mit Rumänien. . Graf Czernin reifte am Donnerstag nach Bukarest ab. > Aus Rumänien. Sie rttmämiVftc Frage B u b ape st, 21. Febr. Nach Ez-Est-Mel­ dungen traf der rumänische Ministerprä,si-> deut Aoerescu am vergangenen Donnerstag mit Zustimmung des deutschen Oberkornwandos in Bukarest ein, um über die Frage der Ka­ binettsbildung mit jenen hervorragenden ru­ mänischen Polittkern zu verhandeln, die sich auch heute noch in den besetzten rumänischen 5 Gebieten befinden. Tie Verhandlungen über, den Frieden sollen am Freitag beginnen, es ist aber noch ungewiß ob in Bukarest oder Focsani. Ter bulgarische Ministerpräsident Radoslawow erklärte in einer Unterredung, daß er, oder Finanzminister Dontschefs nach Bukarest abreisen werde .Radoslawow hat in der er­ wähnten Unterredung die Umrisse der Ver­ handlungen angedeutet, daß Rumänien auf die Tobrudschä verzichte, lvogegen die Mittelmäch­ te Verständnis für die nationalen Wünsche Ru­ mäniens inBeßarabien zeigen werden. t Ungarn für Sicherheiten gegen Rumänien. ’ , Budapest, den 21. Febr. Tie Presse äu e ßert ihr Befremden, daß Rumänien nochFor dernngen bei den FriedeusverhaNdlnugen auf­ stellt. Pesti Hirlap schreibt, mau wünsche von Herzen das Zustandekommen eines ehrlichen Friedens, aber von rumänischen Forderungen wollen wir nichts wissen. Verrgt mutz bestraft werden. — Ferner wird erklärt, daß die rumänischenWünsche wegen der Tobrudschä.u. Beßarabiens nicht maßgebend sein können. Stra-, tegische und wirtschaftliche Sicherheiten gegen Rumänien seien nötig. - Unsere Kriegsgefangenen in Rumänien. Soeben ging die erste telegraphische Nach­ richt von den nach dem unbesetzten Rumänien zur Inspizierung der dorttgen Kriegsgefan-, geneulager entsandten Schweizer, Delegierten beim Kriegsministerimn qm. Sie besagt, daß unter großem Entgegenkommen der rn-. ────────── Am Balkan. 1 Internierung griechischer Offiziere Havas meldet ans Cannes: Ein englischer Dampfer landete in der Snnabai 119 verur­ teilte oder angeklagte griechische Offiziere, darunter einen Admiral, zwei Generale, die im Fort Jzzpdiue interniert werden sollen. ────────── Sentschland und Spanien. i Paris, 20. Febr. (Havas.)'Ter Tenchs meldet, die spanische Regierung habe am 17. Februar die Antwort ans ihre Note erhalten, Sie sie über die Versenkung der "Girälda" nach Berlin geschickt hatte. Man glaube, die deutsche Regierung erkläre sich grundsätzlich bereit, die spanische Küstenschiffahrt zu respeb tieren, verlange aber Bürgschaften, daß die spanischen Fahrzeuge, die dieser 'Schiffahrt ab­ liegen, keine andere Art Verkehr vermitteln werden. r i < Norwegische Einsicht. 1 "Morgenbladet" toofcn 3. Februar betont die Kurzsichtigkeit der großen Massen in Nor» wegen, die kein Verständnis dafür haben, wel­ che großen Dienste Deutschland Skandinavien durch die Beseitigung der russischen Gefahr erwiesen hat. Zwar habe Deutschland nicht mit Rücksicht auf die skandinavischen Interessen gehandelt, aber die skandinavischen Interessen 'fällen hier auf einem wichtigen Gebiet nftt de­ nen der Zentralmächte zusammen. Tie Schwe­ den, die Rußland näher an ihrer Tür gehabt haben, zeigen ein größeres Verständnis dafür. Jedenfalls können die Nordgermanen in der Stunde der Gefahv auf keine Hilfe von England. und Amerika rechnen. Ties sollte man nicht in dem Augenblick vergessen, in dem Amerika Förderungen stellt, die Norwegens Beziehun­ gen zu Deutschland unbedingt erschweren müs­ sen. Aus neutralen Ländern. ────────── hie Sfifirhiirehe; naeb ivefcber has gegenlvartige Rabinett niebt Liinger ha?» 5/Bertranen hes”: Ban: hefo geniefse .%onar Barn erffiirte aber, hafi, hie Seit ahgelaufen iei iinh iebiofg. hie Eiehatte. Qrie Qlhreife nmrhe oihrne Suiag angenomniett. $oog erfniirte am @ri)Iufie her @~it3,ung, er iei iehergeit hereit, ein émiigitrauenéhotinn ge= gen hie Eiiegierung eiiiguhringen, Inenneks not: menhig fei, ha fie gum %I.hirf)Iuh”e eineé %rie= hené inie gar Rriegéffilglrung unfiiibig iei. Sbre Eisolitif fei aII3uie‘f)ir hie heé Sulhirartenév unh he?» "'£kta{)intreiben§. 3lI.nrf) babe 2Iot)h Qfieorge fiber hie Gharfe hess séeereé unh her Zmarine haé iiiarfament ehenio geiiiiientiicfi irregefiifiirt, lnie hues éisubtifum. ‘gouge torherte hie S3'hii’n= iition auf, hie Eliegierung, hie 11nf.ii:f)}igfte, hie ie bnr haé Sisarlanient getreten Tei, energifif) an hefiiimmen. ‘ , Engliflclyr édynlhen. Staci) hem ,,€tatift" naijirn, ha? hriiifdje Gchagamt bei galban eine %(raIei‘E;e ‘eon nngeiiibr ‘ 8 zfliiiiinnen ’£toIIar anf. Szhie ifiiefaintirbuih @ng=, Ianhé an fialpan item: inf) ijiernacf) auf etina 28 §JJiiIIinnen Elofiar. Eie 2Bericf)uIhung (rings Ianhé an hie %ereinigten Cétaaten Beiiiuft iid) 'icf)hn auf hiele émitiiarhen .9ieuerhing§ nafirn Céinglanh and) in Qtrgentinien unh llrugual) nafiirnljafte Qinreiben auf. Stir firmmerneit in tinglanh. 233MB. Bonhhn, 20. %}eI)r. Sin llntere, haué inurhe niitgeteilt, hafy hie Gionnnergeit am :34. swam, beginnt unh am 29. @eiJrernber enhet. -imiinuniagloie Sage her engliidjrn Saab: wirtifdyuft. Evie mit in grofggen Grinartungen Begionnes nen fléerin-cf)e her engfifmen éiiegiernngi, itn Snhuftrieftaate Céfngianh fiber iiiacbt eine Iei= ftnnggfiiifnge Qanhinirtkbaft an Aorganiiieren, hie Crnglanh hon her " erieeifcben sufnbr gum Eeil unahbuiingig rnarf) n ffinnte, harf man afé an§1'icI)i@Io§ hetrarbien. %§3ie ,,%'reeman§ Sour: nal" ‘ohm 12. Sannar iehreiht, Bat her Sanha xnirfiefiaftéminifter 2¥5rnti)ero ‘fr'irz,Iici)i hen 8anh= Inirten mitgeteiit, hafiz eé ini flommenhen Saar in gut irie feine %utterniitteI geben Irirh. Ede Sanhmirte ‘miirhen int meieniiiebeii anf (S§ri'1n= unh éiiauiyfntter angeinieien fein, ha?» ii’;-re eigez ne QBirtief)aft ergeugt.” ‘me geiinng iieht in hiefer Célnfmiiflung hie %oIge her gifingiicf) hers febiten Stahrnngémittelholiiif. ,,’iZIer £3eben5= niitteffontroileur bat afI ieine Qhtfinerlfiants i‘eit anf hie Sfireife geridjtet, o'f)ne an ‘hie Gfirgeus gnng .311 hen‘{“en, unh feet jets: ilsreife fiir Silage runghtnitiel feft, hie ni-cbt eriftieren. Dime ?~ntter1nitieI inerhenhie Eiiinher nirbt feifii nnh hie Eiiifie gehen feine iiliifrfy. Dtjne éliieh gibt eé feinen Eviinger nnh Dime Eiinger feine (irate. Emit her Cuiifenbabn ift Evfinger nicf)t fieraitgue ieiyaffen; felhft menn iE'f)vos3i3[3ate n_irf)i' non hen Itséliuoten ansgeficbioffen iniirhen nnh her sirieg nicbt hen gticiftoff nerhranrhte. llnh in hieier Beii nerlangt her Sltai)rnngéniittelfmiirolfeur: nod), hais. ?Eie[)ineihe, hie 'z,ur §JJ2iIcf)»geinin1inng hient, in Qlrferianh uzngeindnheft inerhe, in haig. hie heften Eriingerftoffe nod) inefentliciy einge: irbriinft iverhen. Err Qiauer rnufa feljen, Ivie iein Qen, fein Sgafer he1'rf)Iagna‘firnt, ieine %ut= termittel auégefcfjloiien roerhen, aher haiiir ers. féibrt er, hag. hie §I5reife fiir ieine Cérgengniife niehriger angejeijt iverhen unh hafs. aIIerf)anh Qlnéiibiiiie hie élserteiinng her Csirgengniiie re: 'geIn, meme nihbt ha finh. Ztieie iisoiitif tiitet hie Cirgeugung, nnh her ‘mange! her itidfiigften Qinge fiir hie (5igiften'3» iefmfft hen $t‘D’['ifIIl(1(fi€3I,‘ Eiifgm hie ilsreiie aniebineiteu nnh inirh ief)[iei;s= Iicb hie Qiebhfferung ofine Staigrnng Iaiien. ────────── Der Luftkrieg. het ibiergn: Cginen regefre-ebten lieherfaliiinters nafinnen hie ‘:«Iteger anf 2 §RDf€=.Qt€1155ffig€, hie iie init §))iai:ci)inenge‘rne‘I3rfeuer iiherfcifiitteien. ifiie irir bernefinnen, foil ein :‘5fterreicf)iicI)er giieger einen her feinhlirben filieger gum 215: ftnra geBrarf)t hiaben. Stir Elpier has Entitaiigrifié anffloaihont. Eiienier Ineihet amtfiei). ‘Sier Caieiannitherai Iuft Bei hem Buftangrifi in her ,@onntagnaci)t Betriigt 19 Eote unh 34 ilierinnnhete. ' " 3-einhlirfye filicgerangriife. Banhan (ilsfalg), 20. %ebr. %ei einetn feinhlicfien gliegerangriff am 18. gebruar ahenhcs anf ilnhnaigéfmien iieien alvei Qioniben, _o‘f)ne @ad)= nnh ilserioneniifmhen anguricbten. “fiticgetanatifl uni‘ fillanniirim. RarI«2»ru|i)«e, 21. gehr. Qirntiici) Inirh geinelhetz Sn her Stacbt gum fmittirod) lnurhe hie offene ©taht 2)Jiann‘i)eim hon feinhiicben %Iiegern angegrifien. ©ecI)v3 Qiiomfien innrhen abgeinorfen unh beruriaebten einigen giinfera, febahen. Beiher iii and) eine %rau unh ein Rinh ‘oerieist ‘unh ein Rinh getiitet morhen. asirmafené man Elicgern angrgrifien. Qanhan, 21. %§e6r- ®eftern tnitiagé lnurhe hie offene @taht §I3irm.r.tien<3 hon ieinhlia eI)en €;Iiegern mit éliornhen Beinorfen; eh mnrhen rneifjirere iiserinnen neriegt nnh einiger 3“g&infler= irbahen angeridjtet. (m.) fijiegerangriii an? %nn¢°:6rud. ' , Snnébrud’, 20. gehr. E-aé ,..°snn5Brn£,, fer Eagebiatt" znethet: sfieute nacfimittagé 3 11‘I)r eridfienen; ‘non @iihen Ehrntnenh,feinh, Iirbe %§Iieger iiherlinferer (Staht. Gie inarfen hrei $on1hen ab; eine %3rau ift tot, eine5.UiiI§tiir='; lperfun erlitt idyinere §Branhnumhen. Eie %Iie= ger inarfen auiggerhem eine grofge %(n5aI)II non %Ingz,etteIn in heutirber @4'pracf)e, hie niit hen imorten enheten: ,,?I§ieIe @3r1'ii;.e, uni iiliiehers fefiien". ©»c6Iief3.Iicf) entfloben fie in norhineft; Iicber 2Rici)tnng. Ever ,,$iroA£er ’1lin5eiger" rnei, ────────── gest. Die dem deutschen Unterseeboot als furchtbarstem und geschicktestem Mittel gezollte Anerkennung werden unsere U-Boots-Werften gern zur Kenntnis nehmen und ihre Anstengungen verdoppeln, diese unsere Waffe noch weiter auszubauen, um den endgültigen Sieg über unsere Feinde herbeizuführen. ^ Ein Truppentranspottdamqfcr versenkt. Havas meldet aus Calais: Tier Dampfer "Tjtvel" wurde am 1. Februar zwischen Marsetb-, le und Bougie torpediert. Man 'hat kein Un­ terseeboot gesehen. An Bord befanden sich 301 Militärpersonen und eine Bemannung von 55 «*pfen. 110 Personen werden vermißt. TWs-üeiierfilht. Tie ungarischen Eisenbahtner und die Po,, UM. Eine Verfügung des Handelsministerjs' verbietet den Etsenbah-nangestellten jedje mit den Tienstinteressen unvereinbare politischeBetätigung. ' Lias Los der Kriegsgefangenen. In der Konferenz der ungarischen Regierungspartei in Budapest gab der Ministerpräsident, über das Los der Kriegsgefangenen in Rußland befragt, eine Schildung der russischen Zustände. Er er­ klärte, daß, in den unter der Herrschaft der Bolschewisten stehenden Gebieten die gesell­ schaftliche und politische Ordnung vollkommen ausgelöst sei.TleHerrschaft derBolschewiki dehne sich auf die Umgebung Petersburgs und Mos­ kaus aus. In den übrigen Teilen Rußlands trat kaum eine Aenderung ein. Tie Regierung trefft alle Maßnahmen zur Linderung des Lo­ ses der Kriegsgefangenen. Er hoffe, daß die militärische Demarche, die jetzt von Deutsch­ land unternommen werde, und wie sie vielleicht, wenn auch nicht in Rußland, so doch in der Ukraine auch von Oester reich-tzlngarn erfolgen könne, die Lage lindern und klären werde und daß man imstande sein werde, den traurigen Zuständen bald ein Ende zu machen. Ausdehnung der Landsturmpflicht i« De, sterreich. Dias österreichische Abgeordnetenhaus r hät beschlossen, dem Wehrausschuß eine vier,, wöchige Frist für die Berichterstattung über die kaiserliche Verordnung vom 1. Wai 1915, betreffend die Ausdehnung der Landsturmpslicht auf 42- bis 50jähttge zu setzen. Vorher fand eine Besprechung des Ministerpräsidenten und des Landesverteidigungsministers mit den Parteivertretern über diese Frage statt. ────────── Ginen Qiugenhlici‘ atinete (Sraf EReimar_faft\ heiimnmen hen iiiiaen Qrnft her §BeiIif)en, hann fteIIte er haé ?BiIh an feinen iisfag guriief. Sn heznielben %[.ugenBIimrti»ea~n~~ imam ────────── Tages-Uebersicht. Tie ungarischen Eisenbahtner und die Po,, UM. Eine Verfügung des Handelsministerjs' verbietet den Etsenbah-nangestellten jedje mit den Tienstinteressen unvereinbare politischeBetätigung. ' Lias Los der Kriegsgefangenen. In der Konferenz der ungarischen Regierungspartei in Budapest gab der Ministerpräsident, über das Los der Kriegsgefangenen in Rußland befragt, eine Schildung der russischen Zustände. Er er­ klärte, daß, in den unter der Herrschaft der Bolschewisten stehenden Gebieten die gesell­ schaftliche und politische Ordnung vollkommen ausgelöst sei.TleHerrschaft derBolschewiki dehne sich auf die Umgebung Petersburgs und Mos­ kaus aus. In den übrigen Teilen Rußlands trat kaum eine Aenderung ein. Tie Regierung trefft alle Maßnahmen zur Linderung des Lo­ ses der Kriegsgefangenen. Er hoffe, daß die militärische Demarche, die jetzt von Deutsch­ land unternommen werde, und wie sie vielleicht, wenn auch nicht in Rußland, so doch in der Ukraine auch von Oester reich-tzlngarn erfolgen könne, die Lage lindern und klären werde und daß man imstande sein werde, den traurigen Zuständen bald ein Ende zu machen. Ausdehnung der Landsturmpflicht i« De, sterreich. Dias österreichische Abgeordnetenhaus r hät beschlossen, dem Wehrausschuß eine vier,, wöchige Frist für die Berichterstattung über die kaiserliche Verordnung vom 1. Wai 1915, betreffend die Ausdehnung der Landsturmpslicht auf 42- bis 50jähttge zu setzen. Vorher fand eine Besprechung des Ministerpräsidenten und des Landesverteidigungsministers mit den Parteivertretern über diese Frage statt. ────────── Letzte Posten. i 2*e U^Bootsbeute im Januar. WTB. Berlin, 21. Februar. (Amtlich.) Im Monat Januar sind durch, kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte insgesamt 682 000 PruttoMegister-Tonnen des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschifftz-j räumes vernichtet worden. Damit beläuft sich das Ergebnis des ersten Jahves uneingeschränkt, ten U-Bootskrieges auf , 9590000 Brutto Megister-Tonne«. Der Chef des Admiralstabes der Marine. ' 1 Neue U-Bootscrfolge. I WTB. B erlin, 22. Februar. (Amtlich.) Ter unermüdlichen Tätigkeit unserer U-Boote fielen an der englischen Westküste letzthin 5 Dampfer und 2 Segler zum Opfer, darunter der bewaffnete englische Dampfer "Mexiko Cith", 5078 Tonnen, der englische Dampfer "Sophie" und ein etwa 5000 Tonnen großer Dampfer an-; scheinend vom Einheitsthlp. Tie beiden Segler waren Zweimastschooner, der eine englischer, der andere französischer Nationalität mit Na­ men "Matte Madelaine". Eines der U-Boote W außerdem zwei bewaffnete englische Fracht­ dampfer durch Artilletteseuer beschädigt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Präsidentenwahl und Berfassungsrevision in Pottugal. II Havas meldet aus Lissabon: Tie Minister beschlossen, binnen kurzem zur Wahl des Präsi-, denten der Republik zu schreiten. Dieser wird gleichzeitig Abgeordnete und Senatoren mit be- sonderen Vollmachten zur Revision der Versassung auswählen. v. Kühlmann nach Rumänien abgereist. WTB. Berlin, 21. Februar. (Amtlich.) Staatssekretär v. Kühlmann begibt sich heule abends über Wien nach Bukarest. Der Friedensvertrag mit der Ukraine. B e r l i n, 21. Febr. Tie Annähme des Fttedensvertrages mit der Ukraine und des Zusatzvertrages im Hauptausschusse des Reichs­ tages erfolgte gegen 2 Stimmen der unabhän­ gigen Sozialdemokraten und in Abwesenheit der Polen. - : Berlin, 21. Febr. Im wetteren Verlaufe der heuttgen Sitzung nahm der Hauptausschuß des Reichstages auch den Zusatzvertrag zum Friedensvertrag mit der ukrainischen Volks­ republik an. Berlin, 21. Febr. Ter Hauptausschuß des Reichstages beriet die wirtschaftliche Sejihe des Friedensvertrages mit der ukrainischen Volksrepublik. Exzellen,. Körner erläuterte die einschlägigen Bestimmungen. Ter Vertrag läßt für einen engeren wirtschaftlichen Zusammen­ schluß mit Oesterreich freie Hand. Ter Aus­ tausch von landwittschaftlichen und' Industries len Erzeugnissen zwischen Deutschland und der Ukraine sollen durch Zentralstellen unter staat­ licher Kontrolle und unter Mitwirkung ge­ mischter Kommissionen erfolgen. Tie Vertre­ ter der Ukraine waren nicht in der Lage, genaue Angaben über die in ihrem Lande liegenden Lebensmittelmengen zu machen. Es dürften aber dort erhebliche Mengen vorhanden sein. An gutem. Willen, sie zu liefern, fehlt es den Ukrainern nicht, anderseits huben sie Bedarf an landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten. Unterstaatssekretär Tr. Göppert gab Auskunft über die Organisation der erwähnten Zentral­ stellen. Tie Ausfuhr von Getreide wird mög­ lichst gefördert und zu diesem Zwecke die Aus­ nahme des Schiffsverkehres auf dem Schwarzen Meere nach Beseitigung der Minen tnZ Aussicht genommen. ^Hierauf gab General Friedttch Auskunft übe? die Aufklärungstätigskett bei den gefangenen Ukrainern. Tie in Frage kommen­ den Ukrainer werden in der Lage sein, daheim die Lügen der Entente und ihre Agitation zu­ rückzuweisen. Berlin, 21. Februar. Ter Hauptaus, schuß des Reichstages erörterte vor der Ab­ stimmung über den Friedensvertrag mit der Ukraine die Frage, ob verfassungsgemäß die Zustimmung des Reichstages zu dem Vertrage in allen seinen Teilen notwendig sei. Mt Aüsnahme der Vertreter der Konservativen und der Teutsch konservativen erklärten sich die Aus­ schußmitglieder für die Zuständigkeit desReichstages. Direktor 'im Auswärtigen Amte Tr. Krieger fühtte aus, praktische Gesichtspunkts h ätten dazu geführt, den ganzen Friedensvertrag dem Reichstage vorzulegen. Es sei kaum angebracht, aus einzelnen Vertragsstellen einen Gesetzentwurf zusammenzustellen und diesen dem Reichstag vorzulegen. Indes soll durch die Vorlage des Friedensvertrages keine Prä­ judiz geschaffen werden, auch nicht in Bezug auf die kaiserlichen Rechte. Tas sei in der Begründung auch zum Ausdruck gebracht wor­ den. Vom Hause Romanow. Amsterdam, 21. Febr. Einem hiesigen Blatte zufolge erfäh,rt die "Times" aus Pe­ tersburg, daß einige russische Großfürsten und Großfürstinnen eine Petitivn an die Regierung der Bolschewiki gesandt haben, in welcher sie das Ersuchen stellen, der Familie des Exzaren zu erlauben, Tobolsk zu verlassen und nach, Frankreich oder England zu gehen. Sie erklä­ ren, daß alle Gerüchte über eine Teilnahme an den Verschwörungen zur Wiederherstellung der Monarchie unrichtig sind und verzichten auf alle Rechte auf den Dhron. Senator Humbert unter Anklage. Paris, 21. Febr. (Privattel.) Nachdem "Tem'ps" wird der Militärgouverneur von $a, ris vom Senat die Ermächtigung zur Verfol­ gung von Charles Humbert verlangen. Tas neue Verlangen wird gestellt wegen Ein- vetttändnis mit dem Feinde, eine Straftat, die dem Mlitärgericht überwiesen werden muß. ────────── Literarisches. _ Georg Wegener. Ter Wall von Eisen und Feuer. Zweiter Teil: Champagne—VerdunSomme. 160 Seiten mit 32 Abbildungen- Leip. zig: F. M Brockhaus 1917. Geh. 1 Marb Das deutsche Buch vom großen Krieg wurde von berufener Seite der erste Teil dijeses Werkes genannt. Ter soeben erscheinende zweiöe tritt ihm würdig an die Seite. Er umfaßt die Me» gettschen Ereignisse vom Sommer 1915 bis ^ungefähr Ende 1916. ‘ Tie Kämpfe in der Chantpagne im Herbst 1916, unser Angriff aus Verdun und die Schlacht an der Somme im, Sommer 1916 bilden die drei gewaltigen Höhe­ punkte die sich durch des Verfassers packende Gestaltungskraft und glänzende Schilderung» kunst zu einem einheitlichen Kriegsdrama zu­ sammenschließen. Kirchcnlalendcr der Erzdiözese MünchenFreising mit einem Stahlstich. 45. Jahrgang 1918. Preis 70 Pfg. Verlag der I. I Lentner-, scheu Buchhandlung, ^München. ────────── Dienstesnachrichten. Innere Verwaltung. Vom 1. März 1918 an wird die nichtetatmäßige Assistentin Maria Brandt in Landshut zur Kan^leiassistentin bei dem Bezirksamt Landshut befördert. ────────── Lokales. Landshut, den 22. Februar —* Ein Opfer seines Krtegsberufes. Ter Hilfsschutzmann Herr Georg Prell, der, wie gestern genxeldet, bei dem Mrsnche, mit seinem Kollegen Baier eine wildgewordene Küh auszuhalten, von dem Ti,ere ja Boden ge­ schleudert wurde, ist gestern nachmittags nach 4 Uhr seinen Verletzungen erlegen, ohne das Bewußtsein wieder erlangt' zu haben. Herr Prell, der im 65. Lebensjahre stand, war frü­ her 12 Jahre bei der Gendarmerie und 28 im Eisenbahndtenst, aus dem er nach 40jähr. Dienstzeit vor 4 Jahren in den Ruhestand trat. Seit 8 Monate nstand er als Hilfsschutzl mann im Dienste der Hiesigen Polizchinspektion und erfüllte seinen Kttegsberuf mit Eifer und Gewissenhäftigkeit. Eine Witwe ünb 6 Kinder stehen trauernd an der Bahre des ge­ liebten, treubesorgten Gatten und Vaters. —* Eine Schuh diebinverhaftet. Ge­ stern wurde durch, die hiesige Schutzmannschast die TaglöhNerin Kreszenz Ktteger v öon Han­ kofen bei Straubing in ihrer hiesigen Wohnung verhaftet. Bei der Haussuchung wurden dort 25 Paar gestohlene Herren- und Tamenschuhe 'gefunden, von denen einige bereits durch ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgefordert wurden. —* Goldankaufswoche. Ueber die Ab^ holung des Gegenwertes für die eingelieferten Wertsachen ist eine Bekanntmachung im Heuti­ gen Anzeigenteil enthalten, auf die wir verwei­ sen. I ’ i —* Dder aus dem Cello künstlerische Darbietungen gab. Der meisterli­ chen Technik gesellte sich virtuose Bogenführung und hingebender Vortrag zu, der einen feit langem hier nicht mehr, gehörten Kunstgenuß schuf. Der jubelnde Beifall zwang den Künstler zu einer Einlage. Aüch der Kongiertsänger Führ. Tänzl von Tra^herg-München, der schon des öfteren hier Proben seines Könnens ab­ legte, erfreute durch eine Reihe Lieder und Balladen, denen er durch den Wohlklang und. . die Kraft seines edlen Baritons und feinabge­ stuften Vortrag hinreißende Darbietung zu ge­ ben wußte. Die Klaviervirtuosin Auguste KroißMünchen schuf beiden Künstlern eine hin­ gebende Begleitung, wußte aber noch mehr durch mehrere Solovorträge zu fesseln, in de­ nen sie ihr Können voll entfalten konnte.Aüch sie, wie der Sänger ernteten reichen Beifall. Ter Damengefangverein brachte unter Herrn Lekäer Lehners kunstsinniger Leitung zwei Lieder von Gretscher zu woUabgestimmtemVor-» trag, wofür die mitwirkenden Damen auch den Dank her Zuhörerschar ernteten .Hier hatte Frau Postverwalter Bartl den Klavierpart übernommen und erfolgreich durchgeführt. Tier Abend mit seinen ' brachtigen Darbietungen brachte allen Anwesenden eine Quelle reinen Genusses, für welche wir dem veranstaltenden Verein zu Tank verpflichtet sind. . * Starke Eingriffe in unsere Viehbestände, so schreibt das Wochenblatt des landw. Vereins, find 'jetzt unvermeidlich! Das Heer braucht Fleisch! Abgesehen von den Kühen, die wegen der ebenso dringenden FMlieferung tunlichst geschont werden müssen und von den Ochsen für die Bestellzeit sowie von ausgesprochem hvchwertigen Luchttieren muß dem Heere zur Verfügung gestellt werden, was .irgend entbehrlich ist. Volle Ställe lassen sich jetzt im Augenblick nicht mehr rechtfertigen. —* Stadttheater. Nachdem das Theater diese Woche infolge anderer Veranstaltungen so in Anspruch genommen wurde, sieht sich die Direktion veranlaßt, die übliche Samstag-, Vorstellung ausfallen zu lassen. Am Sonntag nachmittags geiht die beliebte Operette "Das Treimäderlhaus" über die Bretter; abends fin­ det eine einmalige Aufführung des phantasti» . scheu Sensationsdramas "Ein seltsamer Fall" statt. —* Unsere Pferde draußen an der Front brauchen Heu und S t.r o h! so schreibt das Wochenblatt des LandwirtschaMi-t chen Vereins in feiner eben ausgegebenen Num-, iner. Ter Bedarf ist so stark, daß wir daheim alles tun müssen, um denselben zu decken und zwar sofort und in Mengen, die auch ausgeben. Wohl ist der Rauhfuttervorrat bei- uns ein keineswegs so reichlicher mehr, wie vielfach an­ genommen wird und unsere Lieferpflicht, wie int Landtag betont, auch eine sehr hohe, die fast nicht erfüllt werden kann, aber es gilt jetzt In der Stunde der drohenden Not alle anderen 'Rücksichten, selbst die auf den eigenen Viehstand zurückzustellen. Wir wollen nicht erst mtlttärU sches Eingreifen abwarten, sondern hergeben, was irgend geht, um den kommenden Ereig­ nissen, die die Entscheidung bringen können, keine folgenschweren Hindernisse zu bereiten. —* Frachtgutsperre. Von Donners tag den 21. mit Sonntag den 24. Februar wird der gesamte Frachtstückgut- und Fracht­ gutladungsverkehr im rechtsrh. daher. Binnen­ verkehr gesperrt. Ausgenommen sind Rauhfutter, Vieh. Brennstoff, Düngemittel und die unter Fahrtnummer angeordneten Transporte. Bereits erteilte Genehmigungen sind für diesen Zeitraum ungültig. Eilgutsendungen find richt . behindert. —'* Soziale Fürsorge der Verkehrst Verwaltung. Ein Erlaß des bayerischen Verkehrsministers von Seidlein bestimmt, laut "M. A. Abendztg.", daß die Familien der zu den Zivilformationen des Feldeisenbahndien-, stes abgeordneten Arbeiter der Staatseisen^ bahnverwaltung und ihrer Nebenbetriebje sowie der Post- und Telegraphenverwaltung im Falle der Bedürftigkeit rückwirkend ab 1. Januar 1918 staatliche Zuschüsse erhalten, deren Ge­ währung von der reichstzesetzlichen Familien­ unterstützung unabhängig ist. Diese Zuschüsse betragen für jedes zu berücksichtigende Fami­ lienmitglied 6'Prozent, im Gesamtbeträge je­ doch, mindestens 10 Prozent des vom Arbeiter zuletzt bezogenen Lohnes; die Zuschüsse dürfen 25 Prozent des Lohnes, nicht übersteigen. ────────── Bayerische Nachrichten. Ein scharfes Ainimierverbot. Das stello. Generalkommando hat die Polizeidirektipn ln München ersucht, den Inhabern von Weinwirt-, schäften, Teesalons, Bars und bergt, deren Führung nicht einwandfrei erscheint, mitzu­ teilen, daß die Fälle sich mehren, in denen die Konzession zum Betrieb eines solchen Ge­ schäftes zur Förderung der Völlerei und Un­ zucht mißbraucht wird. Das KrtegsKustandÄgesetz biete die Möglichkeit, solche Betriehe so­ fort zu schließen. Tie Schließung durch das stellv. Generalkommando steht in Zukunft auch allen jenen Wirtschaften bevor, deren Führung und Betrieb in der oben bezeichneten Richtung zu Klagen Anlaß gibt, i » Lernt schweigen! 1 Das Mahnwort "Vorsicht bei Gesprächen", das in der Heimat jedermann, sei er Soldat ober Zivilist, immer wieder eindringlich vor­ gehalten wird, hat in diesem Existenzkämpfe unseres Volkes et ne Bedeutung, die ificht leicht zu übertreiben ist. Ueberall sind wir von Feinden und Spionen umgeben, die jedes un­ vorsichtig gesprochene ober geschriebene Wort gierig auffangen und aus der Fülle der Aeu­ ßerungen Me Kombinationen zu machen wis­ sen. Schlimmer noch als bie Plauderhastigkeit in der Heimat ist das "Verhälten einzelner Teutscher gegenüber dem. neutralen Auslande. Tort, wo sie sich den allergrößten Zwang auf­ erlegen sollten, fühlt sich, mancher gedrängt, sein Herz auszuschütten oder in Briefen unverantwortliche Mitteilungen zu machen. Am häufigsten werden in übertriebenen Schilderun­ gen unsere heimischen Lebens- und, Ernähvüngsverhältnisse besprochen. Es ist selbstoerständlich. daß diese, auch wenn sie von vornher­ ein nicht in unberufene Hände gelangen, unsere Sache und unser Ansehen aufs schwerste schä­ digen. Es ist nachweisbar in zahlreichen Fäl­ len vorgekommen, daß ans Deutschland nach der Schweiz gelangte Briefe maßlos übertrie­ bene Klagen über die LebensmitteLschwierig-> keiten in Deutschland enthielten und daß, die nach der Schweiz reisenden Deutschen die Zu­ stände im Norden und Westen Deutschlands als svhr ungünstig schilderten. Solche Unbedacht­ samkeit leistet der Sache unserer Gegner unbe­ wußt die willkommensten Dienste. Es muß sich doch nach allen Erfahrungen der vergan­ genen Jahre jeder selbst sagen, daß schriftliche oder mündliche Aeußerungen, die ins neutrale Ausland gelangen, unseren Feinden ^leicht in die Hände fallen können, und, wenn sie Un­ günstiges über Deutschland enthalten, von Men geschickt dazu benutzt werden, den schwin­ denden Siegeswillen bei ihren eigenen Völ­ kern" zu stärken. Ein Teutscher, der sich in Wort und Schrift nicht die nötige DiffMEn des Schweigens auferlegt, versündigt sich, ohne es zu wollen, schwer am Vaterlande. Er ver­ längert den Krieg, da er durch seine ansich wohl gar nicht so ernst zu nehmenden Klagen die Hoffnung der Feinde belebt, sie könnten M aussichtsloses Ziel, Deutschland niederzuringen, doch noch zuguterletzt erreichen. > ────────── Zur Goldenen Hochzeit des Königspaares. Tier Dank des KönigspaarvÄ, *• Das am Donnerstag zur Ausgabe gelangte Gesetz- und Verordnungsblatt brachte folgende Tankeskundgebnng des Königs: t "Dem Ernste der Zefi entsprechend haben, die Königin und ich dem Wunsche Ausdruck ge­ geben, es möchte die Feier unserer göldjenen Hochzeit in einfachster Weise begangen und na­ mentlich von größeren Veranstaltungen und der Darbringung von Geschenken abgesehen wer­ den. Diesem Wunsche getreu, haben sich alle, Kreise und Stände des Landes zu einer Feier vereinigt, die im Rühmen, den die Krfegsjahre geschaffen, in überwältigender Weise die Siebte und Treue bekundet, die das bayerische Volk fett Jahrhunderten mit dem Hause der tettvelsbacher verbinden. Das Gepräge des Wohltuns' und der Nächstenliebe, das die Feier trägt, hat M die ganz besondere Weihe gegeben. Mit reichen Mitteln wurden überall Stift tungen und Einrichtungen ins Leben gerufen oder ausgebaut, die das körperliche und geistige Wähl der Bevölkerung, vor allem der Kinder^, _ der Zukunft und Hoffnung des Vaterlandes, fördern werden. Ueber die ungewöhnlich große uns dargebrachte Landesspende haben wir in einer Weise verfügt, die eine erhöhtje Fürsorge für Säuglinge und Kleinkinder sowie für kin­ derreiche Familien verbürgt. Um aber auch unserseits zu bekunden, wie sehr uns die Heb­ ung der durch die schwere Kriegsnot erschütter­ ten Volkskraft am, Herzen liegt, haben wir Zu­ gleich zur Erinnerung an den Tag unserer goldenen Hochzeit aus eigenen Mitteln eine Stiftung errichtet, die würdigen und bedürfti­ gen Brautleuten die Gründung einer Famllie erleichtern soll. I » [ getreu den Ueberlieferungen unseres Hau^ ses in Pflege und Förderung der Kunst haben wir ferner angeordnet, daß uns zur Verfügung stehtende Stiftungsmittel dazu verwendet wer­ den, um in München eine neue Heimstätte der Kunst und des Kunstgewerbes erstehen zu las­ sen. / Weitere uns dargebrachte Spenden sollen einen Grundstock bilden, um den tapferen Söhk nen des Landes, bie sich in den gewaltigen Kämpfen besonders bewährt und die Mitttär-^ Verdienstmedaille, das Ehrenzeichen hervorra­ gender Tapferkeit, erworben haben, einen EHrensold zu sichern, i Mlenthalben wurde in Kirchen- und Schul­ feiern unser in liebevoller Anteilnahme ge­ dacht. Zahllos sind die Glückwünsche, die von nah und fern, durch Wort und Schrift jgns »dar, gebracht worden sind, i . »Tiefer Tank erfüllt uns gegen Gott, der uns aufs neue so herrliche Beweise inniger Liebe und selbstlosen, Gemeinstnns hat schauen lassen. Beglückt und tiefbewegt sagen die Königin und ich allen hochherzigen Spendern, allen, . die durch Kundgebungen in Liebe und Verehr­ ung uns erfreut haben, wärmsten und ausrichttgsten Tank. Unser unablässiges Bemühen, unsere hei^ hen Wünsche gelten auch fernerhin, solange die Vorsehung uns noch wirken läßt, dem Wöhle unserer geliebten Bayern, die seit drei­ einhalb Jahren draußen vor dem Feind und in der Heimat willig und heldenmüttg djje Opssr bringen und die Lasten tragen, die der VernichtungswMe der Gegner heraufbeschworen hat, und im Vertrauen auf Gott und unser Recht aushalten werden, solange das Vaterland es fordert. Möge die Sonne des Friedens, deren erste Sttahlen im Osten bor wenigen Tagen das im­ mer noch dräuende dunkle Gewölk durchbrochen haben, bald siegreich leuchten über den Völkern, möge sie erwärmen uird befruchten, was derKrieg in Reif und 'Frost geschlagen Hat, möge aus Not und Tod neues, dauerndes Leben er­ stehen, zum Heile des deutschen Vaterlandes, zum Segen des teueren Bahernvolkes!" 1 f • München, den 21. Februar 1918. : » ' , | | , i ; | i LUdWig. g ────────── Inserate. ────────── Aus Amerika. ' Qiine nene ziiehe fieitfoné. $er fiiemyort Qeralh tnethet, her $rfis iihent inerhe int Sinngrefsi in her fomtnenhen 233nri)e hon neuent fiber hie %riehen§Iiehingnns gen Qiineriiaf» unh hie @teIIung an hen fiers faifier %eicI)Iiiffen flprecijen.