Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-02-04. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 28, 1918-02-04. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 71 Nummer 034 4. Februar 1918 ────────── Artilleriekämpfe im Westen. Artillcrickämpfc im Weste«. Deutsch-japanische Verhau-lungen? — Der Streit um die Ukraine in Brest-Mowsk. Die Opfer -er Fliegerangriffe auf Lon-on un- Paris. -™ Ein großes englisches Kriegsschiff ge­ sunken. — Avflauen -es Streikes. ────────── Der deutsche Bericht. ’ ! WTB. Berlin, den 2. Februar 19181 i Gon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. K«r 1. GeneratquartteLMeMv^ Nudendorff. WTB. Berlin, 2. Februar. Aimtlichcr Abendbcricht: Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. WTB. Berlin, den 8. Februar 1918. lßxwfae Hrmvtmtarrter.i V»« L k'iAe* MrleKsststMMMtl««. »ss Tstzer«. An der flandrischen Front kam es nach­ mittags zwischen betn Houthvulsterwalde und der Lhs zu lebhaftem Artilleriekampf. ' ! . Auch in der Gegend von Lens, beider­ seits der Scarpe und westliche von Cambrai lebte die Feuertätigkeit zeitweilig aus. ! ! 1 Bei Wonch) wurde ein starker ErkundungsVorstoß der Engländer abgewiesen. Krout des imttfdK* Är#«)NrtW». und •iitmee des Ge»eralfcldm«rschaNS Herz«« Albrecht »o* Württember«. Am Oise—Uisnekanal ließen die Fran'•'(« bei einem gescheieterten Unternehinen Ge­ fangene in unserer Hand. Längs der Wllette, im Mschnitt von Reims, aus den Maashöhen und am Hart­ mannsweilerkops vielfach Artillerietätigkcht. Unsere Infanterie brachte von Erkundun­ gen auf dem Ostufer der Maas und nördlich von BadonviUers einige Gefangene zurück. lFtalteuißcher Kriegsschauplatz. Lebhafte Feuerkämpfe aus der Hochfläche von Asiago. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. L Smtralettosfieswttiex , &vbt mhortt 9 WTB. Berlin, 3. Februar. Amtliche« Mendbericht: , Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. ────────── Bericht des Admiralstabes. N-Bootserfotge an der englischen Küste. WTB. Berlin, 2 Februar. (Amtlich).) Dicht unter der englischen Ostküste wurden durch unsere Unterseeboote Bei, starker Bewach| ung und Gegenwirkung kürzlich sechs Dampfer I sowie der englische Schlepper "Tesira" mit 2 f Motorleichtern versenkt. Tie Dampfe« waren | fast durchwegs tief beladen, einer von ihnen I mit Holz. Ter Chef des Admiralstabes der Mm,-ine. ────────── gen Verhandlungen zwirschen dem Vierbund und Rußland beenden wird, bestätigt werden. Äer Ministerpräsident wiede»..holte die schichte der Verhandlungen unter bei: festen ^Öffnung ,daß die Verhandlungen schließlich M einem Sonderfrieden mit Rußland führen werden. Bei Besprechung der Va.teidigung der bulgarischen Interessen auf der Konferenz in BrefViLttowsk erklärte Radoslawow, daß die bulgarischen Ansprüche einen wesentliihenPunkt des Programms der verbündeten StaatenOe-i ftÄreich,Ungarns und Deutschlands bilden.Bulgocrien kennt die Rolle, die ihm zufällt. Es weiß, auch daß es in diesem Bündnis noch Interessen gibt, die anders sind, als die sei­ nen, daß folglich das Kriegsende nicht nur von seinem Willen abhängt. — Tie Rede des Mi-, nksterpräsidenten wurde Pom Hause beifälligst ausgenommen. Nach der Rede Radoslawow die auf alle Abgeordneten einen ausgezeichneten Eindruck machte, ergrifefn alte Fühl er der Op-, positionsgruppen das Wort, um den rückhaltlos sen Beitritt ihrer F»:aktionen zu dem von der Regierung vorgetragenen Programm der na-, tionalen Einigung auszusprechen. Die Kriegszielpolitik der Entcute-Arbniter. Rotterdam, 3. Febr. Ter "Manche­ ster Guardian" teilt mit, daß die französischen Socialisten jetzt das Programm der englischen Arbeiterpartei chls geeignete Grundlage für ein gemeinsames Friedensprogramin angenowwen haben, da es das wichtige Problem der Volksab-; stkmmimg für Elsaß-Lothringen in sich schließt. Tie Arbeiter aus den Ententeländern wei:den am 20. Februar einen Kongreß abhalten. Ter Erfolg dieser Konferenz toirb davon abhängen, ob auch die Arbeiter der ande«:en kriegsühren-^ den Länder sich anschließen. Ties könne nur geschehen, wenn man .sich gegenseitig Opfer änferl?ge. Man werde von England und Deutschland perlangen, einige besetzte Gebiete auszugeben und in Frankreich darauf hinzlnwirken versuchen, daß hie Frage von Elsaß-, Lothringen entschieden werde, wie die französi­ schen Minderheitssozialisten es gutgeheißen ha­ ben. Jede Nation müsse etwas von ihren Wünschen und ihrem Stolz aufgeben. j ! Angebliche Versöhnlichkeit der Entente gegen­ über Desterreich-Nngarn. Berlin, 3. Febr. TeM Schweizer P«*eßTelegraph zufolge, werden in der Schweiz«: Kriegspresse ernste Befürchtungen laut wegen der Zunahme der Versöhnlichkeit, die Eng-i land, Frankreich und die Vereinigten Staaten gegenüber Oesterreich-sUngM:p zeigten, dem sie außerordentlich günstige Friedensbedingungtzn aus Kosten Italiens anzubieten beabsichtigen, um seine Friedensneigung zu fördern. ────────── Aus Rußland. * VolflchewÄi-fUmtriebe in »er Ukraine. Ter Rotterdamsche Courant läßt sich aus Stockholm über die Machenschaften der So-; wiets in der Ukraine berichten: Der Kongreß der ukrainischen Sowjets wurde dm.ch die Bol-> fchewiki in einer Weise chnberusen, daß sie sicher waren, die Mehrheit zu erhalten. So hatte z. B. die Stadt Poltawa mit ihren 00 000 Einwohnern das Recht, 7 Abgeordnete dorthin zu schicken, während der übrigeTeil des Gouvernements, das beinhalt, Millionen Einwohner zählt, nur 4 Abgeordnete schicken durfte. Tie Stadt Tschernigvw durfte eben-; falls 7 Abgeordnete ernennen, obwohl sie nur 30 000 Einwohner zählt. Ter übrige Teil des Gouvernements erhielt das Recht 4 Abgeordne-,' te zu schicken. Nur auf wiederholte Proteste der ukrainischen Organisation ging man zu der ehrlichen und richtigen Art der Verteilung über. Das Resultat war, daß die Ukraine nicht mehr durch die Bolschewiki, sondern buc$, die Ukrainer vertreten wird. Auf dem Kongreß selber wurden dann auch nur 5 vom Hundert Stimmen erzielt, nämlich 124 von 2500 Teil-, nehmen. Um ihre Haltung zu retten, verließen die Bolschewiki den Kongreß demonstrativ, nachdem sie einen Protest gegen die Verletz­ ung ihrer Organifattonsmethode eingereicht hatten und den Kongreß für ungesetzlich er­ klärt hatten. Tiefer Protest, welche,: von be* kannten demagogischen Phrasen strotzt, wur­ de nur von 124 Bolschewtkis unterzeichnet.' die insgesamt nur 49 Arbeiter- und Soldaten­ räte vertraten. Nachdem sie den Kongreß ver­ lassen habe», veschlosien die Boljschewiki, such selber zum ukrainischen 'Kongreß zu «-klären. Sie reisten zu diesem Zweck nach Charkow, wo sie sich sicherer fühlten als in Kiew und hielten eine Versammlung ab, der sie feier­ lich den Namen "Groß Ukrainischer Kongreß der Arbeiter-, Soldaten- und Bau« nrSte" ga-' ben. Sie ernannten einen Vorstand und be­ haupteten, daß dieser die einzige gesetzmäßig^ Regierungskörperschaft sei. Tie Regierung m Petersburg schickte ein Glückwunschtelegramm an diese neue Regierung. Die Petersburger* Telegraphenagentur telegraphierte einen Be-, richt darüber in alle Wett. i i ────────── Die Friedensverhandlungen. In Bresi-Litowsk füllte der Streit um die Selbständigkeit der Ukraine die Verhandlungen vom letzten Frei­ tag. Während die Vertrete»: der Rada die völ­ lige Unabhäniggkeit der Ukraine proklamierten, sich als die Vertreter des uü:aini sehen Volkes bezeichneten und den Russen vorwarfen, das Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völ­ ker nur zu dem Zweck proklamie»:t zu haben, um desto entschiedener dieses Prinzip in seiner praktischen Durchführung zu bekämpfen, be­ haupteten ytc öotojefoertrdter bei: Ukraine, daß ihre Organisation die Macht im Lande häbe und daher nur sie verhandlungsbei-echtigt sei. Eine Einigung ist noch nicht errett. ────────── Der Krieg mit Italien. ' 2«s italienische Freiwilligen-Korps. Nach der römischen Tribuna hat die Re­ gierung den von verschiedenen Seiten geäußer­ ten Verlangen nach Bildung eines FreiwilligenHeeres von Garibaldinern zu entspechen be­ schlossen. Zum Oberkomimanoierenden der neu­ en Lruppvn ist Pepprno Garibaldi, der Sohn Ricciotti Garibaldis und Onkel Giuseppe Gjari-> baldis ausersehen. ────────── Der Krieg mit England. Englands Absichten mit den baltischen i Provinzen. Tie "Kölnische Zeitung" meldet aus Ber­ lin: Wie in gut unterrichteten Kreisen ve»:lau-. tet, soll England die Bildung eines nordischen Bundes anstreben, der aus den skandinavischen Ländern, Finnland und den baltischen Provin­ zen bestehen soll. Einer Ausdehnung des deut­ schen Einflusses in den baltischen Provinzen steht England absolut feindlich gegenüber, da es hierdurch eine Bedrohung feiner, Einfuhr nach Rußland und der Ausfuhr von dort nach Eng­ land befürchtet, die fast ausschließlich über die baltischen Häfen ging. Zum Schutze seiner Interessen hat England enge Beziehungen zu esthnischen und lettischen Kreisen angeknüpft, mit deren Hilfe es dem deutschen Einfluß in den baltischen Provinzen entgegenarbeitet. Im Zusammenhang mit biefe'ir: Vorgehen steht das Bestreben, möglichst viel Grund und Boden in den baltischen Provinzen in englischen Be­ sitz zu bringen. i ────────── Aus neutralen Ländern. ' Svanic» Meldet ft*. ^ Tie Köln. Ztg. meldet aus Maorid unterm 28. Januar: Hertlings, Czernins und Kühl-, manns Friedensreden geben der Eorrespong bencto Militär Anlaß, nochmals auf dieRückgabe von Gibraltar an Spanien hinzuweisen. Spanien müsse von dem Verbände die Versiche-i rung der Rückgabe oder eine offene Ablehnung I erzwingen und darnach sein Verhalten ein-, richten. Auch eine Neuordnung der Kolonien fei für Spanien als ein Auswandererland wichh tig. — Des Debats schreibt zu den Frieoensreden der Mitrelmächte: Nur die unauf, ichtigr Kriegswerbearbett des Ve»:bandes sei Schuld an der Fortsetzung des Krieges, abe»: ihre Heu-, chelei könne niemanden mehr täuschen. —Tie Tribuna verzeichnet ,ähnliche Aeußerungen. — ────────── Japan im Kriege. Jäpün und Almerika. Genf, 3. Febr. Trotz der Erklärung aus Washington, daß vorerst nur Lebensrnittel und Kohlen anstatt Soldaten nach Europa beför­ dert werden sollen, meldet die Armee-Ausgabe der "Chicago Tribune", daß die Vereinigten Staaten militärisch gewaltig weijterrüsten. Einerseits wird behauptet, dies 'geschehe, um desto wirksamer int Jähre 1919 aus dem europä­ ischen Kriegs schaulplatz einzugreifen, aber an­ derseits wird der wähtze Grund für die Rüstun­ gen aus die immer drohender we» dende ja­ panische Gefahr zurückgeführt. Peinliches Alussehen in Amerika verur­ sachte jüngst die Meldung uns Tokio, daß ein Tutzend amerikanische Zeitungsberichterstattev verhaftet wurde und aus Jäpan ausgewiesen worden ist, weil sie berichteten, daß der Effek­ tivbestand des japanischen Heeres innerhalb dieses Jahres aus 25 anstatt 13 Armeekorps gebracht werde. I ────────── Aus Rumänien. r Vertretung Rumäniens in Rußland. Rumänien hat, wie Pettt Parisien bestich-; tet, die Petersburger frnzüsische Botschaft mit der Wahrung seiner Jnte»:essen in Rußland beauftragt. ────────── Aus Amerika. 2tas Schicksal der beschlagnahmte» 6#ffe. I Von den beschlagnahmten deutschen sen sollen nach einer "Matin"-jMeldung aus Newhork 16, darunter "Leviathan", Frankreich erreicht haben. Ter Gesamttonnengehalt bee_ derzeit für amerikanische Rechnung verwen­ deten deutschen Schisse wird aus eine halbe Million angegeben, ©eit dem 1. Februar 1917 feien insgesamt 60 amerikanische Schiffe mstt 171601 Tonnen versentt worden. ────────── Aus Südamerika. Brasilien Im Kriege. Hävas meldet aus Rio de Janeiro: Zu den zwischen dem Minister des Aeußern Mil» Pecanher und Arthur Peel übe»: die Beteilig­ ung Der brasilianischen Flotte am Kriege ge­ wechselten Noten schreibt das Journal deEommercio: Brasilien ist fest entschlossen, zu han­ deln. Es wird Flieger nach England schicken und sich durch Kreuzer und To» pedobootszer-' störn* beteiligen. ────────── giesischen Kolonien und anderer fremd« Be­ sitzungen einschließen würde, und gab der Hoff­ nung Ausdruck, daß Henderson diesen Vorschlag ohne Witwissen der englischen Regierung ge­ macht habe. Ter Präsident der kgl. Geogtraphi-, schen Gesellschaft, Sir Thomas Holdieh, er­ klärte in seiner Antwort vom 17. November 1917, daß die Gesellschaft dem Vorschlag keine ernste Bedeutung beimesse, da Henderson ihn nach seinem Austritt aus der Negierung ge­ macht habe. Holdieh fährt fort: Tie Gesell­ schaft glaube nicht, daß in England irgend eine ernsthafte Absicht zugunsten seines Planes be­ stehe. Tie Gründung eines solchen Interna-^ tionalen Staates würde praktisch die Uebergäbe aller tropischen Kolonien nicht nur Englands und Portugals, sondern auch Italiens und Frankreichs einschließen. Italien habe seit mehr als einer Generation schwere Opfer für seine Besitzungen in Afrika gebracht. Frank­ reich würde gewiß nicht ohne sichreren KaiNps sein schwarzes Indien herausgeben. Ein sol­ cher Verlust könnte ihm durch einen sieg»eichen Feind, aber nicht durch seine treuen Verbün­ deten auferlegt werden. Te Vasconelle sagt in seinem Dankschreiben, der Brief sei in Por­ tugal gut ausgenommen worden. 1 ────────── Der Luftkrieg. Me Luftangriffe ans Paris. Tie Pariser Blätter bringen die Artikel über den deutschen Lnstangrisf mit Riesen-! Ueberschristen. Alle Angaben lassen erkennen, daß mehrere Bomben auf die Innenstadt und die Boulevards fielen, wo, außerordentlich« Sachschaden entstand. Untergrundbahnstätio nen wurden zerstört. An vielen Stellen sah es wie auf einem Schlachtfelde aus. Ein Abwehr­ slugzeug wurde im Luftkampf beschädigt nnd landete auf dem Place de la Concorde, Sach-' schaden anrichtend. Ter Führ« ist sftjwerverwundet. Mehrere Lagerhäuser mit Leinwandmtb Tuchvorräten wurden durch die Bomben in Brand gesetzt und zerstört. In bet: Umgeb­ ung von Paris sind die Zerstörungen noch grö­ ßer. Tie Häuser wurden von den ca. 100 Kilo schweren Bomben oft bis zum Ttelfer durchs geschlagen. ────────── Tages-Uebersicht. Versorgung Luxemburgs mit deutschem Brotgetreide. Ter luxemburgische Staatsmi-, nister Kaufmann teilte in der luxemburgischen Kammer mit, Deutschland wolle Luxemburg bis zur neuen Ernte mit Brotgetreide versor­ gen, wogegen Luxemburg sich verpflichtet, als Kompensation Kleesamen zu liefern. Tie Nach­ richt rief große Bestsedigung hervor, weil Luxemburg nur noch für wenige Wochen mit Brotgetreide versorgt war und eine Hungers-, not unvermeidliche schien. 1 ! Eine spanische Kabinettskrise. Nach Ma­ drider Meldungen sind Gerüchte verbreitet, daß der spanische Ministerpräsident Garcia Pkheto mit Rücksicht aus die Schwierigkeiten in der Lebensmittelversorgung zurücktraten werde. Tie AUsregung unter der spanischen Bevölkerung soll im Wachsen begriffen sein. Aus Bilbao Ferrol und Valencia werden Unrulhen gemel­ det. Tie Lage ist sehr ernst, i — — —- fc- i i "Tie Teutschen können nur durch |2iewf|^te be­ siegt werden!" Vor 1900 Jahren hat ein römisch« Schrift­ steller dieses harte Wort ausgesprochen. Er hatte Recht und hat noch heute Rejchit. > Hermann der Cherusker wurde durch Teutsche verraten und Deutschland an Rom ausgeliefert. Im dreißigjährigen Kriege brand­ schatzten die Russen Berlin, drangen die Frau-, zosen bis nach Thüringen vor, weil wieder einmal Teutsche Deutsche bekämpften. Sieben Jahre konnte Napoleon Teutsch land ttt Fe ft seln halten, weil ein großer Teil der Teutschen sich auf seine Seite schlug. I Und heute? Tie Feinde haben die alte Wahrheit wohlerkannt, daß sie uns nicht be­ siegen können; darum versuchen sie es mit dem alten Mittel der deutschen Uneinigkeit. Darum Hetzen Flugblätter feindlicher Agenten die Massen zum Streik auf. Leider finden sie bei urteilslosen Menschen Glauben, wenn sie ihnen vorreden, daß dadurch der Krieg zu be­ endigen fei. Er wird durch den Streik nicht beendigt, sondern nur verlängert, denn die Av-> beiter Englands und 'Frankreichs stehen heute noch hinter den Raublzielen ihrer Regierungen, deretwegen der Weltkrieg entfesselt wurde. Un­ sere "Feinde schöpfen neuen Mut aus der Hofft nung auf eine Revolution in Deutschland, die unsere Soldaten an der Front wehrlos machen soll. Wer jetzt streikt, macht sich mitschuldig an der Verlängerung des Krseges, macht sich mit­ schuldig am Blut unserer Brüder, das um-, sonst geflossen ist, wenn es den Gegnern ge­ lingt, einem ohnmächtigen Deutschland seine Raubziele zu diktieren! | Tie Behauptung der Feinde und man­ cher Teutschen, wir verhinderten den Frieden, ist unwahr. Wir haben den Gegnern zwei Friedeusangebote gemacht, beide wurden mitHohn zurückgewiesen. Wir haben in BresftLitowsk erklärt, daß wir zu allgemeinen Friede ns Ver­ handlungen bereit wären. Tie Entente hat die­ ses Angebot überhaupt nicht beachtet. Solange die Arbeitermassen Englands und Frankreichs ihre Regierungen nicht zwingen, von ihren Gcoberungsabsichten abzulassen, gibt es nur ein Btittel zum Frieden zu kommen: ihn mit un­ seren Waffen zu erzwingen! Teutsche können nur durch Deutliche be­ siegt werden. Unsere Feinde wissen das. Rieft leicht werden auch die, die glauben, daß sie die deutsche Arbeiterschaft zum Frieden führen, er­ kennen, daß auch sie Einflüssen aus Paris, Petersburg, London unterliegen — nicht ab« deutschen Arbeiter zu einem Frieden fflfjren, der deren Existenz sichert. ────────── Der Streik im Reiche. dürste heute säst überall beendet sein, j Ulan rechnet mit einer allgemeinen Wiederaufnahm me der Arbeit am heutigen Tage. Ter Reichs­ kanzler empftng am Samstag Die Reichstags­ abgeordneten Evert, Haase, Leoebour und Schei­ demann. Auch in München wurde die Wieder­ aufnahme der Arbeit am heutigen Tage be­ schlossen. Damit kann eine Bewegung als be­ endet gelten, deren Verderblichkett nicht nw von allen bürgerlichen Kreisen, sondern auch, von dem größten Teile der Arbeiterschaft selbst erkannt und mißbilligt wurde. Wie sehr dies gerechtserttgt war, geht aus den Meldungen des Auslands hervor, nach denen die Bewe­ gung bereits in London bekannt war, ehe sie überhaupt zum Ausbruch, kam. Ties, wie auch die anfangs anonyme Streikleitung und die vielen nichtarbeitenden, meist ausländischen Hetzer, dürfte am deutlichsten zeigen, wv die Drahtzieher sitzen, denen ein Teil der deutschen Arbeiter zum Schaden des Vaterlandes auf den Leim gegangen ist. j , Me englischen Arbeiter und der Streit | : in Deutschland. j Unter der Ueberschesft "Verlaßt Euch nicht aus die englische Arbeiterschaft" gibt die Jnternattonale Korrespondenz Darlegungen des Kopenhagener sozialdemokratischen Parteiblat­ tes wieder. Sie gipfeln in dem Satze, daß jede Friedensbewegung der englischen Arbeiterschast unterbleibe, sobald sie einem Teutsche land gegenüberstünde, das durch innere Kämpfe geschwächt sei und das zu besiegen leijcht er­ scheine . u i i Mr Streik — Englands Hoffnung. I Tiie gesamte englische Presse gibt sich' der festen HosfNung hin, daß die Arbeiter die deut­ sche Regierung zwingen werden, unter jed« Bedingung den Frieden mit den Ententemäch­ ten zu suchen, worauf dann diese in der Lage sein würden, ihre Friedensbedingungen zu dik­ tieren. Einige Blätter verweisen aus.die un­ leugbare Tatsache, daß durch das ANssDiden Rußlands als militärischer Fattor die miUtärische Lage eine gefährliche Wendung zu­ gunsten der Mittelmächte erfahren habe, daß jedoch die drohende Gefahr durch die «evo­ lutionäre Haltung der deutschen Arbeit« schaßt beseitigt erscheine. I | . ────────── Wo der Nebel wallt, wo die Woge braust.. Ich grüßp dich, mein Friesenpolk, Wo noch Manneskrast und Freiheit haust. Wieder stockte der Geistliche. Hatte der neue Herr ihm wirklich ein Zei? chen gemacht zu schweigen? 1 Er hatte es doch so gut gemeint mit ben 1 weinenden Frauen. Freilich, nun war es ihm selber, als hätte er die Worte nicht «echt ge­ wählt. / Verwirrt senkte « den Kops auf die Bibel. Las-tt uns beten! Mn Schluchhjen ging durch die Reihen der Weiber, die betend aus den Knien lagen, und manche Träne tropfte scheu jn die Bärte der friesischen Männer, welche die Hände un­ geschickt über "bie Brust gefaltet hielten und auf den Sarg starrten, d« die letzte Hülle des Herrn vom Gorlingshos ba«g, der so gut zu ihnen gewesen, wie ein Freund, ein Bruder. Wie würde wohl der neue Her« sein, der da so kalt, so herrisch stand und keinen Blick für die zitternde Witwe hatte, die jetzt ohn­ mächtig zusamtmlenzubrechen drohte, als unter Orgelklang die Träger nahten, um den Sarg ,hinauszutragen auf seinen letzten Weg. j Junge Schisser waren es, zwölf an der jZahl, helläugig und blond, standen sie wie- Die Nebelfrau. ' Recken der Vorzeit und hüben feierlich den j®otg mit dem Blnlmjen- und Palwenschwuck empor. ‘ Es war, als wollte die junge Frau, die noch immer alm Boden kniete, verzweifelt den Sarg seschalten, als wollte sie ihn nicht her­ geben für diese letzte, unerbittliche Reise, aber da fühlte sie sich plötzlich emporgehoben. Ein starker Arm hielt sie aufrecht, i Stützen Sie sich ans nkich, flüsterte ihr eine Stimme zu, wir müssen gehen. i Entsetzt sahen ein Paar tiefblaue, ver­ weinte Augen zu dem Grasen Randolt aus. Mit einem leisen Schrei fuhr die Wlitwe zuxrück, und ehe sie selber wußte, wie es geschah', hatte sie sich von dem neuen Herrn abgewandt und ihren Arm in den eines großen, blonden Mannes gelegt, der ihr zunächst stand und der nun etwas verwirrt und «schreckt in das toten­ blasse Gesicht blickte, aber doch sofort ihren , Arm beruhigend an sich zog. i So schritt die Witwe des Grasen Marnar Randolt am Arm eines fremden Mannes, der nicht zu ihrer Familie gehörte, hinter dem Sarge des Gatten her. Ihre Fing« umschloß sen fest das zitternde Händchen ihrer Kindes. , ■ (Fortsetzung folgt) . * - Roman von Annh Wothe. 4] sRach druck verboten.) Wir aber alle, die wir ihn geliebt haben, der nun von uns gegangen, die wir sein reichesLeben mitgelebt haben,denen er einFrcund ein Wohltäter, ein Berater selbst da noch irrn;, als bitteres Leid in den Gorlingshos einkehrte, und er unter der Last, die Gott ihm auserlegte, fast zusammenbrach, wir haben alle ein heiliges Vermächtnis von ihm ejmpsangen: Sein Weib und seine Kinder und btfc alte Mutter, denen niemand, auch der neue Herr nicht, die Heimat ganz nehmen kann, die sollen nach wie vor die unsern sein. Wir wollen sie stützen und halten, die Frauen vom alten Friesenstam,mv, die Frauen vom Gorlingshos, von dem feit Jahrhunderten so stolz der Freiheit Fahne wehte. Wir wollen sie reich machen durch unsere Liebe, unsere Treue, uns«e Sorge, wenn man ihnen sonst auch alles nimlmt. Sie sollen immer die unsern sein, die beim Manne das Teuerste auf Erden waren, d« einst so stolz mit Euch im Feuer der Jugend sang: Ich grüße dich, mein Friesenland, ────────── Bayerische Nachrichten. f WntsteripMsßdeMt von Stinbl sprach in der Abgeordnetenkammer ajm 'Freitag nochmals zu der Kriegszielfrage und führte hierbei u. aaus: Im Hauptausschusfe des Reichstages ist hinreichend Klarheit geschaffen worden, was die Reichsleitung und die Mehrheit der Volks­ vertretung in der Friedensztelfrage will. Ter Vorwurf ist nicht berechtigt, wenn man jetzt sagt: Wir trauen dem, was der Reichskantzj ler gesagt hat, im einzelnen doch; nicht. Ueber die belgische Frage und die besetzten Gebiete hat der Reichskanzler gesagt: Tie belgische Fra­ ge gehört zu dem Komplex der Fragen, deren Einzielheiten durch die Kriegs- und FriedensVerhandlungen zu ordnen sind. Gegen diesen. Satz kann ein berechtigter Widerspruch wohl nicht ausgesprochen werden. (Lebhafte Zu-! sttmmung rechts und in der Mitte.) Ich glaube nicht, daß wir von vornherein alles preis­ geben können in einem Moment, so unsere Feinde noch Forderungen stellen, die an den Lebensnotwendfgkeiten des deutschen Volkes rühren.(Stürmische Zustimmung). Das wäre eine falsche Diplomatie l Nicht annexiontzsttsthje Bestrebungen, Gewaltfriede und Sekretsriede sind das Ziel der Reichsleitung, sie wßll nur den Bestand des Reiches sichern gegen Ueber-, fälle, wie wir sie erlitten haben. MH bitte, doch nicht immer Mißtrauen zu hegen, sondern Ver­ trauen ! Man dürfe nicht alle möglichen Punkte und Beschwerden mit der jetzigen Streikbewe­ gung in Verbindung bringen. Zu den Sozialde­ mokraten gewendet, sagte der Ministerpuäsidenr: Ich daNke Ihnen, wenn Sie iem die Führung in die Hand genommen haben und ich hoffe, daß dadurch die Bewegung in ruhige Bahnen gelenkt und der Ausstand baldmöglichst zU Ende gebracht wird. Me Stceikoorgcrnge, insbesondere in Berlin, sind eine helle Freude für das Ausland. Auf innerpolitischem Ge­ biet wird alles geschehen, um die Zusagen der Reichsleitung zu erfüllen. Me Warnung, die Polizei möge nicht nervW werden, hat mein vollkommenes Einverständnis. Aber ich bitte auch auf der anderen Seite keine Nervosität. (Lebh. Beifall.) ' AIs 8. Opfer des Schleißheimer Zugsun­ glücks ist nunmehr auch die 52jährrge Gütlers-> {ton Marie Weiß von Eglhausen gestorben. I Site Prüfung für deW mittleren Staats­ und Gemeiürdeverwaltungsdicnst wird voraus­ sichtlich am 20. September ds. Jrs. bei der schwäbischen Kreisregierung in Augsburg und bei der pfälzischen in Speyer abgehalten wer­ den. ────────── Niederbayerische Nachrichten. ! Paffa«, den 2. Febr. (Tie alte Unsitte), Petroleum ins offene Feuer zu schüten, for­ derte hier zwei Opfer. Ein 25jäh,;iges Mädchen wollte mit Petroleum Feuer anmachen. Tie Petroleumkanne explodierte und setzte dieKleider der am Herde stehenden Mutter undToch-' ter in Brand. Während die Tochter mit schwe­ ren Verletzungen davonkam, erlag die Mutter im Krankenhaus den erlittenen Brandwuirden. ' [ '[ 'M Plättling, 3. Febr. (Tödlicher Unfall.) Ge-, stern früh gegen 1 Uhr touicbe im hiesigen Bahnhöfe der Postaushelfer Rupert Haims-l beim Verbringen eines beladenen zweirädrigen Postwagen über die Gleise von einem Rangier-, zuge überfahren und getötet. ; j ────────── —* Die Lbkirpaurstiftung, resp. dseen Zinsengenuß,, wurde wieder der stüheren lang­ jährigen Ladnerin des Kaufhauses Oberpau,,-, gtl. Magdalena Wagenhuber überwiesen. —* Um Verlängerung der heu, igen Dheatersaison bis 1. War suchte Herr Thzektor T» Quedenseldt bei dem Stadtmagistrate nach, da neuer £,~iem, Das bisher als Saisonschluß Mit, schon führ früh Mit. Ter Magistigt er» ttcrte sich damit einverstanden, wenn für die Teuer der Verlängerung an den stöbt. Etat feine neuen Anforderungen mehr herantreten. —* Der Herkules Brmnbeeger aus Mün-, «hen will am Sonntag, 10. Febr., im Leidererfttalc hier eine krastkünstlerische Voi.slellung, Leben. Ter Magistrat gab hier!zu in seiner letz-' ter: Sitzung die Genehmigung. r~* Wohnungsnot. Ter Verein der Ziegeleibesitzer hatte angeregt, daß, die Bauersche Ziegelei in Kumhausen wieder betriebsfähig gemacht werde. Das Kriegsamt lehnte Dies ab. Nun hat der Magistrat däs gleiche An-, suchen gestellt. Hierlzu wurde in der letzten Magistratssitzung betont, daß die Staatsregier-, jung das grüßte Interesse daran habe, nachdem sie auch darauf dringe, daß der Wohnungsnot abgeholfen werden solle. Ter Magistrat setze daher alles Vertrauen in die K. Stats«.egier° ring, daß die Ziegelei jetzt zur Eröffnung ge­ langen könne, um die Ziegel zu erzeugen, die tzum Baue der hiesigen Wohnungen notwendig sind. Es rvnne Dem Magistrat nicht Zugemutet werden, daß' er seine Ziegel von Ergoldsbach »der sonstwoher beziehe, umso mehr als auch die TranÄportnot eine weitere Belastung un­ serer Transportmittel verbiete. Herr M-^R!. Kohlndorfer erklärte hierbei, daß sich das Han­ delsgremium bereits vor 3 Wochen in bei;, gleichen Angelegenheit an das Kriegsamt ge­ wandt habe, vis jetzt aber auch! ohne Antwort sei. —* ZurDult, falls diese wieder abgehalten werden sollte, erbat der |$8ei.ein reisender Schau­ steller die Wiederzulassung beim hiesigen Ma­ gistrat. In der letzten Sitzung wurde darauf hingewiesen, daß der seinerzeitige Beschluß der Nichtabhaltung der Tult auf die Schwierig-, feit der Lebensmittelversorgung zwöckzusüh-, ren gewesen sei. Ta diese Schwierigkeiten aber heute noch unvermindert bestehen, nach einem Gutachten der Lebensmittelstelle vor allem das Frühjahr neue Schwierigkeiten bringt, beschloß der Magistrat, die Frühjahrsdult nicht abzu­ halten. Für die Herbstdult soll seinerzeit erst Beschluß gefaßt werden. Tiefer Beschluß wurde auch durch ein Gutajchsten Des Stadtbauamtes hervorgerufen, das den Mangel an Arbeits- Fräste« zur Ausstellung der Tultstönde betone te. Herr Gersteneckerz fügte noch an, daß die stark gestiegenen Holzpreise audj hier von Einfluß seien und ev. zu einer VerdoppeLung der Gebühren führen Mißten, was wohl nicht im Sinne der Antragsteller liege. 1 — "saugringsfürsorge. Es hat sich als notwendig herausgestellt, daß auch hier eine Säuglingsstatton errichtet wird und zwai; tn der Krippenanstalt. Vom Mallersdo»;fer Mutterhaus ist bereits eine hierzu geeignete Schwester zur Verfügung gestellt worden, die bereits Erfahrung in der Säuglingspflege hat. Nach einem Gutachten des Herrn Bezirksarztes wird es aber noch nötig sein, daß die Schwester einen mehrwöchigen Kurs in einem Säuglings­ heim durch macht. Tie Kosten hierfür, wie für die Einrichtung des Heims soll die <3toMge,=; mci'nde tragen. Ter Magistrat beschloß, das Stadtbauamt soll im Beneh!men hüt dem Herrn Bezirksarzt einen genauen Kostenvoranschlag ausstellen. Hierbei wurde auch betont, daß die Säuglingssürsorge heute eine der ersten For-> ────────── Inserate. ────────── Bekanntmachung. Betreff: Verkehr mit Fett. Es wird hiermit bekanntgegeben, baß für die lausende Woche für eine abgelieferte Marke 60 Gramm Fett (ein drittel Margarine and zwei drittel Mer) zur Verteilung getan«en sönnen. Der Fettanteil Hi? Februar ist bis Donners­ tag he» 7. Februar c in den einschlägigen Ge­ schäften abzuliefern. L a n d s h u t, den 2. Februar 1918. Stadtmagiftrat Landshut. Marschall. 232 ────────── Während der Zeit vom 3.—10. Februar lfd. Js. findet in Bayern eine Gold- und Juwelen-Ankaufswoche statt, wobei der volle Wert vergütet wird. Hierorts wird in genannter Woche eine Haussammlung durch Vertrauensleute veranstaltet. Ferner nimmt jederzeit Gold gegen Ersatz des vollen Wertes entgegen die Juwelen- und Goldankaufsstelle, Bayerische Veremsbankfiliale Landshut, Neustadt 514, während der üblichen Schalterstunden und während der Goldankaufswoche auch an den beiden Sonntagen den 3. und 10. Februar vormittags von 9—1 Uhr. ^ " Möge jeder dem Vaterland gegenüber seine Pflicht ersüllen und sein Gold gegen Ersatzldes vollen Wertes abliefern. " 'gPatetrfanö Braucht es jum Siegs und %um Avis Herr! Landshut, am 31. Januar 1818. Der WeitMsWß -er Gol-an-Nssstelle. Bekanntmachung. ────────── Die Heeresberichte.