Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-03-05. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 51, 1918-03-05. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Der deutsche Bericht. Me Heeresberichte. Ser r«W Laicht. Brotzes Hauptquartier: > > «eWlich-r He»*«*!. H« Master». i und äfroiet Pt* steutseve« KroMrstche». ■ Mne eigene Sturmabteilung drang an der Mer in die feindlichen Linien und nahm eine ÄvUchl Belgier gefangen. > Starkem Feuer folgten an mehreren Stel­ ln der flandrischen Front englische Vorstöße. Sie wurden abgewiesen. Im übrigen blieb die Gefechtstätigkeft aus Artillerie- und Mnenkämpse in einzelnen Ab­ schnitten beschränkt. , •imee Pt* Genera lfc Id «larschalls Herzog Aldreätt von Württemberg. Aus den östlichen Maashähen war die fran­ zösische Artillerie und MineuwerfertäÄgkcht K.itweise lebhaft. Bei ttemeren Unternehmungen nördlich vom Rhein—Marne-Kanal, westlich von Blamvnt und südlich von Metzera wurden 27 Gefangene eingebracht. | DrsttiGer ürie«#!1*e. Infolge Unterzeichnung des Friedensver­ trages mit Rußland wurden gestern die mili­ tärischen Bewegungen in Großrußland einge- I stellt. > Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts neues. Der 1. GeneralqrrartiermeMeiM Ludend or,f. * WTB. Berlin, den 4. März. Amtlicher Mtendbericht: Don den Kriegsschauplätzen nichts Neuetz. Tis SlnmÄnot haben unsere WaffeuMIl» staudsbedinMngen angc-nammcn. ────────── MW des AdiirsWer. Stmc U-Bootsrrfolge. WTB. Berlin, den 3. Mäch. (Amtlich.) Ter unermüdlichen Tätigkit unserer Unter­ seeboote fielen im Aermelkanal und an ber Osttüste Englands. wiederum 22 000 Tonnen chandelsschiffsraumes zum Opfer. ! Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische Tampfer "Huntsmore" (3000 Tonnen )unb ein beladener englischer Dampfer von über 5000 Tonnen. Zwei Tankdampfer I vergleichlichen Truppen in wenigen Tagen ihre von 5000 und 3000 Tonnen und ein englischer ? Aufgabe glänzend gelüst. Es waltete der alte bewaffneter Frachtdampfer wurden mit Ladung & Angriffsgeist in ihnen. Truppen aller deut- Bericht des Admiralstabes. aus starker feindlicher Sicherung herausgeschos­ sen. ^ Der Chef des Admiralstabes der Marine, i ■ Wtewe N-BastSseßolge. i ! Berlin, 3. März. Eines unserer Unter» fseebovte, Kommandant Oberleutnant z. S. Launburg, hat im westlichen Mittelmeer sechs Dampfer und einen Segler von zusammen mindestens 24 000 Brutto-Register-Tonnen ver: senkt. Tie Dampfer wurden zum größten Teil aus stark gesicherten Geleitzügen herausge­ schossen. Unter den versenkten Schiffen befan­ den sich: Ter wahrscheinlich englische Dampfer JSim&tiet", 3905 Tonnen, sowie der frühere russische Dampfer "Empreß Eikaterina", 5549 Tonnen. Außerdem hat bas U-Boot den eng« lischen Transporter "Sardinia", 6580 Tonnen« durch einen Torpedotreffer schwer beschädigt uno einer U-BootssaUe int Arttllerregesecht drei Treffer beigebracht. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. ────────── Der österr.-ung. Bericht. Ser östnr.-W. BE !-' WTB. Wien, den 4. März, mittags. — Amtlich wird gemeldet: > : ! An der italienischen Front keine besonde­ ren Ereignisse. , _ i i In Podolien schreiten die Operationen er­ folgreich vonvärts An Beute wurden bisher über 770 Geschütze, über 1200 Maschinenge­ wehre und wettere große Mengen an Kriegs­ material aller Art eingebracht. i D« Chef des Generalstabs. ────────── k scheu Stämme wetteiferten an Zähigkeit und Ausdauer. In unauchaltsamen Tagesmärschen auf schlechten Wegen, in Eis unk Schnee gaben sie ihr äußerstes her. ' Ter I4tägige Siegeszug im Osten, reich an großen Anstrengungen und Entbehrungen, aber auch reich an Erfolgen wird ein Ruhmes­ blatt in der Geschichte des deutschen Heeres bleiben, i 1 Allen Führern, allen Truppen spreche Ich Meinen und des Vaterlandes Dank aus. s Gott helfe weiter! f Wilhelm I. R. Kundgebung in der bayerischen Aibgeordncteukßmmrr. ' München, 4. Mäv>. Präsident v. Fuchs gedachte zu Beginn der Sitzung am 'Tiensrag | nachmittags des Friedensschlusses mit Rußland, | indem er ausführte: Von, Osten ist die ho-ch| erfreuliche Nachricht getomnkn, daß gestern ber 1 Friede mit Rußland uurcrzeichnet worden ist; I ein außerordentlicher Erfolg der glänzenden £ Führung, der heldenmütigen Tapferkeit und I Ausdauer sowie der herrlichen Siege unserer | deutschen Heere und der^Truppen unserer trelNI en Verbündeten. Tank gegen Gott, Dank allen, I die diesen glücklichen Abschluß uns errungen | haben, ist das erste und tiefste Gefühl, das i uns alle beseelt. Damit verbindet sich ein I hoffnungsfroher Blick in die Zukunft, der uns | glücklichen Fortgang bereits eingeleiteter wei$ terer Verhandlungen und bald einen ehrenvolI len Frieden mit unseren übrigen Feinden brm1 gen möge, j ! 2ikS Alchfsrs rank. : WTB. Berlin, den 4. März. (Amtlich.) ! Der Kaiser sandte an den Oberbefehlsha­ ber-Ost folgendes Telegramm: Sr. K. Hoheit Generalfeldmarschall Prinz! Leopold von Bayern! In dreieindritteljährigem Ringen hat die deutsche Armee im Verein mit unseren treuen Verbündeten den in erdrückender Ub hermacht unser Land bedrohenden riffsischen Heeren Halt geboten. In gewaltigen Schlachten wurde der Feind geschlagen und in bas Innere seines Lan­ des zurückgeworfen. Tie Schläge der verbünde­ ten Heere führten die Zersetzung des russischen Heeres herbei. Am ©nbe des vorigen Jahres senkte der einst mächtige Gegner im Osten zum erstenmale die Waffen. Aber noch einmal muß­ te Ich Mein tapferes Oscheer zum Kampfe ru­ fen, um den von der russischen Regierung auf dem Wege der Verhandlungen verweigerten Frieden mit dem Schwerte zu erkämpfen. Unter Deiner Führung haben Meine unMW des AdiirsWer. Stmc U-Bootsrrfolge. WTB. Berlin, den 3. Mäch. (Amtlich.) Ter unermüdlichen Tätigkit unserer Unter­ seeboote fielen im Aermelkanal und an ber Osttüste Englands. wiederum 22 000 Tonnen chandelsschiffsraumes zum Opfer. ! Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische Tampfer "Huntsmore" (3000 Tonnen )unb ein beladener englischer Dampfer von über 5000 Tonnen. Zwei Tankdampfer I vergleichlichen Truppen in wenigen Tagen ihre von 5000 und 3000 Tonnen und ein englischer ? Aufgabe glänzend gelüst. Es waltete der alte bewaffneter Frachtdampfer wurden mit Ladung & Angriffsgeist in ihnen. Truppen aller deut- ────────── Vom westlichen Kriegsschauplatz. ────────── Aus Rußland. AUS RützlM. (sine Rrpnbfi? Archangelsk von Englands Gnaden^ Nach verschiedenen Meldungen t rächten die Errgliinder aus Stadt und Bezirk Archangelsk eine eigene Republik zu gründen. Tie Versuche der Bolschewik, die Arbeiter und Matrosen bort Archangelsk für ihre Sache zu gewinnen scheiterten. Es liegen ständig einige englische rKiegsschiffe im Hasen Zn der Stadt herrscht ziemliche Ordnung. i - Frankreich in Rußland. . Tie französischen Konsulate in Rußland biersehen bis auf weiteres ihre Aimtsge sch äste. vorläufig ist noch keine neutrale Macht zum tÄhutze der franzpsischeu Interessen inRußlljand ausersehen worden. Man erwartet die ßLvrschläge des aus der Heimfahrt begriffenen Botschafters Nvulens. , Tier französische Botschafter abgereist. Par is, 4. März. Noulens und dasPer-< sonal der Botschaft sowie die alliierten Mis­ sionen haben Petersburg verlassen und sich nach Helsingsors begeben. Abschaffung der Religionslehrer in i RnWanb. Eine Verfügung des Kommissars für Un­ terricht schafft die Stellen der RePgionsleh-, ■ rer sämtlicher Konfessionen fn Rußland ab. Zurnckßtehnng der rnffischeu Truppen aß»s ; Finnland und der Ukraine. Tie "Times" meldet aus Petersburg: Die regulären russischen Truppen in Finnland und in der Ukraine werden laut einem Armeebefehl Kehlen kos innerhalb der nächsten acht Tage zurückgezogen. | Finnlands Freiheitskampf. Aus Finnland. Aus Stockholm wird berichtet: Auf Aaland herrscht nach dortigen Meldungen nunmehr völ­ lige Ruhe. Etwa 100 polnische Soldaten der dvrfigen Garnison, die aus dem max-tmalisfijschen Heeresverbande auGutreten wünschten, wurden deswegen von den Maximalisten mit Erschießen bedroht und haben sich unter den Schutz der schwedischen Schisse gestellt. Wie nach Stockholm gemeldet wird, stellte General Mannevheim den mit seinem Reste von Mannschaften durch das schwedische Militär auf Aaland entwaffneten und über Schweden nach Tornea transportierten Befehlshaber der fin­ nischen Garden wegen befehlswidriger Räu­ mung Aalands vor ein Kriegsgericht.— Nach einem Telegramm aus Seniajoki, dem Haupts quartier General Mannerheims, gelang es den Weißen Garden^ die Eisenbahn Björnsberg— Tantmersfoers abzuschneiden und Björnsberg einzuschließen. Obwohl sich Die Roten Garden stark verschanzt haben, wird der Fall Björns-«« bergs, der auch die Eroberung des Hafens Maenthlnoto bedeutet, nur eine Frage weniger Tage sein. Aus Livland, Kurland und Esthland. Tie Beute int Hasen von Rrvat. Berlin, 4. März. Tie Beure an Fahr­ zeugen im Hafen von Reval ist nicht allzu groß gewesen. Sie betrug u. a. acht alte Un­ terseeboote, drei gebrauchsfähige Tampser in der Grüße von 1200 bis 2000 Tonnen, zwei kleine Eisbrecher, mehrere leichte Schlepper,^ drei Prahme mit Munition, außerdem Unter­ seeboots-Netzmaterial in großen Mengen. Tie übrigen Schiffe haben wahrscheinlich rechtzei­ tig noch versucht, nach Helsingsors zu gelangen, dürften aber im Eis stecken geblieben sein. Aus der Ukraine. Ttie 6ktreibe»orritte in ber Ukraine. Nach einer Mitteilung des Ukrainischen Telegraphenbureaus betragen die Gietreidevorväte allein in der Provinz! Cherson über 80 ────────── Finnlands Freiheitskampf. AUS RützlM. (sine Rrpnbfi? Archangelsk von Englands Gnaden^ Nach verschiedenen Meldungen t rächten die Errgliinder aus Stadt und Bezirk Archangelsk eine eigene Republik zu gründen. Tie Versuche der Bolschewik, die Arbeiter und Matrosen bort Archangelsk für ihre Sache zu gewinnen scheiterten. Es liegen ständig einige englische rKiegsschiffe im Hasen Zn der Stadt herrscht ziemliche Ordnung. i - Frankreich in Rußland. . Tie französischen Konsulate in Rußland biersehen bis auf weiteres ihre Aimtsge sch äste. vorläufig ist noch keine neutrale Macht zum tÄhutze der franzpsischeu Interessen inRußlljand ausersehen worden. Man erwartet die ßLvrschläge des aus der Heimfahrt begriffenen Botschafters Nvulens. , Tier französische Botschafter abgereist. Par is, 4. März. Noulens und dasPer-< sonal der Botschaft sowie die alliierten Mis­ sionen haben Petersburg verlassen und sich nach Helsingsors begeben. Abschaffung der Religionslehrer in i RnWanb. Eine Verfügung des Kommissars für Un­ terricht schafft die Stellen der RePgionsleh-, ■ rer sämtlicher Konfessionen fn Rußland ab. Zurnckßtehnng der rnffischeu Truppen aß»s ; Finnland und der Ukraine. Tie "Times" meldet aus Petersburg: Die regulären russischen Truppen in Finnland und in der Ukraine werden laut einem Armeebefehl Kehlen kos innerhalb der nächsten acht Tage zurückgezogen. | Finnlands Freiheitskampf. Aus Finnland. Aus Stockholm wird berichtet: Auf Aaland herrscht nach dortigen Meldungen nunmehr völ­ lige Ruhe. Etwa 100 polnische Soldaten der dvrfigen Garnison, die aus dem max-tmalisfijschen Heeresverbande auGutreten wünschten, wurden deswegen von den Maximalisten mit Erschießen bedroht und haben sich unter den Schutz der schwedischen Schisse gestellt. Wie nach Stockholm gemeldet wird, stellte General Mannevheim den mit seinem Reste von Mannschaften durch das schwedische Militär auf Aaland entwaffneten und über Schweden nach Tornea transportierten Befehlshaber der fin­ nischen Garden wegen befehlswidriger Räu­ mung Aalands vor ein Kriegsgericht.— Nach einem Telegramm aus Seniajoki, dem Haupts quartier General Mannerheims, gelang es den Weißen Garden^ die Eisenbahn Björnsberg— Tantmersfoers abzuschneiden und Björnsberg einzuschließen. Obwohl sich Die Roten Garden stark verschanzt haben, wird der Fall Björns-«« bergs, der auch die Eroberung des Hafens Maenthlnoto bedeutet, nur eine Frage weniger Tage sein. Aus Livland, Kurland und Esthland. Tie Beute int Hasen von Rrvat. Berlin, 4. März. Tie Beure an Fahr­ zeugen im Hafen von Reval ist nicht allzu groß gewesen. Sie betrug u. a. acht alte Un­ terseeboote, drei gebrauchsfähige Tampser in der Grüße von 1200 bis 2000 Tonnen, zwei kleine Eisbrecher, mehrere leichte Schlepper,^ drei Prahme mit Munition, außerdem Unter­ seeboots-Netzmaterial in großen Mengen. Tie übrigen Schiffe haben wahrscheinlich rechtzei­ tig noch versucht, nach Helsingsors zu gelangen, dürften aber im Eis stecken geblieben sein. Aus der Ukraine. Ttie 6ktreibe»orritte in ber Ukraine. Nach einer Mitteilung des Ukrainischen Telegraphenbureaus betragen die Gietreidevorväte allein in der Provinz! Cherson über 80 ────────── Aus Livland, Kurland und Esthland. AUS RützlM. (sine Rrpnbfi? Archangelsk von Englands Gnaden^ Nach verschiedenen Meldungen t rächten die Errgliinder aus Stadt und Bezirk Archangelsk eine eigene Republik zu gründen. Tie Versuche der Bolschewik, die Arbeiter und Matrosen bort Archangelsk für ihre Sache zu gewinnen scheiterten. Es liegen ständig einige englische rKiegsschiffe im Hasen Zn der Stadt herrscht ziemliche Ordnung. i - Frankreich in Rußland. . Tie französischen Konsulate in Rußland biersehen bis auf weiteres ihre Aimtsge sch äste. vorläufig ist noch keine neutrale Macht zum tÄhutze der franzpsischeu Interessen inRußlljand ausersehen worden. Man erwartet die ßLvrschläge des aus der Heimfahrt begriffenen Botschafters Nvulens. , Tier französische Botschafter abgereist. Par is, 4. März. Noulens und dasPer-< sonal der Botschaft sowie die alliierten Mis­ sionen haben Petersburg verlassen und sich nach Helsingsors begeben. Abschaffung der Religionslehrer in i RnWanb. Eine Verfügung des Kommissars für Un­ terricht schafft die Stellen der RePgionsleh-, ■ rer sämtlicher Konfessionen fn Rußland ab. Zurnckßtehnng der rnffischeu Truppen aß»s ; Finnland und der Ukraine. Tie "Times" meldet aus Petersburg: Die regulären russischen Truppen in Finnland und in der Ukraine werden laut einem Armeebefehl Kehlen kos innerhalb der nächsten acht Tage zurückgezogen. | Finnlands Freiheitskampf. Aus Finnland. Aus Stockholm wird berichtet: Auf Aaland herrscht nach dortigen Meldungen nunmehr völ­ lige Ruhe. Etwa 100 polnische Soldaten der dvrfigen Garnison, die aus dem max-tmalisfijschen Heeresverbande auGutreten wünschten, wurden deswegen von den Maximalisten mit Erschießen bedroht und haben sich unter den Schutz der schwedischen Schisse gestellt. Wie nach Stockholm gemeldet wird, stellte General Mannevheim den mit seinem Reste von Mannschaften durch das schwedische Militär auf Aaland entwaffneten und über Schweden nach Tornea transportierten Befehlshaber der fin­ nischen Garden wegen befehlswidriger Räu­ mung Aalands vor ein Kriegsgericht.— Nach einem Telegramm aus Seniajoki, dem Haupts quartier General Mannerheims, gelang es den Weißen Garden^ die Eisenbahn Björnsberg— Tantmersfoers abzuschneiden und Björnsberg einzuschließen. Obwohl sich Die Roten Garden stark verschanzt haben, wird der Fall Björns-«« bergs, der auch die Eroberung des Hafens Maenthlnoto bedeutet, nur eine Frage weniger Tage sein. Aus Livland, Kurland und Esthland. Tie Beute int Hasen von Rrvat. Berlin, 4. März. Tie Beure an Fahr­ zeugen im Hafen von Reval ist nicht allzu groß gewesen. Sie betrug u. a. acht alte Un­ terseeboote, drei gebrauchsfähige Tampser in der Grüße von 1200 bis 2000 Tonnen, zwei kleine Eisbrecher, mehrere leichte Schlepper,^ drei Prahme mit Munition, außerdem Unter­ seeboots-Netzmaterial in großen Mengen. Tie übrigen Schiffe haben wahrscheinlich rechtzei­ tig noch versucht, nach Helsingsors zu gelangen, dürften aber im Eis stecken geblieben sein. Aus der Ukraine. Ttie 6ktreibe»orritte in ber Ukraine. Nach einer Mitteilung des Ukrainischen Telegraphenbureaus betragen die Gietreidevorväte allein in der Provinz! Cherson über 80 ────────── Aus der Ukraine. AUS RützlM. (sine Rrpnbfi? Archangelsk von Englands Gnaden^ Nach verschiedenen Meldungen t rächten die Errgliinder aus Stadt und Bezirk Archangelsk eine eigene Republik zu gründen. Tie Versuche der Bolschewik, die Arbeiter und Matrosen bort Archangelsk für ihre Sache zu gewinnen scheiterten. Es liegen ständig einige englische rKiegsschiffe im Hasen Zn der Stadt herrscht ziemliche Ordnung. i - Frankreich in Rußland. . Tie französischen Konsulate in Rußland biersehen bis auf weiteres ihre Aimtsge sch äste. vorläufig ist noch keine neutrale Macht zum tÄhutze der franzpsischeu Interessen inRußlljand ausersehen worden. Man erwartet die ßLvrschläge des aus der Heimfahrt begriffenen Botschafters Nvulens. , Tier französische Botschafter abgereist. Par is, 4. März. Noulens und dasPer-< sonal der Botschaft sowie die alliierten Mis­ sionen haben Petersburg verlassen und sich nach Helsingsors begeben. Abschaffung der Religionslehrer in i RnWanb. Eine Verfügung des Kommissars für Un­ terricht schafft die Stellen der RePgionsleh-, ■ rer sämtlicher Konfessionen fn Rußland ab. Zurnckßtehnng der rnffischeu Truppen aß»s ; Finnland und der Ukraine. Tie "Times" meldet aus Petersburg: Die regulären russischen Truppen in Finnland und in der Ukraine werden laut einem Armeebefehl Kehlen kos innerhalb der nächsten acht Tage zurückgezogen. | Finnlands Freiheitskampf. Aus Finnland. Aus Stockholm wird berichtet: Auf Aaland herrscht nach dortigen Meldungen nunmehr völ­ lige Ruhe. Etwa 100 polnische Soldaten der dvrfigen Garnison, die aus dem max-tmalisfijschen Heeresverbande auGutreten wünschten, wurden deswegen von den Maximalisten mit Erschießen bedroht und haben sich unter den Schutz der schwedischen Schisse gestellt. Wie nach Stockholm gemeldet wird, stellte General Mannevheim den mit seinem Reste von Mannschaften durch das schwedische Militär auf Aaland entwaffneten und über Schweden nach Tornea transportierten Befehlshaber der fin­ nischen Garden wegen befehlswidriger Räu­ mung Aalands vor ein Kriegsgericht.— Nach einem Telegramm aus Seniajoki, dem Haupts quartier General Mannerheims, gelang es den Weißen Garden^ die Eisenbahn Björnsberg— Tantmersfoers abzuschneiden und Björnsberg einzuschließen. Obwohl sich Die Roten Garden stark verschanzt haben, wird der Fall Björns-«« bergs, der auch die Eroberung des Hafens Maenthlnoto bedeutet, nur eine Frage weniger Tage sein. Aus Livland, Kurland und Esthland. Tie Beute int Hasen von Rrvat. Berlin, 4. März. Tie Beure an Fahr­ zeugen im Hafen von Reval ist nicht allzu groß gewesen. Sie betrug u. a. acht alte Un­ terseeboote, drei gebrauchsfähige Tampser in der Grüße von 1200 bis 2000 Tonnen, zwei kleine Eisbrecher, mehrere leichte Schlepper,^ drei Prahme mit Munition, außerdem Unter­ seeboots-Netzmaterial in großen Mengen. Tie übrigen Schiffe haben wahrscheinlich rechtzei­ tig noch versucht, nach Helsingsors zu gelangen, dürften aber im Eis stecken geblieben sein. Aus der Ukraine. Ttie 6ktreibe»orritte in ber Ukraine. Nach einer Mitteilung des Ukrainischen Telegraphenbureaus betragen die Gietreidevorväte allein in der Provinz! Cherson über 80 ebenfalls sehr bedeutend. Man schätzt die treidemengen in der ganzen Ukraine auf min­ destens einige hundert Millionen Pud. / '' Pole»» gegen Ukrainer. Tom ukrainischen Blatte "Dielo" zufolge Dämpften die Polen in Kiew auf der Seilte der Bolschewik gegen die Ukrainer. > Millionen Pud. Tie in den anderen Provinzen iftd) gegen Peking neigt, um e$n Kompromiß der Ukraine verfügbaren Getreide-Vorräte sind f zu erzwingen .Stach den letzten Berichten wird ────────── Die Friedensverhandlungen. Vertrag ohne Prüfung der verschiedenen Klauseln zu unterzeichnen, da die Teutschen sich weigern ,die militärischen Operationen bis zur Unterzeichnung des Friedensschlusses ein­ zustellen. Tie runmnischen Friedensverhandlungen. ■ Nach Jassyer Meldungen setzt König Ferdi­ nand in General Avareseu volles Vertrauen, ein auskömmliches Verhältnis mit den Nach­ barvölkern zu erreichen und Rumänien wirtjfchastliche Zukunft aus eine solide Grundlage äiu stellen. Ob das Parlament zur Kenntnis­ nahme des Ergebnisses der Friedensverhand­ lungen für Ende des Monates einberufen wird, wird sich im Laufe dieser Woche entscheiden. ; i , Ohne Prüfung der Bedingungen wittere i tzeichnet. 1 Reuter meldet aus Petersburg: Die Füh a r ." r " rer der russischen TelegatiON ielegralphiierten, ^ Sßxeffe erfährt aus Hankau: Britische an Lenin, daß die Telegation beschlossen habe, I Kanonenboote mit britischen Konsularbeamten den Vertrag ohne Prüfung der verschiedenen fuhren den Mangtse hinauf, um mit den Trup- ────────── Japan im Kriege. ftifche Truppen nach Sibirien entsandt wer- s den sollen, da es vorläufig nicht wahrscheinlich sei, daß die Teutschen quer durch Sibirien nach dem fernen Osten vorrücken könnten. Tie in weiter Ferne. Sflflcn in Kriege. i Tie Intervention in Sibirien. ' In Pariser diplomatischen Kreisen verlau­ tet, Wilson mache seine Zustimmung zu der Intervention Japans in Sibirien von der Mit­ wirkung amerikanischer Truppen abhängig,. Aus Peking wird gemeldet, die Lage in Sibi­ rien, wo die Bolschewik deutsche und öster­ reichische Kriegsgefangene bewaffnen, macht die chinesische Regierung sehr besorgt. Ter Unter­ staatssekretär des Krieges ist an Ort und Stelle abgereist, um eine Untersuchung anzustellen. Aüs Stockholm wird berichtet: Tie in den Kämpfen mit den Bolschewitttruppen so schwer betroffene Stadt Irkutsk, die von den Japanern zweifellos als ihr nächstes Ziel nach Wladiwo­ stok ausersehen ist, wimmelt schon jetzt von ja­ panischen Offizieren und verkleideten Solda­ ten. In den von England und Frankreichs unterhaltenen Magazinen befinden sich, große Mengen Munition und Waffen. In den Frtseurläden, die meistens Japanern gehören, wur­ den Bomben und Handgranaten angehäuft. Tie in der Stadt beschäftigten Arbeiter sind durch­ wegs japanische und chinesische Soldaten in Zivil. Tie japanische Intervention. Das Journal de Geneve schreibt zur mög Mfüyren. Tie Aktion des Ministerpräsidenten geschah im Einvernehmen und mit Zustimlichen japanischen Intervention: Es habe den Anschein, als ob dieselbe Bfeit gewissen AMierten auf starken Widerstand stoße. In Japan selbst seien die Ansuchten über die NützlichTeit des militärischen Spazierganges nach Ssibirien geteilt. i Regierung will den Parteien fertige GrnndNach einer Akeldung an das Reutersche z Btze über die Versassungsrevision und die Ver,Bureau aus Osaka sind die dortigen Geschäfts-, l waltungsreform vorlegen. Tiefe Anregung kreise ntchr damit einverstanden, daß japaq ! wutbe von den Obmännern der deutfch-mrtrottttoe Trnvven rtatfi Kibürien entsandt wer- t ualen Parteien und vom Obmann der christlich-svKalen Vereinigung in wärmster Werse unterstützt. Tie deutschen Sozialdemokraten verhalten sich ablehnend. Tie Tschechen und Möglichkeit eines deutschen Unterseeboote — 5 Südslawen ertlctren, daß sie die Anregung Luftangrifses von Wladiwostok her, liege noch % öes Minrstevpväsidenten zur Kenntnis nehmen Mfüyren. Tie Aktion des Ministerpräsidenten geschah im Einvernehmen und mit Zustimlichen japanischen Intervention: Es habe den | muttg der deutschen Parteien. Alle Parteien Anschein, als ob dieselbe Bfeit gewissen AM- | erwarten sich bereit, an der Besprechung teilierten auf starken Widerstand stoße. In Japan | Annehmen. In der ersten gemeinsamen Beselbst seien die Ansuchten über die Nützlich- | 'Brechung entwickelte der Ministerpräsident den Teit des militärischen Spazierganges nach Ssi- 5 Obmännern den Zweck der Konferenz. Tie birien geteilt. i Regierung will den Parteien fertige GrnndNach einer Akeldung an das Reutersche z Btze über die Versassungsrevision und die Ver,Bureau aus Osaka sind die dortigen Geschäfts-, l waltungsreform vorlegen. Tiefe Anregung kreise ntchr damit einverstanden, daß japaq ! wutbe von den Obmännern der deutfch-mrtrottttoe Trnvven rtatfi Kibürien entsandt wer- t ualen Parteien und vom Obmann der christlich-svKalen Vereinigung in wärmster Werse unterstützt. Tie deutschen Sozialdemokraten verhalten sich ablehnend. Tie Tschechen und Möglichkeit eines deutschen Unterseeboote — 5 Südslawen ertlctren, daß sie die Anregung Luftangrifses von Wladiwostok her, liege noch % öes Minrstevpväsidenten zur Kenntnis nehmen ────────── Aus China. Ms WM. Tie inneren Wirren in China. "< Tie Wohnungsnot beleuchtete Minister von Reuter meldet aus Shanghai: Tas polt- | Brettreich in der Abgeordnetenkammer durch fische Turcheinander in CGna wird immer | folgende Ziffern: In Ffiedenszieiten wurden grenzenloser. Szetschuan und Iünnen sin den f in Teutsch land alljährlich ungefähr 350 000 «südlichen Konslitutionafisten in die Hände ge- \ bis 400 000 Wohnungen neu hergestellt, davon fallen während der Rest der Jangtseprovinz- { in Bayern etwa 25 000 bis 30000, während. der Truck der Militärpartei smmer stärkex. Wahrscheinlich wird Präsident Feng Kno /Tschang zum Rücktritt gezwungen werden. Er " ist so gut wie ein Gefangener. Er soll durch den Vormund des Kaisers Hut Schih Tschang ersetzt werden. Es sind auch Gerüchte im Um-, laufe, daß Suanrung zum lebenslänglichenPrä|)ibenten ernannt werden soll. Tie Eifersüchte-s. leien und die Uneinjigkeit unter den süolich'en sStaaten zeigen sich nach Reuter in der Er»! mvrdung des Generals Tschingpituang in Kon­ ton am letzten Dienstag. Tie Revolution in China. Reuter meldet aus Shanghai: Tie chinepen des Südens Vereinbarungen über die Ein­ stellung des Feuerns auf Dämpfer zu treffen. Tie Kanonenboote bliebjen in Sinti, von wo aus eine Abteilung entsandt wurde, um zft un­ terhandeln. Aus diese wurde.gefeuert und sie Dadurch gezwungen, zurückzukehren. Sie melbc;e, stde Verständigung sei unmöglich. 'Es besteht keine Hoffnung, die Sperre tnt oberen Aangtse zu durchbrechen. Auf ein japanisches Kanonenboot oberhalb, Sinti wurde gleichfalls gefeuert. i , Ohne Prüfung der Bedingungen wittere i tzeichnet. 1 Reuter meldet aus Petersburg: Die Füh a r ." r " rer der russischen TelegatiON ielegralphiierten, ^ Sßxeffe erfährt aus Hankau: Britische an Lenin, daß die Telegation beschlossen habe, I Kanonenboote mit britischen Konsularbeamten den Vertrag ohne Prüfung der verschiedenen fuhren den Mangtse hinauf, um mit den TrupMillionen Pud. Tie in den anderen Provinzen iftd) gegen Peking neigt, um e$n Kompromiß der Ukraine verfügbaren Getreide-Vorräte sind f zu erzwingen .Stach den letzten Berichten wird ────────── Aus Amerika. Beschlagnahmtes Vermöge«. 1 Nach der New York Times wurden 850 000 Tvlkrr aus dem Besitze der Gräfin Bernsdorff ^beschlagnahmt, die in Newyorker Banken un­ tergebracht waren. Ter Treuhänder erklärt« das Geld für feindlichen Besitz. ────────── Der Krieg zur See. Her Mie« pt See. Wieder eine OeleiWrg-Katastrophe? In Bergen kamen zwei, in Stavanger ein Dchifs an, die zu einen! zehn Schiffe starken GeleitzNg gehörten, der England am Montag abends verließ und in Per Nähe der norwe­ gischen Küste durch einen heftigen Orkan aus­ einandergetrieben wurde. Ueber die anderen-' Schiffe fehlt jede Nachricht. TWS-AederfiA lSerfassungsreform tu Oesterreich. Minre jsterpväifident von Seidler hat, um die par­ lamentarische Sage der Gesundung entgegen: zuführen, die Frage der Revision der Versas1 sung aufgeworfen. Man will versuchen, eine I,Aussprache der nationalen Gruppen über die Verfassungs- und Verwaltungsresorm heroei- ────────── Tages-Uebersicht. und in ihrem Klub darüber berichten wollen. I Tie Polen schwiegen. I erwarten sich bereit, an der Besprechung teilAnnehmen. In der ersten gemeinsamen Be'Brechung entwickelte der Ministerpräsident den 5 Obmännern den Zweck der Konferenz. Tie birien geteilt. i Regierung will den Parteien fertige GrnndNach einer Akeldung an das Reutersche z Btze über die Versassungsrevision und die Ver l waltungsreform vorlegen. Tiefe Anregung kreise ntchr damit einverstanden, daß japaq ! wutbe von den Obmännern der deutfch-mrtrottttoe Trnvven rtatfi Kibürien entsandt wer- t ualen Parteien und vom Obmann der christlich-svKalen Vereinigung in wärmster Werse unterstützt. Tie deutschen Sozialdemokraten verhalten sich ablehnend. Tie Tschechen und Möglichkeit eines deutschen Unterseeboote — 5 Südslawen ertlctren, daß sie die Anregung Luftangrifses von Wladiwostok her, liege noch % öes Minrstevpväsidenten zur Kenntnis nehmen Her Mie« pt See. Wieder eine OeleiWrg-Katastrophe? In Bergen kamen zwei, in Stavanger ein Dchifs an, die zu einen! zehn Schiffe starken GeleitzNg gehörten, der England am Montag abends verließ und in Per Nähe der norwe­ gischen Küste durch einen heftigen Orkan aus­ einandergetrieben wurde. Ueber die anderen-' Schiffe fehlt jede Nachricht. TWS-AederfiA lSerfassungsreform tu Oesterreich. Minre jsterpväifident von Seidler hat, um die par­ lamentarische Sage der Gesundung entgegen: zuführen, die Frage der Revision der Versas1 sung aufgeworfen. Man will versuchen, eine I,Aussprache der nationalen Gruppen über die Verfassungs- und Verwaltungsresorm heroei- ────────── die Neubautätigkeit in den Städten nOit mehr als 15 000 Einwohnern, die 1914 noch 5372 Neubauten auswies, schon 1915 aus 2025 ge­ sunken war. jgu Anfang des Krieges machte sich, infolge der Auslösung zahlreicher HaushaL, te noch kein Wohnungsmangel bemerkbar. Seit 1916 ist aber ein starker Rückgang an Wohnun­ gen eingetreten, besonders fehlt es an kleineren ' und mittleren Wohnungen, so daß in zahlrei[ chen Städten !zu Notmaßnahmen gegriffen werk bep mußte. Tie Entwicklung der Verhältnisse : nach dem Kriege kann mit Sicherheit noch 'nicht f vorausgesagt werden, da der Bedarf in den I etpgttlnen Städten nicht feststeht. Immerhin ) kann jetzt schon gesagt, werden, daß der Bedarf L an kleinen und' mittleren Wohnungen 'in den - meisten Städten sehr groß 'sein wird und 'daß ' die Abhilfe außerordentliche Schwierigkeiten bietet. Vor allem sind die Zahlreichen kriegs­ getrauten Paare in Bayern, über 20 000 Perso­ nen. unterzubringen. Tausende zurückkehrende Krieger wollen ihren Hausstand gründen. Da­ zu kommen die zahlreichen Ausländsdeutschen und die Albwanderung von großen in kleinere Wohnungen infolge zahlreicher Todesfälle und der stärkeren Belastung durch, die Steuern und die Kriegsteuerung. Ter Bedarf an neuen Wohnungen bis Ende des ersten Friedens­ jahres wird in Deutschland aus'750 000, in den ersten Monaten aus rund '300 000 berechnet, wovon der weitaus, grüßte Teil auf mittlere und Kleinwohnungen ^entfällt. Main—Tvnau-Stromverband. Am 27. u. 28. Februar fanden in Nürnberg unter dem 1 Vorsitze des K. Geheimen-Rates Tr. v. Graß- mattn eingehende Besprechungen des Strom­ beirates des Main—Tonau-Stromverbandes statt. Hieran beteiligten sich neben den bayer. Mintsterialbeamten Vertreter des Rieichswstrtschaftsamtes, des Reich sschatzstmtes, der badijschen Regierung, der bayerischen Städte und Handelskammern, Vertreter von Ossdnbach, Frankfurt, Mainz, Köln, Düsseldorf, der rhei­ nischen Schiffahrt usw. Das bayerische Verkehrtz-ministeriunt gab durch seine technischen Referenten ausführliche Vorlegungen über die bisherigen Ergebnisse der seit-Sommer 1917 mit großem Nachdruck betriebenen staatlichen .Vorarbeiten zur Erstellung des ausführlichen Vorentwurfes für die Großschiffahrtsstraße, die von Aschaffenburg über Nürnberg nach Passau zvr Beförderung von 1200 Tonneii-Schiffen gebaut werden soll. Ueber diese Vorträge fand eine allgemeine Aussprache statt, in der na­ mentlich dasjJnteresse-des Wedrrheins an mög­ lichster Abkürzung der Linie hervortrat. Tie Versammlung war darüber einig, daß die Ent­ scheidung über-die. Linienführung erst dann er­ folgen könne, wenn die technischen unp wirt­ schaftlichen Untersuchungen durchgeführt und alle einschlägigen Verhältnisse klargestelkt sei­ en. Um das Zusammenarbeiten der imVerbanb vereinigten weiten WirÜschaftskreftse zu sichern und seine hervorragenden Kräfte für die beste sachliche Lösung, auch bedeutsamer Einzjelfragen, nutzbar zu machen, wurden nach Vorschlag des Vorsitzenden ein techpischer und ein wirt­ schaftlicher Ausschuß geöüoet,. deren Zusam­ mensetzung und nächste Aufgäben sofort festgefMH .'jt.iioen. Damit ist die Bahn für jachmänniV)e eingehende Arbeit des Verbandes eröff­ net, wofür die bayerische Bau- und Verkehrs: Verwaltung die hauptsächlichen Grundlagen dem Main—Tonau-Strornverband nach. Vertrag zur Verfügung stellt. Ter technische Ausschuß wird sschon in nächster Zeit'in München zusammen­ treten, da über gewisse Grundlagen, für die technische Ausgestaltung der Wasserstraße Eini­ gung erzielt werden Muß, um die sehr erfreulich fortschreitenden Vorarbeiten weiterzuführen. Diese ^Ausschüsse werden sich auch mit der Denk­ schrift der Regensburger Handelskammer be­ fassen. Eine Reihe von Beschlüssen bezog sich auf die innere Verwaltung des Verbandes. Tie Verhandlungen festigten bei allen Mitgliedern' die Ueberzeugung, daß alle Voraussetzungen »für eine sachliche Pvuiung der Verhältnisse, für die «freudige Mitarbeit an der großen Auf­ gabe im Verbände gegeben sind. Tvr Hauptverba nd bayerischer Fmuenvrreine hat Ende Februar unter starker Beteili­ gung seine 4. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Dem Tätigkeitsbericht war zu ent­ nehmen, daß der Hauptverband eine reiche und umfassende Tätigkeit entfaltet hat und auf dem ganzen Gebiete der sozialen Arbeit in erster Linie in der Krtiegssürsorge und duyy Aufklärung weiter Kreise inbezug • aus wirt­ schaftliche Fragen, durch, sein Eintreten für die berufstätigen Frauen und Vertretung der Frauenrechte erfolgreich geteuft hat. Tie Zahl der Mitglieder ist von 20 000 auf 40 000 ge­ stiegen. V <., • Feindliche Spione an der 'Arbeit. Unsere Feinde arbeiten mit allen Mitteln, um ffch Kenntnis von militärischen und wsrtschaftls-. chen Dingen in Deutschland zu verschaffen. Sie mißbrauchen die Namen deutscher Kriegsgefan­ gener zur Korrespondenz mit deutschen Adres­ sen. Selbst ein Tei Iber "echten" Kriegsge­ fangenenbriese ist durch..List, Zwang vder Auf­ hetzung zum feindlichen. Spionagedienst veränlqßt worden. Darin wird unter allerlei, ■ Vorwänden offen oder versteckt nach den ver­ schiedensten militärischen Dingen '(^besonders nach Lage, Einrichtung, Umfang von Kriegsbetrieberl), Verhältnissen der Industrie und des Handels, technischen Einrichtungen und Neuerungen gefragt. Es wird versucht, Zwie­ tracht unter das deutsche Volk zu säen, oder, durch erfundene Abgaben über, ausgezeichnete Gefangenen,behandlung zum .Üeberlaufen zu verlocken. Zur Abwehr derar iger, Zufexst zahl­ reicher und vielartiger Machenschaften Tft es unbedingt notwendig, daß die Empfänger ir­ gendwie verdächtiger Gefangenenbrkefe sie so­ fort dem zuständigen Generalkommando Über­ senden, ohne dem Absender irgend eine, wenn äuch nur verneinende Antwort, zu geben; denn der Feind benützt echte Firckenbogen mit Ori- • ginalunterfchriften und -Stempeln zur Herstel: jung falscher Ausweispapiere für seine Agen­ ten. ────────── MerbMW ftadjridjta Aus betn «total, den 3. März. (Russen und Franzvsen.) In einem Dorfe des Vils!tales sind mehrere kriegsgefangene Russen und Franzvsen beschäftigt. Zwischen diesen kam es bei den gegenwärtigen Jriedensverhandlungen» zN lebhafter; Auseinandersetzungen, in bereit ' Verlauf ein Russe erklärte, "daß er nicht gleich heimgehe, weil er erst alle Franzvsen der Ge­ gend erschlagen müsse." 1 1 Niederbayerische Nachrichten. ────────── Letzte Posten. stoff mehr erhalten haben. Tie Inspektion des militärischen Kpaftsahrwesens, der diese Eingabe vorgelegt wurde, erklärte auf Grund der vorliegenden Kontrollscheine, daß im Moftat Oktober 8, im November 7, im Dezember 11 und im Januar 15 Schwaiger Benzin durch die Firma Max Kohlndorfer erhalten haben. Sollten Schwaiger das verlangte Quantum an Treibstoff nicht erhalten haben, so. dürfte hieran lediglich der Mangel an solchem die Schuld tragen. Alle Monate wurden 200 Kilo Benzin' angefordert. Ter Magistrat beschloß, diese Antwort dem Schwaigerverein mitzutei­ len. . • —* Die Wirtschastsstelle Landshut macht bekannt, daß der Motorpflug der WirtZchaftsstelle evtl, sogar ein zweiter bereits wie­ der in Tätigkeit treten kann. Tie WpÄschaftsjStelle hat' zum Pflug auch noch zwei große Federzähn-Kultivatoren erwerben .können, die in Verbindung mit dem Motor von den Land­ wirten benützt werden können. Abmeldungen toötlep die Interessenten umgehend an die Wirtschastsstelle Landshut richteM 0 —* Kammermusikabend. Ter von der Landshuter Liedertafel am 7. lf. Mts. halb 8 Uhr abends veranstaltete Kammermusikabend des Studenh-Lkuartetts, dem auch ein Landshuter Kind, der Cellist Karl Zimmerer ange­ hört, dürste auf instrumentalem Gebiet wohl weitaus das beste Konzert seit langen Jahren werden. Tie hervorragende Künstlerveretnigung bringt Werke von Haydn, Mozart, ,Spohr und Smetana. Besonders des letzteren Quar-, tett in E-moll "Aus meinem Leben" wird d,ie Zuhörer begeistern und ergreifen zugleich. Ueber den poetischen Inhalt spricht sich der Komponist selbst in einem Briese vom 12. Aprpl 1§78 (also feit einer Zeit, da er sein Gehör bereits einge- büßt hatte) dahin aus, daß er in diesem Quar­ tette s einen Lebenslauf in Tönen versinnbildli­ chen wollte. 1. Satz: Tie Liebe zur Kunst in d«r Jugendzeit, das ungestillte Sehnen nach etwas ■ Unaussprechlichem sowie die Vorahnung'des nähtenden Unheils. 2. Satz: "Quasi Polka" nimmt Btzzug aus die fröhliche Jugendzeit, in welcher Smetana dem Tanzvergnügen leidenschaftlich! huldigte und mit Vorliebe Tänze schrieb. 3. Satz: "Largo s ostenuto." Tie Seligkeit der er­ sten Liebe czn jenem Mädchen, das später des Meisters Gattin wurde. 4. Satz: Tie Erkennt­ nis der nationalen Musik, die Freude über den errungenen Erfolg. Plötzlich das langgedehnte E der viergestrtchenen Oktave, jenes verhängnis­ volle Klingen im Ohre des Komponisten vor seiner Taubhteit. Ein schmerzhaftes Erinnern an die ersten Ansänge seiner Laufbahn, -ein schwacher, Hoffnungsstrahl, endlich die. Er gebung in das unabwendbare Schicksal. -* Kath. Preßv erein. "Von der Schönheit Teutschländs" spricht morgen Mith woch abends 8 Uhr im Leiderersaal der in un­ serer Stadt bekannte Generalkonservator Hterx Tr. Hager aus München. Der große 'Fachmaün aus dem Gebiete der Kunst und die Siebte zum Paterlande, für welches unsere Heldtensöhne so schwere Opfer gebracht, lassen einen zahlrei­ chen. Besuch erwarten. Lichtbilder, von Herrn Tr.Hager ausgewählt und besprochen, geben einen Volksbildungsabend mit hohem und ern­ stem Kunstgenuß. Letzte Posten. Neue U-Bootserfolge. WTB. Berlin,, den 4. Mvz. (Amtlich-!) Neue U-Bootserfolge aus dem nördlichen Kriegsschauplatz: 16 500 Brutto-Register-To. ' Unter den SLiffen befanden sich zwei teert* volle*tiefbeladene Dampfer von 7000 und 5000 Tonnen, die an der Westküste Irlands versenkt wurden. Einer derselben hatte, aus der btesonders schweren Detonation, die dem Torpedotrtesfer folgte, zu schließen, ,eine Munitions­ ladung an Bord. . . Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Finnische Ttelegrerte in Italien. R o m, 4. Märfe. (Agenze Stesani.) Sonnino empfing die sinnländischen Delegierten, die ihm die Proklamation der Unabhängigkeit Finnlands mitteilten. Tie Delegierten werden nach Paris Weiterreisen. j ' Besprechungen über Sibirien. London, 4. März. "Tailhh Mail" mel­ det: Zwischen England/Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika wird über die Lage in Sibirien unterhandelt. Japan nmflht an den Verhandlungen nicht teil. Eine Sowjetversammlung. ! Petersburg, 4. Märfe. (P. T.E) Tter 1 geschäftssührende Hauptausschuß der Sowjet be­ rief für den 12. Märfe nach! Moskau eine außer| ordentliche Versammlung der Sowjets- und Kosäkenabordnungen ein zur Beratung der mit . dem Friedensschluß zusammenhängenden Fra­ gen. Wasa, 3. Märfe. Tie Weiße Garde nahm ' Tie Kämpfe in Finnland. I Sana nach heftigem Kampfe und eroberte 2 ! Maschinengewehre. Tier heftige Kamps dau• ert fort bei Nomki an der Tavastlandsront. \ An der Karelenfront nahmen wir nach! erbit­ tertem Mündigen Kampfe gegen russische Mari­ nesoldaten Heltgans und Märätelä. Bei Pel9 ltnge hält die Weiße 'Garde von Borga seit | eineinhalb Wochen noch ihre.'Stellung trotz I Uebermacht des Feindes. Tier Feind vterlor bisher 200 Mann an Toten. Tie Weiße Garde hatte 6 Tote und 30 Verwundete. ────────── Hausfrauenversammlung. Haussrauenversammlung. Eine Hausfrauenversammlung die von den Hausfrauenabteilungen des kath. Frauenbundes und des Vereins für grauem inreressen einberufen war, fand gestern im Ge­ werbehaussaale statt, der sich! für den starken Andrang als zu klein erwies. Nach! einleiten­ den Referaten der Frau Professor Hillgärtner über Kriegswucher, Kommunaloerband, Lebtensmittelverteilung u. o. und der Frau Professor Hummel über die Zuckersrage, an die sich eine ausgiebige Besprechung schloß, wurde eine Re­ solution gefaßt, die an den Kommunalverband geleitet wird. In dieser wird verlangt: ' 1. Zuziehung der Hausfrauen in die Ver­ teilungsstelle. . i • 2. Oessentltchkeit für Aufklärungen, selbst von Mtßständen, von feite des Kommunalver­ bandes dem Publikum gegenüber. 1 < 3. Gleichmäßige Verteilung der Lebens­ mittel an die hiesigen Geschäfte. 4. Gebechte Regelung der Zuckerverteilung Versorgung mit Süßstoff und Saccharin. Ferner fordert die Resolution von dem Kommunalverband höfliche Beantwortung ev. schriftlicher oder mündlicher Fragen, die rück­ sichtslose Bekanntgabe von Geschäften, die an unberechtigter Ausfuhr beteiligt sind, Herab­ setzung der neuen Kartoffelpreise, Rationier­ ung des Malzkaffee, Herabsetzung des Preises für Kasfeersatz, Kerzenrationierung. r An die K. Regierung von Niederbahyprn soll eine Eingabe gerichtet werden, mit der Bitte um eingehende strenge Kontrolle der Le­ bensmittelverteilung und vor allem um Er­ möglichung der Abgabe der den Konsumenten reichsgesetzlich zustehenden Höchstmengte an Zul­ ker die auch in anderen Städten abgegeben wirft. ' An den Minister v. Brettreich soll eine Eingabe der beiden Frauenvereinte gerichtet werden mit der Bitte um die schärfste Bekäm­ pfung des Kriegswuchers in jeder Form. ' Ueber die reichhaltige Aussprache, die so ziemlich alle Punkte der Lebens mitte (de qot= gung berührte, werden wir noch gesondert be­ richten. ────────── Itlüo vertauscht den Stall mit dem Salon und Mrb die Adüptivnichte einer Gräfin, um WeU§ch ihren geliebten GuM Mhesraten. Damit hat die gräfliche T gnte' die nflt dem Husarenoberst Von Barady auf Männertreue 1jettet ,ihre Wette gewonnen.Ein junges ari­ stokratisches Ehepaar, zwei die sich ebenfalls lieben, sich! aber immer zerkriegen, parßiziHieren mit an dem dürftigen Vorwürfe der Lebrettisten. Eine recht hübsche, melodische Mu­ sik hat Edmund Ehsler, der bekannte Kompo­ nist des "Bruder Straubinger", dazu geschrie­ ben, die wahrlich einer besseren Textunterlage würdig gewesen wäre. Besonders anmutig und ins Gehör gehend klingen die beiden Lflebeslnvtive (Duett Juliska—Aposton und TUett Tina—Geza). Herr Kapellmeister Hirsch lei­ tete den musikalischen Teil mit guter Auffas­ sung und vielem.Verständnisse,' ein intensive­ res Zusammengehen des Orchesters mit den Sängern läßt sich- nur durch entsprechende Or­ chesterproben erreichen, welchem Verlangen aber in der Provichz selten stattgegeben wird. Herr Direktor Dr. Quedenfeldt perlieh seinem Apvston vor allen anderen stimmlichen Reiz und fand in Frl. Miknlska als JulMa-Mary eine vortreffliche humorbegabte Partnerin. Mt Er­ folg bestand Frl. Laschinger erstmals in der Partie der 'I. Sängerin (Tina); ihre stimm­ lichen Mttel geben ihr volle Berechtigung &u diesem Ausstiege und versprechen für sie ein , günstiges Feld. Herrn Bpückners gesangliche Indisposition scheint immer noch nicht beho­ ben, die Pflege der Stimme sollte auch, ihm als vornehme Aufgabe gelten. Im Uebrtgen zeigte sein Baron Geza liebenswürdiges, bontettoantes Leben, von dem ferne angewandten titrieren hielt er 'sich "fast bis zum letzten fffte ziemlich ferne. Das Bauernterzett im drit­ ten Akte war ein Fehlgriff infoferne, als sich, der Siebenbüvger Dialekt nicht von dem oberbayerischen Derben unterscheiden fonnie, hier hätte die Regie auch, ihr Veto einlegen müssen. Das charaktevkomische Fach ist von den Auto­ ren säst charakterernst ausgestaltet worden, Herx Weigel schien begreiflicherweise auch nicht viel Vergnügen daran $u finden, das Gleiche gilt für die Gräfin, die Frl. Robby für "die er­ krankte Frau Fischer übernommen hatte. Eine lachergiebige Tftpe stellte Herr Kaspar in dem semitischen Ir. Kelemen aus die Bühne. Ein beisaflslustiges Publikum hatte das HaUs bis aus das letzte PlWchen desek r und schwelgte In dem Genüsse der Dperettennovität. : Hg. Truck u. Verlag I. F. Rietsch. Verantwortlicher Schriftleiter F. £. Wagner. Beide in Landshut. ────────── Wohltäter. Trotz öfterer Aufforderung rei­ cher Verwandter, bet ihnen seinen 9eben§at(enb zu verbringen, blieb er in unserer Stadt, seiner liebgewordenen zweiten Heimat, in der er auch sterben wollte. Gestern wurde die Leiche in die Heimat überführt. Tie hiesige israelitische Vereinigung und mehrere Freunde gaben dem Sarge das Geleite zur Bahn. i —* Die hiesige Bürgermeiste rstel­ le d ürfte einen zahlreichen Bewer der kreis er­ halten. Wie wir vernehmen, sind bereits 8 Bewerber um dieselbe aufgetreten und zumteil bereits hier vorstellig geworden. Darunter be­ finden sich zwei Bürgermeister' schwäbischer Städte, ein Bürgermeister aus der Oberpfalz! und ein Rechtsrat aus der Oberlpfalz. I —* Musterung. Me gegenwärtig statt­ findende Nachmusterung der Personen des -Be­ urlaubtenstandes, des Landsturms usw. für Landhut-Stadt und Land wirft ab 8. März unterbrachen. Tie auf 6. und 7, März vom K. Bezirkskommando zur Nachmusterung Vor­ geladenen haben den Befehlen noch Folge zu leisten, während die bereits ausgegebenen Ge­ stellungsbefehle für 8. März u.nft später auf­ gehoben werden. Me hiervon Betroffenen er­ halten noch, weitere Befehle vom Btezirkskom-, mando. —* Bei der städt. Sparkasse Laydshut betrugen die Spar- und Scheckeinlagen im Monat Februar 1918 281 543.62 Mark gegen 168 396.07 Mark im gleichen Monat des Jah­ res 19171 f —* Schulfrei erhalten morgen Mittwoch die Schüler der hiesigen Schulen aus Anlaß des Friedensschlusses mit Rußland. Gestern trug unsere Stadt aus dem gleichen Anlaß reichen Fahnenschmuck. Mehrere hiesigen Schu­ len hatten bereits heute schulfrei gegeben. —* Weitere Einschränkung» int Straßenbahn bp trieb!. Me Kriegsamts­ stelle hat angefragt, weshalb bei der hiesigen Straßenbahn noch keine Einschränkungen ge­ troffen seien. Herr Baurat Schiller betonte hierzu m der letzten Sitzung des Magistrats, , daß bei Herausgabe der Verfügung bekannt­ gegeben worden sei, daß über Einschränkung des Strahenbahnbetriedses besonders Verfügun­ gen erlassen werden. Ties sei bis jtetzt nicht geschehen. Eine weitere Einschränkung sei hier auch! nicht veranlaßt gewesen, weil die Straßen­ bahn hier in erster Linie dem Verkehr vom Bahnhof zur Stadt diene uyd infolgedessen eine Fortsetzung des Bahnverkehrs sei. Außer­ dem sei der Verkehr hier ohnedies schwach, da fast nur aflfe Viertelstunden ein Wagen ver­ kehrt. Tie Fahrten dienen hauptsächlich dem Transporte von Reisenden von der Bahn zur Stadt. Bei stärkerer Beschränkung müßten die Reisenden ihr Gepäck auf dem eine halbeStunde betragenden Wege selbst zur Stadt /bringen. Es seien ohnedies bereits mehrere Wagen ge­ strichen. Es sollen aber nochmals sechs Fahr­ ten eingespart werden, so daß der letzte Wagen von Dienstag ab um 9 Uhr 13 Min. abends von der Bahn zur. Stadt und um 9 Uhr A5 Min. abends von der Stadt zur Bahn fährt. Im Anschluß hierzu {freist Herr Baurat Schel­ ler haraus hin, daß'heute, wo die Straßen­ bahn ein der Allgemeinheit dienendes Verkehris-mittel, eingeschränkt werden muß, noch immer Leute kommen, welche neue Anschlüsse wollen, fe. B. für ein Kino, das doch kein Eta­ blissement ist, für welches eine dringliche Not­ wendigkeit geltend gemacht werden kann. —* Für öffentliche Anlagen weist die Rechnung für 1915 an Einnahmen 1500 Mark, an 'Ausgaben 3489 Mark, somit 1989 Mark Mehrausgaben auf. * Das Wasserwerk hatte nach der ■ Rechnung in diesem Jahre 95 018 Mark EinUahmen und 83 839 Mark.Ausgaben, somit 11178 Mark Mehreinnahmen. Tas Vermögenbeträgt "643 014. Mark, die Schulden 625 617 MaK, so daß ein Reinvermögen von 19 396 Mark verbleibt. 1 : —* Mehr Benzin verlangte der hiesige iSchwaigerverein in einer Eingabe an den Ma­ gistrat, da Mangel an Driebstoff für Treschund Fntterschneidmaschinen herrsche itnb ein­ zelne Mitglieder seit Oktober feinten Trieb- stoff mehr erhalten haben. Tie Inspektion des militärischen Kpaftsahrwesens, der diese Eingabe vorgelegt wurde, erklärte auf Grund der vorliegenden Kontrollscheine, daß im Moftat Oktober 8, im November 7, im Dezember 11 und im Januar 15 Schwaiger Benzin durch die Firma Max Kohlndorfer erhalten haben. Sollten Schwaiger das verlangte Quantum an Treibstoff nicht erhalten haben, so. dürfte hieran lediglich der Mangel an solchem die Schuld tragen. Alle Monate wurden 200 Kilo Benzin' angefordert. Ter Magistrat beschloß, diese Antwort dem Schwaigerverein mitzutei­ len. . • —* Die Wirtschastsstelle Landshut macht bekannt, daß der Motorpflug der WirtZchaftsstelle evtl, sogar ein zweiter bereits wie­ der in Tätigkeit treten kann. Tie WpÄschaftsjStelle hat' zum Pflug auch noch zwei große Federzähn-Kultivatoren erwerben .können, die in Verbindung mit dem Motor von den Land­ wirten benützt werden können. Abmeldungen toötlep die Interessenten umgehend an die Wirtschastsstelle Landshut richteM 0 —* Kammermusikabend. Ter von der Landshuter Liedertafel am 7. lf. Mts. halb 8 Uhr abends veranstaltete Kammermusikabend des Studenh-Lkuartetts, dem auch ein Landshuter Kind, der Cellist Karl Zimmerer ange­ hört, dürste auf instrumentalem Gebiet wohl weitaus das beste Konzert seit langen Jahren werden. Tie hervorragende Künstlerveretnigung bringt Werke von Haydn, Mozart, ,Spohr und Smetana. Besonders des letzteren Quar-, tett in E-moll "Aus meinem Leben" wird d,ie Zuhörer begeistern und ergreifen zugleich. Ueber den poetischen Inhalt spricht sich der Komponist selbst in einem Briese vom 12. Aprpl 1§78 (also feit einer Zeit, da er sein Gehör bereits einge- büßt hatte) dahin aus, daß er in diesem Quar­ tette s einen Lebenslauf in Tönen versinnbildli­ chen wollte. 1. Satz: Tie Liebe zur Kunst in d«r Jugendzeit, das ungestillte Sehnen nach etwas ■ Unaussprechlichem sowie die Vorahnung'des nähtenden Unheils. 2. Satz: "Quasi Polka" nimmt Btzzug aus die fröhliche Jugendzeit, in welcher Smetana dem Tanzvergnügen leidenschaftlich! huldigte und mit Vorliebe Tänze schrieb. 3. Satz: "Largo s ostenuto." Tie Seligkeit der er­ sten Liebe czn jenem Mädchen, das später des Meisters Gattin wurde. 4. Satz: Tie Erkennt­ nis der nationalen Musik, die Freude über den errungenen Erfolg. Plötzlich das langgedehnte E der viergestrtchenen Oktave, jenes verhängnis­ volle Klingen im Ohre des Komponisten vor seiner Taubhteit. Ein schmerzhaftes Erinnern an die ersten Ansänge seiner Laufbahn, -ein schwacher, Hoffnungsstrahl, endlich die. Er gebung in das unabwendbare Schicksal. -* Kath. Preßv erein. "Von der Schönheit Teutschländs" spricht morgen Mith woch abends 8 Uhr im Leiderersaal der in un­ serer Stadt bekannte Generalkonservator Hterx Tr. Hager aus München. Der große 'Fachmaün aus dem Gebiete der Kunst und die Siebte zum Paterlande, für welches unsere Heldtensöhne so schwere Opfer gebracht, lassen einen zahlrei­ chen. Besuch erwarten. Lichtbilder, von Herrn Tr.Hager ausgewählt und besprochen, geben einen Volksbildungsabend mit hohem und ern­ stem Kunstgenuß. Letzte Posten. Neue U-Bootserfolge. WTB. Berlin,, den 4. Mvz. (Amtlich-!) Neue U-Bootserfolge aus dem nördlichen Kriegsschauplatz: 16 500 Brutto-Register-To. ' Unter den SLiffen befanden sich zwei teert* volle*tiefbeladene Dampfer von 7000 und 5000 Tonnen, die an der Westküste Irlands versenkt wurden. Einer derselben hatte, aus der btesonders schweren Detonation, die dem Torpedotrtesfer folgte, zu schließen, ,eine Munitions­ ladung an Bord. . . Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Finnische Ttelegrerte in Italien. R o m, 4. Märfe. (Agenze Stesani.) Sonnino empfing die sinnländischen Delegierten, die ihm die Proklamation der Unabhängigkeit Finnlands mitteilten. Tie Delegierten werden nach Paris Weiterreisen. j