Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-03-06. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 52, 1918-03-06. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 71 Nummer 064 6. März 1918 ────────── Erhöhte Gefechtstätigkeit im Westen. Erhöhte Gefechtstätigkeit im Westen. Besetzung der Aalandsinseln durch deutsche Truppen. — Dank des Kaisers an Hindenvurg und Ludendorff. - Die japanische Intervention in Sibirien. - Die Friedensverhaudlungen mit Rumänien. — Die Unruhen in Irland. ────────── Die Heeresberichte. Me HeerMWe. »er beatw Bericht.. ( WTB. »erlitt, den 5. März! 1918. Wrvßes Hauptquartier.) , "Wetlicher »rteg»scha«ylatz. ÜrwM »6* «kwtMlfctomwtfdwU# «wwiti» R*»»re*t «w» «a»er». und Front »es dentswe« KronNrim»««. Lebhafte Erkundungstätigkeit an vielen Stellen der Front, j Nördlich, von Reims und auf betn östlichen Maasuser war die französische Artillerie viel­ fach. rege. > «na« Jwo KeneralkeldmarstbaNs Her»«» tdbredit vo« Württemver« Atrf den östlichen MaashSHen tagsüber heftige FeuerWmhfe. ! ' Starke französische Abteilungen' brachen am Abend zum Angriff gegen unsere Stellun­ gen östlich von Ro.ftllh vor. Sie wurden int Gegenstoß zurückgeschlagen. I 1 Auch an der lothringischen Front und in den mittleren Vogesen herrschte gestern er­ höhte (Sesechtstätigkeit. . ) Tie Ritmänen haben unsere Bedingungen angenommen. Somit tritt der Waffenstillstand mit Rumänien von neuem in Kraft. 1 Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. " Der 1. Generalquartiermeist^ BubenDorff. * WTB. Berlin, den 5. Mach. Amtlicher Abendbericht: i ; " , Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. ────────── Der österr.-ung. Bericht. Nr öst«r.-W. Bericht WTB. Wien, den 5. März, mittags. — Amtlich wird gemeldet: An der italienischen Front keine besonde­ ren Ereignisse. . Tie Operationen zur Herstellung der Ord­ nung und Sicherheit in der Ukraine nehmen ben beabsichtigten Verlauf. Rumänien hat die Waffenstillstandsbeding­ ungen der Mittelmächte angenommen. ────────── 2mtf des Kaisers an Hindenburg und Lndenbopff. . WTB. Berlin, den 5. März. (Amtlich.) Ter Kaiser sandte folgendes Telegramm an Generakseldmarschgll von Hindenburg:' ; Nachdem gestern nachmittag der Friede mit Rußland unterzeichnet und hiermit der fast vierjährige Krieg an.der Ostfront zu einem glorreichen Abschluß gelangt ist, ist es mir ein tefempsundenes Herzensbedü risnis, .'Ihnen, mein lieber Feld marschall, und Ihrem treuen Geholfen, dem General Subenbm^f, meinen u. des deutschen Volkes heißen Tank erneut auszpsprechen. Sie haben durch die Schlacht von Tannenberg, durch! die Winterschlacht in Ma­ suren und durch- dis Kämpfe bei Lodz den Grund für alle weiteren Erfolge. gelegt und die Möglichkeit geschaffen, mittels des Durch­ bruches von Gorftce und Tarn wo die russi­ sche Armee zu weiterem Rückzug zu zwingen und allen ferneren Anstürmen feindlicher Hee­ resmassen siegreich standzuhalten. Und nun ist der kostbare Siegesprets fahrelangen Rin­ gens in unserer Hand. Unsere baltischen Brü­ der und Volksgenossen sind von dem russischen Joch befreit und dürfen sich wieder als Teut­ sche fühlen. Gott war mit uns und er wird todter helfen! j ’ m-i Wilhelpt, I. R. j ────────── Aus Rußland. I schen Regierung abgegebenen Erklärungen f Kenntnis nahm, hat die schwedische Regier! rnng, die ihre ernsten Einwendungen gegen | eine etwaige Benutzung der Alandsinseln gelI tend gemacht hatte, durch die die Inseln in den Bereich der kriegerischen Operationen ge­ zogen, oder die Erfüllung der humanitären Ausgaben Schwedens zum Schutze der Bevöl­ kerung der .Inseln perhindert werden tönn* te, es als ihre Pjfticht berachtet, hervorzu­ heben, bqii nach ihrer Meinung selbst eine begrenze Benutzung der Alandsinseln, die ge­ mäß der gemachten Mitteilung ftattfimbe Schwierigkeiten mit sich bringen könnte für eine den gehegten Absichten entsprechendeVerwirklichung der humanitären Ziele Schwederts aus die Mandsinseln .Ter Kommandeur des schwedischen Ueberwachungskorps aus Den Alandsinseln ist von der geplanten Ankunft einer deutschen Expedition sowie von Den mit Bezug hierauf gemachten deutschen Erklärnngen benachrichtigt worden . i • Aus der Ukraine. Verteilung der Lebensmittel aus Der «trübte. Berlin, 5. Mäch. lieber . Die Art und Weise, wie die Mittelmächte aus der Ukraine mit den dort lagernden Lebensrnitteln versorg!: werden sollen, wird von Wiener unterrichteter Seite der "B. Z. am Mittag" mitgeteilt: Oe­ sterreich-Ungarn und Teutsch land gehen bei der Versorgung yus der Ukraine einmütig vor. Ter Handel erfolgt durch, besondere Organi­ sationen, die teils schon am Platze weilen, teils noch auf der Reise find. Ter Einkauf erfolgt überall zum Besten beider Staaten und bildet ein gemeinsames Erträgnis, das nach einem bestimmten Schlüssel unter den Zentralmächtsn aufgeteilt wird. Rach, den bisherigen Erfah­ rungen und Feststellungen der in der Ukraine. operierenden militärischen Kräfte - sind "Vor­ räte in der Ukraine reichlich vorhanden. Ms 9188111b. . Finnlands Freihtitskampf. Bon bett Astlandsinseln. Tie aus "Den Aalandsinseln befindlichen polnischen und ukrainischen Soldaten der ehe­ maligen russischen Armee haben sich an die schwedische Regierung mit der Bitte gewandt, über Schweden in ihre Heimat befördert zu werden, da sie Mit Rußland nichts gemein hätten, 's i Teutsche Hilfe für Finnland. Sto üho l m, den 5. Mäch. Svens!« Tele.grambhran meldet amtlich: Aus Befehl seiner Regierung brachte der deutsche Gesandte in Stockholm dem Minister des Auswärtigen zur Kenntnis ,däß Deutschland die Absicht habe, aus Verlangen der sinnläändischen Regierung Truppen nach Finnland ®u entsenden, um die dort herrschende Revolte zu unterdrücken und daß diese Truppen mit Zustimmung Finnlands sich im Verlause threre Operationen auch der 'Alandsinseln bedienen würden. Um die Erfül­ lung der humanitären Ausgabe, die Schweden bezügliche der Alandsinseln übernommen hat, nicht zu beeinträchtigen, würde Teutschland sich indessen darauf beschränken, diese Inseln zu benützen, um dort eine Etappe einzurichten, die für eine militärische Expedition notwen­ dig ist. Es wurde ferner versichert, daß Teutsch­ land keinerlei territoriales Interesse an den Inseln habe und daß die Frage der Alandtz­ inseln mit Rücksicht auf die Lebensinteressen Schwedens an diesen Inseln im engen Einver­ nehmen mit diesem Lande geregelt werden sol­ len. Indem sie pvn diesen im Namen der dvut- ────────── Aus der Ukraine. I schen Regierung abgegebenen Erklärungen f Kenntnis nahm, hat die schwedische Regier! rnng, die ihre ernsten Einwendungen gegen | eine etwaige Benutzung der Alandsinseln gelI tend gemacht hatte, durch die die Inseln in den Bereich der kriegerischen Operationen ge­ zogen, oder die Erfüllung der humanitären Ausgaben Schwedens zum Schutze der Bevöl­ kerung der .Inseln perhindert werden tönn* te, es als ihre Pjfticht berachtet, hervorzu­ heben, bqii nach ihrer Meinung selbst eine begrenze Benutzung der Alandsinseln, die ge­ mäß der gemachten Mitteilung ftattfimbe Schwierigkeiten mit sich bringen könnte für eine den gehegten Absichten entsprechendeVerwirklichung der humanitären Ziele Schwederts aus die Mandsinseln .Ter Kommandeur des schwedischen Ueberwachungskorps aus Den Alandsinseln ist von der geplanten Ankunft einer deutschen Expedition sowie von Den mit Bezug hierauf gemachten deutschen Erklärnngen benachrichtigt worden . i • Aus der Ukraine. Verteilung der Lebensmittel aus Der «trübte. Berlin, 5. Mäch. lieber . Die Art und Weise, wie die Mittelmächte aus der Ukraine mit den dort lagernden Lebensrnitteln versorg!: werden sollen, wird von Wiener unterrichteter Seite der "B. Z. am Mittag" mitgeteilt: Oe­ sterreich-Ungarn und Teutsch land gehen bei der Versorgung yus der Ukraine einmütig vor. Ter Handel erfolgt durch, besondere Organi­ sationen, die teils schon am Platze weilen, teils noch auf der Reise find. Ter Einkauf erfolgt überall zum Besten beider Staaten und bildet ein gemeinsames Erträgnis, das nach einem bestimmten Schlüssel unter den Zentralmächtsn aufgeteilt wird. Rach, den bisherigen Erfah­ rungen und Feststellungen der in der Ukraine. operierenden militärischen Kräfte - sind "Vor­ räte in der Ukraine reichlich vorhanden. ────────── geritten. Tie russischen Offiziere bildeten Spa­ lier. Vom Balkon des Manteusselschen Hauses am Rathausplatz dröhnte das alte Tänklied "Nun danket alle Gott", und das Lied klang I wieder