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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-03-06"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 52</biblScope>
          <date when="1918-03-06">1918-03-06</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Erhöhte Gefechtstätigkeit im Westen. Erhöhte Gefechtstätigkeit im Westen. Besetzung der Aalandsinseln durch deutsche Truppen. — Dank des Kaisers an Hindenvurg und Ludendorff. - Die japanische Intervention in Sibirien. - Die Friedensverhaudlungen mit Rumänien. — Die Unruhen in Irland.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Me HeerMWe. »er beatw Bericht.. ( WTB. »erlitt, den 5. März! 1918. Wrvßes Hauptquartier.) , "Wetlicher »rteg»scha«ylatz. ÜrwM »6* «kwtMlfctomwtfdwU# «wwiti» R*»»re*t «w» «a»er». und Front »es dentswe« KronNrim»««. Lebhafte Erkundungstätigkeit an vielen Stellen der Front, j Nördlich, von Reims und auf betn östlichen Maasuser war die französische Artillerie viel­ fach. rege. &gt; «na« Jwo KeneralkeldmarstbaNs Her»«» tdbredit vo« Württemver« Atrf den östlichen MaashSHen tagsüber heftige FeuerWmhfe. ! ' Starke französische Abteilungen' brachen am Abend zum Angriff gegen unsere Stellun­ gen östlich von Ro.ftllh vor. Sie wurden int Gegenstoß zurückgeschlagen. I 1 Auch an der lothringischen Front und in den mittleren Vogesen herrschte gestern er­ höhte (Sesechtstätigkeit. . ) Tie Ritmänen haben unsere Bedingungen angenommen. Somit tritt der Waffenstillstand mit Rumänien von neuem in Kraft. 1 Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. " Der 1. Generalquartiermeist^ BubenDorff. * WTB. Berlin, den 5. Mach. Amtlicher Abendbericht: i ; " , Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. Nr öst«r.-W. Bericht WTB. Wien, den 5. März, mittags. — Amtlich wird gemeldet: An der italienischen Front keine besonde­ ren Ereignisse. . Tie Operationen zur Herstellung der Ord­ nung und Sicherheit in der Ukraine nehmen ben beabsichtigten Verlauf. Rumänien hat die Waffenstillstandsbeding­ ungen der Mittelmächte angenommen.</p>
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          <p>2mtf des Kaisers an Hindenburg und Lndenbopff. . WTB. Berlin, den 5. März. (Amtlich.) Ter Kaiser sandte folgendes Telegramm an Generakseldmarschgll von Hindenburg:' ; Nachdem gestern nachmittag der Friede mit Rußland unterzeichnet und hiermit der fast vierjährige Krieg an.der Ostfront zu einem glorreichen Abschluß gelangt ist, ist es mir ein tefempsundenes Herzensbedü risnis, .'Ihnen, mein lieber Feld marschall, und Ihrem treuen Geholfen, dem General Subenbm^f, meinen u. des deutschen Volkes heißen Tank erneut auszpsprechen. Sie haben durch die Schlacht von Tannenberg, durch! die Winterschlacht in Ma­ suren und durch- dis Kämpfe bei Lodz den Grund für alle weiteren Erfolge. gelegt und die Möglichkeit geschaffen, mittels des Durch­ bruches von Gorftce und Tarn wo die russi­ sche Armee zu weiterem Rückzug zu zwingen und allen ferneren Anstürmen feindlicher Hee­ resmassen siegreich standzuhalten. Und nun ist der kostbare Siegesprets fahrelangen Rin­ gens in unserer Hand. Unsere baltischen Brü­ der und Volksgenossen sind von dem russischen Joch befreit und dürfen sich wieder als Teut­ sche fühlen. Gott war mit uns und er wird todter helfen! j ’ m-i Wilhelpt, I. R. j</p>
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          <p>Aus Rußland. I schen Regierung abgegebenen Erklärungen f Kenntnis nahm, hat die schwedische Regier! rnng, die ihre ernsten Einwendungen gegen | eine etwaige Benutzung der Alandsinseln gelI tend gemacht hatte, durch die die Inseln in den Bereich der kriegerischen Operationen ge­ zogen, oder die Erfüllung der humanitären Ausgaben Schwedens zum Schutze der Bevöl­ kerung der .Inseln perhindert werden tönn* te, es als ihre Pjfticht berachtet, hervorzu­ heben, bqii nach ihrer Meinung selbst eine begrenze Benutzung der Alandsinseln, die ge­ mäß der gemachten Mitteilung ftattfimbe Schwierigkeiten mit sich bringen könnte für eine den gehegten Absichten entsprechendeVerwirklichung der humanitären Ziele Schwederts aus die Mandsinseln .Ter Kommandeur des schwedischen Ueberwachungskorps aus Den Alandsinseln ist von der geplanten Ankunft einer deutschen Expedition sowie von Den mit Bezug hierauf gemachten deutschen Erklärnngen benachrichtigt worden . i • Aus der Ukraine. Verteilung der Lebensmittel aus Der «trübte. Berlin, 5. Mäch. lieber . Die Art und Weise, wie die Mittelmächte aus der Ukraine mit den dort lagernden Lebensrnitteln versorg!: werden sollen, wird von Wiener unterrichteter Seite der "B. Z. am Mittag" mitgeteilt: Oe­ sterreich-Ungarn und Teutsch land gehen bei der Versorgung yus der Ukraine einmütig vor. Ter Handel erfolgt durch, besondere Organi­ sationen, die teils schon am Platze weilen, teils noch auf der Reise find. Ter Einkauf erfolgt überall zum Besten beider Staaten und bildet ein gemeinsames Erträgnis, das nach einem bestimmten Schlüssel unter den Zentralmächtsn aufgeteilt wird. Rach, den bisherigen Erfah­ rungen und Feststellungen der in der Ukraine. operierenden militärischen Kräfte - sind "Vor­ räte in der Ukraine reichlich vorhanden. Ms 9188111b. . Finnlands Freihtitskampf. Bon bett Astlandsinseln. Tie aus "Den Aalandsinseln befindlichen polnischen und ukrainischen Soldaten der ehe­ maligen russischen Armee haben sich an die schwedische Regierung mit der Bitte gewandt, über Schweden in ihre Heimat befördert zu werden, da sie Mit Rußland nichts gemein hätten, 's i Teutsche Hilfe für Finnland. Sto üho l m, den 5. Mäch. Svens!« Tele.grambhran meldet amtlich: Aus Befehl seiner Regierung brachte der deutsche Gesandte in Stockholm dem Minister des Auswärtigen zur Kenntnis ,däß Deutschland die Absicht habe, aus Verlangen der sinnläändischen Regierung Truppen nach Finnland ®u entsenden, um die dort herrschende Revolte zu unterdrücken und daß diese Truppen mit Zustimmung Finnlands sich im Verlause threre Operationen auch der 'Alandsinseln bedienen würden. Um die Erfül­ lung der humanitären Ausgabe, die Schweden bezügliche der Alandsinseln übernommen hat, nicht zu beeinträchtigen, würde Teutschland sich indessen darauf beschränken, diese Inseln zu benützen, um dort eine Etappe einzurichten, die für eine militärische Expedition notwen­ dig ist. Es wurde ferner versichert, daß Teutsch­ land keinerlei territoriales Interesse an den Inseln habe und daß die Frage der Alandtz­ inseln mit Rücksicht auf die Lebensinteressen Schwedens an diesen Inseln im engen Einver­ nehmen mit diesem Lande geregelt werden sol­ len. Indem sie pvn diesen im Namen der dvut-</p>
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          <p>Aus der Ukraine. I schen Regierung abgegebenen Erklärungen f Kenntnis nahm, hat die schwedische Regier! rnng, die ihre ernsten Einwendungen gegen | eine etwaige Benutzung der Alandsinseln gelI tend gemacht hatte, durch die die Inseln in den Bereich der kriegerischen Operationen ge­ zogen, oder die Erfüllung der humanitären Ausgaben Schwedens zum Schutze der Bevöl­ kerung der .Inseln perhindert werden tönn* te, es als ihre Pjfticht berachtet, hervorzu­ heben, bqii nach ihrer Meinung selbst eine begrenze Benutzung der Alandsinseln, die ge­ mäß der gemachten Mitteilung ftattfimbe Schwierigkeiten mit sich bringen könnte für eine den gehegten Absichten entsprechendeVerwirklichung der humanitären Ziele Schwederts aus die Mandsinseln .Ter Kommandeur des schwedischen Ueberwachungskorps aus Den Alandsinseln ist von der geplanten Ankunft einer deutschen Expedition sowie von Den mit Bezug hierauf gemachten deutschen Erklärnngen benachrichtigt worden . i • Aus der Ukraine. Verteilung der Lebensmittel aus Der «trübte. Berlin, 5. Mäch. lieber . Die Art und Weise, wie die Mittelmächte aus der Ukraine mit den dort lagernden Lebensrnitteln versorg!: werden sollen, wird von Wiener unterrichteter Seite der "B. Z. am Mittag" mitgeteilt: Oe­ sterreich-Ungarn und Teutsch land gehen bei der Versorgung yus der Ukraine einmütig vor. Ter Handel erfolgt durch, besondere Organi­ sationen, die teils schon am Platze weilen, teils noch auf der Reise find. Ter Einkauf erfolgt überall zum Besten beider Staaten und bildet ein gemeinsames Erträgnis, das nach einem bestimmten Schlüssel unter den Zentralmächtsn aufgeteilt wird. Rach, den bisherigen Erfah­ rungen und Feststellungen der in der Ukraine. operierenden militärischen Kräfte - sind "Vor­ räte in der Ukraine reichlich vorhanden.</p>
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          <p>geritten. Tie russischen Offiziere bildeten Spa­ lier. Vom Balkon des Manteusselschen Hauses am Rathausplatz dröhnte das alte Tänklied "Nun danket alle Gott", und das Lied klang I wieder &lt;ytf, als in allen Kirchen um 12 Uhr [ Tankgottesdienste gehalten wurden, i f “ Ein bitterer Tropfen war in dem Freuden^ wein Torpats. In der Nacht Pom 20. zum 21. Februar drangen 50—60 Mann maximalistischer Truppen in das Lazarett, wo die deut­ schen Herren als Geiseln verhaftet lagen, raub­ ten ihnen alles Geld und die Wertsachen und brachten sie zum 'Bahnhof, von dem sie am Morgen des 21. nach, Petersburg abtranspor­ tiert wurden. In der Nacht pom 21. zum 22. vollzog sich dann der Untschwung. Als die let­ tischen und russischen Truppen auch die Lebens­ mittel aus der unglücklichen Stadt fortschleppen wollten, besetzten die esthnischen Bataillone den Bahnhof. Das Postgebäude wurde-genommen, dann das Rathaus, Pas Arsenal, än dem jetzt auch, die Teutschen sich mit Waffen versahen. Teutsche Kriegsgefangene, die in größerer Zahl in der Stadt waren, namentlich ein deutscher Offizier, leisteten dabei Hilfe. Täs maximaljistische Komitee floh und nahm alle geraubten , Geldsummen und alle gestohlenen Gold- und Silhersachen mit sich fort. Tie Torpater Stadtt. Verwaltung nahm das Regiment in die Hand, Ldas esthnische Stadthaupt Kriisa legte die VerWantwortung für die Aufrechterhaltung der Ruhe Waus die Schultern der Kommandanten und Ko­ mitees des Torpater esthnischen Reservebatail­ lons. Tie rote maximalistische Fahne wurde niedergeholt. « Jetzt wehen überall die deutschen Fahnen von den Hausern, selbst die Schwierigkeit der Besorgung roten Stoffes hat man zu besiegen gewufp. Auf dem Barclah-Platz spielte eine lettische Militärkapelle, die bei Ringen gefan­ gen wurde und von dem deutschen Bataillon, das heute einzog, mitgenommen 'worden war, damit man Musik habe. Noch sind die russi­ schen Uniformen aus den Straßen zahlreicher, als die deutschen. Man könnte meinen, man toiäte, in einer russischen Garnison, wenn die Offiziere und Soldaten der russischen Avmee grüßend und lächelnd auf den Plätzen prome­ nieren oder in den schnellen Schlittendroschken umhersausen. Tazivischen gehen deutsche und österreichische Kriegsgefangene. Tie Deutschen haben es scheinbar schwerer gehabt, ynb über die Freude der Einzugsstunden gehen schwere Schatten, wenn man aus ihren schmalen Gesich­ tern die Geschichte ihrer Leiden liest und ihr Mund die unmenschlichen Grausamkeiten er' dann weitere deutsche Truppen ein, die Kinder zählt, die sie erdulden mußten. Heute zogen saßen auf den Geschützen, wurden auf die Pfer­ de gehoben, die Menge stand stundenlang mit großen glänzenden Augen, und der Herzschlag Deutschlands ging rascher in diesen Stunden. (R6.J Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>sckfilehenden Teile, die lpiolitische und wilrtschastliche Unabhängigkeit und territoriale Unver­ sehrtheit dreser Staaten lzu achten. ' Artikel 8: Tie beiderseitigen Kriiegsgvsjangenen werden in ihre Heimat entlassen. Tie Regelung der hiermit zusammenhängendem Fragen evsolgt durch! die im Artikel 12 vor­ gesehenen Einzeloerträge. Artikel 9: Die vertragschließenden Teile verzichten gegenseitig auf.den Ersatz ihrer Kriegskosten, d.h. die staatlichen Aufwendun­ gen für die Kriegführung, sowie auf den Er­ satz der Kriegsschäden, d. h. derjenigen Schä­ den, die ihnen und ihren Angehörigen 'in Kriegsgebieten durch, militärische Maßnahmen mit Einschluß aller in Feindesland vorgenom­ menen Requisitionen entstanden sind. 1. Artikel 10: Tie, diplomatischen und kon­ sularischen Beiziehunegn zwischen den vertrag­ schließenden Teilen werden sofort nach derRatistkation des Friedensvertrages wieder aufge­ nommen. Wegen der Zulassung der beiderseiti­ gen Konsuln bleiben besondere VereiMarnngen vorbehalten. Artikel 11: Für die wirtschaftlichen Be­ ziehungen zwischen den Mächten des Bierbun­ des ünd Rußland sind btp in den Anlagen 2 bis. 5 enthaltenen Bestimmungen maßgebend und zwar Anlage 2 für die deutsch-rassischen, Ablage 3 für die österr.-ungar.-russischen, An: läge- 4 für die bulgarisch-russischen und An­ lage 5 für die ' türkisch-russischen Beziehun­ gen. . Artikel 12: Tie Herstellung der öffentlichen und privaten Rechtsbeziehungen, der Austausch der Kriegsgefangenen und Zivilinternierten, die Almnestiefrage sowie die Frage der Behand­ lung der in die Gewalt des Gegners geratenen Handelsschiffe werden in Einzelverträgen mit RuWand geregelt, welche einen wesentlichen Be­ standteil des gegenwärtigen FriedensVeLirages bilden und soweit tunlich, gleichzeitig mit die­ sem in Kraft treten. ' Artikel 13: Bei Auslegung dieses Vertra­ ges sind für die Beziehungen zwischen Teutsch­ land und Rußland der deutsche und der rus­ sische Text, für die Beziehungen zwischen Oe­ sterreich-Ungarn und Rußland der deutsche, un­ garische und russische Text, für die Beziehungen zwischen Bulgarien und Rußland der bulgariund russische Text und für die Beziehungen Mischen der Türkei und Rußland der tür­ kische und russische Text maßgebend, t Artikel 14: Ter gegenwärtige Friedens­ vertrag wird rattsfiziert ^werden; die Ratifi­ kationsurkunden sollen tunlichst bald in Ber­ lin ausgetauscht werden. Tie russische Regie­ rung verpflichtet sich, den Austausch der Ra­ tifikationsurkunden aus Wunsch, einek der Mäch­ te'des Vierbundes innerhalb zwei Wochen vor-' zunehmen. Ter Friedensvertrag tritt, soweit nicht seine Artikel Anlagen oder, Zusatzver­ träge anders bestimmen, mit seiner Ratifikation in Kraft. , 1 Merische NaihrilM Tieprschenwechsel Zwischen dem Kaiser und dem König Ludwig. ^ ' München, 5. März. Zwischen dem Teut­ schen Kaiser und dem König Ludwig hat fol­ gender Telegrammwechsel stattgefunden: ' 65. M. dem König von Bayern München^ Nachdem sieben der Friede mit RuUand unterzeichnet und hiermit dank der glorreichen. Führung Tchnes Bruders der Kampf an der Ostfront zum siegreichen Abschluß gebracht ist, habe ich ihm das Großkreuz des Eisernen Kreu­ zes verliehen. Es «macht mir Freude, Tir dies mitzuteilen. . 1 t Wrkyerm I. R. ; König Ludwig antwortete: _ lS. *M. dem Teutschen Kaiser "Großes Hauptquartier. : Unter dem erhebenden Eindruck des sieg­ reichen Abschlusses des Kampfes an der Ost­ front stehend, erhalte ich. Deine gütige Mit­ teilung über die hohe Anerkennung, die TU der Führung meines Bruders durch.' Verlei­ hung des Großkreuzes des Eisernen Kreuzes zollst. Tief gerührt und hoch erfreut über die</p>
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          <p>Die Nebelfrau. wiederkehren, sind unsere Weiber und Kinder BeltWas schert Euch Weib und Kind, wenn e» gilt Eure Mitmenschen aus höchster Gefahr zu retten! Schämt Euch feige an Euch selbst zu denken, wo Sterbende um Hilfe schreien. Hört Ihr die Rufe? Seht Ihr die Leuchtkugeln in den Nebel steigen? Noch sind Lebende an Bord! Noch ist er Zeit! Was geht hier vor? rief plötzlich eine harte, gebieterische Stimme durch das Windesgebrause. Der neue Herr, ging es wie ein geheimnisvolles Flüstern durch die Rethen. Im Teenock - und Teerkappe stand Reimar von Randoldt an DorretS Seite, die ihn erschreckt mit großen Augen anstarrte. Es ist unmöglich, Herr, hinauszurudern, nahm Jens Lüng das Wort, die Brandung ist arg. Beim Schein der Blitze ja&amp;en wir vorhin deutlich am Kimming die Notflagge aufgehißt, ehe das Schiff gegen das Riff getrieben wurde. Und wer ist draußen z . Kapitän Olaf Thornsen und zwölf unserer Besten, Herr. Macht ein Boot klar. Es geht nicht Herr, wir müssen den Morgen abwarten. Feige seid Ihr, rief Dorret mit glühenden Wangen, schämt Euch, und zu Reimar fuhr sie fort: Laßt nicht nach, Herr, sonst, bei Gott, fahre ich selber hinaus in die Nacht. Prüfend flogen die Augen des Mannes über das junge Gesicht, das aus der dunklen Kapp? so glühend hervorleuchtete. Habt Ihr Mut, Dorret Bunsen? Wenn es zu retten gilt, ja, Herr! Macht das Boot klar. Ich will selbst hinaus. Mürrisch folgten die Schiffer dem Gebot. Hundert Kronen für den bei; mit mir kommt. Ein dumpfes Gemurmel ließ sich vernehmen. In wenigen Minuten war das große Ruderboot bemannt. Mit blitzenden Augen, die nervigen Fäuste hoch erhoben, warteten die Männer. Ein halb spöttisches Lächeln zuckte um die Lippen des Grafen. Für Geld also kam ihnen der Mut. Da gewahrte er Dorret Bunsen unerschrocken im Boote stehen. Das ist keine Weiberarbeit, mahnte Graf Ran­ dold fast unwillig. Ihr bleibt zurück! Ein kalter Blick aus den blauen Mädchenaugen traf ihn. Auch ich kenne meine Pfltch, Herr. Jens Lüng. sage es'dem Herrn, daß ich schon hundertmal hinaus bin in Nacht und Graus. Wvr Setzung fvlgt.1 : . Me Rebelst«». 1 1 Roman von Annh Wothe. ! 30] 1 I (Nachdruck verboten.) Der Sturmwind nahm ihr fast den Atem, aber energisch stemmte sich Dorret ihm entgegen. Jens Lüng, rief sie dem braunen Fischer zu, der ihr mit seiner Laterne beim Näherkommen erstaunt ins Gesicht leuchtete. Ihr seid nicht mit dem Ohm hinausgezogen, Ihr der doch sonst immer einer der ersten ist, wen» es zu retteir gibt? ’ Dorret Bunfe», staunte der Fischer, kieke mal hin. 1 Wat willste denn hier, mein Döchting? Geh man slapen, Kind. Dat tätigt hier nicht vor de Weiber. Sind Menschen in Gefahr, Jens Lüng? Wird Olaf Tronsen sie reiten? Ja, bat ist ja eben, bat es allens egal Unsinn iS. Keen Mensch kummt da wieder raus. Drüben bet der Rebelfcau ihren Klippen iS bet Schiff zerschellt Mit Mann und Maus untergegangen. Und ihr steht hier und versucht nicht zu retten? Klas Jörn, Lille Lorenzen, so Heist doch, tummelt Euch. Die Schiffer zuckten die Achseln. Olaf Thornsen ist seit Stunden fort. Zwölf | der unsrtgen sind mit ihm draußen. Wenn sie nicht f</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. sckfilehenden Teile, die lpiolitische und wilrtschastliche Unabhängigkeit und territoriale Unver­ sehrtheit dreser Staaten lzu achten. ' Artikel 8: Tie beiderseitigen Kriiegsgvsjangenen werden in ihre Heimat entlassen. Tie Regelung der hiermit zusammenhängendem Fragen evsolgt durch! die im Artikel 12 vor­ gesehenen Einzeloerträge. Artikel 9: Die vertragschließenden Teile verzichten gegenseitig auf.den Ersatz ihrer Kriegskosten, d.h. die staatlichen Aufwendun­ gen für die Kriegführung, sowie auf den Er­ satz der Kriegsschäden, d. h. derjenigen Schä­ den, die ihnen und ihren Angehörigen 'in Kriegsgebieten durch, militärische Maßnahmen mit Einschluß aller in Feindesland vorgenom­ menen Requisitionen entstanden sind. 1. Artikel 10: Tie, diplomatischen und kon­ sularischen Beiziehunegn zwischen den vertrag­ schließenden Teilen werden sofort nach derRatistkation des Friedensvertrages wieder aufge­ nommen. Wegen der Zulassung der beiderseiti­ gen Konsuln bleiben besondere VereiMarnngen vorbehalten. Artikel 11: Für die wirtschaftlichen Be­ ziehungen zwischen den Mächten des Bierbun­ des ünd Rußland sind btp in den Anlagen 2 bis. 5 enthaltenen Bestimmungen maßgebend und zwar Anlage 2 für die deutsch-rassischen, Ablage 3 für die österr.-ungar.-russischen, An: läge- 4 für die bulgarisch-russischen und An­ lage 5 für die ' türkisch-russischen Beziehun­ gen. . Artikel 12: Tie Herstellung der öffentlichen und privaten Rechtsbeziehungen, der Austausch der Kriegsgefangenen und Zivilinternierten, die Almnestiefrage sowie die Frage der Behand­ lung der in die Gewalt des Gegners geratenen Handelsschiffe werden in Einzelverträgen mit RuWand geregelt, welche einen wesentlichen Be­ standteil des gegenwärtigen FriedensVeLirages bilden und soweit tunlich, gleichzeitig mit die­ sem in Kraft treten. ' Artikel 13: Bei Auslegung dieses Vertra­ ges sind für die Beziehungen zwischen Teutsch­ land und Rußland der deutsche und der rus­ sische Text, für die Beziehungen zwischen Oe­ sterreich-Ungarn und Rußland der deutsche, un­ garische und russische Text, für die Beziehungen zwischen Bulgarien und Rußland der bulgariund russische Text und für die Beziehungen Mischen der Türkei und Rußland der tür­ kische und russische Text maßgebend, t Artikel 14: Ter gegenwärtige Friedens­ vertrag wird rattsfiziert ^werden; die Ratifi­ kationsurkunden sollen tunlichst bald in Ber­ lin ausgetauscht werden. Tie russische Regie­ rung verpflichtet sich, den Austausch der Ra­ tifikationsurkunden aus Wunsch, einek der Mäch­ te'des Vierbundes innerhalb zwei Wochen vor-' zunehmen. Ter Friedensvertrag tritt, soweit nicht seine Artikel Anlagen oder, Zusatzver­ träge anders bestimmen, mit seiner Ratifikation in Kraft. , 1 Merische NaihrilM Tieprschenwechsel Zwischen dem Kaiser und dem König Ludwig. ^ ' München, 5. März. Zwischen dem Teut­ schen Kaiser und dem König Ludwig hat fol­ gender Telegrammwechsel stattgefunden: ' 65. M. dem König von Bayern München^ Nachdem sieben der Friede mit RuUand unterzeichnet und hiermit dank der glorreichen. Führung Tchnes Bruders der Kampf an der Ostfront zum siegreichen Abschluß gebracht ist, habe ich ihm das Großkreuz des Eisernen Kreu­ zes verliehen. Es «macht mir Freude, Tir dies mitzuteilen. . 1 t Wrkyerm I. R. ; König Ludwig antwortete: _ lS. *M. dem Teutschen Kaiser "Großes Hauptquartier. : Unter dem erhebenden Eindruck des sieg­ reichen Abschlusses des Kampfes an der Ost­ front stehend, erhalte ich. Deine gütige Mit­ teilung über die hohe Anerkennung, die TU der Führung meines Bruders durch.' Verlei­ hung des Großkreuzes des Eisernen Kreuzes zollst. Tief gerührt und hoch erfreut über die für Deine Mitteilung entgegennehmen zU -vol­ len. ' Gott der Herr, der bis jetzt so sichtlich uns und unsere tapferen Heere beschirmt hat, möge ferner mit uns sein und uns bald zum endgültigen ehrenvollen-Frieden führen. Ludwige Täs Großkrentz des Eisernen Kreuzes wur­ de dem Prinzen peopold. von Bayern ver­ liehen. . , Schutz der Brauereien. In der Abgeord­ netenkammer wurde einem vom Ausschuß ab­ geänderten Antrag Tr. Hammerschmidt in fob gender Form zugestimmt: "Es sei die K.Staatsregierung zu ersuchen, die Pfälzer Bierbrau­ ereien wegen der geringen Festsetzung desMalzjkontsingentes anderweitig weitestgehend^ durch, behördliche Maßnahmen zu unterstützen, so daß gegenüber dem rechtsrhchnischen Bayern in der Bierversorgung der Pfalz, keine Benach­ teiligung eintritt." Außerdem wurde folgender Antrag Rauch angenommen. Es sei die Staats­ regierung zu ersuchen: 1. im Bundesrate nach­ drücklichst dahin zu wirken, daß in das neue Reichsbiersteuergesetz für • die Norddeutsche Braugemeinschaft keine Bestimmungen aufge­ nommen werden, welche eine schädigende Rück-" Wirkung aus das bayerische Brauereigewerbe , unb die bayerische Bieranssuhr ausüben könn­ ten; 2. den Kommunbrauereien und kleineren Brauereien, die aus technischen Gründen im Sommer nicht Mer bereiten können, zu gestat­ ten, daß diese das ihnen für den Sommer zur Verfügung stehende Malzkontingent schon in den kommenden Monaten unter Beachtung der für den Bierverbrauch bestehenden Vorschrist'en verwenden dürfen. j * Tie Wohnungsnot in Schweinsurt hat eine solche Höhe erreicht, daß sogar das Leichenhaus, ^ur Bewohnung herangezogen wird. #£ier Ma­ gistrat bewilligte für Instandsetzung 3500 Mk. Riederbüyerisiyk Rachrichtkib Passan, 4. März. (Selbstmord.) Tier Hausierer Franz Bocksuß von Linz, ein gebore­ ner Passauer, tötete Wh, in seiner Wohnung durch, eine Kugel in den Kopf. Einem zurück­ gelassenen Schreiben ist zu entnehmen, daß er beabsichtigte, auch seine Frau und eine außer­ eheliche Tochter zu töten. Ter Vater des Ge­ nannten hat sich vor mehreren Jahren gleich­ falls wegen eines schweren Leidens erschossen, Tleggendörss. 4. März. (Brand.) Heute morgens 2 Uhr brach, ttp Anwesen des Krämers Sstmbeck in Steinridsel Feuer aus. Einer Ab­ teilung der hiesigen freiw. Feuerwehr gelang es, das Feuer ahs seinen Herd zu beschränken. hohe Würdigung der Verdienste meines Bru- I —* Lands Hüter Lß-ed e rtaf e l. Mör­ ders bitte ich, Dich, meinen herzlichsten Dank * gen Donnerstag abends findet im Stattheatcr</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. für Deine Mitteilung entgegennehmen zU -vol­ len. ' Gott der Herr, der bis jetzt so sichtlich uns und unsere tapferen Heere beschirmt hat, möge ferner mit uns sein und uns bald zum endgültigen ehrenvollen-Frieden führen. Ludwige Täs Großkrentz des Eisernen Kreuzes wur­ de dem Prinzen peopold. von Bayern ver­ liehen. . , Schutz der Brauereien. In der Abgeord­ netenkammer wurde einem vom Ausschuß ab­ geänderten Antrag Tr. Hammerschmidt in fob gender Form zugestimmt: "Es sei die K.Staatsregierung zu ersuchen, die Pfälzer Bierbrau­ ereien wegen der geringen Festsetzung desMalzjkontsingentes anderweitig weitestgehend^ durch, behördliche Maßnahmen zu unterstützen, so daß gegenüber dem rechtsrhchnischen Bayern in der Bierversorgung der Pfalz, keine Benach­ teiligung eintritt." Außerdem wurde folgender Antrag Rauch angenommen. Es sei die Staats­ regierung zu ersuchen: 1. im Bundesrate nach­ drücklichst dahin zu wirken, daß in das neue Reichsbiersteuergesetz für • die Norddeutsche Braugemeinschaft keine Bestimmungen aufge­ nommen werden, welche eine schädigende Rück-" Wirkung aus das bayerische Brauereigewerbe , unb die bayerische Bieranssuhr ausüben könn­ ten; 2. den Kommunbrauereien und kleineren Brauereien, die aus technischen Gründen im Sommer nicht Mer bereiten können, zu gestat­ ten, daß diese das ihnen für den Sommer zur Verfügung stehende Malzkontingent schon in den kommenden Monaten unter Beachtung der für den Bierverbrauch bestehenden Vorschrist'en verwenden dürfen. j * Tie Wohnungsnot in Schweinsurt hat eine solche Höhe erreicht, daß sogar das Leichenhaus, ^ur Bewohnung herangezogen wird. #£ier Ma­ gistrat bewilligte für Instandsetzung 3500 Mk. Riederbüyerisiyk Rachrichtkib Passan, 4. März. (Selbstmord.) Tier Hausierer Franz Bocksuß von Linz, ein gebore­ ner Passauer, tötete Wh, in seiner Wohnung durch, eine Kugel in den Kopf. Einem zurück­ gelassenen Schreiben ist zu entnehmen, daß er beabsichtigte, auch seine Frau und eine außer­ eheliche Tochter zu töten. Ter Vater des Ge­ nannten hat sich vor mehreren Jahren gleich­ falls wegen eines schweren Leidens erschossen, Tleggendörss. 4. März. (Brand.) Heute morgens 2 Uhr brach, ttp Anwesen des Krämers Sstmbeck in Steinridsel Feuer aus. Einer Ab­ teilung der hiesigen freiw. Feuerwehr gelang es, das Feuer ahs seinen Herd zu beschränken. hohe Würdigung der Verdienste meines Bru- I —* Lands Hüter Lß-ed e rtaf e l. Mör­ ders bitte ich, Dich, meinen herzlichsten Dank * gen Donnerstag abends findet im Stattheatcr</p>
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          <p>Lokales. Landshut, den 6 März. —* Siegesläuten ertönte gestern mit­ tags 12 Uhr von den Türmen unserer Stadt, um die Kunde von dem erlösenden Frieden im Ostey feierlich ins Land zu tragen. Tie meisten Schulen hatten aus diesem Anlaß gestern be­ reits ihren Schülern nach Keinen Schulfeiern schulfrei gegeben, andere folgen heute nach. | —* Ueber Selbstapfertigung von Straßenschuhen sprach gestern Frau An­ nemarie Walter-Wien im kleinen Rathaussitzungssaal, der von Jnteressentinnen picht be­ setzt war. Aufmerksam verfolgten die Höker­ innen den klaren Ausführungen und der an­ schaulichen Darstellung des Werdeganges des Straßenschuhes, die die Rednerin' zu geben wußte. __ , —* Besitzwechsel- Das Haus des Herrn Privatiers Faistenhammer, Seligenthalerstraße 54 ging durch Kauf in den Besitz des Herrn Postsekretärs Gröbmair über. —* Besch lagnahmt wurde gestern von der Kriminalpolizei über 1 Zentner Malzkaf­ fee, der bereits gemahlen und zur Aussuhr als "Kafseersatz" bestimmt wah, , -* "Pension Schöfiler" wird heute) abends im Stadttheater wiederholt. [ der Kammermusikabend tetts statt. hohe Würdigung der Verdienste meines Bru- I —* Lands Hüter Lß-ed e rtaf e l. Mör­ ders bitte ich, Dich, meinen herzlichsten Dank * gen Donnerstag abends findet im Stattheatcr</p>
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          <p>Letzte Posten. We Witts. Reue U-Bootserfolge. 1 WTB. Berlin, den 5. März. (Amtlich,) Unsere U-Boote versenkten im Sperrhebtet um England neuerdings 20 000 Brutto-Register-T. Handelsschiff sraum. Von den vernichteten Schjifsen wurden 2 besonders wertvolle Tam- 1 Pfer von je 6000. Tottnen in geschicktem Angriff schärfster feindlicher Gegenwirkung zum Trotz, ays demselben Geleitzug herausgeschossen. Einer der Dampfer hatte Munition geladen.^ 2 weitere tiefbeladene Dampfer wurden an der Ostküste Englands ebenfalls aus GeleitMgen herausgeschossen. ! Ter Chef des Admiralstabes der Marine. ; Tie Unruhen in Irland. f Bern,. 5. Mächf Tier "Mattn" berichtet unterm 28. Februar aus London, daß W Sjinnfeinerbewegung in der Grafschaft Cläre an Umfang zunehme. Tie Sinnsetner bemach- , tilgten sich namens der irischen Republik Län- ; dereien, bestellten fie und nahmen sie weg. Ein großes Landgut sei von '3000 Sinnfeinern I umßMgelt, das Vieh weggeführt, 6 Polizei-1 "Beamte übel zugerichtet worden. j Rotterda m, 5. März,. Tier Parlaments­ korrespondent des "Daily Telegraph" berichtet, daß ein Versuch unternommen werde, die Mit­ glieder des Ober- und Unterhauses für den Fall, daß die irische Konvention zu keiner Mnigung führen sollte, für die EinsMrung des Föderatjivshstems im Vereinigten Königbeßch zu gewinnen. Vorläufig bewahrt man Über den Plan Stillschweigen.</p>
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          <p>so nötigen Nährstoffe mit sich! bringen. ’jEtfefe, immerwährenden Abzüge lassen auf Unstimmig, ketten in der Verteilüng schließen. Wiederholte Anfragen wurden vom Kommunaloerband aus­ weichend beantwortet, die Sache selbst erfuhr keine Besserung. Wir sehen daher keinen an­ deren Weg zur Aenderung der Verhältnisse, als die K. Regierung um Abhilfe anzurufen. Wir bitten, dah den seitherigen Unregelmäßigkeiten nachgegangen und solche für die Zukunft durch scharfe Kontrolle hinangehalten werden mögen. Als Unterlage für die obenerwähnten Klagen diene ' beiliegendes Material." 1 Beigelegt wurde das Material, das Iran Professor Hummel gesammelt und zum Vortrag gebracht hatte. &lt; .(Fortsetzung folgt.) DiMi-.KMMklichAeleEafeSW. Programm für Hente bl» Freitag «. a. Sei« dunkler Punkt. Lustspiel in 3 Akten. 642 Die Bronzeschale 4 Akte. Hausfrauenversammlnng. Haussrauenversammlnng. ' In der vorgestrigen Hausfrauenversammlung im Gewerbehaussaale warf Frau Pro­ fessor Hiflgärtner einen Rückblick auf die Frie­ densverhältnisse ,ouf frühere Kriege und deren Folgen und kam dann auf die gegenwärtige Lage zu sprechen, somit sie sich auf die Le­ bensmittelsrage bezieht. Vor Hungersnot seien wir verschont geblieoen, dank der weisen und klugen Anordnungen des Reiches, die auch die Ansicht Professor Brentanos zuschanden mach­ ten, der früher verkündet, nach, einem Jahre Krieg und Mbschneidung hon fremden Ländern wäre Deutschlands Bevölkerung verhungert.Als erste Maßnahme des Reiches kam die Brot­ marke ,welche eine gerechte Verteilung desBrotes ermöglichte. Das Volk wurde zum Spa­ ren erzogen. Leider waren aber viele Teutsche gelehrige Schüler der englischen und ameri­ kanischen Meister, sammelten übermäßige .Kriegsgewinne an und trieben -Kriegswucher. Kriegsgewinn sei aber gestohlenes Gut, 'ge­ stohlen dem arbeitendem Volke, besonders aber dem Mittelstände. Für solche Auswüchse solle es nur eine Strafe geben, 'den Strang. Boviele mächtige Feinde habe Deutschland be­ siegt und der neue Feind, die "Engländer" im Innern, sollten nicht unter zu kriegen sein? Tie Rednerin meinte ,sie möchte nur auf die unverschämten Dividenden hinweisen, welche sich die Zuckerfabrik in Cannstadt lei­ sten konnte .Da sei doch die Erhöhung der Zuckerpreise Hohn. Möchten Deutschlands Frauen si chperbinden und gegen allen Kriegs­ wucher ankämpfen, in welcher Art und Form er an uns herantritt ,um diesen ewigenSchandsleck in der Kriegsgeschichte hinwegzuwaschen. Tie Rednerin ging sodann auf Einzelheiten ein. Als sie sich! über den hohen Preis der Marmelade und des Kunsthonigs beschwert ha­ be, sei ihr von dem Leiter der Lebensmittel-, stelle die Antwort geworden "Wenn sie-ihnen zu teuer ist, saufen sie sie nicht". Ebenso habe eine Anfrage über die.Zuckerperteilung eine erboste Antwort bekommen. Heute müs­ se Kunsthonig genommen werden, um die Zukierratton zu strecken. Alle Hausfrauen seien wohl darin einig, daß, sie um ein halbes Pfund Zucker aus allen Kunsthonig Md alle Marmelade verzichten würden (Großer Beifall). Wir brauchen keine geschmierten Stullen, uns schmeckt auch das trockene Brot. Warum werde daher den Fabriken Zucker zugewiesen zu Mar­ meladen und Kunsthonig..Tie Haussrauen wür­ den sich ihre Marmelade gerne selbst berei­ ten, wenn sie Zucker erhalten. Zur Margarine­ frage, glaubt sie, daß, die Verordner der Mar­ garinezuweisung bei einer Einladung zu einem Margarineessen viele Absagen senden würden. Zu dem Gebiete: "Wucherpreise" gehören auch die horrend hohen Holzpreise. EinKlafter Holz kostet 85 Mark und soll sogar teil­ weise schon auf 90—95 Mark "zu stehen kom­ men. Abgesehen pon Lebensmitteln sind Schuhwerk und Bekleidung nicht mehr zu kaufen, da sie wahnsinnig teuer .sind. Selbst Geschäfts­ leute legen sich vielfach diese Waren nicht mehr zu, da sie dadurch nur den Kriegsindustrie in die Hände arbeiten würden. Vielfach ist aber auch das Publikum schuld. Würden die graften ' weniger eitel fein, nicht der Mode stöhnen und sich hübsch mit dem Alten begnügen, selbst wenn ein Stückchen eingeflickt wäre, was tnt 'Kriege keine Schande wäre, so mühten biß Fabrikanten bald mit den Preisen herunter: gehen. Ebenso sei es mit den landwirtschaft­ lichen Produkten. Hierauf sprach Frau Professor Hummel zur Zuckerstage. Seit Beginn der Zuckervätionierung wollen hier die Klagen nicht verstum­ men. Tie Abzüge, die man an dem uns zuste­ henden ^Quantum gemacht hat durch ständige Hinausschiebung der Verteilung haben eine Er­ regung unter den Hausstauen hervorgerufen. j£a man heute nicht mehr sagen kann, wenn ich ■ das eine nicht haben kann, koche ich etwas anderes, so müsse man darauf dringen, dah die uns von Reichswegen zustehenden Mengen un; verkürzt gegeben werden. Zucker »ist ein Nähr­ mittel, das die an Fett und Fleisch fehlenden Stoffe ersetzen kann. Wird daher monatlich ein Viertelpfund abgezogen, so bedeutet dies den Nährwert von 4 Mittagessen. Ohne Zucker ist es nicht möglich, Mehlspeisen zu kochen, M auch Fett Und Mehl gespart werden messen. Es ist nicht Absicht,'die Erregung unter den Hausfrauen zu erhöhen. Im Gegenteil soll Beruhigung eintreten durch Nachweis der ge­ machten Fehler und Abhilfe gegen dieselben. Es ist dies umso notwendiger, als die Zuckerversorgung in anderen Städten eine'viel bessere ist als hier. Es muß vor allem eine genaue 'rechnerische Grundlage der Versorgungsberechtigten gefordert werden. Ferner fall ein Ver­ teilungsschema für Geschäfte und Konditoreien hergestellt und eine genaue Kontrofle der Mar­ ken und Vorbeugungen gegen Tauschhandel mit Mucker gefordert werden. Tie Antworten des Kommunalderbandes auf vorgebrachte Klagen waren meist gewunden und Laben entweder der Bevölkerungszahl, den Urlaubern, Diebstahl etc. die Schuld. Es wurde auch bestritten, dah die Bezugsberechtigten hier zu ftrrz gekommen seien. Hierin sei Zweifel zu hegen. Tsie Red] wertn gab dann eine genaue Zusammenstellung der einzelnen Zuckerabgabedaten seit der Ra­ tionierung des Zuckerbezuges von Ende April 1916 bis Ende Februar 1918. Es sind dies '22 Monate. Nach den Ausgabedaten wurden in dieser Zeit aber nur 20mal Znckermarken ver­ teilt, so dah also 2 Monate fehlen. Auch, an den Kürzungen der Ration übte die Redr.erin Kritik. Am 4. April 1917 habe die Lebensmit­ telstelle aus Anfrage bekanntgegeben, daß, sie bisher für 25 000 Personen Zucker erhalten ( habe, aber nur ca. 20 000 Versorgungsberech| tigte hier seien. Deshalb werde der zuviel beI 'zvgene Zucker abgezogen. Ties hätte 440 Gr. I pro Person ausgemacht. Es wurden aber 625 i Gramm abgezogen. Wohin der andere'Zucker gekommen ist, wurde nicht berichtet. Im No­ vember wurde eine weitere Kürzung vorgenom­ men, weil der Zucker für Urlauber nicht vlvfl | l geliefert worden sei. Tamals wurde gesagt, 6 dah der Kommunglverband für 22 291 Berech$ tigte Zucker erhalte (früher wurden nur 20 000 | angegeben), während für 24140 Personen Mar| len. ausgegeben wurden. Tie Schwankungen t der BevölkerungÄzahl samt doch, hier nicht grü| her sein als in Orten mit Kriegsindustrie. Auch, bei Ausgabe von Einkochzucker war Landshut schlechter gestellt als andere Orte. Wir bekamen 2embiertel Pfund, andere Orte,, z. B. München, 4 Pfund. Tie Angaben stützen sich! auf amt­ liches Material. Wenn man natürlich mitten­ drin einen Monat herausgreift, kann man alles mögliche beweisen. Betrachte man aber die Zuckerversorgüng von Anfang an, dann komme man zu dem Schlüsse, dah wir in Landshut um 2 Monate zu kurz geflo trotten sind. Tie ver­ schiedenen Kürzungen brachten eine weitere Be­ nachteiligung für Landshut gegen andere Orte. Ta alle Vorstellungen bei dem Kommunalver­ band nichts genützt haben, so ntßiffen sich die Landshuter Hausfrauen setzt an die K. Re­ gierung wenden, die dann das weitere veranlas­ sen möge. Tie k. Regierung soll gebeten wer­ den, nachzuforschen, welche Unregelmähigkeiten vorgekommen seien, über ihre Ermittlungen der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken tznd Vorsorge zu treffen, dah die Bevölkerung künftig die volle KopsUtenge erhält. i Es wurde sodann folgende Eingabe an die 1. Regierung einstimmig genehmigt, und von den anwesenden Haussrauen unterschrieben: ' "Tie versammelten Mitglieder der Hausfrauen-Abteilung des kath. Frauenbundes Und des Vereins für Fraueninteressen bitten die K. Regierung um Kontrofle des Verteilüngsplanes der hierher zugewiesenen Zuckermengen, damit den hiesigen Einwohnern allmonatlich! die ihnen zustehende Kopfquvte regelmäßig und unver­ kürzt zukomme. Begründung: Seit Beginn der Zuckerrationierung erfährt die Bevölkerung der Stadt Landshut von Seiten des Kommunaloerbandes von der ihr reichsgesetzlich zustehenden Kopf­ menge Kürzungen in Form von Abzügen an der Kopfmenge und immer, weiterem Hinaus­ schieben der Zuckerabgabe, die bei der Schwie« ngfeit der derzeitigen 'Verpflegung bei den Hausfrauen große Erregung hervorrufen und für die Volksgesundheit eine Schmälerung der</p>
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