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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-03-07"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 53</biblScope>
          <date when="1918-03-07">1918-03-07</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Der Vorfriede mit Rumänien. Ter Borfriede mit Rumänien. Rege Tätigkeit an der ganzen Westfront. — Die Verlegung der russische» Regierung «ach Moskau beabfichtigt. - Frankreichs Wut über den russischen Frieden. - Tie Jnterven- timt Japans im Osten. Der östett.-W. NW WTB. Wien, den 6. Mäch', mittags. — Amtlich wird gemeldet: A!n der italienischen Front keine besonde­ ren Ereignisse. Ter Wasfenstillstandsverkrag mit Rumä­ nien wurde formell unterzeichnet. Mus Grund desselben beginnen nunmehr die Friedensver­ handlungen. • Der Chef des Generalstabs.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. , WTB. Berlin, den 6. März. Amtlicher Abendbericht: Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Dte SeereslerWe. f er btatfmr BerW. I WTB. Berlin, 6. März 1918, mittags. Großes Hauptquartier: j : "»SeWltcker «rieg»scha*platz. &gt; • ®ms4 sei ««»eralfelvmarschatt» «r»*»riuz ÄmunwAt »#* «atze». ‘ Heftige Feuerübersälle der Feinde gegen unsere Stellungen auf' dem' Nordufer der Lys. ' Ein starker englischer Vorstoß bei Waasten wurde im Nahkamps abgewiesen. I ! Beiderseits der Searpe. und in Verbindung mit eigenen erfolgreichen Erkundungen n3rdßjdj und südwestlich von St. Quentin lebte die Gefechtstätigkeit aus. ' . i ghrost »es vestsibe« Krosvri*»««. ' einzelnen Abschnitten Artilleriekämpfe. Sturmabteilungen drangen in der Gegend bort Ornes in die französischen Gräben und brachten 2b Gefangene ein. Armee des Keneralfelvmarschalls Herz»» Albrecht wo* Württemberg ; Südlich vom Rhein—Marne-Kanal, tm Dhannertal und bei Altkirch rege Tätigkeit der Franzosen. \ £&gt;1ten. ' Im Verfolg der von der finnfändischen Regierung erbetenen militärischen Hilfe find deutsche Truppen auf den Aalandsinseln getofibet. Ter Waffenstillstandsvertrag mit Rumä­ nien ist von neuem formell unterzeichnet wor­ den. ( | Füiedensverhändlungen schließen sich un- 1 Mttelbar an. 1 Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts | Neues. | 1. Generalrn^arttermetK^v 1 8u de ndorf f. f</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. NW bts WAiralW«. l Lite Besetzung der Aälaudsinsclu. WTB. Berlin, den 6. Mürz. (Amtlich.) Ein zur Einrichtung eines Etappenplatzes für f die Hilfsaktion nach Finnland bestimmter Tchl I unserer Seestreitkräfte hat am 5. März nach-- | mittags bei Eckerb auf einer Aaland-Jnsel ge- | ankert. | i Ter Chef des Aldmjralstabes der Marine. _) 1</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. timt Japans im Osten. Der östett.-W. NW WTB. Wien, den 6. Mäch', mittags. — Amtlich wird gemeldet: A!n der italienischen Front keine besonde­ ren Ereignisse. Ter Wasfenstillstandsverkrag mit Rumä­ nien wurde formell unterzeichnet. Mus Grund desselben beginnen nunmehr die Friedensver­ handlungen. • Der Chef des Generalstabs.</p>
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          <p>Der Vorfriede mit Rumänien. Der Vorfriede mit Rumänien. l WTB. Berlin, 6. Marz. In Buffett wurde gestern abends 7 Uhr , der Borfriede mit Rumänien abgeschlossen, f ! f i ' l Es wurde eine 1 Itägige Waffenruhe ver­ einbart, innerhalb welcher der endgiltigeFriede abzuschließen ist auf folgender Grundlage: ! . Abtretung der Tvbrudscha bts zur Donau. 39er Vierbund sorgt für die Erhaltung eines rumänischen Handelsweges über Kvnstantza nach dem Schwarzen Meere. Tie von Oesterreich-Ungarn geforderten Grenzberichtigungen werden grundsätzlich an­ genommen. Entsprechende wirtschaftliche Maß­ nahmen werden grundsätzlich zugestanden. ' Rumänien demobilisiert sofort mindestens 8 Divisionen, die übrige Armee nach 'Wieder­ herstellung des Friedens zwischen Rußland und Rumänien. ' Rumänien räumt sofort das noch besetzte österreichisch-ungarische Gebiet und verpflichtet sich, Truppentransporte der Verbündeien nach! Odessa eisenbahntechnisch zu unterstützen und die Ossitziere der mit dem Vierbund üm Kriege befindlichen Mächte zu entlassen. Ter Vertrag tritt sofort in Kraft.</p>
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          <p>B» westliche« AlMs-WW. Frankreich, und der russische Friede, t Tie sranzjvsifche Presse ist über den Frie­ densschluß mit Rußland aufs höchste' empkbrt^ Tjke neue Kriegskonfereuzl in Versailles soll am 22. März, abgehalten werden. Vor dieser Konferenz seien amtliche Erklärungen über die neu geschaffene Lage im Lasten nicht zu er* warten. Ein offener Brief CaUlaux. Tie Basler Nachr. berichten aus Paris: Cafillaux richtete einen offenen Brief an seinen Verteidiger und Freund Cecaldi, in dem es hejißt. Heute stürzt alles zusammen. Wie ich in der Kammer ant 22. Dezember erklärt habe, sind meine Hände rein. Man hat in diesem geheimnisvollen Florentiner Schrank alles Vom westlichen Kriegsschauplatz. durchwühlt und durchsucht. Sämtliche Wertpa­ piere hat man mir zurückgeben müssen. Tiefes Ergebnis bestätigt meine 'Versicherungen auf das glänzendste. 1 ' Eine amerikanische Alrtitteriedasis in Frank» WTB. Washington, 5. März (Reuter.) Täs Kriegsdepartement der Vereinigten Staa­ ten teilt mit, daß in Frankreich eine große Attilleriebasis errichtet wird, djie 25 Millionen Lollar kosten wird. Me Basis wird aus 20 großen MagatzineN, 12 großen Werkstätten so­ wie 100 kleineren Werkstätten und Magazinen bestehen. Mit dem Bau der Artilleriebafis^ zu deren Betrieb 450 Offiziere und 16000 Mann nötig sein werden, wurde vor mehreren! Wochen begonnen, nachdem ein großer Teil des benötigten Materials und der übrigen Aüsrüstung in Frankreich eingetroffen war. • ; Ter französische Zorn. i Die sranzlösifche Presse ist über den Frie­ densschluß Rußlands aufs höchste enttäuschte Es sei ein derart unerhörter Verrat, daß man keine Worte mehr finde. Ter 'Friede fei na­ türlich unannehmbar und nicht rechtsbindlich und werde bei den endgültigen Friedensver­ handlungen umgestoßen werden müssen. Ti« Ententeregierungen pflegen Unterhandlungen, auf welche Weise die maximalistische Regierung zu stürzen wäre. Das Einschreiten Japans sei nicht wirkungsvoll genug. Tie Presse erhielt Weisung, mit allen Mitteln das Ansehen der maximalistischen Regierung zu untergraben, und die Oefsentlichkeit darüber aufzüklaren, daß es nicht ausgeschlossen sei, daß die En­ tente Rußland offiziell den Krieg erkläre. Ein anderer Teil der Presse klammert seine Hoff­ nung daran, daß die aus Kiew und anderen! Städten in Moskau eingetroffenen Konsuln Frankreichs, Englands und Amerikas Stim­ mung machen werden, damit der für 12. Märzj nach Moskau einberufene allgemeine SowjetKongreß den Vertrag von Brest-Litowsk für unverbindlich, erklärt. f</p>
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          <p>konnte. Tße spätere Rede Sonninos in Rom stützte "sich dann auf diesen Beschluß, der AIjpiierten, der natürlich in Italien die impe­ rialistischen Forderungen sehr stark entfacht hat. 1</p>
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          <p>Finnland Freiheitskampf. AUS Rlltzwd. Verschleppte Ljeutsche «nd Esche« in Li- ' bitte«. Ein in Tvrpat eingetroffenes Telegramm besagt, wie der Kriegsberichterstatter der aus Tvripat meldet, daß die als Geiseln ver­ schleppten Teutchen und Eschen ins Innere Rußlands Wetter verschleppt worden ftnd.Fünjzehn Wagen mit etwa 450 Personen befinden sich aus der Fahrt nach Tastnojarsk. Ein wei­ terer Zug von 130 Verschleppten .unter ihnen auch Frauen und Kinder, ist nach Zekaterinenburg unterwegs. Wenn man täglich in Tovpat die grauenbaften Schilderungen der deutschen Kriegsgefangenen über chre Leiden in Rußland hört, mutz man für die deutschen Verschleppten das Schlimmste befürchten. ; Mn«la«Ss Freihettskampf. 5sie Revolution in Finnland. Petersburg, 4. März. (P. T.fAi) Aus Helsssngsors wird amtlich gemeldet, daß in der Stadt Mkolaistad auf Befehl des früheren bürgerlichen Senates die Mitglieder der Roten Garde und zahlreiche andere Personen, die sich weigerten^ .die frühere Regierung anzuerken­ nen, verhaftet wurden und durch das Kriegs­ gericht abgeurteilt wurven. Tornea ist gegen­ wärtig in den Händen der Gegenrevolutiowäre. Tjie finanzielle Krise ist jht der Stadt Kahen und in vielen anderen von der sinnländischen Bourgeoisie besetzten Städten Nordsinnlands zu beobachten. Tier Ort Karkkonummt N Nordsinnland wurde von den GegenrdovluVivnären besetzt, tags darauf jedoch von den re­ volutionären Truppen beinahe ohne Kampf genommen. Tie Weitzen Garden erlitten eine vollkommene Niederlage. 440 Gegen revolutio­ näre, unter denen sich viele Ausländer befan­ den, wurden verhaftet und nach Helstingsors gebracht. Wie sich die "Teutsche Tagesztg.^ melden Mtzt, fanden Kvssschen den Regierungen in Pe­ tersburg und HeMngsors Verhandlungen statt, als deren wichtigster Punkt der Entschlutz Pe­ tersburgs hervorzuheben ist, seine Truppen aus Finnland zurückzuziehen.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Der Ätitfl M gnflloiib. ! Ein zweiter B-ries Lord Lansdownes. Täily Telegraph veröffentlicht einen zwei­ ten Brief Lord aLnsdownes, worin dieser sagt, daß die jüngste Rede des Grafen Hertling ein wesentlicher Fortschritt in dem Gedan­ kenaustausche über den Frieden sei. &gt; Ter Berliner Lok.-Anz. schreibt zu die­ sem zweiten Brief Lord Lansdownes: Es ist Wohl kein Zufall, daß der neue Friedenssühler Englands rüst in dem Augenblick kommt, in dem sich nach zuverlässigen Nachrichten die 4 Symptome mehren, daß England unter dem Drucke unseres U-Bootskrieges dem Erlah­ men mit zunehmender Schnelligkeit zustrebt. Wir können diesen neuen Brief Lord Lans­ downes, der vielleicht nicht ohne Verständig­ ung mit Lörd George geschrieben wurde, ruhig als ein Eingeständnis dessen annehmen. Ge­ schickt ist der Brief abgefaßt, das mutz man sa­ gen. Aber woraus laufen die Vorschläge Lord Lansdownes int Grunde genommen hinaus? Wir entwerten unser Faustpfand Belgien, in dem wir seiner Räumung unter der alleinigen Bedingung papierener Garantien von vorneherein zustimmen. Gleichartige Bedingungen übernehmen wir für die besetzten tziebietck Frankreichs uno Italiens j£onn ruhen die Waffen .Und während infolge des Fehlens un­ serer U-Bootswaffe die Ententestaaten ihre Be­ stände wieder auffüllen und sich! in die Lage versetzen könnten, den Krieg jederzeit wieder aufzunehmen, verhandeln wir ohne jedes Tlruckmittel in der Hand aus einer Konferenz!, bereit Mehrheit unsere Feinde sind, über de­ ren Wünsche auf deutsches, österr.-ungar. und türkisches Gebiet. Hält Lord Lansdowne unsere Staatsmänner tatsächlich für so naiv, daß sie auf einen solchen Plan eingehen sollten? ,</p>
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          <p>Japan im Kriege. testlnehmen werde. Es ist dSer seitens der Vereinigten Staaten keine Opposition zu warten. 3WN im Kriege. Japan und Amerika. 1 In Washington glaubt man, daß die mili­ tärische Aktion Japans in Sibirien unmittelbar 'bevorstehe. Tie amerikanische Regierung gab keinerlei Erklärung. Zn diplomatischen Krei­ sen verlautet, datz die Japaner mit Rücksicht auf die dringende Notwendigkeit rasch vorgehen und gleichwertig die diplomatischen Verhand­ lungen fortsetzen werde, um sich mit den Ver­ einigten Staaten und den Alliierten über Um­ fang und Ziel der Aktion zu einigen. r Tas Vorgehen Japans in Sibirien. ' Paris, den 5. März. (Havas.) Ter Ma­ tin gibt Einzelheiten zu den Erklärungen Pichons in dem Kammerausschutz für Auswärtige Angelegenheiten und sagt, in dem Augenblick wo die maxrmalistische Propaganda die Ober­ hand getoinne, bereite Sibirien sich vor, die ungeheuren Vorräte an sich zu raffen, welche die Japaner für die russische Regierung an­ häuften. Energische Maßnahmen drängten sich aus. Es sei sicher, datz das, was in die Hände der Maxtmalisten falle, eine Beute des Fein­ des würde. Es Jet also Pflicht der Alliier­ ten, die Erzeugnisse in Verwahrung zu neh­ men, welche sie für die verbündete ^Regierung bestimmt hätten. Japan könne billigerweise al­ lein vorgehen, ziehe aber vor, int Einverneh­ men mit den Alliierten zu handeln .WilsonI stellte nach gewissenhafter Prüfung fest, datz das japanische Eingreifen int Aufträge der Alliier­ ten, dem Grundsätze welchem er aussprach, in feiner Weise zu nahe trete. Es handle sich nicht darum, aus der russischen Verwirrung Vorteile zu ziehen oder gegen den bisheri­ gen Alliierten feindlich! aufzutreten. Es handle sich vielmehr um einen Schachzug gegen das deutsche Eindringen, welches die Zerstörung des Gleichgewichts der Mächte in Asien erstrebe. Tie maximalistische Regierung verletzte durch ihre Unterzeichnung eines schimpflichen Frie­ dens die Verträge. Miftionen von Russen mach­ ten sich darauf gefaßt, preisgegeben zu wer­ den. Das Eingreifen der mächtigen japani­ schen Armee sei das natürliche Mittel zum Vor­ gehen der Entente in Rußland. Tie Aufgabe Japans werde abgeschlossen sein, wenn es die Hand, welche Teutschland aus Russisch-Asien lege, zurückgestoßen habe. I 'Tie Intervention Japans. '&lt; London, 5. März. (Reuter.) "Daily Mail" meldet, datz die Verhandlungen bezügAch einer Intervention Japans in Sibirien } Kriegsanleihe ist in demselben beschränkten Mai .... s. r.I hg wie früher ebenfalls wieder zugelassen. TWS-MkkW. 1 Tie sächsische Wahlrechtsreform. Der Versassungsausschuß der zweiten sächsischen Kam­ mer nahm den nationalliberalen Antrag auf vermutlich in den nächsten 24 Stunden beendet sein wird. Tie Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Italiens in Tokio beabsich­ tigten gestern gemeinsame Vorstellungen zu machen und zu ersuchen, datz Schritte zum Schutze der Interessen der Alliierten in Sibi­ rien unternommen werden. Man glaubt nicht, daß 'der Botschafter der Vereinigten Staaten i Einführung des gleichen, geheimen und diin Tokio an dieser gemeinsamen Vorstellung | retten Wahlrechtes mit zwei Zusatzstimmen, . ^ = v -- " die nicht nach Einkommen und Vermögen zuge­ teilt werden dürfen, an. Ter Ausschuß der ersten Kammer stimmte gegen 2 Stimwen der Regierungsvorlage über die Reform der er­ sten Kammer ohne Aenderung zu. Eine gründliche Aenderung durch die zweite Kammer ist sicher, i i Tjie innerpolitWhr Lage« in Oesterreich. In der innenpolitischen Lage ist bisher keine Aenderung eingetreten. Tie Besprechungen am Freitag haben zu keinem Resultate geführt. Tie Polen ,Tschechen und Südfladen bleiben bei ihrer Opposition gegen das Budget, Bei der Verweigerung des 6monatigen Kredites schließen sich ihnen die deutschen Sozialde­ mokraten an. &gt;</p>
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          <p>Aus Amerika. Amerikanische Agitation gegen den Frie» ! de». WTB. Philadelphia, 4. März. (Reu­ ter.) Ein Konvent, der sich "Gewinnt den Krieg für einen dauernden Frieden!" nennt, wird hier für den 16. Mat zusammenberufen. Ter Aufruf ist unterzeichnet von dem früheren Präsidenten Taft, von K ardinal Gibbons, Sa­ muel Gompers und anderen angesehenen Per­ sönlichkeiten. Er erklärt als Ziel des Konvents, den Entschluß des amerikanischen Volkes, bis J für beide Mecklenburg" veröffentlicht an der | zur Niederlage des preußischen Militarismus | zu kämpfen, zu unterstützen, und den Widerstand f zu bestärken gegen einen vorzeitigen Frieden. ; Ferner soll er als Brennpunkt einer aus einen f dauerhaften und durch eine Liga der Natio­ nen gesicherten Frieden gerichteten Anstren­ gung wirken." 1 \ Amerikanische Lustrüstnng. s WT ashtngron, 5. Mäch. Reuter mel­ det: Das Kriegsdepartement hat vom Kongreß außer den bewilligten 640 Millionen Tvllar für die Durch sührung der Luftrjüstnngen noch weitere 450 Millionen Dollar verlangt. Die 8. Kriegsanleihe. ; ' x i i i ! Zur gewohnten Zeit, ein halbes Jahr nM der 7. Anleihe, rüstet sich die Finanzverwaltung des Reiches, eine neue Kriegsanleihe aus­ zulegen. Nichts kennzeichnet die unerschütter­ liche wirtschaftliche und finanzielle Kraft Teutschlands besser als die Stetigkeit und Ruhe, mit der sich — im Gegensatz zu unseren Feinden — unsere finanzielle Kriegsrüftung vollzieht. &gt; Tie gewaltigen Erfolgs der bisherigen Kriegs­ anleihen beteiligen zu Vertrauen und Zuver­ sicht auf die Bereitwilligkeit des deutschen Volkes, auch dieses Mal wieder sein Geld in den Dienst des Vaterlandes zu stellen, und er­ möglichen es der Reichsfinanzverwaltung, an ! den bewährten und gewohnten Bedingungen der letzten Kriegsanleihen auch bei der Begeb­ ung der neuen festzuhalten. Es werden wieder die bekannten oproztznc. ' Schuldverschreibungen und daneben die vier8 einhalbprozentigen auslösbaren Schatzanwei sungen, beide Mm Preise von 98 Mark für,100 Mark Nennwert aufgelegt. Tie Schatzanwei­ sungen unter siegen den gleichen Verlosungsbe­ dingungen wie die der 6. und 7. Kriegsanleihe. Wird die Kriegsanleihe in das Schuldbuch ein­ getragen — mit Sperre bis 15. April 1919 — ft ermäßigt sich der Zerchnungspreis aus 97,80 Mark. Tie Zeichnungsfrist läuft vom 18. März bis 18. April. Um den Zeichnern die Möglich­ st zu geben, alle ihnen im Lause der nächsten Monate noch zufließenden Einnahmen der "An­ leihe zu widmen, können die Einzahlungen in 4 Raten (ant 27. April 30 Prozent, am 24. Mai 20 Prozent, am 21. Juni und 18. Juli je 25 Prozent des gezeichneten Betrages) gelei­ stet werden. "Wer aber die Mittel bereit hat und möglichst bald in den Genuß der 5prozent. Verzinsung gelangen will, kann die Vollzah­ lung schon vom 28. Mäch an leisten. Ter Zin­ senlauf Beginnt am 1. Juli 1918, bei früheren und späteren Zahlungen werden Stückzinsen wie herkömmlich verrechnet. Ter erste Zinsschein ist also am 2. Januar 1919 fällig. Ein Umtausch der älteren 5prozentigen Schuldver­ schreibungen und der früher ausgegebenen Schatzanweisungen in SchaWnweisungen der $.</p>
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          <p>Die 8. Kriegsanleihe. | zur Niederlage des preußischen Militarismus | zu kämpfen, zu unterstützen, und den Widerstand f zu bestärken gegen einen vorzeitigen Frieden. ; Ferner soll er als Brennpunkt einer aus einen f dauerhaften und durch eine Liga der Natio­ nen gesicherten Frieden gerichteten Anstren­ gung wirken." 1 \ Amerikanische Lustrüstnng. s WT ashtngron, 5. Mäch. Reuter mel­ det: Das Kriegsdepartement hat vom Kongreß außer den bewilligten 640 Millionen Tvllar für die Durch sührung der Luftrjüstnngen noch weitere 450 Millionen Dollar verlangt. Die 8. Kriegsanleihe. ; ' x i i i ! Zur gewohnten Zeit, ein halbes Jahr nM der 7. Anleihe, rüstet sich die Finanzverwaltung des Reiches, eine neue Kriegsanleihe aus­ zulegen. Nichts kennzeichnet die unerschütter­ liche wirtschaftliche und finanzielle Kraft Teutschlands besser als die Stetigkeit und Ruhe, mit der sich — im Gegensatz zu unseren Feinden — unsere finanzielle Kriegsrüftung vollzieht. &gt; Tie gewaltigen Erfolgs der bisherigen Kriegs­ anleihen beteiligen zu Vertrauen und Zuver­ sicht auf die Bereitwilligkeit des deutschen Volkes, auch dieses Mal wieder sein Geld in den Dienst des Vaterlandes zu stellen, und er­ möglichen es der Reichsfinanzverwaltung, an ! den bewährten und gewohnten Bedingungen der letzten Kriegsanleihen auch bei der Begeb­ ung der neuen festzuhalten. Es werden wieder die bekannten oproztznc. ' Schuldverschreibungen und daneben die vier8 einhalbprozentigen auslösbaren Schatzanwei sungen, beide Mm Preise von 98 Mark für,100 Mark Nennwert aufgelegt. Tie Schatzanwei­ sungen unter siegen den gleichen Verlosungsbe­ dingungen wie die der 6. und 7. Kriegsanleihe. Wird die Kriegsanleihe in das Schuldbuch ein­ getragen — mit Sperre bis 15. April 1919 — ft ermäßigt sich der Zerchnungspreis aus 97,80 Mark. Tie Zeichnungsfrist läuft vom 18. März bis 18. April. Um den Zeichnern die Möglich­ st zu geben, alle ihnen im Lause der nächsten Monate noch zufließenden Einnahmen der "An­ leihe zu widmen, können die Einzahlungen in 4 Raten (ant 27. April 30 Prozent, am 24. Mai 20 Prozent, am 21. Juni und 18. Juli je 25 Prozent des gezeichneten Betrages) gelei­ stet werden. "Wer aber die Mittel bereit hat und möglichst bald in den Genuß der 5prozent. Verzinsung gelangen will, kann die Vollzah­ lung schon vom 28. Mäch an leisten. Ter Zin­ senlauf Beginnt am 1. Juli 1918, bei früheren und späteren Zahlungen werden Stückzinsen wie herkömmlich verrechnet. Ter erste Zinsschein ist also am 2. Januar 1919 fällig. Ein Umtausch der älteren 5prozentigen Schuldver­ schreibungen und der früher ausgegebenen Schatzanweisungen in SchaWnweisungen der $. Ach einer Intervention Japans in Sibirien } Kriegsanleihe ist in demselben beschränkten Mai .... s. r.I hg wie früher ebenfalls wieder zugelassen. TWS-MkkW. 1 Tie sächsische Wahlrechtsreform. Der Versassungsausschuß der zweiten sächsischen Kam­ mer nahm den nationalliberalen Antrag auf</p>
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          <p>Spitze ihres Blattes folgende Erklärung: "Um den im Zusammenhang mit dem Ableben Sr. Königlichen Hoheit des Großhevzvgs Adolf Friedrich umlaufenden falschen Gerüchten ent­ gegenzutreten, sieht sich das unterzeichnete Ministerium des Großjherzvglichen Hauses zu sa­ gender Feststellung veranlaßt: Seine König­ liche Hoheit der Großherzog beabsichtigte sich in allernächster Zeit irrtt der Prinzessin eines deutschen Fürstenhauses zu verloben, bereit An­ mut und Liebreiz tiefen Eindruck auf ihn mach­ te. Ehe der GroMerMg den seiner Neigung und seinen Herrscheripslichten entsprechenden Schritt unternehmen konnte, mußten zunächst die Hindernisse beseitigt werden, die in einer früher beabsichtigten Verbindung, deren Ver­ wirklichung aber wegen der Ebenbürtigkeits-&gt; frage nicht möglich war, ihren Ursprung hat­ ten. Tie zur Lösung jener Verbindlichkeiten geflogenen Verhandlungen, die längere Zeit in Anspruch nahmen und weitaus schwieriger waren, als erwartet werden konnte, drückten stark auf das Gemüt des überaus gewissenhaf­ ten und feinfühlenden hohen Herrn. Und als schließlich in jenen Verhandlungen eine Wen­ dung eintrat, die der Großherzog erhvsste und die eine günstige Lösung für stark gefährdet an­ sehen ließ, bemächtigte sich seiner eine derartige Verzweiflung über die Gestaltung seiner Zu­ kunft, daß seine klare Urteilskraft getrübt und sein Gemüt verwirrt wurde. Alus diesem Zu­ stand geistiger Verwirrung ist allein der un­ glückselige Schritt zu erklären. Alle anderen umlaufenden Gerüchte sind gänzlich unbegrün­ det. Neustrelitz, 4. März 1918. Das Ministe­ rium des Grohherzoglichen Hauses. Bossart." Site Polen gegen den Friedensvertrag mit der Ukraine. In der gestrigen Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses gab bei der Beratung des Haushaltes der Ansiedlungs­ kommission' der polnischen Abgeordnete Tr. Sehda eine längere Erklärung ab, in der er die Abtretung des Chvlmer Landes, an die Ukraine schärsstens bekämpfte als eine schwer Verletzung des den Polen nicht zuerkannten Selbstbeschmmungsrechtes, als einen brutalen Schlag gegen den auch von den Mittelmächten anerkannten Grundsatz eines demokratischen Friedens ohne Annexionen. Die polnischenAbgeordneten hielten augenblicklich jeden weite­ ren Meinungsaustausch für aussichtslos, wes­ halb sie es ablehnen, sich an einer weiter­ gehenden Aussprache über die polnische Frage vorerst zu beteiligen. Ter Vizepräsident des Staatsministeriums Dr. Friedberg machte dem Abgeordneten Tr. Sehda, der sich! als Ver­ treter der polnischen Nation in Preußen vor­ gestellt hat, bemerklich, daß er eine solche nicht kenne. Er rügt des weiteren dessen Kritik an der deutschen Poltti aus das entschiedenste. Me Nationalliberalen für vas gleiche Wahlrecht. Tas Bert. Tgbl. erfährt, daß sich der Zentralausschuß 'der na'tionalliberalenPar- tei mit neun Zehntel Mehrheit für das glei­ che Wahlrecht ausgesprochen habe. iKardjinal Serasini ist in Rom jn der vergangenen Nacht gestorben .Kardinal Sera­ sini wurde zusammen mit dem Münchener Erz­ bischof' Bettinger am 25. Mai 1914 vomPapst zürn Kardinal ernannt.</p>
        </div>
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          <p>Allerlei. Mettel 3 Mädchen verbrannt. Zn einer Spielwa­ renhandlung in Berlin entstand durchExplosion von Feuerwerkskörpern ein Brand, bei dem drei Kontoristinnen ums Leben kamen. Verhängnisvoller Scherz. Jn liefernder bei Maisach, zielte am Samstag ein beurlaub­ ter Soldat mit seinem vermeintlich ungelade­ nen Gewehr auf einen unter der Haustüre 'ste­ henden jungen Burschen. Ein Schuß ging los und ins Herz getroffen stürzte der Bursche tot zu Boden. ' Große Neberschtvcmmuugcn. Gewaltige Regengüsse sind im Februar in Transvaal und Natal niedergegangen. Jn "Watervalhooen stürzten Felst^ümmer auf einen Zug; 14 Schwavze fanden den Tod. Jn Natal wurde ein Tal so überschwemmt, daß 63 Weiße ver­ mißt werden; man befürchtet, daß viele Ein­ geborene umgekommen sind. Zn Mnzntie (Zuhüland) haben 300 Eingeborene ihr Leben ver­ loren. '29 Menschen, die aus dem Dache eines Hotels Zuflucht suchten, wurden weggespült. Für 600000 Mark Waren verschoben. Tie Polizbi in Gelsenkirchen hät große Schiebun­ gen in Arbeitsanzügen, Kleiderstoffen undMetallen im. Werte von 600 000 Mark aufgedeckt. Tie an den Schiebungen beteiligten Personen wurden verhaftet.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. BMW MchrichtkL Ljie Svnntagsarbeit in Rüstungsbetriejben ist wieder ausgehoben. ! Staatsßuschnsse. Auch Heuer werden, eben­ so wie in bett vergangenen Jahren, den Land­ wirten Staatszüschüsse bei der Anschaffung von Sämaschinen gewährt. ,</p>
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          <p>die Hunde; der erste, der den Brand mertte fand gegen die Gewohnheit die Haustüre of­ fen .Es ist kaum ein Zweifel ,daß das Ver­ brechen des Raubmordes durch Brand ver­ deckt werden sollte. Niederbayerische Nachrichten. MtttMW MkiM Simbach, den 5. März. (Raubmord.) Seit Jahrzehnten wohnten die Geschwister Quirin und Amalie Sälzl in einem Landhäuschen in Stubenberg in guten Verhältnissen. Tie Bei­ den waren 81 bezw. 79 Jahre alt. Jn der Nacht zum Sonntag brannte das Anwesen nie­ der und beide fanden in den Flarnmen den Tod. Ter Bruder war noch erkennbar, die ver­ kohlte Schwester nicht mehr;' ihr fehlte ein Fuß. Schon nachts 10 Uhr bellten ums Haus</p>
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          <p>—* Max Bayerhammer, der bekannte Schauspieler, ein geborener Mederbayer, hat kürzlich in München in verschiedenen Theatern und jüngst in Passau mit großem Erfolge ga­ stiert. Vielleicht Märe uns auch in Landshut einmal Gelegenheit geboten, diesen Sohn unse­ rer engeren Heimat in einem Gastspiel zu sehen. —* Die Rechnung des Kommunalver­ bandes sür Januar 1918 weist 38 660.94 Mark Ausgaben und 29161 Mark Einnahmen, so­ mit 19 499.23 Mark Mehrausgaben ans. —* An Notgeld sind in unserer Stadt noch 25 000 Mark in Umlauf, sür welche Tekkung bestem ist,, während für 24 939 Mark be­ reits wieder zur Einlösung gelangte. —* Die Orts kohlen st eile hatte nach dem Rechnungsausweis im Monat Januar 19 300 Mark Ausgaben und 18 400 Mark Ein­ nahmen, somit 837 Mark Mehrausgaben. —* 7Der Kartofselankaus unserer Stadt weist im Januar 272 268.03 Mark Aktiva und 375 819 Mark Pqssiva aus, somit 103 551 Mark 4 Pfg. Passiva, denen jedoch die vorhan­ denen Kartofselvorräte gegenüber stehen. —* Ueber Beschlagnahme und Be­ standserhebung von Bekletdungs- und Aus­ rüstungsstücken für Heer, Marine und Feld­ post, über Honigverwertung und über Einssührung von neuen Reichsbrotmarken sind Be­ kanntmachungen int Anzeigenteil der heutigen Nummer enthalten./ ; —* Der Preis sür frische Eier wurde mit sofortiger Wirksamkeit auf 19 Pfenig sür das Stück festgesetzt. '■ *—* Der Monatvieh markt war gestern nur schwach bestellt. Auf der hiesigen Bahnsta­ tion gelangten infolgedessen nur 12 Wagen Großvieh zur Verladung. —* H,efenot ist durch ein ganz einfaches Verfahren zu beseitigen. (Siehe Inserat.) —* Pension Schö ller. Tie gestrigeWiederholung der Wohltätig keitsvorstellung der Jugendabteilung des Kach. Frauenbundes im Stadttheater brachte wieder ein ausverkauftes Haus. Tie ergötzliche Posse "Pension SchPller" kam mit herzerquickender Nqtürlich-keit unter der geschickten Leitung des Herrn Gröbmair zü feinabgestimmter Darbietung und hielt die Lachmuskeln der Zuschauer in ständiger Be­ wegung. Vor allem war es der sensationslü­ sterne Provinzonkel (Herr Fischer), der durchaus, einer Soiree in einer Heilanstalt sür Geisteskranke beiwohnen wollte. Sein Neffe Alfred 7Herr Kuhn jun.) und dessen Freund, Maler Kießling (Herr Bernhard) führen ihn jfn die Familienpension Schüller, deren ex­ centrische Bewohner ihn in dem Wahne be­ stärken, daß er es mit Geisteskranken zu tun habe. Noch, toller wird die Situation, als sich die vermutlich, Kranken nach seiner Heim'fihr aus seinem Landsitze einfinden, wo sie der entsetzte Onkel samt und sonders hfutecSchloß und Riegel bringt, wodurch er selbst in den Verdacht der Geisteskrankheit kommt bis endlich sfch alles in allgemeines Wohlgefallen auf­ löst. Es wurde sehr flott gespielt. Außer den bereits Genannten Hütten an dem Erfolge nnd) hervorragenden Anteil Frl.- Klopfer (Schrift­ stellerin), Frl. Bernhard (Frau"Pfeiffer), Fdcl. Marianne Rieger (ihre Tochter), Frl. Zöllner (Witwe Spresser), Frl. Schließhahn und Schrö­ der (ihre Töchter) und die Herren Kuhn sen. (Major a. D.), Herr Bär (Löwenxäger),, Hevr Gröbmair (angehender Schauspieler), Herr Ber­ ger (Direktor Schöller), Herr Stadler (Zähl­ kellner). Tfe Darstellung ries mehrmals stürnftsche Heiterkeit hervor, so daß wohl alle Zuschauer dankbar des vergnügten Abends ge­ denken werden. T«en Mitwirkenden wurde der Dank durch reiche Blumengebinde unter dem lebhaften Beifall des Hauses zum Ausdruck gebracht.</p>
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          <p>Die Nebelfrau. Sie RtbelfliUl. 1 ! Roman von Aünh Wüthe. ' 31] 1 | l (Nachdruck verboten.) Ja, Hrrr, das will sich wohl bewahren, die Dotret versteht es so gut wie ein Steuermann. In ja man sonst ein ptmpeltches Wesen, so'n Weib aber Dorret Bunsen — er spuckte in einem großen Bogen ane — aye Achtung, die ts anders, wie die anderen Weiber, nicht aufgetakelt aber fest! Enger zog er die Sturmkappe um das braune Gesicht. Der Graf winkte stumm mit der Hand. Dann stieg auch er in das Boot. Mit scharfem Kiel schoß es hinaas in die Nacht. Ringsherum war ein Sausen und Brausen. Von Zeit zu Zeit zerriß ein heller Blitz die dunkle Sonnwendnacht, der zeigte Gras Reimar das blonde Frtefenmädchen am Steuer, wie es leuchtenden Auges durch die Nacht spähte. Der Sturm pfiff sein tollstes Lied. Und Graf Reimar empfand, daß es etwas Beseligendes sei, sein Leben für andere einsetzen zu können, und daß das seinige, so wie er es lebte, doch eigentlich wertlos fei. Niemand zur Lust und niemand zn Leide Warum hatte er geduldet, daß dieses Mädchen dort mit den Männern hinausfuhr tu die Nacht? Konnte nicht eine einzige Welle sie vernichten? Und er ertappte sich plötzlich bei dem Gedanken ob wohl Undine auch so unbeirrt wie Dorret Buchen gehandelt hätte, wenn fremde Menschen über die Wellen Hilfe heischten? Nein, sie hatte wohl fein Herz, diese seelenlose Undine, die. sich so willfährig verkaufte, um für sich und die Ihren den Hof zu retten. Ekelhaft war das, auch nur daran zu denken. Wieder ein greller Blitzschlag. DorretS Augen flammten in die seinen. Dort, Herr, sagte sie laut, treibt eine Planke. Jens Lüng wir müssen links herüber halten. Ihre Worte erstorben im Tosen der WellenMit kräftiger Hand meisterte sie das Steuer. Graf Reimar wollte ihr behilflich fein. Rein, Herr, legt die Ruder ein. Ich schaffe es schon. Ich sehe das Wrack, gebrochen ist Bug und Kiel. Die Masten sind versunken, aber noch immer steigen Leuchtkugeln auf. Menschen klammern sich noch an die Planken, Menschen Herr! Mit übermenschlicher Kraft strebten die braunen Schiffer dem Ziele zu. Und durch den lauten Sturm und das Dröhne« des Donners erscholl es wie wimmernde Angst, dann $ wurde es still. Auch der Sturm ließ nach, fahl und grau dämmerte der Morgen herauf. Drei Meschen barg das Boot des Grasen Relmar. Drei Menschen, die sie aus Todesgefahr gerettet, geleitete« die braven Seeleute heimwärts. Jetzt führte Graf Reimar mit nerviger Faust dar Steuer. Dorret Bunsen hockte ganz still auf der «affen Schiffsbaus. Jn ihrem Schoße ruhte das totenblasse Haupt eines Mannes mit geschlossenen Augen. Dorret Bunsen hatte ein weißes Tuch fest ge­ gen die breite Stirnwunde gedrückt, von der trotzdem langsam das Blut herniedersickerte. Sie wandte kein Auge von dem Verletzten, deflen Haupt sich immer schwerer in ihren Schoß schmiegte. Rur nicht sterben, bebte ihr Herz. Laß ihn leben, Herr. Er ist noch so jung und das Leben ist so schön. Die beiden anderen Männer, zwei Matrosen, lagen still im Boote. Sie waren zu Tode erschöpft, aber sie lebten doch, und es war so wonnig, zu leben. Ein heillges, großes Glücksgesühl quoll in Dorret auf. An diesem hier hatte auch sie teil, der gehörte ihr. 1 (Umsetzung folgt.) , . ' .</p>
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          <p>Letzte Posten. Letzte soften Reue U&gt;f}**t£etfet«e. ; WTB. Berlin, den 6. März. Amtlich.c Durchs unsere Unterseeboote wurden auf dem * nördlichen Kriegsschauplätze 21000 Br.-Reg.-- Tonnen Handelsschiffsraumes vernichtet. Un­ ter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Tampfir Whitecour (3680 Tonnen) mit einer Kohlenladung, ferner zwei bewaffnete Dämpfer vvn 5000 und 4000 Ton. Ein Dampfer hatte Erz und Holz für England geladen. Die Erfolge wurden zuM größten Teile in der irischen See erzielt, i Ter Chef des Admiralstabes der Marine. ! Aus Petersburg. Stockholm, den 6. Mävz,. Nach einer Havasmeldung aus Petersburg bojn 5. Märzj ist die russische Friedensdelegation heute zurück­ gekehrt und wird abends im Zentralausschuß der Sowjets Bericht erstatten. Der Text des Friedensvertrages wird wahrscheinlich morgen veröffentlicht. Nach den letzten Berichten sind die Feindseligkeiten an allen Fronjen emgestellt. Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz machten die Teutschen an der Linie Narwa— Pskow—Witebsst—Orscha Halt. Tie hauptstädttische Bevölkerung verläßt Petersburg in gro­ ßen Massen. Dü die Verkehrsmittel außer­ ordentlich dürftig, sind, begeben sich zahlreiche Bewohner nicht auf der Eisenbahn, sondern auf Wagen oder zu Fuß nach, anderen Orten, s Verlegung der russischen Regierung nach ' Moskau. ( Petersburg, 6. März. (Reuter.) Die Abendblätter bestätigen den Beschluß der Re­ gierung, trotz der Unterzeichnung des Friedens mit der Verlegung der Staatseinrichtungen nach Moskau, Nischni Nowgorod und Kasan fortzufahren. Heute wird minder Verlegung der Kommissariate sür auswärtige Angelegen­ heiten, sür das Verkehrswesen und die Finan­ zen begonnen. Tie Regierung wird bald eine Erklärung veröffentlichen, daß es notwendig sei, die Hauptstadt nach Moskau zu verlegen, da es umnLgKch fei, die Hauptstadt an der Grenzed es Staates zu helassen, wenn Peters­ burg zu einem Freihafen erklärt sein wird. [ Versenkter HilfskreuzerAmsterdam, 6. Mävz. Nach einer wei­ teren Meldung aus London, war Öfer Dampfer "Caigarian" als bewaffneter Hilfskreuzer im Dienste. 2 Offiziere und 46 Mann kamen bei der Versenkung um. i , Unruhen in Irland. London, 6. Mävz. (Reuter.) Aus ver­ schiedenen Teilen Irlands werden vereinzelte Sinn-Feineu-Unruhen gemeldet. Eine Anzahl mit Stücken bewaffnete Leute bemächtigten sich der kleinen Stadt Kiltimagh im Bezirke Maho.</p>
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          <p>iten und außen auftreten; er totrb neue Ge­ sichtspunkte und Erfahrungen zu geeigneter Verwertung mitbringen und erfrischend auf Las gemeindliche Leben wirken. Darum wün­ schen die Unabhängigen und für sich Wunfchlo|en zum allgemeinen Besten einen fremden Mmn ans Ruder, der nicht aus dem einseitig bildenden Büro kommt, sondern bereits in jahrelanger Tätigkeit im Verwaltungsdienst einer aufstrebenden Stadt sich reiche Erfahrun­ gen gesammelt hat; der, selbst noch jung, das gute Alte als Quelle des besseren Neuen zu er. kennen und zu nützen weiß, und dieses Neue, Fördernde mit bereits gegebenen oder noch zu erstrebenden Mitteln und mit frischer Energie zum Gemeingut unserer ©taöt zu machen im­ stande ist.. =djp. 1 Zur Bauratsfrage. "Vestigia terrent" schloß der Herr Einsen­ der in Nr. 53 der "Landshuter Zeitung". Nur scheint er falsche Spuren zu verfolgen. Tenn zwischen dem Herrn Einsender in der "L. Z." und mir besteht vollkommene Uebereinstim mung, daß nicht "Freundschaft", sondern gute Benotung und Qualifikation für die Besetzung der Stelle maßgebend sein soll. Wa­ rum soll es nicht auch Architekten mit die­ sen Vorzügen geben? Offenbar hat der Herr Einsender in der Z." einen Herrn, dem diese Eigenschaften mangeln, der aber durch Freund­ schaft das Fehlende ersetzt, tm Auge gehabt. Und das war fein Irrtum. Daher schließe ich meine Anregung mit der Feststellung, daß mei­ nes Erachtens doch ein Architekt am Platze wäre. Ter Einsender v. Nr. 60/61 tut "K. s. N"</p>
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          <p>Hausfrauenversammlung. Hausstaurnversammluus. II. (Fortsetzung und Schluß.) ; Es entspann sich sodann eine lebhafte Debatte, in welcher verschiedene Fragen ausge­ worfen und von den Versammlungsleiterinnen beanttoortet wurden, n. ß. folgende: "%Baxum bekommen wir fei ne N S:eiidh)arcn?" Weil heuer die Kartoffel 'wenig haltbar And und infolge dessen schneller verbraucht werden müssen. Infolgedessen werden die Teigwaren aufgespeichert für jene Monate, in denen Kartoffelmangel eintreten wird. "Die neuen Kartosselpreeise ' sind zu höchst / Der Kommunalverband meint zwar, er müsse auf die KartoIeln daraufbezahlen. Tajfür kaufen aber die Hausfrauen die Marmelade zu teuren Pressen. Mit diesem Ueberschuß kann das Kartosselmanko größtenteils gedeckt wer­ den. Wenn die Kartoffeln Schaden erleiden, dann hätte man sie besser aufbewahren sol­ len. Der Preßs von 7 und 8 Mark ist tzu hoch. Wer keine Kartoffeln zuhause hatte, konnte sich eben keine kaufen, weil er die Mittel nicht hatte .Diesen Leuten aber tut der jetzige hohe Preis doppelt weh, umsomehr -als er 30 Prozent von den gekauisten Kariosseln wegwerfen muß. Das heißt man den Leuten das Geld aus der Tasche stehlen. Tiv Kartoffeln sollen nicht alle im Herbst angelie­ fert werden. Tie Stadt habe nicht so viele Aufbewahrungsräume. Außerdem könnten dann die Bauern die auszuscheidenden daheim än Mr Vieh verfüttern. (Zürns: Wenn sie es täten). Unser Staat hat so viele Mittel in der Hand, daß er dies erzwingen kann. Zur Fettfrage sollte auch denGrundbeMersfrauen Klarheit gegeben werden, wie schwer es ist, mit dem geringen Quantum in der Stadt auszukommen ist. Wenn diese Frauen Mit dem gleichen Quantum auskommen wüß­ ten, so würden sie bald fadenscheinig werden. Die Förderung der SchmalzanIiie/ferung löste teilweise Widerspruch aus, da Butter besonders für Kinder als Nachtessen bet dem Mangel anderer Nahrungsmittel gut zu verwerten sei. Die Zuweisung von MaMasfee inlit einem Viertelpfund löste die Frage aus, tote es denn komme, daß Malzfkäfsee zentner­ weise ausgeführt werden könne. ' Die Verkürzung der Seisenr-athon aus die Hälfte wurde ebenfalls bean­ standet. In dieser Angelegenheit solle an die zuständigen Reichsstellen Vorstellung, erhoben werden ,um die hygienischen Nachteile dieser Beschränkung vermeiden zu können. i Der teure Kaffee-Ersatz werde vom Kommunalverbande selbst fabriziert. TieHaussrauen seien aber nicht dazu da, um diese verunglückte Spekulation zu bezahlen. Dieser Kaffee-Ersatz soll noch vor dem 15. März! hinausgebracht werden, weil dann eine Preis­ senkung eintritt. Zur Milchfrage wurde verlangt, daß die Versorgung gerecht gehandhabt werde. Hier­ zu könnten da. die Abgabe von Karten in zwei Farben beitragen ,durch welche die Versorg­ ung von Kindern vor der von Erwachsenen si­ chergestellt würde. Der Woltetpreis mit 45 Mark das Pfund steht in keinem Einklang zu demPreis von 4,50 Mk. für das Pfund Schafwolle. Die Zwiepelsrage ist hier ungelöst ^geblieben. Kunstgärtner Haugg hat im ^Herbst die Zwiebel hier um 20 Mark auf* gefaitft und nach auswärts versandt. Ob an j das Militär, ist nicht festgestellt. Jedenfalls war dies bei einem zweiten Aufkäufer, Herrn Viehhändler Limmer nicht der Fall. Es wurde bei dem Leiter der Lebensmittelstelle Herrn 'Sekretär Sanier Beschwerde hierüber.geführt, aber vergeblich. Ein Fehler war allerdings der damals zu geringe -Höchstpreis von 13 Mark. Dvsch hätten die Schwaiger mit ihren Zwie­ beln ebenso zurückhalten können, wie mit dem Gemüse, das jetzt über dem Höchstpreis ver­ kauft wird. Ein großer Schaden für Landshut ' sei die Münchener Preisfestsetzung, die stets um 10—15 PfsennHg höher sei als hier und so, besonders bei Fischen, zur Ausfuhr der Ware anlocke. ( Eine bessere Gemüsebelieserung soll beim Kommunalverband angeregt werden. ( Die Kerzenverteilung soll ratio­ niert werden mit allgemeiner Verteilung un­ ter besonderer Berücksttchigung jener Fami­ lien, welchen andere Leuchtmittel nicht zur Ver­ fügung stehen. Zur Getreideßusuhr soll angeregt werden, daß keine Schnelligkeitsprämien, son­ dern Prämien an jene Landwirte gegeben wer­ den, welche ihr Getreide am besten aufbe­ wahrt haben. Hieraus wurde entgegnet, daß die Frühanlieferun uer mit der Lebens­ mittelversorgung zusammenhing und je nach dem Stande derselben ed. auch Heuer notwendig werden könne.Die Behauptungen von bieten verdorbenem Getreide.seien nicht richttg. i Der Wucher mit Wolle und anderen Beklefdungsswsfen bringt den Fabriken hohe Dividenden von 50 und mehr Prozent, ermög­ licht es aber den Familien nicht mehr, ihre Kinder zu bekleiden. Ties alles geschehe aber unter den Augen der Regierung. Eine Versammlungsteilnehmerin meint hierzu: "Und da soll man Kinder haben". Es wurde entgeg­ net, daß das Bevülkerungsproblem allerdings von der Lösung der Wuchersrage abhängen werde. 1 | BeiNähsaden wird über hohe WucherPreise ge'klagt, die noch verschärft werden da­ durch, daß 'Kunden, welche Nähsaden haben müssen, gezwungen werden, ihnen wertlose Wa­ ren zu teuren Preisen zu kaufen. Es würde betont, daß jene Geschäfte, welche derartige Preise verlangen, rücksichtslos zur Anzeige ge­ bracht werden sollen. Zur Wurstsrage wurde daraus hinge­ wiesen, daß diese von der hiesigen Fleisch vertei­ lungsstelle als nebensächlich behändest werde. Es sollen daher Schritte unternommen werden, damit die Wurstbereitung nicht eingeschräntt werde, nachdem die Hausfrauen heute ohnedies oft nicht wissen, was sie ihrer Familie auf den Abendtssch bringen sollen. Wohin das beschlagnahmte Fleisch kommt, wurde gefragt und geant­ wortet, daß gesagt werde» es werde den Lazaret­ ten zugewiesen, doch könnten die Hausfrauen dies nicht kontrollieren. ( 1 ' Die Zuweisung von Käse sei zu geving, es solle auch hier eine Verbesserung angenegt werden. Im Kommunalverband sei zu viel weibliches Personal, das besser in den freien Stellen im Haushalt sich betätigen würde.' , ! Die Meh lizjuweijung in Landshut be­ trage 2775 Gramm für 15 Tage, somit 185^ Gramm pro Tag. Es fehlen daher 15 Gramm tm Tag, was bei einer siebenköpsigen Fam|lpe (btt Monat ein Manko von 6 Pfund an dem Quantum ausmache, das tiefe Familie nach Ser Bundesratsverordnung beanspruchen könne. Allerdings sei dort eine Klausel enthalten, die zum Zurückhalten von 15 Gramm zur Versor­ gung von Kranken und Urlaubern berechtige. ' In einer Zwischenbemerkung meinte Frau Professor Hilgärtner, die reichhaltige Ausspra­ che zeige, daß es eigentlich ein Fehler gewesen sei, daß sich Landshuts Hausfrauen nicht schon längst zusammengefunden haben. Sie seien aber trotzdem 'jetzt die ersten in Deutschland, die sich zusammengeschlossen haben zu gemein» ferner Bekämpfung des schmutzigsten und nie­ derträchtigsten Feindes in Deutschland: Wuchertum und Ausbeutung, j Frau Professor Hillgärtner brachte sodann eine Eingabe an Se. Exzellenz Herrn Staats­ minister v. Brettteich zur Verlesung, die ein­ stimmig von allen Anwesenden gebilligt wurde. Sie lautet: ' "Tie Frauen Landshuts jeden Standes, jeder Richtung haben sich heute versammelt, um über Mißstände unseres Wirtschaftslebens zu beratschlagen. Allgemein anerkannt wurden die von den Behörden getroffenen Maßnahmen, durchzuhalten. Alle Frauen waren sich einig, die es ermöglichen, trotz langer Kriegsjahre treu und fest tote draußen die eiserne Wehr, mitzuwirken an gemeinsamer Vaterlandsarbett, um dem Vaterlande zu'dienen, wenn es ruft. Aber ebenso einig waren alle in der Verurtei­ lung des schnöden Wuchertums, das sich mästet an der Not des Volkes. Einmütig beschlossen die versammelten Frauen, Ew. Exzellenz sich mit der innigen Bitte zu nahen, mtt allen möglichen Mitteln mtzge Ew. Exzellenz dem Kriegswucher steuern. Viele hundert Frauen­ hände erheben sich bittend zu Ew. Exzellenz, dieser größten aller Kriegsnjöte ein Ende zu machen. Tann wird sich auch von selbst das Bedülkerungsproblem lösen, das wie ein drohendes Gespenst vor der Zukunft Deutschlands steht. Dürsten wir es wagen, die Bitte auszusprechen, der Staat möge die Herabsetzung der eminent hohen Holtzprchse, die wieder so und so viele Preiserhöhungen auf anderen Gebieten zur Folge haben, durchführen. Ter Dank so vieler bedrängter Frauen, armer Witwen, so vieler des ganzen Mittelstandes, der Dank auch oster anständig denkenden Wohlhabenden wird Ew. Exzellenz sicher sein." ( - Außerdem wurde eine Eingabe an den Kommunalverband Landshut gerichtet mit folgetthe.o Forderungen, die den Niederschlag der Aussprache in der Versammlung bilden: 1 1. Zuzlchung der Frau in die Verteilungsstelle (Frau Haberl schaltet aus, da sie Jnteresfentin ist). , ' 2. Offenheit und Aufklärung von Sette des Kommunalverbandes dem Publikum ge­ genüber. ' 3. Gleichmäßige Verteilung der Lebens­ mittel an die hiesigen Geschäfte (wie kommt es, daß in manchen Geschäften mehr zu haben Ist als in anbeten?). 1 4, Zuckerregelung, ev. Versorgung mjtt Süßstoff (Saccharin). , 5 a. Weshalb erwidert der Kommunalver­ band nicht auf die eingereichten Beschwerden? etwaige Fragen. [ 5 b. Wir fordern höfliche Beantwortung 6. Tie neuen hohen Kartosfelpreise müs­ sen reduziert werden. ' 7. Reichlichere Käseversorgung. 8. Wie ist es mögliche, daß MaMaffee zentnerweise ausgeführt wird, ebenso Mehl? 9. Für die Wnrstberettung soll den Metz­ gern genügend Fleßsch zugeteilt werden, da die Wurst wegen .Heiz- und Fettersparnis ein not­ wendiges Nahrungsmittel bildet, i &gt; .</p>
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          <p>Aus Rußland. AUS Rlltzwd. Verschleppte Ljeutsche «nd Esche« in Li- ' bitte«. Ein in Tvrpat eingetroffenes Telegramm besagt, wie der Kriegsberichterstatter der aus Tvripat meldet, daß die als Geiseln ver­ schleppten Teutchen und Eschen ins Innere Rußlands Wetter verschleppt worden ftnd.Fünjzehn Wagen mit etwa 450 Personen befinden sich aus der Fahrt nach Tastnojarsk. Ein wei­ terer Zug von 130 Verschleppten .unter ihnen auch Frauen und Kinder, ist nach Zekaterinenburg unterwegs. Wenn man täglich in Tovpat die grauenbaften Schilderungen der deutschen Kriegsgefangenen über chre Leiden in Rußland hört, mutz man für die deutschen Verschleppten das Schlimmste befürchten. ; Mn«la«Ss Freihettskampf. 5sie Revolution in Finnland. Petersburg, 4. März. (P. T.fAi) Aus Helsssngsors wird amtlich gemeldet, daß in der Stadt Mkolaistad auf Befehl des früheren bürgerlichen Senates die Mitglieder der Roten Garde und zahlreiche andere Personen, die sich weigerten^ .die frühere Regierung anzuerken­ nen, verhaftet wurden und durch das Kriegs­ gericht abgeurteilt wurven. Tornea ist gegen­ wärtig in den Händen der Gegenrevolutiowäre. Tjie finanzielle Krise ist jht der Stadt Kahen und in vielen anderen von der sinnländischen Bourgeoisie besetzten Städten Nordsinnlands zu beobachten. Tier Ort Karkkonummt N Nordsinnland wurde von den GegenrdovluVivnären besetzt, tags darauf jedoch von den re­ volutionären Truppen beinahe ohne Kampf genommen. Tie Weitzen Garden erlitten eine vollkommene Niederlage. 440 Gegen revolutio­ näre, unter denen sich viele Ausländer befan­ den, wurden verhaftet und nach Helstingsors gebracht. Wie sich die "Teutsche Tagesztg.^ melden Mtzt, fanden Kvssschen den Regierungen in Pe­ tersburg und HeMngsors Verhandlungen statt, als deren wichtigster Punkt der Entschlutz Pe­ tersburgs hervorzuheben ist, seine Truppen aus Finnland zurückzuziehen.</p>
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          <p>Stadttheater. von dieser Mädchensigur fördert. 'Tie stille Dulderin und Gattin Solneß' hat in unserer vielseitigen Marie Mikülska eine sympathische, verständnisvolle 'Vertreterin. Fried! Blom(Kaia), Georg Weigl (Dr. Herdal), Siegfried Oberdörfer (Alter Bvovik) und Hans Bruckner (Ragnar )erledigten teils mehr, teils wenjgvr wichtige Ausgaben, jeder nach seiner Fasson. Tie Regie Theo Kaspars brachte dem Ganzen die Stimmung, welche diesmal erfreulicherweise nicht durch Lachversuche getrübt wurde. _______ _ Hg- , Stimmen uns dem Wlitzm. (Die Redaktion übernimmt für Einsendungen unter dies«. Rubrik dem Publikum gegenüber, keine Bernntwartung.) l Zur Mürgermeßsterwahl. , Die Frage der Bürgermetsterwahl ist jetzt |n8 Rollen gekommen und hat, wie nicht anders zu erwarten war, das rege Interesse der Ein­ wohnerschaft erweckt. Es hängt ja von der Wahl deß Stadtoberhauptes £a§ künftige Ge­ deihen, von der Schaffensfreudigkeit, dem klu­ gen Verstehen der Interessen wer Bewohner dse weitere Entwicklungsmöglichkeit des Ge­ meinwesens ab. Ter Wahl wird daher ein ernstes Erwägen vorauszugehen haben, den städtischen Vertretern, denen die Wahl obliegt, eine schwere Verantwortung auf die Schultern gelegt. Es werden auch, aus der Einwohner­ schaft zahlreiche Wünsche an sie herantreten, deren Prüfung ihnen obliegen muß. Da es Ausgabe der Presse ist, zur Klärung schweben­ der Fragen beizutragen, so werden auch, wir Meinungsäußerungen über die Bürgermeister­ srage, in denen die Angelegenheit sachlich 'be­ handelt wird, - gerne Raum gewähren, soweit dies die Verhältnisse gegenwärtig gestatten. Wir beginnen heute mit folgender Zuschrift: Vor eine schwere Ausgabe wird das städt. Gemchndekollegium demnächst gestellt werden: es soll einen neuen Bürgermeister für unsere Stadt wählen. Begreiflicherweise hat der wä­ gende Teil der Einwohnerschaft reges Interesse an dieser Angelegenheit. Tie meist besprochene Frage ist diese: Soll ein Einheimischer oder Fremder die Kette tragen? Manche stimmen für das erstere; denn, sagen 'sie, das neue Stadtoberhaupt soll niit den Verähltnissen der Stadt vertraut fein. Was ist nun eigentlich! unterwiesen "Verhältnissen" zu verstehen? Doch, wohl die äußeren und inneren städt. Einrich­ tungen und die Beschassungsmöglichkeit und Beschassnngswe^se der dazu nötigen Mittel; die Richtung der Bestrebungen nach vorwärts und wie Kräfte, welche diese Bewegung fördern oder hemmen; die Eigenheit der örtlichen Um­ stände hinsichtlich der sozialen Erscheinungen: geschäftliche und Verkehrs-Konjunkturen, gesell­ schaftliche Bedürfnisse, gesundheitliche und Bildungsersordernisse; die Eigenart des Charak­ ters, des Bekenntnisses, _ber Sitten, Gebräuche und Lebensweise ■ der einzelnen Klassen und Schichten der Bevölkerung.- Das mag mit den .Verhältnissen" gemeint sein. Nun hat Wohl jeder Ort in gewissem Sinn seine Eigenheiten. Aber ein kleineres Gemeinwesen, wie es Lands­ hut ist, mag gar leicht nach seinen Besonder­ heiten zu erforschen sein. Es hat ja keine Wnonttfttäten in seinen Bedürfnissen, sondern es bewegt sich aus dem sicheren goldenen Mittel­ weg, den hundert andere Städte auch gehen. Größeren -Fragen aber, tote Anschluß an den ge­ planten VerkehrAkanal, Wassevkraftanlägen, Wohnungsbauten usw., steht auch der Einhei­ mische nicht geklärter gegenüber als der Frem­ de. Tke sozialen Verhältnisse liegen nicht schlimmer als anderwärts; das Polk ist und lebt wie sonst überall; die rein städt. Angele­ genheiten sind im allgemeinen wohl geordnet — es ruft nichts zwingend nach einer "stadtkun­ digen" Persönlichkeit. Aber, gerade dadurch, daß jemand gezwungen wird, eine Sache nach ihrer Eigenart zu erforschen, mag es geschehen, bc$ er an jhr Mängel entdeckt, die bisher über­ sehen oder aus mancherlei hemmenden Ursachen nicht beachtet wurden, daß er deren Grund und Wirkung ergründet und ihre Abstellung sich zur ersten Ausgabe setzt. Ein Fremder kann firner unbefangen, frei von etwa bereits bestehenden oder eben durch seine Wahl nicht auskommen­ den neuen persönlichen Hemmungen, nach in- Stavtlheaier. Ter 5. literarische Abend am letzten Diens'tag vermittelte uns Henrik Ibsens Dreiakter' "Baumeister Solneß", wozu sich wieder eine Lanz stattliche Gemeinde eingefunden hatte. ^Zor einigen Jahrzehnten hatte, fich in Mün­ chen ein eigenes Ensemble gegründet, dessen vornehmste Aufgabe die Pflege 'Ibsens war, der damals schon als Gründer der naturalisti­ schen Schule nicht nur in seinem Vaterlande, sondern auch, in Deutschland galt. Ibsens Dra­ matik bedarf aber aud) einer eigenen Schau­ spielkunst, sie-benötigt tiesempsindende, in das Wesen des Dichters eindringende reife Darstel­ ler. Ties gilt nicht zuletzt für seinen Bau­ meister Solneß, dxssen Hauptstärke in philoso­ phischen Zwiegesprächen (Hilde Wenzel—Sol­ neß |) liegen, die vom Schauspieler nicht nur Sprechkunst, sondern vor allem fein psychologi­ sche Darlegung des gesprochenen Wortes for­ dern _ wenn sie das Interesse der Hörer dauernd' wach halten sollen, lind siehe da, dies gelang dank der künstlerischen Individualität, die den beiden Hauptdarstellern innewohnt. Theo Kas­ pars Baumeister war wieder eine seirmüancivrte, wohlerwogene Leistung. Tie Kraft seiner Kunst liegt weniger in klassischer Rhetorik, als vielmehr in bewundernswertem Gestaltungs­ vermögen und treffender Auffassungsgabe. Eine prächtige zielbewußte Hilde Wenzel schuf ,Cosy Eiselt, deren künstlerisches Aufwärtsstreben-von Rolle zu Rolle mehr überzeugt. Sie gab dem grau in grau getönten Jbsenschen Gemälde die wärmenden Sonnenstrahlen, die der Dichter</p>
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