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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-03-08"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 54</biblScope>
          <date when="1918-03-08">1918-03-08</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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      <projectDesc>
        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Der Friedensvertrag mit Finnland. Der Friedensvertrag mit Finnland. Lebhafte ErkundungSMigkett im Westen. — 19 feindliche Flugzeuge uud I Fesselballone abgeschossen. - Die Japaner find in Sibirien einmarschiert. — Die Unruhen in Irland fallen militärisch unterdrückt werden.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Ile Heerestienlhte. Ser deutsche Bericht. ! WTB. Berlin, 7. Märtz 1918, mittags Großes Hauptquartier: 1@e«Ii&lt;6er «rleg»fch»»platz. Hrw»4 de» Smcr*lftl»*t«rrfdMiH# Kr««drMz RtMWre*t Vs» «MetA ' Nordwestlich von Tixmuiden brachten Murmabteilungen von einem Angriff gegen 2 belgische Gehöfte 3 Offiziere, 114 Mann und einige Maschinengewehre ein. &gt; Tie Artillerietätigkeit lebte sn vielen Ab­ schnitten auf. Mehrfach wurden englische ErkundungsVorstöße abgewiesen. Krönt ee8- »nttWw Kronvrin»««. Tie französische Artillerie entwickelte an vielen Stellen der Front rege Tätigkeit. Nord­ westlich von StbioCourt drangen Stoßtrupps tief in die französischen Stellungen ein ünd kehr­ ten nach heftigem Kampfe und nach Zerstörung zahlreicher Unterstände mit 27 Gefangenen zu­ rück. , ! Im Luftkamps wurden gestern 19 feindliche Flugzeugs und 2 Fesselballone abgeschossen. Hauptmann Ritter von Tutschek errang seinen 26. Lustsieg. . i , i Durch Bombenabwurfs englischer Flieger aus ein Lazarett in Turcoin wurden zahlreiche französische Einwohner getötet. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts neues. T«r 1. Generalcmartiermeittr. Bubettborff. * WTB. Berlin, den 7. März. Amtlicher Abendbericht: A Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.</p>
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          <p>Ser Ssterr.-W. B«M. ' WTB. Wien, den 7..Mich, mittags. — Amtlich wird gemeldet: ! Kein« besonderen Ereignisse. Ter Chef des Generalstabs. Der österr.-ung. Bericht.</p>
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          <p>raum der Abwicklung des Verkehrs auf dem Schwarzen Meere nunmehr wiedergegeben wer­ den können. Von österr.-pngar. Dampfern be­ finden st chin den russischen Häfen, resp. in Konstantinopel 11 Tanchser der SchwarzenMeer-Schiffahrt mit einem Schiffsraum von 63000 Tonnen. Von deutschen Dämpfern von insgesamt 40 000 Tonnen waren Schiffe mit finden sich in den russischen Häsen, resp. in ten, während der Rest sich! in den türkischen Häsen befand. Außerdem werden jetzt eine grö­ ßere Anzahl russischer, bulgarischer, hollän­ discher .griechischer und je nach dem Fort­ gange der Friedensverhandlungen mit Rumä­ nien auch, rumänische Dampfer auf dem Schwar­ zen Meere fahren können, i Li« Schiffahrt auf dem Schwachen Meere. Die Wiener M. Fr. Presse schreibt: Durchs den Friedensvettrag mit Rußland wird die Möglichkeit geboten, die Schiffahrt auf dem Schwarzen Meer aufzunehmen. Bei Ausbruch des Krieges ist Hne Reihe österr.-ungar. und deutscher Schiffe in den russischen Häsen fest­ gehalten worden in fachmännischen Kreisen schätzt man, daß etwa 200 000 Tonnen Schiffs­</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Wie groß muß der Menschenmangel in Frank­ reich angewachsen,'wie tief muß, die Enchfindung für die Pflichten des Einzelnen gegen die Allgemeinheit abgestumpft sein, wenn es epi­ demisch wird, mit den Fahnenflüchtigen gemein­ same Sache tzu machen! i 1 Gegen Lkemeneeau f 1 Tie Gewerkschaftler des Loiregebietes rich­ teten ein energisches Protestschreiben an Renaudel, das erklärt, daß Renaudel durch die Be­ kanntgabe von Flugschriften, und Broschüren. aufdemRationalrat der Sozialistenpartei äusschließlich ein Manöver durchführte, um sei­ ner Mehrheitstendenz die größtmöglichste An­ zahl Stimmen zu sichern und Clemenceau eine Handhabe zur Durchführung seiner arbeiter­ feindlichen Politik zu geben. Renaudel habe nicht das' Recht, namens der französischen Ar­ beiterklassen und Sozialisten zu sprechen. 1 5 IU unzufriedene« Mncrikanischen TrnippeU. Ter norwegische "Sozial-Demokraten" vom 14 Februar brachte unter der Ueberschrift "Es steht schlecht mit den Amerikanern in Frank­ reich" die folgenden Aeußerungen des Kongreß­ mitgliedes C B. Miller aus Minnesota nach dessen Rückkehr aus Frankreich, wo er das amerikanische Heer inspiziert hatte Hiernach sei es nicht wahr, daß auch nur annähernd 250 000 kämpfende Amerikaner in Frankreich seien, und denen, die sich, schon dort befänden, fehlte es sowohl an Kleidung wie an Waffe, r Sie hätten einige Kanonen von den Franzosen bekommen, die aber selbst nicht so viel Ahttllerie besäßen, wie sie brauchten 200 000 Uni­ formen seien in England bestellt, aber die eng­ lischen Werkstätten hätten mehr als genug mit der Bekleidung der Engländer zu "tun Tie amerikanischen Truppen hätten die Schwierig­ keiten der Alliierten eher vermehrt als erleich­ tert Tie gantze Schuld an der gewaltigen Trödelei trügen der Generalfeldzeugmeister Crozier und der Generalintendent Scarpe Tie Unzufriedenheit unter den cynerikaniichenTruppen über die Untüchtigkeit dieser beiden Gene­ rate sei groß Bm westliche« KrieMWlaz. , Die Verstaatlichung des französisch«« Ge» ' i treides. 1 Ein die Verstaatlichung des Getreidehandels bezweckender Gesetzentwurf von CompereMoreh ist soeben von der französischen Kam­ mer angenommen worden. Demgewäh ist jetzt für ganz Frankreich bis zur Einbringung der ersten Ernte nach! dem Kriege der freie Han­ del mit allen Getreidesorten, die sich zur Brot­ bereitung eignen (insbesondere nicht nur Wei­ zen, Roggen, Menchkorn, Gerste, sondern auch Mais, Buchweizen, Hafer, Sorgho) aufgehoben. Ter Staat allein ist fortan berechtigt, die ganz« Ernte zu kaufen und Getreide einzuführen, I Strenge Verfügungen regeln dhe Durchführung I des Gesetzes. In der französischen Presse wird ; dieses vielfach aufs heftigste bekämpft. Tvs Fachblatt für »Börsen, Hallen und Märkte schreibt sogar, die Deputierten vergäßen, daß ihre "todbringenden Beschlüsse" und ihre "ganzj unfaßbare Verständnislosigkeit für alle Fra­ gen der Landwirffchaft" den seit 1915 andau­ ernden Rückgang der Anbaufläche bewirkt hät­ ten. ; Elemenceaus Rücktzng. - Turch^ die Vertagung des Prozesses Caillaux wird der als Zeuge geladene Clemenceau der Pflicht enthoben, aussagen zu müssen, ob er die moralische Verantwortung für die in der "Victoire" erschienenen Schmähartikel gegen Caillaux übernehme, i ' 1 Französische Fäulnis. Das Journal meldet: "Oberst Marix, per | Vorsitzende des ersten Pariser Kriegsrates, hatte den Gouverneur von Paris daraus auf« merksam gemacht, wie leicht alle von ihm ver­ urteilten Deserteure Broterwerb finden, da ihre Arbeitgeber an ihrer Fahnenflucht offenbar keinen Anstoß, nehmen. Daraufhin hat der Gouverneur den Kriegsgerichten besohlen, alle diejenigen zu verfolgen, die Deserteure beschäf­ tigen, worauf sofort eine größere Airzahl von Arbeitgebern unter Anklage gestellt wurden"</p>
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          <p>cn uns Kindern müssen am Omegasee bleiben ltitb find ohne Nahrungsmittel. » Ter Petersburger Korrespondent des Pa­ riser "Journal" meldet: Ter besitzenden Klassen bemächtigte sich ein Enthusiasmus, als sie ver­ nahmen, daß die Teutschen vor Rarwa stün­ den und nun gegen Petersburg marschieren würden. | Ter Stillstand der deutschen Bewe­ gung rief' in den besitzenden Klassen Mißstimmung bervor. Ms die Nachricht kam, die deutschen Ope­ rationen seien eingestellt, war die Enttäuschung unter der sich aus dem Newskiprospe'kt bewe­ genden Menge groß. Rur wenige Passanten« geigten Freude, während die meisten sagten, "was, die Teutschen kommen nicht, die Bolsche­ wisten werden also weiter regieren?" Ms da­ gegen bekannt wurde, die Teutschen ständen nur mehr 220 Kilometer von Petersburg ent­ fernt, herrschte höchste Freude. ,£te "Morning Post" berichtet aus Peterstmrg, man kann als sicher annehmen, daß« die am 12. in Moskau stattfindende Sowjettagung eine unbedingte Mehrheit für den Friedens­ schluß der Bolschewikiregierung bringen wird. Tire gegenteiligen Meldungen hätten nur die Hoffnung der Alliierten in sich, daß sich der Friede nun nochmals Zerschlagen könnte. Tie Hoffnungen in dieser Hinsicht werden aber un­ erfüllt bleiben. Man wird zwar das Vorgehen der Teutschen verurteilen, sich aber mit den be­ stehenden Tatsachen abfinden, denn die Sow­ jets wissen zu gut, daß ihxe Macht mit dem Frieden untrennbar verbunden ist. Tie Pe­ tersburger Regierung sieht denn auch der Mos­ kauer Sowjettagung mit Ruhe entgegen. $ler Botschafter Oesterreichs für Petersburg. "Pesti Naplo" berichtet aus Wien, daß der Vertreter Oesterreich-Ungarns aus der Brester Friedenskonferenz, Herr von Merey, zum österreichisch-ungarischen Botschafter in Peters­ burg ausersehen sei. Konstituierung der Republik Großrußlgnd. Tie Wirrer Korrespondenz "Rundschau"' meldet aus Stockholm: Petersburger Meldun­ gen kündigen die Bildung einer Koalitionsre­ gierung -und die Einberufung der Konstitstante zur Ratifizierung pes Friedensvertrages an. Sie formelle Proklamierung der neuen groß­ russischen Republik und die Wahl, ihres end­ gültigen Präsidenten steht bevor. Tschernow bürste dabei eine große Rolle spielen. Auch! wird entschieden werden, welche Persönlichkei­ ten als Vertreter Rußlands in die Vierbund­ staaten geschickt werden. f ‘ i f ' ; j | A'innlanÄs FreihettSkampf. Russisches Schreckensregiment in Helsingfors. In Helsingfors sind aus Reval eine AUzahl Kreuzer eingetroffen. Zn der ptabt herrscht der rote Terror. Es finden in Hel­ singfors Massenerwordungen statt. AuS der Ukraine. Waren aus der Ukraine. 1 Nach« Kiewer Meldungen hat die ukrai­ nische Delegation die Verpflichtung übernom­ men, bis 15. April an die Zentralmächte 30 000 Wagons Getreide, 2000 Waggons gefrorenes Fleisch und 1000 Waggons Dörrobst zu lie­ fern. Als Gegenleistung wird die Ufraine den entsprechenden Wert in landwirtschastlichenMaschinen, chemischen Produkten und Eisen er­ halten. |</p>
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          <p>Finnlands Freiheitskampf. cn uns Kindern müssen am Omegasee bleiben ltitb find ohne Nahrungsmittel. » Ter Petersburger Korrespondent des Pa­ riser "Journal" meldet: Ter besitzenden Klassen bemächtigte sich ein Enthusiasmus, als sie ver­ nahmen, daß die Teutschen vor Rarwa stün­ den und nun gegen Petersburg marschieren würden. | Ter Stillstand der deutschen Bewe­ gung rief' in den besitzenden Klassen Mißstimmung bervor. Ms die Nachricht kam, die deutschen Ope­ rationen seien eingestellt, war die Enttäuschung unter der sich aus dem Newskiprospe'kt bewe­ genden Menge groß. Rur wenige Passanten« geigten Freude, während die meisten sagten, "was, die Teutschen kommen nicht, die Bolsche­ wisten werden also weiter regieren?" Ms da­ gegen bekannt wurde, die Teutschen ständen nur mehr 220 Kilometer von Petersburg ent­ fernt, herrschte höchste Freude. ,£te "Morning Post" berichtet aus Peterstmrg, man kann als sicher annehmen, daß« die am 12. in Moskau stattfindende Sowjettagung eine unbedingte Mehrheit für den Friedens­ schluß der Bolschewikiregierung bringen wird. Tire gegenteiligen Meldungen hätten nur die Hoffnung der Alliierten in sich, daß sich der Friede nun nochmals Zerschlagen könnte. Tie Hoffnungen in dieser Hinsicht werden aber un­ erfüllt bleiben. Man wird zwar das Vorgehen der Teutschen verurteilen, sich aber mit den be­ stehenden Tatsachen abfinden, denn die Sow­ jets wissen zu gut, daß ihxe Macht mit dem Frieden untrennbar verbunden ist. Tie Pe­ tersburger Regierung sieht denn auch der Mos­ kauer Sowjettagung mit Ruhe entgegen. $ler Botschafter Oesterreichs für Petersburg. "Pesti Naplo" berichtet aus Wien, daß der Vertreter Oesterreich-Ungarns aus der Brester Friedenskonferenz, Herr von Merey, zum österreichisch-ungarischen Botschafter in Peters­ burg ausersehen sei. Konstituierung der Republik Großrußlgnd. Tie Wirrer Korrespondenz "Rundschau"' meldet aus Stockholm: Petersburger Meldun­ gen kündigen die Bildung einer Koalitionsre­ gierung -und die Einberufung der Konstitstante zur Ratifizierung pes Friedensvertrages an. Sie formelle Proklamierung der neuen groß­ russischen Republik und die Wahl, ihres end­ gültigen Präsidenten steht bevor. Tschernow bürste dabei eine große Rolle spielen. Auch! wird entschieden werden, welche Persönlichkei­ ten als Vertreter Rußlands in die Vierbund­ staaten geschickt werden. f ‘ i f ' ; j | A'innlanÄs FreihettSkampf. Russisches Schreckensregiment in Helsingfors. In Helsingfors sind aus Reval eine AUzahl Kreuzer eingetroffen. Zn der ptabt herrscht der rote Terror. Es finden in Hel­ singfors Massenerwordungen statt. AuS der Ukraine. Waren aus der Ukraine. 1 Nach« Kiewer Meldungen hat die ukrai­ nische Delegation die Verpflichtung übernom­ men, bis 15. April an die Zentralmächte 30 000 Wagons Getreide, 2000 Waggons gefrorenes Fleisch und 1000 Waggons Dörrobst zu lie­ fern. Als Gegenleistung wird die Ufraine den entsprechenden Wert in landwirtschastlichenMaschinen, chemischen Produkten und Eisen er­ halten. |</p>
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          <p>cn uns Kindern müssen am Omegasee bleiben ltitb find ohne Nahrungsmittel. » Ter Petersburger Korrespondent des Pa­ riser "Journal" meldet: Ter besitzenden Klassen bemächtigte sich ein Enthusiasmus, als sie ver­ nahmen, daß die Teutschen vor Rarwa stün­ den und nun gegen Petersburg marschieren würden. | Ter Stillstand der deutschen Bewe­ gung rief' in den besitzenden Klassen Mißstimmung bervor. Ms die Nachricht kam, die deutschen Ope­ rationen seien eingestellt, war die Enttäuschung unter der sich aus dem Newskiprospe'kt bewe­ genden Menge groß. Rur wenige Passanten« geigten Freude, während die meisten sagten, "was, die Teutschen kommen nicht, die Bolsche­ wisten werden also weiter regieren?" Ms da­ gegen bekannt wurde, die Teutschen ständen nur mehr 220 Kilometer von Petersburg ent­ fernt, herrschte höchste Freude. ,£te "Morning Post" berichtet aus Peterstmrg, man kann als sicher annehmen, daß« die am 12. in Moskau stattfindende Sowjettagung eine unbedingte Mehrheit für den Friedens­ schluß der Bolschewikiregierung bringen wird. Tire gegenteiligen Meldungen hätten nur die Hoffnung der Alliierten in sich, daß sich der Friede nun nochmals Zerschlagen könnte. Tie Hoffnungen in dieser Hinsicht werden aber un­ erfüllt bleiben. Man wird zwar das Vorgehen der Teutschen verurteilen, sich aber mit den be­ stehenden Tatsachen abfinden, denn die Sow­ jets wissen zu gut, daß ihxe Macht mit dem Frieden untrennbar verbunden ist. Tie Pe­ tersburger Regierung sieht denn auch der Mos­ kauer Sowjettagung mit Ruhe entgegen. $ler Botschafter Oesterreichs für Petersburg. "Pesti Naplo" berichtet aus Wien, daß der Vertreter Oesterreich-Ungarns aus der Brester Friedenskonferenz, Herr von Merey, zum österreichisch-ungarischen Botschafter in Peters­ burg ausersehen sei. Konstituierung der Republik Großrußlgnd. Tie Wirrer Korrespondenz "Rundschau"' meldet aus Stockholm: Petersburger Meldun­ gen kündigen die Bildung einer Koalitionsre­ gierung -und die Einberufung der Konstitstante zur Ratifizierung pes Friedensvertrages an. Sie formelle Proklamierung der neuen groß­ russischen Republik und die Wahl, ihres end­ gültigen Präsidenten steht bevor. Tschernow bürste dabei eine große Rolle spielen. Auch! wird entschieden werden, welche Persönlichkei­ ten als Vertreter Rußlands in die Vierbund­ staaten geschickt werden. f ‘ i f ' ; j | A'innlanÄs FreihettSkampf. Russisches Schreckensregiment in Helsingfors. In Helsingfors sind aus Reval eine AUzahl Kreuzer eingetroffen. Zn der ptabt herrscht der rote Terror. Es finden in Hel­ singfors Massenerwordungen statt. AuS der Ukraine. Waren aus der Ukraine. 1 Nach« Kiewer Meldungen hat die ukrai­ nische Delegation die Verpflichtung übernom­ men, bis 15. April an die Zentralmächte 30 000 Wagons Getreide, 2000 Waggons gefrorenes Fleisch und 1000 Waggons Dörrobst zu lie­ fern. Als Gegenleistung wird die Ufraine den entsprechenden Wert in landwirtschastlichenMaschinen, chemischen Produkten und Eisen er­ halten. | Aus der Ukraine.</p>
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          <p>Aus Rumänien. Ais Rumänien. Tier rumänische Friede und die fraichöf ■ Wchen Offiziere. Bis gestern herrschte in Paris Unsicher­ heit über die Bestimmung der französischen Offiziere^ die mit Geneml Berthelot an der Re­ organisierung des rumänischen Heeres arbei­ teten. Nach heute borliegenbcn Meldungen bleiben diese Offiziere ohne militärische Be­ tätigung im Mvldaugebiet, bis die französische Regierung über ihre Verwendung außerhalb Rumäniens Anordnungen getroffen hat. 'Site Stimmung der rumänischen Armee. f, Tie, Nachricht von dem Frieden, mit Ru­ mänien wurde an der rumänischen Fort von den Offizieren kühl aufgenommen, während sie bei den Mannschaften- ausgesprochene Freude | auslöste. In der rumänischen Presse wird I betont, daß General Averescu bereits im Te| getnber 'für einen Friedensschluß eingetreten i sei, weil damals für Rumänien noch viel bessere i Friedensbedingungen, zu erzielen waren, Das ! Verhältnis zu dem französischen General Berthelot ist sehr schlecht. Wan macht ihn in erster. Linie dafür verantwortlich, daß es seinerzeit im Dezember zu keinem Friedensschluß gekom­ men ist. : ''5|e deutschen Interessen in Rumäniett. 1 Berlin, 7. März. Bei dem Frieden mit Rumänien ist Deutschland in erster Linie an den wirtschaftlichen Friedensbedingungen in­ teressiert, besonders an der rumänischen Petro­ leumindustrie. Außerdem dürste Deutschland Interesse dahin gehen, sich aus längere Zeit einen entsprechenden Anteil an den Ueber* schössen der rumänischen Getreideernte zu si­ chern. Eine Entschädigung in« bar durfte den Rumänen kaum auferlegt worden sein,, wohl aber wird man sich dahin geeinigt haben, daß. die Beträge für die Requisitionen, die. sich aus etwa eine Milliarde Mark belaufen, an Rumänien nicht zurückerstattet werden.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. In trttfl mit Stattest !. ' Hinrichtungen in Italien. ' r Wie der (sortiere della Sera meldet, wur­ den im Fort Pietralata drei wegen Hochver­ rates kriegsgerichtlich Verurteilte erschossen. Es handelt sich um den siöjährigen Lanzettsi den 45jährigen Pegazzano und Renäto Gatti. Tie Hingerichteten sind angeklagt, Anschläge auf Hafenanlagen und Brücken ausgeführt zu ha­ ben.</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. 3ns neutralen Ländern 1 Eine Riesendemonstrationsoersammlung ! in Christiania. Tie Arbeiter Christianias demonstrierten vorgestern gegen die bisherige Lebensmittel-, not. Vor dem Stvrthing versammelten sich! ungefähr 13—14000 Arbeiter. Tie Führer der Syndikalisten Hielten Ansprachen, in denen I die Einstellung der Waffenlieferung verlangt I wurde, um die Lebensntittelerzeugung zu söri been. Tie Polizei fand keinen Anlaß zum * Einschreiten. Tie riesige Menschenmenge löste ssich in aller Ruhe aus. Ter Storthing behan­ delte sodann die Frage der Einstellung der Waffenlieferung .Ter Vorschlag wurde ver­ worfen, aber die Regierung gab eine Erklärung ab, daß die Landbestellung nicht durch die Ent­ ziehung von Menschen oder Pferden geschädigt werden dürste .Es ist sonach, anzunehmen^ daß weitestgehende Rücksicht auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft genommen wird. TerKriegsminister erklärte, der Generalstab werde, einen Plan ausarbeiten, um Arbeiter für die Land­ wirtschaft freizubekommen. , Norwegen und die Entente. Chrlistiania, 7. März. Anläßlich der Verhandlungen über das Warenabkommen zwi­ schen Norwegen und Amerika stellt die norwe­ gische Zeitung Morgenbladet in Christianjia die Behauptung aus, jedermann wisse, daß es in Norwegen keine deutschfreundliche Partei gebe. -Hier spricht die Zeitung die lautere' Wahrheit. Tann aber fährt'sie fort, auch gibt es keine ententefreundlich,e Partei. Tidens Tagn, Middags Avisen, Sjüfards Titende uni) ihre Anhänger dürften heftig Einspruch ge­ gen eine solche Behauptung einlegen und sich wenig geschmeichelt fühlen und belobt für all die Lanzen, die sie bisher für die Entente gebrochen und die sie noch dafür einlegen, v Eine geplante Revolution in Schwede». : WTB. Stockholm, 5. März. Wie "Nha Tägligt Allehanda"« erfährt, -ist zwischen den schwedischen Jungsozialisten und der revolu­ tionären Regierung in Helsingfors £tn förm­ liches Abkommen getroffen worden, um in Schweden mit finnisch-russischer Unterstützung lim Frühling die Revolution zlö ermöglichen. Danach sollten die Parteifreunde in Schweden von ihren finnischen und russischen Genossen durch eine Flottenaktion unterstützt werden, sobald die Ostsee fahrbar wird. Ter Russe Kauenjaens hielt sich in Stockholm aus, um die Möglichkeiten für das gelplante große Un­ ternehmen zu untersuchen und außerdem Geld­ mittel für die Vorbereitungen zur Verfügung zu stellen. t Englische Rücksichtslosigkeit. Ans Hollcmd wird gemeldet, daß zwischen Bojen 1, 2 und 3 der freien Fahrrinne zwi­ schen dem deutschen und englischen Sperrgebiet Minen festgestellt worden sind, wodurch, meh’ rere holländische Fahrzeuge zu Verlust gciraten sind. An zuständiger ©teile wird fest­ gestellt, -daß diese Minen nicht von deutscher Seite gelegt sind. — Es ist dies ein neuer Keweis für die Rücksichtslosigkeit der Engländer gegen die neutralen Staaten. Tie Minen sind tn der Hoffnung gelegt worden ,daß dadurch vielleicht auch deutsche Fahrzeuge geschädigt werden könnten. Wenn dadurch holländische Schiffe'zugrunde gehen, was scheert das Eng-, land? | :</p>
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          <p>Japan im Kriege. IHM im Kriege. Japä» und Tieutschlanv. Aus Bern wird berichtet: Aus Rußland zurückgekommene französische Kommissionen er­ klären, die japanischen Einrichtungen und An­ schauungen stehen vielleicht Deutschland näher als der Entente. Es wäre denkbar, daß Japan die deutsche Gefahr nicht so unmittelbar er­ scheine, wie gewissen Westeuropäern. Man müsse die Japaner durchl gewisse Versprechun­ gen antreiben. ' Japans Einmarsch! in Sibirien. Japan hat sich! an den Vorbesprechungen der Entente über eine Aktion gegen Wladiwo­ stok nicht beteiligt. Es hat aber auch nichjt gewartet, bis die Beratungen beendet waren, sondern es hat seine Truppen in Sibirien Ein­ marschieren lassen. Aber nicht nur das, es hat auch chinesische Truppen herangezogen und benützt dieselben. Tie Angelegenheit nimmt daher eine Wendung, welche für die Entente kaum' vorausgesehen wurde. Es ist zu einer Vereinigung der gelben Rasse gekommen^ die besonders den Ententemächten in ihren östlichen Gebieten noch, schwere Sorgen bereiten dürste. Ter Schachzug gegen das "deutsche Eindringen im Osten" kann leicht zu einer Mattsetzung des Einflusses der Entente im Osten führen. Es wird, hierzu gemeldet: .Stockholm, 7. März. Nach der "Prawda" befinden sich, bereits mehrere japanische Infanterie-Regimenter aus dem Marsch nach Irkutsk. Die Japaner haben auch chinesische Truppen zur Verfügung, die sie bei den Opera­ tionen von Charbin aus benützen wollen. In Wladiwostok und Charbin regieren schon un­ beschränkt die Japaner; "die BolschewMbehörden sind abgesetzt.</p>
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          <p>Aus Amerika. W fllttlll. föin amerikanisches Geschwader nach Wladiwo­ stok ausgelaufen. Rach Meldungen englischer Korresponoenten aus Washington nimmt Amerika eine Son­ derstellung ein. Diese tritt äußerlich dadurch hervor, daß ain 'Sonntag ein amerikanisches Geschwader nach Wladiwostok »ausgelaufen ist mit dem Ajuftrage der Sicherung der ämerika- | nischen Wirtschastsinteressen. Tie "Times" kündigen übrigens eine amtliche Mitteilung über den Umfang der beabsichtigten Operation an, sobald eine Uebereinstimmung zustande ge­ kommen sei.</p>
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          <p>Die Nebelfrau. te sich das blonde Haar üm das blühende junge Gesicht mit den leuchtenden Alugen, dir strahlend den Morgen grüßten, j ( Immer sieghafter wurde das rosige Licht. Immer mehr glätteten fjchi die Wogenberge. Nur «in gurgelndes Rollen, das immer wieder aus den Wellen stieg, kündete noch! den Kampf des Meeres, f 1 Wie umgürtet von Silberschaum lag das kleine Friesendorf und dahinter im glühen­ den Morgenljcht etwas erhöht der Gorlingshof. I Dichtgedrängt standen die Bewohner des kleinen Eilandes am Strande. Hunderte Hände streckten sich den Geretteten Entgegen. '' Und jetzt sah man auchl eine hohe, schlanke Frauengestalt, Pie Friesenhaube, wie die Torfweiber sie tragen, auf dem rotblonden Haar, mitten in der Menge, und ihre AUgen hingen voll Entsetzen an dem.bleichen Antlitz'des Ohn­ mächtigen, den sie soeben vorübertruzen, und wie ein Schrei kam es von ihren Lippen: 1 Timm Randolt! ; Sie stürzte hin zu dem blassen Mann, als wollte sie ihn schützend umfangen, aber eine t pisige Hand hielt plötzlich! die ihrige, und fjn- Keiin Aüfsehen hier. Ich« will es nicht. Er kommt nßchjt zu uns sin den GorlingshoA. Ekke Thornsens Haus ist das nächste von hier. Und laut wandte er sich! zu den Schiffern, die den Verwundeten frugen: i In die Wiedingharde. Ten Arzt schicke hch sofort. ' Da brach sich ein großer breitschultriger' Mann Bahn durch! die Menge. Seine blonden Haare, von denetr die Sturmkappe weit zurück­ gefallen war, standen ihm starr ums Haupt,, und sein wetterhartes breites Gesicht war dun­ kelglühend vor Zorn, als er Tvrrets Hand unsanft aus der des Ohnmächtigen riß, den sie, den Trägern zur Seite schreitend, ihrem Hause, zu geleitete. r 1 Wie 'kannst du ohne Erlaubnis mitten in der Nacht davonlaulsen, schalt er aus Dorret. Ist das Art für giß ordentliches Friesenkind? Tvrrets Augen blitzten ihn an. Ich tat, was auch du getan, Ohm, eiügegnete sie stolz. ' Zwölf hat Olaf Thornsen diese Nacht ge­ rettet, murmelten die Männer. Wie ein Löwe hat er mit Wind und Wetter gekämpft. M».ietzung Mgk.1 ! , -v. 1 ' Roman von Annh Wothe. i ! 31] i i (Nachdruck verboten.) Ter Morgen kam. Mt glutroten Säumen glomm er lim Osten empor, f Graf Reimar sah all den Glanz Pes jungen Morgens auf dem jungen Gesicht, das sich jetzt forschend über den Seeoffizier beugte, den ihre Arme u mfjngen, und der sein Bruder war, sein einziger Bruder, der sich! in Groll, und Haß von Mn gewandt und den er doch so lieb gehabt. ■ Aufschrchen hätte er mögen, als er in dem Mann, der in der Todesangst einen Mast um­ klammert Welt und ihn nicht lassen wollte, seinen Brüder Timm erkannte, der sein Haupt abwandte, als er 'ihn in seine Arme schließen wollte^ und die AUgen schloß, als wollte er sterben. ; Und nun hielt d as fremde Mädchen seinen Bruder^ der ihm so fremd geworden, schützend« umfangen, und er empfand, daß er keinen Teil da an den beiden hatte. ( i Tie schwarze Regenkappe war Dorret in</p>
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          <p>Allerlei. Metlei. Mesenschietmngen mit Holtz. In dem Presse gegen die Inhaber der Maschinenfa­ brik Wiesbaden, die Gebrüder Philipps und den Prokuristen Fischer wurde die Beweisauf­ nahme geschlossen. Gegen die Gebr. Philippi wurden je ein Jahr Gefängnis und 10 000 Mark Geldstrafe beantragt. Außerdem sollen nach! dem Antrage des Staatsanwaltes 124000 Mark Bestechungsgelder eingezogen werden. 1 Verbrechertreiben in Groß-Berlin. Ter Firma Förg und Co. in Berlin wurden Sei­ denstoffe im Werte von 150 000 Mark gestoh­ len. Für die Wiederbeschaffung sind 10 000 Mk. Belohnung ausgesetzt. Aus demLager schup­ pen der Gellert-Reifengesellschast stahlen Ein­ brecher 25 Zentner Leder im Werte von 300 000 Mark. — Aus den Räumen einer Brotkommis­ ston wurden von unbekannten Dieben 920 Bo­ gen Reisebrotmatken entwendet. I Schneefdll und Lawinenstürze in der Schweßtz. Im Urserntal sind viele Staub­ lawinen niedergegangep. In Hospendors zer­ störte eine Lawine einen Stall und beschädigte andere Gebäulichkeiten .Bei Zumdorf ging eine große Lawine nieder, wobei zwei Männer ver­ schüttet und sieben Stück Großvieh getötet wurden. — AiE dem Oberwallis werden starke Schneefälle gemeldet, die bis zu 2einhalb Me­ ter betragen. Versch&gt;iedentlich wurden Scheu­ nen und Wohnhäuser eingedrückt. Tie Tele­ phon- und Telegraphenverbindungen find zUm Teil unterbrochen. Turch.große Schneefälle ist auch der Verkehr auf der Simplonstraße unterbunden .Die Züge im Bahnhofs find blockiert. Jnfvlge des alißerordentlichen Schneedruckes ist die telegraphische Verbindung mit dem Tessin seit 3^ Mäch! unterbrochen.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. werte von 1500 Mark gestohlen. Unter den gestohlenen Sachen' befindet sich auch ein Halbltterkrügel mit der Jahreszahl 1731 und drei weiße, gestickte Haupttücher, wie man solche vor 100 Jahren getragen hat. Pöcking, 7. März. (Ehrvergessenes Weib) Tie Manrerssran Lechner von hier, Mutter von 8 Kindern, wurde born Amtsgerichte Rotthalmünster zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt wegen unerlaubten Verkehrs mit Kriegsgefckngenen. , * , Oberrolming, 6. März. (Einbruchdiebstahl); Tie bejahrten Eheleute Bergmann verzogen kürzlich von Ntederrohning nach Altenstors.Tä sie in ihrer neuen Wohnung vorerst nur ein Zimmer bewohnen konnten, mußten sie den .größten Teil ihrer Habe in ihrer alten Woh­ nung zurücklassen. Inzwischen wurde in das Häuschen eingebrochen und den in armen Verhältnissen lebenden Eheleuten ihr ganzes Eigentum gestohlen. Man vermutet, daß die Tat von Zigeunern verübt wurde. AmW Mchkichtk«. Sie Mittelschulen standen in der Sitzung der Abgeordnetenkämmer äm letzten Mittwoche zur Beratung. Abg. Buttmann (lib.) betonte, daß gerade diese geeignet seien, in den jungen Leuten das richtige Gefühl für das Vaterland zu erwecken und so den Staatsbürger zu bilden. Wenn auch am Staatshaushalt gespart wer­ den müsse an Sen Schulen dürfe das nicht ge­ schehen. Abg. Schmid-München (Soz.) forder-, te die vollkomweüe Unentgeltlichkeit des Unter­ richtes auch an den Mittelschulen und die allgemeine Lehrmittelfreiheit. Tie'Kinder der Atmen und Minderbemittelten dürsten von Pen höheren Lehranstalten nicht systematisch abge­ sperrt werden. Durch! gesicherte Löhne und eine auskömmliche Lebenshaltung werde auch ein vermehrter Zugang zu den werktätigen Be­ rufen veranlaßt. Nach! Friedensschluß müßiten durch eine allgemeine Friedensdnleihe die Mit­ tel aufgebracht werden zur Förderung der kul­ turellen Ausgaben im Reiche. Abg. Tr. Rädel (Z.) trat insbesondere für -bie Erhaltung der Bildungsanstalten auf dem flachen Lande ein. Abg. Wtnsauer (lib.) betonte, daß durch die realistischen Gymnasien keine Vermehrung des Bildungsproletariats veranlaßt werde, da nach­ gewiesenermaßen 90 Prozent dieser Schüler dem geiverblichen und industriellen Leben zu­ strömten., RiebeMMA MdÄt r Neufahrn, den tz. März!. (Einbruch.) In der Nacht zum 25. Februar wurde bei den Taglöhnerseheleuten Bergmann in Altenstors von Zigeunern eingebrochen und Kleider, Wä­ sche und andere Wertgegenstände im Gesamt­</p>
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          <p>Letzte Posten. Letzkk We*. Gewaltsame Niederwerfung Irlands. Berlin, 7. März. Holländische Reisen­ de berichten, daß in Liverpool ungewöhnliche Truppenmengen liegen, die, wie es heißt, nach Frankreich verschickt werden sollen, in Wirk­ lichkeit bereitgehalten werden für eine event. Revolution in Irland.. Ter frühere englische Oberbefehlshaber Lord French traf in einem irischen Hafen ein. "Er erklärte, es Feien Schrit­ te getan worden, um Irland unter militärischen Zwang zu stellen. , Tier Friede mit RuMand. 1 Berlin, 7. Mäch. Ueber Zweidrittel der Sowjets fallen dem Friedensschluß zuge­ stimmt haben. Ter ,/Vossischen Ztg." zufolge hat Lenin erklärt, nur Schwätzer könnten von der Fortsetzung des Krieges reden. Tie ganze bürgerliche Bevölkerung Rußlands ersehne die Abwesenheit der deutschen Tnippen. Wo sie erscheinen, werdxn jte mit offenen Armen em­ pfangen. Tie Friedcnsverhandlungen mit Rumiiniest. Wien, 7. Aiäch. Tem K. u.. K. TelegrlKorr.-Bureau wird aus Bukarest gemeldet: In der heutigen und gestrigen Sitzung der Frie­ denskonferenz im Schloß Buftea wurde im 'wesentlichen der Arbeitsplan der Konferenz! festgesetzt. Es fall ein politischer, militä Mi­ scher ^ rechtspolitischer und handelspolitischer Ausschuß gebildet werden. Tie Vertreter der Vierbundsmächte werden in alphabetischer Rei­ henfolge den Vorsitz führen. Tie Sitzungen werden fortan nicht mehr auf Schloß Buftea, sondern in dem in der Nähe von Bukarest ge­ legenen K. Schloß Cotroceni stattfinden. 'Sie Sommerzeit. Berlin, 7. Mäch.. Tie Sommerzeit be­ ginnt in diesem Jahre am 15. April vormit­ tags 2 Uhr und endet am 16. September 1918 vormittags 3 Uhr. Tie öffentlichen Uhren sind am 15. April vormittags 2 Uhr auf 3 Uhr vorzustellen, am 16. September vormittags 3 Uhr auf 2 Uhr zurückzustellen. Tie Sommerzeit wsird wieder eingeführt, weil sie sich! 1916 und 1917 vielfach bewährt hat. Außer den anerkannten Vorteilen für die Volksgesundheit wurden erhebliche Ersparnisse an den für die Beleuchtungszwecke notwendigen Rohstoffen er­ zielt. Die Regelung der. Sommerzeit entspricht sichtlich ganz her vorjährigen, nur die Kalen­ dertage sind etwas verschoben, weil die Som­ merzeit an einem Montag beginnen und enden soll. ... ,i</p>
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          <p>—* Die Rechnung des Mdt. Gaswerkes pw 1915 schließ! bei 395 957.04 Mark Einnah­ men und 306 416.55, Mark Ausgaben mit 89540.49 Mark Aktiv rest ab. Tos Vermögen beträgt 560 644 Mark, die Schulden 377 630 Mark. 1 s —* Der hiesige Verein f iir Säug­ lings für sorge e. V. veranstaltet nach Ostern eine Windelwoche, dem Vorbilde Mün­ chens folgend, das recht guten Erfolg zu ver­ zeichnen hatte. Ter Verein hofft, es werden sich auch hier wieder wohltätige Geber finden. Ms zum Sommer soll ein Notsäuglingsheim eingerichtet werden und da gilt es, die Klein­ sten unter den Bedürftigen auszustatten. Jeder ist herzlich gebeten, seine Wäsche zu durchmu­ stern und zu bedenken, daß, jedes zerrissene alte Taschentuch, alte Herren- und TämeMväsche auch aus Trikot, alte Leintücher und Bettwäsche — alles noch zu Windeln und Kinderhemdchen " und Bettzeug umgearbeitet werden kann. Tiefer Arbeit Willrich in dankenswerter Weise biie Lu­ gendabteilung des /Frauenvereins vom Roten Kreuz unterstehen. Auch als Sammlerinnen wollen sich die liebenswürdigen jungen Mäd­ chen betätigen. Gibt jeder der hiesigen Ein­ wohner nur ein Stück, so kommt viel zusam­ men und der Not ist gesteuert. Darum öffnet der innigen Bitte Herzen^Hände und Schränke und gebt! i N</p>
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          <p>10. März Markenabgabe. 23. März Zuckerabgabe ...... ?Beginn der Kundenliste: —. April Markenabgabe. 28. April Zuckerabgabe .... 2. Mai Markenabgabe. 23. Mai Zuckerabgabe .... 1. Juni Markenabgabe. 25. Juni Zuckerabgabe .... 30. Juni Markenabgabe. 26. Juli Zuckerabgabe .... . . 625 gr 31. Juli Markenabgade. 25. August Zuckerabgabe . • . . . 625 gr 31. August Markenabgabe. 25. September Zuckerabgabe. . . - 750 gr 29. September Markenabgabe. Oktober.......... 3. November Zuckerabgabe . . . . 750 gr 30. Oktober Markenabgabe. 3. Dezember Zuckerabgabe . . . . 750 gr 29. November Markenabgabe. 2* Januar 1918 Zuckerabgabe . . . 700 gr 27. Dezember Markenabgabe. 4. Februar 1918 Zuckerabgabe . • 700 gr 17. Oktober 1917 Reichsgefetzl. Bekanntmachung. 31. Januar 1918 bayer. Aussührungsvorschrtftrn nicht mehr als 750 gr monatlich, nicht weniger als 625 gr monatlich, Kinder im 1. Lebensjahr mtnd. 50 gr tägl. Kinder im 2. Lebensjahr 30—50 gr tägl. 30. Januar Markenabgabe. 4. März Zuckerabgabe 700 gr Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr 1500 gr (50 gr täglich). In Sen Monate« Mai und Juli 1916 sowie im Oktober 1917 gelaugte kein Zucker zur Berteilung. Zu den Ausführungen der Frau Professor Hummel in der Versammlung ist berichtigend zu bemerken, daß es über den Abzug von einepr Viertelpfund heißen muß: "Wird daher mo­ natlich ein Viertelpfund Zucker pro Kopf ab­ gezogen, so bedeutet dies für eine bierköpfige Familie ein Pfund Zucker. Mit diesem Pfund Zucker liehen sich! aber für dieselbe Familie 4 Mahlzeiten herstellen. Ohne Zucker ist es schwer, Mehlspeisen zu kochen, da auch Jett: und Mehl gespart werden müssen üstv." , - - Ueber die Zuckerverteilung in Landshut. einen Tage allein 23 056 Fremde aus.Nord­ deutschland in Bgchern weilten. 'Rechnen wir also für ganz Bayern durchschnittlich monatliche nur 100 000 Fremde, so sind das im Jahre 1200 000 Köpfe, die doch, auch miternährt wer­ den. , Wenn es wahr ist, daß im allgemeinen im Menschenleben die Liebe durch.den Magen geht, so mutz Bayern im Reichsgesüge der beliebteste Bundesstaat sein, denn es ist eine der Hauptnähryuelleu des Reiches. Nein die ZMemrieilmi &gt;» LmdsW gab Frau Professor Hummel in der jüngste» Haus­ frauenversammlung folgende Aufstellung: Reichsgesetzliche Regelung SesZuckerverkehrSr 10. April 1916 Einführung der Zuckerkarte. 22. April 1916 bayer. AuSf.-Best. 1000 gr pro Kopf und Monat. Kommunalverband Lanösh'ut-Stadt: 29. April 1916 . . . Mai 1916 .... 29. Sunt 1916 ... Juli 1916 .... 26. August 1916 . . . 21. September 1916 . 20. Oktober 1916 . . 18. November 1916 . . Reichsgesetzliche Regelung: 14. November Bekanntmachung. 27. November Ausf.-Pest. 800 gr pro Kopf und Monat. * Kommuualverband LaudShut Stadt: 16. Dezember 1916 . . ? 13. Januar 1917 ? , 10. Februar 1917 ? Bis hierher Abgabe des Zuckers gleich «ach Empfang der Marken.</p>
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          <p>Die Türkei im Kriege. Ae Mrkri iw Kri«e. ! Siet Friedensvertrag löst Englands Rechte i auf Cypern.. ' .Wie dem "B. T." aus Wien gemeldet wird erinnert der Geograph Pros. Oberhummer in der "Neuen Freien Presse" daran, daß der am 4. Juni 1878 zwischen England und der Türkei abgeschlossene Cypern- Vertrag am 1. Juli 1878 einen Zusatz erhielt, der die Verwaltung Chperns regelt und im Artikel 6 bestimmt: "daß wenn Rußland der Türkei Kars und die ande­ ren Eroberungen, die es in Armenien während des letzten Krieges gemacht hat, zurückerstattet» die Insel Cypern von England geräumt wer­ den und die Uebereinknnst vom 4. Juni 1878 hinfällig sein wird." Sonach; hätte England mit der Rückgabe dieser Bezirke an die Türfkei jeden Rechtstitel auf die Besetzung Chperns, geschweige denn aus Dessen Einverleibung tn aas vrrkrsche Reich, verloren. .</p>
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          <p>Das in der letzten "Zeit in Amerika herrschende schlechte Wetter und die damit zusammenhän­ genden Transportschwierigkeiten ließen aus eine ausreichende Wetzenberforgung nicht rechnen. Es sei nötig, dem' Brot weitere 5 ProAnt Kartoffelmehl beizumischen. Zur Vermeidung der Rationierung sei eine Verminderung von 8 auf 6 - Pfund nicht ausgeschlossen.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Ntt Mg m 6tt. ' Vom Hilfskreuzer "Seeadler". Reuter meldet: Die "Times" erfährt aus Valparaiso: Ein gestern in Talcahuano ange­ kommener Schooner brachte 58 Offiziere und Matrosen von der Besatzung des deutschen Hilfskreuzers "Seeadler" mit, die vorher ans dem Schooner "Tortuna" waren und bei der Insel Paques Schtssbruch erlitten. Ein Seegefecht bei der Insel Wieland? Tier Berner Bund meldet aus London: Nach Depeschen aus Amsterdam hat in derNacht zum 2. März aus der Höhe der Insel Wieland ein heftiges Seetresstn stattgefunden. Es wurde eine andauernde lebhafte Kanonade gehört. 'Längs der Küste bemerkt man zahlreicheSchifsstrümmer. Bis jetzt sind weitere Einzelheiten nicht eingetroffen.</p>
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          <p>Aalandsfrage wird bestimmt, daß, die auf den Inseln angelegten Befestigungen so bald als möglich entfernt und die dauernde Nichtbe­ festigung dieser Inseln durch ein besonderes Abkommen geregelt werden soll. Tie Bestätigungsurkunden sollen tunlichst bald in Berlin ausgetauscht werden. Zur Er­ gänzung des Vertrages werden binnen vier Monaten nach, Bestätigung die Vertreter der vertragschließenden Teile in Berlin zusammen­ treten.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. AmW Mchkichtk«. Sie Mittelschulen standen in der Sitzung der Abgeordnetenkämmer äm letzten Mittwoche zur Beratung. Abg. Buttmann (lib.) betonte, daß gerade diese geeignet seien, in den jungen Leuten das richtige Gefühl für das Vaterland zu erwecken und so den Staatsbürger zu bilden. Wenn auch am Staatshaushalt gespart wer­ den müsse an Sen Schulen dürfe das nicht ge­ schehen. Abg. Schmid-München (Soz.) forder-, te die vollkomweüe Unentgeltlichkeit des Unter­ richtes auch an den Mittelschulen und die allgemeine Lehrmittelfreiheit. Tie'Kinder der Atmen und Minderbemittelten dürsten von Pen höheren Lehranstalten nicht systematisch abge­ sperrt werden. Durch! gesicherte Löhne und eine auskömmliche Lebenshaltung werde auch ein vermehrter Zugang zu den werktätigen Be­ rufen veranlaßt. Nach! Friedensschluß müßiten durch eine allgemeine Friedensdnleihe die Mit­ tel aufgebracht werden zur Förderung der kul­ turellen Ausgaben im Reiche. Abg. Tr. Rädel (Z.) trat insbesondere für -bie Erhaltung der Bildungsanstalten auf dem flachen Lande ein. Abg. Wtnsauer (lib.) betonte, daß durch die realistischen Gymnasien keine Vermehrung des Bildungsproletariats veranlaßt werde, da nach­ gewiesenermaßen 90 Prozent dieser Schüler dem geiverblichen und industriellen Leben zu­ strömten., RiebeMMA MdÄt r Neufahrn, den tz. März!. (Einbruch.) In der Nacht zum 25. Februar wurde bei den Taglöhnerseheleuten Bergmann in Altenstors von Zigeunern eingebrochen und Kleider, Wä­ sche und andere Wertgegenstände im Gesamt­</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. SieusteMlMtes. Bahndienst. Vom 1. März 1918 an wird auf Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschafh in etatsmäßiger Weise versetzt: der Bahnvtertoalter der Bahnstation Haidmühle Franz Horn an die Bahnstation Mühldorf (Obb.) Schuldienst. Tie Volksschullehrerstelle In Gossersdors, K. Tistriktsschulinspejktion Mitter- sels l, ist ab 1. Mäch 1918 erledigt. Endtag für Bewerbungen: 3. April 1918. ,</p>
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          <p>Bayern und die Ernährungswirtschaft. Hayeru uns Die KrnährungswirtsLast. Zu diesem interessanten Thema schreibt die' "München-Augsburger Abenzeitung" nach amt­ lichen Quellen: In der Kviegsernährungswirtschast nimmt Bayern eine bedeutsame Stellung ein .Nach dem vom Kriegsernährungsamt ausgestellten Verteilungsschlüssel ist Bayern Ueberschußgebiet für Haber, Hülsen sitzüchte, Del, Kartoffeln, Rauhsutter, vor allem für Fleisch,'Vieh, Wild, Geflügel, ferner für Milch und alle MilcherZeugnisse Zu diesen elf Produkten gesellt sich, .in diesem Wirtschaftsjahre noch Brotgetreide, das ^bisher im Verein mit Mais, Zucker und Süßstoff, Fischen, Futtermitteln, Düngemit­ teln^ Kohle und Eisen Badern vom Reiche ge­ liefert, bezw das fehlende Quantum zugeschos­ sen erhielt Zu den von Bayern abgelieferten gewaltigen Lebensmittelmengen korymen aber noch alle jene Waren hinzu, die auf dem Wege 'des Schleichhandels über die bayerischen Gren­ zen abwandern Ta vom Juni bis Dezember 1917 allein bei der yrilitärischen Durchsuchung der Pakete rund 5000 Zentner der verschieden­ sten Lebensmitteln zurückgehalten und beschlag­ nahmt werden konnten, darunter 1200 Zentner Fleisch- und Wurstwaren, 157 000 Stück Eier und über 1000 Stück Gänse, so darf man die jährlich aus Bayern hinausgeschmuggelten Le­ bensmittel mit mindestens 50 000 Zentner an­ nehmen. / 1 Ter bereits vor einigen Monaten erschie­ nenen, seinerzeit vielbesprochenen Studie "Nah­ em und das Reich in der Kriegsernährungs­ wirtschaft" von Dr. Fr. Zahn, Präsident des K. Bayer. Statist. Landesamtes, sind aus Grund der jetzt vorliegenden letzten Ergebnisse und Abrechnungen neue Gesichtspunkte und neues Zahlenmaterial beigefügt worden, die be­ deutsame Aufschlüsse über das Ablieferungs­ Verhältnis, Bayerns zum' Reiche geben. Bayern hat bisher in her Kriegswirtschaft Reichszuschüsse an Brotgetreide, Mehl und Mehlfabrikaten erhalten, die im letzten Wirt­ schaftsjahre zusammen mnd 408000 Zentner betrugen, in dem laufenden Wirtschaftsjahr .wird Nahem von seiner verhältnismäßig reich­ licheren Brotgetreideernte ans übrige Reich Zuschüsse zu leisten haben. Damit ist das Dutzend der Lebensmittelprodukte vö?l, 'für die Nahem als Reichslieferant in Fmge.kommt. Von seiner Äerstenerzeugung hat Bayern vom» 1. Oktober 1916 bis zum 30. September 1917 an das Reich und Heer 1211928 Zeytner abgegeben; von seinem. Hafer allein an das Heer 5.44 Millionen Zentner, dazu aus Haferbeständen an Heer und Reich! 485 120 Zentper (davon zurück in Form von Hafemährmitteln 109 998 Zentner); an Hülsenfrüchten 176 000 Zentner ^ an Oelsrüchten 15 600 Zentner (gleich 5500 Zentner Del), an Kartoffeln für Zivil und Militärstellen im Reich 793 591 Zentner, an Heu und Stroh (vom 18. November 1915 bis 15. September 1917) 32 566 Zentner und dazu noch 115 Zentner Stroh an außerbayeri­ sche Proviantämter, t Besonders groß ist Bayerns Reichsakgabe an Vieh, Fleisch,, Wild und Geflügel. Bayern lieferte an die übrigen Bundesstaaten vorn 23. JaNuat 1916 bis 15. August 1917 insgesamt 7209 Stück Großvieh,'694 Mlber, 2333 Schwei­ ne, 14 477 Schafe und Ziegen, 2386 Hafens 3145 Rehe, 62 Stück Rotwild, 18 Stück Schwarzwild, 112181 Stück Geflügel, 8765 Ka­ ninchen, 8637 Zentner rohes Fleisch, 29 404 Zentner verarbeitetes Fett und vom 1. Mai bis 31. August 1917 an den Kriegsausschuß für Dele und Fette 700 Zentner Feintalg. Zu diesen mehr als beträchtlichen Mengen gesel­ len sich noch zur Versorgung des Feldheeres vom 1. April 1916 bis 1. August 1917 insge­ samt 492 250 Stück Großvieh, 85 059 Schweine und 14 477 Schafe und Ziegen. Und endlich hat Bayern außerdem noch, an Sachsen und. Baden vom 1. April 1916 bis 1. August 1917 zusam­ men 33 95 Stück Großvieh!, 31 910 Kälber und 3901 Schweine geliefert. 1 Entsprechend seinem hohenRindviehbestand ist Bayern auch in Milch- und Milcherzeugnistsen für das Reich der hauptsächlichste Ernährungssäktor # benn es lieferte allein vom 1. April bis 30. September 1917 an die Zentraleinkaufsgenosfenschaft in Berlin 15165 Ztr. gezuckerte und 1700 Zentner Trocken-Magermilch ab, dazu noch vom. 1. Februar bis 31. August 1917 insgesamt 22 451 Zentner Butter, vom 24. Februar bis 24. September 1917 zu­ sammengerechnet 19 779 Zentner Käse und vom lt Januar bis 30. September 1917 nicht we­ niger als 3955 Zentner Quark, wovon aller­ dings wieder 1400 Zentneö in Form von Main­ zer Käse nach! Bayern zurückgelangten. An Eiern hat Bayern nicht nur dem Reich 7 598000 Stück im Jahre 1917 geliefert, son­ dern auch auf seinen Anteil an' Auslandseiern in Höhe von 34 856 270 Stück verzichtet, so daß also durch! Bayern eigentlich das Reich 42 444 270 Stück Eier im letzten Jahre erhal­ ten hat. An Obst und Gemüse hat die zuständige bayerische Landesstelle im letzten Wirtschafts­ jahr dem Reich! 496 898 Zentner zugeführt. Tie Landes-Brennhvlzstelle hat vom 1. August bis 31. Tezestiber 1917 etwa 13 900 Tonnen Brennholz nach außerhalb Bayern ab­ gegeben. 1 ■ Was hat nun Bayern vom Reiche an Le­ bensmitteln demgegenüber zugeschossen erhal­ len? 40 000 Zentner rumänischen Saatmais 31 480 Zentner Maisgries als Brotstreckungs­ mittel, 167 421 Zentner Kleie, &gt;419138 Zentner zuckerhaltige Futtermittel, 138 685 Zentner Krastfuttermittel, Ersatzfuttermisttel und Hilssstoffe 507 093 Zentner ausländische Futter­ mittel, große Mengen Thomasmehl, schwefel­ saures Arnmoniäk und Kalkstickstoff, 2660000 Zentner Zucker, 14 003 200 Briespackungen und 550 950 Schachteln (ze je 500 Tabletten) Süß­ stoff, 152 980 Zentner Marmelade, 89 051 Ztr. Kunsthonig, 43 801 Zentner Speisesirup, 817A7 Zentner Fische. Zu diesen Lebensmitteln kom­ men noch 2 944 498 Tonnen Kohle, Koks und Briketts, 993 000 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenbriketts und 151157 Tonnen; Eisen. Tiefe Gegenüberstellung zeigt, daß Bayern in der Hauptsache der gebettde Teil Ist, denn wir dürsen doch aüch nicht übersehen,.daß ge­ rade Bayern mehr als jeder andere Bundes­ staat im Kriege das ganze Jahr über Hunderttausende hon Fremden unterhält, die nicht et­ wa in Bayern zu kurz kommen, sondern sich! — es sei nur an ’bte norddeutsche Hamster­ plage im letzten Sommer erinnert — in Bay­ ern überreichlich erstens Zunächst sich selbst ver­ sorgen und dann noch nachhause schicken und mitnehmen, was erreichbar ist. Ein Zahltag — 16. Juli 1917 — hat ergeben, daß an diesem einen Tage allein 23 056 Fremde aus.Nord­ deutschland in Bgchern weilten. 'Rechnen wir also für ganz Bayern durchschnittlich monatliche nur 100 000 Fremde, so sind das im Jahre 1200 000 Köpfe, die doch, auch miternährt wer­ den. , Wenn es wahr ist, daß im allgemeinen im Menschenleben die Liebe durch.den Magen geht, so mutz Bayern im Reichsgesüge der beliebteste Bundesstaat sein, denn es ist eine der Hauptnähryuelleu des Reiches. Nein die ZMemrieilmi &gt;» LmdsW gab Frau Professor Hummel in der jüngste» Haus­ frauenversammlung folgende Aufstellung: Reichsgesetzliche Regelung SesZuckerverkehrSr 10. April 1916 Einführung der Zuckerkarte. 22. April 1916 bayer. AuSf.-Best. 1000 gr pro Kopf und Monat. Kommunalverband Lanösh'ut-Stadt: 29. April 1916 . . . Mai 1916 .... 29. Sunt 1916 ... Juli 1916 .... 26. August 1916 . . . 21. September 1916 . 20. Oktober 1916 . . 18. November 1916 . . Reichsgesetzliche Regelung: 14. November Bekanntmachung. 27. November Ausf.-Pest. 800 gr pro Kopf und Monat. * Kommuualverband LaudShut Stadt: 16. Dezember 1916 . . ? 13. Januar 1917 ? , 10. Februar 1917 ? Bis hierher Abgabe des Zuckers gleich «ach Empfang der Marken.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. ÄStt-MttW. ’ Tier neue Präsident von Brasilien. Häoas meldet aus Rio de Janeiro: Rodriguez Alvez wurde Mm Präsidenten der Republik gewählt und Morera zum Vizepräsidenten. Oesterreichs Tiank an Hindenburg. Das Wiener Fremdenblatt schreibt: Tie Entschei­ dung ist gefallen. Welche Ereignisse euch im­ mer der weitere Verlauf des blutigen Kam­ pfes bringen mag, der Parismus und der^Panslabismus sind endgiltig beseitigt. — Tße "Zeit" führt aus: Ter Druck, der seit Peter dem Großen mit steigender Wucht auf Europa gelastet, ist verschwunden .Am Karpathenkamm hielt unsere Armee stand, das übrige, sagen wir mit dankbarem Herzen, hat dann Hinden­ burg getan. Was vor 200 Jahren Prinz Eugen geleistet hat, leistete in unseren Tagen Hin­ denburg. Tlas österreichische Budgctproüisorium kommt zustande. In der Budgetsrage ist im letzten Augenblick' ein« entscheidende Wendung' eingetreten. "Vier polnische Führer waren ge­ stern vormittags beim Kaiser und es steht jetzt zur Mittagsstunde unbedingt fest, daß sich sämt­ liche Polen ttHer Fraktionen der Abstimmung enthalten und daß somit das gesamte Budgetpropisortum einschließlich der Kriegskredite für weitere vier Monate heute nachmittags 5 Uhr angenommen werden wird. 1</p>
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