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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-04-17"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 105</biblScope>
          <date when="1918-04-17">1918-04-17</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
        </correction>
      </editorialDecl>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Neue Erfolge in Flandern. Wulverghem, Vailleul und die Höhen von Whtschaete erstürmt. - Weiteres Fortschreiten in Finnland. Die Türken haben Votum genommen. — Die Halbjahresbeute = eine Kriegsanleihe. Vurian der Nachfolger Czernins</p>
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          <p>Militär fordert rieben der Besetzung Gibraltars und Tangers die Abkehr Portugals von Eng­ land, um sich brüderlich mit Spanien unter einer für Portugal Pas,enden Regierungsform i zu vereinigen zwecks Durchführung einer ge| meinschastlichen Außenpolitik; das Blatt rich| tet an die deutschfreundlichen Portugiesen die Aufforderung, m defem Sinne zu wirken. Ein Trugqrschäsi der Entente mit Holland. Wie bekannt, hatte die (Sntente Holland in den letzten Tagen der Unruhen die Zusendung von zwei bis drei holländischen Schiffen Mt; Getreide in Aussicht gestellt. Jetzt ergibt sich, daß es sich bei diesen Schissen um Fahrzeuge handelt, die sich nicht in der Gewalt der Verl einigten Staaten, sondern in argentinischen Hä­ sen befinden. Holland kann jedoch mit diesen Schissen nur dann Getreide befördern, wenn eS gleichzeitig aus Holland drei Fahrzeuge mit entsprechender Tonnenverdrängung der Enss ? jtente zur Verfügung stellt. Das angebliche Ent­ gegenkommen der Entente würde Holland somit durch Abgabe von drei weiteren Schiffen bezah­ len müssen .Die holländische Presse kommenftiert in den schärfsten Ausdrücken die Enthül­ lung dieses neuesten Erpressungsversuches. . } Die Unruhen-Schäden in Holland. Amsterdam, 16. April. Im Haag ha­ ben sich keine neuen Unruhen ereignet. Ter Schaden an Privateigentum infolge der Un­ ruhen wird auf' 200 000 Gulden geschätzt. Me Balearen ein amerikanischer Stütz­ punkt. Nach Meldungen aus italienischen Schifst sahrtskreisen seien amerikanische Militärmiß' f tonen zurzeit auf den Balearen, um festzu­ stellen, ob sich die Inselgruppe für eine ame­ rikanische Etappenstation eigne, als Etapge für die amerikanischen Truppen im Mittelmeer.! Es wurden bereits mehrere amerikanische Kon­ sularagenten ernannt. Ans neutralen Lindern. Spanien, Gibraltar und Tanger. Bern, den 16. April. Wie die "Infor­ mation" aus Madrid meldet, geben zahlreiche spanische Zeitungen ausführlich einen Artikel der Köln. Ztg. wieder, der Spanien Gibral­ tar und Tanger als nationales Eigentum zu­ spricht und erklärt, daß Deutschland sich beim Friedensschlüsse zum Verteidiger der Interessen Spaniens machen werde. Tie Correspondencia italienischen, rumänischen und griechischen Ge­ sandtschaften zurückhalten. Nur zwei Diplo­ maten dursten sich cm letzten Samstag durch die. Front ins Lager der Weißen Garden be­ geben. England und Rußland gegen Finnland. Stockholm, 16. April. Wasa Bladet be­ hauptet bestimmt zu wissen, daß, die russischen Angriffe gegen die Murmanbcchn von den Eng­ ländern geleitet werden und ein Glied in dem englischen Plan bilden, Rußland bei Der Er­ oberung Finnlands zu helfen. ’ 9er Stieg iti Suite«. Eine italienische Anfrage. Lugano, 16. sAp,:il. Der DeputierteCitriani reichte beim Kammersekretär eine In­ terpellation ein, die Ausschluß, verlangt, ob der Regierung bekannt sei, daß Friedensvevhandlungen stattfanden und ob es angebracht sei, diese Dokumente zu veröffentlichen, be­ sonders im Hinblick auf die Notwendigkeit einer einheitlichen diplomatischen Front. i 9er stieg mit England. : Me Lage in Irland. ■! s Der Sonderberichterstatter der DailhNews der nach einer dreimonatlichen Reise aus Ir­ land zurückgekehrt ist, schreibt: Wenn man vor tzeinhalö Jahren ein irisches Parlament einge­ setzt hätte, hätte dies der Einführung der Dienstpflicht zugestimmt und das Land ebenso. Die irische Demokratie sei jetzt so erstarkt, daß sie mit Englands Macht sich zu . messen bereit sei. Die Ansicht, daß Pie Dienstpflicht in einem Kompromiß für Homerule angenommen würde sei falsch. Die Morntngpost berichtet aus Dublin, daß njcht nur die Sinn-Feiner gegen jeden Versuch die Irländer in das Heer zu stecken, sondern auch die Nationalisten stärksten Wi­ derstand leisten. i Englische Stimmungen. Berli n, 16. April. Daß die Engländer trotz aller früheren Versicherungen selbst mit dem-Gelingen der deutschen Offensive rechnen, geht, wie der "Voss. Ztg." aus Rotterdam ge­ meldet wird, aus der Planmäßigkeit hervor, mit der sie das Volk aus den vollen Deutschen Sie vorbereiten und gleichzeitig bemüht sind, die Gemüter zu beruhigen. Heute schon ver­ suchen sie, den Sieg als nicht ausschlaggebend hinzustellen. , Nachdem der frühere Kriegsminister Haldane erklärt hätte, daß selbst die Besitznahme von Calais den Deutschen nichts nützen werde, haut die englische Presse jetzt in dieselbe Kerbe. So schreibt der "Observer", der siegreiche Aus­ gang des Krieges unterliege keinem Zweifel. Selbst wenn es den Deutschen gelingen sollte, bis zur Küste vorzudringen, werde das Meer immer englisch sein. Ins Smerißa.</p>
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          <p>sprechen und unsere Liebe, Treue und Anhäng­ lichkeit bezeugen. — In einer zweiten Reso­ lution wurden diejenigen Südslawen, welche in diesen schweren Zeiten aus ihrem Vater­ lande entwichen sind, mit den Feinden Kom­ plotte schmieden und durch verräterisches Be­ ginnen den Krieg verlängern, entschieden vevurteilt und mit Entrüstung abgelehnt. — Es ist etwas eigentümlich, daß diese Kundgebung noch als besonders loyal frisiert werden muß. Tie Mindestforderung ist also: der südslavische Staat im Rahmen Oesterreichs. Erfreulich muß es also noch erscheinen, daß nicht völlige Unab­ hängigkeit und die Möglichkeit eines gegen den Bestand der Monarchie gerichteten Bünd­ nisses gefordert wird. Freilich, die tschechischen Vorgänge lassen diesen Standpunkt tatsächlich als äußerst loyal erscheinen. Ä7eT~“ Einer SchleichWnvlernt in München wurde von einem Paare, dem sie Unterschlupf gab, 4000 Mark Bargeld und Kleider stnd Wä­ sche int Werte von 2000 Mark gestohlen. Ein Riesenrotfisch mit 36 Pfund und 12,5 Zentimeter Länge, wurde in der Iller bei Kempten gefangen. Blutvergiftung. Tier RentamMann Fi­ nanzrat Weninger in Schrobenhausen verletzte sich beim Schneiden eines Stückes Brotes ganz unbedeutend. Es trat Blutvergiftung ein und nach! vier Tagen erlag der 55jährige Beamte der Verletzung. denen Fäusten und Stöcken die bekannten tsche­ chischen Hetzlieder s ayg. Am Abend wurde im Vorort Weinberg eine Versammlung, in der Hetzreden gegen den deutschen Kaiser und Berlin gehalten wurden, ausgehoben. Tier Smichower Hausbesitzerverein hielt gleichfalls eine Versammlung ab, die aufgehoben wurde, da der tschechische Schriftsteller Syk eine politi­ sche deutschfeindliche Rede hielt, obwohl die Versammlung keinen politischen Charakter trug. Eine ernste Kabinettkrise in England. Aus London kommen Nachrichten über eine ernste Kabinettkrise, Diatly News schreiben:, daß die Regierung gegen Ende letzter Woche in eine sehr ernste Lage gekommen sei. Tie Arbeitervevtreter im Kabinett hätten überlegt, wie sie die Regierung wirksam. unterstützen könnten. Wie es heißt ist die Arbeiterpartei gegen die Militärpflicht in Irland ohne gleichzeitige Ho­ merule. Tier Minister Barnes Hätte sich infolge der irischen Wehrpflichtpvlitit mit den übri­ gen Mitgliedern des Kabinetts völlig über­ warfen. Es ist wahrscheinlich daß die drei Arbeiterverbände einen Apell an die Arbei­ terminister erlassen und sie auffordern werden, zurückzukehren. Diese Meldung beschränkt sich wie gesagt für das Ende der letzten Woche.! Wie die Tinge augenblicklich liegen, geht nicht aus ihr hervor, doch muß berücksichtigt wer­ den, daß das englische Kabinett am sogenannten Wochenende kaum zusammengekommen sein dürfte. Auch der Manchester Guardian schreibt, daß einige Zeichen einer wirklichen Kabinetts­ krise über das englische Militärgesetz zu be­ merken seien und teilt im übrigen die Astsichf ten der Tailh News. Auch Daily Chronicle ist im Fahrwasser der beiden genannten Blät­ ter. Südslawische "Loyalität". Eine Wiener Korrespondenz meldet aus Laibach: Auf Ein­ ladung des Landeshauptmanns Sustersic fand eine zahlreich besuchte Versammlung der slowenisch-t'atholischen Vertrauensmänner von ganz Krain statt, welche das Verhalten des Kluhs der Südslawen im Abgeordnetenhuuse einer scharfen Kritik unterzog, die in einer Resolution Ansdruck fand, in der es heißt: Wir stehen wie ein Mann auf dem Standpunkte der südslawischen Deklaration vom 30. Mai 1917, welche die Vereinigung aller in der Habsburger Monarchie lebenden Südslaven zu einem eigenen, von jeder sremdstämmigen Her» schaft freien Staate linder dem Szepter der habsburgischen Monarchie fordert. Tie Reso­ lution protestiert entschieden gegen jedwede Verfälschung dieser Deklaration, tote sie durch die Märzbeschlüsse erfolgte, ,und in der ge­ radezu Verrat an den Lebensinteressen der Nation liege, und schließt: Wir erstreben die Realisierung unserer nationalen Ideale nur im Einvernehmen mit unseren katholischen Herrscher, welchem wir unser Vertrauen ausDie NebklskN. ! . Roman von Anny Wvthe. 58] ! : (Nachdruck verboten.)</p>
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          <p>sprechen und unsere Liebe, Treue und Anhäng­ lichkeit bezeugen. — In einer zweiten Reso­ lution wurden diejenigen Südslawen, welche in diesen schweren Zeiten aus ihrem Vater­ lande entwichen sind, mit den Feinden Kom­ plotte schmieden und durch verräterisches Be­ ginnen den Krieg verlängern, entschieden vevurteilt und mit Entrüstung abgelehnt. — Es ist etwas eigentümlich, daß diese Kundgebung noch als besonders loyal frisiert werden muß. Tie Mindestforderung ist also: der südslavische Staat im Rahmen Oesterreichs. Erfreulich muß es also noch erscheinen, daß nicht völlige Unab­ hängigkeit und die Möglichkeit eines gegen den Bestand der Monarchie gerichteten Bünd­ nisses gefordert wird. Freilich, die tschechischen Vorgänge lassen diesen Standpunkt tatsächlich als äußerst loyal erscheinen. Ä7eT~“ Einer SchleichWnvlernt in München wurde von einem Paare, dem sie Unterschlupf gab, 4000 Mark Bargeld und Kleider stnd Wä­ sche int Werte von 2000 Mark gestohlen. Ein Riesenrotfisch mit 36 Pfund und 12,5 Zentimeter Länge, wurde in der Iller bei Kempten gefangen. Blutvergiftung. Tier RentamMann Fi­ nanzrat Weninger in Schrobenhausen verletzte sich beim Schneiden eines Stückes Brotes ganz unbedeutend. Es trat Blutvergiftung ein und nach! vier Tagen erlag der 55jährige Beamte der Verletzung. Einer SchleichWnvlernt in München wurde von einem Paare, dem sie Unterschlupf gab, 4000 Mark Bargeld und Kleider stnd Wä­ sche int Werte von 2000 Mark gestohlen. Ein Riesenrotfisch mit 36 Pfund und 12,5 Zentimeter Länge, wurde in der Iller bei Kempten gefangen. Blutvergiftung. Tier RentamMann Fi­ nanzrat Weninger in Schrobenhausen verletzte sich beim Schneiden eines Stückes Brotes ganz unbedeutend. Es trat Blutvergiftung ein und nach! vier Tagen erlag der 55jährige Beamte der Verletzung.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Mainburg, 15. April. (BesitzwechseLWas Gut der Oekonomenswitwe Walburga Mnberger in Aufhäufen ist von der Regensburger Zentraldarlehenskasse angekauft worden. TäS Astwesen umfaßt etwa 350 Tgch. Grund incl. Waldungen. Ter Kaufspreis beträgt 405000 Mark. , : ! 1 ' ' Plattlina, 14. April. (Sämtliche Söhne durch den Krieg verloren) hat die Oekonomensfamilie Wurm in Wischlburg. Dieser Tage traf die Nachricht ein, daß gleich zwei Söhne den Heldentod gesunden haben. Atrnstorf,' 15. April. (Brand.) Am 5. ds. ist in Viehgassse ein Astwesen niedergebrannt Als Brandstifter wurde nun der eigene 1K jährige Sohn des Brandleiders ermittelt und verhaftet. &gt; Simbach, 16. April. (Lotterietreffer.) Hieriher siel einer Treffer von 16 000 Wk. der Preuß. Südd. Klassenlotterie.</p>
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          <p>ginn des Krieges vertraglich vereinbart wur­ den, den erhöhten Lebensmittelpreisen ent­ sprechend einer Revision unterzogen werden sollen. Ter Magistrat stimmte dieser Anregung SU.</p>
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          <p>Als er schon auf dem Gang war» kam ei» dunkles Etwas hinter ihm hergehuscht. Er fühlte von ein Paar zarten Händen sich fest umklammert, und Fridruns Stimme klopfte a« seinem Halse. . , &gt; i Mir war so angst um dich, Reimar, flü­ sterte sie. Tie Mutter schläft, sie wußte nichts von unserer Sorge, aber ich, Reimar, ich bin fast gestorben, als ich! dich draußen im Nebel wußte, in dem schon so mancher sich verirrt, ohne je wieder zurückzufinden. Gelassen löste Reimar die feinen Hände von seiner Brust. &gt; Ihre Nerven, Gräfin, spielen Ihnen wie­ der üble Stteiche. Sie sehen, weder mir, noch Undine ist etwas geschehen. Es ist wohl nur eine tiefe Ohnmacht, die Undine befallen hat. Tie Einwirkung der «nassen Luft bringt ihr vielleicht noch eine kleine Erkältung, das ist alles. Gute Nacht, Gräfin! Mit zornigen Astgen sah Fridrun der elastischen Gestalt nach, die jetzt mit harten Schrit­ ten von dannen ging. ^Fortsetzung folgt.) Und ohne eine Erwiderung abzuwarten, hob er die leblose Gestalt Undines empor und trug sie durch den tiefen, weichen Sand auf den Weg, den die Schiffer wiesen. Tas ist nichts für Euch, mahnte Olaf Thornsen. Ter Weg ist schlecht. Gebt uns die Frau Gräfin. Wir tragen sie leicht ins Schloß. Graf Reimar schüttelte den Kopf. Er biß die Zähne zusammen. Sein Atem keuch­ te, sein Herz klopfte von der ungewohnten Anstrengung in hastigen Schlägen, aber den­ noch schritt er mit seiner, wie er meinte, leich­ ten Last weiter. Immer schwerer wurde Undines Körper. Graf Reimars Fuß versank tief in dem lockeren Dünensand. Fast jeden Schritt mußte er sich mühsam erkämpfen, und doch war ihm der Gedanke unerträglich, daß die rohen Schifferfäuste dort den zartest Leib der jungen Frau anrühren konnten. Nein, er, er allein mußte sie retten, er allein müßte sie in sein — nein, in ihr Haus tragen. ! f Tie Schiffer, die mit ihren Laternen den £ Weg kennzeichneten, schüttelten den Kopf. ^ Sie hörten ben schweren Wem des Man­ nes, der ihm wie ein Röcheln aus der Brust kam, und sie meinten immer, daß er unter der Last zusammenbrechen mußte. Aber behckrrlich erkämpfte sich der Graf sein Ziel. l : j Und endlich war das Tvrf erreicht. Von dem kleinen, verwitterten Kirchlein klang die dritte Morgenstunde, da war man endlich am Gorlingshof angelangt, wo Fridrun und Dorret mit verstörten Gesichtern harrten. : Sie muß gleich zu Bett, gebot Reimar, auf Undine zeigend. Sie ist tot, schrie Torret auf, und Ihr habt sie getötet. Er sah drohend in das verstörte Gesicht des Mädchens!, das in voll tödlichen Hasses anfunkelte, dann gab er ruhig seine Befehle, einen Atzt herbeizuschaffen. Olaf Thornsen sei schon unterwegs, hieß es. Tann wandte er sich, ohne einen Blick auf die drei Frauen, dem &lt;3eitenftügel des Schlosses zu, in dem seine Wohnung lag. Die Nebelfrau. ! . Roman von Anny Wvthe. 58] ! : (Nachdruck verboten.)</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Bayerische Nachrichten. Kammerpräsident von Juchs erlitt vor­ gestern einen Trambahnunfall. Im Abgeordnetenhaus führte Minister von Seidlein bei Beratung des Haushaltes der Post und Telegraphenverwaltung u. a. aus: Vom ständigen Personal seien am 31. Tiezember 1917 9523 eingezogen gewesen. Von dem eingerückten Personal seien 757 gefablen. Tiefen werde ein treues Astdenken be­ wahrt. 1022 seien mit dem Eisernen Kreuz, 1157 mit bayerischen Kriegsauszeichnungen be­ dach^. Man dürfe aber auch der Leistungen des Personals in der Heimat nicht vergessen. Auch, diesem Personal sei für seine unter schwer­ sten Verhältnissen geleistete Tätigkeit die Ast­ erkennung auszusprechen. Tie Postverwaltung befinde sich den Wünschen des Personals gegen­ über in schwerer Lage. Es wäre zu bedauern, wenn nicht anerkannt würde, daß getan werde, was möglichs ei, um dem Personal über hie ge­ genwärtige, zweifellos schwierige Lage ■ hin­ wegzuhelfen. Tie Mittel, die der Verwaltung zur Verfügung stünden, seien aber nicht un­ begrenzt. Die Kriegsteuerungszuschüsse könn­ ten nicht mehr aus den laufenden Mitteln - Bette ». ' bestritten werden. Tjen Bedarf durch. Astletzen zu decken, wäre vom Standpunkt einer geord­ neten Wirtschaftsführung recht bedenklich. Äst-. Viferhöhungen könnten nur insoweit vorgenom­ men werden, als sie auch im Übrigen Deutsch­ land stattfänden. Die Posteinnahmen "feien ohnedies schon durch die Reichsabgabe außer­ ordentlich belastet. ' ' , ' Frühdrufch 1918. Auch Heuer wird in den früherntenden Bezirken der sofortige Aus­ drusch in notwendigem Umfang durchgeführt. Das "Maatsministerium des Innern hat bei der Landesgetreidestelle eine Abteilung für Astsdrusch errichtet, hie für den raschen Aus­ drusch des Getreides zu sorgen und den Komjmunawerbänden die Beschaffstng der hierfür nötigen Betriebsmittel (besonders Kohlen, Ben­ zin, Benzol, Treibttemen, Schmieröl, Binde­ garn, Säcke) zu vermitteln Hat. Astsorderungen von Arbeitskräften und Gespannen sind nicht an die Landesgetreidestelle, sondern wie­ der, wie im vorigen Jahre, an die WirtschaftÄstellen zu richten. Ueber die Gewährung von Frühdruschprämien und ihre Höhe haben Ver­ handlungen bei den zuständigen Reich sstrllen noch nicht stattgefunden.</p>
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