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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-04-19"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 107</biblScope>
          <date when="1918-04-19">1918-04-19</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Fortschritte gegen Zypern. Zoonebele genommen - Der Feind über den Steenbach geworfen. — Die Beschießung von Paris dauert an. — Die Notwendigkeit der Fortsetzung des uneingeschränkten U-Boots-krieges. — Hollands Kriegsausgaben</p>
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          <p>Ae HeeresbkNlhte. Stt devlfM Serichl. ' WTB. Berlin, 18. April 1918, mittags. Großes Hauptquartier: MeAlicher «rieg»»chaAplatz. Ter Feind überließ uns gestern große Teile des von ihm in monatelangem Ringen mit ungeheuren Opfern erkauften flandrischen Bo­ dens. ~ c | Tie Armee des Generals Sixt von Arnim nahm, dem schrittweise weichenden Feinde hart nachdrängend, Poelkapelle, Langemark und Zoonebecke und warf den Feind bis über den Steenbach zurück. i Südlich von Blankartze hemmte ein feind­ licher Gegenstoß, unser Vorwärtsdringen. Nördlich von der Lys gewannen wir unter starkem Feuerschutz Boden und säuberten einige Maschinengewehrnester. Tie Kämpfe der letzten Tage brachten mehr als 2500 Gefangene, einige Geschütze und zahl­ reiche Maschinengewehre ein. Ast der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme nahm der zeitweilig auslebende Feuerkamps bei Moreuil und Montdidier grö­ ßere Stärke an. Apf dem Lstufer der Maas hatten kleinere Unternehmungen bei Ornes und Wattonvillers vollen Er oig und brachten G.fa g ne e?n. Nördlich von Flirey, zwischen Maas und Mosel, scheiterte ein starker französischer Vor­ stoß, unter blutigen Verlusten. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. fäßt t. 1 a fo e * b • rf * WTB. Berlin, 18. April. (Amtlicher Abendbericht: In Flandern und auf dem Schlachtselde an der Lys ist die Lage unverändert. Nord­ westlich von Moreuil wurden starke französi­ sche Angriffe abgeschlagen. Ser Sstm.°W. Bericht. WTB. Wien, den 18. April, mittags. — Etlich wird gemeldet: Zwischen dem Gardasee und der Piave lebhafter Avtilleriekampf und rege Fliegertätigkeit. In Albanien errang der Offiziersstellvertreter Arrighi seinen 24. Luftsieg. ! T«r Chief des Generalstabs. , M türkische Bericht. WTB. Kvnstantinopel, 17. ApriL. Amtlicher Heeresbericht: i Unsere Truppen nähern sich planmäßig der Gegend von Kars. Ast der Küste besetzte unsere Kavallerie Tschstrstk Su (Kobulety). Tie Verfolgung wird fortgesetzt. 'Soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, nahmen unsere Be­ satzungstruppen in Batum von feindlichen und fremden Elementen, welche die Festung ver­ teidigten, 600 Mann in Osfiziersunisorm und 2500 Mann in Mannschaftsoekleidung gefan­ gen; unter ihnen befanden sich der Festungs­ kommandant und viele hohe Stabsoffiziere. 25 Geschütze verschiedensten Kalibers, Lokomoti­ ven, mehrere Waggons und Automobile, viele Nachrichtenmittel und Verpflegungsvorräte wurden erbeutet. Ast der Palästinasrvnt wurden feindliche Erkundungsabteilungen abgewiesen. Ast den übrigen Fronten ist die Lage un­ verändert.</p>
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          <p>wurde Zeit gelassen, Hab- und Gut zu bergen. X‘le englische Soldateska bemächtigte sich plün­ dernd des zurückgebliebenen .französischen Eigentums. Neuerdings behandelt die briti­ sche Regierung den Bundesgenossen noch grau­ samer. Im Kampfbereich der Lys unterließ, die englische Militärbehörde selbst die recht­ zeitige Benachrichtigung der Bevölkerung! Tie bedauernswerten Menschen konnten also nuA' der gefährlichen Zone Mcht einmal entliehen, um das nackte Leben zu retten. Sie Heften vielmehr die Einwohner von Estaires, Saillch Und "vielen anderen Orten erbarmungslos zu­ rück, ohne die Mittel zur Abbeförderung zu stellen. So wurden Greise, Frauen und Kin­ der schonungslos den Schrecken des Trommel­ feuers und den sich' um die einzelnen Ortschaf­ ten abspielenden Kämpfen ausgesetzt. Tie un­ glückliche französische Bevölkerung dieser Zone ist zum Teil tot oder verwundet während der Kampfhandlungen buchstäblich zu Grunds ge­ gangen. Tie deutschen Soldaten fanden Frau­ en und Kinder vor, die infolge der Erlebnisse wahnsinnig geworden sind. Zitternde Greise, irrsinnige Worte murmelnd, starrten in die lodernden Flammen ihrer Häuser, sterbende Kinder lagen allein und verlassen in der Nähe der Trümmerstätten. Teutsche Flieger über Le Havre. Eine amtliche Pariser Meldung besagt: Teutsche Flieger bombardierten Le Havre. 5lic Beschießung von Paris. Aus Bern wird berichtet: Bei der Fernbeschieftung von Paris, die am Samstag früh einsetzte und bis nachts dauerte, rasierte ein Geschoß das Tuch eines fünfstöckigen Hauses ab und warf es aus die'Strafte. Einige Pas­ santen wurden schwer verletzt. Eine andere : Granate beschädigte ein großes Gebäude vom Tuch bis zum Keller und verwandelte die erste Etage mit einem Laden und einem Cafe in einen Schutthaufen. Turch die Fernbeschießung entstanden an diesem Tage auch einige Brände, bei denen Clemenceau zugegen war. Er wurde sogar bei den Rettungsarbeiten bis aus die Haut durchnäßt. Infolge der bestän­ digen Beschießung ttifft man Vorbereitung, um 100 000 Kinder auf dem Lande unterzubringen. Tire Zange von Ypern. Be rl in, 18. April. Unter der Ueüerschrift "Die Zange von Ypern" schreibt der militärische Mitarbeiter der "Boss. Ztg.": Tjie Gesamtwirküng der großen Offensive macht sich täglich stärker bemerkbar. Ter Widerstand der Engländer ist bei weitem nicht mehr derselbe, wie er es noch' vor einigen Monaten toatJ Wenn dem nicht so wäre, dann würden sich die Engländer heute nicht anschicken, den unter Opferung von Hunderttausenden von Menschen und unter Einsatz von gar nicht abzumessen­ dem Material errungenen Geländeteil östlich Ypern aufzugeben. Unser Angriff Hat die Engländer wie mit einer Zange umfaßt. . Tie Wechselwirkung, die sich nördlich Ar­ mentieres, dann ebenso bei der Eroberung von Bailleul so günstig bemerkbar machte, tritt fetzt auf dem alten Schlachtfeld von Ypern ebenso in die Erscheinung. Ter zwischen Langemarck und Poelkapekle liegende Truck trifft in der geraden Verlängerung die westlich der Kemmelberge liegenden englischen Stellungen gewissermaßen auf Flanke und Rücken. 'Ter an. die Druckstelle nach Norden anschließende belgische Frontteil ist auch bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein selbstverständli­ ches Ereignis unseres Tiruckes ist der größere Gegenstoß südlich des Blankartsees. Die Bergwerke von Bethuuc sollen ersäuft werden. B er n, 18. April. Tie Förderungen der großen Bergwerke von Bethune, die unter deutschem Feuer liegen, wurden teilweise ein­ gestellt. In einer Konferenz zwischen Clemen­ ceau, Foch und Petain, die am vergangenen Dgnnerstag an Ort und Stelle stattfand, sol­ len Vorbereitungen getroffen worden sein, um die Bergwerke nötigenfalls zu ersäufen. Clemenceau überreichte die Akten. WTB. Paris, 17. April. (Agence Hav.) Clemenceau sprach im gemeinsamen Ausschuß für Auswärtiges, Armee und Marine über s i die Umstände, unter denen sich die Versuche | Oesterreichs abspielten, durch Friedensverhand- I Jungen eine Spaltung zwischen den Alliierten herbeizuführen. Er überreichte das gesamte Aktenmaterial über diese Angelegenheit dem Ausschuß für Auswärtiges, der es durcharbei­ ten und dann darüber Bericht erstatten wird.</p>
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          <p>Aus Rußland. Die deutsche Gesandtschaft in Rnßlans. Berlin, 18. April. Unser Gesandter bei der russischen Regierung Graf Mirbach ist heute nach Moskau abgereist. In seiner Begleitung befindet sich der Wirkliche Legationsrat Tr. Riezler, der bisher in Stockholm gewesen ist, wo es ihm gelungen war, mit den Bvlschelbiki in nähere B^iehungen zu treten, um sie für die Friedensverhandlungen geneigt zu machen. AuS der Ukraine. Site deutschen Kolonisten der Ukraine. i WTB. Kiew, 16. April. Rach einer Mel­ dung der Kiewer Zeitung "Kijewskaja Mhsl" hat der ukrainische Landwirtschaftsminister ent­ schieden, daß deutsche Kolonisten, die 1915 in-, folge der russischen Kriegsgesetze aus "Wolhy­ nien Vertrieben worden waren, ihr Inventar, Eigentum und Land auf Grund des provisori­ schen Landgesetzes zurückerhalten können.</p>
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          <p>Am Balkan. Reise des Bulgarenkönigs nach' Kon- 1 stantinopel. 1 Berlin, 18. April. Turch mehrere Blät­ ter ging die Nachricht, daß König Ferdinand von Bulgarien den Sultan in Konstantinopel demnächst besuchen wird. Wie die "Voss. Ztg." aus zuverlässiger Quelle erfährt, ist ein sol­ cher Besuch allerdings in Aussicht genommen, aber erst nach der Unterzeichnung ches Friedens­ vertrages mit Rumänien. ' , Bulgarrsch-türkischr Gegensätze. ' Berlin, 18. AA&gt;ril. Zu den Mitteilun­ gen über die Schwierigkeiten, zu denen bei den Verhandlungen mit Rumänien die Ge­ gensätze zwischen Bulgarien und der Türkei geführt haben, erklärt das "Berliner Tage­ blatt"; Tie Fragen, die den Hafen von Konstantza betressen, haben allerdings einige 1 Schwierigkeiten gemacht. Aber sie können heute als gelöst gelten. Tie Meinungsverschieden­ heiten, die in diesem Punkte bestanden, sind beseitigt. Zu der Mitteilung, daß Bulgarien gerne auch Saloniki haben möchte, wird dem Blatte erklärt, daß Bulgarien die Saloniki­ srage nicht aufgeworfen habe. 9er Stier mit England. Neuerliche Verhängung des Kriegszustandes über Irland. Aus London wird gemeldet, daß über Ir­ land neuerlich der Kriegszustand verhängt wur­ de. (</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Neuerliche Verhängung des Kriegszustandes über Irland. Aus London wird gemeldet, daß über Ir­ land neuerlich der Kriegszustand verhängt wur­ de. (</p>
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          <p>Der Krieg mit Portugal. Die Behandlung der Portugiesen durch die Engländer. Berlin, 17. April. Taß für die Nieder­ lage der Portugiesen lediglich die englische Führung verantwortlich gemacht werden muß, geht daraus hervor, daß der den Portugiesen zugewiesene englische Stab aus 60 höheren Ossizieren bestand, die die portugiesische Spra­ che beherrschten. Es bestätigt sich, daß die nach Boulogne-Etaples gebrachten Portugiesen gemeutert haben. Tie Reste der ans der Nie­ derlage übrig gebliebenen Portugiesen sind üünmehr in englische Truppenteile eingegliedert und aufs neue in die Gräben geschickt worden, sodaß mit der Zeit das portugiesische Hilfsikorps sich gänzlich für England verblutet haben wird. :. [. ,</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. Holland und ANrerika. Tie Zeitung "De Neederlander" bringt ein Gespräch mit dem früheren holländischen Gesandten in ANrerika van Rappard, in dem dieser etklärt, er wisse Bestimmt, daß das Ge­ treide, das Holland aus den Vereinigten Staa­ ten eichalten solle, nur wenig sein würde, schon deshalb, weil 8ie Alliierten wenig haben. Tiie Ursache des Mangels sei nicht die schlechte Ern­ te, sondern die Desorganisation des Transport­ wesens. Jede Ordnung sei durch den Krieg mit einmal umgeworfen. In Argentinien sei zwar genug Getreide, aber um das Getreide zu ho­ len, müsse Holland Bunkerkohle haben, die ihm die Vereinigten Staaten nur gegenSchiffsraum liefern würden. Tie Regierung der Ver­ einigten Staaten wolle zwar helfen, aber sie müsse erst Amerika selbst helfen, dann seinen Freunden, dann den Bekannten. Holland ge­ höre aber zu 'ben Bekannten der Vereinigten Staaten. &gt;</p>
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          <p>Der Krieg zur See. ANf eine Mine gelaufen. 1 1 WTB. San Sebastian, 17. April. (Ag. Havas.) Das Fischerboot "Ruestra Sennora de Carmen" aus San Sebastian ist etwa 9 Mei­ len von der Küste aus eine Mne gelaufen und gesunken. Tie aus 12 Mann bestehende Be­ satzung ist verloren.</p>
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          <p>Minister Baron Bnrian. Das "Neue Mie­ ne- Tagblatt" teilt mit, daß Dir. von Seidler bc- eits am Sonntag von der Kandidatur Buri, ns unterrichtet gewesen wäre und daß er im Ei «Verständnis mit dlem ungarischen MinisterPr äsidenten Wekerle seine Zustimmung erteilte. is "Fremdenblatt" konstatiert ausdrücklich^, di; Ernennung Burians soll ein Zeichen sein, dl ß der Kurs der auswärtigen Politik der Don inmonarchie unverändert bleibt. Kohlenpreis-Erhöhung für Sjüddeutf!chti ho. Tos Kohlenkontor in Mülheim an der S uhr hat mit sofortiger Gültigkeit die Vevk iusspreise ab Mannheim unter Hinweis aus die gesteigerten Bahn- und Schiffsfrachten, so­ llte die allgemein erhöhten Spesen wie folgt k inaufgesetzt: um 20 Mark für Kohlen, um : 4 Mark für Koks und um 40 Mark für oberi heinische Steinkohlenbriketts und zwar für die i Kenge von 10 Tonnen. Von seiten des Rheini' chen Braunkohlen-Brikett-Syndikats wurden &gt;ie Verkaufspreise für Braunkohlenbriketts um 25 Mark für die gleiche Menge Hinausgesetzt,</p>
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          <p>1056 aus Freisprechung. Von den 108736 Personen, gegen welche Anzeigen erstattet wor­ den sind,s ind also nur 741988 oder 68 Prozent in erster Instanz bestraft worden, hiervon 72 060 oder 96 Prozent durch Strafbefehl.; Im ganzen sind in erster Instanz 72 916 Perso­ nen mit Geldstrafen und 2331 Personen mit Freiheitsstrafen bestraft worden und zwar be­ tragen die Geldstrafen unter" 20 Mark 68 Proz. | Wenn man diese- Ziffern mit der preußischen Statistik vergleicht, so läßt sich keineswegs leugneq, daß im Jahre 1916/17 in Bayern verhält­ nismäßig viel mehr Verfahren anhängig wur­ den als in Preußen und daß auch! bei uns mehr Strafen und insbesondere mchr Freiheitsstra­ fen ausgesprochen wurden als in Preußen.» Seit August 1917 ist in Bayern eine fortgesetzte A&gt;bnahme der Anzeigen zu verzeichnen. Eine Bayer. Trikotagen-Ai-Gl zur Her­ stellung von Trikotagen und Strümpfen aus Cellulose-Streichgarngespinsten wurde in Mün­ chen gegründet. Me Verkürzung der Fleischration wird dieser Tage vom Ernährungsbeirat des Mini­ steriums beraten werden. Hinterzogene Schuhwaren. Im Hemprischen Lager und in der Wohnung des Schuh­ hausbesitzers Kremer in Pirmasens wurden hin­ terzogene Leder und bergt, im Werte von30 000 Mabk beschlagnahmt. Der Burian-Kurs &lt;Von unserem Berliner Mitarbeiters Tie Wahl des neuen gemeinsamen Mini­ sters des Auswärtigen in der österreichisch-un­ garischen Tvppelmonarchie ist, wie aus Buda­ pest gemeldet wird, im Auto erfolgt, nämlich bei der Fahrt des Kaisers Karl zur Ministerkonferenz. AUf der Hinfahrt begleitete ihn Gras Tisza und aus der Rückfahrt autfj. Baron Burtan, dessen Ernennung hierbei perfekt wur­ de. Das Automobil spielt hier gleichsam eine symbolische Rolle, denn die Ernennung war dringlich, es war Gefahr im Verzüge. Aber auch daß Tisza mit von der Partie war, hat eine tiefere Bedeutung, denn man weiß, daß dieser in erster Reihe für die Nachfolge Czernins in Aussicht genommen, aber durch die infolge der Schwierigkeiten der Wahlrechtsre­ form^ ausgebrvchene Kabinettskrisis unabkömmlich war. , ^ Zurzeit werden Versuche gemacht, die Lö­ sung durch eine Umbildung des Kabinetts Wekerle, das seine Demission eingereicht hat, her­ beizuführen. Aber es ist fraglich, ob das ge-</p>
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          <p>Die Nebelfrau. Wiedergesehen hatte Undine ihren Gatten nicht seit der verhängnisvollen Nebelnacht' Nun wurden die Tage kürzer und die Nächte dehnten sich mehr und mehr. Undine konnte schon täglich einige Stun­ den das Bett verlasstn. i . i Graf Reimar war aus Südegarde, wo er einige Wochen zugebracht, weil der neue In­ spektor sich durchaus nicht einarbeiten wollte, wieder heimgekehrt. Dorret traf ihn eines Tages auf der Dorfstraße, als sie sich gerade anschickte, in der Wiedingharde vorzusprechen, um einmal nach dem Ohm und dem Grootvader zu sehen. Sie wäre dem Grasen, der in seinem blau­ en Schisssanzug soeben von einer Segelfahrt heimkam, die er fast täglich unternahm, gern ausgewichen, aber es konnte ihr wie Furcht ausgelegt werden, und darum sah sie Reimar fest ins Auge, als er lebhaft aus sie zutrat und fast herzlich sagte: Ei, welch ein Glück, daß ich Euch finde, Schön-Torret. Ich wollte phnedies heute bei Euch anklopfen und fragen, ob Gräfin Un­ dine kräftig genug ist für eine notwendige Un­ terredung, um die ich sie Bitten möchte. • • (Fortsetzung sdigt.) ! . Roman hon Anny Wothe. j 61] &gt; I | Machdruck verboten.) 1 Tagtäglich ließ sich der Graf nach Undines Ergehen erkundigen. Dorret gab dann kürzen Bescheid, der in seiner Kurzheit sogar zuweilen Undine fra­ gend aufschauen ließ. Dörret nahm auch die Blumen für Un­ dine in Empfang, die der Gras täglich schickte. Sie warf sie achtlos fort und Undine, die es sah, ließ es wortlos geschehen. Zuweilen kam auch Fridrun an Undines Bett gestottert. Sie plauderte dann von herr­ lichen Spaziergängen, die sie unternommen, und von einem Besuch in Südegarde. zu dem sie sich mit der Großmutter aus dringende Einladung Graf Reimars verstanden hätte Graf Reimar hätte die Honneurs gemacht. Wirklich ganz charmant. Sie fände ihn jetzt weniger langweilig, als früher, und sie fange beinahe an. Undine um diesen Mann zu beneiden. \ i Undine überhörte den spöttischen Ton. Sie schloß nur die Augen und dachte bei sich: f | 'Run kann ich das Verhängnis doch nichts \ ' aufhalten, mein lieber Vater, tote ich zuerst gehofft. Sie umgarnt ihn wohl, wie sie dich umgarnt hat. Sie ist schamlos. Dann aber verwarf Undine wieder ihren Verdacht. ' : 1 Fridrun hatte ihr bis jetzt noch keine Be­ stätigung dessen gegeben, was ihr damals blitz­ artig durch die Seele ging, daß Graf Reimar es war. üm den Fridrun ihren Vater betrogen. Und doch quälte Undine dieser Gedanke fort­ gesetzt. - ; In den langen, einförmigen Tagen der Krankheit hatte sie oft darüber nachgedacht, mit geheimer Scheu und heißem Bangen, aber sie hatte es doch nicht gewagt, noch Wetter zu forschen. Sie fürchtete sich vor der klaren Erkenntnis der Frau, für deren Tun und Las­ sen sie sich gewissermaßen mit verantwortlich fühlte. Lorl kam oft zu Undine und plauderte die Schatten von der Stirn der Kranken. Sie erzählte dann auch vom Onkel Reimar und von der großen Puppe, die er ihr geschenkt hatte. Dvrret sah voll Eifersucht dann immer ein Lächeln um den seinen Münd der Kranken huschen. . . ; ( t f [ ] [</p>
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          <p>1912 legte er diese Aemter nieder, wurde 1913 zum ungarischen Minister am Kaiserlichen Hof­ lager und am 14. Januar 1915 an Stelle des zurückgetretenen Grasen Berchthold zum Mini­ ster des Aeußern ernannt, aus welchem Posten er am 23. Dezember 1916 dem Grafen Czernin Platz machte, während er selbst wieder das Fi­ nanzministerium übernahm. Er hat sich in jenen zwei Jahren, wie das bei dem intimen Parteigänger und Freunde Tiszas nicht anders zu erwarten war, als ein rückhaltloser Bekenner zum Bstndnis mit Deutschland erwiesen und diesem seinem Pro­ gramm seiner Zeit in einem Telegramm an den Reichskanzler Bethmann Hollweg wie folgt Aüsdruck gegeben: "Die beiden verbündeten Mächte haben nunmehr auch in ernster, histori­ scher Zeit den Wert des Bundes- uUd Freund­ schaftsverhältnisses erprobt, das, auf altbe­ währter Treue und enger Interessengemein­ schaft beruhend, die unverrückbare Grundlage ihrer Politik bilden muß." Ties ist sein Pro­ gramm auch heule. Und wenn die österreichungarischen Offiziösen versichern, daß dfe Wahl aus Burian gefallen 'sei, weil er "das Ver­ trauen des Kaisers besitzt" und "alle AUteizedenzien" kennt, deren gründliche Kenntnis im Zusammenhang mit den zur Verhandlung ge­ langenden internationalen Vereinbarungen außerordentlich wichtig ist", so besagt das, daß der Buriankurs die Fortsetzung des Czerninkurses darstellen wird. Ja, es ist mit Sicher­ heit zu erwarten, daß Baron Burian, um den peinlichen Eindruck df-r Kaiserbrief-Affäre zu verwischen, die Bündnistreue gegenüber Deutschland und die feste Entschlossenheit, mit uns bis zum endgültigen Siege durchzuhalten, bei nächster Gelegenheit noch entschiedener be­ tonen wird als sein Vorgänger, sodaß Clemenceaus Spekulation sich als gründlich geschei­ tert erweisen dürfte. Zwar ist bekannt, daß Burian die An­ regung zum Friedensangebot der Vierbund­ mächte vom 12. Dezember 1916 gegeben hat; aber heute dürfte er wie Kaiser Karl mit der deutschen Regierung, mit per deutschen Hee­ resleitung und mit der ganz überwiegenden Mehrheit des deutschen 'Völkes davon über­ zeugt sein, daß die Zeiblür Friedensangebote, seien es nun anstliche oder privat-kaiserliche, vorbei ist. Tenn über den Frieden wird jetzt an der Westfront ver- oder vielmehr gehan­ delt. Dort entscheidet es sich, nachdem die ^ Alliierten den Kampf bis aufs Messer prokla;miert haben, ob uns in absehbarer Zeit der Friede beschert werden wird, den uns eben nur der Sieg bringen, der Sieg sichern kann. Und kingen wird. Tie Rekonstruktion des Mini-, deshalb gibt es heute im Grunde genommen steriums hängt in der Hauptsache davon ob,UU etnen Burian-Kurs so wenig wie einen Hert- lingkurs, sondern wirklichen Kurswert hat nur noch der — Hindenburgkurs. Der Burian-Kurs. kingen wird. Tie Rekonstruktion des Mini-, deshalb gibt es heute im Grunde genommen steriums hängt in der Hauptsache davon ob,UU etnen Burian-Kurs so wenig wie einen Hert- vb sich die stärkste politische Gruppe, der Re­ gierungspartei, die Apponhi-Gruqqe, dazu ver­ stehen wird, mit Tislzas nationaler Arbeits­ partei, welche bekanntlich eine Abschwächung der Wahlreform verlangt, zusammenzugehen. Gelingt dies Kompromiß nicht, so würde mög­ licherweise Tisza selbst die Kabinettsbildung übernehmen, wobei er sich allerdings aus eine scharfe Opposition der Wohlrechtsfreunde ge­ faßt machen müßte. Kommt dagegen die Ver­ ständigung zustande und gelingt somit die Um­ bildung des Kabinetts Wekerle, so würde viel­ leicht " doch noch über kurz oder lang Baron Burian durch den Grafen Tisza im Ministerium des Auswärtigen abgelöst werden, .rährend je­ ner das Finanzportefeuille behielte, das er vorsorglicherweise nicht abgegeben hat. Doch das ist eine spätere Sorge und eine Kombination, die sich, nicht zu verwirklichen braucht; denn es wäre unberechtigt, Burian nur als einen Platzhalter einzuschätzen. Hier­ zu liegt umso weniger Grund vor, als er Io schon einmal, stnd zwar 23 Monate lang, das Ministerium des Aeußern vermaltet, mit Er­ folg verwaltet hat. Was seine bisherige Lauf­ bahn betrifft, so sei kurz erwähnt, daß er, der am 16. Januar 1851 geboren wurde, von 1882 an nacheinander Generalkonsul in Mos­ kau, in Sofia, Gesandter um Mürttembergischen Hofe und in Athen war. 1903 wurde er mit der Leitung des gemeinsamen Finanzministe­ riums und der Verwaltung. Bosniens vertraut, das auf seine Anregung annektiert wurde. &lt;Von unserem Berliner Mitarbeiters Tie Wahl des neuen gemeinsamen Mini­ sters des Auswärtigen in der österreichisch-un­ garischen Tvppelmonarchie ist, wie aus Buda­ pest gemeldet wird, im Auto erfolgt, nämlich bei der Fahrt des Kaisers Karl zur Ministerkonferenz. AUf der Hinfahrt begleitete ihn Gras Tisza und aus der Rückfahrt autfj. Baron Burtan, dessen Ernennung hierbei perfekt wur­ de. Das Automobil spielt hier gleichsam eine symbolische Rolle, denn die Ernennung war dringlich, es war Gefahr im Verzüge. Aber auch daß Tisza mit von der Partie war, hat eine tiefere Bedeutung, denn man weiß, daß dieser in erster Reihe für die Nachfolge Czernins in Aussicht genommen, aber durch die infolge der Schwierigkeiten der Wahlrechtsre­ form^ ausgebrvchene Kabinettskrisis unabkömmlich war. , ^ Zurzeit werden Versuche gemacht, die Lö­ sung durch eine Umbildung des Kabinetts Wekerle, das seine Demission eingereicht hat, her­ beizuführen. Aber es ist fraglich, ob das ge-</p>
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          <p>Letzte Posten. Englische Zugeständnisse. Berlin, 19. April. Englische Blätter sprechen in ihren Telegrammen von der Front zum erstenmale von der Bedrohung der von den Engländern besetzten französischen Häfen. Tie "Times" erfahren, daß die französischen Verstärkungen in der Nähe der britischen Li­ nien eingetroffen seien. Für eine Kriegsentschäoigung. Berli n, 19. April. Tie nattonalliberale Fraktion 6er Hamburgtfchen Bürgerschaft hat kürzlich einen Initiativ-Antrag eingebracht, der ein Vorgehen Senates im Bundesrat zum Zwecke der Durchsetzung einer Kriegsentschädi­ gung, Sicherung der ANslandsforderungen uns Konsolidierung unserer Kolonialmacht erwir­ ken soll. Lübeck und Bremen brachten ähnliche Anträge ein. Me Bedrohung der englischen Nach­ schublinien. Am st erd ant, 19. April. Ter militäri­ sche Mitarbeiter der "Tijd" schreibt: Tädurch daß der sehr wichtige Eisenbahnknotenpunkt Hazebrouk jetzt im Bereiche des deutschen Ar­ tilleriefeuers liegt, wird der Eisenbahnverkehr nach Poperinghe unmöglich gemacht. Infolge dessen muß die ganze Front nördliche von Apern jetzt ihre Zufuhr an Menschen und Ma­ terial aus der einen Eisenbahnlinie Tün&gt;kirchen—Veurne erhalten. Site Verwendung der Südafrikaner. Haag, 19. April. Djie englische Regier­ ung beschloß, die Südafrikaner nicht länger zu militärischen Zwecken hinter der Front her­ anzuziehen. k Die Aushebung in Kanada. Ottawa, 19. April. (Reuter.) Tier Premerminister machte in geheimer Sitzung des Parlaments an Abgeordnete und Senatoren Mitteilung über den Ernst der Kriegslage. Tie Haltung des Parlamentes und der Presse be­ kunden die Bereitschaft, jedes Opfer an Men­ schen und Material zu bringen. Eine Verord­ nung, die alle Unverheirateten zwischen 20 und 23 Jahren einberuft und die Registrierung der 19jährigen befiehlt, wurde einstimmig an­ genommen. Die Aushebung wird auch in *Quebeck ebenso energisch vorgenommen, wie in den übrigen Bezirken. Tire Notwendigkeit der Fortführung des uneingeschränkten U-Bootskrieges. Berlin, 19. April. Im weiteren Ver­ laufe der Beratungen über den Haushalt der Marine im Hauptausschuß des Reichstages sagte Abg. Gras Westarp (kons.): Mit Ausnah­ me der unabhängigen Sozialdemokraten herrsch­ te im Hauptausschuß volle "Uebereinstimmung, daß der U-Bootktteg uneingeschränkt fortge­ führt werden muß. Man sehe darin ein Mit­ tel zum Frieden zu gelangen und England mür­ be zu machen. Das Ergebnis der Aussprache sei: 1. daß nach- der übereinstimmenden Mei­ nung die Rüstung der U-Boote mit äußerster Kraft fbrtgesetzt werde ohne Rücksicht aus die Tauer des Krieges; 2. daß der U-Boots kvieg mit allen Mitteln und mit aller Schärfe fortge­ führt werde und daß, auch — nach seiner Meinung — im Falle England einen Waffen­ stillstand beantrage, die Aufhebung der Blocka­ de nicht als Gegenleistung angesehen werden könne. Hollands Kriegsausgaben. Amster dam, 19. April. Aus dem Haag wird gemeldet: Finanzminister Traub erklärte in der 2. Kammer, daß die Kriegsausgaben bereits eine Milliarde überschritten haben und auf 1.5 Milliarden Gulden noch steigen wür­ den. An eine augenblickliche teilweise Demo­ bilisierung könne nicht gedacht werden. ‘Slic Flandern-Schlachten. Berlin, 19. April. Auf der ganzen Welt gibt es keinen Flecken Erde, um den so viel Blut geflossen ist, wie um die 4 flandri­ schen Dörfer Zoonebecke, Paschendaele, Poel­ kapelle und Langemarst die in Wirklichkeit nur noch Schutthausen und Namen auf der Karts find. In die Hunderttausenbe gehen die englischen Verluste in der Flandernschlacht. Diamals Tonnte, nur dort, wo im rasendenTrommelseuer, das letzte Leben erstorben, die letzte Waffe verschüttet und zerschossen war, der Brite schrittweise vorwärts kommen. Jetzt ist auch der letzte Schimmer des englischen Erfol­ ges in der Flandernschlacht mit der Wiederennahme dieser Orte für die Engländer ausge­ löscht. Die Namen bezeichnen lediglich Rtesenkirchhöfe mit der Blüte des englischen Heeres.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Winzer, 15. April. (An Starrkrampf ge­ storben.) Am Karsamstag verletzte sich der Korbflechter Krebs mit einer Hacke am Fuße; nach wenigen Tagen starb der Mann, Vater von 7 Kinder«, an Starrkrampf. . i Deggendorf, den 18. April- (Der Raubmör­ der von Lvhholz verhaftet?) Ter des Raub­ mordes in Lohhoiz bei Schöllnach verdächtige Fabrikarbeiter Karl Mahr aus Nürnberg ist als fahnenflüchtiger Soldat verhaftet worden. Er leugnet die Tat, gibt aber seine Anwesenheit in Lohholz zu. -Ob er überführt werden kann, bleibt abzuwarten.</p>
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          <p>Lokales. Males. Landshut, den 19. Avril. —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Herrn ANton Bachmeier, Zim­ mermann von hier, und dem Trainsoldaten Herrn Jos. Wünsch) Kaufmann von hier, verliehen. _. | —* Der türkische Halbmond wurde dem Sergeanten Herrn Otto Schrott, Sohn des Herrn Zugführers Franz Schrott hier, ver­ liehen. Ter Ausgezeichnete besitzt bereits das Eiserne Kreuz. 1 : ' t —* Se. Exzellenz Herr Bischo f An­ tonius v. Henle verließ, gestern abends unsere Stadt, in welcher er seit Samstag nach­ mittags geweilt hatte. Bischof v. Henle er­ teilte am Dienstag an 593 Knaben und Mäd­ chen der Pfarrei St. Nikola das Sakrament der Firmung, am Mttwoch und gestern an rund 1000 Firmlinge der Pfarreien der Um­ gebung aus der Diözese Regensburg. —* Für die 8. Kriegsanleihe.zeM neten die Truppen des Ersatzbataillons rund 650 000 Mark, der Ersatz-Eskadron 276.500 Mark, des Gefangenenlagers Landshut 269350 Mark (privat 92 300 Mark), des Reservelaza­ retts Landshut 43 800 Mark, des Bezirkskoiwmandos 26 200 Mavk, des Proviantamtes 13 000 Mark (privat 4100 Mark) und der Gar­ nisonsverwaltung 2600 Mark (privat 1170 Mark). - , ! —* Die Ortskrankenkasse Landshut-L and schließt ihre Jahresrechnung für das Jahr 1917 mit 82 918.j44 Mark Einnah­ men und 82 792.17 Mark Ausgaben, daher mit 126.27 Mark Mehreinnahmen ab. Dazu kommt eine Rücklage mit 9940 Mark aus dem Vorjahr re. Ter Ueberschuh beträgt daher 10 066.27 Mark. Das Reinvermögen beziffert sich aus 53P34.65 Mark. —* Die Bauratswahl wird heute nach­ mittags in der um 3 Uhr beginnenden Magi­ stratssitzung vorgenommen. Anschließend hie­ ran findet öffentliche Magistratssitzung statt. —* Für den Bstirgermeisterposten sind nunmehr 19 Bewerbungen vorhanden, die nun von der gemeindlichen Kommission geprüft werden. Diese Kommission wird dann eine Anzahl der Kandidaten für die engere Wahl aussuchen. Erst dann kann von der Regierung die Bestimmung eines Wahltermines und die Aufstellung eines Wahlkommissärs erwirkt wer­ den, sodaß es immer noch einige Zeit dauern wird, bis wir (riebet ein neues Stadtoberhaupt haben. —* An einem Schlaganfall ist heute morgen der Privatier und frühere Bröumeister Michael Beek gestorben. —* Der Bezirksverband Landshut Land der Freiw. Feuerwehren »hält am 12. Mai nachm. 4 Uhr in Buch a.'Er seine Jahres­ versammlung ab mit vorangehender Uebung der Freiw. Feuerwehren Buch!, 'Berghofen, Garnzell und Haunwang. &gt; —* Stadttheater. Am Montag den 22. April veranstaltet die Direktion des Stadt­ theaters einen Liederabend der Kammersän­ gerin Hermine Bosetti für die Mitglieder der Liedertafel. Auch Nichtmitglieder haben Zu­ tritt. ^ —* Kürzung der Fleischration. .Nach der Schlachtviehanlieferung für den Kom- I rnunalverband Landshut-Stadt vom 17. und I 18. ds. stehen für die kommende Woche nur 5421 Kilo Frischfleisch zur Verfügung. Nach, Abzug von 450 Kilo für Wurstbereitung kom- ' men demnach für die Verteilung 4971 Kilo Frischfleisch in Betracht, was für den Bezugs­ berechtigten einer Fleischmenge von 180 Gr. pro Wochenanteil entspricht. —* Die Fre iw. Feuerwehr Landshut hält am Sonntag früh halb 7 Uhr ihre heurige Anfangsübung mit anschließender Li­ st lomverteilung für 16jährige Dienstzeit. —* Ein Fahrraddieb festge nommen. Ter Schlosser Steinweg von Hörbe bei Dortmund hielt sich zuletzt in München auf und machte von dort aus Streifzüge in die Umgebung, um Fahrräder zu stehlen. Ge­ stern kam der Bursche hierher und stahl von der weg zwei Fahrräder. Ter Dieb lEonnte^vn der Schutzmannschaft festgenom­ men werden, als er eben die Fahrräder nach Regensburg ausgeben wollte, um sie dort zu versilbern. Tie Räder wurden ihren Eigen­ tümern wieder zugeführt. 1 —* Ein Fahrrad stahl gestern ein Mann in Soldatenuniform. Das Rad konnte am hiesigen Bahnhof, wo es der Lieb an der Ge­ päckstelle aufgegeben hatte, ermittelt und be­ schlagnahmt werden, der Lieb ist noch nichjt ausfindig gemacht. |</p>
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          <p>12. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut. Vorsitzender: Herr R"b'«r't Ambros Samstag, den 13. April. Die baher. Staatsangehörigkeit will der württemb. Staatsangehörige Konrad Maier von Günzburg erwerben. Mrd ohne Erinnerung belassen. Mehrere Kreditüberschreitun gen werden nachträglich genehmigt. 1 Die Betriebsrechnung der HI.Geist­ spitalwaldungen für das Jahr 1917 legt das K. Forstamt Landshut als Betrie bsverwaltung vor. Mrd zur Kenntnis genommen. ! An-und Umpflanzungvon Bäu­ men will der Pächter des Wiener Cafes, Herr Cafetier Schuh vornehmen. Tier Magistrat be­ schließt, daß die Arbeiten unter Aussicht der Hofgarteninspektion von Herrn Schuh' aus eige­ ne Rechnung vorzunehmen sind, alle Neuan­ pflanzungen, wie entfernte Bäume aber in das Eigentum der Stadt übergehen. Der Boden ist wieder mit Grassamen zu besäen. «. Stzuug der MegiulllS dtk GeuleiudebeuuMWgte« Vorsitzender: Herr Hoflieferant Foh mbaher. " i Donnerstag, 11. April 1918. Mehr ere Dan kschrei ben wurden zur Kenntnis genommen. Dabei gaben die Her­ ren G.-B. Mayer und Binder der Anschauung Aüsdruck, daß' die städt. Kollegien für das 25jähr. Tienstjubiläum des Herrn Polizei-In­ spektors Hackl nicht nur durch Glückwunsch und Blumen ihrer Anerkennung hätten Ausdruck geben sollen. Es Hätte eine andere Form der ° Aberkennung gesunden werden sollen^ der auch durch eine gleiche Behandlung solcher Feiern geboten gewesen wäre. Für die Zusendung der Landshuter Stadtchronik dankt Herr Minister v. Podewils. Eine Reihe bon Nachkrediten werden genehmigt.</p>
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          <p>Auszug aus den Zivilstandsregistern des Standesamtes Landshut. 3. April: Franziska Dritter, Kondstvrsktnd, 4 Jahre alt. 5. April: Katharina Weit!, Bräugehilfensehesrau, 47 Jahre alt; Marija Par­ tscher, Schreinermeisterswitwe, 72 Jahre alt. 6. April: Theresia Fellermeier, Privatiere, 81 Jahre alt; Barbara Schachtner, Mechnikergehilfensehefrau, 39 Jahre alt. 7. April: Franz Ecker, Maschinentechniker, 32 Jahre alt. 8. April: Matthias Engl, Privatier, 82 Jahre alt; Therese Kollinger, Lowmotivheizerstoch-j ter, 16 Jahre alt; Franz Roßwurm, ViehhändBürodienerskind, 9 Tage alt; Maria Lohr, ler, 59 Jahre alt. 9. April: Frieda Döblinger, Kauftnannsehesrau, 50 Jahre alt. 10. April: Anna Solleder, Taglöhnerskind, 9 Monate alt. Aus dem Felde der Ehre gefallen: Pionier, Tapezierer Ignatz Zoll, 23 Jahre öü. Musketier, Bäcker Sebastian Wagensonner, 20 Jahre alt. . , Stimmen aus be«"PÄMM (Si* Redaktion übernimmt für Einsendungen unter dies« Rubrik betn Publikum gegenüber 'eine Retantmormitg.) Bauratsbewerbung. Je länger sich die Wahl eines städt. Bau­ rates hinauszieht, desto eigenartiger und pro­ duktiver werden die Wünsche unserer um das Mohl der Stadt besorgten Mitbürger. In den gestrigen "Stimmen aus dem Pub­ likum" in der Landsh. Ztg. werden wir sogar darüber unterrichtet, daß sich unter den Be­ werbern auch eine Anzahl solcher Kandida­ ten befindet, welche sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau eingehende Kenntnisse und Erfahrungen besitzen. Diese Behauptung soll nicht bezweifelt, jedoch muß wohl angenommen werden, daß es sich in dresem Falle um Angebote von solchen Technikern handelt, welche bereits in borge» rü ckter em Alter stehen und welche durch eine mehrjährige Praxis bei Tief- und Hoch­ bau Gelegenheit hatten, sich in beiden Fä­ chern umfassend auszubilden und zu betätigen. Jüngeren Kräften mutz diese Befähigung selbst bei hervorragendem Talente und selbst wenn sie ihre Albgangsprüfuug mit besonde­ rer ANszeichnung bestanden haben, entschieden abgesprochen werden. Tie beiden 'Arbeitsgebiete Hoch- und Tieft bau thtb in ihrem Bildungsgänge und in ih­ rer praktischen Betätigung so grundverschie­ dener Natur, daß es einem jüngeren Techniker, der 'kurz die Hochsule verlassen und seine prak­ tische Tätigkeit aufgenommen hat, unmöglich ist, sich nach beiden Seiten mit Erfolg nutzbar zu machen; abgesehen davon, daß er sich na­ turgemäß in allererster Linie mit derjenigen Materie beschäftigen wird, die ihm am näch­ sten liegt und in der er sich durch seine theore­ tische Vorbildung tiefere Kenntnisse erworben hat. Derartige vielversprechende Angebote sind wohl mit großer Vorsicht aufzunehmen, denn wenn die Eigenschaft der Vielseitigkeit, Allge­ meingut im technischen Berufe wäre, so könnte Man wohl nicht verstehen, warum die beiden Fächer, jedes für sich getrennt, auf der Hoch­ schule gelehrt und auch durch besondere Prü­ fung und Abgangszeugnisse gesondert gewür­ digt würden. Ein Sachkundiger. Zur Besetzung der Banratsstelle wird uns von anderer Seite geschrieben: Ter Streit um die Bauratsstelle geht wei­ ter. Ob Hoch- oder Tiefbauer scheint mir ne­ bensächlicher als die Persönlichkeit. Vom neu­ en Stadtbaurat verlangen wir weniger große Baulust und Baubetätigung als die sachgemäße und ersprießliche Neuordnung und Leitung des gesamten städtischen Bauwesens. Umsicht und Energie, Geschäftsgewandtheii und langjähri­ ge Erfahrung auf der Banstelle, Bnrgersinn und Umgangsformen mit Unternehmern und Arbeitern sind unerläßliche Voraussetzung für die Uebernahme der Stelle. Hauptaufgabe des Stadtbaurates, bleibt die Neueinrichtung und Leitung unseres Stadtbauamtes, eine Aufgabe, die nur geschulte Kräfte mit entsprechender Vergangenheit zuversichtlich übernehmen kön­ nen. Hier gilts einzusetzen und in zäher, ziel­ bewußter Arbeit Ordnung zu schaffen und die volle finanzielle Verantwortung gegenüber uns Mitbürger übernehmen. Tie Mühe wird fick) lohnen. . i I St. ,,</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. (Si* Redaktion übernimmt für Einsendungen unter dies« Rubrik betn Publikum gegenüber 'eine Retantmormitg.) Bauratsbewerbung. Je länger sich die Wahl eines städt. Bau­ rates hinauszieht, desto eigenartiger und pro­ duktiver werden die Wünsche unserer um das Mohl der Stadt besorgten Mitbürger. In den gestrigen "Stimmen aus dem Pub­ likum" in der Landsh. Ztg. werden wir sogar darüber unterrichtet, daß sich unter den Be­ werbern auch eine Anzahl solcher Kandida­ ten befindet, welche sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau eingehende Kenntnisse und Erfahrungen besitzen. Diese Behauptung soll nicht bezweifelt, jedoch muß wohl angenommen werden, daß es sich in dresem Falle um Angebote von solchen Technikern handelt, welche bereits in borge» rü ckter em Alter stehen und welche durch eine mehrjährige Praxis bei Tief- und Hoch­ bau Gelegenheit hatten, sich in beiden Fä­ chern umfassend auszubilden und zu betätigen. Jüngeren Kräften mutz diese Befähigung selbst bei hervorragendem Talente und selbst wenn sie ihre Albgangsprüfuug mit besonde­ rer ANszeichnung bestanden haben, entschieden abgesprochen werden. Tie beiden 'Arbeitsgebiete Hoch- und Tieft bau thtb in ihrem Bildungsgänge und in ih­ rer praktischen Betätigung so grundverschie­ dener Natur, daß es einem jüngeren Techniker, der 'kurz die Hochsule verlassen und seine prak­ tische Tätigkeit aufgenommen hat, unmöglich ist, sich nach beiden Seiten mit Erfolg nutzbar zu machen; abgesehen davon, daß er sich na­ turgemäß in allererster Linie mit derjenigen Materie beschäftigen wird, die ihm am näch­ sten liegt und in der er sich durch seine theore­ tische Vorbildung tiefere Kenntnisse erworben hat. Derartige vielversprechende Angebote sind wohl mit großer Vorsicht aufzunehmen, denn wenn die Eigenschaft der Vielseitigkeit, Allge­ meingut im technischen Berufe wäre, so könnte Man wohl nicht verstehen, warum die beiden Fächer, jedes für sich getrennt, auf der Hoch­ schule gelehrt und auch durch besondere Prü­ fung und Abgangszeugnisse gesondert gewür­ digt würden. Ein Sachkundiger. Zur Besetzung der Banratsstelle wird uns von anderer Seite geschrieben: Ter Streit um die Bauratsstelle geht wei­ ter. Ob Hoch- oder Tiefbauer scheint mir ne­ bensächlicher als die Persönlichkeit. Vom neu­ en Stadtbaurat verlangen wir weniger große Baulust und Baubetätigung als die sachgemäße und ersprießliche Neuordnung und Leitung des gesamten städtischen Bauwesens. Umsicht und Energie, Geschäftsgewandtheii und langjähri­ ge Erfahrung auf der Banstelle, Bnrgersinn und Umgangsformen mit Unternehmern und Arbeitern sind unerläßliche Voraussetzung für die Uebernahme der Stelle. Hauptaufgabe des Stadtbaurates, bleibt die Neueinrichtung und Leitung unseres Stadtbauamtes, eine Aufgabe, die nur geschulte Kräfte mit entsprechender Vergangenheit zuversichtlich übernehmen kön­ nen. Hier gilts einzusetzen und in zäher, ziel­ bewußter Arbeit Ordnung zu schaffen und die volle finanzielle Verantwortung gegenüber uns Mitbürger übernehmen. Tie Mühe wird fick) lohnen. . i I St. ,,</p>
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          <p>Literarisches. Zum U-Boot-Krieg. In 2. Auflage ist soeben erschienen Leonhard Steinwägers Schrift "U-Boot — Englands Tod^ (München, I. F. Lehmanns Verlag st Preis 1.— Mark), die auf knappem Raum die klarste, überzeugendste Dar­ stellung der unerbittlichen unabwendbaren Wirkung des U-Bootkrieges gibt. Zahlen und Tabellen (hiervon viele farbig) nach dem Stan­ de vom Januar 1918 bilden das Gerippe der Schrift und machen sie unwiderlegbar; aber die Larstellung beschränkt sich nicht auf die bloße Abführung der Zahlen, sondern erläu­ tert sie nach allen Richtungen und rückt alle für die Beurteilung des Problems wesentlichen Tatsachen ins Licht. , . __</p>
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