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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-04-24"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 112</biblScope>
          <date when="1918-04-24">1918-04-24</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Ein Seegefecht in der Nordsee. Vergebliche feindliche Angriffe bei Albert — In 2 Tage» 30 feindliche Flugzeuge ab­ geschafft». — Rittmeister Freiherr bou Richthofen gefalle«.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der östm.°mg. Bericht. WTB. Wien, dien 23. April, mittags. Amtlich wird gemeldet: Kein« wesentlichen Ereignisse. Der Chef bas EieneralstabA. Stt W|«if« Bericht. Sofia, den 21. April. Amtlicher HeeresBericht: 1 Mazedonische Front: Westlich des Prespasees und an einigen Stellen im CernabogeN 'kurze gegenseitige Feuerüberfälle. In der Moglenagegend verstärkte sich das beiderseitige A&gt;r- tilleriefeuer. Bei Kukuruz zersprengten wir mehrere feindliche Jnfanteriegruppen durch Feuer. Züge französischer Infanterie versuch­ ten an unseren Posten südlich von Gewgheli Heranzukommen, wurden aber blutig abge­ schlagen. Südwestlich von Toiran hält die bei­ derseitige verstärkte Feuertätigkeit an. Im Strumatal Er kundungstätigFett, , ! e Rittmeister Freiherr von Richthofe» * gefallen. WTB. B erlin, 23. April. (Amtlich.) Am 21. April ist Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen bou einem Jagdflug an der Somme nicht zurückgekehrt. Nach den überein­ stimmenden Meldungen seiner Begleiter und verschiedener Beobachter stieß Richthosen einem feindlichen Jagdflugzeug in der Verfolgung bis in geringe Höhe nachi, als chn anscheinend eine Motorstörung zur Landung hinter den feindlichen Linien zwang. Ta die Landung glatt verlief, bestand die Hoffnung, daß,Frei­ herr von Richthofen in englische Gefangen­ schaft geraten sei. Eine Reutermeldung vom 23. April aber läßt keinen Zweifel mehr, daß Richthofen den Tod gefunden hat. Tä Richthofen als Ver­ folger von seinem Gegner in der Luft nicht getroffen worden sein kann, so scheint er einem Zufallstreffer von der Erde zum Opfer gefallen zu sein. Nach der englischen Meldung ist Richt­ hosen auf einem Kirchhof, in der Nähe seines Landungsplatzes am 22. April unter militäri­ schen Ehren bestattet worden. Ste litauische Frage. Breme n, 23. April. Tier Kronprinz von Sachsen ist gestern in Berlin eingetroffen und hat im Lause des Abends die führenden Parlamentarier empfangen. Heute wird er die Staatssekretäre und Staatsminister bei sich sehen. Es ist nicht uninteressant, in diesem Zusammenhang zu erfahren, so behauptet die "Weserzeitung", daß die litauische Frage im Sinne einer Personalunion zwischen Sachsen und Litauen ihre Erledigung finden dürfte. Stt dtttf-t Bericht. WTB. Berit n, 23.April 1918, mittag». kHnoßnS Hauptquartier: | , Ap den Schlachtfronten blieb die Gefechts* Tätigkeit auf zeitweilig auslebende Artillerie* kämpfe und örtliche Jnfanterieunternehmungen beschränkt. i Die englische Infanterie war namentlich zwischen Lens und Albert sehr tätig. Erkun­ dungsabteilungen, die an zahlreichen Punkten gegen unsere Linien vorstießen, wurden überall ßurückgeschlagen. Vergeblich versuchte der Feind mit startat Kräften das am 20. April im Walde von Aveluh verlorene Gelände wieder zu nehmen und beiderseits der Straße Louizincourt—Ave­ luh die Bahn nördlich von Albert zu gewinnen, gn mehrfachem verlustreichem Ansturm büßte er Gefangene ein. AU der übrigen Front nichts von Bedeirtung. ' In den beiden letzten Tagen wurden 30 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Buckler errang feinen 32., Leut­ nant Wemkhoff seinen 25. Lustsieg. »Ritt« »i in lilillMfl» IMN, Zwischen Ochrida* und Prespasee und nord­ westlich von Monastir Artillerie- und MinenNämpfe. . ' Teutsche Abteilungen stießen westlich von Makowo in französische Stellungen vor, bul­ garische Truppen wehrten südlich vom Ortsrande englische Teilangriffe ab. Einige Fran­ zosen und Engländer wurden gefangen. Sw: L ®cMerol&lt;Rmt&lt;temd®e$3 * WTB. Berlin, den 23. April. Amtlicher Abendbericht: Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Wir bekämpfen keine Wehrlose«. Fünf englische Offiziere, die sich nach recht geringem Widerstand hatten gefangen nehmen lassen, werden vor den deutschen Bataillonsfühver gebracht. Dieser fragt sie, als er ihre nicht sehr zuversichtlichen Mienen sieht, was sie denn zur augenblicklichen Lage sagten. Tä erwiderte der eine lebhaft: "Oh, wir hätten für diesen Frühling so viel von den Amerika­ nern erhosst, aber die haben uns schwer ent­ täuscht. Wenn die Teutschen jetzt durchbre­ chen, ist der Krieg für England verloren." Ein zweiter mischte sich ins Gespräch und fragte gespannt: "Was wird nun mit uns Gefangenen schehen?" Tier deutsche Offizier entgegnete: "Sie werden sich selbstverständlich nicht zu bekla­ gen haben ,Sie haben als Soldaten JhrePslicht getan. Kein Teutscher wird Sie darum schlecht behandeln. Wir bekämpfen keine Wehrlosen." "Und unsere Leute."' fragte der andere we"er. "Für sie gilt natürlich dasselbe", erklärte der Bataillonsführer. Daraufhin begab sich der Engländer zu den Leuten, die mit ihm gefan­ gen genommen tooeöen waren, ließ sie still stehen und sagte ihnen, die Teutschen achteten ihre Tapferkeit und würden ihnen nichts Bö­ ses antun. Ta schwenkten die Engländer, die Arme in die Lust und brachen in laute "chers" aus Deutschland aus. Keine Maifeier in Frankreich. ' Laut "Heure" hat der Verband des SeineSyndikats am 17. April in einer langen be­ wegten Sitzung beschlossen, infolge des Ernstes der Lage von einer Maifeier abzusehen. Es wird lediglichi ein Manifest an die Arbeiter­ klassen veröffentlicht werden, das energischer denn je auf allen Forderungen der Arbeiter­ klassen und der Treue zur Arbeiter-Interna­ tionale besteht, die vom Weltkrieg zwar er­ schüttert sei, aber nicht zerstört werden könne. Tie Consederativn generale de trabeil wird bezüglich der Maifeier ebenso beschließen. Man erwartet den Anschluß an den Syndikats-Be­ schluß.</p>
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          <p>äusserst erregt ans dem Platze und teilte Stock­ hiebe und Ohrfeigen an die Gefangenen aus. Als ich ihn in meiner Eigenschaft als Lazersuhrer bat, die Mißhandlungen der Leute zu unterlassen, gab er mir einen Schlag ins Ge­ sicht und rief seinem Stabe zu: "Schickt ihn zur Hölle!" Daraufhin stürzten drei Englän­ der auf mich zu, boxten mich auf Nase und Kopf und schleppten mich 'in die Arrestzelle, in welcher mir Handschellen angelegt wurden. Bis zu meiner Entlassung blieb ich in dieser Zelle." ' ' Das größte Maß an Roheit und gemeiner Feigheit wehrlosen Kriegsgefangenen gegen­ über auszulassen, war bisher fraglos den Franzosen vorbehalten, wenn es auch die Eng­ länder keineswegs an Brutalität und Grau­ samkeit fehlen ließen. Man sieht aber, daß auch Franzosen einmal imstande sind, ihren "Geist" ans ihre gegenwärtigen "Kolonisatoren" zu übertragen. Sobald es sich um Niederträchtig­ keiten gegen Teutsche handelt, ist der Brite nicht zu stolz, sich auch den minderewrtigen Geist der von ihm Beherrschten aufzwingen zu lassen.</p>
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          <p>Aus Rußland. Zunehmende Macht der Sowjet-Rcgie-rnng. 1 Nach dem Rotterdamschen Courant berich­ tet der Moskauer Korrespondent der Daily News vom Freitag: Tie zunehmende Macht der Sowjet-Regierung ist aus dem Mißlingen der letzten Versuche, Streitkräfte gegen dieSowj ttruppen ins Feld zu bringen, ersichtlich. Tie dem Sowjet feindlichen Truppen, die die letzte Woche bei Nowo-Tscherkas? im Tvngebiet er­ schienen find, wurden zersprengt und dir Sow­ jets beherrschen die Lage vollkommen. Von Kornilow aufgestellte Banden haben, obwohl sie gut bewaffnet, diszipliniert und ausgerüstet waren, eine schwere Niederlage erlitten. Selbst Scmenow war trotz der Hilfe, die er aus dem Auslande erhielt, beim letzten Angriff viel schwächer als bei den früheren Gerüchtweise verlautet, daß Semenow und Kornilow ge­ fallen seien.</p>
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          <p>Aus Amerika. Erhöhung des Mannschaftsstandes der ame­ rikanischen Marine. Aus Washington wird gemeldet: Tas Re­ präsentantenhaus hat einen Zusatzantrag zum Marineetat angenommen, in dem gefordert wird, den Mannschaftsstand der Marine von 30 000 auf 35 000 Mann zu erhöhen. Diese Mannschastserhöhung geschieht auf Ersuchen des Generals Pershing. Das Fiaslo der amerikanischen Flugzeuge. Einer Mitteilung aus Washington zufolge hat die flugtechnische Kommission der Entente in Amerika beschlossen, die Herstellung der Kriegsaeroplane unter den einzelnen Staaten zu spezialisieren. Von nun ab werden die Vereinigten Staaten hauptsächlich Mroplane zu Ausbildungszwecken herstellen. Tie eigent­ lichen Kampfflugzetme werden in Frankreich hergestellt werden. *</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Amerikanischer Tiampfer versengt. i Aus Washington wird gemeldet: Tas Ma­ rineministerium teilt mit, daß der Dämpfer "Lakemore" ant 11. April torpediert worden und gesunken ist. Von den 62 an Bord befind­ lichen Fahrgästen wurden 17 Engländer ge­ landet.</p>
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          <p>Allerlei. Unter Mordverdacht wurde der 18 Jahre alte Mühlbesitzerssohn Georg Michael Schürj lein von Scheermühle bei Schaulkhausen (Mitj telfranken) verhaftet. Er soll die bei seinen I Eltern bedienstete 24jähr. Dienstmagd Bab. ElI linder, die von ihm in anderen Umstanden war, | zu beseitigen versucht haben. Wegen Milchfälfchnng, Preistreiberei etc. wurde in München den Milchhändlerseheleuten Simon und Helene Antl das Geschäft gesperrt. FamMendrama. Ter Osensabrikbesitzer Brunner in Salzburg vergiftete seine Frau und seine drei Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren mit Blausäure, während er sich selbst entleibte. Tie Familie wurde ant Morgen tot aufgefunden. Ter Beweggrund zur Tat dürf­ ten finanzielle Schwierigkeiten gewesen sein. Flucht durch die Salzach. Bei St. Rade­ gund versuchten vier aus dem Kriegsgefan­ genenlager Traunstein entwichene Russen die Salzach zu durchschwimmen. Zwei kamen nur ' mit der Mütze auf dem Kopfe zu einem Bau­ ern, der ihnen Hemd und Unterhose gab, wo­ rauf sie abgeliefert wurden. Tier dritte Russe würde vollständig nackt auf einer Kiesbank sitzend entdeckt, der vierte ist ertrunken.</p>
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          <p>von 413 Quadratkilometern zu verzeichnen, während die große Flandernossensive im Jahre 1917 unseren Gegnern in fünfeinhalb Monaten nur 165 Quadratkilometer einbrachte. Aber das Entscheidende ist, wie betont, daß 'unsere Heeresleitung dem Gegner, der seine Reserven verzetteln mußte, das Gesetz des Handelns auf­ zwang. Für das Verschieben der Foch'schen Reservearmee gilt das Wort: Tu glaubst zu schieben, und du wirst geschoben! Tie Fehler der englischen Führung kann der französische Oberkommandierende nicht mehr gut machen, denn er ist nicht mehr frei, er muß dort han­ deln, wo die Engländer gestützt werden müs­ sen, deren neue Rekrutierung viel zu spät kommt, um die Entscheidung noch zu wenden. Dias Gesetz des Handelns aber hat unsere Heeresleitung auch dadurch an sich gerissen, daß sie jetzt angreifen kann, nicht nur wo sie will, sondern wann sie wtll, wahrend der Geg­ ner sich keine Atempause gönnen daxst Wir können unsere Kräfte konzentrieren und sie an der Stelle einsetzen, wo es unsere Heeres­ leitung für richtig befindet, während sie dem Gegner 'jeweils' eine unangenehme Ueherraschung bereiten samt. Aus diesen Erwägungen erhellt aber zugleich, tote' unangebracht jede Ungeduld, wie unberechtigt jeder Pessimismus ist. Deshalb ergeht die Mahnung: Abwarten, Geduld und unerschütterliches (weil berechtig­ tes) Vertrauen zu unserem Hindenburg, zu unseren wackeren Feldgrauen. KrikMese m bei Osten. Berlin, 16. April 1918. . (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Durch Beffarabien nach Odessa. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegs­ berichterstatter. Odessa, Mitte April 1918. Ain 8. März sammelte sich in Braila eine deutsche Autokolonne von 200 Wagen; zwei Bataillone, ein Regimentsstab, setzten sich aus ihr in Bewegung? .das Ziel war Odessa. Tie rumänischen Hindernisse wurden passiert, bald war Galatz erreicht. Tie rumänische Stadt I wimmelte von russischen Ojsizieren, die wieder ihre Achselstücke trugen .Sie führten das ziel­ lose Leben der entlassenen Offiziere der ausge­ lösten russischen Armee. Seit Monaten war die Stadt von allen Nachrichten abgeschlos­ sen, sie wußten nichts von den Verhandlungen int Osten, die guten Galatzer, und fragten die einfahrenden Teutschen: "Seid Ihr Franzo­ sen oder Engländer?" Tie rumänischen Offi­ ziere zeigten sich korrekt, aber kalt, der rumä­ nische Oberst, der die Kolonne durch das ru­ mänische und- durch das von den Rumänen besetzte beßgrabische 'Gebiet führte, gab sich liebenswürdig und aufmerksam. Sie Mebelfron. Roman von Ainny Wüthe. 65j 1 ' (Nachdruck verboten.) Heute Nacht sah ich die Lichter brennen. Eine Braut kommt ins Haus. Eine Braut. Da lächelte Dorret, bin stilles, bitteres, webes Lächeln. Nein, ihr blühte kein Hochzeitsskranz. Sie wußte es besser. Von der Tenne her aber klangen dje Stim!mett der Knechte Und Mägde, die lachend san­ gen: • ; Wir winden dir den Jungfernkranz AUs'veilchenblauer Seide. Dorret schloß die Tür. Dann ging sie fest und sicher zurück in die große Dtube, den Tisch für die Mittagsmahlzeit zu nisten. Weißp Möven umflatterten mit heiserem Schrei das Haus, sich den gewohnten Imbiß fordernd. Zum ersten Male aber hatte Dorret die zartschillernden, gefiederten Gäste, die sie sonst so liebte, vergessen. Das Mahl blieb aus. Zu derselben Zeit flog ein stattlicher Vie­ rerzug die Straße entlang, die zu der grauen</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. Hinter Galatz wurde die rumänische Grenze überschritten, und die Fahrt durch Beßarabien begann. Das Land war vollständig in rumäni­ scher Hand. Etwa um Weihnachten hatte diese Entwicklung begonnen .Einzelne rumänische Truppenteile hatten am 33. Tiezember die ru­ mänische Grenze überschritten,: um die Ge­ gend von mordenden und plündernden Sol­ datenbanden zu 'säubern. 'Einige russische Sol­ daten sind dabei standrechtlich erschossen wor­ den. Mit etwa 5 Divisionen hattet: dann die Rumänen allmählich Beßgrabien besetzt. Jetzt waren in allen Städten rumänische Komman­ dos, die die Gewalt in den Händen harten. Irgendwelche Schwierigkeiten machten sie dem Vertrage gemäß den 'deutschen Autokolonnen nicht. 1 Ueber Belgrad, Tarutinskaja (Wittenberg) ging es in schneller Fahrt nach Bender. Zu­ nächst traf die Kolonne bulgarische Tjörserf die lebhaft nach, 'ihren Stammesgenossen fragten. Dann bei Wittenberg kamen 'die deutschen Bataillone an die erste deutsche Ansiedelung. Es war ihnen allen wie ein Gruß der Hei­ mat, als das "Grüß Gott" auf den sauberen Straßen ihnen entgegengerusen wurde, als sie in den behaglichen deutschen Stuben mit aller Gastfreundlichkeit verwöhnt wurden. Die Ko­ lonien hätten von den bolschewistischen Banden wenig gelitten, sie waren selbst gut "bewaffnet, und dann hatte der Einmarsch der Rumänen den Bolschewikismus niedergeschlagen. Sie ga­ ben von ihren Vorräten den Deutschen wahre Riesenmengen als Wegzehrung mit, und noch in Nikolajew konnten die Bataillone von den schönen Bauernschinken der beßarbischen deut­ schen Dörfer zehren. Wenn Teilnehmer dieser Expedition von den Tagen in Beßarabien spre­ chen, werden ihre Stimmen warm, und sie erzählen von den hochgetürmten deutschen Bau­ ernbetten, den weiMänzenden Decken, den freundlichen Stuben, den strahlenden AUgen, den Kirchgängen in deutschen Kirchen, und sie berichten, wie die'Führer aus den Dörfern sie 60 und 70 Kilometer begleiteten, und wie die ernsten Bauerngesichter hell wurden, wenn man von den deutschen Siegen im Westen sprach. In Bender, an den Tujestr-Brücken stan­ den die letzten rumänischen Posten. Tier rumä­ nische Oberst verabschiedete sich. AM anderen User in Tiraspol fand man die ersten Ab­ zeichen des bolschewistischen Gegners. Abschläge in der Stadt gaben an: "Gestern haben die bolschewistischen Truppen die Stadt verlassen. Es herrscht wieder Ruhe und Frieden." Dias war am 11. März. Am 12. März überschritt dann das Gros der Kolonne den Tujestr. Wieder traf man aus deutsche Dör­ fer, in vielen waren die Bolschewisten über­ haupt nicht gewesen .Am 12. März wurde be­ schlossen, von Straßburg ab ein Apto mit Par­ lamentären nach Odessa zu schicken, um unnönötiges Blutvergießen zu vermeiden. | Die Paralameutärflagge wurde gesetzt.Das , Auto fuhr in schneller Fahrt auf 1 den guten, sehr belebten Landstraßen und hielt erst vor dem Gouvernementsgebäude in Odessa. Kurz vor der Stadt waren die Paralamentäre durch ausrückende Kompagnien und Kavallerie ge­ fahren, die den Teutschen entgegenziehen woll­ ten. i Die Stadt selbst sah aus, als ob sie das Lager einer Armee wäre. Jedermann aus der Straße war bewaffnet, And sämtliche Unifbrmen der ehemaligen russischen Armee waren in diesem bewaffneten Gewimmel vertreten. In dem großen, verschmutzten Saal saßen an einem mit Zigarettenstummeln besäten Warmortisch sechs, zum grüßtenteil jüdische Herren und eine Jüdin bei einer Sitzung. Tier Prä­ sident wurde gerufen, und dann trug der deut­ sche Offizier seinen Auftrag vor. Sie seien ge­ kommen auf den Ruf der ukrainischen Regie­ rung, um Ruhe und Ordnung sicher zu steh­ len. Tie Stadt müßte entwaffnet werden, und betn Eingang der deutschen Truppen dürften keine Schwierigkeiten bereitet werden. v Aus der bewaffneten Menge, die zu Hun­ derten in den Saal drängte, schallen Zwischen­ rufe. Ein Matrose von'der Schwarzmeerflotte schrie: "Sollen denn die Schisse auch entwaffnet werden?" L Schließlich zog sich das Komitee zurück. Tie zigarettenrauchende Menge von Soldaten und Zivilisten drängte aus dem Saal, vor dessen Türen sich zwei Doppelposten auf­ pflanzten. Vom Hasen her hörte man das Heulen der Schissssirenen. &gt; Plötzlich kam der Stadtkommandant ohne Mütze wildschreiend zu den beiden Teutschen herein: "Wir werden uns verteidigen!" Um 6 Uhr kam die AUtwort des Komitees: "Es schlüge einen dreitägigen Wassenstillstand vor. Vor der Annahme dieses Angebots wollte das Komitee über keinen Einzelpunkt weiter verhandeln." Das war die Ablehnung der deutschen Forderung. Als die deutschen Parlamentäre wieder zur Stadt hinausfuhren, — bei ihber Ab­ fahrt klangen aus der tausendköpsigen Menge Hochrufe aus Deutschland und Kaiser Wilhelm, was die Matrosen veranlaßte, ihre Gewehre aus "oie Masse zu richten — grasen sie auf die zurückflutenden Kompagnien und die in Kar­ riere abreitende Kavallerie der Bolschewisten. Das "Entgegenziehen" gegen die deutschen Ba­ taillone war ihnen Übel bekommen. Am Abend des 13. wurde die Vorstadt Moldawanka nach kurzem Gefecht besetzt. Am 14. morgens begann mit den Oesterreichern, die von Norden in den Bahnhof gefahren warenj der Einmarsch in Odessa. Man sah keine"Waf­ fen bei der Bevölkerung mehr; das letzte Schiff der Flotte dampfte ab, als die Spitzen am Hafen anlangten. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter Berlin, 16. April 1918. . (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Durch Beffarabien nach Odessa. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegs­ berichterstatter. Odessa, Mitte April 1918. Ain 8. März sammelte sich in Braila eine deutsche Autokolonne von 200 Wagen; zwei Bataillone, ein Regimentsstab, setzten sich aus ihr in Bewegung? .das Ziel war Odessa. Tie rumänischen Hindernisse wurden passiert, bald war Galatz erreicht. Tie rumänische Stadt I wimmelte von russischen Ojsizieren, die wieder ihre Achselstücke trugen .Sie führten das ziel­ lose Leben der entlassenen Offiziere der ausge­ lösten russischen Armee. Seit Monaten war die Stadt von allen Nachrichten abgeschlos­ sen, sie wußten nichts von den Verhandlungen int Osten, die guten Galatzer, und fragten die einfahrenden Teutschen: "Seid Ihr Franzo­ sen oder Engländer?" Tie rumänischen Offi­ ziere zeigten sich korrekt, aber kalt, der rumä­ nische Oberst, der die Kolonne durch das ru­ mänische und- durch das von den Rumänen besetzte beßgrabische 'Gebiet führte, gab sich liebenswürdig und aufmerksam.</p>
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          <p>Die Nebelfrau. Roman von Ainny Wüthe. 65j 1 ' (Nachdruck verboten.) Heute Nacht sah ich die Lichter brennen. Eine Braut kommt ins Haus. Eine Braut. Da lächelte Dorret, bin stilles, bitteres, webes Lächeln. Nein, ihr blühte kein Hochzeitsskranz. Sie wußte es besser. Von der Tenne her aber klangen dje Stim!mett der Knechte Und Mägde, die lachend san­ gen: • ; Wir winden dir den Jungfernkranz AUs'veilchenblauer Seide. Dorret schloß die Tür. Dann ging sie fest und sicher zurück in die große Dtube, den Tisch für die Mittagsmahlzeit zu nisten. Weißp Möven umflatterten mit heiserem Schrei das Haus, sich den gewohnten Imbiß fordernd. Zum ersten Male aber hatte Dorret die zartschillernden, gefiederten Gäste, die sie sonst so liebte, vergessen. Das Mahl blieb aus. Zu derselben Zeit flog ein stattlicher Vie­ rerzug die Straße entlang, die zu der grauen Stadt führte, in der Ebbo Klas als.lRechj.sam walt hauste. Schwer und träge dehnte sich das Meer und braun und verdorrt lag die Heide. Gräfin Fridrun, die den Viererzug mit sicherer Hand der Stadt zu lenkte, atmete in tiefen wohligen Zügen die kühle Oktoberlust. Dos schwarze, enganliegende Dreß aus ftutttl psem Tuch stand ihr gut zu dem zart blühenden Gesicht mit den großen leuchtenden Augen. Der kleine, schwarze Herrenhut aus Filz sah keck auf der weichen Fülle ihres braunlockigen Haares, das hoch aufgesteckt in natürlichen Rirst geln darunter ^hervorquoll. Tie Hände, die so zart und schmal waren, und die doch fb energisch die kräftigen Rappen bändigten, steck­ ten fi&gt;n langen, schwarzen Stulphandschuhen. Mit verschränkten Armen und undurchdringli­ chem Gesicht thronte der Kutscher neben Fri­ drun. Nur zuweilen wagte er einen scheuen Seitenblick auf seine Herrin. War das wirklich die noch vor kurzem so ganz in tiefem Schmerz vergehende trau­ ernde Witwe des Grasen Marnar von Randolt? , In den blauen Augen flackerte es wie ein heißes Begehren, und die schmalen Lippen glühten so rot, so purpurrot. ' rr r Erschreckt wandte der Kutscher, als sei er aus einem unerlaubten Gedanken ertappt wor­ den, den Kopf zur Seite, iknbeweglich sah! er dann wieder, nachdem er sich überzeugt hatte, daß seine Herrin nicht auf ihn achtete, aus den holperigen Weg. Wenn das man gut abgeht, dachte er. Das Weib ist ja heute, als hätte es ber (Satan geritten. Na, wer die hüten muh. Gleich Ungewittern stürmen jetzt die Rap­ pen in die engen, winkeligen Straßen des Städtchens. Fridrun bemerkte wohl, wie über­ all neugierige Gesichter an he» Fenstern auf­ tauchten, aber sie wollte !ketne Notiz von ihnen nehmen. Nur hier und da senkte sie grüßend im Vorbeifahren die Peitsche. Sie aab auch anscheinend nicht darauf ächt, däß am Markt int Gasthaus "Zum Falken" die Offiziere der 'kleinen Garnison an die Fenster stürzten und sich mühten, einen Blick von ihr zu erhaschen. Aber int Geiste hörte sie es doch durcheinandexschwirren: Donnerwetter, die schöne Randolt ist wie­ der da. Rührt Euch!, Ihr Kerle, die Sonne steigt. i 1 l ! 1 ' ' (Fortsetzung folgt.) . . ,-, A</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Aenderung des Landtagswahlgesetzes. In ; der Kammer der Abgeordneten sind zwei An­ trüge eingelaufen, die sich! auf die Aenderung des Landtagswahlgesetzes beziehen. Ter An­ trag Dir. Hammerschmidt (lib.) schlügt vor: Es sei an die K. Staatsregierung die Bitte zu richten, "für die bevorstehende Herbsttagung einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Ein- ] führung der Verhältniswahl bei den Landtags­ wahlen für das ganze Land in Verbindung mit der bisher bestehenden Wahlkreiseinteilung vorsieht. Den Abtrag haben außer Tr. Ham­ merschmidt die Abgg. Erbelding und Winsauer (lib.), Auer, Gentner und Säckler (Soz., und Eisenberger (Bayer. Bauernbund) unterzeich­ net. Ter zweite Antrag, gestellt von dem Abg. Held, mitunterschrieben von den Abgg. Tr. v. Pichler, Speck und Tr. Wohlmuth (Z.), lautet: "Tie K. Staatsregierung sei zu ersuchen!, dem Landtag in der nächsten Tagung einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen das Landtagswahlgesetz vom '9. April 1906 dahin abgeändert wird, daß in den Großstädten Mün­ chen (mit Einschluß von München-Land), Nürns berg-FÜrth, Aügsburg (mit Augsburg-Land) u. Ludwigshafen die Verhältniswahl eingeführt u. in denselben aufgrund der Volkszählung von 1910 auf je 42 200 Einwohner ein Abgeord­ neter gewährt wird. Wenn die Einwohnevzahl dieser Wahlkreise sich so weit eröhht, daß in demselben auf einen Abgeordneten um 60 Prozent mehr Einwohner treffen als der Durchschnitt des ganzen Landes beträgt, so soll denselben fe ein weiterer Abgeordneter gewährt werden." Bayern und das rumänische Del. Tire Verhältnisse, die sich in den Friedensverhand­ lungen mit Rumänien und bei den Verhand­ lungen zu Berlin hinsichtlich der Versorgung Bayerns mit Rohöl entwickeln, scheinen für Bayern unbefriedigend zu werden. Nicht nur der direkte Rohölbezug, and) die Transport­ frage auf der Donau darf unter keinen Umstän­ den zu kurz kommen, schon im Interesse Regensburgs. Wie die "M. 211. 21." hört, ist eine Aktion im bayerischen Landtag in allernächster Zeit in Aussicht, um Klarheit zu schaffen.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Passau, 21. April. (Tie Bürgermeister­ frage) ist wieder in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Kollegien 'behandelt worden, aber px keinem Abschluß gekommen. Es stellte hier­ bei M.-R. Egger den Antrag, einen rechtskundi­ gen Bürgermeister z« wählen, G.-B. Fürst einen anderen Antrag auf Wahl eines bürger­ lichen Bürgermeisters. Für den Antrag Eg­ ger stimmten 8 Magistratsrüte u. "8 Gemeindebevollmächtigte, für den Antrag Fürst 6 Ma­ gistratsrüte und 21 Kollegiumsmitglieder. Da­ mit ist die Sitzung resultatlos verlaufen. •• asitffölfiite, 22. April. (Großzügige Fisch­ wasser-Errichtung.) Einer Anregung desKreissischerei-Vereins von Miederbayern, inmitten des Kreises Niederbayern, vielleicht in unmit­ telbarer Nähe Deggendorfs, ein Musterteich­ gut in der Größe von 150 Tagwerk mit einem Kostenaufwand von 300 000 Mark zu errichten und wozu die Städte Passau und Straubing einen Zuschuß von je 2000 Mark genehmigen, ist geplant. i Tingolsing, 20. April. (Kindsmord.) In Neuhausen wurde in einer Wassergrube eine männliche Kindsleiche geborgen. Tie gewis­ senlose Kindsmutter 'flonnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Vilshofen, den 20. April. (Jagdverpach­ tung.) Tie 6000 Tagwerk umfassende Gemein­ dejagd Albersdorf, welche bisher in vier Bögen verpachtet war, wurde laut Gemeindebeschluß im ganzen um den jährlichen Pachtschilling von 1800 Mark an den Gastwirt Johann Feilmeier in Albersdorf als Hauptipöchter und den Oekonvmen Ludwig Atzinger in Moserholz als Ne­ benpächter auf die Tauer von 10 Jahren ab 1. Januar 1918 verpachtet. Leibliug, 23. April. (Besitzwechsel.) Das Oekonomieanwesen des Herrn Niefanger dahier ging durch Kauf in den Besitz des landwirt­ schaftlichen Vereins in Straubing über. Waldkirchen, 21. April. (Oeffentlich ge­ brandmarkt) gehört die Tienstmagd Rosa Heim in Mitterleinbach. Sie hat seit einiger Zeit ein Verhältnis mit einem Franzosen unterhal­ ten, welches nicht ohne Folgen blieb. Auch eine Medizin, die allerdings ihren Zweck nicht erreichte, hat der Gefangene an die Verehrerin abgegeben. | t "</p>
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          <p>Literarisches. Literarischer. 1 Tier Feldherr. Roman von Ernst,Lothar. 407 Seiten in Oktavforman. Preis, geheftet 6 Mark (9 Kronen 60 Heller), gebunden Mark 50 Pfg. (12 Kronen). Verlag von F. Tempsky, Wien und G. Freytag, G. m. b. Hl, Leipzig, 1918. — Mit diesem Roman ist Ernst Lothar ein großer Wurf gelungen. Im Mit­ telpunkt des Lotharschen Buches steht, außer­ ordentlich scharf gesehen und mit beinahe un­ heimlicher Wahrheit dargestellt, ein moderner Feldherr, eine fetter al fresko-Figuren, wie sie Tostojewsky und Tolstoi zu malen liebten. Es ist ein Mann, dessen Lebensziel darauf ge­ richtet war, die Armee in einem von ihm aus politischer Ueberzeugung herbeigewünschten Kriege nach eigenem, ins Kleinste durchdachten und vorbereiteten Plane zu führen. Ein Men­ schenalter sehnt er sich diesem Ziel entgegen. Endlich erfüllt es sich ihm, da der Krieg unver­ mittelt ausbricht und er an die Spitze des Heeres gerufen wird. Erfolg reiht sich an Erfolg, sein Name gewinnt die grenzenlose Popularität und das heroische Ansehen, wel­ ches den Weg der siegreichen Feldherrn beglei­ tet. Auf dieser Höhe setzen — der Dichter läßt den Leser selbst die Gründe erkennen — Mißerfolge ein, welche zu einer entscheidenden Niederlage werden. Tier Feldherr wird seines Amtes entsetzt, er muß kn die kleine Bürgerlich­ keit feiner Familie zurückkehren und Zeuge wer­ den, wie seine alles Maß übersteigende Volks­ tümlichkeit sich plötzlich ins Gegenteil verkehrt und seinem eigenen Schwiegersöhne zugewendet wird, welcher an seiner Stelle die Armee zum siegreichen Frieden führt. Mit einer Meister­ schaft, die an die größten Romandichter heran­ reicht, ist die Tragik dieses Menschenlebens geschildert, welches, vermeintlich ans Ziel ge­ langt,. brutal an den hofsuungslosen Anfang zurückgeschleudert wird. Erschütternd und bis ins Verborgenste sichtbar zeigt 'Ernst Lothar die seelischen Kämpfe seines Helden, entblößt ihn mit einer Unerbittlich kett, hie. feine Kon­ zessionen kennt und darum zwingend wahr und erlebt wirkt. Dabei weih er die Frage nach seinem inneren Wert, seiner Befähigung für den Feldherrnberuf und damit auck&gt; die Frage nach Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit seines Schicksals mit der der Natur abgelauschten Wahrheit zu beantworten, daß äußeres Geschick unabhängig von innerem Werte fei und weiter, daß es nicht so sehr daraus ankommt, wie groß eine allen sichtbare Gewalt in Wirklichkeit jst als tote groß sie scheint. So gelingt es ihm auch ott dieser Gestalt das Problem zu entwickeln, um welches es ihm hier anscheinend zu tun war: Werden und Vergehen des Rnbmes. "Ruhm — das ist nichts anderes als 'Quittung. Quittung über den Erfolg. EwigkeitswertEin Stnndengeschüst unter Wechslern, nichts weiter. ..." 31er bargeldlose Verkehr. Zweimonatsblatt zur Förderung der bargeldlosen Zahlweise. Nr. 3 und 4. Verlag der Zahlkartendruckerei Paul Müller, München, Schwanthalerstraße 55. Be­ zug kostenfrei. 1 , i</p>
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          <p>reichen Nachmittag. — Am Samstag' den 27. ds. findet der nächste Vortrag des Herrn Regierungs- und Medizinalrates Tr. F. Gebhardt über Gesandheitslehre, statt. —* Besitz Wechsel. Das Haus, Spiegel­ gasse 209, der Frau Rentbeamtenswitwe Ma­ thilde Lusteck ging durch Kauf in den Besitz des 'Hcr.n Privatier Schrastetter Mer. —* Für Jäger. Die Bayer. Fleischver­ sorgungsstelle t eilt mit, daß sie im kommenden Zagdjahre im Einvernehmen mit den Bezirks­ ämtern die Schußlisten verschärft nachprüfen und gegen alle JagdinhaSer, die sich weigern, eine Schußliste zu führen, sowie gegen solche, die die Schuhlisten nachweislich unrichtig füh­ ren oder ihrer Ablieferungspflicht nicht nach­ kommen mit Strafanzeige vorgehen wird. — Muster von Schußlisten sind bei der Bayer. Fleischversorgungsstelle, Verwaltungsabteilung erhältlich. —* Stadttheater. Donnerstag den 25. ds. abends halb 8 Uhr findet ein literari­ scher Strindberg-Abend statt mit "Gläubiger", Tragikomödie und "Fräulein Julie" natura­ listisches Trauerspiel von Strindberg. Freitag den 26. ds. die Fallsche Operette: "Tie Dol­ larprinzessin".</p>
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          <p>Stadttheater. Als zweites außerordentliches Konzert ver­ anstaltete die Liedertafel mit der Direktion des ,Stadttheaters am Montag einen Liederabend, für den die f. b&gt;. Kammersängerin Hermine Bosetti der Münchner Hosoper gewonnen wur­ de. Ein' seltener, vollendet künstlerischer Ge­ nuß wurde dem ausverkauften Hause geboten. Frau Bosetti spielte sich natürlich in dem ungewohnt kleinen Rahmen, dem sie ihre glän­ zenden Stimmittel mit vornehmer ZurüctHal­ tung anzupassen wußte. Ansatz und Tonge­ bung lassen keinen Wunsch offen, dazu kommt noch die feinsinnige Vortragskunst der im Kon­ zert- wie im Bühnengesang gleich hervorragend bewährten Künstlerin. Eine geschmackvolle Bor­ tragswahl vereinte die Namen der Meister Mo­ zart, Schubert, Hugo Wolf und Pfitzner. Fast schien es, als ob die Sängerin zu Beginn in der Mozart'schen Arie (Entführung aus dem Serail) mit einer kleinen -Indisposition zu kämpfen hätte, doch die folgenden Nummern beseitigten diese unsere Meinung. Der kühle Raum wurde bald von der strahlenden Wärme der herrlichen Stimme erfüllt und widerhallte von der stürmischen Begeisterung der Hörer. Ru? der trefflichen Liederwahl perlten silber­ hell Schuberts "Lachen und Weinen" sowie "Tie Forelle" über die Lippen der Vortra­ genden, neckisch, feinpointiert erklangen Hugo Wolfs anmutiges "Elfenlied" und "Maussällensprüchlein", entzückend naiv und humorgol­ dig ertönte Psitzners Gretelliedchen, die ebenso wie die ernsten Lieder eine tiefe Wirkung beim Publikum hinterließen, das die Künstlerin mit nicht endenwollendem Beifall überschüttet, im­ mer wieder an die Rampe rief. Wohlverdienten Anteil an dem Beifalle hatte auch Lore Winter als anschmiegende Begleiterin am Flügel (Bechstein) und njcht minder als Solopianisiin in den Chopinschen Werken Fantasie F-moll und 10. Ungar. Rhapsodie. Kräftiger Anschlag, eminente Technik und stilvolles, künstlerisches Empfinden sind Vorzüge, die der jungen Künst­ lerin eine glänzende Zukunft im Konzertsaale verheißen. " Hg. 1</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Forstvsrwaltung. Auf ihr Ansuchen in gleicher Tiensteigenfchaft in etatsm. Weise ver­ setzt wurden die Forstmeister Max Kraußold von Fichtelberg auf das Forstamt KelheimSüd, Walter Engelhardt von Bischossgrün auf das Forstamt Kelheim-Rord; zum Forstmeister in etatsm. Weise ernannt wurde der Forstamts­ assessor Sigmustd v. Hveßlin in Schlichtenberg am Forstamte Kürnach, in gleicher Tienstesetgenschaft in etatsm. Weise berufen der Forst­ amtsassessor Martin Schwappach beim Forst­ amte Weiden auf die Forstassefsorstelle in Schlichtenberg, Forstamts Wolfstein.</p>
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          <p>Städtisches Arbeitsamt Landshut. Rathansrückgebäude, Parterre 26. Telefouruf 54» SBtnrniUung ettoigt kostn loS Männliche Abteilung: ' , Offdne Stellen: 1 Fuhrmann, 1 Hausmei­ ster, 2 Maurer, 1 Sattler, 4 Schmiedgehilfen, 2 Schuhmacher, 20 Streckenarbeiter, 6 Tag­ löhner, 1 Wagenführer. Stellen suchen: 1 Friseur, 6 Bäcker. Weibliche Abteilung: Offene Stellen: Privat: 1 Kindermädchen, 38 Dienstmädchen, 2 Köchinnen, 2 Zimmer­ mädchen, 14 Zugeherinnen. Gasthäuser: 8 Küchenmädchen, 2 Köchin­ nen. i Oekonvmie: 15 Oekonomiemägde. Stellen suchen: 1 Haushälterin, 2 Kassier­ innen, 2 Kellnerinnen, 2 Oekonomieköchinneu. Lehrstellen: Lehrstellen sind offen für: 1 Friseur-, 1 Maler-, 1 SKmied-, 1 Schäffler-, 1 Schneider-^ 1 Schuhmacher- und 1 Schreinerlehrling; ferner für 1 Nählehrmädchen. Lehrstellen suchen: 1 Kontor-, 4 Bäcker-, 1 Schlosser- ujtb 1 Spenglerlehrling. Kriegsinbalivenflürsovge. Stellen suchen: 2 AUsgeher, 2 Boten, 1 Buchhalter, 1 Elektrotechniker, 14 Leichtarbei­ ter, 1 Hoteldiener, 4 Hausmeister.</p>
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          <p>Letzte Posten. den die 57. und 58. englische Brigade fast völliga ufgerieben. Ihre Verluste betragen etwa 75 Prozent. Von einer Kompagnie sind nur 2 Mann zurückgekehrt. 31er bulgarische Gesandte gestorben. Berlin, 23. April. Tier bulgarische Ge­ sandte Timitr Rizoff ist heute abends nach kurzer Erkrankung an einem Herzleiden plötz­ lich gestorben. ' &gt; Beleidigungsklage. WTB. Merlin, 23. April. (Amtlich.) Wegen der beleidigenden Angriffe gegen den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes in einem heutigen Artikel "Alldeutsche Sitten­ richter" in Nummer 204 der "Deutschen Ztg." stellte der Reichskanzler Strafantrag. Exzar Nikolaus. / Basel, 23. April. Nach Havas meldet der Herald aus Petersburg: Exzar Nikolaus wird nicht durch die Bolschewiki abgeurteikt werden, da diesst Frage bereits in Brest-Litowsk entschieden ist. Ein norwegisches Petroleumschifs gesunken. Christiania, 23. April. Tier norwegi­ sche Dumpfer "Avon" auf der Reise von Bergen nach Bodoe mit 900 Fässern Petroleum an Bord geriet in der letzten Nacht bei Helgoland in Brand. Tie schlafende Besatzung rettete sich im letzten Augenblick. Für die norwegische Fi­ scherei 'bedeutet der Brand des Petroleums einen ernsten Verlust. &gt; Neue N-Bootscrfolge. WTB. Berlin, 23. April. (Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Ka­ pitänleutnant Kolbe, hat in den vergangenen Wochen im Sperrgebiet um die Azoren und bei den kanarischen Inseln 11 Dampfer, 4 Seg­ ler mfo 2 Fischdampfer mit insgesamt 20 662 Brutto-Register-Tonnen versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Seegefecht iw der Nordsee. ^ WTB. Berlin. 23. April. (Amtlich.) Eine unserer Patrouillen stieß am 20. April nachmittags im Grenzgebiet der deutschen Bucht nördlich von Terschelling aus leichte feindliche Streitkräste, die sich nach kurzem Feuergefecht mit höchster Fahrt zurückzogen. Ter Feind erhielt mehrere Tresfdr. Unsere Streitkxäste haben keine Beschädigung und keine Verluste. Tier Chef des Admiralstabes der Marine. Hum Tode Nichthofens. WTB. Berlin, 23. April. (Amtlich.) Aus Anlaß des Heldentodes des Rittmeisters Frhrn. v. Richthosen erließ der kommandieren­ de General folgenden Nachruf im Verordnungs­ blatt für die LuststreitkrMe: Unserem Rittmeister Frhrn. b. Richthosen! Rittmeister Manfred Freiherr von Richt­ hosen ist von einer Verfolgung des Gegners nicht zurückgekehrt. Er ist gefallen. Tie Ar­ mee hat einen rastlosen und verehrten Helfer verloren. Tie Jagdflieger haben einen fort­ reißenden und geliebten 'Führer verloren. Er bleibt ein Held des deutschen Volkes, für das er kämpfte und für das er gestorben ist. Sein Tod ist eine tiefe Wunde für sein Geschwader und für die gesamten Luftstreitkräste. Tier Wille, durch den er siegle, mit dem er führte und den er vererbte, wird die Wunde heilen. Tier komm. General der Luststveitkräste: v. Höppner. Site Kämpfe bei Nienwekevke. Berlin, 23. April. Bei Nieuwekerke ha­ ben die englischen Brigaden 178, 176 und die 59. Division sehr schwer geblutet. Tie Ar­ tillerie der 59. Division wurde restlos aufge­ rieben. Tie gesamten Verluste der genannten Brigaden waren so hoch, daß diese fast ganz neu aufgestellt werden mußten. Ter 19. Di­ vision hat das deutsche Artillerieseuer ent­ setzliche Verluste zugefügt. Alle Rückzugsstra­ ßen lagen unter deutschem Feuer, so daß tage­ lang keine Verpflegung herangeführt werden konnte. Beim Einsatz am Meerenabschnitt wur­</p>
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          <p>Druck u. Verlag I. F. Rieksch. Verantwortlicher Schriftleiter F. 1. Wagner. Beide In Landshut.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Tier Aeltestcnrat des Rrjchstags trat ge­ stern vor Beginn der Vollversammlung zusam­ men und einigte sich! dahin: Mit Rücksicht aus die schlechten Verkehrsverhältnisse soll die für dieser Woche vorgesehene Pause von Samstag vi: Dienstag kommender Woche ein­ schließlich verlängern ..'erden. Fortan, soll eine Tages-Uebersicht. Pause von gleicher Tauer alle 14 Tage einge­ legt werden. Tie Steuervorlagen sollen zur Vorbereitung zum Teil dem Hauptausschüß, zum Teil zwei besonderen Ausschüssen über­ wiesen werden, und zstar Umsatz-, Post- und Telegraphengebührcn, Reichsstempel-, Wechsel­ stempel-, Gesellfchaftsbesteuerung und Steuer­ flucht dem Hauptausschuß, das Branntwein­ monopol einem besonderen Ausschuß, Biersteuer und Bierzoll, Wein- und Schaumwein-, Mine­ rallvasserbesteuerung einem zweiten Ausschuß. Gegen das feindliche Agcntenwrfen. Aus Kiel berichten die "Leipziger N. N.": Tem Gouverneur des Reichskriegshafens Kiel sind von privater Seite 20 000 Mark zur Verfügung gestellt worden als Belohnung für Personen, die einen fremden Agenten zur Anzeige brin­ gen. Solche Agenten, die im Reiche mit eng­ lischen Mitteln arbeiten, um Streiks, Aufruhr Usw. in der deutschen Bevölkerung hervorzu­ rufen, sind zahlreich tätig. Es würde deshalb wünschenswert sein, Itemt auch andere Persön­ lichkeiten Mittel zum gleichen Zweck zur Ver­ fügung stellen würden. Tie Wohnungsfürsarge nach oem Krieg:. Ter Reichstagsausschuß für Wohnungswesen hat als Ergebnis seiner Beratungen einstim­ mig einen Antrag angenommen, der besagt: "Das Reichswirtschaftsamt ist als Zentralstelle für die Leitung einer planmäßigen und um­ fangreichen Wohnungherstellung nach dem Krieg anzusehen. Zur Gewinnung von Bau­ zuschüssen und billigen Darlehen, sowie zur Bildung eines Wirtschaftssonds sind 500 Mil­ lionen aus Reichsmitteln verfügbar zu ma­ chen. e Temonstrationsstrcik in Ungarn. Tie Arbeiterschaft in Budapest veranstaltete am Samstag einen halbstündigen Temonstrationsstreik für das allgemeine und geheime Stimm­ recht. In allen Fabriken und Betrieben wur­ de die Arbeit auf eine halbe Stunde eingestellt. Während dieser Pause wurden in allenFabriken seitens der Arbeiter an die Betriebsleitungen sowie in den unter militärischer Aufsicht ste­ henden Betrieben an das Militärkommando Eingaben überreicht, in denen die Ernennung einer Regierung gefordert wurde, die die so­ fortige Einführung des allgemeinen und ge­ heimen Stimmrechts durchführe. Stechkarten in Ungarn. Handelsminister Sterenyi wird, um dem unerhörten Schuhwu­ cher zu begegnen, in den nächsten Tagen die Aüsgabe von Schuhkarten verfügen. Es wer­ den nur vier Sorten Schuhs mit "Schäften nicht über 16 Zentimeter Höhe hergestellt wer­ den. Außerdem werden die Schuhhöchstpreise festgesetzt und alle Ledervorräte mit Beschlag belegt und nur im Amtswegs an Fabriken und Industrielle verabfolgt.</p>
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          <p>Wer den Frieden will trage das Seinige dazu bei und stärke die Wehrkraft des Reiches. Jeder, der Gold oder Schmuck bei den Gold­ ankaufsstellen abliefert, hilft mit zur siegreichen Beendigung des Krieges. Der schönste Schmuck ist das Bewußt­ sein erfüllter Pflicht. ^ b7 Goldankaufflelle: Bayer. Vereinsbank, Filiale Landshut. GeschSstsstunden: Werktäglich von 7,9—12 «. 2—4 Uh» Samstag von 7,9—1 Uhr.</p>
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