Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-04-25. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 113, 1918-04-25. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 71 Nummer 113 25. April 1918 ────────── Ein englischer Seeangriff abgeschlagen. Sin Handstreich der englischen Flotte gegen Ostende und Zeebrügge vereitelt 5 eng­ lische Kreuzer, Z Zerstörer, zahlreiche Torpedo-Motorvoote versenkt. ~ Fortschritte nörd­ lich von BaiUenl. — Die Operationen in Finnland. — In der Krim Simferopol erreicht. Sin amerikanisches Kriegsschiff verschwunden. — Proteststreik in Irland. ────────── Ein englischer Angriff auf Ostende und Zeebrügge abgeschlagen. 5 kleine englische Kreuzer, 3 Zerstörer und eine größere Apzahl von Torprvomotorboöten vernichtet. WTB. Berlin, 24. April. (Amtlich.) In der Nacht vom 22. zum 23. April wurde ein groß angelegtes uyd mit rücksichtslosem Einsatz geplantes Unternehmen englischer Seeftrettftäfle gegen unsere flandrischen Stütz­ punkte vereitelt. '< Nach heftiger Beschießung von See aus drangen unter dem Schutze eines dichten Schlei­ ers von künstlichem Nebel kleine Kreuzer, be­ gleitet von zahlreichen Zerstörern und Motor­ booten bet Ostende und Zeebrügge bis unmittel­ bar unter die Küste vor mit der Absicht, die dortigen Schleusen und Hafenanlagen zu zerstören. " 1 ' Gleichzeitig sollte nach Aussage von Ge­ fangenen eine Abteilung von 4 Kompagnien Seesoldaten die Mole von Zeebrügge Handstreichartig besetzen, um alle aus ihr befind­ lichen Bauten, Geschütze und Kriegsgeräte, so­ wie die im Hafen liegenden Fahrzeuge zu ver­ nichten. Nur etwa 40 von ihnen haben die Mole betreten. Diese sind teils tot,, teils lebend in unsere Hand gefallen. Auf den schmalen hohen Mauern der Mole ist von Leiden Seiten mit äußerster Erbitterung gefochten worden. Bon den am Angriff' beteiligten englischen Seestreitkrästen wurden die kleinen Kreuzer «Aphrgenia", "Fntrrpiv", "Sirius'" und zwei andere gleicher Bauart, deren Namen unbelannt sind, dicht unter der Küste versenkt. Ferner wurden 3 Zerstörer und eine grö­ ßere Anzahl von Dorpedsmvtorbooten durch unser Artillerieseuer znm Sinke» gebracht. Nur einzelne Leute der Besatzung konnten von uns gerettet werden. Äußer einer durch Torpedo treffet verur­ sachten Beschädigung der Mole sind unsere Hafenanlagen und Küstenbatterien völlig un­ versehrt. -Bon unseren Seestreitkrästen erlitt nur ein Torpedoboot Beschädigungen leichte­ ster Natur. Unsere Menschenverluste sind ge­ ring. Tier Chef des Admiralstabes der Marine. ────────── Die Heeresberichte. Ser Mgflüfte MW Sofia, den 22. April. Amtlicher HeeresBericht: Mazedonische Front: Oestlich des Ochridasees Artillerietätigkeit auf seiten des Fein­ des in Richtung der Crvena Stena, auf Ma- Ser tzeulschr Bericht. 1 WTB. Berlin, 24. April 1918, mittags. BrvßeS Hauptquartier: ^Westlich«» «. Auf den Schlachtfeldern an der Lys und an der Somme blieb die Gefechtstärigkeit auf ört­ liche Kampfhandlungen beschränkt. Nördlich, von Bailleul erstürmten wir die Höhe von Lleugelhoek und nahnien hier Fran­ zosen gefangen. Oestlich von Bailleul wiesen wir englische Angriffe ab. Starke Vorstöße des Feindes nordwestlich von Bethune wurden in unseren Vvrpostenlinien zum Scheitern gebracht. Vorfeldkämpse an vielen Stellen der übri­ gen Front brachten Gefangene ein. Rittmeister Frhr. b. Richthosen ist von der Verfolgung eines Gegners über foetrt Schlachtfelde an der Somme nich: zurückgekehrt. Nach englischem Berichte ist er gefallen. Ost««. Finnland. Tie unter dem Befehl des Generals Gra­ sen von der Goltz stehenden Truppen haben die Eisenbahnknotenpunkte Hhomge und Ruchimacki genommen und nördlich von Lahti die Verbindung mit der finnischen Armee her­ gestellt. ! Ukraine. 1 1 In der Krim haben Truppen des Generals Kofch Simferopol erreicht. , , Ws-r L SdMEkmmrMLwekft»» Bn benbstf 1. * WTB. Berlin. 24. April. Amtlicher Abendberichl: Von den Kriegsschauplätzen nichts neues. IN SstM.-W. MW. WTB. Wien, den 24. April, mittags. Amtlich wird gemeldet: AN der italienischen Front keine größeren Kampfhandlungen. fiter Wef be» Generalstabs. lovo und bei Tratinol. Die Kampstätigkeit! auf beiden Seiten verstärkte sich. In der Gegend der Msglena zerstreuten wir mehrere feind­ liche Gruppen, die gegen unsere Posten vor­ rückten, im Feuer. Im Süden von Kukuruz wur­ den zwei französische Kompagnien, die gegen! unsere Sicherheitslinien südlich von Gewghelf vorrückten, in unsevems Maschinengewehrfeuer und durch Bomben zurückgeschlagen. Ein freu» zösischer Offizier und etwa 10 französische Sol­ daten näherten sich unserem Posten, sie fielen im Nahkampfe. Rach heftiger Artillerievorbe­ reitung, die sich "zeitweilig legte, um wieder eine größere Heftigkeit anzunehmen, griffen mehrere englische Bataillone in ausgedehnter Front unsere Stellung südliche von Toiran an. In hartnäckigem Widerstand wies unsere tapfere Infanterie, unterstützt von unserem Artilleriefeuer, den feindlichen Alngrifs vollständig ab und machten englische Gefangene, darunter e% . neu Offizier. Eine große Zahl toter Engländer liegt vor unseren künstlichen Hindernissen. Un­ sere Verluste sind unbedeutend. M tirMW"Bertis. Konstantinvpel, den 22. April. Amtli­ cher Bericht: Palästinafront: Von der Wüste 'bis zum Jordan nur geringe Gesechtstätigkeit. Mus dem östlichen Jordanufer vorstoßende englische Panzerkraftwc^en wurden durch unser Artilleriefeuer vertrieben. — Eine gegen Maon und die Hedschasbahn gerichtete Unternehmung von Rebellen scheiterte an dem tapferen Widerstand unserer Besatzungstruppen. Unsere herbeigeeil­ ten Unterstützungen schlugen die feindlichenBanden in die Flucht und brachten ihnen erheb­ liche Verluste bei. KaUkafussront: Unter steten Kämpfen nä­ hern sich unsere Truppen der Stadt Kars. Osur« geth nordöstlich von Batum wurde genommen. ────────── Fliegerkorps war bei der Leichenfeier zugegen. Rotterdam, den 24. April. Der Berichterstatter des Daily Chronicle beim britischen Heere in Frankreich meldet: Richthofens Geschwader, welches aus rund 30 Jagd- und AUfklärungsflugzeugen bestand, erschien um Mittag über den britischen Linien in der Nähe des Sommetales, machte Jagd auf unsere Flugzeuge und schwenkte dann nach Norden. Bald waren rund 50 Flugzeuge miteinander in ein Gefecht verwickelt. Alle Flugzeuge die sich im meilenweiten Umkreis befanden, beteiligten sich daran, ES kam zu einer Luftschlacht, wobei es unmöglich war, die Kämpfenden zu erkennen. Aber dann sah man Richthofen, der nur 150 Fuß über der Erde flog und dessen Flugzeug dann herabstürzte. Als man den Leichttitttt aufnahm, entdeckte man, daß er in der Seite in der Nähe des Herzens getroffen wor­ den war. 3sie Beisetzung Rrchthvstns. Paris, den 23. April. Ter Korrespon­ dent der Agence Havas an der britischenFront telegraphiert über die Beisetzung des Rittmcisters Frhrn. von Richthofen, daß ihm die militärischen Ehren in vollem 'Umfange er­ wiesen wurden. Mn Geistlicher nahm nach ang­ likanischem Ritus die gottesdienstliche Hand­ lung vor. 'Sechs britische Fliegeroffiziere tru­ gen den Sarg zur Gruft und legten Kränze mit den deutschen Farben namens des Haupt­ quartiers und seiner Brigade sowie mehrere Ge­ schwader, darunter es australidschen, nieder. Einer dieser Kränze trug die Inschrift: "Tvm tapferen und würdigen Feinde." An Erwartung der neuen Offensive. Madrid, den 24. April. Hier sind Ge­ rüchte über Friedenskundgebungen der fran­ zösischen Bevölkerung eingelaufen. Infolgedes­ sen fiel der Franken aus 62.15. Tos Leben "in Paris ist ganz unerträglich. Englische Gefan­ gene zeigen sich entsetzt über die Beschießung von Paris. In Paris befänden sich tatsächlich wenigstens 12—15 00 Munitionswerkstätten und die Gefahr könne man sich ausmalen, welche unter solchen Umständen die Tätigkeit des 100Kilometer-Geschosses bedeute. — Ein englischer Offizier sprach offen von Kriegsmüdigkeit in England. Im übrigen erwarten sowohl Eng­ länder wie Franzosen und Italiener die Of"fenfroc unsererseits als unmittelbar bevorste­ hend. T>er Rotterdamsche Courant meldet aus Paris: Tie örtlichen Kämpfe waren zahlreicher ustd erbitterter. Tie Deutschen nehmen wichtige Truppenverschiebungen vor und verstärken und ziehen sie zusammen. Ludendorff tut sein Mög­ lichstes, um die Gegner tttt Ungewissen zü las­ sen, indem er von Nieuport bis Verdun die Artillerie feuern läßt., aber die französische Heeresleitung könne' infolge sorgfältiger Nach­ forschungen und direkter Informationen die Absichten des Gegners erraten {!). Es ist un­ möglich, genau Ort und Zeit des Angriffes an­ zugeben. Man glaubt, dast es sich nur um eine Frage von einigen Tagen handelt. Site Entente unter sich. Als int Juni 1917 die Engländer den Frontabschnitt vor Eauvilke übernahmen, ho­ ben sie jeden Verkehr unter den einzelnen Ort­ schaften auf. Ein Kind mußte, um nach Rohe zu gehen, vierzehn Tage vorher einen Passier­ schein beantragen. Als am 24. März 1918 die Franzosen wiederkamen, besohlen sie sofort die Abwanderung der Bevölkerung. Tabei wurden vor dem Abtransport von Soldaten die Koffer erbrochen und beraubt. Alle Vorstellungen der Bestohlenen bei den Vorgesetzten und selbst beim Oberst halsen nichts. Nach der Abbeför­ derung der Zivilbevölkerung plünderten die französischen 'Soldaten die verlassenen Woh­ nungen und zerstörten sinnlos alles. S|ie Wirkung der englischen Niederlage ans das französische Hinterland. Am 29. März erhielten sämtliche Bürger­ meister der Departements Seine und Marne den drahtlichen Befehl, alle Mastnahmen zum Abtransport des gesamten Getreides binnen 24 Stunden zu treffen. Die Bevölkerung durfte nur für eine Woche Vorräte behalten. In zitternder Angst luden die Bauern während der ganzen Nacht ihr Getreide an der Bahnstation auf, nachdem schon am Nachmittage jegliche Ackerbestellung aufgehört hatte. Die schweren französischen Opfer an Blut und Gefangenen. Im Bewegungskrieg kann lediglich der Sieger die Verluste des geschlagenen Feindes einwandfrei feststellen. FOlgende Angaben beweisen, in welch hohem Maße die Franzosen schon in den ersten 14 Tagen der großen Westoffensive sich infolge der englischen Niederlage opfern mußten. Von der französischen 151. Division wurden 5 Offiziere und 211 Mann, von der französischen 161. Division 16 Offiziere und 2055 Mann gefangen. Die Regimenter dieser unmöglich war, die Kämpfenden zu erkennen, mustten. Von der französischen 151. Division Aber dann sah man Richthofen, der nur 150 wurden 5 Offiziere und 211 Mann, von der Fust über der Erde flog und dessen Flugzeug französischen 161. Division 16 Ossiziere und dann herabstitrzte.^ ^ Ms man ^den Leich- 2055 Mann gefangen. Tie Regimenter dieser Divisionen hatten durchschnittlich 500 Mann blutige Verluste. Allein die 61. Division verlor 100 Mann eines Regiments durch Gasbeschust. Von der 125. Division wurden am 23. und 24. März 1800 unverwundete Gefangene einge­ bracht. Diese Division war am 23. März mit­ ten i n die zurückflutenden Engländer eingesetzt worden. Sie hatte keine Karten zur Orientier­ ung erhalten und erlitt durch das kopflose Schiesten der englischen Artillerie auf die fran­ zösischen Linien schwerste Verluste. Tie 125. Division gilt als aufgerieben. Von der 22. Division wurde das geschlossene 3. Bataillon des Infanterie-Regiments 62 bei Billancourt am 26. März gefangen. Das Infanterie-Regi­ ment 19 derselben Division hatte austerordent­ lich schwere Verluste. Das Infanterie-Regi­ ment 118 verlor bis zu 50 Prozent seines Be­ standes. Von der 12. Infanterie-Division wur­ de das Infanterie-Regiment 350 bei Maresmontires teils durch Artillerie- teils durch flankierendes Maschinengewehrscner zusammen­ geschossen. Verschiedene Kompagnien wurden gänzlich aufgerieben. Andere Kompagnien hat­ ten nach dem Kampf von 180 Mann Gefechts­ stärke beim Einsatz noch 60. Tie 35. Division erlitt bei Rohon zum großen "Teil durch zu kurzes Schießen der ungeschickten englischen Ar­ tillerie schwerste Verluste, vor allem das In­ fanterie-Regiment 144 und das Infanterie-Re­ giment 57. Bei der 45. Infanterie-Division wurden schon nach 2 Tagen Fronteinsatz nord­ westlich Montdidier über 30 Prozent Verluste festgestellt. Von der 56. Infanterie-Divisivn sind die Jägerbataillone 55 und 69 am29.März bei betn französischen Gegenangriff nordwest­ lich Montdidier völlig aufgerieben. "Das Jägerbataillon 49 und das Infanterie-Regiment 106, die an diesem Tage am Angriff nicht teil­ nahmen, meuterten angesichts der unsinnigen vergeblichen Blutopfer, die bereits von ihrer Tlivision verlaygt worden waren. Tie Aufzäh­ lung der festgestellten außerordentlich hohen französischen Verluste wird fortgesetzt. Wirkung des 10v-Kilometer-Grschützcs. In einem aus London in Holland eingetroffenen Brief eines Belgiers, der Verwandte in Paris hat, befindet sich eine der englischen Zensur entgangene Mitteilung, nach der ein kürzlich aus Paris nach London zurückgekehrter belgischer Regierungsbeamter versichert habe, daß der in Paris seit der Beschießung ver­ ursachte Schaden auf über 100 Millionen Frs. zu veranschlagen sei. Davon entfielen 25 bis 30 Millionen auf die Schäden, die durch den letzten deutschen Fliegerangriff am 13. April verursacht wurden. Englische Eisenbahnen in Frankreich. Zm Unterhaus teilte Bonar Law bei Einbringung des Budgets mit, daß im letzten Jahr allein hinter %en britischen Linien 900 Meilen weitspuriger und 1000 Meilen schmal­ spuriger Eisenbahnen errichtet wurden. ────────── Der Krieg mit Italien. Oesterreich ischer Lanvnngsversnch bei An­ cona? Amtlich wird aus Rom gemeldet: Eine Gruppe von 60 Oesterreichern ist in derNacht zum 4. April nördlich von Ancona am Adriatischen Meer gelandet. Alle wurden gefangen. ────────── Der Krieg mit England. Proteststreik in Irland. Amst erd am, 24. April. Tier Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet Es London: In ganz Irland mit Ausnahme der Ulster Graf­ schaften ruhte gestern als Protest gegen die Dienstpflicht die Arbeit. Es gingen keine Züge, alle Läden waren geschlossen. Es gab kein Gas, keine Elektrizität und keine Zeitungen. Ueberall wurden Versammlungen gegen die Dienstpflicht abgehalten. ────────── Am Balkan. Schiffsverkehr int Schwarzen Meere." Die bulgarische Telegraphen-Agentur mel­ det: Ter bulgarische Dampfer "Bulgaria" ist vorgestern aus Odessa in Varna eingetroffen. Ter Dampfer "Warna" wird in den allernäch­ sten Tagen erwartet. Die Schiffahrtsveröindungen zwischen Rußland und Bulgarien sind somit wieder vollständig hergestellt. ────────── Aus Rumänien. Tie Verhandlungen mit Rumänien. Wie n, den 24. April. Hier erwartet man, daß die Friedensverhandlungen mit Rumänien $ jetzt einen raschen Fortgang nehmen und daß 1 der Vertrag, dessen Hauptpunkte bereits bin* l dend vereinbart worden sind, in absehbarer Zeit abgeschlossen wird. ────────── Aus der Ukraine. Ukrainische Vorschläge an Rußland. Nach einer Meldung des ukrainischen PrefsebureEs schlug die ukrainische Regierung in einer Note an die russische Regierung für die Friedensverhandlungen die Stadt Kursk vor und stellte das Eintreffen der ukrainischen Telegatiou für bett "21. April in Aussicht. In der Note wird gleichzeitig gebeten, die unrechtmä­ ßige Verfolgung der Es großrussischem Gebiet befindlichen Ukrainer einzustellen und die von den ukrainischen Kolonien gewählten Vertrau­ ensleute bis auf weiteres als Vertreter der Ukrainischen Volksrepublik unter Einräumung konsularischer Befugnisse anzuerkennen, ukrai­ nische Bürger an ihrer Heimreise nicht zu hin­ dern und ukrainische Bücher und Zeitschriften frei erscheinen zu lassen. ────────── Aus Amerika. Amerikanische Spionensnrcht. Reuter meldet aus Newport: Wilson unter­ zeichnete den Gesetzentwurf, durch den das Spio­ nagegesetz Ech auf Frauen für anwendbar er­ klärt und die Mnschreibung der weiblichen Un­ tertanen der Länder angeordnet wird. ────────── Aus Südamerika. Eine verspätete Kriegserklärung. Reuter meldet aus—Newhork: Guatemala!, das vor einem Jahre die Beziehungen zu Deutschland abgebrochen.hat, erklärte, es neh­ me dieselbe ‘ Haltung ein wie die Vereinigten Staaten gegenüber den europäischen Kriegfüh­ renden. Man hält dies für gleichbedeutend mit einer Kriegserklärung an die Mittelmächte. ────────── r re in Wien weilende Erzherzöge versammelt, dce sich mit den jüngsten Ereignissen beschäst gten. Es verlautet, daß die Erzherzoge den $ aiser durch den Erzherzog Eugen auf die i'achteiligen Folgen aufmerksam machen lassen t,»ollen, die die Tätigkeit der im Auslande weilenden Mitglieder des Hauses Parma für i te Interessen des habsburgisch-lothringischen Hauses haben könnte. Auch die Vertreter des .Hochadels befaßten sich mit den letzten Ereig­ nissen sehr lebhaft und wünschen, nachdrück!tdji darauf hinzuweisen, daß diese Ereignisse ‘iir die dynastischen Gefühle der Bevölkerung keineswegs förderlich gewesen seien. Täs Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde vom Kaiser dem zurückgetretenen österr.-ungar. Mi­ nister des Aeußjern Grafen Czernin verliehen. Eine Einigung wurde zwischen dem Bund der technisch-industriellen Beamten und dem Bund der technischen Angestellten vollzogen. Ljie dänischen Wahlen. Nach scharfem Wahlkampfe ergaben die Wahlen zum dänischen Folketing eine knappe, doch sichere Mehrheit der bisherigen Regierungsparteien von 72 ge­ gen 67 Mandaten der Opposition »wobei noch ein Mandat von den Far-Oeern aussteht. TU die Zusammensetzung des Folketing für die Bildung der Regierung ausschlaggebend ist, so ist die Beibehaltung des bisherigen Kurses der dänischen Politik gesichert. Für das Vertrauen, das incm in der Bevölkerung der jetzigen Re­ gierung entgegenbringt, ist das Anwachsen der Mandate der radikalen Part«, ein deutliches Zeichen. — In der nächsten Woche finden die Landsting-Wahlen statt, und sie werden das neue Bild des dänischen Parlaments, das zum erstenmal nach dem neuen demokratischenGrundsatz von 1915 gewählt wird, vervollständigen. Fäs preußische Abgeordnetenhaus hat einen Gesetzentwurf betreffend Verlängerung seiner Legislaturperiode um ein Jahr angenommen. ────────── Allerlei. Riefenuutcrschlagung. Nach dem (Sortiere bellet Sera sind die von dem verhafteten Abteilungsches Buonamico im Munitionsministe­ rium verübten Unterschlagungen von unge­ heuerlichem Umfange. Man spricht sogar davon, daß diese den Gesamtbetrag von einer MMiarde Lire erreichten. Wenn hiervon auch ein be­ deutender Abzug gemacht werden müsse, sei es doch Tatsache, daß Buoramico in Rom ganze Häuserviertel gekauft und seiner Tochter eine Mitgift von 800 000 Lire mitgegeben ha­ be. 1 Abgefaßte Flüchtlinge. Aus einem in Rantweil einlangenden Güterzugs von Bregenz her vernahmen Eisen bahnbedienstete in einem nach der Schweiz bestimmten und plombierten Wagen, in dem Zucker nach der Schweiz ver­ frachtet war, menschliche Stimmen und sahen ein zum Fenster herausschauendes Gesicht. Da­ rauf wurde der Wagen geöffnet und aus ihm drei französische Gefangene, die von Deutsch­ land herkamen und angebliche 5 Tage im 'Wag­ gon eingeschlossen waren, herausgeholt Md der Behörde eingeliefert. Tie Flüchtlinge glaubten schon in der Schweiz zu sein und hiel­ ten noch etwas zu früh Aüsschau. Erfolgreicher Bisamrc..tenfäugcr. Nach dem ihm schon eine Reihe von Fängen der überaus schädlichen Bisamratte gelungen sind, erbeutete Kappenberger von Sischen (Oberps.) in der vergangenen Woche am Bahndamm nach Furth in einer Lohe abermals 7 dieser Ratten. ────────── Bayerische Nachrichten. 3lcr künftige Bierpreis. In der letzten Mitgliederversammlung der Veremigung der Gastwirte in München wurde mitgeteilt, daß durch die beabsichtigte Biersteuer dreierlei Bier­ arten für Bayern winken: das jetzige Dünnbier, das sogenannte Voll- und das Starkbier, deren Preise sich für den Liter auf 40 Pfg., 60 Mg. und 1 Mark stellen würden. 5‘lie Wirkungen der Reichsbiersteuer wur­ den in der Kammer der Reichsräte eingehend besprochen. Nach einer Erklärung des Finanz­ ministers von Breunig beträgt die Kopsbelast­ ung der Brausteuergemeinschast 7,07 Mk. gegen 2,59 Mk. bisher. Ter Ausgleichsbeitrag Bay­ erns steigt daher von 17 auf 52 Millionen. Es muß daher dem Landtage ein neues Brausteuer­ gesetz vorgelegt werden. Reichsrat von Fink meinte:, die Erhöhung könne nur durch Er­ höhung der direkten Steuern ober durch Er­ höhung des Malzaufschlages gedeckt werden. Es könnte dies auch zur Aenderung der Besteuer­ ungsart führen, zur Fabrikatsteuer, für welche sich auch bereits der Bayer. Brauerbund ausge­ sprochen habe. Reichsrat von Fink wies auch daraufhin, daß die Gemeinden durch den Aus­ fall aus dem Malzaufschlag schliere Einbußf: erleiden und durch die geplante Kontingen­ tierung die Ausfuhr von bayerischem Bier un­ terbunden würde. i Der Reichsrat genehmigte die Nachtragssorderung für die Wohnungsfürsorge x in der Höhe von 200 000 Mark. Ueber den Handel mit Nutz- und Znchjtserwln teilt die Bayerische Fleischversorgungs­ stelle mit: Tie Entwicklung der Verhältnisse im Ferkelhandel nötigt die Bayerische Fleischver­ sorgungsstelle zu einer Einschränkung des Han­ dels, die mit dem 1. Mai 1918 in Kraft tritt. Tie Erlaubniskarten der Ferkelhändler haben nur noch für den Regierungsbezirk Geltung, in dem sich der Sitz ihrer gewerblichen Haupt­ niederlassung befindet. Ter Bezug von Ferkeln kann nur im Einvernehmen mit den Kreisbe­ vollmächtigten sowohl des bisherigen Stand­ ortes als auch des Bestimmungsortes der Tiere erfolgen, sodaß auch die Möglichkeit einer Ueberwachung der Verwendung der Ferkel ge­ schaffen ist. Zur Aussühr von Nutz- und Zuchtferkeln ist die Genehmigung der Bayerischen Fleischversorgungsstelle auch notwendig, wenn die Ausfuhr vom rechtsrheinischen Bayern in die Pfalz und umgekehrt stattfinden soll. Gegen dje Verrohung der Jugend. Im Magistrat Rothenburg o. Tauber erklärte der Bürgermeister Sieberts, daß nunmehr der über­ handnehmenden Verrohung der Kinder und jungen Leute, vor allem auch der Schüler und Mittelschüler, mit allen verfügbaren gesetzli­ chen Mitteln entgegengetreten wird, um diesem unerträglichen Zustand ein Ende zu machen. Hundetollwut. Mach amtstierärzilichem Gutachten liegt bei einem in der Gemeinde Holstein (Oberpsalz) verendeten herrenlosen Hunde Hundetollwut vor. Es wurden deshalb über 25 Gemeinden der Umgebung bis 15. Juli 1918 Sperrmaßyahmen verhängt. ────────── Niederbayerische Nachrichten. * Gündlkofen, 24. April. (Ein Einbruch) wurde am letzten Sonntag während des Gottes­ dienstes in der Wohnung der Hebamme Theres Gaffer hier verübt. Nach Aufsprengen der Haustüre und einer verschlossenen Kastentüre wurden 1000 Mark in Pfandbriefen, ferner 85 Mark in Papiergeld und eine an der Wand hängende Sparbüchse mit 20 Mark Inhalt ge­ stohlen. 400 Mark Papiergeld in einem Ku­ vert entgingen dem Täter, dem man auf der Spur ist. ^ i Kößlarn, den 22. April. (Nette Jugend.) Junge Burschen kamen hier mit Mädchen in einer Wirtschaft zusammen, wo es zunächst un­ gezwungen herging. Später wurde das Licht ausgelöscht und ein läjähriger'Bursche verübte unter Beihilfe der anderen an einer 20jährigen Magd Notzucht. ────────── Die Nebelfrau. ' Roman von Sinnt) Wothe. 66] ' i (Nachdruck verboten.) Ein Trupp junger Marineoffiziere, der soeben über den Markt dem "Falken" zusteuer­ te, blieb wie angewurzelt stehen- als daskönig­ liche Gespann mit der schönen Frau jetzt vor­ beijagte. Als sie endlich die Haken zusammenklap'pten und die Hand an die betreßte Mütze legten,, hielt der Viererzug schon drüben vor dem Hause des Rechtsanwalts, und Fridrun sprang leicht und gewandt von ihrem hohen Sitz her­ ab, dem Kutscher nachlässig die Zügel zu­ werfend. I i Habt Ihr sie gesehen? fragten die Offi­ ziere laut durcheinander. Sie ist fast noch schöner geworden, Graf Marnar Randolts Wit­ we. Und die Rappen! Ter Alte muß'doch viel hinterlassen haben. 1 Jawohl — Schulden, warf vorlaut ein blutjunger Marineleutnant ein. Ter verweisende Blick eines älteren See­ offiziers ließ ihn verstummen. Gräfin. Fridrun aber stieg unterdes leichjten Fußes die schmale, wackelige Holzstiege em­ por, die zur Kanzlei von Ebbo Klas führte. Ihre Wangen glühten, als sie, die Hand­ schuhe abstreifend, im befehlenden Tone zu dem ergrauten Bureauvorsteher, der ihr etwas miß­ trauisch entgegensah, sagte: Melden Sie mich sofort dem Herrn Rechts­ anwalt! Ich weiß nicht, gnädigste Frau, wandte der Beamte, verlegen seine große Brille auf die Stirn schiebend, ein, ob der Herr Rechts­ anwalt — Aber da ist er ja schon, lächelte »Fridrun und sah strahlend in Tr. Klas' Augen, die erstaunt den ihren begegneten. In unverbindlicher steifer Haltung stand Ebbo Klas auf der Schwelle. Lassen Sie mich nur in Ihr Allerheilig­ stes, lieber Doktor, lachte Fridrun auf, alles -Sränben hilft Ihnen nichts. Ich habe Geschäf­ te, ernsthafte Geschäfte, und da Sie nicht in den Gorlingshof kommen, muß ich wohl oder übel Sie hier in Ihrem Nest' überfallen. Wollen Sie, bitte, nähertreten, gnädig­ ste Frau, gab Ebbo Klas gelassen zurück: Tie Tür fiel hinter der graziösen Frauengestalt ins Schloß und der alte, grämliche Bn- reauvorsteher zuckte bedauernd die schmächti­ gen Schultern und mahnte den blassen Schrei­ ber, welcher der Gräfin ganz verzückt nach­ starrte: y i Sie sollten auch was Besseres tun, Erich­ sen, als jedem hübschen Frauenzimmer ins Ge­ sicht starren. Tip Akten von Fredersen und Bothmar habe ich noch immer nicht, und das Aktenhesten haben Sie auch noch nicht ge­ lernt. Freilich, wenn man wie vernarrt jeder hübschen Larve nachguckt, wo soll da der Ernst zur Arbeit herkommen. Bon den Frauena.3q ui ipCtutt §3ilo lutmoj ursutuuS Das habe ich Ihnen schon hundertmal gesagt, und die da drin, die so lieb /unb Unschuldig tut, wie ein weißes Täubchen, ist eine von den Schlimmsten. Gehen Sie endlich an die Arbeit, Erichsen. Und dn, Lorrensen, sperr das Manl nicht länger auf, wandte er sich »an einen schmächtigen Schreiberlehrling, der noch ganz verdutzt dasaß. Es ist gleich Mittagszeit. Tie Köpfe der Schreiber senkten sich, und hastig flogen die Federn über das Papier. Fridrun aber hatte T!r. Klas gegenüber Platz genommen Und nickte ihm lächelnd zu. (Fortsetzung folgt.) ────────── Dienstesnachrichten. Verkehrst»erwaltung. Versetzt in etatsm. Weise auf Ansuchen ab 15. März c.: die Post­ boten Wedelin Kohl von Stallwang nach Abens­ berg und Joses Brandt von Grasenwiesen nach Stallwang. " Vahndienst. In den Ruhestand versetzt ab 1. März 1918: Packmeister Heinrich Möller tn Landshut für immer, Oberlokomotivsührer Heinrich Ritt in Landshut und Wagenwärtergehilse Joses Fichtelscherer in Landshut für ein Jahr. Befördert in etatsmäßiger Weise ab 1. März 1918 zum Oberlokvmotivführer: Loko­ motivführer Joses' Sedlmaier in Landshut, Gg. Pöllath von Passau in Plattling, Joses Prebeck von Pasfau in München Hbf., Ant. Ester! in Plattling, Georg Schraml von Weiden in Platt­ ling, Georg Lederer von Passau in Ingolstadt, Michael Rupprecht von München Hbf. in Platt­ ling; Lokvmotivsührer: Führerheizer Georg Oberländer von Simbach (Inn) m Pas sau; Wagenwärter: Wagenwärtergehilfe JohannKaiser in Plattling; Schaffner: Bahnsteig sch affner Franz Mühlbauer von Passau in MünchenHbs.^ Christian Dorsch von Pafsau in München Hbf. Ernannt in etatsmäßiger Eigenschaft ab 1. April 1918 zum Wagenwärtergehilfen: Loko­ motivheizer Gottfried Krailinger in Plattling. Versetzt in etatsmäßiger Weise auf Ansuchen: Lokomotivheizer Ludw. Saller von Schwandorf nach Plattling. Berufen in etatsmäßiger Weise Bahnmeister Vinzenz Stetter von Parsberg nach Eisenstein; Weichensteller Alois Birk von Regensburg nach Plattling. ────────── Landshut, bett 25. April. —* Da s Eis erne Kreuz, wurde dem Sergeanten Herrn Joseph Reidl, Notariats­ buchhalter von hier, verliehen." —* Dias Eiserne Kreuz wurde zu sei­ nem Militär-Verdienstkreuz dem Gefreiten Joh. Lackermeier vom benachbarten Essenbach ver­ liehen. —* Aus dem Liederabe nd Fanny Lehner—Schmid-Lindner wurden als Ertrag 305 Mark der Sammlung für Teutsche Soldatenhcime überwiesen. —* Keine Verminderung der Fleisch­ ration soll nach einer vor kurzem erfolgten Meldung erfolgen. Aüs München berichtete die dortige Presse, daß dort in der letzten Woche durch Nachlieferung von Vieh, vor allem an Kälbern, die volle Fleischration gesichert wur. de. In Landshut hatten wir aber am letzten | Samstag die bisher geringste Fleischmenge mit 1 180 Gramm. In München wehrte sich der | Magistrat dagegen, daß die Münchner Ration I gekürzt würde, so lange dies nicht allgemein im Lande erfolge. Von einem Landshuter Pro­ test in dieser Sache hat man noch nichts gehört. Ebenso wie die Stadt München hat aber auch Landshut Anspruch aus volle Ration, so lange nicht die Verhältnisse zu eiper allgemeinen Herabsetzung der Ration zwingen. Tie berufe­ nen Stellen werden 'daher gut tun, ebenso wie München energischen Protest gegen eine einsei­ tige Verkürzung unserer Bevölkerung anFletsch einzulegen. —* An Käse gelangt am Freitag ein Vier­ telpfund für die Marke zur Abgabe. —* Einen Lebensmitte ldieb stahl zum Schaden einer armen Frau am Gries ver­ übte die Arbeiterin Marie Schmiedbauer. Tie Diebin wnrde festgenommen. i —* Tot aufgefunden wurde oberhalb der Station Ergolding gestern früh der Bahnsteigschassner Woljgang Schuber von dort. Schü­ tzer wollte anscheinend vorgestern nachts in seine Wohnung außerhalb 'des Ortes sich be­ geben und geriet Beim Ueberqueren des Gleises,, als dort zwei Schnellzüge kreuzten, unter einen der Züge. Tie Leichenteile lagen aus dem Bahnkörper verstreut. Ter Verunglückte war 43 Jahre alt und verheiratet. —* Zuckerdiebstähle werden jetzt aus mehreren Gegenden gemeldet. Aus Berlin wird berichtet: Eine Ladung Zucker gestohlen. "In der Nacht zum Sonntag wurde in Berlin,Friedhofstratze 75, ein tritt zwei Pferden bespannter Wagen der Fa. Paul Kosterlitz, Schönberger­ straße 25, herrenlos aufgefunden. Ter Wagen war mit 50 Sack Zucker beladen gewesen, doch wurden nur noch 6 Zentner Zucker vorgefunden. Man nimmt an, daß der Kutscher des Wagens den übrigen Zucker unterwegs zu hohen Preisen verkauft, dann Pferde und Wagen im Stich gelassen hat und mit dem Erlös der Ware ge­ flüchtet ist. — Eine andere Meldung lautet: Tie Zuckerration einer ganzen Gemeinde ver­ schwunden. Große Erregung herrscht in der Gemeinde Bergholz-Rehbrücke. Seit Februar sind dort die Einowhner Wohl im Besitz von Zuckermarken, ohne jedoch den Zucker erhalten zu können. Nun fuhren mehrere Mitglieder der Gemeinde zum Landrat riach Belzig, um dort ihre Beschwerde vorzubringen. Groß war aber ihr Erstaunen, als ihnen aus den Büchern nachgewiesen wurde, daß der Gemeinde der Ztrcker bereits für den Monat Februar, März und April zugesandt worden ist. — Es wird also nicht nur in Landshut Zucker gestohlen. —* Preise für Kasse e-Ersatzmit-^ t e l. (Berichtigung.) In der amtlichen Notiz der Bayer. Lebensmittelstelle über Preise für Kafsee-Ersatzmittel (außer solchen aus Getreide u. Malz) haben die Preise richtig zu lauten: 84 Pfg. (nicht 64) für Kasee-Ersatzmittel in ge­ schlossenen Packungen und 80Pfg. (nicht 60) für lose Ware. —* Vaterländischer Hilfsdienst für Frauen. Ter Zweigverein München des bay­ erischen Frauenvereins vom Roten Kreuz ver­ anstaltet ab 6. Mai abermals theoretisch-prak­ tische Ausbildungskurse in der Krankenpflege I für freiwillige Helferinnen. Anmeldungen könI nen noch bisd 3. Mai erfolgen an dasBüro j Ludwigstr. 14 München. Ein Leumundszeugnis ist vorzulegen. —* Die Wirtschafts st elleLands Hut gibt bekannt, daß zur Zeit'2 Motorpslüge zur Verfügung stehen, die zweckmäßig, soweit nicht ! noch besonderer Bedarf zum Anbau vorhanden f ist, bis zum Schälen der Stoppeln, zum Um­ pflügen von Flächen verwendet werden, wel­ che bisher noch wenig kultiviert, dem Anbau , eb. noch zugeführt werden könnten. Sofern 1 größere oder auch mittlere Betriebe und Ge' meinden derartige Flächen besitzen, wollen sie sich noch umgehend an die Wirtschaftsstelle wen, den. Gleichzeitig wollen Arimeldungen zurVerwendung der Motorpslüge nach der Ernte jetzt | Lokales. schon an die Wirtschaftsstelle eingereicht wer­ den. —* König 2 udri> ig IU. und Königin Marie Therese-Landesstis tung. Bei dem k. Staatsministerium des Innern gehen fortwährend Gesuche um Zuwendungen aus der König Ludwig IU. und Königin Marie Therese von Bayern-Landesstistung zu den verschieden­ sten Zwecken ein. Hierbei'werden biss veilen Summen erbeten, die den ganzen jährlichen Zinsenansall erheblich übersteigen. Tie Stif­ tung ist nach ihren Satzungen vom 20. Februar 1918 ausschließlich zur Förderung der Säug­ lings- und Kleinkinderfürsorge, sowie zur Für­ sorge für kinderreiche Familien bestimmt. Eine Inanspruchnahme zu anderen Zwecken ist aus­ geschlossen. Das Grundstockvermögen der Stif­ tung muß in seinem Bestände erhalten werden. Nur über die Zinsen darf im Rahmen der Stistungssatzungen verfügt werden. Ta Zin­ sen in zureichender Höhe selbstverständlich noch nicht angefallen sind, ist die Ausrichtung der Stiftung zurzeit riicht möglich. Es werden noch einige Monate vergehen, bis derStiftungsrat sich mit der Würdigung der Gesuche befassen kann. —* Die Bes chlagnähme der Mes­ sing teile. Tier Wirtschastsbund des deut­ schen Haus- und Grundbesitzes Aktiengesellschaft zu Berlin hat mit Rücksicht darauf, daß Infolge der kriegerischen Operationen an den verschie­ denen Grenzen die Ausbeute an Kuipfer sehr groß ist, beim Reichswirtschaftsamt, sowie bei der Kriegsmetallstelle des KriegsministeriumA die Zurücknahme der Verordnung über die Be­ schlagnahme der Messingteile an Treppen, Fen­ stern, Türen usw. beantragt. ────────── Wider den Kleiugraubcn Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Professor Hans Del­ brück eine bemerkenswerte Schrift mit dem Un­ tertitel "Eine Auseinandersetzung mit der Va­ terlandspartei" (Heft 2 der Flugschristenreihe "Tie Volksaufklärung", herausgegeben von Tr. Martin Hobohm. Verlag Eugen Diedettchs). ────────── Kriegsbriefe aus dem Westen. Berlin, 23. April 1918. ; lilnbemStlgter Nachdruck, auch auszugsweise, verböte«.) Ein Schlag gegen die Ameri­ kaner. (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 21. April. Aehnlich wie den Portugiesen hat die En­ tente den Amerikanern nur solche Frontstellen anvertraut, die erfahrungsgemäß ziemlich! ru­ hig und gegen 'Angriffsversuche leicht zu hal­ ten .sind. Um einen solchen Abschnitt handelt es sich Bei Seichepreh, wo die beiderseitigen Stel­ lungen seit Jahren gut ausgebaut sind und wo die außerordentliche Uebersichtlichkeit des über die flachen, kahlen Rücken des Moselhügellandes hinziehenden Vorfeldes bei genügen* Berlin, 23. April 1918. (Unberechtigter Stach druck, auch auszugsweise oervoten.) Noch eine amerikanische Eut> rSnsqimg für Die Entente. Telegramm unsres Kriegsberichterstatters. Grgßes Hauptquartier, 21. April. , AIs der Schrecken unserer Paris-Geschütze den Franzosen in die Glieder fuhr, beruhigte das amerikanische Kriegsdepartement die euro­ päischen Verbündeten in grotesker Weise, in­ dem es einfach, den Konstrukteuren des Kriegs­ ministeriums den Befehl gab, sofort Geschütze ZU erbauen, welche 120 Kilometer weit schössen. Wir können das eintreffen dieser großckäuligen Kaliber an der amerikanischen Front mit aller Ruhe abwarten upd uns einstweilen mit dem tatsächlichen Ergebnis einer anderen amerika­ nischen Großsprecherei besassen. Als Amerika offen in den Kreis unserer schon vorher von ihm in jeder Weise unterstütz­ ten Feinde eintrat, stellte es ihnen vor allem als nächsten Erfolg feiner Hilfe einen voll­ kommenen Umschwung des Luftkrieges in Aus­ sicht. Es wurde damals von amerikanischer Seite und in Ententekreisen die Zahl von 150 000 Flugzeugen und Fliegern ernschaft ge­ nannt, welche 'Binnen einem halben Jahre an der Westfront auftreten sollten. Aus unserer Seite hat man damit gerechnet, daß diese Abt der Kriegführung den Amerikanern immerhin mehr liegen würde, als straffe Jnsanteriedisziplin. Als Menschen, welche den Tatsachen of­ fen in die Augen blicken, verhehlten wir uns nicht, daß unsere Feinde durch die amerika­ nische Hilfe einen unerwünschten Zuwachs in Flugzeugen durch Rohmaterialien, Ingenieure, gelernte Arbeiter erhalten haben. Eine Ueber» legenbeit in der Lust aber haben, wie gerade wieder der Verlauf der großen Schlacht ^eigt, unsere Feinde dadurch nicht erhalten, und die Aufgeblasenheit der amerikanischen Großsprech­ ereien ist von Monat zu Monat augenfälliger geworden. Tie Amerikaner, die sich anmaßen, einfach auf' Befehl 120 Kilometer-Geschütze t bauen zu können, haben es bisher noch' nicht ' fertig gebracht, einen kriegsbrauchbaren Motor i zu bauen. Tie amerikanischen Flieger, deren 1 wir eine Anzahl abgeschossen haben, fliegen oft englische und französische Apparate. Uebrigens ist die viewersprschene amerikanischeFlie« gereskadrille Lafahetbte angeblich ausgelöst wor­ den, um als Grundstock einer ganz neuen und großartigen amerikanischen Fliegerorganisation zu dienen. SB. Scheuermann. Kriegsberichterstatter. der Vorsicht Ueberraschungen auszuschließen scheint. Dennoch haben an dieser Stelle die nach den amerikanischen Ankündigungen so kampsdurstigen amerikanischen Truppen ihr er­ stes größeres Gefecht aus europäischem. Boden zu bestehen gehabt. Tie Ueberraschung ist voll­ kommen gelungen. Trotz ihrer meist guten körperlichen Beschaffenheit und ihrer noch un­ geschwächten Frische waren die Amerikaner den Schrecken einer nur kürzen Feuervorbereitung nicht gewachsen, sodah der deutsche Sturm "in zwei und einem halben Kilometer Breite los­ brechend nur geringen Widerstand fand. Bei dieser Erkundung erwiesen sich die kriegsgeüb­ ten Niedersachsen den gut ausgerüsteten Ame­ rikanern bedeutend überlegen, sodaß deren blu­ tige Verluste verhältnismäßig sehr schwer ge­ wesen sind und die. Gesangenenzahl weit über­ schreiten. , | Durch unvorsichtigen Aufmarsch erlitten von Osten herkommende Reservekolonnen der Amerikaner weitere blutige Verluste, die sich noch steigerten, als am Abend die gefüllten Bereitschaftsstellungen der Amerikaner unter wirksame Artilleriebeschießung genommen wer­ den konnten. So wurde jeder Versuch, Hilfe zu leisten, erstickt und ein Gegenstoß blutig vereitelt, ehe er beginnen konnte. Ein solcher hätte auch ins Leere getroffen, da unsere Trup! Pen, nachdem sie in zwei Kilometer Tiefe ihre Zeile erreicht und die feindlichen Anlagen ge­ sprengt hatten, yrit etwa 200 Gefangenen^ da­ runter 5 Offizieren, unbehindert ihrem Befehle gemäß in die Ausgangsstellungen zurückkehrten. Tie für den kleinen Raum verhältnismäßig hohe Beute von 25 Maschinengewehren be­ weist, daß auch die Amerikaner vergeblich die fehlende infanteristische Tüchtigkeit durch Ma, schinenauswand auszugleichen versuchen. lKb.l W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. ────────── Kriegsbriefe aus dem Osten. Be r lin, 22. April 1918. i (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Einmarsch in nie Krim. Telegramm unsres zu« Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. ^Bierislawl, 20. Aprils Tie bei Nicolajew und Cherson geschlage­ nen Banden zogen sich bei dem weiteren Vor­ marsch unserer Truppen durch das Gouverne­ ment Cherson gegen die Krimhalbinsel zurück. Fliegernachrichten und andere Erkundungen er­ gaben, daß sich die vor allem durch Matrosen der Schwarzmeerflotte verstärkten Bolschewi­ sten auf der Krim organisierten; dem mußte zuvorgekommen werden. Am 19. frühmorgens stieß eine aus Kraftwagen schnell vorgeworfene Abteilung aus Infanterie, etwas Artillerie, die von Kavallerie begleitet war, gegen wie neun Kilometer weite Enge von Pieretop vor, die die Krim mit dem Festland verbindet. £ie alte tartarische Anlage des Pierekop-Kanals, der ausgetrocknet war, öot. kein Hindernis, aber die bolschewistischen Banden leisteten heftigen Widerstand. Ihr westlicher Flügel wurde im Sturmangriff durchbrochen, die Stellung vom Rücken umfaßt und dann beim allgemeinen An­ griff der Gegner aufgerieben. Es wurde mit großer Erbitternng gekämpft, da am Tage vorher ein deutscher Offi­ zier, der, weil sein Pferd stürzte, in die Hand der Bolschewisten gefallen war, kurzerhand, auf die Weigerung, auszusagen, erschossen worden war. Aüch sind ln letzter Zeit wahrhaftig gräßliche M>rde an deutschen Kolonisten be­ kannt geworden. Verfolgung wurde in Richtung Kart—Kazak durchgeführt, sodaß der Einmarsch in die Krim begonnen hat. Sieben Geschütze, eine Anzahl Maschinengewehre, viel Munition wurde erobert. Tie Geschützbeule zeigt den ernsthaften Widerstand der Bolschel totsten an diesem leicht zu sperrenden Einfalls[ tor in dis noch, dem Terror ausgelieferte Halb­ insel. (Kb.) . , t Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. ────────── Letzte Posten. Reue U-Bo»tserfolge. WTB. Berlin, 24. April. (Amtlich.) Neue U-Bootsersolge im Sperrgebiet um Eng­ land: 22 000 Brutto-Register-Tonnen. Unter den versenkten Schissen befand sich ein wert­ voller 7000 Tonnen-Tämpfer, der im Aermelkanal aus stark gesicherten Geleitzügen heraus­ geschossen wurde und zwei vollbeladene Dam­ pfer von je 5000 Tonnen. : Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Englische Lügen. WTB. Berlin, 24. April. (Amtlich.) Aus der vom ersten Lord der englischen "Ad­ miralität Sir Eric Geddes im Unterhaus abgeegbenen Erklärung über die Unternehmungen' gegen Ostende und Zeebrügge scheint man her­ auslesen zu sollen, daß ^sowohl in Ostende, ganz besonders aber in Zeebrügge das beabsich­ tigte Ziel der Albschliehung der Häsen erreicht worden sei. Demgegenüber wird hiermit aus­ drücklich festgestellt, daß die Seekriegsührung von der flandrischen Küste^aus durch, die eng­ lische Unternehmung in keiner Weise gestört ist. Ein amerikanisches Hilssschiff verschwunden. Bern, 24. April. Ageneia Amerikana meldet aus Rio de Janeiro, daß das dortige Konsulat der Bereinigten Staaten das Ver­ schwinden des Kriegstransportdampsers "Chklope" bestätigt. "Chklope" ist, wie der Temps bemerkt, ein zur amerikanischen Kriegsmarine gehöriges Kohlentransportschiss mit einer Was­ serverdrängung von 19 700 Tonnen. Ein englisches Zeugnis. Be rl in, 24. April. Ein gefangener eng­ lischer Oberstleutnant äußerte über die Kathe­ drale von St. Datentin: Tie französische Be­ hauptung, die Teutschen hätten die Kathedrale angezündet, ist absurd, denn die Kathedrale mußte ihnen ja als vorzüglicher Beobachtungs­ punkt gute Tienste leisten. Ans diesem Grunde haben die Engländer die Kathedrale beschossen, obwohl die Franzosen das schöne Bauwerk scho­ nen wollten. ! , i , Unruhen in Krakau. Wie n, 24. April. Tie Blätter melden aus Krakau, daß dort am 16. April große Ausschreitungen gegen die Juden stattfanden, von denen einer getötet, 20 schwer und viele leicht verletzt worden sind. Tie Unruhen hät­ ten mit der Plünderung der jüdischen Läden auf dem Marktplatze begonnen und sich' sodann auf die ganze Stadt ausgedehnt. Ter Bericht über die Ausschreitungen behauptet, daß sie sich nur gegen die jüdische Bevölkerung richte­ ten, daß sie weiter den Charakter von Hungerausschreitungen trugen, sowie daß die Polizei sich vollständig teilnahmslos verhielt. Ministerwechfel in Jalpan. Tokio, 24. April. (Reuter.) Tjer Mi­ nister des Auswärtigen Mptono ist abgetreten. Tier Mnister des Innern Goto folgt ihm im Amte. ' s i 1 i ! ( !Rücktritt des öftere. HerrenhausprÄsidcntcn, Wie n, 24. April. Ter Präsident des Herrenhauses Fürst Alfred zu Windischgrätz richtete gestern abends an den Ministerpräsi­ denten von Seidler das Ersuchen, seine Ent­ hebung von diesem Amte an allerhöchster Stelle zu bewirken. Als Grund des Rücktrittes wird den Abendblättern zufolge die vielfältige Auf­ fassung bettachtet, die sich in der Angelegenheit der Abahltung von Herrenhaussitzungen in die­ ser Woche ergeben hat. * Kein deutsches Ultimatum au Holland. Haag, 24. .April. Tos Korrespondenz­ bureau teilt mit: Hier waren in den letzten Tagen beunruhigende Gerüchte über ein an­ gebliches Ultimatum Tieu?schlands au die hol­ ländische Regierung im Umlauf, nach denen Tieutschland gedroht haben soll, unsere Häfen zu besetzen, wenn wir nicht gewissen deutschen Forderungen nachkommen würden. AN maß­ gebender Stelle weiß man nichts von einem derartigen Ultimatum. f . ; ; , ────────── Inserate. ────────── AM 25. September 1917 beschossen die Engländer den Abschnitt des Reserve-Jnsanterie-Regiments Nr. 8 in der Stellung südlich Cambrai den ganzen Tag mit schwerer Ar­ tillerie, um abends nach! kurzem, aber gewalti­ gem Trommelfeuer zum Sturme Zu schreiten, wobei es ihnen gelang, an mehreren Stellen durch das zerstörte Hindernis überraschend in den Graben einzubrechen. Mit Beginn des Eisenhagels war indes auch schon der Führer des rechten Zuges der 6. Kompagnie, Unter­ ossizier der Reserve Franz Schösfmann von Hilgenreit, B.-A. Grafenau, Postkutscher zu Maisach, B.-A. Bruck, aus dem Unterstände geeilt, und da er den längs des "Krähenweges" bereits gegen die zweite Linie vordringenden Feind zu seiner Rechten gewahrte, wars er sich ihm mit einem Dutzend Leuten entgegen, wurde jedoch gleichzeitig von einer am Hin­ dernis liegen gebliebenen Abteilung seitlich und durch einen am linken Flügel vorgehendenStotzftrupp im Rücken gefaßt. Rasch entschlossen, beließ er deshalb drei Mann gegenüber dem Krähenwege, einen Gefreiten mit vier Mann zur Abwehr des Stirnangriffs und stürzte sich mit dem Reste von vier Mann aus den Feind zur Linken. Außerhalb des Grabens sich von Trichter zu Trichter vorarbeitend, drängte er bett Gegner durch Handgranaten zuwächst etwa 30 Meter zurück, holte sich aus Umwegen- Ver­ stärkung von einem Machbarzug und säuberte sodann den Grabenteil vollständig, sodaß die Verbindung innerhalb der Kompagnie ivieder hergestellt * war. (Silberne ' Tapferkeits-Me­ daille.) : I.