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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-05-02"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 120</biblScope>
          <date when="1918-05-02">1918-05-02</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Zn der Krim Feodofia besetz. — Die rege Tätigkeit an der italienischen Front hält an. Tie Umtriebe in der Ukraine. — Gefangenenaustausch zwischen Tcntschland und Frankreich. Ter FriedeuSvertrag mit Rumänien fertig. - Die Dienstpflicht in Irland aufgeschoben. Tie Kriegskredite in der serbische» Skuptschiua nicht angenommen. Vergebliche französische Angriffe in Flandern.</p>
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          <p>9er Sstm.-Rlg. Seiichi. WTB. Wien, den 1. Mai, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Tie regere Kampstätigkeit an der Süd­ westfront hielt auch, gestern tagsüber an. An vielen Stetten wurden italienische Erkundun­ gen vereitelt. Ter Chef de« Generalstabs. Die Heeresberichte. Sei deutsche SerW. j WTB. Berlin. 1. Mri 1918, mittags. fGroßes Hauptquartier.) In Flandern lebte der Feuerkamps in den Abschnitten von Löter und Tr anout re zu grü­ nerer Heftigkeit auf. Frisch, in den Kampf ge­ worfene französische Kräfte versuchten vergeb­ lich, gegen Tranoutre vorzudringen. Ihr mehr­ facher Ansturm brach in unserem Feuer zu­ sammen. Auf dem Schlachtselde beiderseits der Som­ me führten wir erfolgreiche Erkundungen durch. Vorstöße in die feindlichen Linien süd­ westlich von Noyon und über den Oise—MsneKanal bei Varesnes brachten mehr als 50 Ge­ fangene ein. An der übrigen Front. nichts von Be­ deutung. ; Osten. Finnland. In verzweifelten Kämpfen versuchte der Feind unsere Linien nordöstlich von Tavastehus und bei Lahtt zu durchbrechen. Unter schwer­ sten Verlusten wurde er zurückgeschlagen. Finnländische Truppen haben die Festung Wtborg genommen. &gt; - , ! Ukraine. 1 In der Krim haben wir Feodosia kampf­ los besetzt. Der 1. Generallmarttermeiftev: KsSesrSorfk. m WTB. Berlin, den 1. Mai. Amtlicher Abendbericht: Von den Kriegsschauplätzen nichts neues.</p>
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          <p>Ehrung deutscher Heerführer. Seine Majestät der Kaiser richtete an den Teutschen Kronprinzen folgendes Telegramm: "Es ist mir eine große Freude, Tir • mitzuteilen, daß Ich besohlen habe, daß die ' Rhein-Eisenbahnbrücke bei Engers (Kreis Neuwied), welche in großer Zeit erbaut, der . Landesverteidigung wichtige Dienste leisten soll, den Namen "Kronprinz Vilhelm-Brükke" führen soll. Tie Verwaltung der preu­ ßischen Staatseisenbahnen, welche Mir diesen Vorschlag gemacht hat, Witt dadurch dau­ ernd Deinen Namen als Heerführer ver­ ewigen." , , Pie g leiche Ehrung hat der Kaiser dem Generalseldmarschall von Hindenburg zuteil werden lassen, indem er die neue Rheinbrücke bei Rüdesheim nach ihm benannte, und dem Ersten Generalquarttermeister General der In­ fanterie Ludendorss, dessen Namen die Rhein­ brücke bei Remagen tragen soll.</p>
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          <p>der englische Heeresbericht den Verlust des Kemmel offen zugibt. Ter französische Hee­ resbericht kann allerdings diese Verheimlich­ ung der tatsächlichen Lage an der Westfront ohne Besorgnis riskieren, da Clemenceau die Veröffentlichung der Heeresberichte des eng­ lischen Bundesgenossen in Frankreich verbo­ ten hat. , 3</p>
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          <p>Flcutschf-italienischer Gefangenenaustausch. Wie Jdea Nazionale meldet, wird dem­ nächst in der Schweiz eine Konferenz fri­ schen Vertretern Deutschlands und Italiens stattfinden zur Beratung eines Vertrages aus der gleichen Grundlage, wie er ztoischenTeutschland und Frankreich sür den Austausch der älteren tZ.ahresklasssen der Gefangenen zu­ stande gekommen ist. Maisdier in Genua. Ter Avanti gibt zu erkennen, daß die am 1. Mai in Kraft tretende Verringerung der Brotration aus 200 Gramm der Maifeier in Genua einen besonderen Stempel aufdrücken wird, umsomehr, UetI die Gesuche der meisten dirkeiter um erhöhte Brotration, weil zu spät eingereicht, unberücksichtigt geblieben sind. Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>Das Verhalten der Schwarzmeer-Flotte. Nach einer Meldung des Ukrainischen Te« lezr.-B. haben sich die Kommandanten von 5 Kriegsschiffen, einiger Kreuzer.und Untersee­ boote dahin erklärt, Sebastopol ohne Kampf den ukrainischen Truppen zu überlassen. Aus Rußland. &lt; Ter Londoner Korrespondent des Secolo drahtet: Tie gestrigen Londoner Abendblätter sind angefüllt mit Telegrammen aus Amster­ dam, Kopenhagen, Stockholm und Christiania, in denen behauptet wird, in Petersburg sei eine anarchistische Gegenrebolution ausgebrochen, die den Frieden bon Brest-Litowsk nicht anerkenne. Moskau, 23. April. (Reuter, verspätet eingetroffen.) Tie Entwaffnung der Anarchisten in Petersburg iss gestern abends ohne Wi­ derstand erfolgt. | Aus Rußland.</p>
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          <p>Rumänien ^Nach einem Jassher Bericht des "Temps" dächte man in Jassy sehr pessimistisch über den Friedensschluß in Bukarest, der nunmehr sehr hart für Rumänien ausfalle. Die Okkupation und die deutsche Ueberwachung der Vevraltung werde fortbestehen. Wenigstens Bukarest frei zu bekommen, sei man noch bemüht. Tie "Gazeta Bukarestilor" brachte einen für die Unklarheit der unter dem Ministerium Marghiloman bestehenden Zustände sehr be­ zeichnenden Artikel. Unter der Ueberschrift "Regieren die Bratianus?" wendet sie sich gegen das unverschämte, durch die Jassher Zensur kaum eingeschränkte Treiben der Clique um die Brüder Bratianu. Das Ansehen, dessen sich die Liberalen bei der Jassher Zensur er­ freuen, scheint riesengroß zu sein. Man widme den wirklichen oder angeblichen Aussprüchen Bratianus besondere Beachtung. Wie zur Zeit der Neutralität, sei Bratianu noch der Aügelpunkt der ganzen rumänischen Politik. "Tas Prestige derer, die das Land in eine solche Folge von Unglück gestürzt haben, wächst noch durch die religiöse Inbrunst, mit der ihre Kri­ tiken, Erklärungen und geschickten Interviews in der Jassher Presse ausgenommen und ver­ breitet werden." r Aus Rumänien.</p>
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          <p>Am Balkan. Site türkisch^bulgarischen Grenzsragen. Ter Wiener Vertreter der Tgl. Rdsch. drahtet: In der türkisch-bulgarischen Ausspra­ che ist durch Vermittlung Deutschlands eine Lösung angebahnt die möglicherweise eine end- « giltige sein wird. Ter deutsche Vermittlungs»' | an trag ging dahin, daß Bulgarien vor allem j den Ort Agdsch an die Türkei zurückgebe. Es | ist dies jene Vorstadt 'non Adrianopel, in der sich die Station befindet, ohne deren Besitz Adrianopel wirtschaftlich schfwer geschädigt wäre. Außerdem soll Bulgarien alle jenen schmalen Geländestreisen der Türkei zurückgeben, die sich! aus dem rechten User der Maritza bis Lueleh— Burgas ausdehnen. Durch dieses Zugeständnis wird Bulgarien genötigt sein, 60—70 Kilo­ meter neue Eisenbahn am rechten MaritzaUfer zu bauen. &gt;</p>
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          <p>Alster organisiert den Widerstand gegen Einführung der irischen Selbstverwaltung. Bern, 1. Mai. Carson sagt in einem Schreiben an die Presse, daß, wenn die Re­ gierung die bevorstehende Homerule-Bill Ul­ ster aufzwingt, sie die feierlichsten Versprech­ ungen bricht. Die versteckte Drohung des Schreibers ist weniger verhüllt in einemBriese Carsons an den Sekretär des Unionistenrates in Ulster, in dem er schleunige Reorganisa­ tion der seit Kriegsausbruch- eingestellten Or­ ganisation« nempfiehlt. Wie der Berichterstat­ ter des Manchester Guardians in Tublin mel­ det, wird der Bries von den Nationalisten als eine Avt vorläufigen Mobilisationsbesehls an die Ulster-Freiwilligen angesehen. Au- die Garantie der Ulstersührer hin, daß von ihnen während des Krieges kein Gebrauch gemacht werden Hürde, sollen sich in Ulster 60 000, in den Händen der Sinnseiner aber höchstens 8000 Gewehre befinden. _. Tier Seekrieg — Englands letzte Hoffnung? Haag, 1. Mai. Tie englische Presse be­ spricht die Folgen, die es für den- Verlauf des Krieges haben würde, i renn 'die engli­ sche Armee auf die Schisse gedrängt würde. Die englische Presse hält dies sür den End­ zweck der deutschen Operationen, ist aber der Ansicht, daß eine solche Katastrophe noch nicht das Ende des Krieges bedeute. So schreibt Manchester Guardian: Ein solcher Ausgang könnte unmöglich von England und Amerika ruhig hingenommen werden. Ter Krieg ! rürbe nicht zu Ende sein um einer solchen Nieder­ lage willen, er würde vielmehr aus einem Landkrieg zu einem! -Seekrieg werden. Wir wür­ den auf unsere traditionelle Waffe zurückge­ drängt sein und unsere bewährte Verteidigung finden .Tas ist ein schrecklicher und furcht­ barer Ausblick für die ganze Menschheit. Der Krieg mit England. Irr thu mit Snalanb Site irische Auflehnung gegen dir Wehr­ flicht. ist in vollem Gange. — Tie Führer sämtlicher irischer Arbeiterorganisationen verpflichteten sich eidlich, der Turchführung der Wehrpflicht äußersten Widerstand entgegenzusetzen. | Stic englische« Hilssvölker. \ Wie bei allen Kämpfen der Vorjahre hat England auch diesmal wieder seine Hilfscölker an den Brennpunkten der großen Westschlacht eingesetzt. So wurden von den bisher als Eli­ tetruppen sorgsam zurückgehaltenen fünf ka­ nadischen Tivisionen vier, von den fünf austra­ lischen Tivistonen ebenfalls vier und außer­ dem die einzige neuseeländische Division an der Front eingesetzt. Tiefe Elitetruppen mußten die dezimierten englischen Tivisionen ablösen. Sie wurden meist in der Gegend von Awiens, zum Teil auch in Flandern rücksichtslos in die Schlacht geworfen, kio sie sich in "vergeblichen Gegenangriffen verbluten müssen. . Tie amerikanische "Hilfe-. | Tie "Times" bringen folgende Zuschrift von Sidneh Low: Diejenigen, die hoffen, daß die amerikanische Hilfe unsere unmittelbaren Schwierigkeiten beheben werden, sollten die . Verhandlungsberichte des amerikanischen Se- I natö vom 27. März lesen. Ter Senatsaus- I schuß für militärische Angelegenheiten vernahm den mit der Durchführung des Flugzeugpro­ gramms betrauten Offizier, der aussagte, daß. bisher nur ein Kampfflugzeug von Amerika , nach Frankreich geschickt wurde. Ter Senator New erklärte, daß von den 12 000 Flugzeugen, " die Pershing bis 1. Juli erhalten sollte, bis . dahin nur 37 ablieferungssähig sein werden. ’ Senator Lodge stellte fest, daß in den der Kon- t trolle des amerikanischen Schiffahrtsamtes un- . terfteisten Wersten nur zwei Frachtschiffe fer- I tiggestellt sind und daß es dem Kriegsdeparte- \ ment, obwohl es ein halbes Jahr mit Ver­ suchen, einen verbesserten Typus des französi­ schen Feldgeschützes herzustellen, vertrödelte, nicht gelang, eine geeignete Waffe anzuferti­ gen, sodaß jede Kanone in Pershings Linien aus britischen oder französischen Fabriken stanrmt. Ich halte es für wünschenswert, daß diese Aeußerungen und Berichte hier bekannt und verstanden werden. Wir freuen uns der moralischen Unterstützung Amerikas und hof­ fen, daß seine unendlichen Hilfsquellen und unbesiegbare Energie unseren Sieg schließlich entscheidend machen werden, aber .vir müssen verstehen, daß auf Monate hinaus die Bürde, abzuwehren, weiterhin von England und Frank- 1 reich getragen werden muß. Amerika mag j schließlich die Demokratie retten, aber um un­ sere eigenen Freiheiten und unsere eigene Existenz zu retten .müssen wir uns gegenwär­ tig auf uns selbst, unsere eigenen tap,eren Armeen, unsere eigenen mobilisierten Indu­ strien und unsere eigene bis zur letzten Unze verfügbaren Druckes angespannte Effektiv­ stärke verlassen. 1 Tlas englische Prestige sinkt, j Jeder Ouadratfuh Boden, den England im Ipernbogen verliert untergräbt das Pre­ stige und die Waffenehre der Briten. Tie schwe­ ren Kämpfe um den Besitz des Höhengelänoes | südwestlich von Ipern sind aus diesem Grunde | zu erklären .Ta die englischen Kräfte allein I nicht mehr ausreichen, muß Foch hier rücksichts- I los feine besten französischen Truppen dem deut- I scheu Ansturm entgegenwerfen .So verbraucht [ i er im britischen Interesse immer mehr die t Reserven Frankreichs. Heute am 29. April vor­ mittags gewannen die Deutschen an mehreren Stellen des flandrischen Schlachtfeldes weiter Gelände. Ter Feind leistete heftigen Wider­ stand und hatte die letzten Tage dazu benutzt, neue Kräfte, hauptsächlich Artillerie von an­ deren Fronten heranzuziehen. Tie am 29.April gemachten Gefangenen.sagen aus, daß sie den Befehl hatten, ihre vorderste Linie unter al­ len Umständen zu halten und keinen Fuß­ breit des wichtigen Bodens den Teutschen preiszugeben. Die blutigen Verluste des Fein­ des in der sehr verzweifelten Gegenwehr sind entsprechend sehr schwer. Tie Franzosen muß­ ten schon nach kurzer Zeit eine frische an die Stelle einer von den Teutschen erledigten Tsvision einschieben. Hierbei erlitten sie aber­ mals schwerste Verluste. Tie feindliche Infan­ terie wurde von den deutschen Schlachtflie­ gern mit Maschinengewehr und Bombenwurf wirksam angegriffen. - '</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. Englisch!-schweizerisches Abkomme». . ‘ WTB. Bern, 1. Mai. (Amtlich^ Zwischen den Delegierten der englischen Regierung und solchen des Bundesrates wurde ein Abkommen vereinbart, das kürzlich von beiden Regierun­ gen ratifiziert wurde. Danach gewährt eine schweizerische Finanzorganisation einer engli­ schen Finanzgruppe einen monatlichen Kredit ovn höchstens 10 Millionen Franken, dessen Höhe in direkter Beziehung steht zu den in europäischen Häfen für die Schweiz ankommen­ den Warenmengen. Tie Vorschüsse werden ge­ deckt durch erstklassige Wertpapiere neutraler Staaten. Tie Dauer des Abkommens ist aus zehn Monate, d. h. bis 31. Januar 1919, fest­ gesetzt. Tjie Rückzahlung der Vorschüsse erfolgt nach drei Jahren.</p>
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          <p>Aus Amerika. Teutsch« in Aimcrika mit Zuchthaus be­ straft. Reuter meldet dem "Lokal-Anz." zu­ folge aus Newyork: Ter frühere deutsche Ge­ neralkonsul in San Franziska Bopp und der Teutsche von Schack wurden beide zu der Höchst­ strafe von 2 Jahren Zuchthaus und 10 000 Dollar Geldstrafe verurteilt, weil sie die Neu­ tralität der Vereinigten Staaten verletzten, in­ dem sie Vorbereitungen zur Herbeiführung einer Revolution in Indien trafen. &gt;</p>
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          <p>Die Friedensverhandlungen. Tier Friedensvertrag mit Rumänien fertig. Ter "Vossischen Zeitung" wird aus Sofia zu den Bükarester Verhandlungen gemeldet: Ter Friedensvertrag mit Rumänien werde in wenigen Tagen endgültig unterzeichnet wer­ den, nachdem alle zwischen Rumänien und den Mittelmächten schwebenden Fragen eine end­ gültige Erledigung gefunden hätten.</p>
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          <p>NeichstagsansschAßl für vast Biersteuergefetz. In den aus 28 Mitgliedern zusammenge­ setzten Reichstagsausschuß für den BiersteuerGesetzentwurf wsurden folgende bayerische Ab­ geordnete entsandt: Vom Zentrum die Abgeord­ neten Lederer, Dir. Matzinger (Schriftführer) und Graf von und zu Sandizell, von den Unab­ hängigen Sozialisten Simon, von den Mehr­ heitssozialisten Binder (Speyer), Hoffmann (Kaiserslautern). I Austritt aus Wer jre. konservative« Frak­ tion. Ter Landtagsabgeordnete von Kardorff ist gestern aus der sreikonsevoativen Partei des Abgeordnetenhauses ausgetreten. , Erzberger und der Reichskanzler. Die "Tägliche Rundschau" erklärt: Kann derselbe Herr Erzberger, der nach der Exzählung des "Reichsboten" Herrn von Hertling ins Ge­ sicht leugnete, gegen ihn intriguiert zu haben, kann er auch leugnen, seinerzeit, als die Kan­ didatur des Grafen Hertling für den Reichs­ kanzlerposten auftauchte, in den Reihen an­ derer Fraktionen mit Denkschriften gegen die erste Kanzlerkandidatur eines Zentrumsführers hausieren gegangen zu sein? Jedenfalls ist es Tatsache und ein Schauspiel von gewaltig grim­ migem Humor und eine Tatsache, feie durch kein noch so ehernes Nein! des Herrn Erzberger aus der Welt zu schaffen ist. Wie das vor der Hertlingschen Kanzlerschaft möglich war, warum soll das dann während dieser unmöglich gewesen sein. 3&lt;c rote Fahne t* Berlin. De kaiserlich russischen Adler sind von dem russischen Botschastspalast gestern entfernt und die rote Fahne der Republik Rußland auf dem Tach hochge^ zogen worden. Avr Freitag wird die Botschaft von den Russen wieder bezogen. Tiie preußische Wahlrechtsvorlage. Im preußischen Abgeordnetenhaus wird voraus­ sichtlich die Abstimmung über die Wahlrechts­ vorlage heute noch nicht erfolgen, weil die Rednerliste noch eine große Zahl von Namen ausweist. In Regierungskreisen hofft man, daß zwischen der zsteiten und dritten Lesung eine Verständigung über die Abnahme des Regierungsentwurses und die Durchsetzung des glei­ chen Wahlrechtes in der brüten Lesung möglich sein wird. , s &gt; Erhöhung der direkten Stenern in Sach­ sen. Tie sächsische Regierung hat dem Land­ tag den Nachtragsetat zusammen mit den Vor­ schlägen über die sächsische Steuerechöhung zu­ gehen lassen. Danach, soll die Grundsteuer um 100 Prozent, die Ergänzungssteuehj (Vermö­ genssteuer) um 200 Prozent und die Einkom­ mensteuer bei Einkommen von 16 000 Mart anwachsend bis 100 Prozent erhöht werden, welcher Steuersatz bei einem Einkommen von 200 000 Mark erreicht wird. Tie Aktiengesell­ schaften usw. sollen nach der Vorlage den ein­ Tages-Uebersicht. Zum Overpräfidente« der Rheinprovinz wurde der Landrat von Groote in Rheinbach ernannt. 1 i , I einhalbfachen Betrag der physischen Personen entrichten. i 1 i (' » &gt; " Teutscher Bolkstag. Am 12. Mai werden sich in Wien die Vertrauensmänner der deut­ schen Wählerschaft aus tz,anz Tieutschösterreich zu einem großen Volkstag versammeln. Tier Schwur der Steirer. Zum Abschluß des in Graz abgehaltenen Volkstages der deut­ schen Steirer wurde von der Versammlung folgender Schwur in feierlicher Weise geleistet: "Wir schwören beim Andenken der gefallenen Söhne und Brüder, bei allem was uns heilig ist, keinen Zoll deutschen Bodens mehr preis­ zugeben, treu festzuhalten an dem Bündnis mit den Brüdern im Reiche, komme was da wolle. Tenn hoch, und heilig über allen an­ deren Pflichten steht feie Pflicht der Treue gegen das eigene Volk. So wollen wir es in Zukunft halten, so wahr uns Gott helfe." Teutsch-böhmische Opposition. Dem "N. Wiener Tagblatt" zufolge hat eine vorgestern in Lobositz abgehaltene Vollversammlung des deutschen Volksrats für Böhmen eine Ent­ schließung angenommen, in der der sofortige Rücktritt des Ministerpräsidenten Tr. v. Seidler und die vollständige Abkehr von seinem System verlangt wird. Ten deutschen Abge­ ordneten wird bis zur Erfüllung dieser For­ derung rücksichtsloseste Opposition empfohlen. In einer weiteren Entschließung werden die von Dr. Titta zur Gründung einer deutschen Gemeinschaft unternommenen Schritte gebil­ ligt, da nur hierdurch, eine Gesundung der deutschen Polittk zu erivarten sei. Tiie Tfchechenpolitik. In Olmütz fand am Sonntag eine von sämtlichen tschechischen Par­ teien einberufene massenhaft besuchte Kund­ gebung statt, welche sich für ein ein­ heitliches Vorgehen des tschechischen Volkes in Mähren ohne Unterschied der politischen Par­ teien aussprach,. Tie Versammlung schloß mit der Leistung des aus der letzten Prager Kund-&lt; gebung abgegebenen Schwures. i</p>
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          <p>Allerlei. Teutsche Gutmütigkeit. In elftem bes­ seren Lokale in Landau t. Pf. konnte man dieser Tage ein fideles Hochzeitspärchen an einem gut gedeckten Tische beobachten und am gleichen Tische gegenüber •— einen französi­ schen Kriegsgefangenen. 1 1 Schwerbestrafte Hehlerei. Walburga Preuschl von Regensburg nahm von ihrem Sohne, der Ausgeher in einem Geschäftshaus war, eine Menge von ihm gestohlener Sachen an, die sie wiederum an die Tändler verkaufte. Tie Hehlerin wurde wegen Hehlerei zu einem Jahr ° Zuchthaus verurteilt. 1</p>
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          <p>Sein Werk war getan. Gräfin Unfeine wartete int Wohnzimmer am Kamin auf ihren Gatten, der, tote Tvrret ihr gesagt, heute kommen wollte, Abschied von ihr .zu nehmen, bevor er feine Reise nach dem Süden antrat. Unfeines Antlitz war bleich. Ihre Gestalt war schlanker geworden, und um den Mund lag ein seiner Leidenszug, den sie früher nicht gehabt. Ihre dunklen Augen hatten einen weichen, sammetarttgen Glanz. Sie saß in einem hohen Lehnstuhl, das rotschimmernde Haar fest an die veilchenfarbenen Polster ge­ legt. Tvrret hatte fürsorglich eine graue Pelz­ decke über ihre Füße gebreitet. So saß sie und wartete schon lange. Draußen heulte der Wind. Sie dachte an die Nacht, die unheimliche Nebelnacht, die sie mit Reimar in den Dünen durchwachte. Wie lange war das her! Sie fand die Wochen nicht zusammen. Und nun wollte er fvrt. Sie freute sich dessen. Ter Gedanke war ihr in ihrer langen Krankheit unerträglich gewesen, ihn täglich, stündlich hier zu Hussen. .(Fortsetzung folgt.) ^aSSX Die Nebelfrau. Roman vo» Mmy IGnt|&lt;. 731 i i i MMdruck verboten.) Begleiten Sie die Frau Gräfin an den Wagen, herrschte Ebbo Klas seinen Bureau­ vorsteher an. Seine Stimme war ganz heiser. Fridruns Hände ballten sich zornig. Nicht einmal das Geleit gab er ihr. Trotz aller Entrüstung grüßte sie aber dennoch voll gewinnender Liebenswürdigkeit die bis auf die Erde sich verbeugenden Schreiber. Tann schritt sie hinab zu dem Wagen, wo die Rappen schon ungeduldig ihrer warteten. Dem Kutscher die Zügel überlassend, lehnte sie sich behaglich in die weichen Polster zurück. Sie wollte träumen aus der Heimfahrt von dem Manne, den jte in den Staub treten wollte, weil er sie verschmähte. Tie alte, schläfrige Stadt, die Heide schie­ nen ihr plötzlich! nicht mehr öde in dem herbst­ lichen Nebelgrau, denn überall keimten ihr berauschende Verheißungen. 1 Ebbo Klas, der sollte ihr Helsen. Er liebte sie und er war ihr Sklave, wen« e* sich auch noch so sehr dagegen wehrte. Sie kannte ihre' Wacht. , I i i ! Ebbo Klas aber saß in seinem Schreibstuhl, ‘ den Kopf in beide Hände vergraben, und starrte vor sich hin. f I , Sie ist schrecklich, stöhnte er dann plötzlich auf, und ich liebe sie doch, liebe sie bis zum Wahnsinn. Und sie spielt mit mir, tote sie mit allen gespielt hat. I i 1 I Eine Weile saß er in dumpfem Hinbrüten. Tann aber sprang er erregt auf. Nie, nie darf es geschehen. Tas verhäng­ nisvolle Blatt muß mein werden mit List oder Gewalt, gleichviel. Unfeine soll nicht an der Rache dieser Frau zugrunde gehen, sie darf nie von dem entsetzlichen Verdacht erfahren, der, wenn er ftef) bewahrheitet. Unfeine ja auf ewig von dem Grafen trennt. Suchend stöberte er dann in seinen Papie­ ren. Endlich schien er gesunden zu haben. Sein blasses Antlitz gewann wieder feie gewdhnten frischen Farben, und fast war es, als ver­ stecke sich ein Lächeln in dem rotblonden Bart, der ihm lang auf feie Brust wallte, als er sich wieder an seinem Schreibtisch niederließ und eifrig schrieb. Ter Herbsttag ging zur Rüste, da legte er endlich tief aufatmend die Aeder fort.</p>
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          <p>nahmen. Inzwischenwar die Untersuchung des Falles Dvbry einem deutschen Militärgericht übertragen. Sie führte zur Verhaftung des Kriegsministers Schubowski, des Abteilungs­ chefs im Ministerium des Innern Dajewski, der Frau des Ministers des Innern Jkatschenkv, des Kommandanten der Stadtmiliz Bozazki und des Abteilungschefs im Ministerium des Aeußern Ljubinski. Verständigung Vurians mit den Polen? Aus Wien wird berichtet: Tie Verhand­ lungen, die Baron Burian noch vor seiner Ab­ reise mit den Polen angeknüpft hat, haben eine günstige Stirmnung bei diesen hetoorgerufen. Baron Burian und Tr. v. Seidler haben den Polen bezüglich der Chvlmer An­ gelegenheit und der Unteilbarkeit Galiziens Zu­ sicherungen gemacht. Burian soll auch gewisse Verfügungen zurückgezogen haben. Dior Führer der Roten gefangen. Stockholm, 1. Mai. Wie "As ton bin­ det" aus Abo erfährt, geriet der Chef der Roten Gardisten, Männer, bei der Einnahme ton Wiborg in Gefangenschaft. ANsschnb der Diienstpflicht in Irland. London, 1. Mai. (Reuter.) Es ist eine königliche Verordnung erschienen, durch welche das Inkrafttreten des Dienstpsltchtgesetzes für Irland verschoben wird. "Daily NeivS" mel­ det dazu, daß die Regierung sich entschlossen habe, bezüglich der Einführung der Dienst­ pflicht in Irland während der nächsten Wochen eine abwartende Haltung einzunehmen, bis sie beurteilen kann, welchen Erfolg die Homerule­ bill haben wird. ’JEiie Regierung hofft, die ^HomerulebiU in der nächsten Woche einbrin­ gen zu können. / Die serbische Stüptschina lehnt die Kriegs" krcdite ab. Bern, 1. Mai. Das serbische Pressebüro meldet aus Korfu: Bet der Abstimmung über die Kriegskredite im Betrage ton 250 MiU. Dinar in der Skuptschina verließ die Opposi­ tion den Saal und verhinderte dadurch die Ab­ stimmung. Letzte Posten. Reue U-Bootscrfolge. WTB. Berlin, den 1. Mai. (Amtlich.) Im westlichen Mittelmeer ^versenkte neuerdings ein U-Boot, Kommandeur Kapitänleiutnant Klasing, bei schwerem Wetter 5 Dumpfer von zu­ sammen etwa 26 000 Brutto-Register-Tonnen. Alle Dampfer waren gesichert, 4 von ihnen tief beladen. I Ter Chef des Admiralstabes der Marine. 3Ichtfch-sranzö sischer Grsaugrnsnaustausch. Berlin, 1. Mai. Am 26. April sind in Bern die seit mehreren Wochen zwischen Ver­ tretern der deutschen und der französischen Re­ gierung über die Gefangenenfragen geführten Verhandlungen zu einem befriedigenden Ab­ schluß, gelangt. .Tie getroffenen Vereinbarun­ gen sind nunmehr den beiden Regierungen zur Genehmigung vorgelegt worden. Das lrichtigste Ergebnis wird die Entlassung einer gro­ ßen Anzahl deutscher und französischer Kriegs­ gefangener sein. Bet einer Mindestdauer der Gefangenschastszeit ton 18 Monaten sollen kriegsgefangene Offiziere in der Schweiz interniert, Un­ teroffiziere und Mannschaften unmittelbar in die Heimat entlassen werden und zwar ist für die Reihenfolge der Tag der Gefangennahme entscheidend. Austausch und Internierung ssoll sich grundsätzlich Kops um Kopf vollziehen. Nur für die an Zahl 'verhältnismäßig geringen Klas­ sen der mehr als 45 Jahre alten Kriegsge­ fangenen und der mehr als 40 Jahre alten Familienväter mit mindestens 3 Kindern könn­ te aus Gründen der Menschlichkeit von einem Austausch Kopf um Kopf abgesehen werden. An deutschen Kriegsgefangenen, die sich 18 Monate in französischer Gefangenschaft be­ finden, kommen zurzeit etwa '2000 Offiziere und 120 000 Mann in Betracht. Kriegsgefangene, die am 15. April 1918 in der Schweiz krankheitshalber interniert wären, werden, sofern sie vor dem 1. November 1916 in Feindeshand geraten sind, unverzüg­ lich in die Heimat entlassen. Das zweite wesentliche Ergebnis der Ber­ ber Verhandlungen sind die Bestimmungen üler die Entlassung derjenigen Zivilpersonen, die zurzeit in einem der beiden Länder interniert sind oder jemals während Des Krieges inter­ niert waren. Solche Personen können auf eigenen Wunsch ohne Rücksicht aufs Alter und Geschlecht das Land verlassen, in dem sie zurück­ gehalten werden, und an ihren früheren Wohn­ sitz zurückkehren. Außerdem enthalten die Vereinbarungen u. a. noch eine Reihe ton wichtigen.Bestim­ mungen über Einrichtung und Dienstbetrieb in den Gefangenenlagern, Ernährung der Kriegsgesangenen, insbesondere ihrer Brotra­ tion, über die Vollstreckung gerichtlicher und disziplinarischer Strafen, sowie Behandlung der Bevölkerung in den besetzten Gebieten. Nach, der Bestätigung der Vereinbarungen durch die beiden Regierungen werden die näheren Einzelheiten bekanntgegeben werden. Umtriebe i« der Ukraine. WTB. Berlin, den 1. Mai. (Amtlich.) In letzter Zeit machte sich in Kiew eine scharfe Agitation bemerkbar, anscheinend auch gegen den deutschen Einfluß in der Ukraine, deren Regierung keinerlei Maßregeln traf, um die Frühjahrsaussaat zu sichern. Ein Erlaß des Feldmarschalls ton Eichhorn über die Aus­ führung der Frühjahrsbestellung wurde von der ukrainischen Presse entstellt wiedergegeben, was Aufregung im Lande hervorrief. Tie will­ kürliche Verhaftung des Direktors der russi­ schen Bank für ausivärtigen Handel, Tobry, gewann unter diesen Verhältnissen eine beson­ dere Bedeutung. Tobry war ukrainischer Fi­ nanzsachverständiger und hatte sich grotzp Ver­ dienste um die Zusammenarbeit der deutschen und österr. Delegation erworben. Ter Gckvaltakt bedeutete den Wiederbeginn der Anarchie. Feldmarschall ton Eichhorn verfügte daher im Einverständnis mit dem kaiserlichen Botschafter Wumm zur Sicherung Kiews besondere</p>
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          <p>Lokales. Landshut, bett 2. Mai —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Unteroffizier Herrn Richard Oette, Sohn der Lithographenswiöve Frau Babette Oette hier und dem Kanonier Herrn Ludwig Eisenreichs, Sohn des Herrn Hofdentisten Eisenreich hier, 'verliehen. i —* Die silberne Hochzeit konnte ge­ stern Herr Buchdruckereifaktor, Gemeindebe­ vollmächtigter Carl de Temple mit seiner Gat­ tin Margarethe, geb. Kanzler, begehen. Zur Fleischversorgung gibt die Lebensmittelstelle bekannt, es sollen sich jene Personen, denen ton ihren Metzgern nicht die volle Fleischration abgegeben wird, stets so­ fort bei der Polizeiinspektion oder bei der Fleischverteilungsstelle melden. —* Zur Behebung der Wohnungs­ not und zur Anmeldung ton Wohnungen sind Bekanntmachungen im Anzeigenteil der heuti­ gen Nummer enthalten. —* An Käse werden morgen Freitag je ein Viertelpfund aus den Anteil abgegeben. —* Ueber den Schiachtoiehankauf hat die daher. Fleischverforgungsstelle neuer­ dings Bestimmungen getroffen. Zum Ankäufe sind nur die daher. Fleischversorgungsstelle und ihre Kommissionäre und Aufkäufer berechtigt. Wird Schlachtvieh von Unbefugten erworben', so unterliegen nicht nur die Beteiligten stren­ ger Bestrafung, sondern überdies die erworbebenen Rinder und Schweine der entschävigungslosen Einziehung durch das Gericht. —* Sammlung von 1 andwirtsch. Le­ sestoff für die deutschen Kriegsgefangenen. Auf Grund der Bundesratsver­ ordnung über Wohlfahrtspflege während des Krieges vom 15. Februar 1917 wurde dem Bayer. Landwirtschaftsrat in widerruflicher Weise die Genehmigung zur Sammlung von landwirtschaftlichem Lesestoff für die deutschen Kriegsgefangenen für das Königreich Bayern bis 30. September 1918 erteilt.»</p>
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          <p>(Die Redaktion übernimmt für Einsendungen uMer dies« Rubrik dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.) -Djer Nähfade«. Seit langer Zeit.schon wurde ton einer Verteilung von Näh faden gesprochen und ge­ schrieben. Vor einiger Zeit nun war die Sache endlich so weit, daß die Marken für die &lt;5w psangnahme abgeliefert werden mußten. Aber der Nähfaden ist noch nicht verteilt. Inzwi­ schen wird bereits von der Verteilung für das 2. Vierteljahr gesprochen und geschrieben, aber der für das erste Vierteljahr ist -noch picht im Besitze der sehnsüchtig warteuden Bezugsbe­ rechtigten. Woran liegt dies'? —a—. Tfie Kohlenpreise. Schon seit langer Zeit konnte man bei uns ein beängstigendes Ansteigen der Kohlen»und Brikettpreise beobachten, die getreulich jeder Erhöhung der Zechenpreise gefolgt sind. Das toäre an sich nicht verwunderlich. "Die hier erreichten Preise ton 2.85 Mark für Briketts und 3.20—3.40 Mark für Braunkoh­ len sind aber nicht verständlich, wenn man ‘ damit die Preise in unserer Nachbarstadt Straubtng 'vergleicht. Dort werden Kohlen für 2.50 Mark und Briketts für 2.20 Mark für den Zentner abgegeben. Wir gestatten uns an die Ortskohlenstelle Landshut die Anfrage, wie dieses Mißverhältnis der Preise zu ekk'lären ist. Mehrere Hausfrauen. Stimmen aus dem Publikum.</p>
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          <p>granaten habe auf seine Mannschaften lähmend gewirkt, sodaß sie keinen Versuch zur Flucht gemacht, sondern sich kopflos ergeben hätten. Noch verblüffender waren nach anderen eng­ lischen Gesangenenaussagen die Angriffe der ihre Streitwagen zeitweilig verlassenden und mit Flammenwerfern und Handgranaten als Sturmtrupps gegen den Feind vorgehenden -deutschen Besatzungen. _ (Kb.) äß. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Berlin. 27. April 1918. liluverschtigter Nachdruck, auch auszugsweise oevboten.) Unsere portnOefischen Feinde. Bon unsrem Kriegsberichterstatter. I Im Westen, 21. April. Umhegt von hinein Fünfstern tiefer Wall­ gräben und bemooster Bastionen bildet die Zitadelle von Lille eine kleine abgeschlossene Stadt für sicht mit eigener Kommandantur'« Verwaltungsgebäuden, einem stattlichen Ar­ senal und einer anmutigen Kirche und mit zierlichen rotweißen Kasernenhäusern, welche das gewaltige Rechteck des Exerzierplatzes ein­ rahmen. Eine ganze Stadt, die vom Festungs­ baumeister Marschall Vauban dem Kriegsgotte als ausschließlicher Regierungssitz geweiht wor­ den ist. Seit 2einhalb Jahrhundert hält Mars hier mit einem ihm sonst fremden Anstrich von Rokokograzie Hof, und läßt die Völker Revue passieren, die sich, in Flandern schlagen, seit Ludwig dem Vierzehnten dieses germani­ sche Land an die französische Krone gerissen hat. Tiurch den Triumphbogen des Sonnen­ königs, dessen großsprecherische Verherrlichung des Raubes von Flandern die Revolution ge­ schont hat, sind sie alle gezogen, die Muske­ tiere des Marschall Boufflers, die deutschen Kontingente und ungarischen Reiter des Prin­ zen Eugen, verbündet mit den englischen Gre­ nadieren des Herzogs Marlborough, die deut­ schen und walllmischen und sch! veizerischen Re­ gimenter 'Ludwigs XV., die Ohnehosen der Schreckenszeit, die Garden Napoleons und im Freiheitskriege die siegreichen Verbündeten mit der buntstafsierten Kavallerie der russischen Hilfsvölker. Aber so vielfarbige Gesichter und Gewänder hat das alte Kriegslager noch nie gesehen, wie in diesem Kriege, wo die Zita­ delle von Lille oft der Hauptsammelpkatz für die Gefangenen der Heere des Kronprinzen Rupprecht von Bayern gewesen ist, und in den Zeiten der Großkampftätigkeit hier alles an Menschen und Menschenähnlichem zusammenge­ bracht worden ist, wps die "Kulturkämpser" der Entente aus den Steppen und Urwäldern ferner Erdteile gegen uns in den Krieg gettieben haben, Senegalesen und Anamiten,Neu­ seeländer und Kanadier, Singalesen und hinter­ indische Gebirgsstämme, Kongoneger und Ma­ dagassen, niemand zählt die Namen, und da­ zwischen alle Sorten von weißen Engländern und Weißen Franzosen. Auch, die Portugiesen haben alsbald nachdem sie in die Reihe unserer Feinde eingetreten waren, eine unfreiwillige Massenabordnung nach der Zitadelle von Lille entsandt. Nun sind abermals viele Hunderte von Portugiesen, die Reste der beiden in derSchsacht bei Armentieres aufgeriebenen Divisionen, in den alten Vaubanischen Kasernen untergebracht Als ich die Zitadelle betrat, bot ihr Wafsenplatz gerade den überraschenden Anblick einer Art von englischer Truppenschau 'dar. Tenn es waren soeben 4000 Engländer aus den Ba­ racken geholt und in Reih und Glied, so gut sie das gelernt hatten, aufgestellt worden, um durch Namensrus nach ihren Truppenteilen zum Abttansport geordnet zu werden, Garden, Hochschotten, Angehörige der verschiedenstenRegimenter, stattliche Burschen neben schwächlichen fast krüppelhaften Kerlchen, dem Regiment nach unterscheidbar an ihren "badges", den aus Me­ tall geprägten Kennzeichen, die sie an Mütze oder Kragen tragen, so weit sie sie nicht schon für ein Paar Zigaretten veräußert haben. Von ihnen abgesondert fand ich die Portugiesen in einem Nebenhofe, wo sie sich unter Aussicht eines Postens ergingen. Es ergab sich, daß nicht einer der Portugiesen eine andere als seine Muttersprache beherrschte; nur eilt Unteroffi­ zier hatte sich während des Aufenthaltes in Frankreich eien paar der notdürftigsten fran­ zösischen Brocken angeeignet, die er aber so aus­ sprach, daß sie wie provencalisch klangen. So war zur Verständigung ein Dolmetscher not­ wendig, und der fand sich! bald, ein bayerischer Feldwebel, der ein halbes Menschenalter an den Ufern des Minho gelebt hat und der mit seinen Portugiesen wohl umzugehen wußte. Tie Portugiesen trugen alle Uniformen, denen man ansah, daß sie bisher den Krieg erst aus erträglicher Entfernung erlebt hat­ ten, und die übrigens sauber gehalten waren. Sie sind etwa von der "resedablauen" Farbe der französischen .Mäntel, aber im Zuschnitt den englischen Waffenröcken nachgebildet ebenso die blauen Mützen. Englisches Fabrikat sind die in der Form den englischen ähnlichen, an der Wölbung jedoch mit einer Riffelung versehe­ nen "Stahlhelme", die man sich näher ansehen muß, um zu glauben, wessen englische Smartheit selbst jetzt im Kampfe um Sein oder Nicht­ sein der englischen Weltmacht fähig ist. Tie Helme sind aus lumpigem Schwarzklech gepreßt und lassen sich mit den Fingern verbiegen^ mit einem Nagelschlag durchbohren, halten also keinen Schrotschuß, geschweige eine Schrapnell­ kugel ab. Uns kann es ja nur recht sein, wenn England seine Hilfsvölker möglichst schäbig ge­ gen uns ausrüstet, den Portugiesen aber kann man es nicht übel nehmen, daß sie ihre Tuch­ mütze dem "Stahlhelm" vorziehen, der über­ dies auch innen nicht etwa die kostbare Gummipsropfenpolsterung des englischen besitzt, son­ dern nur mit einem eingeleimten Leinwand­ streifen ausgekleidet ist, sodaß er bei Frost und Sonnenbrand unerträglich! wird. Tiie Ge­ wehre und Seitengewehre ver Portugiesen so­ wie sämtliche Munition, die ich auf denSchlacht» feldern gesehen habe, waren die allgemeinen englischen ModeUe. » Man sagt, daß die Neger den Portugiesen an Körperbildung und Gang von allen anderen Europäern zu unterscheiden wissen. Dafür müssen sie eine besondere Begabung haben, die uns fehlt, denn wir erkennen in solch einer Schar von Nachkommen der alten Lusetanier nur ein Mischlingsovlk ohne ausge­ prägte Rassenzüge. Durchweg untersetzte, ziem­ lich Mistige Leute von etwas müdem und stumpfem Apgenausdruck, überwiegend dunkel pigmentiert, einige mit durch, Kräuselhaare ge­ steigertem nigroiden Aussehen, dazwischen als Ausnahme einmal ein Blauäugiger mit blon­ dem Flaum auf den Rotbäckchen, bei dem man sich nicht wundern würde, wenn er plötzlich bodenseeschwäbisch zu schfiätzen begänne, viel­ leicht der Enkel eines verliebten Vandalenkriegers. Tie Gefangenen sind allermeist von Be­ ruf Landarbeiter, 30 vom Hundert von ihnen sind des Lesens und Schreibens nicht kundig. Von der Schlacht wissen sie nicht viel zu berichten. Ter deutsche Aügriff sei zu stark gewesen, sie hätten sich nicht wehren können. "Und auch nicht wehren wollen," wirft ein etwas AUfgv reckterer dazwischen. Warum! nicht, erklärt /ich erst nach und nach. Es mit schlichten Worten herauszusagen, dazu wäre wohl keiner dieser Leute imstande. Sie wissen alle miteinander nicht, warum sie hier ihr Le­ ben einsetzen und sich, in Gefahr begeben sollen. Sie haben Heimweh nach ihrem wärmeren Va­ terlande, und sie sind dieses Krieges herzlich müde. Deutschland hat ihnen nichts getan, und sie wissen nicht, warum sie Feinde dieses Landes sein sollen. Einer der gefangenen höheren Offiziere hat immer wieder erklärt, daß er nie den mindesten Haß gegen Deutschland gefühlt, sich vielmehr immer viel mit deutscher Kultur be­ schäftigt und sie bewundert habe. Tazu kommt aber noch etwas, dessen sich die Offiziere ebenso vvllbewuht sind, leie jeder einzelne Mann: die Engländer, welche die Portugiesen gezfrungen haben, Wider ihren Willen in den Krieg zu ziehen, verachten die Portugiesen als eine min­ derwertige Rasse. DasVerhältnis an der Front war sehr schlecht, fast feindselig, und immer wieder beklagen sich die Gefangenen darüber, daß sie die Engländer selbst hier im Gefange­ nenlager bei jeder Gel^enheit mit Hohn und geringschätzender Verachtung behandelten. Diese Klage ist so allgemein, daß die Erbitterung! einen tiefen Grad erreicht zu haben scheint. Tie Gefangenen behaupten sogar, daß engli­ sche Offiziere sich geweigert hätten, mit portu­ giesischen dieselbe Gesangenenstube zu teilen. Mt den französißhen Landesbewohnern dagegen hätten sie sich, so erzählen sie, ttotz der Schwierigkeit der gegenseitigen Verständi­ gung, recht gut vertragen. In Estaires hat sich sogar ein kleiner portugiesischer Soldat mit einem französischen Mädchen verheiratet. Tie Mutter des Mädchens war einer Granate zum Opfer gefallen. Als nun die schwere deut­ sche Beschießung begann, und als die Portugie­ sen, um nicht in das hinter sie gelegte Sperr­ feuer zu geraten, jeindwärts den Teutschen in die Arme flüchteten, lief die junge Frau mit ihrem Portugiesen zu uns und nahm außerdem ihren kleinen Bruder mit. So kamen sie zu Tritt im Gefangenenlager an, wo sie zu ihrem Schmerz erfuhren, daß sie nicht beisammen bleiben konnten. Ein anderer Portugiese kam! mit einem kleinen französischen Kinde auf dem Arm an, oon dem er angab, daß es ihm lein Engländer "geschenkt" habe, der es elternlos in einem zerstörten Torfe gestorben hatte. Immer wieder sprechen sie vom Heimweh, und wie müde sie des Krieges seien, der sie doch gar nichts angehe. Fragt man sie dann, warum sie denn in den Krieg gezogen seien, so beteuern sie, daß man sie dazu gezwungen habe. Sie erzählen von Meutereien, die es bei der Abreise gegeben habe, von Aufständen der Frauen uno Mütter. Ob sie denn wüßten, wa­ rum Portugal im Kriege mit Teütschland sei? ; Tie meisten wissen Überhaupt keine Antwort aus die Frage. Einer weiß aber doch ungefähr Bescheid: das sei wegen Dampfern, welche die portugiesische Regierung den Deutschen weg­ genommen habe. Ta aber meldet sich ein an­ derer, pfiffig wie ein Schuljunge, und erklärt, das sei nur der Vorwand gewesen. Ter wahre Grund sei, daß die Engländer eine unersätt­ liche Rasse seien, welche die ganze Welt beherr­ schen wollten, so wie sie Portugal beherrschen. ' Kinder sprechen die Wahrheit. Wie im Chore i fallen die andern mit ihren Klagen über die 1 bösen Engländer ein, gegen die sie mehr auf 5 dem Herzen haben, als sie mit ihren ungelenken I Worten ausdrücken können. Seit Beginn des I Kriegsabenteuers, so sagen sie noch, seien sie J nie so zufrieden gewesen, tote jetzt, wo sie in k Gefangenschaft und Sicherheit seien. Nur die | deutsche Gefangenenkost behagt ihnen nicht, f Wahrscheinlich vermissen sie bei den KochrezepI ten der Liller Zitadellenküche vor allem die $ freigebige Verwendung des würzigen Knobi lauch. " ! Das sind die Eindrücke, die unsere portu­ giesischen Feinde im Gefangenenlager machen. Sie treten uns nicht als selbstbewußte oder gar haßerfüllte Feinde entgegen, sondern eher als unerfahrene Kinder, die sich von Bösewichtern ins Unglück haben stoßen lassen. Fast mit Mtleid gedachte ich, als ich diese Lebenden ge­ sprochen hatte, der ungezählten ihrer toten Kameraden, die ich draußen in den eroberten Stellungen hatte liegen sehen, hingemäht als nutzlose Opfer für Englands Welttyrannei. (Stb.s SB. Scheuermann. Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>I. B.: Ambros. ^ Schwarz. Der Stadtmagistrat Landsdut erläßt auf Grund des Ad. 7 &gt; des Pol.- Str -(S.-B. uns tm VoUz aq der Kgl. ÄUcrhöchsten Leiocdnsmg vom 10. gebt. 1901 folgende mit Entschließung der Kgl. Regierung von Nisderbayern, Kammer des Innern, vom 3. ds. Ms. Dir. 11842 für vollzieh!) rr «tläcte ortkpolsteilkche Voischrtst Übet einen Wohuurrgs-RuchwriS für die Stadt LandrhK. § 1. Jede leerstehende Wohnung ist binnen 3 Tagen noch Freiwerden beim städt. Eimvohueramt anzu­ melden. § 2. Die Abmeldung der Wohnung hat binnen 3 Tagen nach erfolgter Vermietung stattzufinden. Sie muß auch dann betätigt werden, wenn die an­ gemeldete Wohnung ans irgend welchen Gründen nicht mehr vermietet werden soll. § 3. Ist innerhalb der dreitägigen Meldefrist bl® Wohnung weiter vermietet worden, so hat di® An- und Abmeldung mindestens gleichzeitig zu er­ folgen. 8 « Die Meldepflicht obliegt dem Vermieter oder dem­ jenigen, der vom Vermieter zur Vermietung oder Verwaltung der Mieträume bestellt ist. § 5. ' Z« den erwähnten Meldungen find die vom Stadtmagistrat vorgeschriebenen Formblätter zu ver­ wenden. Die Formblätter können im Einwohneramt Unentgeltlich bezogen werden. § 6. Die angemeldeten Wohnungen werden vom Einwohneramt unentgeltlich vermittelt, woselbst das Verzeichnis der leerstehenden Wohnungen eingesehen werden kann. 8 7. Zuwiderhandlungen gegen diese mit der Ver­ kündigung in Kraft tretenden Vorschriften und gegen die auf Grund derselben ergangenen behördlichen Dlnorbnungtn werden an Geld bis zu 45 Mark bestraft. ; Landshut, den 9. März 1918. XYtaötmapfi straf. I. V. : Ambros. 1219 Schwarz. Bekanntmachung. Betreff r Errichtung eines amtlich. Wohnung#« Nachweises für die Stadt L««d#h»t. Nachstehend wird bte vom Slad'mragtRrat unterm 9 Mäcz 1918 de'chloffr« und mit Entjchltrtzsng bsr Reglerana von Nikderbay«», Kam«« dos I rem 8 t§ lit. 11842 für vollztshbm er« fläde od«ve!!zeuich.' B^chrfft über Errtchtunq eiuss amtlichen Wohmss-MWeises zur genauen Beachtung bekannt gegeben. In An­ säung der groben. Wohnungsnot, Me gogeawSrlkg in hiestger Stadt besteht, muß unter allen Umständen auf pünktlichen Vollzug bet Anordnung bestanden werde«. Die Po'i;ei Inspektion ist angewiesen, strengste Aoutxoile zu üben. Zuwiderhandlungen haben Strafrinschrektung zur Folge. Landshul, de» 27. April 1911. &lt;0ta£tma0iftrat-</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Fleischversorgung. Um ungleichmäßigen und willkürlichen Kürzungen der festgesetzten Fleischratiorrerr durch bte Metzger entgegentreten zu können, wird ersucht, tn allen solche, Fällen sofort der Polizei« Inspektion ober städt. Fleischoerteilungsstrll» (ftstlt. Schlrchthos) MMeilung zu machen. L a n d S h u t, den 24. April 1918. Stadtmagistrat. 1225 I. B.: AmbroS. Schmerz</p>
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          <p>Betreff: Beschaffung von Kleinwohnungen. Um den bestehende» WokmsngsmmMl dsionder» ts Klei«wohmmgeir zu begegnen, kann bte Zahl bet jetzt ftoi oafüg* baten Wohnungen dadsrch vermehrt »erde» t»a| in Geschaffen von Gebäuden namentlich in Dachgeschossen benehend« Serös** obet RL-kgebSsd, geeignete Räumlichkeiten wie Dachböden, * Läden, Lager ueb für Wohnzwecke | ausgebaut und eingerichtet werden. Die BeI sttzer solcher Häuser werden aufgefordert sich I zu melden, fallt fU zeuckllt find be* ©»&amp;** von Wohnungen baldigst verznnshms«. Diesbezügliche Meldungen sind di# jene 15. Mai 1' 18 beim Saötbeuamt s Sanyosstraffe 6) schriftlich einzureichen, woraus dsnn mündliche Anfichlkff« erteilt werden Die Anirtge müssen cruck di» L-rgs ix4 Sinai»f««» nach Slrohe n. Hs. Nr, £en Na ms», des Gm«tS«erS mtb ein» näher» 1 Bezeich-un; feer iSeiöäsH G-ichofii und Tinzelräume I enthalten, welche für b«m Ass* bez. Umba» vorge­ schlagen werden. Der Skadtnrsgistral wird dis eingegangen An­ träge prüfen und in geeigneten Fälle« di» Befreiung von etwa entgegenstehende« Bauvorschriften ts die Wegs leiten, sowie auch zur Freigabe bei benötigtes Baustoffe behilflich sein. Lands hui, den 37. April 1918. Stadtmagistrat. I. 93.: Ambros. 1224 Schwarz. Bekanntmachung.</p>
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          <p>Betreff: Beschaffung von Kleinwohnungen. Um den bestehende» WokmsngsmmMl dsionder» ts Klei«wohmmgeir zu begegnen, kann bte Zahl bet jetzt ftoi oafüg* baten Wohnungen dadsrch vermehrt »erde» t»a| in Geschaffen von Gebäuden namentlich in Dachgeschossen benehend« Serös** obet RL-kgebSsd, geeignete Räumlichkeiten wie Dachböden, * Läden, Lager ueb für Wohnzwecke | ausgebaut und eingerichtet werden. Die BeI sttzer solcher Häuser werden aufgefordert sich I zu melden, fallt fU zeuckllt find be* ©»&amp;** von Wohnungen baldigst verznnshms«. Diesbezügliche Meldungen sind di# jene 15. Mai 1' 18 beim Saötbeuamt s Sanyosstraffe 6) schriftlich einzureichen, woraus dsnn mündliche Anfichlkff« erteilt werden Die Anirtge müssen cruck di» L-rgs ix4 Sinai»f««» nach Slrohe n. Hs. Nr, £en Na ms», des Gm«tS«erS mtb ein» näher» 1 Bezeich-un; feer iSeiöäsH G-ichofii und Tinzelräume I enthalten, welche für b«m Ass* bez. Umba» vorge­ schlagen werden. Der Skadtnrsgistral wird dis eingegangen An­ träge prüfen und in geeigneten Fälle« di» Befreiung von etwa entgegenstehende« Bauvorschriften ts die Wegs leiten, sowie auch zur Freigabe bei benötigtes Baustoffe behilflich sein. Lands hui, den 37. April 1918. Stadtmagistrat. I. 93.: Ambros. 1224 Schwarz.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Käseabgabe. Gegen die tm April abgelieferten Käsmarksn wird kommenden Freitag, den 3. Mai e. pro««NB 7, ffwei käse abgsHsbe». Landshut, dm 3. Mai 1918. GtaSMügLftrst LmrSSH»t. I. B.: Ambros. 1229</p>
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          <p>Bekanntmachung. Bei umerfostigter Genoffmschssi ist frischer Baugips ßinßotreffsA, ferne ist eis Post«, CemstLM lMttvksü). Ashmsrm tt PsMasd vorrätig. Ze besieh« asm Lea-r Kirchgaffe 226 ob« »es d»A DmrüisschSfte,: Cormean, Kruft, S träger, Waguer.j 1629 eiiirof« mi Liesmnp-Saoffeoschch für ii$ ii Enteilt.</p>
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          <p>gerichtet sind. Und gerade der neue japanische Außenminister, Baron Goto, ist ein typischer Vertreter derjenigen Richtung, die Japans be­ waffnete Hand im fernen Osten spüren lassen will Baron Goto, der in Deutschland stur feierte, hat schon als Minister des Innern, die großkapitalistische Interessen vertretende Seyukai-Partei mit allen Mitteln unterstützt und dadurch die chauvinistischen Bestrebungen in der auswärtigen Politik Japans erfolg»' reich gefördert.</p>
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