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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-05-06"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 124</biblScope>
          <date when="1918-05-06">1918-05-06</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Gescheiterte franz. Angriffe anf den Kemmel. Erbitterte Kämpfe in Palästina. — Der größte Teil der Schwarzen-Meer-Flotte in unserer Hand. — I« Finnland bisher 50,000 Gefangene gemacht. — Der Friede mit Rumänien zur Unterreichnnng fertig.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. Die Heeresberichte. Ier iottföi Bericht. WTB. Berlin, den 4. Mai, 1918. — Großes Hauptquartier: i , «Beftfiffeev Ärt&lt;g»||*ui*H«*. Heeresgruppe des GeneralftDmarfchaM Kronprinz Nupprecht von Bayer« • und Heeresgruppe des deutschen Krorrprinzen. An den Schlachtfronten ist die Lage unver­ ändert. Tie Artillerietätigkeit war in vielen Ab­ schnitten namentlich auch während der Nacht lebhaft. Im Kemmelgebiet und zu beiden Seiten derAvre steigerte sie sich heute morgen zu grotzssrer Stätte. Ein englischer Teilangriff süd­ östlich bon Airras wurde abgeschlagen. Heeresgruppe v. Gallwitz Vor Verdun lebte die Artillerietätigkeit aus. i Heeresgruppe des Gcmeratfcldmarschalls .Herzog Albrcäit Won Württemberg. Nach erfolglosen Ertundungsoorstößen des Feindes an der lothringischen Front blieb die Geftchtstätigkeit am Vormittage gering. Am Parrohwalde und westlich biort Blamont am Nachmittage von neuem auslebender Feuerkantpf ließ, mit Einbruch, der Dunkelheit nach. Wir schossen gestern 25 feindliche Flug­ zeuge und zwei Fessselballone ab. Leutnant Buckler errang seinen 33., Leutnant Puetter seinen 22. Luftsieg. Oste«. Siidwestsinuland ist vom Feinde befreit. Teutsche Truppen, im Verein mit finnländischen Bataillonen, grifftn den Feind zwi­ schen Lahti und Tabastehus umfassend an und haben ihn in fünftägiger Schlacht trotz erbit­ terter Gegenwehr und verzweifelter Turchbruchsbersuche vernichtend geschlagen. Finnländische Kräfte verlegten ihm den Rückzug nach Norden. Von allen Seiten umstellt, streckte der Feind nach schwersten blutigen Verlusten die Waffen. Wir machten . 20 000 Gefangene. 50 Geschütze, 200 Maschinengewehre, Tau­ sende von Pferden und Fahrzeugen wurden er­ beutet. i t Sie® 's. GeRMlarrQrtier mtifm; kudeustorff. WTB. Berlin, den 4. Mai. AUrtlicher Abendbericht: Gegenangriffe der Franzosen gegen den Kemmel und gegen Bailleul sind unter schwe­ ren Verlusten gescheitert. ,, , , WTB. Berlin, den 5. Mai 1918. — (Großes Hauptquartier.) Nach starker Feuerbvrbereitung griffen französische Divisionen unsere Stellungen am Kemmel und bei BaiLleul vergeblich an. Sie wurden unter schweren Verlusten abgewiesen und ließen mehr als 300 Gefangene in un­ serer Hand. ' Ter beabsichtigte Angriff einer englischen Division westlich, bon Bailleul kam unter un­ serem Feuer nicht zur Entwicklung. Südlich von Hebuterne scheiterten starke englische Vorstöße. A nden Kampffronten beiderseits der Som­ me lebte die Artillerietätigkeit am Abend aus. Sie war namentlich bei Villers—Brettanneüx und aus dem Westufer der More gesteigert. Von den übrigen Fronten nichts von Be­ deutung. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der 1. General quarttermsister: LNvsoKvsLf» WTB. Berlin, den 5. Mai. Amtlicher Abendbericht: Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.</p>
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          <p>Bericht der Wtnlfliiits. Neue N-BootSerfolgs. WTB. Berlin, 4. Mai. Amtlich. An der Westküste Englands wurden von dem unter dem Kommando des Kap.°Lts. Frhr. von Lotz stehenden Unterseeboot zwei besonders wert­ volle Dämpfer, nämlich der englische Dampfer "Lake Michigan" (9288 Tonnen) und ein an­ derer ca. 8000 Tonnen großer Dampfer aus demselben stark gesicherten Geleitzuge heraus­ geschossen. Zusammen 17 OflO Br.-M.--Tonnen. Ter Chef des Admiralstabes der Marin«. Bericht des Admiralstabes.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. Der östm.-Mg. Mcht. WTB. Wien, den 4. Mai, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Im Südwesten anhaltend rege Gesechtstätigkeit. Ter Chef des GsnevrlstabiS. WTB. Wien, den 5. Mai, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Tie Artillerielämpse an der Südwestfront dauern fort. An der unteren Piave wurden italienische Erkundungsunternehmungen vereitelt. , Ter Chef des Generalstabs.</p>
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        <div type="content">
          <p>Ier türkische Bericht. Konstantinopel, 3. Mrr. Amtlicher Bericht : Palästinasront: Tie erbitterten Kämpfe int Ost-Jordanland halten ununterbrochen an. Mit besonderer Heftigkeit richtete der Feind seine Angrifft gegen Unsere Stellungen nördlich der Straße Jericho—Es Saft. Alle Anstrengungen brachten ihn seinem Ziele nicht näher. Seine Verluste steigern sich zusehends. Tie Zahl der erbeuteten Geschütze hat sich aus zehn erhöht. Hauptmann Schütz schoß ein feindliches Flugzeug ab und errang damit seinen 8. Lust­ sieg im Irak. * Teutsche Truppen besetzten am 1. bs. Se­ wastopol. Sie fanden dort den größstsn Teil der russischen Schwarzen-Meerslotte, Linien­ schiffe, Zerstörer, Unterseeboote und Handels­ schiffe. "Sultan Jawus Selim" und "Hamidiie" sowie einige unserer Torpedoboote sind nach beschwerlicher, aber glücklich durchgeführter Fahrt durch, das Minengebiet am 2. Mai abends in Sewastopol eingelaufen. Ier türkische Bericht. Konstantinopel, 3. Mrr. Amtlicher Bericht : Palästinasront: Tie erbitterten Kämpfe int Ost-Jordanland halten ununterbrochen an. Mit besonderer Heftigkeit richtete der Feind seine Angrifft gegen Unsere Stellungen nördlich der Straße Jericho—Es Saft. Alle Anstrengungen brachten ihn seinem Ziele nicht näher. Seine Verluste steigern sich zusehends. Tie Zahl der erbeuteten Geschütze hat sich aus zehn erhöht. Hauptmann Schütz schoß ein feindliches Flugzeug ab und errang damit seinen 8. Lust­ sieg im Irak. * Teutsche Truppen besetzten am 1. bs. Se­ wastopol. Sie fanden dort den größstsn Teil der russischen Schwarzen-Meerslotte, Linien­ schiffe, Zerstörer, Unterseeboote und Handels­ schiffe. "Sultan Jawus Selim" und "Hamidiie" sowie einige unserer Torpedoboote sind nach beschwerlicher, aber glücklich durchgeführter Fahrt durch, das Minengebiet am 2. Mai abends in Sewastopol eingelaufen.</p>
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          <p>vermeidlich erörtert werden wird, da eine An­ gelegenehit von dieser Tragweite nicht ver­ tuscht werden dürfe. Tier Entente-Kriegsrat. Nach Pariser Meldungen der italienischen Blätter zeigte der Kriegsrat der Alliierten in ‘dlbbeoilte höchst zufriedenstellende Resultate. Tas Einheitskommando und die Einheitsarmee, die italienische mitinbegriffen, sind nunmehr Vollzogene Tatsache. Amerika sagt neue Trup­ pensendungen zu, englischerseits wurde dasBerlsprechen indischer Fürsten mitgeteilt, binnen Jahresfrist eine halbe Million indischer Trup­ pen aufbringen zu wollen.</p>
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          <p>Aus Rußland. Rußland und die Ukraine. 1 Tie maximalistische Regierung wird infolge der in Kursk zwischen den eigenen und den ukrainischen Delegierten gepflogenen Verhand­ lungen Parlamentäre an die Krimfront und die Tongegend senden, um die Einstellung der militärischen Maßnahmen zu veranlassen. Vertagung der rmWch-ukrainischen FriedeusverhandUrngen. Malmö, 5. Mai. Die Friedensoerhandlungen zwischen der Moskauer Regierung und der ukrainischen Mada, die demnächst in Smo­ lensk beginnen sollten, sind nach einer Meldung des "Nowij Lutsch" auf unbestimmte Zeit Vevtagt worden. Als Grund für die Vertagung der Verhandlungen gibt das Blatt die in der Ukraine entstandenen inneren Schwierigkeiten an. Ter Sturz der gegenwärtigen Regierung hat die Vollmachten der zu den 'Verhandlungen bestimmten Delegierten nichtig gemacht. Finnlands Freiheitskampf. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg — König von Finnland °? . Kopenhagen er Blätter melden der Bosss. Ztg. zufolge aus angeblich zuverlässiger Quelle aus Helsingsors, daß dort Verhandlungen ge­ pflogen würden, um die Königskrone Finn­ lands dem Herzog Adolf Friedrich von Meck­ lenburg anzubieten, der hierzu angeblich be­ reit sein soll. - ■ : Englischer Truck aus Finnland. Amsterdam, 5. Mai. Dem Handelsblad zufolge erfährt die Morningpvst aus Finn­ land, daß alle Bewilligungen für die Ausfuhr von Lebensmitteln vo nEngland nach Finnland wegen des Eingreifens der Teutschen in Finn­ land eingezogen worden sind. , 1 Die monarchische Bewegung in Finnland, dlus Stockholm wird berichtet: Nach einem Helsingforser Telegramm haben sich die Ver­ trauensmänner der jungfinnischen Partei größ­ tenteils dem monarchischen Gedanken angeschlos­ sen. Vier Minister und 23 bekannte Parteileute treten in dem Blatte "Helsingin Sanomant" gegen den Republikaner Stahlberg auf und befürworten die Monarchie. Als Thronanwärter lrird Herzog Adolf Friedrichs von Mecklenburg genannt. TKe Kämpfe in Finnland. Tie N. Zürcher Ztg. berichtet aus Helsing­ sors: Amtlich wird mitgeteilt, daß die Zahl der von den deutschen und finnischen Truppen in Finnland gefangen genommenen Soldaten der Roten Garde bis Ende April etwa 30 000 Mann betrug und daß sie sich durch die bei den Siegen in Finnland weiterhin gefangenen Sol­ daten auf rund 50 000 erhöht habe. Ans der Ukraine. ; Tier ukrainische General von Sloropadsti. I Ter Berl. Ztg. a. ÜDJj. wird aus Kiesv über den ukrainischen Diktator, General von Skoropadski mitgeteilt: Er ist 44 Jahre alt und in Wiesbaden geboren. Von seinen häufigen Be­ suchen in Deutschland versteht er die deutsche Sprache. Seine Erziehung erhiell er int Peters- • Burger Pagenkorps. Später übernahm er als Oberst ein Garde-Kavallerie-iRgt., das er im</p>
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          <p>Finnlands Freiheitskampf. Rußland und die Ukraine. 1 Tie maximalistische Regierung wird infolge der in Kursk zwischen den eigenen und den ukrainischen Delegierten gepflogenen Verhand­ lungen Parlamentäre an die Krimfront und die Tongegend senden, um die Einstellung der militärischen Maßnahmen zu veranlassen. Vertagung der rmWch-ukrainischen FriedeusverhandUrngen. Malmö, 5. Mai. Die Friedensoerhandlungen zwischen der Moskauer Regierung und der ukrainischen Mada, die demnächst in Smo­ lensk beginnen sollten, sind nach einer Meldung des "Nowij Lutsch" auf unbestimmte Zeit Vevtagt worden. Als Grund für die Vertagung der Verhandlungen gibt das Blatt die in der Ukraine entstandenen inneren Schwierigkeiten an. Ter Sturz der gegenwärtigen Regierung hat die Vollmachten der zu den 'Verhandlungen bestimmten Delegierten nichtig gemacht. Finnlands Freiheitskampf. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg — König von Finnland °? . Kopenhagen er Blätter melden der Bosss. Ztg. zufolge aus angeblich zuverlässiger Quelle aus Helsingsors, daß dort Verhandlungen ge­ pflogen würden, um die Königskrone Finn­ lands dem Herzog Adolf Friedrich von Meck­ lenburg anzubieten, der hierzu angeblich be­ reit sein soll. - ■ : Englischer Truck aus Finnland. Amsterdam, 5. Mai. Dem Handelsblad zufolge erfährt die Morningpvst aus Finn­ land, daß alle Bewilligungen für die Ausfuhr von Lebensmitteln vo nEngland nach Finnland wegen des Eingreifens der Teutschen in Finn­ land eingezogen worden sind. , 1 Die monarchische Bewegung in Finnland, dlus Stockholm wird berichtet: Nach einem Helsingforser Telegramm haben sich die Ver­ trauensmänner der jungfinnischen Partei größ­ tenteils dem monarchischen Gedanken angeschlos­ sen. Vier Minister und 23 bekannte Parteileute treten in dem Blatte "Helsingin Sanomant" gegen den Republikaner Stahlberg auf und befürworten die Monarchie. Als Thronanwärter lrird Herzog Adolf Friedrichs von Mecklenburg genannt. TKe Kämpfe in Finnland. Tie N. Zürcher Ztg. berichtet aus Helsing­ sors: Amtlich wird mitgeteilt, daß die Zahl der von den deutschen und finnischen Truppen in Finnland gefangen genommenen Soldaten der Roten Garde bis Ende April etwa 30 000 Mann betrug und daß sie sich durch die bei den Siegen in Finnland weiterhin gefangenen Sol­ daten auf rund 50 000 erhöht habe. Ans der Ukraine. ; Tier ukrainische General von Sloropadsti. I Ter Berl. Ztg. a. ÜDJj. wird aus Kiesv über den ukrainischen Diktator, General von Skoropadski mitgeteilt: Er ist 44 Jahre alt und in Wiesbaden geboren. Von seinen häufigen Be­ suchen in Deutschland versteht er die deutsche Sprache. Seine Erziehung erhiell er int Peters- • Burger Pagenkorps. Später übernahm er als Oberst ein Garde-Kavallerie-iRgt., das er im</p>
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          <p>Aus der Ukraine. japanischen Krieg führte. Im heutigen Welt­ krieg führte er erst im Norden eine GardeKavallerie- Brigade und zuletzt im Süden ein Armeekorps. Swrvpadskis politisches Programm läßt sich zusammenfassen: Bekämpfung der Anarchie, um nach Wiederkehr von Ordnung und öffentlicher Sicherheit demvkratrscheStaatseinrichtungen zu schassen. Er und seine Regie­ rung wollen sich auf die Bauernschaft stützen, doch kann von einer Abschaffung des Besitzrechtes keine Rede sein. In der auswärtigen Po­ litik wolle er sich an Deutschland anlehnen und mit dem deutschen Volke loyal zusammen­ arbeiten. Täs neue Kabinett in der Ukraine. : Kiew, 5. Mai. Das erste Hetman-Kabi­ nett wurde am Donnerstag gebildet. Minister­ präsident und Minister des Innern soll der Grundbesitzer Lhisogub werden, sein Stellver­ treter und Unterrichtsminister Professor Wassilenko. Das Finanzamt soll Rzepieki überneh­ men? das Handelsamt der Vorjitzende des Börsenkonritees Gutnik. Tas Ackerbauamt erhiell Zjanitcin, zuletzt Vorsitzender des SemstwosAusfchufies. Verpflegungsminister ist Solvlowski, ein bekannter Wirtschaftspolitiker: Ar­ beitsminister wird Wagner, Professor derTechnik? Minister der öffentlichen Wohlfahrtspflege ist Tr. Ljubinski; Verkehrsminister Butenkv, leitender Direktor der podolischen Eisenbahn? Justizminister Tschubinski, Professor an der Kiewer Universität; der Chef des Obersten Rechnungshofes und Staatskontrolleur Afanasiew. Regierungsmitglieder erllären, man müs­ se bis zur Einführung des parlamentarischen Bestehens den Staat durch ein Geschäftsmini­ sterrum leiten. Die Agrarreform soll durchge­ führt, das Handelsmonopol demnächst aufgeho­ ben werden. 5lte Ukraine und Weißrußland. Kiew, 5. Mai. Wie das Ukrainische Tel.Bureau meldet, finden in Kiew Beratungen zwischen den Ukrainern und Weißruthenen statt. Ihren Gegenstand bilden die Festsetzung der Grenze und die Regelung des gegenseitigen staatsrechtlichen Verhältnisses der beiden Re­ publiken. Es dürfte zu einer Union zwischen beiden kommen. Tvr Hetman der Ukraine. Nach der polnischen Presseagentur berich­ tet der Vosss. Ztg. die "Djenik Kiewski" über die Einsetzung der Diktatur des Grasen Skoropadskh: Am 29. April fand in Kiew der Kongreß der ukrainischen Landwirte statt, auf dem die Agrarpolitiker die Regierung scharf angegrif­ fen und schließlich dem Wunsch nach der Er­ richtung der Tillatur Ausdruck gegeben würde. In diesem Augenblick erschien Gras Skoropadskh in 'voller Uniform in einer Loge, was ungeheueren Enthusiasmus hervorrief. Er be­ gab sich 'von der Loge aus auf das 'Podium und wurde unter minutenlangen Ovationen zum Hetman der gesamten Ukraine ausgeru­ fen. Nur eine starke Regierung, sagte er, kann uns helfen. Ich werde mich auf Euch Landwirte und aus Euch gutgesinnte Kreise stützen. Nach­ mittags erließ er ein langes Manifest, das mit den Worten beginnt: Tank der mächtigen Un­ terstützung der Mittelmächte, die ihrem Ver­ sprechen treu auch weiterhin für die Siche­ rung der Ukraine kämpfen, ist der ukrainische Staat ausgestanden^ Tas Manifest erklärt alle Minister und alle Stellvertreter für abgesetzt, kündigt ein neues Wahlgesetz zum ukrainischen Landtag an und stellt das private Eigentums­ recht als Grundlage der Kultur und Zivilisa­ fion in seinen Grenzen wieder her. Rußland und die Ukraine. 1 Tie maximalistische Regierung wird infolge der in Kursk zwischen den eigenen und den ukrainischen Delegierten gepflogenen Verhand­ lungen Parlamentäre an die Krimfront und die Tongegend senden, um die Einstellung der militärischen Maßnahmen zu veranlassen. Vertagung der rmWch-ukrainischen FriedeusverhandUrngen. Malmö, 5. Mai. Die Friedensoerhandlungen zwischen der Moskauer Regierung und der ukrainischen Mada, die demnächst in Smo­ lensk beginnen sollten, sind nach einer Meldung des "Nowij Lutsch" auf unbestimmte Zeit Vevtagt worden. Als Grund für die Vertagung der Verhandlungen gibt das Blatt die in der Ukraine entstandenen inneren Schwierigkeiten an. Ter Sturz der gegenwärtigen Regierung hat die Vollmachten der zu den 'Verhandlungen bestimmten Delegierten nichtig gemacht. Finnlands Freiheitskampf. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg — König von Finnland °? . Kopenhagen er Blätter melden der Bosss. Ztg. zufolge aus angeblich zuverlässiger Quelle aus Helsingsors, daß dort Verhandlungen ge­ pflogen würden, um die Königskrone Finn­ lands dem Herzog Adolf Friedrich von Meck­ lenburg anzubieten, der hierzu angeblich be­ reit sein soll. - ■ : Englischer Truck aus Finnland. Amsterdam, 5. Mai. Dem Handelsblad zufolge erfährt die Morningpvst aus Finn­ land, daß alle Bewilligungen für die Ausfuhr von Lebensmitteln vo nEngland nach Finnland wegen des Eingreifens der Teutschen in Finn­ land eingezogen worden sind. , 1 Die monarchische Bewegung in Finnland, dlus Stockholm wird berichtet: Nach einem Helsingforser Telegramm haben sich die Ver­ trauensmänner der jungfinnischen Partei größ­ tenteils dem monarchischen Gedanken angeschlos­ sen. Vier Minister und 23 bekannte Parteileute treten in dem Blatte "Helsingin Sanomant" gegen den Republikaner Stahlberg auf und befürworten die Monarchie. Als Thronanwärter lrird Herzog Adolf Friedrichs von Mecklenburg genannt. TKe Kämpfe in Finnland. Tie N. Zürcher Ztg. berichtet aus Helsing­ sors: Amtlich wird mitgeteilt, daß die Zahl der von den deutschen und finnischen Truppen in Finnland gefangen genommenen Soldaten der Roten Garde bis Ende April etwa 30 000 Mann betrug und daß sie sich durch die bei den Siegen in Finnland weiterhin gefangenen Sol­ daten auf rund 50 000 erhöht habe. Ans der Ukraine. ; Tier ukrainische General von Sloropadsti. I Ter Berl. Ztg. a. ÜDJj. wird aus Kiesv über den ukrainischen Diktator, General von Skoropadski mitgeteilt: Er ist 44 Jahre alt und in Wiesbaden geboren. Von seinen häufigen Be­ suchen in Deutschland versteht er die deutsche Sprache. Seine Erziehung erhiell er int Peters- • Burger Pagenkorps. Später übernahm er als Oberst ein Garde-Kavallerie-iRgt., das er im</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Der Stieg rett Shtfiei. Revision des Urteils von Genna. Bern, 5. Mai. Tas Oberste Kriegsgericht hat das Urteil des Kriegsgerichtes in Genua kasssiert und die Angelegenheit der Herren Lo­ cher, Saaneli und'Huber dem Kriegsgericht von ^Alessandri überwiesen. Bom italienischen Kriegsschauplatz. Vom italienischen Kriegsschauplatz melden die Kriegsberichterstatter starken Schneesall im ’ Gebirge und anhaltende Regengüsse in der * Ebene. Ter Nachschubdienst werde durch die : Witterung beiden Gegnern sehr erschwert. Tie 1 Wiederaufnahme einer umfangreichen OperaI fionstätigkeit sei daher in nächster Zeit nicht s zu erwarten. Tie Piave führt Hochfiasser.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Dkk Stieg mit 6siloa6 | Englands Brotmangel. Amsterdam, 5. Mai. Wie ein hiesiges Blatt ans London erfährt, wird es wahrschein­ lich nicht nötig sein, das Brot vor der neuen Ernte zu rationieren. Während des vergan­ genen Halbjahres sind in England 4 500 000 Morgen Land außer der gewöhnlichen Anbau­ fläche mit Brotgetreide bestellt worden. A» VMS«. Tie Entente gegen König Konstantin. Gen f, 5. Mai. Nach! einer Tepesche aus Athen versichern venizelistische Blätter, Frank­ reich, Italien und England würden die grie­ chische Regierung in ihrem Verlangen unter­ stützen, daß kein neutraler Staat König Kon­ stantin Asylrechte gewähre. Man iiill König Konstantin zwingen, nach Deutschland oder Oesterreich-Ungarn überzusiedeln .</p>
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          <p>Am Balkan. Dkk Stieg mit 6siloa6 | Englands Brotmangel. Amsterdam, 5. Mai. Wie ein hiesiges Blatt ans London erfährt, wird es wahrschein­ lich nicht nötig sein, das Brot vor der neuen Ernte zu rationieren. Während des vergan­ genen Halbjahres sind in England 4 500 000 Morgen Land außer der gewöhnlichen Anbau­ fläche mit Brotgetreide bestellt worden. A» VMS«. Tie Entente gegen König Konstantin. Gen f, 5. Mai. Nach! einer Tepesche aus Athen versichern venizelistische Blätter, Frank­ reich, Italien und England würden die grie­ chische Regierung in ihrem Verlangen unter­ stützen, daß kein neutraler Staat König Kon­ stantin Asylrechte gewähre. Man iiill König Konstantin zwingen, nach Deutschland oder Oesterreich-Ungarn überzusiedeln .</p>
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          <p>Aus Amerika. Ass Amerika. I 5bn Schifisräulern entzogen . I Wie die Agenzia Amerikana meldet, ist der Dampfer "Prinz Eitel Friedrich" in der Bucht von Sananilla verbrannt. Man vermu­ tet Brandstiftung von Seiten der Mannschaft. Tie Kriegsdaucr uns Amerika. Reuter meldet: Täily Chronicls schreibt in einem Leitartikel: Tie Warnung Sir Wil­ liam Robertsons ist augenblicklich zeitgemäß. Einer der Gründe, weshalb das amerikani­ sche Eingreifen auf irgendeinem Kampfgebiet, zum Beispiel in der Lust, nicht eher wirksam wird, ist der, daß Ayrertka seine Anordnungen so getroffen hat, daß es im riesigen Maßstabe eingreifen kann. Amerika hat begriffen, daß, I um den Krieg zu gewinnen, et 1 ras mehr nötig * ist, als die deutsche Offensive von 1918 auszuI halten, nämlich eine erfolgreiche Offensive ge­ ll gen Deutschland auszuführen. Wir werden der 1 Erschütterung des Augenblickes am ehesten Herr I werden, trenn wir uns keinen Einbildungen I hingeben. Tie Notwendigkeit eines erfolgreichen I Angriffes nach erfolgreicher Verteidigung darf I niemals aus den Augen verloren werden. 3 Ein amerikanischer Tärnpser verbrannt. I Reuter meldet aus Batavia: Ter ame&lt; rikanische Dämpfer "Cocochaed" ist ungefähr | 180 Meilen südwestlich von Java ein Raub I der Flammen geworden. Tie Bemannung be­ ll findet sich in Sicherheit. As letiretea toben § Einigung mit Holland. I WTB. Be rlin, 4. Mai. (Amtlich.) Am I 2.7 April haben die deutsch-niederländischen I Verhandlungen über die Durchfuhr und über I die Rheinschiffahrt zu einer grundsätzlichen EiI nigung über alle ausgeworfenen Fragen geI führt. Auch über die Frage der Durchfuhr j und Ausfuhr von Sand und Kies, derenMenge 1 von der niederländischen Regierung angenom­ men wurde, kam eine Einigung zustande. Nur ein Punkt, der insbesondere mit der Wiederer­ öffnung des Güterverkehrs aus der BahnRoermond—Hamont zusammenhing, bedurfte noch, der Aufklärung. Auch hierüber ist inzwischen Einigung erzielt, so daß die Abgelegenheit als geregelt angesehen werden kann. Tlas amerikanisch-norivegi sche Wkommsn. ! Kopenhagen, 5. Mai. Nach, einer Mel­ dung aus Christiania ist das Abkommen zwi­ schen Amerika und Norwegen am 30. April von Frithjos Nansen namens Norwegens in Was. hington unterzeichnet worden.</p>
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          <p>2XMrtfchastsabkonlmen der Schweiz mit der Entente. Bern, 5. Mai. Zwischen der Schweiz und Vertretern der alliierten Regierungen wurde ein weiteres Wirtschaftsabkommen getrosten^rionach die Schweiz an die alliierten Regierun­ gen im Verlauf von acht Monaten bestimmte Lieferungen von Holz macht und sich ander­ seits gewisse, für ihre Lebensmittelversorgung wichtige Zugeständnisse sichert. Tas Abkommen unterliegt noch der Ratifikation der beteiligten Regierungen.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Site 3 .Lesung der Wahlrechtsvor­ lage wird nach der Vosss. Ztg. in etwa ;8 Ta­ gen erfolgen .Ter genaue Termin soll heute von dem Seniorenkonvent festgelegt werden. Wahrscheinlich beginnt der entscheidende Ab­ schnitt der Wahlrechtsverhandlungen amMvntag vor Pfingsten, falls nicht schon am Freitag nächster Woche. ; Ueber die Vorgänge in der Ukraine gab im Hauptausschuß des Reichstages Vizekanzler von Payer eingehende Erklärungen ab. Er betonte, daß die Rada, die zwar dem Lande den jFrieben gegeben, infolge starren Festhaltens am Kom­ munismus im Volte immer wehr an Boden verlor. Ta infolge der drohenden Landenteiglnung die Feldbestellung litt, war der Feldbestellungserlaß notwendig gestorben. Außerdem hatte sich im Lande ein "Komitee zur Rettung der Ukraine" gebildet, das antideutsche Tendenz hatte und eine Abt sizilianische Vesper gegen die Teutschen veranstalten wollte. Diesem Ko­ mitee gehörten auch Minister an. Ta die ukrai­ nische Regierung auf Vorhalt nicht eingrist, hat Generalfeldmarschakl von Eichhorn den et? die Verhaftung der Führer der Bewegung an­ höhten Schutz in der Ukraine proklamiert und geordnet. Nun haben die ukrainischen Bauern eine neue Regierung gebildet, die s ich voll und ganz aus den Boden des BresvLitows'ker Frie-,' dens stellte und erklärte, daß es eine ihrer wichtigsten Ausgaben sein Werde, ein langfristig ges wirtschaftliches Abkommen mit den Mittels mächten abzuschließen. Bu lgarisch-österre ichische HriratÄp.äur.AuZ Wien wird der Tgl. Rdsch. gemeldet: Wie von verlässiger Seite verlautet, schweben zwischen betn bulgarischen Hofe und einzelnen Familien des Kaiserhauses Habsburg Verhandlungen über Heiratspläne. Es soll beabsichtigt sein, den Erzherzog Karl Albrecht, Sohn des Erz­ herzogs Karl Stephan, mit der ältesten Toch­ ter König Ferdinands, der Prinzessin Nadeschda, zu verloben. Ein weiteres Heiratsprojekt soll zwischen dem Kronprinzen Boris von Bulgarien und der Erzherzogin Gabriele, der vierten Tochter des Erzherzogs Friedrich, schwe­ ben. ! ui iJtiwwwiwiwwwnrmBi'U'jirifmwiti</p>
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          <p>Allerlei. Merlel i Neuer Brand in Nantes. Aus Nantes | wird gemeldet, daß noch: während der Lösch- | arbeiten auf den Trümmern der großen Muni- | tionsfabrik eine der bedeutendsten für Heeres­ zwecke arbeitenden Nanteser Konservenfabriken durch ein Schadenfeuer eingeäschert wurde. Ein «euer Raubiibcrfalt in Berlin. Einem Postaushelfer wurde aus der Straße von einem Entgegenkommenden Pfeffer ins Gesicht und in die Augen geworfen und ihm die Geldtasche mit 46 000 Mark in Banknoten entrissen. Ter Räuber entkam. Slreisacher Mord. Aus Graz wird gemel-det: Fünf mit Bajonetten bewaffnete Räuber drangen in Osredek in das Haus des Grundbe­ sitzers Cimpersek- töteten den Sohn des BeEsthers, ermordeten durch: Bajonettstiche die 17jährige fliehende Tochter und brachten dann den Besitzer selbst ums Leben.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Mnerifüe Ruchri-t«. Steine Pfändung von Kkiegstenernngsveihilfen. Tiie Frage, ob Kriegsteuerungsbeihil­ fen und Zulagen der Beamten und ihrer Wit­ wen und Waisen der Zwangsvollstreckung unterworsen sind, ist in der Oeffentlichkeit auch im Landtage wiederholt erörtert worden. Tie Gerichte haben die Frage in verschiedenem Sin­ ne entschieden. .Mit Rücksicht hierauf war eine Klärung der Rechtslage geboten und diese soll nun durch eine Verordnung des Bundesrats erfolgen. Tie Verordnung wird sich für die Un­ pfändbarkeit aller jener Zuschüsse aussprechen. Sie geht dahin, daß Beihilfen und Zulagen die aus Anlaß der Kriegsteuerung zu den in Paragraph 850 Abs. 1 Nr. 7, 8 der Zivilpro­ zeßordnung bezeichneten Bezügen bewilligt sind, weder der Pfändung unterworfen noch bei der Ermittlung, ob und zu welchem Betrage ein sol­ cher Bezug der Pfändung unterliegt, zu berech­ nen sind. i " Zur Höchstpreisfrage für Ferkel hat sich die Bayer. Fleischversorgungsstelle geäußert. Sie glaubte ,daß Höchstpreise die Ferkel völlig dem Schleichhandel in hie Arme getrieben und zudem zur vermehrten Abschaffung vonMutterschweinen geführt hätte. Bayern habe auch nicht allein Vorgehen können. Zugleich wird die Hoffnung ausgesprochen, daß die Ferkel­ preise jetzt infolge Ueber sättigung des Mark­ tes endlich zurückgehen werden. Es wäre zu hoffen, daß die Bayer. Fleischversorgungs­ stelle mit dieser Hoffnung Recht behielte. Viel Wahrscheinlichkeit allerdings besteht hierfür nicht, als die Haupteinstellungszeit für Ferkel erst beginnt. i Vaterlandsliebe bekundet sich durch Opfer­ sinn. Ein äußeres Zeichen ist die Goldabgab« an die Goldankaufsstelle. j</p>
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          <p>gen Ersatz der Kosten zur Vorführung von Schulfilms zur Verfügung stellen. Die Kaution von 120 Mk. beim Stadt. Elektr.-Werk wird dem bisherigen Pächter der Trau sachlich tsp i e le freigegeben. i Letzte Pope«. Neue U-BvotSerfolge. WTB. Berlin, den 5. Mai. (Amtlich.) Neue Ui-jBoots-jErfolge aus dem nördlichen Kriegsschauplätze: 12000 Brutto-Reg.-To. Tier Chef des Admiralstabes der Marine. Französische Aingrisfe am Kommet abge­ schlagen. i Berlin, 5. Mai. Die Franzosen haben am 4. Mai in Flandern aufs neue eine ungetnein schwere Niederlage erlitten. Nach stärkstem Trommelfeuer in der Gegend von westlich Kemmel bis westliche Bailleul griffen um 5 Uhr 30 Min. vormittags französisch^, zumteil frische Divisionen in 10 Kilometer Breite an mehreren Stellen an und machten die erbittert­ sten Anstrengungen, um uns das wichtige Kem!melmassiv wieder zu entreißen. Während auf dem grüßten Teile der Angriffssront trotz rück!sichtsloser Massenopfer ihre tiesgegliederten Sturmtolonnen nicht an die vordersten deut­ schen Stellungen herangelangten, kam es nur an ganz wenigen Stellen zu erbitterten Nahtämpsen. Tie Franzosen wurden im fluchti­ gen Gegenstoß aus dem Vorfeld der deutschen Linien restlos herausgeworfen und diese so­ gar an einzelnen Stellen im Nachstoß um mehirere hundert Meter vorverlegt. Ueber 300 französische Gefangene blieben dabei in deut­ scher Hand. Tjie Mutigen Verluste des Angrei­ fers, der bereits mehr als 9 Divisionen in den Kamps um die Wiedereroberung des Kern! mel einsetzte, waren infolge der außerordentz lich guten deutschen Artilleriebeobachtung von den beherrschenden Höhen aus ungewöhnlich schwer. Tie Schwarze Mecrftotte. Berlin, 5. Mai. Wie von gut infor­ mierter Seite 'verlautet, ist der Teil der Schwat­ zen Meerflotte, der 'vor einiger Zeit noch un­ bekannten Aufenthaltes war, nach, Odessa zus rückgekehrt und hat sich der neuen Regierung zur Verfügung gestellt. 1 I Bon der Zarenfamilie. &gt; Amsterdam, 5. Mai. Ter frühere Zar, die Zarin und eine ihrer Töchter sind, da auund Monarchisten ihnen zur Flucht zu ver­ geblich Bauern aus der Umgebung von Tobolsk helfen suchten, durch eine Verfügung nach Jekaterinenburg überführt worden. Ter Zare­ witsch &gt;chrd in der Verfügung nicht erwähnt. Tier Friede mit Rumänien fertig. Bukarest, 4. Mai. Gestern ist durch die Vertreter Oesterreicht-Ungnrns bezw. Teutsch-? lands und Rumäniens der wirtschaftliche Zu­ satzvertrag zum rumänischen Friedensvertrag paraphiert worden. Damit sind sämtliche mit dem Friedensschlüsse zusammenhängende Veriträge zwischen Deutschland un dOesterreichj-Zn-! gärn einerseits und Rumänien anderseits ab­ geschlossen und zur Unterschrift fertig. T!)e Schwede« auf Aaland. Stockholm, 5. Mai. Wie mehrereStvckl holmer Zeitungen berichten, denkt die schwedi­ sche Regierung die Truppen von Aaland zurück! zuziehen. T&gt;ie schwedische Regierung hält den Zweck der Expedition für erfüllt und trifft da­ her die genannten Maßnahmen.</p>
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          <p>Sie ReSelsm. Roman von Annh ®8nt|e. 76, ^Nachdruck verboten.) Tas sollst du mir büßen, du und das hochmütige Geschöpf da, zischte ihm Fridrun im Hinausgehen zu, während sie stolz den Kops in den Nacken warf. Hüte dicht Gelassen schloß der Graf hinter Fridrun die Tür und, an den Sessel Undines tretend, sagte er, plötzliche ihre beiden Hände erfassend und an 'seine Lippen pressend: Unter diesen indiskret forschenden Augen da konnte ich dir nicht Lebewohl sagen, Undine. Wenn du mir auch bisher nichts gewesen, als die "Nebelsrau", die schattenhaft durch mein Leben schwebt, und wenn du mir auch nie etwas anderes sein wirst, so will ich doch dieser da nicht zeigen, daß es mir schwer stirb, zu schei­ den. Undine, sehr schwer, während du erlöst ausatmest, daß ich nun endlich gehe. Noch einmal preßte er die Lippen auf ihre weißen Hände, dann star er gegangen, und nur der Veilchenduft mahnte Undine an eine süße, seltsam wehe, wonnevolle Stunde. r j Kein Wort hatte sie gefunden, kein eini ^ziges Abschiedswort. Sie sah und lauschte. ' Ter Abend kam. Dumpfes Räderrollen traf ihr Ohr. Jetzt war Reimar abgereist. Tas Stimmengewirr der Dienerschaft da draußen war auch verstummt. Alles war still, unheim­ lich still, und Undine überkam es plctzlich wie öde trostlose Verlassenheit. , Tie Flammen knisterten im Kamin. Der Diener zündete die Lampen an und sie sah noch immer in ihrem Stuhl und sann dem seltsam veränderten Wesen ihres Gatten nach. Und plötzlich fühlte sie eine kalte Hand mit spitzen Fingern über ihre Wange gleiten und Fridruns Stimme sagte höhnisch: Wie, Tränen, Undine, Abschiedstränen um den Mann, der dich nicht und 'den du nicht aus Liebe gewählt? Sei still! gebot Undine, sich hastig aus­ richtend und die schlanke Frauengestalt in dem langschleppenden Gewände, die ihr "dicht zur noch Graf Reimar haben dich zum Vertrauten Seite stand, von sich schiebend. Weder ich, unserer Gefühle gemacht. Tu vielleicht nicht, Undine, aber von ihm, den du gar nicht kennst, von dem Lu tzar Vichts weißt, kannst du Pas gefviß nicht behaupten. 13 6iM des StidMMltt; LaMhut Vorsitzender: Herr Rechtsrat Ambros Samstag, den 27. April, i ! Dankschreiben der Frau Kommerzien­ rat Puchner und des Herrn G.-B. Linnbrunner für die Attteilnahme der städt. Kollegien aus Ablaß der sie betroffenen TrauerMle wurden zur Kenntnis genommen. Wohnungskonsens will der Telegra­ phenbauausseher Herr Weidner für sein ohne baupolizeiliche Genehmigung erbautes Haus an der Gabelsbergerstraße. Ta für dieses Haus i&gt;urch Gerichtsbeschluß der Magistrat das Be­ seitigungsrecht hat, wird das Gesuch trotz Hin­ weis auf die Wohnungsnot abgewiesen. Zwei Schwestern für das Lazarett im städt. Airmenhaus hat das Superiorat trotz des Schwesternmangels schneUstens abgestellt. Für diese umgehende Erfüllung des Ansuchens soll dem Superiorat der Tank des Magistrats aus­ gesprochen werden. Für das Leihhaus werden 70 Mk. für Heizmaterial nachgenehmigt. Eine Abmarkung an der Klötzlmüllerstraße wird ohne Erinnerung belassen. Die Verlegung des Einganges zur Villa des Herrn K.-R. Glas wird in wider­ ruflicher Weise genehmigt. Wirtschafts konsens für die Gast­ wirtschaft zum "Teutschen Kaiser" wird dem Pächter Barth. Zeiler erteilt. Beschlußgebühr 20 Mk., Staatsgebühr 42 Mk. Au sgewiesen wird auf 2 Jahre die Fabrikarbeiterin Anna Schröder. Ein Beitritt zum Bilderbühnenbund wird vorerst abgelehnt, da der Stadt die Bayer. Film- un dLichtbildstestle ohnedies als Berater von Vorführungsrechten und Konzessionen den von orVführungsrechten und Konzesssionen den Kinos zur Auslage gemacht werden, daß, sie an einem oder 2 Wochentagen ihre Kinos gemammraimmmaammmef Nein! Verlaß mich. Ich will nichts wissen. Soll ich dir einmal von Graf Reimar erzählen? Ich ahne, was du mir sagen willst, über ich will es nicht hören. Wenn du schamlos genug bist, alles, auch das letzte zu enthüllen, so bin ich doch nicht schamlos genug, um es mir erzählen zu lassen. Fridrun schränkte die schmalen Hände in­ einander. i Tu bist köstlich, Undine, höhnte sie, du fürchtest dich doch so, wie ein Kind vor dem Weihnachtsmann. Ich könnte dich ja schonech aber ihr habt mich selbst ja niemals geschont. Heute nachmittag habe ich noch versprochen, deinen Mann nicht anzufechten. Tb warst aber selber Zeuge, wie er mich mit Hohn und Spott überschüttet hat. Tas schließt wohl jede Rück­ sichtnahme aus. Was hast du? fragte Undine, erregt auf­ springend und Fridruns Handgelenke umfas­ send. Sprich, was hast du gegen Reimar? Gräfin Fridrun streifte gelassen Undines fieberheiße Hände von den ihren. ' (Fortsetzung folgt.) ■ ■ i Die Nebelfrau.</p>
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          <p>Letzte Posten. gen Ersatz der Kosten zur Vorführung von Schulfilms zur Verfügung stellen. Die Kaution von 120 Mk. beim Stadt. Elektr.-Werk wird dem bisherigen Pächter der Trau sachlich tsp i e le freigegeben. i Letzte Pope«. Neue U-BvotSerfolge. WTB. Berlin, den 5. Mai. (Amtlich.) Neue Ui-jBoots-jErfolge aus dem nördlichen Kriegsschauplätze: 12000 Brutto-Reg.-To. Tier Chef des Admiralstabes der Marine. Französische Aingrisfe am Kommet abge­ schlagen. i Berlin, 5. Mai. Die Franzosen haben am 4. Mai in Flandern aufs neue eine ungetnein schwere Niederlage erlitten. Nach stärkstem Trommelfeuer in der Gegend von westlich Kemmel bis westliche Bailleul griffen um 5 Uhr 30 Min. vormittags französisch^, zumteil frische Divisionen in 10 Kilometer Breite an mehreren Stellen an und machten die erbittert­ sten Anstrengungen, um uns das wichtige Kem!melmassiv wieder zu entreißen. Während auf dem grüßten Teile der Angriffssront trotz rück!sichtsloser Massenopfer ihre tiesgegliederten Sturmtolonnen nicht an die vordersten deut­ schen Stellungen herangelangten, kam es nur an ganz wenigen Stellen zu erbitterten Nahtämpsen. Tie Franzosen wurden im fluchti­ gen Gegenstoß aus dem Vorfeld der deutschen Linien restlos herausgeworfen und diese so­ gar an einzelnen Stellen im Nachstoß um mehirere hundert Meter vorverlegt. Ueber 300 französische Gefangene blieben dabei in deut­ scher Hand. Tjie Mutigen Verluste des Angrei­ fers, der bereits mehr als 9 Divisionen in den Kamps um die Wiedereroberung des Kern! mel einsetzte, waren infolge der außerordentz lich guten deutschen Artilleriebeobachtung von den beherrschenden Höhen aus ungewöhnlich schwer. Tie Schwarze Mecrftotte. Berlin, 5. Mai. Wie von gut infor­ mierter Seite 'verlautet, ist der Teil der Schwat­ zen Meerflotte, der 'vor einiger Zeit noch un­ bekannten Aufenthaltes war, nach, Odessa zus rückgekehrt und hat sich der neuen Regierung zur Verfügung gestellt. 1 I Bon der Zarenfamilie. &gt; Amsterdam, 5. Mai. Ter frühere Zar, die Zarin und eine ihrer Töchter sind, da auund Monarchisten ihnen zur Flucht zu ver­ geblich Bauern aus der Umgebung von Tobolsk helfen suchten, durch eine Verfügung nach Jekaterinenburg überführt worden. Ter Zare­ witsch &gt;chrd in der Verfügung nicht erwähnt. Tier Friede mit Rumänien fertig. Bukarest, 4. Mai. Gestern ist durch die Vertreter Oesterreicht-Ungnrns bezw. Teutsch-? lands und Rumäniens der wirtschaftliche Zu­ satzvertrag zum rumänischen Friedensvertrag paraphiert worden. Damit sind sämtliche mit dem Friedensschlüsse zusammenhängende Veriträge zwischen Deutschland un dOesterreichj-Zn-! gärn einerseits und Rumänien anderseits ab­ geschlossen und zur Unterschrift fertig. T!)e Schwede« auf Aaland. Stockholm, 5. Mai. Wie mehrereStvckl holmer Zeitungen berichten, denkt die schwedi­ sche Regierung die Truppen von Aaland zurück! zuziehen. T&gt;ie schwedische Regierung hält den Zweck der Expedition für erfüllt und trifft da­ her die genannten Maßnahmen.</p>
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          <p>Literarisches. Literarischer. T!as GkashiMS. Roman von Edmund Edel. Das neueste Ullsteinbuch. 1 Mark und 35 Pfg. Teuerungszuschlag. — Tiefer erste Berliner Kino-Roman wirkt in dem Tempo seiner Bil­ der, in der Schärfe der Beleuchtung selbst wie ein spannendes Filmstück. Tie Geschichte einer großen Filmgesellschaft wird erzählt, der "Pegasus". Tie Unternehmertypen der jun­ gen Industrie werden geschildert, ihr mit ge­ waltigen Geldmitteln eingeleiteter Kampf, Fu­ sion und Niederbruch, Atelier. Filmbörse, Re­ gisseure, Operateure, das ganze Volk der Kino’feute vom Statisten bis zum berühmten Schau­ spieler, der für traumhafte Gagen der neuen Kunstgattung sich dienstbar macht. Tjie einfache, die doppelte und die ameri­ kanische Buchführung. Zum Selbstunterricht, leicht faßlich und übersichtlich dargestellt. Mit vielen praktischen Beispielen und Erläuterung der wichtigsten Bestimmungen. Ein Nachschlagebuch für jeden Geschäftsmann und kcuzjmännischen Angestellten von W. Wohlberedt. Ver­ lag L. Schwarz u. Couch., Berlin C. 14, Tresdenerstr. 80. Preis 1.35 Mark. Tlie Illustrierte Kriegs-Chronik des Täheim (Verlag Velhagen und Klasing) ist jetzt, obgleich nur alle zwei bis drei Wochen eine Lieferung ausgegeben wird, bereits bis zum 88. Hefte vorgeschritten. So schrecklich lange dauert der Weltkrieg nun bereits! Und doch, wenn man die zuletzt erschienenen Hefte durchblättert, so muß man sagen, daß sie in der langen Zeit nichts von ihrer Frische eingebüßt haben. In künstlerischem Einbande liegen nunmehr be­ reits acht stattliche Bande der schönen KriegsChronik des Daheim vor. Sie sind mit ihren zahlreichen prächtigen Abbildungen und wert­ vollen Kartenbeilagen ein herrliches Erinner­ ungswert an die große Zeit, die wir durchleben. Tie Stellung des Reichskanzlers zur Kriegerheimst'ätteusrage beleuchtet ein Wort aus seiner Rede zur Wohnungsfrage im Herren­ haus am 15. Januar, das die "Bodenreform" in ihrer Nr. 3 abdruckt. Tlie "Bodenreform" ist die verbreitetste Zeitschrift für volkswirt­ schaftliche und staatsbürgerliche Bildung im deutschen Sprachgebiet. Sie kostet vierteljähr­ lich nur 1.50 Mark bei jeder Buchhandlung und Post. Probenummern versendet kostenfrei der Verlag "Bodenreform", Berlin NW. 23, Lessingstraße 11. Der "Baumeister", Monatshefte für Architek­ tur und Baupr»x!d, (VerwgSbuchbehandlung Georg D. W. Callwey). Das Heft ist zum Prel e vo« 3 —.Mark durch alle Buchhandlungen zu beztrhw.</p>
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          <p>Niederbayerische Helden. Uiederbayerische Helden. Während der Kämpfe am 9. April 1917 bei Arras verband Sanitätsunterojfizier der Res. Johann Wurzer aus Lehen, Maurer zu Reutzkam, B.A. Vilsbiburg, unter starker feind­ licher Beschießung seinen Kompagnieführep, holte durch das Sperrfeuer hindurch eine Trag­ bahre herbei und schaffte den Verletzten zu einem Verbandplatz. Wurzer wurde mit der Silbernen TaPferkeitsmedaille belohnt. AIs die Franzosen am 8. September 1917 nach einer gewaltigen Artillerievorbereitung in Unsere Stellung bei St. Souplet einbra­ chen und einen aus den »verschütteten Unter! ständen nicht rasch genug zur Entwicklung ge­ kommenen Zug überrannten, leistete Offizierstellvertreter Joses Mühlberger der 8. Komp. 24. Jns.-Rgts. aus Würding, B.AI. Griesbach, Zimmerer zu Gögging, mit 25—30 Mann dem etwa achtfach überlegenen Gegner hartnäckigsten Widerstand, obwohl er selbst gleich anfangs eine Verwundung erlitten hatte, und beteiligte sich trotz seiner Erschöpfung durch den Blutiverlust auch an dem Gegenstoß, der den Feind in seine Gräben zurückwarf. Mühlberger wurde mit der Silbernen TaPferkeitsmedaille ausge­ zeichnet. L i</p>
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          <p>—* Die Herabsetzung der Fleischt­ rat io n, die schon kürzlich im Landtage als sicher bevorstehend angekündigt wurde, wird nach Erkundigungen im Ministerium des In­ nern vom 13. Mai ab mit Beginn der Gel­ tung der neuen Fleischkarte in ganz Bayern erfolgen und zwar wird die Wochenration von 250 auf 200 Gramm herabgesetzt, wie dies in anderen Bundesstaaten bereits geschehen ist. Tie Maßnahme wird mit dem Hinlveis daraus begründet, daß, sonst im Winter auch 200 Gramm nicht mehr gewährt I cerben können. —* Erhöhung der Kinoabgaben. Herr G.-B. Geiger wies im Ortsarmenverband daraus hin, daß, nach dem Kriege dem Verband erhöhte Ausgaben zufallen werden. Es müsse daher für Bereitstellung von Mitteln gesorgt werden. Dazu komme, daß, infolge Einschrän­ kung der Spielzeit durch Verkürzung der elek­ trischen Kraftzuleitung die Einnahmen aus der Lustbarkeitsabgabe der Kinos eine Verkürzung erfahren. Es sollen daher die auf 40, 20 resp. 10 Pfg. festgesetzten Lustbarkeitsabgaben für kinematographrsche Vorführungen verdop­ pelt werden. Bei Beratung dieser Angelegen­ heit im Magistrat wurde hierzu betont, daß Die Kinos ohnedies überfüllt seien und die Kinobesucher auch die erhöhten Abgaben be­ zahlen, deren Erhebung vom Magistrat dann beschlossen wurde. —* Das Alarmwerk am Jodoksturm ist nun, wie in der letzten MagistratssiMng be­ kanntgegeben wurde, wieder im Toppelanschlag hergestellt. Tire Arbeiten wurden durch Herrn Ho flu nstschlosser me ister Heilmeier vorgenom­ men. Das Werk wurde in Awresenheit des Feuerwehrkommandanten geprüft und festge­ stellt, daß seine Wirksamkeit der früheren nicht nachsteht. Allerdings ist das Werk, wie in der Sitzung weiter bemerkt irjurde, durch die mög­ liche Beschlagnahme weiterer Glocken neuer­ dings in Frage gestellt. —* Zwei fr anzüsische Kriegsge­ fangene des Lagers Regensburg, die von ihrem Arbeitsplätze in Metten entwichen waren, wurden gestern hier festgenommen. —* Ins Milchhamstern gingen am Samstag zwei Schulknaben von hier nach Er­ golding. Tort stiegen sie aus die Bäume, um Maikäfer herabzuholen. Hierbei stürzte der eine, der Sohn einer Tienstmannswitsre, her­ ab und bracht sich das linke Schienhein. Ter Verunglückte wurde durch die Freisr. SanitätÄkolonne hierher gebracht. —* Weitere 5 0 Pser de, somit zusam­ men 100 Pferde, versteigert der Landw. Kreisansschuh am Mittwoch, 8. Mai, aus dem Viehx marktplatze hier. —* An Fett erhalten wir diese Woche wie­ der nur 50 Gramm Butterschmalz und Marga­ rine für den Anteil. —* Ein Flieger landete gestern in der inneren Flutmulde. Zahlreiche Schaulustige umdrängten tagsüber den Landungsplatz. Abends stieg der Flieger wieder zur Rückfahrt aus. —* Bittgänge fanden heute vormittags statt von St. Martin nach! St. Rikvla, von St. Jodok nach hl. Blut und von St. Rikola nach St. Martin. i —* Der Flurschutz wird Heuer in ver­ stärktem Maße ausgeübt. Ten Zuwiderhandeln­ den droht neben Straseinschreitung auch Ver­ öffentlichung ihrer Namen. —* Der erste Maisonntag brachte uns gestern ein sehr zweifelhaftes Wetter. Dro­ hende Gewitterwolken ballten sich besonders am Nachmittag und in den Wendstunden gjn Himmel zusammen, doch kam es zu feinem Niederschlag. Immerhin blieb der Ausslugs­ verkehr infolge der Unsicherheit der WitteriUngsverhältnisse stark beschränkt. —* Befolgt die Hilssd ienstmeldevorschri sten: Arbeitgeber und Arbeitneh­ mer versäumen immer noch vielfach die Befol­ gung der Hilssdienstmeldevorschriften und zwin­ gen dadurch zu ihrer Bestrafung. — Alle Ar­ beitgeber, die Htlssdienstpslichtige beschäftigen Und alle Hilssdienstpflichtigen sollen die über­ all angeschlagenen Meldevorschristen genau durchlesen und befolgen. — Jeder Hilfsdienst­ pflichtige — auch solche, die in einem Hilfsdienstbetriebe tätig sind Und solche, die, ohne reklamiert zu sein, vom Militär entlassen sind — haben eine Meldekarte auszufüllen. — Je­ der Hilfsdienstpslichtige hat jeden Arbeitswech­ sel — Austritt Und Antritt — und Wohnungs­ wechsel anzuzeigen. — Jeder Arbeitgeber hat jeden Antritt der bei ihm beschäftigten Hilfs­ dienstpflichtigen anzuzeigen. — Arbeitsantritt ist also sowohl vom Arbeitgeber wie vom Ar­ beitnehmer anzuzeigen.</p>
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          <p>Stimmen aus dem Publikum. Stoie« aas dem Publikum. (Di« Stebnfiis« übernimmt für @tn?enbu-»iro unter bim Rubrik bem Publikum gegenüber keine Serantworrung.) Schutz den Siluren ' ertönt jetzt überall der Ruf und mit vollem Rechte. Trotzdem kann man in der oberen Flutmulde, besonders in der Nähe des Freibades, täglich und vor allem an Sonntagen Horden von Jungen in wildem Fußballspiel umhertolllen und die Fluren zertreten sehen. Es wäre höchste Zeit, daß dieser Unfug abgestellt würde. . ^ —r—. Im stadt. Freibad ist anscheinend der Betrieb bereits ausgenomimen. Darüber wird sich auch niemand aushalf ten. Aber darüber muß entschieden Klage gei führt werden, daß die halbwüchsigen Burschen I in ihrem Badekostüm auch auf den Wiesen vor dem Bade herumspringen, über die Barriere klettern und anderen Unsüg treiben. TerRaum ist groß genug, um jedem, de: Erfrischung im Bade sucht, hierzu Gelegenheit zu bieten.</p>
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          <p>-Mel. Md Verkehr. Landshut, 3. Mai. (Viktualienmarkt.) Ter heutige Viktualienmarkt war late gewöhnlich schlecht bestellt. ViktuÄien mit Ausnahme von Kaninchen, Tauben und einigen Hennen und Gockeln keine vorhanden; der Markt sollte eigentlich Grünmarkt heißen. Junggemüse er­ fährt täglich eine bessere Zusjuhr. Tie Nach­ frage ist nach dem nur noch wenig vorhandenen Altgemüse eine sehr lebhafte. Hoffentlich tritt in den nächsten Wochen eine Besserung der Zu­ fuhr auch anderer Artikel als Gemüse ein, die jür den Haushalt sehr zu wünschen Märe. Druck u. Verlag I F. Rletsch. Verantwortlicher Bch«istleiter F. X. Wagner. Beide in LandShul. Handel und Verkehr.</p>
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          <p>Keine neue Papstvermittclung. Bern, den 5. Mai. Epoca bestätigt, daß nach einer ,Mitteilung einer angesehenen vati­ kanischen Persönlichkeit die Meldung von einer neuen päpstlichen Friedensnote an die Krieg­ führenden nicht den Tatsachen entspreche, Man erachte im Gegenteil in den maßgebenden vati­ kanischen Kreisen eine Wiederholung des Friedensappefts weder für nötig, noch für nütz­ lich. ,</p>
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          <p>Deggendorf, 4. Mai. (Beleidigungsklage.) Ter straft. Arzt Dr. Zehnder hat, wie die N. Fr. Volksztg. meldet, dem Vernehmen nach, gegen den Bezirksamtmann von Deggendorf, Regierungsrat von Lenk, Beleidigungsklage ge­ stellt. Ursache ist ein Zusammenstoß in einer be­ hördlichen Sitzung. Bezirksamtmann dönLenk soll Herrn Tr. Zehnder, der die Mängel der Teggendorfer Tuberkülosenfürsorge kritisierte, Gewisssenlosigkeit inbezug aus seine Abgaben vorgeworfen haben. Tr. Zehnder wird sich:, so­ viel wir hören, durch: einen bekannten Mün­ chener Ainwalt vertreten lassen. Niederbayerische Nachrichten.</p>
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