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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-06-10"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 156</biblScope>
          <date when="1918-06-10">1918-06-10</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Ein neuer Vorstoß westlich der Oise.</p>
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          <p>Gury und die anschließenden feindlichen Linien genommen. — Englische, französische und amerikanische Angriffe an verschiedenen Stetten gescheitert. — Italienische Anstürme am Monte Pertiea blutig zusammengebrochen. —Ein amerikanischer Riesendampfer torpediert?</p>
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          <p>WTB. Berlin, den 8. Juni 1918. — Großes Hauptquartier: i «rstliAer »sH#»!»««*!»*. Heeresgruppe des Gemeralidldmarfchatts Kronprinz, Rupprecht von Bayern. Zeittveilig auflebender Artilleriekamps und Erkundungsgefechte. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Erneute Angriffe des Feindes nordwestlich von Chateau-Thierry und Gegenangriffe zur Wiedernahme der verlorenen Linien an der Ardre brachten ihm nur unbedeutenden Ge­ ländegewinn. Mehrfacher Ansturm französischer, amerikanischer und englischer Regimenter schei­ terte unter schweren Verlusten. Im übrigen ist die Lage unverändert, teet 1. wesmdmzttttteimetBeKis «»be»»oeff. » WTB. Berlin, den 8. Juni. Amtlicher Abendbericht: i An der Schlachtfront ist die Lage unver­ ändert. WTB. Berlin, den 9. Juni 1918. — ! Großes Hauptquartier.) SaefHtAet KriegSsM««plla^ Heeresgruppe des GencralseldmarschaUS Kronprinz Rnpprecht von Bayer« Ter Artilleriekampf lebte am Abend viel­ fach auf und nahm heute früh! im Kemmelgebiet südlich von der Somme und der Avre an Stärke zu. Teilangriffe der Franzosen südlich von Ipern, der Engländer nördlich von Beaumont Hamel wurden blutig abgewiesen. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. An der Oise lebte die Gesechtstätigjkeit auf. Oertliche Angriffe der Franzosen auf dem Südufer der Aisne und südlich der Ourcq scherterten. : I ' I I j i ! I Eigene Vorstöße östlich von Cutry brach­ ten 45 Gefangene. Amerikaner, die nordwestlich von Chateau Thierry anzugreifen versuchten, wurden un­ ter schweren Verlusten und unter Einbuße von Gefangenen über ihre Ausgangsstellungen hin­ aus zurückgeworfen. Heeresgruppe des Gemeralseldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg. Bei erfolgreicher Unternehmung aus dem Ostufer der Mosel machten wir Gefangene. Leutnant Kroll errang seinen 24. und 25., Feldwebel Rumey seinen 23. Luftsieg. , Der 1. Generat quartiermeister! . . . &gt;»de«dorfr. ; . Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB- Berlin, den 9. Juni. Amtlicher Abendbemcht: Westlich der Oise nahmen toi: die Höhe von Gury und die anschließenden feindlichen Linien.</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. Bericht des AnniraWer. Rene U-Bootserfolge. WTB. Berlin, den 8. Juni. Amtlich«. Turch die Tätigkeit unserer Unterseeboote wur­ den im Sperrgebiet um England wiederum 10 500 Tonnen Handelsschiffsraum vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein tiesbeladener, mittelgroßer Frachtdampfer, der aus einem stark gesicherten Geleitzng heraus­ geschossen wurde. Ter Chef des Admiralstabes der Marine.</p>
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          <p>Cernabogen und auf beiden Seiten des Tvbropolje verstärkte sich die beiderseitige Feuertätig»! fett zeitweilig. Oestlich des Wardar versuch­ ten englische Angriffsabteilungen wiederholt, sich unseren Feldwachen bei dem Tvrfe Drastali zu nähern. Sie wurden durch Feuer vertrie­ ben. Südlich Tviran war das feindliche Ar­ tilleriefeuer zeitweilig lebhafter. Im Wardartale beiderseits lebhafte Tätigkeit in der Luft. " Verrat an Italien. Tie Wiener Reichspost veröffentlicht an leitender Stelle eine "absolut authentische" In­ formation, die ein grelles Licht auf die po­ litische OsfenftiÄe wirst, die die Entente mit England an der Spitze in der österreichischungarischen Monarchie zu entfalten beabsichtigt. Die Reichspost schreibt: Es liegen uns, mitgeteilt von unbedingt vertrauenswürdiger Seite, Aeußerungen aus den Kreisen der Stockholmer englischen Ge­ sandtschaft darüber b(or, wie die Entente die Lage in der Monarchie beurteilt. Die englischem Erwägungen gehen dahin: Wir müssen un­ ser Ziel auf dem Wege über die österreichischungarische Oesfentlichkeit und die österreichisch­ ungarische Presse erreichen. Das Ziel bleibt, Oesterreich-Ungarn vom Vierbunde loszulösen. Während Italien Oesterreich-Ungarn auf die Seite Deutschlands drängte, ist dieses Italien für die Entente ohne Wert, kostet viel Geld und Material und ist nicht imstande, die Front in Frankreich und Flandern zu entlasten unb zur Entscheidung beizutragen. Tie Entente ist infolgedessen genjöägt, die italienischen In­ teressen zu opfern, um Oesterreich-Ungarn zu gewinnen. Dieses Ziel ist nur zu erreichen durch entsprechende innere Einwirkung auf Oester­ reich-Ungarn, die so bestellt sein muß, daß es durch die 'Abtrennung von Deutschland ge­ ringere Gefahr zu laufen scheint, als beim Verbleiben auf Seite Deutschlands. Der bulgarische Bericht. Sofia, den 6. Juni. Amtlicher Bericht: Westlich von Bitolia, jan mehreren Stellen im</p>
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          <p>Aus Rußland. Siet Kampf der Moskauer Regierung ge­ gen die Gegenrevolution. Nach einer Havasmeldung hat der russische Volkskommissar für den Krieg, Trotzki, eine Proklamation an alle Regimenter erlassen, die gegen die gegenrevolutionären tschecho-slowaklschen Brigaden kämpfen. Tarin erklärt er die Einheit des russischen Kommandos an der Wolga-, Ural und sibirischen Front als gesichert und teilt mit, daß er dem Kommando der Frontarmee Befehl erteilt habe, die Parlamencho-flowakischen Truppen, die ihre Waffen nicht täte, die die tschecho-slowakischen Truppen stisikcn würden, zu empfangen. Tiejenigen tfche-slowakischen Truppen, die ihre Waffen nicht abliefern, sollen aus der Stelle erschossen wer­ den.</p>
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          <p>Aus Amerika. See Flugzeugskandal in Amerika. ' Amsterdam, den 9. Juni. Der amerika­ nische Senat hat die Untersuchung im Flugzeugskandal keineswegs ausgegeben, PräsidentWilson hat sich monatelang gegen eine Kontrolle gesträubt. Nunmehr steht unzweifelhaft fest, daß die Vereinigten Staaten im Verlause von elf Monaten für ihr Aervplan-Programm beinahe 900 Millionen Dollar ausgegeben haben, ohne daß bis zum 1. Mai 1P8 äuch nur ein einzi­ ges Kampfflugzeug in Erscheinung getreten wäre. Parlamentarische Ueberwachung der ame­ rikanischen Kriegführung. Ter amerikanische Senat hat sein MMtärkomitee vergrößert und ihm Vollmachten er­ teilt, um die Schuldfrage im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Aeroplanprograw« mes zu prüfen. No nie hat ein Senatskomitee der Vereinigten Staaten Vollmachten besessen wie dieser neue 21 köpftge Ausschuß. Das .Komitee hat, wie aus Bern gemeldet wird, das" Recht erhalten, Zeugenaussagen zu erzwingen, ebenso tote die Vorlegung aller erforderlichen &gt; Akte aus dem Kriegsministerkum .In Wirklich-' keit ist also dieses neu organisierte Milsitärfomitee des Senats nichts als eine Parlamentär" rische Ueberwachungsstelle der Kriegführung des I Kriegsministehiums.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. i 'Luftkämpft. Am 5.-Juni hatten mehrere unserer Flug­ zeuge mit fünf englischen Curtis-Flug-B«oten nordwestlich toion Ter-Schelling ein längeresGesecht, wobei ein englisches Flugzeug abgeschos­ sen wurde. Tiieses Flugzeug verbrannte dicht unter der Küste. 3 Mann der Besatzung ret­ teten sich an Land. Wie aus holländischen Pressenachrichten hervorgeht, sind diese Flug­ zeuge gezwungen worden, auf Ter-Schelling zu landen. Die Insassen verbrannten die Flug­ zeuge und wurden interniert .Anscheinend lan­ dete ein viertes englisches Flugzeug aus Vlieland. 6 englische Offiziere und 3 Unteroffiziere wurden in Holland interniert. Von unseren Flugzeugen geriet während des Gefechtes eines in Brand. Es wurde später von uns vernich­ tet und die Besatzung gerettet. Zwei weitere englische Flugzeuge wurden schwer beschädigt.</p>
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          <p>liche drei Gewählten erklärten, die Wahl an« zunehmen. | i Strenges Tischtuchverbot. Tie Reichsbe­ kleidungsstelle hat, wie bekannt gegeben, vor längerer Zeit ein Tischtuchverbot für die Gast■ wirtschaften und Hotels erlassen. Eine Aus­ nahme war nur für diejenigen Wirtschaften ge­ stattet worden, deren Tische mit Fries belegt sind. Ta vielfache Umgehungen dieses Ver­ bots festgestellt worden sind, so hat sich die Reichsbekleidungsstelle entschlossen, ein allge­ meines Tischtuchverbot anzuordnen .Tas neue Verbot tritt mit dem 1. Juni in Kraft. Von dem Verbote werden jetzt auch Klubs, Kasinos, Kantinen usw. betroffen. Papiergarntischtücher dürfen auch ferner verwendet werden. Bei Pri­ vatgesellschaften, Hochzeiten usw. dürsenTischtücher verwendet werden, wenn sie von den Veranstaltern mitgebracht werden. Tie durch das strenge Verbot gewonnenen Wäschestücke sollen in erster Linie für Säuglingswäsche be­ nutzt werden. | t Streit unter den unabhängigen Soziali­ sten. Die Frankfurter Ortsgruppe der Unab­ hängigen sozialdemokratischen Partei faßte der "B. 3." zufolge den Beschluß, zwei Genossen auszuschließen, weil sie Kriegsanleihe gezeich­ net hatten. Daraufhin erklärten mehrere Mit­ glieder sich tritt den geächteten Genossen solida­ risch und traten aus ber 1 Organisation aus. Tiie innere Lage in Oesterreich. Das Blatt der tschechischen Agrarier "Venkoy" glaubt, daß man in parlamentarischen Krei­ sen nicht mehr an eine Einberufung des Par­ lamentes denken könne. Auch, die Regierung selbst wünsche sie nicht und zwar sowohl wegen den Antrages Stcmeks über die Einschränkung der Landsturmpflicht als auch wegen der Op­ position gegen die allgemeine Arbeitspflicht und gegen die für Böhmen beschlossenen Maßnah­ men (Kreiseinteilung' )ferner auch wegen der Politik der Südslawen. Dadurch würde die Frage gegenstandslos, ob sich mit mehr Kraft­ aufwand das Budgetprovisorium bilden lasse. Erhöhung der österreichisch^nngarWen Zivilliste? Tie während des Kriegs eingetretene Teuerung hat auch die Hofhaltungskosten erhöht sodaß, wie A; Est meldet, sowohl in Oester­ reich wie itn Ungarn ein Gesetzentwurf über die Erhöhung der Zivilliste, welche gegenwärtig in beiden Ländern je 11300 000 Kronen be­ trägt, eingebracht werden soll. Eine Verein­ barung über den Mehrbetrag ist noch nicht er­ teilt worden . i 1</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Seine« 70. Geburtstag feierte in Mün­ der bekannte Volksdichter Hans Lehhgeber. Ter Steueransschuß per daher. Abgeord­ netenkammer hat das Vermögenssteuergesetz in B zweiter Lesung angenommen unter Zustimmung zur Besteuerung des Luxus. Uttt die Sicherstellung von Vier für die Erntezeit zu erleichtern haben die stelle. Ge­ neralkommandos angeordnet daß beim Bezug Ibpn Kaufbier die tatsächlichen Unkosten, wie Gebühren, Fracht und Fuhrwerk sowohl dem Ganterpreis als auch dem «Ausschankpreis bis zum Höchstbetrage von 4 Mark pro Hekto­ liter zugeschlagen werden dürfen. Weiter wurde die Vorschrift, daß die Brauereien an ihre Kunden nicht mehr als die Hälfte der in den entsprechenden Monaten des Sudjahres 1912— 13 gelieferten Biermenge abgeben dürfen, für die Zeit der Ernte außer Wirksamkeit gefegt. Mr Bayer. Kanatvereiir hat in einer Vorstandssitzung am 5. Juni in Bamberg be­ schlossen, wie bisher die Projeltbearbchtung für die Großschifsahrtsstraße Main—Donau durch. die K. Staatsregierung nachdrücklich, in jeder ihr möglichen Weise zu unterstützen und jede Stellungnahme zu Abänderungs- oder Abkürzungsvorschlägen bis zur Veröffentlichung des von der K. Staatsregierung beantragten Projektes zu unterlassen. grifft bliese on$ dm Westen. | i Berlin, den 6. Juni 1918. «.Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise , , verboten.) Die amerUauifche Hilfe in der Schlacht zwischen Soiffons «nd Reims. (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Großes Hauptquartier, 4. Juni. ■ Nachdem sich seit dem Beginne der offenen Feindseligkeiten Amerikas gegen uns der kleine französische Ententebruder jedesmal, wenn er eine Schlappe erleidet, mit der Hilfe des großen amerikanischen Ententebruders tröstet,' ist es wissenswert, einmal zusammenzustellen, was wir von dieser amerikanischen Kriegshilfe in dem einer ganzen Provinz entsprechenden Ge­ biete, welches wir durch unseren Stoß über den Tamevnoeg croo.ert haben, eigentlich gespürt und gesehen haben. Unsere kämpfenden Trup­ pen haben in der Schlacht von der "Old Glorh" des Sternenbanners sehr wenig zu spüren be­ kommen. Tire! amerikanische Panzerkraftwagen traten gegen uns aus. Sie leisteten wenig, so lange sie von Amerikanern geführt wurden, wobei zwei durch Artillerie- oder Minentresser auf nahe Entfernung zerstört wurden. Dage­ gen erwies sich ein dritter von dem Augenblicke an, wo wir ihn unversehrt erobert hatten, und mit deutscher Bemannung gegen die Fran­ zosen führten, als eine Leistung amerikanischer</p>
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          <p>Mir ist die Beute aus den großen Kämpfen im Westen seit dem 21. März nunmehr auf 185 000 Gefangene, über 2250 Geschütze und viele Tausende von Maschinengewehren gestie­ gen: die Einbuße an nicht annähernd zu schä­ tzendem Kriegsmaterial und Gerät aller Art hat der Entente ungeheure Werte gekostet. Rothäute an der Westfront. Aus Genf wird berichtet: Laut der Armeeausgabe der "Chicago Tribune" sollen 8000 Rothläute jetzt unter den amerikanischen und kanadischen Truppen an der Westfront als Soldaten eingereiht sein. Bei der letzten Versammlung des Jrvquohs-Stammes zu Mont­ real in Kanada erstatte der alte Stammes­ häuptling, daß sein Sohn den Fliegertod in Europa gefunden Hobe, und daß noch viele junge Krieger Hin in die Gefilde der Glückli­ chen folgen würden. Im Namen seines Stam­ mes verlangte er, daß den Indianer-Freiwilli­ gen in den kanadischen und amerikanischen Heeren wenigstens zum Lohne die Bürgerrechte perliehen werden. Im Lande der berühmten Freiheit und Gerechtigkeit werden nämlich den einzigen echten LandessötzUen, den eingeborenen Indianern, weder Bürgerrechte, Freiheiten noch sonstiger Rechtsschutz gewährt. Aber bluten dürfen sie. Site ciituatilralisierten Tonischen in I Frankreich. Gens, 8. Juni. Tie Pariser Blätter beschläftigen sich mi dter Lage der entnaturalisierten Teutschen in Frankreich und die Frage, ob die neuen Vereinbarungen über die Heimschasfung der Zivilgefangenen auf diese Anwendung 'inden könnten. Durch das französische Entnaturalievungsgesetz ist bekanntlich vielen Teut­ schen die Naturalisation seit Kriegsbeginn wie­ der entzogen worden. Obwohl die deutscheRegierung die meisten dieser früheren Deutschen interniert hat, scheint sie sie jetzt doch nicht als deutsche Staatsangehörige betrachten zu wollen und auf dem Standpunkte zu stehen, daß diese trotz des Telbrückschen Gesetzes die deut­ sche Staatsangehörigkeit verloren haben. Tie Zeitung "Heute" teilt hierzu mit: daß die französischen Behörden ebenfalls der Ansicht seien, daß die neuen Vereinbarungen nicht auf die Entnaturalisierten angewendet werden könnten, die als heimatlos betrachtet werden müßten. Tie an zuständiger Stelle in Berlin eingezogenen Erkundungen haben ergeben, daß nach der deutschen Aufsassung die in Rede ste­ henden Personen nicht als Deutsche anzusehen sind und daher keinen Anspruch aus Ausweise aus Frankreich haben.</p>
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          <p>Aus Rußland. Tier Kampf der Moskauer Regierung ge­ gen die Gegenrevolution. Nach einer Havasmeldung hat der russische Volkskommissar für den Krieg, Trotz'ki, eine Proklamation an alle Regimenter erlassen, die gegen die gegenrevvlutionären tschecho-slowakischen Brigaden kämpfen. Turin erklärt er die Einheit des russischen Kommandos an der Wolga-, Ural und sibirischen Front als gesichert und teilt mit, daß er dem Kommando der Frontarmee Befahl erteilt habe, die Parlamencho-slowakischen Truppen, die ihre Waffen nicht täte, die die tschecho-slowakischen Truppen schjikkcn würden, zu empfangen. Tiejenigen tfche-slowakischen Truppen, die ihre Waffen nicht abliefern, sollen aus der Stelle erschossen wer­ den.</p>
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          <p>Site italienische Presse gegen Trupp cnadgabe an die Westfront. Tie neue italienische Truppenhilfe auf der Westfront dürste aus der Versailler Konferenz erörtert worden sein. Tie grvßssn italienischen Blätter tragen alle Anzeichen der bevorstehen­ den österreichischen Offensive zusammen und heben die Bedenken gegen eine Schwächung der Alpenfront hervor. Jede Schwächung der Gebirgsfront müsse vermieden werden, da trotz der Beschränkung der feindlichen Truppenbe­ wegungen auf die Nachtzeit gewaltige Vorbe­ reitungen des Feindes erkennbar seien. Blutiger Zusammenstoß in der Provinz Rom. Italienische Blätter melden über einen schweren Zusammenstoß der mit Sensen und Sicheln bewaffneten Landbevölkerung mit Gen­ darmen in Sezze (Prvvinß Rom). Tie Gen­ darmen gaben Feuer, töteten und verwundeten eine Anzahl! Bauern und nahmen die anderen fest. Der Grund des Konfliktes wird nicht an­ gegeben. ' Der Krieg mit Italien. Sir kommende italienische Kammersession. Corriere dellv Sersa zufolge erwartet man eine kurze Session von etwa 12 Sitzungen. Erklärungen bim Regierungsseite dürsten kaum erfolgen ,es könnte denn fein, daß Or­ lando eine Rede über die Lage halten wird. Ter Avanti glaubt nicht, daß die Kammer dem Ministerium besondere Schwierigkeiten be­ reiten wird, allerdings weniger aus Ver­ trauen zu ihm, als aus Furcht für dessen Nachfolgerschaft. f</p>
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          <p>Sec Flugzeugskandal in Amerika. Amsterdam, den 9. Juni. Der amerika­ nische Senat hat die Untersuchung im Flugzeugskandal keineswegs aufgegeben, PräsidentWilson hat sich monatelang gegen eine Kontrolle gesträubt. Nunmehr steht unzweiseHast fest, daß die Vereinigten Staaten im Verlaufe von elf Monaten für ihr Aeroplan-Programm beinahe 900 Millionen Dollar ausgegeben haben, ohne daß bis zum 1. Mai 19fl8 äuch nur ein einzi­ ges Kampfflugzeug in Erscheinung getreten wäre. Parlamentarische tleberwachung der ame­ rikanischen Kriegführung. Ter amerikanische Senat hat sein Mjilitärkomitee "vergrößert und ihm Vollmachten er­ teilt, um die Schuldsiage im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Aeroplanprograwmes zu prüfen. No nie hat ein Senatskomitee der Vereinigten Staaten Vollmachten besessen wie dieser neue 21köptzge Ausschuß. Das Komi-! tee hat, wie aus Bern gemeldet wird, das* Recht erhalten, Zeugenaussagen zu erzwingen, ebenso wie die Vorlegung aller erforderlichen • Akte aus dem Kriegsministerkum .I« Wirklich-/ keit ist also dieses neu organisierte Missitärkomitee des Senats nichts als einö Parlamentär' rische Ueberlvachungsstelle der Kriegführung des j Kriegsministerstums. f Aus Amerika.</p>
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          <p>Japan im Kriege. Siet chinesisch-japanische Vertrag. Ter Times-Korrespondent in Peking mel­ det, daß die Einzelbestimmungen des chinesisch­ japanischen Vertrages geheim bleiben. TerAbschluß des Vertrages habe aber in ganz China zu einem Sturm von Protesten aus allen Be­ völkerungsklassen geführt. Aus den halbossiziösen Meldungen ist nur zu ersehen, daß ein Schutzbündnis für den Fall deutschen Ein­ dringens in Ostsibirien geschlossen wurde. Eine &lt; ntlinllnng fiber das japanisch-chi­ nesische Abkommen. Der Korrespondent des Daily Expreß in Tokio meldet: Der General Ugaki, der mit über den japanisch-chinesischen Vertrag verhandelte, erklärte ,daß, obwohl das Abkommen defensiv sei, es deshalb nicht notwendigerweise auf die Verteidigung beschränkt sei. Auch sagte er, daß es nicht allein im Osten angewendet werde. — Die japanische Regierung hat in Ausführung eines kürzlich geschaffenen Gesetzes eine ei­ gene Munitionsabteilung und einenMunitionsrat errichtet, dem 50 industrielle und wis­ senschaftliche Sachverständige angehören.</p>
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          <p>Ein deutsches U-Boot tu einem spanischen Hafen. Basel, 8. Juni. Das deutsche Untersee­ boot "U 65" ist nach einer Madrider Meldung beschädigt in den Hafen von Santander ein­ gelaufen. Ein amerikanischer Riesendampfer torpediert? Aus Zürich wird gemeldet: Tie "Post" er­ fährt, daß das spurlose Verschwinden des ame­ rikanischen RiesendaMpfers "Cyklop" in ameri­ kanischen Schis fahrtskreisen und an der Newyorker Börse ungeheures Aussehen erregt. Das Schiff, das sich mit 400 Mann Besatzung und einer wertvollen Manganerzladung auf der Fahrt von Westtndien nach Newhork befand, ist 20 000 Tonnen groß und das größte Trans­ portschiff der amerikanischen Handelsflotte. Es ist feit einiger Zeit überfällig, ohne daß äuch nur ein drahtloses Gesahrsignal aufgefangen wurde. Ihr Schiffahrtskreisen wird angenom­ men, daß durch das Erscheinen der deutschen U-Boote in amerikanischen Gewässern das Rät­ sel gelöst wurde und das Schiff dem Angriff feindlicher U-Boote zum Opfer gefallen ist. Ws-HeteW. Bei der Wahl zum Präsidenten des Reichs­ tags wurden 280 Stimmen abgegeben. Tabon entfielen 270 aus den Abgeordneten Fehren-^ »buch (Ztr.). Eine Stimme war ungültig, 9 zer­ splittert. Fehrenbach ist somit gewählt und er­ klärte ,die Wahl anzunehmen. — Tie Wahl der Vizepräsidenten des Reichstags zeitigte fol­ gendes Ergebnis: Für -Vizepräsident Tove tour* .den abgegeben 262, für Scheidemann 194 und für Tr. Paasche 187 Stimmen. Die Zahl der abgegebenen Stimmen betrug 269. Sämt« Der Krieg zur See.</p>
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          <p>zweiter Lesung angenommen unter Zustimmung zur Besteuerung des Luxus. ttm die Sicherstellung von Vier für die Erntezeit zu erleichtern haben die stellv. Ge­ neralkommandos angeordnet daß beim Bezug Ibpn Kaufbier die tatsächlichen Unkosten, tote. Gebüßten, Fracht und Fuhrwerk sowohl dem Ganterpreis als auch dem Ausschankpreis bis zum Höchstbetrage von 4 Mark pro Hekto­ liter zugeschlagen werden dürfen. Weiter wurde die Vorschrift, daß die Brauereien an ihre Kunden nicht mehr als die Hälfte der in den entsprechenden Monaten des Sudjahres 1912— 13 gelieferten Biermenge abgeben dürfen, für die Zeit der Ernte außer Wirksamkeit gesetzt. Tjör Bayer. Kanalverein hat in einer Vorstandssitzung am 5. Juni in Bamberg be­ schlossen, wie bisher die Projektbearbsitung für die Großschiffahrtsstraße Main—Tonau durch. die K. Staatsregierung nachdrücklich! in jeder ihr möglichen Werfe zu unterstützen und jede Stellungnahme zu Abänderungs- oder Ab­ kürzungsvorschlägen bis zur Veröffentlichung des von der K. Staatsregierung beantragten Projektes zu unterkrssen. Bayerische Nachrichten. Seine» 70. Geburtstag feierte in Mün­ der bekannte Volksdichter Hans Leyhgeber. Ter Steueransjschnß per bayer. Abgeord­ netenkammer hat das Vermögenssteuergesetz in</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. Berlin, den 6. Juni 1918. .Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise , | ; verboten.)</p>
        </div>
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          <p>i : Roman von Mmy B$öt|e. r ! (Nachdruck verboten.) 97 Timm hörte nichts mehr, 'in rasender Eile flog er dahin, die Torfstraße entlang. Undine vermochte nicht, ihm so schnell zu folgen. Großmutter, stöhnte sie aus, auch das ist dein Werk. Tu hast Dorret, um Fridrun fern­ zuhalten, hinausgesandt und sie vielleicht in den Tod gehetzt. Für mich hat sie den Weg gemacht, für mich, für die es kein Glück' mehr gibt. : i 1 Tief im Schnee gebettet lag die Wieding­ harde, in der schon Timm verschwunden war, ehe Undine den Hof erreichte. Wie ein Leichentuch spannte sich« die weiße Schneedecke darüber hin und jetzt Undine stockte fast der Herzschlag — stieg langsam eine schwarze Fahne vom Dach des Hauses empor. Schwer wehte sie über die weißen Dächer. Mit heiserem Schrei umkreiste eine Schar von Möven und Wildgänsen das stille Haus, in das Undine nun mit zitternder Hast trat, einen unterdrückten Schrei aus den Lippen, der ihr heiß und wild aus dem 'Herzen brach. Still war es in der großen Stube der Wiedingharde, unheimlich! still. ! 1 f Was fragt Ihr, junger f Tarnt? f.m + e er mit einem trockenen, i, eiferen Klang der Stimme. Tas Schicksal nahm diese junge Le­ bensblume, elhe sie der Sturm und Nebel des Lebens entblätterte. Wollt Jl-r traurig sein, daß Ihr sie nicht brechen konntet? Ein Herz­ schlag, sagt der Tvkl orsmann. Ihre Mutter starb auch daran. J,y sah des 9? ichjts die Ne­ belsrauen ihre Schleier weben, nicht nur für den Gorlingshvs, fcadern auch für uns, aber ich trauere nicht. Ich sehe weit voraus, Herr, und ich seih das Glück in Euch, als Ihr hier vor­ überginget. Ich ließ es gesch t, daß Dorrst Euch gern hatte, obwohl ich k ufte, daß Olaf darunter litt — Olaf, mein Söhn denn ich wollte Tvrret la hen seihen, weil ihr; Mutter so viel geweint. Sie 'hatte Euch lstb, die Dor­ ret, und auch Lhr mochtet sie gern. Aber wenn ich weiter Ausschau hielt in die Zukunft, da sah ich weil; Meere und 'Länder stoischen Euch liegen, da sah ich Tvrret blaß und ein­ sam sitzen und über das weite Wasser starren und nach Euch suchen, immer vergeblich su­ chen. Ta grau e nur vor meines Enke fkindes Schicksal an E trer Seite, trotz Euren Liebe. Art zu Art, H, rr. Und Tvrret war nicht von der Euren. I ' i ! ! ! ( , LZortfetzung strltzt.; i • i.* Die Nebelfrau. 1 Nur das mühsam unterdrückte, wilde ; Schluchzen eines Mannes drang an Undines . Ohr, der an der Bahre zusammengebrochen war, aus welcher Dorret inmitten der Stube still und friedlich schlief. Timm, wollte Undine aufschreien, glaube . es nicht, sie ist nicht tht, sie lebt ja, Timm; ' höre mich! Aber sie brachte kein Wort über I die Lippen. I Schmerzhaft aufstöhnend sank sie anTimms Seite an dem letzten Lager der 'holden Gespielin auf die Knie und faßte nach der kalten, kleinen Hand, die totenstarr auf "betn weißen Kleide lag, über welches die alte Tjalda Myrtenzweige gestreut, die sie von dem Bäumchen genommen, das sie so lange schv» für Torrets Brautkranz gepflegt. 1 Auch durch das blonde Gelock der Toten schlang sich der Kranz der Bräute. Torrets Lippen lächelten, wie in süßem Traum, sie lä­ chelte Timm entgegen, der in fassungslosem j Schmerz murmelte: r Wer hat sie mir genommen? Weri? Noch | gestern war sie mein im Lebensglück, in Lebens-« ; fülle. Was steht Ihr so stumm da, alter Mann? wandte er sich an Ekke Dhvrnsen, der zusamt mengekauert am Herde hockte. Sagt, gebt Re­ chenschaft. Wer nahm mir Torr et? I • Ekke Thornsen erhob sich langsam, feie» . sich, und trat zum Lager der Toten. |</p>
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          <p>Fustizdicnsü Vom 1. Juni 1918 ab wird die Kanzleiassistentin Marie Beck beim Ober-, versicherungsamt Landshut auf ihr Ansuchen aus dem Staatsdienst entlassen. , Rentamt. Vom 1. Juli d. I. an wurde die nichtetatsmäßige Rentamtsassistentin Babette Stangl in Zwiesel zur Rentamtsassistentin! bei dem Rentamte Zwiesel in etatsmäßiger Eigenschaft ernannt. , Dever muß helfen. ? s | Bringt Deine Zeitung eine hübsche Notiz f zugunsten des Goldankauss, mache sie kenntlich und schicke ein Exemplar an Freunde und Be­ kannte, bei denen Tu noch "Gold schmuck ver­ mutest! Tu dienst damit dem Vaterlande! Lang führte die Kriegsanleihe das Wort, Sie hatte viel zu erzählen; , Jetzt setzen wir unsere Mahnung fort: ! Bringt Gold, bringt Silber, Juwelen! Ihr tuts für den Sieg, Ihr tuts für das Reich, Ihr tuts für den Frieden, Ihr tut es für Euch ! Goldankaufsstelle Landshut (Bayer. j Vereinsbankfiliale). Dienstesnachrichten.</p>
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          <p>—* Die Zuck erfrage. In den "Münchn. Neuesten Nachrichten" war am Samstag folgen­ de Notiz enthalten: "Erhöhte Zuckerzuweisung bet Herabsetzung des Brotanteils. In Sachsen, wo die Verkürzung der Brotration durchgeführt werden mußte, werden auf die geltende Zucker­ karte statt 2 Pfund 4 Pfund Zucker als Ersatz für Brot verteilt werden, unabhängig davon 2 Pfund Einmachzucker aus den Kops der Be­ völkerung. Tie erhöhte Zuckermenge ist ge­ sichert, da die nötigen Vorräte vorhanden sistd, auch wenn der erwartete Lucker aus der Ukraine sich verspäten sollte oder mehr oder weniger ausbleibt." Hierzu berichtete die städt. Lebensmtttelstelle an den Magistrat. Nach Zei­ tungsmeldungen gibt der Kommunalverband München pro Kops der Bevölkerung 4 Pfund Einmachzucker. Bei der am 5. Juni in Platt­ ling stattgesundenen Versammlung niederbay. städt. Kommunaloerbände wurde festgestellt, daß nicht eine Stadt in Ntederbayern in der Lage ist, die gleiche Menge zu verteilen. Keine Stadt kann mehr als 2 Pfund pro Kops ver­ teilen. In Sachsen werden zwar auch nur 2 Pfund Einmachzucker verteilt, hingegen wird für die geltende Zuckerkarte statt 2 Pfund 4 Pfund Zucker abgegeben. Wir sind überrascht, daß in Sachsen in der Regel 2 Pfund verteilt werden können, während in Bayern pro Kops nur 800 &amp;ramm zugewiesen werden und von diesem Quantum noch die Versorgung der Kin­ der. Kranken und der Verlust durch das Tara­ gewicht getragen werden muß. Ebenso ist Bayern für die Herabsetzung der Brotration nur eine Zulage von 750 Gramm tn Aussicht gestellt, während Sachsen 2 Pfund abgeben kann. Es soll daher bei der Landeszuckerstelle um Aufklärung gebeten werden. Ter Magi­ strat beschließt dem Antrage entsprechend. —* Kan in chenzüchteroereine als Kanin chensammelstellen. Tie Bayer. Fleischversorgungsstelle schreibt: Tie bayer.Kaninchenzüchtervereine haben Gelegenheit, bei der demnächst erfolgenden Regelung des Kaninchenauskauses als Kaninchen-Sammelstellen aufgestellt zu werden. Kantnchenzüchteroereine, die bis jetzt noch, keine Mitteilung gemacht haben, werden aufgefordert, sich sofort bei der Bayer. Fleischversorgungsstelle zu melden un­ ter Angabe ihres Vertrauensmannes, Der Orte oder Gemeinden, in denen sie den Ankauf besorgen wollen, sowie der wahrscheinlichen monatlichen Lieferungsmengen. Tie Liste der Sammelstellen wird am 15. Juni abgeschlossen. Vor Inkrafttreten der Aufkaussregelung wer­ den den zum Aufkauf zugelassenen Vereinen die Auskaufskarte (Gebühr Mk. 1.-), sowie die im Einvernehmen mit dem Landesverband festge­ legten Lieferungsbedingungen, die alles Nähere enthalten, zugesandt werden. —* Maßnahmen gegen die Wirkung der Trockenheit, die nun bereits seit betrt Winter anhält, werden vom Staatsministerium des Innern, gleichwie im Vorjahr, den maß­ gebenden Behörden anbesohlen. Ferner wird bemerkt: Insoweit zur Anfeuchtung kleinerer, mit hochwertigen Gewächsen bestandener Kulturflächen etwa eine Zuführung von Wasser durch künstliche Hebung in Frage kommt, em­ pfiehlt sich auch dieVerwendung der jetzt in grö­ ßerer Zahl als sonst verfügbaren Baupumpen. —* Gefunden hat gestern ein Soldat des hiesigen Ersatzbataillons eine Geldbörse mit 11 Mark Inhalt. Der ehrliche Finder bracht« das Geld zur Polizeiwache, wo es der Verliererin, einer Frau aus Deggendorf wieder ausge'pnbigt werden 'konnte. " —* In Streit geriet am Samstag nachts der wegen Nervenleidens vom Heeresdienste entlassene Taglöhner Joschch Mark! hier mit seiner Frau. Mark! versetzte hierbei der Frau «inen Messerstich in den Unterleib. Tie Frau muhte schwer verletzt in das städt. Krankenahus verbracht werden. Mark! wurde festgenommen. —* Eine Bruthenne stahlen gestern von den Kücken weg hiesige Bäckerlehrlinge in der Wamperlmühle. Tie Burschen wurden verfolgt und die Henne ihnen wieder abgenommen. Ob sie auch Geldbeträge, die aus den Kleidern von Badegästen gestohlen wurden, sich angeeignet haben, muß, die eingeleitete Untersuchung erst erweisen.. —* Der zweite Junisonntag stand im Zeichen des. Sonnenscheins. Vom Morgen bis zum Abend leuchtete heller Sonnenschein vom Himmel, der nur in den Vormittagsstun­ den einigemale durch Wolken getrübt wurde, welche Hoffnung auf den lang ersehnten Regen gaben. Die Wolken zogen aber vorüber Und die Sonne leuchtete weiter in ihrer vollen Wärme. Ter Ausflugsverkehr war infolgedes­ sen sehr stark und die Nachbarorte hatten einen großen Zuspruch an Ausflüglern zu verzeich­ nen. ' —* Für Obst wurden folgende Höchstpreise festgesetzt: für Süßkirschen weich Ztr. 35 Mark, IPfund 45 Pfg., hart 45 Mark resp. 55 Psg&lt;, für Sauerkirschen klein 35 Mark resp. 45 Pfg., groß, 45 Mark resp. 55 Pfg., für Pflaumen; Mirabellen 49 Mavk resp. 60 Pfg., Reineclau­ den 39 Mark resp. 50 Pfg., großsrrichtige Pflaumen (Edelzwetschgen) 35 Mark resp. 45 Pfg., Frühzwetschgen 29 Mark resp. 40 Pfg., kleinfrüchtige Pflaumen (Griechein) 25 Mark resp. 35 Pfg. Beeren: Gartenerdbeeren 1. Wahl 90 Mark te&gt;. 105 Pfg., 2. Wahl 55 Maök resp. 70 Pfg., Walderdbeeren 120 Mark resp. 140 Pfg., Johannisbeeren weiß,, rot und schwarz 40 Mark resp. 50 Pfg., Stachelbeeren 40 Mark resp. 50 Pfg., Gartenhimbeeren 90 Mark resp. 105 Pfg. Sämtliche Preise gelten für gesunde, marktfähige, pfleglich behandelte Handelsware. Diese Preisfestsetzung erfolgte im Einvernehmen mit den übrigen niederbay. Städten nach einer Aussprache in Plattling. —* Höchstpreise wurden in der letzten Magistvatssitzung für Frühgemüse festgesetzt und zwar ab 10. Juni für Möhren mit Kraut Groß­ handelspreis 20 Mark für den Zentner und Kleinverkausspreis 25 Pfg. für das Pfund, ohne Kraut 26 Mark resp. 32 Pfg., für Kohl­ rabi 29 Mark resp. 35 Pfg., für Mairüben ohne Kraut 12 Mark resp. 15 Pfg., für Zwie­ beln mit Kraut 24 Mark resp. 30 Pfg. und ohne Kraut 29 Mark resp. 35 Pfg. Zwiebeln mit Kraut dürfen nicht per Bahn, Post oder Schiss versendet werden. Sämtliche Waren gelten für gesunde, marktfähige und pfleglich behandelte Waren. —* Verkauf nach Gewicht. In der letzten Magistratssitzung ragte Herr Rechtsrat Costa an, es solle der Marktkontrolleur ange­ wiesen werden, die Einhaltung der Höchstpreise im Interesse des Publikums strengstens zu über-, wachen. In den letzten Jahren sei es vorgekvmtnett, daß, trotz der festgesetzten Preise die Ver­ käufer getan haben, was sie wollten. Es sei legt die Fleischzuteilung so gering, daß, die Fa­ milien auf den Genuß von Gemüse und Obst «»gewiesen find. Es muß daher die Einhaltung der Höchstpreise strenge überwacht werden. Vor allem werden in Landshut die Höchstpreise meist dadurch umgangen, daß die Verkäufer nicht nach Gewicht abgeben. Auch in dieser Bezieh­ ung muß dis Kontrolle einsetzen. Tie Verkäu­ fer müssen zum Verkaufe nach Gewicht gezwun­ gen werden. Auch die Polizeiinfpektivn soll entsprechende Anweisung erhalten. Vor allem müsse aber das ^Publikum selbst mithelfen und alte, die sich einer Ueberschrettung der Höchst­ preise schuldig mächen, zur Anzeige bringen.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 10. Juni 1918. Wasser . 18 Grad C. Luft . . 22 Grad O</p>
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          <p>Betreff: Verkehr mit Fett. Fettmenge für die laufende Woche: 5S Gramm Butter Landshut, den 10. Juni 1918. c|&gt;iaöim&lt;*aist?a4. I. 33.: Ambros. 1603 Bekanntmachung.</p>
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          <p>Stellv. Generalkommando 1. Bayer. Armee­ korps. Bekanntmachung. .Schützt SM md tote 1918!“ Wer bei der Landung eines Flugzeuges auf oder tn der Nähe von bestellten Feldern durch deren Betreten Flurschaden verursacht, gefährdet, die für die VolkSernährunq erforderliche Bereitstellung von Brotgetreide und schäotgt damit das Vaterland. Die Namen der Betreffenden sind von den Besitzern der Felder, oder von ihren Vertretern sowie von dem Wach- oder Absperrkommando festzustellen und zwecks Schadenersatzes oder Bestrafung der nächsten Polizei­ behörde zu melden. München, den 8. Mai 1918. Der Kommandierende General: Bekanntmachung. .Schützt SM md tote 1918!“ Wer bei der Landung eines Flugzeuges auf oder tn der Nähe von bestellten Feldern durch deren Betreten Flurschaden verursacht, gefährdet, die für die VolkSernährunq erforderliche Bereitstellung von Brotgetreide und schäotgt damit das Vaterland. Die Namen der Betreffenden sind von den Besitzern der Felder, oder von ihren Vertretern sowie von dem Wach- oder Absperrkommando festzustellen und zwecks Schadenersatzes oder Bestrafung der nächsten Polizei­ behörde zu melden. München, den 8. Mai 1918. Der Kommandierende General: v. 5. Tann. 1600</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 8. Juni, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Zwischen Afiago und der Brenta setzte der Feind seine Erkundungsvorstöße mit starken Abteilungen fort. Er wurde teils durch Feuer, zum Teil im Handgemenge abgeschlagen. Ter Artilleriekamps ist im der ganzen Südwestfront andauernd rege. * Ter Chef des Generalftabcs. WTB. Wien, den 9. Juni, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Tie italienische Erkunbungstätigkeit er­ fuhr gestern eine weitere Steigerung, sie blieb überall erfolglos. In Judicarien und bei lAsiago trieb der Feind '.Abteilungen tobn Bataillonsstärke gegen unsere Stellungen. Sie wurden durch Feuer abgewiesen. Sehr erbitterte Kämpfe enjtwickelten sich, aus den wiederholten Angriffen aus demMonte Pertiea. Der Feind stieß hier nach heftigem, mittags ZU grjößjter Heftigkeit anwachsendem Geschützseuer in ein Kilometer Frontbreite vor. Seine' Anstürme scheiterten an der 'gräßlichen Wirkung unserer Artillerie und an der Tap­ ferkeit der Kämpfer im Schützengraben. In stark gelichteten Reihen flüchtete der Angrei­ fer auf seine Linien zurück. Gefangene und Kriegsmaterial blieben in unserer Hand. Be­ sondere Anführung verdient das bewährte Komeromer Feldjägerbataillon Nr. 19. Es hat den Hauptanteil am Erfolg. jÄuch an der Piajoömündung scheiterten alle Erkundnnflslvlersuche des Gegners. T-er Chef des Generalstabs.</p>
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          <p>zen ist die Beute aus den großen Kämpfen iin Westen seit dem 21. März nunmehr auf 185 000 Gefangene, über 2250 Geschütze und lotete Tausende tum Maschinengewehren gestie­ gen x die Einbuße an nicht annähernd zu schä­ tzendem Kriegsmaterial und Gerät aller Art hat der Entente ungeheure Werte gekostet. Rothäute an der Westfront. Aus Genf wird berichtet: Laut der Armee­ ausgabe der "Chicago Tribune" sollen 8000 Roth&gt;äute jetzt unter den amerikanischen und kanadischen Truppen an der Westfront als Soldaten eingereiht sein. Bei der letzten Versammlung des Jvoquois-Stammes zu Mont­ real in Kanada erklärte der alte Stammes­ häuptling, daß sein Sohn den Fliegertod in Europa gefunden habe, und daß noch viele junge Krieger ihin in die Gefilde der Glückli­ chen folgen würden. Im Namen seines Stam­ mes verlangte er, daß Pen Indianer-Freiwilli­ gen in den kanadischen und amerikanischen Heeren wenigstens zum Lohne die Bürgerrechte verliehen werden. Im Lande der berühmten Freiheit und Gerechtigkeit werden nämlich den einzigen echten Landessöhnen, den eingeborenen Indianern, weder Bürgerrechte, Freiheiten noch sonstiger Rechtsschutz geivährt. Aber bluten dürfen sie. 3Ire cntnaturalisicrten Teutschen iw l Frankreich. Genf, 8. Juni. Tie Pariser Blätter beschläftigen sich mi dter Lage der entnaturalisierten Teutschen in Frankreich und die Frage, ob die neuen Vereinbarungen über die Heimschaf­ fung der Zivilgefangenen auf diese Anwendung ’tnben könnten. Durch das französische Entnaturalieruugsgesetz ist bekanntlich vielen Teut­ schen die Naturalisation seit Kriegsbeginn wie­ der entzogen worden. Obwohl die deutscheRegierung die meisten dieser früheren Tieutschen interniert hat, scheint sie sie jetzt doch nicht als deutsche Staatsangehörige betrachten zu wollen und auf dem Standpunkte zu stehen, daß diese trotz des Tvlbrückschen Gesetzes die deut­ sche Staatsangehörigkeit verloren haben. Tie Zeitung "Heure" teilt hierzu mit: daß die französischen Behörden ebenfalls der Ansicht feien, daß die neuen Vereinbarungen nicht auf die Entnaturalisierten angewendet werden könnten, die als heimatlos betrachtet werden müßten. Tie an zuständiger Stelle in Berlin eingezogenen Erkundungen haben ergeben, daß nach der deutschen Auffassung die in Rede sie­ benden Personen nicht als Deutsche anzusehen sind und daher keinen Anspruch auf Ausweise aus Frankreich haben.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Sie kommende italienische Kammersessiou. Corriere beste Sersa zufolge erwartet man eine kurze Session toon etwa 12 Sitzungen. Erklärungen von Regierungsseite dürsten kaum erfolgen ,es könnte denn sein, daß Or­ lando eine Rede über die Lage halten wird. Ter Avanti glaubt nicht, daß die Kammer dem Ministerium besondere Schwierigkeiten be­ reiten wird, allerdings weniger aus Ver­ trauen zu ihm, als aus Furcht für dessen Nachfolgerschaft. Site italienische Presse gegen Truppenavgabe an die Westfront. Tie neue italienische Truppenhilse auf der Westfront dürfte aus der Versailler Konferenz erörtert worden sein. Tie großen italienischen Blätter tragen alle Anzeichen der bevorstehen­ den österreichischen Offensive zusammen und heben die Bedenken gegen eine Schwächung der Alpenfront hervor. Jede Schwächung Der Gebirgsfront müsse vermieden werden, da trotz der Beschränkung der feindlichen Truppenbe­ wegungen aus die Nachtzeit gewaltige Vorbe­ reitungen des Feindes erkennbar seien. Blutiger Zusammenstoß in der Provinz Rom. Italienische Blätter melden über einen schlveren Zusammenstoß der mit Sensen und Sicheln bewaffneten Landbevölkerung mit Gen­ darmen in Sezze (Provintz Rom). Tie Gen­ darmen gaben Feuer, töteten und verwundeten eine AnzaW Bauern und nahmen die anderen fest. Ter Grund des Konfliktes wird nicht an­ gegeben.</p>
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          <p>Japan im Kriege. Siet chinesisch-japanische Vertrag. Ter Times-Korrespondent in Peftng mel­ det, daß die Einzelbeftimmungen des chinesisch­ japanischen Vertrages geheim bleiben. TerAbschlutz des Vertrages habe aber in ganzChina zu einem Sturm von Protesten aus allen Bevölkerungsklassen geführt. Aus den halbofsiziösen Meldungen ist nur zu ersehen, daß ein Schutzbündnis für den Fall deutschen Ein­ dringens in Ostsibirien geschlossen wurde. Eine &lt; utlüllung Mer das japanisch-chi­ nesische Abkommen. Ter Korrespondent des Tailh Expreß in Tofto meldet: Der General Ugaki, der mit über den japanisch-chinesischen Vertrag verhandelte, erklärte ,daß, obwohl das Abkommen defensiv sei, es deshalb nicht notwendigerweise auf die Verteidigung beschränkt sei. Auch sagte er, daß es nicht allein tnt Osten angewendet werde. — Die japanische Regierung hat in Ausführung eines kürzlich geschaffenen Gesetzes eine ei­ gene Munitionsabteilung und einenMunitionsrat errichtet, dem 50 industrielle und wis­ senschaftliche Sachverständige angehören.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Ein deutsches K-Voot in einem spanischen Hafen. Basel, 8. Juni. Das deutsche Untersee­ boot "U 65" ist nach einer Madrider Meldung | beschädigt in den Hasen von Santander ein* I gelaufen. Ei» amerikanischer Rieftndampftr torpediert? Aus Zürich wird gemeldet: Tie "Post" er­ fährt, daß das spurlose Verschwinden des ame­ rikanischen Riesendampsers "Cyklop" in ameri­ kanischen Schis sahrtskreisen und an der Newhorker Börse ungeheures Aussehen erregt. Das Schiss, das sich mit 400 Mann Besatzung und I einer wertvollen Manganerzladung aus der Fahrt von Westindien nach Newyork befand, ist 20 000 Tonnen groß und das größte Trans­ portschiff der amerikanischen Handelsflotte. Es ist seit einiger Zeit überfällig, ohne daß äuch nur ein drahtloses Gefahrsignal aufgefangen wurde. JA Schisfahrtsfteisen wird angenom­ men, daß durch das Erscheinen der deutsche«. U-Boote in amerikanischen Gewässern das 9t9t* fei gelöst wurde und Vas Schiss dem Angriff feindlicher U-Boote zum Opfer gefallen ist.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. | i Berlin, den 6. Juni 1918. «.Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise , , verboten.)</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. Eine holländische Friedensanregung. Die Mitglieder der holländi sichen 2. Kam­ mer Dresselhuis, Koolen und Rütger stellen im Nieuwe Courant die Frage, ob nicht die Zeit gekommen wäre, daß von neutraler Seite eine Brücke geschlagen werde zwischen den bei­ den kriegführenden Parteien^ die ohne Hilfe von dritter Seite nicht Zusammenkommen zu können scheinen. Es könnte Hollands Mission fein, eine große Tat für den Frieden zu tun. Sleutschlan- drückt Holland seine Teilnahme ans. Ter Rotterdamfche Courant meldet: Der kais. deutsche Gesandte hat der niederländischen Regierung im Namen der kais. deutschen Re­ gierung seine Teilnahme über den Untergang des Hospitalschiffes "Königin Regentis" und Wer den Tod von 5 Mitgliedern der Besatz­ ung des Schisses ausgesprochen. Ter Gesandte hat auch der Tampfschisfahrtsgesellschaft Zeeland persönlich sein Bedauern ausgesprochen. Beschlagnahme der spanischen Handels­ flotte. Aus Madrid wird gemeldet: Das Amts­ blatt veröffentlicht ein Dekret betresefnd Beschlagnamhe der spanischen Handelsschiffe, be­ schlagnahme der spanischen Handelsschiffe, desür das Volkswohl unentbehrlichen Produfte reserviert bleibt.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Am 5.-Juni hatten mehrere unserer Flug­ zeuge mit fünf englischen Curtis-Flug-Beaten nordwestlich von Ter-Schelling ein längeresGesecht, wobei ein englisches Flugzeug abgeschos­ sen wurde. Tiefes Flugzeug verbrannte dicht unter der Küste. 3 Mann der Besatzung ret­ teten sich an Land. Wie aus holländischen Pressenachrichten hervorgeht, sind diese Flug­ zeuge gezwungen worden, auf Ter-Schelling zu landen. Die Insassen verbrannten die Flug­ zeuge und wurden interniert .Anscheinend lan­ dete ein viertes englisches Flugzeug auf Blie-, land. 6 englische Offiziere und 3 Unteroffiziere wurden in Holland interniert. Von unseren Flugzeugen geriet während des Gefechtes eines in Brand. Es wurde später von uns vernich­ tet und die Besatzung gerettet. Zwei weitere englische Flugzeuge wurden schwer beschädigt.</p>
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          <p>liche drei Gewählten erklärten, die Wahl an­ zunehmen. I | - i . Strenges Tischtuchverbot. Tie Reichsbe­ kleidungsstelle hat, tote bekannt gegeben, vor längerer Zeit ein Tischtuchverbot für die Gast• wirtschaften und Hotels erlassen. Eine Aus­ nahme war nur für diejenigen Wirtschaften ge­ stattet worden, deren Tische mit Fries belegt sind. Ta vielfache Umgehungen dieses Ver­ bots festgestellt worden sind, so hat sich die Reichsbekleidungsstelle entschlossen, ein allge­ meines Tischtuchverbot anzuordnen .Tas neue Verbot tritt mit dem 1. Juni in Kraft. Von dem Verbote werden jetzt auch Klubs, Kasinos, Kantinen usw. betroffen. Papiergärntischtücher dürfen auch ferner verwendet werden. Bei Pri­ vatgesellschaften, Hochzeiten usw. dürfenTischtücher verwendet werden, wenn sie von den Veranstaltern mitgebracht werden. Tie durch das strenge Verbot gewonnenen Wäschestücke sollen in erster Linie für Säuglingswäsche be­ nutzt werden. j Streit unter den unabhängigen Soziali­ sten. Die Frankfurter Ortsgruppe der Unab­ hängigen sozialdemokratischen Partei faßte der "!B. S-" zufolge den Beschluß, zwei Genossen auszuschließen, weil sie Kriegsanleihe gezeich­ net hatten. Darauf hin erklärten mehrere Mit­ glieder sich Mit den geächteten Genossen solida­ risch und traten aus ber Organisation aus. Die innere Lage in Oesterreich. (Das Blatt der tschechischen Agrarier "Venkoh" glaubt, daß man in parlamentarischen Krei­ sen nicht mehr an eine Einberufung des Par­ lamentes denken könne. Auch, die Regierung selbst wünsche sie nicht und zwar sowohl wegen den Antrages Staneks über die Einschränkung der Landsturmpflicht als auch wegen der Op­ position gegen die allgemeine Arbeitspflicht und gegen die für Böhmen beschlossenen Maßnah­ men (Kreiseinteilung ’ Jferrter auch wegen der Politik der Südslawen. Tädurch würde die Frage gegenstandslos, ob sich mit mehr Kraft­ aufwand das Budgetprovisorium bilden lasse. Erhöhung der östcrreichisch-ungarischLn Zivilliste? Tie während des Kriegs eingetretene Teuerung hat auch die Hofhaltungskosten erhöht sodaß, wie Az Est meldet, sowohl in Oester­ reich wie itn Ungarn ein Gesetzentwurf über die Erhöhung der Zivilliste, welche gegenwärtig in beiden Ländern je 11300 000 Kronen be­ trägt, eingebracht werden soll. Eine Verein­ barung über den Mehrbetrag ist noch nicht er­ teilt worden . i 1</p>
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          <p>baß sich' in feinen Ruinen lediglich ein "trough for omertcan horses", also bestenfalls eine amerikanische Pserdesammelstelle befand, und dafür hat es der französische Nationalstolz er­ tragen, daß auf diele Meilen die ganze fran­ zösische Kampffront deramerikanisiert wurde. Das alles entspricht ja dollkommen der Beob­ achtung, die aiudEj das neutrale Ausland gemacht hat, daß seit Ansang der neuen französischen Niederlage die Amerikaner für jeden Patrouil­ lenschuß an der Westfront don Franzosen und Engländern in ihren Heeresberichten in der er­ staunlichsten Weise derherrlicht werden. Wir unterschätzen keinen Feind, auch die Amerika-, ner nicht, denn wir wissen, daß wir jeden mit dem Aufwands und Verlust deutschen Blutes besiegen müssen, um zum Frieden und zur freien Entwicklung deutscher Kraft durchzuge­ langen. Aber wenn wir lesen, was die Pariser und auch die Londoner Presse bisher für ein Aufhebens von der amerikanischen Kriegshilse gemacht hat, und wenn wir sehen, was dabei in einer der schwersten Schicksalsstunden der En­ tente herausgekommen ist, so sind wir nach dem großen Siege, der uns über alle die amerikanf-i schen Batterien, Ambulanzen, Soldatenerho­ lungsheime und Ansichtspostkartenniederlagen bis zur Marne geführt hat, berechtigt zu "sa­ gen: "Wir warten ab," und mit Fritz Reuter: "Tor lach ick oewer." (Kb) W. Gcheuermann. Kriegsberichterstatter. .Unberechtigte: gtacübrud, auch auszugsweise, verböte«.) I [ Berlin, den 6. Juni 1918.</p>
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          <p>Die Schlacht zwischen Soissons u. Reims. 1 Telegramm Rufet*« Krieg«bsrichterst»M«». i Großes Hauptquartier, 4. Juni I Am zweiten Tage hatte die feindliche Hee­ resleitung das deutsche Vordringen zum Stehen zu bringen gehofft. Als dieses Versprechen sich als unerfüllbar erwies, wurde die bestürzte Be­ völkerung mit der Aussicht getröstet, daß späte­ stens am vierten oder fünften Tage die franzö­ sisch-englischen Reserven stark genug sein wür­ den, um den Teutschen Halt zu gebieten. Heute ist der neunte Tag der Offensive, und noch im­ mer karrt Foch an Reserven heran, was er irgend frei machen kann, ohne zu sehr aus den Widerspruch der Engländer zu stoßen, die ihrerseits bei jedem deutschen Schritt lvorwärts gegen die Küste ebenso nervös werden, wie die Franzosen durch unser Eindringen in die Jsle de France. &gt; , Das Herumwerfen der Reserven ist für unsere Feinde nachgerade eine sehr schwierige Aufgabe geworden. Sie erfahren jetzt nicht nur, was es heißt, mit jeder einzelnen Tlioision haushalten zu müssen, wie wir es in der harten Zeit mußten, als wir in der Champagne, an der Somme und in Flandern durch einen weit überlegenen Feind in die Verteidigung ge­ drängt wurden, sondern sie müssen gleichzeitig auch erhebliche Transportschwierigkeiten lösen, die so groß sind, daß sie sich .dem eigenen Volke nicht verbergen lassen, sondern diesem einige der Früchte der deutschen Mjärzofsensive deut­ lich aufdecken. Ms wir in wenigen Tagen das ganze beim Siegfriedrückzuge ausgegebene Ge­ biet wieder überrannten, haben die Franzosen nach dem ersten Schrecken eine köstliche kindlistje Trostformel erfunden,' indem sie behaupteten: Tie Teutschen haben nach Amiens gewollt. Ta sie nicht nach Amiens gekommen sind, haben wir gesiegt. So taucht jetzt wieder in der Pa­ riser Presse der offizielle Trostfpruch auf: Tie Teutschen wollen nach Paris. Kommen sie nicht nach Paris, dann haben wir gesiegt. Tas Spiel hat den Reiz, sich nach Bedarf bis Bor­ deaux und Marseille fortsetzen zu lassen, so lange es den Franzosen gefällt, in dieser Form zu siegen. Als aber die große Reservenverschiebung byxdj unseren jetzigen Angriff not­ wendig wurde, zeigte es sich auch dem urteils­ losen französischen Volke, daß als Erfolg un­ serer Märzoffensive alle wichtigen Bahnen des Nordens bis auf einen einzigen großen Strang entweder in unserer Hand sind, oder unter unserem Feuer liegen. Tie Linie über Abbe- ville mußte den ganzen Truck der herbeigeholten Verstärkungen aushalten. Während für den Reserveeinsatz bei Soissons und Reims die höch­ ste Eile geboten wär, mußte die feindliche Hee­ resleitung mit jedem einzelnen Bataillon um das ganze Haus herumlaufen, ehe sie am rich­ tigen Platze war, während sich bei uns mit je­ dem Tage der Wert des Besitzes der inneren Linie steigert. Tie Strecken Paris—Reims, Pa-, ris—Soissons, Compiegna— Solissvns, sind für den Feind nur noch zum Teile verwendbar. Compiegne, der wichtige Knotenpunkt, liegt un­ ter unserem Feuer wie Amiens. I Tie Franzosen haben nach der sogenannten Marneschlacht das Wort vom Eisenbahnkrieg erfunden. Sollte nun, wo wir wieder an der Marne stehen, die deutsche Lokomotive für das Erste einen Halt machen, so gönnen wir den Franzosen, daß sie sich damit trösten, schon wieder einmal gesiegt zu haben, indessen wir getrost darauf warten, bis es wieder mit Voll­ dampf weiter geht, hier oder anderwärts. W. Gcheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Zeit Bedeutung besitzende Kommunaloerband für alle Zeit seine derzeit nicht zu imtecfdjfc, tzende Wichtigkeit beibehalte, als ob nicht auch« ein tüchtiger Mann in eine solche rein me­ chanische Sache fiyji rasch einarbeiten und nach dem Rechten sehen könnte. Nein, der Kom-^ munalverband wird hier nur vorgeschoben, der Hauptgrund liegt tiefer, man will einen, einer gewissen Richtung und einer bestimmten Kor­ poration zugehörigen Kandidaten mit diesem Köder der Bürgerschaft vorsetzen. Kann denn nur der ein braver, ehrlicher und religiöser Mann sein, der einer bestimm­ ten Korporation angehört? Und mutz nun auch, jetzt die Parteiwirtschast wieder ins Rathaus getragen werden. Tie Bürgerschaft will kei­ nen einseitigen Parteikandidaten, sei er Zen­ trum oder liberal, sondern einen durchaus to­ leranten Mann, der auf restgiöfejn Standpunkt stehend ,mit Allen zu leben und zu arbeiten iversteht. Wir vertrauen auf unsere Gemeinde-Be­ vollmächtigten, daß sie bei der Bürgermeister­ wahl jede einseitige Partekpolitik fernhalten. Mehre re Bürger. Stimmen aus dem Publikum. (Die Redaktion übernimm» fäs Einsendungen um« dies« Rubrik dein Publikum gegenüber kein: Verantwortung.) Zur Bürgermeisterwahl. Um einen einer bestimmten Mchtmrg nahe­ stehenden auswärtigen Kandidaten durchzubrlngen ,wird nun der Kommunaloerband in dev Vordergrund gerückt, deshalb weil dieserHerr ausschließlich aus diesem Gebiete tätig war und für alle seine einzelnen Taten sich Anerken­ nungsschreiben geben ließ. Auch vom sozialistischer Seite aus ist an­ scheinend zu Gunsten dieses Herrn eine Ver­ sammlung abgehalten tvvrden. Die Trahtzieher in der Sache selbst sind Uber ganz wo anders zu suchen. Als ob der Kommunaloer­ band die Hauptaufgabe des Bürgermeisters wäre, als ob der hoffentlich nur noch für kurze</p>
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          <p>Letzte Posten. Neue U-Booterfolge. Zeit Bedeutung besitzende Kommunaloerband für alle Zeit seine derzeit nicht zu imtecfdjfc, tzende Wichtigkeit beibehalte, als ob nicht auch« ein tüchtiger Mann in eine solche rein me­ chanische Sache fiyji rasch einarbeiten und nach dem Rechten sehen könnte. Nein, der Kom-^ munalverband wird hier nur vorgeschoben, der Hauptgrund liegt tiefer, man will einen, einer gewissen Richtung und einer bestimmten Kor­ poration zugehörigen Kandidaten mit diesem Köder der Bürgerschaft vorsetzen. Kann denn nur der ein braver, ehrlicher und religiöser Mann sein, der einer bestimm­ ten Korporation angehört? Und mutz nun auch, jetzt die Parteiwirtschast wieder ins Rathaus getragen werden. Tie Bürgerschaft will kei­ nen einseitigen Parteikandidaten, sei er Zen­ trum oder liberal, sondern einen durchaus to­ leranten Mann, der auf restgiöfejn Standpunkt stehend ,mit Allen zu leben und zu arbeiten iversteht. Wir vertrauen auf unsere Gemeinde-Be­ vollmächtigten, daß sie bei der Bürgermeister­ wahl jede einseitige Partekpolitik fernhalten. Mehre re Bürger. Städtische SWmschM 10. Juni 1918. Wasser . 18 Grad C. Luft . . 22 Grad O kiruck u. Verlag I. I. RietW. Verantwortlicher Schriftleiter F. X. Wagner. Beide in Landshut. Letzte Wen. Rene WTB. Berlin, den 9. Juni. (Amtllchl) Neue U-Bootserfvlge auf dem nördlichenKriegsschauplatz: 12 500 Brutto-Registertonnen Handelsschisfsraumes. U. a. wurde ein mittelgro­ ßer französischer Dampfer aus einem durch 4 Zerstörer gesicherten Geleitzug herausgeschos­ sen. Eier Chef des ADmiralstabes der Marine. Tie Beschießung von Pa ritz. Paris, 8. Juni. (Havas.) Die Be­ schießung des Pariser Bezirkes durch das weit­ tragende deutsch« Geschütz, wurde am Samstag fortgesetzt. Schisfszusammcnsto ß. R o t t e r d a m, 9. Juni. Der "Maasbode" meldet: Der amerikanische Dampfer ,£&gt;. B. Jennings", 10 290 Brjuttv-Reg.-To., stieß am 24. Mai an der englischen Küste mit dem engli­ schen Dampfer "War Knight", 7591 Br.-R.-T,, zusammen. 37 Personen sind dabei umgekom­ men. Weiter wird Mer das Schicksal derSchiffe nichts gemeldet. Verhandlungen in Berlin. Berlin, 9. Juni. Tie Ergänzungsver­ handlungen zum Bresh-Litowsker Frieden, die von der Sowjet-Regierung angeregt und von der deutschen Reichsregierung gebilligt wurden, werden demnächst in Berlin beginnen, nachdem sich auch die Sowjet-Regierung mit Berlin als Verhandlungsort einverstanden erklärte. Frankreich hetzt Japan. Moskau, 9. Juni. (Pet. Test-Ags.) In einem der bürgerlichen Presse zugegangenen Telegramm aus Paris heißt es, daß man in Paris über Stockholm erfahren habe, daß in Moskau Verhandlungen über eine künftige deutsche Beaufsichtigung der sibirischen Eisen­ bahn bis Irkutsk begonnen haben würden. Gleichzeitig verlangt die französische .Presse un­ ter Hinweis auf obige Depesche ein rascheresEingreifen Japans gegen Rußland. Die Stock­ holmer Meldungen find von Anfang bis Gnb-e erfunden. Keinerlei Verhandlungen über eine Uebertragung der sibirischen Bahn an die Teut­ schen haben stattgefunden, ebenso wenig irgend eine Forderung oder ein Vorschlag von Seite der deutschen Regierung in dieser Hinsicht. Tie Täpesche stammt aus 'den gegenrevvlutionären russischen Kreisen, die durch diese Nachricht die Alliierten zu einer schrofferen Haltung gegen­ über Rußland veranlassen tenUen. . ’,</p>
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          <p>(Sitte holländische Friedensauregung. Die Mitglieder der holländisrchen 2. Kam­ mer Dresselhuis, Koolen und Rülger stellen im Nieuwe Courant die Frage, ob nicht die Zeit gekommen wäre, daß von neutraler Seite eine Brücke geschlagen werde zwischen den bei­ den kriegführenden Parteien, die ohne Hilfe tobn dritter Seite nicht zusammenkommen zu können scheinen. Es könnte Hollands Mission sein, eine große Tat für den Frieden zu tun. Teutschkand drückt Holland seine Teilnahme aus. Ter Rvtterdamsche Courant meldet: Der kais. deutsche Gesandte hat der niederländischen Regierung tm Namen der kais. deutschen Re­ gierung seine Teilnahme über den Untergang des Hospitalschiffes "Königin Regentis" und über den Tod von 5 Mitgliedern der Besatz­ ung des Schiffes ausgesprochen. Tier Gesandte hat auch der Tampfschiffahrtsgesellschaft Zeeland persönlich sein Bedauern ausgesprochen. Beschlagnahme der spanischen Handels­ flotte. Aus Madrid wird gemeldet: Das AmtsI Matt veröffentlicht ein Dekret betrefesnd BeI schlagnamhe der spanischen Handelsschiffe, de1 schlagnahnre der spanischen Handelsschiffs, deftir das Volkswohl unentbehrlichen Produfte reserviert bleibt. Aus neutralen Ländern.</p>
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          <p>i ; Roman von Mmy Wothe. &gt; i (Nachdruck verboten.) 97 Timm hörte nichts mehr, "in rasender Eile flog er dahin, die Tvrfstrahe entlang. Undine vermochte nicht, ihm so schnell zu folgen. Großmutter, stöhnte sie aus, auch das ist dein Werk. Tu hast Dorret, um Fridrun fern­ zuhalten, hinausgesandt und sie vielleicht in den Tod gehetzt. Für mich hat sie den Weg gemacht, für mich, für die es kein Glück' mehr gibt. ' i Tief im Schnee gebettet lag die Wieding­ harde, in der schon Timm verschwunden war, ckhe Undine den Hos erreichte. Wie ein Leichentuch spannte sich, die weiße Schneedecke darüber hin und jetztUndine stockte fast der Herzschlag — stieg langsam eine schwarze Fa'hne vom Täch des Hauses empor. Schwer weihte sie über die weißen Tächer. Mjit heiserem Schrei umkreiste eine Schar von Möven und Wildgänsen das stille Haus, in das Undine nun mit zitternder Hast trat, einen unterdrückten Schrei aus den Lippen, der ihr heiß und wild aus dem 'Herzen brach. Still war es in der großen Stube der Wiedingharde, unheimlich still. ! [ Die Nebelfrau. l Nur das mühsam unterdrückte, wilde ; Schluchzen eines Mannes drang an Undines . Ohr, der an der Bahre zusammengebrochen war, auf welcher Dorret inmitten der Stube still und friedlich schlief. Timm, wollte Undine aufschreien, glaube , es nicht, sie ist nicht tht, sie lebt ja, Timm; s höre mich! Aber sie brachte kein Wort über die Lippen. I Schmerzihast aufstöhnend sank sie anTimms Seite an dem letzten Lager der Iptben Gespielin auf die Knie und faßte nach der kalten, kleinen Hand, die totenstarr auf hem weißen Kleide lag, über welches die alte Tjalda Myrtenzweige gestreut, die sie von dem Bäumchen genommen, das sie so lange scho» für Tvrrets Brautkranz gepflegt. 1 Auch durch das blonde Gelock der Toten schlang sich der Kranz der Bräute. Torrets Lippen lächelten, wie in süßem Traum, sie lä­ chelte Timm entgegen, der in fassungslosem Schmerz murmelte: Wer hat sie mir genommen? Wert? Noch gestern war sie mein im Lebensglück, in Lebens­ fülle. Was ftetjst Ihr so stumm da, alter Mann? wandte er sich an Ekke Dhornsen, der zusamt mengekauert am Herde hockte. Sagt, gebt Re­ chenschaft. Wer nährn mir Torret? i Ekke Thvrnsen erhob sich langsam, feier. lich, und trat zum Lager der Toten. t- Was fragt Ihr, junger Mann? strafe er mit einem trockenen, if eiferen Klang der Stimme. Tlas Schicksal nahm d'ese junge Le­ bensblume, dye sie der Sturm und Nebel des Lebens entblätterte, i Mit Jlr traurig sein, daß Ihr sie nicht breozen konntet? Ein Herz­ schlag, sagt der Tvktorsmann. Ihre Mutter starb auch daran. Ja) sah des N ichjts die Ne­ belsrauen ihre Schleier weben, nicht nur für den Gvrlingshvf, sc adern auch für uns, aber ich trauere nicht. Ich sehe weit c ovaüs, Herr, und ich sah das Gluck in Euch, ah Ihr hier vor­ überginget. Ich ließ es gesch daß. Dorret Euch gern hatte, obwohl ich u uf.te, daß Olaf darunter litt — Mas, mein Söhn r-. denn ich wollte Tvrret la hen seihen, weil ihr.' Mutter so viel geweint. Sie lhatte Euch In 6, die Dor­ ret, und auch Zlhr mochtet sie g'rn. Aber wenn ich weiter Ausschau hielt in die Zukunft, j da sah ich weit: Meere und 'Länder zwischen j Euch liegen, da sah ich Torret blaß und ein» I sam sitzen und über das weite Wasst r starren I und nach Euch suchen, immer vergeblich su« ; chen. Ta grau e mär vor meines Enkelkindes Schicksal an E nrer Seite, trotz Euren Liebe. Art zu Art, H, rr. Und Torret war ni ht von der Euren. i | \ I 1 i. - « [ Fortsetzung folgt.) i - m</p>
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