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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-06-19"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 165</biblScope>
          <date when="1918-06-19">1918-06-19</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Tie Gefangenenzahl ist anf 30000 gestiegen. — Vergebliche italienische Gegenangriffe. Feindliche Vorstöße im Westen gescheitert. - Ein englischer Hilfskreuzer versenkt. Fortgang der Schlacht in Venetien.</p>
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          <p>Die Heeresberichte.</p>
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          <p>Der deutsche Bericht. l 1 WTB. Berlin, 18. Juni 1918, mittags. Großes Hauptquartier: m*mi**K Heeresgruppe des Geateratseldmarschalls KronipriM Rupprecht von Bayer«. Tie feindliche Artillerie entwickelte in ein­ zelnen Abschnitten in Flandern, beiderseits der Lys, zwischen Arras und Albert rege Tätigkeit. Nach., heftigem Feuerüberfall griff der Feind gegen Mitternacht südwestliche von Albert an. Er wurve abgewiesen und ließ Gefangene in unserer Hand. Heeresgruppe des dänischen Kronprinzen. Südwestlich! von Nohon und südlich, der Aisne lebte die Artillerietätigkeit in deniAbendstunden auf. Teilvorstöße des Feindes nördlich. der Aisne und nordwestlich! von Chateau Thierry wurden abgewiesen. I Der 1. GeKeralouartiermsiSem Rubee&amp;otff. » i angeordnet worden. WTB. Berlin, den 18. Juni. Amtli­ cher Abendbericht: , Von den Kampffronten nichts neues.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 18. Juni, mittags. Amtlich wird gemeldet: Die Schlachch in Venetien nimmt ihren Fortgang. Die Armee des Generalobersten Frhrn. von Wurm gewann an zahlreichen Stellen Raum. Ihr Südflügel erreichte in zähenKämpfen den Kanal Fosebba. Generaloberst Erzherzog Joseph baute sei­ ne Erfolge im Montellogelände aus. Italieni­ sche Gegenstöße scheiterten. An drei Kampfta­ gen wurden in diesem Gebiet 73 italienische Ge­ schütze eingebracht darunter zahlreiche schwere Kaliber. Beiderseits der Brenta rannte der Feind abermals vergeblich! gegen unsere neuen Stel­ lungen an. Ebenso erfolglos verliefen südlich von Asiago mehrere englische Angriffe. Die Zahl d^r Gefangenen ist auf 30 000 gestiegen, jene der erbeuteten Geschütze auf mehr als 120. Die Beute an Minenwersern und Maschinengewehren sowie sonstigen Kriegs­ mitteln ist noch m$|t gezählt. i T«r Ehes des Generalstabs. Tier Schleichhändler ist ein Bvlksbetrügcr. Hinaus mit ihm ans den Bauernhäusern!</p>
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          <p>Pariser 2tngst vor einer Metten Kommune. i Tie "Deutsche Ztg." meldet: Tie Pariser^ Regierungspresse bekämipft den Antrag der Sozi allsten, daß, der Gouverneur die Arbeiter der Pariser Fabriken bewaffnen solle. Ties würde unfehlbar eine zweite Kommune hervor­ rufen. Tie Teutschen vor Compftgne. Ter Züricher "Tagesanzeiger" meldet, bajä die Spitze des deutschen Vormarsches bis auf acht Kilometer an Eompiegne herangekommen sei. In Erwartung eines neuen deutschen Angriffes. Tie Pariser Militärkritik befindet sich auch diesmal wieder über das Ziel des nun erwarte­ ten neuen deutschen Schlages völlig im Un­ klaren. So sagt der "Jntransigeant", daß die neue Phase der deutschen Offensive gegen Amiens, in der Champagne oder in Lothringen erfolgen tonne. Das Vertrauen auf eine wir­ kungsvolle Abwehr des immer stärker werden­ den deutschen Druckes durch- eigene Kraft ist vollständig geschwunden; in allen Blättern wird der Hilferuf nach! Amerika immer dring­ licher. i In Erwartung eines neuen deutschen Angriffes. Tie Pariser Militärkritik befindet sich auch diesmal wieder über das Ziel des nun erwarte­ ten neuen deutschen Schlages völlig im Un­ klaren. So sagt der "Jntransigeant", daß die neue Phase der deutschen Offensive gegen Amiens, in der Champagne oder in Lothringen erfolgen tonne. Das Vertrauen auf eine wir­ kungsvolle Abwehr des immer stärker werden­ den deutschen Druckes durch- eigene Kraft ist vollständig geschwunden; in allen Blättern wird der Hilferuf nach! Amerika immer dring­ licher. i</p>
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          <p>Ar Rutzwd Das Schicksal der Teutschen in Rußland. Tie Deutsche Ztg. schireibt: Völlig überein­ stimmenden Nachrichten aus den verschiedensten Teilen Rußlands gemäß sind Augen und Sinn aller dorrigen Deutschen, wo sie auch immer sitzen mögen, hin zum Mutterlande, zum Mut­ tervolke gerichtet. Von ihm' wird unbedingt - Hilfe, Schutz, Rettung erwartet und es wird zurzeit fest und unverbrüchlich! darauf gebaut, daß diese Hilfe rasch, und in vollem Amsange lommt. Als Verrat würde alles, was man an ihnen versäumt, angesehen werden. Von Rückwanderungen größeren Umfanges wäre nicht mehr die Rede, dagegen würden die Oh­ ren sich Alsbald den jetzt -hon herumschlei-i chcndeu englischen Agenten öffnen. Nach Kanada flöß? ein breiter deutscher Auswandererström, was aber in Rußland bliebe, versänke zum größtenteil rasch int großen ruffi-fi-Wm Meere. Es steht viel auf dem Spiel dort im Osten. Es geht um mehr als um eine Million Teutscher, die ,dem deutschien Volkstum zu ret­ ten, wir ohne Zweifel jetzt die Macht haben, | s- die aber auch sehr letztst endgültig verlo­ ren gehen können. Fehler, die in Richtungen liegen, welche - wird ihnen fortgefahren. sehr leicht den völkischen Verlust eines großén Teiles der Deutschen in Russland zur Folge. haben tonnen, sind schon gemacht worden. Sie bür fett nicht wiederholt, müssen in Zukunft unbedingt vermieden werden. Mit höchstem Ertrst und Nachdruck seien die Stellen, die es angeht, daran gemahnt. Tic neuen Berhandlnngen mit Rußland. Tie Verhandlungen mit den in Berlin weilen­ den russischen Delegierten haben noch nicht b»aonnett. Es haben bisher laut "Berliner Tage­ blatt" nur Vorbesprechungen stattgefunden. In den Verhandlungen wird zunächst die im Ver­ trag von Brest-Litowsk noch, nicht gelöste Abgrenznngsfrage zur Erörterung kommen. Diese Verhandlungen werden, solange weniMens die juristische Formulierung der neuen Vereinbar­ ungen im Vordergrund steht, auf deutscher Seite von dem Direktor der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes Exzellenz Dr. Kriege geführt werden. KornilowS Pläne. | Nach Stockholmer Meldungen soll General Kornilow mit den Stämmen des Kaukasus ein Abkommen getroffen haben, um mit den Streitfrästen der Alliierten zusammen eine militärische Aktion zu unternehmen. Es sei ihm gelungen, eine Truppe von 30 000 Mann aufzubieten. Nachrichten aus Jekaterinodckr melden, baß sich die Armee Kornilows nach- Indien (!) wende. Die Städte Trosuge und Petromsk seien bereits besetzt.</p>
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          <p>Finnland und die Murmanküste. Aus Helsingsors wird gemeldet: Huchudstagbladet protestiert gegen das Auftreten der Engliänder an der Murmanküste, wo sie gemeinsam mit den Bolschewisten und den Roten Gardisten die Besitzergreifung des Landes durch Finnland verhindern. Die Engländer dürfen anstandshalber dieses Auftreten nicht fortsetzen, da die russische Regierung ja bereit sei, das betreffende Gebiet abzutreten. Tie Englän- der hätten fein Recht, sich in Angelegenheiten zu mischen, die zwischen neutralen Staaten abzumachen lvären .Das Blatt hofft, die sinnische Regierung werde eine diplomatische Artion einleiten und England zur Anerkennung von Finnlands Recht veranlassen . Aus Finnland.</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Tie osterrerchiMk Lfsenstve. Der Korrespondent des Secolo meldet von der Front: "Der Zusammenstoß der J^chanterie begann morgens zwischen 8 und 9 Uhr und dauert Überall mit äußerster Erbitterung an. Es ist eine Zange, womit Boroevic die italienische Front zerbrechen will und die er seit Monaten mit allen Mitteln vorbereitet hat. Dabei kommt ihm das Gelände und die numerische Ueberlegenheit zustatten. Außerdem ist das österreichisj he Heer ausgeruht und moralisch und technisch:, wohl vorbereitet. Tie Schlacht wird wohl mehrere Tage dauern und erheischt von allen Kämpfern. wie von den Bürgern f aus, größte Kaltblütigkeit .Nachdem die Truppen den Artillerieorkan überstanden haben, kst als sicher anzunehmen, daß jetzt keine Nervenkrise mehr ausbrechen wird." &gt;z Verärgerung darüber, fürs erste unter ein Condominium ‘her Vev- Tir schiwcren Kämpft in Italien. Der "Temps" meldet aus dem italienischen Hauptquartier vom Montag: Tie Gefahr des Stoßes ist zweifellos noch, ni tzt vorüber und die nächsten Tage werden tye größten Anstren­ gungen von den Truppen in der ersten und im*tm Stellung fordern. Noch U "C°r. £• riere della Sera" schätzt man die Zahl der feuernden Geschütze auf 5009. In Padua und Venedig hört man Kanonendonner,</p>
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          <p>Die Eröffnung des rumänischen Parlaments. Bukarest, 17. Juni. Aus Jassy wird gemeldet: Die heute im Jassyer Nationaltheater erfolgte Eröffnung des Parlaments ist in durch­ aus ruhiger und würdiger Weise verlaufen. Die Königin und die Prinzessinnen waren zu der Feier nicht erschien, und die Vertreter beg diplomatischen Korps hatten keine Ein­ ladung erhalten. Als der König, der bei sei« nem Erscheinen von den Volksvertretern leb­ haft begrüßt wurde, beim Vorle/en der Thronr&lt;iöe sagte, daß eine BerGngerung des Wider standes eine vollkommene Erschöpfung der Kräfte des Landes herbeigeführt hätte und Rumänien deshalb einen Friede« abgeschlossn habe, der sich ihm als eine Lebensbedingung aufdrängte, brachen die Kammern in einen mehrere Minuten währenden Beifallssturm aus. Mit gleich, stürmijßhstn und lang anhal­ tenden Kundgebungen wurde die Stelle aufge­ nommen, in der von der Angliederung Beßarabiens an das Mutterland die Rede ist, und auch die Worte.von der Wiederaufnahme der Freundschaft zu den Mächten, mit denen der Friede geschwssen wurde,' fanden aufrichtigen Beifall. Aus Rumänien.</p>
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          <p>Hl Wiedcrerwa-chen der nationalistischen ProM paganda unter den Buren. W Haag, den 17. Juni. Aus hier eingetrosM jenen südafrikanischen Blättern geht hervor, Mdah die nationalistische Parei in Südafrika «(Hertzog-Partei) ihre frühere passive Haltung |H au [gegeben hat und jetzt eine kräftigere ProMpaganda zu Gunsten der republikanischen Um Mabhängigkeits-Gedanken einleitet. Hertzog hat ™ttt einer Rede in Paarl ausgeführt, daß zwar die südafrikanische Union gewisse Rechte habe, aber das größte Privilegium der Freiheit, das Recht selbst entscheiden zu können, ob man mit anderen Völkern in Freundschaft oder Feindschaft leben wolle, besitze die Union nächst. Tie Nationalisten berufen sich in ihrer Propa­ ganda auf Wilsons Worte, daß jedes Volk das Recht habe, über sein eigenes SMcksal zu entscheiden .Zur Verwirklichung der Ideale der Nationalisten wäre eine Aenderung der Verfassung erforderlich und bemerkenswert ist, daß aus den Blättern hervorgeht, daß sogar in unmittelbarer Nähe Bothas man die Ver­ fassung nicht als unumstößlich! betrachtet. Englische Revotutionsumtriebe. Göteborgs Aftonbladet" erzählt über die englischen Versuche, Deutschland zu revolutio­ nieren, daß Zwischen Papierballen in der La­ dung des schwedischen Dampfärs "Hahfred" eine große Anzahl revolutionärer Flugblätter nach, Lübeck geschmuggelt worden waren. Ferner fand die Besatzung des deutschen Dampfers "Helfried Bismark" der von Halmstad in Schwe­ den nach Hamburg eine Ladung Papiermasse brachte, ganze Ballen von Flugblättern revo­ lutionärer Art, die von den Hafenbehörden beschlagnahmt wurden. Darin heißt es in man­ gelhaftem Deutsch : Tie deutsche und die öster­ reichische Revolutionsfront müssen sich an die russische Revolutionsfront anschließen. Die Der Krieg mit England. , Brüder in Rußland sind vorbereitet, sie war| ten auf euch,. Tier Bölkcrbund. Reuter meldet: Der Arbeitsminister des Kriegskabinetts Barnes sagte in einer Rede in Dartsords: Wenn er in seiner letzten eine Kon­ ferenz d er Alliierten zur Gründung eines Völ­ kerbundes vorgeschlagen habe, so habe er das auf eigene Verantwortung getan, nicht ohne dazit besonders beauftragt worden zu sein. Er halte es für wünschenswert, schpn vor Ende des Krieges mit der Schaffung eines Völker­ bundes zu beginnen da die Gefahr bestehe, daß die Welt in der ersten Friedensbegeisterung aus reiner Erschöpfung versäume, jür die Er­ haltung des Friedens vorzusorgea. Kriegszustand in Irland. Havas meldet aus London, daß in 14 irischen Grafschaften der verschärfte Kriegszu­ stand verkündet wurde. Tie ordentlichen Ge­ richte wurden aufgehoben und Kriegsgerichte an ihre Stelle eingesetzt.</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. ,Versuchte Bestechung nordischer JournaI listen. ( Nach, einer Meldung in Goeteborgs Worgenposten soll in London ein englisch-schtve-, bischer Reisebund gegründet worden sein, dessen Zweck es wäre, einen Fonds zu bilden, woraus schwedische Journalisten ein Zuschuß für Be­ suchsreisen nach! Großbritannien gewährt wer­ den solle. Wie dieser Verband zu bewerten ist, zeigt ein Artikel in Goeteborgs "Vidi". In diesem Artikel heißt es ,daß. das ganze Unter­ nehmen dazu angetan sei, die schwedischpnZeitnngsleuten englischen Bestechunzskünsten aus­ zusetzen. , i Hchßvedischjes, Rasfegefühl. Der schwedische Dichter Per Hallström ver­ öffentlicht im Svenska Dagbladet einen "Rassegesühl" übersch,riebenen Aussatz, in dem er die Schweden auffordert, sich zu ihrer Zu­ gehörigkeit zu Deutschland zu bekennen. Er schreibt u. a.: Unser äußerer Typ ist ger­ manisch, unsere Spräche ist germanisch, unser tiefstes Ideal ist die geistige Freiheit der Ger­ manen, die trotzig verteidigte Unabhängigkeit seiner Seele, sein Gefühl von innerer Würde, die alle äußeren Dinge der Well aufwiegt. Wir sind nicht geschaffen für die ordinäre Art der Amerikaner, für englischen Hochmut, englische Gedankenträgheit und die französische Frivo­ lität. ,</p>
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          <p>Aus den Kolonien. Tie Kämpfe in Ostafrika. London, 16. Juni. Amtlicher Kriegs­ bericht aus Ostafrika: Zwischen dem 3. und 10. Juni zog sich, die feindliche Streitmacht | südwärts vom Loriofluß in das schwierige Berg- und Buschgelände um Malema zurück. Unsere Verfolgungsabteilungen drangen nach einer Anzahl kleinerer Gefechte mit feindli­ chen Abteilungen am 12. Juni ohne Widerstand in Malema ein. Der Feind hatte sich weiter südwärts gegen den Ligonyafluß zurückgezogen. Die Länge unserer Hauptverbindungslinie auf portugiesischem Gebiete überschreitet bereits 320 Meilen und damit die Gesamtlänge der Verbindungslinie aller unserer Heeresabteilun­ gen 1000 Meilen. (Die Meldung bestätigt die bisherige Annahme, daß es General v. Settoto wiederum gelungen ist, sich der drohenden Um­ klammerung durch! einen erfolgreichen Durch­ bruch, Zu entziehen. Der Hinweis auf die Län­ ge der Verbindungslinie scheint die öffentliche Meinung unserer Gegner darauf vorbereiten zu sollen, daß mit einer Beendigung der krie­ gerischen Handlung in Ostafrika vorerst ntychjt zu rechnen ist.) &gt; i</p>
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          <p>Aus Amerika. Ein Tcutfchenfremiv in Amerika verhaftet. Reuter meldet aus Newho.rk, daß der Newhorker Rechtsgelehrte Olearh, der einer, der Hauptführer der deutschfreundlichen Verschwö­ rung in den Vereinigten Staaten seist sollte, im Staate Washington verhaftet worden ist.</p>
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          <p>men. DieseGewässer seien also die richtigeStelle, um ihnen aufzulauern, umsomehr, da die Aüssendung von Unterseebooten nach! der anderen Seite des Ozeans großen Zeitverlust mit sich! bringe. So lange die Deutschen glauben könn-, ten, den U-Bootkrieg wirklich! erfolgreich! zu führen, hätten sie zeitraubende Taten unter­ lassen. , ! Wir finden ps, so bemerkt der Berl. Lok.Anz., sehr nett bmv Herrn Sims, daß er un­ serem Admiralstab wohlwollende Fingerzeige über die beste Verwendung der Unterseeboote gibt. Wir fürchten nur, daß unsere Marine­ leitung töricht genug sein wird, sie nicht zu beachten. Sie hat es sich, nun einmal in den Kopf gesetzt, den Amerikanern zu zeigen, daß wir auchi vor ihrer Türe Krieg führen können und ist offenbar der Meinung, daß es gletchjgültig ist, wo die Schiffe des Feindes vernicht tet werden, wenn sie nur überhaupt versenkt würden. Daß das aber auchi vor der anterk konischen Küste trotz ihrer Riesenhastigkeit mög­ lich, ist, haben unsere Unterseeboote durch die Tat bewiesen. Mögen die Amerikaner und der Rotterdamsche Courant den Worten des Herrn Sims glauben: Wir halten uns an die Tat­ sachen. l i i</p>
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          <p>Die Nebelfrau. Roman von Anny Wothr. | ! (Nachdruck verboten.) 104] Und nun schlichen langsam die Stunden und sie wiederholte wieder und immer wieder die Worte Reimars: Ich liebe Undine. Sollte, konnte das möglich, sein? Nein^er wollte sie nur strafen. Wenn es aber doch' so war,,wenn seine Seele sich der stolzen, Sonden, kühlen Frau Zuneigte, deren Herbheit einen so eigenen Retz auf die Männer ausübte, der stär­ ker war, als die.heiße, sinnliche Glut, mit der sie selbst sonst die Herzen an sich riß? Fridrnn sprang erregt auf. Mit nervöser Hast wühlten ihre Hände in ihrem aufgelösten Haar, das ihr lang über den Rücken wallte. Blutrot leuchteten ihre Lippen in dem weißen Gesicht. Wenn Reimar wirklich, Undine liebte? Die Möglichkeit, an die Fridrnn bis jetzt noch! nicht gedacht hatte, stieg wie ein Bild des Entsetzens vor ihrer Seele auf. i Nein, es kann ja nicht sein, murmelte sie. Ich! würde ihn tüten, ihn und — sie! Tie Gräfin schauerte plötzlich! zusammen. Dann stand sie mitten im Zimmer lauschend still. . j i i Mi-!;!. . Alles schlief wohl im Gorlingshof. Nurl ' das Meer tobte gegen die Küste und der Wind.' pfiff heulend um den alten Turm. / Im Turm, da saß Reimar jetzt und sehnte sishl vielleicht nach Undine, die er liebte. — f Fridrnn preßte die Lippen fest zusammen. Er sollte, er durfte nicht an die kühle, harte! Frau denken, die sie haßte, deren wunderklare,! ernste Augen ihr immer so vorwurfsvoll in t die Seele schauten. | , | Fridrun lauschte in die Nacht hinaus. Vom Turm herüber führte nur ein Weg zum neuen Schlosse. Wenn der Weg verbaut war, konnte Reimar nie den Weg zu Undine finden .i Nein, er konnte und durste ihn nicht fin­ den. ; Fridrun sann und grübelte. Tie Augen weit geöffnet stand sie und starrte ins Leere. Wenn Reimar jetzt den Turm verließ? Wer wollte ihn hindern? Wenn er jetzt herüber zu Undine kam, zu ihr, die sein Weib war, und sie in seine Arme riß, und Undines roten Mund mit Küssen schätz, toer sollte es ihm wehren? ! i Sie, sie, Fridrun, um jeden Preis! Laut hatte es Fridrun geschrien. Jetzt band sie langsam ihr niederhängendes Haar zusammen. i I 1 Nein, er sollte nich,t zu Undine kommen. Nie! Lieber sollte er sterben, er und sie! ] Finster entzündete Fridrun mit unsicherer Hand eine Kerze. Ihre Augen glühten wie im Wahnsinn auf. Geräuschlos öffnete sie die Tür. Wie ein Schatten floh sie hinaus und Yen langen, dunklen Gang hinab, der hinüber zu dem alten Turm führte, in dem Reimar seine Wohnung aufgeschlagen hatte. Unheimlich! still war es in dem alten Schlosse. Nur d er Sturm und das Meer brau­ ste. Es klang wie Todeswimmern aus verzagter Menschenbrust. Einen Augenblick hielt Fridrun inne in ihrem sinnlosen Lauf. Wenn jetzt die Nebelfrau kam, die, wie die Sage ging, in dem Seitenflügel des Schlos­ ses, in dem Fridrun jetzt stand, hausen sollte, die Nebelffau, die sich immer zeigen mußte, toenn eine Randolt starb ? Fridrun floh vorwärts, die Hand schützend um die brennende Kerze gelegt, die ein Zug­ wind zu verlöschen drohte. (Fortsetzung folgt.) , u »t i *</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Zum Arbeitskammergcsetzeutwurf veröf­ fentlichen 'der Zentralverband Deutscher In­ dustrieller und der Bund der Industriellen eine Kundgebung, in der es heißt: "Wenn es schon fraglich! erscheint, ob dem sozialen Frie­ den dadurch, g edient werden kann, daß man Ar­ beitgeber und Arbeitnehmer zwangsweise zu paritätischen Körperschaften zusammenschließt, so ist ein Erfolg nach, dieser Richtung jeden­ falls nur dann zu erwarten, wenn die Arbeits­ kammern auf der beruflichen Zusammengehö­ rigkeit ihrer Mitglieder aufgebaut sind. Aus diesem Grunde ist der Forderung der Reichs­ tagskommission, die an die Stelle der sachlichen Gliederung die territoriale zu setzen wünscht, auf das entschiedenste zu widersprechen. Tie Gründe, die gegen die Einführung der territo­ rialen Gliederung sprechen, liegen vor allem darin, daß es unmöglich, erscheint, daß die Arbeitnehmer eines bestimmten Gewerbes sich über die Lebensbedingungen und inneren Ver­ hältnisse eines anderen Gewerbes so weit un­ terrichten, um eine fachliche Erörterung da­ rüber führen zu können. Die Folge würde sein, daß in territorial gegliederten Kammern die Verhandlungen auf grundsätzliche und po­ litische Fragen beschränkt bleiben würden, wäh­ rend die Gegensätze nicht gemildert, sondern verschärft werden würden. Weiterhin muß ge­ fordert werden, daß die Ausgaben und Befug­ nisse der Kammern scharf umgrenzt und nur Staatsbeamte zu Vorsitzenden derselben er­ nannt werden. Mit Entschiedenheit ist an der Absicht der Regierung festzuhalten, die Hand­ lungsgehilfen und Techniker nicht in die Ar­ beitskammern einznbeziehen, wie dies auch, den Wünschen der großen Mehrzahl der Beteiligten selbst entspricht. Ferner dürfen die das Eini­ gungswesen betreffenden Bestimmungen nach, keiner Richtung hin die Ausübung eines Zwan­ ges zur Einigung zulassen. Die Oeffentlichkeil der Sitzungen der Kammern ist durch, gesetz­ liche Bestimmungen auszuschließen, da andern^rlls auf sachlschie Arbeit von vornherein nicht gerechnet werden kann. Schließlich ist an der Abstufung des Stimmrechtes der Arbeitgeber nach der Zahl der von ihnen beschäftigten Ar­ beiter unter allen Umständen festzuhalten." Ter Papst an Kardinal Hartman». Papst Benedikt ließ durch, Kardinal-Staatssekretäb Gasparri an den Kardinal von Hartmann ein Schreiben richten. Er lobt darin, die Zurück­ haltung des Kardinals gegenüber den heftigen Angriffen der franzöisschen Kirchensürsten we­ gen eines Granattreffers auf die Kirche von St. Gervois in Paris am Karfreitag. Dieses Verhalten wird deutlich! gemißbilligt und zu­ rückgewiesen. — Die Köln. Volksztg. Nr,. 471 veröffentlicht den Wortlaut des Schreibens und fügt hinzu: Die Kundgebung des Papstes bildet die volle Anerkennung für das Verhalten des deutschen Kirchenfürsten und gereicht den deut- • scheu Katholiken zur Genugtuung. Es zeigt in wahrer Neutralität das durchaus entspre­ chende, gerechte und weise Urteil des Papstes. Ukrainischer Nahrungsmittelrat. Ter deut­ sche und der österreichisch-ungarische Botschaf: ter in Kiew haben gemeinschaftlich mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten ein Abkommen über die Einrichtung eines utromifjrjen Nah­ rungsmittelrates unterzeichnet, der für das ganze Gebiet der Ukraine die einheitlicheAnfbringung der Nahrungs- und Futtermittel zu regeln und die Versorgung der in der Ukraine stehenden Truppen, der Städte und der In­ dustriezentren s owie die Ausfuhr nach! den Mit­ telmächten zu übernehmen hat. Ein Tunnel durch, die Meerenge tum Gib­ raltar. Der spanische Ingenieur Mariano Rubio erhielt die Genehmigung, einen Plan zur Untertunnelung der Meerenge von Gibraltar auszuarbeiten zu dem Zwecke, Spanien und Marokko durch, eine Bahnlinie miteinander zu vereinen. '</p>
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          <p>—* Die Po st an st alten können wieder Pakete nach Bulgarien annehmen. —* Bestandsausnahmebeiden B rau­ ereien. Um eine Unterlage für die nach der Ernte %u treffende Entscheidung über die Be­ lieferung der Brauereien im neuen Konti gentjahr zu gewinnen ,ist eine Bestandsauf­ nahme der sämtlichen am 30. Juni um Mitter­ nacht bei den Brauereien vorhandenen Ge­ treide-, Malz- und Biervorräte durch Anord: nung des Direktoriums der Reichsgetreidestelle</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Tingslsing, 18. Juni. (Sein 25 jähr. Be­ amtenjubiläum) feiert am 20. ds. Mts. des Oversekretär des Amtsgerichtes Dingvlfing Adolfs Schneider. Tingolfrng, 18. Juni. (Diebstahl.) Im Gasthaus zum Hirschen wurde im Gastzimmer der Betrag von 2000 Mark gestohlen. Der Dieb wurde durch! das Dazwischenkommen des Dienstmädchens verscheucht, doch gelang es spä­ ter, denselben in der Person des 19 Jahre alten Karl Piller aus Plattling festzustellen. Derselbe flüchtete und konnte bisher noch nicht festgenommen werden. Tann, 15. Juni. (Großfeuer.) Gestern früh halb 7 Uhr brach, jn dem nahe bet Tann gelegenen Anwesen des Georg Bindereder Feu­ er aus, das sich! mit großer Schnelligkeit aus Wohnhaus und Scheune verbreitete und sie bis auf die Grundmauern einäscherte; von dem Mobiliar konnte nur wenig in Sicherheit ge­ bracht werden. Das Feuer entstand im boden; über die nähere Ursache ist noch nichts Besannt. Schierling, 18. Juni. (Bestrafter Einbre­ cher.) Ter bereits öfters vorbestrafte Dienstknecht Andreas Heilmeier von Niedertraubling wurde von der Strafkammer Regensburg wegen verschiedener verübter Einbrüche zur Zucht­ hausstrafe von fünf Jahren verurteilt.Ferner wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt und die 'Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht aufgesprochen. .Haselbach, 18. Juni. (Ein Serbenfang) glückte gestern abends halb 10 Uhr der Tochter des Herrn Landrates und Brauereibesitzers Stockbauer. Als Frl. Marie von der Jagd heimkehrte, machten tzwei Ausreißer sich. durch ihr .Herumschleichen verdächtig; Frl. Marie stellte sie mit ihrem Gewehr und brachte sie in Gewahrsam. Die beiden Serben sind einem Bauern in Straßkirchen entwichen. Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Allerlei. Unterschlagung. Vom Landgericht Mün­ chen I wurde gestern der vormalige Buchhänd$er Ludwig Bartenhauser in München, der in den LJahren 1904 bis 1910 als Kassier des christkatholischen Vereins 154 000 Mark unter­ schlug und das Geld für sich! und sein Geschäft verwendet hatte, zu 2 Jahren Gefängnis ver­ urteilt. * Roseggers Befinde« hoffnungslos. Der Zustand des Dichters Peter Rosegger, der in Krieglach (Oesterr.) weilt, hat sich verschlim­ mert und erscheint hoffnungslos. Grofes Fffchesterb.'n. Zum dritten 'Male innerhalb weniger Wochen ist in» Untermain von Höchst an ein großes Fischsterben zu be­ obachten. Zu Tausenden liegen die Fischssercheu an den stillen Ufergewässern, vor den Wehranlagen und Schleusen. Tie Fische sind vermutlich durch giftige Abwässer der am Main gelegenen chemisfchjsn Fabriken getötet worden. Nach dem Gutqchton der Fischer gilt Die Fischerei auf dem Untermain als vernichtet.</p>
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          <p>Milten btt Kattegat. WTB. Berlin, den 19. Juni. (Amtlich^) NE einem Telegramm aus Stockholm gab Der englische Gesandte in Stockholm über die Minen tat Kattegat folgende Erklärung aus: Englische Minen wurden im April 1918 zwecks Vernich­ tung fein Midier U-Boote rm Kattegat ausge­ legt, aber its einer Aese von mindestens 35 Fuß, sodaß sie für gewöhnliche Handelsschiffe keine Gefahr bilden. Andererseits kam zur Kenntnis der britischen Seebehörden, daß vom 12. bis 15. Mai ein deutscher kleiner Kreuzer, von U-Booten begleitet, östlich! ©sagen ope­ rierte und offenbar Minen auslegte. Die bri­ tischen Marinebehörden wünschen ausdrücklich festzustellen, daß keine britischen Minen in den schwedischen Hoheitsgewässern ausgelegt wur­ den. Hierzu wird folgendes mitgeteilt: 1. Nachdem bekannt geworden war, daß die Engländer den Versuch! gemacht hatten, das Kattegat durch, Minen zu sperren, sahen wir uns zu entsprechenden Gegenmaßnahmen ge­ zwungen. Mit der Durchführung der Maß­ nahmen wurde Mitte Mai begonnen, um den Engländern wettere Maßnahmen gegen unsere Kriegfühurng unmöglich, zu machjek. Hierbei ist auf die neutralen HoheitsgewLsser pein­ lichste Rücksicht genommen worden. 2. Von der schwedischen Regierung sind bereits im April Minen innerhalb ihrer Hoheitsgewässer gefunden worden. Bon schwe­ discher Seit» ist festgestellt worden, daß es sich um englische Minen handelte. Diesen Mitten fielen mehrere schwedisch^ Fahrzeuge zum Opfer, wobei Menschenverluste zu beklagen waren. 3. Die Erklärung des englischen Gesand­ ten, daß die Engländer Leine Minen in die neutralen Hoheitsgewässer gelegt hätten und daß sie bei dem Auslegen 'der Minen auf die Handelsschiffahrt Rücksicht genommen hätten, entspricht daher nicht den Tatsachen. Dsr Chef des Admiralstabes der Marine. Tuoelsina und Sch-cideman«. Haag, 18. Juni. Der "Nieuwe Cour." meldet: Troelstra hatte gestern mit Scheide­ mann im Haag eine Unterredung. Troelstra erklärte, daß Tein Anlaß bestehe, Mitteilungen über die Unterredung zu machen. Ein Bericht über die Unterredung wurde aufgesetzt. Dieser Bericht wird von Troelstra mitgenommen wer­ den, während Scheidemann eine Abschrift mit nach. Berlin nimmt, um darüber mit seinen Parteifreunden zu beraten. Scheidemann wird heute abends nach! Berlin zurückkehren. Letzte Posten. ISes$# a-BVStSecfo-M. WTB. Berlin, den 18. Juni. (Amtlichf.) Im Sperrgebiet des Mittelmeeres versenkten unsere U-Boote 6 Dampfer und 4 Segler van Zusammen 24 500 Brutto-Registertonnen. Der Chef des ADmiralstabes der Marine.</p>
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          <p>Sommertheater. Herr Dir. Tr. Quedenfeldt sendet uns folgende Erklärung! Gegenüber dem Vorwurf des mangelnden Verantwortlich keitsgefühls meines Amtes an­ läßlich' des Barieteabends am 16. ds. stelle ich hiermit folgendes fest: : 1. Ten Komiker Baumer habe ich! in einer Nummer des Varieteprogramms des Münchjner Kolosseums gesehen, die sich, durchlaus in dem dort üblichen Rahmen hielt und nichjts anstößiges bot. 2. Mir wurden eine Reihe guter Zeitungs­ besprechungen über abendfüllende Programme tat Original vorgelegt. 3. Der Kunstfichein des Herrn Baumer lautet wörtlich!: s Der fünfjährige Ferdinand Baumer, Sohn des Komikers Herrn Willibald Baumer aus München hat mir zusammen mit seinew Vater verschiedene Duette und Couplets vorgetra­ gen, aus denen hervorgeht, daß der Junge ein ganz außergewöhnliches musikalisches und dar­ stellerisches Talent besitzt. Die Wirkung der Vorträge ist fein komisch,, dezent und dürste si­ cherlich, auch anspruchsvollere Kunstfreunde be­ friedigen, so daß Ich der Ansicht bin, daß in diesem Fall ein höheres Kunstinteresse vor­ liegt. I Gez.: Intendant des großherz. Hostheaters Mannheim. 4. Die polizeiliche Ausfertigung eines Kunstscheines auf Grund obigen Zeugnisses er­ folgte von der Polizeibehörde Mannheim, wo­ nach, also den Darbietungen des Baumer ein höheres Kunstinterefse zugesprochen ist. Hiernach glaubte ich wohl einen Abschluß vornehmen zu dürfen auch ohne Vorlage des genauen Textes der einzelnen Nummern. Eine ZensurbehSrde hierfür givt es in Landshut nicht. Ich, glaube auch ohne eine solche aus­ kommen zu 'können, da ich mir der Verantwor­ tung meines Amtes durchaus bewußt bin, wenn auch! ein Fehlgriff einmal unterläuft, der durch die obigen Erklärungen verständlich, wird. Dir. Dr. Quedenfeldt.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 19. Juni 1918. Wasser . 15 Grad C. Luft . . 18 Grad C</p>
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          <p>auswärtigen Politik den Radoslawow-Kurs fortsetzen wird, nicht nur weil bindende Ver­ träge mit den Mittelmächten vorliegen, niM nur weil die Waffenbrüderschaft (Blut ist dicker als Wasser!) einen festen Kitt f ür diese Verträge bedeutet, sondern weil das Kriegsschtcksal für den Vierbund entschieden, die Ohnmacht der Al­ liierten entlarvt hat, und weil heute jeder denkende Bulgare davon überzeugt ist, daß sein Land nur tut Anschluß an die Mittelmächte die erst seine Wiedergeburt ermöglicht haben, nur im Rahmen des künftigen Mitteleuropas wachsen, blühen und gedeihen, styl) 1 als GroßfBulgarien behaupten kann. Bon dieser Erkennt­ nis ist vor allem aurfji der einflußreichste Bul­ gare durchdrungen, nchmltychj König Ferdinand, der im Grunde stets — auch! während Radoslawows Regime — sein eigener Kanzler gewe: fett ist.</p>
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