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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-06-25"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 171</biblScope>
          <date when="1918-06-25">1918-06-25</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Eine Rede v. Kühlmanns über die Friendensziele. Ei»eRedev.K«hlnm»ns»berdieFriedcnsziele. Bergcvliche feindliche Angriffe im Westen. - Die Oestcrrcicher gehe« auf daS linke Piave-Ufer zurück.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. ' WTB. Berlin, 24. Juni 1918, mittags. ArotzeS Hauptquartier: 'Westlicher «rieg-schmmplntz. Die Lage ist unverändert. ..An der Ancre und Avre blieb die Ge­ fechtstätigkeit tagsüber gesteigert. W Abend lebte sie auch, an den anderen Abschnitten der Kampffront auf. Während der Nacht rege Er­ kundungstätigkeit. Oestlich von Badorchillers drangen Sturm­ truppen in amerikanifch-franZösische Gräben ein, fügten dem Feinde schwere Verluste zu und brachten 40 Gefangene zurück. Leutnant Übet errang seinen 31. und 32., 'Oberleutnant Goehring seinen 20. und 21. Luftsieg. Der 1. Generalauartterm«tfll&gt; Bübenborff. • WTB. Berlin, den 24. Juni. 2^mtlt^ cher Abendbericht: Von den Kampffronten nichts Neues.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. DK östM.«S. MW. WTB. Wien, den 24. Juni, mittags. Amtlich wird gemeldet: Tie durchi Hochwasser und Witterungsun­ bill entstandene Lage veranlaßt uns, den Montello und einige Abschnitte anderer auf dem rechten Piaveufer erkämpften Stellungen zu räumen .Ter hierzu schon vor vier Tagen er­ teilte Befehl wurde trotz, den mit dem User­ wechsel verbundenen Schwierigkeiten so durch­ geführt, daß dem Gegner unsere Bewegungen völlig verborgen geblieben sind. Mehrere der bereits geräumten Linien wa­ ren gestern das Ziel starker italienischer Ge­ schützwirkung, die sich stellenweise bis zum( Trommelfeuer steigerte. Auch! feindliche Infan­ terie ging gegen die von uns verlassenen Grä­ ben zum Angriff vor. Sie wurde durch unsere Fernbatterien zurückgetrieben. Ter Chef des Generalstabs.</p>
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          <p>französischen Truppen aus Italien erfolgen solle. Englisch^ Unzufriedenheit mit General Fach- Haag, 24. Juni. Tie englische Unzufrie­ denheit mit Fachs Strategie findet in folgenden Ausführungen Spenser Wilkinsons, der in Ox­ ford Professor der Kriegsgeschichte ist und der als die erste englische Autorität auf dem Gebiet der Kriegswissenschast gilt, bedeutsamen Aus­ druck: ' | "Eine Tefensivberteidigurrg galt immer für hoffnungslos. Sie ergibt sich, gewöhnlich aus dem Wunsche des Feldherrn, bevor er handelt, !zu wissen, was der Feind tut, aber es ist unmög­ lich!,^ den feindlichen Plan schon im Voraus zu wissen. Ein großer Feldherr weiß, welcher von den vielen Plänen, die dem Feinde offen stehen, am gefährlichsten sein würde, und er handelt, ohne zu warten, gemäß einem Plan, der den gefährlichsten Schachzug des Feindes durchkreuzt. Tie Seele einer wirksamen Ver­ teidigung ist die Initiative, die im richtigen Augenblick ergriffen werden mutz." Ter Brief bedauert auch! sehr, daß Foch die nationalen Armeen nicht mehr als ge­ trennte Einheiten behandelt, sondern alle Di­ visionen und Korps untereinander mischt, wo­ von ein Rückgang der Moral und ernstliche Rei­ bungen zu befürchten seien. OberstleutnantRepington schließt sich dieser Warnung in der Morniugpost durchaus an. &lt; Vom westlichen Kriegsschauplatz. Dm KrieMarM. Bor neue« Kämpfen im Westen. Z ürich, den 24. Juni. Tie LondonerMorningpost meldet: Tie Anzeichen mehren sich, daß die Schlachten im Westen vor ihrem Wie­ derbeginn stehen. Auf verschiedenen Teilen der langgestreckten Front nimmt das feindliche Ar­ tilleriefeuer zu. Hierzu berichtet der Zürcher Anz., daß infolge erneuter Bedrohung der Westfront durch! deutsche Angriffe die Rückberufung der englisch-</p>
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          <p>nach; dieser Aenderung der Stimmung in Frank­ reich! auch unser Land eine «ähnliche Reinigung i der Luft durchmachen und daß, man sich den j Unsinn abgewöhnen wird, alle Drahtungen j üben den Frieden von vornherein als Fall­ strick zu betrachten. Tailh Chronicle schreibt im Anschluß an die Definition des Wortes "Friedensoffensive", die ihr Balsour gab, wenn diese Definition richtig ist, dürfen wir nicht aus unsere Gefahr hin die Friedensoffensive ganz und gar Deutschland überlassen. Umwandlung Großbritanniens jn citt.it Bundesstaat.» Nach einer Havasmeldung erfährt der Lon­ doner Berichterstatter des Temps aus sicherer Quelle, daß die Selbstverwaltung Irlands auf­ gegeben und an ihre Stelle ein viel groß­ artigerer Plan gesetzt werden soll und zwar eine Umwandlung der Vereinigten Königreiche von Großbritannien und! Irland in einen Bundesstaat, einen Verband der britischen In­ seln. Dieses Projekt soll vor dem Herbst völlig ausgearbeitet werden. Man erroartet ,daß in Irland mit der Aenderung des politischen Re. gimes auch ein obligatorischer Militärdienst in gewissem Umfange eingeführt wird. Es sollen bei dieser Neuregelung die Verhältnisse von England, Wales »Schottland und Irland •' auf gleichem Fuß gestellt werden. i Englische Arbeiter gegen den Friesen. Aus London wird berichtet: Acht Arbeiter­ mitglieder der Regierung, Barnes, Hodges, Robert, Brace, Clynes, Walchs, Wardle und Farker erließen eine Kundgebung, in der sie mit Bezug aus den früher nicht vorhandenen Einfluß, der durch, die Arbeiter in den beraten­ den Versammlungen der Station während des Krieges ausgeübt wird, sagen: Sie muhten manchmal im Widerspruch zu ihren eigenen Neigungen stimmen. Dies ist die Regierung der Koalition. Tie Regierung und ihre Kol­ legen, die zu einer anderen Partei gehören, hätten dasselbe getan, weil alle öffentlichen und Parteiwünsche hintanzusetzen seien. Nichts­ destoweniger sind in drei Jahren demokratische Resormmatznahmen in größerem Uwsange vor­ genommen worden, als zu irgend einer frühe­ ren Zeit in der Geschichte des Landes. Tie Mi­ nister erklärten jedoch«, daß es eine schwere Sache geworden sei, durch die unablässige Hetze seitens nationaler Eigenbrödler, hie sich das Recht nehmen, für die Arbeiter zu sprechen und die versuchen, die Nation in sich bekämpfen­ de polityche Gruppen zu teilen. Daher hegen die Minister den Wunsch«, einen Warnungsrus auszustoßen, weil von dem Volke Englands die Zukunft und die Einheit der Welt im höchsten Maße abhängt. Unsere Seemacht, un­ sere großen Ersatzvorräte und die finanziel­ len Hilfsmittel sowie die Tapferkeit unserer Männer im Felde habe» einen großen Anteil an der Aufrechterhaltung des Kampfes gegen den deutschen Angriff gehabt und müßten dies auch« weiter tun. Es ist daher offensichtlich von größter Wichtigkeit, wenn die nationale Einig­ keit aufrechterhalten werden wird. Auch nur .der Anschein von Schwäche würde bei allen Alliierten die größte Wirkung hinterlassen. Da­ her ist eine gewaltige Last auf uns «nb die an­ deren Alliierten gefallen. Amerika hat glück­ licherweise seine Mreitkräfte mobilisiert und wird zur rechten Zeit das Gleichgewicht wieder herstellen. Inzwischen wird es mehr als je notwendig sein, zerfetzenden Einflüssen die Stirn zu bieten und unseren Entschluß zu er­ neuern, treu zu sein unserer Aufgabe und den­ jenigen, die zu Land und zu Wasser für uns leiden. 24c englischM Pazifisten. Ter Londoner Berichterstatter des "Eorr. della Sera" sagt angesichts des neuen pazifisti­ schen Vorstoßes im Unterhanse: Wiedqc tauche der Verdacht auf, daß die englischen Pazifisten gewisse Beziehungen zum Feind unterhielten. Snowden habe seit Kriegsbeginn wie ein deut­ scher Agent gehandelt. .Er sei ein englischer Lenin ohne dessen Tatkraft. Ter "Avanti" er­ hebt Widerspruch dagegen, daß die offiziösen Agenturen nur Balfvurs Ausführungen, nicht aber die Reden Morels und Snowdens stbermittelt haben. '</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. Hits neutralen Andern. Sie Schwarze Liste. Einen besonders wunden Punkt des Ab­ kommens von Amerika mit Norwegen behan­ delt neuerdings "Morgenbladet" (Christiania) ausführlich in einem Leitartikel, nämlich die Aufhebung der schwarzen Listen, die Amerika als eine seiner Gegenleistungen in.Aussicht gestellt habe. Tie Hoffnung, aus der unwür­ digen Lage, in die das System der schwarzen Listen die neutrale Handelswelt versetzt hat, herauszukommen, hat sich« nach diesen Aus­ führungen als trügerisch« erwiesen. Seit In­ krafttreten des Abkommens sei noch nichts zu seiner Beseitigung geschehen, tot Gegenteil nach einer neueren Bekanntmachung der norwegi­ schen Regierung dürfe nach wie vor amerikani­ sches Petroleum und spanisches Salz, das auf norwegischen Schiffen für Staatsrechnung ein­ geführt wird, an Firmen, die auf der alten schwarzen Liste stehen, nicht ausgeh«ändigt wer­ den. i</p>
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          <p>Aus der Ukraine. Aus der Ukraine. Die Ansprüch«e der Ukraine aus Vrßarabien. Aus Kiew wird dem "Berliner Tageblatt" gemeldet: Tie ukrainische Regierung hat eine neue Note an die rumänische Regierung ge­ richtet, die in sehr energischer Form die An­ sprüche der Ukraine auf Beßarabien ausrecht, erhält. Tie Regierung des ukrainischen Staa­ tes müsse aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen die Angliederung des autonomen Beßarabrens an die Ukraine fordern, wie sie die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Beßarabiens verlange. Tie ukrainische Regierung gibt zum Schluß der Hoffnung Ausdruck, daß die Frage auf gütlichem Wege werde geregelt iverden. Eine Kopie der Note wurde auch« dem österreichisch-ungarischen, dem deutschen u. dem bulgarischen Gesandten übergeben.</p>
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          <p>wr Stiles |ir See. Die Folgen oes U-Bootkricgcs. Tie unmittelbaren Wirkungen des U-Boob krieges auf die feindliche Volkswirtschaft gehen wieder einmal aus dem Jahresbericht hervor, den die tunesische Phosphatgesellschaft für das Jahr 1917 veröffentlicht. Darnach betrug die Phosphatförderung im letzten Jahre nur 217 OOO Tonnen gegen 383 000 Tonnen im Vor­ jahr. Dieser Rückgang ist lediglich« eine Folge des Kohlenmangels infolge des U-Bootkrieges gewesen. Eine Tonne Kohlen kostet heute in Tunesien 295 Frs. gegen 35 Frs. im Frieden. Dynamit ist um das zweieinhalbfache, Gruben, holz um mehr als das Doppelte, Eisen um das Siebenfache im Frieden gestiegen. Tie | großen Transportschwierigkeiten erlaubten im I letzten Jahre nur die Verschlifsung von 100 000 I Tonnen gegen 230000 Tonnen im Jahre 1913. I Ter Gebrauch« von Phosphat ist für die fran- | zöfische Landwirtschaft eine Lsbenssrage. Ter j Preis dieses Düngemittel sei aber um mehr aks | das Doppelte gestiegen und werde noch« weiter jj steigen. 1 Ein neuer "Baralong"-Fall. I Tie Genfer "Feüille" bringt aus FeuMe 1 d'Avts de Lausanne vom 8. Juni folgende No- 1 tiz: I Ein englischer Offizier der Handelsmarine | der mit einer jungen Neuchatelerin verheiratet | war, wurde soeben dem Kckttig von England | vorgestellt, Er erhielt eins hohe Auszeichnung I für die kürzlich erfolgte Versenkung eines deut- 1 scheu Unterseebootes. Das Handelsschiff, vom U- | Boot angegriffen, überwältigte das U-Boot mit- 1 tels Ge sch ütz feuer .Das U-Boot sank schnell | mit der gesamten Besatzung. Trotz der. "Ka- 1 merad"-Rufe seitens der Besatzung des deut- 1 scheu Bootes nahm der englische Offizier von | der Rettung der ManUfchaft Ahftand, die in den 1 Wellen umkam. * | "Feuille "bemerkt hierzu: Titz dsukschen | U-Bootsmannfchast»n sind oft getadelt worden, f daß sie sich ihren Opfer nicht annehmen, doch i ist es noch, nicht vorgekommen, daß sich U- * Bootsmannschaften damit öffentlich brüsteten und dieserhalb dem Kaiser vorgestellt und aus­ gezeichnet worden wären. Diese neueste Ruhmestat reiht sich. denen ebenbürtig an, die die Leute vom "König Ste­ phan" und ihre Kameraden, die den deutschen Oberleutnant Crampton «mißhandelten, voll­ brachten. Wir schlagen dem König von England vor, die hohe Auszeichnung, mit der er solche Taten belohnt ,als "Baralong-Orden" zu be­ zeichnen. AchltevkKrttttg der deutschen Seeleute. Gens, 24. Juni. Ter französische Ver­ band organisierter Matrosen und Seeleute ver­ öffentlicht nun ebenfalls eine Erklärung, daß die französischen Seeleute nach dem Kriege nie, mals mit deutschen Seeleuten Zusammenarbeiten wollen und sich. weigern werden, auf Schif­ fen zu fahren, die Waren und Güter für deut­ sche Häfen an Bord haben. Tie T«eutschen müß­ ten wegen ihrer Seeverbrechen in Acht und Bann getan werden. Ein japanischer Dampfer versenkt. Ter "Matin" berichtet aus Marseille: Ter japanisch«e Dampfer "Taitenmaru" (5800 T.) wurde Mitte April Von einem deutschen Unter­ seeboot versenkt. Ter Dampfer fuhr für die italienische Regierung zwischen Newyork und Italien. Tamit ist der fünfte japanische Dam­ pfer seit Kriegsausbruch« versenkt. Der Krieg zur See.</p>
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          <p>Schluß der Sitzung fand im Rathause eine | zwanglose Zusammenkunft statt, an der auch! der zum Oberbürgermeister von Essen gewählte Stadtrat Tr. Luther teilnahm. Ter Verband deutscher Journalisten- nnd Schriftstellervereine hielt in Nürnberg seinen 26. Vertretertag ab. Tem Perbande gehören 27 Vereine und Verbünde mit rund 3000 Mitglie­ dern an. Es wurde die Vorstandfchaft be­ auftragt, die Schaffung eines Gesamtverbandes des deutschen Schrifttums nachdrücklich zu be­ treiben. An den Reichstag soll die dringende Bitte gerichtet werden, die freien Schriftsteller und Journalisten nicht mit in den Kreis der umsätzsteuerpslichtigen Personen einzubeziehen und die schriftstellerische Leistung umsatzsteuerfrei zu lassen. Kaiser Karl beauftragte das zurückgetre­ tene Kabinett Seidler mit der einstweiligen Weiterführung der Geschäfte. Ueber das Temissionsgesuch ist noch nicht entschieden. Tie Hilfe BuDapests. Infolge der Auffor­ derung des Bürgermeisters Body, daß die Be­ völkerung Budapests an je einem Tag der Mo­ nate Juni und Juli auf die Mehlration zugünsten der Bevölkerung Wiens verzichten möge, fanden schon umfangreiche Anmeldungen statt, sodaß die Deckung für die zugesagten 50 Wag­ gons Mehl außer Zweifel steht. Am Freitag gingen schon 25 Waggons Mehl nach Wien ab.</p>
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          <p>Allerlei. Kunstbegeisterte stellten sich! am letzten Freitag abends um! 9 ,Uhr an der Kasse des Hof­ theaters in München auf, um bis zu der am Samstag früh 9 Uhr erfolgenden Schalteröff­ nung zu warten aus Parterre- und Galerieplätze für die 50jährige Jubiläumsaufführung der "Meistersinger". Gewiß ein großes Kunstopfer, bei der Kälte und dem strömenden Re­ gen geschlagene zwölf Stunden zu warten. Mutter und Tochter ermordet. In Jommendors bei Allenstein sind, die 50jährige Wit­ we Lobert und deren 25jähr. Tochter ermor­ det worden. Tie Leichen der beiden Frauen wurden im Stall unter dem Dünger verscharrt aufgefunden. Ter Mörder ist entkommen. Hinrichtung- Ter 21jährige polnische Ar­ beiter Anton Sobieszkoda, der am 8. März c. den Gutsbesitzer Beyer auf dem Wege von Lau­ sick nach Leipzig ermordet und beraubt hatte, ist im Hofe des Landgerich,tsgesängnisses in Leipzig mittels Fallbeils hingerichtet worden. . Täs Todesurteil gegen den Raubmörder Fenzke, der am 1. Februar d. Jrs. die Witwe Mockler in Bochum beraubt und erschlagen hatte, ist vom Reichsgerichte bestätigt worden. Zu lebeusläuglichjer Zuchthausstrafe ver­ urteilt. Tas Schwurgericht in Essen verurteilte' den belgischen Bergarbeiter Franz Bock wegen Raubmordes an dem Bergmann Serra zu le­ benslänglicher Zuchthausstrafe.</p>
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          <p>Tier Bayer. Han-werter- und Gewerbebnn- hielt amSonntag in Bamberg eineKriegstagung ab, in welcher mehrere Entschließungen angenommen wurden. Nach! einem Referat des Reichstagsabgeordneten Irl über Wiederaufbau des gewerblichen Mittelstandes wurde folgende Entschließung angenommen: "Ter allg. Hand­ werker- und Gewerbebundestag zu Bamberg 1918 erwartet, daß von den zuständigen Stellen alle Maßnahmen eingeleitet und durchgeführt werden, um die schweren Schäden, die derKrieg dem selbständigen gewerblichen Mittelstände zu­ gefügt hat, wieder gutzumachen. Als besonders geeignete Mittel zu diesem Zwecke werden em­ pfohlen, daß den durch! den Krieg geschädigten Gewerbetreibenden 1. bei der Zuweisung von staatlich bewirtschafteten Rohmaterialien und Halbfabrikaten, 2. bei der Vergebung von öf­ fentlichen Arbeiten und Lieferungen, insbeson­ dere bei den nach! dem Krieg notwendigenJnstandsetzungsarbeiten, verwendbar sind, 3. bei der Abgabe von Maschinen und Materialien die von der Heeresverwaltung nicht mehr ge­ braucht werden, aber im Handwerke noch ein besonderer Vorzug eingeräumt wird. Ter Handwerkertag hält es für notwendig, daßReich!, Bundesstaaten, Gemeinden und Private zu­ sammen bedeutende Mittel bereitstellen, um den bedürftigen Angehörigen des MittelstandesTarlehen gegen langjährige Rückzahlungsfristen u. billigen Zinsfuß zur Verfügung stellen zu kön­ nen. Er richtet außerdem an alle hiefür zu­ ständigen Stellen die dringende Bitte, beson­ ders auch der Frage des Gewerberechts beson­ dere Beachtung zu widmen. Ter Handwerkertag fordert 'alle Gewerbetreibenden dringend aus, sich! den bestehenden beruflichen und wirtschaft­ lichen Standesorganisationen anzuschließen, um alle Mittel der Selbsthilfe aus diesem Gebiete wirksam durchführen zu helfen." — Nach ei­ nem Referat des Landtagsabg. Heß über die neuen Landes- und Reichßsteuern wurde eine Entschließung angenommen, die verlangt, "1. daß durch die progressive Steigerung der Um­ satzsteuer einer Konzentration der Betriebe vor­ gebeugt wird, weil dadurch ein Wiederaufbau des selbständigen Mittelstandes erschwert wird, 2. dem vom Unterausschüsse des Hauptausschnsses angenommenen Antrag zum Schutz der Warenhäuser gegen eine angebliche Ueberbesteuerung die gesetzliche Wirksamkeit zu ver­ sagen, nachdem die Annahme die !AufHebung der Warenhaussteuer in Bayern und damit eine Förderung der Warenhäuser zum Schaden des gewerblichen Mittelstandes zur Folge hätte, 3. Beseitigung der durch nichts gerechtfertigten stärkeren Heranziehung des Handwerks und Ge­ werbes zu den Gemeindeumlagen, 4. entspre­ chende Rücksicht bei der Turchführung der neuen Steuergesetzgebung auf die geschwächte Lage von Handwerk und Gewerbe". Zu dem Bericht des Bundessekretärs Wengg (München) über Kriegshilseeinrichlungen und der gewerbliche Mittelstand faßte die Versammlung folgende Entschließung: "Ter Allg. daher. Handwerker­ und 'Gewerbebundestag zu Bamberg 1918 er­ warte, daß die Turchführung der von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen zur Hilfe der durchs den Krieg geschädigten Gewerbe­ treibenden sich! in einfacher, rascher und zweck­ mäßiger Weise vollzieht, insbesondere daß bei Gewährung von Darlehen nicht ausschließlich auf die Güte der Sicherungen, sondern viel­ mehr auf die persönliche Tüchtigkeit, Kredit­ würdigkeit und Hilfsbedürftigkeit Wert gelegt wird. Tie Wohltaten des Kapitalabfindungsge­ setzes vom 3. Juli 1916 sind dem selbständigen Handwerker- und Gewerbestand in größeren: Maße als vorgesehen nutzbar zu machen. Zu diesem Zwecke ist eine Erweiterung der in Pa- ragraph 1 des Gesetzes über die Verwendung der Kapitalabfindungen vorgesehenen Veraussetzungen dahin anzustreben, daß Kapitalabfindung auch. an Handwerksmeister und Gewerbe­ treibende ohne gleichzeitige Ansässigmachung zur Stärkung ihrer wirtschaftlichen Existenz ge­ währt werden kann, wenn die Grundlagen und die erforderlichen Sicherheiten gegeben sind, die die nutzbringende Verwertung der Abfin­ dung gewährleisten. Zum Schutze der aus dem Krieg heimkehrenden verschuldeten Handwerks­ kollegen ist dahin zu wirken, daß die beste­ henden Notgesetze mindestens ein Jahr nach Friedensschluß noch in Kraft bleiben."</p>
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          <p>Sie RkSklst«. ! ! Simm von Anny Wo ihr. ! ! Machdruck verboten.) 108j Auch das noch zu aller *Qual. Wenn sie hätte ahnen können, wie unsäglich, er selbst durch! Lutz' Ende gelitten. . Und doch, wenn er wieder vor der gleichen Frage gestanden, er hätte das gleiche wieder getan. ; Einen faulen Ast muß man absägen vom Stamme, wenn der ganze Baum nicht zu Grunde gehen soll, unerbittlich! absägen. Und er hatte es getan, aber um hohen /Preis. Reimar sah verstört auf. Was das nur für ein merkwürdiges Wispern und Raumen war? Tas hohe, achteckige Gemach. war nur matt erleuchtet, und es war ihm, als huschten flackern­ de Schatten an den Wänden entlang. : Reimar nahm die Lampe und leuchtete um­ her. Merkwürdig; war es nicht, als käme der immer wahrnehmbarer werdende Geruch« dort hinetr dem Bilde empor, das über einer Ta­ petentüre hing, wie er einmal zufällig ent­ deckte. Was hinter der Tür verborgen lag, hatte er nie erforscht, jetzt überkam es' ihn doch! eigen in dieser mitternichtlichen Stunde.' Alle die Spukgeschichten, die sich verstoh­ len die Leute zuflüsterten von der Nebelsrau, die in dem alten Turm zhr Wesen treiben sollte ,und andere Tinge fielen ihm ein. Lächerlich!! Er setzte die Lampe auf den Schreibtisch! und trat forschend vor das Bild. Erschreckt wandte er sich plötzlich um. Welch ein seltsames Knistern ging durch den Raum? j War es nicht, als zöge ein feiner Rauch durch bie Stube? j ! Die Nebelsrau ging hier um, hatten die Leute erzählt. Schlich sich nun auch zu ihm die Gespenster furcht? ! Ein Grauen stieg plötzlich in ihm auf, aber mit Vernunfsgründen bekämpfte er es wieder. Jetzt — nun stockte doch fein Atem — war es ihm, als würden leise Schritte hinter der Tapetentür laut. Wie das Schleifen eines Gewandes klang es. Er lauschte angestrengt. Wieder glaubte er das merkwürdige Knistern zu spüren, und dann hörte er plötzlich ein scharfes Klopfen hinter der Tür. Erregt schritt er näher. Die Tür war verschloflen. Einen Augenblick zögerte er dann aber zog er sein Taschen­ messer hervor. Blitzschnell klemmte er die Klinge in die kaum sichtbaren Fugen. j Vom Turme tönte es Mitternacht, die Geister^stimde. j Die Nebelfrau. Ist jemand hier? fragte er laut, das Schloß der Tapetentür sprengend. | Die ganze Stube erschien im plötzlich wie in eine Rauchwolke gehüllt, und in diesem Nebelmeer stand eine hohe weibliche Gestalt in der Tür und trat auf ihn zu. Die Nebelfta«! j Hatte er es laut gerufen oder nur gedacht? Einen Augenblick ging es wie ein Grausen durch seine Seele, aber nur einen Moment. Auf die Erscheinung zutretend, donnerte er ihr entgegen: j War willst du hier? I Das Wort aber erstarb im auf den Lippen. Die Frau dort in dem leuchtenden Goldhaar — die Kapuze ihres Mantels war ihr herabgeglitten — streckte flehend die Hände nach ihm aus und rief: | Du darfst Dich nicht erschrecken, Reimar. Ich bin'S, Undine. Es brennt tm Schlöffe. Hörst Du es nicht knistern, hörst Du nicht den Lärm, der vom Schloßhof herausschallt? Der Weg ins Freie ist für Dich abgeschnitten. Da fiel mir ein, daß es noch den Geisterweg gab, wie wir ihn als Kinder nannten. Ich bitte Dich, komm schnell. Wir er­ sticken ja im Rauch. ] Fassungslos starrte er Undine an. Unfähig, sich zu rühren, blickte er wie gebannt ln das blaffe Gesicht feines Weibes, das sich so flehend zu ihm aushob in tödlicher Angst und Hast.</p>
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          <p>Koffer gelangen. Tie Schutzmannschaft be­ schlagnahmte die Sendung am Bahnhof. —* Fußballwettkamps. An Stelle der verhinderten Mannschaft München-West kam am Sonntag Wacker-München hierher. Das an schö­ nen Momenten reiche Spiel endete mit 4:1 zu­ gunsten der Landshuter Mannschaft. —* Fleischabgabe vor Peter und Paul. Mit Rücksicht darauf, daß auf Samstag den 29. Juni ds. Jrs. der Feiertag Peter und Paul fällt, hat das K. Staatsministerium des Innern für Freitag den 28. ds. Mts. die gewerbsmäßige Abgabe von Fleisch, und Fleisch­ waren in den Metzgereien und Fleischwaren­ handlungen Bestätigt. —* Die Eismänner scheinen sich Heuer um einen Monat verspätet zu haben. Das ge­ genwärtige Wetter würde ihnen alle Ehre ma­ chen. Für den Anfang des Sommers und die vorgeschrittene Vegetation unserer Fluren aber ist die gegenwärtige mehr als kühle Tempera­ tur wenig wünschenswert. Es mag uns aber als Trost dienen, daß wir anscheinend auf der ganzen Welt Leidensgenossen haben, denn nicht nur aus unseren .«Bergen, sondern sogar aus Argentinien kommt die Meldung von starken SchneesMen. Hoffentlich geht der unerwünsch­ te Rückschlag der Temperatur alsbald wieder vorüber. —* Real-und Handelsschule Lands­ hut. Ueber die Anmeldung zu den Aufnahms­ prüfungen in die 1. Klasse der Anstalt u. a. ist im Anzeigenteil der heutigen Nummer eine Bekanntmachung enthalten. __ —* Hochwa sser führt die Isar seit eini­ gen Tagen. Schnee und schwere Regen im Oberlaufe des Flusses sind die Ursache. —* Sommertheater. Heute Dienstag, 25. Juni, findet die letzte Aufführung der Ope­ rette "Unter der blühenden Linde", Musik von Gellert, statt. , " Lokales. “ Lokaler. Landshut, den 25. Juni. -* Für die Ludendorffspende hat König Ludwig folgendes Geleitwort gegeben: "Das harte Las unserer tapferen Kriegs­ beschädigten «ach besten Kräften zu lindern, ist der Heimar Ehrenpflicht." München, den 22. Juni 1918. Ludwig. | S. —Militär-Verdie nstkreuz Wurde dem Gefreiten Joseph Sch&gt;ütz, Zimmer­ mann von hier, verliehen. —* Das König Ludwigkreuz erhielt die Gerichtsvollzieherswitwe Frau Mina Neß von hier. , ; —*Tas Fest der silbernen Hochzeit feiert am Tonnerstag im engsten Familienkreise Herr Kinodirektor Xaver Schlag, früher Inha­ ber der Trausnitzlichtspiele, mit Gattin Luise, geb. Hartan. [ i —* Ludendorff-Spende. Das Landshuter Werk der Zentralgesellschgft für chem. Industrien G. m. v. H. hat der hiesigen Sam­ melstelle für die Ludendorff-Spende einen Be­ trag von 10 000 Mark zugewiesen. — Bei den Schülern des hum. Gymnasiums hat die Sammlung für die Ludendorsfspende den Betrag von 184.15 Mark ergeben. —* Die Straßensammlung für die Ludendorjsspende hat am Sonntag ihren An­ fang genommen. Trotz der ungünstigen Wit­ terung waren die jugendfrischen Sammlerin­ nen eifrig tätig und erzielten dank ihrer Be­ redsamkeit schöne Erfolge. Samstag und Sonn­ tag wird die Straßensammlung fortgesetzt. —* Zur Soldatenheimspende er­ brachte die Sammlung in Niederbahern die Summe von 76 550 Mark, ein Ergebnis, das von dem Opsfersinn der Angehörigen des Krei­ ses ein beredtes Zeugnis gibt. —* Firmung wurde gestern durch Herrn Erzbischof Dr. v. Faulhaber an ca. 500 Firm­ linge der Stadt erteilt. Heute Vormittag er­ folgt die Sakramentsspendung an die Firm­ linge der umliegenden Pfarreien aus der Diö­ zese München-Freising. —* Festgenommen wurde gestern durch die hiesige Schutzmannschaft der Knecht Joseph Sieber von Reinhausen bei Stadtamhof. Ter heeresunsichere Bursche hatte am Sonntag in Ergoldsbach ein Damenrad entwendet und in Kläham einen Einbruchdiebstahl verübt. —* Wegen verbotenen Verkehrs mit Kriegsgefangenen wurde die mit dem Knecht Sieber herumstreunende Dienstmagd Anna Madersdorfer von Penk bei Mal­ lersdorf hier festgenommen und ins Gefängnis verbracht. &gt; &lt; 1 —* Einen schlechten Ausgang hatte heute früh eine Fahrt zur Firmung hierher. Das Gefährte stürzte am Eingänge zur Stadt um und Pate und Firmlinge wälzten sich auf der Straße. Mit den "weißen" Kleidern war es zu Ende. ! —* Fletsch Versorgung. Mit Entschlie­ ßung der Bayer. Fleischversorgungsstelle vom 17. Mai 1918 ist für alle daher. Kommunaloer­ bände die Einführung der Kundsnliste ange­ ordnet. Für den K.-V. Landshut-Stadt gelangt die Kundenliste, mit welcher der Fleisch- und Fletschwarenbezug jedes Versorgungsberechtig­ ten auf längere Zeit bei einem zu wählenden Metzger gesichert wird, ab 15. Juli ds. zur Ein­ führung. Es wird auf die Bekanntmachung des Stadtmagistrats Landshut vom Heutigen besonders hingewiesen. Im Interesse der Ver­ braucher empfiehlt sich eine genaue Durchsicht der getroffenen Anordnungen, namentlich wird auf die Trennung zwischen Frischfleisch- und Wurstbezug und auf die Folgen einer Nichtbe­ rücksichtigung des Anspruches beim Versäum­ nis des Einschreibetermins in die Kundenliste aufmerksam gemacht. —* Zur Ausfuhr sollten vorgestern von hier nach München zwei mit Fleisch gefüllte</p>
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          <p>Die uns die Geschichte gezogen hat, sicher, frei, stark und unabhängig llben, wir wollen über See den Besitz haben, welcher unserer Größe, unserem Reichtum und unserer bewiesenen Ko­ lonialfähigkeit entspricht. Wir wollen die Mög­ lichkeit und Freiheit haben, auf freier See unseren Handel und unseren Verkehr in alle Weltteile zu tragen. (Lebh. Beifall.) Tie un­ bedingte Unversehrtheit des Grundgebietes des deutschen Reiches und seiner Verbündeten ist die notwendige Voraussetzung für die Ausnah­ me von Friedensderhandlungen. Belgien be­ trachten wir als eine der Fragen im Gesamt­ komplex der Fragen, und ich, muß davon ab­ sehen, in dieser Frage sozusagen als Vor­ leistung Erklärungen abzugeben, welche uns binden würden, ohne die Gegner auch, nur im Geringsten festzulegen. Oessdntliche Erklärun­ gen Wer einzelne deutsche Bedingungen wür­ den den Frieden nicht fördern, dagegen ist Deutschland bereit, einer etwaigen Aufforder­ ung seiner Gegner zu gemeinsamen Besprechun­ gen Folge zu leisten. Ohne einem solchen Ge­ dankenaustausch! wird bei der ungeheuren Größe dieses Koalitionskrieges und der Zahl der in ihn verwickelten Mächte durch reine militäri­ sche Entscheidungen allein ohne alle diplomati­ schen Verhandlungen ein absolutes Ende kaum erwartet werden können. Wir hoffen, daß die Gegner einsehen werden, daß gegen die Mittel, die uns zur Verfügung 'stehen, der Gedanke an den Sieg der Entente Traum und Illusion ist. Italienische Aufbauschung. Rom, 24. Juni. Das Oberkommando teilt mit: Vom Montello bis zum Meere ist der Feind geschlagen und geht, von unseren tapfe­ ren Truppen verfolgt, in Unordnung Wer die Piave zurück. Mit 9 Millionen Rubel verschwunden. Basel, 24. Juni. (Havas.) Aus Moskau ist tijgt 21. Juni ein Direktor der Petersburger Nationalbank, der früheren Staatsbank, mit 9 Millionen Rubel verschwunden.</p>
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          <p>imb durch diese an die zulagenberechtigten Ar­ beiter verteilt werden . Tieselben berechtigen jedoch nur zum Bezug von Frischfleisch. 9. : Inhaber von Frischfleisch- und Wurstmetz­ gereien haben bis längstens Freitag, den 5. Juli c. \ ' ' nachmittags 4 Uhr ihre Kundenlisten in doppelter Ausfertigung mitsamt den dazugehörigen Belegkarten, sowie die ausgefüllten Meldebögen in der städt. Fleischversorgungsstelle einzuliefern, woselbst sie ab Freitag den 12. Juli, nachmittags von 2—5 Uhr wieder abzuholen sind. Tie Abgabe des Fleisches und der Wurstwaren nach den neuersteUten Kundenlisten erfolgt erstmals am Montag, den 15 . Juli c. 10. Tie von den Metzgereigeschäftsinhabern im Laufe einer Woche vereinnahmten FremdenVersorgungsausweise sind nach, sechs- bezw. vierzehntel Anteilen gesondert und abgezählt jeweils am Montag der folgenden Woche zum Zwecke der Bedarfsausstellung in der städt. Fleischversorgungsstelle abzuliefern. 11. Fleischverkaus. ' Tie Berkaufsgeschäste der Frischfleisch- und Wurstmetzger, sowie Fleischwarenhändler sind jeden Montag, Tonnerstag und Samstag von &gt;6—11 Uhr vormittags und an den Samstagen außerdem von 3—6 Uhr nachmittags offen zu halten. Landshut, den 24. Juni 191'8. Im Bedarfsfälle tönnen die Läden auchaußerhalb dieser Zeit offen gehalten werden. Tie Verkaufszeiten sind an jedem Laden deutlich! sichtbar anzuschlagen . Fleisch- und Fleischwaren dürfen nur ge­ gen Fleischmarken des Kommunalverbandes Landshut-Stadt abgegeben werden. Fleischmarken anderer Kommunalverbände dürfen nur in Gastwirtschaften angenommen werden. Fleisch, muß bis zum Mindest-Gewichte von drei Zehntel Anteilen, Fleisch-!(Wurst)waren bis zum mindesten Gewicht von zwei Zehntel An­ teilen abgegeben werden. Tie Abgabe von knochenfreiem Fleisch ist verboten. » i Tie Verkäufer sind verpflichtet, die Kno­ chen unter alle Käufer gleichmäßig zu ver­ teilen. | 1 t _ ' | Ter Einheitspreis gilt für Fleisch mit eingewachsenen Knochen oder Knochenbeilage f(Zuwage). 1 Eingewachsene Knochen und Knochenbei­ lage dürfen zusammen nicht mehr als ein Vier­ tel beim Rind- und Schaffleisch, ein Fünftel bei Schweinfleisch und drei Zehntel bei Kalb­ fleisch, betragen. Tie Zuwage darf nur in Knochen und ge­ ringwertigen Teilen der gleichen Viehgattung, wie Kopf und Schwanz, (bei Schjweinen auch der Fuß) bestehen; in Eingeweiden nur dann, wenn niedrigere Preise hiefür nicht festgesetzt sind. i i Stadtmagistrat. I. V. : Ambros. Ein Anspruch, aus bestimmte Fleischstücke und die Fleischgattung besteht nicht, doch ist den diesbezüglichen Wünschen der Käufer nach Maßgabe der vorhandenen Vorräte in weitest­ gehendem Matze ohne Unterschied der Person ' und ohne Benachteiligung Dritter zu eutspre-. scheu. Tie Abgabe von vorzugsweise begehrten Fleisch- und Wurstsorten, sowie von Hackfleisch an Die Kunden hat fortlaufend in der Reihen­ folge der Nummern der KUndenliste zu erfol­ gen. Den Wünschen hoffender Frauen und Kranker auf vorzugsweise Abfertigung ist zu entsprechen. 12. Tie Ausfuhr von Fleisch! und Fleischwaren jeder Art ist verboten. 13. Strasb estimmungen. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende An­ ordnungen werden gemätz § 18 Ziffer 5 der Verordnung des Reichskanzlers, über die Re­ gelung des Fleischverbrauches und des Handels mit Schweinen vom 19. Oktober 1917 mit Gefängnis bis zu 1 Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit einer dieser Stra­ fen geahndet. z i Inhabern von Betrieben, welche sich in der t Befolgung Dieser Vorschriften unzuverlässig eri weisen, falsche Ausstellungen einliefern, oder | sonst zu begründeten Beanstandungen Anlatz I geben, kann die weitere Geschäftsführung durchs I Schließung ihrer Betriebe entzogen werden.</p>
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