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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-06-03"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 149</biblScope>
          <date when="1918-06-03">1918-06-03</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>31er fünfte Tag der Offensive. "" Auch der fünfte Tag der großen Schlacht an der Msne brachte den deutschen Angrifsstruppen neue Erfolge. Südlich der Oise sind wir im weiteren Vordringen. Einzelne feind, liche Gegenangriffe wurden blutig abgewie­ sen .Desgleichen Ihatte der Gegner, der aus feinen Stellungen bet Cuts und südlich von Blerancourt geworfen wurde, schwere Verluste bei Selens. In den vorhergehenden Kämpfen wurden wiederum drei schwere Geschütze er­ beutet. Südlich Soissons warf der Feind mehrere Tivisionen mit Unterstützung von -zahlreichen Tanks zu einem starken Gegenangriff teer, er wurde äußerst blutig abgewiesen. Unser Angriff wurde aber sofort weiter vorgetragen. Bei die­ ser Gelegenheit machten wir über 2000 Gefan­ gene. Auch Versuche, die der Feind weiter süd­ lich machte, um den deutschen Vormarsch auf­ zuhalten, hatten keinen Erfolg, obwohl der Gegner hier mehrere Tankgeschwader und Schlachtstasseln den Teutschen entgegenwars. Eine große Anzahl Tanks wurde vernichtet. Besonders wichtig ist die Eroberung der Hö­ hen von Neuillh—St. Frant. Ter Bahnhof von Compiegne lag unter dem wirksamen deutschen Feuer. Stic furchtbare Lage des englischen ( Heeres. Lugano, 2. Juni. Barzini telegraphiert dem Corriere della Sera von der englischen Front: Tire Lage ist furchtbar; die deutschen Heere sind vorbereitet wie noch nie. Sie ver­ fügen über geradezu phantastische Kampfmit­ tel und besitzen ein neues Manöorierheer von unzähligen Tivisionen. Seitens der Teutschen hat man sich stets auf die größten und bitter­ sten Ueberraschungen gefaßt zu machen. Bar­ zini hält es nicht für ausgeschlossen, daß.auch anderswo eine noch gewaltigere Offensive los­ brechen werde. General Haig wird "frans". Rotterdam, 2. Juni. Äle aus zuver­ lässiger Londoner Quelle berichtet wird, be­ haupten dortige militärische Kreise, die mit der Front in engster Fühlung stehen, General Haig beabsichtige, "wegen seines schlechten Ge­ sundheitszustandes" vom Oberbefehl der bri­ tischen Armee zurückzutreten. Man nennt als seinen Nachfolger bereits den General Wilson der mehr zur Politi kLloyd Georges passe als 'Haig. tltc Vergiftung der französischen Kindesfreie. Ein Bauerndorf hat Einquartierung. Ter Svhn des Besitzers (Soldat) kommt als Flücht­ ling. Er steckt nachts die Scheune in Brand, in der die Teutschen schlafen. Als Brandstif­ ter meldet sich 'der alte Großvater, um eine Strafe vom Dorf sernzu'halten. Er wird vor den Augen seines Sohnes und seiner Enkel erschossen. Seine letzten Worte sind: "Tenkt daran, meine Kinder!" ("Enfants, souvenezvous.") Und in der Tat: "Seine Enkel sind heute Offiziere, sie haßen nichts vergessen und zählen aus die Zukunft, um es zu beweisen." Ein kleiner elfjähriger Knabe schließt das Tor einer Scheune, in der etwa 15 deutsche Soldaten schlafen, wirst den Schlüssel in den nächsten Brunnen und zündet die Scheune an. Vor dem preußischen Kriegsgericht rühmt er sich seiner Tat und sagt beim Verhör: "Wenn wir zu Hause Schweine am Spieß brieten, so roch das natürlich bei weitem besser, als wenn jemand 'tron Euch verbrennt." Ter Junge wird erschossen, aber — ^dieses Kerlchen von elf Jähren, sage ich Euch, er war ein richtiger Franzose Frankreichs!" Sticht in Kolportage-Heften oon hundert Fortsetzungen, jedes zu einigen Nickeln, nicht in Pariser Tageszeitungen, englischen oder ame­ rikanischen 'Svnntagsblättern finden 'sich diese Schilderungen, sondern in einem französischen Schulbuch ("Les Contes de France") über den Krieg von IM0/71, das in den 90er Jahren bei Picard und Kaan in Paris erschienen ist. Professor Simon von der französischen Akade­ mie schrieb dazu die Vorrede, erhielt dafür zahlreiche "Ehrendiplome". Täs Buch aber wurde, wie darin zu lesen ist, durch das frattei zösische Unterrichtsministerium für die Aus­ nahme in Schul- und Volksbibliotheken ein-' pfohlen; die Stadt Paris hat es zur Nnschassung für Schülerbibliotheken und zur Preis­ verteilung begutachtet! Man hat also syste­ matisch die heranwachsende Jugend bursch ge­ radezu abstoßende Mittel, die aus die französi­ sche Kultur ein sonderbares Licht werfen, zum Deutschenhaß erzogen und ihre Seelen ver­ giftet! Auch hierin liegt eine der Triebkräfte des Weltbrandes und die Grundursache für die barbarische Roheit der Franzosen — Soldaten und Zivilbevölkerung — gegenüber den deut­ schen Gefangenen.</p>
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          <p>leisten. Tße Kluft hat sich durch den Beschluß der Nationalisten, die Sinnfeiner bei der par­ lamentarischen Ersatzwahl in East Cävän zu bekämpfen, wieder aufgetan. Tier Kandidat der Sinnseiner ist Arthur Grissith, der Be­ gründer und literarische Führer der Bewe­ gung, der in diesen Tagen ver'haftet worden ist. Ter irische Staatssekretär Ghortt wird int Laufe dieser Woche im Parlament eine Erklä­ rung abgeben. Man wird vermutlich zu einer Uebereinstimmung darüber gelangen, daß die Verhaftung um der nationalen Sicherheit willen notwendig war. Sie hatte nicht den geringsten Zusammenhang mit dem Werbekeldzug gegen die Tienstpflicht. Wärje das das Ziel gewesen, dann würde die zweckmäßigste Maß­ nahme gegen die dienstpslichtfeindliche Bewe­ gung die Massenverhaftung der Geistlichen ge­ wesen sein. Das ist aber unmöglich. Es soll nicht behauptet werden, daß die Beschuldigung Verräterischer Verschwörung gegen mehr als eine se'hr kleine Anzahl der Verhafteten auf­ recht erhalten werden kann. Tie Gefahr war aber so wesentlich, daß man das Netz weit auswerfen mußte. Alle Verhafteten hatten ir­ gendwie etwas mit der Verschwörung zu tun. Tie Tatsache, daß der erste Teil desBeweisstükkes ausführlich gegeben worden ist, während der zweite Teil, der sich auf neuere »Vorgänge bezieht, nur flüchtig angedeutet wurde, ist aus­ schließlich dadurch begründet, daß der Ver­ bindungsweg zwischen Deutschland und Ir­ land ein anderer geworden ist. Tie Regier­ ung weigert sich entschieden', die Mittel be­ kannt zu machen, oder anzudeuten, wodurch es ihr gelang, diese Verbindung zu unterbre­ chen. Unter keinen Umständen wird die Re­ gierung dieser Forderung nachgeben. Tie Ver­ handlung darWer muß geheim sein und nach Auffassung der juristischen Sachverständigen der Regierung dazu führen, daß eine Reihe von Verhafteten für schuldig befunden wird. Tann würde kein anderer Weg offen stehen, als die Vollziehung des Todesurteils. Das würde aber eine Wiederholung der Ereignisse nach der Osterwoche 1917 sein, die auf das Land einen schlechten Einfluß hatten. Ter einzige Punkt, in dem die Regierung geneigt sein würde, nachzugeben, — wenn in der Richtung ein starker Truck auf sie ausgeWt würde —, togre, daß sie sich auf eine Verhandlung vor einem militärischen oder bürgerlichen Gerichts­ hof bei geschlossenen Türen einließe. Wenn eine solche Verhandlung zugestanden wird, wür­ de die Regierung die Verantwortung für eine Wiederholung der Osterwochen-Hinrtchtungen auf die Schultern des Parlaments geschoben haben. Tie Regierung neigt stark zu der ge­ mäßigten Haltung, wünscht die Verhafteten während des Krieges in Haft zu halteu Und ihnen volle Gelegenheit zu geben, f'eber für sich seine Beschwerden gegen die JNHastnahme einer Kommission zu verteidigen. Nur zwei! Verhaftete haben bis jetzt Beschwerde einge­ legt. Am Sonntag wurden 450 Teutsche und Oesterreicher, die im Old Castle-Lager in der Grafschaft Mesth interniert waren, durch Dub­ lin abgeführt und kamen, mit Sonderzug in der Stadt an. Ein Sonderdampser brachte sie von Lisi eh fort. Viele weibliche Angehörige hat­ ten sich außerhalb der Eisenbahnstation ver­ sammelt und riefen den Deportierten zu, wäh­ rend sie mit den Sinnfeiner und grünen Flag­ gen winkten. Eine große Menge Männer und Jungen fangen ein Sinnseiner 'Soldatenlied, als das Boot Liffeh verließ. Tie Musikkapelle des Lagers, die aus Ausländern besteht, spielte. Der Krieg mit England. Irisches Mißtraue« sogen die unehr­ liche Londoner Regierung. Bern ,2. Juni. Ter Dubliner Bericht­ erstatter der Daily News meldet: Selbst die Tubliner Unionisten sowie die schärfsten Geg­ ner der Sinnseiner unter den Nationalisten lachen offen Wer 'die sogenannten Beweise der Regierung bezüglich des deutsch-irischen Komplottes. Sie halten es für selbstverständ­ lich, daß die Regierung unaufrichtig handle. In der ganzen Tubliner Gesellschaft herrscht eine solche Atmosphäre von Argwohn gegen die Glaubwürdigkeit der englischen Minister, daß fernstehende sich da'vvn keine Vorstellung machen können. Tie Behauptung eines Lon­ doner Sonntagsblattes, daß durch die Verhaf­ tungen die Sinyseiner-Beewgung nähezu erle­ digt und die gesetzliche Ordnung von neuem stark geworden sei, sei nicht nur lächerlich!, sondern gefährlich unzutreffend. Beraubung deutscher Anstauschgefangener. Eine ganz unerhörte Szene spielte sich im Herbst vorigen Jahres im Gefangenenla­ ger Brocton in England ab: Am 29. Oktober vormittags 8,15 Uhx wurde den zur Internie­ rung bestimmten Gefangenen besohlen, alle ih­ nen gehörenden Sachen in den Unterkunfts­ räumen aus ihren Strohsäcken auszubreiten, und aus hem Paradeplatze anzutreten. Hier­ auf begaben sich etwa vierundzwanzig eng­ lische Soldaten zum Zwecke der Durchsuchung der Sachen in die von den Kriegsgefangenen verlassenen Räumlichkeiten, während die Ge­ fangenen in die Postbaracke geführt wurden, wo ihre Untersuchung aus Bargeld und die Um­ wechselung des vorgefundenen Geldes in deut­ sche Münze erfolgte. Nach dieser Untersuchung wurden sie auf einen durch eine Postenkette abgesperrten freien Platz gelassen, von dem aus sie das Lager und ihre offenstehenden Hüt­ ten teilweise übersehen konnten. Sie beobach­ teten von hier aus, wie die in den Baracken besindlichen englischen Soldaten das Gepäck der Kriegsgefangenen plünderten und viele Sachen in Decken zu Bündeln zusammengenommen, davontrugen. Ungefähr 11,80 Uhr trat die zur Gepäckuntersnchung kommandierte englische Ab­ teilung in zwei Gliedern an und marschierte vor den Augen der deutschen Kriegsgefangenen mit vollgestopften Manteltaschen davon. Un­ gefähr 12 Uhr 30 Min. nachmittags durften die Kriegsgefangenen ihre Hütten wieder be­ treten. Hier stellten sie sofort. fest, daß den Meisten von ihnen ihr in den Hütten zurückge­ lassenes Privateigentum zum großen Teil ent­ wendet war. Ta alle Reklamationen ergebnislos blie­ ben, !hat die deutsche Regierung nachdrücklich gefordert, daß die englische Regierung ungesäumt dafür sorgt, daß den beraubten Gefange­ nen ihr Eigentum zurückgegeben wird oder sie angemessen entschädigt werden. Tie englische Regierung allein trägt die Verantwortung, wenn englische Soldaten ihre Pflicht vergessen und wie Banditen Wer das Hab und Gut von ; deutschen Kriegsgefangenen herfallen. j Englands Vorgehen gegen die Iren. j "Allgemeen Handelsblad" erfährt aus London: Tie Verbindung zwischen den irischen i Nationalisten «rib den "Sinnseinern ist ^'etzt ! gelöst. Sie hatte, wie aUgemein anerkannt : wird, nur den Zweck, 'vereint der Tienstpflichtpvlitik der englischen Regierung Widerstand zu ,</p>
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          <p>Verhaftung des Avanti-Tiirektors. I Am 29. Mai vormittags wurde gemäß einem Verhaftungsbefehl der Turiner Militär­ behörden der Direktor des "Aoanti", Serati, in Rom verhaftet. Der Leiter der sozialistischen Partei Morgari, erklärt in der "Epoca", der Grund der Verhaftung Seratis sei die Rede die er einige Zeit bor dem Turiner Ausstände gelegentlich der Anwesenheit der russi­ schen Delegierten in Turin hielt und in welcher er die russische Revolution gepriesen lhabe. Ar neutralen Einten Site hvchvvrräterischje Tennispartie. [ Von durchaus Zuverlässiger Seite wird uns geschrieben: In der Schweiz wurde einer jungen Amerikanerin seitens des Vertreters der amerikanischen Regierung die Erneuerung des Passes verweigert, weil sie das "schwe­ re Vergehen" begangen hatte, ritit einemtzerrn aus dem Gefolge des als Teutschfreund ver­ triebenen Königs von Griechenland Tennis zu spielen! Ta glücklicherweise die Macht des Dik­ tators Wilson und seiner Liktoren noch nicht bis zur freien Schweiz reicht, ist die junge Dame zu ihrem Heil wahrscheinliche bor einer schweren Gefängnisstrafe wegen "Verkehrs mit dem Feinde "bewährt geblieben. Immerhin hat der Vertreter Amerikas in diesem neutralen Lande getan, was er tun konnte, ums seiner Patriotenpslicht zu genügen und seiner Lands­ männin einen Denkzettel zu verabreichen. Er hat nämlich obendrein der Mutter der jun­ gen Dame nach Amerika eine photographische Ausnahme ihrer im Kreise der Griechen Tennis spielenden Tochter mit entsprechender Rand­ bemerkung zugesandt in der Hoffnung, daß von seiten der Mutter gegen die verirrte Toch­ ter eingeschritten werde! — Ter "unglückli­ chen" Mutter ist zu wünschen, daß sie nicht an Stelle der unerreichbaren Tochter einem amerikanischen Gerichte in die Hände fällt ! Site Schweiz, und Rußland. Bern, 1. Juni. Auf Anordnung der schweizerischen politischen Behörden wurde die bisherige russische Gesandtschaft samt den Ar­ chiven unter Siegel gesetzt. Die Versiegelung, die einzig aus öffentlichrechtlichen Gründen er­ folgte ,wird aufrechterhalten, bis eine Klärung der Lage eingetreten und die amtliche Anerken­ nung der russischen Regierung durch dieSchweiz erfolgt ist. Englische Vergewaltigungen der NentraleW. Kopenhagen, 2. Juni. Mehrere Pro­ vinzzeitungen teilen Mit, daß dänische Wa­ ren im Werte von schätzungsweise über hun­ dert Millionen sich in England befinden, die beschlagnahmt sind. Ties seien sämtliche Waren, die längst von dänischen Kaufleuten bezählt feien. Män rechnet nun damit, daß die Interes­ senten derartige Garantien für die Verwendung der Waren geben, daß die im Kopenhagener Hafen für ausländische Rechnung liegendenWaren vom dänischen Staate enteignet und durch England gegen die dortigen Waren ausge­ tauscht werden . ! Zu diesen Meldungen erklärt der Vor­ sitzende des dänischen Jndustrierates, Abg. Ale­ xander Foß, in der National-Tidende: "Tie in England beschlagnähmt:'.: Waren können nur solche fein, die durch Prisengerichte befMagnähmt wurden. Die Tatsache bleibt bestehen, daß England seit dreiviertel Jähren Dänemark von jeder Zusckhr abgeschnitten hat und daß feine Aussicht bestäht, es von diesem Eingriff in die souveränen Rechte eines neutralen Staa­ tes abzubringen. England schiebt jedoch, um den Schein zu währen, die Verantwortung aus Amerika. ( Fichvffcherheit für schwedische Schiffe. Das Stockholmer Blatt Sozialdemokraten teilt mit, daß es Schweden gelungen ist, Sicher­ heiten dafür zu erhalten, daß Schisse, die Waren gemäß dem englisch-schwedischen Abkommen be­ fördern, von deutschen Seestreitkrästen nicht beschossen werden. Ar Hielte. Sler amerikanische Kulturkrieg | Nach betn Mattn haben die Schulbehörden des Staates Newhork einstimmig beschlossen, den Unterricht in der deutschen Sprache auszüheben.</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. Ukrainische Fragen in Oesterreich-Ungarn. Tier Obmann der ukrainischen parlamentari­ schen Vertretung im Oesterreichischen Abgeord­ netenhause, Abg. Petruszäoies, und der Ob­ mannstellvertreter Lewiekh wurden von dem Minister des Aeußern Grafen Buriair empfan­ gen, wobei in einer mähr als einstimmigen Aussprache die ukrainischen Fragen eingehend erörtert wurden. Tie Epidemie in Spanien. Die spani­ sche Botschaft in Berlin hat aus Madrid aus­ führliche telegraphische Berichte über die Epi­ demie in Spanien erhalten und teilt daraus folgende Einzelheiten über den Charakter der Krankheit mit: Tie Epidemie stellt sich als eine Grippe mit plötzlich hohem Fieber dar, Tiefes Fieber hält drei bis vier Tags an, wo­ rauf es fast ebenso plötzlich sinkt und schnelle völlige Genesung eintritt. Tie Krankheit ist fast ganz gesährlos und es ist bisher nicht nur kein Todesfall, sondern nicht einmal ein Fall schwerer Komplikationen zu verzeichnen. Nur ist diese Grippe sehr ansteckend und leicht übertragbar, däher die große Anzahl der Er­ krankungen. | Novelle zur Einkommensteuer in Preu­ ßen. Tie Tgl. Rdsch. meldet: Ter preutz. Fi­ nanzminister will int Herbst dieses Jahres eine Novelle zur Einkommensteuer vorlegen, die etwa eine Milliarde bringen soll. Dieses Vor­ gehen müßte der preußische Finanzminister aus­ geben, falls die Reichstagsmehrheit das von ihm geplante Besitzsteuergesetz in dem Umfange wie es vorgesehen ist, beschließen sollte. T!er Standpunkt, den die Regierungen bet Bun­ desstaaten einnähmen, geht dahin, daß die Ein­ zelstaaten einem Besitzsteuergesetz zustimmen können ,das sich im Nähmen des srüherenWehrbeitrages hält und eine Abgabe von Vermögen und von den während des Krieges vermehrten Einkommen darstelkt. Das Einkommen aber iw allgemeinen bei dieser Abgabe heranzuziehen, lehnen die Regierungen der Bundesstaaten nach wie vor ab. 1</p>
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          <p>Allerlei. Die Eltern und Schwestern getötet. In Whrawa in Böhmen hat der 24jährige Josef Andrhs seine Eltern und seine beiden Schwe­ stern nachts int Schlafe mit einer Hacke erschlager. Der Mörder hatte den Eltern ein Sparkassenbuch entwendet und das bähobene Geld vergeudet. Einen nicht alltäglichen Diebstahl ver­ übte ein Unbekannter in Unterbrunn. Ein Flugzeug mußte in Unterbrunn eine Notlan­ dung vornähmen und blieb über Nacht im Freien. Ties benützte ein Dieb, um den Anlaus­ magnet und einen Umschalter abzuschrauben. Tie Gegenstände haben einen Wert von über 800 Mark.</p>
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          <p>Die Nebelfrau. ; J ! r ' Roman von Army Wvthe. PJ' u i i ; j (Nachdruck verboten.) 191] , Das war gewiß Olafs Stimme. Tauchte nicht ein großer, dunkker, unheimlicher Schatten vor ihr auf? Die Nebelfrau, ächzte Dorret. Sie kündet den Tod! Dorret! hallte es noch einmal an ihr Ohr. Dorret! Aber fie hörte nicht. In der Luft um sie herum war ein Sausen und Brausen, ein lautes Krachen ein zischender, weher Laut, wie ein zitternder Schmer­ zensschrei. E§ war, als ob das Eis unter ihren Füßen zitterte und bebte, und mit dem Rufe "Timm lieber Timm", sank sie bewußtlos zusammen. Die weißen, weichen Flocken rieselten auf das süße Gesicht und das goldblonde Haar wie mit dichten weißen Schleier zu. Ueber das stille, verschneite Watt bebte GioSenklang. Der Sturmwind trug die frommen Klänge, weit in die Lande, und durch Schnee und Nebel strahlte stetig wie ein Wegweiser da? Blinkfeuer des Leuchtturmes mit dem milden Schein dorthin, wo Dorret so süß schlief. Undine hatte stundenlang am Bett der Groß­ mutter gesessen. Die alte Frau sprach viel, was Undine nicht »erstand. Dorreis Name kam darin vor und allerlei anderes krauses und wirres Zeug. Die alte Gräfin hielt Undints Hand umfchlosien Gut machen, sagte sie einmal über das andere. Undine streichelte der Großmutter zärtlich die dürre Hand. Ich weiß, daß Du es gut gemeint hast, Groß­ mutter. sorge dich nicht. Wie schwer ihr die Worte wurden. Die Greisin nickte. Wehe, wer nicht rein vor Gottes Thron treten kann, murmelte sie, Wehe messen Herz voll Missetat! Hast Du vergeben, Undine? Ich wollte ja nur Dein Glück. Ja, Großmutter. Jetzt aber »ersuche zu schlafen. Die Wärterin kam. Der Herr Graf, der soeben angekommen, wünschte Frau Gräfin zu sprechen. Der Herr Graf erwartet die gnädige Gräfin in ihrem Wohnzimmer. Undines Füße wollten versagen. Mit zitterndem Munde neigte sie sich Abschied nehmend, gegen die welke Wange der Greisin. Bete für mich, Großmutter, flüsterte sie. Ich bin so mutlos. Geh mit Gott mein Kind. Nütze den Augenblick, denn Du weißt nicht, welche Feinde Dir der nächste bringt. Noch ist Fridrun fern. Eile, Undine, eile! Noch einmal legte sie die dürre Hand wie zum Segen auf das liefgefenkte, rotblonde Haupt der jungen Frau, dann wandle die Gräfin langsam ihr Antlitz der Wand zu. Sie hatte Abschied genommen. Mit schweren Schritten ging Undine aus dem Zimmer. Nun war er da, der Mann, an den sie gefesselt war, dem sie nichts war und nichts «sein durfte und der noch gesetzliche Gewalt über sie hatte. Nein, nicht mehr. Jetzt hielt sie das Heft in den Händen. Mit Genugtuung fühlte sie die Kapsel an ihrem Halse. Er würde Inatürlich leugnen, wenn fie ihm die Anklage ins Gesicht schleuderte. Wie erbärmlich das war! Dann aber würde sie ihm Lutz' Brief vor Auge» halten, und sie würde ihn zusammenbrechen sehen unter der Anklage, die sie auf ewig von einander schied. Wie wilde Stegerfceude kam es plötzlich über Undine. Stolz aufgerichtet trat sie über die Schwelle des Zimmers, in dem Retmar am Schreibtisch stand, wie das erste Mal, Lutz' Bild in der Hand, das er nach­ denklich betrachtete. Wortsttzung steigt.)</p>
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          <p>Wie hoch die Schweizer wohnen. Die Verteilung"der Schweizer Bevölkerung auf die verschiedenen Höhendistrikte des Landes hat P. Meuriot zum Gegenstand einer Berechnung gemacht, die zum mindesten Anspruch auf Originalität besitzt. Wie die Blätter berichten, konnte dabei festgestellt, werden, daß der größere Teil der Schweizer Bevöl­ kerung, nämlich 56 °/o also mehr als 2 Millionen in einer Zone von 400—600 m Höhe lebt. Die Mehrzahl der Einwohner von 13 unter den 25 Kantonen, und zwar alle mit Einwohnern deutscher Sprache, ausgenommen der Kanton Vaud, leben in dieser Zone. Es gehören von den 87 Städten der Schweiz, bereit Einwohnerzahl größer ist als 5000 54 diesem Höhengebiet an. Die nächste am meisten bevölkerte vertikale Zone ist die zwischen 600 und 1000 m Höhe. Hier leben 25,3 °/ 0 der Bevölkerung. Die zwei Kantone von Appenzell gehören mit ihrem gesamten Bereich diesem Gebieie an, außerdem ist die Mehrzahl der Bevölkerung von fünf anderen Kantonen einbegriffen. Endlich wird die niedrige Zone, unter 400 m Höhe genannt, in der nur, 15,9 °/ e der Bevölkerung leben und der der größte Teil der Kantone von Basel, Gens und dem Tessin an­ gehören. In der höchsten starke bevölkerten Zone aber, über 1000 m besitzt die Schweiz 300 Gemein­ den mit zusammen 180000 Einwohnern, die 8,4 ®/ 0 der Bevölkerung des Landes darstelle». In dieser Zone liegen nur zwei Städte mit mehr als 5000 Einwohnern, und zwar Saint-Oroixin Kanton Vaud und Davos. Wenn man noch den bewohnten Teil der Schweiz, der sich in einer Höhe von mehr als 150o m befindet, als besondere Zone in Betracht zieht, so kann man dort 51 Gemeinde» mit 30,300 Einwoh­ ner feststellen, unter den Rtädten eine mit mehr als 10,000 Einwohnern,: die vor 30 Jahren aber nur 3000 Seelen zählte, nämlich Davos. In einer Höhe von mehr als 1900 m gibt es noch 18 Oerttichkeiten darunter die bevölkerste St. Monritz mit 3200 Ein­ wohnern in einer Höhe von 1846 m und die höchster Avers, nämlich 1949 m A s besondere Merkwür­ digkeit wird zum Schluß dieser eigenartigen Ausstellung: noch der Kanton von Valais genannt, befielt Einwohner fast zu gleiche» Teilen in drei Hauptzonen, nämlich 400—1000 m und über 1000 m leben. Was vie Pariser Köchin verlangt. Früher stellten viele "hochherrschaftliche" Köchin­ nen in Paris die Forderung, daß sie nicht verpflichtet tele«, in den Keller hinabzusteigen. Die Ferngeschützt haben jetzt auch diese ursprünglich begreifliche Ansiche der Köchtnen vollständig umgekrempelt, was die fol­ gende kleine Anzeige in einem Pariser Boulevardblatt beweist: "Gesucht wird gegen ein Gehalt von monat­ lich 85 FrS. eine Köchin, der bet jedem Alarm ein vorzüglicher, außerordentlich tiefgelegener Keller zur Verfügung steht." Vermischtes.</p>
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          <p>Herr Jahreszeit und der dadurch bedingten ge­ ringeren Haltbarkeit des Fleisches einen öfteren Bezug desselben zu ermöglichen. (Viel dürsten aber die Metzger, mit Ausnahme des Sams­ tag, nicht zu tun bekommen; denn die 1 bis Höchstens 2 Pfund Fleisch, die einer Normal­ familie zustehen, lassen sich bei dem impo­ santen Knocheninhalt von einem Viertel nicht stark teilen.) —"'DieZentralisierungderWursthereitung ist auch hier, besonders auch tont Kreisbevollmächtigten angeregt worden, damit eine bessere Kontrolle über die Verwendung des zur Wurstbereitung überwiesenen Fleisches vorhanden sei. Hierzu hat eine Versammlung der Metzgerzwangsinnung Stellung genom­ men und unter Billigung der beigezogenen Herren Schlachthofdirektor Saurer und Kreisbevvllnmchtigten Herold beschlossen beim Ma­ gistrat zu beantragen, es solle versuchsweise für die Tauer von 4 Wochen bei dem bis­ herigen Modus der Wurstbereitung bleiben und das Fleisch an die Wurstmacher wie bisher ver­ teilt werden. Tie Metzger sind aber verpflich­ tet, über die Abgabe ton Wurstfleisch nach einem ton der städt. Fleischversorgung her­ gestellten Plane genau "Liste zu führen, die allwöchentlich der städt. Fleischverteilungsstelke vorzulegen ist. Es mutz also genau nachgewie­ sen werden, wohin das Fleisch gekommen ist, das den Metzgern zur Wurstfertigung zugewie­ sen wurde. Tie Kontrollorgane haben dieDurchführung zu überwachen. Tie Metzgereiinhaber, welche sich als unzuverlässig erweisen, werden ton dem Fleischbezug ausgeschlossen. Tie städt. Fleischprüfungskommission empfahl die­ sen Beschlutz Kur Durchführung und der Ma­ gistrat beschlotz in seiner letzten Sitzung da­ raufhin die Durchführung desselben. Arzug es den Mlstandrregistern der ßtanbescmtcs Lavdshllt. Sterbefalle. 25. Mai: Theresia Landauer, SpttalPfründnerin, 78 Jahre alt; Barbara Hofsmann, Magazinverwaltersvhesrau, 57 Jahre alt? Ur­ sula Petermeier, Wem. Tienstmagd, 42 Jahre alt. 26. Mai: Kreszenz Heindl, Stationsdie­ nersehefrau, 76 Jahre alt. Auf dem Felde der Ehre gefalle«: Schütze, Schreinergehilfe Ludwig Trauttnann, 23 Jahre alt. Sergeant der Res., Bäckjergehilfe Karl Hansbauer, 30 Jahre alt. Jäger, Maschinenarbeiter Jakob Taffster, 37 Jahre alt. Kanonier, Bääetgvhilfe Eduard Holzmann, 38 Jahre alt. &gt; Mdtislhe SihmMschM. 3. Juni 1918. Wasser . 14 Grad C. Vv 't 16 Grad C</p>
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          <p>Sechs 24 Zentimeter-Geschütze an einer .Stelle erbeutet. Berlin, 2. Juni. Bei Ternh-Sorrchwur­ den nicht weniger als sechs schwere 24 Zentime­ ter-Geschütze erbeutet, die in einen kleinen Raum fest eingebaut waren. Tie außergewöhn­ liche Anhäufung ton schwersten Geschützen, Re sonst nur vereinzelt auftreten, und der Zweck der Geschütze, nämlich die wirksame Beschietzung unserer nach Parts feuernden Geschütze be­ weisen, wie unangenehm dem Feinde unsere Beschießung von Paris ist. Stic Front «u der Marne. Berlin, 2. Juni. Mit der Einnahme des Nordteiles von 'Ehateau Thierrh und der Erstürmung von Vermeuil ist Ne Marnefront bereits aus mehr als 25 Kilometer verbreitert. Ter spitze Stvtzkeil hat sich&gt; zur breiten Kampf­ linie geformt. ; [ Neue U-Bootserfolge. WTB. Berlin, den 2. Juni (Amtlich.) Nach Meldungen aus See durch unsere U-Boote im Mittelmeer versenkter Schiffsraum: 26 000 Brutto-Register-Tonnen. Ter Chef des Admtralstabes der Marine. Portugal stellt da» Nachschub ein. Berlin, 2. Juni. Tie Londoner Schriftleitungen erhielten laut "Boss. Ztg." die Nach­ richt aus Lissabon, wonach Portugal keine Re­ krutierung für die portugiesischen Regimenter in Frankreich tornehmen wird. ; Sie öfters. Sozialdemokratie gegen den Streik. Wien, 2. Juni. Tie "Arbeiterzeitung" veröffentlicht einen Aufruf der Reichskonferenz der sozialdemokratischen Partei in Oesterreich!, in dem unter Hinweis auf die allgemeine euro­ päische Lage festgestellt wird, datz der gegen­ wärtige Augenblick zu Ausständen nicht günstig sei. Tie Reichskonferenz fordert daher die Ar­ beiter auf, im gegenwärtigen Augenblick grotze Ausstände zu vermeiden und warnt die Arbei­ terschaft vor Ueberschätzung ihrer Kraft und vor Unbesonnenheit, die zur Niederlage führen könnten und dir Arbeiterschaft für die Krjkunst kampfunfähig machen würde. 2jer sechste Kampftag. Berlin, 2. Juni. Tie schon gestern ge­ meldeten harten örtlichen Kämpfe bei Soissons haben sich zu einer großen Schlacht entwickelt. Ter Gegner hatte alle verfügbaren Kräfte in einem großangelegten Flankenstoß mit der Ab­ sicht zusammengefatzt, Soissons wieder zu ne'hmen. Tie dort befindlichen alten Stellungen gaben ihm torzügliche Stützpunkte und er ließ nichts unversucht. So attackierte die Kavallerie bei Bucquois die deutschen Begleitbatterien, die unserer Infanterie auf dem Futze folgten. Es gelang ihr, die Bespannung zu erreichen? Ta wurde sie durch wohlgezieltes Maschinengewehrseuer aufgerieben. Am Nachmittag griff ein großes Tankgeschwader, aus der Linie Mis­ st»—Ghaudun kommend, zu beiden Seiten der großen Straße Paris—Soissons erfolglos an. 5 der Tanks lagen westlich ton Vaudins zer­ schossen im Gelände. Aeußerst starke feindliche Schlachtgeschwader griffen unsere Artillerie und Infanterie an, während zu gleicher Zeit Bom­ bengeschwader das Innere der Stadt Soissons bewarfen. Tie besten Truppen Frankreichs, das 1. Eiserne Korps, mit einer marokkanischen Division sind südwestlich von Soisson- einge­ setzt worden. Es hatte schwere Verluste. 2400 Gefangene find schon gemeldet. In der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni flaute das Feuer bei Soissons ab. Heftige Brände wüten iml Stadtinnern. Tie beiden großen Herde befin­ den sich nördlich der Kathedrale und im öst­ lichen Stadtteil an der Aisne. Grotzbranb in Stambul. Konstantinopel, 2. Juni. Tie Blät­ ter veröffentlichen ausführliche Berichte über einen großen Brand in Stambul, der vorge­ stern um Mitternacht ausbrach, und erst gegen Aben dgelöscht werden konnte. Tas Feuer ent­ stand durch eine Unvorsichtigkeit, indem in einem Hause am Goldenen Horn eine brennende Zigarre in eine Petroleumlampe siel. Tie eng aneinander stehenden, aus Holz gebauten Häu­ ser und der ^herrschende Südweststurm begün­ stigten das Ausbreiten des Brandes. Es wur­ den -zahlreiche, der armen mohammedanischen Bevölkerung gehörige Häuser eingeäschert. Ter Großwesir und Kriegsminister Enver Pascha waren auf dem Brandplatz erschienen. Letz­ terer leitete die Hilfsaktion, an der sich auch deutsche und österreichisch-ungarische Truppen beteiligten. Für die Opfer wurde eine Samm­ lung eingeleitet, die der Sultan mit einer Spen­ de ton 1000 Pfund eröffnete. Letzte Posten.</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Berwaltungsbienst. Pom 1. Juni 1918 an wird der Rechnungsrckoisor der Regierung von Mittelsranken, Kammer des Innern, Josef Schneider in Ansbach, aus sein Ansuchen als Bezirksamtssekretär in etatsmätziger Weise an das Bezirksamt Regen versetzt. ; , : Bahnbienst. Versetzt in etatsmäßiger Wei­ se auf Unsuchen: Eisenbahnsekretär Karl Seitz ton Kelheim zur Ablüsegruppe der Eisenbahndirektion Regensburg; Zugführer Johann Markreither ton Plattling nach Regensburg; Weichensteller Josef Böhamer ton Eger nach Plattling statt nach Passau. Staatsbaubienst. Vom 1. Juni 1918 an wurde der Bauamtsassessor bei dem K. Land­ bauamte Landshut Heinrich Simon auf sein Ansuchen aus dem Staatsdienste entlassen und ihm der Rücktritt in'diesen Dienst auf die Tauer ton drei Jahren vorbehalten. Boten unb Timer. Vom 1. Juli 1918 an wird der Bezirksamtsdiener Ludwig Hüfsner in Vilsbiburg auf sein Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschaft in etatsmäßiger Weise an das Bezirksamt Traunstein versetzt. Katholische Kirche. Uebertragen wurde die katholische Pfarrei Chamerau, B.-A. Kötzting, dem Benefiziaten Joseph Stauner in Rimbach, B.-A."Kötzting; genehmigt wurde, daß von dem Bischöfe von Pasfau die Pfarrei Tvrnach, B.-A. Landau ä. I., dem Pfarrer Franz Xaver Hafner in Herzogsreut, B.-A. Wolf­ stein, und das Benefizium Unterkreuzberg, B.A. Wolfstein, dem Kooperator Mois Wiesmüller in Kirchberg i. W., B^-A. -Regen, verliehen werde; genehmigt wurde, datz der katholische Pfarrer Andreas Hornauer in Wethmichl, B.A. Landshut, aus seine Pfarrei mit Wirkung vom 1. Juli 1918 an verzichte. Protestantische Kirche. Tie neuerrichtete protestantische Psarrstelle Deggendorf, Deka­ nats Regensburg, wurde dem 2. protestanti­ schen Pfarrer Hans Schaller in Weidenberg, Dekanats Bayreuth, mit Wirkung vom 1. Juni 1918 an verliehen; ferner wurde dem auf die protestantische Pfarrstelle Tittlofsroda, Deka­ nats Waizenbach, vom Fretherrlich von Thüngenschen Kirchenpatronate Luzscher Linie prä­ sentierten Pfarramtskandidaten Kurt Halbach, zurzeit Hilfsgeistlicher in Passau, die landes­ herrliche Bestätigung erteilt. i K Bank. Zur Bankasftstentin wurde in etatsmäßiger Eigenschaft ernannt die Probe­ assistentin Cäcilie List! bei der K. Filialbank Straubing. Schulbienst. Tie VolksfMllehrer-, Orga­ nisten- und Chvrregentenstelle in Schwarzach, k. Tistriktsschulinspektion Bogen in Bogen­ berg, ist ab 16. Juni 1918 erledigt. Endtag für Bewerbungen: 24. Juni 1918. , Schulbienst. Mt Regierungsentschließung vom 15. April 1918 wurde der vom 1. Mai 1918 ab auf Ansuchen ton Mallersdorf nach! Regen versetzte Hauptlehrer und Bezirksvberlehrer Franz Wenzl unter Anerkennung seiner Dienstleistung ton der Führung der Geschäfte eines Bezirksoüerlehrers für den Fortbildungsbezirk Mallersdorf enthoben. Mit RegierungsEntschließung vom 25. Mai 1918 wurde ab l. Juni 1918 der Volksfchullehrer UrbanBruckmooser in Ergoldsbach als Bezirksoberlehrer für den Fortbildungsbezirk Mallersdors auf­ gestellt. &gt; Postvertoaltung. Verseht in etatsm.Weife ab 1. Juni c.: Postsekretär Gottfr. Eder ton Plattling nach Regensburg. — Ernannt in etattot. Weise: zum Postboten der aoers. Hilsspostbote Jos. Biberger von Neufahrn bei Fr. in Reisbach. — Versetzt in etatsm. Weise aus Ansuchen: die .Postboten Kilian Mock von Steinburg nach Bvrggriesbach und Jos. Kern ton .Wegscheid nach Brückenau (Ufr.). — In den Ruhestand versetzt: die Postassistentin Ma­ thilde Streng in Straubing aus ein Jahr. Staatseisen-ahntorwaltnng. Vom 1. Juni c. an wird der Bahntorwalter der Gütersta­ tion Landshut Jakob Gerstbrein aus sein An­ suchen wegen nachgewiesener Tienstunsähigkeit aus die Tauer eines Jähres im Ruhestand be­ lassen. Forstvertnaltung. Vom 1. Juni c. an wird aus Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschast in etatsm. Weise torsetzt der Forstamtsassessor Eugen -Maurer beim Forstamt Würz­ burg an das Forstamt Zwiesel-Ost.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Außernizelt, 1. Juni. (Brand.) Tos Anwe­ sen der Bauersleute Tonecker in Soll« brannte vollständig nieder; auch eine nicht unbedeu­ tende Geldsumme ist mikverbrannt. Das Feuer entstand durch Kaminbrand. Tär Besitzer des Anwesens stäht im Felde. Forsthaus Attschönan, 2. Juni (Schwämme!) Nicht nur in anderen Gegenden, son­ dern auch hier fand man bereits verschiedene Arten von Schwämmen, als Morcheln, Stock­ schwämme und schöne Exemplare echter Stein­ pilze ,was immer einen schwamMerlreichenSopimer erwarten läßt. Zwiesel, 2. Juni. (Das Waldvereinszeichen), die heilkräftige Arnika, zeigt uns jetzt schon ihre schönen gelben Sterne, eine SelI teäheit um diese Zeit. !</p>
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