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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-06-04"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 150</biblScope>
          <date when="1918-06-04">1918-06-04</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Fortgang der Schlacht im Westen. Zwischen Soissons und der Marne wurden weitere Fortschritte erzielt. — Französische Gegenangriffe abgeschlagen. — Die Wahlen in Rumänien. — Kampf zwischen tschecho­ slowakischen und Sowjettruppen in Sibirien. Fortgang der Schlacht im Westen. Zwischen Soissons «nd der Marne wurden weitere Fortschritte erzielt. — Französische Gegenangriffe abgeschlagen. — Die Wahlen in Rumänien. — Kampf zwischen tschecho­ slowakischen und Sowjettrnppen in Sibirien.</p>
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          <p>Wr Stetes zur Sn. Ein spanischer Tiampfer versenkt. Das "Journal" meldet aus Mellilla: Der spanische Dampfer "Martapis" wurde in der Nacht zum 25. Mai von einem deutschen UBoot 14 Meilen von der Insel Chafarinas angegrfffen. Tos U-Boot gab zwei Schüsse ab, und als der Dampfer nicht stoppte, einen drit­ ten, wodurch der Kapitän in der Kabine und ein Heizer getötet wurden. Eine Frau wurde verwundet. Unter den 120 an'Bord befindli­ chen Mauren sei eine Panik ansgebrochen, die sich vor den 24 spanischen Passagieren retten wollten. Das Rettungsboot sei umgeschlagen. Das U-Boot sei an der Unglücksstelle eingetrof­ fen, hals bei den Rettungsarbeiten und tele­ graphierte nach Melilla um Hilfe. Tvei Per­ sonen würden vermißt. i hielt, daß es kein Gesetz gebe, weder ein gött­ liches noch ein menschliches, das verbieten wür­ de ,dte Versenker von Pafsagierschissen zum Tode durch den Strang zu, verurteilen .Eine Ehrliche Soldatenkugel sei für diese Piraten zu gut. Leide lasse sich aber diese Maßnahme nicht durchführen, da Deutschland über zu viele englische Kriegsgefangene verfüge und mit viel schärferen Gegenmaßnahmen antwor­ ten würde .Das eine sei indes sicher, daß man die Art der Kriegführung der Teutschen niemals vergessen wird. (Wie auch wir in Deutschland die Art der Kriegführung der Engländer in den Fällen Baralong, King Stessen, Crampton usw. nicht vergessen werden.) Englands Zurnckdrängung im Gummihandel. Berlin, 2. Juni. (Nichtamtlich,.) Ein von der rauhen Faust des Ü-Bootkrieges erfaß­ ter Erwerbszwerg ist auch der englische Gum­ mihandel. Ter gewaltig gestiegene feindliche Bedarf an Rvhgummi für die Fabrikation von Autobereifungen, Zeltbahnen. Militärmänieln und Stieseln usw. hat mit der Schiffsraumnot als marktbeherrschendem Faktor nicht genügend gerechnet. So vollzog sich auf diesem Gebiet eine ähnliche Entwicklung, tote wir sie bereits beim überseeischen Handel mit Getreide,Fleisch,, j Wolle und Fett erlebten: Wertvolle RohstosfI Vorräte häuften sich jenseits des Weltmeeres in 6 den Gummiexzeugungsländern an und können aus Mangel an Transportgelegenheit nicht in der erforderlichen Menge ncuf} Europa gebracht werden. Um die Ueberproduktion und Ent­ wertung ihrer Plantagen zu bekämpfen, ver­ suchten die englischen Pslanzevoerbände im Einvernehmen mit der britischen Regierung, die Gummierzeugung für 1918 um 20 Prozent einzuschränken. Diese Maßregel schlug fehl, weil die holländischen Kolonien mit Hilfe ame­ rikanischer Händler das Abkommen durchbra­ chen und unter Umgehung des einst beherrschen­ den Londoner Gummimarktes direkte Geschäfts­ verbindungen mit den Vereinigten Staaten, dem Hauptverbrauchsland für Gummi, an­ knüpfen. Londons Anteil am Weltgummihan­ del, der 1914 rund 55 v. H. betrug, ging infol­ gedessen im Jahve 1916 auf 44 v. H. und seit­ dem erheblich weiter zurück, andererseits stieg der Gummiverbrauch in den Vereinigten Staa­ ten im Jähre 1917 auf nicht weniger als 68 v. H. der Welterzeugung, auf 175 000 Tonnen, gegen 50 v. H. im Jahre 1916, obwohl er be­ reits damals um "20 v. H. gegen das Vorjahr ge­ stiegen war. Tie Gummi erzeugenden Kolo­ nien sind eben bestrebt, das Risiko der Schiff| fahrt im Sperrgebiet zu meiden und direkt &gt; nach den nordamerikanischen Häfen zu liefern. I Auch die Japaner wollen sich' von London unabhängig machen und haben in HolländischJndien große Gummipflanzungen erworben. Aus R»Umd. Tie Nuavhängitzkeit Transkaukasiens pro­ klamiert. Pariser Blätter berichten aus Moskau,daß der in Baku versammelte Landtag Transkaukäsiens dir Unabhängigkeit Transkaukasiens pro­ klamiert habe. T»er deutsche Einfluß in Rußland. Wie ein Amsterdamer Blatt aus London erfährt ,erstatte Lord Robert Cecil in einer Unterredung mit amerikanischen Journalisten, er habe den Eindruck, daß sich die Verhältnisse in Rußland (für die Entente) immer schwie­ riger gestalten. Ter deutsche Einfluß, nament­ lich in Moskau sei ständig im Zunehmen. Das Publikum sei mit den Bolschewisten unzufrie­ den. f Geöffnete Grenzen zwischen Estland und Rußland? Wie der Berner Bund ans Petersburg erfährt ,haben die deutschen. Behörden in Estj land die Grenze bei Jamburg für den Verkehr I als offen erklärt. I Jamburg liegt östlich von Navwa an der ! Luga. t Tier Humanite zufolge werden etwa 130 De­ putierte sich der Stimme enthalten. Lire Rancher Archive nach Lyon verbracht. Basel, 3. Juni. Wie die Blätter zu be­ richten wissen, wurden in Befürchtung eines eventuellen deutschen Vorstohes in Nancy die dortigen Archive nach Lyon überführt. Tw russische Legisn in Frankreich!. Unter den Gefangenen der marokkanischen Division befand sich auch, ein Arzt des dritten Bataillons der russischen Legion. Das Ba­ taillon wurde von russischen Offizieren befeh­ ligt und war 500 Mann stark in den Somme-kämpfen eingesetzt worden, aus denen es jetzt mit 92 Mann zurückgekehrt ist. Es kann somit als aufgerieben gelten. Das Bataillon war der Rest des russischen Expeditionskorps in Frank­ reich. Tie darin kämpfenden Russen hatten verlangt, daß sie nach dem Friedensschluß ent­ lassen würden. Aber Frankreich hatte die Ent­ lassung mit dem Bemerken abgelehnt, daß der Friedensvertrag ungültig sei. Lloyd George soll über den englisch-fran­ zösischen Rückzug Auskunft geben. Daily Mail meldet: Tie Arbeiterpartei und einige Mitglieder der Liberalen werden am Freitag Lloyd George im Untevhause über den französisch-englischen Rückzug befragen. Tie Planlosigkeit hinter der französische«! Front. i Berlin, 2. Juni. Als ein Zeichen da­ für, welche Planlosigkeit Ihinter der französi­ schen Front hervorgerufen war und wie über Erwarten schnell der Vormarsch unserer Tivisiünen durchgeführt ivurde, müssen die gewal­ tigen Truppenlager gelten, die der flüchtende Feiyd uns völlig unversehrt hinterließ. Er­ weckt es schon Erstaunen, daß aus den Flugplät­ zen so viel Flugzeuge unversehrt vorgefunden wurden, so ist es geradezu unerklärlich, daß unter den flüchtenden Franzosen niemand mehr den Entschluß oder die Zeit fand, die so leicht zu vernichtenden Truppenplätze zu vernichten. Bei Fismes ist eine riesige Barackenstadt ohne die geringste Beschädigung in deutsche Hände gefallen. Noch größer vielleicht, ganzen Regi­ mentern bequemste Unterkunft geroälytenb, ist eine wahre Metropole aus Lagerbaracken, die uns der Feind Zwischen 'Chery und Marcuil überlassen lhat. Man muh dabei der Organi­ sationsgabe des Gegners volle Gerechtigkeit wi­ derführen lassen. Tie Anlagen können als Mu­ sterbeispiele großer Truppenunterbringungsplcitze gelten. Sie sind mit 'Westblick nach ein­ heitlichen Plänen angelegt und nichts fehlt an den Einrichtungen. Den nachrückenden Divisi­ onen und Kolonnen kommen diese Soldatenvillenkolonnien zu gute.' Bei Fere-en-Tardenois ist uns ein retchgefülltes Pionierlager von riesenhaften Ausmaßen zugefallen mit mächtigem Wagenpark und allen Arten von Wagenersatzteilen, auch ansehnliche, angehäufte Kohlen- und Brennstofflager, die zu vernichten der Gegner bei der überall offenkundigen Plan­ losigkeit des Rückzuges die Zeit nicht fand. I« Stetes mit England. Lire mffaffmm in England. Kopenhagen, 3. Juni. Wie aus engli­ schen Telegrammen ersichtlich, betrachtet man in London die Lage an der Westfront sehr pessimistisch. Ter militärische Mitarbeiter des Daily Telegraph' (bekanntlich General Mau­ rice) erklärt, daß man Grund zu ernsten Be­ sorgnissen habe. Eine Marneschlacht sei jetzt von weit größerer Bedeutung, als die Marneschlacht im Jahre 1914. Auch die Daily Mail muß zugeben, daß der Unfftand, daß die Initiative beständig bei der deutschen Armee sei, ein Grund zu großer Besorgnis sei. Selbst der Daily Expreß meint, daß die Lage für die Ententemächte niemals so gefahrdrohend' und ernst gewesen sei, als jetzt. Leiser kann es nicht dazu kominc« Nach einer Meldung von Hollands Nieuwe Bureau aus London erklärte, der Kolonialminister Lord Crewe in einer Rede, die er in Bezug aus den deutschen Unterseebootskrieg Japan im Stetige. Täs chinesisch-japanische Abkommen. Berlin, den 3. Juni. Gestern hat die japanische Regierung die vier zwischen China und Japan gewechselten Roten, welche zum Abschlüsse der Marine- und Militärkonvention vom 25. Mai führten, veröffentlicht. Ter Text, des Abkommens wird der Tgl. Rdfch. zufolge, nicht bekanntgegeben. Tier japanische Minister des Auswärtigen widerlegt das Gerücht, nach welchem die Rede davon sein soll, daß Japan das Kommando über die chinesischen Streitkväfte und die Aufsicht über die Eisenbahnen und chinesischen Werften übernehmen solle. Gleichzeitig dementiert er das Gerücht, daß auf chinesischem Gebiet japanische Forts angelegt werden sjollen.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. L Berlin, den 2. Juni 1918. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise verboten.) Aus dem Schlachtsrlde südlich Laon Telegraim« unsres Kriegsberichterstatters. ' An der Aisne, 30. Mai. Ter Zusammenbruch des überraschten Fein­ des war vollkommen! Ties ist der Eindruck) den die westliche Hälfte des Schlachtfeldes, wo die sechste französische Armee geschlagen wor­ den ist, überall macht. Tie Aisne, die in den Jahren des Stellungskrieges als ein fast un­ überwindliches Hindernis für beide Feinde ge­ golten hat, ist so schnell von den deutschen Vorhuten erreicht worden, daß der Feind viel­ fach keine Zeit gehabt hat, die Brücken zu sprengen. So tjktt er uns dort, wo man mit einem Gefühl der Rührung die verfallenen Gräben wiedersieht, in denen die deutschen Be­ satzungen bis zu Unserem freiwilligen Sieg­ sriedsrückzuge die Wacht int Aisnetal gehalten haben, zwei Kolonnenbrücken, darunter eine eiserne, völlig unversehrt hinterlassen. Best Vailly wurde eines der langen französischen Eisenbahngeschütze, weiche bisher Laon zerstört haben, erbeutet, löte auch an anderen Stellen diese "Lavnkanonen" vollzählig in unsere Hand gefallen sind. Me Besatzung, die gefangen ge­ nommen wurde, hatte es nicht mehr fertig ge­ bracht, das Rohr zu sprengen oder den Ver­ schluß zu «entfernen. Tier Kommandeur, ein Hauptmann, hatte im letzten Augenblicke ver­ sucht, das kostbare Geschütz abzutransportieren, aber ein Volltreffer in die vorgespannte Loko­ motive vereitelte das Gelingen. Als man dem gefangenen Hauptmann zeigte, welche Ver­ heerungen sein Feuer in der altehrwürdigen Stadt Laon angerichtet hatte, versicherte er, daß es st'N Beiebl und keine Absicht gewesen fei, nt chtdie Bergstadt, sondern nur den Bahn­ hof zu treffen. Für den französischen Gei­ steszustand ist es bezeichnend, daß dem Haupt­ mann die deutschen Feststellungen über die un­ ter der französischen Einwohnerschaft ange«</p>
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          <p>Besuch des Königs von Württemberg in Wien. In unterrichteten Wiener Kreisen ^ver­ lautet, daß der König von Württemberg in der ersten Hälfte des Monats Juni dem öster­ reichischen Kaiserpaare einen Besuch abstatten wird. Als Tag der Ankunft in Wien soll an­ geblich der 8. Juni in Aussicht genommen sein. - ! i Tiie austropotnische Lösung. Die'Wiener "Zeit" schreibt zu der bevorstehenden Reise des Grafen Burian nach Berlin: Wie verlcmtet, wird Graf Burian bei den Verhandlungen mßt dem! Kanzler die austropolnische Lösung der polnischen Frage, das ist die Vereinigung des Königreichs Polen Mit Oesterreich-Ungarn durch eine Personalunion in den Vordergrund stellen. Von den Zugeständnissen Deutschlands in der polnischen Frage wird die Haltung der Polen im österreichischen Parlament gegenüber den Staatsnotwendigketten abhängen. ! Tages-Uebersicht.</p>
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          <p>Allerlei. Ern Flugzeug stürzte bei Sonthofen ab. Tie zwei Insassen, ein Vizefeldwebel und ein Soldat, wurden sofort getütet. :</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Errichtung eines Fonds für Feuerwehr­ kanteraden. Tier Bayer. Landesseuerwehvoevband feiert Heuer sein öOjähriges Bestehen. Um diesen Gedenktag der jetzigen Zeit entspre­ chend zu begehen ,hat der Landesausschutz ge­ schlossen ,von einer größeren Feier abzusein; dafür soll für die Feuerwehrmänner^ welche als Invalide oder krank vom Felde zurück­ kehren, ein Fonds errichtet werden, woraus ihnen, wenn sie in Not geraten, eine Unter­ stützung gewährt werden kann. Ter Kandesausschuß hat einen Ausruf an alle Feuerwehr­ kameraden erlassen, dieses Unternehmen nach Kräften fördern zu Helsen im Sinne desWahlspruches: Einer für affe, alle für einen! Bayern als idealer Schwerpunkt Mittel­ europas. In der "Wiener Reichspost'" bespricht T»r. v. Kralik den durch!die Geschichte erwiese­ nen Zusammenhang zwischen Bayern und Oe­ sterreich und sagt: Tiie Vertiefung des^Aausbaues des Bundes der Mittelmächte, tobn der wir vor kurzem mit Begeisterung vernommen haben, bedeutet auch eine noch! engere Verbin­ dung Oesterreichs mit den ihm zunächst stehen­ den Staaten des Teutschen Reiches, mit Bayern vor allem und auch mit Sachsen. So wie die Dynastien der Wittelsbacher und Wettiner Mt dem Hause Oesterreich verwandtschaftlich und enge verbunden sind, so existierte auch nie eine vollltche Grenze zwischen Bayern und Oesterreich. Mer nicht nur verwandtschaftliches Blut, nicht nur die gleiche Geschichte und Geo­ graphie hat Oesterreich-Ungarn, welches das Tonauland ist, mit Bayern, welches gleichfalls eine Tonaumacht ist, verbunden. Bayerns wa'hrer Wert für das Teutsche Reich, ist durch den Weltkrieg beivährt worden. Bayern hat sich als Eckstein des Teutschen Reiches heraus­ gestellt und ist sozusagen das Mittelste Mitteb­ europa, ein ausgleichendes Zentrum der Mit­ telmächte, der ideale Schwerpunkt des ganzen</p>
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          <p>I Kommt von Armh R8at|e. | ) { ! ; s! ! (Nachdruck verboten.) | 92] Stell das Bild fort, gebot ihm Undine von der Tür her aufgeregt. Was soll die Komödie? Erstaunt maß Gras Reimar mit stolzen Blicken seine junge Frau, indem er vorsichtig das Bild aus der Hand stellte. Ich muß gestehen, daß Du mir ein etwas seltsames Willkommen nach monatelanger Abwesenheit zuteil werden läßt. Wenn ich auch in dieser Hinsicht nicht von Dir verwöhnt bin, so hatte ich dennoch erwartet, da Du es warst, die meine Rückkehr wünschte wenigstens von einem Mitglied der Familie empfangen zu werden. Du trittst in ein Haus des Todes, bemerkte Undine frostig. Ich habe mit Bedauern gehört, daß Deine Großmutter einen Unfall erlitten hat, doch ist das sicher nicht der Grund, der meine Heimkehr ver­ anlaßte. Nein, ich bat Dich, zu kommen, damit Du Dich von einer Anklage reinigen sollst die mir seit Mo­ naten alle Lust zum Leben nimmt und die Frtdrun veranlaffen wird, auch öffentlich eine Anklage gegen Dich zu erheben. Was soll das? fragte Graf Reimar herrisch, Drücke dich!, bitte, deutlicher aus. Ich Verstehe kein Wort von der ganzen Sache. Wer klagt mich an? , ' j ■ , , . Ein Toter, entgegnete Undine feierlich. Graf Reimar lachte höhnisch auf, aber es war der jungen Frau, als klinge dieses Lachen unfrei. Undine stand', die schlanke Gestalt ein we­ nig geneigt, in dem matten Lichtschein der roten Lampe, der mit funkelndem Glanze aus ihrem roten Haar lag. Sie &gt;verschränkte die zittern­ den Hände aus ihrer Brust. Willst du gefälligst deine mystischen An­ deutungen etwas erhellen und mir klipp und klar sagen, was du eigentlich 'von mir willst? fragte Graf Reimar kurz. Wie brutal er sein kann, dachte Undine schaudernd, und dabei sah sie doch tote fn bren­ nender Neugier in sein braunes Gesicht, das ihr so seltsam 'verändert schien. Ich habe die Beweise in meinen Händen, daß du Schuld !hast an dem Tode meines ein­ zigen Bruders, des Majoratserben vom Gorlingshof und Südegarde. Reimars Gesicht wurde leichenblaß. Einen Augenblick sah er starr in Undines kaltblickende Augen, dann deckte er beide Hände Wer das Gesicht. Undine zitterte heftig. So sprach die Schuld. Was hatte sie denn gedacht, gehofft? Hatte sie erwartet, daß er mit einem einzigen I Faustschlag seine Widersacher zu Boden zwang? Tas ganze Zimmer drehte sich mit ihr im Meise. Was hast du daraus zu erwidern? fragte sie hart. Ist es wahr, was Lutz'' letzter Brief an Fridrun kündet. &gt; An Fridrun? ; Ein hohnvolles Lachen brach Vvn Reimars Lippen und ein Zug unsagbarer Verachtung flog über sein Gesicht. Tann aber 'hojb er stolz den dunklen Kops in die Höhe und 'seine Augen flammten gebieterisch Undine entge­ gen. Und wenn es so ist, wie dein Bruder an Fridrun berichtet haben soll, wenn ich es wirk­ lich war, der ihm die Waffe sin die Hand zwang? Undine schrie entsetzt auf. Tu, kam es mühsam toon ihren zitternden Lippen, du — daß du es gewagt hast, mich zum Weibe zu nehmen, du hast den Mut, mir ins Auge zu sähen, wo du meinen heißgelieb­ ten Bruder zivangst, die Mordwaffe gegen sich zu richten? O, ich weiß, daß Uran dir nichts anhaben kann, fuhr sie, ihm noch einen Schritt nähertretend, erregt fort, als der Selbstmord zur Ausführung kam, kommen mußte, dawit der Weg frei wurde zu dem Majorat, das dir sonst verloren war. (Fortsetzung folgt.) , ■ 4 * Die Nebelfrau.</p>
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          <p>aus dem Weltkrieg sich entwickelnden neuen I Staatenwesens. Tiarum würdigen auch wir Oesterreicher nun erst recht Bayerns wichtige Funktion für junsere Monarchie. Lurch! die Geschichte belehrt, kann man heute sagen: Sind Bayern und Oesterreich in allem einig, dann ist auch Mitteleuropa einig und dann ist keine Gesa'hr um die Sache der Mittelmächte. i</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. * Bruckbergerau, 3. Juni. (Leichenfund.) Gestern frW fand der Besitzer der Bartmühle bei Edlkofen am Mühlrechen eine weibliche Leiche, welche als die ledige 23 Jahre alte Güt­ lerstochter Barbara Stanglmeier von Edlkofen etkannt wurde. Die Ertrunkene war geistig nicht normal und dürste in einem Anfalle von Geistesstörung den Tod im Amperm Ühlbach ge­ suchtu nd gefunden haben. ,</p>
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          <p>—* Die Landessijedelungs stel'.'d Hatte bor einiger Zeit eine Aufforderung an Die Stadt zum Beitritt ergehen lassen. Ter Magistrat beschloß eine Rundfrage an die nie­ derbayerischen und gleichgroßen Städte Bay­ erns ergehen zu lassen. Tiefe Rundfrage hat ergeben, daß fast alle befragten Städte mit Bei­ trägen von 1—15 000 Mark bereits angeschlos­ sen sind, darunter Rofenheim mit 1000, Passau vnt 3000 Mark. Tier Magistrat beschloß daher, sich ebenfalls mit 2000 Mark Jahresbeitrag der Landessiedelungsstelle anzuschließen. —* Tie Nähfade nverteilung intKommunalverband Landshut-Stadt ist z. Zt. Ge­ genstand der Beschwerde. Leute, die die VerMltnisse anscheinend nicht kennen, behaup­ ten,d aß in Landshut die Nähsadenvertetlung für die Bevölkerung besonders ungenügend ge­ wesen sei. Wenn inan ober weiß, wie andere Städte den Nähsaden verteilt haben, so wird man in Landshut etwas zufriedener sein. Rachjftdjtenb eine kleine Aufstellung. Teggendors ver­ teilt pro Familie vhue Rücksicht auf deren Grüße eine Spule zu 200 Meter In Regensdurg erhält nur die Hälfte der Familien Mihsaden und zwar ebenfalls nur je eine Spule. In Freising wurden nur Familien mit Kindern im Alter von 1 bis 13 Jähren mit je einer Spule MÄhfaden bedacht. Straubing verteilte pro Kops 33 Meter Mihsaden und Passau, gleich Landshut, 40 Meter. Wie man sieht, kann sich die Verteilung. Landshuts mit der in anderen Städten, die Ähnliche Verhältnisse ausweisen, sehr wohl sehen lassen. Es ist ab­ solut nicht angängig, ländliche Bezirke mit den Städten über einen Leisten zu schlagen. —* Zur Gasrationierung war vor kurzem eine St. a. d. P. imlKurier für Nieder­ bayern enthalten, wonach in Berlin ein Gas­ verbrauch von 120 Prozent des Jahres 1916 gestattet sei. In der letzten Magistratssitzung erklärte Herr Baurat Scheller Merzn, er habe sich sofort an den Reichskommissar gewandt, aber noch Mine Nachricht erhalten. Dagegen bewirkte er, daß die Angelegenheit auf die Tagesorvnung der Gasfachmänner-Versamm­ lung in Traunstein gesetzt wurde. Tier Stell­ vertreter des Reichskommissärs betonte dort, daß nur durch eine falsche Pressenotiz dieses Mißverständnis in die Welt gesetzt wurde. Es dürfen in Berlin nicht 120, sondern nur 90 Prozent Gas verbraucht werden, weil das Ber­ liner Gas um diese 10 Prozent Mehrung schlechter ist. Er gebe das letztere als Fach­ mann ohne weiteres zu, da in den Berliner Gasanlagen infolge der Kohlennot Wasserstoff­ gas zugesetzt werde. Dadurch trete diese Ver­ schlechterung ein. In Berlin wurde man mit dem Einheben der Strafgelder nicht fertig und diese wurden daher zumeist von jenen Ver­ brauchern eingvhoben, die einen Mehrverbrauch von 120 v. H. hatten. Später kommen die anderen. In Landshut sei es genau so gegan­ gen, doch hatte Landshut einen Vorsprung, weil es die Strafgelder schon vorher eingeführt hatte. Ferner teilte der Stellvertreter des Reichskommissärs mit, daß dieser alles aufbie­ ten wurde zur Versorgung der Gaswerke mit Kohlen. Tie Gaswerke können auch wieder eine Reserve in der Höhe eines Monatsbedar­ fes ansammeln. Es solle vor allem auch Süd­ westdeutschland ]unb Bayern bevorzugt werden. Sehr viel Schwierigkeiten biete der Bahnver­ kehr und die häufigen Gütersperren. Tiefe sollen ebenso wie deren Aufhebung stets den Gaswerken mitgeteilt werden, damit diese da­ von weiter berichten und i!Me Lieferungsze­ chen verständigen können. Tie Kokereianlagen sollen beschränkt werden, damit mehr Kohlen für die Gaswerke verbleiben. Es sollen auch den Gasiverken statt der in Friedenszeiten ver­ brauchten 10 Millionen Tonnen jetzt 12 Millio­ nen Tonnen zugeführt werden und die Gas­ werke gegenüber den Elektrizitätswerken be­ vorzugt werden, da sie rationeller arbeiten.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 4. Juni 1918. Wasser . 14 Grad C. Lust . . 16 Grad C</p>
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          <p>Letzte Posten. Anerkennung der neuen ukrainischen Regierung. Kiew, 3. Juni. Der deutsche Botschafter Frhr. v. Mumm und der österr.-ung. Botschaf­ ter Graf Forbach !häben heute dem Hetman Horopadsft im Aufttage ihrer Regierungen ein Schreiben überreicht, durch das diese die der­ zeitige ukrainische Regierung änerkennen und in amtlichen Berkehr mit ihr,treten zu wol­ len erklären. Horopadsft dankte in deutscher Sprache und schloß mit der Versicherung, daß es nach wie vor sein Bestteben sein werde, die ton i'hm übernommene Regierung der Ukraine in engster Anlehnung an die Mittelmächte zu führen. . . . i , . i Rene tt-Bootserfolge. WTB. Berlin, den 3. Juni. (Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote unter Führung des Kapitänleutnants Werner hat im west­ lichen Teile des Aermelkanals und an der Küste Westenglands 5 Tmnpfer mit über 29 000 Brutto-Regtstertonnen vernichtet. Von den versenkten Schiffen wurden namentliche festge­ stellt der bewaffnete englische Transporter "Tembigh Hall", 4945 Tonnen, der aus einem stark gesicherten Geleitzug herausgeschossen wur­ de und das französische bewaffnete Motortank­ schiss "Motricine", 4047 Tonnen, dessen Kapi­ tän gefangen eingebracht wurde. Infolge der entstandenen Verwirrung wurde ein weiterer, etwa 6000 Tonnen großer Tmnpser durch zusammenstoß mi einem ändteren Tawpfer zuw Sinken gebracht. &gt; Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 3. Juni. Tie Versenkung des im Jahre 1916 erbauten, mit drahtloser Tele­ graphie und elektrischer Beleuchtung ausgerü­ steten, in Liverpool beheimateten Toppelschraubendampsers "Tembigh Hall" der Eltermann­ linie ist wieder ein Beispiel für die ganze Be­ richterstattung von Schiffsverlusten durch die britische Admiralität. Um die Verluste gerin­ ger erscheinen zu lassen, zählt die englisch« Admiralität die Versenkung bon Handelsschif­ fen, die sich in Militärischem Tjienstr befinden, also auch pieses Truppentransportdanchfers, nicht mit. Auf diese Art gelangt die britische Admiralität zu den Verlustergebni'sen, die durch die niedrigen Angaben das arglose Pu­ blikum immer wieder ton neuem verblüffen und täuschen.sollen. Angriff eines II-Bootes auf eine Fischerflotte. London, 3. Juni. (Reuter.) Aus Bel­ fast wird telegrapMert, daß ein deutsches UBoot am Tvnnerstag abends an der Küste der Grafschaft Tvwe eine Flotte von kleinen Fischerfahrzeugen angriff'. Ter Besatzung wurde der Befehl gegeben, in die Boote zu gehen. Taraüf ging ein Regen ton Geschossen auf die Fischerfahrzeuge nieder. Von der aus 30—40 Schiffen bestehenden Flotte wurden 12 versenkt. Ter Rest verdankte die Rettung dem Umstande, daß das U-Boot bei seiner Arbeit gestört wurde und rasch tauchte. | Erzverger dementiert. Berlin, 3. Juni. Tie Nachricht, daß der Abgeordnete Erzberger beim Wiederzusammen­ tritt des Reichstages auf eigene Faust eine neue Friedensresolution einzubringen beabsich­ tigt, ist, wie die "Germania" schreibt, rein erfunden. i Tie französische Grenze gesperrt. i Gen f, 3. Juni. Tie französische Grenze ist heute Nachmittag wieder gesperrt worden. Politischer Mord. Moskau, 29. Mai. (Reuter.) Ter Präsi­ dent der bolschewistischen Kommission der 'Re­ publik Ton taurbe ton Kosaken, die sowjetfeind­ lich gesinnt sind, ausgehängt. Er war der Hauptorganisator der Kaledin feindlichen Ko­ saken. Tie ukrainische Vertretung 'in Wien. Wien, 3. Juni. Wie die Abendblätter melden, soll der ukrainische Gesandte in Wien abberufen werden. Als Nachfolger ist von der ukrainischen Regierung Senzel Lipinsky in Aus­ sicht genommen. Tie Wahlen in Rumänien. Bukarest, 3. Juni. Tie Wahlen zum rumänischen Parlament, pn Senat und zur Teputrerteükammer, finden in der Zeit vom 1. bis 9. Juni statt. Tie Parteien Bratianus und Take Jonescus haben in Voraussicht der zu erwartenden niederschmetternden Niederla­ ge keine Kandidaten aufgestellt und Wahlent­ haltung als Parole ausgegeben. (Nestern am 1. Wahltag fanden die Wahlen für das erste Kollegiums des Senats statt. Gewählt wurden Ministerpräsident Warghiloman in Turnu Ma- Tie Seuche in Spanien. London, 3. Juni. Reuter meldet aus Madrid. Tie unbekannte Epidemie, die vor etwa 14 Tagen in Madrid auftauchte, 'hat sich mrt riesiger Schnelligkeit ausgebreitet In Madrid sind allein über 100 000 Personen'da­ ran erkrankt und die Zähl der Kranken nimmt noch täglich zu. Gestern sind an der Krankheit IU Menschen gestorben, während in den letz­ ten Tagen ungefähr 700 gestorben sind. In allen Fällen mit tödlichem Ausgang handele es si chum Komplikationen. Gesunde Perso­ nen sind in 4-5 Tagen gsheilt, kfür Menschert mit schwacher Gesundheit, vor allem für Kehl­ kopf- und Lungenleidende, ist die Krankheit ge­ fährlich. gurele und der jetzige Justizminister Tobroscu in Bukarest, sowie der Minister sür öffentliche Arbeiten GMca Comanesci in Bacau. In Jassy wurden Regruzzi und der ehemalige Mi­ nister Badarau, der bereits vor "bem Kriege von Take Jonescu abgeschwenkt ist und für das Zusammenwirken mit den Mittelmächten eingetreten ist, gewÄMt. General Aoerescu, der den Präliminarfrieden unterzeichnete, ist in Cakan, wo er dem Regierungskandidaten gegen­ überstand, unterlegen, dagegen wurde er in Vasli und in Tucci gewählt. Tas Parlament, dessen erste Aufgabe die Ratifizierung des Frie­ dens ist, tritt bereits am 15. Juni in Jassy zusammen. Kampf mit de« Tschqcho-Slowaken in" 1 Sibirien. Moskau, 3. Juni. (Pet. Tel.-Ag..) Tie Erhebung der tschecho-slowakischen Truppen, die in Richtung auf Wladiwostok ziehen, um von dort nach der französischen Front überführt zu werden, führte $u heftigen Zusammenstößen mit Sowjettruppen in Pensz. Tie TschechoSlowaken leisteten den 'Entwaffnungsoersuchen seitens der Roten Armee erbittertenWiderstand. Trotz ft schickte an alle Eisenbähnangestelltenverbände des Ostens einen telegrapMschenRundwähnten Trupps aus den sibirischen Eisenbahvrlaß, in welchem er die Beförderung der er­ neu verbietet. Alle Tschecho-Slowaken, die be­ waffnet in die Gewalt der Roten Armee fällen, sollen nach einem neuen Befehl. Trotz Ns auf der Stelle erschossen werden. Um die Meuterer zu isolieren und sie am Vorrücken nach Osten zu Andern, haben mehrere Eisenbahnlinien den gesamten Verkehr eingestellt, so die Linie Penda-RußjeWka—Ufa und Scheljabinsk-Omsk Tne Meuterer leisten kräftigen Widerstand und haben in mehreren Kämpfen die Oberhand über dre Regierungstruppen gewonnen. Großbrand in Moskau. Moskau, 3. Juni. In Moskau ist die große Lrnoleumsabrik ton Nhkander und Tärschow abgebrannt. Aus Sebastopol. Kiew, 3. Juni. In Sebastopol verwei­ gern die Werftarbeiter die Arbeitsaufnahme. Tie Werst wurde geschlossen. Die Arbeiter verlassen Sebastopol. Bukarest, 3. Juni. Tie rumänische Könrgsfamilie wird den Sommer auf der in der Moldau gelegenen Krondomäne Bicas zubrin­ gen. Kronprinz. Carol, der zum Kommandeur des 1. Jägerbataillons ernannt worden ist, wird die tatsächliche FüMung des Bataillons über­ nehmen und zu diesem Zwecke seinen Wohnsitz rn Piatra Neamts Aufschlägen.</p>
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