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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-07-12"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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      <publicationStmt>
        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 187</biblScope>
          <date when="1918-07-12">1918-07-12</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
        </bibl>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Der Reichskanzler im Hauptausschuß. Erklärungen öfter die Politik der Regierung. - Es erfolgte kein Kurswechsel. ~~ Reichßleitung und Oberste Heeresleitung find jederzeit bereit, ernstgemeinten Friedensanregnnßen</p>
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          <p>Die Heeresberichte.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 11. Juni, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Aus dem italienischen Kriegsschauplätze kei­ ne nennenswerten Ereignisse. In Albanien haben sich unsere Truppen in einer neuen Widerstandslinie eingerichtet. Eine im Tevolitale vorsuhlende französische Kompagnie wurde abgewiesen. Ter Ehes ves Generalstabs.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. Mitrailleuse umzugehen wüßten und die jedes Haus und jeden Weg kennen würden. Es würde aus den Kellern und den Ruinen der Stadt einen Kampf gegen die Eindringlinge eingehen wie die Chouans 1793 ihn von den Wäldern der Vendae aus gegen die Pariser führten. — Also: Wieder einmal die unverfrorene Dro­ hung mit dem Franktireurkrieg. Daß die Tirohung lächerlich ist, zumal nach den Erfahrun­ gen seit 1914, das steht aus einem anderen Blatte. Beginn des deutsche-französische« GesaugeuieuAustausches. Die ersten Züge zur Turchsührung des Austausches von Kriegsgefangenen, Offizieren und Mannschaften, zwischen Teutschland und Frankreich! werden am 12. bezw. 15. und 18. Juli verekhren. Pariser Franktireurs. Tas Pariser Journal erklärt: Wenn die Teutschen den Frevel wirklich wagen würdeiß die Lichtstadt anzugreifen, so würden sie dort 2—300 000 echte und zähe Pariser treffen, die Nicht abwandern wollten, die mit Gewehr und</p>
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          <p>Aus Livland, Kurland und Esthland. die Sympathien des russischen Proletariats zu verscherzen. Aus Livland, Kurland und Esthland. Die Eröffnung bet Universität Slorpat. WTB. Kow no. 10, Juli. Wie die "Bal­ tische Litauischen Mitteilungen" erfahren, Hird mit der Eröffnung der Universität Dorpat in diesem Jahre noch! nicht zu rechnen sein. Je­ doch besteht die Absicht, mit Hilfe deutscher Tozenten schon im September einen vorläufi­ gen Vvrlesungsbetrieb für die Studierenden .einzurichten. Man wird wahrscheinlich einst­ weilen nur eine philosophische, eine theologitsche und eine medizinische Fakultät errichten. Tie Errichtung einer juristischen Fakultät bietch noch Schwierigkeiten. Aus Finnland. Die Staatsform in Finnland. WTB. S t o ck h o l m, 10. Juli. Wie Svens- ■ •ln Tagblader" aus Helsingfvrs erfährt, erklärte Senator Setla in Wiborg, daß es für die ,innisch&gt;e Regierung nahezu unmöglich sei, die äußere Stütze!zu bekommen, die Finnland brau­ che. Es könne die Frage der Regierungssvrm nicht in nächster Zukunst entschieden werden. •9tin Montag abends besprach! die Regierung mit den Landtagsgruppen in einer geheimen Kon­ ferenz die Regierungssvrm.' ^Tabei teilte der Regierungschef Paasikivi mit, daß die Regier­ ung beschlossen habe, die Annahme der mo­ narchistischen Staatsform zur Kabinettsfrage zu machen. Tie Republikaner betonen, dies sei illoyal und verlangen eine Volksabstimmung, vor der sich. jedermann beugen werde. Die rilssischi-finniMen Friedensverhandlungeu. Berlin, 11. ^lli. Nachj einer AgenturMeldung hat die finnische Regierung, dem "Berliner Tageblatt" zufolge, durch! Deutsch­ land der russischen Regierung den Vorschlag gemacht, die Friedensverhandlungen unmittel­ bar in Reval beginnen zu lassen. Tie russische Negierung hat diesen Vorschlag angenommen.</p>
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          <p>Aus Finnland. Die Staatsform in Finnland. WTB. S t o ck h o l m, 10. Juli. Wie Svens- ■ •ln Tagblader" aus Helsingfvrs erfährt, erklärte Senator Setla in Wiborg, daß es für die ,innisch&gt;e Regierung nahezu unmöglich sei, die äußere Stütze!zu bekommen, die Finnland brau­ che. Es könne die Frage der Regierungssvrm nicht in nächster Zukunst entschieden werden. •9tin Montag abends besprach! die Regierung mit den Landtagsgruppen in einer geheimen Kon­ ferenz die Regierungssvrm.' ^Tabei teilte der Regierungschef Paasikivi mit, daß die Regier­ ung beschlossen habe, die Annahme der mo­ narchistischen Staatsform zur Kabinettsfrage zu machen. Tie Republikaner betonen, dies sei illoyal und verlangen eine Volksabstimmung, vor der sich. jedermann beugen werde. Die rilssischi-finniMen Friedensverhandlungeu. Berlin, 11. ^lli. Nachj einer AgenturMeldung hat die finnische Regierung, dem "Berliner Tageblatt" zufolge, durch! Deutsch­ land der russischen Regierung den Vorschlag gemacht, die Friedensverhandlungen unmittel­ bar in Reval beginnen zu lassen. Tie russische Negierung hat diesen Vorschlag angenommen.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Osten. Berlin, den 10. Juli 1918. (Unberechtigter No/bsruck. aa4 verboten.) TerHetman übcrSieEnttvicklimg der Ukraine. Telegramm unsres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. 'Kiew, 9. Juli: I Heim an Skoropadski empfing gestern eine Anzahl schwedischer, holländischer, schweizer und norwegischer Herren, die für neutrale Blätter schreiben. Ta sich der Hetman im Rahmen der Unterhaltung, der ich beiwohnte, über eine Reihe schwebender ukrainischer Fragen aus­ ließ, möchte ich von seinen Ausführungen das wiedergeben, was auch in Teutschland Interesse finden kann. Ter Hetman betonte, wie viele Schwierigkeiten bei dem Ausbau des nationalen ukrainischen Staates zu überwinden wären, es fehle an durchgebildeten Beamten, mau müsse überaß von Grund aus neu bauen, denn die gebildete ukrainische Schicht sei eben sehr schmal. Bekanntlich! feien die Großgrundbesitzer zum größeren Teil großrussisch ober polnisch, ebenso eine größere Prozentsatz! der Stadtbeoölkec-&gt; ung, während das Land und das Volk ukrainisch wäre. Tem Volke gelten di« Bestrebungen des Hetmans: "Es ist dabei mein innigster Wunsch, daß jeder Bauer seinen Anteil am Lande habe. Meine Regierung und ichl lehnen die Soziali­ sierung des Landes ab, sind jedoch, der Ansicht, daß dke großen Güter durchaus verkleinert werden müssen, zum Nutzen der Allgemeinheit." Von einer Expropriierung sei vorläufig abge­ sehen worden, ein Teil des Großgrundbesitzes sei durch die Revolution ft) ruiniert, dckß er { gerne freiwillig verkaufen wolle. Etwa 40 ‘ Prozent seien zum Verkauf bereit. Angebot an Land, für Zwecke der Regierung sei also reichlich vorhanden, man könne aber die Landreform niux Schiritt für Schritt in dem erschWterten Lande durchführen. Aber durchgeführt werde sie. Tie Voraussetzung jeder Reform!, der Verwaltungsapparat des Landes, werde ausgebaut, ein Senat sei geschaffen, dessen eine Abteilung die höchste juristische Kompetenz des Landes darstelle, während die zweite Abteilung Wrwaltungssragen löse. Seine Aufgaben sol­ len erweitert werden. Mit einer parlamontarifthen Körperschaft im Sinne eines Oberhau­ ses habe dieser Senat aber nichts zu tun. Noch. ist das Land zu sehr der.Demagogie ausgelie-' sert, als daß a» parlamentarisches Leben ge­ dacht werden könne. Vielleicht im Herbst. Ter Hetman deutete bei dies« Gelegenheit aus die Agenten hin, die im Lande wirken, Agenten, deren reichliche Geldmittel die Verbindung mit der Entente zeigen. 9t«6en der Verwaltung gelte seine Sorge bet Schaffung einer nationa­ len Armee. Ofstzier- und Unteroffizier schulen würden in drei Wochen eröffnet. Also auch hier ein Ausbauen von Grund «uf. Was es heiße, eine Revolutionstruppe zu führen, habe -der Hetman selbst erfahren. Er gönne es fei­ ndn schlimmsten ßeinbe nicht, das durchzuma­ chen z; man müsse daher erst wieder den @ep, danken der Ordnung stabilisieren. Ohne ihn kein Staat, keine Armee, kein Volk. Ueber die Kirche äußerte sich per Hetman, daß die höheren Geistlichen in der Ukraine leider großrussisch, gerichtet seien. Das' Ziel müsse eine von Mos­ kau unabhängige, nationale Kirche bilden bei Beibehaltung des alten Ritus. Tie Erwähnung der Beziehungen zu den neutralen Staaten lag nahe. Eine Anerkennung von Ihnen sei noch! nicht erfolgt. In wirtschaftliche Beziehun­ gen zu ihnen zu treten, läge ganz im Interesse der Ukraine, aber alle Welt wolle Getreide von der Ukraine, und die Erfassung sei wegen der unruhigen Zustände, namentlich, im Osten des Landes, erschwert. An dem gleichen Tage, an dem diese Un­ terredung stattfand, Hafte der Hertmann an sei­ nen Ministerpräsidenten Lisogub ein osfitziplles Schreiben gerichtet, indem er die Bilanz per schweren Arbeit von Zwei Monaten zieht und dem Ministerrat seinen Tank und seiw Vertrau­ en ausspricht. Allerdings verlangt der Het­ man in diesem Schreiben auch. kategorisch eine sehr genaue Auswahl der Personen, die ver­ antwortungsvolle Posten im Lande einnehmen. Ter recht notwendige Passus des Brieses hau­ tet: "Es ergibt sich! als Frage von größter staat­ licher Wichtigkeit, die nicht entsprechende Auswcchl von Personen in einzelnen Fällen auf Posten, -bie dem Innenministerium unterstehen, und die ungenügende Uebereinstimmung, ja Entgegengesetztheit ihrer Handlungen mit den Ansichten und Zielen der Zentralregiernng." Zweitens verlangt der Hetman ein besseres Be­ kanntmachen der Bevölkerung mit der in die Wege geleiteten Landreformen, daß endlich der böswilligen Agitation der Boden entzogen werde und drittens ein verstärktes Arbeiten auf dem Gebiete der Organisation desVerpflegungs-^ Wesens und energischen Kampfes gegen die üp­ pig gedeihende Spekulation. Endlich! müsse ein» geregelte Unterrichltung der breiten Massen über die Ziele und Bestrebungen der Regierung durchgeführt werden, damit die ganze frucht-, bringende, aus das Wohl des ukrainischen 58oi* kss gerichtete Tätigkeit der Regierung, welche von dem Bestreben nach! Schaffung einer unab­ hängigen und selbständigen Ukraine durchdrun­ gen ist, der Masse der Bauernschaft und der städtischen Bevölkerung vertrant wird. Wie bei den meisten Kundgebungen des Hetmans fällt in seinen Gesprächen und Briesstellen der . Blick für das Wohl des Staatsganzen und nach * dem Ziel auf, die Erkenntnis der sehr großen Schwierigkeiten, das Wissen um die Unzulänylichkeit der zur Verfügung stehenden mensch?-, lichen Hilfskräfte und der starke Wille trotzdem zum Bauen und Aufbauen. (Kb.) Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter</p>
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          <p>daß wir loyal mit der jetzigen rassischen Re­ gierung verhandeln, daß, wir nichts unterneh­ men, was die russische Regierung in ihrer Stellung schädigen könnte, daß wir aber unsere Ohren und unsere Augen offen halten, wt uns nicht durch eine plötzliche Umwandlung der dor­ tigen Verhältnisse ins Unrecht setzen und über­ raschen zu lassen. Ich, kann nur an das Wort erinnern, das einmal Gortschäkoss gesprochen hat: "Wir sind stumm, aber wir sind Nicht taub." Wir lassen uns in gar keine politischen Gegenströmungen ein, aber wir horchen aus­ merksam, wohin die Richtung in Rußland geht. Las ist der Standpunkt, den ich, einnchme, das ist der Standpunkt, über den auch! bei den Besprechungen am 2. Juli im Großen Haupt­ quartier die vollste Klarheit und das vollste Einverständnis zwischen allen Beteiligten er, zielt worden ist. Ich, kann sagen, daß der Herr Staatssekretär von Kühlmann, der selbst bei diesen Besprechungen nicht aMvesend war, das Auswärtige Amt war aber vertreten durchs den Ihnen wohlbekannten Herrn von Rosenberg', der ja der Gefährte und die sachverständige Stütze des Herrn von Kühlmann in BrestLitowsk und in Bukarest gewesen ist, mit die­ sem Standpunkt vollkommen einverstanden FSwesen ist, daß die Oberste Heeresleitung diesem Standpunkte ebenso vollkommen beigetreten ist. Heuer Einzelheiten kann im Einzelfalle da oder dort eine Meinungsverschiedenheit auftreten, aber die Linie ist die, die ich! eben bezeichnet habe. ! , | Tie anderweitige Besetzung des Auswär­ tigen Amtes sei, so führte der Kanzler am Schlüsse aus, nicht aus sachliche Meinungsver­ schiedenheiten, sondern nur auf Erwägungen persönlicher Art zurückzuführen, über die Gras Hertling vertraulich! nähere Aufschlüsse gab. Ter als Nachfolger des Staatssekretärs tiott Kühlmann in Aussicht genommene Gesandte, von Hintze habe die bindende Erklärung abge­ geben, daß er in jeder Hinsicht die bisherige Politik des Reichskanzlers mitmachen werde., * | ^ An die Rede des Kanzlers schloß sich eine Erörterung derselben an, in welcher die Fraötionssührer im großen und ganzen ihre Be­ friedigung aussp rachen. Nur Scheidemann zeig­ te sich über die Erklärungen des Kanzlers über die inneren Ursachen des Wechsels im AuKwäv« tigett Amte nicht voll befriedigt. /</p>
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          <p>Gleich« besänftigt streichelte die Gräfin $ iber das Haar des jungen Mädchens, und ihr Blick flog zu Rüdiger hin, — "ist sie nichit reize nd, unwiderstehlich, —?" schien er zu fragen. Doch Rüdiger war ungerührt. Er bemerkte, wie i Ot­ tokars Augen in trunkener Selbstvergessen^ eit an Lellas Gesicht hasteten, und tote sie seiw en Blick lächelnd erwiderte und ihm verstohllm einen Kußfinger zuwarf wie keck untz rr den Augen der allen Dame! " » Ein plötzlicher Widerwille faßte ihn gege# diese Komödie. Er sprang auf, idmrch«quertr das Speisezimmer und stellte sich, draußen aus die Terrasse. Ter kühle Regen tat ihm WohlWeiß Gott, er war doch, sonst kein« SMtterrichter — aber das hier, das war ettoosi, das-' ihm förmlich, einen bitteren Geschmack auf die Zunge legte. Und wieder trat das Bild der schönen traurigen Frau mit dem reizenden Kin- | de vor seine Augen — und wieder nagten * Vorwürfe in ihm, daß er sich, um etwas ge­ kümmert, was ihn eigentlich, nichts angttrg. — 4. Kapital. Rüdiger hatte in der Nacht wenig schlafen; seinö Gedanken hielten ihn wach. glaubte den Bruder beinahe zu Haffen, ein fallsches Spiel mit ihm getrieben, der seihen — Rüdigers — Familienstolz nur schlau benutzt, tttw vcrburch, der Erreichung seiner heimlichen Wünsche nur näher zu Hommeti. Wan hatte ihn einfach überlistet; denn niemals hätte Rü­ diger den Gang zu Maria Wirlberger getan, bei seinem stark ausgeprägten Gerechtigkeits­ gefühl, wenn er nicht davon überzeugt gewe­ sen wäre, daß dies nur im Interesse der Fa­ milie geschah! 1 ! 1 Schon am frühen Morgen verließ er sein Lager! Nach dem Frühstück arbeitete er; doch er kam nicht recht von der Stelle; die Samm­ lung fehlte. So gab er den Auftrag, seinen Mapphengst "Radames" zu satteln. ^ Die Lust war trübe, regen schwer; wenn Auch! für den Augenblick der Regen aufgehört chatte, so sah es doch, aus, als ob er bald «von neuem mit verdoppelter Gewalt losbrechen . würde. Schwer troff die Nässe von den Bäu, man und Sträuchern. Kühl war es geworden h tle 4m Herbst. ; , r Der Ritt durch, die frische Morgenluft tat ihn 1 gut, beruhigte ihn etwas. Langsam trabte der Gaul auf der aufgeweichten Landstraße dahi u — an abgemähten Kornfeldern borBeij, auf denen Jett Tagen schon das Getreide in Garben gebunden stand. Es wurde höhe Zeit, daß. das Wetter wech&gt;selte; das Korn drohte sonst aus dem Halm auszuwachsen. Doch heute ' hatte er keinen Sinn, kein Auge für das, was den Landmann mit schwerer Sorge erfüllte; seine Gedanken waren mit anderen Dingen . beschäftigt. . 1 ! I Er sollte Seilst Flotmann heiraten! Tiefer Wunsch seiner Mutter war Hm sehr überra­ schend — und unbequem, weil er die Zähigkeit kannte, mit der sie emen einmal gefaßten Plan verfolgte und an ihm festhielt! «Seinetwegen konnte er es deshalb als ein Glück betrachten«, daß Lella Hre Neigung dem älteren Bruder zugewandt —L wenngleich es ihn empörte, daß Ottokar mit ihr schon einig war, trotzdem der sich, noch gar nicht mit Maria Wirlberger aus­ einandergesetzt hatte; das gab diesemTrennungsversuch einen fatalen Beigeschmack! Inzwischen hatte es wieder angefangen, ! zu regnen, so daß Rüdiger sich, bald zum Heim- 1 ritt gezwungen sah — aus Rücksicht auf seinen Gaul; "Radames" wurde im Regen leicht ner­ vös und bockte dann. (Fortsetzung folgt.)</p>
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          <p>—* Erh öhung der Leichenschauge­ bühren. Tie Bemühungen des Referenten des B. Landesverbandes der Bader, WilliLandehut, um Erhöhung der Leichenschauge^, bühr, hatte den Erfolg, daß diese ab 26. Juni h. Jrs. um 100 Prozent erhöht wurden.</p>
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          <p>Frankreich, sei durch seine Verbündeten gezwun­ gen, den Krieg bis zum siegreichen Ende durch­ zufechten, es stehe vor der Wahl: Sieg oder Hunger. Und so eigentümlich, es auch klingen mag, wir befinden uns mit Frankreich! in der ganz gleichen Lage; auch für uns heißt es: Sieg oder Hunger! Es ist eben kein "Krieg, von dem die Kronen wissen". Es ist ein Ringen um die tatsächliche Existenz der beteiligten Völker des Kontinents; England hätte die Möglichkeit, den Krieg vorzeitig abzubrechen, England und mit ihm Amerika. Wenn diese beiden Länder zum Friedensschluß bereit wären, ohne den Steg errungen zu haben, so würden die ihnen erwachsenden Nachteile nicht in dem Maße un­ erträglich, sein wie bei uns, die wijr von dem Gespenst des Wirtschaftskrieges nach dem Kriege besonders bedroht werden. Wir können erst dann das Schwert aus der Hand legen, wenn wir den Gegnern durch! entscheidenden Sieg die Möglichkeit zum Wirtschaftsftiege entwunden haben. 1 , Was der Vorsitzende der englischen Arbei­ terpartei Purdh am 26. Juni als für die eng­ lischen Arbeiter maßgebend hinstellte, das trifft mit weit größerer Berechtigung aus die deutsche Arbeiterschaft zu und sollte von dieser ganz besonders beherzigt werden: "Alle Hoffnung auf die Schaffung besserer sozialer "und be­ ruflicher Lebensbedinguugen nach dem Kriege haben den Sieg zur Voraussetzung." Das Interesse der Arbeiter am Siege. Alle Schichten des deutschen 'Volkes, und ganz besonders die arbeitenden Klassen sind am Siege unserer Waffen im höchsten Grade in\ teressiert. Tas geben unseren Arbeitern ihre Kollegen im feindlichen Ausland oft genug und hinreichend deutlich zu verstehen. Man braucht gar nicht die Reden der englischen und sranzösichsen Staatsmänner zu lesen, um zu begreifen, daß nur unser Sieg ein für den Arbeiter erträgliches Los bedingen kann; wo' hin unsere Arbeiterschaft gebracht werden soll das erfahren wir ebenso 'gut aus den Worten und Taten der Arbeiter jener Länder. Ohne Sieg gehen uns die Kolonien unt wiederbringlich verloren; ohne Sieg haben wir k nicht die Möglichkeit, die für unsere Industrie unbedingt erforderlichen Rohstoffe aus über­ seeischen Ländern hereinzubringen; ohne Sieg , können wir nicht die Kohlen- und Erzlager I westlich! vom Rhein, durch deren Besitz wir vorn I Ausland bis zu gewissem Grade unabhängig ’ sein können, halten und im Dienste unserer Industrie ausbeuren; ohne Sieg sind wir nicht fähig, dem Weltmarkt unsere Erzeugnisse, die Frucht unserer werftätigen Arbeit, zuzuführen und damit als gleichberechtigte und gleichwer­ tige Konkurrenten anderer Völker unsere ExiI stenz zu behaupten. Was uns bevorsteht, wenn wir nicht siegen, offenbart sich, deutlich in dem unbeugsamen Wil­ len unserer Gegner, und bei ihnen in ganz her1 vorragender Weirse gerade der Arbeiterschaft den Krieg bis zum Siege fortzuführen. Sie wollen uns aus die Knie zwingen, um uns in , der Gemeinschaft der Völker zu entrechten; hat . doch erst kürzlich ein Mitglied des englischen | Oberhauses ausgesprochen: "Wenn wir einen t Weltgerichtshof haben werden, so ist es theore^ tisch selbstverständlich, daß der Bund alle Staa­ ten einschließen muß«; aber der Gedanke, datz Deutschland in einen solchen Bund ausgeuommen wird, ist schwer zu denken." Und neben dieser Entrechtung steht für uns bte Versklav­ ung, die Verarmung, die Verelendung in ihrer ausgeprägtesten Form. Wohin soll der deutsche Arbeiter gelangen, wenn Rohstoffe schien, wenn Absatzgebiete verschlossen sind, wenn aus Ein­ und Ausfuhr von den meerbeherr schenden Geg­ nern Zölle gelegt werden, die eine lohnende Arbeit einfach ausschließen? Wenn Rohstoffe fehlen, müssen ganze Zweige unsere* Industrie stillgelegt werden, und viele Tausende von Ar­ beitern haben kein Brot. Durch, Abwanderung in andere Industrien würde das Arbeiterangebvt dort so gesteigert, bafo die Löhne dadurch außerordentlich! gedrückt werden mutzten. Roh­ stoffmangel ist für unsere Arbeiterschaft ein unerträgliches Unglück. Sind aber Rohstoffe da und uns fehlen die Absatzgevtete. dann tritt ganz dasselbe ein; die Industrien können nicht Weiterarbeiten da ihre Erzeugnisse keine Käufer finden. Und beides, Rohstoffmangel und Fchlen von Absatz­ gebieten tritt ein, wenn es den Feinden möglich ist, durch hohe Zölle unseren Handel lahmzu­ legen. Tiefe 'Möglichkeit aber sönnen wir ihnen nur nehmen, wenn wir sie restjos besiegelt, so daß wir sie zu den für uns erforderlichen Handelsbeziehungen zwingen. Mache« wir Frieden, ehe wir den Sieg errungen haben, dann begehen wir gerade an der Arbeiterschaft das yUergrößte Unrecht. Aber es ist uns ja gvr nicht möglich, vor dem Siege Frieden zu schließen, da unsere Feinde nicht bereit sinip den Krieg zu beendiI gen, bevor sie ihrerseits uns beffegt haben.. Sie jtnb sich, dessen bewußt, datz den Arbeitern nur desjenigen Landes ein erträgliches Los bevorsteht, das aus diesem Ringen unbestritten als der Ueberlegene hervorgeht. Bor kurzem kam aus sranzvsischem Munde das Bekenntnis!,</p>
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          <p>Letzte Posten. Reue A-Biootserst»lge. WTB. Berlin, 11. Juli. (Amtlich,.) Von unseren U-Booten sind im Aermelkanal neuer­ dings 4 bewaffnete Dampfer mit zusambnjen 20 000 Brutto-Registertonnen versenkt worden. Ter Chef des Adnriralstabes der Marin«. Ei« britischer Bizekonsul gefangen. London, 11. gmli. Tie "Times" melden aus Buenos Ahres: Streikende in Villa Con­ stitution haben den britischen Vizekonsul über­ fallen, verwundet und ihn mit Gewalt nach, dem Hauptquartier der Streikenden verbracht, 'wo er miMandelt wurde. Ter bqitische Ge­ sandte hat toegetf des Vorfalles Protest er­ hoben. Ei» neues holländisches Kabinett. A m st e r d a m, 11. Juli. TemMllgeMeen Handelsblad" zufolge wird möglicherweise schon binnen kurzem das Kabinett gebildet sein, das ausschließlich aus Mitglieder der rechten Par­ teien bestehen wird. Buchjauan kommt! l Moskau, 9. Juli. Die Presse meldet: In den nächsten Tagen wird die Ankunft des englischen Botschasetrs Buchanan in Vtokodga erwartet. Ungetreue Svwjettrnppen. Moskau, 9. Juli. Trotz» soll aus dem allrussischen Kongreß der Sowjets erklätt ha­ ben, er habe die Nachricht erhalten, daß an der Front die Einigkeit der Sowjetttnppen durch die englisch-französische Propaganda ge­ litten habe. Einzelne Teile der Truppen sind, öum Feinde übergegangen. Ueber die Wuvman--küste und die Bahn Mnrman—Swantza ist der Kriegszustand erklärt worden. Fliegerangriff auf Osftnbnrg. Karlsruhe, 11. Juli. Ein heute er­ folgter Angriff mehrerer feindlicher Flieger auf Offenburg, bei dem eine beschränkte Anzahl Bomben abgeworfen wurde, hat einigen Sach!-' und Gebäudeschaden verursacht. Personen ftnb* nicht verletzt worden. I Ter beste britische Flieger verunglückt. Aus dem Haag, 11. Juli. Nach! einer Reutermeldung ist der Fliegerleutnant Max Cuddas, der das Viktoriakreuz und beinahe alle übrigen Kriegsauszeichnungen besaß,, in Frankreich, durch einen Unfall ums Leben ge­ kommen. Cuddas war dreimal mit dew deut­ schen Fliegpr Jmmelmann im Kvwpf.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Lebeusmittelmarken-Abgabe. Die Verteilung der LebensnlittelMken findet am Samstag, de» 13. Juli c. von nach­ mittags 3 Uhr bis abends l /*7 Uhr in den 15 Abgabelokalen statt. Die Abgabelokale find auf den Lebensmittelausweirkarten vermerkt. Die Brotmarken gelten für die Zeit vom 17. Juli bis einschließt. 31. Juli c. Die Brotmarken dürfen nicht vor dem 17. Juli c. ausgegeben und angenommen werden. Landshut, den 11. Juli 1918. Stadtmagiftrat Landshut. 1860 I. V.: Ambros.</p>
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          <p>Betreff: Höchstpreise für Frühkartoffel. Auf Grund der §§ 2 und 5 der Bundesrats­ verordnung vom 9 März 1918 über die Preise für Hülsen-, Hack- und Oelfrüchte (RGBl. S. 119) und auf Grund der Bekanntmachung des K. StaatsmiuiSedums des Innern, Höchstpreise für IrüWrtofftla betreffend, vom 4. Juni 1918 (K. B. StaatSanzeiger Nr. 129) hat die Bayer. Lebensmlrtelstelle-Verwaltungsabtetlung den Höchstpreis für Frühkartoffel aus der Ernte 1918 beim Verkauf durch den Erzeuger auf 9 Mk. den Zentner festgesetzt. "Liefert der Erzeuger beim Verkauf von Kar­ toffeln in Mengen von nicht mehr als 10 Zentner an den Verbraucher die Ware zum Lagerraum des Verbrauchers, so darf hlesür ein Zuschlag von höchstens 60 Pfg. für den Zentner zum jeweiligen gesetzlichen ErzeugerhöchstpretS gefordert und bezahlt werden. Bei Versendung der Ware durch die Bahn darf für die Verbringung zur Bahnstation und die Verladung in den Wagen ein Zuschlag zum ErzeugerhöchstpretS weder gefordert, noch bezahlt werden." Die Kleinverkaufrpretse werden vorläufig auf 13 Pfennig das Pfund festgesetzt. L a n d S h u t, den 5. Juli 1918. I. 93.: Ambros. 1862 Bekanntmachung.</p>
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          <p>Bekanntmachung Betreff: Gründung einer Kleiderversorgnngs- u. Webstoffgenoffenfchaft für die Oberpfalz und Niederbahern. Am 15. Juli 1918 nachmittags 3 Uhr soll in Regensburg, Bischosshof 1. Stock, die Gründung einer Klciderverstrgnng;- u. WebstofsGenoffkis-aft e 6. H. für die Oberpialz und Niederbayern stattfinden. Gegenstand des Unternehmens soll fern 1. die Förderung der wirtschaftlichen Interessen des Webwarenklein­ handels, 2. der An- und Verkauf von Waren, die der Genoffenschaft durch die Retchsbekleidungsftelle zur Verfügung gestellt werden &lt;Betrieb eines Reichskletderlager?) Aufnahmefähig ist jeder im Besitze der bürgerl. Ehrenrechte befindliche, in der Oberpfalz oder in Niederbayern ansässige Kaufmann, besten Firma in das Handelsregister eingetragen ist und der »or dem 1. August 1914 den Webwarenkleinhandel gewerblich betrieben hat. Der Geschäftsanteil ist tm Satzungsentwuirf, der aber erst noch der Beratung unterliegt, auf Mk. 1000.— festgesetzt Jeder Genosse soll mehrere Anteile, jedoch nicht mehr als 30 Anteile erwerben können. Wer sich bis zur Anmeldung des Statuts zum Gesellschaftsregister aufnehmen lassen will, muß zur Gründtingsoersammlung entweder persönlich erscheinen oder sich dort zwecks Abgabe der Beitrittserklärung und Unterzeichnungs des Statuts durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Einfache schriftliche Vollmacht genügt. Die im Handelsregister eingetragenen Webwaren-Kleinhändler, die bereits vor dem 1. August 1914 den Wsbwaren Kleinhandel gewerblich betrieben habe», werben hiemit zur Beteiligung eingeladen und aufgefordert. Für den vorbereitenden Ausschuß: i?65 Die Handelskammern Regensburg und Passau. Bekanntmachung Betreff: Gründung einer Kleiderversorgnngs- u. Webstoffgenoffenfchaft für die Oberpfalz und Niederbahern. Am 15. Juli 1918 nachmittags 3 Uhr soll in Regensburg, Bischosshof 1. Stock, die Gründung einer Klciderverstrgnng;- u. WebstofsGenoffkis-aft e 6. H. für die Oberpialz und Niederbayern stattfinden. Gegenstand des Unternehmens soll fern 1. die Förderung der wirtschaftlichen Interessen des Webwarenklein­ handels, 2. der An- und Verkauf von Waren, die der Genoffenschaft durch die Retchsbekleidungsftelle zur Verfügung gestellt werden &lt;Betrieb eines Reichskletderlager?) Aufnahmefähig ist jeder im Besitze der bürgerl. Ehrenrechte befindliche, in der Oberpfalz oder in Niederbayern ansässige Kaufmann, besten Firma in das Handelsregister eingetragen ist und der »or dem 1. August 1914 den Webwarenkleinhandel gewerblich betrieben hat. Der Geschäftsanteil ist tm Satzungsentwuirf, der aber erst noch der Beratung unterliegt, auf Mk. 1000.— festgesetzt Jeder Genosse soll mehrere Anteile, jedoch nicht mehr als 30 Anteile erwerben können. Wer sich bis zur Anmeldung des Statuts zum Gesellschaftsregister aufnehmen lassen will, muß zur Gründtingsoersammlung entweder persönlich erscheinen oder sich dort zwecks Abgabe der Beitrittserklärung und Unterzeichnungs des Statuts durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Einfache schriftliche Vollmacht genügt. Die im Handelsregister eingetragenen Webwaren-Kleinhändler, die bereits vor dem 1. August 1914 den Wsbwaren Kleinhandel gewerblich betrieben habe», werben hiemit zur Beteiligung eingeladen und aufgefordert. Für den vorbereitenden Ausschuß: i?65 Die Handelskammern Regensburg und Passau.</p>
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          <p>Der deutsche Bericht. ' WTB. Berlin, 11. Jull 1918, mittags. jSrvßes Hauptquartier.) «rSlicher Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalld Äronyriit* Rupprecht um* vaver« Nicht übermäßige Gesechtstätigkeijt, die am Abend vielsachl auflebte. Nächtliche Erkun­ dungskämpfe. | . | Ein stärkerer Vorstoß des Feindes nord­ östlich Bethune wurde abgewiesen. Heeresgruppe des deAtsche» Kronprinzen. Lebhafte Feuertatigkeit zwischen Atsne und Marne. Erneute Teilangriffe, die der Feind aus dem Walde von Billers Cotterets heraus führte, drückten unsere Posten an den Savieresgrund zurück. Von einem Geschwader von 6 amertf&amp;= Nischen Flugzeugen, die Koblenz angreifen woll­ ten. fielen 5 Flugzeuge in unsere Hand. Tie Besatzungen wurden gefangen. Der 1. Generatquartiermeister i BsbeaSesefS. » WTB. Berlin, den 11. Juli. Amtlicher Abendbertcht: | Von den Kampffronten nichts Neues.</p>
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          <p>die Sympathien des russischen Proletariats zu verscherzen.</p>
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          <p>Ser amerikanische Geistliche auf der Granaten-Kanzel. ' Tie amerikanischen Bundesbrüder der Franzosen haben wohl noch, keine Schlachten gewonnen, aber bei Festfeiern aller Art stellen sie ihren Mann. Tabei Himmeln die einst so hochmütigen Franzosen die Retter m allen Tonarten an, indes die Amerikaner sich! auch nicht lumpen lassen und mit den großspurig­ sten Redensarten freigebig um sichj Wersen. So berichtet die "Illustration" vom 15. Juni 1918 über eine solche gut arrangierte Theatervor­ stellung in dem kleinen Vvgesenstädtchen Maas­ münster, "der vorübergehenden Hauptstadt die­ ses zurückgewonnenen Teiles des Elsaß, den wir aus den Klauen unserer Feinde gerissen haben". Tiefe allerdings ,chorübergehende" Hauptstadt von noch! nicht viertausend Einwoh­ nern liegt in dem kleinen oberelsässiUen Landzipsel, Pen wir im August 1914 preisgegeben haben, den die Franzosen seit vier Jahren nicht um einen Zoll breit vergrößern konnten und vtit fcrm sie nun ihren zeographieschva&gt;chen Verbündeten intponieren wollen. Ter er­ wähnte Bericht sagt: "Muh Beendigung der 'Feierlichkeit (in der Kirche) bildeten die ame­ rikanischen Truppen ein Viereck ans dem Markt­ platz, und in der Stille erhob ein Mann seine Stimme. Ein Greis, groß und hager, mit energischen GeNhtszügen, «schien über der Menge. Tiefer Redner Latte zur Tribüne Anen Hausen Granaten geiväUt, die Kn Lastauto ge­ rade abgeladen hatte. Es war der Bischof An­ derson, Pastor einer großen Diözese, der feine Landsleute aus dem Boden ermutigte und er­ mahnte ,L auf dem sie in ftrrzer Zeit ihr Blut für die allgemeine Sache vergießen würden." "Wir sind," sagte er ihnen, "ein freies und idealistisches Volk. Wir hassen den Krieg, aber noch mehr die Ungerechttgkeit und dos Verbrechen. Wir haben die Waffen für die Verteidigung des Rechts und der Zivilisation ergriffen, die der Feind des Menschengeschlechts bedroht. Habt Vertrauen! Tie Welt wird von den Hunnen befreit werden, und Elsaß wird wieder französisch für ewig!" Der blutdürstige Gottesmann aus Ame­ rika bewies eine geschmackvolle Selbsteinschätz-&gt; ung seines Christentums, als er sich! einen Hausen Granaten zur Rednertribüne erwählte. Hat jtitf), doch das "idealistische Volk" von An­ sang an durch einträgliche Granatenlieferun-» gen seiner Zivilisations-Mission unterzogen. ' Es gibt kein widerwärtigeres Bild als dieses selbstgerechte, gespreizte Pharisäertum, das sich aus offenen Markt mit Weihnauchwol-&gt; ken einhüllt und an jenen Heuchler im Evangelium erinnerte, der mit lauter Stimme Gqtt dankte, daß er besser sei als die übrigen Menscheu. Und so etwas will uns die höhere Mensch-? lichkeit bringen! A»r Amerika.</p>
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          <p>Kriegsernährungsamt mit, daß eine Erhöhung der Preise für Frühkartoffeln über die in der Verordnung vom 9. Mjärz 1918 vorgesehene Höchstgrenze von 10 Atark hinaus nicht beabsich­ tigt ist, zumal in wenigen Tagen mit der reichlicheren Anfuhr vollausgereifter Frühkartosfeln gerechinet werden kann. Tie fleischlosen Wochen. Nach der B. Z. &lt;t M. sind die fleischlosen Wochen in den Näch­ sten Monaten jetzt festgesetzt worden. Wir wer­ den in folgenden Wochen ganz auf den Bezug von Fletsch verzichten müssen: 19. bis 27. An­ glich, 9. bis 15. September, 29. September bis ß. Oktober und 20. bis 27. Oktober. Die augenblickliche Ration von 250 Gramm Fleisch soll nur noch bis zur zweiten Hülste des Au­ gust geliefert werden. Tann tritt die angekün­ digte Herabsetzung aus 200 Gramm und zwar für Städte mit iiber 1000 00 Einwohnern in Kraft. Tie kleineren Städte sollen noch! we­ niger Fleisch erhalten. Beileidstelegramm des Kaisers Karl. An­ läßlich der Ermordung des deutschen Gesandten in Moskau richtete Kaiser Karl an den Teut­ schen Kaiser ein in warmen Worten gehaltenes Beileidstelegramm, in welchem er sein tiefes Bedauern über das Schicksal dieses Opfers treuer Pflichterfüllung Ausdruck verlieh. Kaiser Wilhelin dankte Kaiser Karl telegraphische für diesen Beweis warmer Teilnahme mit herzlichen Mor­ ren. Auszeichnung des ungarischen .Handels­ ministers. Ungarische Zeitungen melden, daß der mtflnc. Handelsminister Joses Serenhi in Anerkennung seiner Verdienste um den Frieden von Bukarest in den ungarischen Freiherrn-! stand erhoben wurde. Tie Lebensinittelversorgnng Wiens. Tem Wiener werden zurzeit noti&gt; Möglichkeit jochende, Lebensmittel zirgewiesen: 83 Gramm Brot und Aiehlersatz (Maisgrieß, Hirse), 200 Gramm Fletsch, 40 Gramm Fett und 500 Gramm Kar­ toffeln wöchentlich, 1 Kilogramm Marmelade mtb I Pfund Kriegskassve auf ß Woche;,. Auf die Tagesration umgerechnet ergibt das: 83 Granrnl Brot und Mehlersgtz, 29 Gramm Fleisch 5 ß1.vonun Feit, 71 Gramm Kartoffeln, 24 Gramm Marmelade und 6 Gramm Kaffee — zusammen 218 Gramm Nahrung. Ein Tnczlanal-Tnnnel? Nach der römi­ schen Presseagentur Volta hat die englisch­ ägyptische Regierung eine besondere Koimujch sivn von Technikern mit dem Studium eines Planes fiir den Bau ejnes Tunnels unter dem Snezwnql beauftragt. Auf Grund der vorgenoinmenen Vorstudien ist als die geeignetste Stelle für die Ausführung des Projokres die Zone zwischen den beiden Stationen'Balh und Fardana bezeichnet lvordeN. ’</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. (iiitc Bierpreiseichöhung 'verlangen die ; Münchener Brauereien, laut M. N. N. in einer Eingabe an die Ministerien mit der Begrün^ düng, daß die mittleren und kleineren Brau­ ereien bei dem jetzigen Gauterpreis t*&gt;n 17 Mark nicht mehr auf ihre ProduktiorlÄkosten kommen. Tie Gasüvirte verlangen ebenfalls« eine Erhöhung des Gchanknutz^ns um 4 Mg. Weder die Brauer noch die Gasüvirte können nach, ihrer Erklärung warten, bis die Biersteuer in Kraft tritt. — Tie Landespreisprüfungsstelle wird die Frage in der nächsten Zeit prüfen, Ter Bedarf an Frühzwiebel». Nach, amt­ licher Bekanntnmchung der Landesstelle für Ge­ müse und Obst sind die bayerischen Kommunal-, verbände aufgefordert worden, ihren BedarL an Frühzwiebeln bei der Kreisstelle der Pschtz für Gemüse und Obst in Speyer anzumelden.</p>
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          <p>Drei Alarmbläser sollen mik Läutwerk versehen werden. Die Regierung frug an, ob dieser Beschluß schon zur Aus-, fichrung gekommen sei. Es wurde konstatiert, daß die Post die Anlage noch, nicht herstellen konnte. T ie Kosten sollen aus der Reserve! 1917 bestritten werden. Ein Baug e s u ch des Franziskaner-Mis­ sionsvereins, Herstellung einer Einfriedung, wird zurückgestellt. Ein B augesuch des Schwaigers Georg Heim, obere KlötzlmüUerstraße — Errichtung eines Oekonomiegebäudes — wird zu den fest­ gestellten Bedingungen genehmigt. Dem stsidt. Brausebad werden 20 Dutzend gebrauchte Handtücher aus dem Be­ stände des Stadtbauamts gegen Bezahlung ab­ gegeben. Das Baugesuch des Zimmermeisters Ettenkofer auf Herstellung eines Bretterlager­ schuppens in seinem Lagerplatz an der Schwimm-» schulstraße wird unter bestimmten Bedingungen in stets widerruslicherweise genehmigt. 23 Sitzung des Stadtmagistrats Landshut. Vorsitzender: Herr Rechtsrat Ambros. Samstag, den 6. Lull 1918-. Tie Beschlüsse der letzten Sitzung des | Kollegiums der Gemeindebevollmächtigtett tour« - den zur Kenntnis genommen. Mehrere Dankschreiben werden zur Kenntnis genommen. Erzbischof Dr. v. Faulhaber hat, wie Herr Rechtsrat Ambros berichtete, am 25. Juni im Magistrat einen Besuch abgestattet und seinen Dank für den herzlichen Empfang durch die beiden stöbt. Kollegien ausgesprochen. Ter Magfftrat nahm hiervon Kenntnis. Zur Prozession am nächsten Sonn­ tag werden die Herren Gerstenecker, Heulmeier und Wicklmayr abgeordnet. Zur Versammlung des landvo. Bezkrksvereins am Freitag, 12. Juli vorm. 10 Uhr im Reichardtbräu wird Herr M.-R. Kvller ab­ geordnet. Eine Get reibe schütte in derSchran-. nenhalle, welche 'bisher von der Küchencerwal­ rung ves Ersatzbataillons benützt war, wurde an Herrn Stukkateur Drescher und die Einschütte 5 an Herrn Kaufmann Schmidt (Jackermeyer) für je 8 Mark Ifwo Monat verpachtet. Beschwerde gegen den ablehnenden Be­ scheid das Magistrats auf sein Wohnungskon-q zissionsgesuch hatte der TelegraphenbauaufGher, Weidner an die Regierung gerichtet. Tiefe hat aber die Beschwerde mit Entschließung vom 8. vor. Mts. abgewiesen unter Anerkennung der Gründe, welche dem Magistratsbeschlusse zug-runde lagen. Ter Magistrat nahm hiervon Kenntnis. Eine Anzeige war gegen Gastwirt Göttl eingelaufen, wie bereits früher im Ma­ gistrat berichtet wurde, wegen Polizeistunden­ übertretung, Abhaltung einer Tanzunterhaltung etc. Nunmehr hat die Polizei richtig gestellt, daß nicht bis ftüh 4 Uhr getanzt wurde, sondern daß um 11 Uhr die Musik eingestellt wurde. Tie Miste blieben aber bis 5 Uhr früh anwesend. Auch der Ausdruck "und wenn es tausend Mark kostet", kann nicht dem Wirte «achgewiesen werden. Er soll vielmehr von einem Gaste gebraucht worden sein. Dies wurde zur Kenntnis genommen und zugleich bekannt gegeben, daß Göttl bereits vom Gerichte einen entsprechenden Strafbefehl erhalten habe. Die Herstellun g eines Raumes zur Aufbewahrung von Kleinholz in der Leihan­ stalt wird genehmigt, t - ,</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 12. Juli 1918. EBaffet . 18 Grad C. Luft . . 24 Grad C</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Abgabe vo» Fleisch. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 9. März c., in welcher die damals zur Ab­ lieferung gelangte Fletschmarke Nr. 4 als für 2 Wochen gültig erklärt worden ist, wird bestimmt, daß die Fliifchmarke Rr. 4 lautend für die Zeit vom 1. bis 7. Juli 1918 für ungültig erklärt wird. Es tritt an ihrer Stelle die Fleischmarke Nr. 1 gültig von 8. bis 14. Juli 1918. Landshut, den 11. Juli 1918. Stadtmagiftrat Laudshut. I. V.: Ambros. isei Betreff: Abgabe vo» Fleisch. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 9. März c., in welcher die damals zur Ab­ lieferung gelangte Fletschmarke Nr. 4 als für 2 Wochen gültig erklärt worden ist, wird bestimmt, daß die Fliifchmarke Rr. 4 lautend für die Zeit vom 1. bis 7. Juli 1918 für ungültig erklärt wird. Es tritt an ihrer Stelle die Fleischmarke Nr. 1 gültig von 8. bis 14. Juli 1918. Landshut, den 11. Juli 1918. Stadtmagiftrat Laudshut. I. V.: Ambros. isei</p>
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          <p>von Lebensmitteln, falls wirklich Mangel da­ ran herrschen sollte, erlauben würde? Wir wollen uns darum vor Illusionen hüten . Ausstand in den englischen Flugzeugfabriken. Ha a g, 11. Juli. Seit einigen Tagen lagen hier Meldungen über einen drohenden Streik der Arbeiter in den englischen Flugzeugsabriken vor .Einzelheiten sind aber entweder bort Reuter oder vom Zensor unterdrückt worden. Aus einer Londoner Meldung geht nun hervor, daß dieser Streik laut Tally Expreß bereits 32 000 Arbeiter umfaßt und sich fortwährend ausdehnt. ' ' Englischer Gewerkschaftsverband. Wie das Amsterdamer Handelsblad aus London berichtet, besteht in England der Plan, nach, dem Kriege einen riesigen Gewerkschafts­ verband zu gründen, der — wie man hofft — ein internationales Büro einrichten wird, dem! Vertreter der Arbeiterschaft aus England, Amemerika und den Kolonien sowie aus den Län­ dern der Alliierten und der Neutralen ange­ hören würden .Tie Anzahl der Mitglieder die­ ses Verbandes würde ungefähr 9 Millionen be­ tragen. In einer vorbereitenden Versammlung!, die im Unterhause abgehalten wurde, beschlos­ sen die Delegierten des englischen Gewerk­ schaftskongresses, die 2,5 Millionen Mitglieder vertreten, so schnell wie möglich eine interna­ tionale Konferenz von Gewerkschqftsoertreterrt aus den alliierten und neutralen Ländern den Vereinigten Staaten und den Tominions ein­ zuberufen, um die Frage der Formulierung der Gewerkschaftspolitik für die Zeit während des Krieges und nach! dem Kriege zu besprechen. Gleichzeitig würde die Konferenz die Möglkchlichung der Ernennung von Arbeitergesandten aus den bedeutendsten Ländern besprechen, die als Agenten und Korrespondenten der Gewerk­ schaftsbewegung den Nachrichtendienst über al­ les, was bte Bewegung angeht, verrichten müß­ ten. Tiefer Vorschlag ist die Folge der VeöHandlungen, die während der Anwesenheit der amerikanischen Arbeiterdelegierten in England gepflogen wurden. Es wurde eine Unterkommt so sion ernannt, um den endgiltigen Plan auszu­ arbeiten. Später wird eine andere Konferenz abgehalten. Der Krieg mit England. Tie hcimtiikisch« Kampsweise der Engländer. Ter Musketier H. befand sich, am 9. Oktober 1917 mit etwa 12 Mann in einem Betonstoflen bei Poelkapelle; plötzlich war der Stollen von etwa 50 Engländern umringt. Tie Teutschen mußten sich, ergeben und erhielten von einem Engländer den Befehl, abzuschnallen. "Noch bevor ich abgeschnallt hatte," berichtet K., "legte ein englischer Infanterist an und feuerte einen Schuß aus mich.ab, der mich durch den rechten Ellenbogen traf. Arich noch andere englische Infanteristen feuerten auf uns, vtwohl wir unsere Hände erhoben und uns als Gefangene erklärt hatten." I j Roosevelt und Joffrc als Werber. Genf, 11. Juli. Oberst Lynch hat in Dub­ lin einen Ausschuß zur Turchflchrung eines Rekrutierungsfeldzuges organisiert. Er hat Roosevelt ersucht, nach, Irland zu kommen, um ihn in der Erfüllung seiner Ausgabe zu un­ terstützen. Oberst Lynch, hofft, daß auch Mar­ schall Josfre mit einigen Veteranen der franzö­ sischen Armee nach, Irland kommen werde. Ter Organisator hat die Absicht, als Mitarbeiter einen englischen Arbeiterführer auszuwählen, der einen irischen Namen trägt . Keine Aushungerung Deutschlands. Amsterdam, 11. Juli. Ter Londoner "Globe" scheibt: Es scheint nicht allgemein bekannt zu sein, paß die int Lande befind­ lichen deutschen Kriegsgefangenen große Sen­ dungen von Brot, sogar Weißbrot, Kartoffeln und anderen Nahrungsmitteln erhalten. Ihr Brot ist oft besser, als das ihrer Aufpasser, Glaubt man, daß TeutWland die Ausftchr</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. ! Italien und der Vatikan. Ter italienische Staat und der Vatikan ha­ ben ein Abkommen über den Austausch, der Dokumente getroffen, die nach! 1870 außerhalb des apostolischen Palais geblieben sind und die die kirchliche Verwaltung bettreffen gegen diejenigen Dokumente, die die ösffentliche Ver­ waltung betreffen und den Staat angehen und die in den Archiven des Vatikans geblieben waren.</p>
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