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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-07-02"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 177</biblScope>
          <date when="1918-07-02">1918-07-02</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Sic Heenzterichte. der deatsche Bericht. ' 1 WTB. Berlin, 1. Juli 1918, mittags. Mrohes Hauptquartier.) Westlicher Urte Heeresgruppe des GeucralfcldmarschaliS Kronprintz Rupprccht vo« Nutzer« Tie Gefechtstätigkeit lebte am Abend an vielen Sollen der Front auf. Lebhafte Erkundungsmtigkeit hält an. Englische Teilangrifse nördlich von Albert wurden abgewiesen. Heeresgruppe des dMtschen Kronprinzen. Zwischen Aisne und Marne rege Tätigkeit des Feindes. Mehrfach, stieß Infanterie zu stär­ keren Erkundungen vor. Bei und südlich, von St. Pierre-Aigle griff der Franzose gegen Mittag nach heftiger Feu­ ervorbereitung an. Er wurde abgewiesen. Ebenso scheiterten hier nächtliche Vorstöße des Feindes. Leutnant Löwenhardt errang seinen 32. Luftsieg. Nach Abschluß der Prüfungen beträgt die Zahl der seit Beginn unserer Angrifssschlachten ,bom 21. März 1918 bisher über unsere Sammelstellen abgeführten Gefangenen (ausschließ­ lich, '1 die Krankenanstalten zurückgesühr beten): 191454, davon haben die ^ngCätfccL 94 939 Gefangene, darunter 4 Generale und etwa 3100 Offiziere, die Fran­ zosen 89 099 Gefangene, darunter 2 Generale und etwa 3100 Offiziere, verloren. Ter Rest verteilt sich aus Portugiesen, Belgier und Ame­ rikaner. Von den Schlachtfeldern wurden bis­ her 2476 Geschütze und 15 024 Maschinengeweh­ re in die Beutesammelstellen zurückgeführt. Der 1. Ge neral quartier meifter &gt; 0asBe«Boef|. * WTB. Berlin, den 1. Juli. Amtlicher Abendbericht: Oertliche Teilkämpfe südlich des Qurcq. Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht.</p>
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          <p>Südlich von Ganove bei Asiago wiesen wir feindliche Erkundungen ab. Unsere Land- und Seeslieger unternah­ men am Mündungsgebiet der Piave erfolg­ reiche Flüge gegen militärische Anlagen des Feindes und kehrten vollzählig zurück. Ter Chef des Generalstabs. Der österr-ung. Bericht. 9er listen.««. Bericht. WTB. Wien, den 1. Juli, mittags. Amtlich wird gemeldet: An der Piavesront keine besonderen Ereig­ nisse. Südöstlich, von Asiago kam es erneut zu heftigen Kämpfen. Ta sich, der Col de! Romsso und der Monte di Val Bella nur unter gro­ ßen Opfern hätten behaupten lassen, wurden die Besatzungen dieser Punkte in die frühere Hauptstellung am Walde von Stenfle zurück­ genommen. 1 , ,</p>
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          <p>Vom westlichen KrikgrschWatz. Zur Kriegslage. Bern, den 1. Juli. Am Schluffe einer Betrachtung über die letzten Ereignisse auf dem italienischen Kriegsschauplätze schreibt Oberst Egli in den Basler Nachr.: Niemand ist heute darüber im Zweifel, daß die nächsten Entscheidungen des Weltkrieges in Frankreich, fallen werden. Infolgedessen müssen elleKriegsereignisse hauptsächlich von dem Gesichtspunkt aus beurteilt werden, welchen Einfluß sie auf den Hauptkriegsschauplatz haben können. Was den italienischen Kriegsschauplatz anbetrifft so liegen die Verhältnisse einfach, und klar: von } einer Verschiebung nennenswerter italienischer Kräfte nach,Frankreich 'ist ebensowenig dieRede, als von der Abgabe größerer Teile der öster­ reichisch-ungarischen Armee an die deutsche Front im Westen. Es ist also dort eine ge­ wisse Gleichgewichtslage vorhanden, die auch nicht gestört werden kann durch eine Offensive der einen oder anderen Partei. Gelänge es dem österr.-ungar. Heere, bedeutende Erfolge zu erringen, so dürften diese General Foch, gewiß nicht veranlassen, seine Reserven zugun­ sten Italiens zu schwächen. Aber auch die deut­ sche Heeresleitung wird gewiß keine Kräfte nach, Italien senden, selbst wenn die Italiener wieder über die Liventza und den Tagliamento Vordringen würden. Ter italienische Krieg biU det so im Weltkriege etwas für sich Abgeson­ dertes, seit die Gefahr für Triest ausgeschaltet Vom westlichen Kriegsschauplatz. ist. Tiefes Ergebnis der Herbstoffensive von 1917 wirkt heute noch, nach und bis das italieni­ sche Heer imstande ist, daran zu denken, für seine kriegerische Tätigkeit weite Ziele zu stekken, werden auch, int Westen wieder größere Er­ eignisse eintreten. f Clemenevau t begibt sich ant Dienstag zu den italienischen Truppen an die Westfront in der Gegend von Reims. i Amerikanische Truppenlandung in Frank- i reich,. Basel, 1. Huli. Französische Blätter be­ richten, daß in ement französischen Hafen des Atlantischen Ozeans vor einigen Tagen von dem ehemaligen deutschen Dampfer "Vater­ land" 12000 Mann amerikanische Truppen ge­ landet wurden.</p>
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          <p>Die Riesenbeute im Westen. Die Mesenbeute im Westen. Seit 21. März 191454 Gefangene, 2476 Geschütze, 15 024 Maschinengewehre. Starke scindliche Erknndnngstätigkcit im Westen.—Kommandowechsel an der öfterr.-ung. Front.</p>
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          <p>Tie Schjuldfrage. In militärischen Kreisen schiebt man die Hauptschuld an betn; Scheitern der Piave-Offen­ sive außer den Witterungsunbilden dem ungari­ schen Streik zu, durch welchen alle Munitions­ fabriken stillgelegt wurden. Als der Stoß ge­ gen Trevtso einsetzen sollte, stellte es sich, infol­ ge des ungarischen Streiks heraus, daß nur noch für sieben Tage Munition vorhanden war, worauf die Offensive abgebrochen werden mußte. Man hat die Frage ausgeworfen, warum Oe­ sterreich, seine Offensive isoliert begonnen und nicht auf die nächste deutsche Offensive gewartet habe. Darauf wird geantwortet, daß es zwei Lager gegeben habe. Eine einflußreiche mili­ tärische Partei war unbedingt für eime Hinaus­ schiebung der Offensive, den Ausschlag gaben jedoch politische Gründe, insbesondere hoffte man durch eine glückliche Offensive der Schwie­ rigkeiten im Hinterlande leichter Herr zu wer­ den. i . , ,</p>
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          <p>Aus Rußland. Ar Hnfiteb. Gegen die Besetzung der Murmanküfte. , Kiewskaja Misch! gibt eine Meldung der Moskauer Nascha Slowa wieder, die Entente habe sich, entschlossen, in Rußland einzugreifen, weil dieses die Forderungen auf Auslieferung der Schwarzmeer-Flotte an Deutschland ange­ nommen habe. Ein Auftreten der Entente in Sibirien an der Murmanküfte und bei Archan­ gelsk sei zu gewärtigen. Die Sovjetregierung wird in diesem Falle Deutschland um Hilfe bitten. Trotzki habe bereits einem Mitarbeiter des russischen Pressebüros erklärt, falls Ruß­ land Zwischen der Besetzung durch die Japaner und die Teutschen zu wählen hätte, wären letztere vorzuziehen. , i Ankunft von Mitgliedern der Zarcnfamilie in England. Kopen Hagen, 1. Juli. Wie gemeldet wird, sind Mitglieder der Zarensamilie in Eng­ land angekommen. Sie befanden sich, an Bord eines englischen Schisses, das vor einigen Ta­ gen aus Archangelsk eintraf. Russische Zustände. i In MJoskau drang eine bewaffnete Bande in dasVolkskommissariat für Ackerbau ein und verjagte die Regierungsbehörde, wobei 2 Mil­ lionen Rubel entwendet wurden. Tie nervöse Sowjetregierung entdeckte gegenrevolutiäre Umtriebe jetzt sogar in dem Volkskommissariat nahestehenden Kreisen 59 Linksrevolutionäre wurden verhaftet. "Tieutschje Propaganda" in Rußland. Wie dem Pariser Journal aus Newyork gemeldet wird, wurde in den Vereinigten Staa­ ten eine Liga gegründet, welche die deutsche Propaganda in Rußland bekämpfen soll. \</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Der Krieg Mit Stille». , r Italienische Bettelei um amerikanische Hilfe. Ter Corriere della Sera fordert anläßlich! der Landung amerikanischer Militärambulan­ zen in Italien aufs neue eine ausgiebige Wassenhilse Amerikas für die italienische Front. Serbische Gedenkfeier in Rom. Rom, 30. Juni. Gestern fand unter Betei­ ligung von Behörden und fremden Tiplomatcn im Augusteum-Theater eine Gedenkfeier der Schlacht auf dem Amselfeld statt. An den König und den Kronprinzen von Serbien und den italienischen und serbischen Ministerpräsiden­ ten wurden Telegramme gesandt.</p>
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          <p>Ein Engländer für die Herausgabe von Gibraltar. Rotterdam, 1. Juli. Ter englische Ko­ lonialpolitiker Sir Harry Johnston macht im Taily Chronicle den Vorschlag, England solle Gibraltor an Spanien zurückgeben und dafür Ceuta oder Tanger eintauschen .Gibraltar ließe sich infolge der großen Fortschritte, die Pie Artillerie gemacht habe, in einem Kriege mit Spanien doch nicht halten, dagegen ließe sich Tanger nach Anlage eines Hafens zu einer wich­ tigen strategischen Stellung ausbauen (!); zu­ gleich würde es den Ausgangspunkt für eine Afrika durchquerende Bahn zu bilden haben. Frankreich werde seinen Anteil an Tanger wohl aus verschiedenen Gründen aufzugeben geneigt sein. Ter Pazifismus unter den englischen Arbeitern. In einer Uebersicht Wer die Jahreskon­ ferenz der Arbeiterpartei weist die Times da­ raus hin, daß die pazifistische Abteilung trotz ihrer Aktion noch, immer stark in der Minderheit sei. Tie Gesamtzahl der Mitglieder der unab­ hängigen Arbeiterpartei übersteigt nicht 40000 bei 2.5 Millionen Mitgliedern der Arbeiterpar­ tei. chen Stillegung der Kohleneinsuhr aus Teutsch- grisses Neutralität haben, um zu finden, daß land darüber klagen, daß nur höchst selten Branttngs Erklärungen damit übereinstimmen."Schiffe aus England mit Kohlen ankommen Das Blatt wendet sich! besonders gegen Branund da ßdiese Kohlen stets sür industrielle ; tings Behauptung, daß die EntentefreundlichZwecke bestimmt wären und für die Behebung ? feit Schwedens immer mehr wachse und bemerkt der allgemeinen Kohlennot nicht in Frage i im Anschlüsse hieran: "Wenn Brantings Worte komme. Ter Korrespondent der Britische News unwidersprochen bleiben würden, so werde das drückt sich nicht umsonst so allgemein aus. An j sicherlich für unser Land das größte Unglück der englischen Kohleneinsuhr nach Holland ist bedeuten iDer üfierhriMPtihP ^eir hos nicht viel zu vermindern. Der Krieg mit England. Der «rieg mit MuH r Englands Schändung des Rechtsgrund- 1 satzes. Rotterdam, 1. Juli .Nicht nur gegen die Iren' sondern in England selber tritt die britische Regierung das Recht der Kleinen mit Füßen. Ein neuer Akt rüsichtsloser Gewaltan­ wendung wird im Manchester Guardian vorge­ bracht. The Tribunal, ein sozialistisches Blatt, scheint einen Aussatz gebracht zu haben, wel­ cher die Regierung unbequem war, denn kürz­ lich! erschienen sechs Polizisten beim Trucker der Zeitung und machten sich daran, die Beiriebseinrichtung und die Maschinerie auseinan­ derzunehmen und wo das nicht ging, aüsernanderzubrechen. Ter Drucker erklärt, der ganz« Betrieb seines Geschäftes sei dadurch ruiniert. Tie Schriftleitung einer Anzahl freisinniger und sozialistischer Blätter haben entschieden: Einspruch gegen dieses Gebühren erhoben. Tie Hauprtaktik habe wohl darin bestanden, an­ dere Trucker in Furcht zu setzen. Tie mangelhafte englisch« Kohlenznfuhr. 1 TDP. erfährt aus Amsterdam: Britisch News haben von ihrem Korrespondenten in London die Vermutung ausgesprochen, daß an­ gesichts der neuerlichen Entwicklungen, die auf die Kohlenerzeugung in England einwirkten, die Kohlenmengen ,die den neutralen Ländern geliefert werden können, erheblich! herabgesetzt werden müßten. Erkundigungen in amtlichen Kreisen in London berechtigen zu der Vermu­ tung, daß dies nicht korrekt ist. Tie Wirkung des Krieges aus den Kohlenhandel zwischen Holland und England ist in dem kürzlich! ver­ öffentlichten Bericht des Tepartemental Comite berührt worden. Gegenüber dieser Kommission wurden die deutschen Pläne stark geltend ge­ macht, die ganze Kvhleneinsuhr und den Koh­ lenhandel Hollands unter eine einheitliche Kon­ trolle zu bringew sowohl den Transport-, wie den Marktoerkehr .Tie Kommission rät, daß die Grubenbesitzer ,Kohlenimporteure und Schifiseigentümer gemeinsame Maßnahmen er­ wägen sollten, um ein Vorgehen dieser Art zu nichte zu machen .— Gegenüber dieser eng­ lischen Meldung ist daran zu erinnern, daß noch kürzlich holländische Blätter nach der plötzli­</p>
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          <p>Aus Rumänien. Die Anklage gegen Bratianu. Wien, 1. Juli. Das "Neue Pester Jour­ nal" erhielt von einem gewesenen rumänischen Minister, der gegenwärtig in Stockholm weilt, Einzelheiten über die Anklageschrift gegen den früheren rumänischen Ministerpräsidenten Bratianu. In derselben heißt es a. a.: Bratianu $at ohne Befragung der Regierungsvertre­ ter eigenmächtig dem früheren Alliierten Oe­ sterreich, den Krieg erklärt, indem er durch unwürdige List das Ansehen des Landes ge­ schädigt und sogar das Wort des Königs miß­ braucht hat. Durch Nichtbesragung des Parla­ ments hat er sich, einer schweren Verletzung der Landesverteidigung schuldig gemacht. Trotz­ dem er über die militärLische Lage des Vierbundes unterrichtet war, informierte Bratianu beit König falsch, und ließ durch die fremden Gesandtschaften eine wilde Verhetzung im Lan­ de vollführen, die eine Vergiftung der Vokksmvral zur Folge hatte. Bratianu übertrug die Führung der Kriegsgeschäfte einem Günst­ ling, der gemeinsam mit dem Fiuanzwinister bei der Vergebung von Heereslieserungen an Parteifreunde die unlautersten Geschäfte be­ trieb. So wurde festgestellt, daß 1 Million Militärstiesel mit Papiersohlen geliefert wur­ de, aus 1 Million Pslzmäntel waren die Pelze spurlos verschwunden. Nach der Flucht der Regierung nach! Jassy hat Bratianu ein Drittel der Abgeordneten, mit unzähligen Schecks ver­ sehen, ins Ausland geschickt. Tie Abgeordneten erhielten für die ganze Kriegsdauer 125 Fran­ ken Gold täglich,. Tiefe Millionen seien nichts anderes als Bestechuugsgelder sür blinden Ge­ horsam gewesen. Aus diese Weise sei die ru­ mänische Staatsschuld von I Milliarde auf 12 Milliarden gestiegen. Endlich, feien durch schwere Unterlassungen in sozialer und sani.. . , Gedankens erkannt haben. Wir können tärer Hinsicht in der Moldau 180 000 Personen (§ mn b unserer Zugehörigkeit zum alldeutschen an Hunger und Flerkihphus gestorben. Ais neutralen Andern Branting als Ententefrrund . Stockholm, ä. Juli. Gegen Brantings Aeußerungen i n London protestiert heute auch die liberale Zeitung Stockholms TKmingen, in­ dem sie schreibt: "Man muß wirklich eine sehr eigenartige Meinung von dem Inhalt des Be­</p>
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          <p>Aus neutralen Ländern. an Hunger und Flerkihphus gestorben. Ais neutralen Andern Branting als Ententefrrund . Stockholm, ä. Juli. Gegen Brantings Aeußerungen i n London protestiert heute auch die liberale Zeitung Stockholms TKmingen, in­ dem sie schreibt: "Man muß wirklich eine sehr eigenartige Meinung von dem Inhalt des Be­ chen Stillegung der Kohleneinsuhr aus Teutsch- grisses Neutralität haben, um zu finden, daß land darüber klagen, daß nur höchst selten Branttngs Erklärungen damit übereinstimmen."Schiffe aus England mit Kohlen ankommen Das Blatt wendet sich! besonders gegen Branund da ßdiese Kohlen stets sür industrielle ; tings Behauptung, daß die EntentefreundlichZwecke bestimmt wären und für die Behebung ? feit Schwedens immer mehr wachse und bemerkt der allgemeinen Kohlennot nicht in Frage i im Anschlüsse hieran: "Wenn Brantings Worte komme. Ter Korrespondent der Britische News unwidersprochen bleiben würden, so werde das drückt sich nicht umsonst so allgemein aus. An j sicherlich für unser Land das größte Unglück der englischen Kohleneinsuhr nach Holland ist bedeuten iDer üfierhriMPtihP ^eir hos nicht viel zu vermindern.</p>
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          <p>Aus Amerika. 1 Verbot einer jüdischen Tageszeitung in Newyork. Tie größte jüdische Tageszeitung in NewYork, der in einer Auflage von 100 000 Exem­ plaren erscheinende "Vorwärts", wurde wegen des Verdachtes des unpatriotischen Interesses für TBktschland mitd em Ausschluß vom Post­ vertrieb durch, die amerikanische Regierung be­ droht. Ter Vorwärts mußte, um dieser Zwangs­ matzregel zu entgehen, die schriftliche Erklärung abgeben ,daß er sich, verpflichte, in Zu­ kunft überhaupt keinerlei Aussprachen über den Krieg in seinen Spalten mehr zu gestatten.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. FliegerlMtnant Wüsthoff gefangen. B er u, 1. Juli. Nach! französischen Mel­ dungen wurde der bekannte deutsche Flieger Leutnant Wüsthoff hinter den sranzösischenLinien zur Landung gezwungen und ist verwundet in französische Gefangenschaft gefallen. Flieger über Mannheim. Tie offene Stadt Mannheim wurde wie­ der von feindlichen Fliegern angegriffen. Es wurden Bomben abgeworfen, die Gebäude scha­ den verursachten. Leider sind auch fünf Persv» sonen getötet worden, sowie sechs schwer und zehn leicht verletzt worden. Feindliche Fliegerverlufie. Ter amerikanische Meisterflieger Payltes, der nach den Angaben der französischen Presst bisher 11 feindliche Flugzeuge zum Absturz, gebracht hatte, ist in einem Kampfe mit bent» scheu Flugzeugen zur Landung gezwungen wor. den und in deutsche Gefangenschaft geraten. Ter japanische Flieger Kvbahsko, Jreüvilltger im französischen Fliegerkorps, ist in einem Luftkampse in 3000 Meter Höhe gefallen. Tises-MerW. Alldeutsche, Verband utti» Katholizismus. Eine Anzahl Mitglieder des alldeutschen Ver­ bandes haben laut Teutscher Ztg. eine Er­ klärung veröffentlicht ,in der es heitßt: Wir sind Anhänger der katholischen Kirche, und haben uns als getreue, begeisterte Teutsche dem alldeutschen Verbände angeschlossen, weil wir in ihm den tätigsten Vorkämpfer des deutschen auf Der Luftkrieg.</p>
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          <p>der Gesellschaft sei die politische, wirtschaftliche und kulturelle Angltederung der baltischen Pro­ vinzen einschließlich Litauens an das Teutsche Reich. Abg. Tr. Stresemann betonte, wollten wir Heute jeden Einfluß im Baltenlande auf­ geben, so bedeute das die Opferung des Teutsch? turn». Es handle sich, darum, ob die Teutschen oder die Engländer in Reval sein sollen und ob schließlich« England uns auch die Ostsee versiegeln solle. Tie kolonisatorische Bedeutung des Baltenlandes besprach, dann Adolf Da­ maschke. Was uns eine genügende Brotbasis sei, habe die Erfahrung des Krieges gezeigt. Tiefe Brotbasis zu sichern Müßten wir die baltische Provinz haben. Bundesgenössische Hilfe. Ter Wiener "N. Freien Presse" wird aus Berlin gemeldet, daß im Großen Hauptquartier Besprechungen über die deutsche Beihilfe zur Ernährung der öster­ reichisch-ungarischen Armee stattgefunden ha­ ben, die zu einem 1 befriedigenden Abschluß führ­ ten. Flugpostvienst. Ter ungarische Handelsnrinister wird am 4. Juli den Flugpostdienst Budapest—Wien feierlich eröffnen .Außer die­ sem Flugpostdienst ist auch! eine Flugpostoer­ bindung Budapest—Aradf—Klausenburg ge­ plant, die später bis Odessa ausgedehnt iverden soll. i i ! 1 ,$ie Hausfrau und die deutfcheu Kolouien. Von Christian Pfrank, Dozent am Orientali­ schen Seminar der Berliner Universität. Welchen Umsang die Abhängigkeit unseres Wirtschastslebens von der Zufuhr vom Aus­ land hat, das weiß zu ihrem Schmerz heute jede deutsche Hausfrau. In Friedenszeiten, wo alle Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs reichlich zur Verfügung standen, haben sich die allerwenigsten Hausfrauen Gedanken über die Herkunft dieser Güter gemacht. Noch wenigere 1 von ihnen aber wußten oder ahnten es, daß unsere eigenen Kolonien bereits einen Teil unseres Bedarfes deckten und berufen waren, uns in immer steigendem Maße hinsichtlich Preisbildung und Belieferung von bem Aus­ land unabhängig zu machen. Wenn wir an koloniale Güter denken, so sind darunter nicht nur die eigentlichen Kolonialwaren, wie Tee, Reis, Kaffee, Kakao, Zucker usw., tzu verstehen. Tie Kolonien lieferten bis zum Kriege auch, Produkte, die es im Inlands gibt, und sie er­ gänzten damit unsere heimische Wirtschaft. Wir haben große Rinder- und Kälberherden in Deutschland, aber die Menge der alljährlich daraus zur Verfügung stehenden Häute genügt nicht, unseren Lederbedarf zu decken. Hier kön­ nen unsere afrikanischen Besitzungen, die sämt­ lich, reich an Rindvieh sind, ergänzend helfen. zog Johann Albrecht zu Mecklenburg, dasZiel Die deutschen Oelsaaten, Leinöl, Rüböl ustv</p>
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          <p>macht, willkürlich steigern können. Unsere Ko$ tonten sind in der Lage, im Laufe der Jahre, aus Grund der in Ostasrika und Togo gemach­ ten guten Anfänge, uns eine nennenswerte Menge dieses übernotwendigen Bedarfsartikels zu liefern. Damit werden wir nicht nur hin­ sichtlich der Bedarfsdeckung unabhängiger vom Ausland, sondern, was nicht minder wichtig ist, ein Teil der Riesensummen, die jetzt unse­ rem Volksvqrmögen verloren gehen, bleiben ihm erhalten, stärken unsere Wehr- und Nährkraft. Ueberall, wohin die Hausfrau im 1 Haus­ halt blickt, sind die wichtigsten Bedarfsgüter, davon noch« eine Menge zu nennen wären, Pro­ dukte der Kolonien. Auf Kolonien verzichten, hieße entweder des Gebrauchs vieler uns heute unentbehrlich, gewordener Bedarfsgüter eMsagen oder in dauernder Abhängigkeit von unse­ ren Feinden vegetieren und ihnen Tribute zah­ len. Dadurch, würden wir in unserer Mrtschaftssührung und Kapitalbildung auf die Stu­ fe kleiner Balkanvölker, wie der Serben oder Montenegriner, herabgedrückt. An nichts ist das Wohl und Wehe unseres ganzen großen Volkes und seiner Wirtschaftsführung mehr und eindringlicher beteiligt als an dem Besitz, aus­ reichender Kolonien. Teshalb ging das Bestre­ ben unserer Feinde mit Beginn des Krieges dahin, uns unserer Kolonien zu berauben. Daß ihnen dieser Plan nicht endgültig gelingen dors, daß wir für die ruhige und gesicherte Wetter­ führung unserer Wirtschaft Kolonien notwendig brauchen, das hat heute vor allen anderen jede deutsche Hausfrau eingesehen. Die Hausfrau und die deutschen Kolonien. der Gesellschaft sei die politische, wirtschaftliche und kulturelle Angltederung der baltischen Pro­ vinzen einschließlich Litauens an das Teutsche Reich. Abg. Tr. Stresemann betonte, wollten wir Heute jeden Einfluß im Baltenlande auf­ geben, so bedeute das die Opferung des Teutsch? turn». Es handle sich, darum, ob die Teutschen oder die Engländer in Reval sein sollen und ob schließlich« England uns auch die Ostsee versiegeln solle. Tie kolonisatorische Bedeutung des Baltenlandes besprach, dann Adolf Da­ maschke. Was uns eine genügende Brotbasis sei, habe die Erfahrung des Krieges gezeigt. Tiefe Brotbasis zu sichern Müßten wir die baltische Provinz haben. Bundesgenössische Hilfe. Ter Wiener "N. Freien Presse" wird aus Berlin gemeldet, daß im Großen Hauptquartier Besprechungen über die deutsche Beihilfe zur Ernährung der öster­ reichisch-ungarischen Armee stattgefunden ha­ ben, die zu einem 1 befriedigenden Abschluß führ­ ten. Flugpostvienst. Ter ungarische Handelsnrinister wird am 4. Juli den Flugpostdienst Budapest—Wien feierlich eröffnen .Außer die­ sem Flugpostdienst ist auch! eine Flugpostoer­ bindung Budapest—Aradf—Klausenburg ge­ plant, die später bis Odessa ausgedehnt iverden soll. i i ! 1 ,$ie Hausfrau und die deutfcheu Kolouien. Von Christian Pfrank, Dozent am Orientali­ schen Seminar der Berliner Universität. Welchen Umsang die Abhängigkeit unseres Wirtschastslebens von der Zufuhr vom Aus­ land hat, das weiß zu ihrem Schmerz heute jede deutsche Hausfrau. In Friedenszeiten, wo alle Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs reichlich zur Verfügung standen, haben sich die allerwenigsten Hausfrauen Gedanken über die Herkunft dieser Güter gemacht. Noch wenigere 1 von ihnen aber wußten oder ahnten es, daß unsere eigenen Kolonien bereits einen Teil unseres Bedarfes deckten und berufen waren, uns in immer steigendem Maße hinsichtlich Preisbildung und Belieferung von bem Aus­ land unabhängig zu machen. Wenn wir an koloniale Güter denken, so sind darunter nicht nur die eigentlichen Kolonialwaren, wie Tee, Reis, Kaffee, Kakao, Zucker usw., tzu verstehen. Tie Kolonien lieferten bis zum Kriege auch, Produkte, die es im Inlands gibt, und sie er­ gänzten damit unsere heimische Wirtschaft. Wir haben große Rinder- und Kälberherden in Deutschland, aber die Menge der alljährlich daraus zur Verfügung stehenden Häute genügt nicht, unseren Lederbedarf zu decken. Hier kön­ nen unsere afrikanischen Besitzungen, die sämt­ lich, reich an Rindvieh sind, ergänzend helfen. zog Johann Albrecht zu Mecklenburg, dasZiel Die deutschen Oelsaaten, Leinöl, Rüböl ustv treten hinsichtlich der alljährlich angebauten Wengen gegenüber dem, was die Kolonien an Pflanzenfetten liefern, vollständig in den Hin­ tergrund, namentlich, seitdem die tierischen Fet­ te, wie Butter und Schweinefett, durch die Ver­ arbeitung von Pflanzenfetten für Speisezwecke einte starke Konkurrenz erhalten haben. Unser Boden könnte gar nicht in ausreichendem Ma­ ße zum Anbqu einheimischer Oelsaaten heran­ gezogen werden, um unseren Bedar an Pflan­ zenfetten auch&gt; nur einigermaßen zu decken. Wir sind auf Kokosnuß?-, Palmkern-, Baurnwollsamen-, Sesam- und Erdnußöl, von denen unsere sämtlichen Kolonien, ausgenommen Süd­ west, bisher steigende Wengen lieferten, direkt angewiesen. Tazu kommt, daß die Rückstände der Oelsaaten ein hervorragendes Viehmastsutter liefern, ohne das wir unsere Viehwirt­ schaft und Schweinemast nicht auf der Höhe wie vor dem Kriege halten können. Tie Erzeu­ gung der so notwendigen Milch' und ihrer wichtigen Nebenprodukte, Butter und Käse, würde ohne das koloniale Edelfutier, das die Oelkuchen darstellen, so stark zurückgehen, daß sie jedenfalls zur Ernährung des Volkes nicht ausreichen würde. Reis kam bisher zum größ­ ten Teil aus Britisch-Jndien, trotzdem TeutschOstasrika ein Reisland ist und große geeignete Anbauflächen sich dort vorfinden, um unseren ganzen Bedarf zu produzieren. Für unsere Einfuhr an Obst- und Südfrüchten gingen 1913 233 Millionen Mark ins Ausland. Wollen wir nicht ganz auf ausländisches Obst verzich­ ten, so sind wir nach, bem 1 Kriege in der Lage, manches davon, wie Bananen, Apfelsinen, Ana­ nas, Zitronen ustv., mehr als bisher aus un­ seren eigenen Kolonien zu beziehen, wo sie vorzüglich« gedeihen. Andere deutsch-koloniale Tropensrüchte können wir eingekocht verwen­ den,' das Mangomus z. B. übertrifft an Köst­ lichkeit das allerfeinste Apfelmus. Pfeffer, Va­ nille, Kaffee, Tee, Kakao, Rohrzucker, Kinder der Tropen, wurden schon von unseren Kolo­ nien sür unseren Bedarf geliefert. Andere Gewürze, wie Nelken, Muskatnüsse Zimt ustv., können angebaut werden. Nächstkem wmmen die Kolonien aber ganz besonders sür die heute wichtigste Gespinstfaser, die Baumwolle, in Betracht. Ohne sie kann keine Hausfrau heute mehr bestehen. Unsere heimischen Gespinstfa­ sern können die Baumwolle nur 5,um Teil er­ setzen. Sie überragt durch, ihre Btlligkeit und wegen ihrer vielfachen Verwendungsmöglichkeit alle anderen vegetarischen Gespinstfasern. Bei einem' Jahresbedarf von 500 Millionen Kilo­ gramm, mit denen wir bisher von unseren Lie­ feranten, Amerika, England und Aegypten, ab­ hängig waren, zahlen wir alljährlich! an un­ sere Lieferanten einen Tribut öoit rund 600 Millionen Mark, den diese durch« einen Preis­ aufschlag, der bei nur wenigen Pfennigen auf das Pfund in der Gesamtsumme Millionen aus­ zog Johann Albrecht zu Mecklenburg, dasZiel Die deutschen Oelsaaten, Leinöl, Rüböl ustv</p>
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          <p>Hebung des Nachtbetriebes wird Widerspruch gegen diesen Plan erhoben. Freisl-Jaudenüiühl sprach. Wer das Thema "Ter Krieg und das Mlttelstündische Mühlengewerbe". Er sprach gegen das Getreideeinsuhrscheinsystem, die un­ gleichen Mahllöhne, die ungleichmäßige Regel­ ung der Vermahlungsverhältntsse und die Be­ vorzugung der Großmühlen. Tr. FrickhingerMünchen sprach über die Bekämpfung der Mehlmotte. i i . ; j | I i I l [ Tos LSjiihr. Jubiläum der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller wurde am Sonntag in München durch eine Feier be­ gangen, der auch! König Ludwig anwohnte. Nach! der Egmont-Ouvertüre, durch das Neue Münchner Konzertorchester vorgetragen, begrüß­ te der Obmann Herr K. Wirkt. Rat Joses Ritter van Schmaedel die Teilnehmer. Herr HelsreichMünchen verlas den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war, daß der Verein 1730 Mitglie­ der zählt und ein Vermögen von 3.1 Millionen Mark besitzt. Minister v. Brettreichj widmete anerkennende Worte der Tätigkeit der Presse und des Schrifttums, besonders im Kriege. Er betonte u. a.: Das Hauptoerdienst des Schrift­ tums und der Presse liegt in der allgemeinen Aufklärung, die in den weitesten Volks kreisen das Verständnis für unsere öffentliche Bewirt­ schaftung geweckt hat. Durch unermüdliche Ar­ beit ist es der Tagespresse gelungen, die allge­ meine Ueberzeugung wachzurufen, daß ein­ schneidende Maßnahmen zum Wohle des Volks­ ganzen notwendig sind und daß es zu ihrer erfolgreichen Durchführung der Mitarbeit aller bedarf, daß Erzeuger und Verbraucher, Stadt und Land, aufeinander angewiesen sind und gegenseitig Opfer bringen müssen. Von zahl­ reichen anderen Gebieten der Kriegswirtschaft und der Kriegsfürsvrge sei hier nur der Mit­ arbeit der Presse für die Kriegsanleihen ge­ dacht, die für Schriftleitungen und Verleger ein Ruhmesblatt bildet, dann der ausgezeichneten Leistungen für die Kriegswohlsahrtssammlungen verschiedenster Art. Von besonderer Be­ deutung aber ist die Wirksamkeit des Schrift­ tums und der Presse für die ungeschwächte Er­ haltung der Heimatfront, des stahlharten Wil­ lens, durchtzuhalten, bis ein guter Friede ge­ sichert ist. Dieser Krieg ist nicht vergleichbar mit früheren Kriegen der Weltgeschichte. Dies­ mal kämpfen nicht nur Armeen gegen Armeen, es kämpft Volkskraft gegen Volkskrast. Und nicht nur die körperlichen, vor allem auch die geistigen, seelischen und sittlichen Kräfte der Völker sind zum Kampfe aufgerufen. Tie Flam­ me der Begeisterung, der deutsche Idealismus, ohne den wir den Krieg nicht gewinnen kön­ nen, findet eine starke Stütze in Teutschlands Sch.risttum und Presse. Wie der Heimat, so dient damit die Presse zugleich! auch dem Heer, denn Heer und Heimat stehen, durchs tausend Fäden verbunden, in engster Wechselbeziehung. Tie Kriegsarbeit hat Regierung und Presse näher zusammengeführt, hat das gegenseitige eine wichtige Aufgabe sein, daß die Regierung mit Schrifttum und Presse, den Vertretern des freien deutschen Wortes, einmütig zusammen­ arbeitet. Rechtsrat Tr. Schlicht übermittelte die Grüße der Stadt München. Tr. Diez-Ber­ lin gab dem Danke für die Gründung Ausdruck, Schriftsteller Dr. M. G. Conrad dankte dem Kö­ nig, den staatlichen und städtischen Behörden, allen Gönnern und Mitarbeitern für ihr wohl­ wollendes Interesse und schloß mit Hochrufen auf König und Kaiser. Der König zog eine Anzahl der Festteilnehmer ins Gespräch. Im Anschlüsse daran fand gemeinsames Festmahl in den Gaststätten des Künstlerhauses statte Nach&gt; 3 Uhr wurde die Generalversammlung der Pensionsanstalt abgehalten, wobei bekannt ge­ geben wurde, daß der Kaiser der Anstalt 10 000 Mark Jubiläumsspende gestiftet habe. Als Ab­ schluß der Feier fand im Festsaal des Künstler­ hauses ein geselliger Abend statt. Vertrauen gestärkt. Auch im Frieden wird es g Mission verschwiegen hatte, wurden vorgefun-</p>
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          <p>Mann vereint werden, dessen Krankheit Sie schlau genug benutzt haben, ihn von seiner Fa­ milie zu entfernen. Als er sich' in seiner großen Not — krank, arbeitsunfähig, ohne Mittel, als er sich da an seine Eltern um Unterstützung gewandt — da fing es an! Sie brachten ihn in ein Sanatoriium und nahmen mir dadurch, die Möglichkeit, ihn selbst zu pflegen, vertrö­ steten mich,, hielten mich mit leeren Ausflüchten hin, daß er dort am besten aufgehoben sei. Blu­ tenden Herzens ‘fügte ich mich, mußte mich fügen — denn Sie waren es ja, der die Kosten seiner Krankheit bezahlten — deshalb ertrug ich&gt; die Trennung — — aber wie gern hätte ich für ihn gearbeitet " "Ottokar hätte das nie zugegeben — als seiner Frau unwürdig —" "Unwürdig —? Kann ehrliche Arbeit je unwürdig sein?" Sie lächelte ein wenig. "Mehr als einmal hab ich's getan, hab'D tun müssen — und hab's auch! gern getan — 's war halt für ihn und unsere Kinder — meine Liebe gab mir Kraft dazu!" — Sie betrachtete ihre gro­ ßen, doch, gut geformten Hände, denen man wohl ansah, daß ihnen Arbeit nicht fremd war. Tann fuhr sie fort, in einem weicheren, bitten­ den Ton, als sie bisher gesprochen — "'s war manchmal schwer — aber die Liebe und die Sehnsucht, die hielten mich doch aufrecht, wenn ständnissen führen! — Deshalb bin ich! ja ge­ rade gekommen!" widersprach er lebhaft. Uebrigens hatten Sie ja selbst jeden schriftlichen Ver­ kehr zwischen uns unmöglich gemacht, dadurch, daß Sie unsere gewiß gut gemeinten Vorschläge stets unbeantwortet gelassen haben." Sie lachte kurz aus. ' &gt; 1 "Gut gemeint — ja — —! Was die All­ wördens unter "gut meinen" verstehen. Ich, habe es zur Genüge kennen gelernt, und des­ halb eben danke ich, auch dafür!" "War es nicht etwa gut gemeint und ent­ gegenkommend von' uns, Ihnen während der Krankheit meines Bruders eine angemessene Summe auszusetzen, trotzdem wir zu nichts verpflichtet waren?" tzntgegnete er mit einer gewissen Schärfe im Ton. "Deshalb eben habe ichi ja darauf verzich­ tet, wie sie wohl wissen werden, weil ichi keine Gnadengeschenke wollte. Es ist auch so ge­ gangen. Ich! habe Mich selbst und meine Kin­ der schon durchgebracht, wenn wir auch oft nicht viel mehr als trockenes Brot gegessen haben! — Doch nun will ich Mein Recht!" "Ihr Recht -!" Er hob leicht die Schul­ ter. "Ter Begriff ist ziemlich! kompliziert —" "Für mich nicht — es gibt nichts Einfache­ res! Ich! will endlich wieder mal mit meinem ich am Verzagen war und dachte, 's geht nim­ mer, — und deshalb bitte ich, 'Sie, Graf All­ wörden, halten Sie mir meinen Mann nicht länger fern — von Tag zu Tag hab' ich jetzt, da ich! weiß, daß er.gesund ist, auf ihn gewartet! Und hab ihm geschrieben, trotzdem er es nicht getan! Er hat sogar Lorchens Geburtstag ver­ gessen! — — Ten Aufenthalt in Lengefeld — bei seiner Familie — hab' ich! ihm so gern gegönnt — aber einmal muß das doch! ein End' haben! Er muß doch! meine und un­ serer Kinder Sehnsucht fühlen — Sie sind doch mit seinem Vorwissen hier?" Bestätigend nickte er; doch er vermied den Blick der schönen, dunklen Frauenaugen, als er jetzt erwiderte: ' "Vor allem, gnädige Frau, — ich, habe keinen Einfluß, Ihre Bitte zu erfüllen. Ich! bin lediglich, ausersehen, Ihnen den Beschluß der Familie zu überbringen. Sie wollten die Person von der Sache trennen und —" "Ah, was geht mich! Ihre Familie an!" unterbracht sie ihn, "ich habe mit Ihrer Familie nichts zu schaffen; ich habe sie nie belästigt! Teilen Sie mir nun endlich. Mit, was Ihr Be­ such zu bedeuten hat; für umsonst haben Sie ja die weite Reise nicht gemacht." u (Fortsetzung folgt.) "</p>
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          <p>Allerlei. Unterschlagung. An der holländischen Grenze wurden zwei Kassenboten festgenom­ men, die nachi Unterschlagung von über 250 000 Mark flüchtig gegangen waren. Es handelt sich um die 17jährigen Boten Ernst Fischer ^ _____ ______ _____ __ aus Hannvver. Tie Flüchtigen bene k. Rat und Oberrechnungskommissär a. Dl. hatten versucht, ins Ausland zu kommen. Zeitgemäßes Inserat. Im "Allgäuer Anzeigeblatt" in JmMenstadt vom 25. Juni ist in gesperrter Schrift zu lesen: "Welch' edel den­ kender Munitionsarbeiter wäre bereit, einem Beamten durch! Ueberlassung eines noch gut erhaltenen Anzuges den Besuche des Gottesdien­ stes zu ermöglichen?" M^rbllverifchk MrM 1 Straubing, 1. Juli. (Ertappte Schleich­ händler.) Am Samstag vormittags wurde der Geflügelhändler KarlSchuhnagl von hier von der Polizei in der Nähe der Tonaubrücke ab­ gefaßt, als er aus seinem Einspännerführwerk zwei Kälber und 1 Schwein, die aus einer Schwarzschlachtung herstammten sowie 1 Reh in seine Wohnung verbringen wollte. Ferner wurden bei dem hiesigen Obsthändler Ludw. Lermer heute früh 2 schwarzgeschlachtete Kälber beschlagnahmt. &lt;■ Lalling, 29. Juni. (Seine Ablieferungs­ pflicht) wird doch Wohl selten e?n Bauer in dem Maße vernachlässigt haben wie der Oetonom Joseph Arbinger von Gneisting, früher Bürgermeister der 'Gemeinde Hunding. Es sah sich! sogar der Chef des Bezirksamtes Deggen­ dorf veranlaßt, Arbinger einen Besuche abzu­ statten, um "bte Getreidevorräte desselben zu inspizieren. Das Resultat war ackh, ein ganz enormes. Mehr als 70 Zentner Getreide, das Arbinger seinerzeit der Getreideaufnahmekom-</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Max Meher von hier. Herren Beamte der K. Regierung und ein zahlreichjes Trauergesolge aus allen Ständen geleitete den Sarg znm offe­ nen Grabe. Herr Protest. Stadtpfarrer Lindner hielt die Traueransprachfi, in welcher er 1)em Entschlafenen als Beamten und Menschen einen warmherzigen Nachruf widmete. Zahlreiche prächtige Blumenspenden schmückten das Grab. —* Todesfall. Gestern starb nach langem Leiden, jedoch, rasch und unerwartet Frau Ka­ tharina Kleiter, die Gattin des früheren Ma­ gistratsrates Herrn Kunstmühlbesitzers und Brotsabrikanten Georg Kleiter von hier. —* Niedergelegt hat in der gestrigen Sitzung der Lebensmittelkommission Herr R-R. Ambros Pas Referat über die Lebensmittel­ stelle und den Vorsitz in der Lebensmittelkom­ mission. Herr Rechtsrat Ambros dankte den Mitgliedern der Kommission für die ihm geleifstete Mithilfe. Tas Referat über die Lebens­ mittelversorgung wird von Herrn Bürgermei­ ster Tr. Herterich! übernommen. —* Gesunden hat gestern eine Kriegerssrau einen Geldbetrag von 20 Mark und eine Kartoffelkarte. Ms sie ihren Fund der Ver­ liererin wieder aushuchdigte, erhielt sie aller­ dings erst auf Vorhalt für ihre Ehrlichkeit ein Tankeswort. ! —* Eingebrochen wurde von unbekann­ ten Dieben in der Nacht zum Sonntag im Kiosk am schwarzen Weg zum Bahnhof. Tie Ttebe entwendeten einige Waren und entkamen uner­ kannt. 1 I , , ' , den, beschlagnahmt und unter Gendarmeriebe­ deckung in das Lagerhaus des KomMunalverbandes Teggendors-Land nach! Hengersberg ver­ bracht. Daß Arbinger Mitglied des Ttstriktsausschusses ist, beschönigt seine Handlungsweise nicht. ernte. Laudshut, bett 2. Juli —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Joses Beckerbauer, Sohn des r. Wagenwärtergehilsen Herrn Beckerbauer und dem Artilleristen E. Findhardt, Maschinistenssohn von hier, verliehen. —* Das König Ludwig kreuz wurde der Kunstgärtnerei- und Hoflieserantenstochter Frl. Rosine Rößl von hier verliehen. —* Das König Ludwigkr euz erhielt die Krankenpflegerin Frl. Anni Popp von hier verliehen. ' - , —* Auf dem Felde der Ehre fiel am 18. Juni bei einem Gasangriff der Infanterist Heinrich! Fischer, Sohn des Herrn Schreinermei­ sters Fischer, früher hier, jetzt in Puchheim. —* Zur letzten Ruhe bestattet wurde vorgestern im städt. Friedhofe der nach! län­ gerem Leiden im Alter von 71 Jahren verstorUnterschlagung. An der holländischen Grenze wurden zwei Kassenboten festgenom­ men, die nachi Unterschlagung von über 250 000 Mark flüchtig gegangen waren. Es handelt sich um die 17jährigen Boten Ernst Fischer ^ _____ ______ _____ __ aus Hannvver. Tie Flüchtigen bene k. Rat und Oberrechnungskommissär a. Dl. hatten versucht, ins Ausland zu kommen. Zeitgemäßes Inserat. Im "Allgäuer Anzeigeblatt" in JmMenstadt vom 25. Juni ist in gesperrter Schrift zu lesen: "Welch' edel den­ kender Munitionsarbeiter wäre bereit, einem Beamten durch! Ueberlassung eines noch gut erhaltenen Anzuges den Besuche des Gottesdien­ stes zu ermöglichen?" M^rbllverifchk MrM 1 Straubing, 1. Juli. (Ertappte Schleich­ händler.) Am Samstag vormittags wurde der Geflügelhändler KarlSchuhnagl von hier von der Polizei in der Nähe der Tonaubrücke ab­ gefaßt, als er aus seinem Einspännerführwerk zwei Kälber und 1 Schwein, die aus einer Schwarzschlachtung herstammten sowie 1 Reh in seine Wohnung verbringen wollte. Ferner wurden bei dem hiesigen Obsthändler Ludw. Lermer heute früh 2 schwarzgeschlachtete Kälber beschlagnahmt. &lt;■ Lalling, 29. Juni. (Seine Ablieferungs­ pflicht) wird doch Wohl selten e?n Bauer in dem Maße vernachlässigt haben wie der Oetonom Joseph Arbinger von Gneisting, früher Bürgermeister der 'Gemeinde Hunding. Es sah sich! sogar der Chef des Bezirksamtes Deggen­ dorf veranlaßt, Arbinger einen Besuche abzu­ statten, um "bte Getreidevorräte desselben zu inspizieren. Das Resultat war ackh, ein ganz enormes. Mehr als 70 Zentner Getreide, das Arbinger seinerzeit der Getreideaufnahmekomhatten versucht, ins Ausland zu kommen. Zeitgemäßes Inserat. Im "Allgäuer Anzeigeblatt" in JmMenstadt vom 25. Juni ist in gesperrter Schrift zu lesen: "Welch' edel den­ kender Munitionsarbeiter wäre bereit, einem Beamten durch! Ueberlassung eines noch gut erhaltenen Anzuges den Besuche des Gottesdien­ stes zu ermöglichen?" M^rbllverifchk MrM 1 Straubing, 1. Juli. (Ertappte Schleich­ händler.) Am Samstag vormittags wurde der Geflügelhändler KarlSchuhnagl von hier von der Polizei in der Nähe der Tonaubrücke ab­ gefaßt, als er aus seinem Einspännerführwerk zwei Kälber und 1 Schwein, die aus einer Schwarzschlachtung herstammten sowie 1 Reh in seine Wohnung verbringen wollte. Ferner wurden bei dem hiesigen Obsthändler Ludw. Lermer heute früh 2 schwarzgeschlachtete Kälber beschlagnahmt. &lt;■ Lalling, 29. Juni. (Seine Ablieferungs­ pflicht) wird doch Wohl selten e?n Bauer in dem Maße vernachlässigt haben wie der Oetonom Joseph Arbinger von Gneisting, früher Bürgermeister der 'Gemeinde Hunding. Es sah sich! sogar der Chef des Bezirksamtes Deggen­ dorf veranlaßt, Arbinger einen Besuche abzu­ statten, um "bte Getreidevorräte desselben zu inspizieren. Das Resultat war ackh, ein ganz enormes. Mehr als 70 Zentner Getreide, das Arbinger seinerzeit der Getreideaufnahmekom- Vertrauen gestärkt. Auch im Frieden wird es g Mission verschwiegen hatte, wurden vorgefunden, beschlagnahmt und unter Gendarmeriebe­ deckung in das Lagerhaus des KomMunalverbandes Teggendors-Land nach! Hengersberg ver­ bracht. Daß Arbinger Mitglied des Ttstriktsausschusses ist, beschönigt seine Handlungsweise nicht. ernte. Laudshut, bett 2. Juli —* Das Eiserne Kreuz wurde dem Infanteristen Joses Beckerbauer, Sohn des r. Wagenwärtergehilsen Herrn Beckerbauer und dem Artilleristen E. Findhardt, Maschinistenssohn von hier, verliehen. —* Das König Ludwig kreuz wurde der Kunstgärtnerei- und Hoflieserantenstochter Frl. Rosine Rößl von hier verliehen. —* Das König Ludwigkr euz erhielt die Krankenpflegerin Frl. Anni Popp von hier verliehen. ' - , —* Auf dem Felde der Ehre fiel am 18. Juni bei einem Gasangriff der Infanterist Heinrich! Fischer, Sohn des Herrn Schreinermei­ sters Fischer, früher hier, jetzt in Puchheim. —* Zur letzten Ruhe bestattet wurde vorgestern im städt. Friedhofe der nach! län­ gerem Leiden im Alter von 71 Jahren verstor-</p>
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          <p>2 Vergehen des Tiebstahls wurde von der Straf­ kammer des hiesigen Landgerichts der ehemali­ ge Postbote in Reisbach Lorenz Bachmeier zu 1 Jahr 9 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. —* Die spanische Kran kheit, die auch, hier noch immer spukt, nimmt iw Reiche wei­ tere Ausdehnung. Nicht nur aus Bayern komrn Sachsen, Berlin und am Rhein werden men Meldungen von ihrem Auftreten, auch, Erkrankungen unter den gleichen Symptomen verzeichnet. Bor allem sind es jüngere Per­ sonen, welche von ihr defallen werden. Tie Krankheit verlauft jedoch, überall unter lerchtent Fieber und Schleimhäutereizung in 2 bis i3 Tagen in harmloser Form'. —* Ter Juli hat gestern seinen Einzug gehalten. Tie erste Hälfte des Jahres ist vor­ übergegangen, die uns besonders im Monat Mai ein prächtiges, das Wachstum in Feld, Wiese und Garten förderndes Wetter gebracht hat. Allerdings der Monat Juni hat viel von dem, was der Mai gut gemacht, wieder verdor­ ben, viele Hoffnungen mtf Frühernte u. a. zerstört. Wir wollen hoffen, daß der Juli einiges davon wieder gutmacht und uns end­ lich »die uns nach dem Kalender zukommende Sonnenwärme spendet. Wir haben heuer noch, »nicht viel Wärme genossen und vor allem sind die gegenwärtig noch. immer sehr kühlen Näch­ te gar nicht dazu angetan, Sommerfreude aus­ kommen zu lassen. Beim Sommer denkt wan aber an Licht und Wärme und laue Wende im Freien. Für den warmen Ofen haben wir in den langen Wintermonaten wieder Zeit ge­ nug. Wollen wir daher hoffen, daß den Tagen der Enttäuschung bald helle Lichtblicke folgen. IieOermchrichte«. 1 ' K. Bank. Verseht wurde auf Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschaft und in etatsmätziger Weise der Buchhalter bei der K. Filialbank Straubing Karl Grindmayer tut die K. Filial­ bank München. . 1 i SvMmerlheater. 1 Ter dreiaktige Schwank "Der Hochtourist" von Kraatz und Real ist an und für sich, eine dankbare Ausgabe, die den Schauspielern Gele­ genheit gibt in witzigen Dialogen und komischen Situationen ein lachbedürftiges Publikum amü­ sant z-u unterhalten .Freilich, verlangt der Schwank ein flottes, abgemundetes Zusammenfpiel ohne Kunst- und sonstige Pausen. Dietze Voraussetzung war bei der hiesigen Ausführung sehr spärlich, gegeben, wenn auch hin und wie­ der d ie Wirksamkeit des Stückes zu Tage trat. Herr Kaspar mimte den Berliner Pseudoalpi­ nisten Mylius mit reichlich Witz und Humor und tat auch, in gewohnter Weise seine Schul­ digkeit als Spielwiter. Tialektsicher gab Herr Janvtta den alten Raintaler, etwas weniger .Abhängigkeit nant Retter aus der Unterwelt hätte man aus Kosten des ZMProvisierens gerne gewünscht. An Stelle des Herrn Tahmen-DaIlius figurierte als Sepp Herr Gg. Brantl, Mitglied der Münchener Hosbühne. In punkto dialekt konnte man sich, den Tausch gefallen lassen, schauspielerisch hingegen hätte Ersterer ber Rolle und betn Stücke mehr nützt. Tie üb­ rigen Mitwirkenden mutzten ftif). teils mehr teils minder gut in ihre Ausgaben zu schicken. T&gt;ie vielen freien Plätze im Zuschauerraume becuftworteten die Bedürsnissrage für ein Landshuter Sommerth'eater. Ter Sonntag-Abend brachte eine Novität das Volksstück "Bachstelzchen" von Eduard v. d. Becke. Ausbau und Inhalt ist nach der Schab­ lone der alten Komödien Mitgeschnitten, hat unverkennbar Humor und auch, eine große Do­ sis Gemüt. Tie selige Charlotte Birch-Pfeifser hat sicher im Grabe noch Freude empfunden über diese Zwillingsschwester ihres Musenkindes Lorle aus "Tors und Stadt". Einem in der Theaterliteratur einigermaßen bewanderten Theaterbesucher tonnte dieses warme Nachem­ pfinden nicht entgehen, ebenso wie der dritte g Akt unwillkürlich Schnitzlers Liebelei ins Ge- $ Wegen Meineidsverleitung und dächtnis zurückrief. Tie umschließende Musik</p>
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          <p>Sommertheater. 2 Vergehen des Tiebstahls wurde von der Straf­ kammer des hiesigen Landgerichts der ehemali­ ge Postbote in Reisbach Lorenz Bachmeier zu 1 Jahr 9 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. —* Die spanische Kran kheit, die auch, hier noch immer spukt, nimmt iw Reiche wei­ tere Ausdehnung. Nicht nur aus Bayern komrn Sachsen, Berlin und am Rhein werden men Meldungen von ihrem Auftreten, auch, Erkrankungen unter den gleichen Symptomen verzeichnet. Bor allem sind es jüngere Per­ sonen, welche von ihr defallen werden. Tie Krankheit verlauft jedoch, überall unter lerchtent Fieber und Schleimhäutereizung in 2 bis i3 Tagen in harmloser Form'. —* Ter Juli hat gestern seinen Einzug gehalten. Tie erste Hälfte des Jahres ist vor­ übergegangen, die uns besonders im Monat Mai ein prächtiges, das Wachstum in Feld, Wiese und Garten förderndes Wetter gebracht hat. Allerdings der Monat Juni hat viel von dem, was der Mai gut gemacht, wieder verdor­ ben, viele Hoffnungen mtf Frühernte u. a. zerstört. Wir wollen hoffen, daß der Juli einiges davon wieder gutmacht und uns end­ lich »die uns nach dem Kalender zukommende Sonnenwärme spendet. Wir haben heuer noch, »nicht viel Wärme genossen und vor allem sind die gegenwärtig noch. immer sehr kühlen Näch­ te gar nicht dazu angetan, Sommerfreude aus­ kommen zu lassen. Beim Sommer denkt wan aber an Licht und Wärme und laue Wende im Freien. Für den warmen Ofen haben wir in den langen Wintermonaten wieder Zeit ge­ nug. Wollen wir daher hoffen, daß den Tagen der Enttäuschung bald helle Lichtblicke folgen. IieOermchrichte«. 1 ' K. Bank. Verseht wurde auf Ansuchen in gleicher Tiensteseigenschaft und in etatsmätziger Weise der Buchhalter bei der K. Filialbank Straubing Karl Grindmayer tut die K. Filial­ bank München. . 1 i SvMmerlheater. 1 Ter dreiaktige Schwank "Der Hochtourist" von Kraatz und Real ist an und für sich, eine dankbare Ausgabe, die den Schauspielern Gele­ genheit gibt in witzigen Dialogen und komischen Situationen ein lachbedürftiges Publikum amü­ sant z-u unterhalten .Freilich, verlangt der Schwank ein flottes, abgemundetes Zusammenfpiel ohne Kunst- und sonstige Pausen. Dietze Voraussetzung war bei der hiesigen Ausführung sehr spärlich, gegeben, wenn auch hin und wie­ der d ie Wirksamkeit des Stückes zu Tage trat. Herr Kaspar mimte den Berliner Pseudoalpi­ nisten Mylius mit reichlich Witz und Humor und tat auch, in gewohnter Weise seine Schul­ digkeit als Spielwiter. Tialektsicher gab Herr Janvtta den alten Raintaler, etwas weniger .Abhängigkeit nant Retter aus der Unterwelt hätte man aus Kosten des ZMProvisierens gerne gewünscht. An Stelle des Herrn Tahmen-DaIlius figurierte als Sepp Herr Gg. Brantl, Mitglied der Münchener Hosbühne. In punkto dialekt konnte man sich, den Tausch gefallen lassen, schauspielerisch hingegen hätte Ersterer ber Rolle und betn Stücke mehr nützt. Tie üb­ rigen Mitwirkenden mutzten ftif). teils mehr teils minder gut in ihre Ausgaben zu schicken. T&gt;ie vielen freien Plätze im Zuschauerraume becuftworteten die Bedürsnissrage für ein Landshuter Sommerth'eater. Ter Sonntag-Abend brachte eine Novität das Volksstück "Bachstelzchen" von Eduard v. d. Becke. Ausbau und Inhalt ist nach der Schab­ lone der alten Komödien Mitgeschnitten, hat unverkennbar Humor und auch, eine große Do­ sis Gemüt. Tie selige Charlotte Birch-Pfeifser hat sicher im Grabe noch Freude empfunden über diese Zwillingsschwester ihres Musenkindes Lorle aus "Tors und Stadt". Einem in der Theaterliteratur einigermaßen bewanderten Theaterbesucher tonnte dieses warme Nachem­ pfinden nicht entgehen, ebenso wie der dritte g Akt unwillkürlich Schnitzlers Liebelei ins Ge- $ Wegen Meineidsverleitung und dächtnis zurückrief. Tie umschließende Musik von Max Bertuch, ist entschieden origineller und selbständiger; Herr Kapellmeister Krause brachs­ te sie mit seinen Mannen gut zu Gehör. Ein singfrisches Bachstelzchen, liebenswürdig und an­ mutig in Erscheinung reproduzierte Frl. Kleemann, schauspielerisch, hätte sie namentlich in den gemütvollen Momenten stärker unter­ streichen dürfen. Tie Rolle des Eniil Runge Wernahm ganz kurzfristig für Herrn TahmenTalius Herr Tr. Quedenfeldt selbst und fand sich, äußerst geschickt damit zurecht, wenn auch, das Terbtomische nicht so ganz Ausdruck fand. Frl. Mikulska (Guste) bemühte sich, wie immer als treffliche Vertreterin derartiger Soubretten­ partien. In größeren Rollen waren noch, Oskar Maurer (Timpe), Horst (Bachinger) tittb Josefa Robby (Brigitta) erfolgreich, beschäftigt. Ter rege Beifall des Publikums muntert« die Dar­ steller häufig zur Wiederholung der einzelnen Gesangsnummern auf. Hg. Wegen Meineidsverleitung und dächtnis zurückrief. Tie umschließende Musik</p>
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          <p>Ken a»&lt;9»*«*terf»tee« WTB. Berli n, 2. Juli. Amtlich«. Im Sperrgebiet um England wurden durch die Tä­ tigkeit unserer Unterseeboote neuerdings 17 000 Br^R--Tonnen feindlichen Handelsschisssraumes versenkt. , ( [I ater Epes des Avmiralftabes der Marine. i Ukrainischer Bittgottesdienst für den ' Aaren. ___ Kiew, 1. Juli. Ter gestrige von öent* neuernannten Metropoliten in der Kiewer So­ phienkathedrale angesetzte Trauergottesdienst für den Exzaren wurde durch, einen Bittgottesdienst ersetzt, da sich die Nachricht von der Ermordung des Zaren bisher nicht bestätigt hat. - i l ( ii l Veränderungen im österreichischen Kom» ■ ' [ mando. Wien, 1. Juli. Von gut unterrichteter Seite verlautet, daß Feldmarschall Conrad durch! den Feldmarschall Köveß, ferner Gene­ ralstabschef Ara durch General Krauß ersetzt worden find. Das Oberkommando an der itallenischen Front hat der deutsche Generaloberst Otto v. Below übernommen. , "Freie Bahn dem freien Hanwell" L ü b e ck, 1. Juli. Im Anschluß &lt;an die gest­ rige Hauptversammlung der deutsch-finnischen Vereinigung fand im Hansasaal» ein Essen statt, bei dem Paul Hinkeldehn-Lübeck in den Ham­ burger Ruf einstimmte :Los von Berlin, los von der stark sozialistischen Kriegswirtschaft, freie Bahn dem freien Handel. Er führte un­ ter anderem aus, man müsse es dankbar be­ grüßen, datz die deutsch-finnische Vereinigung ins Leben gerufen worden sei, denn die Be­ richte aus Finnland ließen erkennen, mit welch rWrender Anhänglichkeit die finnische Ge­ schäftswelt sich mit unserer Geschäftswelt ver­ knüpft fühlt. i Deutschland und die Ukraine. Berlin, 1. Juli. Ter gestern in Berlin eingetrvffene Gesandte der ukrainischen Repu­ blik Baron Steinheil sagte zu einem Vertreter des "Berl. Lok-Anz.": Ter Hetmänn und seine Regierung verfolge das Ziel, die guten Bezieh­ ungen zwischen dem' deutschen Reiche und der Ukraine zu stärken und zu vertiefen und zu einem für beide Teile befriedigendem Bundes­ verhältnis zu entwickeln. Tie Ernte stehe im allgemeinen gut, die Schwierigkeiten der Bau­ ern würden nach! und nach behoben. Reichistagsverlängerung. Berlin, 1. Juli. Dem Reichstag ist der bereits eingesandte Geschästsentwurf über die abermalige Verlängerung der Legislaturperio­ de und zwar bis zum 12. Januar 1920 zuge­ gangen. Fpchs Nervosität. Berlin, Öen 2. Juli. Tie Nervosität der Fvch'schen Heeresleitung hält an. An der (Sefamtfront vom Nieuportkanal bis Mühlhau­ sen suchte sie am 30. Juni und in der Nacht zum • 1. Juli durch! Vorstöße von Patrouille^ und Erkundungsabteilungen einen Einblick in die deutschen Absichten zu bekommen. An der Amienssront versuchten die Engländer und Franzosen bei Albert und Castell durch, grö­ ßere Vorstöße ihre Linien zu verbessern. An vielen Stellen wurde der Angreifer verlustreich» im Handgranaten- und Maschinengewehrseuer abgewiesen oder im Gegenstoß, völlig zurückge­ schlagen. Gefangene blieben zahlreich in deut­ scher Hand. Kriegspropaganda amerikanischjer Sozialdemo­ kraten in Europa. | Berlin, 1. Juli. Wilson hat sich,, wie Londoner Blätter aus WaMngton melden, mit per Absendung einer sozialistischen Deputation nach» Europa einverstanden erklärt, soserne diese der Fortsetzung des Krieges günstig gesinnt ist» und sich verpflichtet, nicht an der in Bern geplanten Konferenz der Sozialisten teilzuneh­ men. i i f Letzte Posten.</p>
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          <p>Städtische Schwimschule. Städtische Schwimschukk. 2. Jult 1918. Wasser . 14 Grad C. Luft . . 16 Grad C</p>
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          <p>Aus Finnland. Aus Finnland. Englands Machenschaften. Im Schloß Wiborg wurde ein Protokoll von dem Zusammentritt des sinnländischen Volkskommissariat gesunden, aus dem hervor­ geht, daß die Engländer in Murman der Ro­ ten Garde Hilfe anboten. Teutsch« Vermittlung zwischen Ruß­ land und Finnland. Ein Petersburger Funkspruch an das schwe­ dische Telegraphenbüro behauptet ,Teutschland hätte seine Intervention zugunsten der Be­ freiung Kamenews an die Bedingung geknüpft, daß die in Rußland verhafteten Finnländer freigelassen würden. Wie die B. Z. a. M. dazu an zuständiger Stelle erfährt, hat Deutscheland bedingungslos vermittelt, dagegen hat die finnische Regierung erklärt, sie müsse die Frei­ lassung an die obengestellte Bedingung knüp­ fen und diese sei deutscherseits der russischen Regierung lediglich übermittelt worden.</p>
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