Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-07-26. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 201, 1918-07-26. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. 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Abflauen der feindlichen Offensive. ────────── Die Heeresberichte. Ier leitfde Laicht. 1 asm Berlin, 25. Juli 1918, mittags. Lroßes Hauptquartier: | , «eDlich-r Heeresgruppe des GcmeralfeldrnarschaltS Kronprinz Rupprecht vv» Bayer«. Zwischen Bucquey und Hebuterne griff der Feind am Abend unter starkem Feuerschutz an. Er wurde abgewiesen. " . Ebenso scheiterten Vorstöße, die der Feind westlich von Albert und aus Mailly heraus führte. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. An der Schlachtfront zwischen Soissons und Reims ließ die Kampstätigkeit gestern nach«. Kleinere Jnfanteriegesechte im Vorfeld unserer Stellungen. Südlich des Ourcq und südwestlich von Reims führte der Feind heftige Teilangriffe, die wir in Gegenstößen zurückschlugen. Heeresgruppe des Geucralfeldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg. In den Vogesen brachte baher. Landwehr von einem schneidig durchgeführten Unterneh­ men Gefangene zurück. > Der 1. SeserarWartiernrN«. r iebeeloelf. WTB. Berlin, den 25. Auli. Amtlicher Abendbericht: Heftige Teilkämpfe auf dem Schlachtfeld zwischen Soissons und Reims. Bericht des Mrolfteies. Neue N-Bootserjolge. WTB. Berlin, 25. Juli. Amtlich. Auf dem nördlichen Kriegsschauplätze vernichteten unsere Unterseeboote 13 000 Br.-R-Tonnen. ; Ter Chef des ADpriralstabes der Marine. . Ier östm.-Mg. Bericht. WTB.'Wien, den 25. Juli, mittags. — Amtlich wird gemeldet: i Italienischer Kriegsschauplatz. I Di« Lage ist unverändert. Albanien. Gestern früh haben unsere Truppen bet Kuch den Uebergang über den Semeni erkämpft. Unsere tapferen BataiUone hatten heftigen feindlichen Widerstand zu überwinden. Es wurden zahlreiche Gefangene eingebracht. Auch, zwischen Kuch und dem Meere führ­ ten erfolgreich^ Borstöße zu Geländegewinn. . a Wes d«K GmreralstabL. ────────── gelände von Bliguy angesetzt worden, um uns diese Flankenstellung westlich! Reims zu ent-, reißen. Ter Angriff wurde blutig abgewiesen. Nach Gefangenenaussagen sollen die Verluste der Engländer mindestens 40 Prozent betra-. gen .Tas gänzliche Mißlingen dieses Angriffes führen sie auch! darauf zurück, daß sie nach fünftägigem, äußerst' beschwerlichen Märschen ohne Ruhepause hätten angreifen müssen. Tie Stimmung der hier gefangenen englischen Sol­ daten und Offiziere, die nicht mehr an einen Sieg der Entente glauben, ist auffallend kriegs­ müde. i Ausdehnung der BefehlSgewatt Ter "Züricher Anzeiger" bestätigt, daß der Alliiertsn-Kriegsrat die Bort dke Franzosen an der großen Angriffsfront zwischen Soissons und Chateau Thierry alle ihre Hilssvölker versammelt. Mehrere eng­ lische Divisionen wurden in Eilmärschen her-', angezogen. Am 20. Juli sind von diesen T«ivi--> fronen Die 51. und 62. engftfdic aus der Ge­ gend Marsaux gegen das beherrschende Höhen­ ────────── Aus Rußland. Ab Muh der deutsch-russischen Ver­ handlungen. Berlin, 25. Juli. Seit einigen Wo­ chen weifte eine Abordnung der Sowjjetrie-> gierung in Berlin, um Mit der deutschen Reichs-« regierung Wer die Auslegung des Brester FrieDensvertzeagsss'VerWndlungen zu führen. Tie Verhandlungen, die noch unter der Leitung des Staatssekretärs von Kühlmann begann«: wurden, sichen nunmehr vor dem Abschluß. Sie haben, wie die "Frankfurter Zeitung" hört, in sämtlichen Punkten zu einer Einigung geführt. i. ────────── Aus der Ukraine. Ki e w, 25. Juli. Grusinische Truppen rükken an der Küste des Schwarzen Meeres nach Sterben vor. Gudeunt und Gagri wurden ge­ nommen. ────────── Der Krieg mit Italien. Spannung in der itaiienisch-südstawischen Frage. Tie von der "Züricher Moqgenzeitung" gemeldete Spannung in der italienisch-südsla­ wischen Frage und die Ablehnung Italiens an der Teilnahme veranlaßten die Verschie-, bung des für den 26. Juti angesetzten Pariser Nationalitätenkongresses. > ────────── Amerika als Geldgeber. Nach einer Havasmeldung aus Washington haben die Vereinigten Maaten in eine neue Anleihe von 100 Millionen Dollar an Jta; lien und 9 Millionen an Belgien eingewilI ligt. -Damit hat Italien bis jetzt von Ame-, I rika 760 Millionen, Belgien 145 Millionen I erhalten ., i i Tie Slawen in Amerika. Amsterdam, den 25. Juli. Nach! einer Reutermeldung hat Präsident Wilson einenZusatz zum Armeegesetz veröffentlicht, das den slawischen Abhömmlingen aus Teutschland und Oesterreich, den Zutritt in die amerikanische Armee, der ihnen bis jetzt untersagt war, er­ lauben wird und zwar in eine besondere sla­ wische Legion. Hunderttausende von Slawen, die in Amerika wohnen, können nun den Alli-i ierten beistehen. 1500 000 amerikanisch« Tschecho-Slowaken haben einen amerikanischen Zweig des tschechd-slowakischen Nationalrates gebiS bet. Eine große Anzahl Tschechen läßt sich in die amerikamische Armee einschreiben. Aus Amerika. ────────── Aus Südamerika. Argentiniens Wirtschaftslage. Nach dar Agenzia Americana gestaltet sich die innere Lage Argentiniens zusehends schlim­ mer. ES feEt an Petroleum, Holz und Koh­ le, die phamtastische Preise erreicht haben. Tie Streikbewegmng sei in der Ausdehnung be­ griffen. Tie Regierung bleibe passiv, während die Presse immer energischere Vorkehrungen fordert. ────────── Nnterseebowtstätigkeit an der «merikanoschon Küste. WTB. New York, 24. Juli. ener Kam­ meroper her noch! in guter Erinnerung steht und mkt der Roselinde namentlich gefänglich eine äußerst anerkennenÄverte Leistung bot. Kaspars feiukomischjer, Maßvoller Frank, Hofppernsänger Schade's Alfted, Maurers etwas zu jugendlicher Tr. Falke, Horsts T»r. Blind waren samt und sonders bemüht Stimmung in die rmv'erwüstlühe Operette zu bringen. Das Werk reizt ob seinqr glänzenden musikalischen Ausstattung förmlich, höheve Anforderungen an die Sänger zu stellen als sie zu geben ver­ mochten. Ter Prinz Orlosskh erfuhr eine Um­ besetzung mit Frl. Fernandez unter Ausgabe der angesetzten Tanzeinlage. Leider mußte man auch die Gesangsnummern dieser Partie ent­ behren, Mährend mit den unumgänglich notwendigen musikanischen Einsätzen in be­ wahrter Weise Frl. Robby betraut war. Die Sprechweise des Frosch hatte Herr Almas inne, der auch mit ausgiebiger, manchmal die GrenKen des Natürlichen überschreitender Trastik, die dankbare Autzabe mimte. Ter OrchHützcheil wHuhr unter der energischen, temperamenivoft len Leitung des Herrn "Krause eine fast durch­ wegs glückliche Reproduktion. Tie übermütige Stimmung, die dieser Operette innewohnt, Übertrug sich auch ans das Publikum und fand sin herzlichem Beifall und Hervorrufen offen Ansdruck. I ' Hg. ────────── seiner Söhne für englische Herrschastsgelüsts verspritzte, wurde eine eifrige Werbearbeit für ein freies Aegypten von ihnen entfaltet. "Es sollte sich! an die Türkei anlehnen, dessen Sul­ tan auch! der Khedive als seinen rechtmäßigen Souverän anerkannte. i Aber England, dieser "Besch«ützer der klei­ nen Nationen", der kein freies Aegypten 'dulden wollte, zögerte nicht, den Khediven abzusetzen, seine ausgebauten Güter — Abbas II. Hilmi gehört zu den reichsten Grundbesitzern Aegyptens — zu beschlagnahmen und als gefügiges Werkzeug seinen Oheim Hussein Kiamil am 10. Dezember 1914 zu seinem Nachfolger und nach! dessen Tode einen anderen Strohmann aus dem Khediveschen Hause zu ernennen. Doch den Eingeborenen, die die britische Gewaltherr­ schaft nur mit Widerwillen ertragen und den Tag herbeisehnen, wo sie das fremde Joch! gbschütteln können, gilt Wbas II. noch immer als der einzig rech«tmäßige Herrscher, wie er sich auch! Ms Gebieter des Pharaonenlandes be­ trachtet. Er weiß nur zu gut, daß auf Europas Schlachtfeldern auch die ägyptische Frage ent­ schieden wird, daß von Teutschlands Siegen das Schicksal Aegyptens abhängt, jenes Aegyp­ tens, das Bismarck einst als das Genick den britischen Wellreichs bezeichnet hat. Hoffentlich wird mit der Befreiung Aegyptens dem bris tischen Weltteich das Genick gebrochen. Tann erst wird die wahre Freiheit der Meere und der Völker eintreten. Der aegyptische Gast. Nun weilt Abbas II. Hilmi, der Khedive von Aegypten, als Gast aus deutschem Boden. Ter einstige Schüler des Wiener Theresianums, der die europäische Bildung in reichem Maße in sich ausgenommen hat, ohne seine innere Bin­ dung mit deut Islam und der islamittschen Welt zu verleugnen, wird vollauf Gelegenheit haben, zu prüfen, was es mit den Entente-Märchen über Teutschland auf sich hat. Wer er ist nicht nur gekommen, um sich in der Reichshauptstapt, die nach den verlogenen Be­ richten der ftanzösischen und englischen Presse vor der Hungersnot und der Revolution ste­ hen soft, umzuschauen, um als Beobachter im deutschen Hauptquartter zu weilen, er will and), für die Zukunft handbin. ' i Angeblich! hat England nur aus humanitä-. ten und wirtschaftlichen Gründen einst die Be­ setzung Aegyptens vorgenommen, beileibe nicht, um es zu "aimeftieren". Sv etwas tut Albion das ganz unverdienter Maßen zu hem Bei­ namen des ,cherfiden" gekommen ist, durchaus nicht. ES ist nur ein tückischer Zufall, wenn es .heute noch das italienische Malta, das fpani-. sche Gibraltar festhält. Tatz die Herrschaft über Aegypten zugleich die Herrschaft über den Suez-Kanal, der ursprünglich« gegen den Wil­ len der Engländer als Verbindungsweg zweier Weltmeere geschaffen wurde, bedeutet, das hat man in dem weltherrschafttüsternen London nur zu bald eingesehen. Darum mußte der Khedive von Aegypten Englands starke Hand spüren. Sie lastete bereits statt aus Tewsik, dem Vater Wbas II. Hilmi. Er war erst achtzehn Jahre, als er diesem aus dem« Throne folgte. Wer trotz seiner Jugend erkannte er, daß die Eng­ länder alles "weniger als das wahre Wohl seines fruchtbaren Landes wollten. Gewiß sorgten sie durch! großartige Einrichtungen für eine regelmäßige Bewässerung des Nillandes, förderten seine Baumwollenkultur. Vielleicht wurde auch. hier und da die Lage d»er armen Fellachen gebessert. Aber im großen und gan­ zen wurde Aegypten als eine Kolomie ange*) sehen, die nur um Englands willen da war. Ter jugendliche Khedive, der nicht gegen ein Volk herrschen wollte, mußte sich einen Mini­ sterpräsidenten nach Englands Wahl gefallen lassen, mußte einen englischen Beirat in seinem Ministerium des Innern aufnehmen. Ein eige­ ner Gerichtshof wurde zur Aburteilung der Vergehen geschaffen, die sich Eingeborene ge­ gen englische Offiziere und Soldaten zuschul­ den kommen lassen sollten. Im ägyptischen Sudan, den General Kitchener nach blutiger | Unterwerfung der Derwische zurückerobert hat­ te, war er nur dem Namen nAtzj noch Herrscher. Lord Cronver regierte und entschied hier, wie es Einzig und atiefn Englands Interesse gebot. In Europa, wo man zufrieden war, daß die ägyptischen Gläubiger einigermaßen SefrieI digt wurden, war man kurzsichtig genug, von I dieser Ordnung der Verhältnisse befriedigt zu 8 sein. Tie Türkei, außen von Feinden unt=x layert, die nur ans den nahen Tod des "kran­ ken Mannes" warteten, im Innern durch Gä­ rungen und blutig untsvdrückte Ausstände ge­ schwächt, konnte und wollte nicht eingreifen» um ihre wohlerworbenen Rechte auf Aegypten zu wahren. Ta blieb AP bas II. Hilmi Pascha nichts weiter übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Nur jo rettete er die Veraiinftigungen, die ihm die Briten, um ihrer Okkupation ein rechtliches Mäntelchen umzu­ hängen, noch! gönnten. Inzwischen erwachte in Aegypten immer «ich» das nationale Bewußt­ sein, sühlftm gerade die intelligenten Kresse die englische Bedrückung und Aussaüguug. Man­ cher dieser Zungägypter fühlte sich in Kairo und Alexandria vpv den Schergen der briti­ schen Hegierung nicht sicher, von der Schweiz, von Frankreich ans, das ja nicht immer — vom Revanchegedanten verblendet — das Blut ────────── Letzte Posten. Stern® U-B»otserfolge. WTB. Berlin, bten 25. Juli. (Amtlich) Von unseren U-Booten im Mittelmeer wur­ den wieder 13000 BrM^-T. versenkt. Eiet Chef des Admiralstabs der Wrrine. Mormychisteuko ttgeefe in der Ukraine. ' Kiew, 25. Juli. Ter Monarchistentongreß in Kiew, an dem viele Führer der Rechten aus Gvoßrußland teilnahmen, ist beendet. Tie Mehrheit verlangt die Mnfühirung der abso­ luten Monarchie oder die Militärdiktatur in Mußland. Mt Rücksicht auf die Opposition der Rechten, Oktvbristen und Nationalisten, die für die konstttutionelle Monarchie eintreten, wurde eine Entschließung angenommen, die für Rußland eine Staatsordnung,"Ivie vor der Fe­ bruarrevolution verlangt. . Abreift Ar. HeffftrWs »ach. Moskau. TB erlin, 25. Juli. Wie der "Lok.-Anz." erfährt, wird der neu ernannte deutsche Bot­ schafter in Moskau die Reift heute Vormittag antreten. Er wird begleitet von dem Bot­ schaftsrat der Moskauer Gesandtschaft, Grasen Bappewitz, der seinerzeit die Leiche des Gra­ fen Mirbach nach Teutschland übergeführt hatt«. Reue englische Kviegskredite. London, 25. Juli. (Reuter.) Bonar Law teilte dem Unterlaufe mit, daß eine neue Kreditvvrlage eingebracht würde. Zugleich totrb auch eine Erklärung über die militärisch» La­ ge abgegeben werden. AmerikaniMe »Freiheit". ” t Gens, 25. Juli. Wie die "Times" aus Washington meldet, ist der Herausgeber der im Staate Mssifftppi erscheinenden deutschen Tageszeitung wegen. Verletzung des Spionagegesetzes zu 10 Jahren Gefängnis und 2500 Francs Geldstrafe verurteilt worden. Ter Name des Verurteilten wird nicht genannt. Streik der englische« M«itio«sar-eibtt. . Amsterdam, 25. Juki. Unter den eng­ lischen Munitionsarbeitern scheint ein großer Streik ausaeb rochen zu sein, denn der Lon­ doner Berichterstatter des "Allgemeen Han­ delsblad" matbet, das Kriegskabinett habe be­ schlossen, für die Tienfipftichtigen vom Mon­ tag ab die Befteinng vom Miütärdrenste «ms-, zuheben, wenn der Streik nicht aufböten svllte. ────────── Inserate. ────────── in der Marine 4562, bei dem Sanitäts- und Veterinärkorps 1053, bei der Feldgeistlichkeit 84, bei dem Jntendanturpersonal 472 und bei der Feldpost' 26 Ritter der ersten Klasse des Eisernen Kreuzes. Zwangswirtschaft für Obst und Gemüse. In einer Besprechung mit Pressevertretern teil­ te der Vorsitzende der Reichsstelle für Obst und Gemüse Oberregierungsrat von Tilly mit, daß auch! im kommenden'Herbst Obst und Ge­ müse der Zwangswirtschast unterliegen wer-, den, die sich! im Vorjahre gut bewährt habe, Ter Sommer habe erwiesen, daß durchs Lie­ serungsverträge den Marmeladefabriken, die für, die Versorgung von Aufftrichmitteln von größ­ ter Wichtigkeit seien, ßicht die genügende Wen­ ge Obst zu sichern sei. Man müsse mit der Ernte um so vorsichtiger sein, als sie schlecht ausfallen iverde und man nur auf etwa 20 Millionen Zentner rechnen könne. Tie Zivil­ bevölkerung werde unter diesen Umständen aüf frisches Obst fast ganz verzichten müssen. Tafel­ obst dagegen werde voraussichtlich, auf den Markt kommen. Von Gemüse sollen die durch. Lieferungsverträge nicht gebundenen Wengen zur Abgabebeschränkung zwangsweise erfaßt iverden. Die Lieferungsverträge selbst sol­ len stehen bleiben. ' > , UkrvamMje Ingenieure in Königsberg. Tie Handelskammer zu Königsberg empfing den Be­ such! eiyer technischen Kommission aus der Ukraine. Es wurde über die Möglichkeit ei­ ner Schiffahrtsstraße vom Schwarzen Meer bis bis zur Ostsee beraten. Tas Eiserne Kreuz. Tire Zahl der mit der zweiten Klasse ausgezeichneten Krieger geht in die Hunderttausende, und aiMjgi die Zahl derjenigen, denen als weitere Amszeichnung die erste Klasse verliehen worden uft, beträgt schon über 80 000. Darunter tragen außer 153 fürstlichen Truppenführern, 967 Genera­ len und 26 hohen Staatswürdenträgern es ; noch! 51386 Stabs- und Subalternofsiziere. Von den Angehörigen des Unteroffizierstandes sinij im Besitze beider Klassen 12 645, wogegen es 4068 Mannschaften und 645 Militärpersonen, deren Dienstgrad sich! vorläufig noch nicht ge­ nau feststellen Atzt, verliehen ist. Anher diesen Genannten sind bei den Luststreitkräften 3934, Tages-Uebersicht. ────────── Vaterlandsliebe bekundet sich durch Opfersinn. Ein Außeres Zeiche» ist die Gsldabgabe an di« Goldankanfsstelle. 1 Bayer. Vereinsbankfiliale Landshut . . (Neustadt 514). ────────── Niederbayerische Nachrichten. ' ' Regen, 24. Juli. (Tie Neuwahl) eines Landtagsabgeordneten im Wahlkreise Regen, die ins . der Beförderung desAbg.Rauch notwen­ dig ist, wurde auf den 22. September festge-l setzt. Zum Wahlkommissär wurde der Vor­ stand des K. Bezirksamts Regen, K. Regie-! rungsrat Tr. Schmitt ernannt. ────────── Lokales. Landrhut, den 26 Juli —* Ei nem Schlaganfall erlag heute Nacht der Privatier und frühere Metzgermeister Herr Adam Gnatz von hier. Ter Verblichene der im 73. Lebensjahre stand, ist in der hie­ sigen Geschäftswelt eine wohlbekannte und ge­ schätzte Person. Vor mehr als 15 Jahren zog er sich, nach einem arbeitsreichen Leben in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Ein Sohn und zwei Töchter in angesehenen Leoensstel-, Umgen beweinen den Tod des stets treubesorg­ ten Vaters, r ( —* Für die Unterstützung der Fa­ milien von Kriegsteilnehmern wurden bis jetzt in unserer Stadt 1756132.81 Mark ausgege­ ben. Rückersttattet tottrben bis jetzt 377 773.01 Mark, sodast noch eine Forderung an das Reich, mit 1 378 359.70 Mark besteht. —* Die Spezialkassentageb ü'ch',or der städt. Kassen für Monat Juni weisen für den Schluß dieses Monats ein Guthaben bei der K. Filialbank mit 297 645.03 Mark aus gegen 399086.47 Mark tm Vormonat. Ter Betriebsfond der städt. Sparkasse betrug 1475 036^62 Mark gegen 1497 39)3.46 Mark im Monat Mai. Von der Stadthauptkasse wur­ den in Anspruch! genommen 1177 391.54 Mk. gegen (1098 306J99 Mark tm Mai. Tas Gut­ haben der Stadt bei der K. Filialbank hat sich somit um co. 100 000 Mark verringert. Tie Einzahlungen auf die Gemeindeumlage sind in diesem Berichte noch nicht berücksichtigt. —* Die Abrech nung des Kommunalverbandes für den Monat Juni weist bei 64 931.42 Mark Einnahmen und 84 605.37 Mark Ausgaben eine Mehrausgabe von 19 673 Mark 95 Pfg. aus. Tiefer rechnerische Mo­ natsausweis ergibt jedoch kein Gesamtbild der finanziellen Lage des Kommunalverbandes, der tatsächlich mit einem Ueberschuß im heurigen Jahre rechnen kann. —* Ter städt. Kartoiffelverk,a'u'tz schließt bis Monat Juni bet 419 815 Mark Ein­ nahmen und 496 51,9(3.02 Mark Ausgaben mit einer Mehrausgabe von 76 74(7.04 Mark ab. Tie Endabrechnung des heurigen Betriebsjahres wird aber noch! eine bedeutende Minderung dieses Betrages ergeben, wenn auch, dieser wich­ tige Teil des Betriebes des Kommunalverban­ des mit einem Minderergebnts rechnen muß, der aus den Ueberschüssen der anderen Be­ triebe gedeckt werden muß. —* Jletschverforgung. Für die kom­ mende Woche gelangt der volle Anteil zur Ab­ gabe. > , —* Ein schwarzgesch lach tetes Kalb wurde gestern in einer hiesigen Wirtschaft be­ schlagnahmt und das Frisch dem Schlachthofe zugeführt. —* Dem Schlafkollegen stähl gestern nachts ein in einer hiesigen Wirtschaft übernach­ tender Tnrchveisender einen Geldbetrag von 600 Mark. Dem Täter ist man auf der Spur. —*Der he utige Viktualienmarkt war mittelmäßig bestellt. In der Hauptsache standen lebendes Geflügel und Waldschwämme aller Art zum Verkaufe und fanden auch! leb­ hafte Abnahme. Ter Kaninchenmarkt war gut beschickt und es entwickelte sich auch hier ein reges Kaufsgeschäft. Wenige Heidel- und Himbeeren, Blumen und Gemüsepflanzen und einige Gebrauchsartikel vervollständigten den Bestand des Marktes. ────────── 25. Sitzung des Stadtmagistrats Landshut Vorsitzender: Herr 9)«r!)f?rot Ambros. Areitag, 19. Juli 1918. - Wohnungskvnfens wurde demSchwaiger Porr Schwestergasse nunmehr auch für die zweite umgebaute Wohnung erteilt. Beschwerde legten die B. E. W. gegen die Festsetzung der Baulinie an der Bauhofstraße ein. Tie Zuschrift betonte, daß anläßlich des Umbaues der Kellnerschien Brauerei eine Berbreiteruneg der Straße ins Auge gefaßt werden sollte, die dem zu erwartenden gesteigert ten Verkehr durchs ihre eigene Fabrikerweite-I xung und die künftige neue JsarbrüÄe entspre­ chen würde. Das Stadtbauamt erklärte hiezu, datz, tzu einer Verbreiterung von 15 Meter (t^e vorgesehen) 'auf 18 Meter keine Veran­ lassung bestehe. Eine solche wäre allch städte­ baulich! nhht zu begrüßen. Zudem seien die B. E. W. bei dem Baugesuche Kellner nicht ein­ spruchsberechtigt. Gegen die Festsetzung des Jahresar­ beitsverdienstes von Hofgartenaugestellten durch die Bayer. Landesversicherung wird Einspruch nicht erhoben. -Furore Ben achrichtigung beiNichtsnnktionieren der Feuermeldestellen wird künf­ tig von der Post der 'Betrag von 20 auf 25 Pfennig erhöht. Wird zur Kenntnis genom­ men. ────────── Dienstesnachrichten. Finanzdienst. In etatsm. Eigenschaft er­ nannt wurde der gepr. Geometer Guido Steingatz, verwendet im Regierungsbezirk Oberfran­ ken, zum Bezirksgeometer bei dem Messung^amte Mrtterfels. ────────── Städtische Schwimmschule. 26. 3«R 1918. 82 a H e t 18 Grad C. Last 19 . Grad C. ────────── wage ich zu prophezeien, daß sich Sir Ed­ ward Garfon hierdurch nicht abhalten lassen wird, an die Orangeleute am 12. Juli eine Rede zu richten. Es bleibt nur noch ührig, daß eine Bekanntmachjung erlassen wird, durch die die gesamte irische Nation als eine unge­ setzliche Versammlung erklärt wird! Das Eigen­ artige cm dieser Bekanntmachung ist, "daß sie uns r tnit prächtigem Stoff für unsere inter­ nationale Propaganda versieht, sonst aber gänzIlchi zwesn» T|t. Man kann nicht heutzutage ein ganzes Volk wirksam niederdrücken. Man kann mich Wohl daran hindern, eine ©intv Feiner-Versammlung zu besuchen, aber mich nicht davor zurückhalten, Ineine Kinder zu leh­ ren, gute Sinn-Feiner zu sein. Ich! sage daher: Unterdrückt, soviel Ihr Lust habt! Füllt die Kerker mit uns! Und erlaßt nach Herzenslust Bekanntmachungen. Tie irische Frage wird trotzdem bestehen bleiben. Und wenn Eure Balfours und Cecils vor der Friedenskonferenz Teutschland und Oesterreich anklagen und er­ klären, daß "keine wirkliche Kultur, keine na­ tionale Existenz aus Unterdrückung und Unter­ jochung von Nationen, die mit Recht nach Freiheit streben", ausgebaut werden kann, so ist es nur nötig, daß jemand "Irland" dazwi-> schenruft. Tie gesamte Versammlung wird dann in Hohngelächter ausbrechen. Ich ver­ bleibe usw. " Louis I. Walsh Co. Englische Rcgierungssorgen. Nach dem Rotterdamschen Courant schreibt der Londoner Korrespondent des Manchester Guardian": Tie irischen Nationalisten, die am TienZtag nach Westminster zurückgekehrt sind, haben die Absicht, eine eil»- bis zweitägige Tebatte über die Lage in Irland zu fordern. Sie nehmen natürlich! eine unversöhnliche op­ positionelle Haltung gegen die Regierung in Tebatten ein, die nichts mit Irland zu tun ha­ ben. Werden sie 'teilnehmen, so haben sie die Absicht, die Liberalen, die eine Tebatte über die Reform in Indien noch vor den Sommer-, ferien verlangen, zu unterstützen. Demselben Korrespondenten zufolge wird vielfach! angenommen, daß Roberts ein oder zwei andere Minister aus der Arbeiterpartei nach, dem Beispiel von Hodge, der seinen Arestritt aus der Arbeiterpartei ankündiigte fol­ gen werden. Hodge versucht, die Gewerkschaft der Eisenschmelzer, zu der er gehört, tzur Lostrennung von der Arbeiterpartei zu bewegen; man glaubt aber nicht, daß es ihm gelingen wird. i Große Erregung im englische« Unterhause. WTB. Amsterdam, 25. Juli. "Allgemeen Handelsblad" zusvlge kam vorgestern abends im englischen Unterhause der 'Sozialist John Burnes, der gewöhnlich! nicht redet, in einen Konflikt mit dem Sprecher wegen der Northclissepresfe. Ter Zwischenfall hatte eine große Erregung im Hause zur Folge. BurneS sagte u. a., daß die gelbe Presse, an der Spitze die "Times", "Daily Mail" und "Eoening Stern» \ aus Blättern bestehe, die, wie er bereits vor Jahren ausführte, 'Eigentum von Lumpen seien, von Schurken herausgegeben und von Starren gelesen werde. Ter Sprecher fragte, ob Burnes Lord Storthcliffe meine. Buvnes antwortete, er wiederhole sej-ne Erklärungen, die er vor Jahren abgegeben habe, sie würden durch, die Ereigniss« der letzten Zeit bestätigt. Ter Sprecher verlangte, daß Burnes seine Wor­ te zurücknehme. Nach! einer lange« Diskussion fand sich BurneS schließlich dazu bereit. ────────── Bauern, helft die Schleichhändler bekämpft«! Tut es in Euerem eigenen Interesse. Tier Schleichhandel gefährdet die Volkseruäh. rang. — Bauern, liefert ihm nichts mehr!