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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-07-30"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 205</biblScope>
          <date when="1918-07-30">1918-07-30</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Verkürzung unserer Westfront.</p>
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          <p>Schwere feindliche Angriffe gescheitert. — Heftige Kämpfe in Albanien. — Die amerika­ nischen Verluste. - Der österreichische Ministerpräsident über die Lage — Der türkische Botschafter in Berlin gestorben.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Be rlin, 29. Juli 1918, mittags. Trotzes Hauptquartier: Westliches Krie8SsM««-ln4. Heeresgruppe des G«neratte1drrmrschal1s Kronprtn» Rupprecht von Bayer«. Bei Angriffen, die der Engländer nörd­ lich! der Lys, nördlich der Scarpe und in brei-&gt; terer Front auf dem Norduser der Somme führte, wurde er abgewiesen. Heeresgruppe des dcurfchen Kronprinzen. An dem Kampfabschnitt südlich der Aisne ruhiger Vormittag. Am Nachmittag wurden nördlich, von Villers Montoire Teilangrisse des Feindes, denen heftiger^Artilleriekampf voraus­ ging, im Gegenstoß abgewiesen. In der Nacht vom 26. zum 27. Juli haben wir etwa zwi­ schen Ourcq und Ardre unsere vorderes Kampflgelände planmäßig geräumt und die Verteidig gung in die Gegend von Fere en Tardenois— Villers en Tardenois verlegt. Tem Gegner blieb unsere Bewegung verborgen. Am 27. Juli lag noch das Feuer seiner Artillerie auf unseren alten Linien. Nachhuten verhinderten seine erst am Nachmittag zögernd vorfühlenden Truppen an kampfloser Besitznahme des von uns ausgegebenen Geländes. Gestern versuchte die feindliche Infanterie unter starkem Feuer schutz an unsere neue Linie sich heranzuarbeiten. Schwache, im Vorgelände gelassene Ab­ teilungen empfingen den Feind auf nahe Ent­ fernung mit Gewehr- und Maschinengewehrs feuer und fügten ihm empfindliche Verluste zu. Auch, die feit bem Tage vorher eingerichtete Artillerie und Schlachtslieger fanden in an­ marschierenden Kolonnen und Panzerwageir des Feindes lohnende Ziele. Vor stärkeren Angrif­ fen des Gegners bei und südöstlich. von Fere en Tardenois wich unsere Vorseldbesatzung nach Erledigung ihrer Aufgabe befehlsgemäß auf ihre Linie zurück. Tie mehrfach wiederholten Angriffe des Feindes führten zu heftigen Kämpsen, die mit^Zurückwurs des Gegners'endigten. Hierbei haben sich! uitter Führung des Generals Pachelin oft- und westpreußische Regimenter. die schon auf den Höhen nordwestlich von Ehateau Thierry und seit Beginn der Schlacht täglich mehrfachen Ansturm französischer und amerikanischer Divisionen zum Schei­ tern krachten, auch gestern wieder besonders hervorgetan. Leutnant Löwenhardt errang seinen 45. Lustsieg. X i 3-v : WTB. Berlin, den 29. Juli. Amtlicher Aüendberiicht: An unseren neuen Linien westlich von Fere en Tardenois scheiterten schwere Angriffe des FeindeH blüttg. ! | l ,, \JJJ LJJJ</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. Reue U-Bo»rSerf»lge. WTB. Berlin, den 28. IM. Amtlich. Im Kanal wurden 21000 Tonnen versenkt.</p>
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          <p>Der österr.-ung. Bericht. WTB. Wien, den 29. Juli, mittags. — Amtlich wird gemeldet: An der italienischen Front Geschützkampf und Geplänkel. In Albanien wurde der durch unsere Vor­ stöße ausgelöste Gegendruck des Feindes stär­ ker. Unsere Stellungen im Semirü-lKnie wa­ ren fünfmal das Ziel heftiger Angriffe, die dank der tapferen.S^tuns* der von der Ar­ tillerie trefflich unGrstutzleu Verteidiger durch-. Wegs blutig zusammenbrachen. Auch im Ge­ birge von Mali Siloves griff der Feiztd vierbtiais vergebens an. Er wurde zunn Teil durch Feuer, zum Teil im Gegenstoß zzurückgeträebett. Chek des Gemeralstabs. Set tirMföe Bericht. Konstantinvpel, 28. Juli. Amtlicher Bericht: ' 1 Palästinafvont: Beiderseitige ArtillerieKämpfe von geringer Stärke und rege Flieger­ schutz an unsere neue Linie sich heranzuarbei-? tätigkeit. Eine starke feindliche Aufklärungs-.</p>
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          <p>Der türkische Bericht. Konstantinopel, 28. Juli. Amtlicher Bericht: ' 1 Palästinafvont: Beiderseitige ArtillerieKämpfe von geringer Stärke und rege Flieger­ tätigkeit. Eine starke feindliche Aufklärungs-. abteilung wurde gestern nachts östlich derSttaße Jerusalem—Nablus vertrieben. Neue Kämpfe um Maan und die Bahnlinie nördlich, davon führten am 26. Juli wiederum zu einem stol­ zen Erfolg unserer Waffen. Eine mehrere tau­ fend Mann zählende, von den Engländern mit vielen Geschützen und Maschinengewehren aus­ gerüstete Rebellenbande verblutete unter per­ sönlicher Führung ihrer Stammesoberhäupter in vergeblichen, vom frühen Morgen bis zum späten Abend anhalrenden Angriffen. Unsere tapferen Besatzungen schlugen alle Angriffe ab. Bei Dschardun faßten unsere Verstärkungen den Angreifer von Norden und Süden und schlugen ihn in regellose Flucht. Viele tote Rebellen bedecken das Schlachtfeld. Unsere Flieger grifsen westlich, von Maan ein großes feindliches Truppenlager mit zahlreichen Bomlen undMaschinengewehren an. Tie WiedcrvettvenSnng zurückgekehrter Gefangener. Man trifft häufig noch auf Menschen, die sich. darüber wundern, daß die aus russischer . und rumänischer Gefangenschaft Zurückgekehr-* ten wieder im Frontdienst Verwendung finden, während die von Frankreich oder England Aus­ getauschten nur mehr im Hinterlande beschäf­ tigt werden. Zwischen Reiben Kategorien be­ steht ein grundlegender Unterschied. Tiejenigen Gefangenen, die jetzt aus Rußland oder Rumä­ nien heimkehren^ kommen aus Säubern, mit denen wir Frieden haben. Sie gleichen mithin in gewisser Weise solchen, die etwa aus neu­ tralen Ländern erst jetzt Gelegenheit haben, in die Heimat zu kommen und hier ihrer Dienstpslicht zu genügen. Tie Ausgetauschten aus Frankreich und England dagegen kommen aus Ländern, mit denen wir im Kriege liegen. Ihre Heimkehr ist ja nur dadurch möglich gemacht, .daß wir die bindende Verpflichtung oüf uns nehmen muß? ten, sie nicht wieder gegen den Feind, der sie herausgibt, zu verwenden. Man hüte sich. also wohl, einen Vergleich, zu ziehen, der gar nicht gezogen werden kann! Tie aus Rüßland heim-kehrenden Gefangenen sind durchs den Friedens­ schluß, den das Schwert ihrer Brüder herbei-, geführt hat, befreit worden, ©ollen die un­ glücklichen Kriegsgefangenen, die schon so lange in England oder Frankreich! schmachten und zu deren Austausch! die Gegner nur unter der besagten Bedingung sich! bereit erklärten, noch länger in der qualvollen französischen oder englischen Gefangenschaft auszuharren gezwunf gen werden, bloß damit jene keine Veranlassung zum Neide hätten? Tas wäre eine Ungerechttgkeit und Hartherzigkeit, die des deutschen Na­ mens unwürdig sein müßte! Bm «rittet MegsWuM. ! EntscheidungMinpfc? Genf, den 29. Juli. Tas Jvurnal de Geneve schreibt: Tie gegenwärtige Rückwärts^bewegung der Armee des Kronprinzen an der Vesle sei nur Fortsetzung und logische Folge der Lage und könnte nicht als neuer Sieg angesehen werden. Tie meisten Zeitungen erwarten einen Heuen, gewaltigen Zusammenprall aus der Ebe­ ne des Tardenois, der vielleicht von einem gleichzeitigen deutschen Vorstoß auf einem an-, deren Abschnitt begleitet fein werde. — Im Berner Bund schreibt Stegemann: Tie Schlacht dauert fort, die Operationen häufen und meh­ ren sich, der Entscheidungsfeldzug ist im Gange. — In einem Artikel "Wachsamkeit tut not", warnt General Verraux im Oeuvre, in der allgemeinen Freude, die Kaltblütigkeit nicht zu verlieren. Er erinnert an die Ereignisse von Mühlhausen bei Kriegsüeginn. Seien wir wachsam!, ruft der General und vergessen wir nicht, daß der deutsche Generalstab Reserven be­ sitzt, die noch nicht in Aktion getreten sind. Tie britischen Truppen könnten jetzt an keine Offensive denken. 'Tie Beschießung Belforts. Ter Lyoner Nouvelliste veröffentlicht eine Statistik über die Beschießung von Belsort. Seit Kriegsbeginn gab es in Belsort 507 Flie­ geralarme ohne Bombenwurf, 103 Bombardie­ rungen durch. Flieger, 2 durch Zeppeline. Au­ ßerdem sei die Stadt an 11 Tagen durch ein weittragendes deutsches Geschütz beschossen wor­ den. .!</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. denen wir Frieden haben. Sie gleichen mithin in gewisser Weise solchen, die etwa aus neu­ tralen Ländern erst jetzt Gelegenheit haben, in die Heimat zu kommen und hier ihrer Dienstpslicht zu genügen. Tie Ausgetauschten aus Frankreich und England dagegen kommen aus Ländern, mit denen wir im Kriege liegen. Ihre Heimkehr ist ja nur dadurch möglich gemacht, .daß wir die bindende Verpflichtung oüf uns nehmen muß? ten, sie nicht wieder gegen den Feind, der sie herausgibt, zu verwenden. Man hüte sich. also wohl, einen Vergleich, zu ziehen, der gar nicht gezogen werden kann! Tie aus Rüßland heim-kehrenden Gefangenen sind durchs den Friedens­ schluß, den das Schwert ihrer Brüder herbei-, geführt hat, befreit worden, ©ollen die un­ glücklichen Kriegsgefangenen, die schon so lange in England oder Frankreich! schmachten und zu deren Austausch! die Gegner nur unter der besagten Bedingung sich! bereit erklärten, noch länger in der qualvollen französischen oder englischen Gefangenschaft auszuharren gezwunf gen werden, bloß damit jene keine Veranlassung zum Neide hätten? Tas wäre eine Ungerechttgkeit und Hartherzigkeit, die des deutschen Na­ mens unwürdig sein müßte! Bm «rittet MegsWuM. ! EntscheidungMinpfc? Genf, den 29. Juli. Tas Jvurnal de Geneve schreibt: Tie gegenwärtige Rückwärts^bewegung der Armee des Kronprinzen an der Vesle sei nur Fortsetzung und logische Folge der Lage und könnte nicht als neuer Sieg angesehen werden. Tie meisten Zeitungen erwarten einen Heuen, gewaltigen Zusammenprall aus der Ebe­ ne des Tardenois, der vielleicht von einem gleichzeitigen deutschen Vorstoß auf einem an-, deren Abschnitt begleitet fein werde. — Im Berner Bund schreibt Stegemann: Tie Schlacht dauert fort, die Operationen häufen und meh­ ren sich, der Entscheidungsfeldzug ist im Gange. — In einem Artikel "Wachsamkeit tut not", warnt General Verraux im Oeuvre, in der allgemeinen Freude, die Kaltblütigkeit nicht zu verlieren. Er erinnert an die Ereignisse von Mühlhausen bei Kriegsüeginn. Seien wir wachsam!, ruft der General und vergessen wir nicht, daß der deutsche Generalstab Reserven be­ sitzt, die noch nicht in Aktion getreten sind. Tie britischen Truppen könnten jetzt an keine Offensive denken. 'Tie Beschießung Belforts. Ter Lyoner Nouvelliste veröffentlicht eine Statistik über die Beschießung von Belsort. Seit Kriegsbeginn gab es in Belsort 507 Flie­ geralarme ohne Bombenwurf, 103 Bombardie­ rungen durch. Flieger, 2 durch Zeppeline. Au­ ßerdem sei die Stadt an 11 Tagen durch ein weittragendes deutsches Geschütz beschossen wor­ den. .!</p>
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          <p>Aus Rußland. Jtnfimft Helfferichs in Moskau. Mos kau, 28. Juli. Ter neue deutsch« ®efslnbte T-r. Helfferich, ist in Moskau ein­ getroffen und hat die diplomatisch« Vertre­ tung übernommen. Rückkehr der französischen Militärmission nachj Rußland. Stockho lm, 29. Juli. Wie aus sicherer Quelle bekannt wird, haben mehrere zur Zeit in Frankreich! weilende Mitglieder der ehema­ ligen französischen Militärmission in Rußland born französischen Kriegsministerium dieWeisung erhalten, sich! zur Rückkehr nach Rußland bereit zu halten. Tie genannten Offiziere haben sich bis 30. Juli in London zu versammeln um dann von einem nordschottischen Hafen aus nach Murman zu fahren. Man glaubt annehEn M dürfen, daß dre Ausfahrt aus dem brrtlfchen Kreuzer "Fearles" erfolgen wird, des- * y sen Endbestimmungsort Archangelsk sein dürste. ‘ Tie Ostaktion der Entente. Ter "Carriere della Sera" erklärt, die seit langem ersehnte Verständigung zwischen Japan und den Vereinigten Staaten sei nun endlich nach langen und schwierigen Verhandlungen zustande gekommen. Vielfach! habe man den Zwiespalt der Interessen der beiden Länder sür unüberbrückbar gehalten. Einen großen Anteil an den Schwierigkeiten hatten die demo!kratischen Skrupeln Wilsons, aber die unertoartet lange Tauer des WeAkrieges habe schließlich doch beigetragen, alle ferneren Bedenken zu zerstreuen. Carriere della Sera glaubt nicht, daß die militärische Unternehmung mit einer besonders großen Krastam strengung von Seiten des Vieloerbandes ge­ führt werden könne, jedenfalls mit einer we­ sentlich! geringeren als wenn die Verständigung schon vor längerer Zeit erfolgt wäre. Rnssisjche Minister vor Gericht. Ter Cvrriere della Sera erfährt aus Lon­ don: Nachrichten aus Moskau zufolge haben die Gerichtsverhandlungen gegen die Exmini­ ster Protopopow und Maläkow begonnen. Alle gegenwärtig in Gefangenschaft in Petersburg befindlichen früheren Minister der zaristischen Regierung werden zur Aburteilung nach Moskau gebracht. Verhaftung von Polen in Rußland. Stockholm, 29. Juli. Graf Szembeck,Be­ vollmächtigter des polnischen Bürgerkomitees und Graf Komorowski wurden auf Anordnung des Volkskommissariats in Smolensk verhaft tet. Sie werden beschuldigt, zu unzulässigen Ueberpreisen Nahrungsmittel sür Flüchtlinge erworben zu haben.</p>
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          <p>Deutschlands Kraft ist unerschüttert. In der "Jdea Nazionale" (Rom) vom 20. Juli schreibt Bvrghetti tu einem Artikel über die militärische Lage: Deutschland ist seit Kriegs­ beginn immer ein großartiges Beispiel staat­ licher Organisation, besonders in militärischer Hinsicht, ein einziger Energie-Brennpunkt, von einem einzigen Willen beherrscht, und aus diei«r eisernen Einheit hat es den Schwung herge­ leitet, der seit vier Jahren seine Heere im» mer zum Siege führte. Tiefer war nur die lo­ gische Wirkung des zwischen der moralischen und kriegerischen Vorbereitung bestehenden Zu­ sammenhanges. Kein ernstliches Zeichen tut uns bis jetzt dar, daß dieser Zusammenhang be­ droht sei. Teutschland ist fest und machtvoll geblieben, wie es war. ' ITiese Zugeständnisse könnten int Munde eines so ausgesprochenen deutschfeindlichen Hetzvrgans wie der "Jdea Nazionale" überraschen; zweifellos verbindet das Blatt aber mit seiner Offenherzigkeit die Nebenabsicht, die Wanskelmüttgen "in den eigenen Reihen mit dem Hin-, weis auf die Entschlossenheit und militärische Tatkraft des Gegners zu beschämen und auf­ zurütteln. Red.) Der Krieg mit Italien.</p>
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          <p>Aus Rumänien. Bratianus Schuld. Aus Bukarest wird gemeldet: Ter parla­ mentarische Untersuchungsausschuß, der mit den Erhebungen über das Gebühren der unter An­ klage gestellten Mitglieder des früheren Mini­ steriums Bratianu betraut ist, hat seine Arbei­ ten beendet. Er wird am Dienstag der Kam­ mer seinen Bericht vorlegen. Wie das Jasfyer Regierungsblatt "Jasul" mitteilt, hat der Un­ tersuchungsausschuß äußerst belastende Doku­ mente über die Tätigkeit der früheren Regier­ ung gefunden. Ter Eindruck der Parlamenta­ rier, die diese sensationellen Enthüllungen ken­ nen, ist, daß schon die bis jetzt gefundenen Schriftstücke Sie völlige Schuld der Angeklagt ten erweisen und ihre Verhaftung rechtfertigen würden. - Die Parlamentstagung wird, wie der Ministerpräsident in der Kammer erklärte. spätestens am 3. August geschlossen werden.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Englands Leutenot. Aus Newyorker Meldungen der Londoner Presse geht hervor, daß die britische Regierung sich große Mühe gibt, um von ihrem Versprechen an Amerika, die Frontverluste durch Aeuaushebungen anszusüllen, frei zu werden. Die letzten englischen Verlustlisten, die in der britischen Presse nicht mehr veröffentlicht tour« den, worden in Amerika ausgiebig perbreitet und die englische Regierung läßt durch die Zeitungskorrespondenten feststellen, daß die Er?sullung ihrer Versprechungen eine allgemeine Verwirrung in Großbritannien herbeiführen würde, weil die Hilfsquellen an Mannschaften sich! allmählich erschöpfen. Als Notmaßnahme werden jetzt die noch. in Amerika befindlichen Briten unter die Fahnen gerufen. Eine englische Stimme gegen die Annexion der deutschen Kolonien. Zu dem allgemeinen annexionswütigen Chorus i'er englischen Presse stehen folgende Ausführungen Wes "Manchester Guardian" vom 13. Juli tn arusgesprvchenem Gegensatz: Es ist Wohl unzweifelhaft, daß der Versuch!, eine Macht wie Deutschland von der Kolonisation auszuschließen, nicht der Weg zu einem festen Frieden ist. Das Dilemma ist eins der vielen, die die Notwendigkeit der Errichtung einer Liga der Nationen kordern, eine Liga, die eine gewisse Oberaufsicht über umstrittene Län­ dereien führt, umd Mittel in der Hand hat, die Bewaffnung der: einheimischen Bevölkerung ein­ zuschränken. Wir schulden dies unseren Tvminien, die uns so trefflich, zur Seite gestern» den und verhindert haben, da ßTeutschland seinen Militarismus über See trägt. Tie Streikbewegung in England. Nach einer Reutermeldung haben .Ver­ sammlungen in einigen Munitionsbezirken be­ schlossen, am Dienstag in den Streik einzu­ treten, während sich andere dafür entschieden die Arbeit nicht niederzulegen. In Coventry, wo die Streikbewegung begann, wurde be­ schlossen, die Entscheidung auf morgen zu ver­ schieben. In Birmingham hwben alle Bezirks­ komitees den Streikenden empfohlen, die Arbeit am Montag wieder aufzunehmen. Tie Ent­ scheidung über den Streik wurde dem nationa­ len Arbeiteraus schuß überlassen.</p>
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          <p>Aus Amerika. Tyrann Wilson. I Wie die Teutsche Ztg. nach amerikanischen Berichten mitteilt, warf Senator Johnson aus Kalifornien im amerikanischen Senate dem Prä­ sidenten Wilson vor, er habe die amerikani­ sche Temokratie in eine Autokratie verwan­ delt, die Presse eingeschüchtert und feige ge­ macht, Las ist ihm auch in großem Maße mit dem Kongreß gelungen. Aber Gott sei dank, gibt es im Staate noch, Männer mit demo­ kratischen Idealen und einer Leidenschaft für Freiheit trotz, einer eingeschüchterten Presse, eines verschüchterten Volkes und öines einge­ schüchterten Kongresses, die ihren Mann stellen werden, wenn es gilt, den jetzigen Kampf für die Temokratie und die Rückkehr zur Freiheit zu erkämpfen. Auch auf Wilson wird die Ge­ schichte das Wort anwenden: Er zog aus, um den preußischen Militarismus zu zerstören und er zerstörte die Temokratie und die Freiheit im eigenen Land. '• 1 Zur englisichj-nordamerikanischen Ver­ brüderung. Was einst zwischen Engländern und Nord­ amerikanern in blutigen Kämpfen ausgesochten wurde, in dem Unabhängigkeitskriege der nord­ amerikanischen Staaten gegen Englands Tyran-&gt; nei und die wilden Indianer, die im englischen Solde skalpierten, und in dem zweiten Kriege von 1812 mit der Zerstörung Washingtons und englischen Greueln, soll vergessen und vergeben sein. Winsttm Churchill, in Worten so prah­ lerisch! und rabulistisch tote Lloyd George, nann­ te auf dem englisch iamerikanischen Bruderischastssest in London ant 4. Juli 1918, am Jahrestag der nvrdamerikanischen Unabhängigkeitsevklärung von 1776, diese Erklärung "eine der großen Taten, auf denen die Freiheiten der englischen Völker beruhen". Demnach wäre die Geschichte der nvrdamerikanischen Unab-, hängigkeitskämpse eine in Teutschland erfun­ dene Legende schlimmster Art. Tenn nicht die Engländer führten nach! der verbesserten Les­ art Krieg gegen die nordamerikanischen Frei­ staaten, sondern nur ihr König, ein Teutscher, der damals auf betn 1 Thron saß. Schon wird I nach englischer Angabe in Nordamerika ein § Schulbuch geschrieben, das die wahre Geschich| te des Krieges zwischen England und den nordf amerikanischen Freistaaten von 1776 erzählt. | Ein Teutscher trägt die Schuld an "biefetn I Kriege. Tie Engländer kämpften immer nur i für die Freiheiten anderer Völker, andff 1776 | und 1812, auch, als sie die Sklavenstaaten im Bürgerkriege gegen die Nordstaaten unterstütz­ ten. Oxford, Cambridge und die Universitäten der nordamerikanischen ttnfon werden daran­ gehen, die Weltgeschichte von der Verfälschung durch die Teutschen, die Welt selbst von dem Gift der Hunnen zu befreien. Zu diesem Zwsck soll das euglischtnordamerikanische Großkapital bereits bedeutende Geldmittel in Aussicht ge» stellt haben. Wer wagt es noch, die Ehrlichkeit der englisch-uordamertkanischen Verbrüderung anzuzweifeln? (Aus ."Ter Türmer", Verlag Greiner und Pfeiffer, Stuttgart.)</p>
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          <p>der Luft restlos aufrecht, so daß unsere Er­ kundungsflieger weit in das Feindgebiet vor­ stoßen und unsere Artillerie- und Infanterie­ flieger ihre Aufträge zum größten Nutzen der auf der Erde kämpfenden Kameraden durchs führen konnten. Am 22. Juli gelang es einer Besatzung in s«hsstündigem Fluge bis westlich Paris und seineauswärts aufzuklären und wichstige Meldungen zurückzubringen. Sie voll­ brachte dt mit eine fliegerisch und militärisch gleich! hervorragende Leistung. Schlacht- und Jagdstaffeln zerstreuten mit Mafchinengewehrseuer, Bomben und Wurfmi­ nen am 16. und 17. Juli bei unserem eigenen Eingriff heranmarschierende feindliche Kolon­ nen und brachten Batteriennester auf Stunden­ lange zum Schweigen. Am 18., 20. und 22. Juli setzten sie in der neuen Abwehrschlacht eine Reihe von Tanks bei Villers-Cotterets und la Lere-Filou außer Gerecht, zerstreuten lange Infanteriekolonnen und bereitgestellte Kaval­ leriemassen. Tie Schlachtflieger bewährten sich auch im Angriffe gegen feindliche Flugzeuge. Ter Fliegerschütze Vizefeldwebel Ehmann schoß am 22. Juli seinen 9. t 10. und 11. Gegner 'ab. Gewaltig war die Tätigkeit unserer Bombenge­ schwader, die Nacht für Nacht, selbst bei Regen und Sturm die ihnen wohlbekannten militäri­ schen Zte,le hinter der feindlichen Front mit ) ihren verderbenbringenden Geschossen überI* schütteten. So wurden in der Nacht vom 18. M zum 19. Juli 72480 Kilogramm, in der Nacht vom 21. zum 22. Juli rund 24000 Kilogramm Bomben abgeworfen. Mehrere Munitionszüge und das Munitionslager bei Les Grandes Loges wurden dabei vernichtet. In schneidigen Herrlnterstößen bis auf 10 Meter Höhe gelang es einem Flugzeuge, die Verbindung Chalvns —Cpernay durch Bombduabwurs nachhaltig zu. unterbrechen. Vom 15. bis 22. Juli verloren unsere Gegner insgesamt 239 Flugzeuge, 16 Fessel­ ballone, außerdem 4 Flugzeuge durch, den Heimatlustschntz, wir dagegen 49 Flugzeuge und 41 Fesselballone. Damit sind die höchsten Ab-! *'* schußzahlen für eine Wochenfrist seit Kriegs!beginn erreicht. In innigem Zusammenwirken mit sämtlichen Erdwafsen haben die deutschen . Luftstreitkräste auch, in diesen schweren Schlacht| tagen erneut bewiesen, daß in ihnen Boelckes £ und Richthofens Geist immer wach ist und L daß siedle Kraft und den Willen besitzen, in ^ der Luft gleiche Großtaten wie ihre Kameraden auf bfc-r Erde zu vollbringen.</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Zwei Fischdampfer versenkt. Reuter meldet: Ein englischer und ein bel­ gischer Fischdanipfer find von einem Untersee­ boot versenkt worden -Ein Teil ihrer Besatz-, urigen wurde gerettet. ' '</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Eine Erhöhung der KriegAHeschjädigten« rente verfügt ein Erlaß des preußischen Kriegs­ ministeriums. Tie widerruflich! gewährten Teu­ erungszuschläge betragen danach bei einer Er­ werbsunfähigkeit von 50—60 Prozent 120 Mk. jährlich!, steigen jje um 60 Mark bis 432 Mark bei völliger Erwerbsunfähigkeit. Tie Zula­ gen gelten ab 1. Juli dieses Jahres. Nene Wechselstempelüiarken werden vom 1. August ab bei den Postanstalten verkauft, sie werden gemäß dem neuen Wechselstempelgesetz in den Werten 15, 30, 45, 60 Psg., 1.20, 1.80, 2.40, 3 Mark bis zum Höchstbetrage von 600 Mark aufgelegt. Außerdem werden noch! neue Wechselvordrucke zum Preise von 15 Psg. zum Verkauf gelangen. Tie alten Wechselmarken, die ihre Giltigkeit mit dem 1. August verlieren, können auf Antrag bei den Postanstalten 'bis zum 31. Dezember d. I. umgetauscht werden. Ter Tjeutschp Städtetag zur Brotversor­ gung. Ter Vorstand des Städtetages hat an den Staatssekretär des Kriegsernährungsamts eine Eingabe gerichtet, worin für das Wirt-, schäftsjahr 1918/19 die unverkürzte Beibehal­ tung der im vorigen Jahr gewährten Mehl­ menge für die Bevölkerung befürwortet wird. Etwa von Mitte August ab soll eine Tagesmehl-; ration von 200 Gramm, gegeben werden Ter Vorstand wünscht aber im Interesse der Be­ völkerung die Gewährung einer Ration von 220 Gramm unter Hinzurechnung der zur Mehl-, sireckung ausgegebenen Strsckungsmittel (Kar­ toffeln und Kartosfelipräparpte), also dieselbe Ration, wie sie vor der gegenwärtigen Kürzung gewesen ist. Tie im Porjahr gewährte Tages­ ration stellt das Mindestmaß dar, das für die Ernährung notwendig sei. Ferner: wird die Bitte ausgesprochen, dahin zu wirken, daß der für die menschliche Ernlährung zur Verfügung stehende Teil der Kartoffelernte auch' i.mrklich voll erfaßt werde, und daß nichjt ein erheb licher Teil durch! Versütterung oder durch Verderb verloren gehe. Ein wirksamer Schutz geg'en den nach den bisherigen Erfahrungen drohen den Verlust kann nach! Ansicht des Vorstandes nur durch! umfassende Maßnahmen für die Trocknung der Kartoffel geschaffen werden. Tie bisherigen Ergebnisse der Kartoffeltrockknung sind nicht befriedigend. Gelingt es in grtößerem Maßstabe als bisher Kartoffelwalzmehl bereit­ zustellen, dann wird dies für die Strreckung des Brotmehls und für die Beibehaltumg der bisherigen Mthlration von günstigem Einfluß fein.' I , 'j ! Rückkehr tum Gefangenen. Ter Kysshäuser-Bund (Teutscher Kriegerbund) hat bettn' Kriegsministerium angeregt, für alle Heeres-i's angehörigen, auch Löhnungsemi'pfänger, die Be-! soldung dergestalte iuheitlich' zu regeln, daß! Nachzahlung der Löhnung erfolgt. In der] Begründung heißt es, daß die heimkehrenden? Krieger, die oft den schwersten Entbehrungen und Anstrengungen ausgesetzt waren, bei ihrer Rückkehr häufig eine wirtschästliche Notlage vor­ finden, denn die Familien haben mitunter das Letzte geopfert, um den Gefangenen das Los zu erleichtern. &gt; Einer, der nicht umgelernt hat. "Nha Taglight Allehanda" (Stockholm) erfährt von einem aus Amerika zurückgekehrten schwedi-l schen Amerikaner, daß der frühere Sekretär von Fords Friedenskonferenz, Lockner, zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, weil er sich! nicht davon abhalten ließ, seine Arbeit süv den Frieden auch! in Amerika fortzusetzen. Siic Steigerung der Getreidepreise in den Vereinigten Staaten. "Journal des Tebats" entnimmt dem "Mvnthly Crop Report" eine Zusammenstellung der amerikanischen Getreidepreise in den Jahren 1914 bis 1918. Danach! betrugen die Preise in Cents für den Bushel:</p>
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          <p>s Professor Hermann Schneider, der künst­ lerische Leiter der "Fliegenden Blätter", der Sohn des Mitbegründers des weltberühmten Verlages Braun und Schneider ist im 72. Le­ bensjahre nach kurzem schweren beiden in Mün­ chen gestorben. &gt; i Versicherung des Reisegepäcks. Auf allen baher. Bahnhöfen tritt am 25. Juli eine Neu-, erung in Kraft, die es dem Reisenden ermög-, licht, sein Reisegepäck bei der Aufgabe am Ge­ päckschalter gegen Verlust Minderung und Be­ schädigung, sowie gegen Lieferfristüberschrei tung zu versichern. Tie Versicherung erfolgt bei der Europäischen Güter- und , Reisegepäcksversicherungs-A.-G. Tie Versicherung deckt den vollen entstandenen Schaden einschließlich des entgangenen Gewinnes, abgesehen von Schä­ den, die durch! ein Verschulden des Versicherten, durch die natürliche Beschaffenheit des Gutes oder durchs höhere Gewalt herbeigeführt worden ^ sind. Tie Gebühr für die Versicherung beträgt iV nach der Entfernung 50 Pfennige bis 2 M^rk, für Entfernungen über 1200 Kilometer fotm'e für Sendungen nach! den besetzten Ge­ bietet,! 3 Mark für je 1000 Mark Versicherungs­ summe.- Tie näheren Bedingungen sind aus den an den Bahnhöfen ausgehängten Bekannt­ machungen ersichtlich!. 1 1 ■ | Bon der Liult in München. Nachdem tvährend der bisherigen Kriegsdulten jedes Mu­ sizieren bei den Vergnügungen auf der Tult /verboten wach hat die Polizei den Karussel!unb Budenbesitzern nunmehr erlaubt, die Or­ geln spielen zu. lassen. So zeigt die diesmalige Zakobidult wieder das alte Gepräge. Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Die Allwördens. Roman von Fr. Lehne. (Copyright 1913 bh Greiner u. Comp-, . Berlin W. 30.) t \ . 1 (Nachdruck verboten.) 26] "Wer weiß, es käme auf den Versuch! an." "Ja, ivenn Sie einer wären ". Ta er zum Sonntag nicht den grünen Rock trug, sondern einen hellgrauen Anzug mit Mütze, konnte sie ja nicht sehen, daß er; ein Forstbeamter war. “""Unö wenn ich nun einer wäre? Dürft' ich dann wohl das Schmaltierchen sangen?" "Wenn Sie Mut und Geschtcklichteit dazu/ besäßen." Kokett legte sie den hübschen Kopf, auf die Seite und lächelte ihn an. "Doch jetzt' mutz ich! weiter! Meinen Tank für Ihre Be-' mühungen, Herr —" i i ,[ "Waldschratt." f i 1 Sie lachte und schüttelte ich t tt komischem Entsetzen. i 1 I I ' ' 1 "Nein, nein — um Gottes willen." • Er hielt ihre kleine Hand fest. 1 "Und soll ich Sie niemals wiedersehen?"» Sie sann einen Augenbliik nach!. f »Es kommt darauf &lt;m, wo Sie wohnen] — von mir aus könnte ich! es» fast jeden Tag ermöglichen." , . | »Und ich auch!" In feindn Augen leuch- j tete es freudig auf. ( »Nun also. Tann wollen wir es dem Zufall überlassen." "Mit diesem Bescheid fatipt ich mich aber nicht zufrieden geben." "Sie müssen es trotzdem-' Wenn Sie hier/ wohnen, werde ich nächstens tote das Mädchenaus der Fremde vor Ihnen auftauchen." "Tann lassen Sie mich aber nicht allzu lange darauf warten." Endlich merkte sie, daß er ihre Hand noch /, immer hielt. Sie riß sie vniitenb aus der sei ff, jnen und schwang sich auf ihr Rad. j »All Heil!" rief er. stand, und sah ihrf Sie wandte sich nach ihm um und wintteff ehe sie seinen Blicken ganz entschwand^ Das war die erste Begegnung Jutta von] Eggerts mit Erich Berger gewesen. Wie er dachte auch sie jetzt daran. Ker^ngeratde saß sie dä, hielt die Zügel fest und schaute mSt hochff mütigem Gesicht geradeaus, während ihr Vaff ter mit Förster Berger sprach'. f j ” Ah, wenn sie getourt hätte, wer heute morgen ihr Helfer gewesen war. . . . Jutta hatte geglaubt, in ihm den jungen Hellwig vom Rittergut Steinfurt vor sich, zu fthen, den sie persönlich noch nicht kannte. (Sie hatte sich schon diebisch auf das Zusammen/treffen mit ihm, aus sein verblüfftes Gesicht [gefreut, wenn er heute nachmittags mit seinem sVater nach der Oberförsterei kam. Zu duMm war alles! Aber der junge ^Förster sollte schon merken, wen er vor sich ,hatte. Diese Kühnheit von ihm, sie ein"Schmalstierchen" zu nennen. Und Erich, fühlte ihren Aerger, ihren be­ leidigten Hochmut, weil sie mit einem Unter­ gebenen ihres Vaters, wenn auch unbewußt, so vertraulich geplaudert und gescherzt hatte. rEs schmerzte und empörte ihn zu gleicher Zeit. ^Jhr Verhalten ließ ihn nicht im Zweifel. Mit iemem flüchtigen, hochmütigen Kopsneigen verabschredete sie sich, als sie weiterfuhren. Frau Berger sah ihnen nach. "Ter Oberförster ist doch immer recht nett. Aber seine Tochter — für so stolz hätte ich sie nicht gehalten: sie hat uns ja kaum beachtet! Gut, daß unsere Lore nicht mit dabei war! Ihr j\l Benehmen war ja direkt unmanierlich."</p>
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          <p>-schon durch unser Sperrfeuer niedergehalten wurde, entwickelten sich, anderwärts schwere Nahtämpse, in denen der Feind überall abge­ wiesen oder durchs Gegenstoß geworfen wurde. Dicht vor Reims im Gebiete zwischen den nörd­ lichen Vororten Bethend, und La NeuvUette ent­ wickelten sich, zwischen Patrouillen Vorseldtämpfe, während die Stadtausgänge zur Vorsorge gegen französische Angcisssabsichten unter kräf­ tiges Feuer gelegt wurden. Tie Schilderungen der verschiedensten, seit dem feindlichen Offensivstotze vom 18. bau?; «mb an den schweren Wuchsen beteiligten Truppen ergeben ein sehr klares Bild der feindlichen Kanchfdurchsühmng. Ter Feind stieß auf eine zwar nicht befestigte, sondern bewegungskriegsmätzige elastische, aber wohlbewachte Front. Er hatte seine Vorbereitungen mit großer Heimlichkeit getroffen und sich wie­ derum sehr erfinderisch, in der "Camouflage" erwiesen; außerdem hatte er den gewaltigen Worteil des Aufmarschgeländes, den ihm die dichten Wälder von Billers Cotterets boten, voll ausgenutzt. Unmittelbar nach, einem kur­ zen, furchtbaren Feuerschlage ging seine Feuer­ walze, und dicht hinter dieser gingen tiefge­ gliederte Jnfanteriemassen zwischen den Schwärmen von feuerspeienden Tanks vor­ wärts. So konnte er eines Vorfeldgelände-, erfolges sicher sein. Aber als der Angriff ge­ gen unsere Hauptverteidigungslinie prallte, stockte er, zunächst Mt zur Ueberrafchung un­ serer Verteidiger, die erst später die Erklä­ rung in den ungeheuren Menschenverlusten faiv, den, welche der Feind beim Vordringen durch das Vorfeld erlitten hatte. Von dem Beobach,-. tungsstande eines einzigen unserer Bataillone, der eine gute Einsicht in das Vorfeld bietet, konnten nach, dem Angriffe über 400 tote Fein­ de vor der Linie dieses einen Bataillons ge­ zählt werden, und schätzungsweise ist die glei­ che Anzahl an Verwundeten zurückgetragen worden ober mit eigener Kraft zurückkriechend beobachtet worden. Nachdem der erste Anprall festgefahren war, trieb der Feind wie bei seinen früheren Oftensiven dichte Kolonnen in unser Artillerie- und Maschinengewehrfeuer vor und erlitt nun erst recht riesige Menschenverluste, die sich umsomehr vergrößerten, je gewaltsa­ mer der Feind seine Angriffe gegen ihn aus Prestigegründen wichtige Puntte übersteigerte. Während sie nach, einem örtlichen Vorfeldge­ winn ohne strategische Auswirkbarkeit verkün-, den ließ, daß sie nunmehr das Gesetz des Han­ delns an sich, gerissen habe, hat die feindliche Heeresleitung nicht einmal die Freiheit des Entschlusses gefunden, der Opferung ihrer Menfchenbestände dp Einhalt zu gebieten, wo diese offensichtlich vergeblich war. Trotz seines Lerneifers hat der feindliche Generalissimus die große Kunst der Ersparung von eigenen Tmppen uns nicht nachzuahmen vermocht, trotz­ dem unsere großen diesjährigen Offensiven alle gezeigt haben, daß unsere Oberste Heeres leitung mitten aus dem glänzenden Normarfche ohne Schaden für die Gesamtoperationen da Halt zu machen versteht, wo der Gewinn nicht mehr im Verhältnis zum Einsätze an Blut stehen würde. Ich war begierig, selbst zu erfahren, wie die Aufgabe des Vorfeldes und die Räumung von Geländeteilen nach den bisherigen Vor­ märschen auf die Denkweise des schlichten Mit­ kämpfers wirken möge, und ich fand, daß er sie unter dem Gesichtspunkte betrachtet: "Wenn wir das Gelände wieder nehmen wollen, haben wir es schnell, das haben wir ja in den bisheri­ gen Offensiven gezeigt. Das Mißgeschick der Franzosen, die südlich, der Marne stundenlang mit .Hunderten von Batterien aus die Wald­ stücke und Straßen getrommelt haben, nachdem längst kein deutsches Gewehr und kein Gepäck­ wagen mehr jenseits des Flusses stand, ist von den von dort abgezogenen Truppen wie ein großes Schauspiel von den sicheren HöhensEllungen aus betrachtet worden, von denen sie dem dann endlich, und zögernd nachfolgenden Feinde einen überraschenden Empfang bereitet haben, als er bei den von uns seit vielen Stunden gesprengten Flußübergängen erschien. Wie vollkommen trotz des großen lleberraschirngsversuched und der örtlich zusammengeball­ ten Uebermacht das Ueberlegenheitsgefühl unserer Truppen geblieben ist, erweist die Tatfache, daß es meist die im Vorfelde überraschten Regimenter selbst gewesen sind, die trotz der Einbuße an abgeschnittenen Verbänden der Vorposten und Sicherungslinien das Vordringen des Feindes an der Hauptverteidigungslinie aufgefangen haben. Truppenteile, die stundenlang abgeschnitten waren, haben sich durchgeschlagen und sind, als sie nach schwerem Gefechte wieder bei ihren Verbänden ein- getroffen waren, sofort in vofler Ordnung und Ruhe in den Abwehrkampf miteingetreten. (Ä6.) SB. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Künstlerabend. Jägerhalle. Tie Veranstaltung am Samstag und Sonn­ tag abends hätte wirklich, einen besseren Besuch, verdient. Ter ungünstige Eindruck, den der sei­ nerzeit mißglückte Brunner - Varietee - Abend hinterließ, wirtte nachhaltend, denn ein ge­ branntes Kind fürchtet das Feuen. Tie diesmal von Herrn Münch verpflichteten Kunstkräste wa­ ren samt und sonders bemüht ihr Bestes zu geben und vermochten selbst höheren Anforderungen gerecht zu werden. Zn launiger Weise eröffnete der famose Sachse Herr Tonell als Spielansager oder Meldereiter, wie er sich, selbst nannte, den Abend vermittelnd zwischen Bühne und Auditorium. Auch als Humorist bot er in seinem selbstverfaßten Repertoir ernsten und heiteren Inhalts treffliche Gaben seiner Kunst. In bunter Reihe folgten die übrigen Künstler: Fr. Gerlach-Lagrange, ehemals ein geschätztes Mitglied des Münchener Gärtnerplatztheaters, verfügt heute noch über hübsche Stimmittel und geschmackvolle Vortragsweise. Frl. Ber-, nandi vertauschte mit Geschick die Bretter mit dem Brettl, Frl. Hellsbergs Erfolg darf mehr ihrem pointierten Vortrage als ihrer Stimme gelten, Herr und Frau Aman wußten in mext-, kanihhen und modernen Tänzen zu inte res-; sieren, desgleichen legte Visa Volte Zeugnis ihrer stilvollen choreographischen fi&amp;nfte ah. Ten Häupter folg indessen durfte HerrnOpern-. sänger Erwin Riba auf sich! verewigen. Ter Künstler nennt einen prächtigen, weichen Bä-, riton von beträchtlichem Stimmumfang sein Eigen und wußte in wohlgelungenen Opern-! Auszügen aus Troubadour, Traviabca, Carmen u. a. das Publikum! für sich zu ! begeistern!. Herr Max Schwarz erwies sich als§ begabter Solopianist und vermochte auch dem mannlgh fachen Aufgaben als Begleiter gerecht zu wer­ den. ; ' MW SchMmWM. .30 Juli 1918. Wasser 1b . Grad C.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. .30 Juli 1918. Wasser 1b . Grad C. Lust 14 . Grad C.</p>
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          <p>Wiede rbcvötkerung der Stadt tzllirz. Tie Wveizerischen Blätter berichten: Nach einer Meldung des "Seoolo" wird die Stadt Görz durch, die österreichischen Behörden wie­ der bevölkert, und zwar ausschließlich mit itaI lienfeindlichen Elementen. I Vernichtete Vvnte. I Bern, 29. Jul». "Petit Journal" meldet b aus Tmn: Das Departement Orne wurde van I einer ungeheuren Windhose heimgesucht, die ! in weniger als einer Viertelstunde alle Dächer I ab deckte, Fenster zertrümmerte und die Ernte ü vollständig vernichtete. Allein in bw Ge| meinde Trun übersteigt der Schaden eine Mil-. I Hon. I Eine Absage des englischen Arbeits| Ministers. I Haag, 29. Juli. Nach, einer Reutermelß düng hielt der Arbeitsminister Roberts in ; Burnsley eine Rede, in der er ausführte, daßr die feindlichen Regierungen beabsichtigen, sich, 8 zu nähern. Er aber kenne die Teutschen ge* nügend, um zu wiffen, daß man aus der Hut sein müsse vor ihren Vertretern. Es sei ganz gleich, an welchem Orte »ine Konferenz ab­ gehalten werde. Er wird sich- stets weigern, sich an derartigen Verhandlungen zu beteili­ gen. Letzte Posten. Nene U-Bootsersotge. WTB. Berlin, den'29. Juki. (Amtlich,.) Im Sperrgebiet um England wurden 15 000 Br.-M.-T. versenkt. T«r Chef des Admiralstabes der Marine. 2er türkische Botschafter i« Berlin ge­ storben. B e r l in, 30." Juli. Ter türkische Bot-, schafter in Berlin Haiki Pascha ist gestern abends nach achttägigem schweren Leiden ge­ storben. ' Tie amerikanische« Verlust«. Berlin, 29. Juli. Nach einer Meldung des "Berl. Lok.-Anz." berichtet die Korrespon­ denz "Post" aus Newhork, daß die amerilkanischen Verlustlisten vom 18. bis 26. Juli 32 760 Namen enthalten. Oesterreichs Ministerpräsident über die Lage. Wien, 23. Juli. Im Herrenhaus gab gestern Ministerpräsident Tr. Frhr v. Hussa- £ rek bei der Vorstellung des neuen Kabinetts qine Erklärung ab, in der er die Gesichtspunkte ' kennzeichnete, vvn der sich die Regierung bei ^ ihrer Tätigkeit leiten lassen wolle. Er führte dabei u. a. aus: Tie berufenen Staatsmänner unserer Mächtegruppe haben des öfteren un­ zweideutig festgelegt^ paß sie einen Friedsn im Sinne der Gerechtigkeit und auf Grund von Formeln anstreben, die nach, beiden Seiten in gleicher Weise anwendbar und annehmbar seien, So länge aber die Gegner auf dem Standpunkt des einseitigen Dittates stehen, bleibt nichts anderes übrig, als den Krieg mit aller Entschlossenheit und Intensität fortzusetzen. (Lebh. Beisall.) Neben unserer Friedensbereitschaft liegt für uns das einzige Mittel, den Krieg zu kürzen, in der Nachdrücklichkeit der Kriegfüh­ rung. (Lebh. Beifall.) Tie Regierung wird mit Begeisterung die ganze Kraft einsetzen, um in ihrem Wirkungskreis die Aufgaben der letzteren zu fördern. (Lebh. Beifall.) Tie Monarchie darf auf die Leistungen unserer in zahlwsen Heldenkämpfen erprobten Heere, darf aus ihr Bündnis voll vertrauen (Lebh. Beifall). Wir werden einen güten, ehrenvollen Frieden er­ reichen (Beifall). So wie im Kriege werden wir auch, im Frieden nicht allein stehen. Tas Bündnis mit dem deutschen Reiche wird eine Verschiebung im Sinne einer dauernden Frie­ densgemein schast erfahren. (Lebh. Beifall.) Hierauf nahm das Herrenhaus das Budgetprovisorium an und ist dann in die Sommerferien getreten Die Zertrümmerung der feindlichen Heereskraft. ' 1 Zürich&gt;, 29. Juli. Die "Züricher Mor­ gen-Zeitung" erfährt, daß die persönlichen Ver­ luste der Alliierten seit 18. Juli nach, ganz vor­ sichtiger Schätzung diejenigen der Teutschen um das vielfache übersteigen. Las Züricher Blatt bemerkt dazu, wenn man in Betracht zieht, daß i|:r deutsche Kriegsplan als erstes Ziel die Zertrümmerung der feindlichen Heereskraft zu erreichen sucht, dann müsse anerkannt wer­ den, daß er dieses Ziel, trotzdem die Teutschen Gelände Preisgaben, in hohem Matze erreicht habe. - ' ■ -.--i _ . 5 Berlin, 29. Juli. Tem "Berliner Tage­ blatt" telegraphiert sein Berichterstatter über die französischen Angriffe: In sttategischer Hin­ sicht ist die siebentägige Schlacht ein völliger Mißerfolg. Ein Erfolg steht heute allerdings schon fest: Ein neues Stück Frankreich ist zur Wüste geworden, Feuersbrünste erleuchten die Rächte und tagsüber ziehen die Qualmwolken gewaltiger Explosionen über zerstampfte Korn­ felder und zerschossene Wälder. Verse»«. Bern, 29. Juli. Tte Canal-Paciftch| Tampfer "Pomervnian" (4211 Tonnen) und r "Medera" sind tn der Nähe der englischen Küste versenkt worden. Von der Klstöpfigen Besatz­ ung der "Pomervnian" ist nur ein Mann ge­ rettet worden.</p>
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          <p>Bekanntmachung. | Der Plan über den Bau eines TelephonGestänges längs des Gemeindewezes turn Kumhausen bis Berndorf liegt bet der K. Oberpostdireltion, Zimmer Nr. 40 H. Stock, vom 30. Juli 1918 an 4 Wochen öffentlich auf. 2023 Landshut, den 27. Juli 1918 K. Oberpostdirektion.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Mpg de; Gesetze; über de» »MMischc« MdieO. Nach der Verordnung des Bundesrates vom 13. November 1917 haben stch alle im Reichsgebiet wohnenden männlichen Deutschen und die Augehöligen der österreichisch-ungarischen Monarchie, die I. da; siebzehnte Lete»;jiihr Meide»,. II. die di; so. Lede«;j»hr »«ch nicht »M»det -»de», bei ihrer Ortsbehörde zu melden, mit Ausnahme bet dem aktiven Heere ober der Marine Angehörigen oder auf Grund einer Reklamation Zurückgestellten. Außerdem ist dem Htlfsdienstpflichttgen eine fortlaufende Anzeigepflicht fei WohnungS» oder Stellenwechsel auferlegt. Ebenso hat der bisherige Arbeitgeber, wenn ein Meldepflichtiger aus der Beschäftigung ausscheidet, dies mitzuteilen. Alle An- und Abmeldungen sind Hieramts Rathausrückgebäude Parte: re Zimmer Nr. 26 zu betätigen. Dortselbst sind alle einschlägigen Formularien erhältlich. Diese neuerliche Ausschreibung gilt für aCe, die sich bis jetzt noch nicht zum Hilfsdienst gemeldet haben oder die Anzeigen über Wohnungs- u. Stellenwechsel unterlassen haben. Zugie'ch machen wir ausdrücklich auf die folgenden Strafbestimmungen aufmerksam: Wer die Meldung schuldhaft unterläßt, kann durch bat Einberufvngsausfchuß mit einer Ordnungsstrafe bis zu 100 Mk. und wen» die Geldstrafe nicht beizutretben ist, mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft werden. Mit Gefäng»is bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10000 wird bestraft, wer in einer Meldung oder Auskunftserteilung wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht. Mit Geldstrafe bis 10000 Mk oder mtt Haft whd bestraft, wer als Arbeitgeber unrichtige Angaben in einer Meldung ober Auskunftserteilung gcger über der Ortsbehörde durch feine Unterschrift oder ist anderer Weife bestätigt, obwohl er die Unrichtigkeit kennt oder kennen muß. Lands Hut, den 27. Juli 1918. De. Heeteeich. 202s Mpg de; Gesetze; über de» »MMischc« MdieO. Nach der Verordnung des Bundesrates vom 13. November 1917 haben stch alle im Reichsgebiet wohnenden männlichen Deutschen und die Augehöligen der österreichisch-ungarischen Monarchie, die I. da; siebzehnte Lete»;jiihr Meide»,. II. die di; so. Lede«;j»hr »«ch nicht »M»det -»de», bei ihrer Ortsbehörde zu melden, mit Ausnahme bet dem aktiven Heere ober der Marine Angehörigen oder auf Grund einer Reklamation Zurückgestellten. Außerdem ist dem Htlfsdienstpflichttgen eine fortlaufende Anzeigepflicht fei WohnungS» oder Stellenwechsel auferlegt. Ebenso hat der bisherige Arbeitgeber, wenn ein Meldepflichtiger aus der Beschäftigung ausscheidet, dies mitzuteilen. Alle An- und Abmeldungen sind Hieramts Rathausrückgebäude Parte: re Zimmer Nr. 26 zu betätigen. Dortselbst sind alle einschlägigen Formularien erhältlich. Diese neuerliche Ausschreibung gilt für aCe, die sich bis jetzt noch nicht zum Hilfsdienst gemeldet haben oder die Anzeigen über Wohnungs- u. Stellenwechsel unterlassen haben. Zugie'ch machen wir ausdrücklich auf die folgenden Strafbestimmungen aufmerksam: Wer die Meldung schuldhaft unterläßt, kann durch bat Einberufvngsausfchuß mit einer Ordnungsstrafe bis zu 100 Mk. und wen» die Geldstrafe nicht beizutretben ist, mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft werden. Mit Gefäng»is bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10000 wird bestraft, wer in einer Meldung oder Auskunftserteilung wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht. Mit Geldstrafe bis 10000 Mk oder mtt Haft whd bestraft, wer als Arbeitgeber unrichtige Angaben in einer Meldung ober Auskunftserteilung gcger über der Ortsbehörde durch feine Unterschrift oder ist anderer Weife bestätigt, obwohl er die Unrichtigkeit kennt oder kennen muß. Lands Hut, den 27. Juli 1918. Stadtmagistrat Landshut. Dr. Herterich. 2028</p>
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          <p>Japan im Kriege. Zum Bericht nach Tokio gerufen. Stockholm, 29. Juli. Tie angebliche Ur­ laubsreise, die der hiesige japanische Gesandte Utschida angeblich über Norwegen nach Tokio angetreten hat, hat auch bedeutensamen politischen Hintergrund Man hat Grund anzuneh­ men, daß Ubschida von seiner Regierung auf­ gefordert wurde, zur persönlichen Berichter­ stattung über russische Vorgänge zu tommen. Utschida, der hier seit sechs Jahren feinLand vertritt, ist keineswegs Kriegshetzer tittb dürfte nicht ein unbedingter Anhänger einer Inter­ vention in Rußland fein. Japanisch-amerikanische Verständigung 1 über Sibirien. Petit Parisien meldet: Der japanisch« Bot­ schafter Matsui hat der französischen Regierung amtlich zur Kenntnis gebracht, daß die japani­ sche Regierung das Programm Wilsons bezüg­ lich! Sibiriens angenommen hat.</p>
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