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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-07-31"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 206</biblScope>
          <date when="1918-07-31">1918-07-31</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Generalfeldmarschall v. Eichhorn ermordet.</p>
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          <p>Feindliche Massenangriffe unter schwersten Verlusten abgeschlagen. — Die Leistungen des deutschen Heeres im vierten Kriegsjahre. — Eine Erklärung des Grafen Czeruin. — Die Türkei und das Bündnis. - Ausbreitung der Gegenrevolution in Rußland.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, 30. Juli 1918, mittags. (Großes Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des «eneralfcwmarsHaNS Kronprinz Rupprccht vo« ivatzer« Rege nächtliche Erkundungstätigkeit, Teilangriffe der Engländer in der Gegend von Merrh (nördlich! der Lys) und beiderseits von Aillette (südlich von Arras) wurden abgewie­ sen. ' ' i l 1 Heeresgruppe des deutsche« Kronprinzen. An der Kampffront griff der Feind un­ sere neuen Linien nördlich, des Ourcq und unsere Stellungen auf den Waldhvhen süd­ westlich, von Reims mit starken Kräften an. Franzosen, Engländer und Amerikaner wur­ den unter schwersten Verlusten für den Feind aus der ganzen Angrifssfront zurückgeworfen. Ter Schwerpunkt des feindlichen Angriffs war gegen die Front Hartennes—Fere ett Tardenois gerichtet. Hier stürmten dichte Angriffs wellen des Gegners am Vor- und Nachmittag immer wieder von neuem an. Vor und an unseren Linien, teilweise in unseren Gegenstößen brach der Ansturm zusam-' pren. ! Am Nachmittag dehnte der Feind seine Angriffe über Fere en Tardenots nach, Osten bis zum Walde von Menniere aus. Sie hatten ebensowenig Erfolg, wie Teilangriffe, die er am Morgen im Walde von Menniere, in den Abendstunden in breiter Front westlich, von Bille en Tardeuois führte. &gt;. Südwestlich, von Reims wiederholte der Feind zwischen Chambrecy und Vrigny, an ein­ zelne Stellen bis zu sünfmalen, seine An4 griffe und setzte sie bis zum Abend in hefti-, gen Teilangriffen fort. Er wurde überall blutig abgewiesen. In der Champagne vertrieben wir süd­ lich, born Fichtelberge den Feind aus Gräben, die er seit seinem Vorstoß am 27. Juli noch, besetzt hielt und nahmen einen feindlichen Stütze Punkt nordwestlich, von Perthes. Leutnant Löwenhardt errang seinen 46. Lustsieg. Der 1. GeneralquartiermerMv: Kudrttdsrsk. t * WTB. Berlin, den 30. Juli. Amtlicher Abendbericht: Nach seiner Niederlage am gestrigen Tage verhielt sich, der Feind heute ruhig.</p>
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          <p>' WTB. Wien, den 30. Juli, mittags. — Amtlich wird gemeldet: Aus dem italienischen Kriegsschauplatz wir­ kungslose feindliche Feuerübe rfälle und Stö­ rungsfeuer gegen rückwärtige Räume. Oberleutnant Linke-Carwford erzielte sei­ nen 27. Luftsieg. An der albanischen Front erneuerte der Feind seine starken Angriffe gegen unsereStellungen am südlichen Semeni-Tlser und auf dem Höhenrücken des Mali Siloves. Bon unseren Truppen, die teils durch, zähen Widerstand, teils im Gegenangriff alle Anstrengungen der Angreifer zunichte machten, verdienen das Bndapester Landsturmbataillon 3f29 und das oberungarische (Kassner )Grenzjägerbataillon Nr. 3, besonders hervorgehoben zu werden. Der Chef des ffiemerolftabt. Der österr.-ung. Bericht.</p>
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          <p>GentralfeldmarschÄ o. MWrn »notbet Ein Bombenattentat aus Generalsetd» marschall v. Eichhorn. , WTB. Kiew, 30. Juli. (Amtlich,.) Ge­ gen Feldmarschall b. Eichhorn und seinen per­ sönlichen Adjutanten Hauptmann Tretzler wur­ de um 2 Uhr nachmittags aus den Wege vom Kasino zur Wohnung, in'deren unmittelbarer Nähe durch, einen in einer Troschke an sie heranfahrenden Mann ein Bombenattentat ver­ übt. Beide wurden sehr schwer io er letzt. Ter Attentäter und der Kutscher sind verhaftet» Tie bisherigen Fesfftellungen deuten auf die Urheberschaft der sozialrevolutionären Partei in Moskau hin, hinter der erfahrungsgemäß, die Entente steht. Tvr Kaiser an Feldmarschalt o. Eichhorn. WTB. Berlin, den 30. Juli. (Amtlich.) Der Kaiser sandte an Generalfeldmarschall v. Eichhorn folgendes Telegramm: Mein lieber Generalseldmarschall! Mit Entrüstung und tiefem Bedauern erhielt ich, die Meldung von dem verabscheuungswürdigen Verbrechen, das gegen Sie und Ihren Adjutanten begangen, wurde. Seien Sie meiner aufrichtigen, herz-' lichen Teilnahme versichert. Ich hoffe und wünsche zu Gott, daß Ihnen baldige Wieder­ herstellung beschieden sein möge. Er erhalte Sie uns und dem Vaterlande. Mit herzlichem Gruß Ihr wohltzeneigter König Wilhelm. Generalfeldmarschall v. Eichhorn ermordet</p>
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          <p>Kiew 31. Juli Feldmarschall von Eichhorn ist heute 10 Uhr Abends seinen Verletzungen er­ legen, kurz vor ihm desgleichen Hauptmann Dreßler. Tie Leistungen des deutschen Heeres im 1 vierten Kriegsjahre. Aus Berlin, 30. Juli, wird uns ge schrie-, ben: Tie Leistungen des deutschen Heeres wäh­ rend des vierten Kriegsjahres kommen in fol­ genden 'Zahlen zum Ausdruck: Dem Feinds entrissen und von deutschen Truppen besetzt: Im Osten: 198 256 Quadratkilometer. Zn Italien: 14 423 Quadratkilometer. An der Westfront (geräumtes Gebiet an der Marne ist abgerechnet): 5323 Qua-, dratkilometer. Im ganzen: 218002 Quadratkilome­ ter. Ferner halsen unsere Trugen vom Feinde bezw. von räuberischen Banden säubern: In Finnland: 373602 Quadratkilome­ ter. In der Ukraine: 453033 Quobratfte lrnnÄer. In der Krim: 25727 Quadratkilometer. An Beute wurden eingebracht: 7000 Ge­ schütze, 24 000 Maschinengewehre, 751 172 Ge­ wehre, 2 867 500 Schutz Artikleriemunition, 102 250 900 Schutz Jnfanteriemunition, 2000 Flugzeuge, 200 Fesselballone, 1705 Feldküchen, 3000 Lokomotiven, 28 000 Eisenbahnwagen, 65 000 Fahrzeuge . Tie Zahl der im vierten Kriegsjahr ge-, machten Gefangenen beläuft sich auf 838 500; somit hat die Gesamtzahl die Höhe von nahezu 3,5 Millionen erreicht. Tvr Schritt des Kaiftrs Karl bsim König von Rumänien. WTB. Wien, 29. Juli. Im Herrenhaus erklärte Graf Czeruin gegenüber der unrichtig gen Tarstellung in einem Teil der Auslands-, presse über den Schritt des Kaisers Karl beim König von Rumänien, datz der Schritt auf seinen Rat und unter seiner vollen ministeriel­ len Verantwortung erfolgte. In Brest habe er aus guter Quelle die Nachricht erhalten, datz der König von Rumänien seine isolierte unbi daher hoffnungslose Lage zu verstehen begin­ ne und einen Weg suche, um sich mit Kaiser, Karl in Betbindung setzen zu können. Ich teil­ te, fuhr Graf Czeruin fort, diesen Wunsch des Königs Ferdinand dem Staatssekretär v. Kühk°e mann mit und riet dem Kaiser zu dem Schritt, der seitdem bereits verlautbart wurde. 'Es hatte den Erfolg, daß der letzte Verzweiflungs-kämpf Rumäniens vermieden und ein sofortig ger Frieden herbeigeführt wurde. (Lebh. B.isall.) Gras Czeruin wiederholte, daß er dis volle Verantwortung für diesen Schritt auf sich, nehme. Es sei nie die Ausgabe der Ti-l plomatie, unter schweren eigenen Opfern den Kamps bis zur vollen Vernichtung des Geg­ ners weiterzuführen, sondern, so bald wie mög-! lich, einen ehrenvollen Frieden zu erreichen. (Lebh. Beifall und Händeklatschen.)</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. ' Frankreichs Generalhetze. | Bern, 30. Juli. Aus Paris wird mit­ geteilt ,aus besonderen Befehl Clemenceaus ha­ ben die ersten Schritte des Kriegsministers zur Aufrollung des Prozesses gegen die Führer in der Schlacht am Tamenweg begonnen. In­ zwischen setzt bereits eine neue scharfe Agi­ tation ein zur weiteren Verschärfung der in den bisherigen Gesetzesberatungen festgelegten Strafen für Generale. Eine große Gruppe 'von Politikern und Parlamentariern verlange statt des jetzigen Entwurfes die sogenannte lex Teschemp, die nicht mehr und nicht weniger verlangt als die Todesstrafe für die Generale, die Wn unnützen Verlust von Tausenden von »Menschenleben veranlaßt haben. Das an der -Spitze dieser Gruppe stehende "Journal" verKangt rasches Vorgehen der Regierung. Sie französische Grenze gesperrt. Gens, 2$. Juli. Tie französische Grenze ist seit gestern wieder gesperrt, wie "Suisse" behauptet, angeblich! als Vorsichtsmaßregel ge­ gen die Einschleppung der spanischen Grippe. Minenfcuer in der Champagne. Aus dem Felde wird uns geschrieben: Bei der jüngsten Offensive galt es, starke Stellungen an den Wächtern der Champagne, am Poelberg, KGlberg, Hochberg, einzuneh­ men. Weißhäuptig lagen die Höhen, vom Kreidestanb wie mit einer Schneeschicht bedeckt. Von ihnen lugten scharfe Augen, die lichtstarken Ob­ jektive der Fernrohre, weit ins Land. Sie sähen jedes Fahrzeug, das die Straße zog, jeden Trupp, der die Geländewellen überschritt. 1 Und doch blieb den Hpäheraugen der große Anmarsch! verborgen, der dem' heißen 15. Juli vorausging. Es war nicht leicht für jene Junge Waffe, die bei allen Offensiven mit eisernem Hammer gegen die Feindstellnngen pochte, für unsere Minenwerser, ihren gewaltigen Materialaufmarsch, rechtzeitig und vollendet durchzuführen. Wenige kurze Sommernächte standen den Pionieren nur zur Verfügung, um Minenwerfrr und Munition an die Jnfanterielinien her­ anzubringen. In schwükn Nachtstunden galt es Arbeit zu leisten, die das Tageslicht nicht zeigen b’arfte. Fest packte die Kreuzhacke in den Kalkstein, und doch, erzählte keine FliegerAufnahme von den entstandenen Werfersiänden, Nischen und Stollen. Tausend sehnige Arme zogen die Werfer heran, tausend Nacken krümm!-, ten sich, unter der Zentnerlast der schweren Minen. Aber kein neuer weißleuchtender KalkPfad ward in die dürftige Grasnarbe getreten, f V * ; 5!ut Me frischen stamnden Granattrichter an den vorhandenen Wegen und Pfaden sprachen von den gefahrvollen nächtlichen Gängen der braven Pioniere. Und heute kam ihv Ehrentag! Heute durft ten sie ihre eisernen Kolosse dem Feind hinüber­ senden. Sie durften der Infanterie die Gassen legen, durch, die sie ungehindert den Gegner überrannte. Aber leichi wurde es den Pionieren nicht! Ter seit Beginn detz Jahres so oft überraschte Gegner machte Heftige Feuerüberfälle. Durch naheinschlagende Schwergranaten wurde man­ cher fertig und blank stehende Werfer in der Kreide vergraben. Tort riß ein Splitter dem Mann vom Meßtrupp den Kompaß aus der Hand, weiß überzogen, den trockenen Kreide-, staub in Mund und Nase, legte hier eine Mannschaft den verschütteten Munitionsstollen frei. i Tie Nacht des Angriffes war da. Kurz vor dem Einsetzen unseres Feuers begann das Nöllen und Dröhnen eines stacken feindlichen Feuerüberfalls. Aber pünktlich zur befohlenen Zeit setzte das Minenfeuer voll ein. Gewaltige Schläge, alles andere übertönend, durchzttterten bk Lust. Schon leuchteten weiß in das Frlihlicht des Tages die Staubwolken von den zahlreichen Einschlägen, da klangen und rumorten die In­ strumente des Gasalarms. Heiß ward die Ar­ beit unter der Gasmaske. Aber wacker schossen die Pioniere weiter. Breite und tiefe Lücken klafften drüben im Drahtverhau. Tie feindliche Grabenbesatz­ ung wurde erschüttert. Ter Sturm gelang, und bald hörte man nur noch, aus, der Ferne zwischen den Artillerieschüssen die stärkeren Einschlüge der die In­ fanterie begleitenden Min.nwerfer.</p>
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          <p>! Ausbreitung der Gegenrevolution in Rußland. Tie Zahl der an der Murmanküste gelan­ deten Ententetruppen darf man auf 15 000 bis 20 000 beziffern. Außer englischen und französischen Matrvsenabteilungen befinden sich auch, Amerikaner darunter. Tie an Zahl viel zu schwachen Svwjetstruppen ziehen sich gemäß ihrem Befehl vor dieser Uebermacht auf dem Onegasluß zurück. Ter Teil der Murmanbahn von Kola bis Kemj befindet sich! in den Hän-, den der Ententetruppen. | Ter Einfluß der Entente im Gebiete der Sowjetsregierung ist täglich, im Wachsen und stützt sich, besonders auf die tschecho-slowaki^ 1 scheu Elemente, die Tank ihrer Tisziplin nicht zu unterschätzen sind. Tie Einnahme von Sa- mara hat die Hoffnungen der Gegenrevolu-, tionare sehr belebt, da der Fall von Samara auch, Moskau gefährdet. Auch die Flucht des Grvßfürswn Michael aus Omsk bedeutet eine Stävkung der Gegenrevolution. Die Lage der Sowjets ist zweifellos ernsthast durch, die Gegenrevolution bedroht, zumal auch, die Bau­ ern gegen sie sind und in den Städten Hun&gt; gersnot herrscht. Zwar ist der große Putsch, für den die Ermordung des Grafen Mirbach das Signal geben sollte, mißglückt, doch, kam es an verschiedenen Orten zu Straßenkämpfen, tue aber von den Sowjets niedergeschlagen wer­ den konnten. Um ihre Macht zu stärken, haben die Sowjets die sechsmonatige Dienstpflicht eingeführt und zwar zunächst in Sibirien und Ostrußland. Später wurde sie auch aus die Arbeiter und Bürger von Petersburg und an­ deren Städten ausgedehnt. Doch werden die bürgerlichen Elemente nur hinter der Front verwendet. Tiie Bemühungen, die Offiziere der früheren russischen Armee für den Dienst zu gewinnen, dauern fort, zumal die Tisziplin in der Revolutionsarmee sehr locker ist. Viele leisten auch den Gestellungsbefehlen keine Folge. Aus Rußland. Ans Livland, Kurland «nd Esthland. i ' Set freie Handel i« Estland. Aus Reval wird gemeldet: Durch militär-, amtliche Bekanntmachungen werden innerhalb Estland bis auf weiteres, jedoch nur bis spätestens 15. August, Höchstpreise oder Preisbeschränkungen für Lebensmittel aller Art für den freien Handel aufgehoben. Für Milchlieferungen an die Städte sowie für Fische bleiben die festgesetzten Preise in Kraft.</p>
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          <p>sen sehr diel zu wünschen übrig. Zahlreiche Eigentümer der Trawler sind empört über die Gleichgültigkeit der martttmen Behörden. Wir erfahren aus bester Quelle, daß in den Ge­ wässern eines einzigen Hafens der Ostküste 183 Fischerboote — seit Beginn des uneingeschränkt, ten U-Bootkrieges — vernichtet worden sind, und das mit Ausnahme derjenigen Fischer­ fahrzeuge, die als Minensäuberer verwendet werden. Ter Verlust dieser Boote ist für die englische Küstenverteidigung von sehr großem Nachteil. Tier Prinz von Wales in Amerika. Lugano, 30. Juli. Aus diplomatischer Quelle erfährt die Agenzia Naztonale, daß sich, der Prinz von Wales demnächst nach den Vereinigten Staaten begeben werde. Tiefer Be­ such, werde von großer politischer Bedeutung sein, weil zum erstenmale'ein Erbe des eng­ lischen Thrones von der amerikanischen Repu­ blik empfangen werde. Der Krieg mit England. Englands Feindschaft. Ter Haager Vertreter der Berl. Tgl.Rdsch. erfährt von einer aus England kürzlich zurück­ gekehrten Persönlichkeit: Tie Arbeiterschaft wer­ de zweifellos dem schutzzöllnerischen Programm des Ministerpräsidenten zustimmen, da dies hö­ here Löhne ermögliche als unter dem Freihandelsshstem. Dazu komme der mächtige Ein­ fluß der Northcliffepresse. Zweifellos werde der Liberalismus Englands aus dem Wahl­ kampf geschwächt hervorgehen. Man müsse desivegen damit nechnen, daß England gegen Jah­ resschluß ein neues Parlament besitzen werde. Das kämmende Unterhaus werde noch stärker als das Jetzige auf dem Boden per Lloyd George­ schen Kriegs- umd Wirtschaftspolitik stehen. Englands Fische»öv»tfl«ttr. Haag, 30'. Juli. Unter der Spitzmarke "Unerhörte Verluste in unserer Fischerboots-' flotte" schreibt das Londoner Blatt ".John Bull" vom 13. ds.: Tie Maßnahmen der Admira­ lität zur Verteidigung unserer Fischerboote last.</p>
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          <p>Am Balkan. Ans der serbischen Skupschtjna. Bern, 30. Juli. Nach, einer Meldung des mazedonischen Bureaus ist es in der letzten Sitzung der serbischen Skupv^ina auf Korfu zu erregten Szenen gekommen, da durch die Abwesenheit mehrerer regierungsfreundlicher Abgeordneter die Opposition die Mehrheit hat­ te. Besonderen Ausfällen sei Premierminister Pasitsch ausgesetzt gewesen. Sämtliche Kabirrettsmitglieder sind Mtradikale, die von der sogenannten "Schwarzen Hand" unterstützt wer­ den. Tie Opposition besteht aus Jungradikalen, Lkberalen und Sozialisten. j</p>
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          <p>' r Slie Türkei und das Bündnis. i Bern, 30. Juli. Tie hiesige türkische Botschaft ist zu der Erklärung ermächtigt, daß die Zeitungsmeldnngen, wonach sich die Pforte bei Ententekreisen im Auslande um eine An-, Näherung an die Entente aus Kosten des Bund-, nisses mit Berlin bemüht hätte, unbegründet sind. Tie türkische Regierung habe niemals einen derartigen Schritt unternommen. Tie tür­ kische Gesandtschaft fügt die Erklärung bei, daß die Reise des türkischen Gesandten in Bern nach Konstantinopel Einerlei politische Bedeu­ tung besitze. Sie Türkei und der Kaukasus. Tie "Norddeutsche Aflgemeine Zeitung" meldet: Zum Jahrestag der Konstitution ver­ öffentlicht die gesamte türkische Presse zugun­ sten des Roten Halbmondes ein gemeinschaftli­ ches Blatt, das folgendes über die politischen Ziele der Türkei im Kaukasus ausführt: Es ist bekannt, daß die türkische Regierung nicht die Absicht hat, die vom Brest-Litowsker Vevtrag gezogenen Grenzen zu überschreiten. Dagegen will pie Türkei von Heute Gefahren, die sich! aus Angriffen auf Ordnung und Ruhe im Lande ergeben könnten, vorbeugen und auf die Bitte der muselmanischen und türkischen Kau­ kasier hin diesen zu Hilfe kommen, damit sie ihr Selbstbeskimmungsrecht ausüben können. Hierauf beschränken sich die türkischen Maß­ nahmen in jene rGegend. Von einer Verletz» img des Brest-Litvwsker Vertrages kann des­ halb keine Rede sein. Die Türkei im Kriege.</p>
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          <p>ginnt ein neuer Abschnitt des Krieges. Tie Fol­ gen dieser Tatsache sind unübersehbar. Wögen ; die, die Japan soweit gebracht haben, dies nie bereuhegEbenso ernst schreibt Tijd: Es wird bald ein ganz neues Kapitel dieses Weltkrieges beginnen, das uns ebenso überra­ schende wie einschneidende Wendungen für die Weltpolitik der Zukunft bringen wird. Japanische Landung auf Sachalin. Es ist eine Meldung aus Tokio nach- Eng­ land gelangt, wonach! japanische Truppen für die Landung auf Sachalin bereitständen, wozu mehrere Divisionen Marinesoldaten verwendet werden. Aus Sachalin will Japan die Berwal-. tung der Insel übernehmen. Von einer der­ artigen Expedition war aber bei den Verhand­ lungen niemals die Rede. Einstiveilen ist in London die Veröffentlichung dieser Nachricht verboten worden; vermutlich! sollen weitere Mel­ dungen abgewartet werden.</p>
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          <p>Aus China. Amerikanische Anleihe für China. WTB. Washington, 29. Juli. (Reuter.) Las Staatsdepartement genehmigte eine An­ leihe amerikanischer Bankiers für China. Tie Anleihe beläuft sich!, wie es heißt, auf 50 Millionen Dollar. Tie Verhandlungen über eine gemeinsame Beteiligung englischer, japa­ nischer und französischer Bankiers schreiten fort. _ u</p>
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          <p>Bleiben, arbeitet ungefähr die Hälfte ausschjließ-, IM): für Heereszwecke. Es Bleibt also für die Bürgerliche Kundschaft, die sich infolge der int Kriege stark angewachsenen Zahlungsmittel eher vermehrt als vermindert hat, nur 30 v. H. der im Frieden in Betrieb gewesenen Fabriken übrig. ] ; &gt; Äathotikenhaß in England. Daily Expreß berichtet über eine Entscheidung des Londoner Appellationsgerichtes, die für die wachsende antikatholische Strömung in England typisch ist. Ein reicher katholischer Erblasser namens Egan hatte unter anderen Vermächtnissen ver­ schiedenen katholischen Kirchen in England und Irland für Seelenmessen Legate für insgesamt 000 Pfund Sterling ausgesetzt.Ter Testaments­ vollstrecker forderte int Klagewege die Ungül­ tigkeitserklärung dieser Legate, da sie nach! den Statuten gegen den Aberglauben (!) nichtig seien. Tie erste Instanz entschied dem Antrage entsprechend. Kardinal Bourue legte dagegen Berufung ein, wurde aber kostenpflichtig abge­ wiesen. ! Statistisches über die Zunahme des Atktzeithaudels der Vereinigten Staaten. Einer Ar­ beit der National City Bank in Nowyork ytfo nimmt der "Statist" folgende Vergleichszahlen über den wachsenden Anteil der Vereinigten Staaten an der Einfuhr der verschiedenen Welt­ teile; er betrug in Prozenten an der Einfuhr Europas 1913 13 (1917 33 ein Drittel)., Süd-, Amerikas 16 (fast 50), Asiens 7 (20 ÄfrUas 5 (rund 10), Ozeaniens und Australiens 12 (20). ' Merlei. Seegras als Ersatz für Baumwolle. In Japan ist wie gemeldet wird ein Ersatzmittel für Baumwolle gefunden worden. Ten Roh­ stoff hierfür bildet Seegras mit Namen "fw,, gamo" und "gomo gomo". Seegras gibt es in Japan int Ueberfluß. Man rechnet auf eine Jahresproduktion von ungefähr 100 Mil­ lionen Kwamäkie (etwa 826 700 000 lb).</p>
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          <p>! ' "Wir sagen es ihr nicht, daß Sie mich lieb haben, sonst tut sie es," bemerkte Cäcilie geheimnisvoll, "sie mag es nicht leiden, wenn man mich! lieber hat, als die anderen. Onkel Rüdiger " i ! , ' "Wer ist Onkel Rüdiger?." unterbrach Lore sie. ( ! "Onkel Rüdiger ist Papas Bruder. Er ist Legatronsrat. Im Sommer ist er oft hier gewesen, so lange er in München wohnte. Er war weit fort, in Madrid. — Ter ist gut zu mir — der hat mich! lieb — und deshalb mag Mama ihn nicht; sie sprechen manchmal nicht miteinander." i "Sissi, das darfst du aber nicht sagen; das sind Einbildungen von dir. Und um das Kind aus andere Gedanken zu bringen, schlug sie vor, ein wenig zu musizieren, worin Cä­ cilie freudig einwilligte. Schnell war dabei die Zeit vergangen/ und Lore hatte erreicht, was sie wollte, die Kleine lachte wieder und hatte ihren Kummer» vergessen. | Als die Herrschaften von der Bahn zu-: rückkehrten, eilte ©Stifte aufgeregt hinaus, während Lore sich bescheiden zurückhielt; sie beobachtete die Ankommenden von einem der oberen Fenster. i j Die Allwördens. ' T i Roman von Fr. Lehne. | (Copyright 1913 by Greiner u. Komp., i Berlin W. 30.) &gt; , !, (Nachdruck verboten.) 27] Lore kniete neben ihr und schlang ihre Arme um den Hals des Kindes. "Sissi, ich Habe dich, lieb." Ihre Lippen lagen liebkosend auf den tvänennassen Wangen des kleinen 'Mädchens. ■ &gt; "Wirklich, Fräulein, wirklich?" Ein un­ gläubiges Staunen klang aus Eäeiliens Stim­ mt und forschend, durchdringend, blickten die klaren Kinderaugen in Lores Gesicht. "Wirklich!, Sissi! Tu bist mir die Liebste." "Lieber hätten Sie mich! als Ossi und Litt? Ja? Ach, Fräulein, nun habe ich doch jemanden, der mich! auch lieb hat," jubelte sie. "Papa hat immer so viel tun, Mama ist nervös. Ach!, und nun sind Sie da. Sie blei­ ben hier und gehen nicht fort von mir?" Schmeichelnd drückte sie ihren Mund auf die weiße Hand des jumgen Mädchens. "Tas liegt tiicht an mir, Sissi. Wenn deine Mama mW nun fortschickt?" • Ter Diener riß den Wagenschlag aus. Zuerst sprang Graf Allwörden hinaus, um den Seinen dann ötint^ Aussteigen behilflich! zu sein. Lores Herz klopfte fast schmerzhaft — so erinnerte der Gras sie an ihren Bruder. Tie jugendlich schlanke Gestalt in dem hellen Rei­ seanzug, das edle Profil — die Bewegungen — das war ganz Erich,! Und da kam die Sehnsucht nach ihrem Heim über sie, die Sehn­ sucht nach der' Mutter Zärtlichkeit, als sie sah, wie die Kinder den Vater umjubelten, wre er sie in seine Arme nahm und der Reihe nach küßte. Ach, sie hatte nie. einen Vater gekannt... j Später kam Cäcilie zu ihr. "Fräulein Lore, ich darf heute ausnahms!weise mit Papa essen," sagte sie wichtig, "er hat mir ein schönes Zeichenbuch mitgebracht; nachher zeige ich es Ihnen." I Lore machte zum Abend etwas Toilette. Sie zog die Weiße Bluse zu ihrem bläuen, glatten Tuchrock an, die für die Sonntage be­ stimmt war. Glättend fuhr sie mit der Hand über die dicken, goldbraunen Zöpfe, 'die sie um den feinen, rassigen Kops gelegt hatte; er war fast zu klein und schmal für diese seltene Haarfülle. i ■ i 1 - I V I Fortsetzung feist.) i</p>
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          <p>Allerlei. Seegras als Ersatz für Baumwolle. In Japan ist wie gemeldet wird ein Ersatzmittel für Baumwolle gefunden worden. Ten Roh­ stoff hierfür bildet Seegras mit Namen "fw,, gamo" und "gomo gomo". Seegras gibt es in Japan int Ueberfluß. Man rechnet auf eine Jahresproduktion von ungefähr 100 Mil­ lionen Kwamäkie (etwa 826 700 000 lb).</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Die Abgeordnetenkammer stimmte nach! einigen bedauernden Reden dem Beschluß der Reichsratskammer, die Heranziehung der Lu­ xusgegenstände zur Vermögenssteuer abzuleh­ nen, zu. Zur Waldbesteuerung, Berufsein­ künfte der Ehefrau, Veranlagungsversähren, Haussteuergesetz wurde den Beschlüssen der Reichsratskammer "zugestimmt, zuw Umlagen^ gesetz der Kammerbeschluß wieder hergestellt und zum Einführungsgesetz auf der Befristung der neuen Steuern dis 1928 bestanden. ' Schleichhandel. Zn Schweinfurt wurden in einem Lebensmittelgeschäft 10 Zentner im Schleichhandel ersworbenes Weizenmehl, im Hauptbahnhos ein ganzer Wagen mit Lebensmittelit, wie Butter, Schinken, Würste und Mehl beschlagnahmt. &gt; 1 Zur Verhütung des Schjivarzmählens wird nach! Generalkommandoverfügung das Verkau­ fen, Vermieten und Verleihen von Schrotmüh­ len, deren Neuanfertigung und Herstellung von Ersatzteilen verboten. ; 1 f i</p>
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          <p>Vahndienst. Vom 1. August 1918 an wer­ den in etatsmähiger Weise befördert: die mit dem Titel und Rang eines Bahnoerwalters be­ kleideten Eisenbahnsekretäre: Friedrich! Sutor der Güterstation Passau zum Bahnverwalter dieser Güterstation, Georg Raufer der Güter­ station Landshut zum Bahnverwalter dieser Güterstation; die Eisenbahnsekretäre Alfons Schmid der^Bahnstation Pöcking zum Bähnverwalter dieser Bahnstation; JBernhard Ritter der Bahnstation Plattling zum Bähnverwalter dieser Bahnstation. Vom 1. August 1918 an wird der Bahnverwalter der Verkehrskontrolle II der Staatseisenbahnen rechts des Rheins in Weiden Anton Hummel auf sein Ansuchen in gleicher Diensteseigenschast an die Güter­ station Landshut in etatsmäßiger Weise versetzt. König Ludwig an Volk und Heer. An Meine Bayern! Wider unsere Hoffnung geht auch: das vierte Kriegsjahr zu Ende, ohne uns den Frie­ den gebracht zu haben. Deutschlands Heere haben in beispielloser Tapferkeit den feindlichen Anstürmen standge­ halten, uns im Osten rückenfrei gemacht, im Westen den Feind in siegreichen Kämpfen ge­ schlagen und die deutschen Lande vor Verwü­ stung und Elend bewahrt. \ ■ ! Aber nicht an uns liegt es, wenn wir nunmehr in das fünfte Kriegsjahr eintreten. Noch! sind die Gegner trotz aller Mißerfolge nicht zum Friedenswillen bereit, noch betrach­ ten sie Deutschlands Zerschmetterung als ihr Ziel. Kein Teutscher aber denkt an einen schimpf­ lichen Frieden! i . Ta gilt es denn weiterkämpfen, alle Müh­ sale und Entbehrungen auch fernerhin auf uns zu nehmen, in der sicheren Zuversicht, daß Gott unsere gerechte Sache zum Siege führen wird. Dafür bürgt nicht nur die unvergleich-^ liche Tapferkeit und Widerstandskraft unserer Heere, sondern in gleichem Matze der unbeug­ same Wille zum TuoHHalten in der Heimat. Daß Heer und Flotte sich! bisher so mutig die Treue gehalten, die draußen ihr Blut und Leben, die drinnen ihr Gut und ihre Kraft so opferfreudig dem Vaterlands geweiht ha­ ben, dafür danke Jchj in dieser ernsten Stunde von tiefstem Herzen. Ich! weiß Mich eins mit Meinem Volke, dqß es König und Vaterland nicht verlassen, daß es dnrchhalten wird bis zum glücklichen Frieden. Das walte Gott! München, den 28 .Juli 1918. : Ludwig, pfn Mein Heer! i Auf glänzende Waffentaten können Mei­ ne prächtigen Truppen auch im vierten Kriegs-: jähre zurückblicken. Heißen Tank ihnen für das, was sie int Dienste des Vaterlandes Grv-, ßes geleistet haben! Bei dem unerschütterlichen Siegeswillen der Armee tmuß uns der schließliche Erfvlg gehören; ihn Zu erstreiten, wird auch die Hei­ mat an Härte des Willens nicht nachstehen. Volle Zuversicht erfüllt sich beim Blick in die Zukunft! ' ’ ‘ • f : Ich! entbiete beim Eintritt in das fünfte Kriegsjahr Meinem braven Heere Meinen Kö­ niglichen Gruttz. 1 : 1 Gegeben München, am 28. Juli 1918. Ludwig. Dienstesnachrichten.</p>
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          <p>Passau, 25. Juli. (40jähriges Dienstfubiläum niederbayerischer Lehrer.) Ein gütiges Geschick führte die "Vierziger" des niederbayer. Volksschuldienstes am 24. Juli ds. zu einer dem Geiste der Zeit entsprechenden einfachen Feier in Passau zusammen. Von den 43 im Jahre 1878 aus dem Schullehrer seminar ge­ tretenen Kandidaten leben 33, von denen 22 Herren dem Niederbayer. Volksschuldienste an­ gehören, 9 H&lt;erren sind teils pensioniert, teils befinden sie sich: in anderen Stellungen oder anderen Regierungsbezirken, 10 Herren sind gestorben, 2 sind in anderen Berufen tätig. Bei der Jubi!läumsfeier waren 23 Herren an­ wesend. Jubilar Seehuber-Teggendorf, der die vielen Vorbereitungen in die Hand genommen hatte, begrüßte in recht herzlichen Worten die erschienenen Kollegen. Jubilar Haslreiter-. Laudshllt daukte demselben für seine Mühen, ihm zugleich tief gerührt versichernd, daß der heutige Abend ein Wermutstropsen sein soll allen jenen, die vom schweren Kriegsleide be­ sonders Betroffen wurden. Jubilar Hämel-, Straubing brachte den Gefeierten eine poeti­ sche Widmung, die — vom Dichter auch in Noten gesetzt — daraus bpn mehreren Jubilaren gesungen wnrde; Dichtung und Komposition wurden mit großem Beifall aufgenommen; ebensoe intge Sätze aus Hämels Klaviersonate op. 63. Am nächsten Tage wohnten die Jubi­ lare im Dome einer hl. Messe für die verstor­ benen Kollegen bei. Nach derselben vereinigte ein einfacher Abschiedsschoppen die Herren Ju­ bilare im Ratskeller. : 1 Niederbayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Lokales. LandShu 1, bett 31* Juli —* Das Militär--Verdienstkreuz wurde dem Pionier Herrn Hans Wutz von hier verliehen. i —* Beurlaubt wurde vom Gemeindekollegium auf die Tauer von 4 Wochen Herr G.-B- Ettenkofer. ! , —* Sein 35jäh r. Dienstijnbilä'u'im feiert morgen Herr K. Oberlokomotivführer Geprg Keiler hier. i —* Bös eingegangen ist ein hiesiger Händler, der in München gefaßt wurde, als er auf dem Schleichwege ein größeres Quantum Mehl dorthin brachte. Bei der Durchsuchung seiner hiesigen Wohnung wurden 6000 Mark Goldgeld gesunden, das der Reichsbank zum Umtausch! zugeleitet wurde. —* Heidelbeeren wurden gestern am Markte in mehreren Fällen wegen Ueber schreitung der Höchstpreise beschlagnahmt. —* Die Kohlen Versorgung des Gasioerkes Landshut hat sich! in der letzten Zeit durchatls unbefriedigend gestaltet, und wenn nicht die seitens des Reichskommissars für Kohlenverteilung zugesicherte bessere Bevorratung von jetzt ab in dem von de rGasanstalt mit Nachdruck geforderten Umfange eintritt, so wird die Aufrechterhaltung der Gasversorgung Landshuts im bisherigen Umfang auf große Schwierigkeiten stoßen. Die Gasanstalt weist in einer Bekanntmachung im) Anzeigenteil da­ raus hin, daß die EinschrLnkungsverordmmgen auch: weiterhin- genauesten^ aufrecht erhal­ ten werden müssen. ! —* Die Schlacht- und Viehhofrechlnu ng für 1915 schließt bei 87 774.53 Mark Einnahmen und 84 449 Mark Ausgaben mit 3325.53 Mark Mehreinnahmen ab. Im Ge­ meindekollegium wurde die geringe Abschrei­ bung auf Maschinen beanstandet, die mit 3.5 Proz. erfolgt. Es sollten mindestens 5 Proz. abgeschrieben werden. Das Vermögen weist 807 848.79 Mavk Aktiva und 793 408)42 Mark Passiva auf. : &gt; —* Die Waisenhausstistung schloß im Jahre 1915 in Einnähmen und Ausgaben mit 12 784.35 Mark ab, die Vermögensrech!-! nung mit 4734.21 Mark. Ter Vermögensansweis läßt bei 183 762,10 Mark Aktiva und 15 315.58 Mark Passiva ein Reinvermögen von 168 446.52 Mark ersehen. —* Der städt. Haushaltstitel "Ver­ waltungsdienst" hatte im Jahre 1915 bei 65 812.47 Mark Einnahmen und 10)2 372.29 Mark Ausgaben 36 559.82 Mark Mehrausga-, Ben. Tie Vermögensrechnung weist 66 942.09 Mark Vermögen und 36 559.82 Mark Schul­ den aus. 1 . I</p>
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          <p>Letzte Posten. Reue U-BootSerfolge. WTB. Berlin, den 30. Juli. (Amtlich.) Im Mittelmeer wurden' 5 Dampfer von zusam­ men 19 000 Br.M.-T. versenkt. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Schwerer Eisenbahnunfall. Berlin, 30. Juli. (Amtlich,) Heute Morgen entgleiste auf der Strecke Schneide-, mühl—Berlin die Lokomotive eines Ti-Zuges und hob die letzten 4 Wagen eines auf dem Nachbargleis fahrenden Güterzuges aus dem Gleis. Vom TlZug sind verbrannt 4 Wagen, vom Güterzug 3 Wagen. Tie Zahl der Toten beträgt ungefähr 40. Schwer verletzt sind 1, leicht verletzt 2 Personen.</p>
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          <p>kirchenrechts in Betracht kommen. Ter Ent-l Wurf beschränkt sich daher wie das Beamten-, gesetz auf Bestimmungen allgemeiner Natur. Ebenso ist beim Tienststrafrecht verfahren. Abschnitt X regelt die Verfolgung vermö-, gensrechtlicher Ansprüche der Volksschullehrer und ihrer Hinterbliebenen. Ter Gesetzentwurf weicht hier van dem Rechte des Beamtenge-, setzes insofern ab, als er für diese Ansprüche nicht die Klage vor den bürgerlichen Gerichten, 'sondern den Verlvaltungsrechtsweg eröffnet. Tie letzten Abschnitte handeln von der Fest­ stellung von Haftungen der Volksschullehrer, von den Volksschulfachlehrern, von den Volks-, schullehrern an christlichen Bekenntnisschulen! und an Schulen von Stiftungen und gemein-, nützigen Unternehmungen, von den israeliti-. scheu Volksschulfthrern. Besondere Vorschriften für die Volksschullehrertnnen bringt Abschnitt XV. Tas Dienst-, Verhältnis der .Lehrerin schließt mit der Ehe­ schließung. Tie Volksschullehrerin kann nach« Auflösung der Ehe wieder rat öffentlichen I Volksschuldienst angestellt werden. HA ratet die 1 Bolksschullehrerin im dauernden Ruhestande, so kann ihr die Anstellungsbehörde auf Antrag eine einmalige Abfindung bis zum fünffachen ,'Betrag des Ruhegehaltes gewähren. | Uebergangsvorschriften, Aufhebung und | Aenderung bestehender Vorschriften bilden den I Schluß des Gesetzes, zu dessen Vollzug das ? Kultusministerium Bestimm«ngen erläßt. Ter Jahresbericht der k. Präparan. den schule diente zur Kenntnis. Für Ans ch l u ß von drei Signalisten an das städt. Alarmwerk wurden 600 Mark aus der Kommunalreserve 1917 genehmigt. Zur Instandsetzung der Bürgermeisterwohnung wurden 2200 Mark aus der Re-, serve 1918 genehmigt. Die Stiftung einer Jahresmesse in der hl. Geistkirche durch, die Spitalpfründnerin Maria Karl wurde angenommen. Dem Solanushaus werden die durch den Umbau des Radspielerhauses in ein Säug­ lingsheim fällig werdenden Stratzenherstellungslösten mit 539.40 Mark nachgelassen. Tie Rechnung der Gasfabrik für das Jghr 1917 wird genehmigt und dem Antrage der Leitung des Werkes zugestimmt, den Be­ trag von 10 595,15 Mark dem Erneuerungsfond zuzuführen. Zum Umbau im Stadtbauamt wird ge­ nehmigt, daß die vorgesehenen Mittel mit 2780 Mark voll für die Instandsetzung deS Bauratsbureaus Verwendung finden, ferner ein Betrag von 300 Mark für Polsterung genehmigt. Tie Ausführung der übrigen Einrichltung soU nach, und nach erfolgen. Tie Arbei­ ten werden Herrn Schreinermeister Linseis übertragen. Die Rechnung für kirchliche Zwecke weist 1146.23 Mark Ausgäben auf. Tie Ver­ mögensrechnung ergibt 3-713.66 Mark Schulden. Für Festlichkeiten und Ehru'n'd gen läßt die Etatsposition für 1915 bei 4978 Mark 13 Pfg. Einnahmen und 11 290.98 ML Ausgaben eine Mehrausgabe von 6312.15 Mk. erstreit. ' Tie hl. Geistsvitalökonomie hatte im Jahre 1915 40119.68 Mark Einnahmen und -3043.70 Mark Ausgaben. Der Entwurf eines BolksschnLlehrergesetzes. i II. : Bei der Neuregelung des Tiensteinkonw mens des Volksschulpersonals erfährt die Ge­ haltsregulierung in den Städten Mit mehr als 5000 Einwohnern eine grundsätzliche Aender­ ung. Seither war nur bestimmt, daß die An­ fangssätze nicht niedriger sein dursten als die im Schulbedarfsgesetz vorgesehenen gesetzlichen Mindestgehalte, unter Hinzurechnung des in der betreffenden Gemeinde ortsüblichen Miet­ zinses für eine Wohnung. Künftig ftnd in den Stadtgemeinden die Lehrer mit den Land­ lehrern insofern gleichgestellt, als die Ansangsigehalte und Vorrückungen gleich! hoch bemessen sind. Ein Unterschied tritt insofern ein, als die Mietsentschädigung in den Städten höher und der Selbstverwaltung anheimgegeben ist. Ferner können diese Gemeinden mit ortsstatutarischer Regelung der Lehrergehälter nach Er­ reichung des Endgehalts noch Gehaltsvorrückungen im Betrage von 300 Mark für Lehrer und Hauptlehrer und von 180 Mark für Leh­ rerinnen und Hauptlehrerinnen an den gesetz-lichen Endgehalt anschließen und in Vvrrück-ungsfristen von je drei Jahren anweisen. In Gemeinden unter 5000 Einwohnern sind solche besondere gemeindliche Vorrückungen nicht zu­ lässig. Tie Denkschrift von 1914 hatte die Festlegung eine» gesetzlichen Höchstzahl von sol­ chen Vorrückungen. Gemeinden von mehr als 5000 Einwohnern sollten e ine, Gemeinden mkk mehr als 56 000 sollten zwei und Gemeinden mit mehr als 100 000 Einwohnern sollten drei solcher Vorrückungen gewähren können. Da­ von hat man aber im Gesetz abgesehen. Es sollte doch die Möglichkeit gewährt werden, daß in den größeren Gemeinden unter beson-i deren Umständen auch mehr als drei besondere Gehaltsvorrückmrgen gewährt werden. Jedoch find nähere Anordnungen der beteiligten Staatsministerien über die Gewährung beson­ derer gemeindlicher Gehaltsvorrückungen vor­ behalte«, in denen die Rücksichtnahme auf die wirtschaftlichen Verhältnisse in den einzelne« Gemeinden, dann aber auch auf die Besol- j dungsverhältnifse der etatmäßigen Staatsbe­ amten gewahrt wird. | Tie erste Anstellung soll wie bisher die f Hilfslehrer und Hilfslehrerin sein. Nach! 1 erfolgreicher Ablegung der Anstellungsprüfung soll die Ernennung zum Lehrer und der Leh­ rerin nach Maßgabe des Prüfungsergebnrfses und der Qualifikation erfolgen. Tie Beför­ derung zum Hauptlehrer oder zur Hauptleh-, rerin würde nach&gt; Maßgabe der Etatsmittel des Staates, der die Mittel dafür aufbringt, und nach Tienstalter und Qualifikation erfol­ gen. Tie Gewährung der Gehaltsvorrückun­ gen ist, wie im Beamtengesetz, von befriedigen-, der Dienstleistung und tadelfreiem Verhalten in und außer dem Amte abhängig. Tie Versetzung in den Ruhestand kann der unwiderrufliche Volksschullehrer mit Vol­ lendung des 65. Lebensjahres erbitten oder, wenn er infolge Krankheit dienstunfähig wird. Ueber den Nachweis der Tienstunsähigkeit wer­ den nähere Vorschiristen durch die beteiligten Staatsministerien erlassen. &gt; Tas Ruhegehalt beträgt für die ersten zehn Tienstjahre 35 v. H. des versorgn ngsfäbigen Tiensteinkommens. Es steigt mit dem An­ tritt jedes toeitejeen Tienstjahres bis zum Ein­ tritt in das 20. Tienstjahr jährlich, tim 2. v. H. und bogn Eintritt in das 21. Tienstjahr an jährlich urn 1 v. H. Tas Ruhegehalt darf drei Viertel des versorgungsfähigen Tirnsteinkom-l mens nicht übersteigen. s Zum versorgungsftihigen Tiensteinkommen gehören der Grundgehalt, die angewiesenen Gehaltsvorrückungen, der Nutzarschlag der Dienstwohnung resp. Wohnungsentschädignng. nämlich. 300 Mark für eine Wohnung erster Ordnung, 200 Mavk zweiter Ordnung und 100 Mark dritter Ordnung. Ferner gehören dazu in den Städten die besonderen Geheltsvorrück-, ungen und de» versorgungsfähig erklärte Be­ trag der Wvhnungsentschjädignng. Tie Zeit vor Vollendung des 21. Tienst­ jahres sann bei der Festsetzung der Tienstzeit für die Berechnung des Ruhegehaltes nicht an­ gerechnet 'werden. . Tie Hinterbliebenenverforgung ist im fünf­ ten Abschnitt geregelt. Stirbt der ständige Volksschullehrer im Dienste, so erhalten die Witwe und die ehelichen oder legitimierten Kin­ der für das auf den Sterbemonat folgende Vierteljahr noch! das volle Tiensteirikommen des Volksschullehrers als 'Sterbegehalt. Mutz die Wohnung vor Ablauf dieser Zeiit geräumt iverden, so tritt an ihre Stelle ein-, erntsprechen-, de Wohnungsentschädigung. Witwen erhalten jährlich! zwei fünftes des Ruhegehaltes«,, fett dessen Bezug der. verstorbene Volksschullehrer berechtigt gewesen wäre. Tas Witwengeld beträgt jedoch mindestens 300 Mk. jährlich.. Tas Waisengeld macht für jedes Kind ein Fünftel des Witwengeldes, wenn die Mut-sg erj wsgaatzasq aspnM stq stt figaj &lt;pou xn trägt das Waisengeld ein Drittel der Witwen-, Pension für jedes Kind. Tas Wirwen- und WaisengÄd entfällt für jeden Berechtigten mit dem Ablauf des Monats, indem er sich verhei­ ratet oder stirbt, außerdem für jede Waise mit dem Ablaufe des Monats, in dem sie das 21. Lebensjahr vollendet. * Tie Unfallfürsorge regelt Abschnitt VI der Volksschullehrer, der durch einen in Ausübung des Dienstes erlittenen Unfall dauemd dienst­ unfähig geworden ist, er erhält als Ruhegehalt zwei Trittel seines jäh rlichenTienstetnkommens. Ist der Volksschullehrer infolge eines Tienstunfalles gestorben, so erhalten die Hinterbliebe­ nen SterbegeHalt und Hinterbliebenenrente, die Witwe und jedes Kind ein Fünftel des jährli­ chen Diensteinkommens des Verstorbenen. Abschnitt VIII bringt die Bestimmungen über Tienstaufsicht und Tienststrafrecht. Das zuständige Staatsministerium erläßt die Be-, stimmungen über die dienstliche Beurteilung der Volksschullehrer. Der Volksschullehrer kann verlangen, daß ihm der wesentliche Inhalt der Einträge in seinem Beurtetlungsbogen bekannt­ gegeben wird. Er kamt gegen die Einträge Be­ schwerde erheben. Tie Vorschriften des Ent­ wurfs über die Tienstaufsicht schließen ftch dem Beamtengefetz an. Ebenso tote das Beamten-, ge setz enthält auch der vorliegende Gesetzen^ Wurf keine allgemeine und erschöpfende Re­ gelung des Gebietes der Tienstaufsicht. Hierin einzugreifen, kann um so weniger Aufgabe des Volksschullehrergesetzes sein, als dabei vor­ wiegend Fragen des Schulrechts und desStnats-</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 31. Juli 1918. Wass er 16 Luft 19 Grad C. Grad C</p>
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          <p>Aus Amerika. Amerikanisches Verbrechertum. Wie die "Teutsche Zeitung" berichtet, bringt die amerikanische "Evening Post" die Zuschrift eines gewissen Montegu, worin es heißt: Jchi Bin ein schottischer Kanadier und beabsichtigte, amerikanischer Bürger zu wer­ den. Aber die Tinge, die sich! unter der Maske des .Patriotismus täglich! im Lande ereignen, das Lynchen, das Teeren und Federn und am dere Formen der Gewalttätigkeiten des Mobs, die so gut wie ungestört vor sich; gehen, haben mich,, wie ich, zu meinem Bedauern gestehen muß, von meinen .Plänen abgebracht. I I - Kubas Kriegsbegeistermtg. P Zürich, 30. Juli. Wie Hadas ausNewl York mitteilt, wird Kuba gemäß den von der ^Kammer angenommenen Gesetzen Regimenter M regulärer Truppen sowie alle sich! sreiwil-' Mlig stellenden Mannschaften nach Europa entM senden. UTeutschs-amcrikanischer Gefangenenaustausch. M B erlin, 30. Juli. Tie Anregung zu einem Gefangenenaustausch mit Amerika ist, wie wir erfahren, von Amerika ausgegangen. Deutscherseits hat man dem grundsätzlich zu­ gestimmt. Man wird hoffen dürfen, daß bei diesen Verhandlungen auch! entsprechende Rück­ sicht auf die in Amerika internierten und teil- \ weise widerrechtlich verurteilten deutschen Staatsangehörigen genommen wird. Amerikas Kriegsausgaben. Berlin, 30. Juli. Für die Kriegsaus­ gaben der Vereinigten Staaten sind vom Kon­ greß, wie der "Vossischen Zeitung" aus Bern gemeldet wird, 48 Milliarden Dollar bewil-: ligt, die die Kosten für die Zeit bis zum 30. Juni decken sollen. Davon entfallen 10 Mil­ liarden auf die Anleihen der Entente, 3 Mil­ liarden find als normale Friedensausgaben für diesen Zeitraum zu betrachten, sodaß die speziellen Kriegskosten der Vereinigten Staa­ ten mindestens 35 Milliarden Dollar betragen werden. * HeMröttW Ter Bundesrat hat in seiner letzten Sitz­ ung über die Ausführungsbestimmungen zum Reichsstempelgesetz und Wechseistempelgefetz, Be­ schluß gefaßt. I . II , i Tas Inkrafttreten des Umfatzsteriergesetzes. Das Umsatzsteuergesetz, wird in der nächsten Zeit im Reichsgesetzblatte veröffentlicht wer­ den. Auch die Ausführungsbestimmungen wer­ den voraussichtliche noch in dieser Woche im Zen­ tralblatt für das Teutsch^ Reich erscheinen. Au­ ßerdem wird eine Handausgabe des Gesetzes ünd der Ausführungsbestinmmngen demnächst im Buchhandel zu haben sein. Es ist dringend erwünscht, daß sich, die Gewerbetreibenden, zu denen im Sinne des Gesetzes auch! die Land­ wirte gehören, so bald wie möglich mit den Vorschriften des Gesetzes und den Aussührungsbestimmungen vertraut machen. Entstehen ihnen doch bereits vom 1. August ab neue Pflichten, deren Verletzung, erhebliche Nachteile mit sich bringen würde, insbesondere die Verpflichtung, über ihre sämtlichen Einnahmen Aufzeichnun­ gen zu führen. Tie Steuer selbst wird, so­ weit die allgemeine Umsatzsteuer in Betracht kommt, im Januar 1919 aus Grund dieser Aufzeichnungen deklariert und gezahlt werden müssen Don erhöhter praktischer Bedeu­ tung schon für die nächste Zeit sind die Bestim­ mungen des Gesetzes und die Aussührungsbestiminnngen für diejenigen Geschäftsleute, wel­ che Luxusgegenstände im Sinne des ^Paragraph 8 des Gesetzes vertreiben. Es handettt sich! hier um alle' diejenigen Geschäfte, dies Juwelier-, und Silbermetallwaren einschließlich verfilber-, ter und vergoldeter Waren, einschließlich alter Drucke und sonstiger Sammelgegenstände. Erzeugnisse des Buchdrucks auf besonderem Pa­ pier mit beschränkter Auflage, photographische Handapparate, Flügel, Klaviere, Harmonien u. § mechanische Musikinstrumente, Billards, WafI fen, Automobile, Wägen, Segel- und Ruder­</p>
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