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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-08-12"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 218</biblScope>
          <date when="1918-08-12">1918-08-12</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Die gewaltige Schlacht im Westen.</p>
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          <p>Ausdehnung der feindlichen Angriffe von der Acre bis zur Oise. — Alle englisch-französischen Angriffe abgeschlagen. — Andauernde Angriffe der Ententetruppen an der italienischen Front. — Die deutsche Gesandschaft in Rußland von Moskau nach Pskow verlegt. — Kriegszustand zwischen Rußland und der Entente?</p>
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          <p>WTB. Berlin, den 11. August 1918. Mroßss Hauptquartier.) Westlicher Kriegsschauplatz. WTB. Berlin, den 11. August 1918. Mroßss Hauptquartier.) Westlichsr 8rtf Heeresgruppe des «eneralfeldnmrschall» Kronprinz Rnpprccht von lvatzern Zwischen Nstr und Ancre ließ die erhöhte Gesechtstätigkeit tagsüber nach . Am Abend leb­ te sie vielfach wieder auf. Stärkere Vorstöße des Feindes beiderseits der Lhs wurden ab­ gewiesen. ( | I i !, An der Schlachtfront hat der Feind seine Angriffe bis zur Oise ausgedehnt .Zwischen Ancre und Somme brachen sie vor unseren Linien zusammen. Südlich der Somme blieb die feindliche Infanterie nach ihrem Mißer­ folge am 9. August untätig. Starte Teilangriffe des Gegners bei Rainecourt und gegen Lihons scheiterten in unserem Feuer und im Gegenstoß. Tie Hauptkraft der gestrigen Angriffe war ge­ gen unsere Front zwischen Lihons umb der Avre gerichtet. Oestlich von Rosieres rund bei­ derseits der Straße Amiens—Rohe ^schlugen wir die mehrfach wiederholten feindlichen An­ griffe ab .In den beweglichen Kämpfen gegen feindliche UeberMacht und gegen den Massen­ einsatz von Panzerwagen kam auch hier wie­ derum die unerschütterliche Angriffskraft un­ serer Infanterie voll zur Geltung. Vielfach! brach der Ansturm des Feindes schon im Feuer unserer Artillerie zusammen .Vor einem Tivisionsabschnitte liegen allein mehr als 40 zerstörte Panzerwagen. Zwischen Avre und Oise setzte der Feind nach heftiger Artillerie­ vorbereitung zu starken Angriffen gegen un­ sere alten Stellungen von Montdidier bis Authenil an. Er vermochte unsere gestern ge­ meldete neue Kampflinie östlich von Mont­ didier nicht zu erreichen. Unsere Nachhuten! empfingen den Feind in unserer allen Stel­ lung mit starkem Feuer und wichen darauf kämpfend über die Linie Laboissiere—Hainvillers—Ricquebourgj—Märest aus. Sehr rege Fliegertätigkeit über dem Schlachtselde. Wir sshvssen wiederum 23 feind­ liche Flugzeuge und einen Fesselballon ab. Leutnant Kroll errang seinen 33., Leutnant Veltjens seinen 24 .und 25., Leutnant NeuMann seinen 21., 22. und 23., Leutnant Auf­ fahrt seinen 21. Luftsteg. { | Heeresgruppe des deutsche« Kronprinzen. An der Vesle wurden Angriffe des Fein­ des zwischen Fiswes und Cvurlandon abgewe­ sen. i In der Champagne westlich der Straße SoMme—Ph&gt;—Souain TeiMmpfe, in denen wir Gefangene Mächten. &gt; &gt; T«r 1. Generalquartiermemev: Es&amp;egsetff. ; . * .. - Die Heeresberichte. Der deutsche Bericht. WTB. Berlin, Len 10. August 1918. Großes Hauptquartier: MsHltchee Krles»fDa«plcktz. Heeresgruppe des Gezrcralseldmarschalts Kronprinz Siupprecht von Bayern. J Rege Tätigkeit des Feindes zwischen User und Ancre. An vielen Stellen dieser Front führte der Feind Vorstöße und Teilangriffe, die vor unseren Linien und im Nahkampf abge­ wiesen wurden. Engländer und Franzosen setz­ ten gestern unter Einsatz starker Reserven ihren Angriff auf der ganzen Schlachtfront zwißhjen Ancre und Avre fort. Beiderseits der Somme und rücklings der Straße Foncsuchurt— Villers Bretonneux war­ fen wir den Feind durch Gegenstoß zurück. Er erlitt hier schwere Verluste. I In der Mitte der Schlachtfront gewann der Feind über Rosieres und Hangest Boden. Unsere Gegenangriffe brachten ihn westlich! von Lihons und östlich der Linie Rosieres—Montdi­ dier zum Stehen. ' ; : , Während der Nacht nahmen wir die ort der Avre und am Tvmbache kämpfenden Trup­ pen in rückwärtige Linien südöstlich von Mont­ didier zurück. | i i Südöstlich von Montdidier schlugen wir einen starken Teilangrisf der Franzosen in unseren Linien ab. Ueber dem Süachtfelde schossen wir 32 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant Löwenhardt errang seinen 52. und 53., Leutnant Übet seinen 46., 47. und '48., Hauptmann Berthold seinen 41. und 42., Leutnant Freiherr v. Richt­ hofen feinen 36. und 37., Leutnant Billik sei­ nen 30. und 31., Leutnant Bolle seinen 29., Leutnant Könneke seinen 26., 27. und 28., Leut­ nant Neumann seinen 20 .Luftsieg. Heeresgruppe des deutsche« Kronprinzen. Zeitweilig auflebender Feuerkampf an der Aisne und Vesle &lt; * WTB. Berlin, 10. August. Amtlicher Abendbericht: &gt; . Ausdehnung der Schlacht von der Ancre bis zur Oise. Angriffe des Feindes sind nur bis zur Oise. Angriffe des Feindes sind vor unseren Kampfstellungen gescheitert. L:Lu J. 1 - w WTB. Berlin, Len 10. August 1918. Großes Hauptquartier: MsHltchee Krles»fDa«plcktz. Heeresgruppe des Gezrcralseldmarschalts Kronprinz Siupprecht von Bayern. J Rege Tätigkeit des Feindes zwischen User und Ancre. An vielen Stellen dieser Front führte der Feind Vorstöße und Teilangriffe, die vor unseren Linien und im Nahkampf abge­ wiesen wurden. Engländer und Franzosen setz­ ten gestern unter Einsatz starker Reserven ihren Angriff auf der ganzen Schlachtfront zwißhjen Ancre und Avre fort. Beiderseits der Somme und rücklings der Straße Foncsuchurt— Villers Bretonneux war­ fen wir den Feind durch Gegenstoß zurück. Er erlitt hier schwere Verluste. I In der Mitte der Schlachtfront gewann der Feind über Rosieres und Hangest Boden. Unsere Gegenangriffe brachten ihn westlich! von Lihons und östlich der Linie Rosieres—Montdi­ dier zum Stehen. ' ; : , Während der Nacht nahmen wir die ort der Avre und am Tvmbache kämpfenden Trup­ pen in rückwärtige Linien südöstlich von Mont­ didier zurück. | i i Südöstlich von Montdidier schlugen wir einen starken Teilangrisf der Franzosen in unseren Linien ab. Ueber dem Süachtfelde schossen wir 32 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant Löwenhardt errang seinen 52. und 53., Leutnant Übet seinen 46., 47. und '48., Hauptmann Berthold seinen 41. und 42., Leutnant Freiherr v. Richt­ hofen feinen 36. und 37., Leutnant Billik sei­ nen 30. und 31., Leutnant Bolle seinen 29., Leutnant Könneke seinen 26., 27. und 28., Leut­ nant Neumann seinen 20 .Luftsieg. Heeresgruppe des deutsche« Kronprinzen. Zeitweilig auflebender Feuerkampf an der Aisne und Vesle &lt; * WTB. Berlin, 10. August. Amtlicher Abendbericht: &gt; . Ausdehnung der Schlacht von der Ancre bis zur Oise. Angriffe des Feindes sind nur bis zur Oise. Angriffe des Feindes sind vor unseren Kampfstellungen gescheitert. L:Lu J. 1 - w WTB. Berlin, 11. August. Amtlichen Abendbericht: i | An der Schlachtfront zwischen Ancre und Oise sind heftige Angriffe des Feindes ge­ scheitert. ! j</p>
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          <p>Bericht des Admiralstabes. Kette N-Vootserfokge. WTB. Berlin, 10. August. ' (Amtlich.) Westlich des Kanals und an der Ostküste Eng­ lands versenkten unsere Unterseeboote, zum Teil aus stark gesicherten Geleitzügen, 15 000 Br.Register-Tonnen. i , Tier Chef des Admiralstabes der Marine, i</p>
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          <p>WTB. Wie n, 10. Auguch, mittags. — Amtlich wird gemeldet: StarteniIcher Kriegsschauplatz. An der venetianischen GebirgSfront kam es gestern wieder zu größeren Jnfanteriekäm-, pfen. Zwischen Canowe und Asiago gingen in den frühesten Morgenstmü&gt;en die Ententetrup­ pen nach einem gewalligen Feuerschlag in ten Wellen zum Angriff über. Tie feindli­ chen Sturwkolonnen wurden überall unter schweren Verlusten geworfen. Wo es ihnen vorübergehend gelang, in unseren Linien Fuß AN fassen, trieben wir sie iw Gegenstoß zu­ rück. Ebenso scheiterten alle Versuche desFeindes, sich im Asolonegebiet auszubreiten, an dem tapferen Widerstände unserer Truppen^ An den übrigen Frvntteilen Artilleriefeuer und Patrouillengeplänkel. ; s Mlanien. Die Lage ist unverändert. Ter Chef des Generalstabs. m WTB. Wien, den 11. August, mittags. Amtlich wird gemeldet: Aus der Hochfläche der Sieben Gemein­ den wiederhollen die Ententetruppen gestern früh ihre schlagartigen Angriffe. Täs Kampf­ feld dehnte sich zwischen Canove bis in den Raum Col bei Rosso aus. Ter Feind wurde nach erbittertem Ringen überall zurückgewor­ fen und erlitt sehr schwere Verluste. Es wur­ den Engländer, Franzosen und Italiener ge­ fangen. Unter den tapferen Verteidigern fällt den ungarischen Regimentern 82, 101, 138 be­ sonderer Anteil am Erfolg zu. 1 j Sonst weder an der italienischen Front noch in Albanien Ereignisse von Belang. i Ter Chef des Generalstabes. ( Der österr.-ung. Bericht.</p>
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          <p>Der türkische Bericht. WTB. Konstantinopel, 9. August. Amtlicher Heeresbericht: ' 'Palästinafront: An der Eisenbahn TulKerm wurde eine starke feindliche Aufklärungs­ abteilung blutig abgewieseu. Bei geringem! Artilleriefeuer lebhafte Fliegertätigkeit quf der ganzen Front. Aufständische, die sich im Rilkfen unserer im Hedschas kämpfenden Trupipen festsetzten, wurden nach hartem Kampf in die Flucht geschlagen. Ostfront: Südlich des Unnia-Sees besetzten wir Mijarduah. Auf den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. ] , Tie Trntfchen vom pazifistischen Ozean 1 ausgeschlossen. Wie der Rotterdamer Courant berichtet, '.hat Senator Salisbury im amerikanischen Se­ nat einen Antrag eingebracht, der ein Einver­ nehmen der Alliierte« in der Frage bezweckt, Deutschland für alle Zeiten vom pazifisti­ schen Ozean auszuschließen.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegschauplatz. Die Befchiestnng hon Paris. Tie Erfahrungen haben laut "Petit PariSfien" die Teutschen dahingebracht, ein deutlich erkennbares System in die Beschießung der Pa­ riser Bezirke und Umgebung zu bringen. Tas Ergebnis des 4. Tages der Beschießung beider Pariser Seine-User veranlaßte neue Mahnun­ gen an die Bevölkerung, Gespräche über die Trümmerstätten und die Opferzahl zu unter­ lassen. Tie Untersuchung Über die aufgefunde­ nen Granatenteile wird fortgesetzt. Die E«tenteoffensive. Genf, 11. Aug. Tie französischen Zeitun­ gen Verhalten sich noch, sehr reserviert gegen­ über der neuen Offensive und warnen davor, frühzeitige Urteile zu fäUen. Tie Schlacht habe vrst begonnen. UebereinstimMend machen alle 'Zeitungen daraus aufmerksam, daß das Ziel der Offensive eine Entlastung von Amiens</p>
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          <p>der Beratung geht das Parlament auseinander. Tie Negierung, die den Auftrag erhielt, sofort mit dem Thronkandidaten in Verbindung zu treten, ruft nach definitiver Stellungnahme des betreffenden Kandidaten den Landtag zu einer außerordentlichen Tagung zusammen, da der Landtag die KönigÄvahl vorzunehmen hat. Wann dieser außerordentliche Landtag zusam­ mentreten wird, ist heute natürlich noch unge­ wiß. i 1 ' Tie deutsche Schiffahrt nach Finnland. Aus Christiania wird der "B. Z. a. M." zufolge gemeldet: Tie deutsche Schiffahrt nach allen finnischen Ostseehäfen ist jetzt nach, einer Meldung der "Nationaltidende" sehr lebhaft, irischen Häfen beladen ab. Als Gegenleistung Jede Woche gehen 40 deutsche Tampfvr von sinfür seine Ausfuhr erhält Finnland Salz, Eisen und Steinkohlen. | I i l , | I</p>
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          <p>Eine Granatenexplosiott in Tublin. ! f Dem "Nieuwe Bureau" zufolge wird aus Dublin gemeldet: Tie Explosion einer Gra­ nate in einer Straße von Tublin in der Nacht vom 1. August, wobei 2 Häuser zerstört wur­ den, hat große Unruhe und Aufregung hervor­ gerufen, weil niemand sich erklären könnte, woher die Granate kam. Später wurde festgegestellt, daß ein Mit einem Geschütz bewaffnetes Segelboot einen Schuß abgefeuert hat, aus wel­ chem Grunde, ist unbekannt. [ | j Protest der englischen Arbeiter, i ■] Ter RvtterdaMer Courant ^berichtet aus London, daß die parlctMentairische Kommission des Gewerkschaftskongresses und die Leitung der Arbeiterpartei eine Protestresolution ge­ gen die Verweigerung der Pässe an Henderson und Bewersman angenommen hat. Wan will auf dem bevorstehenden Gewerkschaftskongreß die Bestätigung des Protestes beantragen. Der Krieg mit England.</p>
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          <p>Japan im Kriege. Die Japaner in Sibirien. Stockholm, 11. Aug. Das offizielle Or­ gan der sibirischen Regierung gibt bekannt, daß Japan 500 Millionen Rubel vorstreckte zur Organisierung einer starken Armee. Tie si­ birische Regierung ihrerseits habe dagegen die Verpflegung der japanischen Trüßpen in Si­ birien übernommen. , [ | i &lt; Tie Japaner in Sibirien. | i Ter Vormarsch der Japaner im fernen Osten erstreckt sich bereits tief in das russische Hinterland hinein, wie sich aus nachstehender Trahtung ergibt: ( 1 Stockho lm, 11. August. Nach den letz­ ten aus Wladiwostok eingetroffenen Meldungen sind, wie der Korrespondent der "Telegraphen­ union" erfährt, die japanischen Vorposten bis zum Baikalsee vorgedrungen, wo sie Verbin­ dung mit den sich dort Wagenden Bataillonen suchen. &gt; i f I 1 i !, Wie weiter aus Stockholm gemeldet wird, sind neben den japanischen Truppen auch gleW Bergbauingenieure «ach Sibirien gekommen, um die dortigen Gvubena uszunutzen. Damit die Ausbeutung möglichst rasch bor fi$| geht, wurden zu den Arbeiten in den Gruben Tau­ sende von Chinesen entsandt. &gt; [ l</p>
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          <p>Eine neutrale Vermittluugsaktion. Unter den neutralen Staaten scheinen die' zunehmenden Kriegsleiden eine ernste Beweg­ ung in Gang zu bringen, die die Anbahnung von Friedensverhandlungen zum Ziele hat. schwedischen Regierung geplanten SWitt liegt Ueber einen nach dieser Richtung hin von der folgende beachtenswerte Meldung vor: ' | tStockholm, 10. Aug. Tie der schwedischon Regierung nahestehende Zeitung ,,'Soenska Morgenbladet" führt heute in einem besonderen' Artikel aus, daß es wünschenswert sei, wenn die schwedische Regierung zusammen mit anderen netrtralen Regierungen denKriegjÜhrenden ih­ ren Tienst als Friedensvermittler rrnböte. Im Anschluß hieran bemerkt das Blatt: "Man kann glücklicheriveife danach, was verlautet, voraus­ setzen, daß die schwedische Regierung ihre Auf­ merksamkeit auf diesen Punkt gerichtet hat. Bon einer Sette, die als unterrichtet ange­ sehen werden kann, wird mitgeteilt, daß in aller Stille Untersuchungen angestellt wurden, um feste Linien für eine neutrale Vermittlungsaktion zu finden und daß diese Untersuch­ ungen nicht abgebrochen wurden. Es sshpint, als sei die Initiative in der rechten Richtung schon ergriffen und als würden vorbereitende Verhandlungen zwischen den neutralen Staaten bereits geführt. Man kann somit bloß hof­ fen, bttli diese Verhandlungen in nicht allzu­ ferner Zukunft zum Ziele führen". j &gt; Aus neutralen Ländern.</p>
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          <p>Tages-Übersicht. Tages-MerM General von Karlowitz Arinee:fnhrcr. Laut "Sächsischer Etaatszeitung" ist 'der sächsische General der Infanterie von Karrlowitz, bisher Führer eines Armeekorps, zum Oberbefehlsha­ ber einer Armee ernannt (norden. Er war 1914 sächsischer Kriegsminister, übernahm bald nach Kriegsausbruch, ein Korps und leitete in den bisherigen Kämpfen die Schlacht bei Armentieres. ' [ | ' ’i [ , { Dr. Helfferich tohrt nach! Moskau zurück. TerReise TirHelfferichs nachBerlin liegt eine besondere Veranlassung nicht zugrunde.Es han­ delt sich lediglich, um eine Bertichjterstattung. ? Tie hier, und da aufgetauchten Gerüchte, als ob Tr. Helfferich aus seinen Moskauer Posten nicht Mehr zurückkehren werde, entbehren jeg­ licher Begründung. 4 Gutem Vernehmen nach' begab sich Tr. Helfferich! gestern früh ins Moße Hauptquartier zum Vortrage. ' ; Ein neuer Lichnowskh-Fall? Ter Krefelder Professor. Tr. Buschbull mächt in der "Köln. Volksztg." darauf aufmerksam, daß Fürst Lichnowskh zwar eine dänische Uebersetzung seiner Schmähschrift aus dem BuchtIanbei zurückzog, aber nicht verhinderte, daß ein Züricher Verlag die SchmähMpist in deut­ scher Sprache zusammen Mit den Reden Grehs und Pichons nebst einem Brief Tr. Mühlons verbreite. Wenn Fürst Lichnowskh dagegen kerne Schritte ergreife, so wäre ein neuer Lichjnowskh-Fall entstanden, bevor der erste erle­ digt ist. l ( [ 1 L 1 ,i ! I i l l</p>
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          <p>mit einem Türch schnittsgewijchte von '400 Gr. Marken anzurechnen. — Kranke erhalten zwar nicht die Grundration, aber ihre Fleifth^gulage wöhrend der fleischlosen Wochen weiter. Sie müssen das Fleisch, das aus die fleisch!« losenWochen trifft, jedoch nasch! nähererWeisung des Kommunalverbandes in der "vorhergehen­ den Woche beziehen. Die .Personen, welche we­ gen ihrer anstrengenden körperlichen Arbeit Fletschzulagen erhalten (z. W. "Schwerstar­ beit e r) erhalten während der fleischlosenWochen in Erweiterung ihrer regelmäßigen Zu­ lage 400 Gramm Fleischwurst durch! die Bayer. Fleischversorgungsstelle. | | i ! s</p>
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          <p>Zur Lebensmittelversorgung. gab am Samstag Herr Bürgermeister Tr. Her. terich in der Magistratssitzung eine Erklärung ab. die von weittragender Bedeutung ist. Er führte aus: I 1 ' Meine Herren! In den letzten Tagen ha­ ben 2 Vertretungen der Bevölkerung bei mir vorgesprochen. Vor einigen Tagen eine von 3 Frauen, welche die hier herrschende WMf not schilderten und um Abhilfe baten. Richtig ist, daß die Milchversorgung hier auf einem solchen Minimum angelangt ist, daß wohl in Mitchversorgung so darniederliegt, wie hier, »keiner Stadt des rechtsrheinischen Bayerns die Vorgestern nachmittags sprach nun eine 'Vertretung der freien Gewerkschaften bei mir vor die in mehr als einstündiger Ausführung ihre Bitten und Beschwerden in durchaus ruhrger und sachlicher Weise vorbrachten. Ihre Antrüge gipfelten darin: i 1. Besserung der Milchversorgung, ! 2 .endliche Heranführung von Kartoffeln oder als Ersatz der seit Wochen fehlenden Kar­ toffel eine Brot&gt; und Mehlzulage, ! 3. endliche Gewährung des von der Reichs­ stelle versprochenen Ausgleichs für die fletsch!losen Wochen. ► i &gt; ■ ■ Mit Recht hat sich auch! diese Vertretung gegen die ungleichmäßige Bevorzugung der 'Stadt Berlin aufgehalten. l Meine Herren! Tie Ernährungsschwrerrgfeiten dieser Uebergangswochen zwingen mich auch von dieser Stelle aus ein ernstes Wort an die verantwortlichen Stellen zu richten. In einer Zeit der grüßten wirtschaftlichen Not geht es nicht an, in die Bevölkerung einen Keil zu treiben dadurch, daß, eben citier Stadt Berlin 250 Gramm Fleisch, einer Stadt München, Nürnberg, Augsburg, Fürth, Kai­ serslautern und Ludwigshasen aber 200 GraMm 'Fleisch und allen übrigen bayerischen Städten nur 180 GraMm Fleisch Zugewiesen werden sollen. Twrmr nicht genug, soll als Ersatz des Fleisches in der 1. fleischlosen Wo/chp in den Städten über 100 000 Einwohner (ob dazu Ludwigshasen, Fürth und Kaiserslautern wohl auch wieder gerechnet werden?) 250 Gramm Mehl, in den übrigen Städten aber nur 185 Gramm Mehl, in den späteren fleistDosen Wo­ chen in den Städten Wer 100 000 Einwohnern, 3 Pfund Kartoffeln, in allen übrigen Städten nur 2.5 Pfund Kartoffel gewährt werden. Eine solche durch, nichts gerechtfertigte Zu­ rücksetzung der Bevölkerung der Mittleren Städ­ te in der Zuweisung der notwendigsten Lebens­ rnittel dürfen wir als berufene Bertrster des Kommunaloerbandes nicht stillschweigend hin­ nehmen. Wir müssen vielmehr entschieden und lauten Protest dagegen erheben. i Glaubt man denn wirklich ernstlich, daß der Hunger und das ErnährungsbedürsnA der Bevölkerung nach der Größe der Städte abge­ stuft ist? Tie Bevölkerung in den mittleren Städten tut sich genau so schwer, ja noch, schwe­ rer wie die Bevölkerung in den Großstädten. Von der sag. landwirtschafllichen Umgebung haben die mittleren Städte gar nichts. Tie Einwohner der Großstadt sind es, die auf Hunderte von Kilometern hinaus das Land auf ihren Hamster- und Schleichhändlexfahrtenl aussaugen. Tis Preise, die sie dabei, cmttgen, können von der Bevölkerung dev mittleren Städte nie geboten werden. Preise von 12, 15 und 18 Mark für das Pfund Buttzr legen eben nur die im Kriege pilzartig in den G-roKstädten emporgeschossenen Parvenus, die ge* .wissenlosen Kriegsgewinnler der Großstädte, Oie Schieber und Schleichhändler der Großstädte an, solche Preise zählt Wohl auch not|j dev hochentlohnte Rüstungsarbeit«: der Großstadt, während unsere gering entlohnten Arbmter — wie die Vertreter der freien hiesigen Gewerk­ schaften vor mir mit Recht betonten — «chW in der Lage sind, solche Wucherpreiss anzu­ legen. Und selbst wenn es unsere BevöKeruirg könnte, will man denn wirklich das geordnete Versorgungssystem noch mehr zerstören, wAl rnan denn in einer Zeit, wo man nur immer« der restlosen Erfassung aller Lebensmittel das Wort redet, wirklich noch, weitere Kreise zum Hamstern auf das Land hinaustreilen. Wir werden ganz rücksichtslos einschreiten, gegen jegliche Ausführ von Lebensmitteln aus unserem Kommunalverbande und fordere ich zur Mitwirkung die gesamte Bevölkerung auf, indem ich darauf hinweise, daß aufgrund eines früheren Magistratsbeschlusses derjenige, der einen Schleichhändler so überführt, daß, ihm die Ware abgenommen werden kann, sowie derjenige, der die Ausführ von Lebensmitteln' aus dem Kommunalverbande verhindert, nam­ hafte Belohnung zum Teil auch in Natura erhält. , Tie Unrichtigkeit der differenzierten ^Be­ handlung der Bevölkerung wurde noch vor wenigen Wochen vom bayerischen Städtetag, von der bayerischen Lebensmittelstelle, sowie vom bayerischen Ministerium an­ erkannt. Wan hat es damals mit Recht abge­ lehnt, das preußische System nachzumachen und die Fleischzuweisung nach der Grütze der Stadt abzustufen. Nunmehr hat man, wie leider schon so oft in diesem Kriege, dem verderb­ lichen Beispiele Preußens folgend, diese gesun­ de Ausfassung verlassen. Wie 'kurzsichtig dies ist und tote berechtigt Meine vorstehenden Ausführungen sind, ,mögen Sie aus Folgendem ersehen: In den Münchener Zeitungen wird soeben darüber gejammert, daß die Kohlenversorgung aus dem daher. Oberlande sehr Zurückgegangen ist, weil die dortigen Bergarbeiter infolge der starken Hamstersahrten den Lebensunterhalt nicht mehr flnden tonnen. Im fetten Atemzuge indem man das anerkennt, behauptet man aus der anderen Seite, die FMjchration der mitt­ leren Städte deshalb herunterzusetzen, weil die Bevölkerung dorten leichter Hamstern könnte. Wir haben bisher geduldig unsere Not ge# tragen, wir haben seit Wochen ohne jegliche Kartoffel daraus gewartet, bis endlich die von der Landeskartosfelstelle versprochenen Kartof­ fel eintreffen würden, wir haben geduldig tele­ phoniert, depeschiert, ohne ein Pfund Kar­ toffel zu erhalten. Heute erstmals nach lan­ gen Wochen kann ein Pfund Kartoffel pro Kopf verteilt werden, so groß ist hier die Not. Wan vergleiche damit die Kartoffetversorguug in München, Augsburg, Nürnberg, FZürth, Berlin und trotzdem gibt man Den erwähinten Städten eine größere Fleischration. ! | Wenn wir auch nicht das Beispiel manch/ anderer Städte nachahmen wollen, die — wie ungezogene Kinder glauben — je Mehr sie schreien desto mchr sie bekommen, so müssen wir doch unsere Not so laut schildern, daß sie auch an der obersten Stelle nicht ungehört ver­ hallt. Unsere Milchversorgung ist die denkbar schlechteste, unsere Kartoffelversorgung liegt seit Wochen völlig darnieder, unsere Mehlver« sorgung hat uns nicht gestattet, angebliche Re­ serven auszuschütten, unsere Gem'üseversorgun'g ist — wie aus der geographischen Lage erklär­ lich — schlitzt, infolgedessen können wir mit Recht fordern, daß wir die Fleischration von 200 Gramm bekommen. Ich beantrage daher: 1. Protest gegen die Differenzierung in der Fleischversorgung bei der daher. Fleisch­ versorgungsstelle und betn Ministerium einzu­ legen und um Zuweisung der 200 Oferomm aus den erlvähnten. Gründen zu bitten. 2. die Kreisregierung um entschiedene Un­ terstützung zu ersuchen, , S. dem Landtag ehre diesbezl. Vorstellung zu unterbreiten, damit derselbe bei feinem Zu­ sammentritt sich mit dieser grundsätzlichen Lrage^besaßt, &lt; 4. an den bayerischen Städtetag sich als solchen zu wenden und 1 &gt; 5. durch ein RunVWreiben an gleich, uns betroffene bayerische Midie, diese zum ein* heitlichsn Vorgehen aufzufordern. | Der Magistrat stimmte den Ausführungen | des Herrn Bürgermeisters rückhaltlos uwb einI mittig zu und genehmigte die gestellten An1 träge. £/ i i [ f</p>
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          <p>Landrhut, bett 12. August. 1 —* Was Bürgerrecht wurde gegen Be­ zahlung verliehen dem Postober schasfner a. Kl. Georg Köppel und gebührenfrei den Kriegsteil­ nehmern: WtUenlackierer Anton König, Fabrik­ arbeiter Anton Emmer und stM, FleWbePchauer Hermann Mstner " , i .. . i —* Als Schiedsmann bet AMieseuheit des KreisbevollMiächtigten wurde auf Antrag der bayer &gt; Fleischversorgungsstelle der Schwai­ ger Herr Georg StraM aufgestellt, i M . —* Zum Haushaltsvoranschlag ha^ t« das Kollegium der Gemeindebevollmchhtig-' t«n beschlossen, die Position "BesitzveräuderungSabgab«" von 30 000 Wart auf 36 000 Mk. zu erhöhen und die dadurch gewonnenen 6000 Wart dem Reserveftmd zuzuführen. Ter Ma­ gistrat stimmt« diesem Beschlusse nunmehr zu, lo daß der Voranschlag für das heurige Iahst damit endgültig genehmigt ist. 1,11 —* Sprechstunde. Herr Bürgermeister £t&gt;. Herterich betonte in der letzten Magistratssitzung, daß sein Parteiverkehr jetzt von 8 Uhr früh bis 6 Uhr und oft bis 7 Uhr abends dauere. Dreiviertel des Marteiverkehres Hörnt* tet aber an anderen Amtsstellen oder auch tele­ phonisch oder schpiftlW erledigt werden. Ihm sei durch, diesen regen Verkehr aber jede Mög­ lichkeit genommen, 'sich in sein Amt einzuar­ beiten. Sr könne sich den Bureauarbeiten nicht widmen, umsomehr, als er jetzt tagelang in der Lebensmittelstelle benötigt sei. Er kenne weder die Stadt, noch" die Akten, die ihm auf den Tisch gelegt werden. ES sei daher dringend nötig, daß er eine Sprechstunde einführe. In den Nächsten Wochen solle diese täglich! von 11 bis 12 Uhr festgesetzt werden. Ter Magistrat stimmt« diesem Vorschlage zu. t i i ! —* Die neuen Lebensmittelmarken, werden erat nächsten Mittwoch in den 15 VerteilungMkalen tonn 3 bis halb 7 Uhr abgege­ ben. ' MM Mt i i An Fett erhalten wir diese Woche 09 Gramm Butter für den Anteil. 1 ■. | möchte daher an die Bevölkerurch die herzliche Bitte richten, Geschenke zu bringen. Jede, auch! die kleinste Gabe ist willkommen. Tie Freiw. Sanitätskolonne hat, wie bisher, die Organisa­ tion des Unternehmens in die Hand genommen, hat die hl. Geistspilalstiftnng 6 Ster Holz —* Zum Glückshäsen für den Opfertag gespendet, die in 6 Treffern zur Verlosung geKoks zur Verfügung gestellt, der Kommunallangen, das sistdt. Gaswerk hat 5 Zentner verband endlich hat markenfreie Lebensmittel gespendet, die in einzelnen Losen zur Abgabe gelangen. Das.Publikum möge diesem Beispiel folgen und möglichst viele Gaben dem GlücksHafen zuwenden, damit dieser fernen Zweck firfiiffeit foulte ! i * —* Die Kartoffelbewirtschaftnng. Ter Kommnnalverband Landshut hat endliche einen Waggon Kraut zum Verkaufe bringen können und am Samstag kamen die ersten Frühkartoffeln zur'Abgabe und zwar 1 Pfund auf den Kopf. Hierzu erklärte Herr Bürger­ meister Tr. Herterich in der letzten Magistrats­ sitzung: Tie Kartoffelb ewirtschaftnng mache große Schwierigkeiten. Tie Stadt sei von der Landeskartosfelstelle aufgefordert, dafür zu sor­ gen, daß die Schwierigkeiten der Versorgung heuer nicht ins Uferlose wachsen. Es sei au$i richtig, daß die einzelnen Kommnnalverbände selbst nach Ordnung sehen. Er bringe dazu in Erinnerung, daß Kartoffeln nur gegen Marken abgegeben werden dürfen. Er richte daher an die Landwirte einen ernsten Appell, daß sie ihre | Kartoffeln dem Kommunalverband zur Ver­ fügung stellen. Tie Landwirte müssen sich ans­ weisen, daß sie ihre Vorräte in legaler Weise an Landshuter abgesetzt haben und können dies nur durch Marken tun. i j, 1 —* Teures Vergnügen. In lustiger Gesellschaft durchkneipte ein Korbflechter die Nacht vom Samstag auf Sonntag. Als er am Sonntag früh in der Neustadt aufgefunden wurde, fehlten ihm 800 Mark, die er bei sich getragen hatte. " ( - - M i I 1 —* Für Frühäpfelund Frühbirnen gelten hier nach Magistratsbeschluß die von der Landesstelle für Erzeugungsgebiete festgesetzten Preise von 36 Mark für den Erzeuger, 38 Mark frei Bahnhof, 41 Mark Großhandelspreis und 42 Mark Händlerpreis. , l [ Lokales. —* Den Zuschuß zur Volksküche hat das k. Bezirksamt von 60 auf 200 Mark erhöht, wovon der Magistrat in seiner letzten Sitzung mit herzlichem Dank Kenntnis nahm. | ' —* Vom Kriegswucheramt wurde am letzten Freitag durchs einen Beamten unser Vik­ tualienmarkt kontrolliert. Labei muß.te fest­ gestellt werden, daß 'die Preise für Geflügel in unglaublicher Weise überschritten wurden. Für Enten wurden statt 8.5—10 Mark gleich. 18 Mark verlangt, für Hühner statt 4—5 Mark bis zu 9 Mark. Tas Geflügel wurde beschlag­ nahmt. Herr Bürgermeister Dir. Herterich be­ wirte, daß das Publikum und besonders die •k£&gt;aufstauen das Eingreifen des Kriegswucher, amtes dankbarst begrüßten. Ob allerdings die Zufuhren nicht darunter leiden, sei eine andere Frage. Wer eine Preistreiberei, wie sie auf Hiesem Gebiete hier getrieben wurde, ist auch in Großstädten nicht getrieben worden. Tie Kontrolle ist auch auf Antrag der Marktinspektion München veranlaßt worden mit der Be­ gründung, daß Münchner Händler nicht mehr in der Lage seien, in der Landshnter Gegend ein Hühnchen aufzukaufen. Wer wir wollen das Kind beim! rechten Namen nennen. Tie Preise sind verdorben worden durch die Mün­ chener Händler, welche die Preise in die Höhe getrieben haben und durch die Münchener Schleichhändler und Hamster, welche heute noch jeden Preis anlegen. | | | i , i " —*UeberdieBedeiltungdesOPfer« t a g e s spracht Herr Bürgermeister Dr. Her­ terich in der letzten Sitzung des Magistrats. Er betonte, daß der Opfertag Mittel schaffen soll für den Landesverein vom Roten Kreuz, der draußen in feinen Etappen- und FeldLazaretten und in der Heimat in seinen Ver­ einslazaretten so segensreich wirkt, daß die Bevölkerung ihm ivvhl gerne die Mittel wieder zur Verfügung stellt. Ein Tritte! der gesam­ melten Summe soll ihm zufließen. Ter Rest foljs unter die Schwesternspende, Kriegsgefange­ nenfürsorge imib die örtliche Kriegshilfe ver­ teilt werden. £8ur Kriegsgefangenenhilse be­ wnte der Herr- Bürgermeister, daß ihm erst vor zwei Sägern 7 Briefe eines in englischer Kriegsgefangenschaft schMajchjtendenLandshnters vorgelegen haben. Er bedankt sich darin für jede, aud); die geringste Brotzuwendung und gibt in seinen Briefen genaue Anweisung über die Schnittbreite und das Rösten des Brotes, damit dieses gürt in seine Hände komme. Es zeige dieses, tone furchtbar die Ernährungs­ notlage unserer- Teutschen bei den Briten sei. . Hier tonte auch, die Kriegsgefangenenhilfe ein­ greifen. Wie Notwendig die örtliche Kriegs­ hilfe Zrüvendurrgen brauche, wisse jeder, der damit zu tun herbe. Ten Wendern wird zudem für ihr Opfer aruch etwas geboten. Es werden Konzerte, Stauldmusiken abgehalten, vor der : Residenz wird eine Glücksbude eröffnet. Er</p>
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          <p>Letzte Posten. Reue Il-Boots-Ersolge. WTB. Berlin, 11. August. ' (Amtlich.) Neue U-Bootserfolge im Mittelmeer: 4 bewaff­ nete Tampfer von zusammen 17 000 BruttoReister-Tonnen. ! . f \ j Ter Ehef des Admiralstabes der Marine, Fliegerangriff auf Karlsruhe. j Karlsruhe, 11. August. Feindliche Flieger bewarfen heute vormittags in Karls­ ruhe einige Häuser und ein OffiziersgesaUge-i nenlager mit Bomben. Einiger Sachschaden wurde verursacht. r | , i - t i [ | Der Mörder v. Eichhorns gerichtet, ß Kiew, 11.' August. An dem Mörder des Generalseldmarschalls von Eichhorn ist die ver­ diente Todesstrafe gestern vollstreckt werden. Tie Lage iw Westen. Auch den zweiten Tag des großen An­ griffes zwischen Ancre und Avre leiteten die Engländer und Franzosen mit Lankangriffen ein. Allein die Panzergeschwader, durch, die Verluste des Vortages geschwächt, entwickelten flicht mehr die alte Stoßkraft. ZN dem Ab-wehrfeuer der Deutschen Batterien, deren Ein­ schläge in den schwarzen Fontainen rings um die Panzertiere hochstiegen, wurde ihr Am griff unsicher. Zahlreiche Panzerwagen toure den getroffen und brannten mit hoher, weithin ■ leuchtender Stichflamme aus, andere kehrten um. Tie Infanterie folgte nicht recht dem Angriff und blieb liegen. Erst am Nachmittage vermochten die Engländer unter Einsatz fri« scher Truppen einen neuen Angriff vorzutrei. den. Auf der ganzen Front von Worlaneourt bis an die Avre brachen ttefgegliedsrte, dichte Sturmwellen vor, denen Panzerwagenabteilun­ gen doranfuhren, Wer deren Köpfen zahlreiche Fliegergeschwader heranbrausten, die durch einen Hagel von Waschinengewehrfeuer die deutschen Reihen zu erschüttern versuchten-. Tas geschickte Ausweichen und WiedervvrstürMen der deutschen Infanterie ließ den Kampf, hin- und herwogen und brachte schlieWch bei­ derseits der Somme und der großen Römersttaße den Engländer trotz des starken Krästeeinsatzes keinen Schritt vorwärts. Weiter süd­ lich gewannen die engkisch-sranzösischen An­ griffe in der Linie RoUieres—Arvillers in dem' für die Verteidigung überaus ungünstigen Gelände Boden, sodaß infolgedessen auch das Kampffeld beiderseits der Somme freiwillig aufgegeben wurde, das die wütenden Angriffe der Engländer nicht hatten erringen können. Je weiter die Teutschen zurückgehen, desto gün­ stiger wird für sie das Gelände zur Verteidi­ gung, da sie damit in Me rückwärtigen Linien des alten sranziffischen Verteidigungsshstems kommen, während der Angreifer gezwungen ist. Wer die kahle deckungslose Ebene vorzuremren.</p>
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          <p>erhält man durch Verwendung von FleischextraktCrsatz "Obsena". "Ohs««a" ist von der Ersatzmittelstclle Schleswig-Holstein unt. Nr. ei am 22. Juni 1918 zum Handel im ganzen deutschen Reich genehmigt. Man nehme alle Sorten SnppenkrSuter, grüner Gemüse und grüner Gartengewächse (je nachdem, wie die Jahreszeit es bietet), namentlich Salat, Kohlrabi, rote und gelbe Wwzeln, alle Sorten grüner Erbsen (mit Schale), Bohnen, alle Sorten Kohl, Rüben und Rübenbläiter, besonders C'chorien- unb Zuckerrübenblätter, sowie alle eßbaren Wildgemüse. Diesel en werden mit einer Hackmaschine oder mit dem Hackmesser so fein w'e möglich zerkleinert und dann eine große, sauber gewaschene, ungeschälte, rohe Kartoffel &amp; Person, ebenfalls fein gerieben, zugesetzt und alsdann mit Salz und Wasser zu Feuer gebracht in einem zugedeckten Gesäß. Wenn die Suppe gar und seimig ist, wird i. Person ca. 20—25 Gramm "Ohfena" zugesetzt und hat die Suppe dann einen kräftigen Fleischgeschmack. Soll sie richt als Vorspeise, sondern als Mittag-ffen dienen, wird die Suppe etwas dicker eingekocht durch mehr Zusatz von Kartoffeln, sein gehacktem grünen Gemüse unb mehr "Ohseun-Exrrnkt" und mehr Salz nach Geschmack. Auf diese Weise empfindet man beim Mittag­ essen in ten fleischlosen Wochen .nicht das Fehlen von Fleisch, sondern alle Suppen erbauen durch "Ohkeun" einen kräftigen Fleischgefchmaek,— »Ohsena" ist in den meisten Geschäften der Lebcnsmittelbranche käuflich zu folgenden Preisen: */i Pfd. netto Mk. 5.25 V, Pfd. netto Mk. 2.90 V« Pfd. netto Mk. 160. M 154. Mohr St Co., G. m. b. H., Aktorm-Glbe. Gutes wohlschmeckendes Mittagessen ohne Fett, ohne Fleisch, aber mit kräftigem Fleischgeschmack u. für wenig Geld</p>
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          <p>Bekanntmachung. Fettmenge für die laufende Woche: 60 Gramm Butter Land Shut, den 10. August 1918. Stadtmagiftrat LanSshnt. 2123 Dr. Herterich.</p>
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          <p>Betreff r Lebeusmittelmarken-Abgabe. Die Verteilung der LeSeMittelMltev findet am Mittwoch, den 14, August c. von nachmittags 3 Uhr bis abends V*7 Uhr in den 15 Abgabelokalen statt. Landshut, den 10. August 1918. Stadtmagiftrat Landshut. 2i2i Dr. Herterich. Bekanntmachung.</p>
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          <p>Stellv. Generalkommando l. Bayer. Armee­ korps. Bekanntmachung. Am 1. August 1918 tritt eine Bekanntmachung Nr. O. II. 700/7 18. K. R. A. betreffend Beschlagnahme, Bestanöserhebung u. Höchst­ preise von Leichtöl, Rohbenzol, Benzol, Toluol, Benzin und sonstige» benzol- oder benzinartige« Körper« in Kraft. ! Tie Bekanntmachung ist öffentlich ange­ schlagen und kann bet den St. Bezirksämtern und den Stadtmagistraten sowie bei den Han­ dels- und Handwerkskammern eingesehen wer» Ben. ! i ; ! i; ' I ! . _. München, den 29. Juli 1918. Der Kommandierende General: v. b. Tann. 2L2i</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Ein italienischer HtlKvrnf. &lt; ! ' Ter "Carriere della Sera" bringt Widder einen seiner periodisch wiederkehrenden "Leit­ artikel Über eine angeblich an der italienischen Front drohende neue deutsch-österreichische Of­ fensive. Tie Pflicht der (Entente* fei es, einen angemessenen Teil des gemeinsamen Reserve. Heeres zur Abwehr in Atalien bereitzustellen. Bisher hat Italien, da es die Propaganda in den Vereinigten Staaten vernachlässigt habe, keinen entsprechenden Anteil an der amerika­ mischen Hilfe genossen, während Frankreich! dank der geschickten Propaganda Tardieus sehr reich­ lich aus dieser *QueUe hat schöpfen können. Endlich fordert das Blatt eine Stävkung der italienischen Effektivbestände durch Heranzieh­ ung von geeigneten Mannschaften aus dem Hilfsdienst zu den Kampftruppen, eine Steige­ rung der Munition- und Waffenerzeugung durch Verbesserung der schwerfälligen Organi­ sation. 1</p>
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