Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom 1918-08-13. Unterstützt durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Herausgeber: Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau (2016). Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk. Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut. 71. Jahrgang Nr. 219, 1918-08-13. Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt. (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&db=100) Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet. Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert. Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen. Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes 'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/) der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)" ──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────── Kurier für Niederbayern Jahrgang 71 Nummer 219 13. August 1918 ────────── Seegefecht in der Nordsee. ────────── 6 englische Motorboote vernichtet, ein Panzerkreuzer und ein Torpedoboot schwer beschädigt Ein Marine-Luftschiff verloren. — Schwere Kämpfe zwischen Ancre und Avre. — Feind­ liche Angriffe zwischen Avre und Oise gescheitert.—Lenin und Trotzki nach Kronstadt geflüchtet? ────────── Die Heeresberichte. Ar iaifche Bericht. ' ' WTB. Berlin, den 12. August, mittags. Großes Hauptquartier: , . MeDlicher KriesSschnutzlatz. Zwischen User und Ancre scheiterten mehr­ fache Teilvorstöße des Feindes. j / Nördlich der Lys schlugen wir einen starken englischen Angriff zurück. \ i" An der Schlachztsront führte der Feind üm frühen Morgen heftige Angriffe nördlich der Somme und zwischen Somme und Ancre. Me wurden meist im Feuer, teilweise tm Ge­ genstoß, abgewiesen. Bei den Kämpfen um Lihons stieß, der Feind über den Ort hinaus nach, Osten bor. Unser Gegenangriff warf ihn bis an den Nordund Ostrand des Torfes wieder zurück. Heftige TetlWnpfe zwischen Lihons und Store. ■ ( t Südwestlich toon Chaulnes griffen wir den Feind an und nahmen Halln. j Beiderseits der Straße Amiens—Rohe wie­ sen wir feindliche Angriffe ab. ' \ Zwischen Store und Oise dauerten starke Angriffe des Feindes bis zur Dunkelheit an. Me sind Völlig gescheitert. f i ; Besonders schwere Verluste erlitt derFranzose bei Tilloloh. Turch nahes Heranhalten seiner Artillerie, die den Panzerwagen dicht­ auf folgte, suchte er hier den Durchhruch erzwingen. Infanterie und Artillerie schoß den Feind vor unseren Linien zusammen. Gestern wurden 17 feindliche Flugzeuge und 4 Fesselballone abgeschossen. Leutnant Übet errang feinen 49., 50., 51. und 52., Leutnant Frhr. b. Richthosen seinen 38., Leut­ nant Beltjens seinen 26., 27. und 28. Lustsieg. Im Juli wurden an der Front ■ | 518 feindliche Flugzeuge, hiervon 69 durchi unsere FlugabwehrgesWtze und 36 Fesselballone abgeschossen. 1 Hiervon find 239 Flugzeuge in unserem Besitz, der Rest ist jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestürzt. Wir haben im Kampfe 129 Flugzeuge und 63 Fesselballone verloren. 1 Der 1. GeueralsuartiermsiNe^ Nrrdsudorff. " t WTB. Berlin, 12. August. Amtlicher Abendbericht: 1 An der Schiachffrvnt zwischen Ancre und Avre ruhiger Tag. i , > : t Zwischen Avre und Oise sind fernste Angriffe gescheitert . < . 9er Bftert-aeg, Bericht. WTB. Wie n, den 12. August, Mittags. Amtlich wird gemeldet: Jtalieuißcher Kriegsschauplatz. An der italienischen Front unterblieben gestern größere Jnfanterieunternehmungen. Um so lebhafter war an vielen Stellen Artillerie­ kampf und Fliegertätigkeit .Italienische Ge­ schwader griffen bei ihren Flügen über Beltre und die Sieben Gemeinden aus geringer Höhe weithin sichtbar gekennzeichnete Feldlazarette an, wobei Kranke und in Pflege 'tätiges Perso­ nal getötet wurde. j ; [ Albanien. Keine besonderen Ereigniffe. IX Ter Chef des Heneralstab«. 9er SsWifche Bericht. Sofia, 9. Aug. Amtl. Bericht: Bei den SkuMbiquellen zerstreuten unsere Mosten mehr­ mals durch Bomben feindliche Errkundungsabteilungen. 918x61:$ von Bitolia und in 'bev Mvglenagegend war das beiderseitige Artillerieseuer zeitweise heftiger. Nördlich von Tviran kurze Jeuerübersalle des Feindes auf dasBorgelände. Südlich des Struma-Untrrlaufes zerftreuic unsere Artillerie mehrere griechische Jnsanterieabteilungen. i 9er Mische BMt. Konsta ntinopel, 10. Aug. Amtlicher Bericht: : |' ■ Palästinafront: Beiderseitige Artillerie- u. Fliegertätigkeit von geringer Stärke. Bei Baen Vertrieben wir nach, kurzem Kampfe eine star­ ke Abteilung Aufständischer. Ein feindlichem Einsitzer wurde nach, Lustkampf bei Anvß zur Landung gezwungen. Am 7. August eröffneten die Rebellen ein starkes Maschinengewehr- und Geschützfeuer auf ‘unsere Stellungen südlich Madna. Ihr beabsichtigter Angriff fam 1 in un­ serem kräftigen Abwehrfeuer nicht zur Ent­ wicklung. Bei Bir al Masch vorfühlende feind­ liche Kamelreiter zogen sich in unserem Artil­ leriefeuer zurück. Ein zwischen Tebku und Hadjie gegen die Hedschasbahn gerichteter feind­ licher Vorstoß wurde durchs unsere wachsamen Postierungen abgewiesen. Ostfront: Unsere Bewegungen südlich des Urmiassees nehmen den geplanten Verlauf. ────────── i me, sowie östlich und südöstlich von Rosieres. I An beiden Stellen wurden sie abgewiesen .Ihre : um halb 12 Uhr aus Morkmcourt vorbreI chenden Sturnüvellen mutzten wieder zurück-. I gehev. Tie in den Waldstücken nördlich dev | Somme bereitgestellten englischen Reserven! | wurden von der deutschen Artillerie zusami mengeschossen. Am Nachmittag griffen die Eng­ länder im Norden von der Römerstraße bis am die Store mit starken Kräften unter Einsatz! zahlreicher Tanks an. Bis in die Slbendstnnden f wiederholte der Engländer immer wieder von neuem seine Angriffe, die teilweise im Sld* wehrfeuer, teilweise im! Gegenstoß zurückge­ schlagen wurden. UM 7 Uhr 30 Min. gingen die Engllinder auch nördlich der (Bombte bore neuem zum Angriff über. Mit größter Erbitte­ rung suchten sie hier imbter wieder von neuem eine Entscheidung zu erzwingen; doch vergeblich fuhren ihre Tankgeschwader vor, um der Infanterie einen Weg zu bahnen. Ter größ­ te Teil wurde zusammengeschossen. Tie üb­ rigen kehrten um. Um 1 Uhr 30 Min. machts versuchten es die Engländer beiderseits' der Straße Brah—Corbie abermals mit einem Tankangriff, der jedoch wiederum abgewiesen wurde. i , , Vom westlichen Kriegsschauplatz. Ter dritte Kampftag. Am Vormittage des dritten Kampftages beschränkten sich! die Engländer zwifchenAncre und Avre auf Teilangriffe nördlich der Som- ────────── ternomMenen Schritte die Konsuln bon Frank­ reich und England wieder freigelassen worden. 'Verhaftung russischer Offiziere. , Eine Londoner Sonderdepesche des Secolo bestätigt, daß die Sowjetsregierung zahlreiche frühere russische Offiziere verhaften ließ,, de­ ren Schicksal unbekannt ist. Polizeipatrouillen durchstreifen Tag und Nachi in Petersburg und Moskau die Straßen und halten Automobile an, deren Insassen sie einem eingehenden Ver­ hör unterziehen. > Berteilung der russischen StaatsWftttden. WTB- Kiew, 10. August. In einer Sitz­ ung der Finanz- und Verrechnungskommission legte die russische Telegation ein Verzetchinis der für die Teilung in Betracht kommenden Staatsschulden Rußlands bor. Tie ukrainisch^ Telegation erklärte, daß aus die Ukraine etwa ein Fünftel der Staatsschulden und des Gesamkoermögens entsprechend der Bevölkerungszahl der Ukraine und dem ukrainischen Anteil an den bisherigen Staatseinnahmen des rus­ sischen Reiches entfalle, und forderte einen Anteil auch an dem Vermögen jenseits der ukrainischen Grenze, da der ganz unverhält­ nismäßig größere Teil des russischen StaatsVermögens sich in Großrutzland befinde. Ein Teil des Goldschatzes Müsse unabhängig davon als Aequi'oalent für die Uebernahme von Pa­ piergeld abgetreten werden. - ’ , Tas entvölkerte Petersburg. Nach einer am 5. Juli beendeten Zählung beträgt die Einwohnerzahl von Petersburg ge­ genwärtig' 1 417 000 'Köpfe, während sie noch am 1. November 1915 2 347 851 Köpfe be­ trug, sodaß sie um 930 851 Personen zurück­ gegangen ist. Ter Grund hierfür liegt einmal in der Abwanderung der Bourgeoisie nach 'Sibirien und deM Süden, zum anderen in der Wegberlegung eines bedeutenden Teiles der Kriegsindustrie in die Provinz. An Kin­ dern zählt Petersburg gegenwärtig 20 756 bis zu einem Jahre alte; 1910 waren es noch 48 422. I Aus dem TOngebiet. 1 Kiew, 12. Aug. Tie ukrainische Tele'graphenagentur teilt Mit, daß, der Atsman des Tongebietes, Krasnow, in einer Rede erklärte, die früheren Bundesgenossen hätten entgegen ihren feierlichen Versprechungen Rußland nicht geholfen, sortiern ruhig dem Verderben zuge's»hen. Man müsse bei der Verteidigung des Tongebietes nur auf seine eigenen Kräfte rechKiew, 12. Aug. Zeitungsmeldungen zu­ folge unterschrieben Vertreter der Regierung !der Ukraine und des Tongebietes am 7. August einen Vertrag, wonach Rostow und Taganrog mit Landkreis dem Tongebiet zufallen. ────────── Tie polnische Politik. i Warscha u, 12. Aug. Tie Rede desLandwirtschaftsministers Teierzbhcki in der letzten Staatsratssitzung gibt der polnischen StaatsZeitung ,Mprkttor Poldski" Anlaß zu einem Artikel, in dem sie die Rede als deutliche Erklärung der polnischen Bereitschaft zur An­ näherung an die Zentralmächte bezeichnet. Ter Wille dazu, so führt das Blatt aus, mangelt den ^olett nicht. Kein real denkender Pole würde eine Verständigung auf Grund des Prin­ zips do ut des ausschlagen, doch. dazu ge­ hört ein kategorisch«:, vernünftiger und ver­ trauenerweckender Entschluß. Minister Teierzbicki wandte sich in feiner Rede nilfit nur an die Polen, sondern au die äußeren Faktoren und entreißt den polenfei «blichen Elementen die Waffen, welch« das immer noch gerne oougehaltene Argument einen angeblich unklaren Haltung der Polen liefert. Die Haltung der .Polen ist klar, nur muß das polnische Volwissen, daß alles was es zu tun hak, ihm die Freiheit bringen wird. Mr Weg zur Ver­ ständigung mit den Polen und zur Gewinnung ihres Vertrauens steht offen, doch muß man be­ rücksichtigen, daß es sichj hier darum handelt, das Volk zu überzeugen. Dazu gehören weder halbe Mittet, noch diplomatische ZüK. ' Aus Polen. ────────── Aus Finnland. Tie finnische Königssrage. Hel sing fors, 11. August. Tie heutige Plenarsitzung begann um 6 Uhr abends. Als I Hauptgegenstand stand die Erörterung der Kö1 nigsfrage zur Beratung. Der monarchistische 1 Antrag siegte schließlich Mit 58 gegen 44 Stim* men nach vierstündiger Debatte. ' ────────── Der Krieg mit England. Ter .Moralist" Joh« Bull. ' ' Stockholm, 12. Aug. Zu dem Aufsatz der Times über die- Vernichtung eines deut­ schen Unterseebootes durch! englische sogenann­ te "Mhsterienschiffe", schreibt Aftonbladet: Tie roheste, schändlichste Art im Kampfe gegen die deutschen Unterseeboote war der Baralongsäll, als die deutsche U-Bootsbesatzung, die 'in den Wellen umherschwamm, kaltblütig nie­ derschössen wurde, ja, als man deutsche Ma­ trosen, denen es gelang, das feindliche Schiff zu erreichen, wieder ins Meer warf. Nun brüstet Lch die Times mit einer neuen Tat. Reuter ftndet ein Geprahle zugleich mit an­ deren Erzählungen, wie man deutsche Unter­ seeboote täuscht und vernichtet, in die Welt hinaus. Der deutsche Befehlshaber wird ver­ leitet, zu glauben ,daß er es mit friedlichen Schiffe zu tun hat .Nähert sich. sein Boot zur Untersuchung, so wird es versenkt. Tie Geschichte von der auf dem Teck verzweifelt um­ herirrenden Frau, deren Kind «ine Bombe war, ist zu typisch, und Mit solchen Bravour­ stücken brüstet sich John Bull. Aber er ist der große Moralist; denn nach derartigen 'Vor­ fällen werden die deutschen Schiffe die der Entente ohne Warnung versenken. . ; Trennung v»n »er englifHe« Arbeiter­ partei. Aus Kopenhagen wird berichtet: Der englische Pensionsminister Hodge hat seine Beziehun­ gen zur Arbeiterpartei gelöst. Er erklärte, er könne die Politik der Arbeiterpartei nicht langer mitmachern. Besonders bezeichnet er den von der Arbeitterpavtei aufgestellten Grund­ satz "Keine Amnexionen, keine Entschädigun­ gen" als für thu nicht annehmbar. Hodge wird bei Neuwahlen als Vertreter der Koali­ tionspartei auftreten. . ' l > ────────── Am Balkan. NriechiisM- Kriegsgetvinne. Bern, 12.. Aug. Wie die Agence Hellenique aus Athen Verachtet, sollen nach Mitteilun­ gen des zuständigen Finanzministeriums die angemeldeten Kriegsgewinne in Griechenland in den Jahren 1915—1917 200 Millionen be­ tragen. ' ‘ i i Die TObrndfchafrage. Sofia, 12. Aug. <Älg. Bulgare.) Mini­ sterpräsident Mcalinow eMpjiug gestern in einem Ministerrat eine: Abordnung der in Sofia woh­ nenden Tobrudsschaner, die ihm eine Bittshxist überreichte. In dieser, werden die Lüden der Tobrudscha unüer der rumänischen Herrschaft geschildert und die Freude der Bevölkerung über die Bofrertung des Landes hervorgeho­ ben, aber auch 'di» Enttäuschung über die Lösu«g dgc Tabruldschasrage durch! den Bukarester Vertrag. Tie Albordnung bat den Mnisterpräsidenten, sein UanzeZ Ansehen und das der Regierung bei ibrai verbündeten Regierungen in die WagschMe z« werfen für eine raschje Lösung ditzser Uvage im @t»ne einer Anglie­ derung der Svb -rnd scha an das Mutter land. ────────── Aus Rumänien. AnsrÄMmru-g das rrtMänifchen AufAaSi stalle». Aus Jaffh wird gemeldet: Gegen bort frü!-Panaitescu wurde Haftbefehl erlassen. Pa2 naLsseu, der fM in Baratee hesänd, würd» Heren Che-f de» rumänischen GHHerheitspolizek nach Jassy gpbvacht und einem langen Verhör unterzogen. In: feine» Gegenwart wurde eine Haussuchung umksrnommen. Tie Verhaftung soll in Jassy allerseits fteudig aufgenommen worden sein. Es ist allgemein bekannt, daß I Panaitescu schon vor Ausbruch, des rumäni-schen Krieges hohe Summen von der Entente $ besonders von russischer Seite entgegengenom­ men hat und sein Amt ausschließlich in deren Interesse leitete. Ferner wurden Haussuchun­ gen bei dem Chef der Liberalen in Jaffy, Georges Mar'zescu, der unter Bratianu Landwirtschastsminister war, und im liberalen Klub vorgenommen. Ta die Untersuchungen geheim sind, sind Einzelheiten noch nijcht bekannt. ────────── Enver Pascha Chüs des Generalstabs der Obersten Heeresleitung. 'Konstantinopel, 11. Aug. Durch! ein kaiserliches Jrade wurde der Titel stellvertvetender Oberbefehlshaber umgeändert tn"Ches des Generalstabs der Obersten Heeresleitung". Das Amt verbleibt weiter dem Kriegsminister Enver Pascha. < f Die Türkei im Kriege. ────────── Aus Amerika. KerensK in Amerika. Kerenski hat Mt einer amerikanischen Vortragsagentur ein Abkommen abgeschlossen, wonach er in amerikanischen Städten Vorträge über Rußland halten wird. 1 , . Wie in Amerika "Freiheitsanleihe" ge1 zeichnet wirb. ; In der Newyvrker "World" vom 30. Ju«i wird berichtet, daß die Mennoniten der Graf­ schaft Jankton stjchs weigerten, Freihettsanleihe zu zeichnen. Daraufhin trieb die lokale Zweig­ stelle des Staatsverteidigungsrates eine Anzahl Rindvieh und Schafe hinweg, verkaufte sie und legte den Erlös in "Freiheitsanleihe" an. ────────── Der Luftkrieg. Oberleutnant Löwenhardt gefalle«. Breslau, 12. August. Wie die "Schles. Ztg." meldet, hat unser erfolgreichster Kampf­ flieger der Gegenwart, Oberleutnant Löwenbgrdt den Heldentod gefunden. Er hat 53 feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. ────────── kleidete Schritte unternommen habe für Pie Befreiung der Exzarin bion Rußland und ihrer vier Töchter. Ter Papst ersuchte um die Frei­ lassung der Großfürstinnen und verpflichtete sich tzu ihrem Unterhalt auf seine Kosten. Das >, Ergebnis seiner Bemühungen steht noch! aus. Ein internatiorrates sozialistisches 1 , ’ Bureau. Reuter erfahrt: In der Konferenz der der internationalen Organisation angeschlossenen Gewerkschaften, die am Freitag int Unterhause abgehalten wurde, wurde endgültig beschlos­ sen, in der nächsten Jahreskonferenz der Ge­ werkschaften, die im Dezember stattfinden wird, die sofortige Errichtung eines internationalen Büros izu beantragen, das nicht nur dazu beitragen soll, die Fühlung zwischen Grotzbritannien, den Kolonien, den Alliierten und den neutralen Nationen während des Krieges enger zu gestalten, sondern auch helfen soll, die zahlreichen Probleme, die bei Abschluß der Feindseligkeiten sich, sicher ergeben werden, zu lösen. ────────── Tages-Uebersicht. Tie polnischen Demokraten. Seit dem 1. ! August erscheint ein neugegründetes Organ der ^polnischen demokratischen Partei. In der er« rsten Nummer des Parteiorgans heißt es in lernet Art Parteiprogramm'u. a.: In der in­ neren Politik will die Partei die monarchisti­ sche Staatsform, Ausbau des Staates auch! un­ ter den schwierigsten Bedingungen, Bildung eines polnischen Heeres und sie will an der Bildung der polnischen Regierung mitwirken, lehnt aber die Täuschungen der Entente ab. Hafvrrvvision in Ostpreußen. Angesichts des dringenden Haferbedarfes des Heeres war iM Frühjahre in Ostpreußen auf Befehl des Kriegsministeriums eine Revision vorgenom­ men worden. Nach einer Mitteilung des Ober­ präsidiums sind in den Tausenden von revi­ dierten großen und kleinen Betrieben Ostpreu­ ßens im Ganzen nur etwa 2,5 Tonnen Hafer, an Mehl, Grütze und Graupen zusammen noch nicht ein Fünftel Tonne als verheimlicht fest­ gestellt word.en dagegen haben zahlreicheLandwirte den Hafer, den sie behalten durften, trotz großer Futternot der Heeresverwaltung freiwillig zur Verfügung gestellt. ────────── Bayerische Nachrichten. Notgeld. In rEkenntnis des großen Man­ gels an Kleingeld hat die Stadtgemeinde Ham­ melburg neuerdings für 10 000 Mark Notgeld, bestehend aus 50- und 10-Pfennig-Scheinen, in künstlerischer Ausführung anfertigen und in Zahlverkehr bringen lassen. i 1 Stic Lauhsammlung hat in den Ferien sehr stark nachgelassen, trotzdem wiederholt aus die außerordentliche Militärische Wichtigkeit der Laubgewinnung hingewiesen wurde; dennLaub, zu Futterküchen verarbeitet, ist der besteHartsuttermittelersatz für die Frvntpferde! Viel­ fach konnte Man Hören, daß die Eltern ihre Kinder sogar von der Sammlung abhalten, anstatt sie dazu zu ermuntern. Wenn dieZahl der sammelnden Kinder noch wehr abnimmt, werden im Interesse der Landesverteidigung besondere Maßnahmen in dieser Sache getrof­ fen werden müssen. *, 1 Lanvtagsersatzwahl. Stach, dem vorläufigen Wahlergebnis der vorgestrigen Landtagsersatz­ wahl "für den Wahlkreis Mühldorf am Inn erhielt der Bezirkspräses Lohr 1500 Stim­ men, während auf den Landrat Seor,300 Stim­ men fielen. | I i J 25 Mark für ein Pfund Butter und oben­ drein als Extraleistung einen neuen Anzug bot in Abrain bei Bad Tölz ein somMersrischlernder Kriegsgewinnler und suchte mit großem Redeauswand den Bauern zu bestim­ men, ihm monatlich vier Pfund Butter zu liefern. ────────── Ta wurde kräftig ans Fenster geschla­ gen. Lore schrie erschreckt auf; sie sah einen ^großen, dunKen Schatten und einen Keineren draußen toorüber gleiten. v | f | Erich öffnete das Fenster und blickte hin­ aus — da wurde khM! eine Ladung Schnee ins Gesicht geworfen, und eine Helle Mädchen­ stimme lachte laut auf, daß es durch den Wald schallte. i , i f i i ’ | i,.j \ "Herr Oberförster! Gnädiges Fräulein!" "Wir kamen aus dem Torfe und die Licht­ lein an ihrem Weihnachtsbaum zogen uns mäch­ tig an!" rief eine dröhnende Baßstimme. "Wenn die Herrschaften meiner Mutter und mir die Ehre schenken und eintreten wol­ len. Meine Schwester ist vorhin gekommen, und wir feiern nachträglich! Weihnacht." "Tann wollen wir aber nicht stören." , Jutta hatte jedoch große Lust, Fräulein Berger kennen zu lernen, und so traten die beiden denn schließlich ein. Frau Maria zün­ dete schnell die Hängelampe lüBer dem Tisch an und wollte die Kerzen des Weihnachtsbaumes auslöschen. ( i ( , i (Fortsetzung felgt.) , " , Die Allwördens. Roman von Fr. Lehne. (Copyright 1913 by Gretner u. Comp., ( i . Berlin W. 30.) ' l (Nachdruck verboten.) L38] Ein Album mit Ansichten von München, zwei Krawatten und eine Jagdweste legte sie' ebenfalls vor ihn hin. Voller Geschäftigkeit ^ eilte sie von einem zum andern. Sie band ( der Mutter die schöne schwarzseidene Stürzevor, legte ihr den lila Chiffonschal über bie i Schultern und führte sie vor den Spiegel. i "Erich, sieh nur, wie fein und vornehm unsere Mutter aussieht! Wie eine richtige Grä-' sin." Sie lachte und toar glücklich! iM Geben. Ter Mutter stürzten die Tränen aus den Augen. i i "Kind, da hast du ja dein ganzes Gehalt für uns ausgegeben! Tärum hast du noch nichts zuM Sparen geschickt. Es sind doch! alles gute, teure Sachen." 1 i "Still, still!" Lore legte ihr die Hand auf den Mund. "Ich Habs ja doppelt wieder! Habs euch ja schon geschrieben — vom Grafen Allwörden bekam ich in einem feinen Porte- 'monnaie, das in einer modernen Tasche steckte, | einen neuen Hundertmarkschein! Ten hab ich' mitgebracht, damit Erich! ihn mir einzahlt auf ■,ber Sparkasse .— Für Erich hätte ich! gern einen echten GeMsbart gekauft doch die waren sehr teuer." I | > Er zupfte sie aM Ohrläppchen. | I > | "Närrchen du! Tu hast wohl ganz ver­ gessen, daß ich schon einen habe und nochj dazu von einem! selbstgeschossenen Gemsbock.", i Sie schlug sich vor die Stirn. f 1 | "Ach ja, fteilich!!" , | Lachend schob sie ihm ein Stück Konfekt zwischen die Lippen; sie war ganz das lebhafte holde Kind von ehedem!. 5 f i 1 Durch ein niedergebranntes Licht fing ein Zweig Feuer; er sprühte mit leisem Glühen und Knistern auf, das Zimmer mit süßem, weih­ nachtlichen Tust erfüllend. Lore sah zu, wie Erich das Licht auslöschte. "Tie schöne Tanne! Solche haben wir noch nie gehabt!" , Fast andachtsvoll blickte sie aus den hohen Baum, der auf dem Fußboden stand und mit dem blitzenden Stern an der Spitze beinahe die Tecke berührte. ' f "Tie ist aus meinem Forst. Und dir zu Ehren!" I i 1 I I, i ────────── dobler hie 3-, SchwergewiWsMeisterschaft von Bayern pni Stemmen, Herr Otto Bauer kon­ kurrierte im LeichtgewichMtemmen und konnte sich in dieser Klasse den 4. Greis erwerben. Im Kampf um di« Schwergewichtsmeister schaff ten von Bayern im Ringen, um die, wie es bet solchen Trophäen fast iMmer der Fall ist, sehr scharf gekämpft wurde, startete als ein« ziger LandShuter'Herr Jof.Wurmdtzbler und errang den 5. Sieg. , | i M i —* Die Wochenberichte der städt.Spar­ kass« Retzen vom 20,—@7. Juli bei 48 045,43 Mark Einzahlung und 21806,37 Wart Aus­ zahlung eine Wehreinzahlung von 26 243.56 Mark und in der Woche vom 27, Juli bis 3, August bei 78040.49 Wart Einzahlung und 142 438^48 Wart Auszahlung eine Wehreinzah­ lung von 35 602.01 Mark ersehen. TjaS Gut­ haben der Sparkasse bei der K, Filialbank be­ trug 1437 356.63 Mark. > | | v —* Wilchfälschung. Beim AuStragssüldner Johann Bach von Siebevsee bestand schon seit. Längerer Zeit Verdacht, daß er ge­ fälscht« Wihch liefere. Es wurde, wie in der letzten Wagiftratssttzung bekannt gegeben wur­ de, eine Stallprvbe vorgenommen, welche er­ gab, daß der Wilch bis zu 15 Urvzent Wasser­ zusatz beigemengt war, Ter Magistrat beschloß gegen Bach Strafanzeige zu erstatten, wobei betont wurde, wer in jetziger Zeit ein so weites Gewissen habe, datz er die MbH, eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel, derWsche, verdie­ ne, dem Strafrichter übergeben zu werden. ! —*'Zum Glückshafen des Opfertages, hat auch, Herr Holz« und Kohlenhändler Huber jj 5 Zentner Briketts gestiftet. Bon privater fSeite wurde eine zweischläfrige Bettstelle mit' Matratze und eine Reche anderer, darunter fefp^ wertvoller Geschenke, gestiftet, so datz die Lose wohl flotten Absatz finden dürsten. ' ( —* Von deMDiebstahl in Achhorf wur­ den jetzt in der Wohnung des als Täter der-, hafteten Hausbesitzers Keil auch die Pfand-' briefe und silbernen Bestecke aufgefunden.Tie Pfandbriefe waren im Spiegel zwischen Glas und Holzrücken verborgen. Nur das Testa­ ment der Bestohlenen, das die Tiebe ebenfalls mitgenommen haben, könnte bis jetzt nichjt auf­ gefunden werden. i I i 1 i > —* 8'Hühner wurden vor einigen Tagen im benachbarten Niederkam gestohlen. Als Täter wurde der herumstteunende Schneider Johann Daniel von München, der sich zuletzt hier aushielt, festgenommen. • > 1 i , i -*• Glück int Stall hatte der Schmied im benachbarten Gündlkofen, dem eine Kuh drei lebende Kälber brachte, i''. I —* Hochbetrieb hatte ernt Sonntag das im Haindcharten aufgestellte Karussel Sttbor. Trotz des dem allgemeinen Drange nach auf­ wärts angepaßten Eintrittsgeldes (Tonnte das Karussel kaum der Wenge der fahrlustigen Klei­ nen zu dem gewünschten Vergnügen verhelfen. ' —* Das Verbot des Radfahrens zu ; Bergnügungs- und Kpvrtzwecken, das seiner­ zeit von den drei stellv. Generalkommandos er­ lassen wurde, findet immer noch nischst allge- ] meine Beachtung. Das stellv. Generalkomman- ^ do erinnert deshalb neuerdings daran. Tie ' Polizeibehörden sind angewiesen, das Verbot Mit Rücksicht auf die beruflich, aitf das Rad­ fahren angewiesenen Personen strengstens und unnach sichtlich durchzuführen. > i i —* Sorgt sofort für Pfanzgut von Frühkartoffeln. Tie schlecht« FrÜhkartvsfelernte dieses Jahres hat bereits die Ge­ wißheit gebracht, datz auffji die Saatgutversor­ gung im nächsten Frühjahre sehr schwierig werden- kann. Aehnsich tote vor zwei galten werden voraussichtlich auch im kommenden Frühjahre Pfanzkartoffeln früher Sorten nur in solche Bezirke geliefert werden können, die ausgesprochene Frühkartoffelgebiete sind und Saatgutwechsel durchaus notwendig haben. Es wird daher allen Landwirten, welche Frühkar­ toffeln bauen, empfohlen, selbst Pflanzgut zu gewinnen und hierzu ihre gesündesten Be­ stände auszuwählen. Saatkartvffeln Müssen mindestens solange im Boden belassen wer­ den, bis das Kraut vollständig abgestorben ist. Zu früh herausgenommene- Kartoffeln hälten sich nicht über Winter und liefern keine gesunde» Mistigen Pflanzen- •* ' ' ! ────────── Allerlei. Raubmord. Ans Weiwitz (Oberschlesien) wird berichtet: -In Grvtz-Thurne bei Lüslau I drangen mehrere Unbekannte in die Wohnung ' der betagten Häuslersleute Grodek ein und forderten die Hrausgabe von Geld. Ter Wann wurde erschossen, die Frau mit einem'Dolche bedroht. Tie Raubmörder wurden gestört und flohen. Drei verdächtige Burschen wurden aus , dem Bahnhof Löslau verhaftet; zweifellos sind es die Mörder. ! I Bluttat. In Mutterstadt (Pfalz) lauerte der von seiner Ehefrau getrennt lebende Gg. Schubert dieser auf der Strafe auf und gab 3 scharfe Aevoloerschüsse auf sie ab. An Brust, Schulter und Oberarm schwer verletzt wurde sie ins Krankenhaus verbracht. Ter Täter ist in Hast. 1 , ' > Born elektrischen Strome getötet. Ter 11jährige Knabe Würflinger aus Reinhausen bei Regensburg kletterte an einem Waste der i elektrischen Hochspannleitung empor, berührte die Drähte und wurde durch den Starkstrom derart verbrannt, datz er tot zur Erde stürzte. ────────── Petersburg neue Unruhen ausgebrochen seien. Insgesamt sollen 1830 Offiziere verhaftet und in die nationale Armee eingestellt worden sein. Nach einem späteren Telegramm stellt sich! her­ aus, daß die Offiziere im Geheimen eine große Anzahl der Roten Garde für ihre Sache ge­ wonnen, um interne Etwaigen Kampfe sich aus die Seite der Gegner zu stellen. Viele der Verhafteten wurden erschossen. i Lenin und Trotzki in Kronstadt. Helsingso-rs, 12. August. Hier ein­ getroffene ZeitungsMeldungen bestätigen, daß Lenin und TrotzR sich seit einigen Tagen in Kronstadt befinden. Sie sollen Moskau flucht­ artig verlassen haben. i Gerüchte über die Kriegsgefangenen in .Sibirien. z, Stockholm, 12. August. Gerüchtweise verlautet, daß die japanischen Truppen in Ost­ sibirien sämtliche deutschien und österreichisch--! ungarischen Kriegsgefangenen aufgegriffen und nach Japan transportiert hätten. Ebenso soll die schwedische Delegation vom Rvren Kreuz gefangen genommen und nachjchj Japan über­ Sofort auf den Kampfplatz vorstoßende eigene Seestreitkriäfte konnten den bereits abziehenden Gegner nicht mehr stellen. Unsere Verluste be­ tragen 1 Luftschiff, Kommandant Korvetten­ kapitän d. R. Prölß, und ein Flugzeug. Be­ sonders hervorgetan haben sich bei Abwehr und Angriff die Kampfstasfeln Borkum und Norderney unter Führung der Leutnante zur See Freudenberg und Hammer. 1 -Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Ter englische Berschst. < London, 12. August. Tie Admiralität teilt mit: Englische leschte Seestreitkyäfte und Kriegss ahrzeuge' unternahmen am 11. August eine Erkundungsstreife an die westfriesische Küste. Von deutschen Luftstreitkväften heftig angegriffen, gelang es 6 Motorbooten Nicht, zurückzukehren. Englische Flugzeuge vernisHteten nördliche Ameland ein Luftschiff. Tiefes fiel aus größter Höhe in FlaMmen gehüllt in das W«er. t ( I , i ! Unruhen in Petersburg. > [ Stockholm, 12. August. "Stockholms Tidningen" berichtet aus Helsingfors, daß in geführt worden sein. (Wir geben diese Ml-' düng nur mit allem Vorbehalt wieder. Ti. Schriftl.) - , i Fliegerangriff auf Frankfurt a. M : Fransurt a. W, 12. August. Heute früh gegen 9 Uhr fand ein Fliegerangriff auf Frankfurt a. M. statt, der neben Sachschadens trotz rechtzeitigem Alarm apch, mehrere Opfer besonders aus den Straßen forderte. Ein wei­ terer Bericht folgt najchj Feststellung aller Ein­ zelheiten. | i | 1 , . J . Tie Farbigen iw englischen Heer. ? Haag, 11. August. Im Unterhause er­ klärte der Vertreter des britischen Kriegsministeriums stolz, England verwende noch viel Mehr Farbige als Frankreich, es hoffe, die Zahl noch vergrößern zu können. Ein Oberst beklagte, daß Man bisher noch keine Whjwarzen Sudanesen herbeigeschleift habe. $|er Ver­ treter des Kriegsministeriums versprach Ab­ hälfe. ────────── Aus neutralen Ländern. Aufgehobene Ausfuhrverbote. Amst er d a m, 11. Aug. Wie die Blätter melden, hat der niederländische Ueberseetrust den Bericht empfangen, daß die Regierungen der Vereinigten Staaten, Englands, Frank­ reichs und Italiens das Ausfuhrverbot für eine Reihe von Heilmitteln und einige Luxus­ artikel, darunter verschiedene Arten Messer, Tabakspfeifen, Seiden usw. aufgehoben haben. Ein Friedenskongreß, im der Schweiz? Tie Friedensgssellschast in Odessa hat dem schweizerischen und dem spanischen Konsul Te­ legramme für den König von Spanier bezw. für das internationale Friedensbureau in Bern übergeben zum Zwecke, sie möchten in der Schweiz einen Friedens'kvngreß einberufen.