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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-08-16"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 222</biblScope>
          <date when="1918-08-16">1918-08-16</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Itr beaifle BrrW. ' WTB. Berlin, den 14. August, mittags. Mroßrs Hauptquartier.) RZ-KNchrr Kriech He sreA gruppe des Keneralfeldmarschalt«rsnpritttz Rnpprecht vo» Bayer» Urfolgreiche Vorseldkämpfe zwischen User und Scarpe. [ Südlich von Merris und südlich der Lhs scheiterten Vorstöße des Feindes. , Heeresgruppe des Generalobersten v. Böhn. Teilkämpfe beiderseits der Somme und Nördlich der Avre. 1 Westlich und südwestlich von Lassigny griff der Feind von neuem an. Beiderseits von Cannh brach der Angriff in unserem Feuer zu­ sammen, weiter südlich schlugen wir den Feind iM Gegenstoß. ( Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Kleinere Jnsanteriegesechte an der Vesle und östlich von Reims. Leutnant Bolle errang seinen 30., Ober­ leutnant Loerzer seinen 29. und Leutnant Roeth seinen 20. Lustsieg. - 1 Der 1." &lt;Ae«eralquartieLmekAsL&gt; * WTB. Berlin, 15. August 1918,mittags. Großes Hauptquartier: WrLlicher Krr&lt;sSsU««p'latz. Ar törtifde Bericht. WTB. Konftantinopel, 12 August. Amtlicher Heeresbericht! Palästina-Front: In vergangener Nacht entwickelte die feindliche Artillerie rege Tätig­ keit. Verschiedene Teile unserer Front und auch das Hintergelände lagen unter starkem Feuer. Im Küstenab schnitt wurde eine feind­ liche Aufklärungsabteilung v'on uns abgewie­ sen. Tagsüber herrschte Ruhe. Eines unserer Flugzeuggeschwader warf 150 Bomben auf die I Rebellenlager bei Tasile und westlich von 6 Maan. Südlich von Medina hielt der Arj tilleriekamps am ’8|. August an. * An einzelnen I 'Stellen zum Angriff angesetzte Infanterie des I Gegners wurde zusammengeschossen. 1 II Ostfront: Bon Maindeb nach Süden vorI stoßend, schlugen wir im englischen Solde ste$ hende Banden nach einem langen und heftigen | Kampfe aus Sain-Kale zurück. Tie feindli­ chen Verluste sind schwer; unter den Toten ^befinden sich zwei engliste Offiziere., Afrikanische Front: Tie Italiener mühen sich weiter vergeblich um den Wiederbesitz un­ serer Provinz Tripolis. Ihre Ausfälle,aus den von uns eng eingeschlossenen Küstenpunkten wurden von einer französischen Unterneh»imuttg an der Grenze von Tunis und im Su, dan begleitet. Unseren brave« Truppen gelang es bisher überall den Gegner zu schlagen. Ter letzte am- 10. Juni mit mehreren Bataillo­ nen aus Hom heraus geführte Angriff der Italiener scheiterte unter starken blutigen Ver­ lusten. , , | Aus den übrigen Fronten ist die Lage unverändert . Die Heeresberichte. die Angriffe gegen den Tonale für den Feind zu einem vollen Mißersotz. &gt; ' Tie nördlich der Paßstraße vorgehenden italienischen Kolonnen brachen schon in unse­ rem Abwehrfeuer unter schweren Verlusten zu­ sammen. Südlich der Straße gelang es dem Feind nach mehreren vergeblichen- Versuchen, einen Stützpunkt aus dem Monticello zu ge­ winnen, der ihm über von den Süd-Steierern des 26. Schützenregiments sehr bald wieder entrissen wurde. Auch die in den Einleitungskämpfen aufge­ gebenen Hochgebirgsposten sind zum größten Teil wieder von uns besetzt. Ter Feind ist in den wichtigsten Abskfnjitten in seine Grä­ ben zurückgewichen Unsere Flieger haben ihn mit Maschinengewehren verfolgt u In Albanien errangen östlich des Tevvli, Tales unsere braven Truppen neue Vorteile. Ter Chef des Generalstabs. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Mupprecht von Bayer«. Lebhafte Erkundungstätigkeit zwischen User und Scarpe. Südöstlich von Ayette schei­ terte ein englischer Teilangrijf vor unseren Linien. Nördlich der Ancre räumten wir in den letzten Nächten den fiijarf an den Feind an­ springenden Stellungsteil bei Puisieux und Beaumvnt-Hamel. Er wurde gestern Nachmit­ tag vom Feinde besetzt. Heeresgruppe des Generalobersten v. Böhn. Keine größeren Kampfhandlungen. Am Abend nahm die Feuertättgkeit zwischen Ancre und Oise zu. Teilangrisfe des Feindes zu bei­ den Seiten der Sers und südlich LassigNh wurden abgewiesen. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Lei einem Vorstoß aus dem südlichen Vesleuser nahmen wir die Besatzung des Bahn­ hofes Brouil gefangen. Unsere Jagdkräfte stellten ein auf dem Angriffsflug gegen das Heimatgebiet befindliches englisches Bombengeschwader vor Erreichen des Zieles zum Kampfe und zwangen es unter Einbuße von 5 Flugzeugen zur Umkehr. Gestern wurden 24 feindliche Flugzeuge und ein Fesselballon abgeschossen. t t 1. -Kensralcmar ttermeistvv " l j I Luderrborff. m WTB. Berlin, 15. April. Amtlicher Abendbericht: ( Von der Kampffront nichts neues. Bericht des wralftste. 12000 Donnen oerscntt. WTB. Berlin, 14. August. (Amtlich.) Zn den Gewässern imt England wurden durch die Tätigkeit unserer Unterseeboote 12000T. vernichtet . Ter Chej des Admiralstabes der Marine^ Erfolge unserer Marineflieger. s WTB. Berlin, 14. August. (Amtlich.) Im Laufe des 13. August haben unsere Flugzeugstreitlväste des Marinekorps neun feind­ liche Flugzeuge abgeschlossen. Leutnant z. S. Sachsenberg errang seinen 19 .und» 20., Leut­ nant Osterkamp seinen 19. Lustsieg. &gt; Ter Chef des Admiralstabes ber* Marine. 18000 Tonnen versenkt. WTB. Berlin, 13. August. (Amtlich.) IM Sperrgebiet um England versenkte eines unserer Unterseeboots 18000 Br.-R.-T. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Ja Zstm.-W. NW. WTB. Wien, 14. August 1918, mittags. Amtlich wird gemeldet: Ttalienifcher Kriegsschauplatz. Im Tonale-Gebiet schritt der Feind ge­ stern zu den von uns seit längerer Zeit er­ warteten Angrissen. Er leitete sie am Vor­ mittag durch- Vorstöße gegen die in den Quel­ lengebieten des Nece und der Sarca di Genova stehenden Postierungen ein. Nachmittags folgte nach starker Artillerievorbereitung das Vor­ gehen aus unsere Tonale-Stellung. Tie Käm­ pfe Verliesen für uns günstig. Vom Zurück­ drängen einiger vorgeschobener Hochgebirgspostierungen abgesehen, errangen die Italiener nirgends Erfolge. i i i \ ' Sonst im Südwesten keine besonderen Er, eignisse. I Albanien. Oestlich des Tevoli-Tales bemächtigten sich unsere Bataillone einiger Stützpunkte des Fein­ des. ' ' Ter Chef des Generalstabes. WTB. Wien, 15*August 1918, mittags. Amtlich wird gemeldet: Italienischer Kriegsschauplatz. Wie die letzten Unternehmungen an der venezianischen Gebirgsfront, so führten auch</p>
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          <p>Tie finnische Armee. [ Aus Helsingsvrs liegen Mitteilungen vor, wonach General Mannerheim binnen kurzem wieder an die Spitze der sinnländischen Trup­ pen treten wird. — Aus englischer Quelle wird berichtet, daß die sinnländische Armee zu­ verlässig aus deutscher Seite stehe; besonders das ganze Offizierskorps sei der deutschen Sa­ che unbedingt ergeben. Tie Entente hat die Hoffnungen, die sie aus ihre in Finnland be­ triebenen Wühlereien setzte, ausgegeben. England gegen Finnland. ^ 1 Aus Stockholm wird berichtet: Bezüglich; der Intervention der Entente in Rußland hat der englische Gesandte in Stockholm in Beant­ wortung der von der finnischen Regierung ge­ machten Vorstellungen dem hiesigen finnischen Gesandten eine Note überreicht, in der er er­ klärt, die englische Regierung könne nicht den Standpunkt einnehmen, daß das Gebiet der Murmanküste, sowie Rnssisch-Karelien, das so­ lange Rußland gehört habe, nun ohne Weiteres Finnland einverleibt werde. Obwohl die eng­ lische Regierung im guten Einvernehmen mit Finnland zu leben wünsche, so würde dochj die finnische Forderung eine Unterstützung der deutsche Pläne zur Errichtung einer U-Bootsbafis im Nördlichen Eismeer enthalten, was jetzt mit den Interessen der Entente nicht über-, einstimme. Aus Finnland.</p>
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          <p>Aus dem Dougebiet. Mr-bklmachttng in der Tvnrepubtik. Moskau, 14. August. Tie TonkosakenRepublik unter ihrem Ataman General Krasnow hat eine teilweise Mobilmachung anbefoh­ len. Tie Stadt Nowosenzk ist aus den Händen der Kosaken in die der Roten Truppen über­ gegangen. 1 | Teutsche Verhandlungen mit der Krimi Regierung. I Wie die "Stoff .Zhg." meldet, weilt Graf Tatischtschew, der Leiter der Krimregierung, zurzeit in Berlin an der Spitze einer Sondergesandtschast, die in Verhandlungen mit der deutschen Regierung eintreten will. Binnen kurzem will die KHmregierung ekn Manifest I veröffentlichen, das die vollständige Wieder­ herstellung des Privateigentums, insbesondere der deutschen Kolonisten ankündigt, denen eine KproZentige Anleihe zum Wiederaufbau für 5 Jahre gewährt werden soll. &gt;</p>
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          <p>T!ie englische Kohle. | ' . Tie Föderation der britischen Bergleute beschwört in einem Manifest ihre Mitglieder, alles zu tun, um die Kohlenproduktion zu vermehren. Tie Rekrutierung der Bergleute habe die Kohlenproduktion um Millionen von Tonnen vermindert. Tja die Teutschen eine bedeutende Zahl Vvn französischen Zechen un­ brauchbar gemacht haben, sei die Nachfrage nach englischer Kohle noch größer geworden und da die Amerikaner ferne von ihrem Land kämpfen, so verlangen sie auch englische Koh­ len für ihre Bahnen. | | i i Ein englischer Kriegsgewinnerskandal. ] Ter fünfte Bericht des Ausschusses zur Prüfung der Kriegsausgaben Englands hat einen Skandal an die Oeffentlichfeit gebracht, wie er noch, in keinem kriegführenden Lande zu verzeichnen war. Aus dem Bericht geht hervor, daß die sogenannte ZelluloidMesellschast, die such! mit der Erzeugung von Zellu­ lose befaßte, im Verlaufe des Jahres .1916/17 von ihrem Stammkchiital von 4000 Pfund einen Gewinn von nicht weniger als 2 280 000 Pfund (45.6 Millionen Mark) bezogen hat. An den beispiellosen Gewinnen war eine An­ zahl hervorragender Vertreter Englands und kanadischer Persönlichkeiten beteiligt. Tie eng, lischen Zeitungen befassen such mit der Angele­ genheit und verurteilen die betreffenden Mi­ nisterien aufs entschiedenste. Tie .Regierung sieht sichbauchj bereits zum Eingreifen gezwun­ gen. Auch über die Geldgebarung des Propa­ gandaministeriums klommen immer neue Ein­ zelheiten an den Tag. Ter Unterstaatvsekretär des Schatzamtes ^erklärte, daß die Bezah­ lung von Mitgliedern des Unterhauses durch das Propagandaministerium mit den politi­ schen Sitten unvereinbar sei. i [ | Der Krieg mit England.</p>
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          <p>rüchtigte "J'accuse", auf das sich! Feinde Deutschlands zum Beweis der deutschen Schuld am! Weltkriege gerne beziehen, einer Kritik zu unterziehen, die zu beim! Ergebnis gelangt, daß diese Schrift des dokumentarischen Wertes, den sie sich anmaßt, völlig entbehrt. Tie holländische Regierungskrise. Rotterdam, 14. August. Am Tonners­ tag wird Jonkheer van Rispen un Haag er­ wartet. Es dürfte sich dann herausstellen, wie das kommende holländische Kabinett aussehen wird. Es scheint, daß, Geer das Wnisterium des Innern übernimmt und Ministerpräsident werden soll; für das Ministerium des Aeußern 'kommt London in Betracht, falls van Rispen diesen Posten ablehnen sollte, für das Finanz­ ministerium Kooel, für Kolonien Idenburg. Für das Kriegsministerium steht noch, kein Ram'e fest. Eolijn wird wohl hinter den Ku­ lissen bleiben, doch seinen Einslutz, gerade auf diese Weise ausüben. Tie Bcrräterschrifte». Tas Verbot des Buches "Le crime" durch, die Schweizer Behörden veranlaßt die "Berits" sich mit dem Zeichen "Anonymus" zu befassen, der dieses Machwerk und zuvor das beutst feindliche Pamphlet "mit dem gestohlenen Titel "J'accuse" verübte. In Teutschland besteht nirgends ein Interesse für das Individuum. Seine Schriften haben keinerlei Rückhalt in irgend einer politischen Strömung in Teutsche, land. Sie sind, wenn nicht französische Mache, offenbar gut bezahltes französisches Tiktat. Tas ergibt sich, schon aus der Wut, mit der gegen den Kaiser und die "Verbrechen der Hohenzoblern" gehetzt und geradewegs zur Ermordung 'des Kaisers aufgehetzt wird. In der "Verite" gibt sich Jacques Mesnil die Mühe, das be--, Aus neutralen Ländern.</p>
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          <p>Aus Amerika. Ein gefährlicher Untertan. Tas "Journal des Tvbats" erfährt aus Rewhorlk, daß die amerikanischen Behörden be­ schlossen haben, den Teutschen Josef Stahl als "gefährlichen feindlichen Untertan" zu inter­ nieren. Stahl war seinerzeit im "Lusitania"-Prozeß, wo er als Zeuge behauptete, auf der "Lusitania" zwei Kanonen gesehen zu haben, zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt und nach verbüßter Strafe vor ^kurzem' wieder freige­ lassen worden. i [ i 1</p>
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          <p>Der Krieg zur See. Ein Truppentransportdanchfcr versenkt. WTB. Paris, 12. August. (Agence Hav.) Amtlich. Ter Postdampfer "Tjennah" der Messagerie Maritimes, von Bizerts nach, Alexan­ dria mit Wlitärpersonen unterwegs, wurde in der Nacht znm 15, Juli durch! feindliche Unterseeboote aus einem Geleitzug heraus tor­ pediert und versenkt. 442 Personen werden vermißt. [ 1 t 1 , , | Tie Unterseeboote an der amerikanischen I | Küste» i Amerikanische Blätter stellen fest, daß un­ geachtet der angekündigten Gegenmaßnahmen die deutsche Unterseebootstätigkeit an der ame­ rikanischen Küste nicht abnehMv. f 1 &gt; Ein britischer Zerstörer torpediert. &gt; WTB. London, 12. August. (Reuter.) Tie Admiralität berichtet, daß ein britisher Zerstörer, der vorher bei einem Zusammen­ stoß ernstlich! beschädigt worden war, aM 6. August im Mittelmeer torpediert und versenkt wurde. Zwei Ossiiziere und fünf Wann wurden bei dem Zusammenstoß getötet. | ,</p>
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          <p>Bauern, helft die Schleichhändler bekämpfen! Tut es in Euerem eigenen Interesse. Tier Schleichhandel gefährdet die Bolksernäh. rung. — Bauern, liefert ihm nichts mehr!</p>
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          <p>Tages-Uebersicht. MrchbchW Nachfolge«. Wie verlautet, ist der General von Kathen Mit der Führung der 8. Armee an Stelle des Generalobersten von Kirchbach beauftragt worden.</p>
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          <p>Tllges-UeSerfiU l MrchbchW Nachfolge«. Wie verlautet, ist der General von Kathen Mit der Führung der 8. Armee an Stelle des Generalobersten von Kirchbach beauftragt worden. » ! ; i Kettet Mteorfall. In Memmingen wurde vor­ gestern nachts 12 Uhr ein Meteorsall beobachtet. Ter Meteor war 7 Sekunden sichtbar und hin­ terließ einen leuchtenden Sflcheif, der zirka 30 Sekunden zu sehen war. Er leuchtete zwi­ schen dem' Großen Bären und 'dem Traschen auf und setzte seinen Lauf in großer Schnelligkeit zwischen dem Sternbild des Bootes naschs We­ sten fort, l [ 11 I j I 1 | 1 Bayerische MchriHken. i KriegÄvncher trieb mit Gummilösung und Ventilschläuschen der Kaufmann Johann Gerstacker von München. Es wurde ihm daher der Handel mit Gegenständen des Kriegsbedarfs untersagt. | | t i i i i Eine sensationelle Affäre bildet in Am­ berg das Tagesgespräch!. Es wurde nämlich festgestellt, daß, in der Netzer-KunstmAhle rund 7000 Zentner Getreide fehlen, darunter vom Kommunaloerband Arnberg-Stadt allein 3800 Zentner. Wohin das Getreide, resp. Mehl, verschwunden ist, ist bis jetzt nicht festgestellt. Im Mühlenbetrieb herrscht große Schlamperei. .Finanziell werden die Kommunalveroände nicht geschädigt, da Netzer für den Fehlbetrag an Getreide sofort 60 000 Mark Kaution hinter­ legen mußte. Tie Brot- und Mehloersorgung ist nicht gefährdet, da auf telephonijDe Bestel­ lung sofort 1000 Zentner von der Getreide­ stelle überwiesen wurden und 1000 Zentner in den nächsten Tagen noch! überwiesen werden. Tie Angelegenheit hat auch! den Magistrat be­ reits beschädigt. Bayerische Nachrichten.</p>
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          <p>Vermischtes. Reue Untersuchungen über den Erreger der "Spanischen Krankheit." Die .Deutsche Medizinische Wochenschrift" die vor kurzem bereits die Aeußerungen mehrerer medizi­ nischer Autoritäten über den bakteriologischen Charakter der Spanischen Krankheit veröffentlichte, teilt jetzt einige neue ärztliche Gutachten mit, die ihr auf ihre Anfrage zugegangen smd. Das Ergebnis dieser neuen bakteriologischen Untersuchungen scheint zu bestätigen, daß es sich bei der heute überall verbreiteten "Spanischen Krankheit" tatsächlich im Wesentlichen um eine Influenza-Epidemie handelt. So berichtet z. B. Professor Dr. W. Schürmann in Halle, daß es ihm unter 4 Fällen dreimal gelungen ist, Bazillen zu finden, die sich mikroskopisch und kulturell wie Juflu- enzabazillen verhielten. Bei den tödlich verlaufenen Fällen, bei denen fast stets im Blute und auch in den inneren Organen hämolytische Streptokokken nachgewiesen wurden, handeltes sich seiner Ansicht nach um eine Misch­ infektion, bei der der selten in die Blutbahn eindringende Jnfluenzabazillus im Blut zu Grunde gegangen ist. Auch Prof. Dr. Gotschlich in Gießen teilt mit, daß erbet der Untersuchung von 23 frischen Grippefälleu in 3 Fällen typische Jnfluenzabozillen züchten konnte, "die sowohl nach ihrem morphologischen und färberischen Verhalten wie auch nach ihren Wachstumsbedinguugen in künstlicher Kultur durchaus der seinerzeit von R. Pfeiffer für diesen Erreger gegebenen Beschreibung entsprachen." Die Züchtung gelang ihm das erste Mal schon am 5. Juli in durchaus typischer Weise Sehr positiv über den Influenza-Charakter der gegen­ wärtigen Epidemie äußert sich der Prof. Mkalt der Direktor des Hygienischen Instituts der Uni versitä Kiel. Er schreibt: "Eine Krankheit, die derart pandemisch mit den Erscheinungen der Influenza sich ausbreitet, wie die "Spanische Krankheitist eben nichts anderes als die echte Influenza, die seit min­ destens dem 13. Jahrhundert in regelmäßigen, in der letzten Zeit 20—30jährigen, manchmal auch kürzeren Abständen wiederkehrt, den weitaus größten Teil der Empfänglichen befällt und dann wieder verschwindet. Der epidemische Verlauf ist so charakteristisch, daß dagegen jedes andere Kennzeichen, auch der bakteriologische Befund, zurücktreten muß." Die wiederholt beob­ achtete Tatsache, daß Personen über 30 Jahre meist von der Krankheit verschont blieben, erklärt Prof. Kißkalt mit einer wahrscheinlich bei der letzten Epidemie im Jahre 1890 erworbenen Immunität. Im übrigen erscheint ihm eine Bekämpfung durch Fernhaltung der Erreger nicht zweckmäßig, vielmehr eher ratsam, "sich gerade in der jetzigen Jahreszeit der Ansteckung auszusetzen, wo alle Erkrankungen der Atmungsorgane (die hier vielleicht nur sekundärer Natur sind), viel günstiger verlaufen."</p>
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          <p>. Theaterabend. Theo Kaspar, der bewährte Oberspielleiter unseres Stadttheaters, verabschiedete sich vor Antritt einer größeren Gastspielreise am letzten Sonntag in der Jägerhalle Msit einem TM 'des hiesigen Aheaterpersonaks in einem sog. Theaterabend, der ein bis auf den letzten Pkchz angefülltes Haus zur Folge hatte. Hem: Kastell«. -Meister Krause hatte den musikalischen Teil in Händen, nutzte ihn aber leider nur auf einem wenig klangvollen Piano abwickeln. Schnitz­ lers "Abschiedssouper" bildete spdann sten Ans­ tatt, war hübsch inszeniert, hieß aber hinsicht­ lich der Darstellung manchen Wunsch, offen. -Cosches stimmungsvolles dramatisches "Gedicht "Streik der Schmiede" fand in Herrn Kaspar einen trefflichen Rezitator^ ebenso bejfallSlustig nahm das Publikum den Solovortrag "Der Bettelbua" und die "Othelloparodie" ent» 'gegen. Frl. Fernandez' schon früher rühm­ lich erwähnte Tanzkunst bewährte sich auch Diesmal wieder in einem SpLtzentzmz und einem stilvollen Czardas. AIs weiblicher Komiker be­ trat Frau Kaspar- CaMauo die Bühne und .löste mft ihrem Coupket "Stadt und Land" n. a. Beifallsfalven aus. Frl. Kleemanns hüb­ sche SvpranstimMe fand in Brahms "Vergeb­ liches Ständchen" trefflich Ausdruck. Frl. Mi« knlska und kl. Kaspar fangen und tanzten -das Heinerle-Duett aus "fideler Bauer" unter starkem Beifall. Den Abschluß bildete das alte Singspiel "Guten Morgen, Herr Fischer", das den Mitwirkenden bei eingehenderem Studium sicherlich, mehr Erfolg gebracht hätte. Hg.</p>
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          <p>Schuldienst. Ab 16. Mai c. im Ruhestand belassen wurde die Schulverweserin Therese Federtiel in Overiglbach aus ein weiteres Jahr; ab l. Juli wurden entlassen auf Ansuchen: der im zeitlichen Ruhestand befindliche Hilfs­ lehrer Rudolf Gruber, vormals in Pöcking? im zeitl. Ruhestand belassen: der Volksschulleh­ rer Franz Kanzlsperger von Freyung auf ein weiteres Jahr; ab 46. Juli wurde entlassen auf Ansuchen: die Schulverweserin Maria Schindler von Wittich; ab 1. Aug. wurden befördert: zum Volksschuttehrer der Schuloerwe­ ser Franz Fischer von Essenbach- in Wahlsdorf? zum Schulverweser die Hilfslehrer Josef Raab vyn Oberalteich in Pilsting; Karl Wolfs von Aicha b. W. in Essenbach, sämtliche z. Z. im Heere; versetzt infolge Präsentetion: derBolksschullehrer Rudolf Rabenhoser von Kirn nach Wünchham; versetzt auf Ansuchen: der Hilfsleh­ rer Alfons Fehrenbach von Haibühl nach' Lüt­ zenkirchen; berufen: die Hilfslehrer Wax Witt­ mann von Rainding nach Schmatzh&lt;Msen, Alf. Meier von Loitzentrichen nach Ergaldsba!ch&gt;, bei­ de z. ßt. im Heere? berufen als Hilfslehrer? die Schulamtsbewerber Ernst Schneebauer von Laustshut nach Untermitterndorf; Wilh. G-iGlitzer von Abbach nach Aichst v. W.; Hermannt Schambeck von Straubing nach Oberalteijchj;Ludwig Bugl von Sunzing nach Haibühl, sämtliche z. Zt. rot Heere; entlassen auf Ansuchen: die Schulverweserin Maria Janker von Straßfirchen (Passau 3), die Hilsslehcerin Dorothea Leidk von Haibühl; in den zeitl. Ruhestand versetzt: der Hauptlehrer Jos. Maas vonMünch^ ham auf die Tauer eines Jahres; ab 1. Sep­ tember werdbn versetzt auf Ansuchen: derHauPtlehrer Joses Henneberger von Reut (Simbach a. I.) nach Kellberg, der Bvlksschullehxer Matz Brandt von Warzenried nach Schwarzach; ent­ lassen ans Ansuchen: die Schulverweseri'n Ma­ ria Midtelmatzgr in Kötzting; auf Ansuchens in den dauernden Ruhestand versetzt: dieHaupklehrerin Therese Hirschmann itt Vilshofen un­ ter Anerkennung ihrer vorzüglichen Dienst­ leistung. Dienstesnachrichten. Bahndienst. Befördert in etatsmäßige« Weise ab 1. August 1918 Zum! Oberbahnmeister Bahnmeister' Vinzenz Stetter, Bm. WseNstein, Friedrich Popp, Bm. "Kalteneck. Berufen in etatsmäßiger Weise: EPekwahnsekretär Franz Lotter von Zwiesel nach Neusorg. In den deuernden Ruhestand versetzt unter Anerken­ nung seiner Dienstleistung ab 1. August 1918: Oberlokomokivsichrer Johann Schnabel itt Landshut. Ernannt in etatsmäßiger Eigen­ schaft ab 1. September 1918 zum Schranken­ wärter: Streckenwärter Michael Hohenestsr der Bm. Eggmiihl. i</p>
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          <p>Eon Wirft. Geh. Oberftnanzrat Tr. O° £ I ! Sch wartz. , ; I II. i - i [ Von der nächsten Steuergrcuppe, den VerWrssteuern, die tn.it im ganzen 439 Millionen 10 v. H. des Steuermehrs ausbringen sollen, stehen ihnen am nächsten di» Börsen- * und Wechzslflempelsteuern mit 214 Millionen, die sich, wenigstens in überwiegendem Maße, eben­ falls an die besitzenden Kreise wenden. Durch Steuern totife zunächst eine Erhöhung des Ge- - J sellschastsstempels bet Mktiengeselltzhpften von 4.5 auf 5 v. H. und Bet G. tnf. BL HP mit einem Stammkapital von Über 50 000 Mark von 3 auf 5 v. H. (bei Grundstücksverwertung'sgesellschasten sogar auf 7 b. H.), bei Handwerkerban­ gesellschaften von 2.5 aus 3 v. H., bei offenen Handelsgesellschckften pp. von 0.1 auf 0.4 v. H. durchgeführt. Weiter findet eine Erhöhung des Stempels sür Einzahlungen aus Kuxe und für Veräußerung PP. ausländischer Aktien von 2 auf 5 v. H., sür Schuld- und Rentenverschpekbungen von 2 aus 3 b, H. statt. Für Obligatio­ nen und Rentenscheine inländischer öffentlicher Körperschaften bleibt der Emissionsstempel wie bisher 5 b. T. Bf. ausländischen wird er von 1 aus 1.5 b. H. erhöht. Einer. Stempelerhöhung unterliegen ferner die Gewinnanteilschein­ bogen (von 1 auf 2 b. H.) und die Zrnsbogen (von 0.5 auf 1 b. H.) — sog. Talonstsmpel — «nd die Tantiemen (von 8 aus 20 v. H.). Neu eingeführt wurde eine Steuer auf die Habenzinsen von Tepositeneinlagen, ansteigend von 0.5 b. H. in Staffelsätzen bis 6 b. H. bei über 117 Millionen Mark habenzinsen. Endlich wird der Wechselstempel um 20 v. H. erhöht. Großer Widerspruch svhob fff gegen eine Erhöhung der Steuer cgtf Käufe und sonstige Anschaffungsgeschäfte von Wertpapieren, aus 'denen nach der Regierungsvorlage allein 150 Millionen, also der Löwenanteil jener 214 Mil­ lionen aufgebracht werden sollte (sog. BörsensteuSr). Mt der Erhöhung der Stempelsätze » für Käufe der gewerbsmäßägen Effektenhänd- Z. Die neuen Reichssteuern. ler auf 0.1 bis 0.5 v. T., wie auch mit den: Steuersätzen bei Publikumskausen von Renten und Schuldverschreibungen (aus 0.4 v. T. bis 1 v. T.) fand sich die Oeffentlichkeit ab. Um so mehr aber wurde von Bank-, Handels- uni* Börsenkreisen der Aktienumsatzstempel sür Bör­ senkäufe des Publikums bekämpft. Tie Regier­ ung hatte hier den Stempel verzehnfachen, b* h. von 0.3 v&gt;. T. auf 3 v. Ti, erhöhen wollen^ In der ersten Lesung des Haushaltsausschusfes fand infolge des starken Widerspruchs jener Kreise eit« Herabsetzung auf 1 b. T. statt, in der zweiten LeßuNg wurde die Steuer indessen wieder auf 2 b. T. erhöht, und für die Tauer der Kriegstzeit sogar auf 5 b. T. gesteigert, was eine Flut bon Gegeneingaben herbeiführte. Im Plenum des Reichstags.einigte man sich dann schließlich dahin, daß der Steuersatz wäh­ rend der Kriegszeit nicht Mehr wie 3 v. T. be­ tragen, dem Bundesrate aber das Recht gegebm werden sollte, diesen Satz apf 4 b. T. zu erhöhen, wenn die davon erwartete Einschiränkung der stark ins Kraut geschossenen Börsen­ spekulation nicht einträte, andererseits ihn aber auch' während des Krieges fchpn auf 2 v. T. zu ermäßigen, falls sich! dies int In­ teresse eines gesunden Börsenverkehrs als not­ wendig erweisen sollte. Tier Friedenssatz von 2 v. T. wurde beibehalten. i f s Tie weiteren Verkehrsabgaben, Post- und Telegraphengebühren (125 Millionen), sehen eine Erhöhung Bei Briefen im Ortsverkehr auf 10 und 15 Pfg., bei Postkarten iM Fern­ verkehr auf 10 Pfg., ferner eine allgemei»e Erhöhung der Gebühren für Truchsachen, GePostanweisungen, Telegramm- und Telephon­ schäftspapiere, gemischte Sendungen, Pakete, gebühren usw. vor. Der anfänglich in der Presse fast altzgemein auch gegen diese Erhöh­ ung erhobene Widerspruch hat sich bald gelegt, zumal von der Regierung nachgewiesen werden konnte, daß sich die erstmalige Gebührvnerhöhung der Posttarife in 1916 (200 MMoneNs Mrry durchaus nicht als Verkehrs schad,end erwiesen habe und zudem ausländische Staa­ ten im Kriege ihre Gebühren zum Teil in viel stärkerem Maße Möht hätten. Im allgemeinen hat bei der diesmaligen Steuervorlage jedenfalls eine gewisse Scho­ nung des Verkehrs stztttgsftrnden, die gegenüber der in den Vorjahren ziemlich! starken Erfas­ sung desselben (Mit 389 Millionen Mary nur gebiMgt werden 'kann.</p>
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          <p>Italienische Angriffe abgeschlagen. Feindliche Teilangriffe im Weste» zurückgeworfen. — Erfolge unserer Marineflieger. — Ter Papst für einen österr.-italienischen Gefangenenaustausch. — Die polnische Königssrage.</p>
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          <p>Vom westlichen Kriegsschauplatz. ! i 1 Montdivier vollständig $etfiöxt Französischen Blattern zufolge ist Montbibkr, das oAIr schweren Beschießung ausge­ setzt war, vollständig zerstört. , i Für Malvch. Tie radikale und sozialistisch-radikale Fö­ deration der Seine erläßt jetzt gleichfalls eine ^Protesttundgebmrg gegen die Verurteilung Wal­ dys. Sie erhebt Einspruch gegen die Souoeränitätsevklärung des Senats, protestiert gegen das Urteil und verpflichtet sich, dafür zu käm­ pfen, daß das begangene Unrecht wieder gut ge­ macht werde. Es wird ferner eine Revision der Verfassung verlangt, die in Zukunft ähn­ liche Fälle unmöglich mache. In einem Zwei­ ten Manifest wird die gerichtliche Verfolgung Leon Taudets verlangt, dessen Anklage sich als falsch erwiesen hätte. In Paris fanden zahlreiche Versammlungen von Syndikalisten statt, die gegen das Urteil Protest erheben. Auch aus der Provinz, besonders aus Rennes, Rouen und St. Ettenne werden ähnliche Be­ wegungen gemeldet. | FlamenabschkaMung. &gt; Herr Weury, der Herausgeber des offi­ ziellen Organs der belgischen Regierung in Le Havre "20. Jahrhundert", erklärte sich in diesem Blatte öffentlich für einen Massenmord der flämischen Soldaten durchs Einsetzung an den gesährlichsten Stellen der Dserfront. Er schreibt wörtlich: Eine belgische Offensive tim| tzum Hauptziel haben, soviel Flamen als irgend Möglich umzubringen. Es muH angestrebt wer­ den, das quantitative Gleichgewicht zu unse­ ren Rassen herzustellen und alle Elemente zu dernichjten, die n«if! dem Kriege Verwirrung Kisten könnten. i Die deutschen Gegenangriffe. Ter "Times"-Korrespondent meldet aus dem Hauptquartier an der Westfront: Die briti­ schen Vorposten, die durch! Lchvns und Fresnoy oorwär^ gekommen sind, kannten ihre Aktion nicht durchführen und scheinen ant Samstag spät durch Lihvns zurückgezogen zu sein, eine Stadt, utrt die gegenwärtig noch ge­ kämpft wird. Auch zogen sie sich! aus Fresnoh nach Tamerh zurück. Tier Knotenpunkt bei Ehaulnes wird durch die Alliierten gegeuwärl\ß noch beherrscht. Falls jetzt auch Anzeichen vorhanden sind, daß die Teutschen sich! von der Ueberraschung erholt und Truppen für Gegenangriffe konzentriert haben, so braucht uns Vas noch nicht zu entmutigen.^ Am Sams­ tag gegen 4 Uhr erschien die Kavallerie auf dem offenen Feld zwischen Bouchpire und Le QueSnoy. Große Abteilungen der Kavallerie waren in breitem Vorrücken bemerkbar. Am Sonntag aber vernahm ich, daß die Kavallerie 'noch recht wenig ausrichten 'tonnte gegenüber den dichten Stacheldrähten. Sie wurde auch durch Maschinengewehre zurückgehalten. — Hol­ lands Nieuwe Bureau meldet, daß eintreffende prtoat« Pressemeldung«: besage«, daß ebenso­ wenig wie Reuter, sich auch! die englische Presse keineswegs über die Bedeutung des Erfolges an der Wesffront allzu großen Hoffnungen hin­ gibt. Wohl erblickt man darin eine aAgsmeine Wendung "in der Situation, aber nir­ gends taucht die Behauptung auf, daß etwa der Steg bereits erfochten tbctue. Ter Stahlhelm t#ee Schutzleute. | Tie Pariser Schutzleute haben wegen der Bombengefahr den Stahlhelm der französischen Infanterie erhalten. ' , Wegen Spionage erschossen. , 1 Aus Gens wird berichtet: Ter wegen Spionage §um ! Tode verurteilte 27 Jahre alte Holländer Theodor Otten ist am Montag früh 'in Grenoble erschossen worden. { Erstarren der feindlichen Angriffseperattonen. WTB. Bern, 14. August. Tie gestrige französische Presse stellt einstimmig etn lang­ sames Erstarren der Angriffsoperationen und jden verstärkten feindlichen Widerstand fest. Ter "Temps" weist in fegtet* militärischen Bekracki- tung darauf hin, daß die Deutschen, die be­ trächtliche Verstärkungen erhalten haben Müs­ sen, ganz besonders in der Gegend von Lassigny starken Widerstand leisten. Ein^ Frontan­ griss auf die Hügel von Laffigny würde große Opfer tosten. Tie alliierten Armeen müßten versuchen, den Angriff nördlich anzusetzen. — Ter "Petit Parisien" bezeichnet den feindlich tzn .Widerstand als leb hast und geordnet, beson­ ders in der Gegend von Ehaulnes. — Oberst­ leutnant Rousset mißft dem Lassigny-Maslstv große Bedeutung bei. — Täs "Echo de Paris" glaubt, daß angesichts der eingesetzten deutschen Reserven neue Erfolge nur langsam und viel schwieriger zu erzielen feien als bisher. Es fei selbstverständlich^ daß das französisch,eOberkommando die Kämpfe einstelle, sobald deren Einsatz zu hoch erscheine. — Der "Figaro" 'schreibt dem Einsatz deutscher Reserven sowie den Elitetruppen das Aufhalten des Vormar­ sches zu. Tie neuen Divisionen hätten auf der Straße Rohe—Ehaulnes mit großer Ener­ gie gefochten, und seien zu verschiedenen Ge­ genangriffen Übergegangen. ‘</p>
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          <p>Aus der Ukraine. Tie neue ukrainische Armee. WTB. Kiew, 13. August. Tie Ausheb­ ung für die erste Division der neuen ukraini­ schen Armee ist äußerst erfolgreich! verlaufen. Ter Aushebung unterlagen die Söhne oon .Grundbesitzern mit nicht weniger als 25 Teßjatinen Grundbesitz. Tie Division, bestehend aus I 5000 Mann, soll als Standort Kiew haben.</p>
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          <p>Aus Rumänien. Ein diebischer xumäniGjer Posizciches. ' ' WTB. Bukarest, 14. August. Ter frü­ here Chef der Bukarester Kriminalpolizei Rafail wurde vom' parlamentarischen llntersuichf-; üngsausschuh vorgeladen; er wird wegen ge­ meinen Diebstahls unter Anklage gestellt wer­ den. Rasail, der Ende August 1946 mit d»r Verhaftung der Staatsangehörigen der Mit­ telmächte beauftragt war, hat den Verhafteten Geld abgenommen, das er nicht abführte, son­ dern tiit seinen Untergebenen teilte. Rumänischer Geheimveetrag mit den Mittelmächten. Berlin, 45. August. Wie die "Luminia" schreibt, wurde der Wortlaut eines ru­ mänischen Geheimvertrages mit den Mittel­ mächten bei einem früheren liberalen Minister ,entdeckt. Wie es heißt, werden die dem Ge­ neral Aoerescu nahestehenden Kreise diese Tatz'.fache gegen die Regierung ausbeuten und den I MEheimv ertrag in einer der künffigen Sitzn n' gen des Parlaments znv Sprache bringen.</p>
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          <p>Der Luftkrieg. Tie größten Luftschlachten. , ' ; Laut einer holländischen Meldung der "Teutschen Zeitung" erklärten die Berichterstat­ ter im englischen Hauptquartier, daß die Luft­ kämpfe am 8. und 9. August an der Somme die größten Luftschlachten bisher gewesen seien. Tie 51 verlorenen englischen Flugzeuge bildeten nur einen Teil der eingesetzten Kräfte. , j Englischer Klug uachj Aegypten. [ t Reuter meldet amtlich!, daß zwei Offiziere der königlichen Luftstreitkräfte soeben auf einem gewöhnlichen Kriegsflugzeug von England nach Aegypten geflogen sind. Sie waren von zwei Mechanikern begleitet. Unterwegs wurde nur ein- oder zweimal gelqndet, um die Petroleum­ vorräte zu ergänzen. Tie Flieger legten eine Entfernung von über 2000 Milen zurück.</p>
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          <p>unterhielt sich eifrig (mit Lore und versuchte, ihr nach allen Regeln der Kunst den Hos zu machen? um Jutta zu ärgern, wie er sich sagte, die nach. seiner Ansicht sich viel zu viel mit dem Revierförster beschäftigte, Jutta zeigte Lore ihre Weihnachtsgeschenke, "Und hier — Meines heißen Wunsches Erfüllung," lachend hob sie eine mit einem rosa Band verzierte Gitarre in &gt; die Höhe. "Spielen kann ich allerdings noch! nicht, ich hab keinen Lehrer f.— Können Sie es, Herr Leutnant?" Ter Leutnant zupfte an den Saiten herum; Jutta hielt sich die Ohren zu. "Das ist ja, um Tiere wild und Menschen rasend zu machen; so kann W es auch." Und kurzerhand nahm sie ihm das In« strument wieder weg, um es Lore zu reichen, "Ich kann es auch nicht, aber mein Bruder spielt ganz nett. So für den Hausbedarf." "Ah, das ist samvs! Also spielen &lt;5ie Herr Förster." "Was befehlen gnädiges Fräulein?" "Am. liebsten etwas Italienisches, recht, schmaWend." Tie jungen Leute bildeten neben bem Christbaum eine Gruppe 'für sich!- Erich saß halb auf der Fensterbank, die Gitarre ich Arm haltend, und begamn. Mt einem weichen, hübscheu Bariton sanrg'er "Santo Lucia"; die wohllautenden italienischen Worte gaben dem Vortrag einen besonderen Schmelz. 1 Jutta klatschte in die Hände und suMmte die Melodie mit. "Herrlich! Witte, noch einmal, wir wollen auch mitsingen — Sie können italienisch?" "Nur einige Lieder, deren Inhalt ich aber kaum verstehe. Wh! habe sie gehört, als ich im Frühjahr in Neapel war." "Ah, und da haben Sie auch! das Gitarre-' spielen gelernt?" "O nein, daH konnte ich, schon. Beim Miritär hat es mir ein Freund beigebracht." "Beim Militär pflegt man sonst eigentlich mit anderen Ting;en, als gerade mit — Gitarrespielen beschäftigt zu werden," bemer'kte Max von Hellwig höhnisch, ,-meine Leute würden j mir schön damit kommen." Erich Berge« richtete sich straff auf und sah den Leutnant: scharf an. "Ich war bei den Kaiserjägern, und der Herr Obersten, eimes Regiments hat mir stets sein besonderes Wohlwollen erwiesen, Herr von Hellwig," entgegmete er kurz und kalt. | r , 1 ■ lAvrtsetzung felgt.) , . "Sie scheinen darauf ja sehr eingebildet zu sein, Herr Förster Berger," näselte der junge Hellwig sehr von oben herab, "Nicht eingebildet, Herr Leutnant von Hellwig, nur stolz, wie es jeder ist und sein. mußs'der seines Königs Rock gern und in Ehren getragen! Ob als Offizier, als Einjähriger oder als Gewinner — das tut nichts zur Sache." I ' I i 1 s ! Sore toac durch diese kurze, scharfe Rede und Gegenrede ängstlich!' geworden; sie kannte den Bruder — wenn er so blaß aussah, wenn die Lippen zuckten und in seinen Augen ein dunkles Licht brannte, dann war er tief im Innersten erregt — nur noch ein un'oorfii# tiges Wort des Gegners, und Erich! hatte die Grenzen der Selbstbeherrschung verloren! Jutta dagegen fühlte sich! angenehm unter# halten; halb neugierig, halb belustigt beobach­ tete sie die beiden — sie sah den Funken unter der Asche glimmen. Am liebsten hätte sie iljn weiter angefacht; aber instinttiv hielt sie sich! doch zurück, durch! ein nachlässig hingeworfenes Wort, das ihr eigentlich auf dem kecken Zünglein brannte, die Gegner noch! Mehr zu reizen. Wie zwei Klingen kreuzten sich beider Blicke. i : [ ( i &lt; j [ [ ifij "—</p>
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          <p>Allerlei. Mteorfall. In Memmingen wurde vor­ gestern nachts 12 Uhr ein Meteorsall beobachtet. Ter Meteor war 7 Sekunden sichtbar und hin­ terließ einen leuchtenden Sflcheif, der zirka 30 Sekunden zu sehen war. Er leuchtete zwi­ schen dem' Großen Bären und 'dem Traschen auf und setzte seinen Lauf in großer Schnelligkeit zwischen dem Sternbild des Bootes naschs We­ sten fort,</p>
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          <p>—* Zwei Gänse wurden vor kurzem, wie berichtet, aus dem Stalle der PausingersWn. Ziegelei gestohlen. Als Täter konnte jetzt der Taglöhner Joseph Winzl von hier ermittelt werden. 1 —* Gestohlen wurden gestern aus dem Anwesen eines hiesigen Schwaigers '30 Pfund geräuchertes Schweinefleisch. L —* Ern Anzug im Werte von 400 Mark wurde gestern einem in einem hiesigen Hotet wohnenden Fabrikbesitzer aus Eisenach gestoh­ len. Ein Täter tonnte noch nicht ermittelt wer­ den. ! ( —* Der Vi'ktualienmar kt war heute fast ausschließlich! zum Schivammerlmarkt ge­ worden. SchwanMrerl waren in allen Gattun­ gen und in größerer Masse vorhanden. Trotz­ dem blieben die Preise in ziemlicher Höhe, wenn sie infolge des starken Angebots auch «et.vas nachgelassen haben. , 1</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. Neustadt a. "D., 13. August. (Ueb erfüll.) Nachdem erst in Siegenburg der Wachtmeister Müller meuchlings erßchpssen wurde, ist jetzt ein Ueberfall auf einen Gendarmen von hier zu verzeichnen. Sergeant Wvlfrum wurde, als er beim Gütler Wittmann Erhebungen zu Pfle­ gen- hatte, som Besitzer und dessen Sohn übe».fallen, seiner Waffe beraubt, gedrosselt und derart mit Schlägen bedachet, bot, er sich nur Mt Mühe durch einen Sprung durchs Fenster 'retten und nach Hause steppen konnte, wo er schlver krank darniederliegt. Regen, 12. August. (Geschlossene Mühle.) Tie Mühle der Therese Laschinger in Hpchhors Wurde vom Bezirksamt wegen Unzuverlässigkeit der Mühlbesitzerin aus drei Monate polizeilich gesperrt.</p>
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          <p>Letzte Posten. Der Papst für ehtctt LsterretchiWi-italtenischen GesangMsuMlstanM!. Wien, 15- August. TeM' "Fremdeublatt" Krfvlge hat sich, der .Papst kürzlich' Mit einem, die Einzelheiten genau festlegenden Vorschlag an die österr.-ung. Regierung und an Italien gewendet, die Kriegsgefangenen, die länger als Jahresfrist sich in GesangenWjaft befinden, ge­ genseitig auszutauschen. Ter Vorschlag wurde seitens der österr.-ung. Regierung zustimmend beantwortet. Tie Haltung der italienischen Re­ gierung gegenüber dem Vorschlag ist noch- un­ bekannt. ' &gt;*■! SebcKopol Haübeltzhafen. ■v Kiew, 15. August. Nach einer Mitteilung der ukrainischen Telegraphen-Agentur erklär­ te der Ministerpräsident der Krim, daß Sebast«pol zum Handelshafen er'kOxt werde. 1 Ter Vormarsch der Kosaken. Kiew, 15. August. Der Dvnkosakenstaat teilt mit, daß die Kosaken sowohl von Westen als Nordwesten aus siegreich gegen Zarizhn. vorrücken, von dem sie nur «och einen Tagos-,j marsch entfernt sind. Nalch Zeitungsmeldun gen dringen die Kosaken aus dem nördlichen Tongebiet in das Waronescher Gowerenent ein.</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Abgabe von Käs. Gegen die im August geltenden Käsmarken kann ab Freitag den 16, August c. 123 Gramm Käs abgegeben werden. Landshut, den 13. August 1918. g&gt;tadtttu*&amp;ißrat. Dr. Herterich. nei</p>
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          <p>Pressenotiz. Die nach der G. K. 83. v. 7.3. 18 Nr. 27255 P 5 vorgesehenen Belohnung für den Abschuß des sür das Milktärbrieftaubenwesens schädlichen Raub­ zeuges können auch dann gewährt werden, wenn an Stelle der abgeschnittenen Fänge die Pelze der abgeschoffenen schädlichen Raubvögel in getrocknetem Zustand der Nachlichten Ersatz-Abteilung Nr. 1 in München eingeliefert werden. Die Nachrichten-ErsatzAbteilung gibt die Pelze nach Anbringung ein. Prüfungs­ vermerks durch Aufdruck mit Dienstsiegel dem Einsender zurück. Stadtmagistrat. Dr. Herterich.</p>
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          <p>Aus Rußland. Tie Cholera in Petersburg. [ 1 i Ter schwedische Konsul in Petersburg be­ richtet, daß dort bis zum 8. Juli 3627 Cholerasälle vorkamen, von denen 1260 tödlich ver­ liefen. Infolge kühleren Wetters und behörd­ licher Maßnahmen hat die Krankheit abge­ nommen . i i Tie englische Rnsserrrcprckljk. &gt;' Wenn die britische State Großbritanniens Bestreben, in Nordrußland eine besondere Re­ publik unter britischem Schptz zu errichten, leugnet, so widersprechen dem die Tatsachjen. Im Dreieck Murman-ArchangelSk-Petro sadowst liegt Vielleicht noch! keine besondere Republik, Wohl aber ein britisches Dominium mit dem Admiral Kemfp atö britischen "Bizekünig". — Tib amtliche kbritlsjche Erklävung für die Be­ setzung Murmvans besagt, diese sei erfolgt» um die Verbindunkg mit Rußland aufrecht zu er­ halten und die Teutschen zu verhindern, eine Tauchbootsbasis im Röristichjen Eismeer zu er­ richten. In Wirklichkeit werden Mitglieder rus­ sischer Provinzbehörden fortgeschleppt und niedergeknallt, russisches Privateigentum! ge­ raubt, russisch,« Staatsbürger gewaltsam zum Kanonenfutter gemacht und Etappenstraßen zu den Tscheche-Stowaken hergestellt. i Unrmhckstifter in Mosto«. In einem Dekret des EoMkormnissärs wird empfohlen, diejenigen vor ein Revolutzionstribunal zu stellten, welche durch falsche AlarmsZeichen, wie lGlockengeläute, Signalpfeifen, durch Entsendung geheimer Boten usw. absicht­ lich! die Bedölk'ernng in Unruhe versetzen. Tier Tag der Abdankung Nikolaus II. Wie die ",V0ss.Ztg." nach der "Jswestija" unter dem Ta.tmn Tonnerstag, den 15. März 1917 solgendevtznaßen: Morgens kam Rußki und berichtet, heißst es im Tagebuch Nikolaus II. las eine lange Unterredung bor, die er telepho­ nisch mit Rod&gt;sjanko gehabt hat. Nah seiner Meinung ist di:e Lage in Petrograd so, daß, jetzt ein Ministeriurm aus der.Duma machtlos ist, etwas zu tun, da die Sozialistische Partei in Arbeitersowjells verkörpert dagegen ankämpft. Meine Abdankung ist notwendig. Rußki gab dieses Gespräch ins Hauptquartier weiter und Alexejew gab res dem Armeeobertommandanten weiter. Um hcalb 1 Uhr mittags kamen von den Fronten die Antworten. Ihr wesentlicher In­ halt war, daß zur Rettung Rußlands und zur Erhaltung der Ruhe an der Front meänSchöktt notwendig sei,. Ich stimmte zu. Mrs dem Hauptquartier sandte man einen Entwurf zum Manifest (der Abdankung). 'lK&gt;e#b5 sind aus Petrograd Guitschkow und Schülg-in gekommen, mit denen kch eine Unterredung hatte und de­ nen ich das ümterschriebene und umgearbeitete Manifest übergab. Bin um 1 Uhr nachiS von 'Pakow abgereist mit dem schweren Gefühl des Erlebten. Ringsum Verrat, Feigheit und Betrug. i f . s . i.</p>
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          <p>Japan im Kriege. Englisch« Kritik an der japanischen j 1 i Intervention. [ Ter einer Intervention von Japan von jeher abgeneigte "Manchester Guardian" sagt in einer Kritik über die japanische Erklärung hierzu: Es kann nicht länger bezweifelt wer­ den, daß Wilson unter dem starken Truck der Alliierten und besonders Frankreichs seine Ein­ willigung zu der dummen und wie wir glauben verhängnisvollen Politik einer japanischen In­ tervention in Sibirien gegeben hat. Tas Blatt beschäftigt sich dann Mit dieser Erklärung, de­ ren Gründe für Japans Vorgeheu es als po­ litischen Humbug bezeichnet, und 'schließt: Tat­ sache ist, daß wir jetzt im fernen Osten genau das tun, was die Teutschen im Westen tun, obgleich zweifellos mit besseren Absichten. Wrr tun eine Sache, die vom militärischen Stand­ punkt aus unsinnig ist, denn wie lange werden die Japaner dazu brauchen, um 5000 Meilen vorwärts zu marschieren und welche Streitkräfte werden für diesen Zweck notwendig sein. Tie Intervention ist ein bloßes Projekt und wir können nur hoffen, daß Wilson, wenn er bei ihrem Beginn nicht widerstehen konnte, wenigstens einigermaßen imstander sein wird, ihre Einwirkung aufzuhalten. (Wie amerika­ nische Erklärung zu der Jnterventiion war dem Blatte bei der Abfassung dieses Artikels noch nicht bekannt, weil sie erst später veröffentlicht wurde. D. Schr.) , , &gt; &gt; i &lt;</p>
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