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        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-08-21"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 227</biblScope>
          <date when="1918-08-21">1918-08-21</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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      <editorialDecl>
        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
        </p>
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          <p>Neuer feindlicher Durchbruchsversuch. Zwischen Oise und Aisne ein »euer Dnrchvruchsversnch des Feindes avgewiese«. — Siege der Sowjeltruppen. - Die deutschen U-Boote an der amerikanischen Küste.</p>
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          <p>der stark gelichtet wurden. Es habe sich erge­ ben, daß den Handgranaten gegenüber den Tanis eine starke Sprengwirkung zutommt und ihre Untergestelle durch Handgranaten zer­ schmettert werden können. '</p>
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          <p>Tie Sowjetrcgiernng im Sattel. Nach dem "Nieuwe Rotterdamschen Cour." wird der "Tailh News" aus Stockholm vom Samstag gemeldet, die französischen Gerüchte übet den angeblichen Sturz der Sowjetregier­ ung, die schon aus Moskau geflüchtet sein soll, seien mit großer Vorsicht aufzunehmen. Ihre Stellung fei 'zwar in der letzten Zeit sehr ge­ schwächt worden, sie sei aber immer noch die einzige organisierende und organisierte Kör­ perschaft der Republik. Es sei bemerkenswert, paß dieses Jahr trotz aller Schwierigkeiten und trotz der Nähe der tschechischen Front die Messe litt Nischni-Nowgorod wie sonst Abgehalten wer­ den wird. Es wurde in der Stadt, um den Handel zu erleichtern, eine Filiale der VolksPank errichtet. .Daher stammt wahrscheinlich tauch das Gerücht, daß die Staatsbank von Moskau nach Nischni-Nowgorod verlegt wor­ den sei. ( Erhöhung der russischen Mehrpreise. &gt; Wie verlachtet, hat die Sowjetregierung beschlossen, die Mehlpreise zu erhöhen, um die Mauern durch die höheren Preise dazu Zn be­ weg«:, ihr Getreide nach der Stadt zu brin­ gen. Rußlands Verzicht aus das Baltikum.' 0 Von sehr gut unterrichteter Seite hört der "Berliner Lokalanzeiger", daß, die Sowjetrsgierung nunmehr formell ihr Tesinteressement an dem früher russischen Baltikum er­ klärt habe. t &gt; Trotzki nach SiVirien abgereist. , ! Wie das Berner Tgbl. von besonderer Sei­ te aus Moskau erfährt, ist Trotzsi in das Hauptquartier der in &lt;Sfi&gt;iriett operierenden Roten Armee abgereist. Seine Rückkehr nach Moskau wird in etwa 8 Tagen erfolgen. Aus Rußland.</p>
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          <p>Aus Rumänien. Unterschlpife in Rumänien. ! Bukarest, 20. Aug. Bei der Requiriexungskommkssion in Galatz sind Unterschleife in Höhe von vier Millionen Lei entdeckt wor­ den, die unter der früheren Regierung Brntianu—Take Jonescu von den damaligen Lei­ benden Beamten der Stadt und des Distriktes begangen worden waren. ~ i</p>
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          <p>Tie Neuwahl«« \n England. ' 1 "Manchester Guardian" hält nicht viel von jallgemeinen Wahlen während des Krieges. Es­ set aber sicher, daß die Wahlen im Januar oder noch vor Weihnachten stattfinden wer­ den. Das Blatt verlangt, daß die Wahlen nur unter der Bedingung stattfinden, daß l. Ir­ land noch vor den Wahlen die Selbstvenvaltung erhält, 2. das neue Parlament aufgelöst wird, sobald die Soldaten heimgekehrt sein Werden. f Tie Konferenz-Idee. Tie Regierung«« in Losdon und Wris sind nach wie vor fest entschlossen, intsrnatianale Kongresse in diesem Jähre zu unter­ drücken. In gleichem Sinne wird Gompers 'aus der Londoner Konferenz seinen von 2£P&gt; Ifon erhaltenen Auftrag vertreten. Tie amexkkanischen Sozialisten haben jedoch eiferten Aus­ ruf in alltzn Parteiblättern Amerikas erschei­ nen lassen, in rvelchem sie die europäischen /Kameraden warnen, Gompevs als Vertreter der amerikanischen Arbeiterschaft anzuerkennen. Gompers vertrete ausschließlich die Interessen der amerikanischen Kapitalisten. 1 Tie Tte—ottlisierteu. Hollands Nieuws Bureau meldet aus Lon­ don: In .Sheffield fand eine Versammlung Der Krieg mit England. der Vereine entlassener und demobilisierter -Soldaten und Matrosen statt. Tie Vereine haben sich zu einem allgemeinen Verband zu­ sammengeschlossen. Tiefer Verband wird ver­ suchen, internationale Beziehungen mit den Verbänden des Auslandes anzuknüpfen</p>
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          <p> Aus neutralen Ländern.</p>
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          <p>Aus Amerika. Wer streikt, wird eingezogen. 1 ! Tie ,"Times" meldet au6 Newyork: Tie Sbnatskomtmisswn ist bei ihren militärischen Vorschlägen weiter gegangen, als die Regier­ ung. Untier «nderem hat sie bestimmt, daß Streikende, die für Betriebe bereitgestellt wur­ den, die für die Kriegführung als notwendig gelten, automatisch betn Heer einzuverleiben sind, gleichgültig, aus welchem Grunde sie die Arbeit niederlegen.</p>
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          <p>Tie Megetumg bcr Polcnfrage. Ans Kra­ kau wird gemeldet: Ter Regentschaftsrat er­ hielt ant 13. August abends ein Telegramm vom Fürsten Radziwill mit der Nachricht, daß die polnische Frage int deutschen Hauptquar­ tier sich außerordentlich günstig gestaltet ha­ be. Mit Alusnahjme de» ersten polnischen For­ derung bezüglich der Thronvesetzung nahmen die Teutschen alle polnischen Forderungen an. Tie westliche Landesgrenze bleibt wie bisher. Tie Frage der Ostgrenzen bleibt offen und Deutschland erklärt das Desinteressement in inneren Fragen. Dieser Standpunkt entscheidet gleichzeitig über die Bildung der polnischen Armee, die die Aufgäbe haben wird, jene Ost­ grenzen zu beschirmen. Außerdem berichtet der Telegraph über den wie noch nie bisher zuporkommenden Empfang der polnischen Ver­ treter int deutschen Hauptquartier. Die Kadinettsfeffdnns in HoilanS. Die Niederländisch« Telegr.-Agentur erfährt, daß.» Msgr. Noulens die Königin um Enthebung übn von der von ihm gestellten Aufgabe der Ka­ binettsbildung gebeten hade. Tie Königin em­ pfing gestern den Führer der- Christlich-Histo­ rischen Staatsminister be Savovnm-Lohmann aus Schloß Loo. Krregetchetmstäkte« in tfotgmm. Wie die Wiener ^Zeit" meldet, wird bk ungarische Re­ gierung fett# Herbst sine großzügige Bodenre­ formvorlage einbringen. Dem Staat wird das Enteignungrecht für Bodenßüter gewährt, um aus dem Kriege heimkehrende Soldaten an­ siedeln zu können. Hn erster Linie soll Boden, der erst während des Krieges vom Besitzer er­ worben wutzhe, enteignet werden, bangt "Güter, die jetzt (tz^enstand des freie« Verkehrs sind, ferner Boden, dessen Eigentümer nicht unga­ rische Staatsbürger sind, eventnM sollen auch Kirchengkkter daran tamm.en&lt; auch Fideikom­ misse können enteignt werden. Sämtliche maß­ gebenden Faktoren, auch Mrstprimas Ezernoch, haben ihr WnverMndnis bereits gegeben.' Tages-Uebersicht.</p>
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          <p>Offensivvorstoß zusammenfassten konnte, sondern die in eine Reihe 'von schweren Einzelangriffen auseinanderklafften. Sechs bis sie­ ben Mal erneuerte er diese Angriffe an dersel­ ben Stelle, ohne einen Erfolg zu erreichen. Hier gingen weiße und 'schwarze Franzosen vor und erlitten gleichfalls schlverste Verluste, ohne einen Erfolg zu erzielen. Ueber fünfzig 'Lanks sind hier bor dem Raume eines Armee­ korps binnen sechs Tagen vernichtet worden. Rur ein geringer Teil ihrer Besatzung ist ge­ fangen worden. Tie meisten sind im Innern der explodierenden Tanks bei lebendigem Leibe verbrannt. Mit dem Zunehmen ihrer Verluste schicken auch die Amerikaner immer mehr schwarze Truppen i ndie vorderste Feuerlinie. Die schwarzen Amerikaner sind zu eigenen Regi' entern vereinigt/ welche meist auch schwarte Offiziere und nur einen weihen Regiments­ kommandeur haben. Sie werden von den übri­ gen Truppen nach Möglichkeit getrennt gehal­ ten. Ausgerüstet sind sie mit französischen Waffen und französischen Stahlhelimri, nur Uniformen und Mäntel sind amerikanisch. Tiefe Schwarzen, Me man zwangsweise ausgehvven hat, erklären, daß. ihnen der Ausgang des Krieges gleichgültig sei: Ob Amerika siege oder nicht, das Schicksal der Schwarzen in Amerika werde sich nicht ändern. Von Europa wissen sie so wenig, daß sie bisher die Kampffront für die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland gehalten haben. Bemerkenswert ist, daß die Franzosen einen Teil ihrer Divisionen trotz deren großen Verluste seit Beginn ihrer Offensive weiter in der Schlacht einsetzen, um ihre nicht abgekämpften Verbände für weitere Kämpfe möglichst unversehrt zu erhalten. (Kb.) W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>2(ct »CMC Bauernkrieg. (Aufruf zum Kampf gegen den Schleichhandel.) Früher galt der Kamps den Rittern, 1 Schlimmere Feinde sind es heut, Tie des.Volkes Geist verbittern, Drohnen in der großen Zeit. Blanker Stahl ist grimme Waffe, Mächt'ger noch das rote Gold, Das mit honigsüßen Menen Euch ob des Verrats gezollt. Tenn Verrat ist's an den Brüdern, An dem Sohn, am Vaterland, Wenn des Hofes beste Gabe Fällt in ihre gierige Hand. , Jagt sie fort die üppige Meute, Tie Euch stets im Hause lag Und gedenkt des Bauernsluches, Ten einst Götz, der Führer, sprach!.</p>
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          <p>Niederbayerische Nachrichten. ' Wettcnbach, 20. August. (Tödlicher Un­ fall.) Ter 13 Jahre alte Taglöhners söhn Frie­ drich Kröger von München, der beim Bauern Huber hier be^ienstet war, geriet unter den Wagen und starb alsba.d «an den erlittenen Ver­ letzungen. '(i Bilsbibnrg, 20. August. (Tas Krieger­ denkmal) am Marktplätze hier wurde beschlag­ nahmt und zum Einschmelzen bestimmt. Landau a. Js., 18. August. (Unfall.) Ein bei einem hiesigen Bäckermeister befindliches 12fähriges Münchener Ferienkind geriet in die .Futterschneidmaschine, wobei ihm die rechte Hand derart verstümmelt wurde, daß« sie abge­ nommen werden muWe. I j Landau a. Js., 20. August. (Tier Tabak­ bau) soll hier izu einer dauernden Einrichtung werden. Auch, die Zigarrenfabrikation soll in Angriff genommen werden, wozu bereits eine Jnteressentem-Versammlung stattgefunden hat. Reisbach, 19. August. (Ertrunken.) Ter zweijährige Knabe des Mühlenbesitzers Hötscht in Neumühle stürzte, den Fischern im Bache zuschauend, in denselben und ertrank. ^ v Deggendorf, 19. August. (Ausgeraubter Möbelwagen.) Als ein jüngst von Berlin hier­ her verzogener Ingenieur den Möbelwagen auspacken ließ,, waren die meisten Betten und sämtliche Kleider seiner Frau aus demselben verschwunden. Von dem Bahndieb hat man nicht die geringste Spur. J Passau, 20. Aug. (Todesfall.) In Mün­ chen ist, wo er Heilung suchte, der Direktor des hiesigen K. Amtsgerichtes, Herr Jos. Bill, im Alter von 57 Jahren gestorben. Freyung, 18. August. (Ein Ochse gestoh­ len.) Aus der Viehuttterkunftshütte in Kreuz­ berg bei Freyung wurde nachts ein dem Oekonomen Bernhard Stockinger von dort gehöriger auf 900 Mark gewerteter Ochsender aus der Weide gehalten wurde, gestohlen. Ter Täter konnte noch nicht ermittelt werden.</p>
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          <p>Hundert kommt somit nicht als Steuernachlaß oder Steuerrückstand in Betracht. ,» —* Zulage für Unteroffiziere und Mannschaften. Mt Wirkung vom 1. Aug. c. wird bestimmt: Alle Unteroffiziere (auch die Gehalt empfangenden) und Mannschaften erhalten, sofern sie mobil sind oder mobile .Besoldung beziehen, eine monatliche Zulage von 9 Mark, alle übrigen eine monatliche Zulage von 6 Mk. — Tie Zahlung erfolgt lür Gehaltsampfänger monatlich, für Löh­ nungsempfänger dekadenweise. Tie Zulage wird nach den gleichen Grundsätzen wie das Kriegs­ gehalt und die Kriegslöhnung gezahlt. — Tie Zahlung für die rückliegende Zeit erfolgt so* •fort und zwar von der Dienststelle, bei der der Berechtigte sich zurzeit des Bekanntwerdens der gegenwärtigen Bestimmung befindet.</p>
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          <p>Letzte Posten. Stage der Sowjettrichlpew 1 Stockholm, 20. August. Tas bolsche­ wistische Stockholmer Blatt "Volkets Tagblad Politiken" erfähit durch! die intermattonale soz. Kommission in Moskau, daß die Sowjettrupp'en das englische Jnvasionskorps bei Archan­ gelsk und Onega geschlagen, und einen Siegs errungen huben. Auch! am Ton haben die Sowjetstruppen die Gegner besiegt und drin­ gen siegreich vor. 1 Rückzug der Tschecho-Slowaken. s Wladiwostok, 30. August. In Niko, lajewsc wurde eine Abteilung japanischer Mai rinettuppen zum Schutze der japanischen Be,' völkerung gelandet. Ein hefttges Gefecht zwi­ schen de« Tschechen und Bolschewiki an der Usfuuifrvnt endete mit dem Rückzug der Tschecho-Dorposten. &gt; Sic MnischM Fordorunsen. ' 1 Wien, 20. August. Tie "Reue Freie Presse" meldet aus Krakau: Einer Warschauer Meldung zufolge werden in informierte« War­ schauer Kreisen als sogenimute MUndestsorderungen, welche den Ausgangspunkt dder Verhand­ lungen zwischen dem Prinzen Riadziwil und dem deutschen Hauptquartier bildetten, genannt» Sicherung und Erhaltung dev jstzigen Westgrenze Polens. Anerkennung der Buglinie ils Grenze tm Osten. Zuteilung von gewissen litauischen Territorien an Polen gegen eW. Abtrsttung von 8 Bezirken int Gouvernement Suwalki an Litauen. Zutritt zur Ostsee durchs Neut»alisierung des Weichselunterlauses und der entlang dieses Unterlauses führenden Eisen­ bahnlinie, .sowie Anerkennung Tanzigs Äs Freihafen. Uebergabe der Zivilverwaltung und be9 Finanzwesens an die polnischen Behörden. (Sofortige Erhöhung der oplnischea Wchrmacht aus die Stärke von 20 000 Mann urtb nach ihrer Umbildung i« Cadres sofortige Einberufung des vollen Jahrganges. r ! Bernnglückter Nrlnuberzng. | i Wien, *20. August. Tie Blätter melden aus Villach: I« der Nacht zum 14. erfolgte auf der Statton Uggewitz der Staatsbahnlinie Vil­ lach—Pontasel ein Zusammenstoß zweier Ur­ laub erKge. 13 Mlitärpechbnen, darunter einige Offiziere, wurden getötet, von den Ver­ letzten starben am nächsten Tage 5 Personen. l£ie Ursache des Zusammenstoßes ist falsche Weich Anstellung. i l Die Ajeifchversoiksung in Paris. ' AusdemHaag, 21. August. Ter Pari­ ser Korrespondent des "Oekonomrste" schildert in der Nummer vom 3. August die bedenkliche Lage der Flerschoersorgung in Paris. Trotz ganz erheblichev Erhöhung der Preise sei Leine Wendung zum Besssvn eingetreten. » U-Bsote an der amerikanischen Küste. 1 Aus dem Haag, 2D. August. Ans das ErMeinen der Tauchboote an der amerikani­ schen Küste und das Gerücht hin, daß sich eine' Tauchbootbasis in Mexiko befinde, sind, wie das "Walstreet 'Journal" mitteilt, die Versi­ cherungsprämien sehr gestiegen. |</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 21. August 1918. Wasser 16 . Grad C. Luft 18 . Grad C.</p>
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          <p>Inserate.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Für jede versorgungsberechiigte Person wird als Ersatz für die bisher schlechte Sartoffelversorgung auf die ReseromMe K 2 Pfund Brot als Brotersatz für die fleffchlose Woche aus die Resmemrde lPfmd Brot gewährt. Für diese Marken kann Mehl irgendwelcher Art nicht bezogen werdrn. Sie können auch nicht in Reichsreisebrotmarken, Landshuter Brot bezw. Mehl­ marken umgetauscht werden. Die Bäcker haben di» vereinnahmten Marken, die Mit 31. August c. ihre Wirksamkeit verliere», bis spätestens 2. Sept. je tn gesondertem Umschlag mit wahrheits­ gemäßer Bezeichnung der darin enthaltenen Marken und Angabe des abliefernden Geschäftes bei der Ls-» bensmittslstelle, Rosengafls, einzureichen. Landshut 20. August 1918. Stadtmagiftrat. Dr.»Horterich.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betreff: Höchstpreise für Frühkartoffel«. ! Die Bayer. Lebensmittelstelle—Verwaltungs­ abteilung—München hat mit Bekanntmachung vom 13. August c. den Erzeugerhöchstpreis für Frühkar­ toffeln auf 8 Mk. den Zentner festgefeßt. Landshut, den 19. August 1918. Sta-tmagistrat Lau-Shnt. Dr. Herterich. 2212</p>
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          <p>Der Krieg zur See. 24 amerikanische Schiffe versenkt. i Rotterdam, 20. Aug. Rach amerikani­ schen Blättert sind von den im Juni aus ameri­ kanischen Hckfen aufgefahrenen nach Europa bestimmten Tampsern insgqsami 24 torpedier'^ ober durch Minen verrsenkt worden. Dabei kamen &gt;21 Mann ums Leben.</p>
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          <p>"Liebste, Schönste, können Sie nicht morgen abend gegen neun Uhr an der kleinen Pforte hier an der Parkmauer sein? Ich habe Ihnen io viel zu sagen." i, , Entrüstet suchte sie sich aus seinem Arm frei zu machen. I "Lassen Sie mich, los, Herr Baron." ■, "Nicht ehe Sie mir Ihre Zusage gegeben' haben, Sie reizende, kleine Hexe! Sie wissen ganz genau, daß ich, nur Ihretwegen komme und danach! brenne, mich mit Ihnen auszuspre­ chen! — Gönnen Sie mir Gehört. — Sie wer­ den es nicht zu bereuen haben!" 1 Ta nahm sie einen von den Fliederzwei­ gen, die sie im Arm hielt und schlug ihm damit mitten ins Gesicht- I "Ich! verbitte mir Ihre Belästigungen, Herr Baron! Sie täuschen sich in mir'!" sagte sie mit zornbebender Stimme und eilte 'da­ von. Tränen brannten in ihren Augen, was hatte man gewagt, ihr anzutun! Er lachte etwas gezwungen auf. ! ' "Tun Sie nur nicht so spröde! Sie wol­ len sich dadurch wohl um so kostbarer ma­ chen," ries er hinter ihr Ijer, "man kennt euch Mädchen doch!" 1 Mit scknem seidenen Taschentuch stäubte er sorgfältig bte Fliederblüten von seinem hel­ len Anzug. ‘ 1 i Langsam schritt er um das langgestreckte * Gebäude herum nach der großen Freitreppe. * Tie Gräfin kam ihm schon mit Demi Tennis- . schläger in der Hand entgegen; anscheinend hatte sie ihn bereits erwartet. Mit einem f schnellen Blick streifte er sie. Sie sah rot und ; erregt aus und hatte einen ärgerlichen Zug | im Gesicht. | * Sollte sie Zeugin seiner dreisten Attacke aus die Erzieherin gewesen sein? Immerhin hatte er unvorsichtig genug gehandelt! Das wäre allerdings fatal. Tie Gräfin mußte sich da sehr in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlen; er wußte Wohl, wie gerne sie ihn kommen sahund sich von ihm den Hof machen ließ. Aber er hatte doch, die Gelegenheit, sich Nora zu nähern, wahrnehmen müssen! Tenn dieses schöne Mädchen hatte sein Herz in Flam­ men gesetzt. 1 1 Beim Spiel war er aufmerksam und ga­ lant, wie noch nie gegen die Gräfin, die voll unveränderter Liebenswürdigkeit schien. j Sie hatte also doch nichts gemerkt — dachte er mit einem Gefühl der Erleichterung.! Beim Tee lernte er den Legationsrat ken-i sten, der sehr formell und gemessen gegen ifm war. Trotzdem blieb er diesmal zum "zwang­ los einfachen Abendessen", an dem Fräulein Berger mit den Kindern teilnahm. Ossi war sehr lebhaft, sprach, lachte; ver­ geblich juchte ihn das junge Mädchen zur Ruhe zu mahnen. Schließlich stieß er in seinem Ungestüm ein Glas Milch, um, daß dessen In­ halt ficf), über das Tischtuch und die Salat­ schüssel ergoß. Tie Gräfin zürnte und schickte mit stren­ gem Tadel gegen Lore diese sowie Ossi vom Tische. Tas junge Mädchen hatte Tränen in den Augen; sie war doch ganz schuldlos und wurde trotzdem vor den Gästen wie ein Schul­ kind gemaßregelt. Sie erhob sich, blaß und wyrtlos. " | "Mama, Fräulein Nora kann doch wirk­ lich nichts dafür, daß Ossi 'so unartig ist!" ries Sissi. "Ten ganzen Tag ist er schon so ge­ wesen und hat gar nicht gehorcht." Tie Gräfin wurde rot vor Zorn; sie sah das spöttische Lächeln des Barons. "Schweige, Cäcilie! Tu stehst ebenfalls aus und kannst im Kinderzimmer weiter essen. Unartige Kinder gehören nicht an den Tisch der Erwachsenen!"</p>
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          <p>Wehr- und Nährstand. Wehr- und Nährstand sind eins geworden in diesem schweren Ringen um deutsche Art und deutsches Wesen, deutschen Boden und deutschje Zukunft, wie wohl nid zuvor in der an Käm^pfen so überreichen GesfchWte unseres Vol­ kes. Ter Landmann ist heute nicht weniger Schützer des Vaterlandes, kein geringerer Strei­ ter für die Sicherheit und das Heil seiner Kmgeftammten heimatlichen Erde, als einst, da er mit Sense und Dreschflegel in der arbeit»» harten Faust auszog, um die Schuren der Kin­ der- und beutegierigen Feinde von Herd und Scholle fernzuhalten. Tausende seiner Söhne sind freudig und stolz hinausgezogen zur Ver­ teidigung der heimatlichen Gaue und haben Blut und Leben dahingegeben, auf daß die Saat auf den deutschen Äeöftrn werter gtzdeihen und die Früchchte zur Ernte reifen konnten. Wieder aber ist auch, heute Dreschflegel und Sense des Landmannes "gute Wehr und Waf­ fen," denn nicht allein auf blutige Walstatt, wie Sur Zeit unserer Vorväter, ruft den deutschen Bauern das Vaterland, — sein Kriegsdienst ist auch Heimatsdienst tjn schönsten und heiligsten Sinne des Wortes. 1 | Bismarck sagte einmal in seinen "Tisch­ gesprächen" so treffend: ,Mit den« RLhrstand ginge auch der Weltstand zu Grabe. Der Bauer ist der Kern unserer Arutzre, der Nach Tn Not und Trang aushält, denn er ist Mit bmt Land« verwachsen und hat aus Selbsterhal« tungsttieb ein Interesse an dessen Erhaltung." Der blinkende Pflug und das Marse Schsverk find, wie wir im Verlause btefer Kriegsjahre zur Genüge erfahren haben, gleich nötig, um den uns auftzezwUnganen Krieg siegreich zu beenden. Ter deutMe Pflug hielt sich, allen 'Wohl zu würdigenden Schwierigkeiten zumi-Lrotz, die die Kriegszeit mit sich brachste, blctzrk in «immer ruhender, oftmals harter Arbeit. Das deutsche Schwert aber schärfte sich gleichzeitig mehr und mehr, je weiter es angesichts der noch immer andauerndst Vernichstungswut un­ serer Feinde zu kräftigem' Schwünge ausholen »nutzte, und es bewahrheitete sich Enränuel Geibels Wort: "Ein Segen rühr im schweren Werke, — dir wächst, wie du's vollbrknM, dis Stärke." , v i Wohl haben die besonderen Nürtschaftlsi chen Verhältnisse, die dieser große Krieg wke in der ganzen Welt, nicht nur bei den krieg­ führenden Staaten allein, auchi in unserm Baterlande hervorgebracht hat, die für die Alkgebat, weinheit Überaus bedeutßgme Verständigung zwischen Land und Stadt nicht immer io wün­ schenswerter Weise verbessert. Auf beiden Sei­ ten mögen Einsicht, der Wille zur WftWerfüllung und die auf allen Gebieten ja oft be­ wiesene Selbstverleugnung setzt,, da wir bat Entscheidung immer näher komme«, und da wir ja alle wissen, um was es Ln diesem 'Kriege geht, jode etwaige Kluft, die noch schen Land und Stadt vorhanden sein konnte, $o weit wie irgend Möglich überbrücke» helfe«. Schon Treitschike sagt einmal in feinev PoStil Überaus treffend: "Eta gewisses GlsiHgewiÄ zwischen städtischM und ländlichem Leban «st fft» die Gesunöhsit des Staates uuenvIÄH be­ deutsam. Wir Germanen sind glücklich erweise der Anlage nckch BauernvÄlke», nri) dieser Na­ turtrieb einer kräftigen GesundhM ist a« uns noch immer sichtbar." Schon viel ftüher aber § schrieb der Dichter Sohnreh die mahnenden Worte: i I i | Sind des Staates Quell und Macht, ' Bauernfaust und Bauerngeist I Sind die Sieger in der Schlacht, — Wohl dem Staat, der das bedacht." Tiefer ehrenden und gerechtem Zeugnisse deutscher Geistessührer erweist sich, der Bauern­ stand auch, in dieser Zeit dev schwersten Probe würdig, und ihre Worte mögen ihm auch! heute zur höchsten Pflichterfüllung, zur letzten hin­ gebenden Opferwilligkeit anfeuern, da es mehr denn je nottuk, in unermüdlichem Eifer unter Ausnutzung aller Kräfte Wehrstand und Volk in ,schwerem, heißem Ringen für Freiheit, Rechst und Zukunft zu unterstützen. So gehörenNährstand und WehrLgnd unlöslich zusammen, und hat schon einst der deutschst Sanier mit der Schwertfaust seinem Volke siegen geholfen, so soll er heute daheim) die Wehrkraft seiner im Kampf stehenden Heldensöhne unterstützend, Mit nimmermüder Arbeitsfauff den Sieg voll­ enden.</p>
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          <p>SteBd? u. Verlag I. F. Rtzetsch. verantwortüW» Wchriftletter g. 2. Wagner. Beibe in Landsh«».</p>
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          <p>Heute Mittwoch, ab 1 Uhr «. Donners­ tag von 8—12 Uhr And ab 1 Uhr werden gegen die derzett gültigen Kartoffelmarke» zum Preis» von 13 Pfg. pro Pfund Frühkartoffel abgegeben. Jeweils 5 Pfnnö pro Kopf, aufge­ rundet auf 10 Pfnnö und ei« Vielfaches hievon. Das Geld ist abgezählt bereit zu halten. L a n d s h u 1 21. August 1618. Stadtmagistrat. Dr. Herterich. Bekanntmachung.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Bekanntmachung. I Die Gold- und Silberankaufsstelle Landshut gibt hiemit bekannt, daß sie auf Anordnung der Kaiserlichen Reichsbank in Berlin, ihren Ankauf von Juwelen. Gold- und Silbergegenständen mit Heutigem eingestellt hat. i Noch nicht abgeholte Gegenwerte für eingelieferte Juwelen, Goldund Silbergegenstände ersuchen wir i bis längsten*? 25. Arrgrrft §*ro. I« Empfang nehmen zu wollen. Nach Umfluß dieser Frist kann keinerlei Auszahlung der Gegenwerte mehr erfolgen. Zugleich wird Allen, welche zum vaterländischen Goldankauf durch Ab­ lieferung beigetragen haben, der Dank zum Ausdruck gebracht. Aon 20.. August 1918. 2214 Gold- und Silberankaufsstelle Laiwshiit.</p>
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          <p>Die Heeresberichte. Sa ratsche Wt. _ WTB. Berlin, 20.August 1918, mittags. 8rohes Hauptquartier: M-Wltcher Heeresgruppe des GemeralfeldmarfchallS «rouprirrz Rupprecht von Bayer«. Südwestlich von Bailleul steigerte sich die ArtillerieMigteit mehrfach zu großer Stärke. Auf dem Kampffelde des 18. August er­ neuerte der Feind gestern abends seine An­ griffe. Sie kamen südlich bon Meteren in un­ serem zusammengefaßten Feuer nicht zur Ent­ wicklung. Nördlich von Vieux Berquin wur­ den sie im Nahkamps abgewiesen. [ . ! Beiderseits der Lhs nahmen wir bor eini­ gen, Tagen unsere westlich! bon Merbille weit vorgeschobenen Posten ohne Kampf in eine Linie östlich des Ortes zurück. Merville wur­ de .gestern nachts bon feindlichen Abteilungen besetzt. _ 1 [' ! 1 Bei Lens und an der Scarpe wurden eng/ lische Vorstöße Abgewiesen. 1 Heeresgruppe des Generalobersten v. Bäh«. Nördlich! bon Lihons griffen unsere Stoß? trupps die bvrderen englischen Postenlinien an, nahmen ihre Besatzung gefangen und wehr­ ten mehrfache Gegenangriffe des Feindes ab. Südwestlich! bon Chaulnes schlugen wir -einen "am Abend nach kurzem Feuer schlage bor­ brechenden feindlichen Angriff zurück. I Nordwestlich bon Rohe griff der Fran­ zose erneut mit Panzerwagen an. Er wurde abgewiesen. i , , 1 Zwischen Beubreignes und der Oise tags­ über erbitterter Kampf. In breiter Front ging Hier der Franzose, zumteil mit frisch, eingesetzten Divisionen wiederholt zu starken Angriffen vor. Südlich&gt; bon Crapeaumesnil brachen seine An­ griffe bor unseren Linien zusammen, beider­ seits bon Fresnieres scheiterten sie in unserem Gegenstoß. 1 ; In heftigem Nahkampf wurde der Feind zwischen Lassignh und Thiesevurt abgewiesen. Teile unserer bvrderen Linien, in die er vor­ übergehend eindrang, wurden wieder gesäu- bert. Ebenso hielten wir unsere bis zur Oise anschließenden Linien gegen hartnäckige An­ griffe des Gegners. Bis zum Abend war der Feind in seine Ausgangsstellungen zurückge­ worfen. ( Zwischen Oise und Aisne nahm der Feuer­ kamps am Nachmittag wieder große Stärke an. Gegen Abend setzte der Feind seine Infanterieangriffe zwischen Charlepont und Nouvron fort. Aus beiden Angriffsflügeln wurde er im Nahkampf abgewiesen. In der Mitte der Front hielt unser Artilleriefeuer die Jnfan- 9a östm..W. Bericht. ‘ WTB. Wien, den 20. Aurgust, mittag#. Amtlich wird gemeldet: In der Nacht zum 19. ds. vollführten südlich des Sasso Rosso unsere Sturmtrupps einen erfolgreichen Vorstoß in die feindlichen Linien. f Im Asolonegebiet wurden italienische Er­ kundungsabteilungen abgewiesen. 1 [ Ter Chef des Generalftabes. terie des Feindes bor unseren Stellungen nie­ der. s i Heeresgruppe v. Gallwitz. ' Zwischen Maas und Mosel drangen un­ sere Erkundungsabteilungen mehrfach in die feindlichen Gräben ein. t | , 9 Leutnant Veltjehn errang seinen 29., 30. und 31., Vizefeldwebel May seinen 21., 22. und 23., Leutnant Roeth seinen 22. Luftsieg. Ter 1. GeneralauarttermetKe^ Säubenbor f f. * WTB. Berlin, 20. August. Amtlicher Abendbericht: [ *, ' [ Zwischen Oise und Aisne hat der seit eint, gen Tagen erwartete, am 18. und 19. August durch starke Angriffe eingeleitete erneute Turchbruchsbersuch ‘ der Franzosen begonnen. Nach erbittertem Kampfe wurde der erste An­ sturm des Feindes in unseren Schlachtstellun­ gen gebrochen. I i I I , l C'.. , LU 9a tiWische Laicht. Bofist, 18. Aug. Im Tale des oberen Skumbi zerstreuten unsere bvrderen Posten nach Nahkampf mehrerer . französische Sturmabtei­ lungen. Bei Bitolia, im Cernabogen, westlich des Tvbro-Polje und aus beidm Seiten des Wardar war die beiderseitige Feuertätigkeit zeitweise ziemlich! heftig. Oestlich des Wardar wurden englische JnfanterietruWs, die sich an mehreren Stellen unseren vorgeschobenen Posten bei dem Torfe Matschukowo zu nä­ hern suchten, durch Feuer zerstreut. Im Wardartale beiderseits lebhafte Fliegrrtätigkeit. 9a türkische Laicht. Konstantin opel, 18. Aug. Amtlicher Bericht: &gt; Palästinafront: Stellendveise erhöhte bei­ derseitige Artillerietätig^it. Auf dem Ostufer des Jordan wiesen wir einen feindlichen Er­ kundungsvorstoß ab. Zwischen Jerusalem und dem Jordan biet Bewegung beim Gegner. — Unsere Flieger warfen mit gutem Erfolge Bom­ ben aus die Rebellenlager bei Tafile undWaan. Tie Fricdensfrage. ! Wien, 20. August. Wie aus informier­ ten Kreisen mitgeteilt wird, hat Bei den jüng­ sten Verhandlungen im deutschen Hauptquar­ tier auch die Friedenssrage eine Rolle gespielt. Ta die Mittelmächte immer betont haben, daß sie kein Mittel unbersucht lassen wollen, wel­ ches zum Frieden "führen kann, daß aber an­ dererseits der Krieg weitergeführt werden muß, solange der Vernichtungswille des Feindes wei-' ter besteht. So kann man ruhig annehmen, daß auch die Besprechungen im deutschen Haupt­ quartier sich auf dieser Grundlage bewegt ha­ ben. i r Gens, 20. August. Tem "Temps" fällt es aus, daß die Note über die Zusammenkunft! sm Großen Hauptquartier nur von dem vollen Einbernehmen über militärische und politische Fragen spricht und daß das wirtschaftliche Pro­ blem nicht erwähnt worden sei. Im übrigen benützt die Presse diese Gelegenheit, um wie­ der einmal eine bebvrstehende deutsche Frie­ densoffensive anzukündigen. Tie mannigfal-, tigsten Belege werden dafür angeführt. ,</p>
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          <p>cherden darf. Ein Riesenkarpfen mit 42 Pfund wurde in der Donau bei Wien gefangen. Der Fisch war 102 Zentimeter lang und 47 Zentimeter hoch. Doppelte Brandstiftung. Am Sonntag, 11. August, kam auf dem Heuboden des von dem Bauern Ludwig Widmann in Hub bei 'Neumarkt a. R. 'im April hr. Js. erworbenen Anwesens Feuer aus, dem die .Pferdestallung zum Opfer fiel. Am 15. August vormittags 9 Uhr brach im Stadel neuerdings ein Brand aus, der die gesamten Heu- und Getreidevorräte vernichtete. Widmann ist nicht versichert und finanziell ruiniert. Der Schaden wird auf 50 000 Mark geschätzt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß vorsätzliche Brandstiftung liegt. Wegen Dchwarzschlächtung wurde die Gast­ stätte zur Post in Ebenhausen im Isartal ge­ schlossen. ' 1 stampf mit Eisenbahnmuürn. Bei einem Kamps zwischen Cisxnbahnangestellten und Eisenbahnräubern im Bahnhofsgebäude Nie­ derhone bei Kassel wurden-von einem Ver­ brecherpaar Revolverschüsse abgefeuert, durch die der Bahnrangiermerster Bachmann tödlich verletzt wurde. Mit Hilfe von Feldarbeitern gelang es schließlich, die Räuber durch ein Kesseltreiben zu fassen. Einer von ihnen wurde derart zugerichtet, daß er ittfbaS Landkranken­ haus gefahren werden mußte. Rancher Henk! Ter Bundesrat hat ge­ nehmigt, daß den Herstellern von Tabakerzeug­ nissen auch die Verwendung von Birnen-, Ap­ fel-, Walnußf-, Haselnuß- und Topinambur­ blättern als Ersatzstoffs bei der Herstellung von Tabakerzeugnissen und tabakähnlichen Wa- Allerlei.</p>
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