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      <titleStmt>
        <title>Gesammelte Artikeltexte des Kurier für Niederbayern, Ausgabe vom<date when="1918-08-27"/></title>
        <funder>Europäischer Fond für Regionale Entwicklung (EFRE)</funder>
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        <publisher>Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau</publisher>
        <date when="2016"/>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Veröffentlicht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International</licence>
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          <title level="j">Kurier für Niederbayern: Landshuter Tag- und Anzeigenblatt; unabhängige Tageszeitung für Heimat und Volk</title>
          <publisher>Altbayerische Verlagsanstalt Vereinigte Dr. Mühldorf, Betrieb Landshut</publisher>
          <pubPlace>Landshut</pubPlace>
          <biblScope unit="issue">71. Jahrgang Nr. 233</biblScope>
          <date when="1918-08-27">1918-08-27</date>
          <textLang mainLang="de">deutschsprachige Ressource</textLang>
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        <p>Die Zeitungsdoppelseiten wurden mit 300dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit gescannt, die resultierende TIFF-Datei binarisiert und als Input für die OCR-Software verwendet.</p>
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          <p>Überschriften, Artikeltexte und Seitenumbrüche wurden kodiert, Absatzumbrüche und Spaltenumbrüche wurden nicht kodiert.</p>
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          <p>Artikelüberschriften wurden korrekturgelesen, Artikeltexte als OCR-Rohausgabe belassen.</p>
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        <p>Das Vorhaben 'Digitalisierung historischer Zeitungen', in dessen Rahmen diese Daten generiert wurden, ist Teil des Projektes &lt;ref target="http://www.phil.uni-passau.de/dh/forschung/deutsch-tschechisches-digital-humanities-labor/"&gt;'Deutsch-tschechisches Digital Humanities Labor zur grenzübergreifenden historischen Forschung' (2014-2015)&lt;/ref&gt; der Universität Passau und der Südböhmischen Universität Budweis (CZ)</p>
        <p>
          <ref target="https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=644150540&amp;db=100">Die gescannten Zeitungsbände wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek München zur Verfügung gestellt.</ref>
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          <p>Ausdehnung der englischen Angriffe. Weitere feindliche Dnrchvrnchsversuche gescheitert. — Die öfterr-ung. Fortschritte in Alvanie». Die Tschecho&gt;Slowaken in Sibirien. — Die internationale Kirchenkonferenz in Upsala ge­ scheitert. — Amerikanische Truppen in Archangelsk.</p>
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          <p>Sa östar.-W. VerW. WTB. Wien, den 26. August, mittags. Nimtlich wird gemeldet: Jtalteuifcher Kriegsschauplatz. Im Asolonegebiet erfolgreiche Vorposten­ gefechte. I ' i In der Nacht zum 25. August griffen bei Verfolgung eines feindlichen Geschwaders un­ sere Flieger das Flugfeld bei Padua an und richteten beträchtlichen Schaden an. t i Albanien: Tie Gegenoffensive deL^Generalobersten Frhrn. von Pflanzer-Baltin hat gestern zur Gewinnung von giert und Berat geführt. Da­ mit sind jene Oertlichkeiten wieder in unseren Händen, deren Besetzung vor sechs Wochen die Italiener als entscheidende Wendung in der Adriafrage begrüßt hatten. giert siel nach blu­ tigem Straßen- und Häuserkampfe. Tie Verfol­ gung des weichenden Gegners ist aufgenom­ men. In Berat drangen unsere braven, allen Mühsalen des Kriegstheaters gewachsenenTruppen gestern früh in umfassender Vorrückung ein. Bald nachher wurde der Feind vo» den beherrschenden Höhen Speragni und Sinja ge­ worfen. 1 ( f ; [ 1 m ! ( Auch am oberen Tevoli bauten wir unsere Erfolge weiter aus. i Tie Verluste der Italiener an Kämpfern und Kriegsgerät sind sehr groß. I &gt; v , Ter Chef des Generalstabr. Ser SWitifie VerW WTB. Sofia, 23. August. Amtlicher Heeresbericht: 1 [ r Mazedonische Front: Im Cernabogen nördlich des Torfes Rapescht und westlich des Tvbropolje war das beiderseitige Artillerie­ feuer zeitweise ziemlich! lebhaft; westlich des Wardar hielt die beiderseitige 'Feuertätigleit mit wechselnder Stärke an. Südlich von Hm ma zersprengten wir durch Feuer eine feind­ liche Jnfanterieabteilung, die nach Feuervorbereitung an unsere vorgeschobenen Gräben heranzukommen suchte. Nach viertägiger Ar« tillerievorbereftung griff ein englisches Ba­ taillon unsere vorgeschobenen Posten bei Altfchak Kahle an, wurde aber durch. Feuer zer­ sprengt, bevor es unsere Tirahtverhaue errei­ chen konnte. Beiderseits des Wardar und süd­ lich von Toiran vertrieben wir mehrere eng­ lische Sturmabteilungen. iAuf dem Vorgelände westlich! von Seres machten unsere Infanteriegruppen griechische Gefangene. — Ter deutsche Vizefeldwebel Fieseier errang seinen 19. Lustsieg, indem er ein feindliches Flugzeug hin­ ter unseren Linien östlich! der Cerna abschoß^. Tie litauische Thronfrage befindet sich! seit sich in Litauen ohne Ein­ vernehmen mit der deutschen Regierung und ohne deren Anerkennung ein Staatsrat kon­ stituierte, der die Wahl des Herzogs von Ursch vornahm, auf einem toten Punkt. Tie litau­ ische Abordnung, die unter der Führung des Darhha-Präsidenten Smatons hier eingetrof­ fen ist, hat angeblich die Aufgabe, die Klärung der Thronfrage herbeizuführen . Die Heeresberichte. Der deutsche VerW. ' i WTB. Berlin, 26. August 1918,mittags!. Mroßes Hauptquartier.) — i W-»lich«r Heeresgruppe des GcneralfcldmarschallL Kronprinz RnPPrccht de» Bicher» &gt; und Heeresgruppe des Generalobersten v. Böhn. Vorseldkämpfe bei Bailleul und nördlich der Scarpe. Westlich! von Croisilles blieben feindliche Angriffe in unserem Feuer liegen. Pizefeldwebel Gübel schoß mit einem Ma­ schinengewehrzug 4 Panzerwagen, Unteroffi­ zier Höne mit leichten Minenwerfern 3 Pan­ zerwagen zusammen. ! Beiderseits von Bapaume fetzte der Feind zwischen St. Leger und Martinpuich seine An­ griffe fort. Hoher Einsatz an Infanterie und Panzerwagen sollte hier den Durchbruch durch unsere Front erzwingen. Wo der Feind im Feuer und durch Gegen­ stoß abgewiesen war, trugen frische Kräfte den Angriff immer wieder erneut vor. Seine An-, griffe sind im ganzen gescheitert. 1 \ Im einzelnen war der Verlauf der Schlacht etwa folgender: I Ter Feind drang in unsere westlich von Morrh — westlich von Bapaume — Martin­ puich! verlaufenden Linien ein. , Nördlich von Bapaume brachten örtliche Bereitschaften und Reserven den Feind am Ostrand von Morry—Favreuil und westlich von Bapaume zum Stehen. Weitere Angriffe bra­ chen vor diesen Linien zusammen. Südwestlich von Bapaume stieg, der Feind zwischen Tillvh und Martinpuich auf Gneude. court—Fleres vor. Preußische Reserderegimenter und Marineinfanterie warf ihn in kraftvol­ lem Gegenangriff in die Linie Tilloy—Martin­ puich zurück. Beide Orte wurden wieder ge­ nommen. .Zahlreiche Panzerwagen liegen zerschossen vor und hinter unseren Linien. Gegen unsere von der Ancresront abge­ fetzten Linien Bazentin le Petit—Carnoy^— Luzzanne arbeitete sich der Feind im Lause des Nachmittags heran. Starke Angriffe, die am Abend zwischen Carnoh und der Somme erfolgten, wurden abgewiesen. ; Südlich! der Somme setzte sich der Feind bei mehrfachen Angriffen in Cappy und Fon­ taine fest. Beiderseits der Römerstraße schlu­ gen wir seine Angriffe zurück. [ Zwischen Somme und Oise keine beson­ dere Gefechtstätigkeit. , ^, Südlich der Ailette griffen preußische Garde den Feind westlich! Crecy au Mont an. gewann die Höhen südwesllich, Pont St. Mard und schlug im ■ Verein mit deutschen Jägern sehr starke Angriffe weißer und schwarzer Franzosen ab. Otwa 400 Gefangene wurden eingebracht. i 1 Auch nördlich der Aisne brachen am Abend starke feindliche Angriffe zusammen. Heeresgruppe des d rutsche« Kronprinzen. Teilangriffe an der Vesle. Der 1. Geueratquar ttermerrrer r &gt; Be&amp;eäBerfl. • WTB. Berlin, den 26. August. Amtli­ cher Abendbericht: i Ausdehnung der englischen Angriffe bis nördlich! der Scarpe. i Beiderseits von Bapaume unio nördlich, bet Somme heftige Kämpfe. Tie Aln griffe des Feindes sind im ganzen gescheititert, teilweise sind die Gegenangriffe noch im Wange. Longueval und Montuban, vorüberg;ehend verlo­ ren, wurden wieder genommen. i - Zwischen Somme und Oise außer örtlichen Kämpfen nördlich! der Aore ruhiger Tag. Teilkämpfe nördlich! der Aisne. ! , Ser MW VerW. Konstantinopel, 25. Aug. Amts. Be­ richt: Palästinaftont: Rege Fliegertätigkeit.Auf dem Ostuser des Jordan drückten wir feind­ liche Aufflärungsabteilungeu zurück. Am 21. August griffen Rebellen unsere Postierungen südlich! von Zat el Madsch (im Hedschas) mit großer Ueberlegenheit an. Tie tapfere Gegen­ wehr unserer Truppen zwang die Rebellen nach einem langen Kampf zuM Rückzug. Auch! süd­ lich! von Modije wurde ein Anschlag gegen die Bahn von uns vereitelt. ' ,</p>
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          <p>den durch unsere Vorstöße aufgefangen, tote die aus der Schlucht von Vauxrezirs denPaslihöhen zustrebenden feindlichen Anstürme abge­ schlagen. La VaUee und die Höhen von Pasli blieben in unserer Hand. Unter den von uns gemachten Gefangenen herrscht Mißstimmung gegen die Amerikaner, die von ihrem Ein­ greifen dauernd sprechen, aber die Franzo­ sen kämpfen und bluten lassen. Ihnen allein 'fei, die Fortdauer des furchtbaren Ringens Zuzuschreiben, das den Franzosen Verluste ko­ ste, die zu den schwersten des ganzen Krieges zu rechnen sind. , Tie Beschießung von Tiirrtirchen. WTB. Bern, 25. 'August. "Petit Pariijiett" meldet aus Dünkirchen über die Beschieß­ ung durch ein weittragendes Geschütz in der Rächt vom 21. zum 22. August, daß, ab 10 Uhr 40 Min. abends acht Granaten in einem Abstande von 5 Minuten in der Stadt ein­ schlugen. Sieben Zivilisten wurden getötet, zwei verwundet; der Sachschaden ist beträchtlich. Oberst Egli über die Kriegslage. WTB. Bern, 25. August. Oberst Egli schreibt in den "Basler Nachrichten" bei Be­ trachtung der Kriegslage u. a.: Man kann an der ganzen Hront von Upern 'vis Reims an vielen Stellen ein langsames Zurückwei­ chen der deutschen Truppen feststellen, aber nirgends läßt sich! sagen, daß die Teutschen ge­ schlagen sind. Am 8. August haben 'sie durch die Ueberraschung zwischen Somme und Avre eine Schlappe erlitten. Damals sind sie verhältnismäßig raschi ein Stück wert zurückgegan­ gen; jetzt geben Jie nur noch Kilometer um Kilometer nach, aber impmr bieten sie die Stirn, lassen da und dort den Gegner anren­ nen, machen kraftvolle Gegenstöße und Ziehen sich dann wieder etwas zurück. Wenn dann die Angreifer ihrerseits aufs neue vorgehen, j laufen sie in das Feuer der Artillerie und der ) Maschinengewehre hinein. Das ist etwas ganz anderes als der Rückzug eines Heeres, daS weichen muH,. Tie Teutschen können große und kleine Gebiete in Feindesland ausgaben; für sie genügt es, wenn che Gegner dabei zu Scha­ den kommen und das eigene Heer geschont wird.</p>
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          <p>Der Krieg mit England. Englisch» Kriegswetten. &gt; Haag, 26. Aug. Laut Times werden bei Lloyds jetzt umfangreiche Wetten über die Tauer des Krieges ^geschlossen. Es werden Prämien von 25 Prozent bezahlt, daß. der Krieg bis zum ZI. März 1919 beendet sei, 40 bis 50 Prozent, daß, §ies am 1. Juli bezw. 31'. September 1919 der Füll ist. ,</p>
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          <p>Aus Rußland. Tie Tschecho-Slowaken i« Sibirien. &gt; Stockholm, 26. August. Tie von Reuter verbreitete Nachricht, daß es den Tschecho-Slowaken gelungen sei, die heiß, umstrittene Stadt Irkutsk zu nehmen, wird trotz eines für die Oeffmtlichkeit bestimmten TeMentis von allen Seiten bestätigt. Tie Bolfchewiki leistetön harrnäckigen Widerstand. Ter Kamps tobte in den Straßen der Stadt eine ganze Woche. Als den Bolschewik» J&gt;onn die Munition ausging und sie auch von der Bevölkerung hinter­ listig angegriffen wurden, begann die Lage für sie kritisch zu werden. Trotzdem wehrten sie sich noch zwei Tage und zwei Nächte. Tie Tschecho-Slowaken haben die Einnahme der Stadt hrit mehr als 500 Toten und über 2000 Schwerverwundeten teuer bezahlen müs­ sen. Ter frühere Sowjet wurde gestürzt und ein neuer gebildet. Tie Tsthechv-Slowaken er­ klärten die Stadt sofort in den Kriegszustand. Sie haben in Irkutsk eine neue Regierung ge­ bildet, der viele Reaftionäre aus der Zarenzeit angehören. Tie neue Regierung führt den Namen "Zentralregierung der Republik Si­ birien"; der ftühere Kriegsminister Gutschkow 1 fall das Präsidium übernehmen. (</p>
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          <p>Französische Offiziere als Lebensmittclschieber. Stockho lm, 26. Aug. Moskauer Zeitun­ gen veröffentlichen zahlreiche Artikel Über die Spionentätigkeit der Offiziere der französischen Militärmission Aufgefangene Briefe beweisen, daß, die Offiziere ein« sehr umfangreiche Spe­ kulation nackt Lebensmitteln betrieben haben. Tinen Hausptfpekulationsgegenstand bildete Ka­ viar. i Schwedische Friedensbemühungen. Stockholm, 26. Aug. Trotz dem «blehnenden Bescheides der schwedischen Regier»ng, Schritte für die Anknüpfung von FriedensVerhandlungen zu tun, verstLrft sich in der schwedischen Oeffentlichkeit die Bostrebung, eine Friedensdiskussion herbeizuführvn. Bemerkens­ wert sind in dieser Hinsicht besonders die Aeu­ ßerungen des Erzbischofes Soeverbaom, des höchsten Würdenträgers der schwedischen Kir­ che. Er begrüßt jeden Schritt, der dem Frie­ den näher führt. "Millionen und Abermillivnen, auch in den nicht kriegführenden Län­ dern hätten zu erkennen begonnen, daß das Kriegsploblem nicht nach dem Gesichtspunkte der Macht gelöst werden kann. Ti» Welt hat unzählige Proben von Mut und Geduld ab­ gelegt und sehne sich jetzt nach dem Friede«. Wo findet sich einer, der es wagt, den Zau­ ber zu brechen?" — Tas liberale Soenska Morgenbladet schreibt dazu: Wenn unsere Re­ gierung nicht eingreifen teilt, so soll es das Volk tun. — Auch die radikale Tagens Nhheter und die nach strenger Neutralität stre­ bende Stockholms Tiduingen erörtern immer wieder den Gedanken einer Friedensoermittlung. Beide Blätter sind mit der ablehnenden Haltung der liberal-sozialistischen Regierung nicht »einverstanden. Es ist aber nicht zu ver­ kennen, daK alle diese Bestrebungen einen star­ ken Gegner habe« in Herrn Branting ,dar die sozialistische Partei, die größte Partei Schwe­ dens und die Hauptstütze der Regierung unbebmgt bLherrjM. Aus neutralen Ländern.</p>
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          <p>Aus Südamerika. StrEirmyrhen D» UrugUatz. Bern, 86. Aug. Agenzka Amerikana meldet ans Montevideo: Die Lage in Uru­ guay verschlimozert sich. Die Straßen und HauptPWtze in Montevideo werden militärisch bewach:i. Aller Verkehr u«t&gt; jedes Geschäftskeben stockt. Es kommen häufig ZuflaUrmen- stöße zwischen Militär, Polizei und Streikenden vor. Bisher wurden einige Personen getötet und zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.</p>
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          <p>Ein heimtückischer Plan. Wie man mit dem deutschen Grundbesitz in Oesterreich um­ geht, das mögen deutsche Landwirte aus folgen­ dem Bericht ersehen, den wir den Mitteilungen der "Südmark "entnehmen: Einen heimtücki­ schen Plan haben sich die Slalven, voran die Tschechen, in ihrer Eroberungssucht ausgeheckt. Aus den Listen der gefallenen Teutschen haben sie Auszüge gemacht und gehen auf jene Besitze los, wo Witwen mit einzigen Söhnen, die im Felde den Heldentod erlitten, zum Ver­ kauf förmlich gedrängt werden. Sie suchen sich hauptsächlich Oesterreich und Steiermark mit: der gutmütigen ,nicht viel Widerstand leisten­ den Bevölkerung ans und wollen damit das reindeutsche Oberösterrsich und die nördliche Steiermark so mit Tschechen durchsetzen, sie von der Südspitze Böhmens bis zu den Windi­ schen Büheln eine Verbindung herstellen. So hatte neuestens wieder der tschechische Litograph Wenzel Burda aus Prag also ein rich­ tiger Landwirt? — den Großbauernhof War­ tsgut in Wetdach, Gemeinde Alkoven bei Linz angekauft, und als ihm die Grundverkehrs­ kommission den Kauf nicht bewilligte, ging er einen neunjährigen Pachtvertrag ein (zu ei­ nem zehnjährigen ist wieder die Bewilligung der Grundverkehrskommission notwendig).T«a« ran anstoßend sind zwei ebenso große Bauern­ höfe in derselben traurigen Lage; beide Bcmerhöfe gehören Witwen, deren einzige Sähne den Tod fürs Vaterland gestorben sind. Wenn dieser tschechische Bauernltthograph diese zwei Bauernhöfe auch noch mit Hilfe der Zivnostenska Banka kauft — denn in kurzer Zeit ich er dach ein anerkannter Bauer —, so wird er daraus zwanzig bis dreißig oder mehr Besitzungen machen, sie mit Tschechen besetzen, und in sechs bis acht Jahren Md vierzig tschechische Sprößlinge vorhanden, so daß die tschechische Schule fertig ist. So wie die Tsche­ chen in Oesterreich und Steiermark, so arbeiten die Windischen von Süden her, indem sie in den Windischen Büheln die dsutschen Besitzung gen auHukaufen suchen. Tages-Uebersicht.</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Kaiser Karl in München. Se. Majestät Kaiser und König Karl, der sich heute zu einem Besuche am k. sächsischen Hofe in Dresden aushält, wird auf der Rückreise nach Oesterreich morgen Mittwoche München berühren und sich mit Herren seiner Begleitung einige Stunden hier aushalten, um den König und die Königin zu sehen. i &lt; Weitere Einschränkungen des Fremdenver­ kehrs. Tie schwierigen Ernährungsverhältnisse und die Gefährdung der Versorgung der ein­ heimischen Bevölkerung haben das Staatsmi­ nisterium des Innern veranlaßt, mitEntschlietzung vom 24. August für die hauptsächlichsten Fremdenverkehrsbezirke Oherbaherns und des ^Allgäus den Fremdenverkehr noch weiter ein' zuschränken ,als es durch die Entschließung vom 28. Junk ds. JrÄ geschehen istj In den bezeichneten Bezirken wird der freie (ohne I amtsärztliches Zeugnis zugelassene) Aufenthalt ab 15. September auf zwei Wochen und ab 212. September auf eine Woche herabgesetzt, ferner wird die Beherbergungszisfer derGaststatten usw. ab 1. September aus 30 Prozent der vorhandenen Betten herabgesetzt (wobei für Passanten eine Ueberschreitung bis Mi 10 Pro­ zent zugelassen wird )und endlich darf das Einmieten bei Selbstversorgern ab 1. Oktober I nicht mehr genehmigt werden. Tie Ausdeh1 nung dieser Maßnahmen apf die übrigen bähe» I rischen Kommunakoerbände bleibt vorbehalten. 1 I Bauern, helft die Schleichhändler bekämpfen! f es in Enerem eigenen Interesse, s Ter Schleichhandel gefährdet die Bolksernäh-, $ rnng. — Bauern, liefert ihm nichts mehr!,</p>
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          <p>Bayerische Nachrichten. Kronwinkl, 26. August. (Das König ßub, wigkreuz) wurde der Gattin des gräfl. Guts­ und Rentenverwalters hier, Frau Kathi Kam­ mermeier verliehen, die während der fast vier­ jährigen Abwesenheit ihres Mannes im Felde alle Verwaltungsge schäfte führte . Vilsbiburg, 25. August. (Sämtliche Söhne verloren) hat die Bauersfamilie Sedlmayr von Raffelsreuth. Zwei Brüder Peter und Lud­ wig fielen in den letzten Kämpfen. Ter dritte Bruder starb bereits 1915 den Heldentod. Hundert Jahre Donaudampfschiffahrt. Ge­ nau ein Jahrhundert ist verflossen, seitdem zum erstenmal ein Tämpfschisf die Tonau be­ fuhr. Ein unternehmungslustiger Fünfkirchener Schiffer, Anton Bernhard war es, der mit seinem Dampfer "Carolina" das Wagnis un­ ternahm. Tie "Carolina" hatte eine Ladung von 20 Tonnen? bei der Bergfahrt legte sie 3.5 Kilometer, bei der Talfahrt 15 Kilometer die Stunde zurück, und ihre erfolgreiche Fahrt erregte nicht geringes Aufsehen. Einen nen­ nenswerten Gewinn aber hatte Bernhard nicht zu verzeichnen? wohl gelang es ihm, ein Schiff­ fahrtsprivilegium für die Tonau und ihre Ne­ benflüsse zu erlangen, allein mit der Gründung einer Schiffahrtsaktiengesellschaft kam er nicht zum Ziel. Ter Franzose Laon, der gleichzeitig ein Dampf schiff, die ,)Tuna", hatte bauen las­ sen, das auch 1818 seine Fahrten begann, hatte den gleichen Mißerfolg, und erst zehn Jahre später erzielten zwei Engländer, An­ drews und Prichard, einen durchschlagenden wirtschaftlichen Erfolg. Sie erhielten ein neues ausschließliches Privileg zur Befahrung der Donau und ihrer Nebenflüsse in Oesterreichs Ungarn, gründeten 1829 die noch heute beste­ hende Erste k. f. priv. Tvnau-TaMpsschkffahrtsgesellschaft und erwarben sich mit dieser Grün, düng sofort allseitiges Vertrauen; selbst Mit­ glieder der Herrscherfamilie beteiligten sich an dem Unternehmen und späterhin leistete der Staat namhafte Zuschüsse. 1830 schwamw der erste Dampfer der Gesellschaft "Franz Josef I." auf der Tonau? er fuhr von Wien Buda­ pest in 15 Stunden, zurück in 49"Stundew. Tiefer Erfolg gab der Tvnaufchisfahrt in an. deren Ländern einen Anstotz. Bayern und Württemberg gründeten im Jahre 1837 gemein­ sam die Bayerisch-Württembergische Tonau-' Tampsschiffahrtsgesellschaft, die die Strecke Ulm —Linz befahren sollte, sich aber wegen des Fahrwassers auf den Verkehr zwischen Regens­ burg und Linz beschränkte. Ein Erfolg war ihr nicht beschieden. 1846 wiederholte die daher. Regierung den Versuch der Dampfschiff­ fahrt, nachdem durch den Ludwtgskanal eine Verbindung zwischen Main und Tonau her­ gestellt war. Tie daher. Gesellschaft gab ihren ganzen Schiffsbestand an die baher. Regierung ab, die sich mit großen ErweiterungsPlänen trug, aber nach, Inkrafttreten der Tvnauschifffahrtsäkte, die die Freiheit der Tonauschifffahrt brachte, herzlich froh war, als sie 1862 das Unternehmen, das ihr noch! keinen. Pfennig eingetragen hatte, an die Erste k. k. priv'. Tvnau-Tämpfschissahrksgesellschaft abstoßen konnte. Tie ästerr. GeseNschaft hatte sich ganz gut entwickelt. Tie Anzahl ihrer Flußdampfer war von 1850 bis 1870 von 51 auf 200, die der Lastschisfe von 200 auf 710 angestiegen, 1850 hatte sie 21 000 Donnen, 1870 1180 000 Tonnen befördert. — Wir raten reiselustigen Lesern, nach Beendigung des Weltkrieges die Befahrung der Tonau. Eine Tvnaureise bietet mehr als eine Rhein- und Jtalienreise, so schreibt mit Recht die "Baher. Landesztg.", der wir diesen Bericht entnehmen..</p>
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          <p>Hunderte von Personen gestern keinen Einlaß mehr finden konnten, wird das feldgraue Spiel "Ter Hias" von Heinrich! Gilardone noch am Dienstag und Mittwoch gegeben. ES sei noch darauf hingewiesen, daß im feldgrauen Brettl im 2. Akt neue Einlagen gebracht wer­ den. ! ! s —* Die Walnußernte ist auch heuer beschlagnahmt. Jede Abgabe, auch die unent­ geltliche, ist verboten. Baumbesitzer dürfen nur 10 Pfund auf den Kops der Familie, höchstens aber 30 Pfund, für.sich, behalten. —* Zum Vollzug der Schaumweinsteuer ist im Anzeigenteil heute eine Bekannt­ machung des k. Hauptzollamtes enthalten. —* Für Gemeindebauwesen und Gemetndeuhren stand die Rechnung für das Jahr 1915 vor kurzem im Geweindekollegium zur Beratung. Diese schließt bei 6993.67 Mark Einnahmen und 37 543.01 Mark Aus­ gaben mit 30 549.66 Mark Mehrausgaben ab, von denen 2000 Mark nachgenehmigt werden müssen. Der Referent Herr G.-B. Wagner sprach dabei djq. Erwartung aus, daß die neue Spitze des Bauamtes möglichste Sparsamkeit walten lasse. könnte vieles mit niedrigeren Wochenlisten gemacht werden, wenn auch be­ rücksichtigt werden müsse, daß das Bauamt eine halbe Wohltätigkeitsanstalt sei. Für Holzkleinmachen und Gänge stehen 1200 Mk. in der Rechnung. Tä müsse das Holz schon sehr klein gemacht worden sein. Ein Rohrbruch sei ein halbes Jahr nicht beobachtet worden. Es sollten in Zukunft den Rechnungen auch die Berichte der Regierungsrevisoren beige­ legt tverden. Ezne Anfrage, warum der Re­ ferent gegen die unnötigen Ausgaben keine Ab­ hilfe vorschlage, meinte dieser, weil es für das alte Regime doch nichts mehr helfe und er von dem neuen Regime das beste hoffe. bevölkerungspolitischen Grundsätzen gewährleistet sein. Teshalb Misse auf die ursprüngliche Fassung des Gesetzentwurfes zur Kinderzula­ genversicherung, wonach die Kinderzulage erst vom dritten Kinde ab und dann rückwirkend für alle vorgesehen, waren, beibehalten werden. Ter Ansatz eines beweglichen Gehaltsteiles ergebe sich aus der Notwendigkeit, den künftigen Ge­ halt an die ungewöhnliche, voraussichtlich noch lange andauernde Teuerung anzupassen. Wäh­ rend fdrner bis jetzt die vorgebildeten mittleren Verksshrsbeamten die Normanklasse 14 auf denk Wege der Beförderung erreichten, sollten künf­ tig alle qualifizierten Verkehrssekretäre die Rormalstufe aus dem Wege der Vorrückung erlangen. Besonders gut qualifizierten mitt­ leren Verkehrsbeamten müßten künftig beför-erungsweise höher besoldete Stellen (mit den Gehaltsätzen der jetzigen Gehaltsklasse 13) offen stehen, auch, die Stellen des oberen Dienstes dürften ihnen nach dem Grundsätze "Freie Bahn dem Tüchtigen" in der Zukunft nicht ver­ schlossen bleiben. Mit dem Hinweis darauf, daß der Bayer. Verkehrsbeamten,'Verein nicht zuletzt unablässig bestrebt ist, an dem Ausbau der Kriegsteuerungszulagen tatkräftig mitzu­ arbeiten Eid die wirtschaftlichen Bestrebungen nach jeder Richtung hin zu fördern, beschloß der Redner seine mit regem Interesse aufge­ nommenen Ausführungen, die auch in allen Teilen einstimmige Annahtne fanden. —*Die6. niederbaher. Kreiskaninchen-Ausstellung, die am Samstag in der Jägerhalle hier eröffnet wurde, gab ein Bild des regen Aufschwunges der Kaninchenzucht in unserem Kreise. Aus allen Teilen desselben waren Züchter vertreten mit durchweg schönen Tieren. Tie Ausstellungsleitung lag in den Händen der Herren Schöner, Bindl und Klee­ bauer. Als Preisrichter fungierten die Herren Fritz Aichele-Regensburg und Georg Groß? thanner-Bad Tölz. Tie Ausstellung umfaßte 150 Nummern Alttiere und 50 Nutnmern Jungtiere. Am Samstag nachjmittags fand sich Se. Exzellenz Herr Regierungspräsident von Pracher mit Herrn Regierungsrat Auer und Herrn Tierzuchtinspektor Herold ein und be­ sichtigte unter Führung der Ausstellungsleiter die zur Schau gestellten Tiere. Exzellenz sprach sich äußerst befriedigt über das Gesehene aus. Ter Besuch, durch Interessenten gestaltete sich, besonders am Sonntag, sehr lebhaft. Es erhielten Siegerpreise: Andreas BrandüZwiesel, Max Schöner-Landshut, Johann EckerSchaching und der Kantnchenzuchtverein Lands­ hut; Ehrenpreise: Alois Baumann-Burgwein­ ting, Mich! Geiner-Landshut (3), Frz. Xav. Wagner Straubing, Joh. Oberndorfer-Lands­ hut, A. Wassinger-Zwiesel, Georg GeigerPlattling, Alb. Unterdürsler-Landshut, Pfab, K. Bezirkstierarzt, Tingolfing, Mrmser-Landshut, Karl "Hassold-Landshut (2), Peter Buchner-Landshut, 3t. Hermann-Passau, KarlMÜl- ler-Passau (3), L. Attenberger-Landshut, Karl Schirmbeck-Deggendorf, Gg. Blöchinger-Gra­ fenau, Max Schöner-Landshut; 1. Preise er­ hielten: Gg. Geiger-Plattling, Joh. Hacker Schaching, Peter Buchner-Landshut, Joh. Waldinger-Simbach. a. I., Karl Hassold-Landshut, Barth. Eichner-Landshut, L.Attenberger-Landshut, Gg. Geiger-Plattling, Xaver FrischerPassau, Frau EigenschinL-Straubtng, Frz. Pölsterl-Plattling, Max Schöner-Landshut. Au­ ßerdem wurden noch 32 zweite und 37 dritte Preise zur Verteilung gebracht. ' i —* Warum viele in Rußland Ver­ mißte jahrelang nicht schreiben! Ter "Bayerischen Suchliste" in Augsburg wird aus Oesterreich geschrieben: Viele Angehörige von Kriegern, die in russische Gefangenschaft gerie­ ten, haben die Hoffnung auf ein Widersehen ausgegeben, weil sie vielleicht schon jahrelang keine Nachricht von Verschollenen erhielten. Zur großen Freude und Ueberraschung vieler Familien sind aber schon einzelne vermißt ge­ glaubte Krieger gesund oder verkrüppelt aus Rußland zurückgekommen und viele solche wer­ den noch kommen. Tie "Heimkehrer" bringen jetzt Licht in die Sache; sie berichten nämlich, daß viele unserer Kriegsgefangenen in Munitions- und Geschützsabriken zu Kriegsdienst­ leistungen gesteckt wurden. All diesen ist es untersagt, Nachrichten in die Heimat gelangen zu lassen; ebenso wird ihnen auch keine Post aus der Heimat ausgefolgt. Tiefen Kriegsgefangenen fehlt es nicht an guter Ver­ pflegung und Geld. Sie verdienen gut und werden gut behandelt; geschulte Kriegsgefan­ gene stehen sogar in Ansehen und Achtung. In der kommenden Zeit dürfte es also gar manches unverhoffte glückliche Wiedersehen in den Familien geben. , i | —* Unerlaubter Getreideverkehr. Es ist beobachtet worden, daß Getreide, insbe­ sondere Weizen von Stadtbewohnern zu sehr hohen Preisen auf dem Lande aufgekauft wur­ de, um mit Handfchrotmühlen zu Wehl ver­ arbeitet zu werden. Tas Staatsministerium des Jnnerrn hat bereits am 212. Juli 1918 durch die Presse: darauf hingewiesen, daß. der unerlaub­ te Gertreideverkehr mit hohen Freiheits- und Geldstrafen bedroht ist. Nunmehr wurden die Kommunalverbände neuerdings angewiesen,die­ sem unerlaubten Getreideaufkauf, der für die allgemeine Brotversorgung eine große.Gefahr bedeutet, mit aller Strenge entgegenzutreten. Tie.Polizeiorgane sind angehalten, diesem Auf­ kauf ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden und bei Zuwiderhandlungen unnach sichtlich mit Strafanzeige gegen Muser und Verkäufer sowie mit Beschlagnahme der Ware einzuschreiten!. —* Straßenobst wird am Tvnnerstag vormittags bei Wettenbach versteigert. —* "Der Hias". Allgemeinen Wünschen, sowie dem Umstand Rechnung tragend, daß</p>
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          <p>i Adern erstarren machte: Lores verzweifelten Kamps und ihre Anstrengungen, Ossi über Wasser zu halten und ans User zu kommen. Er wurde leichenblaß. Ten Rock abwerfen und ins Wasser stürzen, war das Werk einer Sekunde; von seinen Knabenjahren her kannte er die Tücken und Untiefen des Weihers zur Genüge. Mit einigen kräftigen Stößen hatte er Lore erreicht. Er kam gerade noch recht, die Sinkende zu halten. ( i Er schwamm ans Ufer, zog sie heraus, und schwamm wieder zurück zu Thekla, deren weißes Kleid sich, auf dem Wasser blähte. — — [ , —f £ , Boten jagten nach, Aerzten; das Telephon wurde in Bewegung gesetzt. In fester, be­ stimmter Weise gab der Legationsrat die An­ ordnungen, denn Graf Ottokar war vor Auf­ regung unfähig dazu. Wie geistesabwesend saß er da. i i i i 1 ' ’ In kurzer Zeit war ein Arzt erschienen. Wiederbelebungsversuche wurden gemacht doch bei Thekla hatten sie keinen Erfolg. Sie war tot. ■ i Ossi atmete bald leise, und, in fein Bett gebracht, schlies er ein; ihn hatte Nora Berger gerettet! 1 I i ! ! , . U - (Fortsetzung folgt.) , , ^ , "Ach, haben Sie sich doch nicht so, Fräu­ lein! Ich, bin doch kein kleines Änd mehr." Thekla streckte zur Bekräftigung oder zur Wi­ derlegung dieser Behauptung die Zunge her­ aus. Ter Kahn trieb immer weiter. Lore sah,, daß ihre Bitten zwecklos wa­ ren. Sie ivvllte den Vater der Kinder holen, daß, er ein Machtwort sprach. , Aber nach, wenigen Schritten kehrte sie wieder um; Sissis ängstliche Stinüne hatte sie zurückgerufen. Und sie sah etwas, das sie erbeben ließ: beide Kinder neigten sich, weit über den Rand des Bootes, um die Wasserpflanzen auf Blüten und Knospen zu untersuchen. i Heiser vor Erregung trug Lore der kleinen Sissi auf, so schnell wie möglich Onkel Rüdiger zu holen. Tie Angst stieg siedendheiß in ihr empor. | i i Das leichte Fahrzeug schwankte bedenklich Nach der einen Seite, — und da — Grausen erfüllte sie — es schlug um, trieb kieloben — beide Kinder waren mit einem markerschütternd den Schrei ins Wasser gefallen. Blitzschnell streifte Lore ihren Kleiderrock ab und stürzte sich, ohne Besinnen in das Wasser. Tie Hilferufe der Kinder gellten ihr in die Ohren, trieben °fte zur Anspannung ihrer Kräfte an. Sie erreichte Ossi, packte ihn und hielt ihn fest. In Todesangst klammerte sich der Knabe an sie, daß er sie in Wer Be­ wegungsfreiheit hinderte und sie bald ihre Kräfte erlahmen fühlte. 1 ! ! Zum Herzerbarmen rief Thekla: "Hilfe, Hilfe!" l Toch Lore konnte der Versinkenden und Wiederauftanchenden keine mehr bringen. Sie fühlte ein Sausen und Brausen in den Ohren, und sie dachte nur immer das eine: "Ossi", und dann verschwimmen!»: "Rüdiger". Mt Entsetzen wurde sie gewahr, daß die Entfernung bis zum Ufer für ihre Kräfte zu groß war — der Atem gehorchte ihr nicht mehr. — Und der Kahn war and) 1 nicht zu erreichen; durch den Stoß war das.leichte Fahrzeug weit abge­ trieben. i Der Legationsrat sah vom Balkon aus die kleine Nichte so ängstlich und eilig den Weg allem zurückkommen, den sie vorhin in Begleitung ihrer Erzieherin eingeschlagen — er hörte sie rufen, sah sie winken . Ha sprang er schnell auf und eilte in fast jugend­ lichem Ungestüm die Tropen hinunter. ' Kaum hatte er die ersten Worte des Kin­ des angehört, als er auch! schon weiter jagte — und dann sah er, ivas ihm das Blut in den</p>
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          <p>Dienstesnachrichten. Justizviensti. Vom K. Staatsministeriichn ' der Justiz wurde der Amtgrefijchtsdiener bet dem Amtsgerichte Teggendorf Ludw. SchiMd auf sein Ansuchen in gleicher «Tienstesetgensch. in etatsm. Weise an das Amtsgericht Regens­ burg versetzt. 1 1 i</p>
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          <p>Städtische Schwimmschule. 27. August 1918. Wass,r 18 . Grad O. Lust 20 . Grad C.</p>
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          <p>Kriegsbriefe aus dem Westen. Berlin, den 24. August. WnSerschtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Tre Vervreitung der feindlichen Turchhruchsverstrche. (Telegramm unsres Kriegsberichterstatters.) Gr. Hauptquartier, den 22. August. Schwarze und weiße Franzosen setzten ih­ re Angrisse gegen die Armee von Hutier in schmäleren Frontabschnitten fort, nachdem sei­ ne Verluste vorerst dem Gegner das Anren­ nen auf der ursprünglich pm Durchbruche vorgehenden breiten Front nicht mehr gestatten. Wie sich herausgestellt hat, hat der Feind seine neuen AngriMdivisionen dadurch! ge­ wonnen, daß er die alten Durchschnitts- und Stellungsdivjisionen aufgestellt und aus je zwei in erster Linie eingesetzten farbigen Regimen. lern und je eknem in zweiter Linie einge. setzten weißen Regiment neue Divisionen ge| bildet hat. Tie Beschwerde der Farbigen, daß : sie dauernd in vorderster Linie als Kanonen­ futter eingesetzt würden, damit Frankreich sei­ ne weißen Männer schonen könne, hat die fran­ zösische Heeresleitung damit beantwortet, daß! die Farbigen während der Herbst- und Win­ termonate nicht ftiegsverwendungssähig seien ihnd sich daher gegenwärtig einen unverhältnismäßjig häufigeren Einsatz als die weißen Truppen gefallen lassen müssen. 1 Für besondere Ausgaben, deren Wichtig­ keit hieran zu erkennen ist, wird eine An­ zahl rein weißer Divisionen aufgespart. Eine solche, die aus 3 Bataillonen Alpenjäger» ge, bildete 47. französische Division, d,ie gegenwär­ tig zu allerersten Angriffsdivisionen gehört, hat sich vorgestern gegen deutsche Kerntruppen der Garde und aus der Provinz Sachse« eine schwere Niederlage geholt. Unter der Deckung von Tankgeschwadern, die sich allerdings nur wenig entfalten konnten und sich unter unse­ rem Abwehrfeuer bald zurückzogen, griffen diese Alpenjäger nördlich vo« Rohe an. Un­ ser Artillerie- und Maschinengewehrfeuer brach ihren Schwung meist schon im Vorfelde.Nur an vier Stellen entwickelten sich erbttterkeNahkämpfe, in denen wir überall die Oberhand behielten, so daß die HauptwiderstandSttni« vom Feind» nirgend erreicht wurde und das Vorfeld überall restlos i« unser« Hand blieb. Am Spätnachmittage stießen die Garde- und Provinz-Sachsentruppen dem geworscknengetnd im Gegenangriffe nach und warfen ihn bis in den Wald von Bracquemont zurück, der die Ausgangsstellung für den Angriff der AlpenJäger gebildet hatte .Erst höherer Befehl rief die Truppen Von ihrem siegreiche« Vordringen zurück. Sie brachten über 100 Gefangene und zahlreiche Beute mit. An der Kampffront zwischen Oise und Aisne brachte die taghelle Mondnacht vom 20. auf den 21. die Vorbereitung zum neuen feindlichen Großangriff. Bis weit in das Hintergelände richtete der ^Feind "sein Artilleriefeuer, das sich gegen Morgen zun» Trommel­ feuer auf unsere Jnsänterielinie steigerte.Früh um halb 8 Uhr setzte der Massenangrisf un­ ter starkem Tankoorspan« auf der ganzen Li. nie zwischen £ »Wlin und Svlnetz am. Zwi­ schen Gamelin und Elercmcourt gekavtz d«n&gt; Feind ber Einbruch in unsere vordere Üftt$e, worauf er von 9 Uhr vormittags ab bett An­ griff noch um Tivisionsdreite nach SliVe« aus­ dehnte. Nördlich der Aisne bei fl&amp;ctmSera wurde der feindliche Truck durch unsere von den Hö­ hen aus feinen Mrgriff beherrfchsrte» Urtftlerie abgeschwächt. Ter Erfolg des gewaltigen' Angriffes blieb auf die Angriffsschlle Bei Bleaneourt boschBänkt, die der Feind |m Laufe des Tages etwas erweitern konnte. Bet Pdornmiers gelang es ihm utchch, unsers «ntzs wsfentlkch zu verschieben. Bch 30 Grad und mehr fett Schatte» fiteg* Sei Tage eine furchtbare, windlofe SchwM über dem weiten Schlachtfelde, b*S fjffi m dicken, undurchdringlichen Staub etnMm, dev Bäume und Wiesen mit demselben ehtfflfcietaett . Kementgrau übeszieht. Bet Nacht sind die Tst- ler mit kalten Nebeln erfüllt. Das Wetter gleicht genau dem vor vier Jahre«, und an die Ausdauer der Truppen werden ungeheure An­ forderungen gestellt. Ueber dem Nebel-- und Stanbmeere des Blachseldes entwickeln sich ständige Großlustschlachten. Mit vollem Er­ folge greifen unsere Kampfflieger die feind­ liche Infanterie und die Tanks, deren, sie eine Anzahl erledigen konnten, mit Bomben und Maschinengewehr an. Ter Feind hatte zu dem neuen Turchbruchsversuche, der ihn nach er­ beuteten Befehlen 12 Kilometer tief am er­ sten Tage führen sollte, 13 Divisionen, darun­ ter mehrere schwarze, in den "Kampf gewor­ fen. Einzelne seiner Verbände haben bis zur Hälfte ihres Bestandes vor unserem Waschi­ nengewehrfeuer liegen lassen. ' , m.) W. Scheuermann. KriegSberichtterstatter. Berlin, den 25. August 1918. Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise Vorboten.) Unzufriedenheit und Ent­ täuschung. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. Gr. Hauptquartier, 23. August. &gt; Nach dem Tvne der französischen und eng­ lischen Heeresberichte müßte es scheinen, als ob beim Feinde nach' einigen Erfolgen, die ihm seit Jahren versagt gewesen sind, große Zuversicht und Jubelsttmmung herrschte-. Dies war auch der Eindruck, den die Gefangenen in den ersten Tagen der Foch'schen Offensive gemacht haben. Aber diese StinftnNng hat sich überraschend schnell gewandelt .Auf den Sol­ daten, namentlich! auf den französische«, macht • der Geländegewinn mit 'dem die französische Heimatpresse die Siegeshvsfnung beleben möch­ te, weniger Eindruck. Er weiß, daß Hindenburg schon einmal freiet DCig viel mehr Gelände preisgegeben hat, Als die Verbündeten jetzt mit ihrem größten Krafteinsatz zu erringen vermocht haben, und er weiß» daß Frank­ reich damals durch' diesen Geländegewinn dem Sieg nicht näher, sondern ferner gekommen ist. Vor allem aber weiß der Svldart aus sei­ nen Angriffsbefehlen, was die franzö)sische Hei­ mat nicht weiß, daß nämlich die , Ziele der sämtliche» französisch-englisch- ameriikantsüfen Großangriffe schon für den ersten Tag viel weiter gesteckt waren, als sie bis heulte erreicht sind, und daß, am Gewollten gemessen, das Gekonnte kekn erhebender Sieg, /sondern ein nicht zu Hoffnungen ermutigender Fehlschlag ist. ' i Bei beirr vorgestrigen Tnrchbruchsver such zwischen Lite und Aisne sollte am erste« Tag in ganzer Frontbreite 12 Kilometer tief hin­ ter unsere Linien gestoßen werden .Erreicht wurde ein örtlicher Einbruch in unsere vor­ dere Liteie an einer Stelle; vor der übrigen Front opferte die feindliche Heersührung ihre Sturmbataillone vergeblich in unserem Maschinengewehrseuer. Bei dem Türchbruchsver such gegen die Armee von Hutier am 16. Angust sollten die 133. und 169. französische Divi­ sion, wie wir in allen Einzelheiten aus erbeu­ teten Befehlen wissen, von Tillolotz aus noch ,im Lause des 16. August in drei Etappen vor­ kommen. Das erste Ziel sollte UrcpeauMenil fein, das zweite eine Linie östlich Amy, das dritte Avricourt. Tie Einzelzkele dieses Vor­ stoßes, den der Feind schon für den 13. August geplant hatte, dann aber um 3 Tage ver­ schieben mußte, waren für jedes Bataillon ge­ nau" ausgearbeitet und jedem Soldaten "be­ kannt. Im Ganzen sollten von 5 Uhr morgens bis Kalb 12 Uhr vormittags ,alsv in 6ein§alb Stunden, 9 Kilometer durchmessen werden, Tatsächlich vorgekommen aber ist der Feind tmtfer fortwährenden, blutigen Massenangriffen in der Zeit vom 16. bis 28. August also fit 4 Großkampftagen, nur um wenig wehr als einen Kilometer. Auf die Stimmung des französischen Svlfctoten drückt auch die Erkenntnis, daß die gro, sie Menge von Amerikanern, aus deren Hilfe man ihn feit Jahr und Tag vertröstet hat, ihm nicht meKr fühlbare Entlastung verschaf­ fen konnte. Die Hauptblutarbeit müssen — das haben sie gesehen — wieder die Franzose«-» leisten. Es erfolgt jetzt der naturgemäße Rück­ schlag auf die übertriebenen Hoffnungen, die man genährt hat. Viele Gefangene machen sich bitter luftig über die Aussicht, daß noch viel mehr Amerikaner komwen und iw nächsten Jahre die Entscheidung bringen sollen. Wa­ rum, so fragen sie, hat man darauf nichp gewartet und dke neuen französischen Wcnmerverluste gespart, wenn nicht etwas in dieser Rechnung nicht stimmt? Das Verhältnis zwi­ schen den Amerikanern und Franzosen ist trotz aller Verbrüderungsseste, die man in Paris veranstaltet, an der Front nicht gut. Tie Ame­ rikaner haben sich bei den sparsamen Franzo-' feit als Preistreiber für Lebensmittel sehr un­ beliebt gemacht. Gewohnt, mit Dollars zu rech­ nen, wo der Franzose nur mit Franken rechnet, zahlen die Amerikaner jeden Wucherpreis und werden vielfach von ^Poilus schlechthi» "die Preistreiber" genannt. Diese Mißstimmung wirft auch! auf die Amerikaner zurück, wie viele amerikanische Ge­ fangene aussagen. Sie sind mit dem stolzen Bewußtsein nach Europa gekommen, daß ihr Erscheinen und die nach Ihrem Glauben öfter* meßkichen Hilfsmittel der Bereinigten Staaten genügen würden, um in wenigen Wochen den Krieg zu beenden und Europa den Frieden zu diktteren. Statt dessen sagt ihnen jetzt die eige­ ne Regierung, daß frühestens 1919 die ameri­ kanische Kriegsleistung wirklich entscheidend in Kraft treten könne. Stets eines kurzen Aben­ teuers, zu dem die meisten von ihnen Haus und Hvf verlassen hatten, sehen sie sich Sft einem unabsehbare« harten Krieg verwickelt, der ganz und gar nicht nach ihrem Geschmack ist. Und das Schlimmste ist, daß bei Streitig­ keiten die französischen Soldaten ihnen neuer­ dings vorzuwerfen beginnen, die Amerikaner seien die wahren KriegsvsrlAngerer; ohne sie hätte man längst den Frieden und wäre bei Weib und Kind zu Hause. (Kb.) | W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.</p>
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          <p>Letzte Posten. Site KirHenkonser«iz i» Schwede» vcrs i eitest. Frankfurt a. M., 26, A-ngnstz Wie die "Franks. Ztg." äuS Stockhvün meldet, war die Einberufung 'einer internationalen Kirchenkonferonz nach Upsala (Schwedchi) geplant. Trotz der Berertwillrgkeft einer großen An­ zahl kirchlicher Behörden der neutralen und kriegführenden Länder, daran teilzunehmen, ist jetzt die Konferenz auf unbestimmte Zeit ver­ schoben worden. Nach einet Aeußerung des Erzbischofs Fvederban geht hervor, daß,aüsschlaggevend für den AusMub eine Mitteilung war, nach der die Ententemächte die Pässe verweigern würden. ' i Amerikaner j» Archangelsk. ; Amsterdam, 26. August. "Allgemeen Handelsblad" meldet aM London, die Amerika ner landeten jetzt ebenso wie die Franzosen und Engländer in Archangelsk Truppen. Nach Sibirien wird jetzt eine aus allen Waffen ge­ mischte kanadische Brigade geschickt" werden. ! Explosiv«. München, 27. August. Zn der Maschi­ nenfabrik von Kiesel in der Weilbrunnerstraße erfolgte gestern abends eine schwere Explosion in einem Gebäude^ wodurch eins Wand einge­ drückt wurde. 3 Personen wurden dabei schwer Verletzt, 2 sind tot. 1 . ,</p>
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          <p>Bekanntmachung. Der Kleittverkansshöchftpreis für Kar­ toffel wird mit sofortiger WirkfamieA auf 12 Pfg. das Pfund herabgesetzt! Die Reservemarie Qu wird zum Bezug vom 10 Pfund Kartoffel aufgerufen. L a n d S h u t, den 27. August 1918. Ztadtmagiftrat LandShnt. Dr. Hetterich.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Betr. Vollzug Ses neuen Schanmweinsteuergesetzes vom 26. Juli 1918, Am l. September 1918 tritt das neue Scharrmweirrsteuer-Gesetz in Kraft. Schaumwein aus Fruchtwein, Schaumwein aus Traubenwein und schaumweinähnliche Getränke, die sich am 1. September 1918 außerhalb der Erzeugungsstätte oder einer Zollniederlage befinden, unterliegen einer Nachsteuer. Geschäfte, Gesellschaften, Anstalten usw., unter Umständen auch Privatpersonen, die ß nachsteuerpflichllgeu Schaumwein besitzen, haben diesen bet der Steuer­ behörde (Steueramt, Steuerstelle) anzumelden. Landshut, den 26. August 1918. 2276 &lt;K. ^cmptjoCCamt.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Wegen Unzuverlässigkeit In der Geschäftsführung im Wiederholungsfälle wurde in Gemäßheit des § 1 der Bundesrats-Verordnung vom 23. Sept. 1915 aufMund Magistratsbeschlusses vom 23. ds. Mts. das MeereiMSft bet Witwe WelbmM Sch. KltiMbtio? mit sofortiger Wirksamkeit auf die Dauer von 3 Monaten gesperrt. Die bisher.bei diesem Geschäfte eingetragenen Kunden erhalten ihr Fletsch für d i e s e Woche bei dem Metzger 3oftf Rötzer in der Theaterstratze. Für die Umschreibung auf irgend eine beliebig andere Metzgerei ist den Kunden der Frau Settz am Mittwoch, Donnerstag unö Freitag in Ser Zeit von 8—12 Uhr «nö 2—5 Uhr «nS am Samstag in Ser Zeit Non 8—12 Uhr im PSvt. Schlachthose Gelegenheit geboten. Stammkarte ist mitzubringen. L a n d S h n t, den 26. August 1918. Stadlmagistrat. Dr. Herterich. 2278</p>
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          <p>Der Krieg mit Italien. Italiens Kohlennot und englische Aus­ deutung. Genf, 26. Aug. Gegenwärtig soll Ita­ lien eine monatliche Kohlcknmenge von 600 000 Tonnen zur Verfügung stehen. Vorausgesetzt, daß, dies nicht auch noch übertrieben ist, »st also Italien im Besitze von nur 2 Drittel seines monatlichen Kohlenbedarses vor dem Kriege .Auf der Konferenz in Pallazo wurde der Kohlenverbrauch Italiens für Kriegszwecke auf 690 000 Tonnen statt 900 000 Tonnen mo­ natlich festgesetzt. Aber nicht einmal diese Menge wurde verwirklicht. Im vergangenen Winter sank sie aus weniger als die Hälfte herab. Und davei war noch ein Tritte! französische Krchle, die um 2 Prozent weniger Heizkraft besitzt wie die englische. Das italienische volkswirt­ schaftliche Fachblatt Economiste verlangt mit Nachdruck, daß die Verwendung italienischer Braunkohle ,namentlich zur Gaserzeugung,nach dem Kriege mehr gefördert werde. Gegenwärtig bestehe der unerträgliche Zustand, daß mit eng­ lischem Kapital arbeitende Gasgpselkfchaften die Städte durch langfristige Verträge zur Ehascrbmahm« Linde«. Tas Blatt verlangt die Ungül­ tigkeitserklärung dieser Verträge. Florenz ist durch einen 89jährigen Bertrag an die Gvsgesellschast Anglo America«« gebunden, während in nächster Mjhe das Bvaunkohlenbergwerk von Siena nicht nur nicht für die Gasherstellung benutzt wird, sondern mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen hat, um seine Kohlen überhaupt fortschaffen zu können.</p>
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          <p>Bekanntmachung. Das Obsterträgnis zwischen km 16,5 und 17,5 der Staatsstraße Nr. 65 Landshut—Straubing wird cm Donnerstag, den 29. Angust 1918 in kleinen Losen und unter Ausschluß von Händlern öffentlich an den Meistbietenden versteigert und zwar vormittags 10 Uhr außerhalb Mettenbach, km 16,5 beginnend. Landshut, den 26. August 1918. K Straften und Flutzvauamt. I. V.: Zehrer. 2277</p>
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